Israelnetz - Neueste Nachrichten https://www.israelnetz.com Nachrichten aus Israel und dem Nahen Osten de https://www.pro-medienmagazin.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif Israelnetz - Neueste Nachrichten https://www.israelnetz.com 18 16 Nachrichten aus Israel und dem Nahen Osten TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Sat, 31 Jul 2021 21:29:42 +0200 <![CDATA[Zwei Tote nach Drohnenangriff auf Öltanker]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2021/07/30/zwei-tote-nach-drohnenangriff-auf-oeltanker/ Bei einem Drohnenangriff auf einen Öltanker vor der Küste des Oman sind am Donnerstag zwei Besatzungsmitglieder getötet worden. Sie sind britischer und rumänischer Herkunft. Israelische Sicherheitskreise vermuten den Iran hinter dem Angriff. Das Schiff „M/T Mercer Street“ gehört zum Unternehmen Zodiac Maritime, das der Israeli Ejal Ofer leitet. Es steuerte nach dem Vorfall unter Geleit der amerikanischen Marine einen sicheren Hafen an. Seit einiger Zeit trägt sich der Konflikt zwischen Israel und dem Iran auch durch Angriffe auf Schiffe zu.

Von: df

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Fri, 30 Jul 2021 20:45:00 +0200
<![CDATA[Saudische und israelische Judoka beenden Wettkampf mit Handschlag]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/sport/2021/07/30/saudische-und-israelische-judoka-beenden-wettkampf-mit-handschlag/ TOKIO (inn) – Die saudische Judoka Tahani Alqahtani ist am Freitag bei den Olympischen Spielen in Tokio gegen die Israelin Ras Herschko angetreten. Im Gegensatz zu Athleten aus anderen Ländern ohne diplomatische Beziehungen zu Israel wich sie dem Wettkampf nicht aus. Herschko entschied den Kampf für sich. Anschließend schüttelten sich die beiden Kontrahentinnen die Hand, wie es beim Judo üblich ist.

Bislang haben in Tokio zwei Judokas aus arabischen Ländern einen israelischen Athleten boykottiert: der Algerier Fethi Nourine und der Sudanese Mohamed Abdalrasul. Beide hätten gegen den Israeli Tohar Butbul antreten müssen. Sie wurden wegen ihrer Weigerung vom Internationalen Judoverband suspendiert. Algerien pflegt keinerlei diplomatische Beziehungen mit Israel. Der Sudan hingegen hat im April ein anti-israelisches Boykottgesetz abgeschafft – im Zuge der angestrebten Normalisierung.

Saudi gegen den Trend

Solche Boykotte kommen vor allem bei iranischen Sportlern immer wieder vor. Umso bemerkenswerter ist, dass Alqahtani dem Kampf gegen Herschko nicht auswich. Sie wurde sogar vom Olympischen Komitee ihres Landes unterstützt. Dieses twitterte am Donnerstagabend: „Unsere Judoka Tahani Alqahtani wird in der Runde der letzten 32 des Judowettbewerbs von Tokio 2020 gegen ihre israelische Gegnerin HERSCHKO Raz antreten. Viel Glück, Tahani“. Dazu informierte es darüber, um welche Uhrzeit der Kampf in der Klasse ab 78 Kilogramm nach saudischer Zeit beginnen sollte.

Vor dem Wettkampf hatte Alqahtani Ermutigung in den sozialen Medien erhalten. Allerdings sei unklar, in welcher Absicht das geschehen sei, merkt die Zeitung „Israel Hajom“ an: Entweder hätten die User gemeint, sie solle an dem Kampf teilnehmen. Oder sie hätten sehen wollen, wie sie „den Teufel bezwingt“. Am Freitag veröffentlichte das Saudische Olympische Komitee auch Bilder von dem Wettkampf auf Twitter.

Herschko erzählte nach der Begegnung laut „Israel Hajom“: „Ich freue mich, dass dieser Kampf stattgefunden hat. Nach dem Kampf sprachen wir ein wenig in der Halle. Aber sie wollte nicht, dass die Medien es dokumentieren. Wir schüttelten uns die Hände und umarmten uns, wir sprachen über den Kampf, über die Lage in ihrem Land.“ Die israelische Athletin ergänzte: „Ich sagte ihr, dass mir klar ist, dass sie mutig war.“ Sie freue sich, dass der Sport gesiegt habe.

In der nächsten Runde unterlag Herschko der Japanerin Akira Sone. Auch der israelische Bronzemedaillengewinner der Spiele von 2016 in Rio de Janeiro, Or Sasson, ist schon aus dem olympischen Wettbewerb ausgeschieden. Er musste sich dem Franzosen Teddy Riner geschlagen geben.

Von: eh

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Fri, 30 Jul 2021 14:54:00 +0200
<![CDATA[Gantz zu Gesprächen über NSO-Leak in Paris]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2021/07/30/gantz-zu-gespraechen-ueber-nso-leak-in-paris/ Israels Verteidigungsminister Benny Gantz (Blau-Weiß) hat seine französische Amtskollegin Florence Parly (Parti socialiste) in Paris getroffen. Im Vordergrund der Gespräche am Mittwoch stand die Veröffentlichung der Telefonnummern der NSO-Software Pegasus. Unter den 50.000 Nummern war auch die des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron (La République en Marche). Gantz ist als Verteidigungsminister verantwortlich für die Erlaubnis zum Verkauf der Spionagesoftware. Des weiteren sprachen die beiden Minister über die Situation im Libanon, dem Iran und den Konflikt mit den Palästinensern.

Von: hcb

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Fri, 30 Jul 2021 14:53:00 +0200
<![CDATA[Aserbaidschan eröffnet Handelsbüro in Israel]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2021/07/30/aserbaidschan-eroeffnet-handelsbuero-in-israel/ TEL AVIV (inn) – Aserbaidschan hat am Donnerstag erstmals seit Aufnahme der Beziehungen vor fast 30 Jahren eine diplomatische Vertretung in Israel eröffnet: Der Kaukasusstaat betreibt nun ein Handelsbüro in Tel Aviv.

Der aserbaidschanische Wirtschaftsminister Mikayil Jabbarov erhofft sich von dem Büro eine Stärkung der Handelsbeziehungen und mehr Investitionen aus Israel. Aus Anlass der Eröffnung traf der 44-Jährige mehrere israelische Regierungsmitglieder, darunter Finanzminister Avigdor Lieberman (Israel Beiteinu) und Außenminister Jair Lapid (Jesch Atid).

Botschaft der Hoffnung

Der israelische Botschafter in Aserbaidschan, George Deek, sieht die Eröffnung als historisches Ereignis: „Zum ersten Mal wird eine aserbaidschanische Flagge in Israel wehen“, sagte er in einem Kurzvideo. Er hoffe nun, dass darauf die Eröffnung einer Botschaft folgt.

Israel und Aserbaidschan haben 1992 Beziehungen aufgenommen. Damit gehört das Land zu den wenigen Staaten mit muslimischer Mehrheit, die Beziehungen zum jüdischen Staat pflegen. Allerdings stand Israel zuletzt in der Kritik, weil es im Bergkarabach-Konflikt Drohnen an Aserbaidschan lieferte – zum Nachteil Armeniens.

Von: df

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Fri, 30 Jul 2021 13:19:00 +0200
<![CDATA[Knessetabgeordnete appellieren an polnisches Parlament]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2021/07/30/knessetabgeordnete-appellieren-an-polnisches-parlament/ In einem Brief haben sich am Donnerstag 82 der 120 Knessetabgeordneten an das polnische Parlament gewandt. Sie fordern die Abgeordneten auf, gegen die geplante Gesetzesänderung zu Restitutionsforderungen zu stimmen. „Niemand erhebt Einspruch dagegen, dass an Verfolgung, Raub und Vernichtung auch viele Polen beteiligt waren. Das ist die historische Wahrheit“, heißt es in dem Schreiben. Polens Versuche, die Vergangenheit von sich abzuschütteln, seien gefährlich. Denn dann könne man junge Menschen nur noch schwer lehren, die Verbrechen der Vergangenheit nicht zu wiederholen.

Von: eh

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Fri, 30 Jul 2021 10:51:00 +0200
<![CDATA[Palästinenser während Trauerfeier getötet]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2021/07/30/palaestinenser-waehrend-trauerfeier-getoetet/ Ein Palästinenser ist bei Zusammenstößen mit Soldaten am Donnerstag tödlich verwundet worden. Eine Kugel hatte den 20-Jährigen im Bauch getroffen; er starb Stunden später im Krankenhaus. Der Vorfall ereignete sich in Beit Ummar bei Hebron während der Trauerfeier für einen Jungen, der am Mittwoch bei Zusammenstößen getötet worden war. Die Armee äußerte sich bislang nicht zu dem Vorfall. Die Vertretung der Europäischen Union bei den Palästinensern kritisierte die Soldaten indes wegen „unverhältnismäßiger Gewaltanwendung“.

Von: df

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Fri, 30 Jul 2021 10:40:00 +0200
<![CDATA[Netflix-Erfolg „Fauda“ jetzt auch auf Farsi]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2021/07/30/netflix-erfolg-fauda-jetzt-auch-auf-farsi/ LONDON (inn) – Der Unterhaltungssender „Manoto“ („Ich und Du“) hat seinen Sitz in London, wird aber über Satellit auch im Nahen und Mittleren Osten empfangen. Satellitenschüsseln sind im Iran verboten, weil die Regierung gerne die Kontrolle über die Medien behalten möchte. Nichtsdestotrotz verfügen die meisten iranischen Haushalte über Satellitenfernsehen.

„Manoto“ verfolgt eine klar regimekritische politische Agenda und ist den Mullahs deswegen ein Dorn im Auge. Die israelische Serie „Fauda“ ist nicht der erste Versuch des Senders, seinem Publikum jüdische und israelische Themen nahezubringen. Auch Beiträge über den Holocaust gab es schon.

Als Araber getarnt

Das Wort „Fauda“ ist Arabisch und bedeutet so viel wie „Chaos“ – der Code, den die Protagonisten der Serie gebrauchen, wenn ihre Tarnung aufgeflogen ist. Bei der israelischen Einheit der Mista’aravim (= „arabisiert“) handelt es sich um Juden, die sich als nichtjüdische, meist muslimische Araber tarnen. Sie sprechen akzentfrei Arabisch und bewegen sich in den Bräuchen der islamischen Kultur und Religion, als wären sie damit aufgewachsen. Ihr Ziel ist, Terroranschläge zu verhindern. Je nach Quelle soll die Serie ein mehr oder weniger realistisches Bild von der wahren Spezialeinheit zeichnen.

„Fauda“ schafft ein Verständnis für den täglichen Überlebenskampf Israels, aber gleichzeitig für Menschen auf beiden Seiten des Konflikts. Auch unter den Arabern wächst deswegen die Zahl begeisterter Fans. Die Produzenten berichten von tausenden Zuschriften aus verschiedenen Teilen der arabischen Welt. Einer von ihnen, Avi Issacharoff, wurde sogar von einem Hamas-Funktionär gebeten, ihm den Link zur nächsten Staffel zu schicken.

Seit dem 21. Juli läuft die Serie mittwochs um 22 Uhr auf „Manoto“. Die nächsten Wochen und Monate werden zeigen, dass sich auch das iranische Publikum mitreißen lässt. Und dann bleibt zu hoffen, dass die Übersetzung von „Fauda“ ins Persische nur ein Anfang war. Denn es gibt schon eine neue israelische Agentenserie. Sie spielt im Iran und trägt den Titel „Teheran“. Noch gibt es keine persische Übersetzung, wohl aber viel Zuspruch von Exil-Iranern.

Ein Beitrag zur Völkerverständigung

Schon jetzt zeichnet sich ab, dass solche Produktionen mehr zur Völkerverständigung beitragen können also so manche halbherzige Friedensverhandlung. Produzent Lior Raz war überrascht von den Reaktionen auf „Fauda“ und schwärmt: „Ich liebe es, wenn israelische und arabische Zuhörer mir sagen, dass sie zum ersten Mal Mitgefühl für die andere Seite empfinden.“

Bei „Teheran“, das in Athen gedreht wurde, spielten 5.000 iranische Statisten mit. Aus der ganzen Welt haben sich danach iranische Zuschauer gemeldet. Sie boten an, bei der zweiten Staffel der israelischen Serie ihr Gesicht als Statist zu zeigen.

Von: Carmen Shamsianpur

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Fri, 30 Jul 2021 10:02:00 +0200
<![CDATA[Israelische Filmemacher aus Haft entlassen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2021/07/29/israelische-filmemacher-aus-haft-entlassen/ ABUJA (inn) – Die israelischen Filmemacher Rudy Rochman, Noam Leibman und E. David Benaym sind wieder frei. Sie wurden am Dienstag nach 20 Tagen aus nigerianischer Haft entlassen. Die drei Israelis waren am 6. Juli für das Filmprojekt „We Were Never Lost“ über die Igbo-Juden in das afrikanische Land eingereist. Drei Tage später wurden sie von Spezialkräften der nigerianischen Polizei festgenommen.

