Israelnetz - Neueste Nachrichten https://www.israelnetz.com Nachrichten aus Israel und dem Nahen Osten de https://www.pro-medienmagazin.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif Israelnetz - Neueste Nachrichten https://www.israelnetz.com 18 16 Nachrichten aus Israel und dem Nahen Osten TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Sun, 23 Jul 2017 10:50:21 +0200 <![CDATA[Palästinenser ermordet drei Israelis]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/07/22/palaestinenser-ermordet-drei-israelis/ JERUSALEM (inn) – Ein Palästinenser ist am Freitagabend in ein Haus in der Siedlung Halamisch nordwestlich von Ramallah eingedrungen und hat dort drei Israelis erstochen. Die jüdische Familie hatte sich zum Zeitpunkt des Anschlags zu einem Festessen versammelt, um neben dem Schabbat die Geburt eines Enkelsohnes zu feiern.

Bei dem Attentäter handelt es sich um den 19-jährigen Omar al-Abed aus der benachbarten Ortschaft Kobar. Ihm war es gelungen, unbemerkt in die Siedlung und in das Haus einzudringen. Dort stach er auf mehrere Israelis ein und ermordete den Hausbesitzer, dessen Sohn und eine Tochter. Die 68-jährige Ehefrau wurde bei dem Angriff schwer verletzt.

Die Schwiegertochter konnte sich mit fünf Kindern in ein anderes Zimmer retten. Von dort aus rief sie Nachbarn um Hilfe und alarmierte die Polizei. Wie die Tageszeitung „Yediot Aharonot“ berichtet, setzte ein Nachbar den Terroristen außer Gefecht, in dem er durch ein Fenster im Haus auf ihn schoss. Dies habe weitere Todesopfer verhindert. Der Terrorist wurde mittelschwer verletzt und in ein Krankenhaus nach Petah Tikva gebracht.

Lieberman ordnet Hauszerstörung an

Am Samstagmorgen besuchten Israels Generalstabschef Gadi Eisenkot und Verteidigungsminister Avigdor Lieberman Halamisch. Lieberman ordnete verstärkte Militärpräsenz in der Umgebung an. Er forderte den Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Mahmud Abbas, auf, „das Massaker, das vergangene Nacht an einer unschuldigen Familie begangen wurde, die niemanden bedroht hat“, zu verurteilten. Zudem ordnete Lieberman die Zerstörung des Hauses von Al-Abeds Familie an – eine Maßnahme, mit der Israel versucht, potentielle Terroristen abzuschrecken. Ein 21-jähriger Bruder des Terroristen wurde festgenommen. Er wird verdächtigt, bei dem Anschlag geholfen zu haben.

Wie die Polizei mitteilte, wurde die Tat offenbar nicht im Auftrag einer Terrorgruppe begangen. Allerdings sympathisiere die Familie Al-Abed mit der radikal-islamischen Hamas. Die Terrorgruppe begrüßte „den heldenhaften Anschlag“, der auf Israels Verletzung der palästinensischen Rechte auf Jerusalem und die Al-Aksa-Moschee folge.

Rache für Sicherheitsmaßnahmen am Tempelberg

Ersten Angaben zufolge verübte Al-Abed den Anschlag als Reaktion auf die neuen Sicherheitsmaßnahmen am Jerusalemer Tempelberg, die Israel nach einem Terrorangriff verordnet hat. Tausende Araber protestierten in den vergangenen Tagen vor allem gegen die Metalldetektoren, die Muslime nun passieren müssen, wenn sie auf den Tempelberg möchten. Bei Massenprotesten vor dem Freitagsgebet war es zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Muslimen gekommen. Dabei wurde drei Palästinenser getötet. Die palästinensische Nachrichtenagentur „Ma'an“ spricht von rund 390 Palästinensern, die verletzt wurden.

Erklärung auf Facebook

Vor der Ermordung der Israelis hinterließ Omar al-Abed auf seiner Facebook-Seite eine Art Testament. „Ich habe das Leben geliebt, und liebte es, Menschen zum Lächeln zu bringen. Aber was ist das für ein Leben? Sie töten unsere Frauen und junge Menschen, beschmutzen den Boden von Al-Aksa, während wir schlafen“, schrieb der 19-Jährige. In den darauffolgenden Worten rief er zum Krieg für Allah auf. Weiter heißt es in dem Eintrag: „Ich habe nur ein Messer, und das wird auf die Rufe von Al-Aksa reagieren. […] Die Söhne von Affen und Schweinen öffnen die Tore von Al-Aksa nicht.“ Danach kündigte der Palästinenser an, dass er „in den Himmel geht“.

UN-Chef verurteilt Anschlag

UN-Generalsekretär Antonio Guterres verurteilte den Terroranschlag in Halamisch. Er äußerte zudem sein „tiefes Bedauern“ über den Tod der drei Palästinenser bei den Protesten in Jerusalem. Der UN-Chef forderte politische und religiöse Führer auf, dabei zu helfen, die angespannte Lage zu entschärfen. Israels UN-Botschafter Danny Danon rief den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen auf, den Anschlag auf die jüdische Familie zu verurteilen. „Die hasserfüllte Hetze und die Verherrlichung der Gewalt durch die Palästinensische Autonomiebehörde hat zur Ermordung unschuldiger Israelis geführt, die in ihrem Haus erstochen wurden“, sagte Danon laut der Onlinezeitung „Times of Israel“.

Von: dn

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Sat, 22 Jul 2017 15:51:00 +0200
<![CDATA[Palästinenser erschossen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/07/21/palaestinenser-erschossen/ Bei Zusammenstößen zwischen Palästinensern und israelischen Polizisten im Osten Jerusalems ist am Freitagnachmittag ein 17-jähriger Palästinenser erschossen worden. Mindestens 20 Palästinenser wurden verletzt. Die Tumulte waren entstanden, als tausende Palästinenser gegen die Metalldetektoren am Tempelberg demonstriert hatten. Auch in Hebron kam es zu Zusammenstößen zwischen Palästinensern und Sicherheitskräften. Israel hatte aus Sicherheitsgründen nur Männern über 50 Jahren und Frauen den Zutritt zum Freitagsgebet auf dem Tempelberg genehmigt. Tausende zusätzliche Polizisten waren im Einsatz. Eine befürchtete Eskalation der Lage blieb jedoch aus. Muslimische Führer hatten Palästinenser dazu aufgerufen, in Massen zum Tempelberg zu strömen.

Von: dn

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Fri, 21 Jul 2017 15:13:00 +0200
<![CDATA[Randale vor türkischer Synagoge]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/07/21/randale-vor-tuerkischer-synagoge/ Anhänger der ultranationalistischen türkischen Jugendbewegung „Alperen Hearths“ haben Donnerstagnacht vor einer Synagoge in Istanbul randaliert. Sie protestierten gegen die verschärften Sicherheitsmaßnahmen auf dem Tempelberg. Israel hat dort infolge des tödlichen Anschlags vor einer Woche Metalldetektoren aufgestellt. Laut der Nachrichtenseite „Turkeypurge“ traten die Aktivisten gegen die Tore der „Neve Shalom“-Synagoge. Vor dem jüdischen Gebetshaus verlasen sie eine Erklärung. Darin bezeichneten sie Israel als „Terrorstaat“. Weiter hieß es: „Wenn ihr dort unsere Religionsfreiheit verhindert, dann werden wir eure Religionsfreiheit hier verhindern.“

Von: eh

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Fri, 21 Jul 2017 12:53:00 +0200
<![CDATA[Visegrad-Gruppe und Israel bekräftigen Zusammenarbeit]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/07/21/visegrad-gruppe-und-israel-bekraeftigen-zusammenarbeit/ Die Länder der Visegrad-Gruppe und Israel wollen ihre Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen wie Wirtschaft, Kultur und Terrorbekämpfung ausbauen. Das erklärten Polen, die Slowakei, Tschechien, Ungarn sowie der jüdische Staat am Mittwoch zum Abschluss des Gipfeltreffens in Ungarn. Außerdem ist es den Teilnehmern daran gelegen, die Beziehungen zwischen Israel und der Europäischen Union zu verbessern. Der nächste Gipfel im Jahr 2018 soll in Israel stattfinden. Die vier osteuropäischen Staaten folgen damit einer Einladung des israelischen Premiers Benjamin Netanjahu.

Von: df

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Fri, 21 Jul 2017 08:56:00 +0200
<![CDATA[Jerusalemer Gericht wirft PA systematische Folter von „Kollaborateuren“ vor]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/07/21/jerusalemer-gericht-wirft-pa-systematische-folter-von-kollaborateuren-vor/ JERUSALEM (inn) – Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) hat in ihren Gefängnissen mutmaßliche Kollaborateure systematisch gefoltert. Das sieht das Bezirksgericht Jerusalem als erwiesen an. Deshalb hat es die PA in dieser Woche zu einer Schadenersatzzahlung an 51 Betroffene verurteilt. Die genaue Geldsumme steht noch nicht fest, wie die Onlinezeitung „Times of Israel“ berichtet.

Das Urteil bezieht sich auf den Zeitraum zwischen 1990 und 2003. Konkret geht es um die Fälle von 51 Palästinensern, die unter dem Verdacht festgenommen wurden, wichtige Informationen an israelische Behörden weitergegeben zu haben. Nach 14 Jahren und 90 Verhandlungssitzungen legte das Gericht ein 1.800 Seiten langes Urteil vor. Richter Mosche Drori sagte, Zeugenaussagen und Beweismaterial hätten die Vorwürfe über jegliche vernünftige Zweifel hinweg bestätigt.

Zu Teilnahme an Hinrichtungen gezwungen

Demnach wurden die Häftlinge in den palästinensischen Gefängnissen geschlagen. Aufseher drückten Zigaretten auf ihren Körpern aus, zogen ihnen Zähne oder verweigerten ihnen Essen und Trinken. Mehrere Kläger gaben an, sie seien durch Angriffe gegen ihre Genitalien sterilisiert worden. An heißen Tagen wurden die Gefangenen nach eigener Aussage in Metallcontainern eingesperrt. Sie seien mit heißem oder eiskaltem Wasser übergossen worden, hätten aus Toilettenschüsseln trinken oder auf zerbrochenen Flaschen sitzen müssen. Zudem hätten die Wärter sie gezwungen, die Hinrichtungen anderer mutmaßlicher Kollaborateure mitzuerleben. Häufig sei ihnen die medizinische Behandlung verweigert worden.

Drei der ehemaligen Häftlinge äußerten sich anonym im israelischen Fernsehsender „Kanal 2“. Einer erzählte, oft sei ihm ein Sack über den Kopf gestülpt worden, so dass er die Ermittler nicht sehen konnte. Mitunter habe ein solcher Sack auch Fäkalien enthalten.

Alle drei gaben an, sie hätten keinerlei Beweismaterial zu sehen bekommen, seien nur wiederholt zum Geständnis aufgefordert worden. Doch wenn sich jemand dazu durchrang, um die Leidenszeit zu beenden, habe dies auch nichts genützt. Die Interviewten leben in Israel ohne Einkommen und ohne Familie oder Zugehörigkeitsgefühl. „Ich wurde mit 18 oder 19 verhaftet. Seitdem habe ich kein Leben gehabt“, sagte einer von ihnen. „Ich will kein Geld. Ich will als Mensch behandelt werden, das ist alles.“

PA leugnet Vorwürfe

Die PA gab zu, dass einige der Kläger in ihren Gefängnissen inhaftiert waren. Die Foltervorwürfe wies sie hingegen zurück. Anwalt Barak Kedem, der die Palästinenser vertritt, widersprach dem: Seine Mandanten seien durch die PA einer „unvorstellbaren Folter“ ausgesetzt gewesen. „Es ist, als hätte jemand Dantes ‚Inferno‘ gelesen und versucht, es nachzuahmen“, sagte er mit Bezug auf den mittelalterlichen italienischen Dichter, der in diesem Buch seine Vorstellungen von der Hölle beschreibt.

Nun muss das Gericht jeden einzelnen der 51 Fälle betrachten, um die jeweils entstandenen Schäden zu ermitteln. Dann kann es die Schadenssummen festlegen. Dies dürfte jedoch mehrere Jahre dauern.

Von: eh

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Fri, 21 Jul 2017 08:54:00 +0200
<![CDATA[Das Fahrrad wird 200]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/das-fahrrad-wird-200/ JERUSALEM (inn) - Anlässlich der Erfindung des Fahrrads im Jahr 1817 zeigt das Bloomfield Museum der Wissenschaften in Jerusalem die Ausstellung „2 x 200 - Fahrradausstellung“. Neben den historischen Fakten bietet die Ausstellung die Möglichkeit, Einräder, Tandem- und Liegeräder auszuprobieren. Für Kinder gibt es einen extra Bereich zum Experimentieren. Workshops, Experimente mit Fahrradketten und Kugellagern bieten Beschäftigung für die ganze Familie. Zudem ist das Gefährt in unterschiedlichen Ausführungen, Größen und Materialien ausgestellt. Unikate aus den Vereinigten Staaten, Kanada und Holland bereichern die Sammlung.

Maya Halevy, Direktorin des Bloomfield Museums der Wissenschaften, äußerte sich gegenüber „The Jewish Voice NY“: „Wir wollen zeigen, wie Fahrräder in verschiedenen sozialen Kontexten und auch durch gesellschaftliche Veränderungen hindurch unterschiedlich genutzt wurden. Beispielsweise entwickelte die Hippiebewegung der 1970er Jahre in den USA das Mountainbike. In China oder Afrika spielt das Fahrrad ebenfalls eine ganz besondere Rolle in der jeweiligen Gesellschaft.“ Die Konzeption der Ausstellung habe etwa ein Jahr in Anspruch genommen.

Obwohl die Zahl der Elektroräder in den vergangenen Jahren in Jerusalem zugenommen hat, sind diese nicht Teil der Ausstellung. Jedoch ist die Erfindung des Autos von Karl Benz ausgestellt, der einen Motor an ein Dreirad anbrachte.

Die Ausstellung ist Samstag und von Montag bis Donnerstag ganztägig sowie freitags am Vormittag geöffnet und ist noch bis zum April 2018 zu sehen. Danach wird sie in Bremen ausgestellt, bevor sie nach Italien weiterwandert.

Yad Vashem bietet virtuellen Rundgang

Kurz vor Beginn der 20. Makkabiade hat die Familie des polnischstämmigen Moshe Cukierman der Holocaustgedenkstätte eine Sammlung des früheren Fahrradsportlers geschenkt. Darin sind Medaillen, Zeitungsausschnitte, Fotos und Reisetagebücher enthalten. Mit diesen Dokumenten hat die Jerusalemer Holocaustgedenkstätte Yad Vashem folgende Online-Ausstellung eröffnet: „Tagebuch und Momentaufnahmen von Fahrradtouren, die Moshe Cukierman absolvierte“. Sie ist im Rahmen der Reihe „Zeugnis geben - die Geschichten hinter den Ausstellungsstücken der Sammlung von Yad Vashem“ konzipiert. Teil der Sammlung ist eine Mütze, auf der in hebräischer Schrift „Makkabi“ geschrieben steht.

