Israelnetz - Neueste Nachrichten https://www.israelnetz.com Nachrichten aus Israel und dem Nahen Osten de https://www.pro-medienmagazin.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif Israelnetz - Neueste Nachrichten https://www.israelnetz.com 18 16 Nachrichten aus Israel und dem Nahen Osten TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Mon, 22 Oct 2018 23:19:28 +0200 <![CDATA[Erstmals Beduinin bei Rettungseinheit der Polizei]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2018/10/22/erstmals-beduinin-bei-rettungseinheit-der-polizei/ Als erste Beduinin hat sich Rana Gevoah einer Rettungseinheit der israelischen Polizei angeschlossen. Sie engagiert sich ehrenamtlich in der „Arad“-Einheit, die für die Wüste Juda zuständig ist. Diese hat pro Jahr etwa 70 Einsätze, schreibt die Zeitung „Yediot Aharonot“. Hauptberuflich leitet die 27-Jährige die Abteilung für Jugendförderung im Regionalrat Al-Kassum im Negev. Ihren Rettungsdienst begann sie als Sanitäterin beim Roten Davidstern. Ihre Familie unterstützt sie: Der Vater „sagte mir, dass er stolz auf mich ist. Denn Leben retten ist aus seiner Sicht der höchste Wert“.

Von: eh

]]>
Mon, 22 Oct 2018 16:45:00 +0200
<![CDATA[Belgischer Gewerkschaftsführer wirft Israel Kindermord vor]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2018/10/22/belgischer-gewerkschaftsfuehrer-wirft-israel-kindermord-vor/ Der Kultursekretär der belgischen Gewerkschaft ACOD, Robrecht Vanderbeeken, hat Israel in einem Meinungsbeitrag beschuldigt, Palästinenser verhungern zu lassen, zu vergiften und ihre Kinder für deren Organe zu töten. Die Kolumne ist laut der Zeitung „Jerusalem Post“ auf der linksgerichteten Nachrichtenseite „De Wereld Morgen“ im August erschienen. Vor wenigen Tagen reichte ein Leser Beschwerde ein beim Interföderalen Zentrum für Chancengleichheit UNIA. Auf die Beschwerde hin entfernte die Nachrichtenseite die Passage über den Organraub, ließ aber die anderen Anschuldigungen gegen Israel online stehen.

Von: mab

]]>
Mon, 22 Oct 2018 16:20:00 +0200
<![CDATA[Überlebende Palästinenser besuchen Opfer von Raketenbeschuss]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2018/10/22/ueberlebende-palaestinenser-besuchen-opfer-von-raketenbeschuss/ BE'ER SCHEVA (inn) – „Das Mädchen aus Gaza, dem eine Rakete der israelischen Armee das Leben zerstört hat, kommt, um eine Familie zu unterstützen, der eine Rakete aus Gaza das Haus zerstört hat.“ Mit diesen Worten leitet der israelische Fernsehsender „Kanal 10“ einen Beitrag über eine besondere Begegnung in der Wüstenhauptstadt Be'er Scheva ein, die geprägt ist von gegenseitiger Anteilnahme und Bewunderung.

Die palästinensische Familie Aman hat Schweres durchgemacht: Im Mai 2006 beschoss die Luftwaffe das Fahrzeug eines Kommandeurs des Palästinensischen Islamischen Dschihad, Mohammed Dahduh, der für zahlreiche Raketenangriffe verantwortlich war und bei dem Beschuss ums Leben kam. Die Amans waren ebenfalls in einem Auto unterwegs. Sie wurden durch Splitter und die Druckwelle in Mitleidenschaft gezogen. Hamdi Aman war damals 28 Jahre alt. Seine 27-jährige Ehefrau Naima, sein siebenjähriger Sohn Muhand, seine 46 Jahre alte Mutter Hanan und sein 33-jähriger Onkel Nahed starben. Tochter Maria, die damals fünf Jahre alt war, erlitt schwere Verletzungen. Hamdi und der zweijährige Sohn Muaman wurden leicht verletzt.

Israel übernahm die Kosten für Marias Behandlung, unter anderem in Tel HaSchomer bei Tel Aviv. Das Mädchen ist vom Hals an abwärts gelähmt. Heute leben die drei in Jerusalem. Trotz der Tragödie sinnen sie nicht auf Rache – im Gegenteil: Als sie erfuhren, dass eine Rakete aus dem Gazastreifen ein Haus in Be'er Scheva zerstört hatte, fuhren die drei am Freitag dorthin, um die betroffene Familie Tamano seelisch zu stärken.

„Wir hörten, was passiert ist, und wir wollten helfen, weil es eine schwierige Situation ist“, sagte die Jugendliche dem israelischen Fernsehsender „Kanal 10“. „Beide Seiten müssen aufhören mit den Kriegen.“ Jedesmal, wenn so etwas passiere, durchlebe sie wieder die Augenblicke, in denen sie damals verletzt wurde.

„Sie haben mein Herz berührt“

Die alleinerziehende Mutter Miri Tamano ist mit ihren drei Söhnen im Alter von acht, neun und zwölf Jahren in einem Hotel untergekommen. Dort suchten die beiden Palästinenser sie auf. Dass die Israelin es geschafft hatte, mitten in der Nacht alle drei Kinder in den Bombenschutzraum zu bringen, bezeichnete Hamdi Aman als inspirierend: „Ich habe keine Worte, um zu beschreiben, was Sie getan haben. Ich war so tief bewegt, dass ich hierher kam, um Sie zu stärken.“ Er übergab der Familie, die ihr Haus verloren hat, Kleider und Schuhe, die sie extra für die Israelis gekauft hatten.

„Sie haben mein Herz berührt“, sagte der Araber. „Sie sind eine wunderbare Frau. Ich denke nicht, dass ich es geschafft hätte, das zu tun, was Sie getan haben. Glückwunsch.“ Tamano entgegnete unter Tränen: „Sie sind diejenigen, die mich berührt haben. Es ist nicht das Offensichtliche.“ Aman sei „sehr nett und sehr menschlich. Ich berühre normalerweise keine Männer, aber ich muss Sie einfach umarmen“.

Armeeangaben zufolge traf die Rakete mit einem etwa 20 Kilogramm schweren Sprengsatz das Wohnhaus in Be'er Scheva am Mittwochmorgen gegen 3.40 Uhr. Miri Tamano war vom Alarm aufgewacht, aus dem Bett gesprungen, hatte schnell ihre Kinder geholt und in den Schutzraum gebracht, bevor das Geschoss einschlug. Dies alles gelang ihr in weniger als einer Minute – ihre Geistesgegenwart hat ihnen das Leben gerettet. Keiner wurde verletzt.

Aman sagte dem Sender: „Gott sei Dank, diese wunderbare Mutter, vor der ich den Hut ziehe und für die ich bete, hat ihre Kinder gerettet. Obwohl jede Fahrt für Maria aufgrund ihrer Behinderung nicht einfach sei, hätten sie sich auf den Weg gemacht – „aus einem echten Willen, zu stärken“, heißt es in dem Beitrag.

Staatliche Unterstützung für obdachlose Familie

Da die Tamanos nun als Terror-Opfer anerkannt sind, können sie Unterstützung aus einem besonderen Fonds der Steuerbehörde beanspruchen. Bereits wenige Stunden nach dem Angriff wurde eine Anfangssumme von umgerechnet rund 2.400 Euro überwiesen. Außerdem deckt der Fonds die Kosten für den Hotelaufenthalt, bis sich eine neue Bleibe findet. Auch wird er den Wiederaufbau des Hauses finanzieren, allerdings dürfte sich das über Monate hinziehen, berichtet „Kanal 10“. Die Jewish Agency hat vorerst rund 950 Euro beigesteuert. Doch die selbstlose Spende der palästinensischen Familie, die eigens aus Jerusalem angereist ist, dürfte den Israelis ebenso kostbar sein.

Von: eh

]]>
Mon, 22 Oct 2018 15:47:00 +0200
<![CDATA[Rabin-Gedenken verläuft giftig]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/10/22/rabin-gedenken-verlaeuft-giftig/ JERUSALEM (inn) – Beim diesjährigen Gedenken der Ermordung Jitzhak Rabins ist ein Streit zwischen der Familie des früheren Regierungschefs und Amtsinhaber Benjamin Netanjahu in den Mittelpunkt gerückt. Die Enkelin Rabins, Noa Rothstein, hatte in ihrer Rede am Sonntag auf dem Jerusalemer Herzlberg den Vorwurf erhoben, ein Sprecher des Büros des Premierministers habe Rabin auf Twitter als „Verräter“ bezeichnet. Wenig später trat Netanjahu bei der Gedenkveranstaltung in der Knesset auf und wies den Vorwurf zurück: Ein Journalist habe sich entsprechend geäußert, jedoch niemand aus dem Büro des Premierministers.

Bereits während der Rothsteins Rede hatte Netanjahu den neben ihm sitzenden Staatspräsidenten Reuven Rivlin gefragt, ob er etwas von einem Tweet wüsste. Dieser zeigte sich, dem Gesichtsausdruck nach zu urteilen, ebenso verwundert wie Netanjahu. Das Büro Netanjahus überprüfte die Angelegenheit umgehend und verwies auf den Tweet des Journalisten. In seiner Rede in der Knesset betonte Netanjahu, Rabin sei kein Verräter, sondern ein „Patriot erster Güte“.

Landesweites Trauma

Rabin wurde am 4. November 1995 von Jigal Amir, einem Jurastudenten der Bar-Ilan-Universität, in Tel Aviv nach einer Kundgebung ermordet. In seiner Amtszeit kam der Oslo-Prozess in Gang. Dem ursprünglichen Plan nach sollte eine zwischenzeitliche palästinensische Autonomie in Teilen des Westjordanlandes in einen palästinensischen Staat münden. Gegen diesen Prozess gab es zahlreiche Proteste in der Bevölkerung. Am 8. August 1995 blockierten Aktivisten zum Beispiel landesweit etwa 80 Kreuzungen.

Die Ermordung Rabins gilt als landesweites Trauma – so betonte es Netanjahu in seiner Rede – und als Rückschlag für den Oslo-Prozess. Mehrmalige Verhandlungen mit den Palästinensern sind gescheitert – zuletzt bemühten sich die USA mit Außenminister John Kerry vor vier Jahren intensiv um eine Einigung.

Von: df

]]>
Mon, 22 Oct 2018 14:52:00 +0200
<![CDATA[Jordanien will Pachtvertrag mit Israel nicht verlängern]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/10/22/jordanien-will-pachtvertrag-mit-israel-nicht-verlaengern/ JERUSALEM / AMMAN (inn) – Israel pachtet in seinem Westen Teile des jordanischen Grenzgebietes. Jordaniens König Abdullah II. plant nun, den Vertrag dazu mit dem Nachbarn auslaufen zu lassen. Das Abkommen über zwei kleine landwirtschaftliche Einheiten war 1994 im Rahmen des Friedensvertrages geschlossen worden. Nun will der Monarch das verpachtete Land wieder nach Jordanien holen, machte er am Sonntag mit einer Erklärung deutlich, aus der die Onlinezeitung „Times of Israel“ zitierte.

Das im Friedensvertrag abgeschlossene Abkommen wolle er im kommenden Jahr beenden. Der Anhang zu dem Vertrag, der Israel die Nutzung der Gebiete gestattet, enthielt eine Erneuerungsklausel nach 25 Jahren. Diese besagt, dass beide Partner die Option haben, das Abkommen nach Ablauf der Zeit aufzugeben. 2019 ist der 25. Jahrestag der Vereinbarung.