Die Israelis hatten unter anderem eine Torarolle als Geschenk für die lokale jüdische Gemeinschaft mitgebracht. Fotos der Übergabe der Geschenke wurden von nigerianischen Separatisten missbraucht, um eine Unterstützung von Seiten der Israelis zu suggerieren. Diese dementierten die Behauptungen umgehend über ihre Social-Media-Kanäle. Die drei Männer wurden dennoch in Gewahrsam genommen und in die Hauptstadt Abuja gebracht. Dabei wurden ihnen ihre Mobiltelefone und Reisepässe abgenommen.

Nach fünf Tagen in Haft konnte die örtliche Chabad-Lubowitsch-Gemeinschaft Kontakt aufnehmen. Die jüdische Organisation durfte die Gefangenen regelmäßig mit koscherem Essen versorgen. Die Filmemacher waren mit ihren amerikanischen und französischen Pässen eingereist, weshalb die Botschaften von Frankreich, USA und Israel gemeinsam an einer Freilassung arbeiteten.

Schwierige Haftbedingungen

Das Filmteam berichtet nach der Freilassung über die Umstände im Gefängnis. Die drei mussten auf dem Boden einer kleinen Zelle schlafen und hatten während der 20 Tage keinen Zugang zu Duschen oder frischer Kleidung. Durch die diplomatischen Bemühungen wurden sie am Dienstagabend aus dem Gefängnis entlassen und durften unter Obhut der amerikanischen Botschaft die folgende Nacht in der Chabad-Lubowitsch-Gemeinde verbringen. Außenminister Jair Lapid (Jesch Atid) dankte in einer Stellungnahme seinen Mitarbeitern in der Botschaft in Abuja sowie der nigerianischen Regierung.

Der Gewahrsam endete am Mittwoch mit der damit bedingten Ausreise aus Nigeria. Rochman und seine beiden Begleiter landeten am Donnerstagmorgen in Tel Aviv. Ihre nigerianische Gastgeberin, die ebenfalls verhaftet wurde, befindet sich weiterhin im Gefängnis. Auch wenn das Filmprojekt nicht vor Ort beendet werden kann, wird die Dokumentation über die Igbo-Juden fortgeführt, versprachen die drei Heimkehrer.

Von: hcb

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Thu, 29 Jul 2021 14:49:00 +0200
<![CDATA[Armee untersucht Tod eines palästinensischen Kindes]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2021/07/29/armee-untersucht-tod-eines-palaestinensischen-kindes/ HEBRON (inn) – Bei einem Vorfall zwischen Palästinensern und der israelischen Armee im Westjordanland ist am Mittwoch ein Junge ums Leben gekommen. Die genauen Umstände, die zum Tod führten, sind derweil unklar. Die Armee leitete deswegen eine Untersuchung ein.

Nach Angaben des Militärs beobachteten Soldaten am Mittwochabend in der Nähe eines Stützpunktes bei Hebron „verdächtige Aktivitäten“. Demnach seien einige Männer in Beit Ummar aus einem Auto gestiegen und hätten am Boden gegraben. Anschließend überprüften die Soldaten den Ort und fanden zwei Säcke. In einem soll sich der Leichnam eines Neugeborenen befunden haben. Kurze Zeit später hätten die Truppen ein sich näherndes Fahrzeug beobachtet. Sie vermuteten, dass es sich dabei um dasselbe Auto wie zuvor handelte. Als das Auto trotz Rufen und Warnschüssen nicht stoppte, schossen die Soldaten auf die Reifen.

Nach Berichten der palästinensischen Nachrichtenagentur WAFA ist bei den Schüssen ein elfjähriger Junge ums Leben gekommen. Andere Medien geben dessen Alter mit zwölf oder 13 Jahren an. Das israelische Militär kündigte eine Untersuchung des Vorfalls an. In einer Mitteilung heißt es: „Wir untersuchen die Vorwürfe, dass ein junger Palästinenser durch die Schüsse getötet wurde.“ Neben ranghohen Kommandeuren sei auch die Militärpolizei an den Untersuchungen beteiligt.

Unklare Umstände

Das palästinensische Gesundheitsministeriums teilte mit, dass der Junge zunächst noch in ein Krankenhaus geliefert wurde. Dort erlag er seinen Verletzungen. Er soll Schusswunden im Brustbereich erlitten haben.

Nach Angaben der „Deutsche Presse-Agentur“ berichten palästinensische Medien, dass die Anwohner ein Neugeborenes auf einem Friedhof nahe Hebron bestattet hätten. Die Soldaten hätten demnach den Leichnam ausgegraben. Anwohner, die die Szene beobachteten, hätten die Familie daraufhin verständigt, die mit dem Auto zurückkam, um das Kind erneut zu begraben. Anschließend kam es zu den Schüssen.

Von: mas

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Thu, 29 Jul 2021 14:30:00 +0200
<![CDATA[Spießrutenlauf durch die Altstadt]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/tourismus/2021/07/29/spiessrutenlauf-durch-die-altstadt/ Von Ulrich W. Sahm]]> Die wichtigste und schönste Touristenattraktion Israels ist zweifellos die Altstadt Jerusalems mit ihrem arabischen Basar. Doch was tun, wenn sich wegen der Corona-Pandemie buchstäblich kein einziger Tourist oder Pilger im Land aufhält? Die Ladenbesitzer und Händler können ihre Buden nicht einfach verriegeln. Jeder will hier überleben.

Die Ortsansässigen sind leicht an ihren jeweiligen „Uniformen“ zu erkennen: Ultra-orthodoxe Juden tragen selbst bei 30 Grad Hitze schwarze Anzüge und einen großen Hut auf dem Kopf. Die Armenier mit ihren schwarzen Gewändern setzen sich einen Spitzhut auf. Franziskaner sind an ihren braunen Kutten zu erkennen, am Bauch mit einer weißen Kordel mit mehreren Knoten festgehalten.

Dazwischen gibt es auch noch Nonnen mit schneeweißen oder dunkelblauen Kleidern, je nach Orden. Mit schwarzen Tüchern bis auf einen Sehschlitz bedeckte muslimische Frauen treiben sich mit Vorliebe an Ständen mit knallbunten Büstenhaltern herum, von denen einige mit Micky Maus oder einer anderen Comicfigur geschmückt sind. Während sie in der Öffentlichkeit völlig verhüllt sind, dürfen sie offenbar zuhause auch „sexy“ gekleidet sein.

Ruhepause mit Werbeblock

Europäische Touristen tragen keine derartigen religiösen oder nationalen Wahrzeichen; daher sind sie schon aus großer Entfernung leicht erkennbar. Und Händler erheben sich dann, einer nach dem anderen, von ihren Hockern vor den Läden. Einer grunzt nur ein gutturales „Uugh“ und mag es gar nicht, wenn man ihm mit dem gleichen „Uugh“ antwortet. Der zweite ruft in drei Sprachen „Willkommen“ und fordert mit einer eindeutigen Handbewegung zum Besuch in seinem Laden auf. Der nächste erklärt in einem mehrsprachigen Redeschwall „Nur gucken, ganz billig“.

Und so geht es weiter, bis am Straßenausgang ein Steinhocker in den Blick kommt, der zur Rast einlädt. Kaum Platz genommen, rennt schon ein Händler aus dem Nachbarladen mit einem halben Dutzend Spazierstöcken herbei. Alle haben unglaublich kitschige Griffe. Penetrant lobt der Händler seine Stöcke und erklärt, dass man die brauche, um weitergehen zu können. So wird selbst die kurze Ruhepause zur Qual mit dem Versuch, die Kaufempfehlungen abzuwehren.

Vielfältige Angebote

Am Ende des Rundgangs geht es noch die ladengesäumten Gassen hinauf zum Jaffator. Da stehen in einer langen Reihe die Taxis bereit. Die wartenden Fahrer fragen, wo es hingeht. Auf die Antwort überbieten sie sich gegenseitig im Preis. Man kann schon bei 30 Schekel (knapp 8 Euro) dabei sei, aber es werden auch 60 und sogar 80 Schekel (knapp 21 Euro) verlangt.

Die Frage nach einer „Uhr“, dem Taxameter, mögen sie überhaupt nicht, obgleich eine kleine Polizeiwache nur wenige Meter entfernt steht und jeder Taxifahrer eigentlich per Gesetz verpflichtet ist, die Taxi-Uhr einzuschalten. Einer behauptet, keine zu haben, beim nächsten ist die Uhr gerade kaputt und dem Dritten ist das Quittungspapier ausgegangen.

Am Ende fällt die Wahl auf ein Taxi, mit Maske erfolgt der Einstieg auf den Rücksitz. Der Fahrer ist mit einer durchsichtigen Plastikplane abgeschirmt. Es gibt da nur ein Loch, um ihm am Ende den Fahrpreis in dessen aufgehaltene Hand zu legen. Die Stimmung ist etwas angespannt, aber er schaltet tatsächlich seine Taxi-Uhr ein und fährt zügig zum gewünschten Ziel. Am Ende kostet die Fahrt 33 Schekel.

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Thu, 29 Jul 2021 12:56:00 +0200
<![CDATA[Nachrichten vom 29. Juli 2021]]> https://www.israelnetz.com/israelnetz-tv/2021/07/29/nachrichten-vom-29-juli-2021/ Thu, 29 Jul 2021 11:32:00 +0200 <![CDATA[Gründer von „Ben & Jerry’s“: „Wir unterstützen Israel“]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2021/07/29/gruender-von-ben-amp-jerrys-wir-unterstuetzen-israel/ In einem Meinungsbeitrag der „New York Times“ haben sich die Gründer des Eiswarenherstellers „Ben & Jerry’s“, Bennett Cohen und Jerry Greenfield, zu der Boykott-Entscheidung des amerikanischen Unternehmens geäußert. Obwohl sie Unterstützer Israels seien, verurteilen sie die „illegale Besatzung“. Auch als „stolze Juden“ hätten sie das Recht, Politiker oder die israelische Politik zu kritisieren: „Daher unterstützen wir eindeutig die Entscheidung des Unternehmens“. Der Boykott sei nicht antisemitisch, sondern fördere Gerechtigkeit und Menschenrechte, die „Kerngedanken des Judentums“ seien.

Von: mas

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Thu, 29 Jul 2021 11:30:00 +0200
<![CDATA[Treffen von Regierungsmitgliedern Israels und der Autonomiebehörde]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2021/07/29/treffen-von-regierungsmitgliedern-israels-und-der-autonomiebehoerde/ Der israelische Gesundheitsminister Nitzan Horowitz und Umweltschutzministerin Tamar Sandberg haben am Mittwoch ihre palästinensischen Amtskollegen getroffen. In Jerusalem beschlossen sie Schritte der Zusammenarbeit. Unter anderem will Israel die von der Palästinensischen Autonomiebehörde vorgenommenen Impfungen anerkennen. Das Treffen steht in einer Reihe weiterer Annäherungsversuche. Auch die Wirtschafts- und Verkehrsminister sollen nach Jahren wieder zusammentreffen. Dies soll nicht zuletzt die geschwächte „Palästinensische Befreiungsorganisation“ (PLO) als Gegengewicht zur Hamas stärken.

Von: cs

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Thu, 29 Jul 2021 11:13:00 +0200
<![CDATA[Netanjahus Cousin Milikowsky gestorben]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2021/07/29/netanjahus-cousin-milikowsky-gestorben/ Der Cousin des israelischen Oppositionsführers Benjamin Netanjahu, Nathan Milikowsky, ist tot. Der amerikanische Geschäftsmann starb am Dienstag nach schwerer Krankheit im Alter von 78 Jahren. Er hinterlässt eine Frau und zwei Töchter. Die Polizei befragte ihn zuletzt im Zusammenhang mit Korruptionsvorwürfen gegen Netanjahu. Der frühere israelische Regierungschef gab bei einer Befragung an, dass Milikowsky ihn Zeit seines Lebens finanziell unterstützt habe; die Zuwendungen seien gesetzeskonform gewesen. Doch das Hohe Gericht in Israel meldete erst vergangene Woche diesbezüglich Zweifel an.

Von: df

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Thu, 29 Jul 2021 10:42:00 +0200
<![CDATA[Ehemals iranischer Judoka widmet Silbermedaille Israel]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/sport/2021/07/28/ehemals-iranischer-judoka-widmet-silbermedaille-israel/ TOKIO (inn) – Der für die Mongolei startende Iraner Saeid Mollaei hat am Dienstag olympisches Silber im Judo gewonnen. Nach der Siegerehrung sagte der Weltmeister von 2018: „Als freier Mensch kannst du erreichen, was du willst.“ Diese Botschaft wolle er mit seinem zweiten Platz vermitteln.

Gegenüber dem israelischen Fernsehen erklärte er anschließend, dass er dankbar für die Unterstützung aus Israel sei, die er in den vergangenen Jahren erhalten habe: „Danke an Israel für die gute Energie. Diese Medaille ist auch Israel gewidmet. Ich hoffe, die Israelis sind glücklich über diesen Sieg.“ Auf Hebräisch fügte er hinzu: „Toda“ (Danke).

Mollaei war nach der Weltmeisterschaft 2019 aus seinem Heimatland Iran geflohen. Trotz politischen Drucks weigerte er sich zunächst, aus dem Turnier auszuscheiden, um so einem wahrscheinlichen Finale gegen den Israeli Sagi Muki zu entgehen. Nachdem seine Familie von den Behörden bedroht wurde, verlor er mit Absicht sein Halbfinale. Anschließend floh er nach Deutschland, wo er einige Zeit lebte und trainierte. Im Dezember 2019 nahm er das Angebot des damaligen mongolischen Staatpräsidenten Chaltmaagiin Battulga an, künftig für den mittelasiatischen Staat bei sportlichen Wettkämpfen anzutreten.