Cukierman war der Kapitän des Fahrradteams des jüdischen Sportvereins Bar Kochba im polnischen Lodz. Außerdem war er im Maccabi-Sportverein von Lodz aktiv. In den 1920er und 30er Jahren gewann er bei mehreren Fahrradrennen Medaillen und hielt seine Routen durch das ganze Land in Tagebüchern fest.

Der gebürtige Pole heiratete 1934 die Athletin Nova Krakowski. Zusammen kamen sie 1935 ins britische Mandatsgebiet Palästina, um an der Makkabiade teilzunehmen. Statt nach Europa zurückzukehren, blieben sie in Palästina. Viele ihrer Familienmitglieder wurden während des Holocausts umgebracht.

Tagebuch gibt Aufschluss

Wie es zu Beginn des 20. Jahrhundert von allen Teilnehmern von Sportwettbewerben gefordert war, musste auch Cukierman sein Reisetagebuch von Behörden der Orte stempeln lassen, die er passierte. Daneben machte er persönliche Notizen und schrieb auch von den Herausforderungen seiner Touren: „Der Regen ist stärker geworden, die Straße ist voller Matsch, ich habe die Stadt Mnichow durchquert. Es ist bereits 19.00 Uhr und Kielce ist noch mehr als 20 Kilometer entfernt. Es gibt einen regelrechten Wolkenbruch, es wird dunkel, die Straße ist matschig und es ist sehr schwer, zu fahren.“ Er schafft die Fahrt schließlich doch noch am gleichen Abend: „Bergauf bin ich gezwungen, vom Fahrrad abzusteigen und zu Fuß zu gehen. Bergab ist die Fahrt so schnell, dass die Räder mich mit Wasser und Matsch vollspritzen. Das ist wirklich schwer auszuhalten. Ich bin nass bis auf die Knochen und steif vor Kälte. In Kielce um 20.30 Uhr angekommen.“

Am 26. August 1928 schreibt er: „Noch 100 Kilometer sind es bis Lodz. Das ist wirklich sehr schade. Darüber bin ich sehr traurig. Trotzdem bin ich sehr dankbar für diese Tour und die Reise im Allgemeinen, weil ich Erfahrungen sammle mit schlechten Wetterbedingungen und damit, wie ich mich in unbekannten Städten und mit fremden Menschen verhalte. Alle meine Erinnerungen und Erfahrungen beschließe ich mit einem Hurra! Lang lebe der Tourismus!“

Später schreibt er: „In Ostrowiec (Wusterwitz) bin ich direkt zum Sportclub ‚Ha Koach‘ gegangen, wo ich Mitglieder kenne. Sie haben mich sehr großzügig aufgenommen und luden mich ein, zum Abendessen und über Nacht zu bleiben.“

Bisher ist die Ausstellung in Englisch, Hebräisch, Französisch und Spanisch verfügbar. In deutscher Sprache gibt es eine Seite, die Bilder mit Erklärungen von „Juden und Sport vor dem Holocaust: eine Retrospektive in Bildern“ zeigt. Die Ausstellung beinhaltet Fotos, Medaillen und Auszüge aus Cukiermans Tagebüchern, die nicht nur Sportbegeisterten eine besondere Geschichte erzählt. Mit der Ausstellung möchte die Holocaustgedenkstätte erinnern an „die Überreste des kulturellen Lebens jüdischer Gemeinschaften, das für Jahrhunderte blühte, bevor es mit dem Holocaust ausgelöscht wurde“.

Von: mh

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Fri, 21 Jul 2017 08:11:00 +0200
<![CDATA[Armee liefert Lebensmittel und Windeln an Syrer]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/07/20/armee-liefert-lebensmittel-und-windeln-an-syrer/ ZEFAT (inn) – Die israelische Armee hat im vergangenen Jahr rund 450.000 Liter Treibstoff an syrische Zivilisten im Golan geliefert. Ausgangspunkt für diese und andere Hilfsaktionen ist die Direktion „Gute Nachbarschaft“, die im Juni 2016 nahe der Grenze zu Syrien errichtet wurde. Sie soll die Unterstützung für die Bevölkerung ausweiten. Nach Einschätzung des Militärs leben rund 200.000 vom Bürgerkrieg betroffene Syrer in Israels unmittelbarer Nachbarschaft.

Am 7. Februar 2013 kamen sieben schwerverwundete Syrer zu einem israelischen Militärposten an der Grenze und baten um Hilfe. Sie wurden im Siv-Krankenhaus in Zefat (Safed) nördlich des Sees Genezareth aufgenommen. Seitdem haben Ärzte in mehreren israelischen Kliniken mehr als 3.000 syrische Bürgerkriegsopfer behandelt. Die Armee hat ein Feldkrankenhaus aufgestellt. Fast jede Nacht treffen neue Patienten in Israel ein. Manche kehren später für eine Weiterbehandlung zurück. Wie die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte am Mittwoch bekanntgaben, wahren sie das Prinzip, sich nicht in die internen Kämpfe in Syrien einzumischen.

Sicherheit und gute Beziehungen

Die Direktion „Gute Nachbarschaft“ hat im August 2016 erstmals konkret geholfen. Seitdem gab es mehr als 120 verschiedene Hilfsaktionen. Neben dem Treibstoff erhielten Syrer 360 Tonnen Lebensmittel und Mehl. Hinzu kamen laut der Mitteilung der Armee 55 Tonnen Kleidung, 12 Tonnen Schuhe und 1.800 Packungen Windeln.

Ein Kommandant der Direktion sagt, es gehe vor allem um Sicherheit – und deshalb auch darum, gute Nachbarschaftsbeziehungen im Golan zu schaffen. Als Armee, die Menschenleben für wertvoller halte als alles andere, habe das israelische Militär die Schrecken nicht schweigend mit ansehen können. „Deshalb reichen wir unseren Nachbarn in den Golanhöhen die Hand.“

Licht und Hoffnung für ein besseres Leben

Die Direktion wurde zusammen mit internationalen Organisationen und privaten Spendern gegründet. Im syrischen Teil des Golan herrsche ein großer Mangel an medizinischer Ausstattung und Medikamenten, heißt es in der Mitteilung der Armee. Oft hätten die Menschen keinen Strom, im Winter gebe es keine Heizung. Sie befänden sich in einem täglichen Kampf ums Überleben.

Ein Oberstleutnant, dessen Brigade Operationen an der Grenze zu Syrien durchführt, wird mit den Worten zitiert: „Die Hilfsaktionen finden fast jede Nacht statt, sehr intensiv und bei jedem Wetter.“ Manchmal gäben die Soldaten Essen an Kinder weiter. Zuweilen gehe es um Medikamente oder medizinische Ausstattung. „Die aufregendste Tätigkeit von allen ist es, Kinder für eine medizinische Behandlung nach Israel herüberzubringen.“ Die Patienten „finden bei uns Licht und Hoffnung auf ein besseres Leben für sie“.

Von: eh

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Thu, 20 Jul 2017 13:44:00 +0200
<![CDATA[Nachrichten vom 20. Juli 2017]]> https://www.israelnetz.com/israelnetz-tv/2017/07/20/nachrichten-vom-20-juli-2017/ Thu, 20 Jul 2017 11:09:00 +0200 <![CDATA[Sportspiele der Freundschaft]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/sport/2017/07/20/sportspiele-der-freundschaft/ JERUSALEM / LATRUN (inn) – Das internationale jüdischen Sportfest, die 20. Maccabiah, ist am Montag mit der Abschlussfeier in Latrun zu Ende gegangen. Wie die Nachrichtenseite „Jewish News Service“ berichtet, kamen insgesamt 7.000 jüdische Athleten aus 80 unterschiedlichen Ländern in Israel zusammen. Für zwei Wochen standen die Spiele ganz unter dem Motto „Höher, Besser, Zusammen“ dafür, positive Verbindungen der Sportler zu Israel aufzubauen.

Die Maccabiah, an der dieses Mal 2.500 israelische Sportler teilnahmen, findet wie die Olympischen Spiele alle vier Jahre statt. Über das ganze Land verteilt kämpften die Athleten in 43 verschiedenen Sportarten um Medaillen. Allein am Fußball nahmen über 1.400 Spieler aus 20 Ländern teil. „Die meisten Föderationen haben den Wettbewerb sehr ernst genommen“, sagte der Leiter der Sportabteilung der Universität in Herzlija, Ilan Kowalsky. Sie hätten nicht drittklassige Schwimmer, Basketballer oder Lacrosse-Spieler geschickt – nur Topathleten.

Spitzensportler der Olympischen Spiele dabei

Zu den bekanntesten Sportlern zählten die israelischen Medaillengewinner der Olympischen Spiele, die Judoka Ori Sasson und Yarden Gerbi, sowie Schwimmstars wie der französische Goldmedaillengewinner Fabien Gilot und der amerikanische Olympiasieger Anthony Ervin. Letzterer holte bei der Maccabiah drei Goldmedaillen.

„Israel ist in einer aktuell komplizierten politischen Lage“, sagte Kowalsky: „Das betrifft zum Beispiel die anti-israelische Resolution der UNESCO, aber auch die beständigen Angriffe der BDS-Bewegung.“ Die Sportler, die für die Maccabiah mit ihren Familien in Israel gewesen seien, erlebten das Land auf eine positive Weise. Sport könne diese positiven Verbindungen zu einem Land herstellen. Gerade, wenn die Athleten in ihrer Heimat Antisemitismus und anti-israelischen Vorurteilen ausgesetzt seien.

Freundschaft vor Medaillenspiegel

Neben dem sportlichen Gedanken stand vor allem im Mittelpunkt, gemeinsam eine gute Zeit zu haben und Freundschaften zu schließen. Bevor die Wettbewerbe begannen, tauschten Sportler untereinander die Mannschaftsjacken ihrer Nationen und sammelten auf diese Weise viel Zubehör der anderen Ländern, um die internationale Freundschaft zu unterstreichen. „Die Atmosphäre untereinander war für mich das Aufregendste“, sagte zum Beispiel der brasilianische Judoka Felipe Zyman. Neue Freundschaften geschlossen zu haben, sei das Beste an der Zeit in Israel gewesen.

Den abschließenden Medaillenspiegel führt Israel an: 196 Medaillen – darunter 73 Goldmedaillen – gewann das Gastgeberland. Platz zwei geht an die USA mit 61 Medaillen. Deutschland holte fünf Medaillen: einmal Gold sowie je zweimal Silber und Bronze.

Von: mm

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Thu, 20 Jul 2017 10:30:00 +0200
<![CDATA[Elor Asaria darf in Hausarrest]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/07/20/elor-asaria-darf-in-hausarrest/ Der israelische Soldat Elor Asaria, der im Januar von einem Militärgericht wegen Totschlags verurteilt wurde, ist jetzt in den Hausarrest entlassen worden. Seine Familie hat ihm zum Empfang in der Stadt Ramle das Haus mit Ballons und Willkommensschildern dekoriert. Er darf das Haus nur in Begleitung eines Familienmitglieds am Schabbat zur Synagoge verlassen. Bei einem Einsatz am 26. März 2016 hatte der Soldat einen am Boden liegenden Palästinenser erschossen, der Minuten davor zwei Soldaten mit einem Messer angegriffen hatte. Nach eigenen Angaben wähnte er sich in Lebensgefahr. Asarias Haftstrafe, zu der er am 4. Januar 2017 verurteilt wurde, beträgt 18 Monate.

Von: mm

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Thu, 20 Jul 2017 09:21:00 +0200
<![CDATA[Abbas kehrt vorzeitig aus China zurück]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/07/20/abbas-kehrt-vorzeitig-aus-china-zurueck/ PEKING (inn) – Der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) Mahmud Abbas verkürzt seinen Aufenthalt in China um einen Tag. Das verkündete er am Mittwoch in Peking bei einer Rede vor der Chinesischen Akademie. Grund dafür sind die Unruhen in Jerusalem wegen aufgestellter Metalldetektoren bei den Zugängen zum Tempelberg. Abbas hält sich seit Montag in China auf.

Die Metalldetektoren sind eine Konsequenz aus dem Terrorangriff am Tempelberg am vergangenen Freitag, bei dem arabische Israelis zwei israelische Sicherheitskräfte getötet hatten. Abbas will sich angesichts der Unruhen, die zahlreiche Verletzte zur Folge hatten, mit palästinensischen Führern in einer Dringlichkeitssitzung beraten. Am Mittwoch verurteilte er „jeglichen Terror“.

In seiner Rede sprach er sich zudem für die Zwei-Staaten-Lösung aus. Er sei offen für trilaterale Gespräche zwischen Israel, China und den Palästinensern. China hatte sich bereit erklärt, ein „Friedens-Symposium“ noch in diesem Jahr abzuhalten. Abbas sprach von „neuen Ideen“, die der chinesische Präsident Xi Jinping bei diesem Thema einbringe.

Von: df

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Thu, 20 Jul 2017 09:13:00 +0200
<![CDATA[Netzsperren sollen digitale Verbrechen eindämmen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/07/19/netzsperren-sollen-digitale-verbrechen-eindaemmen/ JERUSALEM (inn) – Die Knesset hat am Montag ein Gesetz verabschiedet, das Gerichte dazu ermächtigt, Internetseiten mit illegalen Inhalten zu sperren. Es richtet sich nach Aussage der Regierung gegen illegales Glücksspiel, Pädophilie, Prostitution, Drogen und die Verbreitung terroristischer Inhalte. 63 Volksvertreter stimmten dem Gesetzesvorschlag zu, während 10 Knessetabgeordnete mit Nein stimmten. Der israelische Minister für öffentliche Sicherheit, Gilad Erdan, begrüßte den Entschluss des Parlaments: „Wir schließen damit eine Strafverfolgungslücke. Jahrelang hinkte das bestehende Recht der Verschiebung von Straftaten ins Internet hinterher“, sagte er der Onlinezeitung „Times of Israel“.

Eine Internetseite darf nur gesperrt werden, wenn sie maßgeblich zu einer kriminellen Handlung beiträgt oder wenn die Sperrung verhindert, dass Israelis einer Handlung ausgesetzt werden, die in Israel illegal wäre. Kommt ein Gericht zu dieser Ansicht, weist es die Internetanbieter in Israel dazu an, den Zugang zur Seite zu sperren. Die Anbieter sind verpflichtet, dem nachzukommen. Für den Fall, dass sich auch der Betreiber der Webseite in Israel befindet, kann auch die Löschung der Inhalte angeordnet werden.

