Israelnetz - Neueste Nachrichten https://www.israelnetz.com Nachrichten aus Israel und dem Nahen Osten de https://www.pro-medienmagazin.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif Israelnetz - Neueste Nachrichten https://www.israelnetz.com 18 16 Nachrichten aus Israel und dem Nahen Osten TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Thu, 25 Apr 2019 18:32:09 +0200 <![CDATA[Zahlen und Statistiken zum Wahltag]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/04/25/zahlen-und-statistiken-zum-wahltag/ JERUSALEM (inn) – Der Likud verdankt seinen knappen Sieg bei den Knessetwahlen auch Stimmen aus Kommunen, die wirtschaftlich benachteiligt sind. Hingegen konnte die Hauptrivalin, die neue Partei Blau-Weiß, vor allem in wohlhabenden Gemeinden punkten. Das geht aus einer Analyse der Onlinezeitung „Times of Israel“ hervor.

Insgesamt erhielt der Likud von Premierminister Benjamin Netanjahu bei den Wahlen am 9. April 26 Prozent der Stimmen. Besonders hoch ist der Anteil in der Negevstadt Dimona mit 56 Prozent und in Beit Schean im Jordantal mit 55 Prozent. Diese Gemeinden gehören nach Angaben des Zentralen Statistikbüros zu den ärmeren in Israel. In Tel Aviv war der Likud in den Arbeitervierteln Hatikva (55 Prozent) und Neve Ofer am erfolgreichsten. Die Jerusalemer gaben der Partei 25 Prozent ihrer Stimmen.

Die Kontrahentin Blau-Weiß unter Führung des ehemaligen Generalstabschefs Benny Gantz kommt ebenfalls auf 26 Prozent. Die Partei, die dem linken Lager zugerechnet wird, erhielt 56 Prozent in Ramat HaScharon. Darauf folgen Hod HaScharon mit 54 und Binjamina mit 51 Prozent. Diese Ortschaften gehören zum Spektrum der wohlhabenderen Kommunen. Im Tel Aviver Stadtviertel Zahala, wo mitunter Wohnungen für eine Million Dollar zum Verkauf stehen, erhielt die neue Partei 70 Prozent Zustimmung. Von den Jerusalemern wählten sie 12 Prozent.

Lieberman erreicht russische Wähler

Abgestürzt ist die Arbeitspartei, die vor vier Jahren im Bündnis Zionistische Union noch auf 19 Prozent kam. Bei den Wahlen zur 21. Knesset bekam sie nur 4 Prozent der Stimmen. Erfolgreich war sie vor allem in Kibbutzim. Hier liegt die Siedlung Niran an der Spitze – dort stimmten 54 Prozent für die linksgerichtete Partei. Allerdings betrug der Anteil 2015 noch 81 Prozent.

Die Partei des ehemaligen Verteidigungsministers Avigdor Lieberman, Israel Beiteinu, konnte vor allem Wähler mit Wurzeln im russischsprachigen Gebiet für sich gewinnen. Sie kam in Avschalom nahe der Grenze zum Gazastreifen auf 35 Prozent, dort ist der Anteil der russischsprachigen Bevölkerung hoch. Insgesamt kommt sie auf 4 Prozent. In den drusischen Orten Kisra Sumei und Peki’in konnte die Partei je 21 Prozent der Stimmen für sich verbuchen. Der Anteil ist hier allerdings im Vergleich zu 2015 gesunken: Bei den vorigen Wahlen erhielt Israel Beiteinu in Kisra Sumei 41 und in Peki'in 31 Prozent.

Weniger Frauen, weniger Nichtjuden

Die Tageszeitung „Ha'aretz“ wiederum hat sich die Zusammensetzung der 21. Knesset näher angesehen. Im Parlament finden sich 49 neue Abgeordnete. Von ihnen vertreten 24 Blau-Weiß und elf den Likud. Hinzu kommen fünf „Rückkehrer“, die bereits früher ein Mandat im Parlament hatten. In der vorigen Knesset waren 39 Abgeordnete vorher keine Parlamentsmitglieder gewesen.

Sieben Abgeordnete kommen aus der Kommunalpolitik. Der prominenteste von ihnen ist der frühere Bürgermeister von Jerusalem, Nir Barkat, der für den Likud kandidiert hat. Zwei weitere Parlamentarier waren vorher journalistisch tätig.

Der Frauenrekord von 35 aus der vorigen Knesset wurde nicht wieder erreicht. In der neuen Knesset wird es 29 Frauen geben, also knapp 25 Prozent der Abgeordneten. Sie repräsentieren neun der elf Fraktionen, die beiden ultra-orthodox geprägten Parteien stellen keine weiblichen Abgeordneten. Allerdings hatte sich in der vorigen Knesset die hohe Zahl der Frauen erst durch Nachrückung allmählich ergeben. Im Deutschen Bundestag beträgt der Anteil der weiblichen Abgeordneten 31,3 Prozent.

Geringer geworden ist auch die Anzahl der nicht-jüdischen Parlamentarier: Es gibt nun zehn Araber und zwei Drusen, statt wie bisher 13 Araber und fünf Drusen. 15 ranghohe Armeevertreter vervollständigen das Bild. Zu ihnen gehören gleich drei ehemalige Generalstabschefs an der Spitze von Blau-Weiß. 33 der 120 Abgeordneten sind religiöse Juden. Die Zahl der Einwanderer hat sich von zwölf auf acht reduziert. Zwei stammen aus Äthiopien und sechs aus der ehemaligen Sowjetunion.

Von: eh

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Thu, 25 Apr 2019 14:46:00 +0200
<![CDATA[Israel testet Belohnungssystem für weniger Stau]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/04/25/israel-testet-belohnungssystem-fuer-weniger-stau/ JERUSALEM (inn) – Das israelische Verkehrsministerium startet ein Pilotprogramm für bessere Autonutzung. Die Fahrer können dadurch bis zu 500 Euro im Jahr „verdienen“: Sie bekommen zunächst umgerechnet 1.120 Euro gutgeschrieben. Unerwünschtes Verhalten, wie etwa Fahren zu den Stoßzeiten, wird mit Geldabzug „bestraft“. Erwünschtes Verhalten, wie das Fahren in Gemeinschaft, wird dagegen mit zusätzlichem Geld belohnt. Am Jahresende dürfen die Teilnehmer behalten, was übrig bleibt, solange es 500 Euro nicht übersteigt.

Ein ähnliches Programm hatte das Verkehrsministerium 2013 getestet. Damals sind dadurch 400 der 1.200 Teilnehmer 16 Prozent weniger zu den Stoßzeiten Auto gefahren. Verkehrsminister Israel Katz war eigentlich gegen eine Neuauflage des Projekts und wollte stattdessen lieber öffentliche Verkehrsmittel fördern und mehr Straßen bauen. Die Regierung hat nun entschieden, das eine zu tun und das andere nicht zu lassen.

Entfaltung in mehreren Stufen

In einer ersten Phase rekrutiert das Ministerium zunächst 500 Fahrer aus dem ersten Projekt. Mit ihnen wird zunächst drei Monate lang geprüft, ob die Technik funktioniert. Sie muss präzise erfassen können, wo sich der Nutzer mit seinem Fahrzeug wie lange bewegt. In der nächsten Phase werden die Autos von 4.500 Freiwilligen damit ausgerüstet. Wenn das alles klappt, soll im August die letzte Phase beginnen, in der jeden Monat 5.000 neue Teilnehmer dazukommen, bis schließlich insgesamt 100.000 Autofahrer mitmachen.

Israel ächzt schon lange unter täglichen Staus. Laut dem Technik-Magazin „CTech“ ist die Zahl der Autos auf den Straßen zwischen 2000 und 2017 um 84 Prozent gestiegen. Das Straßennetz wuchs dagegen nur um 45 Prozent. Die Verkehrsgeschwindigkeit in Tel Aviv rangiert zwischen 45 und 20 Kilometern pro Stunde. Im Gegensatz zu vielen anderen Großstädten hat Tel Aviv keine U-Bahn, die Abhilfe schaffen könnte. Es befindet sich zwar eine Linie im Bau, doch bis sie fertig ist, dürften noch einige Jahre verstreichen. In der Zwischenzeit müssen für die Arbeiten Straßen gesperrt werden, was die Lage noch verschärft.

Von: tk

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Thu, 25 Apr 2019 14:12:00 +0200
<![CDATA[Israel lobt polnische Reaktionen auf „Judasgericht“]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/04/25/israel-lobt-polnische-reaktionen-auf-judasgericht/ JERUSALEM / PRUCHNIK (inn) – Nach Berichten über ein antisemitisches „Judasgericht“ in der polnischen Kleinstadt Pruchnik hat das israelische Außenministerium das Verhalten polnischer Amtsträger in der Angelegenheit gelobt. Im Südosten des Landes hatten Bewohner am Karfreitag eine große Judas-Puppe zunächst aufgehängt, dann geschlagen, durch die Straßen gezogen, verbrannt und schließlich ins Wasser geworfen.

Die Figur hatte eine lange, krumme Nase, einen schwarzen Hut und lange Schläfenlocken und bediente damit klassische antisemitische Stereotype. Auf ihr standen die Wörter „Judas 2019“ und „Verräter“. Ein Video der Zeitung „Ekspres Jarosławski“ zeigt die Vorgänge ausführlich. Zu sehen sind vor allem Kinder, die mit Holzstöcken auf die Puppe einschlagen. An einer Stelle erhielt die Figur 30 Stockhiebe, berichtet die jüdisch-amerikanischen Wochenzeitung „Algemeiner“. Dies solle 30 Silberlinge symbolisieren, die Judas nach biblischer Überlieferung dafür erhielt, dass er Jesus verriet.

Innenminister und Kirche üben Kritik

Die israelische Regierung bedauerte den Vorfall am Mittwoch. „Aber wir sind ermutigt durch die entschiedene Reaktion der polnischen Kirche, der Behörden und führender Offizieller der polnischen Regierung“, hieß es in einer Stellungnahme des Außenministeriums. Am Sonntag hatte Oppositionspolitiker Jair Lapid die Regierung von Benjamin Netanjahu aufgefordert, das „Zögern“ zu beenden und die Vorfälle stattdessen scharf zu verurteilen.

Kritik an dem „Judasgericht“ hatte etwa die Katholische Kirche in Polen geübt: „Die Kirche missbilligt Praktiken, die Menschenwürde verletzen, klar und deutlich“, erklärte Bischof Rafał Markowski. „Manifestationen der Verachtung irgendeiner Nation, einschließlich der jüdischen, wird die Katholische Kirche niemals tolerieren“, heißt es in der Stellungnahme weiter, die auch die katholische Bischofskonferenz verbreitete.

Vonseiten der polnischen Regierung äußerte sich Innenminister Joachim Budzinski. Er nannte das Ritual eine „idiotische, pseudo-religiöse Chutzpe“. Entsetzt hatte sich zuvor der Jüdische Weltkongress gezeigt: „Juden sind zutiefst beunruhigt durch die entsetzliche Wiederbelebung von mittelalterlichem Antisemitismus“, erklärte Kongress-Chef Robert Singer. Er verwies auf Papst Johannes Paul II., demzufolge Antisemitismus eine Sünde sei.

Justiz ermittelt

Inzwischen hat sich auch die polnische Justiz des Vorfalls angenommen. Laut Medienberichten hat die zuständige Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf ein Hassverbrechen eröffnet. Am Mittwoch befragte die Polizei einen 45-jährigen Mann, der die Puppe entzündet haben soll, schreibt „Algemeiner“.

Die Beziehungen zwischen Polen und Israel sind immer wieder angespannt. Im vergangenen Jahr hatte es massive Auseinandersetzungen über das sogenannte „Holocaust-Gesetz“ der konservativen polnischen Regierung gegeben. Zuletzt hatte eine Aussage des israelischen Außenministers Israel Katz für Streit gesorgt, nach der die Polen den Antisemitismus „mit der Muttermilch“ aufsaugten. Polen sagte daraufhin seine Teilnahme an einer Konferenz in Jerusalem ab.

Von: ser

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Thu, 25 Apr 2019 13:54:00 +0200
<![CDATA[Amerikaner mögen Israelis, aber nicht deren Regierung]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/04/25/amerikaner-moegen-israelis-aber-nicht-deren-regierung/ 64 Prozent der Amerikaner sehen die Israelis positiv, aber nur 41 Prozent deren Regierung. Das ergab eine Umfrage des Pew Forschungszentrums. Unterstützung für beide ist bei Republikanern stärker: 77 und 61 Prozent gegenüber 57 und 26 Prozent bei Demokraten. Die Haltung der Amerikaner gegenüber Palästinensern ist zu 46 Prozent positiv, gegenüber deren Regierung zu 19 Prozent. Unterstützung für Palästinenser ist bei Demokraten mit 58 Prozent stärker als bei Republikanern mit 32 Prozent. Deren Regierung kritisieren 65 Prozent der Demokraten. Bei den Republikanern sind es 81 Prozent.

Von: tk

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Thu, 25 Apr 2019 11:30:00 +0200
<![CDATA[Zionistische Organisation kritisiert Kongress-Abgeordnete Tlaib]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/04/25/zionistische-organisation-kritisiert-kongress-abgeordnete-tlaib/ Die Zionistische Organisation Amerikas (ZOA) fordert den Ausschluss der demokratischen Kongress-Abgeordneten Rashida Tlaib aus politischen Ämtern und aus der Partei. Die 42-Jährige lege nicht nur eine anti-israelische Haltung an den Tag, sondern verkehre auch mit verurteilten Terroristen oder Verschwörungstheoretikern, heißt es in einem Schreiben vom Mittwoch. Tlaib entstammt einer palästinensischen Familie. Bei den Zwischenwahlen im November wurde sie als Abgeordnete für ihre Geburtsstadt Detroit in den Kongress gewählt. Ihren Wahlsieg feierte sie mit einer palästinensischen Flagge.

Von: df

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Thu, 25 Apr 2019 11:23:00 +0200
<![CDATA[US-Anzeige fordert wegen Hisbollah Boykott deutscher Autoindustrie]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/04/25/us-anzeige-fordert-wegen-hisbollah-boykott-deutscher-autoindustrie/ In der US-Zeitung „Jewish Journal“ ist eine ganzseitige Anzeige geschaltet. Sie fordert Amerikaner auf, die deutsche Autoindustrie zu boykottieren, bis Deutschland die Hisbollah verbietet. Die Zeitung wird im Großraum Los Angeles gelesen. Der Sprecher des Komitees, das die Anzeige für vier Wochen schaltete, sagt gegenüber der „Jerusalem Post“, dass die Aktion auch an deutsche Diplomaten und Manager der US-Zweigstellen deutscher Autohersteller geschickt werde. Deutschland unterscheidet zwischen dem politischen und militärischen Arm der Hisbollah. Letzterer ist bereits verboten.

Von: mm

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Thu, 25 Apr 2019 10:59:00 +0200
<![CDATA[Amerikanisch-israelische Familie verklagt Syrien und Iran]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2019/04/25/amerikanisch-israelische-familie-verklagt-syrien-und-iran/ Die Kinder der Terror-Opfer Eitam und Na'ama Henkin haben am Mittwoch eine Klage bei einem Bundesgericht in Washington über 360 Millionen Dollar gegen den Iran und Syrien eingereicht. Sie werfen den Ländern vor, in die Ermordung ihrer Eltern involviert gewesen zu sein. Auf die amerikanisch-israelische Familie wurde am 1. Oktober 2015 im Westjordanland bei einer Autofahrt ein Anschlag verübt. Die tödlichen Schüsse auf die Eltern mussten die vier Kinder auf der Rückbank mit ansehen. Laut der Klage erhielten die Hamas-Terroristen Ausbildung, Waffen und Geld aus dem Iran und Syrien.

Von: mm

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Thu, 25 Apr 2019 10:36:00 +0200
<![CDATA[Nachrichten vom 25. April 2019]]> https://www.israelnetz.com/israelnetz-tv/2019/04/25/nachrichten-vom-25-april-2019/ Thu, 25 Apr 2019 09:14:00 +0200 <![CDATA[US-Regierung: Friedensplan kommt nach Ramadan]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/04/24/us-regierung-friedensplan-kommt-nach-ramadan/ WASHINGTON / JERUSALEM (inn) – Die US-Regierung will ihren „Friedensplan“ für den israelisch-palästinensischen Konflikt nach dem muslimischen Fastenmonat Ramadan veröffentlichen. Das sagte der Berater und Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, in einem Interview des amerikanischen Magazins „Time“ am Dienstag. Der Ramadan endet am Abend des 4. Juni. Ursprünglich sei eine Veröffentlichung bereits Ende des vergangenen Jahres angedacht gewesen. Doch durch die vorgezogenen Wahlen in Israel habe sich der Prozess verzögert.

Kushner erklärte weiter, die US-Regierung habe für den Friedensplan einen „ungewöhnlichen Zugang“ ausgewählt. Frühere Denkmodelle wie die Arabische Friedensinitiative aus dem Jahr 2002 seien zwar gute Versuche gewesen. Doch seien diese auch gescheitert. Daher probiere die US-Regierung nun einen „umgekehrten“ Ansatz: Anstatt sich erst einen „Prozess“ auszudenken, hätten die Verantwortlichen mit den Leuten vor Ort gesprochen. „Wir wollen ihnen nicht unseren Willen aufdrängen“, betonte Kushner. Der Plan beinhalte wirtschaftliche Verbesserungen für die Region und habe zugleich die israelischen Sicherheitsbedenken im Blick. Beide Seiten müssten zu Kompromissen bereit sein. Details wollte Kushner in dem Interview nicht nennen.

Greenblatt: Hamas muss Israel anerkennen

Unterdessen hat der amerikanische Sondergesandte für internationale Verhandlungen, Jason Greenblatt, den Friedensvertrag mit Blick auf den Gazastreifen thematisiert. Ob Friede zwischen Palästinensern und Israelis erreicht werde, hänge an der Terror-Organisation Hamas, schrieb er in einem am Sonntag in der amerikanischen Zeitung „New York Times“ veröffentlichten Meinungsstück. Die Hamas müsse Israel anerkennen und der Gewalt abschwören. Nur so könne wenigstens etwas „Normalität“ für die Bewohner möglich werden.

Für die miserablen Lebensbedingungen im Gazastreifen sei allein die Hamas verantwortlich, betonte Greenblatt außerdem. Es gehe nicht an, Israel dafür die Schuld zu geben. Araber in Israel könnten im Großen und Ganzen ein normales Leben führen. Für die Hamas sei hingegen die Zerstörung Israels der Weg, das Leben der Palästinenser zu verbessern. Aus diesem Grund verwende die Hamas etwa den gelieferten Zement, der für Schulen oder Krankenhäuser gedacht sei, für Terrortunnel.

Der neue palästinensische Premier Mohammed Schtaje hält indes die Entscheidungen der US-Regierung in den vergangenen Monaten für schlimmer als den angedachten Friedensplan. Er nannte den Finanzstopp für die UNRWA, die Anerkennung Jerusalems als israelischer Hauptstadt und den Botschaftsumzug. Doch auch die Gedanken an eine Annexion der Siedlungen sieht er kritisch. Dieser Schritt gefährde die Zwei-Staaten-Lösung, sagte er bei einem Treffen mit dem amerikanischen Senator Ron Wyden (Demokraten). „Wir müssen die palästinensisch-amerikanischen Beziehungen vom Friedensprozess lösen“, forderte er laut einem Bericht der palästinensischen Nachrichtenagentur WAFA.

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hat die Entscheidungen der Trump-Regierung hingegen durchweg begrüßt. Dazu gehörte zuletzt auch die Anerkennung der israelischen Annexion der Golanhöhen. Netanjahu kündigte am Dienstag an, eine Ortschaft im Golan nach Trump zu benennen. Er wolle eine entsprechende Resolution in die Regierung einbringen, schrieb er am Dienstag auf Twitter. „Alle Israelis waren tief bewegt, als Präsident Trump die historische Entscheidung getroffen hat“, begründete er sein Vorhaben. Er selbst zeigte sich mit seiner Frau Sara und seinen beiden Söhnen Jair und Avner bei einem Ausflug auf die Golanhöhen.

Von: df

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Wed, 24 Apr 2019 15:06:00 +0200
<![CDATA[US-Abgeordnete Omar: Jesus war Palästinenser]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/04/24/us-abgeordnete-omar-jesus-war-palaestinenser/ WASHINGTON (inn) – Die US-Kongressabgeordnete Ilhan Omar hat am Samstag einen Artikel der Zeitung „New York Times“ auf Twitter geteilt, in dem der Autor behauptet: „Jesus, in Bethlehem geboren, war höchstwahrscheinlich ein palästinensischer Mann mit dunkler Haut.“ Eric Copage beschreibt darin, wie er als Schwarzer sich in seiner Kindheit immer über Illustrationen wunderte, die Jesus als weißen Mann mit blonden Haaren darstellten.

Viele vermuten hinter diesen Äußerungen Omars eine Agenda. Der Rabbi Abraham Cooper vom Simon-Wiesenthal-Center erklärt, diese Behauptung solle ein Narrativ über palästinensische Geschichte schaffen, die ansonsten nicht weit zurückreiche. „Wenn man sagen kann, dass Jesus vor 2.000 Jahren ein Palästinenser war, heißt das, dass die Juden palästinensisches Land besetzen“, sagte er gegenüber der israelischen Zeitung „Jerusalem Post“. Er warnte vor der „tödlichen Kombination“ eines Narrativs, das suggeriere, „die Juden hätten Jesus getötet und täten nun das gleiche mit seinen Nachkommen“.

Ein nicht ganz neuer Mythos

Amerikanische Journalisten stellten etwa im konservativen Nachrichtendienst „Townhall“ heraus, dass Jesus einen jüdischen Stammbaum hatte, den Sabbat hielt, zum Passahfest pilgerte, in Synagogen lehrte und mit der Tora vertraut war. Geschichtlich korrekt sei, dass die Bezeichnung „Palästina“ von den Römern im Jahr 136 eingeführt wurde, um das Gedächtnis an die jüdische Geschichte des Landes zu tilgen. „Die Absurdität der Behauptung ist atemberaubend“, resümierte auch Cooper mit Blick auf Omar.

Die Behauptung, Jesus sei Palästinenser gewesen, hat eine längere Geschichte in der palästinensischen Propaganda. Dazu gehört die Aussage, Jesus sei Moslem gewesen, womit Palästinenser ihn zu einem „Schahid“, einem muslimischen Märtyrer, ummünzen.

Die Abgeordnete Omar fällt regelmäßig durch israelkritische Äußerungen auf. Kritiker bescheinigen ihr Antisemitismus. So sagte sie schon 2012, Israel habe die Welt hypnotisiert. Kürzlich behauptete sie auf Twitter, amerikanische Politiker würden Israel nur unterstützen, weil sie von jüdischen Lobbyisten bestochen würden.

Von: tk

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Wed, 24 Apr 2019 14:50:00 +0200
<![CDATA[Neue Intel-Prozessoren aus Haifa veröffentlicht]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/wirtschaft/2019/04/24/neue-intel-prozessoren-aus-haifa-veroeffentlicht/ HAIFA / SANTA CLARA (inn) – Die US-Firma Intel hat am Dienstag laut Eigenaussage die „leistungsfähigste Generation von Prozessoren für Laptops“ veröffentlicht. Kreiert wurden sie im Entwicklungszentrum des Unternehmens in Haifa. Die sogenannten Intel-Kern-Mobil-H-Serie-Prozessoren sollen laut dem Wirtschaftsmagazin „Globes“ vor allem Spiele-Fans, die auf Reisen sind oder mobil erreichbar sein müssen, Freude bereiten.

„Unsere neue neunte Generation-Plattform ist designt worden, um Spieler, Gestalter und Nutzer glücklich zu machen, indem wir ihnen mehr von dem geben, was sie wollen“, sagte der Intel-Chef für Premium-Laptops, Frederik Hamberger. Die neuen Prozessoren besitzen demnach die Rechenpower von fünf Gigahertz und acht Kernen, dazu dünnere Systeme und eine deutlich verbesserte technische Verbindung zum drahtlosen Internet.

Das ist einerseits für Spiele mit aufwendiger Grafik relevant, aber auch für Nutzer, die hochauflösende Videos auf ihren Laptops schneiden und rendern wollen. Seit Dienstag werden Laptops von Marken wie zum Beispiel Acer, Asus, Dell, HP, Lenovo und MSI mit den neuen Prozessoren ausgeliefert.

Intel beschäftigt 10.000 Israelis

Der Technik-Gigant Intel gründete seine israelische Zweigstelle in Haifa mit nur fünf Mitarbeitern im Jahr 1974. Heute gehört Intel Israel zu den größten Arbeitgebern des Landes und beschäftigt rund 10.000 Menschen. Das Entwicklungszentrum in Haifa konzentriert sich auf die Verbesserung von Prozessoren, Plattformen und Software für die Computer. Im Jahr 2011 entstand dort und im Kibbutz Jakum der Sandy-Bridge-Prozessor, der sich schnell zum am meisten verkauften Produkt der US-Firma bis zu diesem Zeitpunkt entwickelte.

Die gute Zusammenarbeit zwischen Intel und Israel zeigt sich auch an dem gemeinsamen Projekt mit dem Bildungsministerium 2012, um Schüler für Wissenschaft und Technik zu begeistern. Die US-Firma hat neben den Standorten in Haifa und Jakum auch Zentren in Kiriat Gat, Petach Tikva und Jerusalem. Im Februar 2018 kündigte Intel an, umgerechnet weitere 4,5 Milliarden Euro in die Chip-Herstellungs-Fabrik in Kiriat Gat zu investieren.

Von: mm

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Wed, 24 Apr 2019 12:13:00 +0200
<![CDATA[Vermisster Israeli in Berlin tot aufgefunden]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2019/04/24/vermisster-israeli-in-berlin-tot-aufgefunden/ BERLIN (inn) – Ein Vorfall in Berlin hat in Israel für Schlagzeilen gesorgt: Ein Israeli war plötzlich spurlos verschwunden. Erst nach vier Tagen informierte die Polizei die israelische Botschaft. Vor allem die Weigerung der deutschen Behörden, wenigstens die Familie zu unterrichten, wird im jüdischen Staat laut und heftig kritisiert. Der Vater, Herzl Abrahm, klagte darüber, ausgerechnet während des Pessachfestes derart im Ungewissen gelassen worden zu sein. Bis jetzt hätten ihn die deutschen Behörden nicht weiter informiert.

Der 36-jährige Janiv Abraham aus der Stadt Ma'ale Adumim östlich von Jerusalem war am vergangenen Mittwoch in Berlin gelandet. Anschließend meldete er sich bei seinen Eltern. Anhand von Google wurde bekannt, dass er am nächsten Morgen um 6.15 Uhr einen Zug bestieg. Seitdem blieb er jedoch spurlos verschwunden. Die Familie und die israelische Botschaft in Berlin bemühten sich erfolglos, ihn in Berlin zu finden. Wie israelische Medien berichten, verweigerte das Hotel die Bitte seiner Familie, sein Zimmer zu betreten, um nach ihm zu schauen. Auch die Berliner Polizei verweigerte jegliche Auskunft.

Journalistin machte Tod in Israel bekannt

Letztlich stellte sich heraus, dass die Polizei Abrahams Leiche schon am Nachmittag des Karfreitag in seinem Hotelzimmer gefunden habe. Obgleich er israelischer Staatsbürger war, wurden weder die israelische Botschaft noch die Familie informiert. Erst am Dienstag, vier Tage nach seinem Verschwinden, kontaktierte die Polizei die Botschaft. Bis dahin hatte die Familie auf den sozialen Netzwerken eine umfassende Suche nach ihm gestartet, zumal sie daran gewöhnt war, bei seinen Auslandsreisen jeden Tag einen Anruf zu erhalten. Am Sonntag sollte er eigentlich nach London fliegen, aber er war nicht zum Flug erschienen.