Freundschaft mit ehemaligem „Feind“

Mittlerweile verbindet den aus dem Iran stammenden und den israelischen Sportler eine Freundschaft. Auf einer Pressekonferenz sagte Muki: „Ich freue mich riesig für Saeidi. Ich weiß, was er durchgemacht hat. Er ist ein sehr guter Freund von mir und ich bin glücklich, dass er sich seinen Traum verwirklichen konnte. Er hat es verdient – sein Weg ist unglaublich inspirierend“. Mollaei wiederum tröstete den Israeli, nachdem dieser in Tokio früh aus dem olympischen Wettkampf ausgeschieden war.

Von: mas

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Wed, 28 Jul 2021 14:28:00 +0200
<![CDATA[Früherer BND-Chef warnt vor Nukleardeal mit Iran]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2021/07/28/frueherer-bnd-chef-warnt-vor-nukleardeal-mit-iran/ JERUSALEM (inn) – Eine Rückkehr zum Nuklearabkommen mit dem Iran wäre aus Sicht des früheren deutschen Geheimdienstchefs August Hanning ein Fehler. Das sagte er in einem Interview der Zeitung „Jerusalem Post“. Demnach wäre ein nuklear bewaffneter Iran „eine Bedrohung für die gesamte Region“ und hätte einen Rüstungswettlauf zur Folge.

Dass der Iran Kernwaffen anstrebt, sieht Hanning durch das Raketenprogramm belegt. Die Langstreckenraketen, die der Iran entwickle, würden nur für unkonventionelle Gefechtsköpfe Sinn ergeben. „Solange der Iran das sehr ehrgeizige Raketenprogramm fortführt, werde ich mit Blick auf die gegenwärtigen Verhandlungen sehr skeptisch sein.“

Im April haben der Iran und andere Länder die Verhandlungen aufgenommen. Die USA waren im Jahr 2018 unter US-Präsident Donald Trump aus dem Deal ausgestiegen. Sein Nachfolger Joe Biden hatte im Wahlkampf versprochen, wieder zurückzukehren. Derzeit stocken die Verhandlungen allerdings. Von iranischer Seite hieß es zuletzt, man wolle den Amtsantritt des gewählten Präsidenten Ibrahim Raisi abwarten. Dieser wird am 3. August vereidigt.

Israel als Vorbild bei Terrorbekämpfung

Hanning leitete von 1998 bis 2005 den Bundesnachrichtendienst (BND). Der 75-Jährige gehört auch dem Rat der Organisation „Vereint gegen einen nuklearen Iran“ (UANI) an. Die Gruppe will nach eigener Darstellung Entscheidungsträger über die Gefahren aufklären, die von einem nuklear bewaffneten Iran ausgingen. Andere Ratsmitglieder sind der frühere Mossad-Chef Tamir Pardo, der Publizist Matthias Küntzel und der frühere Gouverneur von Florida, Jeb Bush.

In dem Interview lobte Hanning auch die Zusammenarbeit mit israelischen Geheimdiensten: „Für uns war Israel immer ein Vorbild, weil Israel sehr ernsthaften Bedrohungen ausgesetzt war.“ Deutschland erlebe zwar nicht dieses Ausmaß, doch habe es sich Präventivmaßnahmen von den Israelis abschauen können, besonders mit Blick auf Terrorabwehr.

Von: df

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Wed, 28 Jul 2021 13:57:00 +0200
<![CDATA[IsraAid hilft Flutopfern in Deutschland]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2021/07/28/israaid-hilft-flutopfern-in-deutschland/ Die israelische Hilfsorganisation IsraAid leistet mit mehreren Mitarbeitern in den deutschen Katastrophengebieten praktische Hilfe. Zu dem Team gehören auch 23 Helfer aus Israel. Die Organisation kündigte an, in den nächsten sechs Monaten vor Ort zu bleiben, um die Flutopfer psychologisch zu betreuen. IsraAid wurde 2001 gegründet, um in Krisen- und Katastrophenfällen die Koordination unter Hilfsorganisationen zu verbessern. Die Mitarbeiter führen dabei selbst Aufgaben der Krisennothilfe aus. Der deutsche Zweig wurde 2016 infolge der Flüchtlingskrise gegründet.

Von: hcb

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Wed, 28 Jul 2021 13:38:00 +0200
<![CDATA[Direktor einer palästinensischen Nachrichtenagentur inhaftiert]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2021/07/28/direktor-einer-palaestinensischen-nachrichtenagentur-inhaftiert/ RAMALLAH (inn) – Der Direktor und Vorstandsmitglied der palästinensischen Nationalbibliothek in Ramallah, Ehab Bessaiso, ist am Dienstag ohne Angabe von Gründen aller seiner Ämter enthoben worden. Zuvor hatte er auf Facebook die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) für den Tod des Journalisten Nisar Banat kritisiert, berichtet die Zeitung „Ha'aretz“.

Meinungsverschiedenheiten seien keine Rechtfertigung für Blutvergießen, schrieb er. Einen Menschen zu töten sei ein Verbrechen. Banat war an den Folgen seiner gewaltsamen Festnahme durch palästinensische Sicherheitsbeamte gestorben. Bessaiso hatte in der Vergangenheit auch schon andere Posten in der Autonomiebehörde inne. Unter anderem war er Regierungssprecher. Abbas möchte um jeden Preis verhindern, dass Konkurrenten in hohen Positionen Kritiker um sich scharen.

Journalist war zuvor in Israel inhaftiert

Am selben Tag ließ Abbas die Nachrichtenagentur „JMedia“ schließen und deren Direktor Ala al-Rimawi in Gewahrsam nehmen. Auch er hatte gegen die Ermordung Banats protestiert. Wie in jeder Diktatur gibt es zum Zwecke solcher Maßnahmen „Antiterror-Gesetze“ und Strafen für Kritiker, die angeblich die „nationale Einheit“ oder „Sicherheit“ gefährden.

Al-Rimawi war zuvor schon mehrmals in Israel inhaftiert. Damals hat die Organisation „Reporter ohne Grenzen“ Alarm geschlagen. Diesmal – während seiner Zeit in palästinensischer Untersuchungshaft – wird es vermutlich keinen Hashtag „FreeAlaAl-Rimawi“ geben. Für Al-Rimawi ist es schon sein zweiter Gefängnisaufenthalt in diesem Monat. Am 7. Juli war er aus palästinensischer Haft entlassen worden. Der Vorwurf lautete, er habe unerlaubt bei Banats Beerdigung gesprochen.

Auch bei Massenprotesten nach Banats Tod hatte die Polizei Gewalt gegen Demonstranten angewendet und zahllose Menschen festgenommen. Aber die Unterdrückung der Palästinenser durch Abbas und die PA ist offenbar nur selten eine Schlagzeile wert.

Von: cs

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Wed, 28 Jul 2021 12:20:00 +0200
<![CDATA[Palästinenser von Sicherheitskräften erschossen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2021/07/28/palaestinenser-von-sicherheitskraeften-erschossen/ Israelische Sicherheitskräfte haben am Mittwoch im Westjordanland einen Palästinenser erschossen. Das teilte die Armee mit. Der Mann habe sich mit einer Eisenstange in der Hand einer Gruppe Soldaten genähert. Trotz mehrerer Warnschüsse sei der Palästinenser nicht stehengeblieben. Daraufhin schoss der Kommandeur auf ihn. Palästinensische Vertreter vor Ort behaupten dagegen, der Mann habe mit der Eisenstange nur einen Wasserhahn öffnen wollen. Die Armee hat angekündigt, den Vorfall zu untersuchen.

Von: mas

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Wed, 28 Jul 2021 11:22:00 +0200
<![CDATA[Israel erhält zwei weitere Korvetten aus Deutschland]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2021/07/28/israel-erhaelt-zwei-weitere-korvetten-aus-deutschland/ Die israelische Marine hat am Dienstag die letzten beiden von insgesamt vier Korvetten aus deutscher Produktion erhalten. Die Schiffe der Sa'ar-6-Klasse heißen „Atzma'ut“ (Unabhängigkeit) und „Nizachon“ (Sieg). Die Korvetten bilden laut dem Hersteller ThyssenKrupp Marine Systems das Rückgrat der israelischen Marine in den kommenden drei Jahrzehnten. Das erste Schiff hatte Israel im November 2020 erhalten. Deutschland beteiligte sich mit rund 115 Millionen Euro an den Kosten von insgesamt 430 Millionen Euro.

Von: df

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Wed, 28 Jul 2021 10:30:00 +0200
<![CDATA[Nadschib Mikati neuer libanesischer Premierminister]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2021/07/27/nadschib-mikati-neuer-libanesischer-premierminister/ Das libanesische Parlament hat am Montag Nadschib Mikati mit der Regierungsbildung beauftragt. Er erhielt 72 von 118 Stimmen. Sowohl die sunnitische Zukunftspartei seines Vorgängers Saad Hariri, unterstütze ihn, als auch die schiitische Hisbollah, nicht jedoch die größte christliche Partei „Freie Patriotische Bewegung“. Mikati selbst gehört keiner größeren politischen Strömung an und bezeichnet sich als Zentrist. Der 65-jährige Geschäftsmann war bereits 2005 sowie von 2011 bis 2014 Premierminister des Landes. Nun soll der Multimilliardär das Land aus der Krise führen.

Von: hcb

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Tue, 27 Jul 2021 14:20:00 +0200
<![CDATA[Auch Deutschland nimmt nicht an „Durban IV“ teil]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2021/07/27/auch-deutschland-nimmt-nicht-an-durban-iv-teil/ BERLIN (inn) – Auch Deutschland wird nicht an einer eintägigen Versammlung von Staats- und Regierungschefs („Durban IV“) anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Durban-Deklaration von 2001 teilnehmen. Das berichtete zuerst die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf das Auswärtige Amt. Die Konferenz soll am 22. September im Kontext der UN-Generalversammlung in New York stattfinden.

Mit der Entscheidung folgt Deutschland einer Reihe von Staaten, darunter die Niederlande, die USA und Großbritannien, die ihre Teilnahme an der Konferenz bereits zuvor abgesagt hatten. Die genannten Länder begründeten ihre Entscheidungen ausdrücklich unter Verweis auf den antisemitischen Einschlag der Vorgängerveranstaltungen.

Die ursprüngliche Konferenz von 2001, die im südafrikanischen Durban stattfand, bezeichnete sich als „Weltkonferenz gegen Rassismus, rassische Diskriminierung, Xenophobie und verwandte Intoleranz“. Sie und ihre Folgeveranstaltungen wurden aber auch als Plattform für anti-israelische Tiraden durch Staaten wie den Iran genutzt, sagt etwa die UN-kritische Organisation „UN Watch“. Laut einem aktuellen Deklarationsentwurf wollen die teilnehmenden Staaten der Konferenz im September unter anderem die Ausgangsdeklaration von 2001 erneut bekräftigen, in der auch Sorge über die „Notlage des palästinensischen Volkes unter fremder Besatzung“ geäußert wird.

Schweiz dabei

Das „American Jewish Committee“ (AJC) bedankte sich am Samstag bei Außenminister Heiko Maas (SPD) für die Absage an die Konferenz. Eine Begründung für die Entscheidung hatte das Auswärtige Amt laut „Welt am Sonntag“ zunächst offengelassen. Auf Israelnetz-Anfrage hieß es dazu am Dienstag lediglich, es hätten „ähnliche Erwägungen“ wie schon bei den vorherigen Veranstaltungen des Durban-Prozesses eine Rolle gespielt. Was dies explizit bedeutet, erklärte die Sprecherin nicht weiter.

Im Vorfeld der Durban-III-Konferenz von 2011 hatte Außenminister Guido Westerwelle (FDP) unter anderem auf „unsere besondere Verantwortung gegenüber Israel“ verwiesen und erklärt, es könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Veranstaltung „für antisemitische Äußerungen mißbraucht wird“. Von der Gefahr, dass das Treffen als „Plattform zur Verfolgung anderer Interessen“ genutzt werde, sprach 2009 auch sein Amtsvorgänger Frank-Walter Steinmeier im Kontext von Durban II.

Bislang haben insgesamt zehn Staaten ihre Teilnahme an der diesjährigen Konferenz abgesagt. Aus dem deutschsprachigen Raum ist auch Österreich darunter, das laut „eXXpress“ ebenfalls auf den Missbrauch des Durban-Prozesses gegen Israel verweist. Die Schweiz hingegen hat sich entschieden, eine Delegation zu entsenden, berichtet am Dienstag die „Weltwoche“.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 27.7.2021 um 15:43 aktualisiert.