Einige Menschenrechtsorganisationen weisen auf die Gefahr des Missbrauchs von Netzsperren durch den Staat hin, der zur Einschränkung der Meinungsfreiheit führen könne. Sie setzen auf das Prinzip „Löschen statt Sperren“, was nach Ansicht von Experten erfolgversprechender und gleichzeitig mit weniger Missbrauchsrisiken für die Meinungsfreiheit verbunden. Statt die Seiten in einem Land zu sperren, sind sie dann global nicht mehr verfügbar.

Israelischen Menschenrechtsorganisationen wurde ein Verbandsklagerecht eingeräumt. Sie können damit, ohne selbst von einer Sperrung betroffen zu sein, eine Gerichtsentscheidung in der nächsten Instanz anfechten. Das Gesetz verpflichtet außerdem das Justizministerium, der Knesset eine jährliche Statistik zukommen zu lassen, in der die Gesuche um Sperre mit der Begründung aufgeschlüsselt sind.

Weitere Gesetzesänderungen werden diskutiert

Ebenfalls am Montag debattierte die Knesset in erster Lesung ein Gesetz, das Kunden für 30 Tage von ihrem Mobiltelefonanbieter suspendiert, wenn es Anlass zur Vermutung gibt, dass das Telefon für Kriminalität genutzt wird. Die israelische Politik diskutiert ferner, inwieweit die Sozialen Medien verpflichtet werden können, die Beiträge ihrer Nutzer auf Einhaltung der israelischen Gesetze zu beurteilen.

Von: dsp

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Wed, 19 Jul 2017 14:17:00 +0200
<![CDATA[Jerusalem geht auf ultra-orthodoxe Gemeinschaft zu]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/07/19/jerusalem-geht-auf-ultra-orthodoxe-gemeinschaft-zu/ JERUSALEM (inn) – Der Jerusalemer Bürgermeister Nir Barkat hat mit der ultra-orthodoxen Gemeinschaft der Stadt eine Abmachung getroffen. Sie sagt den Haredim weitere Unterstützungen bei der Wohnsituation zu. Wie die Tageszeitung „Ha'aretz“ berichtet, betrifft das auch Nachbarschaften, in denen ultraorthodoxe mit säkularen Bewohnern zusammenleben. Es geht ebenso um zukünftige ultra-orthodoxe Stadtviertel.

Zu den Ergebnissen der zehnmonatigen Verhandlungen zählen Bildungs- und Gemeinschaftsangebote für Haredim, die in eine überwiegend ultra-orthodoxe Nachbarschaft gezogen sind. Das soll den Zuzug strenggläubiger Jerusalemer forcieren. In Vierteln, wo Haredim unterrepräsentiert sind, werden zum Beispiel zur Unterstützung Vorschul-Kurse angeboten.

Politische Gegner wittern Kalkül

Praktisch bedeutet die Abmachung etwa in der Nachbarschaft Ramot, dass die überwiegend ultra-orthodoxe Bevölkerung noch zunehmen wird. Laut „Ha'aretz“ wird es spezielle Wohnprojekte geben, die auf die Haredim zugeschnitten sind.

Abgeordnete des Stadtparlaments haben Barkat vorgeworfen, die Abmachung mit Blick auf die Bürgermeisterwahl im kommenden Jahr getätigt zu haben. Der Berater des Bürgermeisters für Haredi-Angelegenheiten, Avraham Kreuzer, widersprach: „Es gibt keine politischen Aspekte.“ Aber er gab zu, dass das Abkommen die anstehenden Wahlen „langweilig“ machen würde.

Das Abkommen wertet Vize-Bürgermeister Ofer Berkowitz als Einverständnis Barkats, sich wieder um das Amts des Bürgermeisters zu bewerben. Bislang hat dieser noch keine weitere Kandidatur angekündigt. Berkowitz, der Vorsitzender der größten säkularen Partei im Stadtparlament – „Hit'orerut“ – ist, sieht dadurch eine Kampagne ohne Hindernisse für Barkat. Auf diese Weise gäbe es keinen ultra-orthodoxen Gegenkandidaten: „Das ist eine neue strategische Partnerschaft zwischen Barkat und den aschkenasischen Haredim.“

Autor: mm

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Wed, 19 Jul 2017 13:45:00 +0200
<![CDATA[Orbán: Wir werden Juden schützen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/07/19/orban-wir-werden-juden-schuetzen/ BUDAPEST (inn) – Als erster amtierender israelischer Regierungschef hat Benjamin Netanjahu am Dienstag Ungarn besucht. Mit seinem Amtskollegen Viktor Orbán bekräftigte er den Willen beider Regierungen, die Beziehungen zwischen den Ländern in Wirtschaft, Tourismus, Wissenschaft und Bildung zu stärken.

Zugleich betonte Orbán gegenüber Netanjahu, dass der ungarische Staat die jüdische Gemeinschaft vor Übergriffen schützen werde. „Es gibt ein Erstarken des jüdischen Lebens. Und das ist etwas, worauf wir stolz sind.“ Orbán nahm dabei auch Bezug auf die Zeit des Zweiten Weltkriegs: „Die ungarische Regierung hat in einer vergangenen Zeit einen Fehler begangen, sogar eine Sünde, als sie die jüdischen Bürger Ungarns nicht schützte.“ Dies dürfe „nie wieder“ passieren, stellte Orbán klar.

Erst kurz vor dem Besuch Netanjahus hatte das israelische Außenministerium eine Plakatkampagne der Regierungspartei „Fidesz“ kritisiert, die viele Beobachter als antisemitisch wahrgenommen haben. Auch Juden in Ungarn äußerten sich besorgt. Auf den Plakaten war der in Ungarn geborene amerikanisch-jüdische Investor George Soros zu sehen. Diesem sollten die Ungarn nicht das letzte Lachen überlassen, hieß es dazu. Soros gilt als Kritiker der ungarischen Regierung, unter anderem wegen ihrer Haltung zur Flüchtlingskrise. Allerdings blickt auch Israel skeptisch auf Soros' politischen Einfluss.

Israel als Vorbild

Orbán betonte weiter, Israel habe das Recht, sich selbst zu verteidigen. Diesen Anspruch bezog er auch auf sein Land und sprach damit die Flüchtlingspolitik Ungarns an. „Wir wollen nicht das ethnische Gemisch in unserem Land durch künstlichen äußerlichen Druck ändern. Wir wollen die bleiben, die wir sind, auch wenn ich zugeben muss, dass wir nicht perfekt sind.“

In diesem Sinne sei Israel auch Vorbild. „Erfolgreiche Länder werden in Zukunft diejenigen sein, die ihr nationales Selbstverständnis und Interesse nicht leugnen. (...) Israel lehrt der Welt und uns: Wenn man nicht für etwas kämpft, wird man es verlieren.“

Der ungarische Regierungschef erklärte weiter, im Bereich der Wirtschaft wollten beide Länder auf einen Vorschlag Netanjahus hin weniger den üblichen bürokratischen Weg gehen. Vielmehr solle ein „geschäftsmäßiger oder projektorientierter Zugang“ im Vordergrund stehen. Die vorrangigen Wirtschaftsfelder seien dabei die Hightech- und die Autoindustrie.

Netanjahu für Marktreformen

Netanjahu bedankte sich für den herzlichen Empfang in Budapest ebenso wir für die Versicherung, die jüdische Gemeinschaft zu schützen. Er würdigte Ungarn als das Heimatland des Gründers der zionistischen Bewegung Theodor Herzl: „Es ist vermutlich unvorstellbar, an einen jüdischen Staat, heute den Staat Israel, zu denken, wenn es diesen Mann nicht gegeben hätte, der hier 1860 geboren wurde.“

Der israelische Regierungschef plädierte bei dem Treffen auch für Marktreformen. Bereits vor Jahren habe Orbán ihn um einen Erfahrungsaustausch gebeten. „Seither sind beide Wirtschaften gewachsen, aber wir können mehr erreichen.“ Netanjahu sprach insbesondere den Tourismus an. „Viele Israelis kommen hierher. Ich lade die Ungarn ein, nach Israel zu kommen. Sie haben ein schönes Land. Wir haben ein schönes Land. Wir sollten uns einander besuchen.“

Überraschungsbesuch bei Fußballern

Das weitere Programm in Ungarn für Netanjahu war vielgestaltig. Am Nachmittag legte er am Grab des Unbekannten Soldaten in Budapest einen Kranz nieder. Am Abend traf er sich mit dem ungarischen Präsidenten János Áder im Präsidentenpalast. Außerdem besuchte er noch in Begleitung seiner Frau Sara die Mannschaft von Hapoel Be'er Scheva. Der israelische Fußballmeister bestreitet am Mittwoch das Rückspiel in der 2. Runde der Qualifikation zur Champions League gegen den ungarischen Meister Honvéd Budapest. Das Hinspiel gewannen die Israelis mit 2:1.

Am Mittwoch nahm Netanjahu am Gipfel der Visegrád-Gruppe teil. Der lose politische Verbund besteht aus den Staaten Ungarn, Polen, Slowakei und Tschechien. Gastgeber des Gipfels ist Ungarn.

Kritik an EU

Bei dem Treffen mit den Premierministern der Länder kritisierte Netanjahu die Europäische Union hart – ohne zu wissen, dass Journalisten im Nebenraum mithören konnten. „Ich denke, Europa muss sich entscheiden, ob es leben und blühen möchte oder ob es verwelken und verschwinden möchte“, sagte er laut der Onlinezeitung „Times of Israel“. „Die Wahrheit ist die Wahrheit: sowohl was Europas Sicherheit als auch die wirtschaftliche Zukunft angeht. Beides verlangt eine andere Politik bezüglich Israel.“

Die Europäische Union sei die einzige politische Einheit, die die Beziehungen mit Israel unter Bedingungen stelle, führte Netanjahu weiter aus. „Es ist verrückt. Es ist wirklich verrückt.“ Er bat die anwesenden Premierminister, die EU davon zu überzeugen, alte Vereinbarungen wieder aufzunehmen. Israel hatte die diplomatischen Beziehungen 2015 auf Eis gelegt, nachdem die EU dafür plädiert hatte, Siedlungsprodukte zu kennzeichnen. Unterdessen hat Netanjahu allerdings auch einen Neustart der Beziehungen gefordert.

Von: df

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Wed, 19 Jul 2017 13:36:00 +0200
<![CDATA[Arabisch-israelische Sängerin kritisiert Boykottaufrufe]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2017/07/19/arabisch-israelische-saengerin-kritisiert-boykottaufrufe/ TEL AVIV (inn) – Nasreen Qadri erlangte 2012 in Israel nationale Berühmtheit: Die Sängerin gewann den Fernsehwettbewerb „Ejal Golan ruft Dich“. Seitdem begeistert sie viele mit ihrer orientalisch geprägten Musik. Bei ihren Konzerten ist es ihr ein Anliegen, Brücken zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen zu bauen. Deshalb wendet sie sich gegen jeglichen Israelboykott – und stellt sich auf die Seite der britischen Band Radiohead, die am heutigen Mittwochabend in Tel Aviv auftreten möchte.

In der amerikanischen Zeitschrift „Newsweek“ befasst sich Qadri in einem Meinungsartikel mit den Boykottaufrufen, die unter anderen der britische Regisseur Ken Loach an Radiohead gerichtet hat. Die Araberin spricht von „einem weiteren Versuch, die einzige Demokratie im Nahen Osten zu boykottieren“. Loach hatte die Band aufgefordert, nicht „die Menschenrechtsverletzungen des Landes reinzuwaschen“. Das verletze diejenigen, die Frieden und Toleranz in einer unruhigen Region fördern wollten, schreibt sie. „Dieser Zugang verletzt mich. Ich bin eine muslimische arabische Frau. Ich bin Sängerin.“ Und an diesem Mittwoch werde sie in Tel Aviv mit Radiohead auf der Bühne stehen.

Zu ihrer persönlichen Geschichte merkt die israelische Araberin an: „Ich wurde in Haifa geboren und bin in Lod aufgewachsen – zwei Städte mit einer Mischung von arabischen und jüdischen Gemeinden. Es war nicht immer leicht, aber meine persönliche Erfahrung hat mich gelehrt, dass offener Dialog der einzige Weg ist, um unsere Unterschiede zu überwinden. Seit ich einen Gesangswettbewerb im israelischen Fernsehen gewann, haben meine Musik und meine Geschichte viele in Israel inspiriert, ihre Gemüter und Herzen für arabische Musik und die Kultur meines Volkes zu öffnen.“ Weil sie mit ihrer Musik Grenzen überwinden wolle, habe sie im vergangenen Jahr bei der offiziellen Zeremonie für Israels Unabhängigkeit gesungen – was vor ihr noch kein israelischer Araber getan hatte.

„Boykottbewegung will uns spalten“

In diesem Jahr ist Qadri bereits gemeinsam mit dem jüdischen Sänger Dudu Tassa und Radiohead durch die USA getourt. Diese Tournee sei einer der Höhepunkte ihrer Karriere gewesen – „ein Höhepunkt, bei dem ich mich darauf freue, ihn diese Woche wieder zu besteigen, wenn ich die Bühne mit Radiohead vor einer ausverkauften Menge in Tel Aviv teile“. Auch beim Konzert in Israel werde sie mit Tassa auftreten, um eine Botschaft von Koexistenz „in jede Ecke des Landes“ zu bringen.

Die Muslimin übt scharfe Kritik an der Boykottbewegung: „Diejenigen, die zum Boykott aufrufen, versuchen nur, uns zu spalten. Sie versuchen, die Musik stillzulegen. Ich werde mich daran nicht beteiligen.“ Leider gebe es zu viele Länder im Nahen Osten, in denen ein solches Konzert niemals hätte stattfinden können.

„Ich hatte das Glück, in Israel geboren zu werden", schreibt Qadri zum Abschluss. „Ich bin dankbar für die Möglichkeit, Brücken der Verständigung zu bauen.“

Von: eh

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Wed, 19 Jul 2017 12:07:00 +0200
<![CDATA[Israel protestiert gegen Auftritt des BDS-Gründers Barghuti]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/07/19/israel-protestiert-gegen-auftritt-des-bds-gruenders-barghuti/ Israel hat gegen die Unterstützung des anti-israelischen Aktivisten Omar Barghuti durch den irischen Präsidenten Michael Higgins protestiert. Das berichtete die Onlinezeitung „Times of Israel“ am Dienstag. Higgins hatte den Mitbegründer der Bewegung „Boykott, Desinvestitionen, Sanktionen“ (BDS) am 4. Juli auf dem Irischen Gewerkschaftskongress in Belfast herzlich begrüßt. Barghuti war als Gastredner eingeladen. Die Kongressteilnehmer stimmten für die Unterstützung der Boykottbewegung.

