Israelnetz - Neueste Nachrichten https://www.israelnetz.com Nachrichten aus Israel und dem Nahen Osten de https://www.pro-medienmagazin.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif Israelnetz - Neueste Nachrichten https://www.israelnetz.com 18 16 Nachrichten aus Israel und dem Nahen Osten TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Mon, 29 May 2017 18:56:59 +0200 <![CDATA[Kabinettstreffen an der Klagemauer: Seilbahn für Jerusalem bewilligt]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/05/29/kabinettstreffen-an-der-klagemauer-seilbahn-fuer-jerusalem-bewilligt/ JERUSALEM (inn) – Die israelische Regierung hat zum 50. Jahrestag der Eroberung Ostjerusalems am Sonntag eine Sondersitzung an der Klagemauer in der Jerusalemer Altstadt abgehalten. Das Kabinett traf sich dafür in einem Tunnel nahe der Stätte. Premierminister Benjamin Netanjahu ließ verlauten, man wolle Jerusalem mit einer Reihe von Schritten „weiter stärken“. Palästinensische Vertreter verurteilten das Regierungstreffen nahe der Klagemauer als eine „Provokation“.

Das Kabinett bewilligte während der Sitzung den Plan für den Bau einer Seilbahn, die die Jerusalemer Neustadt mit der Klagemauer in der Altstadt verbindet: vom Komplex des mittlerweile stillgelegten ersten Jerusalemer Bahnhofes bis zum Dungtor in der Altstadt. Sie soll es Touristen vereinfachen, an die heiligen Stätten zu gelangen. Geplant ist, dass sich die Seilbahnstrecke über nur 1.400 Meter erstreckt.

Des Weiteren soll ein Fahrstuhl gebaut werden, der einen besseren Zugang zum Platz der Klagemauer vom Jüdischen Viertel aus ermöglicht. Laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“ wurde an dem Fahrstuhl-Plan mindestens 13 Jahre lang gearbeitet, und erst jetzt wurde er bewilligt. Er soll vor allem für Menschen mit eingeschränkter Gehfähigkeit und Kinderwagen dienlich sein. Der Eingang ist an der Misgav-Ladach-Straße geplant und der Ausgang am Platz der Klagemauer.

Kontroverse Seilbahn

Die Seilbahn ist ein gemeinsames Projekt des Tourismusministeriums und der Behörde für die Entwicklung Jerusalems. Die Gesamtkosten belaufen sich auf umgerechnet rund 50 Millionen Euro. Die Seilbahn ist ein gemeinsames Projekt des Tourismusministeriums und der Behörde für die Entwicklung Jerusalems. Die Gesamtkosten belaufen sich insgesamt auf umgerechnet rund 50 Millionen Euro. Den ersten Teil der Kosten für die Seilbahn von rund 3,7 Millionen Euro und 12,5 Millionen Euro für den Fahrstuhl bewilligte das Kabinett am Sonntag.

Die Idee hinter dem Seilbahn-Projekt stammt von Jerusalems Stadtrat und Bürgermeister, Nir Barkat. Sie sorgt jedoch für Kontroversen, da ein Teil der Strecke über Ostjerusalem verlaufen soll.

Erekat: „Systematische Verletzung der Rechte geht weiter“

Sowohl das Seilbahn-Projekt als auch die Kabinettssitzung in einem Tunnel nahe der Klagemauer brachte Israel Kritik von palästinensischer Seite ein. Der Generalsekretär der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), Saeb Erekat, nannte die Wahl des Ortes eine „Provokation“ und einen Beweis dafür, dass Israel „darauf besteht, internationale Bemühungen zu sabotieren“. So zitiert ihn die palästinensische Nachrichtenagentur „Ma'an“.

Weiter sagte Erekat: „Das Treffen im besetzten Ostjerusalem ist ein Versuch der israelischen Regierung Besatzung, Unterdrückung und Kolonisierung des Landes und des Volkes Palästinas zu normalisieren.“ Es sei eine „klare Botschaft“ – auch zu Beginn des Fastenmonats Ramadan – an die Palästinenser, dass die „systematische Verletzung ihrer unveräußerlichen Rechte weitergeht“, äußerte sich der PLO-Mann.

Von: mab

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Mon, 29 May 2017 15:29:00 +0200
<![CDATA[Norwegen verlangt Geld für Frauenzentrum zurück]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/05/29/norwegen-verlangt-geld-fuer-frauenzentrum-zurueck/ OSLO / NABLUS (inn) - Norwegen verlangt Gelder zurück, die das Land für ein palästinensisches Frauenzentrum in Burka bei Nablus gegeben hat. Grund dafür sei die Verherrlichung von Terrorismus durch die Palästinensische Autonomiebehörde (PA), teilte das Außenministerium am Freitag mit. Die Autonomiebehörde hatte das Zentrum nach der Terroristin Dalal Mughrabi benannt, die 1978 bei einem Anschlag 38 Israelis getötet hatte.

Auf den Umstand hat das Medienbeobachtungsinstitut „Palestinian Media Watch“ (PMW) hingewiesen. Die „Internationale Christliche Botschaft in Jerusalem“ (ICEJ) machte Norwegen darauf aufmerksam. Außenminister Børge Brende erklärte daraufhin, er bedauere die Entscheidung für die Finanzhilfe „zutiefst“. „Norwegen wird nicht zulassen, dass es mit Einrichtungen in Verbindung gebracht wird, die die Namen von Terroristen auf diese Weise benutzen.“

Israel dankte Norwegen für den Schritt. „Sich gegen die Würdigung von Terroristen zu erheben, ist ein wesentlicher Teil der weltweiten Bemühungen, den Terrorismus auszulöschen“, sagte ein Sprecher des Außenministeriums. Er forderte alle Länder auf, ihre Zahlungen in diesem Sinne zu überprüfen.

Ehre für Terroristin

Dem Bericht des PMW zufolge sind auf dem Schild zum Frauenzentrum drei Logos zu sehen: Von dem Ministerium für Lokalpolitik der PA, dem Frauenwerk der Vereinten Nationen und der norwegischen Vertretung in den Autonomiegebieten. Als Text ist demzufolge zu lesen: „Märtyrerin-Dalal-Mughrabi-Zentrum. Ein Kultur-, Gemeinschafts- und Jugendzentrum. In Partnerschaft mit dem Rat des Dorfes Burka und dem Ausschuss für Frauenangelegenheiten. Zweck des Zentrums: Das Zentrum wird besonders den Kampf der Märtyrerin Dalal Mughrabi und dessen Vermittlung an die Jugend in den Fokus stellen.“

Auch die Vereinten Nationen reagierten mit einer Zurückweisung. Das Frauenwerk teilte mit, die Unterstützung für das Zentrum habe mit dem vergangenen Jahr geendet. Bei der Namensgebung habe das Werk keine Rolle gespielt. „Das UN-Frauenwerk bittet das Gemeinschaftszentrum, das Logo zu umgehend zu entfernen und es nicht für weitere Veranstaltungen zu benutzen.“

Dalal Mughrabi war an dem sogenannten „Küstenstraßenmassaker“ am 11. März 1978 beteiligt. Zusammen mit zehn weiteren Terroristen landete sie per Boot nördlich von Tel Aviv am Strand. Die Gruppe schoss auf vorbeifahrende Autos, entführte einen Reisebus. Schließlich kam es zu einem Feuergefecht mit der israelischen Verkehrspolizei, bei dem der Bus explodierte.

Insgesamt starben 38 Israelis, darunter 13 Kinder, und 71 wurden verwundet. Zwei der elf Terroristen überlebten. Sie wurden verhaftet und kamen 1985 bei einem Gefangenenaustausch frei.

Von: df

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Mon, 29 May 2017 15:29:00 +0200
<![CDATA[Ammoniak-Lager muss schließen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/05/29/ammoniak-lager-muss-schliessen/ Der Ammoniak-Tank in der Mittelmeerstadt Haifa muss endgültig geschlossen werden. Das hat das Oberste Gericht am Sonntag angeordnet. Auch wenn die Gefahr eines Lecks eher gering sei, der daraus resultierende Schaden sei untragbar, heißt es in dem Urteil. Das Gericht wies zudem darauf hin, dass der Tank ohne Baugenehemigung betrieben werde. Haifas Bürgermeister Jona Jahav sprach von einer „mutigen Entscheidung, die Respekt verdient und den mehr als eine Millionen Bürgern in der Region der Bucht von Haifa Hoffnung gibt“. Die Schließung muss bis Ende Juli erfolgen. Die Regierung hatte bei Gericht einen Aufschub der Schließung um zwei Jahre beantragt, bis eine alternative Lösung gefunden wurde. Im vergangenen Jahr hatte die Hisbollah damit gedroht, das Depot mit Raketen anzugreifen.

Von: dn

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Mon, 29 May 2017 15:08:00 +0200
<![CDATA[UNO muss mit Rauswurf rechnen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/05/29/uno-muss-mit-rauswurf-rechnen/ JERUSALEM (inn) – Der UNO droht der Rauswurf aus ihrem Jerusalemer Hauptquartier auf dem biblischen „Berg des Bösen Rates“. Wegen illegaler Bautätigkeit auf Staatsland hat die israelische nichtstaatliche Organisation „Regavim“ Klage beim Jerusalemer Bezirksgericht erhoben. Dabei wurden die israelische Landbehörde, Jerusalems Stadtverwaltung und die Regierung aufgefordert, „sofort einzugreifen“ und die ungenehmigte Bautätigkeit zu stoppen.

Der sogenannte „Gouverneurspalast“ wurde in den 1930er Jahren im Jerusalemer Viertel Ost-Talpiot während des britischen Mandats errichtet. Das üppige Gebäude mit bunten Kachelöfen, Stuckdecken und inzwischen verrotteten Hängenden Gärten diente als Wohnsitz und Büro des britischen Hochkommissars. Der Komplex liegt auf einem strategischen Hügel südlich der Altstadt von Jerusalem mit wunderbarem Blick auf die ganze Stadt und die judäische Wüste. Bei klarem Wetter sind von dort sogar die Lichter der jordanischen Hauptstadt Amman zu sehen.

UNO wacht über Waffenstillstand

Nach dem Abzug der Briten übernahm die UNO das Herrschaftsgebäude wegen seiner strategischen Lage, um von dort den „Waffenstillstand“ zwischen Israel und Jordanien zu überwachen. Das dazu von der UNO „besetzte Land“ wurde zum Niemandsland erklärt.

Im Sechs-Tage-Krieg 1967 beging König Hussein seinen schwersten Fehler. Im Glauben an einen überragenden Sieg der arabischen Armeen, begann er in Jerusalem auf Viertel im jüdischen Westen der Stadt zu schießen. Zum Auftakt eroberten seine Legionäre den „Government Palace“, also das UNO-Gelände. Kurz darauf wurde die jordanische Armee von den Israelis geschlagen. Jordanien verlor nicht nur den von ihm besetzten Osten Jerusalems, sondern auch das gesamte Westjordanland.

Dennoch sitzt in dem UNO-Hauptquartier bis heute die UN-Waffenstillstandsorganisation (UNTSO) und „überwacht“ weiterhin die seit 50 Jahren überfällige „Waffenstillstands“-Linie durch Jerusalem. In dem historischen Gebäudekomplex haben inzwischen auch andere UNO-Organisation ihren Sitz genommen. Auch Nickolay Mladenov, der UNO-Sonderkoordinator für den Nahost-Friedensprozess, hat dort seine Büros.

Auf dem für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen Gelände wurden Antennen, Lagerräume, Parkplätze und Gebäude errichtet. Ebenso wurde der historische Hauptsitz des britischen Gouverneurs renoviert. Alles geschah ohne jede Baugenehmigung oder Absprache mit den verantwortlichen israelischen Behörden, obgleich es sich laut Grundbucheintragung um israelisches Staatsland handelt, das den Vereinten Nationen kostenlos zur Nutzung zur Verfügung gestellt wird.

Die Grenze der Immunität

Infolge der Klage der NGO „Regavim“ muss jetzt Israel reagieren. Zunächst einmal haben die Behörden eingestanden, dass dort illegal, ohne die notwendigen Genehmigungen, gebaut worden sei. Das israelische Außenministerium bemüht sich, den Streit „über diplomatische Kanäle“ beizulegen. Vertreter der UNO oder deren Anwälte haben bisher nicht reagiert und sind auch nicht zu Anhörungen beim Gericht erschienen.

Laut Medienberichten stellt sich die UNO auf den Standpunkt, „diplomatische Immunität“ zu besitzen. Israelische Experten erwidern, dass die Immunität nur für die ihrem Mandat entsprechenden Aktivitäten gelte, nicht aber für illegale Bautätigkeit. Avi Segal, der Anwalt von „Regavim“, erklärte: „Die Behauptung, dass die Vereinten Nationen absolute Immunität haben, die es erlaubt, beliebig auf israelischem Staatsland zu bauen, unter Verletzung der Baugesetzgesetze, ist nicht akzeptabel. Die Immunität gilt nur für die Erfüllung ihrer diplomatischen Pflichten, nicht aber für Straftaten und Landraub.“

„Regavim“ will auch israelische Firmen verklagen, die an den Bauverletzungen beteiligt sind. Die NGO wirft der UNO vor, „Tatsachen vor Ort“ zu schaffen. „Regavim“ fordert deshalb einen kompletten Rauswurf der UNO aus ihrem Jerusalemer Hauptquartier. Das wiederum könnte unvorhersehbare politische Folgen haben, weshalb israelische Diplomaten bemüht sind, eine gütliche Einigung durch Verhandlungen in New York zu finden. Medien berichteten über die Absicht der Regierung, ein Minister-Komitee zu schaffen, das die offizielle Politik gegenüber der UNO und anderen internationalen Organisationen prüfen und festlegen sollte.

„Regavim“ gegen die EU

Die Organisation „Regavim“ ist bekannt geworden, als sie gegen provisorische Metallgebäude vorging, die von der EU für Beduinen in der israelisch kontrollierten „Zone C“ des Westjordanlandes aufgestellt wurden. Die EU beruft sich dabei auf das „humanitäre Völkerrecht“ und argumentiert, deshalb keine Genehmigung bei den israelischen Behörden einholen zu müssen. Das sehen die Israelis anders und demolierten einige dieser Gebäude mit Bulldozern. Es ist anzunehmen, dass kein EU-Land fremden Mächten erlauben würden, unter Berufung auf „humanitäres Völkerrecht“ ohne jede Genehmigung zu bauen.