Von: ser

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Tue, 27 Jul 2021 14:10:00 +0200
<![CDATA[Der heiße Eiskrieg mit Ben & Jerry's]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/wirtschaft/2021/07/27/der-heisse-eiskrieg-mit-ben-amp-jerrys/ Am 19. Juli hat der amerikanische Eishersteller Ben & Jerry's auf seiner Firmenseite und auf allen sozialen Netzwerken ein Statement veröffentlicht, das wie eine Bombe einschlug: „Wir glauben, dass es mit unseren Werten unvereinbar ist, dass das Eis von Ben & Jerry's in den besetzten palästinensischen Gebieten (OPT) verkauft wird (…) und deshalb haben wir unseren Lizenznehmer darüber informiert, dass wir den Lizenzvertrag nicht verlängern werden, wenn er Ende nächsten Jahres ausläuft.“

Diese Entscheidung wird seitdem heiß diskutiert. Die pro-israelische Organisation „Rechtszentrum Schurat HaDin“ in Tel Aviv beantragte in einer Reaktion die Markenrechte. Unter dem Namen „Judea and Samaria's Ben & Jerry's“ will sie das Eis in den umstrittenen Gebieten verkaufen. Als neue Geschmacksrichtungen „Gefrorenes auserwähltes Volk“ angedacht. Die Pappbecher sollen genauso aussehen wie das Original, nur dass ein Bild von Theodor Herzl darauf prangt. Die Organisation argumentiert, dass die in Vermont ansässige Firma ihre Markenrechte verwirkt habe, als sie erklärte, den Verkauf in den „besetzten palästinensischen Gebieten“ einzufrieren.

Schurat HaDin hat Erfahrung in derartigen juristischen Auseinandersetzungen. Im Jahr 2019 verklagte die Organisation die Wohnungsplattform Airbnb vor einem Gericht in Delaware. Airbnb hatte erklärt, Unterkünfte in israelischen Siedlungen aus dem Angebot zu nehmen. Schurat HaDin bewertete das in der Klage als Diskriminierung von Gastgebern und Gästen aufgrund von Religion. Airbnb machte seine Entscheidung aufgrund der Klage rückgängig.

Leitners Ziel im Eiscreme-Fall ist es, die in Großbritannien ansässige Mutterfirma und Inhaberin Unilever zu zwingen, seine Marke vor Gericht zu verteidigen. Sie möchte, dass der Konzern, der Ben & Jerry's im Jahr 2000 gekauft hat, erklärt, „warum sie in (anderen) besetzten Gebieten Geschäfte machen und nicht in Israel“. Sie verwies auf die Krim und den Südsudan als Beispiele.

Politische Widerstände

Israels Premierminister Naftali Bennett (Jamina) warnte Unilever Anfang vergangener Woche vor „ernsten Konsequenzen“. Der israelische Botschafter in den USA, Gilad Erdan, schrieb einen Brief an die Gouverneure von 35 US-Bundesstaaten, in denen es ein Gesetz gegen Israel-Boykott gibt. Er forderte die Gourverneure auf, die Entscheidung von Ben & Jerry's zu verurteilen. „Wir müssen zusammenstehen und eine unmissverständliche Botschaft senden, dass dies nicht toleriert wird“, heißt es in dem Brief.

Unilever hat sich unterdessen von der Ankündigung distanziert. Die Entscheidung sei von Ben & Jerry's getroffen worden, das die Kontrolle über seine Botschaften und seine Vermarktung habe. „Unilever bleibt unserem Geschäft in Israel voll verpflichtet", sagte Geschäftsführer Alan Jope am Donnerstag.

Nach Einschätzung mancher Beobachter wird die Entscheidung von Ben & Jerry's wenig wirtschaftliche Auswirkungen haben. „In der Praxis denke ich, dass es keinerlei Implikationen geben wird", sagte Adi Schwartz vom Zentrum für Internationale Kommunikation an der Bar-Ilan-Universität. „Wir wissen, dass BDS ein großer wirtschaftlich Misserfolg ist. Bei allem Respekt, es gibt ein paar andere Eiscreme-Produzenten, die sehr glücklich sein werden, Ben & Jerry's in Israel, im Westjordanland, zu ersetzen“, sagte er laut der „Times of Israel“.

Aus Sicht des Rechtsanwalts Dror Strum, ehemaliger israelischer Kartellkommissar, stellt die Entscheidung eine Verletzung der Kartellvereinbarungen dar. Strum hat die israelische Wettbewerbsbehörde darüber informiert. Er war Kartellwächter, als Unilever Ben & Jerry's vor rund 20 Jahren übernahm. Unilever kontrollierte bereits ein dominantes inländisches Eiscremeunternehmen, Strauss Ice Creams Ltd. Daher hätte eine Fusion mit Ben & Jerry's das Monopol von Unilever im Land gestärkt.

In dem Brief von Strum heißt es, dass die gesetzliche Entscheidung zur Genehmigung der Fusion aus diesem Grund restriktive Bedingungen enthielt, unter denen Unilever verpflichtet war, eine vollständige Trennung zwischen Ben & Jerry's Global und dem Lizenznehmer von Ben & Jerry's Israel aufrechtzuerhalten und den unabhängigen Lizenznehmer in keiner Weise einzuschränken oder zu schädigen. Strum fügte hinzu: „Solange Unilever weiterhin Eis in Israel verkaufen will, muss es weiterhin Ben & Jerry's in Israel und in all seinen Gebieten verkaufen.“

Unterdessen hat auch die Amadeu-Antonio-Stiftung die Entscheidung von Ben & Jerry's kritisiert. In einem Offenen Brief vom Dienstag heißt es, der Schritt sei Symbolpolitik, die „wenig Interesse für die realen Probleme und Wünsche der Palästinenser:innen zeigt“. Diese müssten nun nach Israel fahren, um das Eis zu kaufen. Als eine weitere Folge verschärfe sich der Hass gegen Juden, der „unter dem Deckmantel der ‚Israelkritik‘ verbreitet wird“.

Von: Ulrich W. Sahm / df

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Tue, 27 Jul 2021 13:38:00 +0200
<![CDATA[Israelischer Journalist Roni Daniel gestorben]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2021/07/27/israelischer-journalist-roni-daniel-gestorben/ TEL AVIV (inn) – Roni Daniel, einer der bekanntesten israelischen Journalisten und Nachrichtensprecher, ist tot. Er starb am Montag im Alter von 73 Jahren in Tel Aviv überraschend an einem Herzinfarkt. Er hatte sich als Militärberichterstatter einen großen Namen gemacht.

Fast 30 Jahre lang hat Daniel in Israel für Funk und Fernsehen gearbeitet, davon die meiste Zeit für „Kanal 12“, ein Kanal, der 2017 aus „Kanal 2“ hervorgegangen ist. Daniel galt als „eine der patriotischsten Stimmen“ in den israelischen Medien. Als Soldat und Kommandeur hat er selbst in mehreren Kriegen Israels gekämpft und ist stets für eine harte Linie in der Terrorismus-Bekämpfung eingetreten.

Flucht aus dem Irak

Daniel kam 1947 als irakischer Jude in Bagdad zur Welt. Bald nach seiner Geburt starb sein Vater. Als er drei Jahre alt war, verließ seine Mutter mit ihm den Irak. In den Vorjahren hatte es zahlreiche antijüdische Maßnahmen und Gesetze gegeben. Tausende Juden flohen vor Pogromen. Im März 1950 erließ der Irak ein „Emigrationsgesetz“, das Juden für die Dauer eines Jahres die Ausreise genehmigte, wenn sie die irakische Staatsbürgerschaft aufgaben und ihren Besitz abtraten.

Roni Daniel reiste mit seiner Mutter nach Israel und wuchs im Kibbutz Maos Chaim im Beit-Schean-Tal auf. 1965 trat er der israelischen Armee bei und erlebte als junger Soldat den Sechs-Tage-Krieg. Als Militärberichterstatter stärkte er den Rückhalt der Armee in der Bevölkerung.

Sein Tod kam überraschend und löste eine Flut von Nachrufen und Beileidsbekundungen aus. Premierminister Naftali Bennett (Jamina) bezeichnete ihn als „Stimme der Liebe zum Staat und der Aufrechterhaltung seiner Sicherheit“. Verteidigungsminister Benny Gantz (Blau-Weiß) sagte: „Ich werde dich vermissen, Roni, wegen deines Patriotismus, der Liebe zum Land und der Wertschätzung der Ehrlichkeit. Ich werde deine Freundschaft vermissen. Möge dein Andenken ein Segen sein.“

Von: cs

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Tue, 27 Jul 2021 12:51:00 +0200
<![CDATA[Australien an Kursangebot in Herzlia beteiligt]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2021/07/27/australien-an-kursangebot-in-herzlia-beteiligt/ Die Israelische Lebensrettungsgesellschaft hat Kindern in einem Kurs beigebracht, wie sie sich gegen Ertrinken schützen können. Bei der Aktion am Sonntag in Herzlia beteiligte sich auch die australische Botschaft. Anlass war der Welttag zur Vorbeugung gegen das Ertrinken, der in diesem Jahr erstmals begangen wurde. Seit Beginn der Badesaison am 19. März sind in Israel 23 Menschen ertrunken. Von ihnen starben 13 an nicht ausgewiesenen Stränden. Am vergangenen Wochenende ertranken von Samstag auf Sonntag binnen 24 Stunden sieben Menschen.

Von: eh

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Tue, 27 Jul 2021 11:46:00 +0200
<![CDATA[Israelin in Nazareth zu Haftstrafe verurteilt]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2021/07/27/israelin-in-nazareth-zu-haftstrafe-verurteilt/ Das Magistratsgericht in Nazareth hat am Montag eine Israelin in ihren 20ern zu einer achtmonatigen Haftstrafe verurteilt. Die Frau war im Februar vom nördlichen Golan aus nach Syrien eingedrungen und dort festgenommen worden. Der israelischen Regierung gelang es in der Folge durch Verhandlungen über Russland, ihre Freilassung zu erwirken. Die Verteidiger der Frau sehen die Strafe laut israelischen Medienberichten als „verhältnismäßig“ an.

Von: ser

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Tue, 27 Jul 2021 10:35:00 +0200
<![CDATA[Schweigeminute für Terror-Opfer – Medaille in Taekwondo]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/sport/2021/07/26/schweigeminute-fuer-terror-opfer-medaille-in-taekwondo/ TOKIO (inn) – Bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Tokio ist am Freitag erstmals der Opfer des Attentats 1972 in München gedacht worden. Die Schweigeminute galt den elf Mitgliedern des israelischen Olympia-Teams, die von palästinensischen Terroristen ermordet wurden.

Schon zum Auftakt der Wettkämpfe konnte das israelische Team einen Erfolg vermelden: Am Samstag gewann Abischag Semberg Bronze in Taekwondo. Es ist die erste Medaille für Israel bei den diesjährigen Spielen und die erste in dieser Disziplin überhaupt. Staatspräsident Jitzchak Herzog und Premierminister Naftali Bennett (Jamina) gratulierten der 19-jährigen persönlich.

Radfahrerin verpasst Podium

Omer Schapira wiederum fuhr am Sonntag beim vierstündigen Radrennen lange Zeit um eine Medaille mit. Die mehrmalige israelische Meisterin im Straßenrennen konnte sich zusammen mit der Polin Anna Plichta von der Hauptgruppe absetzen. Sie waren dieser einige Minuten voraus. Lediglich die Österreicherin Anna Kiesenhofer fuhr weiter vorn und gewann später Gold. Unerwartet konnte die Hauptgruppe jedoch aufholen und die 26-jährige Israelin fiel in den letzten Minuten auf den 24. Platz zurück. Trotz dieser Enttäuschung ist sie nach eigener Aussage stolz, so im Blickfeld und ein Vorbild für viele junge Frauen in Israel gewesen zu sein.

Einen neuen nationalen Rekord konnte die Schwimmerin Anastasia Gorbenko aufstellen. Mit 59,30 Sekunden im 100 Meter Rückenschwimmen qualifizierte sie sich damit gleichzeitig für das Finale am Dienstag. Es ist das erste Mal, dass eine israelische Schwimmerin in ein olympisches Finale einzieht. Zudem wird die 17-jährige über 200 Meter Lagen antreten, in ihrer eigentlichen Königsdisziplin.

Zweiter Judoka verzichtet auf Olympia

Indessen traten gleich zwei Judokas vom Kampf gegen den Israeli Tohar Butbul zurück: Zuerst entzog sich der Algerier Fethi Nourine der Begegnung. Denn dieser wollte nicht gegen einen Israeli antreten. Der algerische Trainer bekräftigte dessen Entscheidung und der Judo-Weltverband suspendierte Nourine.

Ähnlich verhielt sich der sudanesische Judoka Mohamed Abdalrasul und trat im Wettkampf gegen Butbul nicht an. Eine Begründung steht noch aus. Der Sudan hat im April ein anti-israelisches Boykottgesetz abgeschafft. Der Israeli indes verpasste am Montag den Einzug in die Kämpfe um die Medaillen.

Handschlag zwischen israelischem und iranischem Trainer

Dass politische Differenzen auch ausgeklammert werden können, zeigt folgendes Beispiel: Vor und nach dem Basketballspiel zwischen Tschechien und dem Iran grüßten sich die beiden Trainer per Handschlag. Das Besondere: der Trainer des tschechischen Teams, Ronen Ginzburg, ist Israeli. Mit seinem iranischen Gegenüber Mehran Schahinbat konnte er auch noch ein paar Sätze über den Sport austauschen. Das Spiel endete mit einem Sieg für Tschechien.