Dank der Recherchen der Europa-Korrespondentin des israelischen Fernsehsenders „Kan“, Antonia Jamin, wurde in Israel bekannt, dass Abraham tot aufgefunden worden sei. Während sich jetzt die israelische Botschaft um eine Rückführung der Leiche zwecks Begräbnis in Israel bemüht, verkündete die Berliner Polizei gemäß israelischen Medien, eine Autopsie durchführen zu wollen, um die Todesursache festzustellen.

Von: Ulrich W. Sahm

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Wed, 24 Apr 2019 11:57:00 +0200
<![CDATA[Lapid fordert Anerkennung des Völkermordes an den Armeniern]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/04/24/lapid-fordert-anerkennung-des-voelkermordes-an-den-armeniern/ Israel muss den Völkermord an den Armeniern durch die Türken im Jahr 1915 anerkennen. Das fordert der Vorsitzende der Partei Jesch Atid, Jair Lapid. Er kündigte am Mittwoch an, einen entsprechenden Gesetzesentwurf wieder zur Debatte zu stellen. Bislang hat lediglich der Kulturausschuss der Knesset den Völkermord anerkannt. Viele Politiker haben Bedenken, durch eine Anerkennung könnten sich die ohnehin schwierigen Beziehungen zur Türkei verschlechtern. Der 24. April ist der Gedenktag an den Völkermord. Bei Massakern und Todesmärschen kamen Schätzungen zufolge 1,5 Millionen Armenier ums Leben.

Von: df

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Wed, 24 Apr 2019 11:27:00 +0200
<![CDATA[Chinesische Elite-Uni will mit Al-Quds-Universität kooperieren]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/wissenschaft/2019/04/24/chinesische-elite-uni-will-mit-al-quds-universitaet-kooperieren/ Der Präsident der Al-Quds-Universität, Imad Abu Kischek, und der Präsident der chinesischen Universität für internationale Beziehungen, Qin Yaqing, haben am Montag in Peking über eine mögliche Zusammenarbeit beraten. Zur Diskussion standen etwa Austauschprogramme und gemeinsame Forschungsprojekte. Die Al-Quds-Universität ist die einzige arabische Universität in Jerusalem. Die Universität für internationale Beziehungen in Peking untersteht dem chinesischen Außenministerium, dient insbesondere der Ausbildung von Diplomaten und gilt als eine der renommiertesten des Landes.

Von: tk

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Wed, 24 Apr 2019 11:06:00 +0200
<![CDATA[Hamas infiltriert PA-Sicherheitstruppen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2019/04/24/hamas-infiltriert-pa-sicherheitstruppen/ Die Hamas hat im vergangenen Jahr die Sicherheitskräfte der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) infiltriert. Das berichtet die Zeitung „Yediot Aharonot“ unter Berufung auf palästinensische Beamte. Demnach waren die Agenten auch in Einheiten aktiv, die mit Israel zusammenarbeiten. Doch die PA habe den Plan aufgedeckt, alle Verdächtigen seien in Haft. Der Sprecher der Sicherheitskräfte, Adnan Damiri, widersprach dem Bericht. Lediglich vor zwei Jahren seien zwei Personen aus den Reihen der Sicherheitsdienste verhaftet worden, sagte er der palästinensischen Nachrichtenagentur WAFA.

Von: eh

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Wed, 24 Apr 2019 10:47:00 +0200
<![CDATA[Juden in Marokko wählen erstmals seit 50 Jahren Vertreter]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/04/24/juden-in-marokko-waehlen-erstmals-seit-50-jahren-vertreter/ Marokkanische Juden halten zum ersten Mal seit 50 Jahren Wahlen ab, um kommunale Vertreter zu bestimmen. König Mohammed VI. hatte vergangenen Freitag sein Innenministerium angewiesen, die Wahlen zu unterstützen. Die bislang letzte Abstimmung der Juden fand im Jahr 1969 statt. Danach war die Stimmung in Marokko durch den israelischen Sieg im Sechs-Tage-Krieg 1967 zu feindselig geworden. Von einst 270.000 Juden leben heute noch rund 3.000 im nordafrikanischen Staat. Das Königshaus hatte Anfang des Monats bereits den Plan für ein jüdisches Museum in der Stadt Fès angekündigt.

Von: mm

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Wed, 24 Apr 2019 10:29:00 +0200
<![CDATA[Abbas: Netanjahu glaubt nicht an Frieden]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/04/23/abbas-netanjahu-glaubt-nicht-an-frieden/ KAIRO (inn) – Der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Mahmud Abbas, hat bei in einer Dringlichkeitssitzung der Arabischen Liga um Unterstützung für eine Zwei-Staaten-Lösung geworben. Seine Äußerungen fielen vor dem Hintergrund des von US-Präsident Donald Trump angekündigten „Deal des Jahrhunderts“, der Berichten zufolge keinen palästinensischen Staat vorsieht.

Das Treffen fand am Sonntag unter somalischem Vorsitz und unter Abbas' Schirmherrschaft in Kairo statt. Es trug den Titel: „Entwicklungen in der Palästinenser-Frage: Der politische Weg und die finanzielle Krise“. Die Regierung der palästinensisch verwalteten Gebiete hat angekündigt, den Friedensplan zu boykottieren, den der US-Sondersgesandte für den Nahen Osten, Jared Kushner, für nach Ende des Ramadan angekündigt hat. Der islamische Fastenmonat endet am 4. Juni. In Kairo versuchte Abbas, die Außenminister der arabischen Staaten auf seine Seite zu ziehen. In seiner Rede benannte er seine Gegenspieler: „Trump, Israel und die Hamas“.

„Was wollen sie uns noch anbieten?“

Dem amerikanischen Präsidenten warf er Heuchelei vor. Nur Tage vor der Botschaftsverlegung hatte dieser in einem persönlichen Gespräch noch die Zwei-Staaten-Lösung unterstützt, behauptete Abbas. „Sie wollen uns für dumm verkaufen“, kommentierte er. Mit Blick auf den Friedensplan sagte Abbas: „Ich frage mich, was sie uns noch anzubieten haben. Sie haben uns Jerusalem und die besetzten Gebiete genommen. Sie haben Flüchtlingshilfe gestrichen. Die Siedlungen haben sie legitimiert. Und unsere Gebiete gelten nicht mehr als besetzt. Also, was bleibt übrig?“

Israel habe seit 1947 kein einziges der Abkommen mit den Palästinensern eingehalten, „weder das Oslo-Abkommen, noch das Pariser Protokoll noch Sicherheitsvereinbarungen“. Über Premier Benjamin Netanjahu sagte Abbas: „Wir wissen aus seinen Äußerungen und Andeutungen, dass er nicht an Frieden zwischen uns und ihnen glaubt.“ Zugleich klagte er über die im Gazastreifen regierende Hamas: „Die Hamas verweigert sich der Versöhnung. Stattdessen versuchen sie, ein Abkommen mit Israel auszuhandeln.“

Finanzielle Hilfen

Abbas sprach auch über die finanzielle Notlage, die sich durch den Stopp der US-Hilfe noch verschärft hat. Angesichts der Krise haben die arabischen Staaten der PA 100 Millionen Dollar an Hilfsgeldern pro Monat zugesichert. Der Polit-Analyst Kassem Hasem kommentierte gegenüber der Nachrichtenagentur „The Media Line“, die arabischen Staaten seien beim Friedensplan den Amerikanern zugeneigt. Die Hilfsgelder seien ein Feigenblatt, um ihr „Versagen im Widerstand gegen US-Unterstützung für Israel“ zu verbergen.

Von: tk

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Tue, 23 Apr 2019 14:54:00 +0200
<![CDATA[UNDOF-Kommandeur überraschend verstorben]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2019/04/23/undof-kommandeur-ueberraschend-verstorben/ Der Kommandeur der UN-Truppen an der israelisch-syrischen Grenze (UNDOF), Francis Vib-Sanziri, ist am Freitag in Eilat einem Herzinfarkt erlegen. Er wurde 62 Jahre alt. Der israelische UN-Botschafter Danny Danon würdigte den gebürtigen Ghanaer, der den Posten seit Oktober 2017 innehatte: „Seine Erfahrung und Führung hat die UNDOF durch eine komplizierte und herausfordernde Zeit geführt.“ Dazu hätten auch „die iranische Verschanzung in Syrien“ und Hisbollah-Aktionen gehört. Vib-Sanziri hinterlässt seine Ehefrau und zwei Töchter. Ihnen kondolierte Danon im Namen des Staates Israel.

Von: eh

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Tue, 23 Apr 2019 14:53:00 +0200
<![CDATA[Neue US-Maßnahmen gegen Iran und Hisbollah]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/04/23/neue-us-massnahmen-gegen-iran-und-hisbollah/ JERUSALEM / WASHINGTON – „Eine Entscheidung von großer Wichtigkeit“ hat der israelische Premier Benjamin Netanjahu die Verschärfung der US-Sanktionen gegen den Iran genannt. Es geht um die Aufhebung von Ausnahmeregelungen für acht Länder. „Das ist der Weg, um der iranischen Aggression zu begegnen, das ist der Weg, um sie zu verhindern“, sagte Netanjahu am Sonntag in Kapernaum.

Am Montag hatte das Weiße Haus die Absicht bekannt gegeben, Ausnahmeregelungen mit acht Ländern aufzuheben, die immer noch Öl-Handel mit dem Iran betreiben. Das solle den „maximalen Druck“ auf das Mullah-Regime weiter erhöhen. Die Ausnahmen sollen Anfang Mai auslaufen. „Diese Entscheidung beabsichtigt, Irans Öl-Exporte auf null zu setzen und dem Regime seine Haupteinnahmequelle zu nehmen“, heißt es in einer Stellungnahme aus Washington.

Belohnung für Hisbollah-Informationen

Weiter geht US-Präsident Donald Trump gegen die mit dem Iran zusammenarbeitende Hisbollah im Libanon vor. Am Montag hat das Außenministerium eine Belohnung von bis zu zehn Millionen Dollar für Informationen ausgesprochen, welche die weltweiten Finanzmechanismen der radikal-islamischen Organisation behindern sollen. Die US-Regierung bietet zum ersten Mal in ihrer Geschichte für diese Art der Informationen eine Belohnung an.

Im Oktober 1997 stufte die USA die Hisbollah als Terror-Organisation ein. Laut einem Bericht des Magazins „Forbes Israel“ hat die Hisbollah ein Jahreseinkommen von 1,1 Milliarden Dollar und ist somit die reichste Terror-Organisation der Welt. Die Summe speist sich aus der finanziellen Unterstützung des Iran, Wirtschaftsinvestitionen, Spendennetzwerken und Geldwäsche. Die Informationen, welche die USA jetzt belohnen wollen, sollen zur Identifizierung und Störung der Einnahmequellen der Hisbollah führen. Besonders im Auge haben sie dabei die Hisbollah-Unterstützer und Schlüsselfiguren Adham Tabaja, Mohammed Ibrahim Bassi und Ali Jusef Charara.

US-Gesetzesvorschlag zu palästinensischen Schulbüchern

Am vergangenen Donnerstag haben derweil Politiker der Republikaner und Demokraten einen Gesetzesvorschlag eingebracht, wonach der US-Außenminister jährliche Analyseberichte zu Bildungsmaterial der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) und UNRWA-Schulen vorlegen müsste. Laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“ kam der Vorschlag von den republikanischen Abgeordneten Brad Sherman und Lee Zeldin, der von zwei demokratischen Abgeordneten unterstützt wird.

In den Jahren 2016 und 2017 führte die PA überarbeitete Lehrpläne für Schüler der ersten bis zur elften Klasse ein. „Die neuen palästinensischen Lehrpläne der UNRWA haben es nicht geschafft, die internationalen Standards für Frieden und Toleranz im Lehrmaterial zu erreichen“, heißt es im Gesetzesvorschlag. „Schulbücher der PA und der UNRWA unterstützen Krieg und bringen Kindern bei, dass ein palästinensischer Staat nur durch Gewalt erreicht werden kann.“

Von: mm

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Tue, 23 Apr 2019 13:55:00 +0200
<![CDATA[Jerusalem zeigt Solidarität mit Frankreich]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/04/23/jerusalem-zeigt-solidaritaet-mit-frankreich/ JERUSALEM / PARIS (inn) – Nach dem Brand in der Kathedrale von Notre-Dame in Paris hat sich Jerusalem mit Frankreich solidarisiert: Einen Tag lang war das gleichnamige Gästehaus in der israelischen Hauptstadt in den französischen Nationalfarben angestrahlt.

Bürgermeister Mosche Lion erklärte dazu am Donnerstag: „Die Stadt Jerusalem und ihre Bürger sind betrübt wegen der schweren Ereignisse, die sich in der Kathedrale von Notre-Dame in Paris zugetragen haben. Wir erklären unsere Anteilnahme und senden dem französischen Volk aus unserer Hauptstadt Jerusalem eine sehr warme Umarmung. Für die nächsten 24 Stunden wird Jerusalems Notre-Dame in den Farben der französischen Flagge erleuchtet sein.“

Das Notre-Dame-Gästehaus befindet sich in der Nähe der Jerusalemer Altstadt, gegenüber des Neuen Tores. Das päpstliche Institut bietet auch Raum für Kongresse und Seminare.

Indes hat der französische Kulturminister Franck Riester erklärt, dass die symbolträchtige Kathedrale „fast gerettet“ sei. Gleichzeitig appellierte er an Präsident Emmanuel Macron, beim Wiederaufbau des Kulturdenkmals Sorgfalt walten zu lassen.