Von: Ulrich W. Sahm

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Mon, 29 May 2017 14:51:00 +0200
<![CDATA[Wirtschaftswachstum ist nicht von Dauer]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/05/29/wirtschaftswachstum-ist-nicht-von-dauer/ Israels langfristiges ökonomisches Wachstum ist nicht nachhaltig. Das hat eine Studie des israelischen „Taub-Zentrums für sozialpolitische Studien“ ergeben. Außerdem ist die Armutsrate des jüdischen Staates höher als in den anderen 34 Staaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Im vergangenen Jahr habe die Beschäftigung zwar zugenommen und auch das Bruttoinlandsprodukt Israels sei gewachsen. Jedoch werde sich dieser positive Trend nicht fortsetzen. Außerdem stellt der Bericht fest, dass nur 27 Prozent der Erwachsenen in Israel dem höchsten Niveau für digitale Kompetenzen zugeordnet werden, in den anderen OECD-Ländern liegt der Durchschnitt bei 31 Prozent.

Von: lms

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Mon, 29 May 2017 14:09:00 +0200
<![CDATA[„Der Tempelberg ist eine Moschee“]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/05/29/der-tempelberg-ist-eine-moschee/ Das gesamte Gelände des Jerusalemer Tempelberges ist eine Moschee. Dies hat der Direktor der islamischen Aufsichtsbehörde Wakf, Scheich Asam al-Chatib al-Tamimi, betont. „Alle müssen begreifen, dass sie eine Moschee besuchen, und ein jüdisches Gebet ist darin nicht erlaubt“, sagte er der israelischen Tageszeitung „Ha’aretz“. „Der Prophet Mohammed hat dort gebetet, das ist unser Glaube.“ Jahrhundertelang habe niemand dagegen protestiert. „Man kann die Geschichte der letzten 1.500 Jahre nicht ändern“, ergänzte Al-Tamimi. Der Wakf beaufsichtigt im Auftrag der jordanischen Regierung den Tempelberg.

Von: eh

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Mon, 29 May 2017 12:03:00 +0200
<![CDATA[Iran spendet Essen zum Fastenbrechen]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/05/29/iran-spendet-essen-zum-fastenbrechen/ Der „Iranische Rote Halbmond“ spendet Palästinensern im Gazastreifen anlässlich des muslimischen Fastenmonats Ramadan Mahlzeiten zum Fastenbrechen. Rund 250.000 sogenannte „Iftar-Mahlzeiten“, mit denen das Fasten am Abend gebrochen wird, will die Hilfsorganisation bezahlen. Die Gerichte sollen jeden Abend an bedürftige Familien verteilt werden. Bevorzugt würden Angehörige von „Märtyrern“, Palästinenser, die durch die israelische Armee verletzt wurden oder Familien, deren Häuser bei den Kämpfen mit Israel zerstört wurden, berichtet die palästinensische Nachrichtenagentur „Ma'an“ unter Berufung auf iranische Medien..

Von: dn

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Mon, 29 May 2017 12:01:00 +0200
<![CDATA[Film „Wonder Woman“ mit israelischer Schauspielerin im Libanon]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2017/05/29/film-wonder-woman-mit-israelischer-schauspielerin-im-libanon/ Der Film „Wonder Woman“ mit der israelischen Schauspielerin Gal Gadot soll in den libanesischen Kinos laufen. Das meldet die israelische Zeitung „Yediot Aharonot“. Damit ist die Bewegung „Kampagne des Boykotts von Israel-Unterstützern im Libanon“ unterlegen. Sie hatte sich seit April dafür eingesetzt, dass der Hollywood-Streifen nicht in dem Land ausgestrahlt wird. In einem Brief an das Wirtschafts- und Handelsministerium notierte die Bewegung, Gadot sei ehemalige Schönheitskönigin Israels, die in der Armee diente und die Militäroperation „Starker Fels“ 2014 unterstützte. Libanesische Filmemacher haben das Publikum aufgerufen, Tickets bereits im Vorhinein zu kaufen.

Von: mab

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Mon, 29 May 2017 11:28:00 +0200
<![CDATA[Hoher Anteil von Arabern bei Verkehrstoten]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/05/29/hoher-anteil-von-arabern-bei-verkehrstoten/ Im Jahr 2016 sind 118 israelische Araber bei Verkehrsunfällen gestorben. Das ist laut Statistikamt eine Zunahme um 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt starben 335 Israelis bei Verkehrsunfällen; das ist ein Anstieg von 4 Prozent. Da israelische Araber nur 21 Prozent der Bevölkerung ausmachen, ist deren Anteil in der Statistik der Verkehrstoten besonders hoch. Insgesamt sind Araber für 35 Prozent der Verkehrsunfälle verantwortlich.

Von: df

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Mon, 29 May 2017 11:04:00 +0200
<![CDATA[Israel und Griechenland schließen Gasabkommen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/wirtschaft/2017/05/29/israel-und-griechenland-schliessen-gasabkommen/ Die griechische Firma „Energean Oil & Gas Group“ und die israelischen Firmen „Dalia Power“ und „Or Power“ haben am Sonntag ein Gas-Abkommen unterzeichnet. Dies ist der erste Deal seiner Art. Das griechische Unternehmen werde den israelischen Firmen bis zu 23 Milliarden Kubikmeter Erdgas aus den Karisch- und Tanin-Feldern liefern, berichtet das Medienunternehmen „Bloomberg“. „Energean“ gab bekannt, dass es den Rohstoff günstiger verkaufen werde, als der staatliche Dienstleister „Israel Electric Corp.“.

Von: mab

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Mon, 29 May 2017 10:58:00 +0200
<![CDATA[Häftlinge beenden Hungerstreik]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/05/27/haeftlinge-beenden-hungerstreik/ Palästinensische Sicherheitsgefangene haben nach einem 40-tägigen Hungerstreik am Samstagmorgen eine Einigung mit der israelischen Gefängnisbehörde erzielt. Die Einigung erfolgte pünktlich zum Beginn des Fastenmonats Ramadan. Die Häftlinge erhalten nun eine zusätzliche Familienbesuchszeit. Ob weitere Forderungen erfüllt wurden, ist laut der Onlinezeitung „Times of Israel“ nicht bekannt. Israel verhandelte mit dem Streikführer Marwan Barghuti. Für viele Beobachter ging es bei dem Streik nicht um die Haftbedingungen, sondern um einen Machtkampf mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas.

Von: df

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Sat, 27 May 2017 09:51:00 +0200
<![CDATA[Israelis und Palästinenser verurteilen Anschlag auf Kopten]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/05/26/israelis-und-palaestinenser-verurteilen-anschlag-auf-kopten/ Nach dem Anschlag auf einen Bus mit koptischen Christen in Ägypten hat Israel sein Beileid bekundet. „Der Terror wird schneller besiegt werden, wenn alle Staaten gemeinsam gegen ihn agieren“, hieß es zudem aus dem Büro von Premierminister Benjamin Netanjahu. Der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde Mahmud Abbas ließ verlauten, Ziel des Anschlags sei es, einen Bürgerkrieg zu entfachen. Ein Hamas-Sprecher nannte den Anschlag ein „hässliches Verbrechen, von dem nur Ägyptens Feinde profitieren“. Bei dem Schussattentat in der zentralen Provinz Al-Minja kamen am Freitag mindestens 28 Christen ums Leben.

Von: eh

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Fri, 26 May 2017 16:49:00 +0200
<![CDATA[„Judas ist Tschernobyl für Antisemitismus“]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2017/05/26/judas-ist-tschernobyl-fuer-antisemitismus/ BERLIN (inn) – Amos Oz, geboren 1939, ist einer der bekanntesten israelischen Schriftsteller. 2015 erschien sein Roman „Judas“, für den er in Deutschland den „Internationalen Literaturpreis – Haus der Kulturen der Welt“ erhielt. Im Hintergrund der Handlung dieses Buches geht es um die biblische Figur des Judas, der Jesus verriet. Bei einer Veranstaltung auf dem Kirchentag, bei der es um Jesus als Juden ging, erklärte Oz, dass er Jesus lieb gewonnen habe.

Sein Großonkel, der zionistische Gelehrte und Literaturwissenschaftler Joseph Gedalja Klausner, habe ihm erklärt: „Jesus ist einer von uns.“ Oz habe die Evangelien gelesen, und sich in Jesus, dessen Poesie und Direktheit, dessen „wundervolle Art von Humor“ und die Lehren, die voll von Überraschungen seien, „verliebt“, auch wenn er inhaltlich nicht mit vielem übereinstimmte.

Doch die Geschichte von Judas, der Jesus verriet, habe ihn verärgert. Sie sei für ihn nicht sinnvoll. 30 Silberlinge – so viel hatte Judas von den jüdischen Oberen für den Verrat an Jesus bekommen – hätten den Wert von umgerechnet 300 Euro gehabt, erklärte Oz und stellte eine Reihe kritische Anfragen an diese Geschichte: Warum sollte er seinen Rabbi, seinen Meister, verkaufen und sich danach erhängen? Warum brauchte es diesen Verrat, wenn Jesus doch im ganzen Land bekannt und präsent gewesen sei, sich weder versteckte, noch floh?

Judas fädelte „Prime-Time-Kreuzigung“ ein

„Diese Geschichte ist hässlich. Sie ist nicht notwendig für das Evangelium“, sagte Oz. Auf dieser Geschichte beruhten die bekanntesten antijüdischen Stereoype – etwa dass Juden „Gottesmörder“ seien, boshaft, satanisch, mit einer unterschwelligen Macht ausgestattet. Dies sei die Ursache für Antijudaismus unter Christen wie auch später unter den Nationalsozialisten gewesen. „Keine andere Geschichte löste so viel Hass und Gewalt aus wie diese. In jedem Lexikon ist Judas der Verräter. Diese Geschichte ist das Tschernobyl für den Antisemitismus.“ Das zeige sich in klassischen Gemälden von Jesus und den Jüngern, auf denen Judas als Karikatur eines Juden dargestellt werde.

In Oz' Roman „Judas“ entwirft eine der Hauptfiguren, Schmuel Asch, eine alternative Judas-Erzählung: Dieser Judas habe mehr an Jesus geglaubt als dieser selbst an sich. Er habe gewollt, dass Jesus nach Jerusalem gehe, damit er dort vom Kreuz heruntersteigen und allen seine Macht beweisen würde; dann wäre das himmlische Reich Gottes angebrochen. Weil Judas nach dieser Idee so von Jesus überzeugt war, habe er die „Prime-Time-Kreuzigung“ eingefädelt. Doch Jesus sei nicht vom Kreuz gestiegen und Judas habe erkannt, dass er zu viel von ihm erwartet, zu viel von ihm gewollt und ihn damit letztlich getötet habe. „Diese Geschichte ist für mich überzeugender als die hässliche aus der Bibel“, sagte Oz, „was die Wahrheit ist, weiß ich nicht, ich war nicht dabei“.

„Warum werden Juden für den Tod Jesu beschuldigt?“

Bei der anschließenden Podiumsdiskussion zwischen Rabbinern und christlichen Theologen ging es um die Frage, was es theologisch bedeutet, Jesus als Juden zu sehen. Der US-amerikanische Rabbi Michael J. Cook vom Hebrew Union College in Cincinnati (Ohio) erklärte, dass sich viele Juden für Jesus und die Evangelien interessierten, jedoch in erster Linie aus historischem Interesse: „Sie wollen wissen, wie es zu erklären ist, dass das Image der Juden in den Jahrzehnten nach Jesu Leben immer schlechter geworden ist, warum Juden kollektiv als schuldig verdammt wurden, Jesus getötet zu haben“, erklärte Cook, der selbst Professor für jüdisch-christliche Studien ist.

Eine der Fragen dabei sei das „hybride Rätsel“: Wenn Jesus für die Erlösung der Welt sterben musste, warum werden Juden dann beschuldigt, ihn getötet zu haben – statt gelobt zu werden, dass sie zur Erfüllung dieser Mission beigetragen haben?

Von Jesus reden, ohne Juden zu verletzen

Walter Homolka, Rabbiner und Direktor des Abraham-Geiger-Kollegs an der Universität Potsdam, forderte von der christlichen Theologie, sich klarer zu dem Faktum, dass Jesus Jude war, zu positionieren. Besonders im Dialog zwischen den Religionen sei die Frage wichtig, wie über Jesus gesprochen werden könne, „ohne dass die jüdische Wahrheit dadurch verletzt wird und der jahrhundertelange Mechanismus der Herabsetzung des Jüdischen immer wieder zum Greifen kommt“. Eine Lösung dafür sah Christoph Schwöbele, Professor für Systematische Theologie an der Universität Tübingen, darin, die Geschichte von Jesus mehr im Kontext des Alten Testaments und der jüdischen Traditionen zu sehen.

Die Geschichte der eigenen Religion könne nur in ihrer Beziehung zur Geschichte anderer Religionen beschrieben werden. Er machte sich in diesem Sinne für eine „dogmatische Gastfreundschaft“ stark. Keine Christologie könne Anspruch auf eine universelle absolute Wahrheit erheben. „Wenn wir uns in einem Geist der Demut begegnen, können Christen und Muslime trotzdem einen Platz finden bei den Fragen über die eigene Religion.“ Zwar sollte jeder an seiner Wahrheit festhalten, aber anerkennen, dass die letzte Wahrheit bei Gott liege und größer sei als die eigene Position.

Von: Jonathan Steinert

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Fri, 26 May 2017 14:02:00 +0200
<![CDATA[Mehr als eine Hauptstadt]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/05/26/mehr-als-eine-hauptstadt/ Ein Gastbeitrag von Doron Schneider]]> „Vergesse ich dein, Jerusalem, so werde meine Rechte vergessen.“ Seit der Zerstörung des Zweiten Tempels durch die Römer und der damit einhergehenden Zerstreuung der Juden vor rund 2.000 Jahren wird dieser Vers aus Psalm 137,5 von jedem jüdischen Bräutigam gesprochen, bevor er seine Braut küssen darf. „Baschana habaa biJeruschalajim habnuja“ (im nächsten Jahr im aufgebauten Jerusalem) lesen die Juden in der Liturgie der Pessach-­Haggada seit Jahrhunderten und drücken damit ihre Sehnsucht nach Jerusalem aus.

Die Stadt Jerusalem hatte für die Juden schon seit König Davids Zeiten eine geistliche und ewige Bedeutung, und die Sehnsucht nach ihr hörte während der 2.000 Jahre in der Diaspora nicht auf. Als die Altstadt im Jahr 1967 von den Israelis durch den Sechs-Tage-­Krieg eingenommen wurde, und somit zum ersten Mal nach 2.000 Jahren wieder in jüdische Hände fiel, erfüllten sich der Traum und die Hoffnung des jüdischen Volkes. Hiermit begann das messianische Zeitalter für die Juden, es erneuerte die Hoffnung auf ein baldiges Kommen ihres Messias.