Abdullah unter internem Druck

Abdullah erklärte, Jordanien wolle wieder die gesamte Souveränität über Al-Bakura und Al-Ghamr, im Hebräischen Naharajim und Zofar. „Wir üben unsere volle Souveränität über unser Land aus“, sagte er. „Unsere Priorität bei diesen regionalen Umständen ist es, unsere Interessen zu schützen und alles Notwendige für Jordanien und die Jordanier zu tun.“

Konkrete Gründe für die Entscheidung gab er nicht an, aber er sei unter internem Druck, den Pachtvertrag zu beenden. Abdullah erklärte, er habe Israel über seine Entscheidung informiert.

Netanjahu: „Werden Verhandlungen mit Jordanien aufnehmen“

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu betonte am Sonntag die Wichtigkeit des Abkommens zwischen den beiden Staaten. Trotz der Ankündigung des Monarchen sei der israelisch-jordanische Friedensvertrag „eine Vereinbarung des wahren Friedens“.

Weiter erklärte der Premier: „Wir werden Verhandlungen mit Jordanien aufnehmen, um das bestehende Abkommen zu verlängern. Aber die gesamte Vereinbarung aus ihrer umfassenden Perspektive ist wichtig und von großer Bedeutung für beide Länder.“ Er sprach in Jerusalem auf dem Militärfriedhof des Herzl-Berges während einer Gedenkfeier für den ermordeten früheren Premier Jitzhak Rabin. Der Friedensvertrag wurde am 26. Oktober 1994 unterzeichnet von König Hussein von Jordanien, dem damaligen israelischen Premierminister Rabin, dem ehemaligen jordanische Premierminister Abdelsalam al-Madschali und US-Präsident Bill Clinton.

Das Verhältnis zwischen Israel und Jordanien ist angespannt, auch wenn sich im Juni Netanjahu und Abdullah II. trafen. Denn im Juli 2017 hatte ein Wachmann der israelischen Botschaft in Amman einen Jordanier erschossen, der versucht hatte, ihn mit einem Schraubenzieher zu erstechen. Ein weiterer Mann war ins Kreuzfeuer geraten und ebenfalls ums Leben gekommen. Der Vorfall hatte zu einer diplomatischen Krise zwischen den beiden Ländern geführt.

Von: mab

]]>
Mon, 22 Oct 2018 14:50:00 +0200
<![CDATA[Regierung verschiebt Abriss von Chan al-Ahmar]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/10/22/regierung-verschiebt-abriss-von-chan-al-ahmar/ JERUSALEM (inn) – Die israelische Regierung hat den Abriss der illegalen Beduinenansiedlung Chan al-Ahmar verschoben. Das Sicherheitskabinett stimmte am Sonntag einem entsprechenden Vorschlag des Generalstaatsanwaltes Avichai Mandelblit zu. Aus dessen Sicht ist es „rechtlich notwendig“, noch einmal mit den 180 Einwohnern zu verhandeln.

Regierungschef Benjamin Netanjahu betonte, die Ansiedlung – im Grunde eine Ansammlung von Blechhütten – werde in jedem Fall abgerissen. Es gehe lediglich darum, mit den Einwohnern doch noch eine Übereinkunft zu erzielen.

Gegen die Verlängerung der Frist stimmten Bildungsminister Naftali Bennett und Justizministerin Ajelet Schaked. Die beiden Politiker der Partei Jüdisches Haus beriefen sich auf den Rechtsstaat. „In einem Staat, der sich an Recht und Gesetz hält, wird das Gesetz angewandt, auch wenn es Widerspruch oder Drohungen von der internationalen Gemeinschaft gibt“, sagte Bennett laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“.

Die Kompromisse für einen neuen Wohnort lehnen die Einwohner bislang ab. Ein Ort in Abu Dis bei Jerusalem sei etwa zu nahe an einer Müllkippe. Der Anwalt der Beduinen, Taufik Dschabarin, hofft nun, dass sein Vorschlag – eine Verlegung um wenige hundert Meter – mehr Aufmerksamkeit erhält.

Von: df

]]>
Mon, 22 Oct 2018 13:39:00 +0200
<![CDATA[Vor Ort: Beim umstrittenen Beduinen-Dorf Chan al-Ahmar]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/10/22/vor-ort-beim-umstrittenen-beduinen-dorf-chan-al-ahmar/ Von: Jörn Schumacher und Daniel Frick

]]>
Mon, 22 Oct 2018 11:50:00 +0200
<![CDATA[Nigerianischer Separatistenführer gibt an, in Israel zu sein]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/10/22/nigerianischer-separatistenfuehrer-gibt-an-in-israel-zu-sein/ Der vermisste nigerianische Separatistenführer Nnamdie Kanu hat in einem Radiointerview am Sonntag angegeben, dass er sich in Israel befinde. Weiter sagte der Aktivist, er verdanke sein Leben dem jüdischen Staat, berichtet die Onlinezeitung „Times of Israel“. Er ist ein führendes Mitglied einer der verschiedenen biafranischen Separatistenorganisationen, der Bewegung „Indigenous People of Biafra“ (IPOB). Die Republik Biafra erklärte 1967 unter Federführung der Volksgruppe der Igbo die Unabhängigkeit von Nigeria – 1970 wurde sie wieder eingegliedert.

Von: mab

]]>
Mon, 22 Oct 2018 10:33:00 +0200
<![CDATA[Israelische Kritik an B'Tselem-Auftritt in UN-Sicherheitsrat]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/10/19/israelische-kritik-an-btselem-auftritt-in-un-sicherheitsrat/ NEW YORK (inn) – „Sie sind ein erbärmlicher Kollaborateur.“ Mit diesen Worten hat der israelische Botschafter bei den UN, Danny Danon, den Generaldirektor der Organisation „B'Tselem“, Hagai El-Ad, auf Hebräisch beschimpft. Wie die Tageszeitung „Jerusalem Post“ berichtet, trafen die beiden am Donnerstag in einer Debatte des UN-Sicherheitsrat in New York aufeinander. Danon folgte in der Diskussion über den Nahen Osten auf El-Ad, der auf Anfrage von Bolivien dort das erste Mal die Ansichten seiner linken Nichtregierungsorganisation präsentieren durfte. Die rotierende Präsidentschaft des Sicherheitsrates war in diesem Monat auf das südamerikanische Land gefallen.

„Herr El-Ad, Sie sind ein Bürger des Staates Israel, der unseren Gegnern dient“, sagte Danon weiter. „Diese benutzen Sie gegen uns. Israelische Soldaten beschützen Sie, und Sie sind hierher gekommen, um sie zu verunglimpfen. Schande über Ihr Haupt.“ El-Ad hatte im Rat von israelischen Aktivitäten gegen die Palästinenser berichtet. Dabei beschrieb er den Gazastreifen als „Freiluftgefängnis“. Er sprach sich auch gegen die geplante Zerstörung des illegal gebauten Beduinendorfes Chan al-Ahmar im Westjordanland aus.

Die Palästinenser seien keine „grundsätzlichen Gesetzesbrecher“, sagte El-Ad. „Es ist nahezu unmöglich für Palästinenser, Bauerlaubnisse von israelischen Behörden zu erhalten, weil das von Israel etablierte Regime im Westjordanland von der Idee her geplant ist, Siedlern zu dienen und Palästinenser zu enteignen.“ Er rief den UN-Sicherheitsrat auf, das Beduinendorf zu retten.

B'Tselem: Fünf europäische Länder bedankten sich für Rede

El-Ad bezeichnete sich selbst in seinem Beitrag „weder als Verräter noch als Held“: „Die Helden sind die Palästinenser, welche die Besatzung mit Mut und Beharrlichkeit ertragen.“ Er sprach auch direkt den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu an: „Sie werden uns und die Tausenden Israelis nie zum Schweigen bringen, welche den aktuellen Zustand von Überlegenheit und Unterdrückung ablehnen und für eine Zukunft einstehen, die auf Gleichheit, Freiheit und Menschenrechten aufgebaut ist.“ Laut einer Pressemitteilung von B'Tselem haben sich fünf namentlich nicht genannte europäische Länder bei der Organisation für El-Ads Auftritt bedankt.

Netanjahu, der auch das Amt des Außenministers inne hat, reagierte auf El-Ad nach der Debatte in einer Stellungnahme: „Während sich unsere Soldaten darauf vorbereiten, die Sicherheit Israels zu verteidigen, entscheidet sich der Generaldirektor von B'Tselem, eine Rede zu halten, die voller Lügen ist und einen Versuch darstellt, den Gegnern Israels zu helfen.“ Das Verhalten der Nichtregierungsorganisation sei eine „Schande“, die als „kurze und flüchtige Episode in der Geschichte des jüdischen Volkes zurückbleiben“ werde. Die stellvertretende Außenministerin Zippi Hotovely forderte nach El-Ads Rede ein Ende der internationalen Subventionen für „B'Tselem“.

Von: mm

]]>
Fri, 19 Oct 2018 11:34:00 +0200
<![CDATA[Israel verurteilt Schändung von christlichem Friedhof]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2018/10/19/israel-verurteilt-schaendung-von-christlichem-friedhof/ Etwa 30 Grabsteine wurden auf einem christlichen Friedhof in Beit Schemesch beschädigt. Die Mönche des ortsansässigen Klosters entdeckten die Tat am Mittwoch. In den vergangenen Jahren war es im Ort nahe Jerusalem wiederholt zu Vandalismus gekommen. Die Polizei ermittelt wegen eines vermutlichen Hass-Verbrechens. Das israelische Außenministerium hat die Beschädigung verurteilt: „Die Schändung des Friedhofs ist eine verachtenswürdige Tat.“ Israel setze sich für die Bekämpfung von Hass und Intoleranz in jeglicher Form gegenüber anderen Religionen ein.

Von: mm

]]>
Fri, 19 Oct 2018 10:21:00 +0200
<![CDATA[Einreiseverbot für US-Studentin aufgehoben]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2018/10/19/einreiseverbot-fuer-us-studentin-aufgehoben/ JERUSALEM (inn) – Zwei Wochen lang saß die US-Studentin Lara Alqasem am Flughafen in Tel Aviv fest und beharrte auf ihre Einreise nach Israel. Am Donnerstag hat das Oberste Gericht in Jerusalem das Einreiseverbot für die Amerikanerin mit palästinensischen Wurzeln aufgehoben.

Alqasem war am 2. Oktober mit einem Studentenvisum nach Israel gereist. Dort wurde ihr jedoch die Einreise verweigert. Die Behörden verwiesen auf ihre frühere Rolle als Präsidentin der Hochschulgruppe „Studenten für Gerechtigkeit in Palästina“ an der Universität in Florida. Die Gruppe unterstützt die Bewegung BDS (Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen), die den Boykott Israels fordert. Der Anwalt der Studentin betonte, seine Mandantin habe sich mittlerweile öffentlich von den Zielen der Gruppe losgesagt. Vor Gericht hatte Alqasem versichert, sich nicht an BDS-Aktivitäten beteiligen zu wollen.

Wer öffentlich zum Boykott Israels aufruft, darf per Gesetz nicht ins Land einreisen. Gegen das Verbot hatte Alqasem geklagt. Mit Erfolg: Drei Richter am Obersten Gericht in Jerusalem hoben einstimmig eine vorherige Entscheidung des Bezirksgerichts Tel Aviv auf. Der Kampf gegen die BDS-Bewegung sei sehr wichtig, hieß es in dem Urteil. Die Beweise des Staates für anti-israelische Aktivitäten Alqasems seien jedoch nicht ausreichend. Damit darf Alqasem nun ihr Studium an der Hebräischen Universität in Jerusalem aufnehmen.

Alqasems Anwalt sieht in dem Urteil einen „Sieg für die Meinungsfreiheit, die akademische Freiheit und den Rechtsstaat“. Die Hebräische Universität hatte Alqasem unterstützt. In einer Erklärung hieß es, die Hochschule freue sich auf ihre neue Studentin Lara Alqasem.