Von: df

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Wed, 19 Jul 2017 10:57:00 +0200
<![CDATA[Gedenken an Anschlag auf israelische Touristen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/07/19/gedenken-an-anschlag-auf-israelische-touristen/ Politiker und Angehörige haben am Dienstag am Flughafen der bulgarischen Stadt Burgas des Terroranschlags vor fünf Jahren gedacht. Dabei hatte ein algerischer Selbstmordattentäter fünf Israelis und einen bulgarischen Busfahrer mit in den Tod gerissen, mehr als 30 Menschen wurden verwundet. Hinter der Tat steckt die radikal-islamische Hisbollah. Bürgermeister Dimitar Nikolow sagte, die Attentäter hätten ihr Ziel verfehlt, denn die bulgarisch-israelischen Beziehungen seien nun noch stärker. Der Prozess gegen die mutmaßlichen Drahtzieher hätte im September beginnen sollen, wurde aber bislang sechsmal verschoben, schreibt die Nachrichtenseite „The Sofia Globe“.

Von: eh

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Wed, 19 Jul 2017 10:57:00 +0200
<![CDATA[Anker erinnert an Flüchtlingsschiff „Exodus“]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/07/19/anker-erinnert-an-fluechtlingsschiff-exodus/ Am Dienstag ist in Haifa das Denkmal, das an das Flüchtlingsschiff „Exodus“ erinnert, eingeweiht worden. Das Denkmal hat die Form eines Ankers, der an die Kontur des Staates Israel angelehnt ist. Unter den Hunderten Anwesenden waren auch 150 Holocaust-Überlebende, die damals mit der Exodus nach Israel gekommen waren. Am 18. Juli 1947 rammten zwei britische Zerstörer das Flüchtlingsschiff, auf dem Holocaust-Überlebende nach Palästina unter britischem Mandat reisten. Drei Menschen wurden bei der Enterung getötet. Das Schiff kam in den Hafen von Haifa. Von dort schickten die Briten die Überlebenden zurück in deutsche Auffanglager. Auch in Deutschland, Frankreich, Italien und den USA gibt es Exodus-Denkmäler. Die Ereignisse wurden einem weltweiten Publikum durch den Roman „Exodus“ von Leon Uris und den gleichnamigen Hollywoodfilm von Otto Preminger bekannt.

Von: mm

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Wed, 19 Jul 2017 10:29:00 +0200
<![CDATA[Anforderungen für Mietwohnungen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/07/18/anforderungen-fuer-mietwohnungen/ Die Knesset hat Montagnacht ein Gesetz zu Mindestanforderungen für Mietwohnungen verabschiedet. Demnach muss sich darin ein abgetrenntes Badezimmer befinden. Die Außentür muss abschließbar sein. Ein funktionsfähiges Abwasser-, Strom- und Lichtsystem ist ebenfalls Bedingung, wie die Tageszeitung „Jerusalem Post“ berichtet. Sonst kann der Vertrag jederzeit gekündigt werden. Vermieter müssen Schäden, die trotz vernünftiger Nutzung entstanden, binnen 30 Tagen reparieren lassen. Das Gesetz bezieht sich auf Mietzeiten zwischen drei Monaten und zehn Jahren.

Von: eh

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Tue, 18 Jul 2017 15:09:00 +0200
<![CDATA[Muslime beten außerhalb des Tempelbergs]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/07/18/muslime-beten-ausserhalb-des-tempelbergs/ JERUSALEM (inn) – Zahlreiche Araber haben am Montag gegen die neuen Sicherheitsschleusen am Tempelberg protestiert. Die islamische Aufsichtsbehörde Wakf rief Muslime dazu auf, nicht durch die Metalldetektoren auf das Gelände zu gehen. Deshalb beteten viele in der Nähe des Löwentors zur Jerusalemer Altstadt. Israel hatte die Detektoren nach dem Anschlag aufgestellt, bei dem am Freitag zwei drusische Polizisten und drei arabisch-israelische Attentäter erschossen worden waren. Ferner wurden zusätzliche Überwachungskameras installiert.

Montagnacht eskalierten die Proteste im Ostjerusalemer Stadtteil Silwan. Palästinenser warfen Molotowcocktails und Felsbrocken auf israelische Sicherheitskräfte. Nach Angaben der Jerusalemer Polizei entstand ein Brand, der jedoch schnell gelöscht wurde. Ein Polizist erlitt leichte Verletzungen durch einen Stein. Auch im Viertel Issawija in Nordjerusalem und beim Löwentor gab es Protestaktionen. Laut der palästinensischen Rettungsorganisation Roter Davidstern wurden insgesamt etwa 50 Palästinenser durch Gummigeschosse und Schläge verletzt.

Der Generalsekretär der „Palästinensischen Nationalen Initiative“, Mustafa Barghuti, sagte der palästinensischen Nachrichtenagentur „Ma'an“, israelische Sicherheitskräfte hätten Beter angegriffen. Unter ihnen seien auch Frauen und Kinder. Die israelische Unterdrückung werde den Willen der Jerusalemer nicht brechen. Er rief alle Palästinenser zur Unterstützung auf. Muslimischen und arabischen Staaten riet er, Israel zu boykottieren, damit es die Aggression gegen Jerusalem und das Al-Aksa-Gelände beende. Der israelische Polizeisprecher Micky Rosenfeld teilte hingegen mit, Sicherheitskräfte hätten Beter am Löwentor fortgeschafft, weil diese die Straße blockierten.

Bennett: Detektoren auch in Mekka

Der israelische Bildungsminister Naftali Bennett bezeichnete die muslimische Reaktion auf die Sicherheitsschleusen als „Sturm im Wasserglas“. Auch jüdische Besucher der Klagemauer und muslimische Besucher der Kaaba in Mekka müssten Metalldetektoren durchqueren, sagte er laut der Onlinezeitung „Times of Israel“.

Premierminister Benjamin Netanjahu äußerte: „Ich verstehe, dass es Unstimmigkeiten bezüglich der Metalldetektoren gibt. Aber wir verstehen auch, dass wir uns in einem weiteren solchen Terrorangriff befinden können und diese Mittel nötig sind, einschließlich der Sicherheitskameras, die wir in dem Gebiet aufstellen wollen.“

Fatah fordert Protest beim Freitagsgebet

Die Fatah rief für Mittwoch zu einem „Tag des Zornes“ gegen die erhöhten israelischen Sicherheitsmaßnahmen in Ostjerusalem auf. Zudem forderte die Partei des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas, Muslime sollten ihre Freitagsgebete an öffentlichen Plätzen in palästinensischen Städten abhalten, um israelische „terroristische Prozeduren“ in Ostjerusalem anzuprangern.

Nach dem Anschlag hatte Israel den Tempelberg zum ersten Mal seit Jahren für alle Besucher gesperrt. Auch die Altstadt wurde zumindest am Freitag abgeriegelt. Seit Sonntag dürfen Muslime den Tempelberg wieder betreten. Für Nichtmuslime wurde das Gelände am Montag wieder geöffnet. Allerdings dürfen sie dort gemäß einer Abmachung zwischen dem Wakf und Israel nicht beten. Der Eingang für Nichtmuslime an der Mughrabi-Rampe ist bereits seit langer Zeit mit einem Metalldetektor ausgestattet.

Unterdessen berichtete die in London ansässige Nachrichtenseite „Elaph", der saudische König Salam Bin Abdulasis al-Saud habe sich persönlich für die Öffnung des Tempelbergs eingesetzt. Er habe über das Weiße Haus in Washington eine Botschaft nach Jerusalem gesandt. Israel möge die Stätte so schnell wie möglich für muslimische Gläubige öffnen. Netanjahu habe geantwortet, dass er nicht die Absicht habe, den 50-jährigen Status quo zu ändern. Er habe offizielle saudische Vertreter eingeladen, den heiligen Komplex zu besuchen, um sich ein Bild von der Lage zu machen, hieß es laut der „Times of Israel“.

Türkei: Israel begeht Verbrechen gegen Menschlichkeit

Die Türkei wiederum kritisierte die israelische Maßnahme am Montag. Regierungssprecher Numan Kurtulmus sagte in Ankara nach einer Kabinettssitzung vor Journalisten, die Schließung des Tempelbergs sei „ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, ein Verbrechen gegen die Religionsfreiheit. Aus Sicht der Menschenrechte ist es völlig inakzeptabel“. Kurtulmus ist auch stellvertretender Premierminister.

Von: eh

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Tue, 18 Jul 2017 14:44:00 +0200
<![CDATA[Netanjahu: Christen sind unsere besten Freunde]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/07/18/netanjahu-christen-sind-unsere-besten-freunde/ WASHINGTON (inn) – Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hat christliche Israel-Unterstützer am Montag als „die besten Freunde Israels auf dieser Erde“ bezeichnet. Auf der Jahreskonferenz der Organisation „Christians United for Israel“ (CUFI), die in Washington stattfand, sagte er, christliche Israel-Freunde stünden dem jüdischen Staat immer zur Seite.

Netanjahu war per Satellit aus der ungarischen Hauptstadt Budapest zugeschaltet, die er derzeit besucht. In seiner zehnminütigen Ansprache betonte er weiter, Jerusalem sei die „ewige Hauptstadt“ Israels. Aus diesem Grund sollten auch die Botschaften dieser Welt in Jerusalem sein. „Ich weiß, dass ich daran glaube, ich weiß, dass Sie daran glauben, und ich danke Ihnen für Ihre Unterstützung.“

Netanjahu: Historische Verbundenheit mit Jerusalem

Die Rede nutzte Netanjahu auch, um an die Eroberung der Jerusalemer Altstadt vor 50 Jahren während des Sechs-Tage-Krieges zu erinnern. Damals erhielten Juden wieder Zugang zum Tempelberg mitsamt der Klagemauer. Er habe damals als 18-Jähriger wie viele andere die Klagemauer aufgesucht. „Ich erinnere mich, als wir diese Steine berührten, waren wir verbunden mit dem Kern unserer Geschichte. Ich weiß, wenn Sie nach Jerusalem kommen, dann spüren Sie dieselbe Verbindung. (...) Und wir spüren diese Verbindung mit Ihnen.“

Vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse im Nahen Osten sprach Netanjahu von einem „Kampf der Zivilisation“. Islamisten wollten Israel zerstören und die Welt erobern. Sie hassten Israel, weil der jüdische Staat für die freiheitliche westliche Welt stehe, die auf dem jüdisch-christlichen Erbe fuße. „Israel ist das Bollwerk der Freiheit im Herzen des Nahen Ostens.“ Zum Abschluss dankte er den Zuhörern für die Unterstützung; er wurde mit stehenden Ovationen verabschiedet.

Pence: Botschaftsumzug kommt

Bei der zweitägigen Veranstaltung sprach auch der US-amerikanische Vizepräsident Mike Pence. Er erklärte, seine Unterstützung für Israel basiere nicht auf politischen Erwägungen. „Meine Leidenschaft für Israel entspringt meinem christlichen Glauben. Die Lieder des Landes und des Volkes Israel waren die Hymnen meiner Jugend. ‚Ich aber und mein Haus‘ beten für den Frieden Jerusalems und aller, die die Stadt ihr Zuhause nennen“, sagte er mit Abwandlung der Bibelstelle Josua 24,16.

Pence sagte weiter, US-Präsident Donald Trump stehe Israel zur Seite in der Verteidigung gemeinsamer Werte wie Freiheit und Demokratie. Er bekräftigte auch, der Umzug der amerikanischen Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem werde kommen. „Ich verspreche Ihnen, der Tag wird kommen, wenn Präsident Donald Trump die amerikanische Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen wird. Es geht nicht um die Frage ob, sondern wann.“

„Christians United for Israel“ gilt mit mehr als zwei Millionen Mitgliedern als die größte pro-israelische Organisation in den Vereinigten Staaten. Der evangelikale Pastor John Hagee hat sie im Jahr 2006 aus einer Vorläufer-Organisation heraus neu gegründet und leitet sie. Die Organisation ist an Universitäten aktiv und versucht auch, Unterstützung für Israel unter Politikern zu gewinnen.

Von: df

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Tue, 18 Jul 2017 14:27:00 +0200
<![CDATA[Folgen nach Umweltkatastrophe noch nicht abzusehen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/wirtschaft/2017/07/18/folgen-nach-umweltkatastrophe-noch-nicht-abzusehen/ BE'ER SCHEVA (inn) – Mehr als zwei Wochen nach der Umweltkatastrophe in der Judäischen Wüste sind noch immer Dutzende Helfer rund um die Uhr im Einsatz, um die Gegend von dem Giftwasser zu befreien. Umweltschützer befürchten, dass es nicht möglich sein wird, das gesamte verseuchte Abwasser abzupumpen.

Durch ein Leck in einem Schmutzwasserreservoir einer Phosphatfabrik waren mehr als 100.000 Kubikmeter säureverseuchtes Wasser in die Umgebung gelangt. In einer Entfernung von bis zu 25 Kilometern sterben Tiere und Pflanzen. Experten sprechen von einer der verheerendsten Umweltkatastrophen in Israel. Es werde Jahre dauern, bis sich die Natur wieder erholt habe. Das bei Wanderern beliebte Gebiet wurde zunächst für mindestens ein Jahr gesperrt.

Das Umweltschutzministerium hat unterdessen gegen den Düngemittelhersteller „Rotem Amfert Negev“ strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet. Die Firma darf das betroffene Schmutzwasserreservoir zudem bis zum Ende der Untersuchungen nicht mehr benutzen. Noch immer ist unklar, warum ein Teil der Beckenmauer eingestürzt ist. Wie die israelische Naturparkbehörde (NPA) mitteilte, kooperiert „Rotem Amfert Negev“ mit den Behörden und bezahlt die Säuberung des Gebietes.

Vom Aussterben bedrohte Tiere getötet

Der Umweltkatastrophe fielen bislang unter anderem Dutzende Füchse, Gazellen und zahlreiche Vögel zum Opfer. Auch acht der vom Aussterben bedrohten nubischen Steinböcke kamen ums Leben. Wie die Onlinezeitung „Times of Israel“ berichtet, lebten vor der Katastrophe nur noch 26 nubische Steinböcke im südlichen Teil der Judäischen Wüste. „Der Tod von acht Steinböcken dieser Population ist ein schwerer Schlag für die Steinbockpopulation in dieser Gegend und insgesamt“, sagte der Leiter für den südlichen Bezirk der NPA, Gilad Gabai.

Die Gegend ist von tiefen und engen Schluchten durchzogen, die nur zu Fuß und selbst dann noch schwer zu erreichen sind. Die Säuberungsarbeiten verzögern sich dadurch immer wieder. In der Zwischenzeit sterben weitere Tiere. Gabai geht davon aus, dass es allein noch zwei Monate dauern werde, bis das vergiftete Wasser aus den erreichbaren Gebieten entfernt ist.

Trinkwassertanks für Tiere

„Es wird lange dauern, bis wir das gesamte Ausmaß dieses Vorfalls verstehen“, erklärte unterdessen Oded Neser vom Umweltschutzministerium. In bis zu 25 Kilometern Entfernung rund um das Leck gebe es mehr als 1.000 vergiftete Wasseransammlungen. Diese bereiteten derzeit die größte Sorge, da sie in der Sommerhitze Anlaufstellen für die Tiere zum Trinken seien.