Zur gleichen Zeit erkannten auch weltweit bibeltreue Christen, dass das messianische Zeitalter (erst) mit der Gründung des jüdischen Staates 1948 und der Wiedervereinigung Jerusalems vor 50 Jahren als Israels Hauptstadt begonnen hat. Seitdem begannen viele Christen, die jüdischen Wurzeln ihres Glaubens zu suchen und zu finden. Obwohl der Apostel Paulus mit „Das sei ferne!“ die Antwort auf die Frage in Römer 11,1 „Hat Gott etwa sein Volk verstoßen?“ gar nicht deutlicher hätte ausdrücken können, wurde es trotzdem zu einer Kirchendoktrin für zwei Jahrtausende, dass die Juden von Gott verstoßen worden seien, weil sie Christus kreuzigten. Somit wurden die Juden von den Christen ersetzt, und so hielt die Ersatztheologie in den Kirchen Einzug.

Den Kirchenvätern gelang es, dem Volk diese Ersatztheologie beizubringen, weil sie unter anderem 2.000 Jahre lang kein „Israel“ auf ihren Landkarten fanden und auch keine Juden auf ihren Kirchenbänken saßen. Deswegen ergaben für sie die Kapitel 9 bis 11 im Römerbrief keinen Sinn, in denen der Apostel Paulus über eine Nation der Juden und über eine Beziehung zwischen den Heiden und den Juden in einem neutestamentlichen Zeitalter spricht.

Erfüllung biblischer Prophetie

Heute, wenn das geeinte Jerusalem im Mai dieses Jahres schon 50 Jahre die Hauptstadt des jüdischen Volkes ist, und der jüdische Staat Israel 2018 schon 70 Jahre existieren wird, können die Kapitel Römer 9 bis 11 nicht mehr ignoriert werden. Die Wiederherstellung Israels und Jerusalems ist der Beweis und die Erfüllung von dem, was Paulus in diesen Kapiteln vorhersagte. Mit diesen beiden Meilensteinen des messianischen Zeitalters verstehen wir heutzutage, was Petrus damals am schönen Tor in Jerusalem, kurz nach der Himmelfahrt Jesu, dem Volk erklärte: „ ... Jesus Christus, den der Himmel aufnehmen muss bis zu den Zeiten der Wiederherstellung alles dessen, wovon Gott durch den Mund aller seiner heiligen Propheten von alters her geredet hat“ (Apostelgeschichte 3,20-21).

Es ist keine theologische Ausbildung notwendig, um Petrus’ Worte über diese „Wiederherstellung, wovon die Propheten geredet haben“, zu verstehen. Denn jeder Tourist, der in das heutige Israel reist, kann die Erfüllung von Gottes Verheißungen durch die Propheten mit eigenen Augen sehen. Wer objektive Berichte über Israel liest, kann sich selbst davon überzeugen, dass die Wiederherstellung Israels auf Hochtouren läuft und Jesus bald wiederkommen wird. Jeden Monat kehren jüdische Einwanderer zurück in ihre Heimat. Die Wüste in Israel wird von Jahr zu Jahr grüner und die Häuser und Städte werden aufgebaut oder wieder hergestellt, genau wie die Propheten es prophezeiten.

Jüdische Einwanderung erfüllt Gottes Verheißungen

So hat die Wiederherstellung Jerusalems ein heilsgeschichtliches Ziel. Der Prophet Sacharja prophezeite über Jerusalem, dass sie eines Tages „auf den Herrn schauen werden, den sie durchbohrt haben“ (Sacharja 12,10). Für dieses große Ereignis, die Wiederkunft Jesu, die in Jerusalem stattfinden wird, holt der Herr sein Volk wieder heim. Weil das jüdische Volk ihn durchbohrt hat, werden die Juden auch in Jerusalem sein und dort herrschen, damit sie auf ihn schauen können, den sie durchbohrt haben.

Deswegen kehren die Juden in unseren Tagen aus allen vier Enden der Welt wieder zurück und deswegen ist die Stadt Jerusalem heute wieder eine jüdische Stadt. Mit jedem Juden, der nach Israel einwandert, mit jedem Baum, der in Israel gepflanzt wird, und mit jedem Haus, das in Israel – ob in einer Siedlung oder in Jerusalem – gebaut wird, erfüllt das jüdische Volk Gottes Verheißungen in der Bibel. Israel ist ein Beweis dafür, dass es einen Gott gibt und das jüdische Jerusalem ist ein Hinweis auf die baldige Wiederkunft Jesu. Ob es in die politische Korrektheit passt oder nicht, spielt hier keine Rolle, denn Gott ist nicht politisch-korrekt, sondern er bleibt biblisch-korrekt!

Die Welt stellt sich gegen alles, was göttlich ist, und besonders gegen alles, was beweist, dass es einen Gott gibt. Hierin findet sich der Ursprung der Feindseligkeit gegen Israel und gegen die Anerkennung der Welt Jerusalems als Hauptstadt Israels. Darum sehen wir Versuche, jüdische Verbindungen mit Jerusalem zu ignorieren.

Die jüdische Entwicklung Jerusalems gefällt dem Teufel nicht, weil auch er das Wort Gottes kennt. So versucht er alles Mögliche, um jeden Hinweis auf ein jüdisches Jerusalem zu vernichten. Ja, Jerusalem wird immer mehr zum Laststein der Völker, sagt der Prophet Sacharja im gleichen Kapitel.

Kein Protest der Christen

Die UNO möchte Jerusalem teilen und eine palästinensische Hauptstadt aus Ostjerusalem machen. Der Vatikan möchte aus Jerusalem eine internationale Stadt machen und die UNESCO hat behauptet, dass der Tempelplatz und die Klagemauer in Jerusalem keine Verbindung zum Judentum hätten. Damit haben sie nicht nur die Geschichte, sondern auch Gottes Wort gefälscht. Die Israelis sind einiges von der UNO gewöhnt. Sie haben bereits genügend „Backpfeifen“ von ihr bekommen.

Was mich jedoch verwirrt, ist, dass diese Behauptung die Christen nicht wachrüttelt. Denn im Neuen Testament wird der zweite jüdische Tempel viel öfter als im Alten Testament erwähnt. Kein christliches Oberhaupt hat „auf den Tisch gehauen“ und etwas gegen diese Aussage gesagt. Warum? Weil der Grund für diese Behauptung nicht theologisch, sondern politisch ist, und es in weltlichem Interesse liegt, jede jüdische Verbindung zu Jerusalem zu ignorieren.

Trotz allem gehen die Vorbereitungen für die Feierlichkeiten des 50. Jahrestages der Wiedervereinigung weiter, und kein Israeli wird sich davon abhalten lassen. Jerusalem ist die einzige Stadt, in der Gott noch eine Zukunft und einen Segen für die Menschheit vorausgeplant hat.

Doron Schneider wurde in Düsseldorf geboren und lebt seit seinem 11. Lebensjahr in Israel. Er ist verheiratet und hat vier Kinder. Doron Schneider war 16 Jahre lang internationaler Sprecher und Direktor für Öffentlichkeitsarbeit bei der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem. Heute ist er selbständiger Publizist und Referent.

Diesen Artikel finden Sie auch in der Ausgabe 2/2017 des Israelnetz Magazins, die sich mit dem Sechs-Tage-Krieg befasst. Sie können die Zeitschrift kostenlos und unverbindlich bestellen unter der Telefonnummer 06441/915152, via E-Mail an info@israelnetz.com oder online unter www.israelnetz.com.

Von: Doron Schneider

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Fri, 26 May 2017 13:49:00 +0200
<![CDATA[Obamas Taten schlimmer als Trumps Worte]]> https://www.israelnetz.com/kommentar-analyse/2017/05/26/obamas-taten-schlimmer-als-trumps-worte/ Ein Kommentar von Moritz Breckner]]> Laut Wörterbuch kann das englische Wort „amazing“ im Deutschen als „erstaunlich, wundervoll, toll“ wiedergegeben werden. So erstaunt es nicht, dass ein Eintrag von US-Präsident Donald Trump ins Gästebuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem für Irritationen sorgt. Trump schrieb dort am Dienstag: „Es ist eine große Ehre, mit all meinen Freunden hier zu sein – so erstaunlich/wundervoll/toll (amazing), ich werde es niemals vergessen.“

Weltweit machten sich Journalisten und andere Nutzer sozialer Netzwerke über Trumps Eintrag lustig. „So etwas schreiben sich eigentlich Schüler ins Poesiealbum“, schrieb etwa Jair Rosenberg vom israelischen Nationalarchiv. Mehrere Nutzer stellten Trumps Eintrag die seines Vorgängers Barack Obama oder von Hillary Clinton gegenüber, um den großen Unterschied zu Trump aufzuzeigen:

Über Trumps Gedanken beim Schreiben lässt sich nur spekulieren. Schreibt er meistens die gleichen Floskeln? Lag es daran, dass er nur für die Kranzniederlegung nach Yad Vashem kam, und keine Zeit hatte, vorher die Schrecken des Holocaust in der eindrücklichen Ausstellung aufzunehmen?

Die Beobachtung ist natürlich richtig: Trumps Eintrag ins Gästebuch wirkt geradezu infantil verglichen mit dem, was etwa Obama und Clinton schrieben. Das ist peinlich, wie so vieles andere an diesem Präsidenten.

Aber: Einen peinlichen Gästebucheintrag kann Israel eher verschmerzen, als die öffentlichen Belehrungen und die Kritik von Barack Obama. So schön Obamas Worte im Gästebuch auch gewesen sein mögen: Er ist verantwortlich für den von Israel abgelehnten Atom-Deal mit dem Iran, er ließ bei den Vereinten Nationen zuletzt gegen Israel abstimmen. Trump kam als ein echter und überzeugter Freund nach Israel. Sein Besuch und sein Tonfall haben dem Land gutgetan.

Die Aufregung um einen Gästebucheintrag – man sollte sie also in Relation zu dem betrachten, was auf Trumps Nahost-Reise sonst geschah.

Von: mb

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Fri, 26 May 2017 13:40:00 +0200
<![CDATA[Türkische Delegation in Israel]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/tourismus/2017/05/26/tuerkische-delegation-in-israel/ TEL AVIV (inn) – Eine 15-köpfige Delegation aus der Türkei ist am Mittwoch für einen dreitägigen Besuch in Israel eingetroffen. Sie setzt sich dafür ein, dass wieder mehr Israelis in der Türkei Urlaub machen.

Angeführt wird die Gruppe vom Gouverneur der Provinz Antalya, Münir Karaloğlu. Nachdem die Türkei und Israel im vergangenen Juni einen sechs Jahre langen Streit beigelegt haben, gab es einen Anstieg der israelischen Touristen in Antalya um 60 Prozent. 170.000 Israelis verbrachten 2016 in der Provinz ihren Urlaub. Im Jahr 2008 waren es noch 330.000 Touristen. Karaloğlu ermutigte Israelis dazu, wieder in seine Provinz zu kommen. „Ich bin in der Hochsaison des Tourismus hierher gekommen, um die Verbindung zwischen Antalya und Israel zu stärken. Tel Aviv liegt näher an Antalya als an Ankara und wir wollen euch als unsere Gäste, nicht als Kunden“, erklärte er laut der Onlinezeitung „Times of Israel“.

Die Beziehungen zwischen Israel und der Türkei hatten im Mai 2010 nach der tödlichen israelischen Razzia auf dem türkischen Schiff Mavi Marmara einen Tiefpunkt erreicht. Bis dahin war die Türkei ein preiswertes und sehr beliebtes Urlaubsziel für Israelis. Nach dem Streit kam der israelische Tourismus in der Türkei so gut wie zum Erliegen. Israelis wichen auf andere Länder und Regionen aus, wie Griechenland, Malta oder den Schwarzwald. Karaloğlu pries nun Vorteile Antalyas an: „Wie haben die qualitativ besten Hotels, die besten Preise […] und wir wissen genau, was die Israelis mögen, was sie gerne essen, wohin sie gerne reisen. Unsere Völker kennen sich gegenseitig.“

„Türkei ist ein sicheres Land“

Zwar haben sich die Beziehungen zwischen Ankara und Jerusalem verbessert, viele Israelis sind jedoch aufgrund der Sicherheitslage besorgt. Bei Anschlägen in der Türkei zwischen 2015 und 2016 wurden etwa 400 Menschen ermordet. Unter ihnen waren auch Israelis. Das israelische Anti-Terror-Büro hat daher eine Reisewarnung für die Türkei ausgesprochen.

Der türkische Botschafter in Israel, Kemal Öktem, erklärte vor Journalisten am Donnerstag in Jaffa: „Wir garantieren volle Sicherheit für Israelis, die die Türkei besuchen.“ Die Türkei sei ein sicheres Land und die Sicherheitslage dort unterscheide sich nicht von anderen europäischen Ländern. Terror gebe es nicht nur in der Türkei, dagegen sei kein Land immun. Die Terrorwarnung für sein Land sei nicht nötig, so Öktem.

Von: dn

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Fri, 26 May 2017 13:30:00 +0200
<![CDATA[PA bittet Israel um Kürzung der Stromlieferungen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/05/26/pa-bittet-israel-um-kuerzung-der-stromlieferungen/ Israel will auf Bitten der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) seine Stromlieferungen in den Gazastreifen reduzieren. Wie die palästinensische Nachrichtenagentur „Ma'an“ berichtet, hat die PA Israel gebeten, die bisherigen Stromlieferungen im Wert von monatlich rund 10 Millionen Euro auf Lieferungen zwischen 6 und 7 Millionen Euro im Monat zu kürzen. Im vergangenen Monat hatte die PA noch angekündigt, sie werde den Strom für Gaza gar nicht mehr bei Israel bezahlen. Hintergrund ist ein Streit zwischen der Fatah-Partei im Westjordanland und der Hamas-Regierung im Gazastreifen.

Von: dn

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Fri, 26 May 2017 12:19:00 +0200
<![CDATA[Hamas richtet drei Mitglieder hin]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/05/26/hamas-richtet-drei-mitglieder-hin/ Die Hamas hat am Donnerstag in Gaza drei Palästinenser hingerichtet. Einer der Männer wurde beschuldigt, im März Hamasführer Masen Fugahaa ermordet zu haben. Er wurde erhängt. Die beiden anderen Palästinenser sollen seine Komplizen sein. Einer von ihnen wurde ebenfalls erhängt, der andere erschossen. Die Menschenrechtsorganisation „Human Rights Watch“ (HRW) verurteilte die Hinrichtungen. Es beflecke die Urteile, wenn sich Richter in einem System, in dem Folter und Zwang für Gefangene vorherrschten, auf Geständnisse verließen, sagte HRW-Leiterin für den Nahen Osten, Sarah Leah Whitson.

Von: dn

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Fri, 26 May 2017 12:13:00 +0200
<![CDATA[Erleichterungen für Palästinenser]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/05/26/erleichterungen-fuer-palaestinenser/ Israels Verteidigungsminister Avigdor Lieberman hat vor dem islamischen Fastenmonat Ramadan Erleichterungen für die Palästinenser gebilligt. So dürfen 200.000 Araber aus dem Westjordanland Angehörige in Israel besuchen. Männer über 40 und Jungen unter zwölf Jahren sowie Frauen können ohne besondere Genehmigung am Freitagsgebet auf dem Jerusalemer Tempelberg teilnehmen. Reisen ins Ausland sind auch über den Ben-Gurion-Flughafen statt wie sonst nur über Jordanien möglich, die Checkpoints haben längere Öffnungszeiten. Der diesjährige Ramadan beginnt am Samstag und endet am 24. Juni.