Israelischer Minister: „Sieg für BDS“

Israels Innenminister Arje Deri kritisierte die Gerichtsentscheidung. Er sagte laut der Tageszeitung „Yediot Aharonot“: „Wo ist unser Nationalstolz? Hätte sie es gewagt, gegen die Vereinigten Staaten zu handeln, während sie dort studieren wollte? Ich werde untersuchen, wie verhindert werden kann, dass dieser Vorfall einen Präzedenzfall schafft.“ Der Minister für Innere Sicherheit, Gilad Erdan, sprach von einem „großen Sieg für BDS“. Er kündigte an, die Lücken im Gesetz zu schließen, damit diejenigen, die dem Staat Israel schaden wollten, nicht einreisen dürfen.

Von: dn

]]>
Fri, 19 Oct 2018 10:12:00 +0200
<![CDATA[USA schließen Konsulat]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/10/19/usa-schliessen-konsulat/ Die USA schließen ihr Konsulat in Jerusalem, das bislang Anlaufstelle für Palästinenser war. Die Einrichtung werde durch eine Abteilung für palästinensische Angelegenheiten in der neuen Jerusalemer Botschaft ersetzt, teilte US-Außenminister Mike Pompeo am Donnerstag in Washington mit. Die Dienstleistungen für die Palästinenser sollen voll aufrecht erhalten bleiben. Zur Begründung hieß es, die USA wollten die Effizienz ihrer Operationen im Ausland steigern. Der Generalsekretär der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), Saeb Erekat, kritisierte die Entscheidung scharf. Er warf den USA vor, zusammen mit Israel an einem „Groß-Israel“ zu arbeiten.

Von: dn

]]>
Fri, 19 Oct 2018 10:11:00 +0200
<![CDATA[Ein kulinarischer Botschafter]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2018/10/19/ein-kulinarischer-botschafter/ Der gebürtige Rheinländer Tom Franz ist zum Judentum konvertiert und nach Israel eingewandert. 2013 gewann er dort die Kochwettbewerbsshow „Masterchef“. Das Finale sahen mehr als 52 Prozent der TV-Zuschauer – es war die bisher zweithöchste Einschaltquote in der israelischen Fernsehgeschichte. In seinem Buch „Sehnsucht Israel. Mein Leben zwischen Kippa, Küche und Koriander“ erzählt der 45-Jährige, wie aus dem Anwalt aus katholischem Elternhaus ein strengreligiöser Jude wurde.

Israelnetz: 2013 haben Sie als Hobbykoch in Israel die beliebte Kochshow „Masterchef“ gewonnen. Wie ist es Ihnen gelungen, als deutscher Konvertit die Herzen der Israelis zu erobern?

Tom Franz: Das ist eine schwierige Frage. Es muss etwas mit Natürlichkeit zu tun haben. Ich war einfach ich selbst. Ich habe aber auch ein lange Geschichte – dadurch, dass ich schon mit 16 ins Land gekommen bin, meinen Zivildienst hier gemacht habe, konvertiert bin, die Sprache gelernt und dann auch noch koscher gekocht habe. Natürlich ist das Kochen wichtig. Aber damit erobert man nicht die Herzen. Was bei einer Castingshow durchkommt, hat mit der Persönlichkeit zu tun. Und das hat irgendwie gepasst – dieses Deutschsein, das ich vermittle oder das noch übrig geblieben ist. Mein Weg nach Israel und zum Judentum wurde als konsequent und aus dem Herzen heraus angenommen. Ich bin nie dafür kritisiert worden. Es war immer ein herzliches Willkommen.

Sie sind ein berühmter Koch in Israel. Was kochen Sie am liebsten?

Ich muss ehrlich sagen, ich koche lieber israelisch als deutsch. Manchmal koche ich aber auch Gerichte nach, die mich an meine Mutter erinnern. Am meisten Spaß macht mir aber das private Kochen für den Schabbat. Das ist jede Woche ein großes Festessen. Ich bin meistens donnerstagabends in der Synagoge für eine Torastunde. Wenn ich dann nach Hause komme, trinke ich einen Kaffee und lege eine Spätschicht ein. Ich fange so um 22, 23 Uhr an und arbeite bis 2 oder 3 Uhr morgens an den ganzen Vorbereitungen für den Schabbat. Das macht mir Riesenspaß – für die Familie kochen, für den Schabbat. Darin gehe ich auf.

Haben Sie ein Lieblings-Schabbatessen?

Bei uns gibt es Tscholent (Eintopf), den kocht meine Frau. Wir bereiten ihn auf die aschkenasische Art zu. Auf der anderen Seite machen wir den Fisch auf die marokkanische Art, in scharfer Soße. Das sind zwei Gerichte, die klassischerweise dabei sind. Dazu kommen viele Salate. Was nicht fehlen darf, sind die Schabbatbrote. Die bäckt meine Frau auch selbst.

In Ihrem Buch schreiben Sie, dass Sie davon träumen, ein Restaurant in Deutschland zu eröffnen. Ist das noch immer Ihr Wunsch?

Ja! Es ist zwar nicht in der konkreten Planung, aber ich habe das noch als Ziel – mit den Gerichten, die ich entwickelt habe. Die also aus der israelischen Küche kommen und die ich auf meine Art interpretiere und auch dem deutschen Gaumen anpasse. Die israelische Küche ist weltweit auf dem Vormarsch. Auch in Deutschland eröffnen immer mehr israelische Restaurants. Durch das koschere Kochen muss es aber bestimmte Voraussetzungen geben. Das Restaurant müsste vielleicht zu einer Gemeinde gehören. Ich habe auf jeden Fall große Lust darauf.

Sie halten die religiösen Gebote des Judentums und tragen Kippa. Auch in Deutschland?

Über die Jahre bin ich tatsächlich frommer geworden. Ich trage diese Symbole konsequenter, auch in Deutschland, wobei ich sie in Israel frei zur Schau trage. Dort laufe ich offen mit Kippa und auch die Schaufäden sieht man. In Deutschland mache ich das anders: Die Schaufäden sind in der Hose und statt Kippa trage ich eine Baseballkappe. Ich fühle mich sonst nicht wohl und man sieht auch kaum Juden, die so herumlaufen, außer Ultra-Orthodoxe. Aber ich mache es im Fernsehen. Wenn ich in einer Fernsehshow eine Kippa auf dem Kopf habe, fühle ich mich sicherer als in einer Einkaufsstraße oder einer Stadt.

In der koscheren Küche gibt es viele Verbote. Gibt es etwas, das Sie vermissen?

Nein. Diese Verbote in der koscheren Küche haben mich nie abgeschreckt. Ich habe angefangen, koscher zu essen, noch bevor ich an Gott geglaubt habe und noch bevor ich realistisch daran dachte, zu konvertieren. Ich habe schon zu Hause, noch bei meinen Eltern, begonnen, den Konsum von Schweinefleisch zu reduzieren, Fleisch nicht mehr mit Milchprodukten zu vermischen. Das waren Dinge, die kamen mir sehr natürlich vor, mir hat nichts gefehlt und ich habe das gerne gemacht. Da fehlt mir auch heute nichts.

Halten Sie sich auch in Deutschland an die Speisevorschriften?

Das ist schwierig. Richtig strikt koscher kann ich in Deutschland nur sehr schwer leben, da fehlt mir die richtige Infrastruktur. Ich kann das bei meinen Eltern zu Hause einigermaßen machen, weil ich mich da mittlerweile richtig eingerichtet habe. Auswärts esse ich vegetarisch, wie das viele Juden im Ausland machen – man verzichtet auf jeden Fall auf Fleisch und auf die Sachen, die nicht zusammengehören.

Könnten Sie sich vorstellen, mir Ihrer Familie in Deutschland zu leben?

Das haben wir uns immer vorstellen können und uns auch gewünscht. Doch inwiefern das noch konkret werden könnte, ist fraglich. Wir haben vier Kinder. Sie sind alle noch sehr jung und besuchen eine religiöse Einrichtung. Ob wir so etwas in Deutschland finden und ob wir so als Familie dort richtig leben wollen? Grundsätzlich schon, aber es gibt auch ein bisschen Skepsis. Vor zehn Jahren habe ich mich in Deutschland wohler gefühlt.

Haben Sie persönlich schlechte Erfahrungen gemacht?

Nein, persönlich habe ich keine schlechten Erfahrungen gemacht. Aber ich bin auch selten über längere Zeit in Deutschland. Ich bin quasi nur auf Reisen, bin bei meinen Eltern, gehe in mein Hotel, mache meine Events und dann fliege ich wieder ab. Ich erlebe keinen Alltag hier.

Sie werden oft als kulinarischer Botschafter und Brückenbauer zwischen Deutschland und Israel bezeichnet. Wie setzen Sie das praktisch um?

Das ergibt sich zum einen, wenn ich in den Medien beider Länder tätig bin. Es hat viel mit Kulinarik zu tun – ich koche oder entwickle Rezepte. Auf der anderen Seite hat es häufig auch mit meinem Lebensweg zu tun. Das Ganze ist also immer eine Botschaft. Wenn ich in Israel koche, dann hat das einen deutschen Einschlag und erzählt meinen Weg aus Deutschland hierher. In Deutschland wollen die Leute meine Lebensgeschichte ebenfalls hören. Also allein dadurch, dass ich der bin, der diesen Lebensweg gegangen ist und der sich mit dieser Art von Kochen beschäftigt, bin ich Botschafter.

Gibt es eine Botschaft, die Sie den Deutschen mit auf den Weg geben möchten?

Wenn ich über Israel oder von der israelischen Küche erzähle, dann wünsche ich mir, dass die Leute, die schon mit Israel zu tun hatten, sich mit Freude daran erinnern. Ansonsten möchte ich Leute dazu animieren, nach Israel zu kommen, sich für Israel zu interessieren und nicht nur Nachrichten zu hören, die oft in irgendeiner Weise gefärbt sind, die selten die Wirklichkeit darstellen und schon gar nicht den Menschen beschreiben, wie das Leben in Israel ist und wie die Menschen sind.Ich habe die Erfahrung gemacht, dass jeder, der nach Israel gekommen ist, sich hier sehr wohl gefühlt hat und mit einem ganz anderen Eindruck zurückgefahren ist. Wenn eine Botschaft da ist, dann auf jeden Fall diese: „Kommt her, lernt das Land kennen und verlasst Euch nicht auf die Nachrichten!“

Diesen Artikel finden Sie auch in der Ausgabe 5/2018 des Israelnetz Magazins. Sie können die Zeitschrift kostenlos und unverbindlich bestellen unter der Telefonnummer 06441/915152, via E-Mail an info@israelnetz.com oder online.

Von: Dana Nowak

]]>
Fri, 19 Oct 2018 08:23:00 +0200
<![CDATA[Lebenserwartung: Israel könnte bis 2040 in die „Top Ten“ aufsteigen]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2018/10/18/lebenserwartung-israel-koennte-bis-2040-in-die-top-ten-aufsteigen/ SEATTLE (inn) – Israelis leben immer länger. Das geht aus einer Studie hervor, die am Dienstag in dem medizinischen Fachmagazin „The Lancet“ veröffentlicht wurde. Demnach könnte Israel bis 2040 in der Lebenserwartung auf Platz sieben von 195 Ländern vorrücken und damit das einzige Land des Nahen Ostens unter den „Top Ten“ sein. In gut 20 Jahren dürfen Israelis im Durchschnitt mit einer Lebenserwartung von 84,4 Jahren rechnen, ermittelten die Forscher. Damit würde sich Israel hinter Spanien (85,8 Jahre), Japan, Singapur, der Schweiz, Portugal und Italien einreihen. Derzeit beträgt die Lebenserwartung im jüdischen Staat 82,1 Jahre (2016), womit Israel den 13. Platz belegt.

