Hamas-Kommandeur getötet

GAZA (inn) - Bei verschiedenen Einsätzen der israelischen Armee sind am Donnerstag im Gazastreifen zwei Palästinenser getötet worden. Bei einem der Männer handelt es sich um Nafez Mansur, einen Kommandeur der radikal-islamischen Hamas, der an der Entführung des israelischen Soldaten Gilad Schalit beteiligt gewesen sein soll.

Israelische Soldaten hatten von Kampfhubschraubern mehrere Raketen auf eine Gruppe von Hamas-Mitgliedern nahe Rafah abgefeuert. Dabei wurde der 40-jährige Mansur getötet, sein 13-jähriger Sohn wurde verletzt. Laut Angaben des israelischen Geheimdienstes Schin Beit soll Mansur an der Entführung Schalits im Juni 2006 beteiligt gewesen sein. Zudem werde er für die Planung mehrerer Anschläge verantwortlich gemacht. Unter anderem habe er ein weiteres Attentat geplant, das möglicherweise am israelischen Unabhängigkeitstag im Mai verübt werden sollte. Wie die Hamas mitteilte, war Mansur unter anderem für eine Einheit der Terrorgruppe verantwortlich, die Kassam-Raketen produziert.

Bei einem weiteren Vorfall wurde ein 55-jähriger palästinensischer Zivilist getötet. Der Mann wurde offenbar versehentlich von israelischen Soldaten getroffen, als diese auf eine Gruppe bewaffneter Palästinenser schossen.

Unterdessen feuerten Palästinenser auch am Donnerstag zahlreiche Kassam-Raketen auf Israel ab. Einige davon schlugen in der Wüstenstadt Sderot ein. Fünf Menschen mussten wegen eines Schocks behandelt werden, mehrere Gebäude wurden leicht beschädigt, darunter eine Schule.

Bitte beachten Sie unsere Kommentar-Richtlinien

Schreiben Sie einen Kommentar

Israelnetz-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen