Israelnetz - Neueste Nachrichten https://www.israelnetz.com Nachrichten aus Israel und dem Nahen Osten de https://www.pro-medienmagazin.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif Israelnetz - Neueste Nachrichten https://www.israelnetz.com 18 16 Nachrichten aus Israel und dem Nahen Osten TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Tue, 21 Feb 2017 15:16:39 +0100 <![CDATA[Soldat muss eineinhalb Jahre in Haft]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/02/21/soldat-muss-eineinhalb-jahre-in-haft/ TEL AVIV – Ein israelisches Militärgericht hat den Soldaten Elor Asaria zu eineinhalb Jahren Haft verurteilt. Der Israeli hatte am 24. März des vergangenen Jahres einen schwerverletzten und bereits kampfunfähigen palästinensischen Terroristen in Hebron erschossen. Im Januar hatte das Militärgericht in Tel Aviv den Soldaten bereits des Totschlags für schuldig befunden.

Der 21-Jährige verliert zudem seinen militärischen Rang als Sergeant. Der Haftbeginn ist am 5. März. Die Verteidigung kündigte an, in Berufung zu gehen, berichtet die israelische Zeitung „Jerusalem Post“. Asaria beteuerte stets zu seiner Tat, er habe befürchtet, dass der Terrorist sich in die Luft sprengen könnte.

Richterin: Angeklagter schädigte Wert des Lebens

Bei der Strafmaßverkündung laß die Richterin aus der Begründung vor: „Der Angeklagte erschoss den Terroristen ohne jede Rechtfertigung. Der einzige Wert, der durch das Handeln des Angeklagten geschädigt wurde, war der Wert des Lebens. Asaria verunreinigte die Reinheit der Waffen, die die israelische Armee hochhält.“

Die palästinensische Politikerin Hanan Aschrawi beschrieb das Strafmaß als „Hohn auf die Gerechtigkeit“. „Es ist offensichtlich, dass das israelische Justizsystem von demselben Rassismus, der Ungerechtigkeit und Kultur des Hasses befallen ist wie die israelische Besatzung“, sagte Aschrawi am Dienstag nach Angaben ihres Büros.

von: mab

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Tue, 21 Feb 2017 15:13:00 +0100
<![CDATA[Netanjahu wirbt in Singapur für Zusammenarbeit]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/02/21/netanjahu-wirbt-in-singapur-fuer-zusammenarbeit/ SINGAPUR (inn) – Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hat die „außergewöhnlichen Errungenschaften Singapurs“ gelobt. Am Montag nahm er mit Premierminister Lee Hsien Loong an einem feierlichen Abendessen in dem südostasiatischen Stadtstaat teil.

„Dass wir in Wirtschaft, Handel, Technologie, Medizin, in jedem Bereich zusammenarbeiten, das stärkt unsere beiden Länder“, ergänzte Netanjahu laut einer Mitteilung seines Büros. Er äußerte die Ansicht, dass Israel und Singapur in vielen Ländern in Afrika und im Pazifik gemeinsam Entwicklungshilfe leisten sollten. „Als Eingangstor nach Asien ist Singapur ein perfekter Partner.“ Zu Ehren der Gäste wurde eine Orchideenart nach den Netanjahus benannt.

Der israelische Regierungschef lobte die Kultur der Vielfalt und Toleranz in seinem eigenen Land: „Sie ist das Gegenteil von dem, was wir in vielen Teilen des Nahen Ostens sehen, und leider in anderen Teilen der Welt – kulturelle Intoleranz, kulturelle Tyrannei, kulturelle Gewalt. Ich denke, gerade jetzt am Anfang des 21. Jahrhunderts findet ein großer Kampf in der Welt statt. Wir alle haben Anteil daran, zu gewährleisten, dass Toleranz, Vielfalt und Fortschritt den Sieg davontragen, dass Modernität den Sieg gegen barbarische Mittelalterlichkeit davonträgt.“

Präsident sieht Parallelen zwischen Ländern

Zuvor hatte bereits Präsident Tony Tan Keng Yam die israelische Delegation empfangen. Er sagte, beide Nationen hätten als kleine Länder ohne natürliche Rohstoffe begonnen und Technologien entwickelt, die zum nationalen Wachstum und Wohlstand beitrugen. Netanjahu warf die Möglichkeit einer direkten Flugverbindung als Thema auf. Er lud das Staatsoberhaupt nach Israel ein.

Premierminister Lee indes betonte auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem israelischen Amtskollegen, Singapur glaube an eine Zweistaatenlösung. Auch wenn der Weg dahin voller Hindernisse sein werde, sei sie der einzige Weg zum Frieden, sagte er gemäß der israelischen Onlinezeitung „Times of Israel“.

Netanjahu traf sich auch mit Vertretern der jüdischen Gemeinde. Es war der erste offizielle Besuch eines israelischen Regierungschefs in Singapur. Jitzhak Rabin hatte dem Stadtstaat 1993 einen inoffiziellen Besuch abgestattet. Im vergangenen Jahr reiste Lee als erster Regierungschef von Singapur nach Israel. Der israelische Staatspräsident Reuven Rivlin nahm 2015 an der Beisetzung des ersten Premierministers, Lee Kuan Yew, teil. Die diplomatischen Beziehungen bestehen seit 1969. Bereits 1965 hatten israelische Militärberater dem Stadtstaat nach dessen Unabhängigkeitserklärung im Untergrund geholfen.

Ablehnung vor Australienbesuch

Netanjahu indes fliegt am Dienstag weiter nach Australien. Dort haben 60 Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Religion ihren Widerstand gegen den geplanten Besuch bekundet. In einem offenen Brief kritisieren sie die Politik des israelischen Regierungschefs.

Von: eh

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Tue, 21 Feb 2017 14:33:00 +0100
<![CDATA[Edelstein kritisiert Verhalten der Knessetmitglieder]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/02/21/edelstein-kritisiert-verhalten-der-knessetmitglieder/ JERUSALEM (inn) – Der israelische Parlamentssprecher Juli Edelstein hat Knessetmitglieder für ihr Verhalten kritisiert. In einer Diskussion des Hauskomitees der Knesset sagte er, die Parlamentarier müssten sich an gewisse Benimmregeln halten, wenn sie den Staat repräsentieren.

Die mangelnde Anwesenheit bei Sondersitzungen und unangebrachtes Verhalten wie mündliche Unterbrechungen währenddessen sieht Edelstein als zwei besonders besorgniserregende Probleme. Von Vertretern des Volkes werde ein gewisser Verhaltensstandard erwartet.

Verhalten sorgt für Image-Schaden

Ein solches Verhalten füge dem Ansehen der Knesset national und international Schaden zu. Edelstein habe bereits einmal Weltführern abgeraten, vor dem Plenum zu sprechen. „Ich hatte Angst, dass es skandalös werden könnte“, zitiert ihn die Tageszeitung „Yediot Aharonot“.

Die Bühne von Sondersitzungen solle traditionell neutral genutzt werden. Jedoch benutzten Parlamentarier sie auch immer wieder für politische Argumentationen. Es habe Fälle gegeben, in denen die Plattform für „unangemessene Ausdrücke“ genutzt wurde, sagte Edelstein.

Es kommt vor, dass israelische Parlamentarier den Redner unterbrechen oder in einen Vortrag hinein schreien. Andere Abgeordnete laufen während der Sitzung durch den Parlamentssaal oder verlassen ihn.

Wütende E-Mails nach Sitzungen

„Ich verstehe das Instrument der Unterbrechung, aber ich denke, dass dies keine internationale Parlamentskultur ist, es ist eine Knessetkultur.“ Dies könne Edelstein nicht akzeptieren, der nach solchen Sitzungen wütende E-Mails bekomme. Bei Unterbrechungen schlägt der Sprecher vor, das jeweilige Parlamentsmitglied nach einem Aufruf zur Ordnung aus dem Saal zu entfernen. Üblich sind derzeit drei Aufforderungen.

Er kritisierte auch die mangelnde Anwesenheit der Regierungsmitglieder. Etwa zum Begehen des Knesset-Jubiläums vor kurzer Zeit seien zu Beginn der Sitzung nur 20 Parlamentarier dagewesen. Nach eindringlichem Bitten habe sich die Zahl der Vertreter schließlich auf 45 erhöht, wobei 69 Abgeordnete im Gebäude gewesen seien. „Das bedeutet, dass sich mehr als 20 der Parlamentarier nicht einmal die Mühe gemacht haben, zu erscheinen.“ Der Knessetsprecher empfiehlt Sanktionen für diejenigen, die mehr als drei Sondersitzungen verpassen.

„Unterbrechung ist legitimes Protestinstrument“

Der arabische Knessetvertreter Ahmad Tibi (Vereinigte Liste) sagte, dass Unterbrechungen ein übliches Werkzeug seien, um gegen das Parlament zu protestieren: „Jedes Plenum ist ein parlamentarisches Ereignis und jede Unterbrechung ist ein legitimes Protestinstrument, sogar wenn es sich um die Rede eines Präsidenten oder ausländischen Führers handelt.“

Dass es im israelischen Parlament immer wieder hitzig hergeht, ist bekannt. Ende 2015 verabschiedete die Knesset etwa ein Gesetz zu Beschädigungen während der Sitzungen. Knessetabgeordnete, die während intensiver Debatten die Parlamentseinrichtung beschädigen, müssen dafür künftig eine Geldstrafe bezahlen. Sollte ein Abgeordneter absichtlich oder aus Gleichgültigkeit einen Schaden anrichten, muss er dafür maximal 10.000 israelische Schekel, was umgerechnet rund 2.400 Euro entspricht, bezahlen.

Von: mab

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Tue, 21 Feb 2017 13:23:00 +0100
<![CDATA[Keine Stromsperre für Holocaust-Überlebende]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/02/21/keine-stromsperre-fuer-holocaust-ueberlebende/ Holocaust-Überlebenden in Israel soll nicht mehr der Strom abgedreht werden, wenn sie ihre Rechnungen nicht begleichen können. Das hat die israelische Energieversorgungsgesellschaft „Israel Electric Corporation“ (IEC) am Montag bekanngegeben. Menschen, die auf lebensrettende elektronische Geräte angewiesen sind, sollen ebenfalls weiter Strom erhalten, auch wenn sie diesen nicht bezahlen können. Die Initiative ist Teil eines neuen Programms, das die IEC zusammen mit dem Ministerium für Infrastruktur entwickelt. Es soll bessere Ratenzahlungen und neue Zahlungsmethoden ermöglichen. Der Strom soll nur dann abgedeht werden, wenn Menschen sich weigern, ihre Rechnungen zu begleichen.

Von: dn

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Tue, 21 Feb 2017 12:42:00 +0100
<![CDATA[Netanjahu gibt Posten des Kommunikationsministers ab]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/02/21/netanjahu-gibt-posten-des-kommunikationsministers-ab/ JERUSALEM (inn) – Israels Premierminister Benjamin Netanjahu ist kurzfristig vom Amt des Kommunikationsministers zurückgetreten. Als Gründe wurden strafrechtliche Ermittlungen gegen den Regierungschef wegen möglicher Beeinflussung von Medien sowie Ämterhäufung genannt.

Netanjahu hatte bereits am Sonntag seinen Rücktritt eingereicht, bevor er sich auf den Weg zu Staatsbesuchen in Singapur und Australien begab. Der Rücktritt ist seit Dienstag in Kraft. Er gilt zunächst für drei Monate, wie die Onlinezeitung „Times of Israel“ berichtet. In dieser Zeit übernimmt der Minister für regionale Zusammenarbeit, Zachi Hanegbi (Likud), das Amt des Kommunikationsministers. Meldungen über einen dauerhaften Rücktritt wurden bislang nicht bestätigt.

Oppositionsführer Isaak Herzog hatte im Januar Klage beim Obersten Gericht eingereicht. Er forderte die Suspendierung Netanjahus als Kommunikationsminister. Die Anschuldigungen wegen Einflussnahme auf die Medien disqualifizierten Netanjahu von dem Posten, begründete Herzog seine Forderung. Bei den Vorwürfen gegen den Premier geht es um angebliche Absprachen mit dem Herausgeber des Massenblattes „Yediot Aharonot“, Arnon Moses. In einem Telefonat soll Netanjahu diesem versprochen haben, den Umlauf der kostenlosen und regierungsnahen Zeitung „Israel HaJom“ einzudämmen, um die Auflage von „Yediot Aharonot“ zu erhöhen. Im Gegenzug soll „Yediot Aharonot“ regierungsfreundlicher als bislang berichten.

Herzog erklärte nach Netanjahus Rücktritt als Kommunikationsminister, dies sei nur ein erster Schritt. Als nächstes folge ein Rücktritt als Premierminister.

Bereits vor den Ermittlungen gegen ihn stand Netanjahu wegen Ämterhäufung in der Kritik. Neben dem Amt des Premierministers übte er für mehrere Monate gleichzeitig das Amt des Wirtschaftsministers, Gesundheitsministers, Außenministers, Kommunikationsministers und des Ministers für regionale Zusammenarbeit aus. Letzteres sowie die Posten des Wirtschaftsministers und Gesundheitsministers hat er mittlerweile abgegeben.

Von: dn

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Tue, 21 Feb 2017 11:37:00 +0100
<![CDATA[Le Pen für Beziehungen mit Syrien]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/02/21/le-pen-fuer-beziehungen-mit-syrien/ Die französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen erwägt, wieder diplomatische Beziehungen mit der syrischen Regierung aufzunehmen. Das sagte die Politikerin des rechtspopulistischen „Front National“ der libanesischen Tageszeitung „L’Orient Le Jour“ bei einem zweitägigen Besuch in Beirut. Sie könne sich auch vorstellen, den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad zu treffen. Präsident Michel Aun empfing als erstes ausländisches Staatsoberhaupt die Französin. Hingegen sagte der Großmufti das für Dienstag geplante Treffen ab, weil Le Pen kein Kopftuch tragen wollte.

Von: eh

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Tue, 21 Feb 2017 11:32:00 +0100
<![CDATA[Iran veranstaltet „Intifada“-Konferenz]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/02/21/iran-veranstaltet-intifada-konferenz/ Der Iran veranstaltet zum sechsten Mal seine Konferenz zur Unterstützung der palästinensischen „Intifada“. Am Dienstag startete die Veranstaltung mit Vertretern der Hamas, des Islamischen Dschihad und der Hisbollah. Insgesamt sollen Vertreter aus 80 Ländern und mehr als 20 Parlamentschefs vor Ort sein. Das berichtet die israelische Tageszeitung „Yediot Aharonot“. Laut der libanesischen Zeitung „Al-Akhbar“ findet die Konferenz das erste Mal seit sechs Jahren statt, „um die palästinensische Sache und den Kampf mit Israel aufzufrischen“.

Von: mab

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Tue, 21 Feb 2017 11:12:00 +0100
<![CDATA[Israel und Saudi-Arabien gegen den Iran]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/02/20/israel-und-saudi-arabien-gegen-den-iran/ MÜNCHEN (inn) – Israel und Saudi-Arabien haben am Sonntag bei der Münchner Sicherheitskonferenz jeweils vor Aggressionen des Iran gewarnt. Die Islamische Republik untergrabe die Stabilität der Region. Israels Verteidigungsminister Avigdor Lieberman sagte: „Unsere Vision ist eine Koalition der Moderaten, um radikale Tendenzen zu überwinden.“ In diese Koalition schloss er Saudi-Arabien ein.

Der Konflikt zwischen den Israelis und den Palästinensern sei in der Region nicht das Hauptproblem. Vielmehr bedrohe der Iran die Stabilität der umliegenden Länder durch Waffenschmuggel und das zur Verfügungstellen von Geldern. Der Iran habe nukleare Ambitionen, Raketengeschosse und sei zudem der „wichtigste Sponsor des weltweiten Terrorismus“. Lieberman wiederholte eine Botschaft, die er am Freitag dem neuen US-Verteidigungsminister James Mattis überbracht hatte. Die drei größten Bedrohungen des Nahen Ostens seien „der Iran, der Iran und der Iran“, zitiert ihn die Onlinezeitung „Times of Israel“.