Völlig anders stellt sich die Situation bei den Palästinensern dar. Deren Lebenserwartung wird laut Studie bis 2040 zwar ebenfalls steigen – von 71,9 auf 72,2 Jahre. Doch weil für die Welt insgesamt ein Anstieg der Lebensdauer von 73,8 auf 77,7 Jahre vorausgesagt wird, könnten die palästinensischen Gebiete in der Rangfolge aller Länder von Platz 114 auf Platz 152 abrutschen – und damit von allen Ländern am meisten. Saudi-Arabien wiederum könnte von Platz 61 auf Platz 43 vorrücken und Syrien es gar auf Platz 80 (2016: 137) schaffen – vorausgesetzt die kriegerischen Auseinandersetzungen in dem Bürgerkriegsland finden ein Ende. Für Deutsche wird laut „Daily Mail“ eine Lebenserwartung von 83,21 Jahren vorhergesagt (Platz 25; 2016: 80,96).

Als Ursachen eines vorzeitigen Todes werden laut Studie nichtübertragbare, vor allem sogenannte „Lifestyle“-Krankheiten immer entscheidender. Es gebe jedoch „großes Potential, den Abwärtstrend bei der Gesundheit zu verändern“, sagen die Autoren. „Die Zukunft der Gesundheit weltweit ist nicht vorherbestimmt. Es gibt eine Vielzahl möglicher Entwicklungen“, merkte zudem Kyle Forman von der Universität Washington an, der an der Studie leitend mitschrieb. Die Entwicklung hänge von der Qualität des Gesundheitssystems ab.

Von: ser

]]>
Thu, 18 Oct 2018 12:24:00 +0200
<![CDATA[Libanesischer Schönheitskönigin wird Titel aberkannt]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2018/10/18/libanesischer-schoenheitskoenigin-wird-titel-aberkannt/ BEIRUT (inn) – Die Libanesin Salwa Akar hat in ihrem Land den Schönheitswettbewerb „Miss Earth“ gewonnen. Doch nachdem sie mit ihrer Kollegin aus Israel vor der Kamera posierte, wurde ihr der Titel wieder aberkannt.

Akar hatte sich zusammen mit „Miss Earth Israel“, der israelischen Araberin Dana Zreik, fotografieren lassen. Das Foto wurde in Sozialen Medien verbreitet. Daraufhin wurde Akar im Libanon der Titel wieder abgenommen. Der Libanon erkennt den Staat Israel nicht an.

Der arabischsprachige Sprecher aus dem Büro von Israels Premierminister Benjamin Netanjahu, Ofir Gendelman, kritisierte die Aberkennung. Über den Kurznachrichtendienst Twitter forderte er eine Verurteilung der „Apartheid“ im Libanon.

Dies ist nicht der erste Vorfall dieser Art: Unter anderem musste im August 2017 die schwedisch-libanesische Schönheitskönigin Amanda Hanna ihre Krone bei den schwedischen Wahlen zur „Miss Lebanon Emigrant 2017“ wieder abgeben, weil sie im Vorjahr eine Reise nach Israel unternommen hatte.

Der „Miss Earth“-Wettbewerb soll das Bewusstsein für die Umwelt stärken. Die Siegerin wird Botschafterin für den Klimaschutz. Derzeit wird der Schönheitswettbewerb auf den Philippinen ausgetragen. Das Finale ist am 3. November.

Von: dn

]]>
Thu, 18 Oct 2018 11:39:00 +0200
<![CDATA[Nachrichten vom 18. Oktober 2018]]> https://www.israelnetz.com/israelnetz-tv/2018/10/18/nachrichten-vom-18-oktober-2018/ Thu, 18 Oct 2018 10:29:00 +0200 <![CDATA[Zentrum für Künstliche Intelligenz eingeweiht]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/wissenschaft/2018/10/18/zentrum-fuer-kuenstliche-intelligenz-eingeweiht/ Das Technik-Institut der Technion-Universität und die amerikanische Computerfirma Intel haben ein gemeinsames Zentrum für Künstliche Intelligenz in Haifa eingeweiht. Es wird Forschungsprojekte der israelischen Studenten unterstützen, die mit den amerikanischen Forschern zusammenarbeiten. „Das Technion ist die führende Universität in Israel auf dem Feld der Künstlichen Intelligenz“, sagte der Direktor des Zentrums, Schie Mannor. Er habe keine Zweifel, dass die Zusammenarbeit mit Intel signifikante Fortschritte in diesem Bereich bringen werde.

Von: mm

]]>
Thu, 18 Oct 2018 10:22:00 +0200
<![CDATA[Amerikanisch-israelische Chanukka-Briefmarke vorgestellt]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2018/10/18/amerikanisch-israelische-chanukka-briefmarke-vorgestellt/ Vor den jüdischen Chanukka-Feierlichkeiten Anfang Dezember haben die Postämter Israels und der USA eine gemeinsame Briefmarke herausgegeben, die einen Chanukka-Leuchter zeigt. Die Marke wurde am Dienstag in der ältesten Synagoge der USA in Newport vorgestellt. In Jerusalem folgten unter anderem der amerikanische Botschafter David Friedman und der israelische Kommunikationsminister Ajub Kara der Zeremonie, die im Internet übertragen wurde. „Die Briefmarke ist Ausdruck der gemeinsamen Werte und der kulturellen Verbundenheit zwischen den USA und Israel“, sagte Friedman. 1996 hatte es schon einmal eine solche Marke gegeben.

Von: ser

]]>
Thu, 18 Oct 2018 10:13:00 +0200
<![CDATA[Singen für Bedürftige]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2018/10/18/singen-fuer-beduerftige/ REICHENBACH/JERUSALEM (inn) - Besucher einer Suppenküche im Zentrum Jerusalems freuten sich in dieser Woche über eine musikalische Abwechslung. Benjamin Philip, Leiter der Organisation „Hineni“, nennt den Ort „ein humanitäres Restaurant, in das alle eingeladen sind, zu kommen“. Kunden bekommen eine warme kostenlose Mahlzeit gestellt oder zahlen einen symbolischen Preis. Am Dienstag wurden sie zur Mittagszeit von einem Konzert des Chors „LeChaim, zum Leben“ der „Sächsischen Israelfreunde e.V.“ überrascht.

Seit etwa 15 Jahren entsendet der Verein Gruppen von Handwerkern, vorwiegend aus Sachsen, nach Israel, welche Wohnungen und Altersheime von Holocaustüberlebenden sanieren und renovieren. Gegründet wurde der Verein 1998, um Menschen zur Solidarität mit dem jüdischen Staat zu motivieren. „Vor einigen Jahren haben wir diese Räume mit unseren Handwerkern renoviert“, erzählte Michael Sawitzki, der die Handwerkerdienste in Deutschland koordiniert, den Restaurantbesuchern in Jerusalem. Mit dem Verein ‚Hineni’ seien sie schon seit vielen Jahren verbunden, so Sawitzki. „Doch dieses Mal sind wir nach Israel gekommen, um euch mit unseren Liedern zu erfreuen. Es ist eine besondere Freude, diese hier, mitten in Jerusalem, singen zu dürfen.“ Für die etwa 50 Besucher wurde der Handwerker ins Russische und Hebräische übersetzt.

Der Geschäftsführer des Vereins, Wilfried Gotter, berichtete: „Die Gruppe ist eine Woche im Land unterwegs. Es sind 35 Chorsänger, manche von ihnen sind zum ersten Mal in Israel.“ Die Lieder singen sie auf Deutsch und teilweise auf Hebräisch: „Israel soll leben. Wir bringen Frieden euch allen. Schma Israel, Höre Israel“, sind einige davon. Begleitet werden die Sänger von Elektroklavier, Gitarre und Cajón. Zudem begleitet die Berufsgeigerin Alke Schmidt aus Chemnitz die Lieder. Die Chemnitzer Kantorin Maria Koschwitz und Leiterin des LeChaim-Chores, erzählt von einem Lied über Jerusalem, das Gott ihr vor einigen Jahren aufs Herz legte. Damals sei sie noch nie in Jerusalem gewesen, doch auf erstaunliche Weise habe sie sich bereits zu dieser Zeit mit dieser Stadt verbunden gefühlt.

„Warum diese Menschen hier singen, verstehe ich nicht, aber ich finde es großartig.“

Claudia, eine Chorsängerin, ist zum ersten Mal in Israel: „Hier singen zu dürfen, empfinde ich als große Ehre. Auch das Privileg, dass unsere Familien uns haben ziehen lassen. Wir haben so bewegende Begegnungen mit den Menschen.“ Bewegt war auch die Besucherin Veronika. Die Mittsechzigerin war vor 25 Jahren aus Russland nach Israel eingewandert: „Ich wohne allein und komme so gern hier her, weil ich in Gemeinschaft essen kann. Dass wir heute noch ein Konzert von Deutschen bekommen, ist einfach schön.“ Auch Anton, ein Student aus Russland, war von den Deutschen angetan: „Ich komme fast jeden Tag zum Mittagessen hierher, weil ich in der Nähe einen Ulpan besuche. Warum diese Menschen hier singen, verstehe ich nicht, aber ich finde es großartig.“

Philip erklärte den Deutschen nach dem Konzert: „Ich bin Holocaustüberlebender in der zweiten Generation. Mein Vater war in acht Konzentrationslagern. Wenn ihm jemand damals erzählt hätte, dass sein Sohn mal in Israel leben und dort Christen willkommen heißen würde, hätte er jeden für verrückt erklärt.“ Der gebürtige Holländer ist überzeugt: „Dass ich euch hier als Deutsche begrüße, zudem als Ostdeutsche, ist ein Geschenk vom Herrn.“ Der orthodoxe Jude erklärte gerührt: „Gott hat euch dazu bestimmt, hierher zu kommen. Und dass ihr nach Israel kommt, macht euch zu besonderen Menschen.“

Die einwöchige Chorreise endet am 21. Oktober. Außer in Jerusalem gab es Konzerte in Sderot und Hadera. Am Samstag ist ein Abschlusskonzert in Migdal vorgesehen.

Von: mh

]]>
Thu, 18 Oct 2018 09:32:00 +0200
<![CDATA[Israelische Medizintechnikerinnen treffen Großunternehmen in Japan]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/wirtschaft/2018/10/17/israelische-medizintechnikerinnen-treffen-grossunternehmen-in-japan/ Mehrere weibliche Führungskräfte aus der israelischen Medizintechnik-Szene haben sich in Japan mit Repräsentanten der Regierung und großer Unternehmen getroffen. Wie die Tageszeitung „Jerusalem Post“ berichtet, nahmen an den dreitägigen Gesprächen unter anderem Vertreter von Sony, Mitsubishi und Canon, aber auch Frauen aus der Medizinbranche teil. Dabei ging es auch um eine Stärkung der israelisch-japanischen Beziehungen im Bereich der Medizintechnologie sowie um Investitionspartnerschaften und Innovationskooperationen.

Von: ser

]]>
Wed, 17 Oct 2018 14:11:00 +0200
<![CDATA[SodaStream fischt Plastik aus der Karibik]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/wirtschaft/2018/10/17/sodastream-fischt-plastik-aus-der-karibik/ TEGUCIGALPA (inn) – Das israelische Unternehmen SodaStream hat vor der Küste der honduranischen Insel Roatán eine groß angelegte Aktion gestartet, um Plastikmüll aus den Gewässern der Karibik zu fischen. Dabei kam zunächst probeweise auch ein Meeresfahrzeug mit dem Namen „Holy Turtle“ (Heilige Schildkröte) zum Einsatz, dessen Idee an Systeme zur Eindämmung von Ölteppichen angelehnt ist.

Laut SodaStream ist die „Holy Turtle“ ein rund 305 Meter langes schwimmendes Gefährt, das von zwei Schiffen geschleppt wird. Sie wurde von einer Firma in Florida speziell dafür entwickelt, große Mengen an Plastik aus dem Wasser zu sammeln.