Von: hcb

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Mon, 26 Jul 2021 15:46:00 +0200
<![CDATA[Verfassungsschutz beobachtet BDS]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2021/07/26/verfassungsschutz-beobachtet-bds/ Der deutsche Verfassungsschutz sieht bei dem israelfreindlichen Boykott-Bündnis BDS Anhaltspunkte für eine extremistische Bestrebung. Das berichtet die „Welt am Sonntag". Die Bewegung „Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen“ hetzt weltweit gegen Israel und gewinnt auch in Deutschland an Einfluss. Auch in Form von Antizionismus sei Antisemitismus Bestandteil der BDS-Ideologie, erklärte der Vorsitzende des für den Nachrichtendienst zuständigen Arbeitskreises IV der Innenministerkonferenz, Torsten Voß.

Von: mh

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Mon, 26 Jul 2021 15:40:00 +0200
<![CDATA[Abdullah II. bestätigt Geheimtreffen mit israelischen Politikern]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2021/07/26/abdullah-ii-bestaetigt-geheimtreffen-mit-israelischen-politikern/ Für den jordanischen König Abdullah II. ist mit der neuen israelischen Regierung eine Besserung der Beziehungen möglich. Das sagte er in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview des amerikanischen Nachrichtensenders CNN. Einschränkend erklärte er, die Regierung sei „nicht ideal“ mit Blick auf eine „Zwei-Staaten-Lösung“. In dem Gespräch bestätigte der König, dass es in den vergangenen Wochen zu Geheimtreffen mit israelischen Politikern gekommen ist, darunter Premier Naftali Bennett. Er merkte außerdem an, dass Drohnen iranischen Ursprungs zuletzt häufiger sein Land angegriffen hätten.

Von: df

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Mon, 26 Jul 2021 13:37:00 +0200
<![CDATA[„Das Leben in Berlin hat mich auf Israel vorbereitet”]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2021/07/26/das-leben-in-berlin-hat-mich-auf-israel-vorbereitet/ Israelnetz: Der Deutsch-Iraner, in der Migranten- und Hiphop-Szene in Berlin und in Gangs groß geworden, der es bis zum Militärsprecher in Israel geschafft hat. Wie verlief da der rote Faden – wenn es den gibt?

Arye Shalicar: Na ja, ich denke, es gibt allenfalls zwei Fäden, die da parallel zueinander laufen. Der eine rote Faden hat mit Identität und Heimat zu tun. Das kommt daher, dass ich in Berlin Wedding als einziger Jude nicht wirklich zu einer Gesellschaft dazu gehörte, wo sehr viele Muslime türkischer, libanesischer oder palästinensischer Herkunft lebten. Zu Deutschland habe ich als Ausländer nicht dazu gehört und bei Juden war ich auch nicht willkommen als Krimineller und Graffiti-Sprayer aus Wedding.

Deshalb machte ich mich auf die Suche nach meiner Identität. Diese führte mich – als Jude, der bespuckt wurde und Antisemitismus ausgesetzt war – nach Israel. Und da führte der Weg von der Jahrtausendwende bis 2009 bis zu meiner Funktion als Sprecher der israelischen Armee, um Israel zu repräsentieren. Zuvor habe ich auch drei Jahre bei der Jewish Agency gearbeitet. Zuletzt bin ich jetzt auch bei der Regierung tätig – und dies als jemand, der als kleiner Junge in Deutschland mit dem Judentum ziemlich wenig zu tun haben wollte. Ich habe mich dann aber mit dem Opfer, mit dem beschimpften und bespuckten Juden identifiziert und repräsentiere schließlich nun den jüdischen Staat, wo ich das Opfer verteidigen kann. Das ist der eine rote Faden …

Und der zweite rote Faden ist?

Schönschrift. Ich war kein guter Schüler, aber ich hatte zwei gute Noten: Für Sport und für Schönschrift. Es hat mir Spaß gemacht, mit dem Füller zu schreiben. Ein paar Jahre später hat mir das Graffiti-Sprühen Spaß gemacht und ich wurde Chef der berühmten Graffiti-Bande „Berlin Crime”. Das hat ja eigentlich auch mit Schreiben zu tun, was ich bis heute mache. Nun aber mit Kolumnen für Zeitungen wie „Die Welt”, die „Berliner Zeitung” oder die „Jüdische Allgemeine”. Und ich schreibe nun auch Bücher – als Autor wie auch als Co-Autor.

Aus dem scheinbar aussichtslosen Leben als Migrant in Berlin wurde also etwas. Dieses „Etwas Werden” scheint ja auch so etwas wie ein Lebensthema zu sein. Wie stark spielte da ein dauernder Erfolgsdruck eine Rolle im Leben?

Wenn ich zurückschaue, merke ich: In Deutschland habe ich um mein Leben gekämpft. Ich habe in meiner Jugend mit Graffiti, mit Kriminalität und mit Banden zu tun gehabt. Mein Abitur habe ich nur mit Ach und Krach geschafft. Ich habe meinen Dienst in der deutschen Bundeswehr absolviert. Und als ich in Berlin mit dem Studium begann, war der einzige Job, der mir angeboten wurde, die Arbeit in der Küche und an der Kasse bei Mc Donald’s. Das war mein Standard, mehr war mit mir nicht.

Und als ich dann im Alter von 23 Jahren nach Israel ausgewandert bin, musste ich Vieles nochmals von Null beginnen: Studium, die hebräische Sprache – zumindest fast von Anfang an -, Freundschaften, Armee nochmals in Israel und so weiter. Und ja, da herrschte ein großer Druck, dass man etwas aus sich macht. Ich bin ja spät ausgewandert und wollte nicht die Tür, die ich in Deutschland hinter mir zumachte, dann später wieder aufmachen müssen. Meine Eltern konnten mich finanziell nicht unterstützen, da wir nicht die Mittel dazu hatten.

Ich hatte als Neueinwanderer und Student in Israel neun Teilzeit-Jobs und wusste nicht, was aus mir wird. Ich habe durchgepowert und lernte so viele Leute kennen. Der eigentliche berufliche Durchbruch war dann aber erst 2009, als ich zurück zur Armee ging und als Sprecher im Rang eines Majors wieder aufgenommen wurde. Und dies war das Sprungbrett für meine aktuelle Tätigkeit bei der Regierung (Anm. d. Red.: Abteilungsleitung der internationalen Beziehungen mit Sitz im Büro des Premierministers in Jerusalem).

Woher kam der Drive und die Energie, um von Berlin bis Jerusalem dann diese Karriere zu machen?

Es war eine ungeplante Entwicklung. Ich wollte als Jude in Freiheit leben und habe das auch in Frankreich und in den USA versucht. Ich habe mich dann aber schließlich für ein Leben in Israel entschieden. Das war 2001, also vor genau 20 Jahren, wo ich nicht voraussehen konnte, dass ich es bis zum Armeesprecher und als Abteilungsleiter in die Regierung schaffe. Es war ein langer Weg. Aber ich war fleißig und ich hatte einen enormen Drive, dass ich es schaffe in Israel, insbesondere wegen meiner problematischen Vergangenheit. Die Türen in Berlin standen zwar immer noch offen, aber ich wollte nicht in mein altes Ghetto zurück, wo meine Eltern dann noch lange weiterlebten.

Was bedeutete mehr Adrenalin: Das Banden-Leben in Berlin oder der Einsatz bei der israelischen Armee?

In der Gang-Szene waren Schlägereien und Messerstechereien an der Tagesordnung, und da war es für mich als 16-jähriger Junge lebensbedrohlich. Als Sprayer mussten wir vor der Polizei flüchten. Damit musste ich zurechtkommen und das hat mir sicher auch geholfen, um spätere Armeeeinsätze in Gefahrenzonen mental zu überstehen. Oder auch den Höhepunkt der „zweiten Intifada“, wo Busse und Cafés in die Luft gesprengt wurden. Ich hatte keine Sorge um mein Leben respektive konnte damit leben. Ich hatte wohl genug Übung und habe in meiner Jugend in Berlin schon gelernt, mit lebensbedrohlichen Situationen klar zu kommen. Das hat mich vermutlich vorbereitet für das spätere Leben im Nahen Osten.

Wo ist zu Hause? Nur noch in Israel?

Ich bin ja mittlerweile als deutsch-persisch-israelischer Schriftsteller und Publizist bekannt. Meine Eltern stammten aus dem Iran. Ich bin in Deutschland aufgewachsen und lebe jetzt in Israel. Alle drei Komponenten sind Teil meiner Identität. In allen drei Kulturen, Sprachen und deren Kulinarik auch, bin ich zu Hause. Im Elternhaus lag ein Perserteppich. Ich fühle mich eigentlich fast auf der ganzen Welt zu Hause und sehe mich als Kosmopolit. Wenn ich es aber auf eine einzige Heimat reduzieren müsste, dann würde die Wahl ohne Zweifel auf Israel fallen.

Und Deutschland ist „nur noch” Destination für Urlaub oder Vortragsreisen?

Nein, Deutschland ist um Einiges mehr als ein Urlaubsziel. Meine besten Freunde leben nach wie vor in Deutschland – teils auch Freunde von früher. Die Familie meiner Frau lebt noch in Deutschland. Ich rede mit meinen Kindern oft die deutsche Sprache und schreibe Deutsch auf all meinen Social Media-Kanälen oder in meinen Büchern und Kolumnen. Ich bemühe mich um internationale Beziehungen zwischen meiner alten und meiner neuen Heimat, mit allen möglichen Projekten. Deutschland ist ein großer Teil meines Lebens, aber nicht mehr der Ort, wo ich lebe.

Nach Deutschland führt nun auch eine aktuelle Vortragsreise. Wie sieht das Programm aus?

Vom 26. bis 30. Juli bin ich in drei Städten eingeladen – Laichingen, Stuttgart und München – zu Veranstaltungen mit Erwachsenen und mit Schulen. Darauf freue ich mich sehr. Solange es Corona zulässt, ist am 9. September dann auch noch der Kinostart in Deutschland – zum Film, welcher auf meiner Autobiografie basiert. Im Oktober kommt ein weiteres Buch heraus und dann bin ich hoffentlich wieder auf Lesereisen. Und das wär’s dann für dieses Jahr.

Die Fragen stellte Georg Hoffmann

Shalicars Buch „Ein nasser Hund ist besser als ein trockener Jude” wurde von Warner Brothers verfilmt. Der Titel basiert auf einem antisemitischen Sprichwort aus dem schiitischen Iran.

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Mon, 26 Jul 2021 11:18:00 +0200
<![CDATA[Torarolle in Mossad-Synagoge eingeweiht]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2021/07/26/torarolle-in-mossad-synagoge-eingeweiht/ Eine Torarolle erinnert seit Mittwoch an den Mossad-Spion Eli Cohen, der 1965 in Syrien hingerichtet wurde. Die Schriftrolle wurde in der neuen Synagoge des israelischen Auslandsgeheimdienstes eingeweiht. Die letzten Buchstaben schrieben während der Zeremonie Premierminister Naftali Bennett und Mossad-Chef David Barnea. Auch die beiden Oberrabbiner Israels waren zugegen. Die Torarolle war ursprünglich eine Spende an die Witwe des Agenten, Nadia Cohen. Doch diese bestimmte, dass sie in der Mossad-Synagoge ihren Platz finden sollte.

Von: eh

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Mon, 26 Jul 2021 11:12:00 +0200
<![CDATA[Direktflüge zwischen Israel und Marokko gestartet]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2021/07/26/direktfluege-zwischen-israel-und-marokko-gestartet/ Die beiden israelischen Fluggesellschaften El Al und Israir haben am Sonntag mit Direktflügen zwischen Israel und Marokko begonnen. Die Fluggesellschaften wollen in Zukunft abhängig von der Nachfrage bis zu fünf Flüge pro Woche anbieten. Die neuen Flugrouten sind eine Folge der Normalisierung zwischen Israel und dem nordafrikanischen Staat. Die israelische Fluggesellschaft Arkia plant für August Direktflüge. Zu einem späteren Zeitpunkt will die Royal Air Maroc nachziehen.

Von: df

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Mon, 26 Jul 2021 11:05:00 +0200
<![CDATA[Israel erhält Beobachterstatus bei Afrikanischer Union]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2021/07/26/israel-erhaelt-beobachterstatus-bei-afrikanischer-union/ ADDIS ABEBA (inn) – Israel tritt der Afrikanischen Union wieder als Beobachterstaat bei. Das gab das Außenministerium am Donnerstag bekannt. Der israelische Botschafter für Äthiopien, Aleligne Admasu, überreichte dem Kommissionspräsidenten der Union, Moussa Faki aus dem Tschad, die Beglaubigung. Die Länder-Organisation hat ihren Sitz in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba.

Israel war bereits bis 2002 Beobachterstaat beim Vorläufer der Union, der Organisation für Afrikanische Einheit. Auf Druck des damaligen libyschen Machthabers Muammar Gaddafi (1942–2011) verlor der jüdische Staat bei der Neugründung der Organisation seinen Status. Der „Staat Palästina“ hat seit 2013 Beobachterstatus; dieser gewährt unter anderem die Möglichkeit, vor den Mitgliedsländern bei einschlägigen Veranstaltungen zu reden.

Für den israelischen Außenminister Jair Lapid (Jesch Atid) ist die Wiederaufnahme ein „Tag zum Feiern“: „Das korrigiert eine Anomalie, die fast zwei Jahrzehnte lang existierte. Es hilft dabei, unsere Aktivitäten auf dem afrikanischen Kontinent und mit den Mitgliedsländern zu stärken.“

Konflikt mit Palästinensern angesprochen

Die Afrikanische Union gab sich in der Pressemitteilung zu dem Ereignis weniger enthusiastisch. Demnach hat Kommissionspräsident Faki bei der Übergabe auch den israelisch-palästinensischen Konflikt angesprochen. Dabei habe er betont, dass nur eine „Zwei-Staaten-Lösung“ den Konflikt beilegen könne.