Lieberman: Arabische Welt versteht, dass Iran größte Bedrohung ist

Am Sonntag sprach Lieberman über Israels derzeitige Position im Nahen Osten: „Zum ersten Mal seit 1948 versteht die gemäßigte arabische Welt, die sunnitische Welt, dass ihre größte Bedrohung nicht Israel, nicht Zionisten und nicht Juden sind, sondern der Iran und die iranischen Bevollmächtigten“, wird er auf der Internetseite der Sicherheitskonferenz zitiert. Der Iran kämpfe Kriege im Jemen und in Syrien, um die Region zu destabilisieren, sagte der israelische Verteidigungsminister in seiner kurzen englischsprachigen Rede.

Während sich die Haltungen von Lieberman und seinem Premierminister Benjamin Netanjahu beim Thema Iran gleichen, betonte der Verteidigungsminister, beim israelisch-palästinensischen Konflikt seine eigene Sichtweise zu benennen: „Meine Vision ist, dass wir letztlich eine Zwei-Staaten-Lösung brauchen.“

Saudi-Arabien: Mein Land steht für Friedensabkommen bereit

Nach Lieberman sprach der saudische Außenminister Adel al-Dschubeir bei der Konferenz und zeigte sich optimistisch, dass die Araber und Israel in diesem Jahr ein Friedensabkommen erreichen können. „Ich glaube, dass Fortschritte erlangt werden können im arabisch-israelischen Konflikt, wenn da ein Wille dafür ist. [...] Mein Land steht mit anderen arabischen Staaten bereit, um auszuarbeiten, wie wir das befördern können.“ Die neue US-Regierung habe ihn optimistisch gestimmt, dass diese und andere regionale Herausforderungen gelöst werden könnten.

Sein Land teile gewisse Ziele mit Donald Trumps Regierung. Beide verfolgten, den Iran in seinen Grenzen zu halten sowie die Zerstörung des „Islamisches Staates“. „Der Iran bleibt der einzige Großsponsor des Terrorismus in der Welt.“ Das Land sei „das einzige im Nahen Osten, das noch nicht vom ,Islamischen Staat‘ und Al-Kaida angegriffen worden ist“. Bis der Iran sein Verhalten nicht ändere, sei es schwierig, mit ihm umzugehen. Al-Dschubeirs Land habe „35 Jahre lang dem Iran Freundschaft und Unterstützung angeboten, und haben nichts außer Tod und Zerstörung erhalten“.

Ursprünglich war das Panel „Alte Krisen, neuer Naher Osten“ mit Lieberman sowie dem saudischen Außenminister Al-Dschubeir, dem türkischen Außenminister Mevlüt Cavusoglu und dem iranischen Außenminister Muhammad Sarif geplant. Das wurde jedoch in letzter Minute abgesagt. Stattdessen gab es eine Serie von separaten Reden. Ursprünglich sollte Irans Sarif nach Lieberman sprechen. Letztendlich hielt er seine Rede eine Stunde vor dem Israeli.

Lieberman hatte am Freitag erklärt, dass er sich über die ursprünglich geplante Gesprächsrunde freue. Er hoffte, dass Sarif im Raum bleibe, um zu hören, „was ich genau über das Ajatollah-Regime in Teheran denke“. Kurze Zeit nach dem Interview wurde die Tagesordnung für den Sonntagmorgen geändert.

Von: mab

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Mon, 20 Feb 2017 15:24:00 +0100
<![CDATA[2.250 Dollar für das beste Jerusalem-Bild]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/02/20/2250-dollar-fuer-das-beste-jerusalem-bild/ JERUSALEM (inn) – Israels Staatspräsident Reuven Rivlin hat zur Teilnahme am internationalen Fotowettbewerb „JerusaLENS“ eingeladen. Noch bis zum 28. Februar können Interessierte jeweils bis zu vier Fotos auf der Internetseite „GuruShots“ hochladen. Es winken Bargeldpreise im Gesamtwert von 10.000 Dollar.

„Schicken Sie uns Ihre einzigartigen Fotografien unseres geliebten Jerusalems“, fordert Rivlin in einem Schreiben anlässlich des Wettbewerbs. Willkommen seien künstlerische und ästhetische Fotos sowie vor allem Bilder, die eine Botschaft der Einheit vermitteln.

In der Zeit vom 1. bis zum 19. März können Nutzer auf „GuruShots“ dann ihr Lieblingsfoto wählen. Bis zum Montagmittag wurden 6.500 Bilder eingereicht. Die Veranstalter hoffen auf bis zu 50.000 Fotos.

Wer die meisten Stimmen für vier abgegebene Fotos erhält, gewinnt 5.000 Dollar. 2.250 Dollar gewinnt der Fotograf, dessen einzelnes Bild die meisten Stimmen bekommt. Zudem wählt eine Jury von „GuruShots“ ein Siegerbild aus, dessen Fotograf ebenfalls 2.250 Euro erhält. Sollten die Gewinner nicht in Israel leben, werden sie für fünf Tage ins Land eingeladen.

Die 100 besten Bilder werden im Frühling in einer Ausstellung in Jerusalem gezeigt.

Von: dn

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Mon, 20 Feb 2017 15:01:00 +0100
<![CDATA[Iranischer Verband bestraft Jugendlichen]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/sport/2017/02/20/iranischer-verband-bestraft-jugendlichen/ Der Iranische Schachverband hat einen 15-Jährigen aus der Juniorennationalmannschaft ausgeschlossen. Borna Derachschani hatte bei einem Turnier in Gibraltar gegen einen Israeli gespielt. Solche Begegnungen auf sportlicher Ebene sind Iranern seit 38 Jahren untersagt. Indes steckt auch Bornas Schwester Dorsa Derachschani in Schwierigkeiten: Die 18-Jährige hatte bei dem Turnier kein Kopftuch getragen. Der Wettbewerb fand Ende Januar und Anfang Februar statt.

Von: eh

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Mon, 20 Feb 2017 14:54:00 +0100
<![CDATA[Israelische Ärzte operieren erfolgreich palästinensische Kinder]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/02/20/israelische-aerzte-operieren-erfolgreich-palaestinensische-kinder/ JERUSALEM (inn) – In der westlichen Welt ist der Eingriff gang und gäbe: Kinder, die taub auf die Welt kamen, oder Menschen, die ihr Hörvermögen verloren haben, erhalten ein Hörgerät implantiert. Gehörlose in Entwicklungsregionen profitieren hingegen selten von diesem medizinischen Fortschritt. Deshalb haben israelische Ärzte im vergangenen Jahr 16 palästinensische Kinder operiert – und ihnen damit eine neue Welt eröffnet. Den Eingriff am Innenohr nahmen sie in der Hadassah-Klinik im Westjerusalemer Stadtteil Ein Kerem vor.

Nach den erfolgreichen Operationen sprach die ausführende Chirurgin, Michal Kaufmann, gegenüber der Tageszeitung „Yediot Aharonot“ von einer „logistischen Herausforderung“. Das Verteidigungsministerium habe viele Autorisierungen gefordert. „Einige Kinder kamen ohne Krankenblatt und brauchten intensive Tests im Hadassah, neben der emotionalen und psychologischen Behandlung.“

„Froh, dass wir zur dramatischen Veränderung beitragen konnten“

Die israelische Ärztin ergänzte: „Das ist ein erstaunliches Projekt, das diesen Kindern die Möglichkeit gibt, aus ihrer Welt des Schweigens herauszutreten und ihre Leben normal und vollständig zu leben.“ Bei dem Verfahren wird das Hörgerät so ins Innenohr eingesetzt, dass es das beschädigte Organ umgeht und direkt den Hörnerv stimuliert. Etwa einen Monat nach der Operation kommt ein Sprachtherapeut zum Einsatz – denn die Kinder konnten bislang nicht sprechen. Ein monatelanger Rehabilitierungsprozess folgt. Das israelische Ärtzeteam jedenfalls freut sich, dass es „zu einer so dramatischen Veränderung“ im Leben der jungen Palästinenser beitragen konnte.

Die Aktion wurde möglich durch das „Peres-Friedenszentrum“, das der im vorigen Jahr verstorbene Altpräsident Schimon Peres 1996 gegründet hat. Es fördert unter anderem Hilfsprojekte für Palästinenser im Westjordanland und im Gazastreifen. Zudem unterstützt es die Koexistenz zwischen Israelis und Palästinensern.

Wie Israelis weltweit Katastrophen- und andere Hilfe leistet, erfahren Sie in der Ausgabe 1/2017 des Israelnetz Magazins. Sie können die Zeitschrift kostenlos und unverbindlich bestellen unter der Telefonnummer 06441/915152, via E-Mail an info@israelnetz.com oder online unter www.israelnetz.com.

Von: eh

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Mon, 20 Feb 2017 12:47:00 +0100
<![CDATA[Fünf amerikanische Football-Spieler in Israel]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/tourismus/2017/02/20/fuenf-amerikanische-football-spieler-in-israel/ Fünf amerikanische Football-Spieler reisen derzeit durch Israel. Über die Reise der Sportler der amerikanischen National Football League (NFL) gab es vergangene Woche Diskussionen. Mehrere Sportler sagten ihre Teilnahme an einer Reise ab, sie wollten sich nicht von der israelischen Regierung instrumentalisieren lassen. Von den ursprünglich eingeplanten elf Sportlern kamen fünf – zum Teil mit ihren Partnerinnen – nach Israel: Calais Campbell (Arizona Cardinals), Dan Williams (Oakland Raiders), Cameron Jordan (New Orleans Saints), Delanie Walker (Tennessee Titans) und Mychal Kendricks (Philadelphia Eagles). Am Samstag kamen sie mit israelischen Football-Fans zusammen, nachdem sie der Gründer und Präsident der Amerikanischen Football League in Israel, Steve Leibowitz, vorgestellt hatte. Zudem besuchten sie unter anderem bereits die Klagemauer in Jerusalem, das Tote Meer, Kapernaum und Vertreter der sogenannten Schwarzen Hebräer.

Von: mab

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Mon, 20 Feb 2017 11:22:00 +0100
<![CDATA[Gebetsruf, Glocken, Dezibel]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/02/20/gebetsruf-glocken-dezibel/ Das Gebet ist verdienstvoller als der Schlaf! Kommt, macht euch auf zum Gebet!“ Jeden Tag, kurz vor der Morgendämmerung, ruft Tawfik al-Ajan diesen Satz mit melodischer Stimme. Über Lautsprecher schallt der Ruf vom Dach der Rahman-Moschee über die Dächer von Beit Safafa. Weil der Stadtteil zu Jerusalem gehört, steht auch die Rahman-Moschee unter dem israelischen Wakf-Gesetz.

„Fünf Mal am Tag sollen wir Muslime beten, und am besten ist es, wir verrichten das Gebet in der Moschee.“ Was für Tawfik, der als Muezzin tätig ist, das Normalste der Welt ist, stellt für Ofer Ajubi das Einbüßen der Lebensqualität dar. Der Jude ist Vorsitzender der Nachbarschaftsverwaltung von Gilo, dem Nachbarort Beit Safafas. „Der Ruf des Muezzins wurde in den letzten Jahren immer lauter. Am Jom Kippur, unserem höchsten Feiertag, vor vier Jahren, ertönte der Muezzinruf für mehrere Stunden. Es war eine bewusste Provokation. Überhaupt sind die Rufe mal lauter, mal leiser. Das Mischpult wird manipuliert. Es gibt Kinder, die zum Psychologen gehen, weil sie nachts nicht schlafen können.“

Davon will Tawfik jedoch nichts wissen: „Es stimmt, oft rufe ich zum Morgengebet sogar zweimal, im Abstand von einigen Minuten, um Leute aufzuwecken und die zu erinnern, die nach dem ersten Mal noch nicht kommen. Es gibt Moscheen, deren Gebetsruf synchronisiert ist, bei anderen ist das nicht der Fall. Unser Gebetsruf hat aber sicher weniger als 50 Dezibel und ich bin der einzige, der zum Schaltpult Zugang hat. Niemand kann die Lautstärke verändern.“ Ofer schaut resigniert.

Seitdem Beit Safafa elektrisch erschlossen ist, wird auch der Gebetsruf per Lautsprecher verstärkt. Das begann im Jahr 1962, doch der Muchtar, der Ortsvorsteher Muhammad al-Ajan, argumentiert: „Beit Safafa hat es schon vor der Staatsgründung Israels gegeben. Bereits damals haben wir zum Gebet gerufen. Irgendwann begannen die Familien aus Gilo, sich bei der Polizei über unseren Gebetsruf zu beschweren.“ Auf Nachfrage erklärt er: „Das Morgengebet hat am wenigsten Besucher, manche beten auch zu Hause.“

Auch Muslime fühlen sich gestört

Dass es auch Muslime gibt, die sich durch die lauten Rufe zum Gebet gestört fühlen, will er nicht wahrhaben: „Es ist die Pflicht eines jeden Muslim, sich für unsere Gebete einzusetzen. Gott hat das so angeordnet.“ Muhammad spricht von etwa 15.000 Einwohnern in seinem Ort. Er glaubt an ein friedliches Zusammenleben zwischen Christen, Muslimen und Juden. „Die meisten Bewohner sind Muslime, zehn Prozent Christen, und es gibt auch einige Juden.“ Von der Notwendigkeit des Gebetsrufs per Lautsprecher ist er überzeugt: „Weil die Leute über das ganze Gebiet verteilt wohnen, müssen wir zum Gebet rufen. Als Muslime respektieren wir unsere Nachbarn, der Koran fordert uns dazu auf.“

Muhammad betont die gute Beziehung zu den jüdischen Nachbarn: „Wir nutzen eine gemeinsame Straße, wollen die Stabilität wahren und keine Spannungen aufbauen. Wir als Madschlis, als Versammlungsort, in dem sich Imame und geistige Führer treffen, haben uns entschieden, die Lautsprecher zu limitieren. Natürlich gibt es immer Leute auf beiden Seiten, die gegen alles Einwände haben. Obwohl es nur wenige Bewohner von Gilo sind, die unser Gebetsruf stört, haben wir uns vor einigen Monaten zusammengesetzt und nach Lösungen gesucht.“ Das Ergebnis war ein Vorschlag, die Lautsprecher nicht an der Moschee, sondern an verschiedenen Orten anzubringen, sodass sie gezielt auf die arabischen Wohnbereiche gerichtet sind und der Schall nicht in Richtung der jüdischen Bewohner ging. Doch pro Moschee würde das Projekt umgerechnet etwa 40.000 bis 80.000 Euro kosten. „Aktuell warten wir auf Antwort der Polizei, ob die Jerusalemer Stadtverwaltung bereit ist, das zu zahlen“, sagt er.

Auch Ofer ist gespannt auf die Antwort bezüglich der dezentral angebrachten Lautsprecher: „Es würde schon helfen, deren Form zu verändern, sie zum Beispiel rechteckig zu bauen. Durch die runde Form trägt der Schall viel weiter als nötig. Ich verstehe, dass es eine Menge Geld kostet, das neue System aufzubauen. Doch unsere Lebensqualität würde massiv steigen.“

Ofer erzählt: „Bewohner von Gilo kommen zu mir und beschweren sich über den Ruf des Muezzins. Es gibt sogar Muslime aus Beit Safafa, die mich bitten, gegen den Krach vorzugehen. Öffentlich können sie sich nicht äußern, weil sie Angst vor gesellschaftlicher Ächtung haben.“ Er räumt ein, dass auch die wöchentlich ertönende Schabbatsirene für die Nachbarn nervig sein kann: „Doch die ist von einer Stelle zentral geschaltet. Sie besitzt keine Lautsprecher und man kann die Intensität des Lärms zwischen Muezzinruf und Schabbatsirene nicht vergleichen.“

Verbot der Lautsprecher?

Wegen dieses Streitpunkts wurde Ende vergangenen Jahres eine neue Gesetzesvorlage in die Knesset eingebracht. „Die Rufe stören Christen, Juden und auch viele nicht religiöse Muslime“, sagt Robert Ilatov, Mitglied der Partei Israel Beitenu und Abgeordneter in der Knesset: „Es ist die dritte Kadenz, in der wir diesen Gesetzesvorschlag einbringen. Das Gesetz betrifft Menschen, die in gemischten Gesellschaften leben. Wir sprechen von etwa 500.000 Israelis, die morgens durch den Muezzinruf geweckt werden. Die Moscheen benutzen laute und aggressive Lautsprecher, sie sind nicht synchronisiert und nicht auf die gleiche Dezibelstärke abgestimmt. Weil die Muezzine zu unterschiedlichen Zeiten rufen, kommt es dazu, dass manche Leute über zwei bis drei Stunden nicht schlafen können. Besonders der morgendliche Gebetsruf ist ein Problem.“

Dass das Gesetz den Dialog auf lokaler Ebene zum Erliegen bringen würde, glaubt Ilatov nicht. „Der Entwurf besagt, dass die Lautsprecher verboten werden sollen, aber doch nicht der Gebetsruf. Es gibt viele Arten, zu rufen. Auch Juden nutzen keine Lautsprecher. Trotzdem beten sie dreimal am Tag.“

Das Problem ist seit längerem bekannt. „Nur an zwei Orten haben wir bisher eine Übereinstimmung getroffen, an tausenden anderen Orten ist die ausgeblieben. Wenn die Polizei die Einhaltung des Lärmschutzgesetzes nicht durchführt, brauchen wir eben ein neues Gesetz.“ Ilatov verweist auf die Diskussionen in Ägypten, Marokko, Frankreich und Deutschland: „Auch in diesen Ländern ist die Lautstärke der Gebetsrufe begrenzt.“

Im Pressegespräch zeigen sich Teilnehmer besorgt, ob das neue Gesetz auch auf Kirchenglocken, beispielsweise in der Jerusalemer Altstadt, oder auf den traditionellen Kanonenschuss im Ramadan Einfluss hätte. Doch Ilatov widerspricht: „Natürlich sind die Glocken und der Kanonenschuss nicht von dem Gesetz betroffen, da sie nicht per Lautsprecher verstärkt werden. Das Ganze ist kein Religionskrieg. Es geht schlicht um die Lebensqualität von Tausenden von Menschen.“ Auch wenn eine Glocke oder Synagoge eine bestimmte Dezibelzahl überschreiten würde, wäre es gegen das Gesetz. Auf welche Dezibelzahl der Muezzinruf beschränkt werden solle? Das ist Ilatov nicht so wichtig. Stattdessen betont er: „Wenn wir Juden Schabbat oder jüdische Feste feiern, stören wir auch nicht unsere Nachbarn. Gleichermaßen sollten die Muslime eine Lösung finden, die für die Nachbarn erträglich ist.“

Auch Juden fürchten die Gesetzesvorlage

Der arabische Knessetabgeordnete Ahmad Tibi wittert hinter dem Vorschlag lediglich islamophobe Absichten: „Den Ruf des Muezzin hat es lange vor der Staatsgründung Israels gegeben. Warum sollten wir ihn jetzt einstellen?“ Er betont, dass er sich mit Knessetabgeordneten von ultraorthodoxen Parteien wie Jakob Litzman vom Vereinigten Torah-Judentum oder Arje Deri von der Schass einig sei. Auch Mosche Kachlon von der Regierungspartei Likud stimmte gegen den Entwurf. Das Vereinigte Torah-Judentum stimmte gegen den Vorschlag, weil die Partei befürchtete, das Gesetz könnte sich auch auf die Sirene beziehen, die in vielen Städten Israels den Schabbat einläutet. Auch Tibi nennt keine Dezibelzahlen, macht aber klar: „Wir werden keine Entscheidungen von jüdischen Leitern über muslimische Angelegenheiten akzeptieren.“

Mitte Februar hat ein Ministerkomitee den Gesetzesvorschlag angenommen. Über ihn muss nun die Knesset in drei Lesungen abstimmen. In Beit Safafa und Gilo müssen Muhammad und Ofer also weiterhin kreative Ideen finden, um das Problem zu lösen. Doch abgesehen von ihrer Haltung zum Gebetsruf sind sie sich einig: „Wenn alle miteinander lebten, wie wir das tun, würde es weniger Probleme auf der Welt geben.“

Den Artikel „Lautsprechergesetz: Gebetsruf, Glocken, Dezibel“ finden Sie auch in der Ausgabe 1/2017 des Israelnetz Magazins. Sie können die Zeitschrift kostenlos und unverbindlich bestellen unter der Telefonnummer 06441/915152, via E-Mail an info@israelnetz.com oder online unter www.israelnetz.com.

Von: mh

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Mon, 20 Feb 2017 11:17:00 +0100
<![CDATA[Entschuldigung für Katalog ohne Frauen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/wirtschaft/2017/02/20/entschuldigung-fuer-katalog-ohne-frauen/ Ikea hat sich für die Herausgabe eines speziellen Kataloges für ultra-orthodoxe Juden entschuldigt. In dem Werbeheft hatte der schwedische Möbelkonzern auf die Abbildung von Frauen und Mädchen verzichtet. Ikea-Sprecherin Josefin Thorell erklärte laut der Tageszeitung „Ha'aretz“, das israelische Franchise-Unternehmen habe mit dem Katalog „einen Fehler“ gemacht. Dieser entspreche nicht dem, wofür Ikea stehe. Auch der Chef von Ikea in Israel, Schuki Koblenz, entschuldigte sich für die Broschüre.

dn

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Mon, 20 Feb 2017 10:42:00 +0100
<![CDATA[Israel fliegt Blutkonserven nach Peru]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/02/17/israel-fliegt-blutkonserven-nach-peru/ Israelische Rettungskräfte haben 100 Blutkonserven in die peruanische Hauptstadt Lima geflogen. Sie sollen einer 21-jährigen Israelin das Leben retten, die dort mit einer bakteriellen Infektion, welche die roten Blutkörperchen zerstört, auf der Intensivstation liegt.

Von: mb

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Fri, 17 Feb 2017 13:27:00 +0100
<![CDATA[Israel stellt Bau von Häfen in Aussicht]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/israel-stellt-bau-von-haefen-in-aussicht/ JERUSALEM (inn) – Israels Verteidigungsminister Avigdor Lieberman hat die Palästinenser zum Dialog aufgefordert. Dem Gazastreifen stellte er Häfen und Industriegebiete in Aussicht – wenn die Hamas im Gegenzug abrüstet und die Leichen von getöteten Soldaten freigibt. Lieberman äußerte sich im Gespräch mit der israelischen „Behörde für die Koordination der Regierungsaktivitäten in den (Palästinenser-)Gebieten“ (COGAT).

Die Menschen im Gazastreifen müssten verstehen, dass nicht Israel, das sich 2005 vollständig aus dem Gebiet zurückgezogen hat, die Ursache für ihr Leiden ist. Vielmehr sei es die Hamas-Führung, die sich nicht um die Bewohner des Gebietes kümmere, sagte Lieberman. „In dem Moment, wo die Hamas ihre Tunnel und Raketen aufgibt, werden wir die ersten sein, die in den Gazastreifen investieren und dort einen Seehafen, einen Flughafen und Industriegebiete an den Übergängen Eres und und Kerem-Schalom bauen“, sagte der Verteidigungsminister weiter. Wenn die Hamas die von ihr festgehaltenen Israelis sowie die sterblichen Überreste von Soldaten freigibt, die bei Kämpfen 2014 im Gazastreifen getötet wurden, werde Israel sich für das Gebiet stark machen. Der Bau der Häfen und Industriezonen könne Arbeitsplätze für rund 400.000 Palästinenser schaffen, fügte Lieberman hinzu. Die Hamas müsse dafür ihr Ziel aufgeben, Israel zerstören zu wollen, das sie in ihrer Charta verankert hat.

Der Verteidigungsminister verwies auf ein Zitat des früheren israelischen Premiers Ariel Scharon, der den Gazastreifen räumen ließ: „Eines Tages wird der Gazastreifen das Singapur des Nahen Ostens.“ Dies sei auch seine eigene Vision für den Küstenstreifen, erklärte Lieberman.

„Lasst uns reden!“

Anlass für das Gespräch mit COGAT war unter anderem der neue Internetauftritt der Behörde. Durch ihre Homepage möchte COGAT Palästinensern die Möglichkeit zum direkten Dialog geben. Die Behörde ist dem Verteidigungsministerium unterstellt. Lieberman betonte: „Wir wünschen uns den direkten Dialog mit der palästinensischen Öffentlichkeit, nicht durch Vermittler oder die Medien, die Israels Positionen im Allgemeinen nicht positiv gegenüberstehen.“ Er selbst wolle mittels Live-Stream Palästinensern für persönliche Gespräche und Fragen zur Verfügung stehen. „Wir sind ein offenes Volk. Wir müssen die richtige Formel finden die es unseren beiden Völkern nicht nur ermöglicht, zu existieren, sondern auch zu blühen.“

Das Gespräch beendete Lieberman mit einem Aufruf auf Arabisch an die Palästinenser: „Lasst uns reden!“

Von: dn

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Fri, 17 Feb 2017 11:51:00 +0100
<![CDATA[Mehr als 100 indische Juden wandern ein]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/02/17/mehr-als-100-indische-juden-wandern-ein/ TEL AVIV (inn) – 72 jüdische Einwanderer aus Indien sind am Donnerstag am Ben-Gurion-Flughafen in Tel Aviv gelandet. Sie gehören der Gemeinschaft Bnei Menasche an. Bereits am Dienstag sind 30 Mitglieder nach Israel gekommen.

Am Flughafen trugen sie laut Onlineportal „Arutz Scheva“ das Glaubensbekenntnis „Schma Jisrael“ erstmals auf israelischem Boden vor. Dieses wichtigste Bekenntnis der Juden sagt aus, dass Gott einer ist. Vor Ort sangen sie außerdem die israelische Nationalhymne „HaTikwa“.

Alle Einwanderer werden in Nazareth wohnen. Dort leben bereits Hunderte Mitglieder der Bnei-Menasche-Gemeinschaft. In Israel sind mehr als 3.000 indische Juden zuhause. In Indien leben etwa 7.000 Bnei Menasche, die meisten von ihnen in den nordöstlichen Bundesstaaten Mizoram und Manipur.

Groß angelegte Aktion

Die Einwanderung der insgesamt 102 Juden hat die Organisation „Schavei Israel“ in die Wege geleitet. Diese unterstützt Menschen, die ihr jüdisches Erbe entdeckt haben und nach Israel einwandern wollen.

Die Juden, die in dieser Woche angekommen sind, stellen den Auftakt für die „Operation Menasche 2017“ dar. „Schavei Israel“ plant, in diesem Jahr 700 Bnei Menasche nach Israel zu bringen. „Nach 27 Jahrhunderten des Exils kommt dieser verlorene Stamm Israels wirklich nach Hause“, sagte der Leiter von „Schavei Israel“ Michael Freund. „Aber wir werden nicht ruhen, bis alle in Indien verbliebenen Bnei Menasche ebenfalls eingewandert sind.“

Der sephardische Oberrabbiner Schlomo Amar hatte im Jahr 2005 die Juden in Indien als solche anerkannt. Diese Menschen stammen offenbar vom biblischen Stamm Manasse ab, einer der zehn verloren Stämme Israels. In Indien haben sie sich jüdische Traditionen wie Beschneidung und Einhaltung des Schabbat bewahrt.

Von: df

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Fri, 17 Feb 2017 11:50:00 +0100
<![CDATA[Katalog speziell für Ultra-Orthodoxe]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/wirtschaft/2017/02/17/katalog-speziell-fuer-ultra-orthodoxe/ JERUSALEM (inn) – Der schwedische Möbelkonzern Ikea hat auch Fans in Israel. Um dort den unterschiedlichen Zielgruppen gerecht zu werden, hat das Einrichtungshaus nun einen Katalog herausgebracht, der sich speziell an ultra-orthodoxe Juden richtet. Das Besondere: In dem Prospekt sind, anders als in der normalen Auflage, keine Frauen und Mädchen abgebildet.

Der Katalog sei „extra für die Haredim-Gemeinschaft angefertigt, in dem Versuch, diese Minderheit in Israel zu erreichen“, teilte ein israelischer Ikea-Manager, Schuki Koblenz, am Donnerstag mit. Der Katalog zeige nur Männer und Jungen auch bei der Darstellung von Familiensituationen in den abgebildeten Wohnräumen, Bädern und Küchen. Wie die Online-Zeitung „Times of Israel“ berichtet, lege der Katalog zudem den Schwerpunkt auf Produkte, deren Nutzung in ultra-orthodoxen Familien naheliegt – etwa Bücherregale, die schwere „heilige Bücher" tragen können oder Tische, die für den Schabatt dekoriert sind.

Spott im Netz

Einige Israelis machen sich in den sozialen Netzwerken im Internet über den Katalog lustig. „Wo ist die Mutter hingegangen?“ kommentiert etwa ein Nutzer das Foto eines Vaters, der mit seinen Söhnen um einen Esstisch versammelt ist.

Ein anderer Nutzer schreibt spöttisch: „Das ist ja toll, ich wusste nicht, dass es auch bei den ultra-orthodoxen alleinerziehende Eltern gibt!“

Etwa zehn Prozent der in Israel lebenden Menschen sind ultra-orthodoxe Juden. Zum Teil leben sie in eigenen Städten und Vierteln. Sie legen besonderen Wert auch auf traditionelle und züchtige Kleidung. Ikea unterhält in Israel drei Filialen. Sie bieten koscheres Essen in ihren Restaurants an und haben am Schabatt sowie an jüdischen Feiertagen geschlossen.

Von: mb

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Fri, 17 Feb 2017 11:50:00 +0100
<![CDATA[Beschwerde gegen nominierten US-Botschafter Friedman]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/02/16/beschwerde-gegen-nominierten-us-botschafter-friedman/ WASHINGTON (inn) – Thomas Pickering, Dan Kurtzer, Edward Walker, James Cunningham und William Harrop – Diplomaten, die sowohl unter demokratischen als auch republikanischen Regierungen - haben einen Brief an das Komitee für Außenbeziehungen des Senats geschrieben. Darin drängen sie, Trumps Nominierung von David Friedman als neuen Botschafter in Israel abzulehnen. Sie halten Friedman für das Botschafteramt „ungeeignet“.

Als Grund nennen sie unter anderem Friedmans „extreme Haltungen“, meldet die Tageszeitung „Ha'aretz“. Die fünf ehemaligen Botschafter schreiben, dass ihnen Israel sehr wichtig sei, da es ein Verbündeter der Amerikaner ist. Die Pflichten eines US-Botschafters seien es, Israels Sicherheit zu stärken und die Aussicht auf Frieden zwischen Israel und seinen Nachbarländern zu verbessern; ganz besonders zwischen Israel und den Palästinensern.

Die Botschafter werfen Friedman vor, die Zwei-Staaten-Lösung sei für ihn nur eine „scheinhafte Lösung“. Außerdem kritisieren die fünf, dass er Anhänger der jüdischen Lobbyistenorganisation „J Street“ schlimmer als „Kapos“ bezeichnet hat, - als Juden, die während des Holocausts mit Nazis kooperiert haben. Die Botschafter verlangen, dass die Senatoren prüfen, ob Friedman trotz solcher Haltungen für den Posten als Botschafter geeignet ist.

Das Komitee beginnt am heutigen Donnerstag mit Friedmans Anhörungen für seine Ernennung.

Von: mde

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Thu, 16 Feb 2017 15:06:00 +0100
<![CDATA[Schweden will Sondergesandten ernennen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/02/16/schweden-will-sondergesandten-ernennen/ STOCKHOLM (inn) – Schweden will einen Sondergesandten für den Nahostkonflikt ernennen. Das gab die schwedische Außenministerin Margot Wallström am Mittwoch bekannt – kurze Zeit nachdem die US-Regierung verkündet hatte, dass sie nicht länger auf eine Zweistaatenlösung bestehe.

„Als ich Palästina im Dezember besuchte, war spürbar, dass Hoffnung zu Verzweiflung werden kann. Das zeigt sich deutlich in den Gesprächen, die Schweden mit fast 150 israelischen und palästinensischen Organisationen hat“, sagte Wallström bei einer Parlamentssitzung über Außenangelegenheiten. Anlässlich der 50 Jahre dauernden „Besatzung Palästinas“ wolle sich Schweden weiter für eine Lösung des Nahostkonfliktes einsetzen und einen Sondergesandten ernennen, fügte Wallström hinzu. Die Außenministerin wurde von Israel im Januar 2016 zur „persona non grata“ erklärt. Unter anderem hatte sie dem jüdischen Staat vorgeworfen, im Kampf gegen die palästinensische Terrorwelle „außergerichtliche Tötungen“ vorzunehmen.

Die Europäische Union, der Schweden angehört, hat mit Fernando Gentilini bereits einen Sondergesandten für den Nahen Osten.

„Warum konnten sie nicht früher kommen?“

Israel reagierte auf diese Ankündigung sarkastisch: „Angesichts des außergewöhnlichen Erfolges dieser schwedischen Regierung bei der weltweiten Friedensstiftung sind wir zutiefst dankbar für die Entscheidung, endlich die Probleme dieser Region zu lösen“, sagte ein Sprecher des israelischen Außenministeriums, Emmanuel Nahschon, laut der Onlinezeitung „Times of Israel“. „Warum konnten sie nicht früher kommen?“

Es ist nicht das erste Mal, dass Israel mit Sarkasmus auf Entscheidungen Schwedens reagiert. Nachdem Stockholm 2015 den Staat „Palästina“ anerkannt hatte, erklärte der damalige Außenminister Avigdor Lieberman, „die schwedische Regierung muss verstehen, dass die Beziehungen im Nahen Osten komplexer sind als der Aufbau eines Ikea-Möbelstücks“.

Von: dn

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Thu, 16 Feb 2017 13:06:00 +0100
<![CDATA[Trump: Zwei-Staaten-Lösung nicht erforderlich]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/02/16/trump-zwei-staaten-loesung-nicht-erforderlich/ WASHINGTON (inn) – Der amerikanische Präsident Donald Trump hat angekündigt, einer Friedenslösung zuzustimmen, die Israelis und Palästinenser als geeignet sehen. Das bedeute nicht zwingend eine Zwei-Staaten-Lösung, betonte er bei einem Treffen mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu am Mittwoch in Washington. „Ich sehe eine Zwei-Staaten-Lösung und eine Ein-Staat-Lösung, und ich mag, was beide Seiten mögen.“

Mit dieser Äußerung weicht Trump von der Linie früherer US-Regierungen ab. Bill Clinton war der erste Präsident, der von einer Zwei-Staaten-Lösung als Voraussetzung für Frieden zwischen Israelis und Palästinensern sprach. Der Konflikt würde niemals beigelegt werden ohne „einen souveränen, lebensfähigen palästinensischen Staat“, sagte er im Januar 2001, zwei Wochen vor dem Ende seiner Präsidentschaft. Zuletzt hatte Trumps Amtsvorgänger Barack Obama eine Zwei-Staaten-Lösung anvisiert.

Trump: Zurückhaltung im Siedlungsbau

Netanjahu betonte bei der Pressekonferenz indes, eine Voraussetzug für einen palästinensischen Staat sei die Anerkennung Israels als jüdischen Staat. Palästinenser müssten aufhören, gegen Israel zu hetzen. Eine weitere Voraussetzung sei die Sicherheitskontrolle in dem Gebiet westlich des Jordans. „Andernfalls erhalten wir einen weiteren radikalen islamischen Terroristenstaat in den Palästinensergebieten.“ Netanjahu betonte weiter, es brauche „neue Ideen“ und einen regionalen Ansatz, der auch die „neugefundenen arabischen Partner“ einbezieht.

Bei dem Treffen in Washington mahnte Trump Netanjahu jedoch, sich beim Siedlungsbau „ein wenig“ zurückzuhalten. Israel hat seit der Wahl Trumps verschiedene Vorstöße bezüglich des Siedlungsbau gemacht. Hinzu kommen das Regelungsgesetz und mehrere Annexionspläne israelischer Minister für das Westjordanland. Zuletzt äußerte sich auch der israelische Staatspräsident Reuven Rivlin positiv zu dem Thema. Anfang Januar hatte der Sprecher des Weißen Hauses Sean Spicer betont, der israelische Siedlungsbau sei zwar kein Friedenshindernis, jedoch auch „nicht hilfreich“.

Ein offenens Thema ist weiterhin die mögliche Verlegung der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem. Trump meinte dazu nur, er würde es befürworten, wenn dies passiert. „Wir schauen uns das mit großer Sorgfalt an“, sagte er laut Mitteilung des Weißen Hauses.

EU: Zwei-Staaten-Lösung alternativlos

In Reaktion auf die Pressekonferenz hat der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde Mahmud Abbas betont, weiterhin die Zwei-Staaten-Lösung zu favorisieren. Aus seiner Sicht zerstört der Siedlungsbau die Zwei-Staaten-Lösung. „Das wird zu mehr Extremismus und Instabilität führen.“

Auch die Europäische Union betonte ihren Einsatz für die Zwei-Staaten-Lösung. Dies sei die „einzige“ Lösung für den Konflikt sagte Wendy Borg, die Sprecherin der Ständigen Vertretung Maltas im Namen der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini. Malta hat derzeit die Ratspräsidentschaft des Staatenverbundes inne.

Bei der Parlamentsdebatte am Mittwoch forderten Parlamentarier ein Ende des Assoziationsabkommens zwischen der EU und Israel. Das berichtet der Nachrichtendienst „European Jewish Press“. „Keine Lösung kann gefunden werden, solange Israel seine Politik nicht ändert“, sagte Neoklis Sylikiotis, der Vorsitzende der Delegation für die Beziehungen mit „Palästina“ des EU-Parlaments.

Von: df

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Thu, 16 Feb 2017 13:05:00 +0100
<![CDATA[Nachrichten vom 16. Februar 2016]]> https://www.israelnetz.com/israelnetz-tv/nachrichten-vom-16-februar-2016/ Thu, 16 Feb 2017 10:53:00 +0100 <![CDATA[Piloten und Management einigen sich]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/wirtschaft/2017/02/16/piloten-und-management-einigen-sich/ Nach wochenlangem Streit und damit verbundenen Flugausfällen haben sich die Piloten der israelischen Luftlinie „El Al“ und das Management am Donnerstagmorgen geeinigt. Die Piloten beklagten, dass sie Pensionen erst ab dem Alter von 67 erhielten. Doch gemäß internationalen Richtlinien ist es ihnen schon ab 65 Jahren verboten, international zu fliegen. In der Zwischenzeit bilden sie Jungpiloten aus. Dabei erhalten sie aber weniger als die Hälfte des Lohnes eines aktiven Piloten. Die Piloten verlangten volle Lohnfortzahlung, da sich die Pensionen nach der Höhe des Lohnes bei Karriereende richten.

Von: df

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Thu, 16 Feb 2017 10:48:00 +0100
<![CDATA[Mehrheit der US-Amerikaner hat positives Bild von Israel]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/02/16/mehrheit-der-us-amerikaner-hat-positives-bild-von-israel/ Rund 71 Prozent der US-Amerikaner haben eine positive Sicht auf Israel. Etwa 27 Prozent sehen den jüdischen Staat negativ. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes „Gallup Organization“. Es ist das vierte Jahr infolge, dass 70 Prozent der Amerikaner oder mehr Israel positiv sehen. Zwischen 2005 und 2012 schwankte diese Zahl zwischen 63 und 71 Prozent. Israels Premierminister Benjamin Netanjahu wird von 49 Prozent der US-Amerikaner positiv angesehen. Bei 30 Prozent der Umfrageteilnehmer hat er ein negatives Image, 21 Prozent hatten dazu keine Meinung.

Von: dn

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Thu, 16 Feb 2017 10:48:00 +0100
<![CDATA[Trump empfängt Netanjahu]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/02/15/trump-empfaengt-netanjahu/ US-Präsident Donald Trump sieht in der Zwei-Staaten-Lösung nicht die einzige Möglichkeit für Frieden im Nahen Osten. „Ich mag die Lösung, die beide Parteien mögen“, sagte Trump bei einem Treffen mit Israels Premierminister Benjamin Netanjahu am Mittwoch in Washington. Beide Seiten müssten bereit sein, Kompromisse einzugehen. Von Israel forderte Trump „ein wenig“ Zurückhaltung beim Siedlungsbau.

Von: dn

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Wed, 15 Feb 2017 20:08:00 +0100
<![CDATA[Zwei israelische Kleinsatelliten im Weltall]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/wissenschaft/2017/02/15/zwei-israelische-kleinsatelliten-im-weltall/ CHENNAI (inn) – Zwei israelische Kleinsatelliten sind am Mittwochmorgen erfolgreich in das Weltall gelangt. Eine Trägerrakete hatte sie von Indien aus zusammen mit anderen Satelliten dorthin gebracht. Forscher erhoffen sich nun neue Erkenntnisse über das Klima und die Auswirkungen der Schwerelosigkeit auf bestimmte Stoffe.

Der eine Satellit gehört der Ben-Gurion-Universität. Das fünf Kilogramm schwere Gerät soll Israel hochauflösende Bilder liefern. Auf diese Weise wollen die Forscher Veränderungen des Klimas beobachten.

Den zweiten Satelliten betreibt das israelische Unternehmen „SpacePharma“. Es bietet damit für andere Unternehmen ein kleines Weltall-Labor an. Auf diese Weise lässt sich etwa beobachten, wie Stoffe bei geringer Schwerkraft reagieren. Die Experimente sind dabei über ein Smartphone steuerbar.

Akunis: Forschung zum Wohl der Menschheit

Der israelische Minister für Technologie, Ofir Akunis, lobte die israelische Forschung. „Wir sind stolz auf die israelischen Forscher, die diese kleinen Satelliten entwickelt haben. Diese werden uns dabei helfen, die Forschung zu Medizin und Umwelt voranzubringen zum Wohl der Menschheit.“

Die Trägerrakete startete von der Insel Sriharikota an der indischen Ostküste aus. Auf der Insel, die 80 Kilometer nördlich der Küstenstadt Chennai liegt, befindet sich das „Weltraumzentrum Satish Dhawan“ der indischen Raumfahrtbehörde. Die Rakete hat den Angaben der Behörde zufolge insgesamt 104 dieser Kleinsatelliten in das Weltall gebracht. Sie kreisen nun in einer Höhe von 500 Kilometern um die Erde.

Von: df

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Wed, 15 Feb 2017 14:44:00 +0100
<![CDATA[Asiatische Hersteller und Škoda bekommen den Zuschlag]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/02/15/asiatische-hersteller-und-skoda-bekommen-den-zuschlag/ JERUSALEM (inn) – Bei der Wahl für einen neuen Dienstwagen haben sich bislang die meisten Minister für einen Škoda Superb entschieden. Nachdem die Regierung entsprechende Angebote für den Kauf eingeholt hatte, dürfen sich die Minister seit Beginn dieses Jahres ein neues Auto aussuchen. Zur Wahl stehen neben dem Škoda Superb ein Nissan Maxima, ein Kia Carnival, ein Hyundai Sonata und ein Nissan Altima.

Für den Škoda entschieden sich Wirtschaftsminister Arje Deri, Gesundheitsminister Ja'akov Litzman, Sport- und Kulturministerin Miri Regev, Tourismusminister Jariv Levin und der Minister für Regionale Zusammenarbeit Zachi Hanegbi.

Den Nissan wählten Finanzminister Mosche Kahlon sowie der Minister für Infrastruktur, Energie und Wasser Juval Steinitz. Bildungsminister Naftali Bennett und der Minister für Öffentliche Sicherheit, Gilad Erdan, entschieden sich für den Großraum-Van von Kia.

Die Wahl des Landwirtschaftsministers Uri Ariel fiel auf die Hybrid-Version des Hyundais. Den Nissan Altima wollte bislang keiner. Allerdings haben sich noch nicht alle Minister entschieden, wie die Tageszeitung „Yediot Aharonot“ berichtet.

Koreaner beliebt, deutsche Autos umstritten

In Israel verkauften sich 2016 am besten die Wagen von Hyundai. Rund 39.000 Neuwagen des koreanischen Herstellers wurden im vergangenen Jahr verkauft. An zweiter Stelle rangiert Kia mit rund 38.000 Verkäufen. Toyota belegt den dritten Platz. Der japanische Autohersteller verkaufte in Israel mehr als 30.000 Neuwagen. Danach folgen Škoda und Mitsubishi.

Autos deutscher Hersteller sind in Israel aufgrund der Geschichte umstritten. Als im Jahr 2007 erstmals die zur deutschen Volkswagen-Gruppe gehörenden Hersteller Audi und Škoda den Zuschlag bei einer Ausschreibung der Regierung erhielten, protestierten Minister der orthodoxen Schass-Partei. Jitzhak Cohen, ein Minister ohne Geschäftsbereich, erklärte damals: „Ich finde es äußerst unpassend, wenn die Minister, die höchsten gewählten Repräsentanten des Staates, deutsche Autos fahren. Dies ist eine sehr sensible Angelegenheit, besonders für Holocaust-Überlebende und ihre Angehörigen." Mittlerweile gehören zur Flotte von Premierminister Benjamin Netanjahu und Staatspräsident Reuven Rivlin unter anderem mehrere Audi A8. Viele Taxis im Land sind von Mercedes.

Von: dn

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Wed, 15 Feb 2017 13:52:00 +0100
<![CDATA[Die Macht des Finanzjudentums exklusiv bei dpa]]> https://www.israelnetz.com/kommentar-analyse/2017/02/15/die-macht-des-finanzjudentums-exklusiv-bei-dpa/ Die „Deutsche Presse-Agentur“ (dpa) ist die größte Nachrichtenagentur der Bundesrepublik Deutschland. Sie ist in etwa 100 Ländern der Welt vertreten und beliefert mit ihren Berichten alle namhaften Medien.

Ihr Umsatz lag im Jahr 2015 bei etwa 90,7 Millionen Euro. Mit der geballten deutschen Pressemacht im Rücken haben ihre Korrespondenten Stefanie Järkel und Michael Donhauser (dpa-Auslandsdienst) nun eine neue jüdische Gefahr präsentiert, die alle Elemente einschlägiger antijüdischer Verschwörungstheorien abdeckt.

Das Finanzjudentum und der „Thron“ in Amerika

Anlass ist der Besuch des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu, der laut dpa „politischer Unruheherd im Nahen Osten“ ist. Er sei „für die Amerikaner geliebter Feind und gehasster Freund zu gleichen Teilen“. Wer diese Amerikaner sind, die so denken, wird nicht ausgeführt.

Unter der Obama-Administration hätten die Beziehungen mit Israel den „Gefrierpunkt“ erreicht. Das ist eine Steile These angesichts der deutlich aufgestockten Militärhilfe unter Obama und der Lieferung von F-35 Tarnkappen-Kampfflugzeugen an Israel als erstem Land außerhalb der USA.

Weiter geht es bei dpa im Stil des Machwerks des zaristischen Geheimdienstes, den „Protokollen der Weisen von Zion“: „Trump, von einflussreichen jüdischen Parteispendern mit auf den Thron gehoben, hat eine Totalumkehr in der Nahost-Politik versprochen.“ Dieser Satz und die nachfolgende Aufzählung einflussreicher jüdischer Millionäre verstärkt den Eindruck einer Weltverschwörung des Finanzjudentums, das mit seinem Reichtum die amerikanische Politik lenkt. Dass der nicht-jüdische Trump selber ein Multimilliardär ist, wird nicht erwähnt.

Ein Präsident mit jüdischer Verwandtschaft

Der Agenturbericht zählt weiter einige Juden im Team des Donald Trump auf, darunter Jared Kushner, Trumps Berater und Schwiegersohn, „Spross einer strenggläubigen jüdischen Familie“. Ob und wie „strenggläubig“ die katholischen, protestantischen oder sonstigen Mitarbeiter von Trump sind, interessiert dpa nicht.

Unklar bleibt auch, welche Rolle derartige „Strenggläubigkeit“ in der Politik spielt. Schließlich gibt es strenggläubige Juden der Neturei Karta Sekte, die den Zionismus bekämpfen und Israel abschaffen wollen. Um Israel effektiver bekämpfen zu können, hatte der Führer der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) Jassir Arafat seinerzeit den Chef von Neturei Karta, den Rabbiner Moshe Hirsch, in sein Kabinett aufgenommen.

Erwähnt wird Sheldon Adelson, „schwerreicher Kasinounternehmer“, der den Republikaner-Wahlkampf mit insgesamt 65 Millionen Dollar (rund 61 Millionen Euro) speiste. Diese Summe dürfte nur einen Bruchteil der Kosten des Wahlkampfes ausgemacht haben. Aber wenn ein Jude ein paar Millionen spendet, hat es wohl für dpa ein besonderes Gewicht.

