Carter traf Bürgermeister Eli Mojal und andere Vertreter der Stadtverwaltung. „Ich denke, es ist immer ein verabscheuungswürdiges Verbrechen, wenn jemand absichtlich versucht, unschuldige Zivilisten zu töten“, sagte der Friedensnobelpreisträger laut der Zeitung „Ha´aretz“. „Ich hoffe, dass es bald eine Feuerpause geben wird.“
Carter war zuvor in die Kritik geraten, weil er im Rahmen seiner Nahostreise auch mit dem Hamas-Führer Chaled Mascha´al in Damaskus zusammenkommen will. Die Hamas weigert sich, den Staat Israel anzuerkennen. Deshalb lehnt die israelische Regierung direkte Kontakte mit der Terrorgruppe ab. Bürgermeister Mojal sagte nach dem Gespräch mit dem Ex-Präsidenten: „Ich glaube nicht, dass Carter Ruhe und Frieden bringen kann. Ich denke, sein Treffen mit Mascha´al ist willkürlich und wird nichts beitragen, was Israels Interessen nützen würde.“
Nach Angaben eines Sprechers hatte Carter zudem geplant, den Fatah-Führer Marwan Barghuti in israelischer Haft zu besuchen. Der Palästinenser gilt als Anführer der so genannten „Al-Aksa-Intifada“ und sitzt eine fünffache lebenslange Gefängnisstrafe wegen Mordes an vier Israelis und einem griechisch-orthodoxen Mönch ab. Israel lehnte den Antrag ab.