Von: eh

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Tue, 23 Apr 2019 12:26:00 +0200
<![CDATA[Juden in Indien]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2019/04/23/juden-in-indien/ Von Iris Völlnagel]]> Für viele Touristen in Indien gehört der Besuch des Einkaufsviertels Chandni Chowk in der Hauptstadt Neu-Delhi zum Pflichtprogramm. In der Haupteinkaufsstraße des Viertels gibt es alles zu kaufen, was Touristen vor oder nach ihrer Reise brauchen: günstige, leichte Baumwollkleider, Sonnenbrillen, Seidenstoffe, Tees, Koffer ... In einer Seitengasse der wuseligen Hauptstraße führt Cornelia Bosman zusammen mit ihrem Mann das Café „Open Hands“. Auf dem Speiseplan findet sich auch eine „Hummusplatte mit frischgebackenem Pitabrot“. „Wir haben hier viele israelische Gäste und haben uns essensmäßig auf sie eingestellt“, erklärt Bosman. Seit fast 20 Jahren lebt die südafrikanische Familie hier.

Während Bosman erzählt, kommt ein indischer Soldat herein, grüßt und verschwindet auf der Toilette. Bosman und er kennen sich. Gegenüber von Bosmans Café befindet sich das jüdische Chabadhaus. Es gehört zu Chabad Lubawitsch, einer weltweiten Organisation mit dem Ziel, das Judentum zu fördern. Das Haus ist Anlaufstelle für jüdische Reisende und hier lebende Israelis. Weil sich hier auch eine Synagoge befindet, müssen die Soldaten es bewachen. Wären draußen nicht Schilder mit hebräischen Schriftzeichen angebracht, würde niemand ahnen, dass es hier eine Synagoge gibt.

Das Chabadhaus ist ein beliebter Anlaufpunkt, erzählt Schmulik Scharf. Der Rabbiner wirkt eher wie ein lässiger Student als eine geistliche Respektsperson. Nur seine Schläfenlocken und die an der Hose herabhängenden Schaufäden lassen ahnen, wie wichtig ihm seine Religion ist. Das Haus leitet er zusammen mit seiner Frau Mira. Das Chabadhaus in Neu-Delhi gibt es seit 1995. Es gilt als das älteste in Indien. Inzwischen gibt es zwanzig dieser Häuser über das ganze Land verteilt. Als im November 2008 pakistanische Terroristen die Finanzmetropole Mumbai in Angst und Schrecken versetzten, war das Chabadhaus im Herzen der Stadt auch eines ihrer Angriffsziele. Damals, so heißt es heute, habe die Polizei zunächst nichts von der Existenz eines solchen Hauses gewusst.

Jeden Tag von neun Uhr morgens bis halb elf Uhr abends ist es geöffnet. Am Freitag laden der Rabbiner und seine Frau zur Schabbatfeier ein. Hotels, Touristen und in Neu-Delhi lebende Juden versorgen sie mit koscherem Essen. Im Informationszentrum bekommen Reisende Hinweise. Darüber hinaus kümmert sich der Rab­biner auch um jüdische Insassen in indischen Gefängnissen. Auch wenn Reisende medizinische Hilfe benötigen, hilft Scharf weiter.

Auszeit nach dem Militärdienst

Im Chabadhaus führt eine schmale, enge Treppe steil nach oben in den zweiten Stock. Auf dem ersten Treppenabsatz sitzt eine Handvoll junger Israelis. Die meisten von ihnen sind Anfang 20. Jedes Jahr kommen tausende Israelis nach ihrem Militärdienst nach Indien. Das Land ist beliebt, nicht nur weil es sich hier günstig leben und reisen lässt, sondern weil Juden hier bislang kaum verfolgt wurden.

Bis zu 60.000 junge Israelis beenden jährlich den Militärdienst. Schätzungsweise 30.000 von ihnen reisen anschließend nach Indien. Neben der Küste von Goa sind vor allem auch einige Dörfer im Himalaya und rund um Dharamsala besonders beliebt. Vielerorts steht alles auf Hebräisch. „Wir brauchen eine Auszeit, um die Erfahrungen im Militär zu verarbeiten“, sagen viele von ihnen. Schätzungsweise 90 Prozent von ihnen experimentieren in Indien mit Drogen, erzählt der israelische Filmemacher Joav Schamir in seiner BBC-­Dokumentation „Flipping out – Israel’s drug generation“. Jedes Jahr erlebten rund 2.000 junge Leute einen mentalen Zusammenbruch, so Schamir. Inzwischen hat die israelische Anti-­Drogenbehörde sogenannte „warme Häuser“ errichtet, um den Menschen zu helfen. Auch etliche der Rabbiner, die sich heute um die jungen Drogenkonsumenten kümmern, seien einst selbst in Indien Gestrandete, erzählt Schamir.

Mehr Touristen, direkte Flüge

Doch die Militärabsolventen sind nicht die einzigen Touristen. Auch Inder reisen gern nach Israel. Seit Jahren nehmen die Besucherzahlen zu. Mehr als 40.000 Inder besuchten in der ersten Jahreshälfte 2018 das Heilige Land. 2015 waren es noch 22.000, so eine Statistik des israelischen Tourismusministeriums. Zu dem Aufschwung beigetragen hat möglicherweise auch, dass die indische Fluggesellschaft Air India im März 2018 Direktverbindungen von Neu-Delhi nach Tel Aviv aufgenommen hat. Ein Novum dabei ist, dass die Flugroute über Saudi-Arabien führt, das zugestimmt hat, dass die Flieger seinen Luftraum benutzen dürfen. Bislang ist Air India die einzige Fluglinie, der das für Flüge von und nach Israel erlaubt wurde. Die Flugzeit verkürzt sich damit um zwei auf sieben Stunden.

Die Aufnahme der direkten Flugverbindungen ist auch Folge der gegenseitigen Besuche der Regierungschefs im jeweils anderen Land. Im Januar 2018 kam Israels Premier Benjamin Netanjahu nach Indien. Dabei besuchte er auch das Chabadhaus in Mumbai, das im November 2008 eines der Ziele der pakistanischen Terroristen wurde. Der damalige Rabbiner Gabi Holtzberg und seine Frau Rivka starben, ihr knapp zwei Jahre alter Sohn Mosche überlebte, weil sein Kindermädchen ihn außer Haus bringen konnte. Beide leben mittlerweile in Israel. Als Netanjahu das Haus besuchte, brachte er den inzwischen elfjährigen Jungen mit.

Enge Wirtschaftsbeziehungen

Erst seit 1992 gibt es zwischen Israel und Indien uneingeschränkte diplomatische Beziehungen. Seitdem wurden die Kooperationen zwischen Neu-Delhi und Jerusalem von Jahr zu Jahr enger.

Dabei gibt es historisch gesehen eine sehr lange Verbindung von Indern und Juden. Die ersten Juden kamen nach der Zerstörung des ersten Tempels vor rund 2.500 Jahren nach Indien. Heute gibt es verschiedene Gruppierungen. Eine ist die Bnei Menasche, zu deutsch Söhne des Manasse, einer der zehn verloren geglaubten Stämme Israels. 2005 wurden sie vom sephardische Oberrabbiner Israels als Juden anerkannt. Indien sei das einzige Land, in dem Juden nie verfolgt wurden, erzählen die Mitglieder von Mumbais Magen-Hassidim-Synagoge stolz. Heute leben schätzungsweise noch 20.000 Juden in ganz Indien – unter 1,3 Milliarden Indern eine winzige Minderheit.

Bereits im Juli 2017 hatte Indiens Premierminister Narendra Modi Israel besucht. Es war der erste Besuch eines indischen Premiers im jüdischen Staat. In Folge der gegenseitigen Besuche wurden mehrere Vereinbarungen über eine verstärkte Zusammenarbeit in Milliardenhöhe geschlossen. Etwa 70.000 Juden aus Indien leben heute in Israel. Inzwischen erinnert das Jerusalemer Israel-Museum mit der Ausstellung „Die Juden von Indien“ auch an die reichhaltige und langjährige Geschichte der jüdischen Gemeinden auf dem indischen Subkontinent.

Jael Silliman ist eine der wenigen Juden, die heute noch in Kalkutta leben. Die Soziologin und Frauenrechtlerin ist vor einigen Jahren von den USA in ihre Heimatstadt zurückgekehrt. Vor der Unabhängigkeit Indiens war die Stadt eines der wichtigsten jüdischen Zentren des Landes. Drei Synagogen gibt es noch mitten im Stadtzentrum dicht beieinander. Jede ist gut hergerichtet. Doch Gottesdienste finden mangels Mitgliedern kaum mehr statt. Dafür kommen immer mehr Touristen, um die jüdischen Spuren in der Stadt zu entdecken. Nun hat es sich die Wissenschaftlerin zur Aufgabe gemacht, die Geschichte der Juden von Kalkutta in einem digitalen Onlinearchiv zu bewahren. Mit Erfolg, glaubt sie, weil nun immer mehr Touristen sehen und erleben können, wie reichhaltig die Geschichte der Juden auf dem indischen Subkontinent einst war.

Diesen Artikel finden Sie auch in der Ausgabe 1/2019 des Israelnetz Magazins. Sie können die Zeitschrift kostenlos und unverbindlich bestellen unter der Telefonnummer 06441/5667752, via E-Mail an info@israelnetz.com oder online.

Zur Autorin: Iris Völlnagel ist freie Fernsehjournalistin für die ARD. Ihre Recherchen zu diesem Artikel entstanden im Rahmen eines Stipendiums der Robert-Bosch-Stiftung. Hier steht sie vor dem „Gateway of India“ in Mumbai, dem Wahrzeichen der Stadt, das auf Initiative und mit Geldern des jüdischen Mäzens David Sassoon gebaut wurde.

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Tue, 23 Apr 2019 11:41:00 +0200
<![CDATA[Christen aus Gazastreifen dürfen Ostern in Jerusalem feiern]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/04/23/christen-aus-gazastreifen-duerfen-ostern-in-jerusalem-feiern/ Zum orthodoxen Osterfest Ende der Woche dürfen rund 300 Christen aus dem Gazastreifen ab Donnerstag nach Jerusalem und in das Westjordanland reisen. Die israelische Regierung hatte entsprechende Erlaubnisse für das westliche Osterfest zuerst nicht erteilt. Ein Palästinenser-Vertreter sagte gegenüber der Onlinezeitung „Times of Israel“, dass seine Regierung daraufhin „eingeschritten“ sei, worauf Israel die Ausreise zum orthodoxen Fest nun genehmigt. Laut dem Statistikbüro der palästinensischen Autonomiebehörde leben gut 1.100 Christen im Gazastreifen.

Von: tk

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Tue, 23 Apr 2019 10:58:00 +0200
<![CDATA[Rivlin und Netanjahu kondolieren Sri Lanka]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/04/23/rivlin-und-netanjahu-kondolieren-sri-lanka/ Mit Bestürzung haben israelische Politiker auf die Anschlagswelle in Sri Lanka am Ostersonntag reagiert. Staatspräsident Reuven Rivlin verurteilte auf Twitter die Angriffe, einschließlich derjenigen auf Gottesdienste, als „abscheuliches Verbrechen“. „Wir alle sind Kinder Gottes; ein Angriff auf eine Religion ist ein Angriff auf uns alle“, ergänzte er und kondolierte den Hinterbliebenen. Regierungschef Benjamin Netanjahu versicherte, Israel stehe in diesen schweren Zeiten an der Seite Sri Lankas. Bei den Attentaten auf Kirchen und Hotels gibt es mindestens 310 Todesopfer.

Von: eh

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Tue, 23 Apr 2019 10:54:00 +0200
<![CDATA[Tel Aviver Basketball-Team gewinnt Schul-WM]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/sport/2019/04/23/tel-aviver-basketball-team-gewinnt-schul-wm/ Die Basketballmannschaft der Tel Aviver Tichon-Hadasch-Schule hat gegen ein griechisches Team die Schul-WM auf Kreta gewonnen. Im Finale siegten die Israelis am Freitag knapp mit 79 zu 78, indem sie in letzter Sekunde einen Drei-Punkte-Wurf versenkten. Im gesamten Turnier, an dem internationale Schulmannschaften aus 24 verschiedenen Ländern teilnahmen, verloren die Israelis kein einziges Spiel. Diesen Titel zu gewinnen, gelang vorher noch keinem anderen israelischen Team. Der Tel Aviver Bürgermeister Ron Huldai sendete seine Glückwünsche.

Von: mm

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Tue, 23 Apr 2019 10:38:00 +0200
<![CDATA[Von der Knechtschaft in die Freiheit]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2019/04/18/von-der-knechtschaft-in-die-freiheit/ Zwar ist es nach biblischer Überlieferung mehr als 3.000 Jahre her, dass Gott das Volk Israel aus der ägyptischen Sklaverei befreite. Doch jeder Jude soll das Passahfest (Pessach) so feiern, als wäre er selbst beim Auszug dabei gewesen. In diesem Jahr beginnt die Festwoche am 19. April, also an Karfreitag, mit dem Sederabend.

Das hebräische Wort „Seder“ bedeutet „Ordnung“. Es steht für den Ablauf dieses besonderen Abends, der einem bestimmten Ritus folgt. Dieser ist in der sogenannten „Haggada“ (Erzählung) festgehalten – sie enthält liturgische Texte und Gebete. Der jüngste Knabe der Tischgemeinschaft stellt traditionell die vier zentralen Fragen. „Worin unterscheidet sich diese Nacht von allen Nächten?“, fragt er – und will wissen, warum Juden in dieser Nacht nur Ungesäuertes essen, warum sie angelehnt statt sitzend essen, warum bittere Kräuter zur Mahlzeit gehören. Das Familienoberhaupt antwortet mit der biblischen Geschichte vom Auszug aus Ägypten, dem Exodus.

Im Jerusalemer Talmud heißt es dazu im Traktat „Pessachim“ (10,1/37b): „Rabbi Levi sagte: Da es Knechtesart ist, stehend zu essen, isst man beim Seder angelehnt, um kundzutun, dass sie von der Knechtschaft in die Freiheit zogen.“ Dies zeigt, wie sehr sich Juden bis heute mit der Geschichte ihrer Vorfahren identifizieren.