„Adelson hält Palästina für eine Erfindung, die ausschließlich zur Zerstörung Israels gedacht sei“, erklärt dpa weiter. Tatsache ist, dass es „Palästinenser“ erst seit 1968 gibt, als Arafat in der zweiten PLO-Charter erstmals die Araber des britischen Mandatsgebiets „Palästina“ so bezeichnete. Bei den Vereinten Nationen und in bundesdeutschen Dokumenten tauchen „Palästinenser“ erstmals 1974 auf. Dazu sei noch erwähnt, dass die Bezeichnung „Palästina“ für die römische Provinz „Judäa“ der römische Kaiser Hadrian im Jahr 132 „erfunden“ hatte, um das Gedenken an die jüdische Herrschaft im Lande zu tilgen.

„Mit David Friedman installierte er (Trump) einen Israel-Botschafter, der bisher Konkursanwalt war und politisch unbeschlagen ist. Der Sohn eines Rabbis ist aber als Hardliner in der Nahostfrage bekannt - und als persönlicher Freund von Donald Trump.“ Die dpa verrät allerdings nicht, wie jemand „politisch unbeschlagen“ und gleichzeitig als „Hardliner“ in Nahost bekannt sein kann. Aus Sicht von dpa ist wohl der größte Makel Friedmans, als Jude ein „persönlicher Freund“ Trumps zu sein. Zwischendurch behaupten die dpa-Korrespondenten: „Das alles klingt nicht gut für die Palästinenser.“ Wirft die dpa etwa Netanjahu vor, im Interesse Israels und nicht für die Sache der Palästinenser nach Washington zu reisen?

Die Spirale der Aufrüstung

Die USA würden das Atomabkommen mit Iran nicht aufkündigen, heißt es in dem Bericht weiter, „aber es kann gut sein, dass die USA den Iran dazu bringen, es aufzukündigen“. Das behauptet dpa zufolge „einer“. Und nach dieser anonymen Aussage von einem der Tausenden „westlichen Diplomaten“ spekuliert dpa schon: „Dann droht sich eine Spirale von Aufrüstung und gegenseitigen Drohungen zu entfalten, die gefährlich werden kann.“

Die Agentur mit Monopolstellung in den deutschen Medien erwähnt nicht, dass Iran auch dieser Tage mit Videofilmchen auf Youtube und bei der iranischen Agentur „Presstv“ ganz offen die Zerstörung Israel propagiert. Und angesichts des von Iran unterstützten Bürgerkriegs in Syrien mit über einer halben Million Toten und Millionen Flüchtlingen, fragt sich, was da noch gefährlicher sein könnte.

Gewissermaßen um das Bild abzurunden geht die dpa auch auf die Innenpolitik in Israel ein und behauptet: „Netanjahu reist ohnehin zu einer Zeit nach Washington, in der er innenpolitisch massiv unter Druck steht. Gegen ihn laufen Ermittlungen wegen des Verdachts der Vorteilsnahme. Er soll unter anderem teure Geschenke von Geschäftsleuten angenommen haben.“ Hierzu sei angemerkt, dass die israelische Opposition seit der ersten Wahl Netanjahus 1996 behauptet, dass der „rechts-religiöse“ Premier „unter Druck“ stehe. Und wenn dpa auch noch von „rechts-religiösen Mitgliedern der Regierung“ berichtet, was soll man dann über die deutsche Regierung sagen, wo die größte Partei ein hohes „C“ im Namen trägt und zumindest im Vergleich mit dem Koalitionspartner als „rechts“ gilt?

Nach Zitaten von israelischen Professoren, die dpa ins Konzept passen, heißt es: „Die Karte des Gebietes - das nach Meinung fast der gesamten Welt eigentlich ein Palästinenserstaat werden soll - sieht aus wie ein Flickenteppich, gespickt mit unzähligen israelischen Siedlungen. Ein zusammenhängendes Staatsgebiet ist praktisch nicht vorhanden.“ Hierzu sei erwähnt, dass auch der 1982 an Ägypten zurückgegebene Sinai und erst recht der 2005 unter dem „Hardliner“ Ariel Scharon vollständig geräumte Gazastreifen ebenso „gespickt“ waren mit Siedlungen.

Die Amerikaner, die UN und andere wissen zudem, dass es im Falle eines ausgehandelten „Friedens“ auf jeden Fall Grenzkorrekturen und Landtausch geben muss. Aber dpa hat wohl eine Umfrage gemacht, um die „Meinung fast der gesamten Welt“ einzuholen.

Kontroverser Bericht

Der bei dem Nachrichtenmagazin „Focus“ und zahlreichen anderen Medien veröffentlichte dpa-Text löste eine Kontroverse aus. Der Europa-Korrespondent der Tageszeitung „Jerusalem Post“ Benjamin Weinthal fragte bei dpa an: „Kritiker sagen, dieser Bericht ist stark von Antisemitismus geprägt. So sagt der Experte Daniel Killy von der Deutsch-Israelischen-Gesellschaft folgendes zu diesem Text: ‚So beginnt ein Text der dpa zum bevorstehenden Besuch Benjamin Netanjahus in Washington. Und nein, es ist nicht eine NPD-Verlautbarung. Es ist die Deutsche Presse-Agentur, die mit jüdischen Weltmacht- und Lobby-Klischees und anderen Antisemitismen um sich wirft? Unfassbar!' Meinen Sie, dass der besagte Text stark von Antisemitismus geprägt ist? Wenn nicht, warum?“

Chris Melzer, der dpa-Specher, schrieb zurück: „Lieber Herr Weinthal, der Text hätte so nicht veröffentlicht werden sollen, wir bedauern das. Er wurde auch bereits bearbeitet und eine Neufassung müsste in diesen Minuten veröffentlicht werden. Mit freundlichen Grüßen – Ihr Chris Melzer.“

Zeitgleich erhielt Weinthal Post von der dpa-Korrespondentin: „Vielen Dank für Ihre Anfrage. DPA hat sich bereits auf Twitter zu dem Thema geäußert. Wir reagieren entsprechend. Vielen Dank und schöne Grüße, Stefanie Järkel.“ Bei Twitter hatte Björn Stritzel angemerkt: „Die @dpa entlarvt heute ganz traditionell den wahren „Unruheherd im Nahen Osten“ und einige sinistre Strippenzieher hinter Trump.“

Darauf antwortete die dpa: „Wir überarbeiten nach den Hinweisen den Text. Einige Formulierungen entsprechen nicht dpa-Standards. Danke für den Hinweis/him“

Weinthal wollte außerdem von Melzer erfahren, ob die Korrespondenten eine „Abmahnung“ erhalten hätten, worauf der Sprecher antwortete: „Shalom, Herr Weinthal, nein, eine Abmahnung gab es nicht. Dieses zweitschärfste Mittel des Arbeitsrechts vor der Entlassung wenden wir nur selten an. Aber wir haben bereits mit den Autoren gesprochen und den Text, der so nie hätte gesendet werden dürfen, mit ihnen sehr, sehr kritisch ausgewertet. Wir bedauern sehr, dass diese missverständliche Fassung auf den Draht gegangen ist. Die besten Grüße – Ihr Chris Melzer“

Neufassung nach Kritik

Nachdem die ursprüngliche Version des „missverständlichen“ Korrespondentenberichts nicht nur beim „Focus“, sondern auch bei den „Stuttgarter Nachrichten“, der „Hessischen Niedersächsichen Allgemeine“, der „Märkischen Oderzeitung“ und vielen anderen am frühen Morgen veröffentlicht worden war, verteilte die dpa tatsächlich am späten Nachmittag eine überarbeitete Neufassung.

Netanjahu ist nun nicht mehr „politischer Unruheherd im Nahen Osten“. Statt des „Gefrierpunkts“ bei den Beziehungen unter Obama wurde nun „Tiefpunkt“ formuliert. Die verschwörerische Behauptung, wonach Trump „von einflussreichen jüdischen Parteispendern mit auf den Thron gehoben“ ist gestrichen. Aber die Rechtfertigungen für diese Behauptung, Trumps Berater aus „strenggläubig jüdischen Familien“ und die Wahlkampfspende von Sheldon Adelson in Höhe von 65 Millionen Dollar blieben bestehen, ebenso wie Adelsons Behauptung, wonach Palästina eine „Erfindung“ sei.

Immerhin wird in der neuen Textversion der von Forbes 2015 mit einem Vermögen von 31 Milliarden US-Dollar gelistete Adelson bei dpa nicht mehr als „schwerreich“ angeführt, sondern nur noch als „Kasinounternehmer“. Die von Adelson für den Wahlkampf Trumps gestifteten 65 Millionen könnte man glatt als „Peanuts“ bezeichnen. Wer überzeugt ist, dass die Juden mit ihrem Geld die Präsidentenwahl in den USA entscheiden, wird also auch in der neuesten Fassung dieses „missverständlichen“ dpa-Berichts in seinem Glauben bestätigt.

Von: Ulrich W. Sahm

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Wed, 15 Feb 2017 11:15:00 +0100
<![CDATA[Neue Hamas-Führung gewählt]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/02/14/neue-hamas-fuehrung-gewaehlt/ GAZA (inn) – Die Hamas hat Jahja Sanwar als neuen Leiter des Büros vom Gazastreifen und von Hebron im Westjordanland gewählt. Er löst den bisherigen Amtsinhaber Ismael Hanije ab.

Sanwar soll 1962 im Flüchtlingslager Chan Junis im südlichen Gazastreifen geboren worden sein. Im Jahr 1989 wurde er in Israel für den Mord an Palästinensern, die mit Israel zusammengearbeitet haben sollen, zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Er gehört zu jenen Sicherheitshäftlingen, die im Oktober 2011 gegen den von der Hamas entführten Soldaten Gilad Shalit freigelassen wurden.

Einfluss des militanten Flügels

Die israelische Tageszeitung „Ha'aretz“ sieht in der Wahl Sanwars den steigenden Einfluss des militanten Flügels der Hamas im Gazastreifen. Immer wieder spreche sich Sanwar für den Austausch von weiteren Sicherheitshäftlingen in israelischen Gefängnissen aus.

Die palästinensische Nachrichtenagentur „Ma'an“ zitiert den Politbeobachter Ibrahim al-Madhun: „Der frische Wind in der Hamas-Führungsebene wird für bessere Beziehungen mit Ägypten und mehr Klarheit und Flexibilität in vielen Bereichen sorgen.“ Auch die Beziehung zwischen der Hamas und Israel lägen nun auf Sanwars Schultern.

Der bisherige Amtsinhaber Hanije hat unterdessen größere Pläne. Er möchte mit den nächsten Wahlen die Führung der Gesamtbewegung übernehmen, die derzeit Chaled Masch'al innehat. Der Leiter des Hamas-Politbüros sitzt derzeit im Exil in Doha. Er hatte angekündigt, sich nicht mehr zur Wahl zu stellen.

Von: mh

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Tue, 14 Feb 2017 16:06:00 +0100
<![CDATA[Imri Ziv singt für Israel]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2017/02/14/imri-ziv-singt-fuer-israel/ JERUSALEM (inn) – Der israelische Teilnehmer für den Eurovision Song Contest (ESC) steht fest: Der Sänger Imri Ziv fährt im Mai nach Kiew. Er gewann am Montagabend in der Castingshow „The Next Star For Eurovision“. Welches Lied der 25-Jährige für sein Land darbietet, gibt das israelische Komitee in den kommenden Wochen bekannt.

Vor seinem Auftritt postete Ziv ein Bild von sich und seinen Tänzern, wie sie entspannt für den Fotografen posieren

Die ESC-Bühne ist für Ziv kein Neuland. Bereits in den beiden Vorjahren unterstützte er die israelischen Interpreten als Backgroundsänger in Stockholm und Wien. 2016 in Schweden sang sich Hovi Star mit „Made of Stars“ auf Platz 14 und 2015 landete Nadav Guedj mit „Golden Boy“ sogar auf Platz 9.

Nach seinem Sieg zeigte sich der Sänger euphorisch. „Ich bin so begeistert, zum dritten Mal zum Eurovision Song Contest zu fahren, dieses Mal ganz vorn auf der Bühne“, sagte Ziv laut der Zeitung „Yediot Aharonot“. „Danke dafür, dass ihr meinen größten Traum wahr macht.“

Der Start beim ESC ist für israelische Künstler derzeit mit der Teilnahme an der Castingshow verbunden. Unter den Finalisten waren neben dem ESC-erfahreren Ziv auch die Gewinnerin einer anderen israelischen Castingsendung, Diana Golbi.

Die Zuschauer und eine Fachjury kürten mit ihren Abstimmungen den Gewinner. Unter den Juroren war der Sänger Harel Skaat, der 2010 in Oslo für Israel mit seinem Lied „Milim“ auf Platz 14 landete. Ziv interpretierte am Montagabend vor seinem Sieg „Halo“ von Beyonce und „Because of You“ von Kelly Clarkson.

Kritik an der Wahl Zivs übte auf der deutschen Internetseite des ESC der Kommentator Irving Wolther. Er hätte lieber die Konkurrentin Golbi als Siegerin gesehen: „Warum sie [Diana Golbi] sich mit ihrer kraftvollen Performance des Prince-Klassikers ,Purple Rain‘ nicht gegen Imri Zivs unspektakuläre Interpretation des Kelly-Clarkson-Titels ,Because Of You‘ durchsetzen konnte, zählt wohl zu den großen Rätseln des ESC-Jahrgangs 2017.“

Für die Teilnahme am großen ESC-Finale am 13. Mai muss sich Ziv erst noch qualifizieren. Dafür singt er am 11. Mai im zweiten Halbfinale gegen 18 Konkurrenten.

Israel nimmt seit 1973 als Mitglied der Europäischen Rundfunkunion am Eurovision Song Contest (ehemals Grand Prix) teil. Schon ein paar Jahre später hieß es: „And the winner is... Israel.“ Beim Grand Prix 1978 gelang Izhar Cohen mit seiner Band „Alpha Beta“ und dem Lied „A-Ba-Ni-Bi“ der Sieg für das einzige Teilnehmerland aus dem Nahen Osten. Im darauffolgenden Jahr schafften die Israelis die Sensation: Die Sängerin Gali Atari und „Milk & Honey“ gewannen mit „Hallelujah“ im eigenen Land erneut den Musikwettbewerb. 1978, 1979 und 1998 setzte sich der jüdische Staat die musikalische Krone Europas auf.

Von: mab

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Tue, 14 Feb 2017 13:54:00 +0100
<![CDATA[Europas „besetzte Gebiete“]]> https://www.israelnetz.com/kommentar-analyse/2017/02/14/europas-besetzte-gebiete/ Eine Analyse von Ulrich W. Sahm]]> Die Europäische Union ist weit davon entfernt, im eigenen Haus für Ordnung zu sorgen. Man empört sich lieber über Israel. Das Regelungsgesetz, von der Knesset mit 60 zu 52 angenommen, hat bei der UNO und in der EU große Proteste provoziert. Das Gesetz muss noch vom Obersten Gericht, was einem Verfassungsgericht entspricht, abgesegnet werden. Die Chance ist groß, dass es abgelehnt wird. Doch Europa empört sich schon über „Legalisierung von illegalen Außenposten“ und spricht von „Vorbereitung für eine Annexion des Westjordanlandes“.

Erst nach dem Sechstagekrieg besannen sich die UNO und die Völkergemeinschaft darauf, dass es „illegal“ sei, fremdes Land durch Krieg zu erobern und zu behalten – vorangegangene Besatzungen sind kein Thema. Die folgende Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Einige Beispiele zu den „besetzten Gebieten“ europäischer Staaten hat Michael Freund in der Tageszeitung „Jerusalem Post“ geliefert, hier ergänzt um die deutschen Ostgebiete, Südtirol und Zypern.

Korsika

Die Mittelmeerinsel wurde 1768 erobert, doch viele Korsen wollen auch nach 250 Jahren französischer Besatzung mehr Autonomie und sogar Unabhängigkeit. Korsen werfen Paris vor, ihre Inseln zunehmend mit Sprache und Kultur zu „franzisieren“. Doch die Korsen finden kein Gehör in der EU. Stattdessen beklagt man dort gemeinsam mit der arabischen Welt die „Judaisierung“ Jerusalems.

Katalonien

Katalonier haben im Gegensatz zu Palästinensern eine eigene Kultur und eine eigene Sprache. Sie waren im 17. Jahrhundert sogar ein eigener Staat. Doch sie sind nach wie vor „besetzt von Spanien“ – auch hierzu gibt es keine UN-Resolution.