Von: eh

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Fri, 26 May 2017 11:44:00 +0200
<![CDATA[Fast 80 Prozent der Israelis halten Frieden für unmöglich]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/05/26/fast-80-prozent-der-israelis-halten-frieden-fuer-unmoeglich/ 78 Prozent der Israelis halten das Erreichen eines Friedensabkommens zwischen Israel und den Palästinensern für nicht möglich. 18 Prozent halten ein solches Abkommen für möglich, ergab eine Umfrage für die Tageszeitung „Ma'ariv“. Bei denjenigen Israelis, die sich selbst als links bezeichnen, halten immerhin 21 Prozent ein Friedensabkommen für möglich – doch auch hier glauben 76 Prozent nicht daran.

Von: mb

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Fri, 26 May 2017 11:26:00 +0200
<![CDATA[Mutter von Terror-Opfer fordert Zahlungsstopp]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/05/26/mutter-von-terror-opfer-fordert-zahlungsstopp/ Die Mutter des amerikanischen Terror-Opfers Ezra Schwartz, Ruth Schwartz, hat bei den Vereinten Nationen verlangt, dass die Palästinenser ihre Terroristen nicht mehr belohnen. „Eszras Ermordung hat unsere Familie gebrochen; wir werden ohne ihn nicht mehr die selben sein“, sagte sie bei einem UN-Forum über die Verherrlichung von Terrorismus. Ezra Schwartz kam 2015 bei einem Terroranschlag in Israel ums Leben. Sein Mörder Mohammed Abed Odeh Harub erhielt viermal lebenslänglich. Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) zahlt ihm ein monatliches Stipendium.

Von: df

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Fri, 26 May 2017 11:01:00 +0200
<![CDATA[Estnischer Außenminister Mikser gegen Israelboykott]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/05/26/estnischer-aussenminister-mikser-gegen-israelboykott/ Der estnische Außenminister Sven Mikser hat die israelische Siedlungspolitik kritisiert. Gleichzeitig bekundete er seine Ablehnung gegenüber der internationalen Boykottbewegung BDS. „Die internationale Gemeinschaft meint, dass Siedlungen in einem Widerspruch zum internationalen Recht stehen und ein Hindernis für Frieden sind“, sagte Mikser am Mittwoch in einem Interview der Tageszeitung „Jerusalem Post“ in Tallinn. Doch Versuche, Israel zu isolieren oder zu einem internationalen Paria-Staat zu machen, seien nicht hilfreich. Der Weg voran führe über Verhandlungen statt über „Bemühungen, die andere Partei einzuschüchtern“.

Von: eh

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Fri, 26 May 2017 10:40:00 +0200
<![CDATA[Nachrichten vom 25. Mai 2017]]> https://www.israelnetz.com/israelnetz-tv/nachrichten-vom-25-mai-2017/ Thu, 25 May 2017 09:08:00 +0200 <![CDATA[3.000 Jahre jüdische Geschichte]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/05/24/3000-jahre-juedische-geschichte/ Ein güldenes Logo ziert die Briefköpfe der israelischen Ministerien anlässlich der Wiedervereinigung Jerusalems vor 50 Jahren. Kulturministerin Miri Regev hat es am 5. März im Kabinett vorgestellt. Der Graphik liegt die Zahl 50 zugrunde. Eine Harfe in der Ziffer Fünf erinnere an den biblisch bezeugten König David, „der Jerusalem vor 3.000 Jahren zu unserer Hauptstadt bestimmte“. Damit begann die jüdische Geschichte der Stadt. Hinzu kommt ein Löwen­kopf als Symbol der modernen Stadt Jerusalem. In der Null weht die israelische Flagge über den Mauern Jerusalems, der Klagemauer und dem Tempelberg, „wie sie es 1967 zum ersten Mal in der Geschichte tat“, erklärte Regev. Die Farbe wurde durch Naomi Schemers bekanntes Lied „Jeruschalajim Schel Sahav“ („Goldenes Jerusalem“) inspiriert.

Unter der Graphik findet sich der schwarze Schriftzug: „50 Jahre Befreiung Jerusalems: Vereinigtes, vereinigendes Jerusalem“. Auf Kritik am Wort „Befreiung“ entgegnete die Ministerin: „Die Bande zwischen der jüdischen Nation und Jerusalem sind vielleicht die festesten, die es je in der Geschichte zwischen einem Volk und einer Stadt gab.“ Diese Auffassung stärkt der Babylonische Talmud, im Traktat Kidduschin (49b). Da heißt es im Zusammenhang mit der Schöpfung: „Zehn Maß Schönheit stiegen in die Welt herab. Neun übernahm Jerusalem und eines die gesamte Welt.“ Nach dieser Deutung hat Gott 90 Prozent aller Schönheit für Jerusalem verwandt und 10 Prozent für den Rest der Welt. Für Wohnungen in der Diaspora gibt es „Misrach“-­Zeiger, die den Osten und damit die Gebetsrichtung nach Jerusalem anzeigen.

Davids Sohn Salomo baute in Jerusalem den ersten jüdischen Tempel. Nach dessen Zerstörung erlebte die Stadt eine wechselhafte und leidvolle Geschichte: Nacheinander wurde sie von den Babyloniern, Persern, Griechen und Römern erobert. Doch immer wieder kehrten Juden in die Stadt ihrer Sehnsucht zurück. Sie bauten den Tempel wieder auf. Im Jahr 135 nach Christus, 65 Jahre nach der Zerstörung des zweiten Tempels, scheiterte der letzte jüdische Aufstand unter Leitung von Simon Bar Kochba. Jerusalem wurde zur römischen Militärkolonie Aelia Capitolina. Juden durften die Stadt nicht betreten. Das ganze Gebiet wurde Palästina genannt. Durch die Umbenennung wollten die Römer jede Erinnerung an das jüdische Leben in der Region auslöschen.

Pluralismus und Religionsfreiheit

Später herrschten unter anderen Byzantiner, Kreuzfahrer, Mamelukken und Osmanen über Jerusalem, bis die Stadt 1917 von den Briten erobert wurde. Im Teilungsplan von 1947 empfahlen die Vereinten Nationen, im Mandatsgebiet Palästina einen jüdischen neben einem arabischen Staat zu errichten. Der Großraum Jerusalem sollte internationalisiert werden. Die Juden nahmen den Plan an, die Araber lehnten ihn ab.

Nach der israelischen Staatsgründung im Mai 1948 besetzte Jordanien im Unabhängigkeitskrieg den Ostteil der Stadt. Juden durften die Klagemauer fortan nicht mehr besuchen. Dies änderte sich mit der Eroberung Ostjerusalems im Sechs-Tage-Krieg. Mit der Wiedervereinigung ist ein Name besonders verbunden: Teddy Kollek. Der gebürtige Österreicher war von 1965 bis 1993 Jerusalemer Bürgermeister. Schon im September 1966 gründete er die Jerusalem-Stiftung. Sie soll den Pluralismus für die drei dominierenden monotheistischen Religionen fördern. Kollek lehnte jede Art des Extremismus ab, sowohl von arabischer als auch von jüdischer Seite. Er sicherte allen Bewohnern absolute Religionsfreiheit zu und erreichte so ein relativ friedliches Zusammenleben in der israelischen Hauptstadt.

Israels ewige Hauptstadt

Im April 2003 sagte Kollek der „Welt am Sonntag“, er könne sich nicht vorstellen, dass Jerusalem wieder geteilt wird: „Der Krieg hat zu der Teilung geführt. Dann hat die Teilung aufgehört, und ich denke, es ist für immer.“ Nach seinem Tod im Januar 2007 resümierte Altbundeskanzler Helmut Kohl: „Er hat wie kein Anderer das moderne Jerusalem des 20. Jahrhunderts gestaltet. Dass Jerusalem heute zu den schönsten Städten der Welt gehört, ist auch und vor allem sein Verdienst.“

Israel erklärte Jerusalem 1980 per Gesetz zu seiner ewigen und ungeteilten Hauptstadt. Das wird international nicht anerkannt. Stattdessen gibt es Bestrebungen, wie unlängst bei der UNESCO, die jüdische Verbindung zu den heiligen Stätten in Jerusalem zu leugnen.

Diesen Artikel finden Sie auch in der Ausgabe 2/2017 des Israelnetz Magazins, die sich mit dem Sechs-Tage-Krieg befasst. Sie können die Zeitschrift kostenlos und unverbindlich bestellen unter der Telefonnummer 06441/915152, via E-Mail an info@israelnetz.com oder online unter www.israelnetz.com.

Von: Elisabeth Hausen

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Thu, 25 May 2017 00:13:00 +0200
<![CDATA[Senat erkennt Jerusalem als Israels Hauptstadt an]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/05/24/senat-erkennt-jerusalem-als-israels-hauptstadt-an/ Der Senat des Parlaments der Tschechischen Republik hat am Mittwoch Jerusalem als die Hauptstadt Israels anerkannt. 112 von 156 Abgeordneten stimmten für eine entsprechende Resolution. Der Senat verurteilte zudem die UNESCO für den Erlass mehrerer Resolutionen, in denen die jüdische Verbindung zu Jerusalem geleugnet wird. Die Abgeordneten forderten ihre Regierung auf, die Zahlungen an die UNESCO zu stoppen und Jerusalem ebenfalls als Israels Hauptstadt anzuerkennen. Wie die Tageszeitung „Yediot Aharonot“ berichtet, folgten die Abgeordneten mit ihrer Abstimmung einer Empfehlung der „Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem“ (ICEJ).

Von: dn

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Thu, 25 May 2017 00:12:00 +0200
<![CDATA[Liebesgrüße aus Riad]]> https://www.israelnetz.com/kommentar-analyse/liebesgruesse-aus-riad/ Eine Analyse von Daniel Frick]]> Wer die Bedeutung des US-Präsidenten Donald Trump für Israel fassen will, musste am Dienstag nur in das Gesicht von Regierungschef Benjamin Netanjahu schauen. Sichtlich bewegt trat dieser auf das Podium im Jerusalemer Israelmuseum, als Trump mit seiner Rede und damit auch mit seiner Nahostreise zum Ende gekommen war, umarmte ihn herzlich, verbarg seine Rührung mehr schlecht als recht, und geleitete ihn hinunter.

Natürlich hatte Trump ihm durch seinen Besuch viel Anlass für diese Herzlichkeit gegeben: Er sprach von der „ewigen und alten Verbindung des jüdischen Volkes zum Heiligen Land“, lobte den Staat Israel als „Zeichen des unerschütterlichen Geistes des jüdischen Volkes“ und als „erstaunliches Land“, und pries Jerusalem als Inspiration für das Zusammenleben unterschiedlicher Gläubiger.

Gemeinsame Feinde

Das alles hören die Israelis jedoch oft, gerade von amerikanischer Seite. Was Netanjahu wirklich interessierte – und den Staat Israel existenziell angeht –, war etwas anderes: Die Möglichkeit, mit arabischen Ländern eine Koalition gegen Terrorismus zu bilden – ob er nun vom Iran ausgeht oder vom „Islamischen Staat“. Und Netanjahu weiß in Trump einen Förderer und Vermittler bei dieser Angelegenheit.

Gegenüber dem israelischen Staatspräsidenten Reuven Rivlin hatte sich Trump in dieser Rolle am offensten gezeigt. In der arabischen Welt gebe es ein „wirklich sehr gutes Gefühl“ bezüglich Israel. Trump hatte im Vorfeld vor 55 Politikern auf dem „historischen Gipfel“, wie er es nannte, zum Kampf gegen Extremismus aufgerufen. Und in Israel beschwor Trump diesen einen Gedanken: Angesichts der Bedrohung durch Iran und „Islamischer Staat“ rückt die Region nun zusammen.

Völlig neu ist der Gedanke freilich nicht. Beobachter sehen schon seit Jahren die Möglichkeit, dass sich Israelis und Araber angesichts der gemeinsamen Bedrohungslage zusammentun. Dass diese Zusammenarbeit unter der Hand schon läuft, ist ein offenes Geheimnis – und eines mit historischer Dimension. Tatsächlich gab es Militärkooperationen etwa bereits 1962 – damals half Israel Saudi-Arabien im Kampf gegen ägyptische Truppen im Jemen mit einer Luftbrücke. Diese Hilfe wurde allerdings geheimgehalten.

Trump sieht nun die Zeit reif für eine neue Zusammenarbeit, und zwar im Licht der Öffentlichkeit. Als Faktoren nennt er das Atomabkommen mit dem Iran – dieses habe die Islamische Republik erstarken lassen –, aber auch den Verdruss der Bevölkerung angesichts der Gewalt und der Gräuel in der Region. „Wir müssen die Lage nun nutzen. Viele Dinge können heute passieren, die zuvor nicht möglich gewesen wären“, sagte Trump bei Netanjahu.

Realistischer Ansatz

Auffällig sind dabei die behutsamen Worte, die Trump wählte. Es sei die Entscheidung der arabischen Länder, ob sie genug von dem Blutvergießen in der Region haben. „Der Wandel muss von innen heraus kommen. Er kann nur von innen heraus kommen.“ Eine Bedingung nannte er freilich: „Eine hoffnungsvolle Zukunft für die Kinder im Nahen Osten setzt voraus, dass die Welt die entscheidende Rolle anerkennt, die Israel dabei spielt.“

Netanjahu pflichtete dem nur allzu gerne bei: „Arabische Führer könnten dabei helfen, die Atmosphäre zu verändern, und sie könnten dabei helfen, Bedingungen für einen realistischen Frieden herzustellen.“ Das entscheidende Wort ist hier „realistisch“ – das bedeutet nichts anderes als eine Spitze gegen Trumps Amtsvorgänger Barack Obama und dessen Außenminister John Kerry. Dessen diplomatische Bemühungen um den Iran mit dem Ergebnis des Atomabkommens, um Frieden zu stiften, hat Netanjahu für deutlich unrealistisch, und darüber hinaus für gefährlich gehalten.

Unrealistisch waren aus seiner Sicht auch die Verhandlungsbemühungen mit den Palästinensern, für die sich vor allem Kerry einsetzte. Unrealistisch deshalb, weil mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas kein Verhandlungspartner mit der nötigen Autorität zur Verfügung steht. Was aus Sicht Netanjahus realistisch ist, erklärte dieser im Beisein von Trump: Erst kommt die Versöhnung mit der arabischen Welt, dann mit den Palästinensern.