Auf einem speziellen Teller finden sich am Sederabend die symbolischen Speisen. Bittere Kräuter erinnern an die Fronarbeit, ein Fruchtmus wegen der Farbe an den Mörtel für die Bauarbeiten. Ein gebratener Hähnchenknochen symbolisiert das Lamm, das vor dem Auszug das besondere Pessachopfer war. Ein hartgekochtes Ei steht für das Feiertagsopfer, das in den Tagen des Tempels dargebracht wurde.

Vier Becher Wein symbolisieren Gottes erlösendes Wirken

Während der Mahlzeit werden vier Becher Wein oder Traubensaft getrunken. In diesem Jahr beginnt das Fest am Karfreitag der westlichen Kirchen. Den Wein verglich Jesus nach neutestamentlicher Überlieferung am Abend vor der Kreuzigung mit seinem Blut, das für die Menschen vergossen werden sollte. In biblischer Zeit gehörte Pessach neben dem Wochenfest (Schawuot) und dem Laubhüttenfest (Sukkot) zu den drei großen Wallfahrtsfesten, an denen Tausende nach Jerusalem pilgerten.

Ein leerer Stuhl ist beim Seder für den Propheten Elia reserviert, der nach der jüdischen Tradition die Ankunft des Messias ankündigen soll. Auch auf diesem Platz steht ein gefülltes Weinglas. Die Kinder sehen immer wieder hin und schauen nach, ob sich die Menge des Getränkes verringert hat.

Der Jerusalemer Talmud gibt im Traktat Pessachim (101,1/37b–c) eine Antwort auf die Frage, warum Juden am Sederabend vier Becher trinken. „Rabbi Jochanan sagte im Namen Rabbi Banajas: Entsprechen den vier Ausdrücken der Erlösung: ‚Daher sprich zu den Söhnen Israels: ICH bin‘s, ich führe euch unter den Lasten Ägyptens hervor, ich rette euch aus eurem Dienst, ich löse euch aus mit ausgestrecktem Arm, mit großen Gerichten. Ich nehme euch mir zum Volk.‘ (2. Mose 6,6f.)“

Phänomen: Mehr Schönheitsoperationen vor Pessach

Am Sederabend kommen jüdische Familien zusammen, mitunter sehen sich Verwandte sonst das gesamte Jahr nicht. Die Tageszeitung „Jerusalem Post“ vermutet, dass möglicherweise hierin der Grund für ein Phänomen in der israelischen Gesellschaft liegt: Vor Pessach steigt die Zahl der Schönheitsoperationen an. Das teilte die Israelische Gesellschaft für plastische und ästhetische Chirurgie mit. Demnach sind Nasenoperationen und Fettabsaugen am meisten gefragt. Vor allem Männer und Frauen in den 50ern bitten um solche Operationen. Sie hätten das Gefühl, sich auf dem „Höhepunkt ihrer Karrieren“ zu befinden. Aus ihrer Sicht passt das eigene Gesicht nicht zum Körper und der vorhandenen Energie.

Eingriffe anderer Art sind in den Wochen vor dem Fest üblich: Viele Juden unterziehen ihre Häuser und Wohnungen einer Grundreinigung. Sie verzehren alles Gesäuerte. In den israelischen Supermärkten sind ganze Regale zugehängt, weil die dortigen Produkte nicht „koscher le-Pessach“ sind. Die Reste der gesäuerten Speisen werden verbrannt. Wenn eine große Menge übrig ist, können Juden die Lebensmittel oder gar den Raum, in dem sich diese befinden, vorübergehend an einen Nichtjuden „vermieten“. In Israel übernehmen oft Araber die Verantwortung für diese Lebensmittel. Es gibt auch besonderes Geschirr, das nur für das Passahfest hervorgeholt wird.

Im 2. Buch Mose berichtet die Bibel, wie Gott die Israeliten aus der ägyptischen Sklaverei befreite. In der Nacht des Aufbruches war keine Zeit, um Sauerteig für Brot anzusetzen. Deshalb nahmen die Fliehenden ungesäuertes Brot mit. Dieses gehört in Form von Matzot zu Pessach. In 2. Mose 12,14–15 gebietet Gott den Israeliten: „Ihr sollt diesen Tag als Gedenktag haben und sollt ihn feiern als ein Fest für den HERRN, ihr und alle eure Nachkommen, als ewige Ordnung. Sieben Tage sollt ihr ungesäuertes Brot essen. Schon am ersten Tag sollt ihr den Sauerteig aus euren Häusern tun. Wer gesäuertes Brot isst, vom ersten Tag an bis zum siebenten, der soll ausgerottet werden aus Israel.“

Dank und Trauer nah beieinander

Dankbarkeit für die Befreiung aus der Sklaverei steht im Mittelpunkt der Festwoche. In der Haggada nimmt das Lob Gottes viel Raum ein. Durch die Jahrhunderte hindurch sind immer wieder Juden unterdrückt worden. Sie haben Gott um Hilfe angerufen, und manchmal sind sie aus ihrer Situation befreit worden. Die Erinnerung ist somit ein wesentliches Element der jüdischen Feste.

Dem Auszug gingen zehn Plagen voraus, mit denen Gott das verhärtete Herz des Pharao erweichen wollte, damit er die Israeliten ziehen lasse. Zuletzt starben alle erstgeborenen Söhne in Ägypten. Nur die Familien, die nach Gottes Geheiß ihre Türpfosten mit dem Blut eines Lammes bestrichen hatten, wurden von dem Todesengel verschont, der an diesen Häusern vorüberging. Die Bezeichnung „Pessach“ wird auf das hebräische Verb „passach“ (vorübergehen) zurückgeführt.

In manchen Familien fasten die Erstgeborenen vor dem Fest von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Dies soll daran erinnern, wie Gott die Söhne der Israeliten verschonte, während die der Ägypter getötet wurden. Doch die Freude über die Befreiung ist nicht vollkommen. Denn durch die Plagen und beim Durchzug durch das Schilfmeer starben auch Ägypter, die sich nicht persönlich gegen einen Israeliten versündigt hatten. Und so heißt es gleich an zwei Stellen im Talmud: „Als sie die Vernichtung der Ägypter sahen, wollten die Engel einen Gesang anstimmen, aber Gott gebot ihnen Schweigen und sprach: ‚Das Werk meiner Hände ertrinkt im Meer, und ihr wollt singen!’“

Der Sederabend am 15. Tag des jüdischen Monats Nisan bildet den Auftakt zu Pessach. Dieser Tag und der letzte Tag der Festwoche, also der 21. Nisan, sind in Israel offizielle Feiertage. Schüler haben in dieser Zeit Ferien. In der Diaspora währt das Fest einen Tag länger als in Israel.

Von: Elisabeth Hausen

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Thu, 18 Apr 2019 14:10:00 +0200
<![CDATA[Viele antisemitische Vorfälle haben Israel-Bezug]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2019/04/18/viele-antisemitische-vorfaelle-haben-israel-bezug/ BERLIN (inn) – Rund die Hälfte aller antisemitischen Vorfälle in Berlin im vergangenen Jahr weist einen Bezug zu Israel auf. Das geht aus einer Studie der „Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Berlin“ (RIAS) hervor. Insgesamt registrierte die RIAS im vergangenen Jahr 1.083 antisemitische Vorfälle. Fast jeden zehnten Fall ordnet sie explizit einem „israelfeindlichen Aktivismus“ zu. Im Übrigen weist die Studie darauf hin, dass anti-israelische Stereotype von unterschiedlichen Personen aus dem politischen Spektrum verwendet würden.

31 Mal waren explizit „israelsolidarische Einzelpersonen“ Ziel antisemitischer Vorfälle. Körperliche Angriffe mit anti-israelischem Hintergrund gab es 18 Mal. Beispielhaft verweist die Recherchestelle auf einen Vorfall in einer Berliner U-Bahn, bei dem zwei Männer gegen Fensterscheiben schlugen und mehrmals riefen: „Israel muss brennen.“ Gleichzeitig stieg die Zahl der gezielten Sachbeschädigungen mit Israel-Bezug von drei auf neun Vorfälle an. Drei Mal war das Zeigen einer Israelfahne Auslöser. Von den antisemitischen Bedrohungen – etwa gegen einen Passanten mit „pro-israelischem Jutebeutel“ – hatten 15 und damit fast jede dritte einen anti-israelischen Bezugspunkt.

„Ritualisierung“ antisemitischer Versammlungen

Die Anzahl von Versammlungen mit Bezug zum Nahostkonflikt beschreibt die RIAS als konstant. Die Recherchestelle beziffert sie auf etwa 30. Charakteristisch für derartige Veranstaltungen sei, dass links-antiimperalistische, islamistische und israelfeindliche Aktivisten hier bündisfähig seien. In den vergangenen Jahren lasse sich eine „Ritualisierung“ antisemitischer Versammlungen „zu alljährlich wiederkehrenden Anlässen“ beobachten, erklärt die Studie.

Sie weist gleichzeitig darauf hin, dass sich die Teilnehmerzahl am diesjährigen Qudstag-Marsch mit circa 1.200 Personen etwa verdoppelt habe und erstmals die Höhe von 2014, also der Zeit der israelischen Operation „Starker Fels“, erreicht worden sei. Von ritualisierten Veranstaltungen abgesehen bemühten sich israelfeindliche Akteure auch, größere Demonstrationen „für ihre eignene politische Agitation zu nutzen“, heißt es etwa unter Bezugnahme auf die linke „Unteilbar“-Kundgebung vom Oktober 2018.

Antisemitische E-Mails synchron zu Geschehen in Nahost

Dass es im Mai die meisten antisemtischen Vorfälle gab, führt die RIAS unter anderem auf die Ereignisse in Israel und dem Nahen Osten zurück, etwa die Feierlichkeiten zum 70-jährigen Bestehen des jüdischen Staates. Dementsprechend habe es bei 61 Prozent aller antisemitischen Vorfälle im Mai einen Israel-Bezug gegeben. Die Häufung antisemitischer E-Mails sei weitgehend synchron zur medialen Berichterstattung über Vorkommnisse in Israel und dem Nahen Osten verlaufen, heißt es etwa unter Verweis auf die Eskalation des „Marschs der Rückkehr“ im Mai 2018 weiter. Dabei sei auffallend, dass viele Anschreiben der politischen Mitte zugeordnet werden könnten und die Verfasser oft höflich und auf Basis von Berichterstattung in Qualitätsmedien argumentierten.

Insgesamt erfasste die Studie für das vergangene Jahr 1.083 Vorfälle. Das sind 132 mehr als im Vorjahr. Die Steigerung ist demnach vor allem auf eine Zunahme von Angriffen und Bedrohungen zurückzuführen. Etwa jede fünfte Tat geht auf einen rechtsextremen Hintergrund zurück. Dem islamistischen Spektrum ordnet RIAS 19 Vorfälle zu, das macht 2 Prozent aus. Insgesamt konnte die Recherchestelle allerdings nur in der Hälfte aller Fälle überhaupt einen politischen Hintergrund identifizieren.

Von: ser

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Thu, 18 Apr 2019 14:09:00 +0200
<![CDATA[Palästinensischer Regisseur Suleiman im Cannes-Wettbewerb]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2019/04/18/palaestinensischer-regisseur-suleiman-im-cannes-wettbewerb/ Der palästinensische Regisseur Elia Suleiman ist mit seinem neuen Film „It Must Be Heaven“ (Das muss der Himmel sein) in den prestigeträchtigen Wettbewerb von Cannes eingeladen worden. Er spielt in der Burleske selbst die Hauptrolle. Suleiman („Göttliche Intervention – Eine Chronik von Liebe und Schmerz“) verlässt die palästinensischen Autonomiegebiete und reist nach Paris und New York, um zu erkennen, was seine wahre Heimat ist. Das Festival an der französischen Riviera, das allgemeinhin als wichtigstes Filmfest weltweit gilt, findet vom 14. bis 25. Mai statt.

Von: mm

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Thu, 18 Apr 2019 11:51:00 +0200
<![CDATA[Hamas droht mit Anschlägen auf israelische Städte]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2019/04/18/hamas-droht-mit-anschlaegen-auf-israelische-staedte/ GAZA (inn) – Im April 2004 starb einer der Gründer der Hamas, Abdel Asis al-Rantisi, bei einem gezielten israelischen Luftangriff im Gazastreifen. Daraufhin kündigte die radikal-islamische Organisation Anschläge gegen Israelis an. 15 Jahre später droht sie erneut mit Rache.

Einem Bericht der Tageszeitung „Jerusalem Post“ zufolge haben Terrorgruppen in Gaza zum Jahrestag ein Video veröffentlicht. Darin sage ein Hamas-Mitglied: „Oh Bush, oh Scharon, wir werden siegreich sein. Morgen, so Allah will, werdet ihr das erfahren.“ Zur Zeit des Angriffes war George W. Bush Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika und Ariel Scharon israelischer Premierminister.

„Jaffa ist wie Gaza“

Weiter heißt es laut dem Bericht in dem Video: „Die Qassam-Brigaden werden in Haifa, Tel Aviv, Safed und Akko auf euch schießen.“ Die Brigaden sind der militärische Flügel der Hamas. Sie fügen an: „Wir unterscheiden nicht zwischen Palästina und Palästina. Jaffa ist wie Gaza, Tel al-Suhour ist wie Rafah, Galiläa ist wie Hebron.“ Mit Tel al-Suhur ist die israelische Küstenstadt Netanja gemeint. Sie wird mit der Grenzstadt Rafah zwischen dem Gazastreifen und Ägypten verglichen.

Die israelische Luftwaffe hatte am 17. April 2004 das Fahrzeug von Al-Rantisi angegriffen. Es war eine von wenigen Gelegenheiten, bei denen er sein Versteck verließ. Er war gerade erst Nachfolger des ebenfalls von Israel getöteten Hamas-Führers Scheich Ahmed Jassin geworden.

