Iranischer Minister trifft Hamas-Führer

DAMASKUS (inn) - Der iranische Außenminister Manuchehr Mottaki hat sich am Montag in Damaskus mit palästinensischen Vertretern getroffen. Darunter waren auch ranghohe Mitglieder der Terrorgruppen Hamas und Islamischer Dschihad. In einer Woche soll in Syrien ein Kongress stattfinden, der einen Gegenpol zur in Annapolis geplanten Nahostkonferenz bilden soll.

Der stellvertretende Leiter des Hamas-Büros in der syrischen Hauptstadt, Mussa Abu Marsuk, sagte, er habe mit Mottaki über die Lage im Gazastreifen gesprochen. Ein weiteres Thema sei die Annapolis-Konferenz gewesen, die Ende November oder Anfang Dezember stattfinden soll. Auch hätten sie sich mit den jüngsten Gesprächen zwischen Israels Premier Ehud Olmert und Palästinenserchef Mahmud Abbas befasst.

Abu Marsuk fügte hinzu, die geplante Konferenz in den USA werde wie eine Werbeparty für die Regierung von US-Präsident George W. Bush in ihrem letzten Amtsjahr sein. Sie werde als Einführung von Strafmaßnahmen dienen. Wer seiner Meinung nach davon betroffen sein soll, führte er hingegen nicht aus.

Anschließend kam Mottaki mit dem Führer des Islamischen Dschihad, Ramadan Abdullah Schallah, zusammen. Das berichtet die Tageszeitung „Ha´aretz“ unter Berufung auf ein Mitglied der iranischen Delegation.

Am 7. November wollen sich palästinensische Gruppierungen, die in Syrien ansässig sind, in Damaskus treffen. Sie lehnen den arabisch-israelischen Friedensprozess ab und haben keine Einladung nach Annapolis erhalten.

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