5.844 Tage: Navigator Ron Arad ist seit 16 Jahren im Libanon vermißt

JERUSALEM (inn) – Der heutige Mittwoch markiert den sechzehnten Jahrestag der Entführung des bekanntesten im Felde vermißten israelischen Soldaten. Ron Arad befindet sich nach wie vor in der Gewalt islamistischer Milizen im Libanon – es gibt kein Lebenszeichen.

Am 16. Oktober 1986 war Ron Arad nach einem Fallschirmabsprung von Mitgliedern der radikal-islamischen und pro-syrischen Amal-Miliz gefangengenommen worden. Das Kampfflugzeug der israelischen Luftwaffe vom Typ Phantom F-4 war zuvor teilweise explodiert. Während der Pilot von Israels Streitkräften gerettet werden konnte, wurde der Navigator Arad als Geisel genommen. Der Vorfall ereignete sich in der Nähe der libanesischen Stadt Sidon.

Der Famlienvater Ron Arad stammt aus dem Ort Hod HaSharon bei Herzliya. Über sein Schicksal ist nichts bekannt. Der letzte Brief Arads an seine Familie datiert vom jüdischen Neujahrstag (Rosh HaShana) 1987. Doch es gibt Hoffnung: Vor wenigen Monaten berichteten libanesische Zeitungen über eine angebliche Operation Arads in einem libanesischen Krankenhaus. Wann der Eingriff stattfand und welcher medizinische Befund vorlag, darüber gibt es keine Hinweise.

Arads einzige Tochter, Yuval, war erst 15 Monate alt als ihr Vater aus ihrem Leben verschwand. Sie lebt heute als Teenager bei ihrer Mutter Tammy.

Israel genkt auch seiner anderen Vermißten. Die Soldaten Zachary Baumel, Zvi Feldman und Yehuda Katz wurden am 11. Juni 1982 in der Panzerschlacht bei Sultan Yakoub im Libanon vermutlich von Syrern entführt – über ihr Schicksal. Am 17. August 1997 verschwand der heute 25 Jahre alte Guy Hever auf den südlichen Golanhöhen. Bis heute steht nicht fest, was mit ihm geschehen ist.

Der Geschäftsmann Elhanan Tannenbaum wurde vor genau zwei Jahren, am 15. Oktober 2000, von einem Kommando der Hisbollah verschleppt. Er war zuvor zu einer Geschäftsreise nach Europa aufgebrochen. Dort verlor sich seine Spur. Der schwer kranke Tannenbaum braucht regelmäßig Medikamente. Bis heute weigert sich die Hisbollah, Beobachter des Roten Kreuzes zu dem Gefangenen zu lassen.

“Ron Arad, LeChophesh Nolad!” – “Ron Arad, zur Freiheit geboren!” Die unzähligen Aufkleber gehören zum gewohnten Bild in Israel. Immer wieder sieht man an Autos die typischen blauen Luftballons, die an die im Felde vermißten israelischen Soldaten erinnern sollen. Größter Fürsprecher der Vermißten war der vor einem Jahr von Terroristen ermordete Tourismusminister Rehavam (Gandhi) Ze´evi.

Anmerkung der Redaktion:

Seit der Gründung im Jahr 2000 berichtet Israelnetz regelmäßig über Israels vermißte Soldaten – und wird dies solange tun, bis die arabischen Kerkermeister die internationalen Konventionen für Kriegsgefangene einhalten und alle Soldaten zurückkehren lassen nach Eretz Israel.

Die Koalition für die vermißten israelischen Soldaten (www.mia.org.il) hat eine Unterschriftenliste präsentiert, auf der bislang mehr als eine Viertelmillion Menschen aus aller Welt unterzeichnet haben.

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