Ban zitiert Quellen, denen zufolge die Hisbollah ihr Arsenal von Marschflugkörpern des Typs C-802 gegen Schiffe verdreifacht habe. Er vermute, dass sich die Miliz „auf einem höheren Niveau als vor dem Konflikt des letzten Jahres“ wiederbewaffnet habe. Auch nimmt er an, „dass die Hisbollah ihre Gruppen, die mit Langstreckenraketen ausgerüstet sind, in Gegenden nördlich des Flusses Litani stationiert hat und die meisten der neuen Raketenvorräte (…) eine Reichweite von 250 Kilometern haben. Das befähigt sie, Tel Aviv und weiter südlich gelegene Punkte zu erreichen“.
Die Entwaffnung der Hisbollah bleibe entscheidend für die Ausdehnung und die Macht der libanesischen Regierung über ihr ganzes Gebiet, so der UN-Generalsekretär weiter. Israel halte die Beschaffenheit und die Anzahl der Waffen, die sich unter der Kontrolle der Miliz befänden, für „eine strategische Bedrohung seiner Sicherheit und der Sicherheit seiner Bürger“.
Ban übte aber auch Kritik an Israel, weil es wiederholt in den libanesischen Luftraum eingedrungen sei. Außerdem habe es nicht alle Informationen über Streubomben im Libanon an die UNO weitergegeben.