Bei dem Verurteilten handelt es sich um Bassel Asmar. Mit seinem Komplizen Hamdi Kur´an lauerte er am 17. Oktober 2001 dem 75-jährigen israelischen Minister vor dessen Hotelzimmer in Jerusalem auf. Sie hatten sich im Treppenschacht des Notausgangs versteckt. Laut ihrem Plan sollte Kur´an auf Se´evi schießen und Asmar auf den Leibwächter, falls ein solcher den Tourismusminister begleiten sollte. Als Se´evi nach seiner Gewohnheit allein erschien, erschoss ihn Kur´an. Die beiden Palästinenser flohen durch den Notausgang.
Der Komplize wurde im Dezember wegen des Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Hinzu kamen 100 weitere Jahre Gefängnis wegen fünf zusätzlicher Anklagepunkte, wie die Tageszeitung „Ha´aretz“ berichtet.
Asmar werden neben der Beteiligung an dem Attentat die Mitgliedschaft in einer Terrorvereinigung und versuchter Mord in mehreren Fällen zur Last gelegt. Im Jahr 2001 hatte er laut dem Gericht Autobomben und Sprengsätze in Jerusalem deponiert.
Die Richter wiesen das Argument der Verteidigung zurück, dass Asmar nur ein Beihelfer zum Mord gewesen sei. Nach ihrer Auffassung war er „ein vollwertiger Partner sowohl in der Planungsphase als auch bei der Ausführung“. Er habe eng mit seinem Komplizen zusammengearbeitet, um „diese Verbrechen in die Tat umzusetzen“. Die Richter fügten hinzu: „Der Angeklagte hat sogar gesagt, dass er auf den Angeklagten Nr. 1 (Kur´an) eifersüchtig gewesen sei. Denn der hatte Ruhm gewonnen, weil er derjenige war, der Minister Se´evi erschoss.“