An weiteren Reinigungsaktionen nahmen neben 150 SodaStream-Führungskräften, internationalen Umweltspezialisten und Vertretern einer Nichtregierungsorganisation sowie der honduranischen Regierung auch zahlreiche Schüler aus sieben ortsansässigen Schulen teil. Sie entfernten auch per Hand Müll aus dem Wasser und von Stränden. Das eingesammelte Plastik soll für eine Ausstellung genutzt werden, um mehr Menschen auf die Problematik aufmerksam zu machen.

„Es ist Zeit für einen Wandel“

Inspiriert wurde die Aktion von einem in dem britischen Sender BBC ausgestrahlten Video, das die Plastikproblematik mit Bildern thematisiert. „Wir können nicht sämtliche Plastikabfälle auf unserem Planeten beseitigen. Aber wir alle müssen tun, was in unserer Macht steht“, sagte SodaStream-Chef Daniel Birnbaum dazu. „Wir müssen alle an einem Strang ziehen, um die Verwendung von Einweg-Kunststoffen zu reduzieren und uns verpflichten, unsere Gewohnheiten zu ändern und auf Mehrweg und Recycling zu setzen. Die Sache liegt in unserer Hand.“ Laut SodaStream handelt es sich um den ersten bekannten „handfesten Einsatz eines kommerziellen Unternehmens, aktiv selbst mit anzupacken“. „Es ist Zeit für einen Wandel“, heißt es auf einer eigens eingerichteten Webseite.

SodaStream ist ein in Tel Aviv ansässiges Unternehmen, das unter anderem in der Negev-Wüste produziert. Es stellt Geräte her, mit denen normales Leitungswasser mit Kohlensäure versetzt werden kann. Die dabei genutzten Flaschen sind wiederverwendbar. Im August hatte das amerikanische Unternehmen PepsiCo eine Übernahme von SodaStream für umgerechnet rund 2,8 Milliarden Euro bekannt gegeben.

Von: ser

]]>
Wed, 17 Oct 2018 13:08:00 +0200
<![CDATA[Rakete aus Gaza beschädigt Haus in Be'er Scheva]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2018/10/17/rakete-aus-gaza-beschaedigt-haus-in-beer-scheva/ BE'ER SCHEVA / GAZA (inn) – In der Nacht zum Mittwoch ist eine Rakete der Hamas in der südisraelischen Stadt Be'er Scheva explodiert. Sie zerstörte ein zweistöckiges Haus. Durch die Druckwelle gab es auch Schäden an benachbarten Häusern. Es stellte sich heraus, dass es sich um eine 220 mm-Rakete aus Eigenbau der Hamas handelte, und nicht um eine „Grad-Rakete“, wie ursprünglich vermutet.

Ihr Gefechtskopf enthielt nach Angaben israelischer Experten etwa 20 Kilogramm Sprengstoff. In dem zerstörten Haus wurden sechs Menschen leicht verletzt. Nach dem Sirenenalarm um 3:30 Uhr hatte die in dem Haus lebende Mutter gerade noch rechtzeitig ihre Kinder aus den Betten geholt und in den Sicherheitsraum im ersten Stockwerk bringen können. Dabei habe sie sich verletzt. Wegen des Raketenangriffs auf die Stadt wurde beschlossen, dass am Mittwoch der Schulunterricht ausfallen werde. Rettungskräfte behandelten und evakuierten insgesamt neun Zivilisten, darunter eine 50-jährige Frau und einen 40-jährigen Mann, die stürzten und sich leicht verletzten, als sie in ihre Schutzräume flüchten wollten.

Als sofortige Reaktion hat das israelische Militär mehrere „terroristische“ Ziele im ganzen Gazastreifen aus der Luft angegriffen. Laut palästinensischen Angaben kam dabei ein Palästinenser ums Leben und zehn Palästinenser wurden verletzt.

Verteidigungsminister drohte mit „schwerem Schlag“

Der israelische Verteidigungsminister Avigdor Lieberman hatte am Dienstag angekündigt, im Kabinett einen „schweren Schlag“ gegen die Hamas fordern zu wollen, um die seit Monaten andauernden täglichen Attacken Tausender palästinensischer Demonstranten entlang der Grenze endgültig zu beenden. Dabei wurde fast täglich der Grenzzaun gestürmt und immer wieder zerstört. Ebenso wurden Tausende Luftballons oder mit Helium gefüllte Kondome mit dem steten Wind über die Grenze nach Israel geschickt. Daran angehängte Brandsätze und sogar Handgranaten verursachten umfassende Brände in Feldern und Wäldern. Ebenso gefährdeten sie Kinder, wenn die gefährlichen Ballons in Kindergärten oder auf Balkons landeten.

Im Kabinett muss Lieberman mit erheblichem Widerstand des Premierministers Netanjahu und anderer als „Hardliner“ bezeichneter Minister rechnen. Die Regierung hatte bisher nur „lasch“ reagiert und keinen militärischen Plan entwickelt, um den täglichen Angriffen entlang der Grenze ein Ende zu bereiten.

Israelis klagen über „unerträgliches Leben“ am Gazastreifen

Die grenznahe israelische Bevölkerung klagt über ein „unerträgliches Leben“ nicht nur wegen ständigem Beschuss, sondern auch wegen der schwarzen giftigen Rauchschwaden infolge des Verbrennens von Autoreifen an der Grenze. Zahlreiche Versuche, darunter der UNO, der Ägypter und des russischen Diplomaten Nickolay Mladenov, einen Waffenstillstand auszuhandeln, sind derweil gescheitert.

Israels Generalstabschef Gadi Eisenkot hält sich zur Zeit in Washington auf, wo es zu einem erstmaligen offenen Treffen mit arabischen Militärchefs kam. Eisenkott hat angekündigt, wegen der aufgeheizten Lage im Gazastreifen einen Tag früher als geplant nach Israel zurückzukehren.

Weiter wurde im Rundfunk gemeldet, dass Israel die beiden verbliebenen Grenzübergänge zum Gazastreifen geschlossen habe. Eres im Norden dient Patienten auf dem Weg zu medizinischer Behandlung in Israel und Offiziellen. Über Kerem Schalom im Süden wurde in den vergangenen Tagen von Katar finanziertes Öl zur Stromherstellung im Gazastreifen mit Lastwagen transportiert. Israel hatte die Transporte gegen den Willen des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas durchgelassen. Der hat einen totalen Boykott gegen den Gazastreifen erlassen, solange die Hamas-Organisation sich weigert, die Macht an die Autonomiebehörde zu übergeben.

„Nur Hamas und Islamischer Dschihad haben diesen Raketentyp“

Einer der Pressesprecher des israelischen Militärs, Ronen Manelis, machte laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“ die Hamas für den Raketenangriff auf Be'er Scheva verantwortlich. Die Hamas und der „Islamische Dschihad“ haben die Verantwortung dafür zurückgewiesen. „Wir lehnen jeden unverantwortlichen Versuch ab, die ägyptischen Bemühungen zu zerstören, ein Waffenstillstandsabkommen mit Israel auszuhandeln – inklusive des Raketenfeuers in der vergangenen Nacht“, hieß in einer gemeinsamen Verlautbarung. Der israelische Pressesprecher widersprach: „Nur die Hamas und der Islamische Dschihad besitzen diese Raketentypen.“ In der Reaktion auf den Angriff habe das israelische Militär im Gazastreifen „20 Ziele, darunter einen Terrortunnel, getroffen“.

Von Ulrich W. Sahm/mm

]]>
Wed, 17 Oct 2018 12:14:00 +0200
<![CDATA[Palästinenser erhalten vorübergehend mehr Rechte]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/10/17/palaestinenser-erhalten-voruebergehend-mehr-rechte/ Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat dem „Staat Palästina“ zusätzliche Rechte und Privilegien eingeräumt. Für die entsprechende Resolution stimmten am Dienstag 146 Staaten, 15 Länder enthielten sich. Die USA, Australien und Israel votierten dagegen. Ab Januar 2019 wird „Palästina“ erstmals für ein Jahr der UN-Gruppe der Entwicklungsländer „G77“ vorsitzen. Durch die Gewährung von mehr Rechten über einen Zeitraum von einem Jahr soll sichergestellt werden, dass die Palästinenser ihren Verpflichtungen dabei voll nachkommen können. Sie haben bislang nur Beobachterstatus bei den UN.

Von: dn

]]>
Wed, 17 Oct 2018 11:28:00 +0200
<![CDATA[Australischer Premier denkt über Botschaftsverlegung nach]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/10/17/australischer-premier-denkt-ueber-botschaftsverlegung-nach/ Der australische Premierminister Scott Morrison „ist offen“ für eine Botschaftsverlegung von Tel Aviv nach Jerusalem. Am Dienstag sagte der auf seine Religion angesprochene evangelikale Christ, diese „sensible“ Überlegung habe nichts mit seinem Glauben zu tun. Als einen Grund nannte er den Status quo der israelisch-palästinensischen Beziehungen, in dem es keinen Fortschritt gebe. Er will tabuisierte Fragen im Konflikt wie nach der Hauptstadt angehen: „Wir sind der Zwei-Staaten-Lösung verpflichtet, aber ehrlich gesagt, läuft es nicht gut.“ Man könne nicht immer dasselbe tun, aber andere Resultate erwarten.

Von: mm

]]>
Wed, 17 Oct 2018 10:26:00 +0200
<![CDATA[111 Orte in Jerusalem]]> https://www.israelnetz.com/kommentar-analyse/2018/10/17/111-orte-in-jerusalem/ Eine Rezension von Ulrich W. Sahm]]> Laszlo Trankovits war 25 Jahre Auslandskorrespondent für die Deutsche Presse Agentur (dpa), davon vier Jahre in Israel. Jetzt ist er nach Jerusalem zurückgekommen, um mit seiner Erfahrung als Autor kurzer, prägnanter Miniaturen einen Reiseführer zu Jerusalem zu verfassen.

Trankovits hat selbstverständlich die klassischen jüdischen, christlichen und muslimischen Sehenswürdigkeiten aufgesucht, wie sie in jedem Reiseführer stehen. Aber selbst dort entdeckte er kleine vermeintlich nebensächliche Details, die den Bauwerken Leben einhauchen. Ebenso begibt er sich gerne auf „Abwege“. Wer glaubt, dass man in der „Heiligen Stadt“ nur Frommen und Pilgern jeder Ausrichtung begegnet, wird von ihm auch in exotische Restaurants, gestylte Kneipen und Kunstgalerien geführt, wo sich ein junges und vitales Jerusalem präsentiert.

So führt er in einem Kapitel zur verfallenen Fassade des ehemaligen, geheimnisumwitterten Palastbaus „Serai es-Sitt Tunshuq“ in der Aqabat-at-Takiya-Straße. Hier soll der Überlieferung nach die Prinzessin Tunshuq 1388 in ihrem Exil in Jerusalem den Palast gebaut haben: „Bei ihr handele es sich um eine ehemalige Sklavin, die aus der Türkei oder Mongolei geflohen sein soll. Das inzwischen sehr baufällige Haus mit den drei Toren, in dem die Frau elf Jahre lebte, dient heute als ein arabisches Waisenhaus für Jungen. Vor ihrem Tod 1399 hatte Tunshuq dem Palast gegenüber ein Mausoleum errichten lassen, wo sich hinter den beiden vergitterten Fenstern das Grab befindet.“

Armenische Keramik und Wiener Sachertorte

Trankovits bietet den Touristen auch einschlägige Einkaufstipps, etwa wenn er im armenischen Viertel die typische Keramik vorstellt, wobei er gleich auch den Tipp liefert, in einem Restaurant mit Bögen aus der Kreuzfahrerzeit ein typisches armenische Mahl zu probieren. „Drinks im 1.000 Jahre alten Kreuzfahrer-Kloster“ heißt es dort im Untertitel. In der idyllischen Wiener Kaffeehaus-Oase im österreichischen Hospiz geht es ganz bieder europäisch zu: Neben Sachertorte und Apfelstrudel kann man sich dort bei gutem Wiener Filterkaffee von dem sonst verbreiteten Kichererbsenbrei „Humus“ und dem bitteren, stark gesüßten arabischen Kaffee mit Kardamom erholen, selbstverständlich unter einem Ölgemälde von Kaiser Franz Josef.

