Israelnetz - Neueste Nachrichten https://www.israelnetz.com Nachrichten aus Israel und dem Nahen Osten de https://www.pro-medienmagazin.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif Israelnetz - Neueste Nachrichten https://www.israelnetz.com 18 16 Nachrichten aus Israel und dem Nahen Osten TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Mon, 19 Feb 2018 17:02:21 +0100 <![CDATA[Iranischer Ringer für ein halbes Jahr gesperrt]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/sport/2018/02/19/iranischer-ringer-fuer-ein-halbes-jahr-gesperrt/ Der Weltverband der Ringer hat den iranischen Athleten Karimi am Freitag für sechs Monate gesperrt. Dieser hatte im November bei der U-23-Weltmeisterschaft absichtlich gegen einen Russen verloren, um in der nächsten Runde nicht gegen einen Israeli antreten zu müssen. Dazu war er vom iranischen Verband gezwungen worden. Sein Trainer rief dem Goldmedaillenkandidaten während des Wettkampfes zu, er müsse verlieren. Daraufhin forderte Karimi vom iranischen Ringerverband die vorgesehene WM-Prämie. Der Iran hat Protest gegen die Sperre des Athleten angekündigt, berichtet die Nachrichtenagentur AFP.

Von: eh

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Mon, 19 Feb 2018 11:48:00 +0100
<![CDATA[Wasserpegel fällt pro Jahr um mehr als einen Meter]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/wissenschaft/2018/02/19/wasserpegel-faellt-pro-jahr-um-mehr-als-einen-meter/ Der Wasserstand des Toten Meeres geht jährlich um rund 1,2 Meter zurück. Das geht aus dem aktuellen Jahresbericht des israelischen Umweltministeriums zur Situation der Umwelt im Land hervor. Demnach ist der Wasserpegel in den vergangenen 40 Jahren um 30 Meter gesunken. In den 1970er und 80er Jahre nging der Pegelstand pro Jahr noch um 0,7 Meter zurück. Das Tote Meer werde dennoch nicht verschwinden, „da es sehr tief ist“, erklärte die Chefwissenschaftlerin des Umweltschutzministeriums, Sinaia Netanjahu.

Von: dn

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Mon, 19 Feb 2018 11:22:00 +0100
<![CDATA[Mini-Bibel von George Washington kommt nach Jerusalem]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2018/02/19/mini-bibel-von-george-washington-kommt-nach-jerusalem/ Jerusalems Nationalbibliothek ist um ein Schmuckstück reicher: Wie die Onlinezeitung „Times of Israel“ berichtet, lagert eine Minibibel des ersten US-Präsidenten George Washington nun in der Bibliothek. Die Bibel misst 51 Millimeter in der Breite und 35 Millimeter in der Höhe. Sie stammt aus der Feder des englischen Poeten John Taylor. Er schrieb sie so um, dass Altes und Neues Testament auf knapp 300 Seiten Platz finden. Das Stück wurde vor über 200 Jahren gedruckt, inklusive einer Widmung für Washington. Nach Jerusalem kam die Bibel nun als Teil einer Sammlung hebräischer Bücher und Manuskripte. Die Mini-Bibel ist online für die Öffentlichkeit einsehbar.

Von: ser

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Mon, 19 Feb 2018 11:10:00 +0100
<![CDATA[Rohani bereist Indien]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/02/19/rohani-bereist-indien/ Der iranische Präsident Hassan Rohani hat erstmals seit Beginn seiner Amtszeit im Jahr 2013 Indien besucht. In Neu-Delhi traf er am Samstag den indischen Premier Narenda Modi. Die beiden Länder verständigten sich über mehrere Abkommen. So will der Iran Indien zukünftig Energie liefern, berichtet die iranische Nachrichtenagentur „Tasnim“. Bereits am Freitag kam Rohani im südindischen Hyderabad mit muslimischen Gemeinschaften zusammen.

Von: df

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Mon, 19 Feb 2018 10:28:00 +0100
<![CDATA[Polnischer Premier Morawiecki relativiert Holocaust-Äußerung]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/02/18/polnischer-premier-morawiecki-relativiert-holocaust-aeusserung/ MÜNCHEN (inn) – Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu hat am Sonntag mit seinem polnischen Amtskollegen Mateusz Morawiecki telefoniert. Dieser hatte zuvor auf der Münchner Sicherheitskonferenz von „jüdischen Tätern“ im Zusammenhang mit dem Holocaust gesprochen. Später veröffentlichte er eine relativierende Stellungnahme, in der er sich aber nicht direkt von dieser Äußerung distanzierte.

„Natürlich wird es nicht strafbar und kriminell sein, wenn man sagt, dass es polnische Täter gab, so wie es jüdische Täter gab, so wie es russische Täter gab, so wie es Ukrainer gab, nicht nur deutsche Täter.“ So wird Morawiecki in deutschen Medien zitiert. Demnach antwortete er am Samstag auf die Frage eines israelischen Journalisten nach dem umstrittenen polnischen Holocaust-Gesetz.

Morawiecki: „Schlichter Aufruf für offene Diskussion“

Am Sonntag stellte sein Büro in einer polnischen und englischen Stellungnahme klar: „Die Äußerungen von Premierminister Mateusz Morawiecki während einer Diskussion in München hatten in keiner Weise die Absicht, den Holocaust zu leugnen oder die jüdischen Opfer des Holocaust der Verantwortung für das zu beschuldigen, was ein von Nazideutschland verübter Völkermord war.“

Weiter heißt es, im Gegenteil habe Morawiecki wiederholt und kategorisch eine Leugnung des Holocaust – der Ermordung der europäischen Judenheit – abgelehnt, ebenso wie Antisemitismus in allen seinen Formen. „Der Premierminister hat seinen Standpunkt klargemacht: Polen will den Dialog mit Israel im Geiste der Wahrheit und des gegenseitigen Vertrauens fortsetzen.“

Das Büro teilte ferner mit, die Worte „sollten als schlichter Aufruf für eine offene Diskussion der Verbrechen interpretiert werden, die gegen Juden während des Holocaust verübt wurden. Jedes Verbrechen muss individuell beurteilt werden, und kein einzelner Akt der Bosheit sollte der Verantwortung ganzer Nationen aufgebürdet werden, die von Nazideutschland besetzt und versklavt wurden“. Es müsse betont werden, „dass die Zerstörung, Eroberung und Besatzung des polnischen Staates durch das deutsche Dritte Reich Bedingungen waren, die es zuließen, dass die nazideutsche Ermordung von Juden in der Weise stattfand, wie sie das tat. Vor dem Zweiten Weltkrieg lebten, gestalteten und arbeiteten Juden 800 Jahre lang in Polen“.

Netanjahu: Verzerrung nicht durch Verzerrung korrigieren

Netanjahu indes sagte in dem Telefonat mit Morawiecki laut einer Mitteilung seines Büros, die Äußerungen seien nicht akzeptabel. Es gebe keine Grundlage dafür, die Handlungen von Polen während des Holocaust mit denen von Juden zu vergleichen. Ziel des Holocaust sei es gewesen, das jüdische Volk auszulöschen, alle Juden seien zum Tode verurteilt gewesen. Man könne eine Verzerrung mit Bezug auf Polen nicht durch eine andere Verzerrung korrigieren.

Vor Journalisten ergänzte Netanjahu, Israel wolle eine Gesandtschaft des Außenministeriums nach Polen senden, um die Haltung zum neuen Gesetz deutlich zu machen. Er führte ein Beispiel aus der Familie seiner Frau an: „Sie wurden von Polen versteckt – von Gerechten unter den Völkern“, zitiert ihn die Onlinezeitung „Times of Israel“. „Aber als die Deutschen die Stadt verließen, rannten die Polen den fliehenden Deutschen hinterher und sagten: ‚Hier verstecken sich noch mehr Juden.‘ Und sie töteten den Großvater meiner Frau.“ Dies sei ein Beispiel dafür, wie man die Wahrheit untersuchen könne.

Israels Staatspräsident Reuven Rivlin schloss sich der Kritik an: „Zu sagen, dass unser Volk mit den Nazis zusammengearbeitet habe, ist ein neuer Tiefpunkt“, sagte er am Sonntag in Jerusalem. „Heute müssen wir, mehr denn je, die Welt, und sogar einige ihrer Führer, über diese dunkle Zeit lehren, über die furchtbaren Verbrechen, die von den Nazis und ihren Unterstützern begangen wurden.“

Die israelische Oppositionspolitikerin Zippi Livni kritisierte in der Montagsausgabe der Tageszeitung „Die Welt“ Morawieckis Äußerung als „empörend“. Zum polnischen Holocaust-Gesetz äußerte die frühere Außenministerin, es sei „nicht akzeptabel“, wenn nicht darüber gesprochen werden dürfe, was „manche Polen“ während des Holocausts in Polen lebenden Juden angetan haben.

Hakenkreuze an der polnischen Botschaft

Indes bat das polnische Außenministerium Israel um Aufklärung wegen Hakenkreuzen, die auf das Tor der Botschaft in Tel Aviv gesprüht worden waren. Zudem wurden dort anti-polnische Graffiti entdeckt. Die israelische Polizei nahm Ermittlungen auf.

Von: eh

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Sun, 18 Feb 2018 17:05:00 +0100
<![CDATA[Vier Soldaten durch Sprengsatz verwundet – zwei Palästinenser getötet]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2018/02/18/vier-soldaten-durch-sprengsatz-verwundet-zwei-palaestinenser-getoetet/ CHAN JUNIS / BE'ER SCHEVA (inn) – Bei der Explosion eines Sprengsatzes an der Grenze zum Gazastreifen sind am Samstag vier israelische Soldaten verwundet worden. Sie wollten eine Flagge entfernen, die Palästinenser am Vortag aus Protest am Grenzzaun angebracht hatten. Unterhalb war der Sprengsatz deponiert. Der Vorfall ereignete sich nahe der Stadt Chan Junis, wie die Onlinezeitung „Times of Israel“ berichtet.

Die Verletzten wurden mit einem Hubschrauber ins Soroka-Krankenhaus in die Wüstenhauptstadt Be'er Scheva gebracht. Dort wurden drei von ihnen operiert. Nach Angaben der Ärzte befindet sich keiner der Soldaten in Lebensgefahr.

Ein Armeesprecher teilte mit, es sei Standard, jedes ausländische Objekt vom Zaun zu entfernen. Doch das Militär werde diese Prozeduren überprüfen.

Zwei Palästinenser am Grenzzaun durch Armeefeuer getötet

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu sagte während der Sicherheitskonferenz in München: „Der heutige Vorfall im Gazastreifen ist ernst. Wir werden angemessen reagieren. Ich sende den Verwundeten meine Wünsche für eine baldige Genesung.“

Wenige Stunden nach dem Vorfall gab die Armee nach ihrer Darstellung Warnschüsse auf eine Gruppe von vier Palästinensern ab, die sich in verdächtiger Weise dem Zaun genähert hätten. Zwei Palästinenser wurden getötet, teilte das Gesundheitsministerium in Gaza mit. Demnach handelt es sich um Salam Sabah und Abdullah Abu Scheicha. Beide waren 17 Jahre alt.

„Gazastreifen ist kein Picknick“

Indes beschossen Luftwaffe und Panzer über Nacht 18 „Terrorziele“ im Gazastreifen. Dazu gehören Armeeangaben zufolge Beobachtungsposten, Angriffstunnel und eine Waffenfabrik der Hamas. Ein Beobachtungsposten gehöre zum Palästinensischen Islamischen Dschihad. Diese drohte mit neuer Gewalt: „Die Gewehre von Gaza sind bereit“, zitiert die Tageszeitung „Yediot Aharonot“ aus einer Mitteilung der Terrorgruppe. „Gaza ist weder ein Picknick noch eine landwirtschaftliche Farm für Israel.“ Die radikal-islamische Hamas erklärte, sie habe Luftabwehrraketen gegen israelische Jets über dem Küstenstreifen eingesetzt.

Am Samstagabend traf eine Rakete aus dem Gazastreifen ein Haus in der Gemeinde Scha’ar HaNegev. Das Dach wurde stark beschädigt. Die fünfköpfige Familie hatte sich aufgrund des Alarms in den Schutzraum begeben. Niemand wurde verletzt, mehrere Menschen erlitten einen Schock.

Von: eh

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Sun, 18 Feb 2018 09:14:00 +0100
<![CDATA[Vier Soldaten durch Sprengsatz verletzt]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2018/02/17/vier-soldaten-durch-sprengsatz-verletzt/ Bei der Explosion eines Sprengsatzes an der Grenze zum Gazastreifen sind am Samstag vier israelische Soldaten verwundet worden. Sie wollten eine Flagge entfernen, die Palästinenser am Vortag aus Protest am Grenzzaun angebracht hatten. Unterhalb war der Sprengsatz deponiert. Zwei der Soldaten erlitten sehr schwere Verletzungen, wie die Onlinezeitung „Times of Israel“ meldet. Ein Panzer beschoss infolge des Anschlages einen Beobachtungsposten nahe der Stadt Chan Junis. Palästinensischen Medienberichten zufolge gehört er zur Terrorgruppe Islamischer Dschihad. Israels Premier Benjamin Netanjahu kündigte in München eine „angemessene Reaktion“ auf den Anschlag an.

Von: eh

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Sat, 17 Feb 2018 20:15:00 +0100
<![CDATA[Wie geht Erinnerungskultur ohne Zeitzeugen?]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/wie-geht-erinnerungskultur-ohne-zeitzeugen/ DÜSSELDORF (inn) – Überlebende des Holocaust und ihre Enkel aus Israel haben am Freitag im Düsseldorfer Landtag über die Erinnerungskultur und Antisemitismus gesprochen. Dabei ging es unter anderem um Wege der Erinnerung an die Scho'ah, wenn es keine Zeitzeugen mehr gibt.

Ins Leben gerufen wurde das Zeitzeugenprojekt „Überleben und Zukunft“ vom Verein Brücke Düsseldorf-Haifa e.V. Es findet im Rahmen des 12. landesweiten „Gebetstages NRW für Israel“ statt.

Landtagspräsident André Kuper betonte in seiner Begrüßungsrede: „Es ist für uns hier in Deutschland alles andere als eine Selbstverständlichkeit, dass Überlebende der Scho'ah aus Israel zurückkommen, hierher in das Land der Täter, um mit uns über die schreckliche Zeit des Nationalsozialismus zu sprechen.“ Für dieses Zeichen sei er sehr dankbar.

Die Begegnung mit den Zeitzeugen war dem Landtagspräsidenten so wichtig, dass er seinen Ägyptenurlaub unterbrach und extra für den Termin zurück nach Düsseldorf flog.