Unrealistisch war für Netanjahu auch Obamas grundsätzlicher Ansatz für die Region. Obama hatte auf amerikanische Zurückhaltung gesetzt. Die Meinung Netanjahus teilt übrigens auch Staatspräsident Rivlin. Auch er stichelte gegen Obama, als er gegenüber Trump sagte: „Herr Präsident, wir sind froh zu sehen, dass Amerika zurück in der Region ist – Amerika ist wieder da.“

Konzentration auf Drängendes

Wie bedeutsam allein die Aussicht auf militärische Kooperation ist, ist auch daran zu sehen, was bei diesem Besuch nicht angesprochen wurde. Kein Wort etwa von Siedlungen, von einem Palästinenserstaat oder von der angedachten Verlegung der amerikanischen Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem. Zwischenzeitlich ging sogar das Gerücht um, Netanjahu selbst drücke hier auf die Bremse. Der Auslandskorrespondent des amerikanischen Nachrichtensenders „Fox News“ Conor Powell hatte das am 15. Mai auf Twitter geschrieben. Das Büro Netanjahus dementierte zwar umgehend; gut möglich aber, dass Netanjahu niemanden verprellen will. Immerhin hatte auch Lieberman erklärt, der Botschaftsumzug habe keine Priorität. „Das ist zwar sehr wichtig, aber es gibt auch andere Dinge“, sagte er Anfang Dezember.

Sicherlich – völlig ungetrübt ist das Verhältnis zwischen den USA und Israel nicht. Da sind zum einen die Berichte, dass Trump gegenüber den Russen israelische Geheimdienstinformationen ausgeplaudert hat. Das führte zu Unmut bei israelischen Geheimdienstvertretern; der israelische Verteidigungsminister Avigdor Lieberman teilte mit, man habe in Reaktion darauf „einige kleine Veränderungen“ bei der Geheimdienstarbeit vorgenommen, die Zusammenarbeit in diesem Bereich bleibe weiterhin stark.

Hinzu kommt das vereinbarte Waffengeschäft zwischen den Vereinigten Staaten und den Saudis, das Trump während seines Besuches abschloss. Lieberman befürchtet ein Wettrüsten in der Region. Bei aller Aussicht auf Zusammenarbeit, Saudi-Arabien ist offiziell immer noch Feindesland, und der militärische Vorsprung Israels müsse gesichert bleiben. Darauf haben verschiedene Politiker in Israel hingewiesen, wie etwa der israelische Energieminister Juval Steinitz. Nach Einschätzung der „Times of Israel“ fiel die Kritik jedoch „zahnlos“ aus – immerhin haben sich die USA gesetzlich verpflichtet, diesen militärischen Vorsprung zu sichern.

Trumps Nahostreise hat sicherlich wenig konkrete Ergebnisse hervorgebracht, gerade was Israel angeht. Das darf man kritisieren. Dabei ist aber nicht zu vergessen, dass Trump, wenn aus seiner Sicht alles gut geht, am Anfang seiner Präsidentschaft steht und gerade seine erste Auslandsreise hinter sich hat – für deren Handhabung er übrigens auch zuhause Lob erntete, etwa vom erfahrenen Senator John McCain. Immerhin gelang es Trump, mit einem Direktflug von Riad nach Tel Aviv zu gelangen, um seine Hoffnungsbotschaft aus der arabischen Welt zu übermitteln. Netanjahu ließ sich angesichts dieser Entwicklung zu einem Kommentar hinreißen: „Ich hoffe, dass eines Tages ein israelischer Premierminister von Tel Aviv nach Riad fliegen kann.“

Von: Daniel Frick

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Wed, 24 May 2017 15:37:00 +0200
<![CDATA[Vorwurf des Geheimnisverrates mit USA geklärt]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/05/24/vorwurf-des-geheimnisverrates-mit-usa-geklaert/ JERUSALEM (inn) – Israel hat „einige kleine Veränderungen“ beim Teilen seiner Geheimdienstinformationen mit den USA vorgenommen. Das hat Verteidigungsminister Avigdor Lieberman am Mittwochmorgen gegenüber dem Armeeradio erklärt. Damit reagierte er erstmals auf Berichte, laut denen US-Präsident Donald Trump sensible Informationen des israelischen Geheimdienstes über Anschlagspläne von IS-Terroristen an Russland weitergegeben haben soll.

Die Geheimdienst-Kooperation mit den USA sei beispiellos, betonte Lieberman. Er fügte hinzu: „Was wir mit unseren Freunden, den USA, zu klären hatten, haben wir geklärt.“ Nicht alles müsse öffentlich in den Medien diskutiert werden. „Die Bereitschaft der USA, mit uns in neuen sensiblen Bereichen des Geheimdienstes zusammenzuarbeiten, ist beispiellos. Deshalb müssen diese Dinge in Ruhe und hinter verschlossenen Türen besprochen werden.“

Bei seinem Besuch in Israel war Trump zu der Angelegenheit von Journalisten befragt worden. Er sagte dazu, er habe den Namen „Israel“ bei seinem Gespräch mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow in dem Zusammenhang nicht erwähnt.

Rüstungshandel zwischen USA und Saudi-Arabien „beunruhigend“

Lieberman äußerte sich unterdessen besorgt über die Rüstungskäufe in der Region. „Ich habe keinen Frieden über das Wettrüsten im Nahen Osten. Die Waffenverkäufe in der Region haben 215 Milliarden Dollar erreicht, das ist keine kleine Summe“, sagte der Verteidigungsminister laut der Tageszeitung „Ha'aretz“. Auch der jüngste Rüstungsdeal zwischen den USA und Saudi-Arabien beunruhige ihn. Das arabische Land will demnach ein Rüstungspaket über 110 Milliarden Dollar sofort kaufen. In den kommenden zehn Jahren will es weitere Waffen im Wert von 350 Milliarden Dollar von den USA erwerben. Darunter seien Panzer, Kriegsschiffe, Raketenabwehrsysteme sowie Technologien für die Cybersicherheit.

„Politische Korrektheit“ schadet Anti-Terrorkampf

Der Verteidigungsminister reagierte zudem auf den Anschlag im britischen Manchester in der Nacht zum Montag. Ein 22-jähriger Selbstmordattentäter hatte sich auf einem Konzert der US-Sängerin Ariana Grande in die Luft gesprengt und mindestens 22 Menschen mit sich in den Tod gerissen.

Die Ursache solcher Anschläge sei Extremismus unter jugendlichen Muslimen, die nicht in die Gesellschaft integriert seien, erklärte Lieberman. Solange diese Menschen nicht die „universellen europäischen Werte“ annähme, werde sich nichts ändern. Er glaube nicht, dass der jüngste Anschlag etwas an der Taktik Europas im Anti-Terrorkampf ändern werde. Dies liege am europäischen Charakter des „politisch Korrektseins“. Jeder Anschlag in Europa führe zu vielen Worten, aber nicht zu Taten.

Von: dn

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Wed, 24 May 2017 14:32:00 +0200
<![CDATA[Rivlin: Wir werden immer auf Jerusalem bestehen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/05/24/rivlin-wir-werden-immer-auf-jerusalem-bestehen/ JERUSALEM (inn) – Präsident Reuven Rivlin hat Jerusalem als „Herz des Staates Israel“ bezeichnet. Am Dienstagabend eröffnete er an der Klagemauer den diesjährigen Jerusalem-Tag, den „Jom Jeruschalajim“. Dieser erinnert an die Wiedervereinigung der israelischen Hauptstadt nach dem Sechs-Tage-Krieg vor 50 Jahren. Bei der Zeremonie waren auch Bürgermeister Nir Barkat, Generalstabschef Gadi Eisenkot und Jerusalem-Minister Se’ev Elkin zugegen.

„Wir haben alles, was wir hatten, für Jerusalem gegeben, weil wir wussten, dass wir auf Jerusalem bestehen mussten“, sagte Rivlin laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“. „Wir werden immer auf Jerusalem bestehen. Es hat nie eine andere Wirklichkeit gegeben und wird nie eine geben. Hier, in diesen Steinen, schlägt das Herz des jüdischen Volkes. Jerusalem ist das Herz des Staates Israel und die Westmauer ist das Herz von Jerusalem.“

Bereits vor der Zeremonie hatte der Staatspräsident eine englische Ansprache auf Video aufgezeichnet. Darin sprach er von dem Augenblick, in dem er die Bestätigung für die Befreiung der Jerusalemer Altstadt erhielt. Rivlin war 1967 Reservegeheimdienstoffizier in der Jerusalem-Brigade. „Als ich über das Funksprechgerät die Stimmen meiner Kameraden hörte, konnten wir es kaum glauben: ‚Der Tempelberg ist in unseren Händen!‘ Ich kann das nie vergessen“, sagte er.

Rivlin ergänzte: „Wir alle empfanden, dass die Geschichte – und die Zukunft – Israels, des jüdischen Volkes auf unseren Schultern ruhte. Damit erfüllte uns alle eine große Freude, durch die Stadt hindurch, durch unsere Welt hindurch. Wir waren heimgekehrt, nach Jerusalem.“ In der einst geteilten Stadt lebten nun Juden und Araber, Religiöse und Säkulare gemeinsam. Sie hätten Gelegenheit, sich gegenseitig kennenzulernen. Die Familie des Staatsoberhauptes ist seit dem Jahr 1809 in Jerusalem ansässig.

Im Garten der Residenz des Präsidenten luden Rivlin und seine Ehefrau Nechama überdies zu einer musikalischen Veranstaltung ein. Sie trug den Titel: „Man singt Dir, Jerusalem“. Israelische Sänger trugen dabei Lieder vor, die Jerusalem besingen.

Veteranen geehrt

Auch Generalstabschef Eisenkot hielt eine Ansprache vor der Klagemauer. Die Veteranen hätten „dem jüdischen Volk seine ewige Hauptstadt zurückgegeben“, zitiert ihn die Onlinezeitung „Times of Israel“. Der Nahe Osten habe sich in den vergangenen fünf Jahrzehnten verändert. Gleich geblieben sei jedoch die „Verpflichtung, Hingabe und Verantwortung“ der israelischen Verteidigungsstreitkräfte. Die Armee werde stärker und passe sich an die Herausforderungen der Zukunft an. „Von Generation zu Generation setzen wir das Erbe, den Mut und den Kampfgeist der Soldaten des Sechs-Tage-Krieges fort.“

Eine der blutigsten Schlachten des Sechs-Tage-Krieges ereignete sich auf dem Jerusalemer Munitionshügel. Dabei fielen 73 Jordanier und 37 Israelis. Am Dienstag wurden an der historischen Stätte Medaillen an etwa 1.800 Kommandeure und Veteranen des Krieges vom Juni 1967 verliehen. Auch Hinterbliebene von gefallenen Soldaten erhielten eine Auszeichnung.

Wegen des Jubiläums hatten die Feierlichkeiten zum diesjährigen Jom Jeruschalajim bereits am Sonntagabend begonnen. Zum Auftakt gab es eine Feier in der bunt beleuchteten Altstadt mit Premierminister Benjamin Netanjahu, Staatspräsident Rivlin und dem neuen US-Botschafter in Israel, David Friedman. Zum Gedenktag gehört auch ein Marsch zur Klagemauer, an dem vor allem junge Israelis teilnehmen. Sie tragen dabei israelische Flaggen durch die Stadt.

Von: eh

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Wed, 24 May 2017 13:51:00 +0200
<![CDATA[Kürzere Arbeitszeiten im Fastenmonat]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/05/24/kuerzere-arbeitszeiten-im-fastenmonat/ Im Westjordanland sind die täglichen Arbeitszeiten in staatlichen Institutionen während des für die Muslime heiligen Fastenmonats Ramadan auf fünf Stunden verkürzt worden. Das geht aus einer Erklärung der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) hervor, wie die palästinensische Nachrichtenagentur WAFA berichtet. In diesem Jahr beginnt der Ramadan am 27. Mai und endet am 24. Juni. Abhängig ist die Dauer des Fastenmonats vom Stand des Mondes. Laut der Erklärung soll der Arbeitstag um 9 Uhr beginnen und um 14 Uhr enden. Außerhalb des Ramadans arbeiten die Palästinenser in der Regel sieben Stunden pro Tag, von 8 Uhr bis 15 Uhr.

Von: lms

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Wed, 24 May 2017 12:53:00 +0200
<![CDATA[Verwirrung um „gute“ Beziehungen zu Israel]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/05/24/verwirrung-um-gute-beziehungen-zu-israel/ Die staatliche Nachrichtenagentur von Katar ist nach Angaben der Regierung in Doha gehackt worden. Unbekannte hätten dort Falschmeldungen mit angeblichen Aussagen des Emirs Scheich Tamim Bin Hamad al-Thani zu sensiblen politischen Themen veröffentlicht. Unter anderem sei dort zu lesen gewesen, Katar habe laut Al-Thani „gute“ Beziehungen zu Israel. Mehrere arabische Medien hatten die Meldungen aufgegriffen. Die Nachrichten sorgten vor allem bei arabischen Nutzern in den sozialen Netzwerken für Wirbel. Am Mittwochmorgen wies die Regierung die Meldungen zurück und sprach von einem Hackerangriff.

Von: dn

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Wed, 24 May 2017 11:51:00 +0200
<![CDATA[„Israel ist das Zeugnis des unerschütterlichen Geistes des jüdischen Volkes“]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/05/23/israel-ist-das-zeugnis-des-unerschuetterlichen-geistes-des-juedischen-volkes/ JERUSALEM / BETHLEHEM (inn) – Der amerikanische Präsident Donald Trump hat am Dienstagnachmittag seine Zuversicht bekräftigt, dass Frieden im Nahen Osten einkehrt. Israel sei dabei ein Vorbild, betonte er im Israelmuseum in Jerusalem. Hier lebten Menschen unterschiedlichen Glaubens bereits zusammen.

Die Rede im Israelmuseum bildete den Abschluss von Trumps Nahostreise. Kurz zuvor hatte der US-Präsident die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem besucht, wo er im „Zelt des Gedenkens“ einen Kranz niederlegte. Vor den Zuhörern im Israelmuseum bekräftigte er seine Haltung, dass so etwas wie der Holocaust „nie wieder“ geschehen dürfe. Den Staat Israel sehe er dabei als Zeichen für die Überwindung von Schrecken. „Israel ist das Zeugnis des unerschütterlichen Geistes des jüdischen Volkes.“

Der Kampf gegen den Terrorismus war das zentrale Thema dieser ersten Auslandsreise, die Trump wenige Tage zuvor auch nach Saudi-Arabien geführt hatte. Als Hauptbedrohungen nannte er immer wieder den Iran und die Terror-Organisation „Islamischer Staat“. Israel komme in diesem Kampf eine „entscheidende Rolle“ zu, betonte Trump. Dies müsse die Welt erkennen.

Bethlehem: Empfang ohne jüdischen Geistlichen

Der Besuch in Israel und in den palästinensisch verwalteten Gebieten war besonders durch Schnelligkeit geprägt, wie auch der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu in einem Nebensatz anmerkte. Am Dienstagmorgen war Trump nach Bethlehem gereist, um dort den Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) Mahmud Abbas zu treffen. Die Geburtskirche hat Trump nicht besucht. Stattdessen konnte die Weltpresse dort Angehörige mit Plakaten von hungerstreikenden palästinensischen Terroristen in israelischen Gefängnissen filmen.

Trump selber flog per Hubschrauber zum modernen Regierungsgebäude in Bethlehem. Das wurde 2001 von Israel zerbombt, nachdem palästinensische Polizisten dort eine für Jerusalem bestimmte Bombe gebaut hatten, die aber zu früh explodiert war. Inzwischen ist das Gebäude neu errichtet worden.

Nach dem Abschreiten einer kleinen Parade und dem Abspielen der Hymnen begrüßte Trump ein Dutzend Mitarbeiter von Abbas. In der Reihe der Honoratioren standen auch drei Geistliche, ein Imam, ein griechischer Priester und der Verwalter des Jerusalemer lateinischen Patriarchats, Pietro Pizzaballah. Obgleich Abbas später erklärte, nichts gegen „das Judentum“ zu haben, war kein Vertreter des Judentums eingeladen. Beim israelischen Empfang am Ben-Gurion-Flughafen waren auch Vertreter des Islam eingeladen.

Nach einem Gespräch traten die beiden Präsidenten vor die Journalisten, wobei Fragen nicht erlaubt waren. Abbas wie auch Trump sprachen zunächst ihr Beileid für die Opfer des Terroranschlags in Manchester aus, für den inzwischen der „Islamische Staat“ per Videofilm die Verantwortung übernommen hat. Trumps Frau Melania war in Jerusalem geblieben und bekundete von dort via Twitter ihr Beileid für die Opfer. Trump wollte die Terroristen in Manchester nicht als „Monster“ bezeichnen, sondern nannte sie „Loser“ (Verlierer).

Israelische Medien vermeldeten derweil einen Terroranschlag in Netanja. Ein Bewohner der palästinensischen Autonomiegebiete hatte in der israelischen Küstenstadt einen Polizisten mit einem Messer am Hals verletzt. Der Palästinenser wurde durch Schüsse der Polizei schwer verletzt und so kampfunfähig gemacht.

Kritik an Abbas

In seiner vorbereiteten und vom Blatt abgelesenen Rede sprach Abbas zunächst von der Notwendigkeit der Errichtung eines palästinensischen Staates in den „Grenzen von 1967“ mit Ostjerusalem als Hauptstadt. Ebenso erwähnte er die hungerstreikenden Gefangenen in israelischen Gefängnissen – selbstverständlich ohne zu sagen, dass es sich hierbei überwiegend um verurteilte Mörder, also Terroristen handelt.

Trump sprach von der Notwendigkeit, einen „Frieden“ zu erreichen, weil ein Frieden zwischen Israel und den Palästinensern „auf den ganzen Nahen Osten ausstrahlen“ würde. Das ist ein Bedingungszusammenhang, dem die israelische Regierung stets widersprochen hat. Weder die Zwei-Staaten-Lösung noch einen „Palästinensischen Staat“ hat Trump erwähnt. Stattdessen dozierte er dem palästinensischen Präsidenten, dass Frieden nicht geschaffen werden könne, solange Gewalt und Terror „verherrlicht, gefördert und finanziert“ würden. Das war offene Kritik an der palästinensischen Regierung von Abbas, die 5 Prozent ihres Gesamthaushaltes als Gehälter an diese Terroristen und ihre Angehörigen zahlt.

Im Gegensatz zu seinem Vorgänger Barack Obama erwähnte Trump mehrfach den Begriff „islamistischer Terror“. Diesen Begriff hatte Obama stets vermieden.

Trump: Positives aus Saudi-Arabien

Schon am Dienstag war Trump nach seiner Ankunft am Flughafen mit seinem Hubschrauber zur Residenz des israelischen Staatspräsidenten Reuven Rivlin geflogen. Rivlin sprach bei dem Treffen von „neuen Möglichkeiten für Israel und die Region“, die mit dem Einsatz Trumps verbunden seien – besonders im Kampf gegen den Terrorismus. „Herr Präsident, wir sind glücklich, dass Amerika in diesem Gebiet wieder da ist.“ Israel sei bereit für Frieden und Zusammenarbeit mit seinen Nachbarn, doch dazu bedürfe es „frischer Ideen“.

Trump bekundete seine Begeisterung für Israel, „das Heimatland des jüdischen Volkes“. Israel sei ein „erstaunliches Land“. „Was Sie erreicht haben, wurde praktisch niemals zuvor erreicht.“ Trump bekräftigte seinen Einsatz im Kampf gegen Terrorismus und warb für eine Vertiefung der Handelsbeziehungen.

Vor einem Treffen mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu mit anschließendem Diner besuchte er die Klagemauer. An deren Steinen verweilte er ganz bei sich selbst etwa eine halbe Minute. Später erklärte er auf der Pressekonferenz mit Netanjahu, man habe ihm „gerade eben“ mitgeteilt, er sei der erste amtierende US-Präsident an der Stätte gewesen. „Das ist für mich eine große Ehre.“ Israel nannte er einen „beeindruckenden Ort mit beeindruckenden Menschen“.

Trump kam bei der Pressekonferenz auch auf seinen Besuch in Saudi-Arabien zu sprechen. Dort hatte er unter anderen König Salman Ibn Abd al-Asis getroffen. Die Verantwortlichen in Saudi-Arabien hätten „wirklich sehr positive Gefühl bezüglich Israel“, fasste Trump seine Eindrücke vom zweitägigen Besuch zusammen.

Netanjahu griff diesen Punkt auf und sprach von der „Möglichkeit des Friedens zwischen Israel und der arabischen Welt“. Dies wiederum helfe bei einem Friedensschluss mit den Palästinensern. Maßgeblich dafür sei die gemeinsame Bedrohung durch den Iran, auf die auch Trump hinweise.

Der US-Präsident wiederholte seine Kritik am Atomabkommen mit dem Iran. „Dieser Deal ist unfassbar, ganz gleich aus welcher Sicht man ihn betrachtet.“ Das Abkommen habe dem Iran die Möglichkeit gegeben, weiterhin terroristisch aktiv zu sein. Die Ergebnisse seien überall im Nahen Osten zu sehen. Abschließend sagte Trump: „Der Iran wird niemals eine Kernwaffen haben, so viel steht fest.“

Herzliche Gesten

Während sich die beiden Staatenlenker über politische Dinge austauschten, besuchten deren Ehefrauen, Sarah Netanjahu und Melania Trump, das Hadassah-Krankenhaus im Jerusalemer Stadtteil Ein Kerem. Den dort hospitalisierten Kindern überreichten sie Geschenke.

Sarah Netanjahu zeigte Melania Trump auch Bilder von den Soldaten Hadar Goldin und Oren Schaul sowie einen Brief von Orens Mutter Sehava. Die beiden Soldaten waren während der Militäroperation „Starker Fels“ gefallen. Die islamistische Hamas will die Leichname der Soldaten nicht freigeben.

Besonders in Israel ist eine Geste der Präsidentengattin Melania positiv aufgefallen. Auf einem Bild war zu sehen, wie sie Rivlins Ehefrau Nechama vorsichtig an der Hand führte. Nechama trägt aufgrund einer Lungenkrankheit ein Sauerstoffgerät bei sich. Die herzliche Geste Melanias sorgte besonders in den Sozialen Netzwerken für positive Reaktionen

Unterdessen ist Trump am Dienstagnachmittag zu seinem nächsten Ziel, ein Treffen mit Papst Franziskus im Vatikan und mit dem italienischen Staatspräsidenten Sergio Mattarella in Rom, aufgebrochen. Die Reise führt ihn dann weiter nach Brüssel, wo er mit NATO-Vertretern und dem neu gewählten französischen Präsidenten Emmanuel Macron zusammenkommen wird. Anschließend geht es weiter zum G7-Gipfel auf Sizilien.

Von: Daniel Frick / Ulrich W. Sahm

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Tue, 23 May 2017 14:59:00 +0200
<![CDATA[Kaum noch illegale Einwanderer]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/05/23/kaum-noch-illegale-einwanderer/ Durch den Bau des Sicherheitszaunes zu Ägypten konnte Israel die illegale Einwanderung über das Nachbarland fast komplett stoppen. In den vergangenen zwölf Monaten ist nur im November ein illegaler Einwanderer über Ägypten nach Israel gelangt. Wie die Tageszeitung „Ha'aretz“ berichtet, ist insgesamt die Einreise von mehr als 64.000 Flüchtlingen aus Afrika in Israel dokumentiert. Die meisten von ihnen gelangten zwischen 2007 und 2012 ins Land. Damals kamen jeden Monat Hunderte Afrikaner. Ende 2013 wurde der Sicherheitszaun fertiggestellt.

Von: dn

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Tue, 23 May 2017 14:30:00 +0200
<![CDATA[Anteil Ultra-Orthodoxer wird sich verdreifachen]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/05/23/anteil-ultra-orthodoxer-wird-sich-verdreifachen/ JERUSALEM (inn) – Im Jahr 2015 lebten 8,5 Millionen Menschen in Israel, bis 2048 werden es rund 15 Millionen sein. Weitere 17 Jahre später wird die Einwohnerzahl auf 20 Millionen ansteigen. Das geht aus einem aktuellen Bericht des israelischen Zentralbüros für Statistik hervor.

Die Forscher gehen davon aus, dass sich der Anteil von Juden, Arabern und anderen Bevölkerungsgruppen nicht stark verändern wird. Sie rechnen damit, dass im Jahr 2065 etwa 81 Prozent der Bevölkerung jüdisch sein werden und die Araber 19 Prozent der Bevölkerung ausmachen werden. Der Anteil der ultra-orthodoxen Juden an der Gesamtbevölkerung wird von 11 Prozent 2015 auf 32 Prozent im Jahr 2065 ansteigen, damit werden in 48 Jahren 40 Prozent der in Israel lebenden Juden ultra-orthodox sein. Momentan gelten 14 Prozent der in Israel lebenden Juden als ultra-orthodox.

Weniger arabische Kinder

Im Jahr 2015 waren 75 Prozent der israelischen Kinder unter 15 Jahren jüdisch oder gehörten zu einer anderen nicht-arabischen Bevölkerungsgruppe. Davon waren 19 Prozent der Kinder ultra-orthodox. Die Forscher gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2065 84 Prozent der Kinder nicht arabisch sein werden. Im Jahr 2015 waren ein Viertel der Kinder Araber, dieser Wert wird voraussichtlich bis 2065 auf 15 Prozent fallen.

Der Anteil von Ultra-Orthodoxen und Arabern an der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter (25–65) – zwei Gruppen mit niedrigen Erwerbsbeteiligungsquoten – wird voraussichtlich ansteigen. Im Jahr 2015 waren mehr als 81 Prozent der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter Juden, darunter 7,5 Prozent Ultra-Orthodoxe, oder gehörten zu einer anderen nicht-arabischen Bevölkerungsgruppe. Die Forscher erwarten, dass die ultra-orthodoxen Juden im Jahr 2065 etwa 26 Prozent der israelischen Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter ausmachen werden. Auch die Zahl der Araber im erwerbsfähigen Alter wird von knapp 19 Prozent auf fast 22 Prozent ansteigen.

Laut des Berichtes ist Israels Bevölkerung – wie fast überall auf der Welt – eine alternde. Im Jahr 2015 waren 11,1 Prozent der Israelis 65 Jahre oder älter. Diese Zahl wird voraussichtlich im Jahr 2040 auf 14,3 Prozent und im Jahr 2065 auf 15,3 Prozent ansteigen.

Von: lms

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Tue, 23 May 2017 14:28:00 +0200
<![CDATA[Tel Aviv: Neue Kampagne gegen sexuelle Belästigung]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/05/23/tel-aviv-neue-kampagne-gegen-sexuelle-belaestigung/ „Sei nicht dieser Mann“ – so lautet der Slogan einer neuen Kampagne gegen sexuelle Belästigung im Nachtleben von Tel Aviv. Bunte Plakate fordern Männer auf, sich gegenüber Frauen angemessen zu verhalten und sie nicht zu verletzen. Der Slogan wurde aus Kanada übernommen, schreibt die Tageszeitung „Yediot Aharonot“. Frühere Aufklärungskampagnen wandten sich vor allem an Frauen. Diese sollten sich züchtiger kleiden und bestimmte Vergnügungsorte meiden, um nicht Opfer von Belästigung zu werden. Die neue Aktion appelliert an Männer, damit diese ihr Verhalten ändern und Verantwortung übernehmen.

Von: eh

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Tue, 23 May 2017 12:09:00 +0200
<![CDATA[EU und Norwegen verurteilen Todesstrafe]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/05/23/eu-und-norwegen-verurteilen-todesstrafe/ Die Europäische Union und Norwegen haben drei Todesurteile kritisiert, die im Gazastreifen verhängt wurden. Diese richten sich gegen den mutmaßlichen Mörder des Hamas-Führers Masen Fugahaa und zwei Komplizen. Die Gesandtschaften der EU und Norwegens in Jerusalem und Ramallah veröffentlichten am Montag eine Stellungnahme. Darin erinnern sie daran, dass sie die Todesstrafe unter allen Umständen ablehnten. Eine Abschaffung trage zum Schutz der Menschenwürde und zur Weiterentwicklung der Menschenrechte bei. Der Verdächtige wird der Kollaboration mit Israel bezichtigt – aus palästinensischer Sicht ein todeswürdiges Verbrechen.

Von: eh

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Tue, 23 May 2017 11:12:00 +0200
<![CDATA[14 Jahre im Libanon: Bekannte israelische Spionin gestorben]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/05/22/14-jahre-im-libanon-bekannte-israelische-spionin-gestorben/ GIVAT SCHAUL (inn) – Ihr Leben könnte ein Regisseur in einer spannenden Serie verfilmen: Schulamit Cohen-Kischik war 14 Jahre lang für den israelischen Geheimdienst Mossad Agentin im Libanon. Am Sonntag ist sie im Alter von 100 Jahren gestorben und wurde in Givat Schaul beerdigt, berichtet die israelische Tageszeitung „Yediot Aharonot“.

Ihr Sohn Jitzhak Levanon, ein israelischer Diplomat, der von 2009 bis 2011 israelischer Botschafter in Ägypten war, sagte über Cohen-Kischik: „Meine Mutter war scharfsinnig bis hin zu ihren letzten Momenten, einfach unglaublich. Sie war eine Heldin.“ Menschen wie sie gebe es heutzutage nicht mehr, die „selbstloses Geben, völlige Opferbereitschaft, absolute Liebe und kompromisslosen Patriotismus“ haben.

Eltern machten Alija aus Argentinien

Cohen-Kischik, deren späterer Deckname „die Perle“ war, wurde 1917 in Buenos Aires geboren. Ihre Eltern wanderten von Argentinien Richtung Israel aus, noch bevor der Staat gegründet wurde. Mit 16 Jahren heiratete sie Joseph Kischnik, einen wohlhabenden jüdisch-libanesischen Geschäftsmann. Sie zog mit ihm in den Libanon. Mit 24 Jahren hatte sie bereits fünf Kinder zur Welt gebracht.