Südtirol

Südtirol wurde 1919 im Vertrag von Saint-Germain Italien zugesprochen, obwohl dies dem von den Siegermächten des Ersten Weltkriegs proklamierten Selbstbestimmungsrecht der Völker widersprach. Mit der Machtergreifung der Faschisten 1922 wurde das Land gezielt italienisiert, die deutsche und die ladinische Sprache wurden verboten. Insbesondere in Bozen wurde gezielt italienischsprachige Bevölkerung angesiedelt. Kein Protest europäischer Außenminister gegen Italien.

Falklandinseln

Vor 35 Jahren schickten die Briten eine Flotte mit über 100 Schiffen in den südlichen Atlantik, um entsprechend ihrer kolonialistischen Ideologie die Falklandinseln von den Argentiniern zurückzuerobern. Das störte weniger als jüdischer Hausbau in Ostjerusalem.

Antarktis

2,7 Millionen Quadratkilometer in der Antarktis bis zum Südpol wurden von Norwegen beschlagnahmt. Einzige Legitimation: Sie hätten das Land als erste entdeckt. Dass 1.500 Jahre vor den Arabern und vor der Erfindung des Islam Israeliten beziehungsweise Juden im Westjordanland gelebt haben, interessiert in der UNO niemanden.

Zypern

Zypern wurde 1878 unter britische Verwaltung gestellt und 1914 von den Briten annektiert. Erst 1960 wurde der zu Europa gehörenden Insel die Unabhängigkeit gewährt. 1974 veranstalteten griechische Nationalisten einen coup d'état, was die türkische Invasion von Nordzypern provozierte. 150.000 griechische Zyprioten und 50.000 Türken wurden vertrieben. Seitdem ist die Insel zweigeteilt, während 1983 im nördlichen Teil eine türkisch-zypriotische Republik ausgerufen worden ist. Die Türkei festigt mit der Umsiedlung von Türken und mit einer „Siedlungspolitik“ ihren Zugriff auf Nordzypern. Bislang ist noch nicht einmal eine Warenkennzeichnung angedacht, wie zu Produkten aus „illegalen jüdischen Siedlungen“ im Westjordanland oder in Ostjerusalem.

Gibraltar

Gibraltar ist eine britische Kolonie auf spanischem Gebiet.

Ceuta und Mellila

Ceuta und Mellila sind spanische „Enklaven“ im Norden Marokkos. 2002 gab es fast Krieg zwischen Marokko und Spanien wegen eines Felsbrocken und Ziegen im Mittelmeer, der Petersilieninsel.

Territoriale Verschiebungen nach dem Zweiten Weltkrieg

Königsberg, Danzig, Schlesien, das Sudetenland und andere Gebiete waren einmal deutsch. Deutschland hatte den Weltkrieg angezettelt und verloren. Als „Strafe“ dafür wurden Millionen Deutsche aus diesen „Ostgebieten“ vertrieben und das Land unter Polen und der Sowjetunion aufgeteilt. Dass es sich bei den Gebietsverlusten der arabischen Staaten ausnahmslos um die Folgen von ebenso verlorenen Angriffskriegen handelt, wird von den UN genauso wenig thematisiert wie die Frage, warum es offenbar für Schlesier ein anderes Völkerrecht geben soll wie für Palästinenser.

Was steht wirklich in dem neuen Gesetz

Eigentumsrechte sind in Nahost oftmals nicht schriftlich fixiert worden. Oder sie wurden im osmanischen Reich anders definiert als unter britischer Besatzung. Das neue Gesetz der Knesset sieht eine angemessene Entschädigung an Palästinenser vor, deren Grundstücke unwissend für den Bau von Siedlungswohnungen verwendet worden sind. Die betroffenen palästinensischen Grundbesitzer müssen vor Gericht nachweisen, dass sie die Eigentümer sind. Es geht dabei nicht um bewusste Enteignung durch private Hausbauer, die in Israel jetzt schon klar verboten ist und weiterhin verboten bleibt, sondern lediglich darum, unbillige Härten zu vermeiden. Am Ehesten lässt sich das neue Gesetz noch mit Artikel 14 des Deutschen Grundgesetzes vergleichen, auf den sich die öffentliche Hand beim Autobahnbau oder private Energiekonzerne im Braunkohletagebau berufen können. Fälschlich wurde berichtet, dass Israel zahlreiche „neue Siedlungen“ plane. In Wirklichkeit geht nur um Wohnungen und Häuser in bestehenden Siedlungsblöcken.

Wer bestimmt, was eine Annexion ist?

Eine Annexion ist ein rein juristischer Schritt, der keinerlei „Vorbereitung“ bedarf und schon gar nicht Wohnungsbau in Siedlungen. Das hat Israel 1967 gezeigt, unmittelbar nach dem Sechs-Tage-Krieg, als es Jerusalems Stadtgrenzen erweiterte und das frisch von Jordanien eroberte Ost-Jerusalem annektierte, ohne dass dort auch nur ein einziger Israeli oder Jude gewohnt hätte. Alle Juden waren 1948 dort von den Jordaniern vertrieben worden, das Gebiet war quasi „ethnisch gesäubert“ worden.

Hierzu muss festgestellt werden, dass Jordanien das Westjordanland und Ostjerusalem 1949 durch Krieg gewonnen und später völkerrechtswidrig annektiert hat. Dieses Gebiet hatte zuvor zum osmanischen Reich gehört und war dann Teil des britischen Mandatsgebiets Palästina. Es gibt dort seitdem keinen anerkannten Souverän. König Hussein von Jordanien hatte nach der Unterzeichnung des Friedensvertrages mit Israel gegenüber Premierminister Jitzhak Rabin „bereut“, 1967 auf die israelische Armee geschossen und so den israelischen Gegenangriff selber provoziert zu haben, mit der Folge, Jerusalem und das Westjordanland an Israel verloren zu haben. Die palästinensische Sprecherin Hanan Aschrawi erklärte in einem Interview (mit diesem Korrespondenten) dass es die Palästinenser erst seit 1968 gebe. Deshalb könne niemand ihnen vorwerfen, einen Krieg, (etwa 1948), gegen Israel angezettelt und in der Folge verloren zu haben. Sie hätten daher ein volles Recht, ganz Palästina für sich zu beanspruchen.

Weil der juristische Status des Westjordanlandes unklar ist und das Gebiet zu keinem völkerrechtlich anerkannten Staat gehört, herrschen die Israelis dort bis heute mit einer „Militärverwaltung“. Während Israel sich nur Jerusalem einverleibt (annektiert) hat, gilt das Westjordanland also politisch und rechtlich weiterhin als „besetztes Gebiet“. Das Völkerrecht könne jedoch nach israelischer Auffassung nicht wirklich angewandt werden, denn „Besatzung“ bedeute, dass die Territorien einem rechtmäßigen Souverän gehörten.

Als „Palästinensergebiet“ kann das Westjordanland auch nicht bezeichnet werden. Denn Israel hat mit den Osloer Verträgen den Palästinensern nur ein begrenztes Gebiet rund um die großen Städte zwecks Einrichtung einer selbstverwalteten Autonomie übergeben. Der Rest ist weiterhin „umstritten“ und steht unter israelischer Militärverwaltung.

Warum die Europäer in Nahost Ordnung schaffen wollen, während in Europa vieles ungeklärt ist, ist nicht nachvollziehbar.

Dieser Artikel erschien zuerst auf www.audiatur-online.ch.

Ulrich W. Sahm

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Tue, 14 Feb 2017 13:19:00 +0100
<![CDATA[Rivlin für Annexion des Westjordanlandes]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/02/14/rivlin-fuer-annexion-des-westjordanlandes/ JERUSALEM (inn) – Der israelische Staatspräsident Reuven Rivlin hat einmal mehr dafür geworben, das Westjordanland dem israelischen Staatsgebiet anzufügen. Bei diesem Schritt müssten die Araber in diesem Gebiet die israelische Staatsbürgerschaft sowie gleiche Bürgerrechte erhalten. Das betonte er am Montag auf der diesjährigen „BeScheva-Jerusalem-Konferenz“.

Der Politiker führte weiter aus: „Ich, Rubi Rivlin, glaube, dass ganz Zion uns gehört. Ich glaube, dass es die Souveränität des Staates Israel in allen Blöcken geben muss.“ Damit griff er laut der Onlinezeitung „Times of Israel“ eine Wortwahl des früheren Abgeordneten Benny Begin auf. Der Sohn des früheren Premiers Menachem Begin hatte betont, es gebe eigentlich keine „Siedlungsblöcke“, denn alle Siedlungen seien „Blöcke“.

Rivlin: Erst Annexion, dann Gesetzgebung

In seiner Rede kritisierte Rivlin jedoch das sogenannte Regelungsgesetz, mit dem Außenposten nachträglich legalisiert werden sollen. Rivlin sieht es problematisch, dass die Knesset ein Gesetz für ein Gebiet jenseits israelischer Souveränität verabschiedet hat. Bevor die Knesset Gesetze für das Westjordanland erlasse, müsse Israel klarstellen, ob es das Gebiet annektiere.

Die „BeScheva-Jerusalem-Konferenz“ findet seit 2004 jährlich statt. Hauptsponsor ist das Wochenmagazin „BeScheva“ des 1988 gegründeten Siedlersenders „Arutz Scheva“ (Kanal 7), der auch ein Onlineportal betreibt.

Von: df

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Tue, 14 Feb 2017 12:09:00 +0100
<![CDATA[Der Schlüssel, Gottes Wesen zu verstehen]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2017/02/13/der-schluessel-gottes-wesen-zu-verstehen/ Eine Rezension von Moritz Breckner]]> Auf christlichen Israel-Kongressen ist unter den oftmals schon lebenserfahrenen Besuchern immer wieder eine Frage zu vernehmen: Wie können wir junge Leute für das Thema, das uns so am Herzen liegt, begeistern? Lange ließ sich die Frage nicht eindeutig beantworten – die christlichen Wurzeln im Judentum und das damit verbundene lange und schwierige Alte Testament sind eine Angelegenheit, die unter christlichen Jugendlichen und Jungen Erwachsenen oft ein Nischendasein fristen.

Der Münchner Pastor Tobias Teichen hat ein Buch verfasst, das hier ansetzt und Abhilfe schaffen kann. „Roots – Auf der Suche nach dem Ursprung des Glaubens“ ist wie ein modernes Kunstalbum gestaltet, gibt aber gleichzeitig einen tiefen, umfangreichen und theologisch fundierten Blick ins Alte Testament und auf das Wesen Gottes, wie es sich dort darstellt.

Blättern Sie hier im Buch:

Das Alte Testament ist der erste Teil der Bibel

Teichens Buch erklärt ausführlich die Bünde Gottes mit Abraham und Mose und interpretiert sie vom Ende her gedacht durch die „Jesus-Brille“. Dem Leser fällt es so leicht, Gottes oft als grausam empfundenes Handeln im Alten Testament zu verstehen, etwa, als er Abraham auffordert, seinen eigenen Sohn zu opfern. Teichens Wertschätzung für das Alte Testament wird deutlich, wenn er sich weigert, die Bibel in Altes und Neues Testament aufzuteilen – stattdessen spricht er vom ersten und vom zweiten Teil der Bibel.

Der Autor spricht seine Leser direkt an und schreibt, wie er bei den Predigten in seiner jungen Gemeinde, der ICF München, spricht. Hier und da könnte ihm das als flapsig ausgelegt werden, doch Teichens unverblümte Fragen und nachvollziehbare Erklärungen nehmen dadurch keinen Schaden. Das heilsgeschichtliche Handeln Gottes wird nachvollziehbar aufgeschlüsselt und auf die persönliche Beziehung jedes Menschen zu Gott heruntergebrochen.

In einem Kapitel greift Teichen die Frage auf, welche Bedeutung der Staat Israel heute für Christen hat. „Ich kenne Christen, die alles super und heilig finden, was Israel macht, und dann gibt es die anderen, die ausschließlich Kritik am Vorgehen Israels üben”, schreibt er, und erklärt, dass über beide Seiten des Konflikts oft pauschalisierende Meinungen verbreitet seien. Teichen schreibt, dass auch die israelische Regierung nicht alles richtig mache, aber benennt, dass der jüdische Staat, die einzige funktionierende Demokratie ihrer Region, in einer schwierigen Lage steckt: „Eingekesselt von Völkern und Organisationen, die sie vernichten wollen, bleibt ihnen kaum etwas anderes übrig, als sich zu wehren und zu reagieren.”

Das Buch hilft, den Gott der Bibel verstehen zu lernen

Teichen spricht sich klar gegen eine Schwarz-Weiß-Sicht auf den Nahostkonflikt aus. Argumentativ bietet das Kapitel freilich keinen allzu tiefen Einblick in die Thematik, immerhin jedoch wird für die Situation Israels Verständnis gezeigt und der Leser dafür sensibilisiert – das ist mehr, als Rezipienten außerhalb der Israel-Szene gewohnt sind. Wichtiger ist dem Autor ohnehin die theologische Perspektive, wenn er Gottes Beziehung zu Israel mit dem eigenen Leben als Christ vergleicht: „Wir alle machen Fehler und nicht alles, was wir tun, egal ob auf das persönliche Leben oder auch auf das politische Israel bezogen, steht unter der göttlichen Absolution, nur weil wir zu ihm gehören. Wir haben alle blinde Flecken und versagen an der einen oder anderen Stelle: Es menschelt bei uns und natürlich auch in Israel.”

Wer sich auf „Roots” einlässt, hat die Chance, den Gott der Bibel besser verstehen- und kennenzulernen, und das auch bei schwierigen alttestamentarischen Geschichten ohne Langeweile oder einen Haufen Fragezeichen vor dem inneren Auge. Einladender und hürdenloser kann die ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Wesen Gottes und dem, was ihm wichtig ist, kaum erfolgen.

Von: mb

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Mon, 13 Feb 2017 15:39:00 +0100
<![CDATA[Von Katar finanziertes Wohngebiet eingeweiht]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/von-katar-finanziertes-wohngebiet-eingeweiht/ CHAN JUNIS (inn) – Die Hamas hat am Samstag in der Stadt Chan Junis im südlichen Gazastreifen ein neues Wohnviertel eingeweiht. Den Bau der Häuser hat das Emirat Katar finanziert. Dessen Emir Tamim Bin Hamad al-Thani kündigte zudem weitere 100 Millionen Dollar für den Wiederaufbau in dem Küstengebiet an.

An der Einweihungsfeier nahmen unter anderen Katars Sondergesandter für den Gazastreifen, Muhammad al-Amadi, und Hamas-Führer Ismael Hanije teil. Die Wohnungen in dem neuen Stadtteil „Hamad“ sind für Palästinenser bestimmt, deren Häuser während der Kämpfe zwischen der radikal-islamischen Hamas und Israel im Sommer 2014 zerstört wurden. 2.224 von insgesamt 3.200 Wohnungen sind fertiggestellt. Ein erster Teil des Wohngebietes wurde bereits im vergangenen November eingeweiht. Derzeit pausiert das Projekt, bis weitere zugesagte Gelder eingetroffen sind und neues Land erworben wurde.

Hanije kündigte bei der Zeremonie an, 25 Millionen Dollar der neuen Spende aus Katar sollen für den Bau eines Krankenhauses in Rafah verwendet werden. 10 Millionen Dollar seien für ein Behandlungszentrum in Gaza für Menschen mit Behinderung vorgesehen. Zudem sollen neue Stromleitungen errichtet werden.

„Exzellente“ Beziehungen zu Israelis

Al-Amadi äußerte sich zudem gegenüber der israelischen Presse. Seine Regierung unterhalte „exzellente“ Beziehungen mit israelischen Vertretern, erklärte er laut der Onlinezeitung „Times of Israel“. Dem Bericht zufolge sei es das erste Mal, dass ein offizieller Vertreter Katars mit der israelischen Presse spreche. „Ich bin in Kontakt mit hochrangigen israelischen Vertretern und Behörden, und die Beziehung ist großartig“, sagte Al-Amadi weiter. Der „Koordinator der Regierungsaktivitäten in den (Palästinenser-)Gebieten“ (COGAT), Generalmajor Joav Mordechai, sei einer seiner Verhandlungspartner. Al-Amadi zufolge seien es in einzelnen Fällen palästinensische Vertreter, die eine Verbesserung der Lage für die Palästinenser im Gazastreifen behinderten.