Das Ministerium habe Tanks mit sauberem Wasser aufgestellt und hoffe, dass die Tiere statt der verseuchten Wasserlöcher diese Quellen nutzten. Es sei nicht möglich, die Tiere durch Zäune vor dem verseuchten Gebiet zu schützen, da diese ihre festen Wanderrouten hätten, erklärt Eilon Adar vom Institut für Wasserforschung der Ben-Gurion-Universität im Negev.

Auch Schwermetalle im Wasser

Laut Adar enthält das säurehaltige Abwasser auch Schwermetalle. „Das Wasser wird von den Pflanzen aufgenommen und die Tiere fressen diese Pflanzen, das wird den Tieren ebenfalls schaden“, fügte der Professor hinzu. Die Katastrophe sei besonders schwerwiegend. Bei anderen Vorfällen hätten die Gegenden innerhalb weniger Wochen gesäubert werden können. Im aktuellen Fall werde es wohl aufgrund des unwegigen Geländes nicht möglich sein, das gesamte verseuchte Wasser zu entfernen. Man sei auf natürliche Fluten angewiesen, die das Gebiet zusätzlich reinigten, dies werde Jahre dauern.

Von: dn

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Tue, 18 Jul 2017 14:01:00 +0200
<![CDATA[U-Boot-Vertrag zwischen Deutschland und Israel verschoben]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/07/18/u-boot-vertrag-zwischen-deutschland-und-israel-verschoben/ Die Unterzeichnung einer Absichtserklärung über den Bau und die Lieferung dreier U-Boote zwischen Deutschland und Israel ist auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Dies berichtet die israelische Tageszeitung „Ha'aretz“ unter Berufung auf eine Quelle aus dem israelischen Nationalen Sicherheitsrat. Eigentlich hätte der israelische Botschafter in Deutschland den Vertrag kommende Woche unterzeichnen sollen. Derzeit laufen bezüglich des U-Boot-Kaufes in Israel staatsanwaltschaftliche Ermittlungen wegen des Verdachts auf Korruption. Mehrere Verdächtige wurden verhaftet und befragt. Unter ihnen ist auch der persönliche Anwalt von Premierminister Benjamin Netanjahu, David Schimron. Der eigentliche Handelsvertrag bleibt von der Verschiebung unberührt.

Von: dsp

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Tue, 18 Jul 2017 12:12:00 +0200
<![CDATA[PA verzichtet auf Siedlungsbaustopp als Vorbedingung]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/07/18/pa-verzichtet-auf-siedlungsbaustopp-als-vorbedingung/ Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) hat die US-Regierung darüber informiert, dass ihre einzige Vorbedingung für Friedensverhandlungen Israels Bekenntnis zur Zweistaatenlösung ist. Das hat der palästinensische Außenminister Rijad al-Maliki gegenüber der chinesischen Nachrichtenagentur „Xinhua“ erklärt, wie die Tageszeitung „Jerusalem Post“ berichtet. Bislang hatte die PA immer einen Siedlungsbaustopp zur Vorbedingung für Gespräche gemacht.

Von: dn

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Tue, 18 Jul 2017 11:10:00 +0200
<![CDATA[Hamas will in Algerien Büro eröffnen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/07/18/hamas-will-in-algerien-buero-eroeffnen/ Die islamistische Hamas hat algerische Behörden um Erlaubnis gebeten, ein Büro in dem nordafrikanischen Land zu eröffnen. Derzeit hält sich Hamas-Sprecher Sami Abu Suhri in der Hauptstadt Algier auf. Das berichtet die Onlinezeitung „Times of Israel“. Führungskräfte der Hamas wohnten bislang in Katar. Infolge der Krise mit arabischen Ländern hat das Emirat sie jedoch gebeten, das Land zu verlassen.

Von: df

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Tue, 18 Jul 2017 11:05:00 +0200
<![CDATA[Jordaniens König verurteilt Terror]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/07/17/jordaniens-koenig-verurteilt-terror/ JERUSALEM (inn) – Jordaniens König Abdullah II. hat den Anschlag am Jerusalemer Tempelberg am Samstag in einem Telefonat mit Israels Premierminister Benjamin Netanjahu verurteilt. Israelische Politiker hatten zuvor befürchtet, die Lage könne eskalieren, wenn arabische Führer den Anschlag nicht kritisierten und stattdessen Israel für den Umgang mit den Angreifern verurteilen. König Abdullah II. forderte Netanjahu in dem Gespräch auf, den Tempelberg wieder zu öffnen.

Das jordanische Parlament hingegen nannte die drei Attentäter „Märtyrer“. Parlamentssprecher Atef Tarawneh sprach in einer Sitzung ein Gebet: „Möge Allah unseren Märtyrern gnädig sein, die unseren reinen Boden gewässert haben.“ Für den „Widerstand“ sei die israelische Besatzung verantwortlich, fügte Tarawneh laut der Onlinezeitung „Times of Israel“ an.

Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas hatte den Anschlag noch am Freitag verurteilt. Neben Abbas und König Abdullah gab auch das Weiße Haus in Washington eine Erklärung ab: „Es darf keine Toleranz für Terrorismus geben“, heißt es darin. Terror müsse auf das Schärfste verurteilt und bekämpft werden.

EU: Keine Rechtfertigung für Terror

Auch die Europäische Union verurteilte den Anschlag. Dieser sei „nicht nur ein Verbrechen gegen Menschen im Dienst, sondern auch eine Entweihung dieser heiligen Stätte“, erklärte Brüssel. Für solch ein Verbrechen oder jeglichen Terror könne es keine Rechtfertigung geben. „Die EU übermittelt den Angehörigen der Opfer dieses Schussattentats ihr Beileid“, heißt es in der Erklärung weiter.

Israels Staatspräsident Reuven Rivlin begrüßte die Reaktionen: „Ich möchte die verantwortlichen Führer in der gesamten Region loben, den König von Jordanien und den Vorsitzenden der Palästinensischen Autonomiebehörde, eingeschlossen, die die Gefahr sehr gut erkannt und mit uns reagiert haben, um die Spannungen abzubauen.“ Das Staatsoberhaupt kritisierte, das Schweigen der anderen arabischen Führungskräfte. „Jeder, der Terror nicht verurteilt, kollaboriert mit ihm“, sagte Rivlin.

Muslime müssen Metall-Detektoren passieren

Als Reaktion auf den Anschlag hatte Israel den Tempelberg zunächst gesperrt. Daraufhin kam es bis in die Nacht zum Samstag zu Zusammenstößen zwischen Muslimen und Sicherheitskräften. Mittlerweile ist das Gelände sowohl für Muslime als auch für Nichtmuslime wieder geöffnet. Allerdings müssen Muslime nun Sicherheitsschleusen mit Metall-Detektoren passieren, wenn sie das Areal betreten wollen. Diese Regelung galt bislang nur für nichtmuslimische Besucher. Zudem hat Israel Überwachungskameras außerhalb des Tempelberges installiert.

Israels Premierminister Netanjahu versicherte unterdessen, dass er den Status quo auf dem Tempelberg auch nach dem Anschlag beibehalten werde. Demnach dürfen Juden die Stätte zwar betreten, dort aber nicht beten.

Waffen auf dem Tempelberg gefunden

Die Polizei geht davon aus, dass der Anschlag mit Waffen ausgeführt wurde, die vor dem Angriff auf dem Gelände des Tempelberges versteckt worden waren. Nach dem Terroranschlag durchsuchte sie das Areal. Dabei seien Dutzende Messer, Schleudern, Knüppel und Blendgranaten sichergestellt worden. Schwere Waffen oder Munition wurden jedoch nicht gefunden. Die Suche sei mit der Islamischen Behörde „Waqf“ koordiniert worden, die die Stätte verwaltet. „Die Polizisten haben ihre Schuhe ausgezogen, bevor sie die Moschee betreten haben, um sicherzugehen, dass sie die Stätte nicht entweihen“, erklärte der Chef der Jerusalemer Polizei Joram Halevi. Im Zusammenhang mit dem Anschlag seien bislang acht verdächtige Personen festgenommen worden.

Die beiden getöteten israelischen Polizisten Haiel Sitawe (30) und Kamil Schna'an (22) wurden am Freitag beigesetzt. Schna'ans Vater, der frühere Knessetabgeordnete Schachiv Schna'an, betonte, die Mörder seines Sohnes stünden nicht für die Mehrheit der Araber in Israel. „Sie sind Fremdimplantate. Wir waren, wir sind und wir werden immer Teil des Staates bleiben. Wir haben Beduinen als Freunde, Tscherkessen, Muslime, Christen und nicht zu vergessen Juden, jüdische Brüder mit denen wir leben. Dieses Land ist unser Land“, sagte der Druse.

Von: dn

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Mon, 17 Jul 2017 14:51:00 +0200
<![CDATA[Israelis und Palästinenser arbeiten gemeinsam]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/07/17/israelis-und-palaestinenser-arbeiten-gemeinsam/ ELON MORE (inn) – Israelische und palästinensische Lokalpolitiker gehen in Zukunft gemeinsam gegen die lebensgefährlichen Sicherheitsmängel der Schnellstraßen im Westjordanland vor. Dazu haben sie eine gemeinsame zivilgesellschaftliche Initiative gegründet.

Im Juni kam es zuletzt zu einer Serie von Unfällen auf der Schnellstraße 60, die vertikal durch Israel verläuft. Schuld an den vielen Verkehrstoten sei vor allem die mangelhafte Qualität und Instandhaltung der Infrastruktur und insbesondere der Straßen, heißt es in einem Bericht der Tageszeitung „Yediot Aharonot“. Als Reaktion darauf gründete nun der Vorsitzende des Regionalrates von Samaria, Jossi Dagan, gemeinsam mit palästinensischen Regionalpolitikern ein Komitee, das sich für sichere Straßen in der Region einsetzt. Auf im Internet verbreiteten Fotos sieht man Dagan mit seinen arabischen Verhandlungspartnern in der Diskussion um die Verbesserung der Sicherheit. „Es gibt hier keinen Unterschied zwischen Juden und Arabern, beide riskieren ihr Leben im Straßenverkehr. Wir nennen Autos schon fahrende Särge“, sagte ein nicht namentlich genannter palästinensischer Vertreter, der kein Mitglied der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) ist.

Alle wollen sicher nach Hause kommen

Dagan stimmte dem zu und ergänzte: „Jeder, der die Straßen in Judäa und Samaria benutzt, ist in Gefahr. Die Infrastruktur ist nicht gut genug. Die Unfälle zu reduzieren und die Beziehungen zu den Arabern zu verbessern, sollte ein wichtiges Interesse des Staates Israel sein.“

In einem ersten Schritt sollen die Autofahrer mit Plakaten auf die schlechten Straßen aufmerksam gemacht werden und so auch politischer Druck aufgebaut werden. Auf den Plakaten steht geschrieben: „Juden und Araber wollen sicher nach Hause kommen!“. Zudem will sich die Initiative dafür einsetzen, dass straßenuntaugliche Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen werden.

Von: dsp

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Mon, 17 Jul 2017 14:32:00 +0200
<![CDATA[Israel liefert den Palästinensern mehr Wasser]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/07/14/israel-liefert-den-palaestinensern-mehr-wasser/ JERUSALEM (inn) – Israelis und Palästinenser haben ein Abkommen geschlossen, wonach Israel jedes Jahr 33 Millionen Kubikmeter Wasser zusätzlich an die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) liefert. Das gab der US-Sondergesandte für internationale Verhandlungen, Jason Greenblatt, am Donnerstag in Jerusalem bekannt. Das Abkommen ist laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“ Teil des lange geplanten gemeinsamen Kanalprojekts zwischen dem Roten Meer und dem Toten Meer.

„Wasser ist ein kostbares Gut im Nahen Osten“, sagte Greenblatt. Nach Angaben der palästinensischen Wasserbehörde wird Israel Ende des Jahres mit dem Verkauf des zusätzlichen Wassers anfangen. Das Kanalprojekt wird in der Fertigstellung noch deutlich länger brauchen. „Präsident Trump hat klar gemacht, dass für ihn ein bleibendes Friedensabkommen zwischen Israel und den Palästinensern oberste Priorität genießt“, sagte Greenblatt.

Abmachung Teil eines größeren Kanal-Projekts

Laut dem Leiter der palästinensischen Wasserbehörde, Masen Ghuneim, sollen von den 33 Millionen Kubikmetern Wasser zehn Millionen in den Gazastreifen transferiert werden. „Dieses Abkommen wird das Leiden der Palästinenser lindern, das durch den Sommerbeginn und die aktuellen Krisen verschlimmert wurde“, sagte Ghuneim. Derzeit seien 97 Prozent des Wassers im Gazastreifen nicht trinkbar, auch dieses Problem soll so gelöst werden.

Die Abmachung vom Donnerstag ist Teil eines größeren trilateralen Vertrags zwischen Israel, den Palästinensern und Jordanien. Dabei geht es um ein 220 Kilometer langes Wasserleitungssystem, das Wasser aus dem Roten Meer ins Tote Meer bringen soll. Alle beteiligten Parteien sollen von dem Projekt profitieren, bei dem es auch das Ziel ist, die Austrocknung des Toten Meeres zu stoppen. Das fließende Wasser wird zusätzlich genutzt, um Strom zu erzeugen. Der Strom wiederum treibt eine Entsalzungsanlage in der jordanischen Stadt Akaba an, die Trinkwasser produziert.

Israels Minister für regionale Zusammenarbeit, Zachi Hanegbi, sagte: „Die Abmachung mit den Palästinensern ermöglicht uns das Rote-Meer-Projekt zu lancieren, was ein essentielles Projekt für Jordanien, Israel und die PA ist.“ Es werde auch dabei helfen, den durch Verdunstung sinkenden Wasserspiegel des Toten Meeres von einem Meter pro Jahr zu stoppen. Die Verhandlungen hätten monatelang gedauert. Wichtig sei gewesen, sich auf die Sache und nicht auf den historischen Hintergrund zu konzentrieren. Umso diskreter Verhandlungen verlaufen, umso aussichtsreicher seien sie, sagte Hanegbi. Der Minister schätzte als Zeitraum weitere vier bis fünf Jahre, bis das Kanalprojekt endgültig abgeschlossen sein wird.