Von: eh

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Thu, 18 Apr 2019 11:30:00 +0200
<![CDATA[Rivlin fordert Netanjahu offiziell zur Regierungsbildung auf]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/04/18/rivlin-fordert-netanjahu-offiziell-zur-regierungsbildung-auf/ Der israelische Staatspräsident Reuven Rivlin hat Premier Benjamin Netanjahu am Mittwoch angewiesen, eine neue Regierung zu bilden. Rivlin verkündete, dass eine Mehrheit von Knesset-Abgeordneten ihm ihre Unterstützung für die Nominierung Netanjahus zugesichert hatte. Der Staatspräsident habe den Parteiführer ausgewählt, der die beste Aussicht auf die Formung einer Regierungskoalition habe. Netanjahu hat dazu jetzt 42 Tage Zeit. Rivlin rief ihn dazu auf, nach einem hart geführten Wahlkampf nun die „Wunden und Risse“ in der israelischen Gesellschaft zu heilen.

Von: mm

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Thu, 18 Apr 2019 11:20:00 +0200
<![CDATA[Merkel gratuliert PA-Premierminister Schtaje]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/04/18/merkel-gratuliert-pa-premierminister-schtaje/ Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dem Premierminister der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Mohammed Schtaje, gratuliert und viel Erfolg im neuen Amt gewünscht. „Sie und die Palästinensische Autonomiebehörde müssen mit schwierigen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen in komplexen Umständen umgehen“, sagte Merkel. Die Bundesregierung werde dabei helfen, diese Aufgaben zu erfüllen. Sie werde sich auch darum bemühen, in Zusammenarbeit mit den europäischen Partnern einen nachhaltigen Frieden in der Region zu erreichen.

Von: mm

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Thu, 18 Apr 2019 10:56:00 +0200
<![CDATA[Demonstrationen zum „Tag des Häftlings“]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/04/18/demonstrationen-zum-tag-des-haeftlings/ Palästinenser haben am Mittwoch ihren jährlichen „Tag des Häftlings“ begangen. Sie beklagten „Menschenrechtsverletzungen“ Israels. An den Kundgebungen nahmen laut der palästinensischen Nachrichtenagentur WAFA tausende Menschen in Städten wie Ramallah, Nablus, Jericho oder Bethlehem teil. Das Außenministerium der Autonomiebehörde sprach in einer Stellungnahme von 5.700 inhaftierten Palästinensern in Israel. Sie seien Opfer von Folter und Unrecht. Am Montag beendeten hunderte Gefangene, zumeist Terroristen, einen Hungerstreik, nachdem Israel ihnen öffentliche Telefone zugesichert hatte.

Von: tk

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Thu, 18 Apr 2019 10:55:00 +0200
<![CDATA[Nachrichten vom 18. April 2019]]> https://www.israelnetz.com/israelnetz-tv/2019/04/18/nachrichten-vom-18-april-2019/ Thu, 18 Apr 2019 10:20:00 +0200 <![CDATA[Netanjahu gehört zu einflussreichsten Menschen 2019]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/04/18/netanjahu-gehoert-zu-einflussreichsten-menschen-2019/ NEW YORK (inn) – Der israelische Premier Benjamin Netanjahu ist zu einem der 100 einflussreichsten Menschen 2019 bestimmt worden. Das amerikanische „Time“-Magazin wählte ihn sogar unter die 25 wichtigsten Führungsfiguren der Welt. In seiner Gesellschaft befinden sich US-Präsident Donald Trump, die Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, Papst Franziskus, die junge schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg und die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern.

„Israel ist Bibis Nation“, schreibt der „Time“-Kolumnist David French über Netanjahu, dessen Spitzname er in seinem hymnenartigen Text gebraucht. Er erinnert daran, dass der wiedergewählte israelische Premier mit seiner fünften Amtszeit den israelischen Staatsgründer David Ben-Gurion als am längsten dienenden Regierungschef des jüdischen Staates überholen wird.

Gründe für Bibis Triumph

Als Gründe für diesen Erfolg nennt French das israelische Gesellschaftsklima nach der sogenannten zweiten Intifada, die Israels politische Linke untergraben habe. Die frischen Erinnerungen an die Selbstmordattentäter hätten die israelische Gesellschaft zurechtgewiesen hinsichtlich der Frage, ob es einen Partner für Frieden in der Region gebe. Zu diesem Gefühl hätten auch die weitergehenden Raketenangriffe der Hamas auf Israel beigetragen. Hinzu komme die ständige Bedrohung durch den Iran.

Dass Israel insgesamt trotz der Gefahren mächtiger und wohlhabender geworden sei, würden viele Israelis mit der Person Netanjahu verbinden. „Er ist der unverzichtbare Mann der Nation“, schreibt der „Time“-Kolumnist. Netanjahu habe trotz der „ernsten Anschuldigungen wegen Korruption“ die Knesset-Wahlen gewonnen. Er verdiene seinen Anteil an der Stärke Israels. Sein größter politischer Verdienst sei aber, die Israelis zu überzeugen, dass nur er diesen Erfolg des Landes fortsetzen könne.

Schauspielerin Gadot darf schwärmen

Einige der Menschen auf der Top-100-Liste vom „Time“-Magazin haben prominente Paten bekommen, die für sie den erklärenden Text verfasst haben. Die israelische Schauspielerin Gal Gadot hat über ihren hawaiianischen Schauspielkollegen Dwayne „The Rock“ Johnson geschrieben, der in diesem Jahr zu den 25 wichtigsten Künstlern gezählt wurde. Sie lobt ihn als Schauspieler, der in den Blockbuster-Filmen der „Fast and the Furious“-Reihe immer alles vor der Kamera gegeben habe. Sie schätzt aber auch seine menschliche Seite, die im Zusammenhang mit seiner Stiftung und seiner Familie zum Vorschein komme.

Von: mm

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Thu, 18 Apr 2019 10:00:00 +0200
<![CDATA[Vergeben und Vergessen?]]> https://www.israelnetz.com/kommentar-analyse/2019/04/17/vergeben-und-vergessen/ Ein Kommentar von Elisabeth Hausen]]> „Lo nischkach we-lo nisslach“ – „wir werden weder vergessen noch vergeben“. Dieser Satz ist oft von Juden zu hören, wenn es um das millionenfache Morden während der Scho’ah geht. Und er stößt Christen zuweilen bitter auf. Das zeigt sich bei der aktuellen Debatte um eine Äußerung des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro, die in Israel auf scharfe Kritik stieß. Vor Pastoren sagte er vergangene Woche, der Holocaust könne vergeben, aber nicht vergessen werden. Dass die Israelis den Vorschlag nicht freudig aufgenommen haben, können viele Christen nicht nachvollziehen.

Dabei ist auch die Vergebung von Christen keine Selbstverständlichkeit. Natürlich identifizieren sie sich gern mit Petrus, der stolz auf seine Bereitschaft war, seinem Bruder siebenmal zu vergeben (Matthäus 18,21). Doch eine solche tatsächlich gelebte Großmütigkeit ist auch bei Christen eher selten. Und wenn es vorkommt, ist das ein Medienereignis. Als Beispiel, wo bei dem ein Christ Menschen vergeben hat, die ihm Leid zugefügt haben, sei Susanne Geske genannt. Deren Ehemann Tilmann 2007 im türkischen Malatya mit zwei weiteren Christen brutal ermordet wurde. Dass sie den Tätern öffentlich vergab, war nicht nur in der Türkei eine Sensation.

Vorbild für Menschen wie Susanne Geske ist Jesus, der am Kreuz angesichts seiner Peiniger ausrief: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ (Lukas 23,34) An ihm sollten sich Christen orientieren, keine Frage. Doch können wir das auch von Juden erwarten? In den vergangenen Jahrhunderten haben Menschen im Namen des Christentums zahlreiche Taten begangen, die für Juden alles andere als eine Einladung zum christlichen Glauben darstellten. Während des Nationalsozialismus schwiegen viele zu dem Unrecht, das den Juden Europas zugefügt wurde. Manche Kirchenvertreter waren sogar aktiv daran beteiligt. Es gab natürlich auch Christen, die ihr Leben riskierten, um Juden zu retten. Aber es waren Einzelne.

Keine Überheblichkeit gegenüber Juden

Nichtbetroffene können leicht Überlebende des Massenmordes und deren Angehörige zur Vergebung auffordern. Für einen echten Dialog ist es jedoch nötig, sich in den anderen hineinzuversetzen. Paulus schreibt im 1. Brief an die Korinther (9,20): „Den Juden bin ich wie ein Jude geworden, damit ich die Juden gewinne.“ Wer sich in solcher Weise auf seinen Gesprächspartner einlässt, wird auch feststellen, dass Vergebung im Judentum eine andere Bedeutung hat als im Christentum – und wird so vor einem vorschnellen Urteil bewahrt. Aus jüdischer Sicht kann allein Gott Sünden vergeben. Wenn ein Holocaust-Opfer sich aus persönlichen Beweggründen dazu entschließt, seinen Peinigern zu verzeihen, ist das eine Entscheidung, die nicht auf die Allgemeinheit übertragen werden darf.

Juden, die nicht an Jesus als Messias glauben, orientieren sich nun einmal nicht an ihm und seiner Lehre. Das gilt es zu akzeptieren. Manche Belehrungen wirken vor allem überheblich, aber bestimmt nicht einladend. Das Neue Testament fordert Christen an keiner Stelle auf, sich hochmütig gegenüber Gottes auserwähltem Volk zu verhalten. Vielmehr ist es unsere Aufgabe, uns so zu verhalten, dass Juden eifersüchtig auf unsere Gottesbeziehung werden. In Römer 10,19 zitiert Paulus aus 5. Mose 32,21: „Ich will euch eifersüchtig machen auf ein Nicht-Volk; über ein unverständiges Volk will ich euch zornig machen.“ Wer mit dieser Einstellung einem jüdischen Gesprächspartner gegenübertritt, findet sicher auch einen einladenden Weg, das Thema Vergebung anzusprechen.

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Wed, 17 Apr 2019 14:44:00 +0200
<![CDATA[Neues Israelnetz Magazin erschienen]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2019/04/17/neues-israelnetz-magazin-erschienen/ Zeitenwende in Nahost? Vor 40 Jahren schloss Ägypten Frieden mit Israel, vor 25 Jahren tat dies Jordanien. Wie es heute um die Beziehungen bestellt ist, lesen Sie im neuen Israelnetz Magazin 2/2019. Wir lassen Zeitzeugen zu Wort kommen und schauen auch auf die Beziehungen zwischen Israel und dem Iran, die sich mit der islamischen Revolution vor 40 Jahren zum Schlechten entwickelt haben. Sie können die Zeitschrift kostenlos und unverbindlich bestellen unter 06441/5667752, via E-Mail an info@israelnetz.com oder online. Gerne senden wir Ihnen auch mehrere Exemplare zum Weitergeben zu.

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Wed, 17 Apr 2019 14:15:00 +0200
<![CDATA[Schüler entdecken 1.600 Jahre alte Goldmünze]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/wissenschaft/2019/04/17/schueler-entdecken-1600-jahre-alte-goldmuenze/ JERUSALEM (inn) – Oberstufenschüler haben eine Goldmünze aus byzantinischer Zeit entdeckt. Das gab die Israelische Altertumsbehörde am Dienstag bekannt. Im Februar wanderten die vier Jungen auf dem sogenannten Sanhedrin-Weg, der an die einstige oberste jüdische und religiöse Instanz erinnert. Sie fanden das Goldstück und erkannten, dass es sich um keine gewöhnliche Münze handelte. Sie informierten ihren Geschichtslehrer, der sich sofort an die Altertumsbehörde wandte. Die Schüler bekamen eine Urkunde von der Behörde, die Münze gehört nun zum israelischen Staatsschatz.

Die wiegt etwa 4,5 Gramm und wurde im frühen byzantinischen Reich geprägt. Auf der einen Seite zeigt sie Kaiser Theodosius II., auf der anderen die Göttin Victoria mit Kreuzstab. Es ist die erste derartige Münze, die in Israel entdeckt wurde. Funde sind selten, weil die Taler so wertvoll waren, dass ihre Besitzer sich hüteten, sie zu verlieren.

Imperator machte Juden das Leben schwer

Kaiser Theodosius II. regierte von 401 bis 450 und ist besonders durch den nach ihm benannten Theodosius-Codex bekannt. In ihm wurden die tausenden verschiedenen Gesetze des Reiches zusammengefasst. Juden büßten dadurch Rechte ein. Sie wurden vom Staatsdienst ausgeschlossen und durften keine neuen Synagogen bauen. Noch schlimmer war, dass ihre für den Sanhedrin bestimmten Steuergelder umgeleitet wurden und die Instanz schließlich abgeschafft wurde. Das Zentrum des jüdischen Lebens verlagerte sich daraufhin nach Babylon.

Ironischerweise wurde die Münze des Imperators auf einem Pfad gefunden, der über eben diesen Sanhedrin aufklärt. Es ist ein interaktives Projekt der Altertumsbehörde. Auf dem Weg können die Schüler unter freiem Himmel an verschiedenen Marken per Smartphone multimedial in die Geschichte des einst so wichtigen Hohen Rates eintauchen. Und manchmal finden sie dort sogar echte Schätze.

Von: tk

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Wed, 17 Apr 2019 12:20:00 +0200
<![CDATA[Konfliktthemen sind Schabbat und Wehrpflicht]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/04/17/konfliktthemen-sind-schabbat-und-wehrpflicht/ JERUSALEM (inn) – Staatspräsident Reuven Rivlin hat am Dienstag die Konsultationen mit allen Vertretern der gewählten Parteien beendet. Durch die zusätzlichen 4 Sitze der Partei Kulanu erhielt die Likudpartei unter Netanjahu letztlich 65 „Empfehlungen“ der Abgeordneten des rechten Lagers, eine neue Regierung zu bilden. Die zehn arabischen Abgeordneten weigerten sich, eine Empfehlung für einen der beiden Wahlsieger auszusprechen. Sie nutzten die Gelegenheit, für mehr Gleichberechtigung und weniger Diskriminierung der arabischen Bürger zu plädieren. Wegen der extrem niedrigen Wahlbeteiligung im arabischen Sektor verpassten sie die Chance, Einfluss auf die Regierungsbildung und damit auch auf die Politik Israels zu nehmen.