Die Zeugen der Zeitzeugen

Im Rahmen des Zeitzeugenprojektes wurde darüber gesprochen wie Erinnerung aussehen könnte, wenn die Generation der Zeitzeugen nicht mehr da ist. Kuper zitierte in diesem Zusammenhang den 2016 verstorbenen Holocaust-Überlebenden und Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel: „Wer einem Zeitzeugen begegnet und zugehört hat, wird selbst zum Zeugen.“ Dieser Satz sei wahr, sagte Kuper. Er verwies auf das Schulprojekt „Zweitzeugen“. Dabei geben Menschen, die mit Zeitzeugen gesprochen haben, das Gehörte und Dokumentierte weiter.

Israelfreundschaft lebendig halten

Zudem sei es wichtig, die Stätten der nationalsozialistischen Verbrechen zu erhalten, als stille Orte der Erinnerung und der Trauer um die Opfer. Als dritte Möglichkeit der Erinnerung nannte Kuper die Freundschaft zwischen Deutschland und Israel. Es gelte darauf zu achten, dass diese lebendig bleibe. Der Landtagspräsident verwies auf die zahlreichen Partnerschaften zwischen Schulen und Städten und die Möglichkeit eines freiwilligen sozialen Jahres in Israel. Den Jugendlichen legte er ans Herz, diese als selbstverständliches Angebot der deutsch-israelischen Freundschaft zu nutzen.

Johannes Engelhardt vom Verein Brücke Düsseldorf-Haifa e.V. erinnerte daran, dass auf den Tag genau vor 18 Jahren der frühere Bundespräsident und Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Johannes Rau, vor der Knesset in Jerusalem gesprochen hat. Engelhardt zitierte aus der Knessetrede und wandte sich damit vor allem an die anwesenden Holocaust-Überlebenden: „Im Angesicht des Volkes Israel verneige ich mich in Demut vor den Ermordeten, die keine Gräber haben, an denen ich sie um Vergebung bitten könnte. Ich bitte um Vergebung für das, was Deutsche getan haben, für mich und meine Generation, um unserer Kinder und Kindeskinder willen, deren Zukunft ich an der Seite der Kinder Israels sehen möchte.“

Erinnerungskultur an Schulen

Einen Einblick darin, wie Erinnerungskultur an israelischen Schulen geschieht, gab Michelle Evensteijn aus Aschkelon. Die 13-Jährige berichtete davon, dass in jeder Schule in Israel in der 9. oder 10. Klasse eine Reise nach Polen auf dem Programm steht. Dort besuchen die Schüler das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz und sprechen mit Überlebenden der Scho'ah. Die Reise müssen die Schüler selbst bezahlen. An den Schulen gebe es zudem regelmäßig Gedenkveranstaltungen und Gespräche mit Überlebenden.

Die Schülerin ist mit ihrer Großmutter Aleksandra Smolkina in Deutschland. Deren Eltern wurden in einem Ghetto erschossen. Es ist ihr dritter Besuch in der Bundesrepublik. Die Großmutter habe von sich aus mit ihr über die Erlebnisse während der Scho'ah gesprochen, erzählt Michelle gegenüber Israelnetz. Trotzdem habe sie keine Angst davor gehabt, nach Deutschland zu kommen. Sie habe sich über die Möglichkeit gefreut und wollte das Land unbedingt kennenlernen.

Persönliche Freundschaften pflegen

Stefan Zahnsinger, ein Besucher aus Solingen, betonte, die offiziellen Termine zum Gedenken in Deutschland seien wichtig. Es sei jedoch ein Unterschied, ob bei einer Veranstaltung Fakten vermittelt würden oder man Menschen treffe, die persönlich erzählen können. Zahnsinger berichtete von einer Begebenheit während seines ersten Besuches in Israel vor etwa 30 Jahren. Mit einem Freund habe er damals in einem Café gesessen, die Sonne und den Urlaub genossen. Da habe ihm plötzlich jemand auf die Schulter getippt. „Ich drehte mich um und sah einen alten Mann. Er krempelte seinen Hemdsärmel auf und zeigte mir seine Nummer. Mir wurde heiß und kalt. Dieser Mann hat mir folgende Worte gesagt: ‚Ihr seid zu jung, um Schuld zu haben, aber ihr habt eine Verantwortung. Vergesst uns nicht!’“

Er habe diesen Mann und Israel nicht vergessen und wolle daran erinnern, welche Verantwortung die Deutschen haben. „Termine und Gedenken sind wichtig, aber Freundschaften sind vielleicht noch viel wichtiger“, ergänzte Zahnsinger

Weiterbildung in Yad Vashem

Der Landtagsabgeordnete Olaf Lehne (CDU) betonte, „wir alle haben die Verpflichtung, dass sich so etwas, wie es im Dritten Reich gegeben hat, nicht wiederholen darf. Dazu gehört, dass wir das, was geschehen ist, so aufbereiten, dass für jeden erkennbar ist, wie fürchterlich das war, was in Deutschland passiert ist.“ Es freue ihn, dass er seit 2005 daran mitwirken dürfe, dass Staatsanwälte, Richter und Polizeibeamte aus Deutschland in der Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem an entsprechendem Unterricht teilnehmen können und erfahren, was Israel zu bieten habe, sagte Lehne. Der Abgeordnete ist Vorstand und Mitglied des Freundeskreises Yad Vashem Deutschland.

Das Gesprächsforum fand im Zusammenhang mit dem „Gebetstag NRW für Israel“ statt. Dieser begann am Freitagabend im Düsseldorfer Freien Christlichen Gymnasium und dauert bis zum Sonntagvormittag an. Mehr Informationen dazu gibt es unter www.nrw-fuer-israel.de. Die Schirmherrschaft für den Gebetstag liegt bei Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel.

Von: Dana Nowak

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Sat, 17 Feb 2018 11:26:00 +0100
<![CDATA[Jerusalemer Stadtverwaltung begrüßt Diplomaten und religiöse Leiter]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/02/16/jerusalemer-stadtverwaltung-begruesst-diplomaten-und-religioese-leiter/ JERUSALEM (inn) – Der Jerusalemer Bürgermeister Nir Barkat hat für Donnerstag zum Neujahrsempfang eingeladen. Den Zeitpunkt erklärte der erste Redner, David Friedman, US-Botschafter in Israel: „Weil es in Israel zum guten Ton gehört, alles ein bisschen später zu machen, versammeln wir uns auch zum Neujahrsempfang erst sieben Wochen später.“

Friedman betonte: „Als Jude ist Jerusalem schon immer Teil meiner Gedanken und Gebete gewesen.“ Dass auch so viele Nichtjuden die Stadt besuchten, freue ihn sehr. Friedman nannte die Vielfalt der Menschen, die in dieser Stadt zusammenkämen und jeweils nach ihren eigenen religiösen Vorstellungen lebten: „Ich freue mich, dass ich der erste US-Botschafter bin, der sagen darf, dass Jerusalem die Hauptstadt Israels ist. In unserer Zeit ist die Unterstützung der USA für Israel glücklicherweise nichts, was wir verstecken müssten. Die USA sind das Land meiner Geburt, doch Israel ist das Land meines Glaubens.“

Der Botschafter machte deutlich: „Unserem Präsidenten Donald Trump ist der Frieden zwischen Israelis und Palästinensern sehr wichtig.“ Doch die Grundlage für einen gerechten Frieden könne nur die Anerkennung von Fakten sein. Daher freue er sich auf die geplante Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem Ende 2019.

Muslim und Jude loben Koexistenz

Der Vorsitzende des Gemeinderats vom Stadtteil Beit Hanina, Hadsch Muhammad Masri, sagte über die Stadt: „Jerusalem ist Muslimen, Juden und Christen, einfach uns allen, heilig. Und nicht nur uns. Sondern selbst vielen nichtreligiösen Menschen bedeutet diese Stadt viel.“ Er sprach die Zusammenarbeit mit der Jerusalemer Stadtverwaltung bezüglich der Infrastruktur an: „Viel ist bereits getan worden, aber wir können noch besser werden, um die bestehenden Lücken zwischen Ost- und Westjerusalem zu schließen.“

Das gute Zusammenleben der Jerusalemer Bevölkerung betonte auch Oberrabbiner Arie Stern: „Immer wieder bin ich von neuem verwundert, wie gut wir miteinander leben. Wir leben nebeneinander, kaufen in den gleichen Läden ein. Wir gehen zu den gleichen Ärzten und benutzen dieselben Straßen. Von den Politikern und aus der Welt hört man immer wieder, wie schwierig das Zusammenleben ist, doch der Großteil unserer Bürger lebt längst in Frieden miteinander.“

Evangelikaler Christ dankt USA

Für die Christen war der griechisch-orthodoxe Patriarch Theophilus III. als Redner angekündigt. Doch an seiner Stelle sprach der geschäftsführende Direktor der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem (ICEJ), Jürgen Bühler. Die evangelikale Bewegung sei eine relativ neue Facette des Christentums, doch zu ihr zählten heute etwa 700 Millionen Christen weltweit.

Bühler bedankte sich bei den USA, dass diese endlich Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt hätten und sicherte die Unterstützung der evangelikalen Bewegung zu. Außerdem dankte er dem Jerusalemer Bürgermeister für dessen Einsatz, die Stadt als einen Ort zu erhalten, an dem sich Menschen aller Religionen wohlfühlen dürften: „Touristen empfinden Jerusalem als einen offenen Ort, an dem sie willkommen sind.“

„Jede Botschaft hat Platz in der Stadt“

Der Bürgermeister betonte: „Synagogen, Kirchen und Moscheen stehen in Jerusalem so dicht und zahlreich nebeneinander, wie sonst nirgends auf der Welt.“ In Anspielung auf die Anerkennung Amerikas zu Jerusalems Status als Hauptstadt Israels sagte er: „Auch wenn uns dieser Fakt schon seit 3.000 Jahren bekannt ist – wir freuen uns über die Entscheidung Donald Trumps und auch, dass sein Stellvertreter Mike Pence das bei seinem Besuch noch einmal so deutlich gemacht hat.“ An die anwesenden Diplomaten gewandt, sagte Barkat: „Bitte sagt euren Regierungen: In Jerusalem gibt es Religionsfreiheit und ein friedliches Miteinander. Und auch wenn der Platz in Jerusalem enger wird, in unserer Stadt gibt es genug Raum für die Botschaft eines jeden Landes.“

Von: mh

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Fri, 16 Feb 2018 16:51:00 +0100
<![CDATA[Netanjahu trifft UN-Generalsekretär Guterres]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/02/16/netanjahu-trifft-un-generalsekretaer-guterres/ Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hat am Freitag UN-Generalsekretär António Guterres getroffen. Die beiden Politiker führten am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz ein Gespräch. Wie die Onlinezeitung „Times of Israel“ berichtet, spielten dabei vor allem die israelisch-iranischen Spannungen eine Rolle. Netanjahu bekräftigte, dass Israel gegen alle Versuche des Iran vorgehen werde, eine ständige Militärbasis in Syrien zu errichten. Darüberhinaus erklärte er, dass Israel die 1967 eroberten Golanhöhen nicht mehr zurückgegeben werde. Die Münchner Sicherheitskonferenz dauert drei Tage. Für Sonntagmorgen ist eine Rede Netanjahus geplant.

Von: ser

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Fri, 16 Feb 2018 16:38:00 +0100
<![CDATA[Französische Ehrung für Radiomoderator Bingham]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2018/02/16/franzoesische-ehrung-fuer-radiomoderator-bingham/ Frankreich hat den Radiomoderator Walter Bingham mit dem Orden der Ehrenlegion geehrt. Er war 1944 mit britischen Truppen in der Normandie gelandet und hatte sich als Sanitäter gegen die Besatzung der Nazis eingesetzt. Am Donnerstag erhielt der 94-Jährige die Auszeichung von Botschafterin Helene Le Gal auf einem französischen Kriegsschiff am Hafen von Haifa, berichtet die Zeitung „Jerusalem Post“. Bingham war 1939 von Deutschland nach England geflohen. Auch die britische Armee hat ihn bereits für seine Tapferkeit ausgezeichnet. Mit 80 Jahren wanderte er nach Israel ein. Im vergangenen Jahr würdigte ihn das „Guinness Buch der Rekorde“ als ältesten praktizierenden Radiomoderator der Welt.

Von: eh

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Fri, 16 Feb 2018 15:22:00 +0100
<![CDATA[Israelis und Palästinenser beraten mit UN]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/02/16/israelis-und-palaestinenser-beraten-mit-un/ Vertreter der Vereinten Nationen, Israels und der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) haben am Mittwoch über die Krise im Gazastreifen beraten. Bei dem Treffen in Ramallah ging es unter anderem um die Stromversorgung. Ägypten hatte am gleichen Tag die Treibstofflieferungen eingestellt – deshalb steht den Bewohnern des Küstenstreifens nur drei Stunden pro Tag Strom zur Verfügung. Ein Thema war auch die medizinische Versorgung. Alle drei Seiten waren sich laut der Zeitung „Yediot Aharonot“ einig, dass etwaige Erleichterungen nicht den Interessen der Hamas dienen dürften. Um das Treffen hatte PA-Premierminister Rami Hamdallah gebeten.

Von: eh

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Fri, 16 Feb 2018 15:09:00 +0100
<![CDATA[Ein Vorbote]]> https://www.israelnetz.com/kommentar-analyse/2018/02/16/ein-vorbote/ Eine Analyse von Daniel Frick]]> Der 10. Februar hat Israel eine merkwürdige Mischung aus Triumph und Verdruss beschert. Nachdem eine iranische Drohne in israelischen Luftraum eingedrungen war, schlugen die Israelis mit Härte zurück und griffen die Luftwaffenbasis Tijas 60 Kilometer westlich von Palmyra an. Von dort war das Fluggerät gestartet. Die Mission war erfolgreich, eine blutige Nase holten sich die Israelis dennoch: Auf dem Weg zurück wurde ein Kampfflieger von der syrischen Flugabwehr vom Himmel geholt. Die Luftwaffe antwortete darauf wiederum mit einer zweiten Angriffswelle auf Flugabwehr-Batterien. Insgesamt griff Israel an diesem Samstagmorgen 15 Ziele an.

Der Vorfall ist in vieler Hinsicht bemerkenswert. Zum ersten Mal seit 1982 wurde ein israelischer Jet abgeschossen; auch damals war die syrische Luftabwehr dafür verantwortlich. Ebenfalls seit 1982 hat die Luftwaffe keinen Angriff dieses Ausmaßes geflogen. Das wichtigste aber: Zum ersten Mal überhaupt ist der Iran direkt, und nicht über seine verlängerten Arme wie die Terrormiliz Hisbollah, auf Konfrontationskurs mit Israel gegangen.

Zu den bemerkenswerten Aspekten zählt eigentlich auch das Eindringen der Drohne. Doch die Israelis haben genau das zugelassen. Nach Aussagen der Armee war die Drohne schon länger auf dem Radar, und die Armee ließ sie kommen, um sie dann in israelischem Gebiet abzuschießen. Israel wollte mit dieser „Beute“ einmal mehr eine Botschaft loswerden: Der Iran ist militärisch in Syrien präsent, und er weitet seinen Einfluss in der Region aus; es wäre toll, wenn sich auch andere dem entgegenstellen würden.