Botschafter Admasu erklärte seinerseits, nun beginne eine neue Phase im Verhältnis zwischen Israel und Afrika. Der jüdische Staat könne sich durch die Union besser auf dem Kontinent einbringen. Admasu lud Faki zudem nach Israel ein.

Wichtiger Aspekt der Außenpolitik

Die Afrikanische Union zählt 55 Mitglieder. Israel pflegt nach Angaben des Außenministeriums mit 46 dieser Länder diplomatische Beziehungen. Zuletzt hatte der jüdische Staat mit dem Sudan wieder offizielle Beziehungen aufgenommen.

Israel misst dem afrikanischen Kontinent große politische Bedeutung bei. Im Jahr 2014 gründete das Parlament eine Afrika-Gruppe. Der frühere Premier Benjamin Netanjahu (Likud) besuchte den Kontinent mehrmals.

Von: df

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Mon, 26 Jul 2021 09:09:00 +0200
<![CDATA[Athletin mit großen Ambitionen]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/sport/2021/07/23/athletin-mit-grossen-ambitionen/ Ob mit Ball, Band, Keule oder Reifen – Linoy Aschrams Darbietung ist immer ein echter Hingucker. Mit unbändiger Energie und gleichzeitig leichtfüßiger Eleganz tanzt und turnt sie über die Wettkampffläche. Am Ende winkt meistens eine Medaille. Die 22-jährige Israelin gehört aktuell zu den vielversprechendsten rhythmischen Sportgymnastinnen der Welt. Auch bei den Olympischen Spielen in Tokio möchte sie dieses Jahr eine wichtige Rolle spielen.

Seitdem Aschram im Alter von sechseinhalb Jahren mit der Rhytmischen Sportgymnastik anfing, ging es stetig bergauf: Bereits mit 15 Jahren nimmt sie an den Jugendeuropameisterschaften sowie den Olympischen Jugendspielen im chinesischen Nanjing teil. Bei der EM in Baku gewinnt sie direkt Medaillen: zweimal Bronze mit Keule und Band. Ein Jahr später steigt sie vom Junioren- in den Erwachsenenbereich auf. Auch dort absolviert sie einen Wettkampf nach dem anderen. Sie tritt unter anderem bei den Weltmeisterschaften in Stuttgart an, wo sie mit dem israelischen Team auf Platz vier des Mehrkampf-Wettbewerbs landet. Teil der damaligen Mannschaft ist auch Neta Rivkin. Die mittlerweile pensionierte Sportlerin zählt zu Israels erfolgreichsten rhythmischen Gymnastinnen. Mit ihren drei Olympia-Teilnahmen ist sie auch für Linoy Aschram ein Vorbild. Schon als Kind habe sie Rivkins Wettkämpfe verfolgt und gedacht: „Sie ist fantastisch!“

Mittlerweile gehört Aschram selbst zu den besten israelischen Athletinnen in diesem Sport. Allein bei Weltmeisterschaften holte sie insgesamt elf Medaillen, sechs silberne und fünf bronzene. Bei der Weltmeisterschaft in Baku 2019 stand sie sechs Mal auf dem Podium und gewann somit in jedem Wettkampf, an dem sie teilnahm, eine Medaille. Auch auf europäischer Ebene hatte Aschram in den vergangenen Jahren Erfolg: Bei den Europameisterschaften der Jahre 2020 und 2021 gewann sie fünf Medaillen. Zweimals stand sie ganz oben auf dem Treppchen: im Einzelmehrkampf und im Wettbewerb mit Keule.

Ernsthafte Konkurrenz für Osteuropäerinnen

In dem von Osteuropäerinnen dominierten Sport möchte die ehrgeizige Israelin zeigen, dass dies auch anders geht. Aschram selbst hat jemenitisch-griechische Wurzeln, Ihre derzeit größten Konkurrentinnen kommen aus Russland: die Zwillingsschwestern Dina und Arina Averina. Allein bei den diesjährigen Europameisterschaften gewannen die beiden neun Medaillen, Dina davon vier goldene. Wer von den Dreien bei den Olympischen Spielen die Nase vorn haben wird, bleibt mit Spannung abzuwarten.

Israelische Unterstützung bekommt Aschram unter anderen von ihrer Team-Kollegin und guten Freundin Nicol Selikman. Die 20-Jährige qualifizierte sich ebenfalls für die Spiele in Tokio. Dass sie sich gegenseitig unterstützen könnten, sei ein großes Privileg. „Wir wissen alles voneinander. Unsere Freundschaft ist sehr stark“, erklärt Aschram. „Wir sind wie Schwestern“, fügt Selikman hinzu. Die gemeinsame Olympia-Teilnahme ist für beide ein einmaliges Erlebnis.

Sie selbst sei eigentlich ein schüchterner Mensch, erzählt Aschram in einem Interview des Olympia-Veranstalters. „Sobald ich aber auf die Matte gehe, bin ich ein anderer Mensch. Ich werde zu einer Kämpferin und zeige alles, was ich kann. Es ist in etwa so, als würde man einen Tiger freilassen“, fügt sie schmunzelnd hinzu. Das „Gesicht Israels“ zu sein, sei von Zeit zu Zeit zwar stressig, erfülle sie aber auch mit Stolz. Bei den Spielen in Tokio kann Linoy Aschram endgültig israelische Sportgeschichte schreiben. Mit dem Gewinn einer Medaille wäre sie die erste Israelin, der das in dieser Sportart gelingt.

Von: Valerie Wolf

Diesen Artikel finden Sie in abgewandelter Form auch in der Ausgabe 4/2021 des Israelnetz Magazins, die Mitte August erscheint. Sie können die Zeitschrift kostenlos und unverbindlich bestellen unter der Telefonnummer 06441/5 66 77 00, via E-Mail an info@israelnetz.com oder online. Gerne können Sie auch mehrere Exemplare zum Weitergeben oder Auslegen anfordern.

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Fri, 23 Jul 2021 14:45:00 +0200
<![CDATA[Deutsche Soldaten bei gemeinsamem Training in Israel]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2021/07/23/deutsche-soldaten-bei-gemeinsamem-training-in-israel/ Israels Armee hat Soldaten aus fünf Ländern im Umgang mit israelischen Drohnenmodellen unterrichtet. Darunter war auch das Modell „Hermes 450“, welches von der Bundeswehr zu Aufklärungszwecken genutzt wird. Das zweiwöchige Training unter dem Namen „Blue Guardian“ (Blauer Wächter) beinhaltete vor allem taktische Vorgehensweisen. Israel gilt als Pionier der unbemannten Flugkörper und verfügt über viel Einsatzerfahrung.

Von: hcb

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Fri, 23 Jul 2021 14:41:00 +0200
<![CDATA[UN-Untersuchungskommission mit umstrittener Leiterin]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2021/07/23/un-untersuchungskommission-mit-umstrittener-leiterin/ GENF (inn) – Der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen (UNHRC) will die jüngste Gewalteskalation zwischen Israel und der Hamas untersuchen. Im Mittelpunkt der Ermittlungen sollen „systematische“ Übergriffe in Israel und den palästinensischen Gebieten stehen. Das kündigte der UN-Menschenrechtsrat am Donnerstag an. Die ehemalige Menschenrechtsbeauftragte der Vereinten Nationen, Navanethem Pillay, soll die Untersuchungskommission leiten. Die beiden anderen Mitglieder der Kommission sind Miloon Kothari und Chris Sidoti.

Alle drei Kommissare sind in Israel keine unbeschriebenen Blätter. Die Südafrikanerin Pillay arbeitete von 2008 bis 2014 als Hochkommissarin des Menschenrechtsrats. In dieser Zeit ernannte sie mehrere Untersuchungskommissionen, die Israel ins Visier nahmen. Im Zuge der israelischen Operation „Gegossenes Blei“ entstand 2009 der „Goldstone-Bericht“ des südafrikanischen Richters Richard Goldstone. Der Bericht warf Israel und der Hamas Menschenrechtsverletzungen vor. Die Hauptkritik richtete sich jedoch gegen Israel. Aufgrund des Berichtes nahm der UN-Menschenrechtsrat am 16. Oktober 2009 eine israelkritische Resolution an. Goldstone selbst kritisierte den Bericht später, da die Hamas kaum Erwähnung fand. Zudem räumte er ein, dass der Bericht keine Beweiskraft habe.

2014 warf Pillay Israel vor, während des Gaza-Konfliktes gezielt Schulen und Krankenhäuser der Vereinten Nationen im Gazastreifen „ins Visier“ genommen zu haben. Zudem sah sie eine „hohe Wahrscheinlichkeit“, dass Israel Kriegsverbrechen begehe. 2008 bestimmte Pillay den israelkritischen Völkerrechtsprofessor Richard Falk zum Sondergesandten für die palästinensischen Gebiete.

„Unfähiger" Kommissar

Kothari ist ein Architekt und Experte für Wohnrecht aus Indien. Er beschuldigte Israel der „ethnischen Säuberung“ und des Begehens von „Massakern“ an Palästinensern. Das berichtet die Zeitung „Jerusalem Post“. Zudem habe er Israels Rechtssystem fälschlicherweise als „theokratisch“ und palästinensischen Terrorismus als „Widerstand“ bezeichnet.

Der Australier Sidoti untersuchte vor seinem jetzigen Auftrag Missstände in Myanmar. Die „Unabhängige Kommission für Menschenrechte in der Palästinensischen Autonomiebehörde“ nennt ihn einen „engen Freund und Verbündeten“. Für die Beobachtergruppe „NGO Monitor“ ist er deswegen „unfähig, faktische und rechtliche Ansprüche unabhängig und kritisch zu bewerten“.

Ein erster Bericht soll im Juni 2022 vorliegen.

Von: mas

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Fri, 23 Jul 2021 13:49:00 +0200
<![CDATA[Israelische Innenministerin bittet Christen um Hilfe gegen Boykott]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2021/07/23/israelische-innenministerin-bittet-christen-um-hilfe-gegen-boykott/ Innenministerin Ajelet Schaked hat die US-Organisation „Christen gemeinsam für Israel“ (CUFI) um Unterstützung gegen den Siedlungsboykott des Speiseeis-Herstellers Ben & Jerry’s gebeten. Dies berichtet die Nachrichtenseite „Arutz Scheva“. An Pastor John Hagee und dessen Frau Diana schrieb sie, die beiden hätten als Leiter der Bewegung viel getan, um den jüdischen Staat zu stärken und gegen Delegitimierung zu verteidigen. Deshalb sollten sie jetzt gegen den Boykott aktiv werden. Schaked rief Gemeinden und Organisationen, die zu CUFI gehören, Eis von anderen Herstellern zu kaufen.

Von: eh

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Fri, 23 Jul 2021 11:56:00 +0200
<![CDATA[Mehr als 10.000 aktive Fälle bekannt]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2021/07/23/mehr-als-10000-aktive-faelle-bekannt/ Die Zahl der Corona-Infektionen steigt in Israel weiter an. Am Freitagmorgen meldeten die Behörden 1.263 Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden. Damit steigt die Zahl aller bekannten aktiven Fälle auf 10.194. Die Rate der positiven Tests liegt bei 1,83 Prozent. Wegen der vielen Neuinfektionen hat das Corona-Kabinett am Donnerstag beschlossen, den „Grünen Pass“ wieder einzuführen. Zudem sollen die Quarantänebestimmungen verschärft werden. Die Regierung muss den Plänen noch zustimmen. Premier Naftali Bennett appellierte an alle, sich impfen zu lassen, um das Land nicht zugefährden.

Von: mas

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Fri, 23 Jul 2021 11:33:00 +0200
<![CDATA[Algerischer Judoka verzichtet auf Olympia]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/sport/2021/07/23/algerischer-judoka-verzichtet-auf-olympia/ Um nicht gegen einen Israeli anzutreten, verzichtet der algerische Judoka Fethi Nourine auf die Olympischen Spiele. Es wäre die erste Teilnahme des 30-Jährigen gewesen. Laut übereinstimmenden Medienberichten fiel die Entscheidung nach der Auslosung der Duelle am Donnerstag. In der zweiten Runde der Leichtgewichtsklasse würde Nourine auf den Israeli Tohar Butbul (27) treffen. Bereits 2019 verzichtete der dreimalige Afrikameister auf die Weltmeisterschaft in Tokio, weil er gegen Butbul angetreten wäre.

Von: df

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Fri, 23 Jul 2021 10:44:00 +0200
<![CDATA[Palästinensische Organisationen wollen Finanzierung „rassistischer“ Siedlungen stoppen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2021/07/23/palaestinensische-organisationen-wollen-finanzierung-rassistischer-siedlungen-stoppen/ RAMALLAH / NEW YORK (inn) – Mehr als 150 palästinensische Gruppen, Organisationen und Gemeinden haben die Kampagne „Defund Racism“ („Finanzierung von Rassismus stoppen“) ins Leben gerufen. Darin fordern sie die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James auf, Wohltätigkeitslizenzen von dort ansässigen Organisationen zu entziehen, die israelische Siedlungen unterstützen.