Unter den letzten Besuchern beim Präsidenten waren die Abgeordneten der schwer angeschlagenen linken Parteien: die sozialistische Arbeitspartei (6 Sitze) und die kommunistisch-linkszionistische Meretz-Partei mit nur 4 Sitzen. Zur Begrüßung höhnte Rivlin: „Ihr kommt zu spät. Netanjahu hat schon mit 61 Empfehlungen die notwenige Mehrheit in der Knesset.“

Die Likudpartei hatte bei den Wahlen 35 der 120 Sitze in der Knesset gewonnen. Beim vorläufigen Endergebnis musste die Partei noch einen Sitz an das Vereinigte Tora-Judentum abgeben. Die Partei Blau-Weiß von Benny Gantz erhielt ebenso 35 Mandate. Den Auftrag, eine neue Regierung zu bilden, erteilt der Staatspräsident nach Konsultationen mit Vertretern aller Parteien. Entscheidend für seine Auswahl ist dabei nicht die Größe der Partei, sondern die Frage, wer die beste Chance hat, umgehend eine Koalition mit mindestens einer Stimme Mehrheit in der Knesset zu bilden, um dann vom Parlament zum nächsten Regierungschef gekürt zu werden. Da hat Netanjahu mit Hilfe rechter und religiöser Parteien die umfangreichste Zustimmung erhalten.

Die Neue Rechte, die Partei von Naftali Bennett und Ajelet Schaked, hat am Dienstag ihre Wahlniederlage eingestanden. Bis zuletzt hatten die beiden Minister gehofft, es doch noch mit Stimmen der spät ausgezählten Soldaten über die 3,25-Prozent-Hürde zu schaffen. Letztlich fehlten dafür nur rund 1.400 Stimmen. In einer Stellungnahme auf Facebook kündigt Bennett an, die Aufforderungen seiner Partei zur Nachzählung zu stoppen. Netanjahu freute sich derweil auf einer seiner Wahlsieg-Feiern, dass er als wiedergewählter Premier viele Glückwünsche aus der arabischen Welt erhalten habe: „Es waren nicht einer oder zwei, sondern viele Führer.“ Die Glückwünsche basierten auch darauf, dass seine Regierung Israel zu einer „aufstrebenden Weltmacht“ gemacht habe.

Konfliktthemen Schabbat und Wehrdienst

Nun geht es um die Koalitionsverhandlungen. Selbstverständlich will jede an der Regierung beteiligte Partei wenigstens einige ihrer jeweiligen Standpunkte berücksichtigt sehen. Die Frommen wollen möglichst alle Bauarbeiten am Schabbat, dem wöchentlichen jüdischen Ruhetag, verbieten. Doch da stoßen sie auf Widerstand bei den überwiegend weltlich ausgerichteten Wählern der Likudpartei. Die wünschen offene Supermärkte oder Kioske am Samstag und erwarten, dass die Eisenbahn ihre Wartungsarbeiten möglichst an den verkehrsarmen Samstagen erledigt, um nicht den Berufsverkehr an den Werktagen zusätzlich in unerträgliche Staus zu verwandeln.

Ein weiterer Streitpunkt ist die Einberufung von Ultra-Orthodoxen zum Pflichtdienst beim Militär. Die Orthodoxen sind strikt dagegen, damit die Jugendlichen den ganzen Tag die Tora studieren können. Weil Millionen Ultra-Orthodoxe während des Holocaust von den Nazis ermordet worden und bei der Staatsgründung 1948 nur noch wenige übrig geblieben waren, hatte Staatsgründer David Ben-Gurion sie pauschal vom Wehrdienst befreit. Doch weil sie durchschnittlich mindestens sieben Kinder pro Familie haben, sind sie inzwischen zu einem Bevölkerungsanteil von über 10 Prozent angewachsen.

Wer aber nicht bei der Armee dient, kann auch nicht arbeiten und Steuern zahlen. Die Ultra-Orthodoxen leben so in Armut, aber von Steuergeldern, was sich der Staat auf Dauer nicht mehr leisten kann. Die Armee hat sich inzwischen auf Bedürfnisse der Ultra-Orthodoxen eingerichtet, separate Einheiten geschaffen, in denen keine Frauen dienen, das Essen besonders „koscher“ gemacht und den Dienenden viel Zeit zum Tora-Studium gegeben. Weil die Armee aber kein Interesse hat, von Hunderttausenden Ultra-Orthodoxen überlaufen zu werden, scheint es da in den Koalitionsverhandlungen Wege zu geben, einen akzeptablen Kompromiss zu finden.

Beliebte Ministerposten bergen Konfliktpotential

Es bestehen noch weitere Hindernisse auf dem Weg zu einer funktionierenden Regierung, vor allem personeller Art. Denn gewisse Ministerien sind besonders beliebt: Neben dem Außen- und Verteidigungsministerium gibt es auch mehrere Anwärter für die Bereiche Gesundheit, Bildung, Inneres, Verkehr und Einwanderung. Da wollen sich gewisse Abgeordnete vor allem innenpolitisch profilieren. Es muss abgewartet werden, wie Netanjahu so manche Quadratur des Kreises schafft.

Dank seiner großen Erfahrung, bester Kenntnis der innenpolitischen Feinheiten und der Notwendigkeit, einen gangbaren Weg zu finden, geht jeder in Israel davon aus, dass es ihm gelingen wird, die vom Gesetz bestimmte Frist von 28 Tagen zu schaffen und dem Staatspräsidenten den Erfolg mitteilen zu können. Innerhalb eines Monats, also Mitte Mai, dürfte Netanjahu seine fünfte Amtszeit antreten, was für den Staat Israel keinen „Rechtsruck“ bedeutet, sondern vielmehr eine eher ungewöhnliche Stabilität und Kontinuität.

Von: Ulrich W. Sahm/mm

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Wed, 17 Apr 2019 11:36:00 +0200
<![CDATA[Schtaje gegen US-Friedensplan]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/04/17/schtaje-gegen-us-friedensplan/ Der Friedensplan von US-Präsident Donald Trump wird eine „Totgeburt“ sein. Diese Ansicht hat der neue palästinensische Premierminister Mohammed Schtaje am Dienstag in einem Interview geäußert. „Es gibt in Palästina keine Partner für Trump“, betonte er in dem Gespräch mit der Nachrichtenagentur AP. Die USA führten einen „Finanzkrieg“ gegen die Palästinenser, und Israel sei ein Teil davon. Der Fatah-Politiker kündigte an, Wege zu suchen, um die wirtschaftliche Abhängigkeit von Israel zu verringern. Die neue Regierung der Palästinensischen Autonomiebehörde war am Sonntag vereidigt worden.

Von: eh

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Wed, 17 Apr 2019 10:43:00 +0200
<![CDATA[Australien eröffnet in Jerusalem Handelsbüro]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/04/17/australien-eroeffnet-in-jerusalem-handelsbuero/ Australien hat ein neues Handels- und Verteidigungsbüro in Jerusalem eröffnet. Es ist in der Innenstadt in der King-George-Straße beheimatet. Die australische Regierung hat Westjerusalem formell als Hauptstadt Israels im vergangenen Dezember anerkannt, was die Palästinenser und die Arabische Liga stark verurteilten. Damals kündigte der australische Premier Scott Morrison auch die Eröffnung des Büros an und sagte: „Wir freuen uns darauf, unsere Botschaft nach Westjerusalem zu verlegen, wenn es eine praktische mit Unterstützung einer finalen Festlegung gibt.“

Von: mm

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Wed, 17 Apr 2019 10:32:00 +0200
<![CDATA[USA veröffentlichen erste Karte mit neuem Golan-Status]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/04/17/usa-veroeffentlichen-erste-karte-mit-neuem-golan-status/ Erstmals haben die USA eine Karte veröffentlicht, auf der die Golanhöhen als israelisches Gebiet verzeichnet sind. Der Nahost-Gesandte Jason Greenblatt twitterte am Dienstag ein Bild der Karte mit den Worten: „Willkommen zur neusten Ergänzung unseres internationalen Kartensystems“. Die Waffenstillstandslinie zwischen Israel und Syrien von 1974 wird als permanente Grenze gezeigt. Die Waffenstillstandslinie mit dem Libanon von 1949 ist weiterhin gestrichelt. Die Jerusalemer Grenzen werden nicht definiert. Präsident Donald Trump hatte den Golan vor drei Wochen als israelisch anerkannt.

Von: tk

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Wed, 17 Apr 2019 10:31:00 +0200
<![CDATA[Tempelopfer aus biblischer Zeit nachgestellt]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2019/04/16/tempelopfer-aus-biblischer-zeit-nachgestellt/ Hunderte Juden haben am Montagabend in der Jerusalemer Altstadt das Opfer nachgestellt, das die Priester einst zum Passahfest im Tempel darbrachten. Dabei erklangen Silbertrompeten, zudem gab es rituelle Händewaschungen und Lammbraten. Das einwöchige Fest beginnt in diesem Jahr an Karfreitag. Indes hat die Hilfsorganisation „Schavei Israel“ (Rückkehrer Israels) fast 2.000 Kartons mit ungesäuerten Broten an die jüdische Gemeinschaft in Polen geschickt. Die Anfrage kam vom dortigen Oberrabbiner Michael Schudrich. Die Matzen sollen an verschiedene jüdische Gemeinden verteilt werden.

Von: eh

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Tue, 16 Apr 2019 16:07:00 +0200
<![CDATA[Autonomiebehörde wünscht sich Putin als Vermittler]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/04/16/autonomiebehoerde-wuenscht-sich-putin-als-vermittler/ Für Friedensgespräche mit Israel stellt der Außenminister der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Riad Al-Malki, eine Bedingung: Der russische Präsident Wladimir Putin solle als Vermittler agieren. Er sei derjenige, der die besten Bedingungen für ein Treffen schaffen könne, das erfolgsversprechend wäre. Ansonsten sei PA-Präsident Mahmud Abbas jederzeit bereit, sich mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu zu treffen. „Wir lehnen jeden Vorschlag ab, den Konflikt zu lösen, ohne die Unabhängigkeit eines palästinensischen Staates anzuerkennen“, ergänzte er.

Von: mm

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Tue, 16 Apr 2019 14:55:00 +0200
<![CDATA[Ajatollah kritisiert muslimische Länder]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/04/16/ajatollah-kritisiert-muslimische-laender/ Eine Normalisierung der Beziehungen mit Israel widerspricht dem Koran. Das hat Ajatollah Ali Chamenei am Montag in Teheran betont. Er sprach bei der Abschlusszeremonie eines Koranwettbewerbs in der iranischen Hauptstadt. Dabei kritisierte er „gewisse islamische Nationen“, die sich nicht an muslimische Grundsätze hielten. „Statt ‚hart gegen die Ungläubigen‘ zu sein, sind sie zu Knechten und Nachfolgern von Amerika und den Zionisten geworden“, sagte der Ajatollah. Hingegen stelle der Iran den Koran ins Herz seiner Entscheidungen, egal wie sehr dies die Feinde verärgere.

Von: eh

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Tue, 16 Apr 2019 14:33:00 +0200
<![CDATA[Positive Konsolidierungsgespräche für Netanjahu]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/04/16/positive-konsolidierungsgespraeche-fuer-netanjahu/ JERUSALEM (inn) – Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu hat in den Konsolidierungsgesprächen unter Staatspräsident Reuven Rivlin ausreichend Unterstützung erhalten, um eine neue Regierung zu bilden. Für eine absolute Mehrheit erhielt er neben seiner eigenen Partei Likud Zusagen von den ultra-orthodoxen Parteien Schass und Vereinigtes Tora-Judentum am Montag. Hinzu kam am Dienstagmorgen laut des Nachrichtenportals „Arutz Scheva“ die Zusage für eine Koalition von Avigdor Liebermans Partei Israel Beiteinu.

Am späteren Dienstag folgte dem die Union Rechter Parteien. Das bringt die Koalition auf die benötigten 61 Sitze in der Knesset. Nach dem neuesten Wahl-Update kommt der Likud auf 35 Sitze. Das ist ein Sitz weniger als nach dem aktuellen Zwischenstand vom Donnerstagabend. Schass und Vereinigtes Tora-Judentum kommen jeweils auf 8 Sitze, Israel Beiteinu auf fünf und die Union Rechter Parteien ebenfalls auf fünf Sitze. Der verloren gegangene Likud-Sitz ging an das Vereinigte Tora-Judentum. Rivlin wird sich am Dienstag noch mit der Partei Kulanu von Mosche Kachlon unterhalten, die Teil von Netanjahus vorheriger Regierungskoalition war. Medienberichte erwarten, dass Kulanu auch der neuen Koalition beitritt.

Staatspräsident Rivlin wird Netanjahu, der jetzt eine Mehrheit in seinem Rücken hat, auffordern, die 35. Regierung in der Geschichte Israels zu bilden. Dann hat Netanjahu 28 Tage, um die Koalitionsverträge unterschreiben zu lassen. Der Staatspräsident kann die Frist um 14 Tage verlängern, wenn er es für notwendig hält. Am 30. April werden die Abgeordneten um 16 Uhr Ortszeit in der 21. Knesset vereidigt. Das Parlament wurde dafür in den vergangenen Wochen renoviert. Vertreter der Partei Blau-Weiß, die der stärkste Widersacher von Netanjahus Partei im Wahlkampf war, haben am Montag ausgeschlossen, eine Einheitsregierung mit dem Likud zu bilden. Sie hat ebenfalls 35 Sitze.