Unglücklicher Verlauf

Mit dem Abschuss des Jets ist der Preis des Gegenschlages höher ausgefallen als angenommen. Ärgerlich ist das für die Israelis in mehrfacher Hinsicht. Zwar ist die Sache für den Piloten und seinen Navigator glimpflich ausgegangen, beide retteten sich mit ihren Schleudersitzen über israelischem Gebiet. Aber nach ersten Untersuchungen der Luftwaffe ist der Abschuss auf eigenes Versagen zurückzuführen. Offenbar wurde die Rakete schlicht zu spät erkannt. Der Kampfflieger, den die Rakete eigentlich ins Visier genommen hatte, konnte ihr noch ausweichen. Die Rakete explodierte letztlich neben dem anderen Flugzeug, und beschädigte es so, dass der Pilot es nicht mehr kontrollieren konnte.

Doch nicht nur der abgeschossene Jet ist schmerzlich, sondern auch die Bilder davon: Die bleiben im Gedächtnis. Da hilft es wenig, wenn die Luftwaffe beteuert, dass sie nahezu die Hälfte der syrischen Luftabwehr-Batterien zerstört hat; dass eine schwierige Militäroperation weit in syrisches Gebiet hinein phänomenal gelungen ist; dass sich an der Lufthoheit Israels trotz des Abschusses nichts geändert hat. Militärisch gesehen mögen die Israelis das Scharmützel gewonnen, die Gegenseite damit sogar überrascht und beeindruckt haben. Den Kampf der Bilder haben sie verloren.

Bei alledem ist noch zu klären, ob der Iran die Israelis in einen Hinterhalt gelockt hat – das wäre das nächste Ärgernis. Denn: Mit einer Reaktion auf die Drohne konnten die Iraner rechnen. Auf israelischer Seite hat aber offenbar niemand mit derartigem Widerstand gerechnet. Viele Luftschläge in Syrien, etwa gegen Waffentransporte der Hisbollah, gingen ohne größere Probleme über die Bühne. Nun sprach die Armee aber von „heftigem“ Widerstand – und etwas Überraschung schwingt in dieser Aussage mit. Der frühere Brigadegeneral Jossi Kuperwasser formulierte es in seiner Betrachtung des Vorfalls so: „Wir haben uns daran gewöhnt, anzugreifen, ohne auf Widerstand zu stoßen.“

Iranische Spieleröffnung

Fest steht aber eines: Dem Iran ging es an jenem Samstag mindestens darum, die israelische Reaktion auf eine Grenzüberschreitung zu testen, und damit eine Art Standortbestimmung zu betreiben, was die eigenen Fähigkeiten und die der Israelis angeht. Hier ist dann auch der Grund zu suchen, warum es Israel nicht beim Abschuss der Drohne beließ, sondern die Luftwaffenbasis angriff: „Für die Iraner gibt es nichts Besseres, als Grenzen zu testen und damit davonzukommen“, erklärte der Leiter des israelischen Geheimdienstministeriums Hagai Zuriel. „Deshalb sollten wir das nicht zulassen.“

Und dieser Versuch der Standortbestimmung ist dann nichts anderes als der Vorbote für künftige, womöglich direkte Auseinandersetzungen mit dem Iran. Der frühere Armeesprecher Peter Lerner beschreibt es als ersten Zug in einem neuen Schachspiel – wenn der blutige Konflikt einmal so genannt werden darf. Und ein neues Schachspiel entsteht deshalb, weil der Iran zwei andere Partien bereits gewonnen zu haben scheint: Das Regime des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad ist gefestigt, und der Islamische Staat kontrolliert nur noch kleine Gebiete im Südosten Syriens. In dem neuen Schachspiel geht es um die Nachkriegsordnung in Syrien – und damit kommt Russland als Rivale in den Blick.

Gerangel um Syrien

In den vergangenen Jahren hat Moskau zwar mit dem Iran kooperiert, etwa für Luftunterstützung gesorgt, wenn vom Iran kontrollierte Milizen auf dem Boden kämpften. Doch die Islamische Republik verfolgt in Syrien Ziele, die Moskaus Interessen entgegenstehen: Ein von Teheran kontrollierter Landkorridor über den Irak bis ans Mittelmeer soll her. Syrien soll ein Staat in Abhängigkeit des Iran werden. Zusammen mit dem Libanon, wo bereits mehr als 120.000 Raketen gegen Israel gerichtet sind, soll so die „Achse des Widerstandes“ ausgebaut werden, die sich dann der Auslöschung des jüdischen Staates widmet. Erst am Donnerstag bestätigte Kassem Sulaimani, der Kommendeur der Al-Quds-Brigaden, der Eliteeinheit der Revolutionsgarden, dieses Vorhaben.

Dass diese Pläne bereits weit vorgedrungen sind, zeigt der Umstand, dass das israelische Militär gar keinen „Dritten Libanonkrieg“ mehr erwartet, sondern einen „Krieg im Norden“ – mit der syrischen Front eingeschlossen. Sechs Kilometer von den israelischen Golanhöhen entfernt steht ein Beobachtungs- und Kommandozentrum der Al-Quds-Brigaden. Israel kämpft seit Längerem mit Luftschlägen gegen diese Entwicklung an: Gegen Waffentransporte und Militärbasen, mit denen der Iran in Syrien Fuß fassen will.

Und weil die Schläge den Russen in die Karten spielen, lassen diese die Israelis gewähren. Russland und Israel stimmen sich eng ab; der israelische Premier Benjamin Netanjahu besuchte Russlands Präsidenten Wladimir Putin siebenmal in den vergangenen zweieinhalb Jahren – seit dem Beginn der russischen Intervention in Syrien. Russische Kampfflieger dürfen israelischen Luftraum benutzen, und die Luftangriffe der Israelis geschahen „von Russlands Gnaden“, wie ein Journalist der „Times of Israel“ es formulierte: Die von Moskau für Syrien bereitgestellte Luftabwehr blieb dabei stumm. Im aktuellen Fall scheinen Batterien aktiv geworden zu sein, die nicht von Russland kontrolliert wurden.

Der Vorfall von Samstag zeigt, dass der Iran vorhat, die Machtbalance in Syrien zu seinen Gunsten zu verschieben, und sich also beim Aufbau seiner militärischen Präsenz nicht mehr stören zu lassen. Den Schlägen der Israelis soll entsprechender Widerstand geleistet werden; das syrische Regime kündigte am Dienstag nach dem Vorfall jedenfalls schon einmal „weitere Überraschungen“ für den Fall weiterer Luftschläge an.

Ein Weckruf

Das bedeutet, dass Israel wohl noch mehr als bislang darauf drängen wird, Front gegen den Iran zu machen – nicht nur bei den Russen, sondern auch bei den Amerikanern, denen derzeit nur eine Randrolle in Syrien zukommt. Moskau war in dieser Hinsicht bislang vorsichtig, denn es braucht den Iran und dessen Milizen. Aber immerhin hat der stellvertretende russische Botschafter in Israel, Leonid Frolov, am Donnerstag versichert: Israels Anspruch, keine dauerhafte Militärpräsenz des Iran in Syrien zu dulden, ist „absolut legitim“. Griffe der Iran Israel an, würde Russland Israel unterstützen.

Nach diesem bemerkenswerten Samstag dürfte es allen Beteiligten – auch dem Iran – erstmal darum gehen, weitere Eskalationen zu vermeiden. Denn die würden den Zielen Russlands wie auch des Iran derzeit mehr schaden als nutzen. Vor allem soll der nun anstehende politische Prozess in Syrien nicht gefährdet werden.

Will man in der Provokation des Iran einen positiven Aspekt finden, dann vielleicht diesen: Wer es bislang noch nicht begriffen hat, dem wurde damit der Ernst der Lage angesichts der iranischen Expansion in Syrien und im Libanon in aller Deutlichkeit aufgezeigt. Die amerikanische UN-Botschafterin Nikki Haley sprach am Donnerstag im Sicherheitsrat von einem „Weckruf für uns alle“. Und für den Journalisten Thomas L. Friedman von der „New York Times“ steht seit diesem Samstag fest: Das Frontgebiet zwischen Israel und Libanon/Syrien ist „die gefährlichste Ecke der Welt“.

Von: Daniel Frick

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Fri, 16 Feb 2018 14:53:00 +0100
<![CDATA[Terrorist muss lebenslang ins Gefängnis]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2018/02/16/terrorist-muss-lebenslang-ins-gefaengnis/ JERUSALEM (inn) – Ein israelisches Militärgericht hat den palästinensischen Terroristen Omar al-Abed wegen dreifachen Mordes und versuchten Mordes zu einer vierfachen lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Der 19-Jährige hatte an einem Schabbatabend im vergangenen Juli in der Siedlung Halamisch drei Mitglieder der Familie Salomon erstochen. Reue zeigte er nicht. Einer der Richter forderte die Todesstrafe, wurde aber von seinen beiden Kollegen überstimmt.

Richter Dov Gilboa sprach im Zusammenhang mit dem Dreifachmord von „sehr außergewöhnlichen Umständen“. „Der Angeklagte hat von der Planungsphase bis zum verbrecherischen Massaker als einer gehandelt, der ein Gemetzel verüben will“, zitiert ihn die Tageszeitung „Yediot Aharonot“. „Seine Vergehen gehören zu den schwersten im israelischen Gesetzbuch. Daraus folgt, dass der Angeklagte die Höchststrafe erhalten muss. Die Frage kommt auf, ob es genug ist, ihn zu einer Strafe zu verurteilen, die dazu führt, dass er nie mehr das Tageslicht sieht, oder ob der Ankläger seine Seele an seinen Schöpfer zurückgeben muss.“

Gilboa ergänzte: „Während des gesamten Prozesses habe ich ihn beobachtet, wie er sich amüsierte und lächelte, selbst vor der Familie. Ich setze fest, dass die Strafe für den Angeklagten die Todesstrafe ist.“ Die beiden anderen Richter hingegen sprachen sich für die vierfache lebenslange Haftstrafe aus. Im Urteil wird außerdem festgelegt, dass Al-Abed nie bei einem Gefangenenaustausch freikommen darf.

Lieberman: Haftstrafe reicht nicht aus

Im Dezember hatte das Gericht den Palästinenser schuldig gesprochen. Daraufhin forderte Verteidigungsminister Avigdor Lieberman die Todesstrafe. Auf Twitter schrieb er: „Jüdisches Blut ist nicht billig. Wir haben keinen Platz für Terroristen, nicht einmal in unseren Gefängnissen.“ Nach der Verkündigung des Strafmaßes twitterte der Vorsitzende der Partei „Israel Beiteinu“: „Keine Anzahl lebenslanger Haftstrafen ist ausreichend, um diesen Menschen zu strafen, der immer noch ein Lächeln auf sein Gesicht geschmiert hat. Mein Herz schmerzt mit der Familie Salomon.“

Der Mord ereignete sich am 21. Juli 2017. Die Familie Salomon wollte die Geburt eines neuen Enkels feiern. Als Al-Abed an der Tür klopfte, hielten sie ihn für einen der ersten Gäste. Er ermordete zuerst die 46-jährige Chaja Salomon. Dann stach er auf deren 68 Jahre alte Mutter Tova Salomon ein. Diese rannte nach oben und schrie: „Terrorist“. Dadurch konnte sich ihre Schwiegertochter Michal mit den Kindern verstecken. Der Palästinenser tötete Michals 36-jährigen Mann Elad. Auf Chajas und Elads Vater Josef stach er 15-mal ein, bis sich der 70-Jährige nicht mehr bewegte. Indes hörte ein Nachbar, ein Soldat außer Dienst, die Schreie. Er schoss durch das Küchenfenster, verwundete den Angreifer und wartete mit seinem Vater, bis die Sicherheitskräfte eintrafen.

Hinterbliebene forderten Vorgehen gegen Löhne für Terroristen

Für die Ermordung der drei Juden verhängten die Richter eine dreifache lebenslange Gefängnisstrafe über Al-Abed. Der versuchte Mord an Tova Salomon wurde mit einer weiteren lebenslangen Haftstrafe geahndet. Nach eigenen Angaben wollte sich der Mörder für israelische Metalldetektoren auf dem Weg zum Tempelberg rächen, die mittlerweile wieder entfernt wurden.

Die Witwe Michal Salomon und ihr Vater Dan Landa hatten die Richter aufgerufen, Terroristengehälter von Steuergeldern abziehen, die Israel im Namen der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) einzieht. Die PA hetze „explizit durch jedes ihnen zur Verfügung stehende Mittel zum Mord an Juden auf“, schrieben die beiden Hinterbliebenen laut der Onlinezeitung „Times of Israel“. Der Mord an Juden sei „ein leichter Weg geworden, um an Geld zu kommen, eine Lösung für persönliche und soziale Probleme, und mehr“.

Von: eh

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Fri, 16 Feb 2018 14:50:00 +0100
<![CDATA[Asyl für Afrikaner, die Wehrdienst verweigerten]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/02/16/asyl-fuer-afrikaner-die-wehrdienst-verweigerten/ JERUSALEM (inn) – Weil sie in ihrem Heimatland Eritrea den Wehrdienst verweigert haben oder desertierten, droht tausenden Flüchtlingen aus dem afrikanischen Land dort eine Strafe. Deswegen dürfen sie in Israel Asyl beantragen, hat am Donnerstag ein Jerusalemer Gericht entschieden. Wie die Zeitung „Jerusalem Post“ berichtet, könnte dies den Staat zwingen, einer großen Zahl von Menschen aus Eritrea Flüchtlingsstatus zu gewähren.

Israel hatte gerade damit begonnen, Migranten aus Afrika in afrikanische Drittstaaten, meist nach Ruanda, abzuschieben. Bislang hatte das Innenministerium fast alle Anträge von Eritreern auf Flüchtlingsstatus abgelehnt. Die Begründung lautete, dass das Verweigern der Wehrpflicht nicht unter die Definition der Verfolgung falle, die einen Schutzstatus garantiert. Das Gericht sieht aber eine „gut begründete Sorge“, dass die Betroffenen aufgrund ihrer politischen Überzeugungen verfolgt würden, berichtet die Online-Zeitung „Times of Israel“.

Israel gehört der Flüchtlingskonvention an, wonach Personen nicht in ihre Heimatstaaten abgeschoben werden dürfen, wenn ihnen dort Verfolgung droht.

Von: mb

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Fri, 16 Feb 2018 14:00:00 +0100
<![CDATA[General Sulaimani: Israel wird ausgelöscht]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2018/02/16/general-sulaimani-israel-wird-ausgeloescht/ TEHERAN (inn) – Der Kommandeur der iranischen Al-Quds-Brigaden, General Kassem Sulaimani, hat am Donnerstag in Teheran mit der Zerstörung Israels gedroht. Anlass war eine Gedenkveranstaltung im Großen Saal des Innenministeriums für den 2008 getöteten Hisbollah-Terroristen Imad Mughnije. Laut der iranischen Nachrichtenagentur „Tasnim“ sagte Sulaimani, der Preis für das Blut Mughnijes sei „die Auslöschung des kindertötenden zionistischen Regimes“.