Al-Amadi leitet das katarische „Nationale Komitee für den Wiederaufbau von Gaza“. Er hat den Status eines Botschafters. Zudem dient er als Vermittler zwischen Israel und der Hamas. Israel verlangt von der Hamas die Freilassung dreier Israelis sowie die Übergabe der sterblichen Überreste zweier Soldaten, die 2014 im Gazastreifen getötet wurden. Im Gegenzug fordert die radikal-islamische Organisation die Freilassung palästinensischer Häftlinge.

Keine Einigung im Energie-Streit

Der Katari vermittelt zudem in der Energiekrise zwischen der Hamas und der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA). Die Menschen im Gazastreifen leiden derzeit unter der schlimmsten Energieknappheit seit Jahren. Schuld daran sind vor allem die palästinensischen Führungen in Gaza und Ramallah. Sie können sich unter anderem nicht auf die Bezahlung des Stroms einigen. Laut Al-Amari gibt es einen Vorschlag für eine Lösung des Problems. Israel habe der Idee bereits zugestimmt, die PA jedoch noch nicht. „Wir haben die Einrichtung eines technischen Komitees vorgeschlagen, frei von Politikern. Dieses wäre für das Energie-Problem in Gaza verantwortlich“, so Al-Amadi. Dem Ausschuss sollten Experten aus Gaza, Katar und der Vereinten Nationen angehören.

Wie Al-Amadi weiter mitteilte, habe seine Regierung Israel auch den Bau eines Flughafens und eine Hafens im Gazastreifen vorgeschlagen. Auch die Errichtung eines Industriegebietes sei derzeit im Gespräch.

Von: dn

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Mon, 13 Feb 2017 15:22:00 +0100
<![CDATA[Trainingsprogramm für israelische Armee]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/02/13/trainingsprogramm-fuer-israelische-armee/ Die Armee gilt als einer der größten Umweltverschmutzer in Israel. Deswegen gibt es seit drei Jahren ein Trainingsprogramm, um mehr Rücksicht auf die Belange der Natur zu nehmen. Falls zum Beispiel ein seltenes Vogelnest neben einem Schießstand entdeckt werde, würden die Soldaten dann an einer anderen Stelle trainieren. Soldaten sollen auch erkennen, wenn Terroristen ihre Spuren als die von Wildtieren tarnen. Derzeit nehmen 25 verschiedene Armee-Einheiten an dem Programm teil. 30 Fährtenleser haben das Programm laut der Tageszeitung „Yediot Aharonot“ erfolgreich abgeschlossen.

Von: mde

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Mon, 13 Feb 2017 15:19:00 +0100
<![CDATA[Reiseabsage: Sportler will sich nicht von Regierung „benutzen“ lassen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/tourismus/2017/02/13/reiseabsage-sportler-will-sich-nicht-von-regierung-benutzen-lassen/ SEATTLE / JERUSALEM (inn) – Der Spieler der amerikanischen National Football League (NFL) Michael Bennett hat seine Teilnahme an einer geplanten Israel-Reise abgesagt. Der Verteidiger der Seattle Seahawks wolle sich von Israels Regierung nicht „benutzen lassen“. Die Exkursion wird von israelischer Seite organisiert. Nachdem Bennett seinen Entschluss öffentlich gemacht hatte, meldeten sich weitere Spieler von der Reise ab.

Ursprünglich sollte eine NFL-Delegation mit elf Mitgliedern ins Heilige Land reisen. Nun sind es nur noch sieben Personen. Das israelische Ministerium für strategische Angelegenheiten und öffentliche Diplomatie hat die Exkursion in Zusammenarbeit mit dem Tourismusministerium und der Organisation „America's Voices in Israel“ geplant.

„Botschafter des Wohlwollens für Israel“

Bennett erteilte seine Absage mit einem auf Twitter veröffentlichten Brief, nachdem er die Einschätzung der Reise des Ministers für strategische Angelegenheiten, Gilad Erdan, und des Tourismusministers, Jariv Levin, gelesen hatte. Levin hatte gesagt, Football-Stars seien eine Quelle der Inspiration für alle amerikanischen Bürger. Er sei sich sicher, dass die Spieler „nach ihren Erfahrungen in Israel, dem Kennenlernen der Sehenswürdigkeiten und der besonderen Atmosphäre Botschafter des Wohlwollens für Israel werden“.

Erdan wolle den Spielern ein „ausgewogenes Bild von Israel“ zeigen, „das Gegenteil von Kampagnen der Aufwiegelung gegen Israel“. Als Teil des Kampfes gegen die Boykottbewegung BDS (Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen) und Delegitimierung lade Israel „internationale, einflussreiche Persönlichkeiten und Meinungsmacher aus verschiedenen Bereichen, inklusive des Sports“ ein.

Der Verteidiger der Seattle Seahawks postete am Donnerstag auf Twitter ein Foto des Bürgerrechtlers Martin Luther King und schrieb dazu: „Ich werde nicht nach Israel reisen.“ Zwei Tage später kommentierte er in einem Brief, er wusste nicht, dass die Reise von der israelischen Regierung mit der Absicht geplant sei, dass er ein „Botschafter des Wohlwollens“ werde. „Ich werde mich nicht in dieser Art und Weise benutzen lassen.“

Zwar will er nach Israel reisen, jedoch „nicht nur, um Israel zu sehen, sondern auch das Westjordanland und Gaza“. So könne er sich einen Eindruck davon machen, „wie die Palästinenser, die dieses Land für tausende von Jahren Heimatland genannt haben, ihr Leben leben“. Einer von Bennetts Helden sei der Boxer Mohammed Ali. Dieser habe sich für die Palästinenser eingesetzt und war bereit, eine „Stimme der Stimmlosen“ zu sein. Das wolle Bennett auch sein. So könne er sich nicht an „einer Reise nach Israel wie dieser“ beteiligen.

Bennetts Brief retweeteten später Kenny Stills, Wide Receiver der Miami Dolphins, und Justin Forsett, Runningback der Denver Broncos. Sie sagten ihre Teilnahme ab wie auch Bennetts Bruder Martellus, der für die New England Patriots spielt.

Forsett schrieb zudem, dass er und seine Frau sich für die Absage bereits vor der öffentlichen Diskussion entschieden hätten, weil sie ein Baby erwarteten. Als er gefragt wurde, ob er nach Israel gefahren wäre, wenn seine Frau nicht schwanger wäre, antwortete Forsett: „Ich bin wirklich nicht informiert über die Themen dort. Ich tue nun mein Bestes, um mich auf den neusten Stand zu bringen. Dann kann ich eine informierte Entscheidung treffen.“

Offener Brief pro-palästinensischer Organisationen an die Spieler

Nicht bekannt ist, ob die Spieler ihre Entscheidung aufgrund eines offenen Briefes pro-palästinensischer Gruppen und Aktivisten getroffen haben. In dem Schriftstück werden die Sportler aufgerufen, diese Reise nicht anzutreten.

Während der Reise macht die Delegation Halt am Rambam Krankenhaus in Haifa, besucht die Holocaustgedenkstätte Yad Vashem und trifft sich mit Vertretern der sogenannten Schwarzen Hebräer.

Von: mab

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Mon, 13 Feb 2017 15:18:00 +0100
<![CDATA[Brotvermehrungskirche wieder eröffnet]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/brotvermehrungskirche-wieder-eroeffnet/ TABGHA (inn) – Geistliche und Politiker haben am Sonntag das Atrium der Brotvermehrungskirche in Tabgha neu eingeweiht. Teile des Gebäudes waren im Juni 2015 einem Brandanschlag durch jüdische Extremisten zum Opfer gefallen. Die Renovierungsarbeiten dauerten acht Monate.

An der Zeremonie nahmen der israelische Staatspräsident Reuven Rivlin und seine Ehefrau Nehama teil. Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki leitete die Messe. Der Kardinal ist auch Präsident des „Deutschen Vereins vom Heiligen Lande“, dem das Gebäude gehört. Auch der deutsche Botschafter in Israel Clemens von Goetz, Rabbi Alon Goschen-Gottstein sowie Scheich Muafak Tarif waren vertreten.

Rivlin betonte laut der Onlinezeitung „Times of Israel“, der Staat Israel setze sich für Glaubensfreiheit ein. „Wir als Volk wissen, was es bedeutet, religiöse Verfolgung zu erleiden. Und wir stehen für Religionsfreiheit ein, weil wir ein demokratischer Staat sind – wir glauben an das Recht für alle, Gott gemäß des eigenen Glaubens anzubeten.“ Er dankte allen, die sich an den Restaurationsarbeiten beteiligt hatten.

Hohe Spendenbereitschaft

Die Kosten für die Renovierungsarbeiten beliefen sich auf eine halbe Million Euro, sagte der Prior-Administrator der Dormitio-Abtei in Jerusalem Nikodemus Schnabel gegenüber dem Sender „Radio Vatikan“. Hinzu kämen aber „weitere Posten“, so dass die Gesamtsumme vorläufig 1,3 Millionen Euro betrage. Israel hatte sich an den Kosten mit umgerechnet etwa 375.000 Euro beteiligt.

Der Generalsekretär des „Deutschen Vereins vom Heiligen Lande“ Heinz Thiel beklagte, dass die Beteiligung Israels geringer ausfiel als erwartet. „Letztlich war der Wiederaufbau nur durch die zahlreichen Spenden möglich. Dafür danken wir all unseren Unterstützern sehr!“, sagte er laut Mitteilung des Vereins. Schnabel betonte, dass sich an den Spenden Juden, Muslime und Drusen beteiligt hatten. Knessetsprecher Juli Edelstein hatte sich mit Rabbinern zusammengetan, um Spenden zu sammeln.

Bei dem Brandanschlag wurde vor allem das Dach der Kirche stark beschädigt. Weiterer Schaden entstand in einem Raum mit Büchern und in verschiedenen Büros sowie im Verkaufsraum. In dem Gotteshaus hatten sich zum Zeitpunkt des Feuers zwölf Volontäre aufgehalten und versucht, die Flammen zu löschen. Zwei von ihnen mussten wegen einer Rauchvergiftung behandelt werden.

An den Wänden fand sich nach dem Anschlag ein rotes Graffiti mit dem Spruch „Falsche Götter werden zerstört“, was auf einen Brandanschlag hindeutete. Drei Verdächtige wurden etwas mehr als einen Monat nach der Tat verhaftet und dem Richter vorgeführt. Gegen sie läuft eine Anklage, ein Urteil steht noch aus.

Von: df

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Mon, 13 Feb 2017 14:00:00 +0100
<![CDATA[Millionenschweres Förderpaket für Beduinen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/02/13/millionenschweres-foerderpaket-fuer-beduinen/ Das Kabinett hat am Sonntag einen millionenschweren Fünf-Jahres-Plan zur Verbesserung der Lage der Beduinen beschlossen. Zwischen 2017 und 2022 wollen die Minister umgerechnet rund 750 Millionen Euro investieren, meldet die Onlinezeitung „Times of Israel“. Durch die Förderung soll neuer Wohnraum für die Bevölkerungsgruppe errichtet und durch berufliche Ausbildung Qualifizierung für das Arbeitsleben geschaffen werden. Zudem diene das Geld dafür, die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr zu verbessern. In den Beduinen-Gebieten ist der Bau zehn neuer Industriegebiete geplant.

Von: mab

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Mon, 13 Feb 2017 10:43:00 +0100
<![CDATA[„Schlangenmensch“ bricht Weltrekord]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2017/02/10/schlangenmensch-bricht-weltrekord/ GAZA (inn) - Der junge „Schlangenmensch“ Mohammed al-Scheich, in seiner Heimatstadt Gaza auch als „Spiderman“ bekannt, hat es mit Körperverrenkungen ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft. Das meldet die Onlinezeitung „Times of Israel“.

Der 13-jährige schaffte in einer Minute 38 Umdrehungen um seinen Körper herum. Er überbot damit den 2014 aufgestellten Rekord von Leilani Franco aus England, die 29 schaffte.

Die Brust bleibt bei der Übung die ganze Zeit auf dem Boden liegen, während die Füße vor dem Kopf auf den Boden gestellt werden. Indem das Ganze mit der Hüfte gesteuert wird, laufen die Füße dann um den Körper herum, bis sie wieder vorne ankommen und der Körper sich in der Ausgangslage befindet.

Gaza-Blockade hindert nicht an Versuch

Eigentlich wollte ein Guinness-Weltrekord-Team den jungen Palästinenser besuchen kommen, um den Versuch zu überprüfen. Aber dem Gazastreifen wurde nach der Machtübernahme der radikal-islamischen Hamas 2007 von Israel und Ägypten aus Sicherheitsgründen eine Sperre auferlegt, die es schwer macht, ein- oder auszureisen. Deswegen fand sein Versuch in Amman, in Jordanien statt.

Da weder Mohammeds Mutter noch sein Trainer Mohammed Lubbad die Ausreiseerlaubnis bekamen, musste er mit einem anderen Erwachsenen reisen. Doch das konnte die Entschlossenheit seines Trainers nicht mindern, da er seit drei Jahren mit Mohammed arbeitet. Er habe sogar schon Einladungen zu Auftritten und Wettkämpfen in einigen Ländern erhalten, erzählte sein Trainer und sie würden schon weitere drei Weltrekorde vorbereiten.

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Fri, 10 Feb 2017 15:05:00 +0100
<![CDATA[Juden pflanzen Bäume]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/02/10/juden-pflanzen-baeume/ Israel geht in vielen Bereichen gegen den Trend. Einer davon ist der Baumbestand: Heute hat der jüdische Staat – im Gegensatz zu den allermeisten anderen Ländern – mehr Bäume als vor 100 Jahren. Dazu trägt sicher auch das „Neujahrsfest der Bäume“, „TU BiSchvat“, bei.

Der Name bezieht sich auf das jüdische Datum: Im hebräischen Alphabet hat jeder Buchstabe gleichzeitig einen Zahlenwert. „Tet“ entspricht der 9 und „Waw“ der 6. Gemeinsam stehen die beiden Buchstaben für 15. Ihre Kombination wird als „TU“ ausgesprochen. Deshalb ist „TU BiSchvat“ der 15. Tag des Monats Schvat. In diesem Jahr fällt er auf den 11. Februar.

Juden pflanzen an dem Halbfeiertag traditionell Bäume. Israelische Schüler erhalten in dieser Zeit nicht nur die Halbjahrszeugnisse. Sie unternehmen auch Exkursionen, um die Pflanzenwelt ihres Landes kennenzulernen. Bereits im ersten Jahrhundert vor der Zeitrechnung legte die Schule von Rabbi Hillel dem Älteren fest, dass der 15. Schvat als „Neujahr der Bäume“ gelten soll. Konkret ging es darum, ab wann die Früchte bei der Abgabe des Zehnten zum neuen Jahr gezählt werden. Der 15. Tag des Monats Schvat eignet sich gut dafür, weil in dieser Zeit die Regenzeit in Israel endet. Neue Früchte beginnen sich an den Bäumen zu formen.

„TU BiSchvat“ wird in der Bibel noch nicht erwähnt. Doch ein Gebot, auf das der Festtag Bezug nimmt, findet sich etwa in 3. Mose 19,23: „Wenn ihr in das Land kommt, sollt ihr allerlei Bäume pflanzen!“ Zudem vergleicht die Bibel Menschen mitunter mit Bäumen. So heißt es in Psalm 1,3 über den Gerechten: „Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht. Und was er macht, das gerät wohl.“

Verbindung zu Israel in der Diaspora

Im 17. Jahrhundert kam in der Diaspora der Brauch auf, wie beim Passahfest einen Seder zu feiern. Dabei essen Juden verschiedene Früchte und trinken vier Gläser Wein. Dies soll die Verbindung zum Land Israel betonen. Diasporagemeinden sammeln zudem Geld, um Bäume in Israel pflanzen zu können.

An TU BiSchvat hat auch die Knesset Geburtstag. Ebenso wurden an diesem jüdischen Datum die Grundsteine der Hebräischen Universität Jerusalem und der Universität Haifa gelegt.

Immer mehr Bedeutung erhält indes der Gedanke des Umweltschutzes. Und in diesem Jahr hat das Pflanzen von Bäumen in Israel eine besondere Aktualität – wurden doch bei den Bränden im November viele Hektar Wald zerstört.