Von: mm

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Fri, 14 Jul 2017 14:11:00 +0200
<![CDATA[Gaza-Gedenken: Israel will sterbliche Überreste zurück]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/07/14/gaza-gedenken-israel-will-sterbliche-ueberreste-zurueck/ JERUSALEM (inn) – Israels Premierminister Benjamin Netanjahu und Staatspräsident Reuven Rivlin haben am Donnerstag an einer Gedenkveranstaltung für den Gaza-Krieg 2014 teilgenommen. Bei der 50-tägigen Operation „Starker Fels“ hatte Israel auf den anhaltenden Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen mit Luftschlägen und schließlich mit einem Einmarsch reagiert. 68 Soldaten und sechs Zivilisten waren damals auf israelischer Seite getötet worden, berichtet die Online-Zeitung „Times of Israel“. Im Gazastreifen wurden rund 2.000 Menschen getötet, über den Anteil an Zivilisten gibt es unterschiedliche Angaben.

„Israel wird seine defensive und offensive Stärke weiter ausbauen“, sagte Netanjahu bei der Gedenkveranstaltung. Schweigen werde auch mit Schweigen beantwortet, aber sobald jemand die Hand gegen Israel erhebe, werde derjenige eine machtvolle Antwort bekommen.

Netanjahu ging auch auf die sterblichen Überreste zweier israelischer Soldaten ein, die sich derzeit in den Händen der Hamas befinden. „Unsere Hingabe, Hadar Goldin und Oron Schaul nach Hause zu holen, ist ungebrochen“, sagte der Premierminister. Von dieser heiligen Mission werde man nicht abrücken, gleiches gelte für die Avraham Mengistu und Hischam al-Sajed, zwei israelische Bürger, die „von einem brutalen Feind im Gazastreifen festgehalten werden“. Die beiden Letztgenannten werden vermutlich von der Hamas gefangengehalten, seitdem sie nach Gaza gelangt sind.

Familien wollen mehr Druck auf Hamas

Rivlin nannte es die „moralische und öffentliche Pflicht“, sich für die Rückgabe der sterblichen Überreste einzusetzen. Dem mittlerweile verstorbenen Vater eines der Opfer habe er dies fest versprochen, und daran halte der Staat Israel fest.

Die Familien der beiden getöteten Israelis setzen sich schon lange dafür ein, dass ihr Anliegen nicht in Vergessenheit gerät. Die Angehörigen von Hadar Goldin veröffentlichten vergangene Woche ein Video, indem gefordert wird, mehr Druck auf die Hamas auszuüben.

Von: mb

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Fri, 14 Jul 2017 12:49:00 +0200
<![CDATA[Zwei Israelis bei Anschlag getötet]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/07/14/zwei-israelis-bei-anschlag-getoetet/ JERUSALEM (inn) – Drei Araber haben am Freitagmorgen nahe des Löwentores in der Jerusalemer Altstadt das Feuer auf israelische Polizisten eröffnet. Dabei wurden zwei Männer getötet, ein weiterer erlitt Verletzungen. Die Angreifer wurden von Sicherheitskräften erschossen.

Wie die Onlinezeitung „Times of Israel“ berichtet, kamen die Terroristen vom Tempelberg auf das Löwentor zugelaufen. Dort feuerten sie Schüsse auf die Polizisten ab und flüchteten zurück auf den Tempelberg. Auf dem Areal wurden sie von Sicherheitskräften erschossen. Ein Video zeigt, wie einer der Täter, der bereits am Boden lag, wieder aufspringt und versucht, einen Polizisten mit einem Messer anzugreifen. Durch weitere Schüsse der Polizei wurde der Angreifer getötet. Der Polizist blieb unverletzt.

Täter waren israelische Araber

Zwei Polizisten wurden bei dem Angriff schwer verwundet. Haiel Sitawe (30) und Kamil Schna'an (22) erlagen im Krankenhaus ihren Verletzungen. Die beiden Israelis stammten aus hauptsächlich von Drusen bewohnten Dörfern im Norden des Landes. Sitawe hiterlässt seine Frau und einen drei Wochen alten Sohn. Schna'an hinterlässt seine Eltern, einen Bruder und drei Schwestern. In der kommenden Woche sollte seine Verlobungsfeier stattfinden.

Bei den Terroristen fanden die Sicherheitskräfte neben dem Messer zwei Maschinenpistolen und eine Pistole. Bei den Angreifern handelt es sich um die israelischen Araber Muhammad Ahmad Muhammad Dschabarin (29), Muhammad Hamad Abdel Latif Dschabarin (19) und Muhammad Ahmad Mafdal Dschabarin (19). Sie stammen aus der Stadt Umm el-Fahem im Norden Israels.

Der Chef der israelischen Polizei, Roni Alscheich, sprach von einem „außergewöhnlichen und extremen“ Anschlag. Während es in der Jerusalemer Altstadt immer wieder Angriffe mit Schusswaffen oder Messern gebe, sei eine Attacke so nahe am Tempelberg äußerst selten. „Eine Schießerei auf dem Tempelberg ist ein ernstes und sehr sensibles Ereignis, es ist diplomatisch und international bedeutend“, sagte Alscheich.

Tempelberg vorerst gesperrt

Nach dem Anschlag sagte der Jerusalemer Polizeichef Joram Halevi das Freitagsgebet auf dem Tempelberg ab. Die Stätte wurde aus Sicherheitsgründen gesperrt. Möglicherweise soll sie nach Waffen durchsucht werden. Auch der Großmufti von Jerusalem, Muhammad Hussein, durfte den Tempelberg nicht betreten. Er forderte Muslime auf, trotz des Verbotes zum Tempelberg zu kommen. „Es gibt keine Macht der Erde, die sie davon abhalten würde, zum Freitagsgebet zur Al-Aksa-Moschee zu kommen“, sagte er vor Ort laut der Tageszeitung „Yediot Aharonot“.

Dem Bericht zufolge hatten zwei der Attentäter etwa drei Stunden vor dem Anschlag ein Foto von sich auf dem Tempelberg auf Facebook veröffentlicht. Dazu schrieben sie: „Das Lachen wird morgen noch schöner sein.“ Etwa eine Stunde vor dem Angriff schrieb einer der Araber: „Danke Allah und genug.“

Abbas verurteilt Anschlag

Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas verurteilte den Anschlag. In einem Telefonat mit Israels Premierminister Benjamin Netanjahu brachte er seine „starke Ablehnung“ zum Ausdruck. Er forderte Israel zugleich auf, die Sperrung des Tempelberges wieder aufzuheben.

Hamas-Sprecher Sami Abu Suhri begrüßte den Anschlag hingegen. Dieser sei eine „natürliche Reaktion auf den israelischen Terror und die Entweihung der Al-Aksa-Moschee“.

Der US-Botschafter in Israel, David Friedman, zeigte sich schockiert und betonte: „Terror muss von allen verurteilt und bekämpft werden. Wir beten für die Opfer.“

Von: dn

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Fri, 14 Jul 2017 11:48:00 +0200
<![CDATA[Israelisch-deutscher Chor eröffnet „Yiddish Summer“ in Weimar]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2017/07/14/israelisch-deutscher-chor-eroeffnet-yiddish-summer-in-weimar/ Am Samstag beginnt zum 17. Mal der „Yiddish Summer“ in Weimar – das nach Angaben des Veranstalters weltweit umfangreichste Festival zur Erforschung, Vermittlung und Weiterentwicklung jiddischer Kultur. Der neu gegründete internationale „Kadya“-Jugendchor eröffnet das Festival: Junge Sängerinnen aus Israel und Deutschland bringen Alan Berns Neuvertonungen von Kadya Molodowskys Gedichten in zahlreichen Sprachen auf die Bühne des „mon ami“ in Weimar. Unter dem Motto „Das andere Israel – ungesehene Diaspora sehen“ soll dann bis zum 12. August ein Begegnungsraum für judäo-arabische, arabische, jiddische und viele weitere Diasporakulturen entstehen.

Von: mb

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Fri, 14 Jul 2017 11:16:00 +0200
<![CDATA[„Volksfront“ kritisiert Hamas und Fatah]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/07/14/volksfront-kritisiert-hamas-und-fatah/ Die terroristisch aktive Politgruppe „Volksfront für die Befreiung Palästinas“ (PFLP) hat am Donnerstag sowohl die Hamas als auch die Fatah wegen gegenseitiger Bestrafungsmaßnahmen kritisiert. Die PFLP verurteilte das Vorgehen der Hamas, Mitglieder der „Palästinensischen Befreiungsorganisation“ (PLO) und des Zentralkomitees der Fatah nicht aus dem Gazastreifen ins Westjordanland reisen zu lassen. „Damit verstößt die Hamas gegen jegliche Rechte der persönlichen Freiheit“, teilte die PFLP mit. Sie kritisierte genauso die „Kollektivbestrafung“ der Palästinenser im Gazastreifen durch die von der Fatah geführte Palästinensische Autonomiebehörde, welche in die aktuelle Elektrizitätskrise in Gaza verwickelt sei.

Von: mm

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Fri, 14 Jul 2017 10:53:00 +0200
<![CDATA[Neue Sicherheitsmaßnahme unterbindet Messerangriffe]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/07/13/neue-sicherheitsmassnahme-unterbindet-messerangriffe/ HEBRON (inn) – Die Anzahl der versuchten Messerangriffe in der Stadt Hebron steigt. Allerdings gibt es weder auf Seiten der israelischen Sicherheitsbeamten, noch auf Seiten der Angreifer Verletzte. Wie die Tageszeitung „Yediot Aharonot“ berichtet, hat das mit einer verbesserten Kontrollmaßnahme an den Übergängen zu tun.

Zwischen April und Juni haben die Sicherheitsbeamten 25 verdächtigte Palästinenser an Übergängen im Westjordanland festgenommen, die Messer mit sich trugen. Vor allem im Fastenmonat Ramadan seien die Zahlen laut dem Militär nach oben geschnellt.

Simple Lösung mit großer Wirkung

Dass niemand dabei verletzt wurde, ist einer Änderung der Judäa-Division zu verdanken, die das Gebiet bei Hebron kontrolliert. Menschen, die einen Checkpoint passieren wollen, müssen dabei jetzt in einen speziellen Raum mit kugel- und bruchsicherem Glas. Ein Apparat kann jetzt nicht nur bestimmen, ob jemand metallene Objekte mit sich trägt, sondern auch, wo genau diese am Körper zu finden sind.

So sind die Soldaten bei einer Durchsuchung nicht mehr darauf angewiesen, ihre eigene Sicherheit in Gefahr zu bringen. Der Soldat steht in einem kleinen Raum nebenan und kann von dort die Körperabtastung kontrollieren. Entdeckt die Abtastung scharfe Objekte wie Messer, bedarf es nur eines Knopfdrucks, der Raum ist verriegelt und der Verdächtige wird anschließend von Sicherheitsbeamten verhört. Das neue Überwachungssystem gibt es jetzt auch auf der palästinensischen Seite beim Grab der Patriarchen.

Das dabei neu installierte Computersystem soll laut dem israelischen Militär auch den Transfer an den Übergängen beschleunigen. Palästinenser mit Einreiseerlaubnissen wie Händler oder Lehrer könnten so leichter identifiziert werden. Die Anzahl der weiterentwickelten Kontrollpunkten in jüdischen Siedlungen soll steigen. Ein verbesserter Checkpoint wird gerade an der Straße gebaut, die zum Eingang der Siedlung Kirijat Arba führt.

Von: mm

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Thu, 13 Jul 2017 14:36:00 +0200
<![CDATA[Unmut über „Schwarze Liste“]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/07/13/unmut-ueber-schwarze-liste/ JERUSALEM (inn) – Die Spannungen zwischen Israel und dem Diaspora-Judentum entzünden sich nicht nur an der Frage eines gemischten Gebetsbereichs an der Klagemauer. Für zusätzlichen Streit sorgt eine Namensliste des israelischen Oberrabbinats, die 160 Rabbiner in der Diaspora disqualifiziert. Verschiedene Medien und Kritiker haben sie als „Schwarze Liste“ bezeichnet.

Im Kern geht es dabei um die Gültigkeit von Zertifikaten, mit denen Personen ihre jüdische Identität belegen, und um die Anerkennung von Übertritten zum Judentum. Die Zertifikate dienen oft als Erlaubnis, nach Israel einzuwandern. Wenn die betroffenen Rabbiner diese ausgestellt haben, oder den Übertritt begleitet haben, erkennt das israelische Rabbinat dies nicht an.

Oberrabbinat: Formale Fehler aussschlaggebend

Ein Sprecher des Oberrabbinats, Kobi Alter, hatte betont, die Liste bedeute keine Verurteilung der Rabbiner. Oft seien schlicht formale Fehler bei der Ausstellung der Zertifikate dafür ausschlaggebend gewesen, den jeweiligen Rabbiner auf die Liste zu setzen. Als Beispiel nannte Alter fehlende Nachweise.

Doch Kritiker sagen, die Liste sei Beleg für den Generalverdacht, den das Oberrabbinat gegenüber jüdischen Gemeinschaften außerhalb Israels hege. Außerdem zeige sie, dass bei dem Anerkennungsverfahren Transparenz fehle. So äußert sich etwa die Organisation „Itim“, die Israelis beim Umgang mit dem „religiösen Establishment“ wie dem Obberrabbinat helfen möchte.

Hoffnung auf Heilungsprozess

Zuletzt hat der aschkenasische Oberrabbiner David Lau versucht, zu beschwichtigen. Der 51-Jährige zeigte sich „geschockt“ über die Liste. Er habe davon nichts gewusst. „Es kann nicht sein, dass ein Mitarbeiter des Obberrabbinats eigenständig entscheidet, ob so eine Liste veröffentlicht wird“, schrieb er am Sonntag in einem Brief an die Generalleitung des Oberrabbinats, die auch für das sephardische Oberrabbinat zuständig ist. Ein Ausschuss formuliere derzeit Kriterien für die Anerkennung ausländischer Rabbiner in Israel, wenn es um die Bestätigung einer jüdischen Identität geht, schrieb Lau weiter.

Zudem traf sich Lau am Dienstag mit einem betroffenen Rabbiner, Jehoschua Fass von der Einwanderer-Organisation „Nefesch B'Nefesch“. Lau versicherte ihm, dass das Obberrabbinat ihn schätze. Fass erklärte danach, er hoffe auf einen Heilungsprozess. „Das Rabbinat sollte als leuchtendes Beispiel für die Einheit und Verbundenheit innerhalb des Judentums dienen, sagte er laut dem Nachrichtendienst „Jewish News Service“.

Ähnliche Worte hatte der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu bezüglich der Klagemauer gefunden. Er beschrieb sie im Februar 2016 als einen Ort, „der das jüdische Volk eigentlich einen sollte“. Nachdem die Regierung jedoch am 25. Juni 2017 Pläne für einen gemischten Gebetsbereich auf Eis gelegt hatte, war der Streit um dieses Vorhaben, das zum Beispiel Reformjuden im Gegensatz zur ultra-orthodoxen Bewegung begrüßen, erneut ausgebrochen.