Nach Einschätzung Sulaimanis kann „das Regime“ (Israel) nicht bestehen. Aktionen wie die Militäroperation am vergangenen Samstag seien „die letzten verzweifelten Versuche“ zu überleben. Sulaimani kommandiert seit 1998 die Al-Quds-Brigaden, die Eliteeinheit der Revolutionsgarden. Sie ist dem geistlichen Oberhaupt des Iran, Ajatollah Chamenei, direkt unterstellt. „Al-Quds“ ist der arabische Name für Jerusalem.

Bei der Veranstaltung in Teheran war auch der Vize-Chef des Hamas-Politbüros, Saleh al-Aruri, zugegen. Das berichtet die israelische Tageszeitung „Jerusalem Post“. Dem Bericht zufolge kam Al-Aruri in den vergangenen sechs Monaten mindestens viermal in den Iran, ein Zeichen für die verbesserten Beziehungen. Diese hatten sich verschlechtert, weil die Hamas sich weigerte, den syrischen Diktator Baschar al-Assad zu unterstützen.

Terroristischer Lebenslauf

Mughnije war ein führendes Mitglied der Hisbollah. Er plante zahlreiche Anschläge gegen amerikanische und israelische Ziele. Unter anderem stand er hinter dem Bombenanschlag auf die US-Botschaft in Beirut am 1983 mit 63 Toten. Israel machte ihn verantwortlich für die Entführung der Soldaten Ehud Goldwasser und Eldad Regev im Sommer 2006; die Aktion führte zum Zweiten Libanonkrieg. Zwei Jahre später gab die Hisbollah die Leichen der beiden Israelis bei einem Austausch an Israel zurück.

Am 12. Februar 2008 kam Mughnije bei einem Autobombenanschlag in Damaskus ums Leben. Dabei arbeiteten die beiden Auslandsgeheimdienste CIA und Mossad zusammen. Nach einem Bericht der „Washington Post“ beobachteten CIA-Agenten Mughnije vor Ort. Mossad-Agenten in Tel Aviv standen mit ihnen in Kontakt und zündeten die Bombe fern.

Von: df

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Fri, 16 Feb 2018 13:51:00 +0100
<![CDATA[Omanischer Außenminister: Palästinensischer Staat notwendig]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/02/16/omanischer-aussenminister-palaestinensischer-staat-notwendig/ Erstmals hat ein omanischer Spitzendiplomat das Westjordanland besucht. Außenminister Jussef Bin Alawi führte unter anderem ein Gespräch mit dem Präsidenten der Autonomiebehörde, Mahmud Abbas. Am Mittwoch hielt sich Bin Alawi in Jericho und Hebron auf. Laut der Onlinezeitung „Times of Israel“ forderte er hier die Gründung eines palästinensischen Staates. So wie nach dem Zweiten Weltkrieg weltweit der Wunsch nach der Gründung Israels bestanden habe, sei nun die Gründung eines palästinensischen Staates „strategisch notwendig“, sagte Bin Alawi. Am Donnerstag besuchte er den Tempelberg, um in der Al-Aksa-Moschee zu beten, bevor er seinen dreitägigen Besuch bei den Palästinensern beendete.

Von: ser

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Fri, 16 Feb 2018 11:48:00 +0100
<![CDATA[Erweiterung des Ben-Gurion-Flughafens eröffnet]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/wirtschaft/2018/02/16/erweiterung-des-ben-gurion-flughafens-eroeffnet/ Reisende am Ben-Gurion-Flughafen haben künftig mehr Platz: Am Donnerstag wurde dort ein neuer Gebäudeabschnitt eingeweiht. Die Erweiterung des Terminals 3 soll 1.800 Passagiere pro Stunde abfertigen können; sie bietet acht Fluggastbrücken und vier Busausgänge. Der Flughafen hat nun Kapazitäten für mehrere dutzend Flüge zusätzlich pro Tag, berichtet die israelische Tageszeitung „Jerusalem Post“. 2018 erwartet der Flughafen ein Passagieraufkommen von 23 Millionen Reisenden. 2017 waren es 20 Millionen. Premier Benjamin Netanjahu war bei der Feier zugegen – und brach anschließend zur Münchner Sicherheitskonferenz auf.

Von: mb

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Fri, 16 Feb 2018 11:31:00 +0100
<![CDATA[Netflix produziert Serie über den Fall Nisman]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2018/02/16/netflix-produziert-serie-ueber-den-fall-nisman/ Der Streamingdienst Netflix hat mit der Produktion einer Miniserie begonnen, die die Geschichte um den argentinischen Staatsanwalt Alberto Nisman erzählt. Das berichtet die Onlinezeitung „Times of Israel“. Nisman untersuchte den Anschlag auf ein jüdisches Zentrum in Buenos Aires 1994, bei dem 85 Menschen umkamen. Dabei brachte er ranghohe Politiker in Bedrängnis. Diese wollten angeblich eine Mittäterschaft des Iran verschleiern. Am 18. Januar 2015 wurde Nisman tot aufgefunden. Zunächst war von Selbstmord die Rede. Seit November 2017 geht die Polizei von einem Mord aus.

Von: df

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Fri, 16 Feb 2018 10:38:00 +0100
<![CDATA[Iran weist deutsche Kritik zurück]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/02/15/iran-weist-deutsche-kritik-zurueck/ Der Iran hat die Kritik der deutschen Bundesregierung am Verhalten der Islamischen Republik gegenüber Israel zurückgewiesen. Laut der iranischen Nachrichtenagentur „Tasnim“ sagte ein Sprecher des Außenministeriums angesichts der Auseinandersetzungen vom Wochenende, Syrien habe das Recht, seine territoriale Integrität zu verteidigen. Es sei das „aggressive, zionistische Besatzungsregime (Israel)“, das die Sicherheit, Stabilität und den Frieden in der Region bedrohe. Der Iran hingegen wolle die Spannungen nicht eskalieren. Die internationale Gemeinschaft müsse eine „harte Antwort an das militaristische Regime“ geben, dessen Existenz von den Konflikten in der Region abhängig sei, erklärte der Sprecher weiter.

Von: ser

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Thu, 15 Feb 2018 16:02:00 +0100
<![CDATA[Fatah-Funktionär Radschub provoziert Grenzpolizisten]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/02/15/fatah-funktionaer-radschub-provoziert-grenzpolizisten/ Der Fatah-Funktionär Dschibril Radschub hat am Mittwoch in Hebron israelische Grenzpolizisten beschimpft. Er begleitete den Außenminister des Golfstaates Oman, Jussef Bin Alawi, auf einem Rundgang durch die Altstadt. Ein Mitglied der Delegation wurde vorübergehend von den Sicherheitskräften festgehalten. Daraufhin forderte Radschub eine Grenzpolizistin in hebräischer Sprache auf, „zur Hölle zu fahren“, und bezeichnete sie als „schamlos“. Einen Polizisten nannte er „verrückt“, schreibt die Onlinezeitung „Times of Israel“. Radschub gehört dem Fatah-Zentralkomitee an und ist Präsident des Palästinensischen Fußballverbandes.

Von: eh

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Thu, 15 Feb 2018 14:28:00 +0100
<![CDATA[Wider die Entsolidarisierung mit Israel]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2018/02/15/wider-die-entsolidarisierung-mit-israel/ Die Deutsche Evangelische Allianz (DEA) hat den eingetragenen Verein „Christen an der Seite Israels“ in ihr Netzwerk aufgenommen. Damit, heißt es in einer Mitteilung, unterhalte der Verein fortan „laufende geschwisterliche Kontakte“ zur Allianz. Der Verein hatte um einen solchen Schritt gebeten.

„Christen an der Seite Israels“ wurde 1998 – 50 Jahre nach der Erlangung der israelischen Unabhängigkeit – gegründet. Der Verein ist Teil der international agierenden Bewegung „Christians for Israel“ und will die Verbindungen zwischen den Christen in Deutschland und dem jüdischen Staat stärken. Seit 2005 wird er von dem Diplom-Betriebswirt und studierten Theologen Harald Eckert geleitet, der auch der „Initiative 27. Januar“ vorsteht und sich darüberhinaus auf internationaler Ebene für Israel einsetzt.

„Unsere Vision ist es“, heißt es auf der Webseite, „der Christenheit in Deutschland die heilsgeschichtliche Relevanz unserer ‚jüdischen Wurzeln’ zu vermitteln, um gemeinsam die reformatorische Kraft dieser Wurzeln zu entdecken und zu entfalten.“ Hauptziele der Arbeit seien, eine „geistliche und praktische Solidarität mit Israel“ zu erreichen, das biblische Verständnis von Israel zu vertiefen sowie Antisemitismus und Antiisraelismus „in Kirche und Gesellschaft“ zu bekämpfen.

Hilfsdienste an Juden in der ganzen Welt

Darüberhinaus leistet der Verein aktiv Hilfsdienste an Juden in Israel und der gesamten Welt. Seine Projekte reichen von der Unterstützung für Holocaustüberlebende über Einsätze im Bereich der Jugendhilfe und seelischen Beistand für israelische Terror-Opfer bis hin zum Schutz des ungeborenen Lebens im jüdischen Staat.

In zweimonatigen Abständen publiziert der Verein zudem mit einer Auflage von 24.000 Stück die kostenlose Zeitung „israelaktuell.de“, in der er regelmäßig zum Gebet für Israel aufruft. So zuletzt zum Beispiel dafür, „dass Jerusalem niemals wieder geteilt wird“. Er beteiligt sich ferner an der diesjährigen Initiative „40 Tage Fasten und Gebet“, bei der auch die deutsch-israelischen Beziehungen eine Rolle spielen.

Unterdessen will „Israel Connect“, ein Ableger von „Christen an der Seite Israels“, vor allem junge Christen ansprechen. Sie sollen für das Verständnis Israels als des „auserwählten Volkes Gottes“ begeistert werden. Immer wieder werden Reisen in den jüdischen Staat unternommen und so die Freundschaft zu Israel und seinen Menschen gestärkt.

Steeb: „Große Entsolidarisierung mit Israel“

Besonders intensiv unterstützt „Christen an der Seite Israels“ die Rückkehr des jüdischen Volkes nach Israel, die sogenannte „Alijah“. Unter anderem in der Ukraine informiert „Christen an der Seite Israels“ Juden aktiv über die Möglichkeit einer Auswanderung nach Israel und unterstützt beim Erledigen von nötigen Formalitäten, wie etwa der Gang zur Behörde oder die Fahrt zur Botschaft. Der Verein sieht sich damit als Teil der in der Bibel „prophezeiten Rückkehr des jüdischen Volkes nach Israel, die sich heute vor unseren Augen ereignet“, wie es auf seiner Webseite heißt.

Auf Israelnetz-Nachfrage, warum sich die DEA dazu entschieden habe, enger mit „Christen an der Seite Israels“ zu kooperieren, erklärte Generalsekretär Hartmut Steeb: „Israel ist das von Gott erwählte Volk. Als Christen leben wir von ihnen. ‚Das Heil kommt von den Juden’. Darum ist für uns klar, dass auch wir an der Seite Israels stehen. Das ist unsere Platzanweisung. Wir schätzen Werke und Verbände, die dieses leben und das Bewusstsein dafür stärken. Gerade in unserer Zeit einer großen ‚Entsolidarisierung’ mit Israel.“

Durch die Aufnahme in die Evangelische Allianz erweitert „Christen an der Seite Israels“ sein Netzwerk um einen weiteren Partner. Bisher hatte der Verein unter anderen bereits mit der „Initiative 27. Januar“ und dem „Marsch des Lebens“ kooperiert.

Von: Sandro Serafin

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Thu, 15 Feb 2018 14:19:00 +0100
<![CDATA[UN: Israel muss Tamimi freilassen]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2018/02/15/un-israel-muss-tamimi-freilassen/ GENF (inn) – Menschenrechtsexperten der Vereinten Nationen fordern die Freilassung der Palästinenserin Ahed Tamimi. Die 17-Jährige befindet sich seit dem 19. Dezember im Gefängnis. Ihr wird vorgeworfen, israelische Soldaten provoziert zu haben. Der Vorfall vom 15. Dezember in Nabi Salih im Westjordanland wurde auf Video aufgezeichnet. Darin ist zu sehen, wie das Mädchen einen Soldaten schlug und trat.

Am Dienstag hat die Gerichtsverhandlung gegen sie in einem Militärgericht unter Ausschluss der Öffentlichkeit begonnen. Der Prozess wird im März fortgesetzt.

„Haft nur als letztes Mittel“

Der zuständige UN-Sonderberichterstatter, Michael Lynk, betonte, Haft sei bei Kindern nur als letztes Mittel einzusetzen. Das halte die UN-Kinderrechtskonvention fest, der sich auch Israel verpflichtet habe. „Keiner der Fakten um den Prozess scheint ihre weitergehende Haft zu rechtfertigen.“

Die UN beklagen außerdem, dass Tamimi mitten in der Nacht verhaftet wurde, und bei ihrem Verhör weder ihre Eltern noch ein Anwalt anwesend gewesen seien. „Das verletzt die grundsätzliche Rechtsgarantie, sich während einer Befragung beraten lassen zu dürfen“, sagte der UN-Hauptberichterstatter der Arbeitsgruppe Willkürliche Verhaftung, José Guevara.

Verweis auf „palästinensische Statistiken“

Tamimi sei „laut palästinensischen Statistiken“ kein Einzelfall, ergänzte Lynk. Pro Jahr nehme Israel „500 bis 700“ palästinensische Kinder in Gewahrsam. Was genau mit „Kindern“ gemeint ist, gab Lynk nicht an. Laut palästinensischem Gesetz ist jede Person unter 18 Jahren ein „Kind“. Auch die UN-Kinderrechtskonvention definiert den Begriff so, „es sei denn, unter dem für das Kind gültige Gesetz wird Volljährigkeit eher erreicht“.

Tamimi wurde festgenommen, als sie noch 16 Jahre alt war. Am 31. Januar wurde sie 17 Jahre alt.

Kinder als Terroristen

Das im Westjordanland gültige israelische Militärgesetz sieht vor, dass palästinensische Verdächtige im Alter von zwölf Jahren zu einer Gefängnisstrafe verurteilt werden können. Grund dafür ist, dass Kinder in diesem Alter Terroranschläge ausführen. Am 9. Februar 2016 wollte zum Beispiel eine zwölfjährige Palästinenserin einen Messerangriff verüben.

In Israel hat die Knesset am 2. August 2016 ein Gesetz verabschiedet, demzufolge auch Minderjährige unter 14 Jahren inhaftiert werden können. Die Regelung gilt im Fall von Mord, fahrlässiger Tötung oder Terror.