Und wenn man tatsächlich in Jerusalem ist, kann man damit eine geheimnisvolle Stadt erleben. Im biblischen Zoo empfiehlt er, mit der Bimmelbahn zu den „auserwählten“ Tieren zu fahren. Dazu gehören auch politische Einblicke, etwa wenn er zum Checkpoint Qalandia im Norden Jerusalems vom „Palästinenserzorn auf Kontrolle fern der Grenze“ erzählt, um gleich darauf im „Ein Yael Living Museum“ den Besuchern zu empfehlen, bei einer Ausgrabung selber mal anzupacken.

Die geografischen Miniaturen sind so geschrieben, dass man sie auch mit Gewinn lesen kann, ohne jemals Jerusalem besucht zu haben. Seine teilweise sehr persönlich gehaltenen und gleichwohl exakt recherchierten Portraits der Menschen und Sehenswürdigkeiten lesen sich ähnlich wie die Geschichten aus Tausendundeiner Nacht. Jeder Ortsbeschreibung sind auch die notwendigen „technischen“ Angaben beigefügt wie Wegbeschreibung, Adresse, Öffnungszeiten und sogar Telefonnummern.

Von: Ulrich W. Sahm

]]>
Wed, 17 Oct 2018 10:25:00 +0200
<![CDATA[Israel öffnet Grenze zu Syrien]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2018/10/16/israel-oeffnet-grenze-zu-syrien/ Israel hat am Montag seine Grenze zu Syrien für UN-Truppen wieder geöffnet – rund vier Jahre nach der Schließung. Der Schritt war möglich, nachdem Regierungstruppen Rebellengebiete im Süden Syriens zurückerobert hatten. Auf die Öffnung des Quneitra-Überganges hatten sich Israel, Syrien und die Vereinten Nationen geeinigt. Israel hatte die Grenze im August 2014 nach mehreren Angriffen aus Syrien geschlossen. Auch die UNO verlegte ihre Beobachtertruppe UNDOF auf die israelische Seite. Die ersten Blauhelme kehrten 2016 wieder in das Grenzgebiet zwischen Israel und Syrien zurück.

Von: dn

]]>
Tue, 16 Oct 2018 14:17:00 +0200
<![CDATA[Anti-israelische Redner in Berlin]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2018/10/16/anti-israelische-redner-in-berlin/ BERLIN (inn) – Unter dem Motto „Solidarität statt Ausgrenzung – für eine offene und freie Gesellschaft“ sind am Samstag laut den Veranstaltern rund 240.000 Menschen durch Berlin marschiert. Sie sprachen sich für Demokratie und gegen Rassismus aus. Doch es gab auch anti-israelische Beiträge, wenn auch nicht auf der offiziellen Bühne.

So waren unter den Teilnehmern Vertreter pro-palästinensischer Organisationen wie des „Internationalistischen Bündnisses“, das mit den „Sympathisanten der PFLP“ zusammenarbeitet. Diese unterstützen die palästinensische marxistische Terror-Organisation „Volksfront zur Befreiung Palästinas“ (PFLP). Ein Redner des Bündnisses forderte in seiner Ansprache die „Befreiung von ganz Palästina 48“. Dies bedeutet die Vernichtung des Staates Israel.

Auch die Organisation „Samidun“ war vertreten. Sie steht für ein Netzwerk von Organisationen, die palästinensische Häftlinge im Ausland unterstützen. Für die Gruppe sprach ihre internationale Koordinatorin Charlotte Kates. Sie forderte den Boykott Israels und die Freilassung der in Israel inhaftierten Palästinenser. Für Kates sind diese Häftlinge keine Terroristen, sondern zu Unrecht inhaftierte Freiheitskämpfer.

Der Grünenpolitiker Volker Beck kritisierte die Redebeiträge scharf. Er forderte über den Kurznachrichtendienst Twitter eine Erklärung und Konsequenzen.

Die Veranstalter der „unteilbar“-Demonstration distanzierten sich mittlerweile von den anti-israelischen Beiträgen. Pressesprecherin Theresa Hartmann erklärte auf Twitter und gegenüber der Berliner Boulevardzeitung B.Z.: „Dieser Beitrag verlässt eindeutig den gemeinsamen Boden unseres Konsenses und wir distanzieren uns in aller Deutlichkeit davon.“

Von: dn

]]>
Tue, 16 Oct 2018 12:19:00 +0200
<![CDATA[Ministerium nimmt mehr Einfluss auf Filmförderung]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/10/16/ministerium-nimmt-mehr-einfluss-auf-filmfoerderung/ JERUSALEM (inn) – Montagnacht hat die Knesset ein neues Filmgesetz verabschiedet. Laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“ wurde es mit 44 zu 32 Stimmen angenommen. Zum einen wird das Gesamtbudget der Förderung signifikant erhöht. Zum anderen steigt der Einfluss des Kulturministeriums auf den Produktionsprozess.

Die Kulturministerin Miri Regev freute sich über das Ergebnis: „Wir haben jetzt die Möglichkeit, zionistische, jüdische, arabische und Haredim-Filme zu machen.“ Diese Differenzierung habe vorher nicht existiert. Die Filmindustrie werde nicht länger eine „geschlossene Gruppe“ sein.

Film ist eine teure Kunstform. Die israelische Filmindustrie ist daher bei der Produktion abhängig von der staatlichen Förderung. Regev kritisierte in der Vergangenheit immer wieder, dass die produzierten Filme hauptsächlich die Werte einer einzigen Gesellschaftsgruppe repräsentierten. Diese Gruppe beinhalte säkulare und überwiegend liberale Juden. Das neue Gesetz soll auch anderen Gruppen in Israel wie den Ultra-Orthodoxen die Möglichkeit eröffnen, Filme zu drehen.

Förderung um 4,7 Millionen Euro erhöht

Das Gesetz stattet das Ministerium mit der Autorität aus, darüber zu entscheiden, wie hoch die jeweiligen Förderungen für die Filme ausfallen werden. Die Summe darf nicht weniger als 15 und nicht mehr als 20 Prozent des Gesamtbudgets betragen. Die staatlichen Mittel werden pro Jahr insgesamt um umgerechnet 4,7 Millionen Euro erhöht.

Im vergangenen September hatte Regev angekündigt, die staatliche Unterstützung für das Internationale Filmfestival in Haifa zu überprüfen. Ihrer Ansicht nach habe das Festival „subversive“ Filme gezeigt. Auch hatte sie den israelischen Oscar-Kandidaten „Foxtrot“, der einen unglücklichen Grenzvorfall zwischen Israelis und Palästinensern schildert, scharf kritisiert. In ihren Augen hatte er dem „guten Namen des israelischen Militärs geschadet“. Der Abgeordnete der oppositionellen Zionistischen Union, Jossi Jona, bezeichnete das neue Filmgesetz wegen „seines Inhalts und der Umstände, zu denen es führt“, als „schlecht“. Am Montag hat die Wintersitzungsperiode der Knesset begonnen.

Von: mm

]]>
Tue, 16 Oct 2018 11:58:00 +0200
<![CDATA[Bild von Gaza-Protesten ausgezeichnet]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2018/10/16/bild-von-gaza-protesten-ausgezeichnet/ Ein Foto der Nachrichtenagentur AFP von den Protesten an der Gaza-Grenze hat einen französischen Preis gewonnen. Es zeigt einen beinamputierten Palästinenser, der Soldaten angreift. Am Samstag erhielt es den „Prix Bayeux Calvados-Normandie für Kriegsberichterstatter“. In der Beschreibung heißt es: „Der Palästinenser Saber al-Aschkar, 29, schleudert bei Zusammenstößen Steine auf die israelischen Truppen, an der Grenze zum Gazastreifen, östlich von Gaza-Stadt, am 11. März 2018. Die Palästinenser demonstrieren für das Recht auf Rückkehr in ihr Herkunftsland, das nun als israelisches Gebiet angesehen wird.“

Von: eh

]]>
Tue, 16 Oct 2018 11:16:00 +0200
<![CDATA[Gute Aufstiegschancen für israelische Fußballnationalmannschaft]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/sport/2018/10/16/gute-aufstiegschancen-fuer-israelische-fussballnationalmannschaft/ Die israelische Fußballnationalmannschaft wird aktuell von einer Erfolgswelle getragen: Die Mannschaft des österreichischen Trainers Andreas Herzog hat am Sonntag 2:0 gegen Albanien im neu eingeführten Wettbewerb der Nations League gewonnen. Zuvor siegten die Israelis bereits 2:1 gegen Schottland. Das Auftaktspiel verlor die Mannschaft im September mit 0:1 gegen Albanien. Als Tabellenführer nach drei Spielen darf sich Israel mit sechs Punkten berechtigte Aufstiegschancen in die höhere Spielklasse B machen.

Von: mm

]]>
Tue, 16 Oct 2018 10:27:00 +0200
<![CDATA[Schnelle Rezepte von Ottolenghi]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2018/10/15/schnelle-rezepte-von-ottolenghi/ Eine Rezension von Ulrich W. Sahm]]> Das große Kochbuch „Jerusalem“ von Yotam Ottolenghi und Sami Tamimi ist zweifelsohne ein Klassiker der nahöstlichen Küche geworden, entstanden im Schmelztiegel Jerusalem, wo alle Küchen der Welt aufeinanderstoßen. Da werden natürlich Weltkriege ausgetragen werden, zu der Frage, wer was erfunden hat, und was dann von den anderen „geklaut“ worden ist. Ehrlich gesagt, sowie das Essen auf dem Teller ist und gut schmeckt, sollte es ziemlich gleichgültig sein, ob nun Ägypter, Türken, Iraner oder irgendwelche Araber den Hummus erfunden haben und dass Israelis den Kichererbsenbrei zu ihrer „Nationalspeise“ erklärt haben.

Und wer es schafft, auch mal eine Lammkeule oder die Sesampaste Tahini wie ein „Bio-Ei“ zu erstehen, kann sich jetzt schon an den nächsten umfassenden Ottolenghi heranwagen. Der Titel lautet verführerisch „Simple“. Doch allein die elend langen Listen mit den Zutaten zu einigen der Rezepte lassen selbst den erfahrenen Koch schwindelig werden. Wo findet man Baharat, schwarzen Knoblauch oder Sumach? Im Vorwort behaupten die Mitarbeiter, dass geübte Köche ja ohnehin viele Zutaten gespeichert hätten, oder problemlos, dank Angaben im Kochbuch, schnell selber mischen und zubereiten könnten.

Das Kochbuch wurde „Simple“ genannt, weil alle Gerichte relativ schnell und unkompliziert hergestellt werden könnten, und trotzdem dem hohen Anspruch Genüge täten, echte „Ottolenghis“ zu sein. Schon auf den ersten Blick handelt es sich um ein wunderbares Kochbuch mit vielen bunten Bildern und klaren Anleitungen. Solange man die verlangten Zutaten im Kühlschrank oder im Regal findet, kann bei den Rezepten nicht viel schiefgehen, denn sie sind einfacher als erwartet und schmecken vorzüglich. Im Vorwort heißt es dazu: „Andere Gerichte sind diejenigen, die nach Restaurant aussehen oder klingen, aber in Wahrheit supereinfach zu machen sind. Dazu gehört die Burrata mit gegrillten Trauben und Basilikum ebenso wie das Forellentatar. Beides könnte auf der Karte eines Nobelrestaurants stehen, aber Sie werden überrascht sein, wie einfach die Zubereitung ist.“

Feldzug in unbekannte kulinarische Welt

Unter den Rezepten gibt es einige, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen, so etwa „Erbsen-Krapfen mit Za’atar und Feta“ oder „Iranische Kräuterpuffer“. Nur ist es erfahrungsgemäß sehr schwierig, wirklich gutes und frisches Za'atar zu finden, wie es in Jerusalem im Basar an jeder Straßenecke verkauft wird.