Im Vorfeld des Unabhängigkeitskrieges fühlte sie 1947 das Verlangen, dem neu entstehenden Land zu helfen und kontaktierte mit Erfolg israelische Geheimdienstquellen. So wurde sie Mossad-Agentin mit dem Decknamen „die Perle“. 14 Jahre lang half sie, verfolgte Juden aus arabischen Ländern nach Israel zu bringen und Informationen über libanesische Militäraktivitäten zu sammeln.

Geheimer Gefangenenaustausch

1961 wurde sie wegen Spionage verhaftet. In den Monaten ihres Prozesses wurde sie gefoltert und schließlich zum Tode verurteilt. Im Berufungsverfahren änderte sich das Urteil zu 20 Jahren Zwangsarbeit. Im Rahmen eines geheimen Gefangenenaustauschs nach dem Sechs-Tage-Krieg 1967 kam sie frei und wanderte mit ihrer Familie nach Israel ein. Dort verbrachte sie den Rest ihres Lebens. Vor 20 Jahren durfte sie bei der Zeremonie zum Unabhängigkeitstag von Israel eine Fackel entzünden.

„Die Perle“ verstarb am frühen Sonntagmorgen im Jerusalmer Hadassah-Krankenhaus umgeben von ihren Lieben. Sie hinterlässt sieben Kinder und Dutzende Enkel und Großenkel.

Von: mab

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Mon, 22 May 2017 17:00:00 +0200
<![CDATA[Kagame: Freundschaft zu Juden ist für uns natürlich]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/05/22/kagame-freundschaft-zu-juden-ist-fuer-uns-natuerlich/ NEW YORK (inn) – Ruanda pflegt gute Beziehungen zu Israel und zur weltweiten jüdischen Gemeinschaft. Dafür hat Staatspräsident Paul Kagame am Sonntag eine Auszeichnung erhalten: den „Award für außergewöhnliche Freundschaft mit dem jüdischen Volk“, der nach Dr. Miriam und Sheldon G. Adelson benannt ist. Der Afrikaner erhielt die Auszeichnung bei einer Gala des „World Values Network“ (Weltweites Wertenetzwerk) in New York.

Kagame sagte in seiner Dankesrede, angesichts der gemeinsamen Geschichte sei die Freundschaft mit dem jüdischen Volk völlig natürlich für Ruander. Die menschliche Würde stehe im Zentrum. Alle Menschen hätten die Pflicht, sie zu schützen und alle Ideen und Tendenzen von Hass einzudämmen. „Hass kann nie gerechtfertigt sein“, zitiert ihn die Tageszeitung „New York Times“. „Es mag nicht leicht sein, aber es ist unsere Verantwortung, diese zersetzende Emotion unter Kontrolle zu halten und aus öffentlichen Angelegenheiten herauszuhalten. Allgemeiner gesagt, müssen wir immer bestrebt sein, anders zu sein als diejenigen, die Hassideologien anhängen.“

Der ruandische Präsident betonte die Rolle der Vergebung und Versöhnung beim Wiederaufbau von Ländern und Gesellschaften nach Gräueltaten. Zudem wies er darauf hin, dass in aller Welt Bemühungen, den Völkermord zu leugnen und zu verharmlosen, auf dem Vormarsch seien. Er rief zu gemeinsamen Bemühungen gegen die Leugnung von Völkermord auf.

Die Laudatio hielt der türkisch-amerikanische Chirurg Mehmet Oz. Auf Twitter bezeichnete er diese Aufgabe als eine Ehre. Er würdigte Kagame als Meister für menschliche Würde und als furchtlose Führungspersönlichkeit.

Dank für Errettung auf jüdische Art

Das Wertenetzwerk befasst sich unter anderem mit Bildung zum Völkermord und Prävention. Gegründet hat es der Rabbiner Schmuley Boteach. Dieser hatte eine neue Torahrolle angeregt, die den Opfern der Scho'ah und des ruandischen Völkermordes gewidmet sein soll. Während der Gala vollendete ein Torahschreiber diese Schriftrolle. Kagame durfte bei einigen der letzten Buchstaben dessen Hand halten und quasi mitschreiben. Die israelische Tageszeitung „Ma'ariv“ merkte dazu an, der Tutsi habe Gott damit auf jüdische Weise für die Errettung vor dem Völkermord bedankt.

Die Gala wurde zu Ehren des im Juli 2016 verstorbenen Auschwitz-Überlebenden und Friedensnobelpreisträgers Elie Wiesel veranstaltet. Auch dessen Sohn Elisha und die Witwe Marion Wiesel beteiligten sich am Schreiben der Torahrolle. Der Sohn erzählte, er habe die ruhige Stimme seines Vaters anfangs als Zeichen der Schwäche empfunden. Schließlich habe er jedoch dessen Größe erkannt und begriffen, dass der Überlebende als Brücke zwischen Generationen diente. „Die Stimme meines Vaters ertönt nicht nur um der Gerechtigkeit willen, und seine Ruhe hat auch seine Gegner dazu gebracht, ihm aufmerksam zuzuhören“, ergänzte er laut „Ma'ariv".

An der Festveranstaltung nahm auch der israelische Landwirtschaftsminister Uri Ariel teil. Der israelische Konsul in New York, Danny Dajan, war ebenfalls zugegen.

Von: eh

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Mon, 22 May 2017 15:02:00 +0200
<![CDATA[Regierung erteilt Arbeitserlaubnis für Palästinenser]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/wirtschaft/2017/05/22/regierung-erteilt-arbeitserlaubnis-fuer-palaestinenser/ Israels Regierung hat Arbeitsgenehmigungen für 74 Palästinenser erteilt, die bis vor einem Jahr für „SodaStream“ tätig waren. Der Getränkehersteller hatte 2015 seine Fabrik von der Siedlung Ma‘aleh Adumim im Westjordanland in die Wüste Negev verlegt. Dabei verloren rund 500 Palästinenser ihren Job. Allerdings erhielten 74 Palästinenser mit Familie die Erlaubnis, weiter in Israel zu arbeiten. Diese Genehmigungen waren im März 2016 nicht verlängert worden. Der Geschäftsführer von „SodaStream“, Daniel Birnbaum, begrüßte die neuen Genehmigungen: „Die israelische Regierung hat das moralisch und ehrenhaft Richtige getan und Genehmigungen für unsere Arbeiter erteilt, die nun für ihre Familien sorgen können und beweisen, dass Koexistenz möglich ist.“

Von: dn

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Mon, 22 May 2017 14:53:00 +0200
<![CDATA[Trump: Seltene Chance auf Frieden]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/05/22/trump-seltene-chance-auf-frieden/ TEL AVIV / JERUSALEM / RIAD (inn) – Der amerikanische Präsident Donald Trump hat bei seiner Ankunft in Israel die Möglichkeit des Friedens betont. „Wir haben die seltene Gelegenheit, Sicherheit, Stabilität und Frieden in die Region und zu deren Völkern zu bringen“, sagte er auf dem Flughafen Tel Aviv. Sein Besuch in Saudi-Arabien habe diese Hoffnung genährt. Seine kurze Ansprache schloss er mit den Worten: „Wir lieben Israel, wir respektieren Israel. Das Volk der Vereinigten Staaten ist mit Ihnen.“

Trump wurde vom israelischen Staatspräsidenten Reuven Rivlin, Regierungschef Benjamin Netanjahu und Knessetsprecher Juli Edelstein in Empfang genommen. Rivlin sagte, Trumps Besuch sei ein Zeichen des „unzerbrechlichen Bandes“ zwischen den beiden Ländern. „Sie sind ein wahrer Freund Israels, und des jüdischen Volkes.“

Dichter Zeitplan

Trump war mit der Präsidentenmaschine direkt aus der saudi-arabischen Hauptstadt Riad eingeflogen. Wie die israelische Tageszeitung „Jerusalem Post“ anmerkte, handelte es sich um den ersten Direktflug zwischen Saudi-Arabien und Israel in der Geschichte. Andere Flugzeuge, die die Präsidentenmaschine begleiten, mussten auf Zypern zwischenlanden – aus saudischer Sicht darf es keine Direktflüge nach Israel geben.

Am Nachmittag wird der israelische Präsident Rivlin Trump in seiner Residenz empfangen. Anschließend sind Besuche an der Klagemauer und der Grabeskirche vorgesehen. Am Abend wird Trump mit dem israelischen Regierungschef Netanjahu zu einem Diner zusammenkommen. Am Dienstag wird Trump Bethlehem besuchen und dort Palästinenserpräsident Mahmud Abbas treffen. Anschließend stehen Besuche in der Holocaustgedenkstätte Yad Vashem und im Israelmuseum auf dem Plan. Danach wird Trump nach Rom und in den Vatikan aufbrechen.

Der Besuch fällt mit den Feierlichkeiten zur Wiedervereinigung Jerusalems vor 50 Jahren zusammen, die schon am Sonntagabend feierlich eröffnet worden sind. Die Autobahn von Tel Aviv nach Jerusalem und die meisten Durchgangsstraßen in Jerusalem wurden stundenlang gesperrt, während 11.000 Soldaten, Polizisten und Geheimdienstleute die Sicherheit des teuren Gastes garantierten.

Waffengeschäft mit den Saudis

Am Sonntag hatte Trump in Riad arabische Länder aufgefordert, gegen islamistischen Terror zu kämpfen. „Die Länder des Nahen Ostens können nicht auf die amerikanische Macht warten, um diesen Feind zu schlagen“, sagte er vor 55 Politikern.

Die Länder der arabischen Welt hätten die Wahl zwischen zwei Zukunftsmöglichkeiten, fuhr Trump fort. Diese Wahl könne nicht Amerika für die Länder übernehmen. „Eine bessere Zukunft ist nur möglich, wenn Ihre Länder Terroristen und Extremisten verjagen.“

Während seines Aufenthalts in Saudi-Arabien unterzeichnete Trump eine Reihe von Abkommen, darunter ein Waffengeschäft in Höhe von umgerechnet 98 Milliarden Euro. Das amerikanische Außenministerium gab dazu an, diese Hilfen unterstützten Saudi-Arabien im Kampf gegen die iranische Bedrohung. Die Bereiche Marine, Cyberabwehr, Grenzsicherheit, Kampf gegen Terror und die Luftwaffe sollen verstärkt werden.

Israelische Politiker reagierten mit „zahnloser“ Kritik auf diesen Deal, wie die Onlinezeitung „Times of Israel“ berichtet. Der israelische Energieminister Juval Steinitz wies darauf hin, dass Saudi-Arabien ein feindliches Land sei. Israel müsse seinen militärischen Vorsprung in der Region bewahren. Diese Bedenken äußerten auch der Minister ohne Geschäftsbereich Ajub Kara, der Geheimdienstminister Israel Katz sowie der Abgeordnete Avi Dichter, der dem Außen- und Sicherheitsausschuss der Knesset vorsitzt.

Die USA haben sich im Jahr 2008 gesetztlich verpflichtet, für den militärischen Vorsprung Israels einzutreten. Faktisch haben diese Politik bereits alle US-Präsidenten seit Ronald Reagan (1981–1989) umgesetzt. Zuletzt hatte Barack Obama Militärhilfen mit Israel vereinbart.

Botschaftsumzug bleibendes Thema

Im Zuge des Besuches soll der saudi-arabische Außenminister Adel al-Dschubir Trump überzeugt haben, mit dem Umzug der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu warten. Ziel der Zurückhaltung sei, Verhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern zu ermöglichen. Das teilten nicht genannte palästinensische Vertreter dem Armeeradio mit. In Riad war auch Abbas vertreten.

Trump hatte in seinem Wahlkampf angekündigt, die Botschaft zu verlegen. Im Verlauf seiner Präsidentschaft hat er sich jedoch zurückhaltender zu diesem Thema geäußert.

Von: df/uws

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Mon, 22 May 2017 14:22:00 +0200
<![CDATA[Frauen in Jerusalem heiraten jünger]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/05/22/frauen-in-jerusalem-heiraten-juenger/ JERUSALEM (inn) – Jüngere Bräute, zahlreiche Touristen und viele Geburten von Juden und Arabern: Das sind die Fakten zum Jerusalem-Tag (Jom Jeruschalajim), den Israel diese Woche begeht. 883.000 Menschen lebten Ende 2016 in Jerusalem. Damit ist Jeursalem nach wie vor die am meisten bevölkerte Stadt des Landes. 63 Prozent der Bevölkerung sind Juden und 37 Prozent sind Araber. Das geht aus Zahlen des Zentralen Statistikbüros in Israel hervor, die im Vorfeld des Jerusalem-Tages veröffentlicht wurden.

Von der jüdischen Bevölkerung der Stadt sind mehr als ein Dittel (36 Prozent) ultra-orthodoxe Juden. Etwa jeder Fünfte beschreibt sich als säkular (21 Prozent) oder religiös (19 Prozent). Jeweils zwölf Prozent der Juden sehen sich als traditionell-religiös oder religiös.

23.581 Babys kamen 2016 auf die Welt: 15.438 von jüdischen Müttern und 8.143 von arabischen Müttern. Die Geburtenrate liegt in der Stadt bei den jüdischen Frauen bei 4,28 und bei den arabischen Frauen bei 3,23 Kindern. Die in Jerusalem geborenen Kinder machen mehr als 13 Prozent der in Israel geborenen Kinder in dem Jahr aus.

Feierlichkeiten bereits begonnen

Mit 21,3 Jahren ist die durchschnittliche Jerusalemerin verlobt, im Rest des Landes liegt das Verlobungsalter bei Frauen bei 24,7 Jahren. In der Stadt heiraten Frauen im Durchschnitt mit 22,2 Jahren, im Rest des Landes liegt das Alter bei 27,3 Jahren. Generell heiraten die Juden in Jerusalem mit 23,6 Jahren, anderswo im Land mit 27,8 Jahren.

Jerusalem ist ein Magnet für Reisende in Israel. Knapp vier von fünf Touristen (78 Prozent), die nach Israel kommen, besuchen Jerusalem. Die Hälfte der Reisenden verbringt mindestens eine Nacht oder mehr in der Stadt.

Israel feiert jährlich mit dem Jerusalem-Tag die Wiedervereinigung der Stadt. 2017 ist es das 50-jährige Jubiläum. Der eigentliche Feiertag beginnt am Dienstagabend und läuft bis Mittwoch. Wegen des runden Jahrestags begannen die Feierlichkeiten dieses Mal aber früher. Am Sonntagabend gab es eine Feier in der bunt beleuchteten Altstadt mit Premierminister Benjamin Netanjahu, Staatspräsident Reuven Rivlin und dem neuen US-Botschafter in Israel, David Friedman.