Von: df

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Thu, 15 Feb 2018 14:16:00 +0100
<![CDATA[PA: Israelische Abgeordnete auf Terrorliste setzen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/02/15/pa-israelische-abgeordnete-auf-terrorliste-setzen/ RAMALLAH (inn) – Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) kritisiert die Entscheidung der Knesset, israelische Hochschulen im Westjordanland aufzuwerten. Am Montag hatte das Parlament ein Gesetz verabschiedet, nach dem etwa die Universität Ariel den gleichen Status erhält wie akademische Einrichtungen in Israel. Als Reaktion hat das PA-Informationsministerium in Ramallah am Mittwoch an die Weltgemeinschaft appelliert, wie die Onlinezeitung „Times of israel“ berichtet.

Die PA sprach von einem weiteren Schritt der Israelis, um den Friedensprozess zu hemmen. Die Abgeordneten, die für das Gesetz gestimmt haben, „unterstützen Rassismus und Terrorismus“, heißt es in einer Mitteilung des Informationsministeriums. Es forderte Parlamente und Abgeordnete in aller Welt auf, diese israelischen Politiker zu boykottieren und ihnen die Einreise zu verweigern. Zudem sollten sie die Namen der Befürworter auf Terrorlisten setzen. In dem Aufruf nennt das Ministerium allerdings keine Namen von Parlamentariern.

„Die beschleunigte Häufigkeit des Verabschiedens von extremistischen und rassistischen Gesetzen ist ein Zeichen dafür, dass Israel weiter Terror anstrebt“, schrieb das Ministerium. Israels Vorgehen offenbare auch die Träume, dem Westjordanland vollständige Souveränität aufzuerlegen, die legitimen nationalen Rechte der Palästinenser auszulöschen und UN-Resolutionen zunichte zu machen, die Siedlungen ablehnten. Die UNESCO und alle „freien“ akademischen Einrichtungen wurden aufgerufen, Israel und akademische Einrichtungen, „die auf unserem Land errichtet wurden“, zu boykottieren.

„Bennett ruft zur ethnischen Säuberung auf“

Den israelischen Bildungsminister Naftali Bennett kritisierte die PA, weil er die biblischen Namen Judäa und Samaria für das Westjordanland verwendet. Dies sei gleichbedeutend mit einem „offenen Aufruf zur ethnischen Säuberung und Hetze, unsere Söhne zu töten“. „Es ist auch ein Aufruf an Siedler, brutale Taten zu begehen.“

Von: eh

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Thu, 15 Feb 2018 13:54:00 +0100
<![CDATA[UN-Botschafterin Haley spricht von „Weckruf für uns alle“]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/02/15/un-botschafterin-haley-spricht-von-weckruf-fuer-uns-alle/ Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, hat das unerlaubte Eindringen einer iranischen Drohne in israelischen Luftraum vom Wochenende als „ungeheuerliche Eskalation“ bezeichnet. Laut der Onlinezeitung „Times of Israel“ betonte sie vor dem UN-Sicherheitsrat, dass der Vorfall „ein Weckruf für uns alle“ sei. Der Iran und die Hisbollah machten Pläne, um in Syrien zu bleiben. „Wenn wir uns den Mittleren Osten anschauen, wissen wir eines sicher: Wo der Iran ist, ist Instabilität“, erklärte Haley weiter. Unterdessen warf Israels UN-Botschafter, Danny Danon, der Staatengemeinschaft laut der Nachrichtenseite „Arutz Sheva“ vor, die Wahrheit über den Iran zu kennen, sie jedoch zu verschweigen.

Von: ser

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Thu, 15 Feb 2018 11:19:00 +0100
<![CDATA[Tillerson: US-Friedensplan kommt voran]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/02/15/tillerson-us-friedensplan-kommt-voran/ Der US-Friedensplan für Israelis und Palästinenser befindet sich in einem „ziemlich fortschrittlichen Stadium“. Das sagte Außenminister Rex Tillerson am Mittwoch im Beisein seines jordanischen Amtskollegen Ajman al-Safadi in Amman. Es liege nun an Präsident Donald Trump, die nächsten Schritte zu unternehmen; er wolle dem Präsidenten nicht zuvorkommen. Tillerson betonte laut Mitteilung seines Ministeriums, er habe den Plan gesehen und dem Team des Präsidenten mitgeteilt, an welchen Stellen er aus seiner Sicht nachbearbeitet werden müsse.

Von: df

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Thu, 15 Feb 2018 10:48:00 +0100
<![CDATA[Nachrichten vom 15. Februar 2018]]> https://www.israelnetz.com/israelnetz-tv/2018/02/15/nachrichten-vom-15-februar-2018/ Thu, 15 Feb 2018 09:57:00 +0100 <![CDATA[Polizei empfiehlt Anklage gegen Netanjahu]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/02/14/polizei-empfiehlt-anklage-gegen-netanjahu/ JERUSALEM (inn) – Die israelische Polizei hat der Staatsanwaltschaft empfohlen, den israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu wegen Bestechung anzuklagen. Das teilte sie am Dienstagabend in Jerusalem mit. Nach Ansicht der Ermittler liegen genügend Beweise für einen solchen Schritt vor.

Die Empfehlung der Polizei ist nicht bindend. Ob es nun zu einer Anklage kommt, entscheidet die Staatsanwaltschaft. Dies kann jedoch noch Wochen oder Monate dauern. Netanjahu wäre der erste amtierende Regierungschef Israels, der angeklagt wird.

Verdacht auf Bestechung

Bei der Empfehlung geht es um zwei Fälle: Zum einen sollen Netanjahu und seine Frau Sara Geschenke von zwei Milliardären erhalten, dem Hollywood-Produzenten Arnon Milchan und dem australischen Geschäftsmann James Packer („Akte 1000“). Im Gegenzug soll Netanjahu für die gesetzliche Verlängerung einer Frist für Steuererleichterungen geworben haben.

Im zweiten Fall geht es um angebliche Absprachen mit dem Herausgeber der Tageszeitung „Yediot Aharonot“, Arnon Moses („Akte 2000“). Netanjahu soll ihm angeboten haben, das Konkurrenzblatt „Israel HaJom“ zu schwächen; im Gegenzug würde „Yediot Aharonot“ vorteilhafter über den Likud-Chef berichten.

Lapid als Zeuge

Wie nun bekannt wurde, hat der Chef der Oppositionspartei Jesch Atid, Jair Lapid, in dem Fall „Akte 1000“ entscheidende Hinweise geliefert. Lapid war von 2013 bis 2015 als Finanzminister Teil der Netanjahu-Regierung. „Die Polizei ist mit mir in Kontakt getreten und bat mich um eine Aussage. Wie jeder gesetzestreue Bürger habe ich das getan.“

Lapid betonte weiter, er habe als Finanzminister das Gesetz abgelehnt. „In diesen wie in anderen Fällen war Jesch Atid die letzte Instanz gegen Regierungskorruption.“

Rücktrittsforderungen werden laut

Wegen seiner Aussage ist Lapid bei Unterstützern Netanjahus in die Kritik geraten. Tourismusminister Jariv Levin sagte, es sei beschämend, dass der Hauptzeuge ein Politiker sei, der jahrelang versucht habe, Netanjahu abzusetzen. Der Koaltionsvorsitzende David Amsalem bezeichnete Lapid als Verräter. Der Abgeordnete Mickey Levy (Likud) weist hingegen darauf hin, dass Lapid nach der Anfrage der Polizei verpflichtet war, auszusagen.

Mehrere Politiker, darunter auch Lapid, fordern nun den Rücktritt Netanjahus. „Selbst wenn es der Buchstabe des Gesetzes nicht fordert: In einem vernünftigen Land kann niemand weiter als Regierungschef dienen, dem derartige Vorwürfe gemacht werden“, meint der 54-Jährige.

Netanjahu: Keine Neuwahlen

Andere Politiker unterstützen hingegen Netanjahu oder wollen die Entscheidung der Staatsanwaltschaft abwarten. Bildungsminister Naftalie Bennett betonte, für Netanjahu gelte bis auf Weiteres die Unschuldsvermutung; er erfülle zwar nicht die Ansprüche an einen Führer, doch gebe es keinen Zweifel an dessen Einsatz für das Land.

Netanjahu selbst beteuert seine Unschuld. Auch angesichts der Empfehlung der Polizei werde er die Regierung weiterführen. „Es gibt keine Pläne für eine Neuwahl. Ich versichere ihnen, die Koalition ist stabil.“

Von: df

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Wed, 14 Feb 2018 14:57:00 +0100
<![CDATA[NATO-Ausschreibungen für israelische Firmen offen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/wirtschaft/2018/02/14/nato-ausschreibungen-fuer-israelische-firmen-offen/ Israel hat ein logistisches Abkommen mit der NATO-Beschaffungsbehörde NSPA abgeschlossen. Dadurch können sich israelische Firmen bei Ausschreibungen des Verteidigungsbündnisses bewerben. Gemäß dem Wirtschaftsmagazin „Globes“ ist das ein Durchbruch für israelische Unternehmen in den Bereichen Cyber, Optik, Verteidigung und Software. Daraus könnten nach israelischen Schätzungen Geschäftsabschlüsse über umgerechnet rund 3,6 Milliarden Euro erwachsen. Israel ist kein NATO-Mitglied, aber ein Partner der Organisation. Im September 2016 wurde beim Verteidigungsbündnis eine ständige israelische Vertretung eröffnet.

Von: eh

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Wed, 14 Feb 2018 14:52:00 +0100
<![CDATA[Israelischer Abgeordneter Glick trifft FPÖ-Politiker]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/02/14/israelischer-abgeordneter-glick-trifft-fpoe-politiker/ WIEN (inn) – Rabbi Jehuda Glick sitzt für den Likud von Premierminister Benjamin Netanjahu in der Knesset. In Bezug auf Österreich weicht er allerdings von der Parteilinie ab: Die israelische Regierung lehnt direkte Beziehungen mit der rechtspopulistischen Freiheitlichen Partei Österreichs ab. Kontakte mit FPÖ-geführten Ministerien laufen derzeit ausschließlich über Beamte. Rabbi Glick hingegen hat am Dienstag in Wien mehrere Politiker der Partei getroffen – und betont deren israelfreundliche Haltung.

„Der am meisten pro-israelische und aktivste Führer gegen Antisemitismus und Rassismus in Europa, der in seinem Land permanent dafür kritisiert wird, zu pro-israelisch zu sein – wird von Israel boykottiert, weil er angeblich ein antisemitischer Neonazi sei.“ Dieser Twitter-Eintrag des Likud-Politikers bezieht sich auf FPÖ-Vizekanzler Heinz-Christian Strache.

Laut einem Bericht der israelischen Nachrichtenseite „Walla“ war die Reise nicht mit dem Büro von Premierminister Benjamin Netanjahu abgestimmt. Glick sagte beim Treffen mit Strache, das Volk Israel erwarte, dass dieser dafür sorge, dass die Vergangenheit nicht in Vergessenheit gerate. „Keine Leugnung, keine Auslöschung der Erinnerung an die Scho'ah, die österreichische Jugend dazu erziehen, zu verstehen, was gewesen ist und nicht zu dulden, dass ein solches Phänomen von neuem auftreten könnte – Neonazis, Rassismus und Hass.“ Der Vizekanzler sagte, er sei auf der Hut. Er werde jeden aus der Partei entfernen, der eine Äußerung mache, die in die Nähe von Neonazismus, Hass oder Antisemitismus komme.

Hemmnisse zwischen Regierungen überwinden

Der Israeli sprach ferner mit FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus und der parteilosen Außenministerin Karin Kneissl, die von der Partei nominiert worden war. Letztere wertete das Gespräch als „offiziell“, da Glick ein Vertreter der Likud-Partei in der Knesset sei, schreibt die Zeitung „Salzburger Nachrichten“. Er betonte hingegen vor Journalisten, dass er nicht als Vertreter der Regierung gekommen sei. „Ich bin hier, um zu versuchen, die Hemmnisse in den Beziehungen zwischen den beiden Ländern zu überwinden." Er werde „jede Anstrengung unternehmen, um die israelische Regierung von der Wichtigkeit der Beziehungen zu Österreich zu überzeugen“. Boykotte lehne er ab.

Glick kündigte an, Strache – den er als „wahren Freund Israels“ bezeichnete – zu kontaktieren, sobald er etwas Ausländerfeindliches oder eine Beschwerde über derlei Äußerungen höre. Der Vizekanzler versicherte, er werde jede derartige Anfrage unverzüglich bearbeiten.

Von: eh

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Wed, 14 Feb 2018 14:31:00 +0100
<![CDATA[Polizei findet antike Mühlsteine bei Palästinenser]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2018/02/14/polizei-findet-antike-muehlsteine-bei-palaestinenser/ UM REIHAN (inn) – Die israelische Polizei und die Armee haben am Dienstag wertvolle Mühlsteine und andere Antiquitäten bei einem Palästinenser im Westjordanland gefunden. Einer ersten Schätzung zufolge beläuft sich ihr Wert auf umgerechnet rund 45.700 Euro, teilte die Polizei laut der Onlinezeitung „Times of Israel“ mit.

Der Fund wurde in dem palästinensischen Dorf Um Reihan, nahe Dschenin, gemacht. Der Mann, bei dem die Artefakte entdeckt worden waren, behauptete, die Gegenstände gefunden zu haben. Er wurde von Ermittlern der Israelischen Altertumsbehörde befragt.

„Romantische Geschichten“ über einfachen Wohlstand

Die Polizei teilte mit, dass sie gemeinsam mit der israelischen Armee und der Altertumsbehörde ihre „entschlossenen Operationen“ fortsetzen werde, „um Eigentümer und Kunstgegenstände, die illegal gehalten werden, zu orten und zu beschlagnahmen“.

Erst Ende Januar hatte ein ähnlicher Fall für großes Aufsehen in der Altertumsbehörde gesorgt. Damals fanden die Behörden 150 byzantinische Bronzemünzen bei einem Mann aus dem Beduinen-Dorf Bir Hadadsch. Ihr Alter wurde auf rund 1.500 Jahre geschätzt. Der 50-Jährige hatte sich mit einem Metalldetektor am Weltkulturerbe Haluza in der nördlichen Negev-Wüste zu schaffen gemacht.

Damals sagte Guy Firussi, ein Mitarbeiter der Altertumsbehörde, gegenüber der „Times of Israel“: „Ein Teil des Problems wurzelt in der Ignoranz.“ Schüler hörten immer wieder „romantische Geschichten“ über „schnelles Geld“, sodass sie ihr Glück versuchten, wenn sie älter werden. „Und die Situation verschlechtert sich.“

Immer wieder antike Funde in Israel

Für problematisch hält die Altertumsbehörde das nicht nur wegen des materiellen Wertes der Gegenstände. Firussi etwa betont, dass ein Stück Geschichte „aus unseren Händen“ gestohlen werde.