Von: df

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Thu, 13 Jul 2017 13:54:00 +0200
<![CDATA[Herzog bleibt Oppositionsführer]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/07/13/herzog-bleibt-oppositionsfuehrer/ Isaak Herzog bleibt trotz Verlust des Parteivorsitzes der Arbeitspartei Oppositionsführer in der Knesset. Der neu gewählte Vorsitzende Avi Gabbai gehört der Knesset nicht an und kann diesen Posten nicht übernehmen. Deswegen bat er Herzog darum, das Amt weiterhin zu bekleiden. Herzog versprach Gabbai volle Unterstützung. Als Oppositionsführer verfügt er weiterhin über erweiterten Zugang zu Regierungsinformationen und finanzielle Privilegien. Mahmud Abbas, Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, gratulierte Gabbai unterdessen zur Wahl und tauschte sich in einem ersten Telefongespräch mit dem neuen Parteichef aus.

Von: dsp

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Thu, 13 Jul 2017 13:34:00 +0200
<![CDATA[Einziges Kraftwerk abgeschaltet]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/07/13/einziges-kraftwerk-abgeschaltet/ Weil es keinen Treibstoff mehr gibt, musste am Mittwochabend das einzige Kraftwerk im Gazastreifen erneut abgeschaltet werden. Die Bewohner des Küstenstreifens hatten zuletzt nur noch etwa zwei Stunden am Tag Strom. Vor zwei Wochen hatte Ägypten Lastkraftwagen mit Diesel in das Gebiet geschickt. Dieser ist nun jedoch aufgebraucht. Ägypten hat der Hamas-Regierung am Wochenende aber weitere Diesellieferungen zugesichert. Die Energiekrise geht auf einen Machtkampf zwischen der Hamas und der Fatah des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas zurück. Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) unter Abbas weigert sich, den bislang von Israel nach Gaza gelieferten Strom zu bezahlen. Israel hat die Lieferung auf Bitten der PA gekürzt.

Von: dn

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Thu, 13 Jul 2017 11:58:00 +0200
<![CDATA[Ein Heim für Tiere]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/07/13/ein-heim-fuer-tiere/ DALJAT AL-KARMEL (inn) – Hunderte von Hunden sind in Israel bei den Strafvollzugsbehörden, der Polizei und anderen Sicherheitsabteilungen beschäftigt. Das sind Wach- oder Spürhunde, die zum Beispiel nach Drogen suchen. Wenn sie zu alt für ihre Aufgaben sind, werden einige von ihnen adoptiert oder anderen Behörden unterstellt. Aber durch ihr Sicherheitstraining gelten sie im Alltag als „gefährlich“. Deswegen ist die Vermittlung schwer. Viele dieser Hunde landen auf diese Weise in Hundezwingern, wo sie teilweise auch eingeschläfert werden.

In der vergangenen Woche hat die Strafvollzugsbehörde gemeinsam mit dem Sicherheitsministerium eine Art Altenheim für die Hunde eingeweiht. Der Gebäudekomplex soll laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“ den Tieren einen „ehrenvollen“ Ruhestand gewähren. Diese Pension für die schwierigeren Fälle ist im Damon-Gefängnis bei Daljat al-Karmel eingerichtet worden. Zum Start sind gleich 40 Hunde eingezogen. Die Räumlichkeiten bieten Platz für bis zu 100 Tiere.

Sicherheitsminister: „Haben täglich ihr Leben aufs Spiel gesetzt“

„Die Hunde durchlaufen hier einen Prozess, der sie in ihren ursprünglichen Zustand von dem Training zurückversetzen soll“, sagt der Leiter der Hunde-Einheit, Roj Sohsahni: „Wir reden hier von den gefährlichsten Hunden der Einheit, die jetzt alt sind und durch Demenz teils noch aggressiver geworden sind.“ Adoption sei bei diesen Tieren keine Möglichkeit mehr. Vier Betreuer und ein Veterinär kümmern sich um die Hunde.

„Wir müssen ihnen helfen, das letzte Drittel des Lebens respektvoll beenden zu können“, sagte Sicherheitsminister Gilad Erdan bei der Einweihung des Altenheims. Viele israelische Bürger würden ihr Leben diesen Tiere verdanken, die sich bei der Polizei, der Feuerwehr oder bei den Sicherheitskräften für sie eingesetzt hätten: „Diese Hunde haben täglich ihr Leben für uns aufs Spiel gesetzt.“

Auch Altenheim für Lamas?

Vielleicht plant der israelische Staat demnächst eine ähnliche Unterbringung für seine Lamas. Bislang haben diese schwere Feldausrüstung für die Soldaten transportiert. Wie die Tageszeitung „Ha'aretz“ berichtet, sollen ab September testweise Roboter diese Aufgabe erledigen. Die Lamas dienten vor allem im Zweiten Libanonkrieg im Jahr 2006 als Lastentiere für die Ausrüstung. Schon damals gab es Kritik, die Tiere würden die Truppe ausbremsen.

Ein Vorteil der Lamas im unwegsamen Gelände ist zum Beispiel ihr dickes Fell. Hinter der Wolle können sich laut der deutschen Nachrichtenseite „Bento“ Soldaten verstecken, um nicht von der Wärmebildkamera entdeckt zu werden. Auch seien die Tiere relativ stressresistent. Bei Beschuss oder Granateinschlag blieben die Lamas ruhig.

Die neu konzipierten Infanterieträger-Roboter schleppen dagegen bis zu 500 Kilogramm Ausrüstung. Außerdem sollen sie Soldaten aus Kampfzonen in Sicherheit bringen können. Weiter seien sie in jedem Terrain einsetzbar und aus der Ferne steuerbar. Die Batterien sollen bis zu acht Stunden halten.

Von: mm

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Thu, 13 Jul 2017 11:21:00 +0200
<![CDATA[Angehörige von Terror-Opfern danken EU-Parlamentariern für Protest]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/07/13/angehoerige-von-terror-opfern-danken-eu-parlamentariern-fuer-protest/ Israelische Angehörige von Terror-Opfern haben am Dienstag 17 EU-Abgeordneten schriftlich gedankt. Die Abgeordneten, darunter Parlamentspräsident Antonio Tajani, hatten dagegen protestiert, dass Verwandte von Terroristen bei einer Veranstaltung zum Thema Palästinenser in israelischen Gefängnissen am 6. Juli in Straßburg reden durften. Die Veranstaltung hatte die EU-Parlaments-Delegation für Beziehungen zu „Palästina“ organisiert. Dabei war unter anderen die Frau des mehrfachen Mörders Marwan Barghuti per Video aus Ramallah zugeschaltet.

Von: df

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Thu, 13 Jul 2017 10:56:00 +0200
<![CDATA[Radiohead verteidigt Konzert in Tel Aviv]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2017/07/13/radiohead-verteidigt-konzert-in-tel-aviv/ Der Frontmann der populären britischen Band Radiohead, Thom Yorke, hat die Entscheidung, im Jarkon Park in Tel Aviv am 19. Juli ein Konzert zu spielen, verteidigt. Der britische Regisseur Ken Loach hatte Radiohead in einem Artikel der englischen Tageszeitung „The Independent“ vorgeworfen, nicht dem kulturellen Boykott gegen Israel beizutreten. Am Dienstag schrieb Yorke auf Twitter: „In einem Land ein Konzert zu spielen, bedeutet nicht die Regierung gutzuheißen. Wir geben seit über 20 Jahren unter wechselnden Regierungen Konzerte in Israel. So machen wir es auch in den USA. Wir befürworten Netanjahu genauso wenig wie Trump, trotzdem spielen wir immer noch in Amerika.“

Von: mm

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Thu, 13 Jul 2017 10:54:00 +0200
<![CDATA[Nachrichten vom 13. Juli 2017]]> https://www.israelnetz.com/israelnetz-tv/2017/07/13/nachrichten-vom-13-juli-2017/ Thu, 13 Jul 2017 10:43:00 +0200 <![CDATA[Rücktritt wegen Korruption bei Autonomiebehörde]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/ruecktritt-wegen-korruption-bei-autonomiebehoerde/ RAMALLAH (inn) – Der frühere palästinensische Landwirtschafts- und Sozialminister Schawki al-Issa hat der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) Korruption vorgeworfen. „Dreckige Machenschaften“ seien der Grund für seinen Rücktritt im Oktober 2015 gewesen, schrieb er am Sonntag auf Facebook. Bislang waren die genauen Gründe für seinen Rücktritt unbekannt geblieben.

Das Amt hatte Al-Issa seit Juni 2014 inne. Als Minister sammelte er aber negative Erfahrungen. „Es war nicht möglich oder erlaubt, irgendwelche nützliche Maßnahmen einzuführen, um die Korruption zu veringern oder die Dienstleistungen für unser Volk zu verbessern“, sagte er laut der Onlinezeitung „Times of Israel“.

Sorge um Zusammenhalt

Seinem Facebook-Post fügte Al-Issa auch sein Rücktrittsschreiben bei, das er an Premier Rami Hamdallah gesandt hatte. Dort heißt es: „Ich habe Ihnen mehr als einmal Einzelheiten politischer und finanzieller Korruption gezeigt. Leider wurde nichts unternommen, außer dem, was ich im Anti-Korruptions-Ausschuss versucht habe. Sie sagten immer, dass sie mich in dem unterstützen, was ich tue. Leider hat sich das nicht in der Wirklichkeit niedergeschlagen.“

Auf Facebook schrieb Al-Issa weiter, er habe während seiner Amtszeit nichts öffentlich gesagt, um die von der Hamas und der Fatah gebildete Einheitsregierung nicht zu gefährden. Doch nun sei ihm klar, dass die Einheitsregierung „ein naiver Traum“ gewesen sei. Die Einheitsregierung war im Juni 2015 nach einem Jahr zerbrochen.

Al-Issa beklagte zudem, dass die Autonomiebehörde die Gewaltwelle gegen Israelis nicht eindeutig unterstützt habe. Diese war zum Zeitpunkt seines Rücktritts in ihren Anfängen. Der Palästinenser nannte das Verhalten der PA „opportunistisch“.

Einer Umfrage zufolge ist Korruption in den Palästinensergebieten weit verbreitet. Demnach nehmen 79 Prozent der Palästinenser die Beamten der Autonomiebehörde als korrupt wahr.

Von: df

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Wed, 12 Jul 2017 17:05:00 +0200
<![CDATA[Palästinensische Terrorgruppe lässt sich in Berlin feiern]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/07/12/palaestinensische-terrorgruppe-laesst-sich-in-berlin-feiern/ BERLIN (inn) – Der Verein „Demokratische Komitees Palästinas – Berlin e.V.“ hat am vergangenen Sonntag den 49. Jahrestag der „Volksfront für die Befreiung Palästinas“ (PFLP) gefeiert. Diese wird von der Europäischen Union und den USA als terroristische Gruppe angesehen. Sie verbindet marxistisch-leninistische Elemente mit arabischem Nationalismus. Zuletzt reklamierte die PFLP am 16. Juni einen Terroranschlag in Jerusalem für sich.

Die Feier fand im Verlagsgebäude der linken Tageszeitung „Neues Deutschland“ statt. Im selben Gebäude hat auch die Rosa-Luxemburg-Stiftung ihren Sitz. Der Veranstaltungssaal gehört einer Tochterfirma von „Neues Deutschland Druckerei und Verlags GmbH“, der „GCC Congress Consult“. Bereits im vergangenen Jahr fand eine Feier für die PFLP in dem Gebäude statt. Anfragen von Israelnetz nach der Verantwortung für die Veranstaltung lies die „GCC Congress Consult“ unbeantwortet.

Nicht zum ersten Mal Veranstaltungsort

Noch vor der Feier zogen die Organisatoren Protest auf sich. Laut der Medienbeobachtungsstelle „Mena-Watch“ lehnten sowohl Menschenrechtsorganisationen als auch deutsche Politiker die israelfeindliche Feier ab. Der Sprecher der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe im Deutschen Bundestag, Volker Beck, wandte sich laut einem Bericht des „Tagesspiegels“ direkt an die Veranstalter und forderte die Absage des Abends: „Die PFLP will die Vernichtung Israels durch Terror, dafür gibt es keine Rechtfertigung. Die Veranstaltung einer Organisation, die den Mord an Juden als politisches Mittel sieht, ist untragbar.“

Auch israelische Stimmen meldeten sich zu Wort. Efraim Zuroff, Leiter der Jerusalemer Niederlassung des „Simon-Wiesenthal-Zentrums“, sagte gegenüber der Tageszeitung „Jerusalem Post“: „Die PFLP sollte auf der ganzen Welt keine Veranstaltungen mehr durchführen dürfen. Der Bürgermeister hätte sich distanzieren müssen. Die PFLP hat vielfach unschuldige Zivilisten getötet.“ Die Berliner Behörden wiesen jedoch die Verantwortung für behördliche Maßnahmen von sich. Auch wenn die Organisation auf der EU-Terrorliste steht, berechtige dies nicht zum Eingreifen. Erst ein Verbot durch den Bundesinnenminister könne dies rechtssicher erreichen.

Autor: dsp

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Wed, 12 Jul 2017 15:23:00 +0200
<![CDATA[Amerikaner und Palästinenser verhandeln]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/07/12/amerikaner-und-palaestinenser-verhandeln/ Palästinensische und amerikanische Diplomaten sind am Dienstag in Jerusalem zusammengekommen, um über Entwicklungen im Nahost-Friedensprozess zu diskutieren. Das amerikanische Verhandlungsteam bestand aus dem US-Sondergesandten Jason Greenblatt und dem neuen US-Botschafter in Jerusalem, David Friedman. Das Treffen war zuvor in Ramallah angesetzt, die Palästinenser bestanden aber auf einer Verlegung nach Jerusalem. Grund dafür soll laut der Onlinezeitung „Times of Israel“ der neue Botschafter Friedman sein, der von US-Präsident Donald Trump ernannt wurde. Er zog Kritik der Palästinenser auf sich, weil er dem Siedlungsbau zu wenig kritisch gegenüberstehe.

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Wed, 12 Jul 2017 14:18:00 +0200
<![CDATA[Netanjahu kritisiert irische Haltung zu Palästinensern]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/07/12/netanjahu-kritisiert-irische-haltung-zu-palaestinensern/ JERUSALEM (inn) – Der israelische Premier Benjamin Netanjahu hat bei einem Treffen mit dem irischen Außenminister Simon Coveney in Jerusalem die generelle Position Irlands hinsichtlich der Palästinenser hinterfragt. Netanjahu drückte laut des Büros des Premierministers seine Unzufriedenheit mit Irlands traditioneller Haltung im israelisch-palästinensischen Konflikt aus.

„Ihr Land verurteilt Palästinenser nicht für Hetze oder für die Verherrlichung von Terroristen, die Israelis angegriffen haben“, sagte Netanjahu. Er fragte den irischen Außenminister auch, warum Irland Organisationen unterstützt, die zur Zerstörung Israels aufrufen. Es sei unter vielen europäischen Ländern ein Problem, dass sie den Kern des Konflikts übersähen. „Der Kern ist, dass die Palästinenser die Anerkennung des jüdischen Staates ablehnen“, sagte Netanjahu.