Namentlich richtet sich die Kampagne gegen „Regavim“, „The Israel Land Fund“, „Friends of Ir David“, „Friends of Aterat Cohanim“ und „The Hebron Fund“.

Auf der Webseite der Kampagne heißt es, dass die Organisationen gegen US-Gesetze verstoßen, weil sie Aktivitäten unterstützten, die den New Yorker Wohltätigkeitsregularien widersprechen. Zudem würden sie internationales Recht verletzen, indem sie „eine diskriminierende Wohnungs- und Landpolitik propagieren, die mit der Zerstörung von Häusern, der Enteignung von Land und der Vertreibung von Familien einhergeht“. James müsse das geltende Recht durchsetzen und so die Finanzierung dieser „rassistischen Organisationen“ beenden.

Demonstration geplant

Am 27. Juli wollen zudem mehrere Gruppen, die die Kampagne unterstützen, in New York demonstrieren. Teilnehmen will auch die Gruppe „Samidun“. Deren erklärte Aufgabe ist es, palästinensische Gefangene in israelischen Gefängnissen zu unterstützen. Erst im März stufte die israelische Regierung „Samidun“ als Terror-Organisation ein.

Unter den rund 150 Unterstützern der Kampagne befinden sich auch der „CVJF“ (Christlicher Verein junger Frauen) in „Palästina“ und Christen der „Kairos-Palästina-Bewegung“.

Von: mas

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Fri, 23 Jul 2021 08:18:00 +0200
<![CDATA[Sicherheitskabinett befasst sich mit Pegasus]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2021/07/22/sicherheitskabinett-befasst-sich-mit-pegasus/ JERUSALEM (inn) – Das israelische Sicherheitskabinett wird die Vorwürfe im Zusammenhang mit der Spionage-Software Pegasus prüfen. Das erfuhr die Zeitung „Yediot Aharonot“ laut einem Bericht vom Donnerstag aus Regierungskreisen. Eine Überarbeitung der Export-Vorgaben ist demnach jedoch unwahrscheinlich.

Nach Bekanntwerden der Anschuldigungen hatte der israelische Verteidigungsminister Benny Gantz (Blau-Weiß) am Dienstag versichert, Israel halte sich an internationale Gesetze: „Als liberale westliche Demokratie kontrolliert Israel den Export von Cyberprodukten in Übereinstimmung mit seinem Gesetz für Rüstungsexporte und mit internationalen Kontrollsystemen.“

NSO: „Orchestrierte Kampagne“

Die Vorwürfe waren am Sonntag infolge einer Recherche eines länderübergreifenden Journalistennetzwerkes unter dem Namen „Das Pegasus-Projekt“ laut geworden. Die französische Organisation „Forbidden Stories“ hatte das Projekt koordiniert. Demzufolge haben mehrere Regierungen die Software des israelischen Unternehmens NSO auch dazu verwendet, Oppositionelle und Medienschaffende abzuhören. So soll die saudische Regierung das Umfeld des Journalisten Dschamal Chaschoggi vor dessen Ermordung überwacht haben. Riad bezeichnete die Vorwürfe am Mittwoch als „unwahr“.

Ebenfalls am Mittwoch hat das Unternehmen NSO mit Sitz in Herzlia die Vorwürfe erneut zurückgewiesen. Es sprach in einer Mitteilung von einer „orchestrierten Kampagne gegen uns“, die durch Interessengruppen gefördert sei. Aus diesem Grund werde es auch keine Medienanfragen mehr beantworten.

Macron beruft Sicherheitssitzung ein

Im Rahmen der Recherche wurde auch eine Liste mit mehr als 50.000 Nummern von Telefonen bekannt, die Kunden von Pegasus für Abhöraktionen im Visier gehabt haben sollen. Das Unternehmen wies aber jeglichen Zusammenhang zurück: „NSO wird jeden glaubhaften Beweis von Missbrauch unserer Technologie gründlich prüfen, so wie wir es immer getan haben, und wird das System wenn nötig abschalten.“

Als Reaktion auf die Recherche hat der französische Präsident Emmanuel Macron (La République en Marche) für den Donnerstag eine Dringlichkeitssitzung des französischen Sicherheitsrates einberufen. Auf der Liste befindet sich laut der Journalistenrecherche eine von Macrons Telefonnummern sowie die von Kabinettsmitgliedern.

Mit der Pegasus-Software können Interessenten Telefone zur Bewachung einsetzen, ohne dass deren Besitzer es merken. So können Textnachrichten mitgelesen, oder Telefonate mitgehört werden. Auch das Mikrofon kann unbemerkt aktiviert werden, um Gespräche aufzuzeichnen. Laut NSO dient die Software der Terror- und Verbrechensbekämpfung.

Von: df

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Thu, 22 Jul 2021 14:26:00 +0200
<![CDATA[Nachrichten vom 22. Juli 2021]]> https://www.israelnetz.com/israelnetz-tv/2021/07/22/nachrichten-vom-22-juli-2021/ Thu, 22 Jul 2021 12:49:00 +0200 <![CDATA[Schweinefleischverzehr zur Zeit des Ersten Tempels üblich]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/wissenschaft/2021/07/22/schweinefleischverzehr-zur-zeit-des-ersten-tempels-ueblich/ JERUSALEM (inn) – Israelische Archäologen haben das komplette Skelett eines Ferkels in einem Jerusalemer Haus aus der Zeit des Ersten Tempels gefunden. Die 2.700 Jahre alten Überreste des Schweins wurden bei Ausgrabungen in der so genannten Stadt Davids, dem ursprünglichen Kern des antiken Jerusalem, entdeckt. Sie befanden sich zwischen großen Keramikgefäßen und einer eingestürzten Mauer.

Der Fund ergänzt frühere Forschungen, die zeigen, dass Schweinefleisch bei den alten Israeliten gelegentlich auf dem Speiseplan stand. Demnach wurden die biblischen Tabus für dieses und andere verbotene Lebensmittel erst Jahrhunderte später, in der Zeit des Zweiten Tempels, eingehalten. Der Schädel weist das Tier eindeutig als Hausschwein aus, im Gegensatz zu einem Wildschwein. Sein Vorhandensein deutet darauf hin, dass in der Hauptstadt des antiken Königreichs Juda Schweine als Nahrungsmittel gezüchtet wurden, sagt Lidar Sapir-Hen, ein Archäozoologe an der Universität Tel Aviv und am Steinhardt Museum of Natural History.

Das Skelett wurde in einem intakten Zustand gefunden. Dies legt nahe, dass dieses spezielle Ferkel, weniger als sieben Monate alt, nicht gegessen wurde, sondern starb, als das Gebäude irgendwann im 8. Jahrhundert vor Christus zerstört wurde.

Für Verzehr bestimmt

Es gibt kaum Zweifel daran, was das endgültige Schicksal des Ferkels gewesen wäre, wenn sein Zuhause nicht aus noch unklaren Gründen eingestürzt wäre. Der Raum, in dem das Schwein ausgegraben wurde, beherbergte neben großen Vorratsgefäßen und kleineren Kochgefäßen auch Dutzende Tierknochen von Schafen, Ziegen, Rindern, Gazellen, aber auch von Fischen und Vögeln. Die meisten dieser Überreste waren verbrannt oder zeigten Anzeichen von Schlachterei, was bedeutet, dass die Tiere schon lange tot und gegessen waren, als das Gebäude zerstört wurde, sagt Sapir-Hen.

„Das legt nahe, dass in diesem Raum Mahlzeiten zubereitet oder gegessen wurden“, ergänzt die Wissenschaftlerin. „Dieses Schwein hat also nur darauf gewartet, dass es an die Reihe kommt.“

„Wir kennen die Ursache für den Einsturz des Gebäudes nicht, da es kein bekanntes größeres Zerstörungsereignis in Jerusalem im 8. Jahrhundert vor Christus gibt“, sagt Joe Usiel, Archäologe der Israelischen Altertumsbehörde, der die Ausgrabung leitete. Es könnte durch ein Erdbeben oder ein anderes lokales Ereignis zerstört worden sein, spekuliert er. Auf jeden Fall wurde das Bauwerk wieder aufgebaut und war bis etwa 586 vor Christus in Gebrauch, als die Babylonier Jerusalem eroberten und den Ersten Tempel zerstörten, sagt Usiel.

Das Gebäude hatte mindestens vier Räume und befand sich in einem zentralen Bereich in der Nähe der Gihon-Quelle, der Hauptwasserquelle der Stadt zu dieser Zeit. Aus groben Feldsteinen erbaut, war es wahrscheinlich ein Privathaus. Allerdings lässt die Tatsache, dass Siegelabdrücke in einem anderen Raum ausgegraben wurden, darauf schließen, dass es auch eine zusätzliche, administrative Funktion gehabt haben könnte, erläutert Usiel.

Schweinezucht geschah nicht heimlich

Die Ausgrabung erbrachte auch einen elegant geschnitzten Knochenanhänger und eine menschliche Figur. Zusammen mit der großen Vielfalt an Tieren, die neben dem Schwein gefunden wurden, deutet all dies darauf hin, dass das Haus von einer Familie der Oberschicht bewohnt wurde, sagt der Archäologe.

Die Bedeutung und die zentrale Lage des Hauses legen nahe, dass die Schweinehaltung und der Verzehr von Schweinefleisch zwar selten vorkam, aber dennoch zu den „Mainstream“-Essgewohnheiten gehörte, fügt er hinzu. Es sehe nicht so aus, als ob dies heimlich gemacht wurde, zum Beispiel von einem ärmeren Haushalt, der dringend eine schnelle Mahlzeit brauchte.

Schweine waren in Jerusalem selten, wurden aber offen gezüchtet. Unklar ist, wie das mit der biblischen Anweisung in Einklang zu bringen ist: „Das Schwein spaltet zwar die Klauen und hat Paarhufer, aber es kaut nicht wieder; es ist unrein für euch. Von ihrem Fleisch sollt ihr nicht essen, und ihr Aas sollt ihr nicht anrühren; sie sind euch unrein“ (3. Mose 11,7-8). Dieses Verbot wird vom Judentum heute sehr strikt eingehalten und wurde im 7. nachchristlichen Jahrhundert auch vom Islam übernommen.

Von: Ulrich W. Sahm

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Thu, 22 Jul 2021 12:01:00 +0200
<![CDATA[Be'er Scheva ist neue Partnerstadt von München]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2021/07/22/beer-scheva-ist-neue-partnerstadt-von-muenchen/ Nach 25 Jahren hat München eine weitere Partnerstadt: Be'er Scheva. Bewusst haben sich die Verantwortlichen in Israel umgeschaut: „In Zeiten, in denen antisemitische Ressentiments auch bei uns wieder zunehmen, setzen wir diesem Hass unsere Freundschaft entgegen", sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter. Ruvik Danilovitsch ist Bürgermeister der 220.000 Einwohner fassenden Universitätsstadt Be'er Scheva und ist „voller Erwartung, unsere Freunde aus München willkommen zu heißen“. Am Mittwoch unterzeichneten die beiden Kollegen online die Vereinbarung.

Von: hcb

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Thu, 22 Jul 2021 11:47:00 +0200
<![CDATA[Neue israelische Serie auf Netflix]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2021/07/22/neue-israelische-serie-auf-netflix/ „Hit & Run“ heißt die neueste israelische Serie, die am 6. August beim Streamingdienst Netflix Premiere feiert. Die Action-Thriller-Serie dreht sich um den ehemaligen Soldaten Segev Azulai, dessen Frau bei einem mysteriösen Autounfall in Tel Aviv ums Leben kommt. Daraufhin macht sich Azulai auf die Suche nach Antworten und erfährt, dass seine Frau viele Geheimnisse vor ihm hatte. Beteiligt an der Produktion sind die beiden israelischen Regisseure Avi Issacharoff und Lior Raz, die auch die Erfolgsserie „Fauda“ verantwortet haben. Raz schlüpft, genau wie bei „Fauda“, erneut in die Rolle der Hauptfigur.

Von: mas

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Thu, 22 Jul 2021 11:02:00 +0200
<![CDATA[Wasserbehörde verstärkt Cyberschutz]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2021/07/22/wasserbehoerde-verstaerkt-cyberschutz/ Die israelische Wasserbehörde verstärkt ihre Bemühungen in der Abwehr von Cyberangriffen. Sie hat dazu die in Be'er Scheva ansässige Cybersicherheits-Firma SIGA OT Solutions engagiert. Das teilte die Behörde am Mittwoch mit. Anlass dafür ist eine Reihe von Cyberangriffen im Sommer vergangenen Jahres. Israelische Sicherheitskreise schreiben diese Angriffe dem Iran zu.

Von: df

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Thu, 22 Jul 2021 10:28:00 +0200
<![CDATA[Staatsgründung in der Hotellobby]]> https://www.israelnetz.com/kommentar-analyse/2021/07/22/staatsgruendung-in-der-hotellobby/ Ja, es stimmt. Historische Vergleiche sind mitunter so eine Sache. Doch manchmal liegen sie tatsächlich auf der Hand. Denn nur selten kommt es vor, dass, wie im vorliegenden Fall, eine militärische Operation unmittelbar in die Gründung eines neuen Staates mündete. So war es 1871 bei der Gründung des deutschen Kaiserreichs mit dem Krieg gegen Frankreich.