Israel ist reich an antiken Schätzen. Auch Archäologen entdecken immer wieder antike Gegenstände oder sogar ganze Anlagen, wie zuletzt eine 1.500 Jahre alte byzantinische „Poolanlage“ am Rande Jerusalems.

Von: ser

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Wed, 14 Feb 2018 13:53:00 +0100
<![CDATA[Palästinensischer UN-Diplomat: Wir werden weiter Steine werfen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/02/14/palaestinensischer-un-diplomat-wir-werden-weiter-steine-werfen/ Der Diplomat Abdallah Abuschawesch hat sich erfreut darüber geäußert, dass die Palästinenser sehr gut im Steinewerfen seien. Abuschawesch ist Mitglied der palästinensischen UN-Delegation. „Wir sind sehr clever und wirkliche Experten, was das Steinewerfen angeht. Und wir sind stolz darauf“, sagte er laut der Tageszeitung „Yediot Aharonot“ vor kanadischen Studenten. „Wir werden nicht aufhören, unseren Kindern das Steinewerfen beizubringen.“ Er selbst sei einer dieser Steinewerfer und er bleibe „im Namen meiner Kinder“ im Widerstand. Abuschawesch war nach eigenen Angaben aktiv an der ersten „Intifada“ beteiligt. Er habe damals keine Möglichkeit ausgelassen, Steine zu werfen. „Das ist unser Leben“, ergänzte Abuschawesch.

Von: ser

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Wed, 14 Feb 2018 12:06:00 +0100
<![CDATA[Wie ein Rabbi für den Glauben argumentiert]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2018/02/14/wie-ein-rabbi-fuer-den-glauben-argumentiert/ Israelnetz: Rabbi Ratt, Sie haben ein Buch mit dem Titel „Einfach glauben“ geschrieben. Warum ist Ihrer Meinung nach Glauben einfach?

Mosche Ratt: Einfach glauben, weil der Glaube ein untrennbarer Bestandteil der menschlichen Existenz ist. Jeder glaubt an etwas. Deshalb ist die Frage nur, an was man glauben soll und welche Glaubensrichtungen sinnvoller sind als andere. Was ich in dem Buch zu zeigen versuche, ist, dass der religiöse Glaube vernünftiger, logischer und erfolgreicher ist als der atheistisch-materialistische.

Der Untertitel des Buches lautet: „Führer für den rationalen Gläubigen“. Atheisten rühmen sich oft, besonders rational zu sein. Passen Glaube und Rationalität zusammen?

Auf jeden Fall. Rationalität bedeutet, alle Faktoren in Betracht zu ziehen. Wenn man das tut, stellt sich heraus, dass der Glaube ein wesentlicher Bestandteil des menschlichen Bewusstseins ist und man ihn nicht ignorieren kann. Die Atheisten hingegen sind nicht zwangsläufig rational, sie schließen sich lediglich einem engen Weltbild an, das nur den empirischen Raum enthält, und leugnen alles, was nicht in den Lichtkreis der Wissenschaft fällt. Darin liegt nichts besonders Rationales – im Gegenteil, die Logik deutet darauf hin, dass die Wirklichkeit umfassender und reicher ist als das, was uns im Augenblick bekannt ist, und das ist der Raum, der dem Glauben gehört.

Beschreiben Sie uns kurz, was und an wen Sie glauben.

Als Jude glaube ich an den Ewigen, den Gott Israels, und an die Grundsätze des jüdischen Glaubens: Tora, die vom Himmel kommt, Lohn und Strafe für die Taten der Menschen, die kommende Welt und ähnliches. Ebenso glaube ich, dass die Wirklichkeit, die wir mit den Sinnen erfassen, nur ein kleiner Teil von dem ist, was wirklich existiert, und dass es noch viele andere Welten, Dimensionen und Existenzebenen gibt.

Mit Atheisten gehen Sie nicht gerade sanft um. Sie setzen Atheismus mit Autismus gleich, was auch Autisten als herabwürdigend empfinden könnten. An einer anderen Stelle bezeichnen Sie es als albern, sich damit zu befassen. Haben Sie solche Aussagen schon einmal in einer direkten Konfrontation mit Menschen gemacht, die an keinen Gott glauben?

Atheisten verachten oft Religiöse, behaupten, dass sie an einen Fantasiefreund glauben, vergleichen Gott mit dem Fliegenden Spaghettimonster und so weiter. Deshalb sollten sie sich nicht beklagen, wenn man ihnen im selben Stil antwortet. Zur Sache selbst: Ich denke in der Tat, dass Atheismus eine Art Verschließen gegenüber der Wirklichkeit ist, und eine Unfähigkeit, das Göttliche zu empfinden. Thomas Nagel, ein bekannter atheistischer Philosoph, hat etwas Ähnliches gesagt – er sagte, dass ihm der „sensus divinatis“ fehle, der es Gläubigen ermöglicht, die Wirklichkeit Gottes zu empfinden, die in der Welt zum Vorschein kommt. Atheisten mögen es zwar nicht, wenn man ihnen solche Dinge sagt, aber es ist die Wahrheit.

Kompakt: Die Unterschiede zwischen Christentum und Judentum

Der britische Gelehrte John Lennox sagte vor einigen Jahren in einem Interview des Christlichen Medienmagazins pro, Richard Dawkins wolle seiner Ansicht nach die Atheisten in ihrem Glauben stärken. Wie bewerten Sie diese Aussage?

Ich denke, dass das stimmt. Atheismus ist definitiv eine Art Glaube, an dem festzuhalten nicht leicht ist. Deshalb investieren Leute wie Dawkins und seine Kollegen viele Anstrengungen, um Menschen zu überzeugen, an diesem Glauben festzuhalten.

Sie haben allgemeine Philosophie studiert. In Ihrer Argumentation für den Glauben verweisen Sie auch auf christliche Denker wie Gilbert Keith Chesterton, den Sie gar als Vorbild für den jüdischen Kampf gegen den Atheismus bezeichnen. Waren Sie schon einmal in der Versuchung, den christlichen Glauben anzunehmen?

Ich habe nicht wenige Schriften von christlichen Denkern und Philosophen gelesen. Ein Teil macht eine sehr gute Arbeit, aber ich denke nicht, dass das Christentum im Vergleich zum Judentum eine ausreichend rationale Grundlage hat. Das Christentum ist zwar aus dem Judentum entstanden und glaubt an die Offenbarung am Sinai und an die damit verbundene Massenoffenbarung. Aber es behauptet, dass Gott in der Folge seine Meinung geändert und das Judentum durch das Christentum ersetzt habe. Ich würde erwarten, dass, wenn es wirklich geschähe, Gott eine weitere Massenoffenbarung im Maßstab der Offenbarung am Sinai initiieren und darin alle über die Aktualisierung informieren würde.

Warum sollten wir einem einzelnen Mann glauben, der kommt und behauptet, dass er im Namen Gottes spricht und dass Gott plötzlich seine Meinung geändert und alle früheren Gebote der Tora aufgehoben habe? Selbst wenn er Wunder tut, ist das kein Beweis dafür, dass der Ewige ihn gesandt hat, denn in der Tora steht geschrieben, dass ein Lügenprophet kommen wird und Wunder vollbringen kann. Wenn wir jedem Menschen glauben, der behauptet, dass der Ewige sich ihm offenbart habe, warum dann gerade Jesus? Warum nicht Mohammed oder dem Gründer der Mormonen, Joseph Smith? Das Judentum ist die einzige Religion, die auf einer Massenoffenbarung basiert und nicht auf den Worten eines einzelnen Menschen wie die übrigen Religionen. Deshalb ist es die rationale Entscheidung, ihm zu glauben.

Wo liegen aus Ihrer Sicht die größten Unterschiede zwischen Judentum und Christentum?

Es gibt natürlich Unterschiede im Bereich der Theologie. Das Judentum, wie ich dargelegt habe, basiert mehr auf Logik und Wissen, während das Christentum mehr Glauben fordert. Das Judentum strebt nicht danach, eine weltumfassende Religion zu sein, sondern es ist allein die Religion des Volkes Israel und derjenigen, die sich ihm anschließen wollen. Alle anderen Menschen können in die kommende Welt gelangen, wenn sie sieben grundlegende Gebote halten.

Also die sogenannten sieben noachidischen Gebote, die aus der Zeit Noahs abgeleitet werden.

Hingegen ist im Christentum der einzige Weg, um in den Garten Eden zu gelangen, der Weg des Glaubens an Jesus, und jeder, der nicht an ihn glaubt, selbst wenn er ein guter und geradliniger Mensch ist, wird für alle Ewigkeiten in die Hölle gehen.

Und auf der praktischen Seite?

Da fordert das Judentum vom Menschen, in allen seinen Lebensbereichen genau die Gebote einzuhalten, was ihn in jedem Augenblick seines Lebens mit dem Ewigen verbindet, während das Christentum dem Menschen nicht viele Gebote auferlegt außer den Glauben selbst.

Am Beginn eines Kapitels zitieren Sie eine Szene aus dem Buch „Der König von Narnia“ von dem christlichen Autor C. S. Lewis. Können Sie sich vorstellen, dass es – wie in den „Narnia“-Chroniken, „um die Ecke“ andere Welten gibt?

Ja, ich glaube entschieden, dass es solche Welten gibt. Was ich bei Lewis liebe, ist die Art, in der er Fantasy nutzt, um den religiösen Glauben zu stärken. Letztlich sprechen sowohl Fantasy als auch Religion von Welten, die jenseits unserer Welt existieren, von einer umfassenden Wirklichkeit, in der alles möglich ist. Deshalb passen sie gut zusammen. Nicht durch Zufall waren sowohl Lewis als auch der Schriftsteller J. R. R. Tolkien, die beiden Väter der modernen Fantasy, sehr religiöse Menschen.

In dem Buch bringen Sie viele Argumente für einen religiösen Glauben. Was ist aus Ihrer Sicht das am meisten einleuchtende Argument dafür, dass es einen Gott gibt?

Ich denke, dass eine einfache Betrachtung der Wirklichkeit davon zeugt, dass dahinter ein verstandesmäßiger Wille steckt. Die Erscheinung des Universums, des Lebens, des Menschen, des Bewusstseins, die Entwicklung der Menschheit selbst – all das sind Stufen in einem Prozess, in dem die Wirklichkeit immer komplizierter, vollkommener und wunderbarer wird. Das ist genau das, was zu einer theistischen Weltauffassung passt und nicht mit dem materialistischen Bild zusammenpasst, nach dem alles durch Zufall entstanden ist.

Wie beurteilen Sie insgesamt den Islam, auch angesichts der islamistisch motivierten Anschläge?

Der Islam ist noch eine relativ junge Religion. Wenn wir sagen, dass alle 100 Jahre in der Entwicklung einer Religion so viel wert sind wie ein Jahr im Leben eines Menschen, dann ist das Judentum 33 Jahre alt, das Christentum 20, der Islam aber erst 14. Deshalb verhält er sich wie ein Jugendlicher am Anfang der Pubertät. Er ist sicher, dass er alles weiß, und reagiert mit Gewalt und mit Aggressivität auf jeden, der ihm etwas anderes sagt. Ich hoffe, dass der Islam diese Phase erfolgreich überwindet und eine reifere Form des Glaubens erreicht, ähnlich wie der Prozess, den Judentum und Christentum durchgemacht haben, damit er der Welt Segen bringen kann und nicht Fluch.

Vielen Dank für das Gespräch!

Die Fragen stellte Elisabeth Hausen

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Wed, 14 Feb 2018 11:05:00 +0100
<![CDATA[Amerikanische Footballspieler besuchen Israel]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/sport/2018/02/14/amerikanische-footballspieler-besuchen-israel/ Sieben aktive und ehemalige amerikanische Footballspieler sind am Dienstagabend zu einem einwöchigen Besuch in Israel angekommen. Unter anderem steht ein Treffen mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu auf dem Programm. Die Organisation „American Voices in Israel“ hat den Besuch geplant. Deren Ziel ist es, bekannte Persönlichkeiten ins Land zu bringen, um ihnen vor Ort die komplexe Lage in Nahost zu zeigen. Im vergangenen Jahr hatten andere Football-Spieler einen ähnlichen Besuch kurzfristig abgesagt, weil sie sich von der israelischen Regierung nicht „benutzen“ lassen wollten.

Von: df

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Wed, 14 Feb 2018 11:05:00 +0100
<![CDATA[Palästinensische Sicherheitskräfte retten verletzte Soldaten vor Mob]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2018/02/13/palaestinensische-sicherheitskraefte-retten-verletzte-soldaten-vor-mob/ DSCHENIN (inn) – Zwei israelische Soldaten sind am Montag im Westjordanland versehentlich in die Autonomiestadt Dschenin geraten. Dort bewarfen Palästinenser ihr Fahrzeug mit Felsbrocken und Stühlen. Die beiden Israelis, ein Mann und eine Frau, erlitten mittelschwere Verletzungen am Oberkörper. Der Soldatin wurde ein Gewehr ohne Magazin gestohlen, wie die Onlinezeitung „Times of Israel“ berichtet. Palästinensische Sicherheitskräfte retteten die Armeeangehörigen vor dem wütenden Mob.

Die beiden Soldaten waren auf dem Weg von der Siedlung Schavei Schomron in die israelische Stadt Afula. Nach ersten Untersuchungen des Militärs benutzten sie die beliebte Navigations-App „Waze“. Allerdings hatten sie die Funktion deaktiviert, die Fahrer daran hindert, in als „gefährlich“ deklarierte Gebiete zu gelangen – dazu gehören auch die Gebiete, in denen die Palästinenser die Kontrolle haben. Große rote Schilder warnen israelische Staatsbürger davor, diese Tabuzonen zu betreten. Offenbar übersahen oder ignorierten die Armeeangehörigen diese Warnhinweise.

„Ohne die Sicherheitskräfte wäre womöglich ein Lynch passiert“

Infolge der Krawalle eilten palästinensische Sicherheitskräfte den bedrängten Israelis zur Hilfe. Sie sorgten dafür, dass sie die Stadt unbehelligt wieder verlassen konnten. Am Dienstag gaben sie zudem das gestohlene M16-Gewehr an die Armee zurück. Die Soldaten wurden indes zur Beobachtung ins Krankenhaus nach Afula gebracht.

Ein Armeesprecher würdigte die palästinensischen Helfer laut der Tageszeitung „Ha'aretz“: „Ohne das Einschreiten der palästinensischen Sicherheitskräfte hätte diese Situation mit einem Lynch und einer ernsthaften Bedrohung für die Sicherheit der Soldaten enden können.“

Der stellvertretende Gouverneur von Dschenin, Kamal Abu al-Rub, sagte, das Fahrzeug sei aus „nationalistischen Motiven“ angegriffen worden. Er bestätigte, dass Polizisten herbeigeeilt seien, um ein sicheres Entkommen der beiden Israelis zu gewährleisten. Viele Palästinenser kritisierten die Befreiung der Soldaten durch die Sicherheitskräfte. Die Zusammenarbeit mit Israel bezeichneten sie als „Verrat“, die Randalierer hingegen als „Helden“, schreibt die „Times of Israel“.