Es fällt jedenfalls auf, dass Ottolenghi voll aus der orientalischen Küche schöpft, die ihren Ursprung in dem riesigen Gebiet von Marokko bis in die Türkei, Iran und quer durch die arabische Welt hat. Gerade für Deutschland bietet so auch „Simple“ einen Feldzug in eine weitgehend noch unbekannte kulinarische Welt. Zwar wird immer wieder erwähnt, dass die verwendeten Eier, Tomaten oder Zitronen „bio“ zu sein hätten. Doch ansonsten ließ sich der Autor nicht durch moderne Ideologien einschränken. Zwar gibt es auch Rezepte mit Tofu und anderen Ersatzstoffen, aber es mangelt auch nicht an deftigen Speisen mit kräftigen Fleischstücken.

Yotam Ottolenghi: „Simple. Das Kochbuch“, DK, 28 Euro, 320 Seiten, ISBN 978-3-8310-3583-0

Von: Ulrich W. Sahm

]]>
Mon, 15 Oct 2018 15:00:00 +0200
<![CDATA[Palästinenserin stirbt nach Steinangriff]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2018/10/15/palaestinenserin-stirbt-nach-steinangriff/ NABLUS (inn) – Offenbar israelische Siedler haben am Freitag an der Tapuah-Kreuzung südlich von Nablus im Westjordanland Steine auf palästinensische Fahrzeuge geworfen. Dadurch kam eine Palästinenserin ums Leben. Am Montag griff ein Palästinenser Soldaten an einer Bushaltestelle mit einer Stichwaffe an. Er wurde erschossen. Der Vorfall ereignete sich an der Gitai-Avischar-Kreuzung in Samaria, dem Norden des Westjordanlandes.

Bei der Frau im Fahrzeug handelt es sich um Aischa Muhammad Talal Rabia aus dem Dorf Biddja bei Nablus. Die Mutter von acht Kindern wurde noch in ein Krankenhaus nach Nablus gebracht. Dort starb sie. Die genaue Todesursache ist bislang unklar. Fest steht, dass ihr Ehemann durch die Angriffe mit Steinen die Kontrolle über das Fahrzeug verlor und es zu einem Unfall kam. Einige Medien berichten, Talal Rabi wurde tödlich am Kopf getroffen. Ihr Ehemann erlitt eine Kopfverletzung.

Israels Inlandsgeheimdienst Schabak hat eine Untersuchung zu dem Fall eingeleitet. Auch die Polizei-Einheit für nationalistische Verbrechen in Judäa und Samaria prüft den Fall. Noch nicht ausgeschlossen ist die Möglichkeit, dass Palästinenser die Steine geworfen haben und das Auto versehentlich für ein israelisches gehalten haben.

Zur Beisetzung am Samstag in Biddja kamen Hunderte Palästinenser. Sie riefen Sprüche wie: „Mit unserem Blut und unserem Geist werden wir die Märtyrer erlösen.“ Der Ehemann der Frau, Jakub al-Rabia, betonte hingegen, dass seine Familie keine Rache wolle. Gegenüber der Tageszeitung „Yediot Aharonot“ schilderte er die Ereignisse vom Freitag. „Einer der Steine zerschlug die Windschutzscheibe und traf meine Frau am Kopf.“

Abbas: „Verbrechen darf nicht ungestraft bleiben“

Der UN-Gesandte für den Nahen Osten, Nickolay Mladenov, kritisierte die Tat. Er schrieb auf Twitter: „Ich verurteile den Anschlag, bei dem eine Frau getötet und ihr Mann verletzt wurde, durch Steine, die offenbar von israelischen Tätern geworfen wurden. Die Verantwortlichen sollten schnell vor Gericht gebracht werden.“ Er forderte beide Seiten auf, sich gegen Gewalt und Terror zu stellen.

Der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Mahmud Abbas, sagte am Samstag: „Das ist ein schreckliches und hässliches Verbrechen, begangen von Siedlern unter dem Schutz der Besatzungsmacht. Es darf nicht ungestraft bleiben.“

Auch aus Israel kam Kritik. Der Knessetabgeordnete Jehuda Glick (Likud) äußerte sich ebenfalls zu dem Vorfall: „Wenn tatsächlich jüdische Siedler Steine auf palästinensische Fahrzeuge geworfen und eine Frau getötet haben, dann müssen sie so schnell wie möglich gefunden und bestraft werden.“ Glick, der selbst in einer Siedlung lebt, betonte: „Mörder sind ebenfalls Feinde der Siedlungsbewegung.“

Angespannte Stimmung im Westjordanland

Dem Vorfall waren zwei Angriffe auf Juden im Westjordanland vorausgegangen. Am Sonntag vor einer Woche hatte ein Palästinenser zwei Israelis in einem Industriepark in Samaria erschossen. Der Täter ist noch immer auf der Flucht. Am Donnerstag stach ein Palästinenser einen Reservisten nahe einer Armeebasis nieder und verletzte ihn mittelschwer. Der Täter konnte einige Stunden später festgenommen werden.

Nach dem Vorfall hatten jugendliche Siedler Steine auf palästinensische Fahrzeuge geworfen, die an einer von der Armee errichteten Straßensperre anhalten mussten. Sie flohen, als die Polizei eintraf. Laut der israelischen Rechtsorganisation „Jesch Din“ kehrten die Jugendlichen später zurück und warfen weiter Steine. Die Armee habe nichts dagegen unternommen. Das Militär äußerte sich nicht zu den Vorwürfen.

Von: dn

]]>
Mon, 15 Oct 2018 13:46:00 +0200
<![CDATA[Netanjahu: „Keine besseren Freunde als christliche Freunde“]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/10/15/netanjahu-keine-besseren-freunde-als-christliche-freunde/ JERUSALEM (inn) – Premierminister Benjamin Netanjahu legt Wert auf die Beziehungen seines Landes zu christlichen Unterstützern. Das betonte der Likud-Politiker am Sonntag beim diesjährigen „Christlichen Mediengipfel“ in Jerusalem. Der Kongress geht noch bis Mittwoch und das Büro des Premierministers organisiert das viertägige Treffen.

Der Premier deutete zudem an, einen gesonderten israelischen Regierungsbeauftragten für die christliche Welt zu ernennen, berichtet die Onlinezeitung „Times of Israel“. „Das ist eine großartige Idee. Ich denke, das werde ich tun“, sagte er, nachdem ein Journalist den Vorschlag machte.

Beziehung zu Indonesien stärken

Der Politiker sprach darüber, inwieweit sich Israel für Religionsfreiheit einsetze: „Israel ist das einzige Land, das die Menschenrechte aller Menschen schützt. Wir schützen die religiösen Rechte aller.“ Und weiter sagte er: „Wir schützen nicht nur christliche Stätten – wir schützen Christen. Christen sollten alle Freiheiten genießen, um im Nahen Osten und anderswo nach Belieben zu beten. Und der einzige Ort im Nahen Osten, wo sie das tun können, ist Israel. Wir haben keine besseren Freunde in der Welt als unsere christlichen Freunde.“

Netanjahu ging auch auf andere Themen ein. Israel wünsche sich „exzellente Beziehungen“ mit Indonesien, sagte er auf Nachfrage. Das Land sei „sehr wichtig“ für den jüdischen Staat. „Es ist eines der letzten Länder der Erde, das keine offene und stabile Verbindung mit Israel hat.“ Indonesien ist muslimisch geprägt, habe aber auch Millionen von Christen. „Wir würden sie gerne hier sehen“, erklärte der Politiker. Er wolle das Thema Visa-Freiheit für indonesische Gläubige angehen und prüfen, damit diese ins Heilige Land reisen dürfen.

US-Botschafter: Welt respektiert Jerusalem-Entscheidung

Der Premier unterstützt zudem die Entscheidung, die US-Studentin Lara Alkasem, die auf Israels internationalem Flughafen festsitzt, nicht ins Land einreisen zu lassen. Der 22-Jährigen mit palästinensischen Wurzeln wird die Unterstützung der anti-israelischen Protestbewegung Boykottbewegung BDS vorgeworfen. Er erklärte, dass jedes Land seine Regularien habe, wer einreisen darf und wer nicht: „Wenn Sie [...] virulent gegen Amerika sind und versuchen, in die Vereinigten Staaten zu kommen, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass Sie nicht hereingelassen werden, wenn die Leute das vorher wissen.“

Der US-Botschafter in Israel, David Friedman, sagte am Sonntag bei dem Gipfel, dass die Welt abseits der politischen Bühne die amerikanische Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt respektiere – trotz gegenteiliger internationaler Stimmen und Protesten. „Jede Nation, fernab der öffentlichen Bühne, empfindet nur Respekt für das, was der Präsident getan hat. Weil der Präsident die Wahrheit sprach. Und wie wir aus dem Buch Johannes erfahren, ,die Wahrheit wird euch frei machen‘.“

Von: mab

]]>
Mon, 15 Oct 2018 13:31:00 +0200
<![CDATA[UNRWA bietet lukratives Gehalt für PR-Manager]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/10/15/unrwa-bietet-lukratives-gehalt-fuer-pr-manager/ Das UN-Hilfswerk für Palästina-Flüchtlinge (UNRWA) schreibt trotz seiner Geldprobleme eine hochdotierte Stelle aus: Der neue Direktor für Außenbeziehungen soll als jährliches Anfangsgehalt 180.189 US-Dollar steuerfrei erhalten. Wie die Zeitung „Jerusalem Post“ feststellt, entspricht dies mehr als dem 14-fachen durchschnittlichen Jahreseinkommen eines Palästinensers – das lag 2017 bei 6.960 Dollar. Die UNRWA will wegen ihrer Finanzkrise zahlreiche Angestellte entlassen. Ende September sagten die Teilnehmer einer Geberkonferenz in New York der Behörde 122 Millionen Dollar Spenden zu.

Von: eh

]]>
Mon, 15 Oct 2018 11:49:00 +0200
<![CDATA[EU unterstützt Mladenov]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/10/15/eu-unterstuetzt-mladenov/ Die Europäische Union hat sich hinter UN-Nahostkoordinator Nickolay Mladenov gestellt. Nur eine politische Lösung könne der Gewalt ein Ende machen, hieß es in einer Erklärung der EU am Sonntag laut der Onlinezeitung „Times of Israel“. In diesem Kontext unterstütze sie Mladenovs Bemühungen in Zusammenarbeit mit allen Parteien und der internationalen Gemeinschaft, um wieder einen politischen Prozess in Gaza in Gang zu bringen. Auch UN-Generalsekretär António Guterres hat Mladenov verteidigt. Zuvor hatten palästinensische Vertreter den UN-Gesandten kritisiert und seine Ablösung gefordert.

Von: eh

]]>
Mon, 15 Oct 2018 11:09:00 +0200
<![CDATA[Oberster Richter entgeht knapp palästinensischem Anschlag]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2018/10/15/oberster-richter-entgeht-knapp-palaestinensischem-anschlag/ Ein Richter des Obersten Gerichtshofs in Israel, David Mintz, ist knapp einer Attacke durch eine arabische Gruppe entkommen. Das berichtet unter anderem die Onlinezeitung „Times of Israel“. Der Vorfall ereignete sich am Montagmorgen in Samaria an einer Kreuzung, als ein arabisches Auto die Straße versperrte. Mintz war in der Nähe seines Hauses in der Siedlung Dolev unterwegs. Als er stoppte, stiegen drei Palästinensiser aus dem Fahrzeug. Laut Polizeibericht waren sie mit Hämmern bewaffnet. Als der Richter die Gruppe entdeckte, schaffte er es zu entkommen. Er meldete den Fall der Polizei, die Untersuchungen aufnahm.