Merkel gratuliert Netanjahu

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Netanjahu am Montag in einem Telefonat zu seiner Wiederwahl gratuliert. Gleichzeitig betonte sie laut Regierungssprecher Steffen Seibert die Notwendigkeit, an einer Zwei-Staaten-Lösung im israelisch-palästinensischen Konflikt zu arbeiten. Merkel versicherte demnach ihren Willen, eng und vertrauensvoll mit der neuen israelischen Regierung zusammenzuarbeiten. Die deutsche Botschafterin in Israel, Susanne Wasum-Rainer, ergänzte auf Twitter: „Wir freuen uns auf die Fortsetzung der exzellenten deutsch-israelischen Zusammenarbeit mit der neuen israelischen Regierung.“

Kritik an der wahrscheinlichen neuen Regierung kommt aus dem Lager der christlichen Minderheit in Israel. Der Baptistenpastor Johanna Katanacho aus Nazareth sieht laut der Nachrichtenagentur idea durch das Wahlergebnis die Möglichkeit auf Aussöhnung zwischen Israelis und Palästinensern schwinden. Die Wahlen hätten politische Kräfte gestärkt, die das verhindern wollten. Damit meinte er die Zwei-Staaten-Lösung, die allerdings nicht alle als Lösung für den Konflikt ansehen. „Die israelische Kultur verlagert sich seit vielen Jahren in Richtung auf rechte Parteien“, schrieb Katanacho. In dieser Realität hätten „die Palästinenser in Israel ernste Probleme mit der Führung“.

Von: mm

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Tue, 16 Apr 2019 14:14:00 +0200
<![CDATA[Ein Herz aus dem 3D-Drucker]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/wissenschaft/2019/04/16/ein-herz-aus-dem-3d-drucker/ TEL AVIV (inn) – Ungefähr so groß wie eine Kirsche oder das Herz eines menschlichen Fötus' ist es: Forscher der Tel Aviver Universität haben erstmals ein Herz aus menschlichen Zellen und Blutgefäßen per 3D-Druck erzeugt. Organähnliche Strukturen haben zwar auch schon andere Wissenschaftler gedruckt, allerdings nur aus Gewebe, ohne die Zellen. Der Durchbruch soll den Weg für eine Medizin ebnen, die ohne Spenderorgane auskommt.

Möglich ist das Herz aus dem Drucker dank eines Verfahrens, für das der japanische Forscher Shin'ya Yamanaka 2012 den Nobelpreis für Medizin erhielt: Menschliche Fettzellen werden in sogenannte pluripotente Stammzellen umgewandelt. Sie nehmen wieder ihren Urzustand an. Aus den Stammzellen kann jede beliebige menschliche Zelle erzeugt werden. Die Israelis machten sich das zunutze, um Herzzellen und Blutgefäße zu schaffen. Diese vermischten sie mit einem Gewebe-Gel und bestückten ihren Drucker mit dieser „Tinte“. Das Ergebnis ist ein komplettes Organ mit Blutgefäßen, Herzkammern und -klappen.

Besonders Deutschland braucht Organe

Allerdings wäre es verfrüht, hier von einem echten menschlichen Herzen zu sprechen. Erstens ist es, wie erwähnt, noch zu klein, auch wenn die Wissenschaftler glauben, größere Varianten ausdrucken zu können. Viel entscheidender ist, dass dieses „Herz“ nicht in der Lage ist, sich synchron zusammenzuziehen. Das fein abgestimmte Ineinandergreifen verschiedener Funktionen eines Organs wie des Herzen kann bisher kein Replikat nachahmen. Laut der Tageszeitung „Jerusalem Post” hofft der Wissenschaftler Tal Dvir von der Tel Aviver Universität, dass es in zehn Jahren soweit ist und der Ausdruck eines funktionstüchtigen Herzens dann zur Routine wird.

Die israelischen Wissenschaftler haben gezeigt, dass es möglich ist, eine herzähnliche Struktur komplett aus den Zellen eines Spenders zu produzieren. Dadurch würde es vom Körper des Empfängers nicht abgestoßen werden. Empfänger eines Spenderorgans müssen bis jetzt regelmäßig Medikamente einnehmen, die ihr Immunsystem und damit die Abstoßreaktion unterdrücken.

In Deutschland fehlen besonders viele Spenderorgane, zur Zeit sind es mehr als 10.000. Ein Umstand, der Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) dazu bewegt, die sogenannte Widerspruchslösung zu fordern. Dadurch soll jeder Bürger, der nicht widerspricht, zum Spender werden.

Von: tk

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Tue, 16 Apr 2019 14:13:00 +0200
<![CDATA[Palästinensische Häftlinge beenden nach Vereinbarung Hungerstreik]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2019/04/16/palaestinensische-haeftlinge-beenden-nach-vereinbarung-hungerstreik/ JERUSALEM (inn) – Hunderte palästinensische Häftlinge in Israel haben am Montag einen einwöchigen Hungerstreik beendet. Viele von ihnen gehören der Hamas an. Sie forderten eine Abschaffung von Geräten, die in ihren Zellen die Verwendung von Mobiltelefonen stören. Nun sollen öffentliche Telefone in den Gefängnistrakten installiert werden.

Die Häftlinge haben eine Vereinbarung mit dem Israelischen Gefängnisdienst (IPS) getroffen. Demnach dürfen die Palästinenser die neuen Telefone an drei Tagen in der Woche benutzen. Die Entfernung der Störgeräte wurde hingegen vertagt, schreibt die palästinensische Nachrichtenagentur WAFA.

Dem Streik war ein Gewaltausbruch im Ketziot-Gefängnis in der Wüste Negev vorausgegangen. Dabei hatten Häftlinge auf zwei Aufseher eingestochen. Entsprechend der Abmachung dürfen die Gefangenen, die demzufolge ihre Zellen verlassen mussten, dorthin zurückkehren. Zudem reduzierte der IPS die Geldstrafen für die Beteiligten fast um die Hälfte.

Die Vereinbarung wurde zwei Tage vor dem Palästinensischen Häftlingstag erreicht. Sonst hätten sich weitere Gefangene dem Streik angeschlossen.

Von: eh

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Tue, 16 Apr 2019 12:15:00 +0200
<![CDATA[Netanjahu, Rivlin und Abbas kondolieren Paris]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/04/16/netanjahu-rivlin-und-abbas-kondolieren-paris/ Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu hat Paris am Montag sein Beileid wegen des Brandes in der Kathedrale von Notre-Dame ausgesprochen: „Ich bedauere zutiefst das Feuer in der Kathedrale.“ Auch Staatspräsident Reuven Rivlin zeigte sein Mitgefühl: „Unsere Herzen sind mit den französischen Bürgern und den Legenden von Notre-Dame, ob real oder fiktional.“ Ebenso drückte der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, seine „Solidarität und Sympathie mit Frankreich“ aus. Am Montagabend war ein Feuer in der weltberühmten Kathedrale ausgebrochen.

Von: mm

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Tue, 16 Apr 2019 11:06:00 +0200
<![CDATA[Abbas vereidigt neue Regierung]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/04/15/abbas-vereidigt-neue-regierung/ RAMALLAH (inn) – Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas hat am Sonntag in Ramallah eine neue Regierung vereidigt. Geführt wird diese von Premierminister Mohammed Schtaje, einem Wirtschaftsexperten und engen Berater von Abbas.

Die eigentliche Vereidigung fand bereits am Samstag statt. Nach einer Panne musste die Zeremonie jedoch am Sonntag wiederholt werden. Der vollständige Schwur lautet: „Ich schwöre, dem Heimatland und seinen Heiligtümern, dem Volk und seinem nationalen Erbe gegenüber loyal zu sein, die verfassungsmäßige Ordnung und das Gesetz zu achten und die Interessen des palästinensischen Volkes voll zu berücksichtigen.“ Bei der Vereidigung am Samstag fehlte die Passage „dem Volk und seinem nationalen Erbe“.

Die 18. palästinensische Regierung besteht vor allem aus Ministern der Fatah-Partei von Abbas. 16 Mitglieder sind neu. Der Regierung gehören drei Frauen an: Gesundheitsministerin Mai al-Kaila, Tourismusministerin Rulah Ma'ajah sowie die Ministerin für die Angelegenheiten von Frauen, Amal Hamad.

Neuer Kulturminister ist Atef Abu Seif. Er war zuvor Sprecher der Fatah im Gazastreifen. Anfang des Jahres war er von Hamas-Sicherheitskräften verprügelt worden. Zwei bedeutende Posten sind noch nicht vergeben und werden vorübergehend von Schtaje übernommen: das Amt des Innenministers sowie das des Vertreters bei der Islamischen Behörde Waqf. Diese ist für die Verwaltung der islamischen Stätten auf dem Tempelberg zuständig.

Die wichtigsten Ressorts bleiben in den Händen von Abbas-Vertrauten: das Außenministerium unter Rijad al-Maliki, das Finanzministerium unter Schukri Bischara, der Vorsitz der Behörde für zivile Angelegenheiten unter Hussein al-Scheich und das Amt des Vize-Premiers unter Siad Abu Amr.

USA und UN gratulieren

US-Chefunterhändler Jason Greenblatt gratulierte der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) am Sonntag zur Regierungsbildung. „Wir hoffen, dass wir mit der Erfahrung derjenigen, die auf der Liste stehen, zusammenarbeiten können, um Frieden zu schaffen und das Leben in Palästina zu verbessern. Es ist Zeit für ein neues Kapite“, teilte Greenblatt über den Kurznachrichtendienst „Twitter“ mit.

Auch der UN-Gesandte für den Nahen Osten, Nikolai Mladenov, übermittelte Glückwünsche. Er freue sich auf eine enge Zusammenarbeit mit Schtaje und dessen Team, um die wirtschaftliche und humanitäre Situation des palästinensischen Volkes zu verbessern.

Die im Gazastreifen regierende Hamas lehnt die neue Regierung ab. Diese habe keine nationale Legitimität, heißt es in einer Stellungnahme.

Schtajes Vorgänger Rami Hamdallah war im Januar zurückgetreten. Schtaje kündigte bei seinem Amtsantritt an, er wolle sich für die palästinensische Einheit einsetzen. Zudem versprach er den Hinterbliebenen von Terroristen sowie Palästinensern, die wegen Terroraktivitäten in israelischer Haft sitzen, seine Unterstützung. Auch für Parlamentswahlen wolle er sich einsetzen, wie die Tageszeitung „Ha'aretz“ berichtet. Diese hatten zuletzt im Jahr 2006 stattgefunden.

Regierung ohne Hamas

Beobachter sehen in dem Regierungswechsel eine weitere Isolation der Hamas. Der Regierung gehören keine Vertreter der im Gazastreifen regierenden radikal-islamischen Organisation an. Auch Mitglieder des Islamischen Dschihad und der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP) sind nicht vertreten.

Der 61-jährige Mohammed Schtaje stammt aus Nablus. Er hat in Großbritannien studiert und erwarb er an der Universität von Sussex einen Doktortitel in Ökonomie. Bislang leitete er den Palästinensischen Wirtschaftsrat für Entwicklung und Wiederaufbau (PECDAR). Er war bei der PA bereits Finanzminister, Arbeitsminister und Unterhändler bei Friedensgesprächen mit Israel gewesen.

Von: dn

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Mon, 15 Apr 2019 14:33:00 +0200
<![CDATA[Mütter der ermordeten Talmudschüler entzünden Fackel]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/04/15/muetter-der-ermordeten-talmudschueler-entzuenden-fackel/ Die Mütter der drei von der Hamas ermordeten Talmudschüler erhalten eine besondere Ehre: Sie dürfen am israelischen Unabhängigkeitstag eine der zeremoniellen zwölf Fackeln entzünden. Damit würdigt der Staat ihren Einsatz für die nationale Einheit. Die drei Schüler waren im Juni 2014 entführt und ermordet worden. Normalerweise dürfen höchstens zwei Personen gemeinsam eine Fackel entzünden – für die Mütter gibt es eine Ausnahme. Der Unabhängigkeitstag beginnt am Abend des 8. Mai. Dann sollen auch zwei der Gründer der gescheiterten Mondmission „BeReschit“ eine Fackel in Brand setzen.

Von: eh

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Mon, 15 Apr 2019 14:31:00 +0200
<![CDATA[Israelische Delegation reist nicht nach Bahrain]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/04/15/israelische-delegation-reist-nicht-nach-bahrain/ MANAMA (inn) – Wegen Sicherheitsbedenken hat eine israelische Delegation die Teilnahme an einer Wirtschaftskonferenz in Bahrain abgesagt. Anlass waren Proteste in dem Golfstaat und eine klare Ablehnung durch das Parlament. Israel und Bahrain pflegen keine offiziellen diplomatischen Beziehungen.

Die Konferenz vom 15. bis 18. April organisiert das Weltweite Unternehmernetzwerk (GEN), das seinen Sitz in den USA hat. Aus Israel sollten etwa 30 Wirtschaftsvertreter und Regierungsbeamte daran teilnehmen, insgesamt beteiligen sich 180 Nationen. Doch am Sonntag teilten die israelischen Organisatoren mit, dass die Reise abgesagt sei.

Einladung von der Regierung, Ablehnung aus dem Parlament

Aus der bahrainischen Regierung hieß es, sie habe die Israelis auf Initiative des GEN eingeladen. „Unsere Verantwortung ist es, eine sichere und unterstützende Umgebung für die teilnehmenden Delegationen zu schaffen“, zitiert die israelische Tageszeitung „Yediot Aharonot“ aus einer Stellungnahme.

Das Parlament hingegen verurteilte den geplanten Besuch: „Bahrains Parlament gibt bekannt, dass die Bahrainer jegliche israelische Präsenz auf ihrem Staatsgebiet und ihrem Land ablehnen und jede Entscheidung, die diese Anwesenheit zulässt, inakzeptabel ist.“ Zudem bemühte sich vorige Woche eine Gruppe von Anwälten vergeblich, die Einwanderungsbehörden dazu zu bringen, der Delegation keine Visa zu gewähren. Vereinzelt gab es auch Straßenproteste in der Hauptstadt Manama.

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Von: eh

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Mon, 15 Apr 2019 13:17:00 +0200