Von: mab

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Mon, 22 May 2017 14:10:00 +0200
<![CDATA[Berliner SPD verurteilt Boykott]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/05/22/berliner-spd-verurteilt-boykott/ Mitglieder der Berliner SPD haben eine Resolution verabschiedet, in der sie ihre Unterstützung für Israel bekunden. Zudem verurteilen sie die Boykott-Bewegung BDS (Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen) gegen den jüdischen Staat. Das pro-israelische Dokument wurde von der Jugendorganisation „Jusos“ der Berliner SPD eingebracht. Die Mitglieder erklärten, dass sie „gegen jede Form von Antisemitismus kämpfen werden“ und jede Zusammenarbeit mit Unterstützern der Bewegung beenden würden. Auch die CDU Deutschland hatte sich im Herbst des vergangenen Jahres klar gegen die Boykott-Bewegung positioniert.

Von: lms

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Mon, 22 May 2017 12:33:00 +0200
<![CDATA[Israel liefert Raketenabwehr für Marine]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/wirtschaft/2017/05/22/israel-liefert-raketenabwehr-fuer-marine/ Das israelische Rüstungsunternehmen „Israel Aerospace Industries“ und das indische Unternehmen „Bharat Electronics Limited“ haben einen einen Deal über 630 Millionen Dollar geschlossen. Israel wird Indien demnach unter anderem das Raketenabwehrsystem „Barak 8“ für vier Schiffe liefern. Im April hatte Israel bereits einen Rüstungsdeal über 1,6 Milliarden Dollar mit Indien geschlossen – das war der bislang größte Militärhandel in der Geschichte des jüdischen Staates.

Von: dn

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Mon, 22 May 2017 12:24:00 +0200
<![CDATA[Iraker soll für Israel spioniert haben]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/05/22/iraker-soll-fuer-israel-spioniert-haben/ Libanesische Sicherheitskräfte haben einen irakischen Staatsbürger verhaftet, der für Israel spioniert haben soll. Einem Bericht der „National News Agency“ zufolge hat das israelische Verteidigungsministerium den Mann rekrutiert. Er sollte Informationen über das Militär liefern und ein Sabotagenetzwerk aufbauen. Bei einer Befragung soll der Mann gestanden haben.

Von: df

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Mon, 22 May 2017 12:16:00 +0200
<![CDATA[Sicherheitskabinett billigt Erleichterungen für Palästinenser]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/05/22/sicherheitskabinett-billigt-erleichterungen-fuer-palaestinenser/ Israels Sicherheitskabinett hat am Sonntagabend wirtschaftliche Erleichterungen für Palästinenser gebilligt. Acht der zehn Mitglieder stimmten für das Paket. Erziehungsminister Naftali Bennett und Justizministerin Ajelet Schaked sprachen sich dagegen aus. Darin enthalten sind Baugenehmigungen für Palästinenser in unter israelischer Sicherheitskontrolle stehenden Gebieten des Westjordanlandes (C-Gebiete). Das berichtet die Onlinezeitung „Times of Israel“. Zudem sollen zwei Industriegebiete in Dschenin und Tarkumijaer entstehen. Auch der Allenby-Grenzübergang zwischen dem Westjordanland und Jordanien soll zukünftig 24 Stunden geöffnet sein.

Von: mab

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Mon, 22 May 2017 11:38:00 +0200
<![CDATA[Mutmaßliche Attentäterin erliegt Verletzungen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/05/21/mutmassliche-attentaeterin-erliegt-verletzungen/ Zwei Monate nach einem mutmaßlichen Autoanschlag ist die 16-jährige Fahrerin am Samstag in einem Jerusalemer Krankenhaus ihren schweren Kopfverletzungen erlegen. Die Palästinenserin Fatima Dschibrin Takatka war am 15. März auf Soldaten an einer Bushaltestelle nahe der Gusch-Etzion-Kreuzung zwischen Jerusalem und Hebron zugefahren. Die Armeeangehörigen eröffneten das Feuer, sie knallte mit dem Wagen gegen die Metallpoller an der Haltestelle. Kein Israeli wurde verletzt. Am Sonntag übergab Israel den Leichnam an die Palästinenser. Die Palästinensische Autonomiebehörde macht die israelische Regierung für ihren Tod verantwortlich.

Von: eh

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Sun, 21 May 2017 09:27:00 +0200
<![CDATA[Israel verschärft Schächtregeln]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/wirtschaft/2017/05/19/israel-verschaerft-schaechtregeln/ JERUSALEM (inn) – Wer Fleisch nach Israel importieren will, muss in Zukunft strengere Schächtregeln als bislang beachten. Das Landwirtschaftsministerium hat die sogenannte „Einhängen-und-Hochziehen“-Methode verboten. Rabbiner und Tierschutzsorganisationen hatten die Methode zuvor kritisiert.

Die „Einhängen-und-Hochziehen“-Methode dient dem schnellen und billigen Schächten. An den Hinterbeinen des Tieres werden zunächst Ketten angelegt. Dann öffnet sich der Boden, so dass es in den Schlachtraum fällt. Dort fixieren die Fleischer den Kopf mit einem Metallhaken, um die Kehle freizulegen. Anschließend erfolgt der Schnitt durch die Kehle durch einen Schächter. Das Tier wird nun mithilfe der Ketten an den Hinterbeinen zum Zerlegen hochgezogen.

Anonym auf dem Schlachthof

Tierschutzorganisationen wie die amerikanische „Menschen für die ethische Behandlung von Tieren“ (Peta) oder die israelische „Anonyme für Tierrechte“ haben jedoch bei verdeckten Recherchen beobachtet, wie die Tiere weiterbearbeitet werden, obwohl sie noch bei vollem Bewusstsein sind und Schmerzen empfinden: An den Ketten gehängt bluten die Tiere langsam aus; die Fleischer beginnen schon mit dem Zerlegen; dazu gehört auch der Stich in den Hinterkopf mit der „Puntilla“ (Spanisch für „Nagel“), um die Wirbelsäule zu durchtrennen. Wie „Peta“ anmerkt, werden die Tiere dabei nur paralysiert – sie verlieren weder das Bewusstsein noch sterben sie durch den Stich.

Diese Recherchen wurden im vergangenen November im israelischen Fernsehen gezeigt. Das Landwirtschaftsministerium hat nun festgelegt, dass Tiere in einem Umlegeapparat geschächtet werden müssen. Bei dieser Methode kommt das Tier in einen Kasten, dessen Begrenzung an die Größe des Tieres angepasst werden kann. Dann wird der Kasten mitsamt dem fixierten Tier umgedreht. In dieser Position erfolgt dann der Kehlenschnitt. Das Tier muss umgelegt werden, damit der Schnitt nach Vorschrift ohne Druck erfolgen kann. Den neuen Richtlinien zufolge ist auch das Aufhängen des Tieres verboten, wenn es noch lebt.

„Wichtiger Schritt vorwärts“

Laut der Tierschutzorganisation „Peta“ kommen 40 Prozent des in Israel verzehrten Fleisches aus Paraguay. Mehr als 80 Prozent werden derzeit mit der „Einhängen-und-Hochziehen“-Methode geschächtet. Unternehmen haben bis zum 1. Juni 2018 Zeit, auf die tierfreundlichere Methode umzustellen. Neue Lizenzen werden schon jetzt nur vergeben, wenn der Betrieb auf die „Einhängen-und-Hochziehen“-Methode verzichtet. In Israel ist die Methode laut der Onlinzeitung „Times of Israel“ bereits verboten. Das Oberrabbinat hatte sich bereits im Jahr 2008 nach entsprechender Kritik dagegen ausgesprochen.

Die neuen Bestimmungen haben die Tierschutzorganisationen als „wichtigen Schritt vorwärts“ bezeichnet, berichtet die israelische Tageszeitung „Jerusalem Post“. Dennoch werden sie ihre Petition beim Hohen Gericht in Israel nicht zurückziehen, um sicherzustellen, dass die Richtlinien umgesetzt werden.

Von: df

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Fri, 19 May 2017 15:18:00 +0200
<![CDATA[Siedler erschießt Palästinenser nach Steinangriffen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/05/19/siedler-erschiesst-palaestinenser-nach-steinangriffen/ NABLUS (inn) – Palästinensische Demonstranten haben am Donnerstag im Westjordanland israelische Fahrzeuge mit Steinen beworfen. Ein Siedler wähnte sich nach eigener Aussage in Lebensgefahr und eröffnete das Feuer mit seiner Pistole. Dadurch starb ein Palästinenser, ein Fotojournalist der Nachrichtenagentur AP wurde leicht verletzt. Der Vorfall ereignete sich bei Hawara in der Nähe der Autonomiestadt Nablus.

Armeeangaben zufolge nahmen israelische Sicherheitskräfte in der Nacht zu Freitag zwei Palästinenser fest. Einer von ihnen sei am Donnerstag „aktiv an Angriffen auf Zivilisten und Fahrzeuge beteiligt“ gewesen. Der andere Palästinenser hatte mit seinem Krankenwagen die Straße blockiert, als der Siedler versuchte, dem Mob zu entkommen. Zudem beschlagnahmten die Sicherheitskräfte einen Bus, der Demonstranten an den Ort der Protestaktion gebracht hatte. Anlass für die Demonstration war der Hungerstreik, in dem sich zahlreiche palästinensische Häftlinge seit dem 17. April befinden.

Als der Siedler am Ort der Protestaktion vorbeifuhr, umstellten Palästinenser sein Fahrzeug. Sie traten danach und warfen Steine. Ein Video zeigt, wie der Israeli versuchte, durch die Menge zu entkommen. Doch der Krankenwagen stand ihm im Weg. Kurz nach dem Angriff erschien ein Militärjeep. Die Soldaten zerstreuten die Menge mit Tränengas und anderen Mitteln zur Auflösung von Massenkundgebungen, schreibt die Onlinezeitung „Times of Israel“. Ein Militärsprecher teilte mit, Hunderte Palästinenser hätten während der gewaltsamen Demonstration Steinbrocken auf vorbeifahrende Autos geworfen.

Palästinenser und UN verurteilen Siedler

Das palästinensische Gesundheitsministerium identifizierte den Getöteten als Mutas Bani Schamsa. Der 23-Jährige stammte aus der Ortschaft Beita bei Nablus. Der verletzte Fotograf ist Madschdi Eschtaja. Die AP forderte eine vollständige Untersuchung des Vorfalles.

Die palästinensische Regierung im Westjordanland verurteilte die tödlichen Schüsse. Sprecher Tarek Rischmawi sprach in einer Pressemitteilung von einem „Verbrechen, das einer langen Reihe von israelischen Verbrechen gegen das palästinensische Volk hinzugefügt wurde“. Er rief die internationale Gemeinschaft und Menschenrechtsgruppen auf, ernsthafte Schritte zu unternehmen, um die Täter zur Verantwortung zu ziehen. Dies meldet die palästinensische Nachrichtenagentur WAFA.

Der Sonderkoordinator der Vereinten Nationen für den Nahostfriedensprozess, Nikolai Mladenov, ließ verlauten: „Ich verurteile die heutige Tötung eines Palästinensers durch einen israelischen Siedler und die Verwundung eines Fotojournalisten im besetzten Westjordanland." Er forderte, dass der Zwischenfall unverzüglich untersucht werde und der Siedler Rechenschaft ablege. Alle Verdächtigen müssten strafrechtlich verfolgt werden.

„Ich sah den Tod vor Augen“

Der Schütze, ein Vater von acht Kindern, lebt in der nahegelegenen Siedlung Itamar. Er sagte dem Fernsehsender „Kanal 2“, die Palästinenser hätten ihn „beinahe gelyncht“. „Gott sei Dank habe ich es geschafft, hier herauszukommen“, ergänzte er. „Ich habe den Tod vor Augen gesehen.“ Donnerstagnachmittag wurde er von der israelischen Polizei zu dem Vorfall vernommen, aber anschließend auf freien Fuß gesetzt.

Beim Auto des Siedlers wurde die Windschutzscheibe zerschmettert, außerdem sind Dellen an der Tür entstanden. Der Vorsitzende des Regionalrates Samaria, Jossi Dagan, bekundete völlige Unterstützung für „den Bewohner, der sein Leben und das Leben derjenigen um ihn herum gegen Angreifer verteidigt hat“.

Von: eh

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Fri, 19 May 2017 14:58:00 +0200
<![CDATA[„Preisschild“-Angriff im Westjordanland]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/05/19/preisschild-angriff-im-westjordanland/ Unbekannte haben am Freitagmorgen in dem palästinensischen Dorf Burin bei Nablus einen Traktor in Brand gesetzt. An eine Hauswand wurden ein Davidsstern sowie auf Hebräisch das Wort „Rache“ gesprüht. Die israelische Polizei geht von einem sogenannten „Preisschild“-Angriff aus. Sie hat Untersuchungen eingeleitet. Mit dem Slogan „Preisschild“ fordern jüdische Extremisten einen Preis für Aktionen der Regierung gegen die Siedlungsbewegung oder für Terrorangriffe. Die Angriffe der Juden richten sich meist gegen nichtjüdisches Eigentum, aber auch gegen die israelische Armee.

Von: dn

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Fri, 19 May 2017 14:32:00 +0200
<![CDATA[Keine Hymne an der Hebräischen Universität]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/05/19/keine-hymne-an-der-hebraeischen-universitaet/ Die Hebräische Universität Jerusalem steht in der Kritik: Bei der jüngsten Absolventenfeier wurde auf das Abspielen der israelischen Nationalhymne verzichtet. Ein Dekan teilte mit, dies sei aus Rücksicht auf arabische und muslimische Studenten unterblieben. Premierminister Benjamin Netanjahu und Bildungsminister Naftali Bennett kritisierten die Entscheidung, berichtet die Zeitung „Jerusalem Post“. Künftig soll die Hymne wieder Teil der Zeremonie sein.

Von: mb

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Fri, 19 May 2017 14:20:00 +0200
<![CDATA[Palästinenser unterzeichnen Investitionsabkommen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/wirtschaft/2017/05/19/palaestinenser-unterzeichnen-investitionsabkommen/ Die palästinensische Wirtschaftsministerin, Abir Odeh, hat ein Investitionsabkommen mit der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) unterzeichnet. Das Abkommen bildet die Grundlage für zwei Entwicklungsfonds, einen EBWE-Fonds in Höhe von 30 Millionen Euro und einen Multigeberfonds, wie die palästinensische Nachrichtenagentur WAFA berichtet. Der EBWE-Fonds soll Investitionsdarlehen für erneuerbare Energien oder Kleinunternehmen bieten, mit dem Ziel, Arbeitsplätze zu schaffen und so die Arbeitslosigkeit zu senken. Der Fonds bleibt für fünf Jahre bestehen. Die EBWE wird von Jordanien aus im Westjordanland und in Gaza agieren.

Von: lms

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Fri, 19 May 2017 13:43:00 +0200