Von: Elisabeth Hausen

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Fri, 10 Feb 2017 14:03:00 +0100
<![CDATA[Palästinenser treffen Vertreter der Trump-Regierung]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/02/10/palaestinenser-treffen-vertreter-der-trump-regierung/ Der Leiter des palästinensischen Geheimdienstes, Madsched Faradsch, hat in Washington Mitarbeiter von US-Geheimdiensten getroffen. Wie die Agentur AP berichtet, war dies der erste offizielle Kontakt zwischen den Palästinensern und Vertretern der Regierung von US-Präsident Donald Trump. Die Palästinenser hatten seit der Wahl Trumps im November geklagt, keinen Kontakt zu dessen Team herstellen zu können.

Von: mb

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Fri, 10 Feb 2017 13:57:00 +0100
<![CDATA[Mehr als 421.000 Siedler im Westjordanland]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/02/10/mehr-als-421000-siedler-im-westjordanland/ Im Westjordanland lebten im Jahr 2016 mehr als 421.000 Siedler. Diese Zahl gab der Siedlerrat am Donnerstag bekannt. Das Wachstum beträgt demnach gegenüber dem Vorjahr 3,9 Prozent. Diese Rate sei doppelt so hoch wie in Israel. Von der Zahl ausgenommen ist Ostjerusalem. Dort leben mehr als 200.000 Juden.

Von: df

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Fri, 10 Feb 2017 12:42:00 +0100
<![CDATA[Israelis bestreiten Verwicklung in VW-Skandal]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/wirtschaft/2017/02/10/israelis-bestreiten-verwicklung-in-vw-skandal/ WOLFSBURG / JERUSALEM (inn) – Das Hamburger Wochenmagazin „Der Spiegel“ will eine Verstrickung Israels in den VW-Abgasskandal aufgedeckt haben. Demnach soll der ehemalige Leiter des israelischen Inlandsgeheimdienstes Schin Bet, Juval Diskin, in der Datensicherung für den VW-Konzern tätig gewesen sein. Ende Februar 2015 habe es ein Treffen zwischen Diskin, dem früheren israelischen Botschafter in Deutschland, Avi Primor, und dem ehemaligen VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch gegeben. Dabei hätten die Israelis Piëch ein Dokument gezeigt, das belegen soll, amerikanische Behörden hätten den damaligen VW-Chef Martin Winterkorn frühzeitig über die Manipulation bei Abgaswerten in Kenntnis gesetzt.

Volkswagen hatte mit einer Software bei der Berechnung der Schadstoffemmissionen von rund 480.000 Fahrzeugen in den USA betrogen und diese als geringer angegeben, als sie eigentlich sind. Dafür muss der Konzern nun hohe Strafen zahlen. Innerhalb des Konzerns gibt es Streit darüber, wer zu welchem Zeitpunkt von dem Betrug wusste.

Sowohl Primor als auch Diskin haben den Spiegel-Bericht am Donnerstag zurückgewiesen. Die Zeitung „Handelsblatt“ zitiert Primor, der den früheren Aufsichtsratsvorsitzenden Ferdinand Piëch schon lange kenne und regelmäßig getroffen habe, mit den Worten: „Darüber haben wir nicht geredet.“ Er wisse nichts davon, bei seinem Gespräch mit Piëch sei es um universitäre Projekte gegangen, die Volkswagen unterstütze.

Von: mb

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Fri, 10 Feb 2017 11:57:00 +0100
<![CDATA[UN-Botschafter Danon fordert Verurteilung]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/02/10/un-botschafter-danon-fordert-verurteilung/ NEW YORK (inn) – Der israelische UN-Botschafter Danny Danon hat die Vereinten Nationen dazu aufgerufen, den Anschlag in Petah Tikva mit mehreren Verletzten zu verurteilen. Er forderte zudem eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates zum Thema palästinensische Hetze. „Dieser Anschlag ist eine direkte Folge andauernder Hetze der palästinensischen Führung“, schrieb er auf Facebook.

Der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel hatte den Anschlag noch am selben Abend verurteilt. Die islamistische Hamas lobte die Tat hingegen. Es handele sich um eine natürliche Antwort auf die Besatzung. Die Organisation rief zu weiteren „heldenhaften Taten“ auf.

Der israelische Staatspräsident Reuven Rivlin lobte via Facebook die israelischen Bürger und Sicherheitskräfte. Mit Mut und Einfallsreichtum hätten diese Schlimmeres verhindert. „Diese wechselseitige Garantie war ein Teil des Geheimnisses unserer Stärke und wird es immer sein.“

Einreiseverbot für Verwandte

Unterdessen hat die israelische Armee am frühen Freitagmorgen bei Nablus das Wohnhaus des Terroristen Sadek Nasser Abu Masen durchsucht. Das Verteidigungsministerium verkündete, dass es den Verwandten die Arbeitserlaubnis für Israel entzogen habe, so dass diese auch nicht mehr einreisen können.

Zugleich nahm die Armee zehn gesuchte Terroristen im Westjordanland fest. Diese stehen im Verdacht, Anschläge geplant zu haben. Zusätzlich wurden sechs Verdächtige verhaftet, die offenbar bei illegalen Einreisen helfen. Der Terrorist war ohne Genehmigung nach Israel gekommen.

Von: df

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Fri, 10 Feb 2017 11:01:00 +0100
<![CDATA[Mehrere Verletzte bei Terrorangriff]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/02/09/mehrere-verletzte-bei-terrorangriff/ PETAH TIKVA (inn) – Ein Terrorist aus dem Westjordanland hat am Donnerstagnachmittag vier Israelis bei einem Angriff in Petah Tikva verletzt. Ein Mann und eine Frau, beide etwa 50 Jahre alt, und eine 30-Jährige erlitten Schusswunden. Ein Mann im Alter von etwa 40 Jahren wurde mit einem Schraubendreher verletzt, als er den Angreifer überwältigen wollte. Ein weiterer Mann wurde am Kopf verletzt, nachdem ihn die Menschenmenge fälschlicherweise für den Terroristen gehalten und angegriffen hatte.

Waffe versagte im Laden

Der Vorfall ereignete sich gegen 17 Uhr Ortszeit auf der zentralen Baron Hirsch-Straße nahe des Marktes. Der 19-jährige Angreifer, der illegal aus Nablus nach Israel eingereist war, schoss zunächst auf Passanten. Er floh anschließend. In einem Laden für Nähmaschinen streikte seine selbstgebaute Waffe. Eine Gruppe von Personen überwältigte ihn; einer von ihnen nutzte dazu eine der Nähmaschinen. Der Terrorist wehrte sich mit einem Schraubendreher, den er sich griff, und verletzte dabei eine Person.

Ein Mediziner des Roten Davidstern sprach von Aufstand und Chaos am Anschlagsort, als er dort ankam. Die Verletzten wurden zunächst vor Ort behandelt, bevor sie in das Krankenhaus kamen. Neben den Verletzten erlitten drei Israelis einen Schock.

Der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel verurteilte den Angriff noch am selben Abend „auf das Schärfste“. Der Plan des Terroristen sei zwar nicht aufgegangen, aber schon der Versuch zeige das „menschenverachtende Kalkül“. Die Tat sei durch nichts zu rechtfertigen. „Wir stehen in enger Freundschaft fest an der Seite Israels, für dessen Sicherheit wir in besonderer Weise Verantwortung tragen.“

Von: df

Dieser Artikel wurde zuletzt am 9. Februar um 19.04 Uhr aktualisiert.

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Thu, 09 Feb 2017 17:25:00 +0100
<![CDATA[Archäologen finden neue Qumran-Höhle]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/wissenschaft/archaeologen-finden-neue-qumran-hoehle/ JERUSALEM (inn) – Eine Höhle nordwestlich des Toten Meeres hat Schriftrollen aus der Zeit des Zweiten Tempels enthalten. Das sagen Archäologen der Hebräischen Universität Jerusalem nach Ausgrabungen. Beduinen haben die Höhle demnach Mitte des vergangenen Jahrhunderts geplündert. Die Wissenschaftler schlagen vor, der Höhle entsprechend der Zählung der bislang bekannten Qumran-Höhlen die Nummer 12 zu geben.

Der Fund ist ein Meilenstein in der Qumran-Forschung. Erstmals seit 60 Jahren erkunden Forscher eine neue Höhle. In ihr fanden sie zahlreiche zerbrochene Lagergefäße ohne Inhalt. Zudem lagen dort eiserne Spitzhacken aus den 1950er Jahren. Das nehmen die Forscher als Beleg für die Plünderung.

Der Leiter der Ausgrabung, Oren Gutfeld, schwärmte von dem Fund. „Bislang dachten wir, dass es elf Höhlen in Qumran gibt. Doch zweifellos ist dies die zwölfte Höhle. Es habe zwar keine Schriftrollen mehr gegeben, jedoch zahlreiche andere Dinge: Ein Pergament zum Beschreiben; Lederstreifen, um die Rollen zusammenzubinden; ein Tuch zum Schutz der Rollen sowie Sehnen und Hautteile, um die Rollenteile zu verbinden.

Wettlauf gegen die Zeit

Der Leiter der israelischen Altertumsbehörde Israel Hasson sieht in dem Höhlenfund Anlass für weitere Forschungen. „Wir befinden uns in einem Wetltlauf gegen die Zeit, da Antiquitätenräuber wertvolles Erbe stehlen, um daraus Profit zu schlagen.“ Der Staat Israel müsse daher alle Mittel mobilisieren, um alle Höhlen in der Jüdäischen Wüste zu untersuchen.

Erst im Dezember hatte Israel erstmals nach mehr als 20 Jahren eine großangelegte Suche nach weiteren Schriftrollen gestartet. Zwischen den Jahren 1947 und 1956 wurden in der Gegend die ältesten bekannten Abschriften der Bibel, die sogenannten „Qumran-Rollen“, gefunden.

Von: df

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Thu, 09 Feb 2017 15:26:00 +0100
<![CDATA[Netanjahu hofft auf afrikanische Staaten]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/02/09/netanjahu-hofft-auf-afrikanische-staaten/ JERUSALEM (inn) – „Bei einer Abstimmung der Vereinten Nationen hat die Mehrheit der Mitgliedsstaaten für Israel gestimmt.“ Das hört sich unwirklich an? Nein, es ist möglich – meint Israels Premierminister Benjamin Netanjahu. Der Regierungschef setzt dafür auf das Afrika südlich der Sahara.

Israel möchte bei den Vereinten Nationen die Unterstützung der afrikanischen Staaten gewinnen. Seit Jahrzehnten stimmen die afrikanischen Länder südlich der Sahara bei internationalen Abstimmungen automatisch gegen Israel. Wenn es gelänge, diese 49 Länder in einen Wahlblock zu verwandeln, der Israel unterstützt, könne dies helfen, eine automatische Mehrheit für Israel bei den UN zu generieren, erklärte Netanjahu am Mittwoch. Er sprach in Jerusalem vor den israelischen Botschaftern, die auf dem afrikanischen Kontinent stationiert sind.

Derzeit hat Israel elf Botschaften in Afrika sowie zahlreiche akkreditierte Botschafter in Staaten ohne Botschaft. Die meisten afrikanischen Länder hatten nach dem Jom-Kippur-Krieg 1973 auf Druck der arabischen Staaten ihre diplomatischen Beziehungen zu Israel abgebrochen.

Inzwischen verbesserten sich die Beziehungen jedoch, betonte Netanjahu. Israel habe großes außenpolitisches Interesse in Afrika. Es möchte die Wirtschaftskooperationen stärken, vor allem aber die diplomatischen Beziehungen. Die afrikanischen Staaten spielten eine große Rolle in Israels Kampf gegen den Terror, sagte der Regierungschef weiter. Doch das größte Interesse sei, das Wahlverhalten der Afrikaner bei den UN zu verändern. Er wies darauf hin, dass sich im vergangenen Herbst Togo, Guinea und Ghana bei einer UN-Abstimmung enthalten und nicht wie sonst gegen Israel gestimmt hatten. Bei dem Votum ging es um eine Resolution, welche die jüdische Verbindung zum Tempelberg negiert.

Die Verbesserung der Beziehungen zu den afrikanischen Staaten ist eine von Netanjahus außenpolitischen Prioritäten. Im Juli hat er als erster Premier seit 1987 vier Länder in Ostafrika besucht. Im September traf er sich am Rande der UNO-Vollversammlung in New York mit 15 afrikanischen Führern. Im Dezember besuchten sieben Minister und andere hochrangige Vertreter westafrikanischer Staaten Israel für eine Landwirtschaftskonferenz.

Von: dn

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Thu, 09 Feb 2017 15:14:00 +0100
<![CDATA[Abgeordnete bringen Gesetz gegen Terrorfinanzierung ein]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/02/09/abgeordnete-bringen-gesetz-gegen-terrorfinanzierung-ein/ Palästinenser sollen Terroristen nicht mehr mit amerikanischen Steuergeldern finanzieren können. Ein entsprechendes Gesetz haben die Abgeordneten Ted Budd und Mark Sanford vorgeschlagen. Demnach muss der US-Außenminister sicherstellen, dass die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) nicht mehr für den Unterhalt von Terroristen oder deren Angehörige sorgt. Laut Beobachtungsinstitut „Palestinian Media Watch“ gibt die PA dafür jährlich umgerechnet 285 Millionen Euro aus. Die USA haben die PA in den vergangenen zehn Jahren mit mehr als 4 Milliarden US-Dollar unterstützt.

Von: df

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Thu, 09 Feb 2017 13:44:00 +0100
<![CDATA[Israel fängt Raketen auf Eilat ab]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/02/09/israel-faengt-raketen-auf-eilat-ab/ GAZA (inn) – Das israelische Abwehrsystem Eisenkuppel hat am späten Mittwochabend drei Raketen abgefangen, die auf die Küstenstadt Eilat gefeuert wurden. Eine weitere Rakete schlug in unbewohntem Gebiet ein. Es entstand kein Sachschaden. Fünf Israelis erlitten jedoch Angstattacken; einer von ihnen kam deswegen in ein Krankenhaus.

Einige der Geschossteile fielen in den Swimmingpool eines Hotels. Die Touristenhochburg Eilat am Roten Meer ist derzeit gut besucht. Kurz nach dem Angriff teilte die Armee den Stadtbehörden mit, dass die Bürger wieder zur Routine zurückkehren können.

Angriff aus dem Sinai

Laut Armeebericht wurden die Raketen auf der Sinaihalbinsel abgefeuert. Ägyptischen Medienberichten zufolge reklamierte die „Provinz Sinai“ des „Islamischen Staates“ den Angriff für sich. Die Terroristen kämpften bislang vor allem gegen Einrichtungen des ägyptischen Staates.

Etwa zwei Stunden nach dem Raketenangriff wurde ein Tunnel an der Grenze zwischen dem Sinai und dem Gazastreifen beschossen. Dabei wurden zwei Palästinenser getötet und fünf verletzt. Die radikal-islamische Hamas teilte mit, Israel sei für die Angriffe verantwortlich. Die israelische Armee wies dies zurück: Ägypten habe den Angriff geflogen.

Israel hatte erst am Montag auf Raketenbeschuss reagiert. Die Geschosse aus dem Gazastreifen zielten auf die Region Aschkelon. Bildungsminister Naftali Bennett hatte infolgedessen gesagt, eine neue Militärrunde sei nur eine Frage der Zeit.

Auch an der Nordgrenze Israels ist es zu Kampfhandlungen gekommen: Die israelische Armee beschoss Stellungen der syrischen Armee im Golan. Sie antwortete damit auf ein Panzergeschoss, das infolge der Kämpfe im syrischen Bürgerkrieg in Israel landete, aber keinen Schaden verursachte. Israel hat angekündigt, auch unbeabsichtigten Beschuss zu erwidern.

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Thu, 09 Feb 2017 12:06:00 +0100
<![CDATA[Ammoniak-Lager muss kurzzeitig schließen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/02/09/ammoniak-lager-muss-kurzzeitig-schliessen/ Ein Gericht in Haifa hat die vorübergehende Schließung für ein Ammoniak-Depot in der Stadt angeordnet. In einem Bericht hatte ein Team von Wissenschaftlern des Technion Haifa zuvor gewarnt, ein Angriff auf das Lager sowie auf ein Schiff, welches das Gas monatlich liefert, könnte den Tod Zehntausender Israelis zur Folge haben. Die Stadtverwaltung, Umweltaktivisten und Politiker kämpfen seit Jahren für eine Verlegung des Depots. Im vergangenen Jahr hatte die Hisbollah damit gedroht, die Ammoniak-Tanks mit Raketen anzugreifen.

Von: dn

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Thu, 09 Feb 2017 11:16:00 +0100