Wie die Tageszeitung „Ha´aretz“ berichtet, übernahmen kurz nach dem Vorfall Vertreter der Hamas die Kontrolle an der Grenze. Ihre Polizei ließ die Menge in zwei Abschnitten des Übergangs auf die ägyptische Seite gelangen. Sie untersuchte Taschen und beschlagnahmte mehrere Pistolen, die ein Mann bei der Rückkehr in den Gazastreifen bei sich hatte. Die ägyptischen Grenzposten traten nicht in Aktion. Die meisten Palästinenser nutzten ihren Aufenthalt in Ägypten für Einkäufe. Nach UN-Angaben passierten 350.000 Menschen die Grenze.
Bereits am Dienstag waren bei einer Demonstration am Rafah-Übergang etwa 60 Menschen verletzt worden, als die ägyptische Grenzpolizei Wasserwerfer gegen sie einsetzte.
Israel hatte am Donnerstag eine Blockade über den Gazastreifen verhängt. Anlass waren die fortgesetzten palästinensischen Raketenangriffe auf israelische Ziele. Am Dienstag wurde ein Teil der Grenzübergänge vorübergehend geöffnet, damit Treibstoff, Lebensmittel und Medikamente in das Gebiet geliefert werden konnten. Aus Sicherheitsquellen hieß es, Israel werde den Gazastreifen weiter abgeriegelt halten. Ausnahmen seien in Notfällen möglich.