Und so war es auch am 22. Juli 1946 mit dem Anschlag jüdischer Untergrundkämpfer auf das britische King David Hotel in Jerusalem. 91 Menschen starben, Großbritannien zog seine Truppen aus Palästina ab, dadurch war die Staatsgründung Israels nicht mehr aufzuhalten. Heute zählt das King David zu den exklusivsten Adressen Israels, in dem auch die überlebenden Attentäter noch bis vor wenigen Jahren gern gesehene Gäste und Vortragsredner waren.

Unterschiedliche Vorstellungen

So frappierend die historische Analogie zwischen Bismarcks Reichsgründung und der Gründung Israels auch sein mag, so komplex gestalteten sich die Abläufe hinter den Kulissen, die den Anschlag auf das Hotel befördert hatten und bis heute unter israelischen Historikern für Diskussionsstoff sorgen. Die jüdische Untergrundgruppe Irgun hatte das Ziel, die Briten zum Abzug aus Palästina zu bewegen. Das Problem: Mit der Entscheidung für den Anschlag hatten die anderen, ebenfalls im Untergrund operierenden Gruppen der jüdischen Selbstverwaltung einen schweren Stand. Denn höchst unterschiedlich waren ihre Vorstellungen von einem künftigen Staate Israel. Und höchst unterschiedlich ihre Strategien, die im Fall der Lechi sogar eine Zusammenarbeit mit Nazideutschland in Erwähnung zogen, mit dem Ziel, die Briten loszuwerden.

Allein es einte die Gruppen das Trauma der Scho‘ah und der Traum von einer politisch-militärisch abgesicherten Heimstätte für alle Juden, wie auch immer diese aussehen sollte. Tote sollten vermieden werden, hieß es, was aber angesichts der Monströsität des Vorhabens von vornherein illusorisch war und den Erfolg der Operation infrage gestellt hätte. Am Ende obsiegte die Irgun unter ihrem Anführer Menachem Begin, der Jahrzehnte später für das Abkommen mit Ägypten den Friedensnobelpreis erhielt und 1982 mit dem Einmarsch in den Libanon dem Terror der „Palästinensischen Befreiungsorganisation“ (PLO) unter ihrem damaligen Anführer Jasser Arafat einen empfindlichen Schlag versetzte.

Unter der Knute des Zaren

Begin stammte aus Russland und erlebte als Jugendlicher Verfolgung und Diskriminierung. Erst 1942 kam er, noch keine dreißig, nach Palästina. „Sein Zorn auf all jene, die das Judentum ausrotten wollten, haben Begins Aufstieg maßgeblich mitbestimmt“, sagt der Jurist und Immobilienmakler Eduardo Martínez Moriano gegenüber Israelnetz. Der 45-Jährige hat in Israel für eine IT-Firma gearbeitet und lebt heute in New York.

Zwar schlägt die britische Mandatsverwaltung nach dem Anschlag zurück, beschlagnahmt Waffen und Munition, doch entscheidend treffen kann sie die Gruppe nicht mehr. Immer offensichtlicher zeigte sich, dass die jüdische Bevölkerung Palästinas nicht nur zahlenmäßig gewachsen, sondern auch immer besser organisiert war und damit in Eigenregie die DNA für einen eigenen Staat entwickelt hatte.

Vorlage für Hollywood

Der Anschlag selbst war kinoreif. In sieben Milchkannen à 50 Kilogramm hatte die Irgun den selbst gemischten Sprengstoff gepackt. Sechs Männer, mit arabischen Gewändern verkleidet, standen morgens am Lieferanteneingang bereit, um die Kannen entgegenzunehmen, sobald ein Kleinlaster den Kontrollposten passiert hatte. Denn das siebenstöckige, damals erst 15 Jahre alte Haus war nicht nur die erste Adresse für Jerusalem-Besucher, sondern es beherbergte in seinem südlichen Flügel auch mehrere Abteilungen der britischen Verwaltung für das Mandatsgebiet Palästina.

Damit war das Hotel ein Ziel für militärische Angriffe, deren Akteure sich damals buchstäblich die Klinke gaben. Arabische Gruppen, die den jüdischen Zuzug nach Palästina bremsen wollten, ebenso wie jüdische Einheiten, die mit Anschlägen auf britische Ziele (und Araber) das Ziel des Zionismus befördern sollten, einen jüdischen Staat auf palästinensischem Boden zu gründen.

Warum das Ganze ausgerechnet mit Terror geschehen sollte, blieb das Geheimnis der Irgun. Doch Anführer Begin erwies sich als willensstarker Taktiker und charismatischer Visionär. Der Angriff auf das King David sollte seine größte Aktion werden, bei der jedoch mitnichten alles glatt lief. Denn auf dem Weg in den Lagerraum machten die Irgun-Männer großen Lärm. Da dort ein Funkraum der britischen Truppen lag, schaute ein Offizier heraus und schöpfte bei der unüblichen Massenlieferung Milch sofort Verdacht. Es kam zu einer Schießerei, bei der zwei Soldaten starben und mehrere Irgun-Mitglieder verwundet wurden, einer tödlich.

Das hinderte die Irgun-Leute jedoch nicht, die TNT-Ladungen wie geplant an den tragenden Säulen des Südflügels zu platzieren und Zeitzünder scharf zu stellen. Eilig verließen sie kurz darauf das Gebäude und gaben zwei draußen wartenden Frauen das Signal, die Redaktion der „Palestine Post“, die französische Botschaft und die Hotelrezeption anzurufen, um das Hotel zu evakuieren. Ihre Botschaften waren unmissverständlich: „Ich spreche im Namen des hebräischen Untergrundes! Wir haben eine Bombe im Hotel gelegt! Evakuieren Sie sofort! Sie sind gewarnt!“, rief eine der Frauen in die Sprechmuschel und legte auf.

Explosion etwa 20 Minuten nach Warnung

Kurze Zeit später, etwa gegen 12.25 Uhr, zündete die Irgun vor dem Hotel kleinere Sprengladungen, um Panik zu erzeugen. Etwa 20 Minuten nach den Warnanrufen, genau um 12.37 Uhr, detonierten die sieben „Milchkannen“ und ließen die eine Hälfte des Südflügels einstürzen. Die Bilanz war verheerend. Unter den Toten befanden sich 28 Briten und 17 Juden, was bis heute zu den Geburtsfehlern der Staatsgründung Israels zählt.

Auch das Attentat selbst löste einen Schock aus, und das weltweit. „Weniger wegen der Zahl der Opfer, als vielmehr wegen der Form der Gewalt", sagt Israel-Experte Eduardo Martínez Moriano. Auch die jüdische Vertretung in Palästina, die Jewish Agency, verurteilte den Anschlag. Er behindere den Weg zu einem jüdischen Staat, hieß es. Verantwortlich sei eine „Bande Krimineller“.

In einem Bekennerschreiben behauptete hingegen die Irgun, sie habe keinen solchen Schaden anrichten wollen und gerade deswegen ja vorher gewarnt. Weil die Organisation zwischen 12.10 und 12.15 Uhr drei Warnungen abgesetzt habe und bis zur Detonation somit mindestens 22 Minuten Zeit zur Evakuierung geblieben seien, liege die „Verantwortung für den Verlust an Leben unter Zivilisten ausschließlich bei den britischen Behörden“. Zudem gab die Irgun bekannt: „Wir trauern um die jüdischen Opfer; sie sind die tragischen Opfer des so tragischen wie edlen hebräischen Befreiungskrieges.“

Irgun wurde in Armee integriert

Und doch war die Irgun unter jüdischen Organisationen, den legalen wie den illegalen, isoliert. Menachem Begin ließ weitere Attentate verüben und sah sich kurz darauf auf internationalen Fahndungslisten wieder; Umstände, die seine Karriere nur übergangsweise ausbremsten. Nur wenige Jahre später zog er als konservativer Abgeordneter in die Knesset ein und wurde im Mai 1977 israelischer Premierminister – für immerhin sechs Jahre.

Auch für die Irgun endete der Anschlag glimpflich. Denn nur knapp zwei Jahre nach dem Attentat ging sie in den Streitkräften Israels auf. Und bis heute bildet das Militär das Amalgam, das die heterogene, israelische Gesellschaft zusammenhält – wie einst das von Otto von Bismarck geschaffene Reich, in dem der Marineanzug gar zur Schuluniform mutierte.

Von: Benedikt Vallendar

Dr. Benedikt Vallendar arbeitet als freier Publizist und ist Berichterstatter der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) in Frankfurt am Main. 2004 promovierte er an der FU Berlin im Fach Neuere Geschichte.

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Thu, 22 Jul 2021 08:17:00 +0200
<![CDATA[Protest gegen Boykott-Entscheidung reißt nicht ab]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2021/07/21/protest-gegen-boykott-entscheidung-reisst-nicht-ab/ WASHINGTON / JERUSALEM (inn) – Mehr als 35 US-Bundesstaaten haben in den vergangenen Jahren Gesetze gegen die Boykottbewegung BDS („Boykott, Desinvestition und Sanktionen“) verabschiedet. Israels Botschafter in den USA, Gilad Erdan, fordert nun deren Gouverneure auf, aufgrund der Boykott-Ankündigung von Ben & Jerry's den Speiseeis-Hersteller zu sanktionieren: „Ich bitte Sie, (…) sich gegen die Entscheidung des Unternehmens auszusprechen und in Bezug auf die Gesetze Ihres Staates spürbare Schritte zu unternehmen.“ Die Forderung erfolgte in Absprache mit Außenminister Jair Lapid (Jesch Atid). Dieser bezeichnete die Entscheidung von Ben & Jerry's als eine „beschämende Kapitulation“ vor Antisemitismus und BDS, die nicht ohne Reaktion bleiben werde.

Am Dienstag äußerte sich auch das amerikanische Außenministerium zur Ankündigung von Ben & Jerry's. Sprecher Ned Price erklärte, dass die US-Regierung einzelne Entscheidungen von Privatunternehmen nicht kommentiere. Jedoch lehne die Regierung die BDS-Bewegung entschieden ab. Die USA würden ein starker Partner im Kampf gegen die Delegitimierung Israels sein, erklärte er.

Der Bürgermeister von New York, Bill de Blasio, kündigte am Dienstag an, vorerst auf Eis von Ben & Jerry's verzichten zu wollen. Auf einer Pressekonferenz sagte der Demokrat: „BDS ist eine Bewegung, die den Frieden im Nahen Osten unterminiert.“ Er halte es für „absolut falsch“, dass Ben & Jerry's diesen Weg einschlägt.

Lob für Ben & Jerry's

Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) begrüßte dagegen die Entscheidung von Ben & Jerry's. Aus dem Außenministerium hieß es, die Entscheidung des Speiseeis-Herstellers sei „moralisch und legal“ und stehe im Einklang mit internationalem Recht. Die PA forderte zudem andere Unternehmen auf, ähnliche Schritte zu gehen.

Eine Sprecherin der siedlungskritischen Organisation „Peace Now“ begrüßte ebenfalls den Boykott: „Diese Entscheidung stellt klar, dass die Welt zwischen Israel und den besetzen Gebieten unterscheidet.“ Gleichzeitig wünsche sie sich mehr Entschlossenheit von anderen Unternehmen.

Ungeachtet aller Kritik am amerikanischen Unternehmen meldete der lokale Lizenznehmer von Ben & Jerry’s in Israel einen Verkaufsanstieg von 21 Prozent am Dienstag.

Von: mas

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Wed, 21 Jul 2021 14:33:00 +0200
<![CDATA[Ehemalige Profifußballer von Real Madrid und Barcelona in Tel Aviv]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/sport/2021/07/21/ehemalige-profifussballer-von-real-madrid-und-barcelona-in-tel-aviv/ Die spanischen Erzrivalen Real Madrid und FC Barcelona haben am Dienstagabend ein Spiel in Tel Aviv ausgetragen. Dabei spielten ehemalige Weltstars wie Ronaldinho, Roberto Carlos oder Luis Figo vor 26.000 Zuschauern. Zuvor unternahmen die Kontrahenten zusammen eine geführte Tour durch Jaffa. Die Spieler des FC Barcelona hatten bereits am Montag die Sehenswürdigkeiten von Caesarea besichtigt. Das Spiel selbst gewann am Ende Real Madrid mit 3:2.

Von: hcb

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Wed, 21 Jul 2021 13:10:00 +0200
<![CDATA[100 Fallschirmjäger springen über Slowenien ab]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2021/07/21/100-fallschirmjaeger-springen-ueber-slowenien-ab/ Zu Ehren der jüdischen Dichterin und Soldatin Hannah Senesch haben Fallschirmjäger in Slowenien an einem „Gedenksprung“ teilgenommen. Sie gehören zum israelischen, ungarischen, slowenischen, kroatischen und britischen Militär. Sie landeten in der Nähe des Ortes, an dem Senesch im Zweiten Weltkrieg als 22-jährige Soldatin im damaligen Jugoslawien gelandet war. Senesch wurde verhaftet und hingerichtet. Am 17. Juli wäre sie 100 Jahre alt geworden. Die israelischen Fallschirmjäger befinden sich auf einer einwöchigen Bildungsreise. In Kroatien werden sie einen Gedenkort für Senesch einweihen.

Von: cs

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Wed, 21 Jul 2021 12:11:00 +0200