Von: eh

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Tue, 13 Feb 2018 14:47:00 +0100
<![CDATA[Prozess gegen Ahed Tamimi eröffnet]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/prozess-gegen-ahed-tamimi-eroeffnet/ Am Dienstag hat der Gerichtsprozess gegen die 17-jährige Palästinenserin Ahed Tamimi begonnen. Der Fall wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit vor einem Militärgericht im Westjordanland verhandelt. Tamimi hatte zwei Soldaten der israelischen Armee vor laufender Kamera getreten und geschlagen. Insgesamt gibt es zwölf Anklagepunkte. Viele Palästinenser verehren die Jugendliche als Heldin.

Von: ser

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Tue, 13 Feb 2018 13:58:00 +0100
<![CDATA[Abbas wiederholt gegenüber Putin Kritik an USA]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/02/13/abbas-wiederholt-gegenueber-putin-kritik-an-usa/ MOSKAU (inn) – Der Vorsitzende der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Mahmud Abbas, hat sich beim russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin über die USA beschwert. Am späten Montagabend trafen die beiden Politiker in Moskau zusammen. Dabei war ein großes Thema die Frage, wer als Vermittler im Nahostkonflikt taugen könnte.

Zum Auftakt des Treffens bekundete Abbas laut Mitteilung des Kreml sein Beileid anlässlich des Flugzeugabsturzes nahe Moskau am Sonntag. Dabei waren 71 Russen ums Leben gekommen.

Abbas: USA können zu Vermittlerteam gehören

Im weiteren Verlauf des Gespräches betonte der PA-Vorsitzende erneut, dass die Vereinigten Staaten von Amerika ihr Recht auf eine alleinige Vermittlerrolle im israelisch-palästinensischen Konflikt verspielt hätten. „Wir akzeptieren die USA nicht als Vermittler zwischen uns und den Israelis“, zitiert ihn die palästinensische Nachrichtenagentur WAFA. Bemühungen um Verhandlungen könnten durch eine internationale Konferenz geschehen, wo ein Mechanismus für die Mediation gefunden werde. „Wir haben nichts gegen eine Vermittlung von anderen Ländern, und die Amerikaner können ein Teil davon sein, aber nicht allein.“

Abbas warf US-Präsident Donald Trump vor, er habe lange Zeit von einem geplanten „Deal des Jahrhunderts“ geredet habe. Doch dieser sei in Wirklichkeit eine „Ohrfeige“. Denn Trump habe Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt, mit der Schließung des Büros des palästinensischen Vertreters in Washington gedroht und die Hilfe für das UN-Hilfswerk für Palästina-Flüchtlinge (UNRWA) gekürzt.

Dass der US-Kongress eine Schließung des Büros der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) befürwortet, bezeichnete Abbas als „seltsam“. Der Grund für die Entscheidung sei, dass der Kongress die PLO seit 1987 als terroristische Organisationen ansehe. Dies befremde ihn angesichts der vielen Kontakte zwischen palästinensischen und amerikanischen Vertretern in den vergangenen Jahren.

Putin bekundet Unterstützung für Palästinenser

Putin sagte mit Bezug auf den israelisch-palästinensischen Konflikt: „Sie wissen, dass wir das palästinensische Volk immer unterstützt haben. Israels Premierminister (Benjamin) Netanjahu war kürzlich in Russland zu Besuch. Wir haben selbstverständlich auch über dieses Thema diskutiert. Gerade jetzt hatte ich ein Telefongespräch mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten, Trump. Natürlich haben wir über den palästinensisch-israelischen Einigungsprozess gesprochen.“

Von: eh

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Tue, 13 Feb 2018 12:15:00 +0100
<![CDATA[Universität Ariel jetzt unter israelischer Aufsicht]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/wissenschaft/2018/02/13/universitaet-ariel-jetzt-unter-israelischer-aufsicht/ Die Universität Ariel im Westjordanland steht nun unter israelischer Aufsicht. Wie die Zeitung „Jerusalem Post“ berichtet, verabschiedete die Knesset am Montag ein entsprechendes Gesetz mit 56 zu 35 Stimmen. Die Universität Ariel wird damit die neunte anerkannte Universität des jüdischen Staates. Der Minister für Jerusalem-Angelegenheiten, Se'ev Elkin, begrüßte den Beschluss über den Kurznachrichtendienst Twitter als einen weiteren Schritt zur Erlangung der Souveränität in Judäa und Samaria. Ariel liegt südwestlich von Nablus.

Von: ser

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Tue, 13 Feb 2018 11:45:00 +0100
<![CDATA[Ägypten: USA sollen im Nahost-Konflikt vermitteln]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/02/13/aegypten-usa-sollen-im-nahost-konflikt-vermitteln/ Der ägyptische Präsident Abdel-Fattah al-Sisi hat die USA dazu aufgefordert, den Friedensprozess zwischen Israelis und Palästinensern neu anzustoßen. Bei einem Treffen mit dem amerikanischen Außenminister Rex Tillerson am Montag in Kairo betonte er, das Ziel sei eine Zwei-Staaten-Lösung. Tillerson sagte laut der Nachrichtenseite „Egypt Today“, die Grenzen Jerusalems seien erst bei Abschlussverhandlungen festzulegen. Der Minister befindet sich auf einer Nahost-Reise, die ihn noch nach Kuwait, Jordanien, in den Libanon und in die Türkei führt.

Von: df

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Tue, 13 Feb 2018 11:09:00 +0100
<![CDATA[Bundesregierung fordert Ende der aggressiven Haltung gegenüber Israel]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/02/12/bundesregierung-fordert-ende-der-aggressiven-haltung-gegenueber-israel/ Die deutsche Bundesregierung hat den Iran kritisiert, weil er in Syrien militärische Präsenz zeigt. Regierungssprecher Steffen Seibert forderte das Regime in Teheran am Montag laut der Nachrichtenseite „Welt“ auf, „seine aggressive Haltung gegenüber Israel aufzugeben“. Israel hat nach Auffassung der Regierung das Recht, sich gegen Angriffe zu verteidigen. Die Europäische Kommission wiederum äußerte Besorgnis angesichts der jüngsten militärischen Konfrontation an der israelisch-syrischen Grenze. Sie rief „die syrischen Parteien, deren Verbündete und ebenso die regionalen Akteure“ zur Zurückhaltung auf.

Von: eh

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Mon, 12 Feb 2018 14:20:00 +0100
<![CDATA[Indischer Premier Modi trifft Abbas]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/02/12/indischer-premier-modi-trifft-abbas/ RAMALLAH (inn) – Der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) Mahmud Abbas hat Indien für die „Unterstützung der palästinensischen Sache“ gedankt. Bei einem Besuch des indischen Regierungschefs Narenda Modi am Samstag in Ramallah sagte er, die Palästinenser zählten bei der Suche nach einer Friedenslösung in Nahost auf Indien.

Modi ist der erste indische Premier, der die palästinsisch verwalteten Gebiete bereist. Der 67-Jährige sagte, er hoffe auf eine baldige Errichtung eines palästinensischen Staates. Er sagte umgerechnet 34 Millionen Euro an Geldern für mehrere Projekte zu. Das berichtet die palästinensische Nachrichtenagentur WAFA. Die Hilfen sollen unter anderem einem Krankenhaus in Beit Sahur östlich von Bethlehem zugute kommen. Auch ein Frauenzentrum und ein Technologiepark sollen Förderungen erhalten.

Besuch mit Zeremoniell

Modi traf bei seiner Reise zuerst in Jordanien ein. Dort traf er sich mit König Abdullah II. Mit einem jordanischen Armeehubschrauber flog er dann nach Ramallah. Der palästinensische Regierungschef Rami Hamdallah nahm ihn in Empfang. Modi legte am Grab des 2004 verstorbenen Palästinenserführers Jasser Arafat einen Kranz nieder. Zudem besuchte er das Arafat-Museum.

Modi war erst im Juli 2017 als erster indischer Regierungschef nach Israel gereist. Er hielt sich drei Tage in dem jüdischen Staat auf. Im Januar 2018 erwiderte der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu den Besuch.

Von: df

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Mon, 12 Feb 2018 12:38:00 +0100
<![CDATA[Koalition verschiebt Abstimmung über Souveränitätsgesetz]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/02/12/koalition-verschiebt-abstimmung-ueber-souveraenitaetsgesetz/ Die israelische Regierungskoalition hat am Sonntag die Beschäftigung mit dem sogenannten „Souveränitätsgesetz“ auf die nächste Sitzung des zuständigen Ministerausschusses verschoben. Das berichtet die Onlinezeitung „Times of Israel“. Demnach begründeten die Chefs der Regierungsparteien den Schritt mit den kriegerischen Zwischenfällen im Norden Israels. Bereits am Donnerstag war bekannt geworden, dass Premierminister Benjamin Netanjahu das Gesetz noch mit den USA abstimmen will. Das Souveränitätsgesetz sieht eine Annexion der Gebiete Judäa und Samaria im Westjordanland durch Israel vor. Es wurde von Abgeordneten der Parteien Likud und Jüdisches Haus in die Knesset eingebracht.

Von: ser

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Mon, 12 Feb 2018 11:41:00 +0100
<![CDATA[Iran feiert 39. Jahrestag der Revolution]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2018/02/12/iran-feiert-39-jahrestag-der-revolution/ Der Iran hat am Samstag den 39. Jahrestag der „Islamischen Revolution“ mit landesweiten Kundgebungen begangen. Laut der iranischen Nachrichtenagentur „Fars“ riefen die Menschen dabei Parolen wie „Tod den USA“ und „Tod Israel“. Staatspräsident Hassan Rohani betonte in Teheran, der Iran habe im vergangenen Jahr erfolgreich gegen den sogenannten Islamischen Staat gekämpft und die Terroristen „vernichtet“.

Von: df

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Mon, 12 Feb 2018 11:17:00 +0100
<![CDATA[Syrien schießt israelischen Kampfjet ab]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2018/02/10/syrien-schiesst-israelischen-kampfjet-ab/ JERUSALEM / DAMASKUS (inn) – Israel hat am Samstagmorgen Angriffe auf mehrere Ziele in Syrien geflogen. Damit reagierte die Luftwaffe nach Angaben der Armee auf eine „iranische Drohne“, die in israelischen Luftraum eingedrungen sei.

Die Drohne wurde in der Nacht zum Samstag zunächst vom israelischen Radar entdeckt. Sie hielt sich anderthalb Minuten in israelischem Luftraum auf, bevor ein Kampfhubschrauber sie dann nahe der Stadt Beit Sche'an an der Grenze zu Jordanien um 4:25 Uhr Ortszeit abschoss. „Sie stürzte auf israelischen Boden, sie befindet sich in unserem Besitz“, sagte Armeesprecher Ronen Manelis.

Syrien feuert auf israelische Jets

Rund eine Stunde nach dem Abschuss folgte der erste Luftangriff der Jets auf die Militärbasis, von wo aus die Drohne gestartet war. Die Armee sprach von einem „chirurgischen Eingriff tief in syrisches Gebiet“. Das Ziel lag im östlichen Teil der Provinz Homs nahe der Stadt Palmyra.

Die Kampfflieger stießen auf heftige Luftabwehr; in Nordisrael löste sie Raketenalarm aus. Ein Jet wurde getroffen und stürzte über israelischem Gebiet, nahe des Kibbutz Harduf zwischen Nazareth und Haifa, ab. Die Armee meldete dies um 6:08 Uhr Ortszeit auf Twitter.

Die beiden Piloten retteten sich mit dem Schleudersitz. Einer von ihnen wurde schwer verletzt, beide kamen ins Rambam-Krankenhaus in Haifa. Am Abend teilten die Ärzte mit, der Schwerverletzte befinde sich nach einer Operation auf dem Weg der Besserung. Am Sonntag kam er wieder zu Bewusstsein.

Die Luftwaffe antwortete auf den Abschuss mit einem Angriff auf zwölf Ziele in Syrien, darunter auch „vier iranische Ziele, die Teil der iranischen Militärpräsenz in Syrien sind“, wie die Armee mitteilte.

Israel vermutet Täuschungsmanöver

Nach Einschätzung des Stabschefs der israelischen Luftwaffe, Tomer Bar, handelte es sich um den umfangreichsten Angriff israelischer Kampfflieger auf syrische Stellungen seit dem Ersten Libanonkrieg im Jahr 1982. Israel habe der syrischen Luftabwehr „erheblichen Schaden“ zugefügt. Aus Armeekreisen hieß es, bei dem Angriff seien auch iranische Soldaten getötet worden.

Bar erklärte weiter, die Drohne sei über Jordanien in den israelischen Luftraum gelangt. Offenbar versuchte das iranische Militär, die Israelis mit diesem Manöver zu täuschen.

Israel: Iran und Syrien spielen mit dem Feuer

Das Steuern der Drohne in Richtung Israel bezeichnete die Armee als „schweren Angriff des Iran auf die Souveränität des Staates Israel“. Syrien und der Iran „spielen mit dem Feuer“, sagte Armeesprecher Jonathan Conricus. Israel sei zwar nicht an einer Eskalation interessiert, werde bei Angriffen aber zurückschlagen.

Nach Informationen der Tageszeitung „Ha'aretz“ bestreitet die Militärallianz, die für den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad kämpft, dass eine Drohne in israelischen Luftraum eingedrungen ist. Das Bündnis warnte Israel indes vor weiteren Angriffen auf militärische Einrichtungen, die sich in der Vergangenheit gehäuft hatten. Auf diesen „Terrorismus“ werde eine „heftige und ernstzunehmende Antwort erfolgen“.

Aufruf zur Zurückhaltung

Unterdessen hat Israel Russland gebeten, den Iranern und Syrern die Botschaft weiterzugeben, dass kein Interesse an einer weiteren Eskalation besteht. Das russische Außenministerium rief „alle Seiten“ dazu auf, Zurückhaltung zu üben.

Auch islamistische Gruppen meldeten sich zu dem Vorfall zu Wort. Für die Hisbollah markiert der Abschuss des Kampffliegers eine „neue strategische Phase“. Israel werde die „Ausbeuterei syrischen Luftraums“ zurückfahren. Die Hamas verkündete, sich in „erhöhte Alarmbereitschaft“ versetzt zu haben.

Am Abend sprach Staatspräsident Reuven Rivlin mit einem der Piloten. „Ihr alle im Bataillon habt bewiesen, dass ihr nicht zurückkehrt, bis der Job erledigt ist, und ich danke Gott, dass ihr zurückgekehrt seid.“ Er hoffe, die Piloten bald zu treffen. Rivlin kontaktierte außerdem den Generalstabschef der Armee, Gadi Eisenkot, und bat ihn, den Streitkräften im Namen des Volkes zu danken.