Coveney: Natürlich haben wir verschiedene Standpunkte

Laut der irischen Organisation „Monitor“ gibt Irland mit seiner Entwicklungshilfe Millionen Euro direkt und indirekt an Organisationen, die in Israel, im Westjordanland und im Gazastreifen arbeiten. Darunter befinden sich demnach auch linke Gruppen wie „Al-Haq“, das „palästinensische Zentrum für Menschenrechte“, „Jesch Din“ und „Addameer“.

Coveney nannte das Gespräch mit Netanjahu laut der irischen Online-Zeitung „The Journal“ eine „konstruktive Diskussion“. „Natürlich haben wir deutlich verschiedene Standpunkte in einigen Fragen, aber diese Unterschiede sind ehrlich und offen ausgedrückt“, sagte Coveney. Im Gespräch sei es auch um die Siedlungen, die humanitäre Situation im Gazastreifen und den Friedensprozess im Nahen Osten gegangen.

Palästinensische Flaggen über irischen Kreisverwaltungen

Im Vorfeld seiner Nahostreise hatte sich Coveney im irischen Radio kritischer geäußert: „Ich werde die Möglichkeit nutzen, Irlands Besorgnis über die andauernde Besatzung zum Ausdruck zu bringen und die – bei gleichbleibenden Verhältnissen – trüben Aussichten auf einen gemeinsamen Frieden.“ Vier Kreisverwaltungen in Irland haben in den vergangenen Monaten ihre Solidarität mit den Palästinensern ausgedrückt, indem sie für die Hissung der palästinensischen Flagge über den Kreisgebäuden gestimmt haben. Irland gehört für Israel neben Schweden zu den entschiedensten Kritikern Israels in der Europäischen Union.

Der irische Außenminister Coveney, der vor einem Monat sein Amt antrat, befindet sich seit Montag auf einer Nahostreise. Neben Jerusalem besucht er auch Tel Aviv und Ramallah. Den palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas trifft er am Donnerstag.

Von: mm

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Wed, 12 Jul 2017 13:58:00 +0200
<![CDATA[Israelischer Sicherheitsexperte kommt Schadprogramm auf die Spur]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/wirtschaft/2017/07/12/israelischer-sicherheitsexperte-kommt-schadprogramm-auf-die-spur/ Der Nahrungsmittelriese „Mondelēz“ ist Ende Juni von „Petya“, einem Erpressungstrojaner lahmgelegt worden. Deswegen ging im Werk des Schokoladen-Herstellers „Milka“ in Lörrach tagelang keine Schokolade mehr vom Band. Normalerweise werden hier bis zu 4,5 Millionen Tafeln Schokolade pro Tag produziert. In der Zwischenzeit ist die Produktion wieder angelaufen. Größere Engpässe in den Läden soll es laut Konzernangaben nicht gegeben haben.

Der Schokoriese ist nicht das einzige Opfer eines Hackerangriffs. Die ersten Ziele waren Pharmaunternehmen, die Strahlungsüberwachungs-Zentrale vom havarierten Kernkraftwerk Tschernobyl in der Ukraine, das Kiewer Verkehrssystem, ein Flughafen und diverse Banken. Für den Konsumgüterkonzern „Beiersdorf“ („Nivea“, „Tesa“, „Eucerin“) war die Attacke der folgenschwerste Hackerangriff überhaupt. „Der Angriff wird uns viele Millionen kosten“, zitiert das Nachrichtenmagazin „Stern“ einen nicht genannten Manager des Dax-Konzerns. Weltweit sei in den 17 Fabriken des Unternehmens viereinhalb Tage lang nichts mehr gegangen. Ein US-Krankenhaus wurde auch ein Opfer der Hacker.

Bildschirm mit Handlungsanweisung

Auf Computern, die von diesem massiven Angriff angesteckt wurden, erschien jeweils ein schwarzer Bildschirm mit der Meldung: „Oops, Deine wichtigen Dateien sind verschlüsselt … Deine Dateien sind nicht mehr zugänglich. Vielleicht suchst Du nach einem Weg, um Deine Dateien wiederherzustellen, aber verschwende Deine Zeit nicht. Niemand kann Deine Dateien ohne unsere Entschlüsselungsdienste wiederherstellen.“ Die Nachricht enthielt auch Anweisungen, wie man ein Lösegeld von 300 US-Dollar über das Zahlungssystem „Bitcoin“ zu den Hackern überweist. Weitere virusverseuchte Organisationen waren die britische Werbeagentur WPP, die dänische Reederei „Maersk“ und die russische Ölgesellschaft „Rosneft“.

Bereits am 12. Mai 2017 startete ein großer Cyberangriff mit dem Virus „WannaCry“, bei dem über 230.000 Computer in 150 Ländern infiziert wurden. Es scheint, dass die Verantwortlichen des „Petya“ von den „WannaCry“-Hackern gelernt haben.

Einfache Lösung

Amit Serper, der als Sicherheitsforscher beim israelischen Start-up „Cybereason“ arbeitet, ist dagegen ganz entspannt. Er twitterte schon am 27. Juni: „Ich habe einen Weg gefunden, die Schadsoftware zu stoppen.“ Laut Serper sucht die Schadsoftware nach einer bestimmten Datei auf der lokalen Festplatte und bricht die Verschlüsselungsroutine ab, wenn sie die Datei findet. Um sich zu schützen, muss man also diese Datei einfach herunterladen und ausführen. Die von Serper herausgefundene Möglichkeit, die Ausbreitung des Trojaners zu verhindern, führte gar zu einem Beitrag auf dem amerikanischen Nachrichtensender CNN.

In Israel selbst konnte der Angriff dank Serper leicht abgewehrt werden: Die Israelis sind deshalb so schnell, weil sie gelernt haben, wie Hacker zu denken. Das muss der Rest der Welt offenbar noch lernen. Laut Jacob Benadiba, Verwaltungsleiter in Israel für die irische Unternehmensberatung „Accenture“, investieren nur 17 Prozent der Firmen weltweit in Lösungen für Cybersicherheit, die sie schützen würden. Er prognostiziert, dass „Israel weiterhin den Cybersicherheits-Markt anführen wird. Internationale Konzerne wie ‚Accenture‘ kommen nach Israel, um Experten für Cybersicherheit zu suchen. Wenn Sie die Cybersicherheit aus der Sicht eines Hackers kennen, wissen Sie, wie Sie Ihre kritischen Assets am besten präzise schützen können.“

Von: Ulrich W. Sahm

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Wed, 12 Jul 2017 13:36:00 +0200
<![CDATA[Ägypten entsendet Ärzte-Team]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/07/12/aegypten-entsendet-aerzte-team/ Ägypten will Ärzte in den Gazastreifen entsenden. Das hat die in Gaza regierende Hamas bekannt gegeben. Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) hat in den vergangenen Wochen mehrere Maßnahmen angeordnet, um die Macht der Hamas zurückzudrängen. Unter anderem hat sie das Budget für medizinische Lieferungen nach Gaza eingeschränkt und die Bezahlung des Stroms gekürzt. Am Wochenende hatten sich Hamas-Vertreter in Kairo mit Mitgliedern der ägyptischen Regierung getroffen. Ägypten habe zugesichert, weiterhin Strom nach Gaza zu liefern. Außerdem will eine Ärzte-Delegation in das Gebiet reisen, um eine medizinische Bestandsaufnahme zu machen.

Von: dn

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Wed, 12 Jul 2017 12:05:00 +0200
<![CDATA[Ägypten renoviert Synagoge in Alexandria]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/07/12/aegypten-renoviert-synagoge-in-alexandria/ Israel dankt Ägypten wegen der Entscheidung der Regierung, die Prophet-Elija-Synagoge in Alexandria zu renovieren. Ägypten bringt dafür umgerechnet zwei Millionen Euro auf. Der israelische Botschafter David Govrin sagte, dadurch zeige Ägypten Anerkennung für Minderheiten. Die Anfänge der Synagoge gehen auf das Jahr 1354 zurück. Im Jahr 1850 wurde sie erneuert. Die Synagoge gilt als eine der größten im Nahen Osten. Vor wenigen Monaten musste sie wegen Baufälligkeit geschlossen werden. In ganz Ägypten leben nach aktuellen Schätzungen knapp 20 Juden, die meisten davon in Alexandria.

Von: df

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Wed, 12 Jul 2017 12:03:00 +0200
<![CDATA[Erster veganer Supermarkt in Israel]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/07/12/erster-veganer-supermarkt-in-israel/ Israels erster veganer Supermarkt hat in Tel Aviv seine Türen geöffnet. Er heißt „HaGal Hajarok“, was übersetzt „Grüne Welle“ bedeutet. Die Besitzer Refael Avraham und Ejlon Sakser nahmen sich den Berliner Supermarkt „Veganz“ zum Vorbild. Das Ziel sei es, nur Produkte anzubieten, die nach ethischen Maßstäben ausgewählt sind und bei deren Produktion keine Tiere in jeglicher Form ausgebeutet werden. Das Sortiment umfasst 4.000 verschiedene Produkte. Die Besitzer planen, bis zum Jahr 2018 fünf weitere Supermärkte dieser Art in Israel zu eröffnen.

Von: mm

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Wed, 12 Jul 2017 10:39:00 +0200
<![CDATA[Erstes eigenes palästinensisches Kraftwerk eingeweiht]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/07/11/erstes-eigenes-palaestinensisches-kraftwerk-eingeweiht/ RAMALLAH / DSCHENIN (inn) – Der palästinensische Premierminister Rami Hamdallah hat am Montag das erste eigene palästinensische Stromkraftwerk im nördlichen Westjordanland eröffnet. Es soll im nördlichen Teil des Gebiets den Distrikt Dschenin mit mehr Energie versorgen. Der Südteil nimmt weiterhin die israelische Stromversorgung in Anspruch. Durch die Zusammenarbeit mit Israel war der Bau möglich, berichtet die palästinensische Nachrichtenagentur „Ma‘an“.

Hamdallah sagte in seiner Rede, dass die Eröffnung des Kraftwerks nach Monaten der Bemühungen zwischen den Palästinensern und Israel erfolgte. Die Palästinenser sollen allmählich die Befugnis über den Energiesektor in dem Gebiet erlangen. „Wir fordern, dass Israel beim Erreichen unserer Bemühungen hilft, Stromleitungen und Stationen zu bauen.“ Es solle helfen, den Elektrosektor weiterzuentwickeln und die natürlichen Ressourcen in der Zone C zu nutzen, „um ein erfolgreiches System mit allen Genehmigungen zu erschaffen, das die vier (bestehenden) Kraftwerke verbindet“.

Weniger abhängig von Israel

Der palästinensische Premier dankte zum einen den Projektförderern: der Europäischen Union, Italien, Norwegen, der Behörde der Vereinigten Staaten für internationale Entwicklung (USAID) und der Europäische Investitionsbank. Zum anderen würdigte er Israel, das den Bau erleichtert habe.

Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas und Hamdallah wollen sich auf die Entwicklung des Energiesektors fokussieren, damit sie derzeitigen und zukünftigen Bedürfnissen des lokalen Marktes begegnen können. Sie wollen zudem die Kosten für Elektrizität senken und den Markt weniger abhängig von Israel machen. Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) wolle Privatfirmen ermutigen, in das Geschäft wie auch das der erneuerbaren Energien einzusteigen.

Hamdallah erwähnt Streit von Hamas und Fatah nicht

Auch auf den Gazastreifen, der aktuell mit einer Stromkrise konfrontiert ist – nicht zuletzt auf Wirken der PA –, ging Hamdallah ein. Die Fatah übt Druck auf die Hamas aus, um sie zur Abgabe ihrer Regierungsgewalt in Gaza zu zwingen, indem sie die Stromversorgung des Küstenstreifens verringert hat. Hamdallah sprach über die Schäden der Infrastruktur in Gaza. Daran sei der Rückgang internationaler Gelder schuld. Somit könne sich der Küstenstreifen nicht von den Folgen der kriegerischen Auseinandersetzungen 2014 erholen. Den jahrelangen Streit zwischen Hamas und Fatah thematisierte er jedoch nicht, wie „Ma‘an“ berichtet.

Von: mab

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Tue, 11 Jul 2017 14:28:00 +0200
<![CDATA[Ruandischer Präsident Kagame in Israel]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/07/11/ruandischer-praesident-kagame-in-israel/ JERUSALEM (inn) – Der israelische Staatspräsident Reuven Rivlin hat am Montag seinen ruandischen Amtskollegen Paul Kagame in Jerusalem empfangen. Er betonte dabei, Ruanda und Israel hätten einige Gemeinsamkeiten: Neben einer traumatischen Vergangenheit seien dies auch die Aussichten auf eine blühende Zukunft. „Wir sind zwei Nationen, die die Schrecken des Völkermords verstehen, und wir müssen zeigen, was Menschlichkeit durch Zusammenarbeit und Verstehen erreichen kann.“

Insbesondere lobte Rivlin Kagame für seine Rede, die er im März vor dem „Amerikanisch-Jüdischen Ausschuss für Öffentliche Angelegenheiten“ (AIPAC) gehalten hatte. Dort nannte Kagame Israel ein inspirierendes Vorbild für Ruanda. Rivlin wies auch darauf hin, dass Ruanda bald Mitglied im UN-Menschenrechtsrat ist. „Das ist ein Gremium, das immerzu gegen Israel gerichtet ist, und wir heißen alle willkommen, die bereit sind, für uns zu sprechen.“

Auch der israelische Premier Benjamin Netanjahu war bei dem Treffen zugegen. Er hob Ruandas Haltung bezüglich Israel in internationalen Gremien positiv hervor. „Sie haben bereits einem einfachen Prinzip Ausdruck verliehen: Dass bilaterale Beziehungen in multilateralen Foren ihren Ausdruck finden sollten“, sagte er laut der Onlinezeitung „Times of Israel“.

Kagame: An wirtschaftlicher Zusammenarbeit interessiert

Kagame betonte bei dem Treffen, Ruanda sei an wirtschafllichen Möglichkeiten interessiert. „Wir freuen uns, Delegationen aus dem privaten Sektor willkommen zu heißen und dies in Zukunft noch mehr zu tun.“ Auch die Zusammenarbeit in den Bereichen Technologie, Landwirtschaft, Energie und Sicherheit vertiefe sich.

In einer Unterredung mit Netanjahu betonte Kagame weiter, er fühle sich in Israel „wie zuhause“. Der Staatsbesuch ist auf zwei Tage angelegt. „Wir sind sehr glücklich darüber, von hervorragenden Freunden empfangen worden zu sein, zu denen wir jahrelange Verbindungen haben, und mit denen wir gemeinsame Dinge tun, die für beide Seiten von Bedeutung sind.“

Von: df

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Tue, 11 Jul 2017 13:46:00 +0200