Peres und Kaczynski bei Gedenkstunde in Treblinka

TREBLINKA (inn) - Israels Staatspräsident Schimon Peres hat am Montag das frühere Vernichtungslager Treblinka in Polen besucht. An einer Gedenkstunde für die sechs Millionen Juden, die im Holocaust getötet wurden, nahm auch der polnische Präsident Lech Kaczynski teil.

Neben den beiden Präsidenten waren Hunderte israelische Oberschüler gekommen. Sie hatten Israelflaggen bei sich und trugen T-Shirts mit dem Davidstern und der Aufschrift „Israel“. Ihnen schlossen sich Vertreter der israelischen Verteidigungsstreitkräfte und Überlebende der europäischen Judenverfolgung in der Nazizeit an. Dies berichtet die „Jerusalem Post“.

Kaczynski entzündete eine Fackel im Gedenken an die „Gerechten unter den Völkern“, die ihr Leben riskiert hatten, um Juden zu retten. Er forderte, dass ihrer immer gedacht werden möge. Die meisten Juden, die in Treblinka ermordet wurden, seien Polen gewesen. Sie seien nur wegen ihrer jüdischen Identität verfolgt worden. „Seit meiner Kindheit wusste ich, dass hier Juden getötet wurden“, sagte der polnische Präsident. Sein Land zolle allen Opfern des Holocaust bleibenden Respekt. Es wolle alles tun, um die Beziehungen zu Israel zu verstärken.

Peres sagte: „Es ist sehr schwierig für uns, hier zu sein, an diesem Ort, wo so viele Juden getötet wurden.“ Er betonte, dass hierfür nicht die Polen, sondern die Nationalsozialisten verantwortlich gemacht werden müssten. Der Israeli dachte darüber nach, wie anders die Dinge möglicherweise verlaufen wären, wenn es damals jüdische Soldaten gegeben hätte: „Es wäre nicht passiert, und wir werden nicht zulassen, dass es wieder passiert.“

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