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, rief ebenfalls am Samstag alle Seiten zur Zurückhaltung auf. Indes forderte der israelische UN-Botschafter Danny Danon den UN-Sicherheitsrat auf, die „iranische Aggression“ zu verurteilen.

Dieser Artikel wurde zuletzt am Sonntag, 11. Februar, um 14.26 Uhr aktualisiert.

Von: df

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Sat, 10 Feb 2018 11:15:00 +0100
<![CDATA[Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen berät mit Israel]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/02/09/fluechtlingskommissar-der-vereinten-nationen-beraet-mit-israel/ JERUSALEM (inn) – Der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR) ist mit Israel im Gespräch wegen der geplanten Abschiebung von afrikanischen Asylsuchenden in Drittländer. Demnach soll eine Lösung gefunden werden, bei der ein Teil der Migranten in anderen Ländern angesiedelt wird und ein Teil in Israel bleiben kann. Das berichtet die Onlinezeitung „Times of Israel“.

Bislang sind die Drittländer, die aus Sicht der israelischen Regierung in Frage kommen, noch nicht offiziell benannt. Berichten zufolge steht Ruanda auf der Liste. Aus dem afrikanischen Land hieß es jedoch unlängst, eine solche Vereinbarung mit Israel sei nicht bekannt. Anfang der Woche haben 20.000 Migranten einen Abschiedungsbescheid erhalten. Es handelt sich um alleinstehende Männer, die illegal ins Land gekommen sind.

Scharon Harel ist Beamtin für Außenbeziehungen beim UNHCR-Büro in Israel. „Solch ein Arrangement könnte verwirklicht werden, auch wenn die notwendigen Einzelheiten ausgearbeitet werden müssen“, sagte sie laut der Zeitung. Welche Länder zur Aufnahme von Afrikanern bereit sind und welcher Anteil in Israel bleiben würde, verschwieg sie hingegen. Doch zeigte sie sich zuversichtlich, dass beide Seiten von einer solchen Abmachung profitieren würden. Das Büro des israelischen Premierministers wollte diverse Anfragen dazu nicht kommentieren.

Die Gespräche zwischen UNHCR, Israel und anderen Ländern hat zuerst die Aktivistin und Rabbinerin Susan Silverman öffentlich gemacht. Sie erwähnte die Angelegenheit in einem Kommentar, den die Tageszeitung „New York Times“ am Mittwoch veröffentlichte. Die Autorin hat das Projekt „Miklat Israel“ (Asyl Israel) initiiert und ermutigt von Abschiebung bedrohte Afrikaner, sich zu verstecken.

Zwei Politiker erkunden Lage in Ruanda

Indes sind am Donnerstag zwei Abgeordnete der oppositionellen israelischen Meretz-Partei nach Ruanda gereist, um sich ein Bild von der Lage vor Ort zu machen. Michal Rosin und Mossi Ras wollen nach eigenen Worten demonstrieren, welche Fehler die israelische Regierung beim Umgang mit Asylsuchenden macht. Zudem wollen sie „der israelischen Öffentlichkeit eines der größten Unrechte in der Geschichte des Staates Israel zeigen“. Laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“ haben sie auch Migranten getroffen, die aus Israel ausgewiesen wurden. „Sie haben noch keinen Status oder Arbeitsplatz, und sie dürfen keine Flüchtlingslager betreten“, lautete ihr Fazit. Von Ruanda aus wollen die Politiker weiter nach Uganda fliegen.

Weltweit gibt es Proteste gegen den israelischen Umgang mit den afrikanischen Migranten. Hingegen unterstützen laut einer aktuellen Umfrage zwei Drittel der Israelis die Regierungspolitik. Und Staatspräsident Reuven Rivlin hat geäußert, das Wohl der Armen im Lande komme vor dem Ergehen der Asylsuchenden.

Von: eh

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Fri, 09 Feb 2018 15:11:00 +0100
<![CDATA[Über 1.800 Jahre altes Mosaik ausgegraben]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/wissenschaft/2018/02/09/ueber-1800-jahre-altes-mosaik-ausgegraben/ CAESAREA (inn) – Die Israelische Altertumsbehörde hat ein 1.800 Jahre altes Mosaik aus der byzantinischen Zeit entdeckt. Das Steinkunstwerk aus dem zweiten oder dritten Jahrhundert nach Christus besitzt eine Inschrift in antikem Griechisch. Am Donnerstag haben Archäologen es bei Ausgrabungen im Nationalpark von Caesarea gefunden.

Das Mosaik ist laut Altertumsbehörde 3,5 Meter breit und 8 Meter lang. Darauf sind drei Figuren zu sehen. Das Mosaik hat ein buntes geometrisches Muster. „Die Figuren sind alle männlich und tragen Togen – offensichtlich gehörten sie zu einer höheren Gesellschaftsschicht“, sagte der Leiter der Ausgrabung, Peter Gendelman.

Es sei allerdings unklar, wer sie genau waren, weil das davon abhänge, in welchem Gebäude das Mosaik verwendet wurde. „Wenn das Mosaik Teil eines Herrenhauses war, könnten die Figuren die Besitzer gewesen sein“, erklärte Gendelman. Wenn es ein öffentliches Gebäude gewesen sei, könnten die Figuren die Stifter des Mosaiks oder Mitglieder des Stadtrates repräsentieren.

Warum die griechische Inschrift nicht zu lesen ist

Bei den Ausgrabungen wurde auch ein großes Gebäude freigelegt, das aus der byzantinischen Zeit stammt. Die Archäologen glauben, dass es Teil einer Agora, also eines Versammlungs- und Marktplatzes im antiken Griechenland, war. Das Mosaik wurde unterhalb des Gebäudes gefunden. Deswegen sei auch die griechische Inschrift beschädigt.

Die Stadt Caesarea ist ein großer Tourismusmagnet in Israel. Die Stadt an der Mittelmeerküste bietet immer wieder spektakuläre Ausgrabungsfunde. König Herodes errichtete dort den größten Seehafen des Römischen Reiches. Die nach dem berühmten römischen Kaiser benannte Stadt war damals ein international bedeutendes Handelszentrum.

Von: mm

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Fri, 09 Feb 2018 15:11:00 +0100
<![CDATA[Katar spricht über Zusammenarbeit mit Israel]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/02/09/katar-spricht-ueber-zusammenarbeit-mit-israel/ DOHA (inn) – Der katarische Gesandte Mohammed al-Emadi hat am Donnerstag offenbart, dass sein Land bei den Hilfslieferungen in den Gazastreifen mit Israel eng zusammenarbeitet. Katar unterhält keine diplomatischen Beziehungen mit Israel. Dass ein Katarer über die Zusammenarbeit mit Israel spricht, ist ungewöhnlich.

„Wenn Sie etwas im Gazastreifen bewegen wollen, geht das nur über die Israelis“, sagte Al-Emadi laut der Online-Zeitung „Times of Israel“ in einem Interview der Nachrichtenagentur AP. Ohne die Hilfe Israels passiere gar nichts. Al-Emadi leitet das katarische Wiederaufbaukomitee für den Gazastreifen. Über die Jahre habe der Katarer eine gute, wenn auch pragmatische Beziehung zu seinem israelischen Gegenpart, Generalmajor Joav Mordechai, entwickelt, der Koordinator für Regierungsaktivitäten in den Gebieten (COGAT) ist. „Den Menschen im Gazastreifen zu helfen, ist unser einziges Ziel“, sagte Al-Emadi.

Katar will Vorbild für andere Staaten sein

Al-Elmadi ruft die internationale Gemeinschaft auf, Hilfslieferungen in den Gazastreifen zu schicken. Die schlimmen Zustände dort könnten potenziell zu wiederaufflammender Gewalt führen. Die umgerechnet 7,3 Millionen Euro, die sein Land dem Gazastreifen versprochen hat, sollen andere Staaten zu weiteren Hilfszahlungen anregen. „Wir wollen Frieden in der Region“, sagte Al-Elmadi.

Seit der israelischen Militäroperation „Starker Fels“ im Gazastreifen 2014 wird Baumaterial über den von Israel kontrollierten Grenzübergang Kerem Schalom geliefert. Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) koordiniert die Projekte, während israelische Sicherheitskräfte die Einfuhr des Materials kontrollieren. Die Vereinten Nationen sollen dann wiederum sicherstellen, dass die Lieferungen nicht militanten Palästinensern in die Hände fallen. Katar gehört seit 2014 zu den führenden Unterstützern des Wiederaufbaus im Gazastreifen.

Internationale und israelische Offizielle wie Generalmajor Mordechai haben in den vergangenen Wochen gewarnt, dass der Gazastreifen am Rande einer humanitären Katastrophe stehe: Leitungswasser sei beinahe gar nicht mehr trinkbar, Elektrizität gebe es nur wenige Stunden am Tag, die Arbeitslosigkeit liege bei über 40 Prozent. Die Kürzungen der USA für das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) vereinfachten die Situation nicht.

Von: mm

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Fri, 09 Feb 2018 13:42:00 +0100
<![CDATA[„Ich bin ein Journalist, kein Vermittler“]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2018/02/09/ich-bin-ein-journalist-kein-vermittler/ LONDON (inn) – In den vergangenen Monaten sind mehrere Interviews israelischer Politiker und Militärs auf der saudischen Nachrichtenseite „Elaph“ erschienen. Beobachter werteten dies als Zeichen der Annäherung zwischen den verfeindeten Ländern Israel und Saudi-Arabien. Die Idee zu den Interviews hatte der Journalist Madschdi Halabi. Der in Israel geborene Druse betont in einem Gespräch mit der israelischen Onlinezeitung „Times of Israel“ jedoch, er verstehe sich nicht als Mittler zwischen den beiden Ländern, sondern als einfacher Journalist.

Halabi erklärte, „Elaph“ erscheine in London und unterliege daher nicht den Gesetzen arabischer Länder, „wo es, außer in Ägypten und Jordanien, für Journalisten illegal ist, mit israelischen Quellen zu sprechen“. Wer sonst arabische Nachrichten lese, erhalte Informationen aus Israel nur aus zweiter Hand. Dies habe zur Folge, dass Zweifel an der Genauigkeit der wiedergegebenen Aussagen bestünden.

Der Herausgeber von „Elaph“, Ottman al-Omeir, habe die Idee begrüßt, Interviews direkt mit Israelis zu führen. Al-Omeir sei zwar ein Freund des saudischen Königs Salman Ibn Abd al-Asis, „Elaph“ bestehe aber als unabhängige Seite, betonte Halabi. Trotz der Freundschaft sei „Elaph“ wegen der liberalen Haltung in Saudi-Arabien verboten. Allerdings habe Al-Omeir eine neue Nachrichtenseite namens „Elaph Journal“ mit identischen Inhalten ins Leben gerufen, die in Saudi-Arabien abrufbar sei.

Die Frage der Pressefreiheit

Ein Vorgang bei einem Interview mit dem israelischen Verkehrs- und Geheimdienstminister Israel Katz vom 13. Dezember warf die Frage auf, wie es mit der journalistischen Freiheit bei „Elaph“ aussieht. Katz selbst hatte nach dem Interview verkündet, er habe den saudischen Kronprinzen Mohammad Bin Salman nach Israel eingeladen. Der Passus wurde in der finalen Version des Interviews aber gestrichen. Halabi bestreitet, dass hier eine Anweisung von oben erfolgt war. „Wir haben es schlicht nicht interessant gefunden, daher haben wir es rausgelassen.“ Der Herausgeber lasse ihm „in 99,9 Prozent der Zeit“ seine journalistische Freiheit.

Neben Katz kam bereits am 16. November der israelische Generalstabschef Gadi Eisenkot in „Elaph“ zu Wort. Dabei sprach er die Möglichkeit an, bezüglich des Iran Geheimdienstinformationen zu teilen. Am 9. Januar sprach Halabi mit dem israelischen Oppositionsführer Jitzchak Herzog. Der Avoda-Politiker sagte, Saudi-Arabien müsse bei der Jerusalem-Frage mitreden.

Faire Berichterstattung angestrebt

Die Interviews seien ohne Hilfe der Regierungen zustande gekommen; vielmehr habe eine normale Anfrage, wie Journalisten es tun, genügt. Für „Elaph“ seien die Interviews ein großer Erfolg gewesen, da sie viel Aufmerksamkeit erzeugten hätten.

Halabi plant nach eigener Aussage noch weitere Interviews mit Israelis; einige seien bereits geführt und würden bald erscheinen. Sein Ziel sei es, ein angemessenes Bild der vielfältigen politischen Landschaft in Israel zu zeichnen, und damit der „kurzsichtigen Berichterstattung“ über Israel in der arabischen Welt etwas entgegenzusetzen.

Der Journalist arbeitete laut „Times of Israel“ neun Jahre lang für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Israel. Zuvor diente der 54-Jährige in der israelischen Armee.

Von: df

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Fri, 09 Feb 2018 12:53:00 +0100
<![CDATA[Autonomiebehörde verurteilt Israel-Besuch arabischer Journalisten]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/02/09/autonomiebehoerde-verurteilt-israel-besuch-arabischer-journalisten/ Die Palästinensische Autonomiebehörde hat einen Besuch mehrerer arabischer Journalisten in Israel kritisiert. Das berichtet die Onlinezeitung „Times of Israel“. Demnach forderte das palästinensische Informationsministerium verschiedene arabische Medieninstitutionen dazu auf, die neun Journalisten aus Marokko, Libanon, Irak, Jemen und Syrien und die Zeitungen, für die sie arbeiten, auf eine schwarze Liste zu setzen. Die Arabische Journalistenunion müsse „strafende und abschreckende Maßnahmen“ ergreifen. Der Besuch der Journalisten auf Einladung des israelischen Außenministeriums sei eine „unentschuldbare Schande“. Er habe eine Normalisierung zwischen den arabischen Staaten und Israel zum Ziel gehabt.

Von: ser

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Fri, 09 Feb 2018 11:19:00 +0100
<![CDATA[EU-Parlament fordert mehr Geld für die UNRWA]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/02/09/eu-parlament-fordert-mehr-geld-fuer-die-unrwa/ Das EU-Parlament hat am Mittwoch in einer Resolution mehr Gelder für das UN-Hilfswerk für Palästina-Flüchtlinge (UNRWA) gefordert. Der Appell richtet sich laut einer Mitteilung des Gremiums an die Europäische Union, an die einzelnen EU-Mitgliedsländer sowie an die Länder der Arabischen Liga. Das Parlament ruft zudem die USA dazu auf, ihre Entscheidung zur Kürzung der Zahlungen an die UNRWA zu überdenken. Bereits eine Woche zuvor hatte die Europäische Kommission 107 Millionen Euro Unterstützung für die UNRWA zugesagt.

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Fri, 09 Feb 2018 11:04:00 +0100