Von: mab

]]>
Mon, 15 Oct 2018 10:28:00 +0200
<![CDATA[Sieben Palästinenser bei gewaltsamen Protesten getötet]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2018/10/12/sieben-palaestinenser-bei-gewaltsamen-protesten-getoetet/ Bei gewaltsamen Protesten an der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen sind am Freitagnachmittag sieben Palästinenser ums Leben gekommen, etwa 250 weitere wurden verletzt. Armeeangaben zufolge hatten sich rund 15.000 Palästinenser versammelt. Sie warfen Steine und Granaten auf die israelische Seite. Die Armee eröffnete das Feuer auf Palästinenser, die versuchten, den Grenzzaun zu durchbrechen. In einem Fall hatten Demonstranten eine Bombe gelegt und ein Loch in den Zaun gesprengt. Rund 20 Palästinenser drangen dadurch nach Israel ein. Die Armee eröffnete das Feuer und drängte die Gruppe zurück. Dabei wurden drei Palästinenser getötet.

Von: dn

]]>
Sat, 13 Oct 2018 00:37:00 +0200
<![CDATA[Autonomiebehörde hält UN-Gesandten Mladenov für „nicht länger akzeptabel“]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/10/12/autonomiebehoerde-haelt-un-gesandten-mladenov-fuer-nicht-laenger-akzeptabel/ RAMALLAH (inn) – Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) will nicht mehr mit dem UN-Sonderkoordinator für den Frieden in Nahost, Nickolay Mladenov, zusammenarbeiten. Ahmad Madschdalani, ein Mitglied des PLO-Exekutivkommitees, teilte den Vereinten Nationen laut eigener Aussage am Donnerstag mit, dass Mladenov für die palästinensische Regierung „nicht länger akzeptabel“ sei.

Der UN-Gesandte habe seine Kompetenzen überschritten, sagte Madschdalani. Sein Handeln habe Auswirkungen auf die „nationale palästinensiche Sicherheit und die Einheit des Volkes“.

„In politischer Abschweifung ertrunken“

Die Führung in Ramallah stört sich unter anderem an Mladenovs Rolle bei Verhandlungen zwischen Israel und der radikal-islamischen Hamas, die den Gazastreifen regiert. Mladenov hatte in den vergangenen Wochen und Monaten gemeinsam mit Ägypten an einem Waffenstillstandsabkommen zwischen den Parteien gearbeitet, um eine weitere Eskalation der angespannten Situation in dem Küstenstreifen zu verhindern. Die PA, die in die Verhandlung nicht involviert ist, betrachtet dieses Vorgehen kritisch, weil sie eine Stärkung der Machtposition der Hamas und damit eine verstärkte Abtrennung der Küstenenklave vom Rest der palästinensischen Gebiete befürchtet. Die Fatah-Bewegung von PA-Präsident Mahmud Abbas ist seit dem Bürgerkrieg im Gazastreifen 2007 mit der Hamas verfeindet.

Bereits am Samstag hatte der Fatah-Funktionär Madsched Fitjani Mladenov laut der Onlinezeitung „Times of Israel“ vorgeworfen, den Interessen der US-Administration zu dienen sowie zu Israel-freundlich zu sein. „Ich denke, dass Herr Mladenov nicht länger ein ehrlicher Vermittler sein kann“, so Fitjani. „Er sollte den Rest seiner Zeit als UN-Gesandter im Urlaub mit seinen israelischen Freunden verbringen oder auf Kosten Trumps reisen.“ Mladenov sei „in moralischer und politischer Abschweifung ertrunken“.

Danon: Abbas schadet den Palästinensern

Der UN-Politiker solle sich nicht in interne Angelegenheiten einmischen, forderte Fitjani weiter. „Es ist nicht sein Recht und er hat kein Mandat dafür, aber er steckt seine Nase überall hinein.“ Ähnlich hatte sich bereits Ende September auch Assam al-Ahmad, ein Mitglied des Fatah-Zentralkomitees, geäußert. Mladenov mische sich in Dinge ein, die nicht zu seinen Aufgaben gehörten. Zudem sei er schon als bulgarischer Außenminister „ein Unterstützer Israels“ gewesen.

Israels Botschafter bei den UN, Danny Danon, äußerte via Twitter sein Unverständnis über das Handeln der PA. Nachdem die Palästinenser „Nein“ zu Israel und den USA gesagt hätten, sagten sie nun auch „Nein“ zu den UN, bezog sich Danon auf den US-Boykott der Autonomiebehörde seit der Jerusalem-Entscheidung von Präsident Donald Trump. „Abbas isoliert die Palästinensische Autonomiebehörde weiter. Das schadet am Ende den Palästinensern“, warnte Danon.

Erst im August hatte der israelische Fernsehsender „Hadaschot“ berichtet, dass Mladenov möglicherweise vor dem Ende seiner Amtszeit als Koordinator für den Nahost-Friedensprozess steht. Mladenov könnte Staffan de Mistura als UN-Sondergesandter für Syrien ersetzen, hieß es in dem Bericht, der von israelischer Seite mit Sorge aufgenommen worden sein soll.

Von: ser

]]>
Fri, 12 Oct 2018 15:13:00 +0200
<![CDATA[Spuren von Massaker aus Zeit vor Christus entdeckt]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/wissenschaft/2018/10/12/spuren-von-massaker-aus-zeit-vor-christus-entdeckt/ JERUSALEM (inn) – Ein überraschender und erschreckender Entdeckung wurde zufällig auf dem Russischen Gelände in Jerusalem gemacht. In alten Wassergruben wurden Fragmente menschlicher Knochen gefunden. Die mit Schmutz, Felsen und Geröll bedeckten Funde stammen aus der Hellenistischen Zeit.

Die Ausgrabung wurde von dem Archäologen Kfir Arbiv der Israelischen Altertumsbehörde (IAA) durchgeführt. Neben den Knochen wurden auch Tonscherben aus der Zeit des Hasmonäer-Königs Alexander Janai (103-76 vor Christus) gefunden. Dieser war für seine Grausamkeit bekannt. Er diente als Hohe Priester im Jerusalemer Tempel.

In der Zeit gab es einen heftigen Streit zwischen Saduzzäern und Pharisäern, was am Ende zum Judäischen Bürgerkrieg führte. Gemäß einem in Qumran gefundenen Kommentar zum Buch Nachum habe Alexander Janai nach dem Bürgerkrieg 800 seiner politischen Gegner zum Tode verurteilt und durch Kreuzigung hinrichten lassen. Andere seien geköpft worden, so auch jene, die jetzt im Russischen Gelände gefunden worden.

Auch Säuglinge und Schwangere getötet

Laut einem Anthropologen der IAA, Jossi Nagar, seien in der Grube über zwanzig Halswirbel gefunden worden, die mit einem Schwert durchtrennt worden seien. Ebenso hätten sie Körper und Körperteile von Säuglingen sowie erwachsenen Frauen und Männern gefunden, die offenbar Opfer eines brutalen Massakers geworden waren. Laut dem Archäologen Arbib und seiner Kollegin Tehila Lieberman „kann aus historischen Quellen die Grausamkeit des Königs Alexander Janai belegt werden“. Er habe Gefangene, viele Juden und Gegner getötet, einschließlich ihrer Kinder und Frauen. Darüber hinaus seien Knochen von Embryonen in den Gruben als Beweis für geschlachtete schwangere Frauen entdeckt worden.

Von: Ulrich W. Sahm

]]>
Fri, 12 Oct 2018 14:45:00 +0200
<![CDATA[Gericht verurteilt BDS-Aktivistinnen zu Schadensersatzzahlung]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2018/10/12/gericht-verurteilt-bds-aktivistinnen-zu-schadensersatzzahlung/ Ein Jerusalemer Gericht hat zwei BDS-Aktivistinnen aus Neuseeland zu einer Schadensersatzzahlung von umgerechnet rund 10.700 Euro an drei minderjährige Israelis verurteilt. Diese hatten im Juni ein Konzert der Sängerin Lorde in Tel Aviv besuchen wollen. Nachdem die Aktivistinnen öffentlich Druck ausgeübt hatten, wurde die Veranstaltung jedoch abgesagt. Die Klägerseite hatte mit der Enttäuschung der Jugendlichen und auf Basis des Anti-BDS-Gesetzes von 2011 argumentiert, berichtet die Tageszeitung „Ha'aretz“. Die Verurteilten erkennen den Richterspruch nicht an und sehen in ihm einen Einschüchterungsversuch.

Von: ser

]]>
Fri, 12 Oct 2018 13:27:00 +0200
<![CDATA[Schwedische Solidaritäts-Flottille in Herzlija]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2018/10/12/schwedische-solidaritaets-flottille-in-herzlija/ HERZLIJA / GÖTEBORG (inn) – Eine schwedische Flottille, die am 25. August aus Göteborg zu einer unterstützenden Reise für Israel aufgebrochen war, ist Donnerstagnacht in Herzlija eingetroffen. Angeführt von der Yacht „Elida“ brachten die mit israelischen und schwedischen Fahnen dekorierten Boote schwedische Politiker, Geistliche, Journalisten und Musiker mit sich. Bei ihrer Einfahrt in den Hafen spielten sie laut der Tageszeitung „Yediot Aharonot“ die israelische Nationalhymne und das Lied „Hava Nagila“.

Der evangelikale Geschäftsmann Stefan Abrahamsson hatten die Solidaritätsaktion initiiert. In Schweden sei das Bild des Landes Israel sehr schlecht, worüber er seinen Kummer ausdrückte. Bis zum 22. Oktober soll das 40 Meter lange Schiff, auf dem 50 Schweden mitgereist waren, vor Anker liegen. Israelische Gäste werden an Bord willkommen geheißen. Die Reisenden wollen die schwedische Unterstützung aber auch ins ganze Land tragen. Sie hatten bewusst eine ähnliche Route gewählt, die anti-israelische Aktivisten aus Schweden zum Gazastreifen gemacht haben, um die Sicherheitsblockade zu durchbrechen.

„Wir stehen hinter euch“

„Israel ist die einzige Demokratie im Nahen Osten, die auf Werte wie Gleichheit gegründet wurde, die in der gesamten westlichen Welt als ideal angesehen werden. Trotzdem ist es das einzige Land, das von meiner Heimat verurteilt wird“, sagte Abrahamsson bei seiner Ankunft in Herzlija. Sie seien hierher gefahren, um den Israelis zu sagen: „Wir lieben euch und stehen hinter euch und wollen unsere Solidarität mit euch zeigen.“

Die Schweden wollen auch ein Zeichen für Christen im Nahen Osten setzen. „Wir wollen die Stille brechen, was die starke Verfolgung und ethnische Säuberung der christlichen Bevölkerung in der Region angeht“, schrieb Abrahamsson auf seiner Facebook-Seite. „Israel ist ein Land, das ein Leuchtturm für Demokratie und Menschenrechte in einem sehr dunklen Bereich der Welt ist. Der Nahe Osten braucht euch!“

„Es gibt kein Christentum ohne Abraham, Isaak und Jakob“

Abrahamsson bezeichnet sich selbst als sehr religiös: „Ich habe einen starken Gottesglauben. Es gebe kein Christentum ohne Abraham, Isaak und Jakob.“ Sein Vater hatte ihm, als er klein war, beigebracht, dass die Welt ohne jüdische Gemeinschaft in der Endzeit zugrunde gehen würde. „Gott hat euch an diesem Ort bewusst untergebracht, damit ihr die Zehn Gebote und die Werte der jüdischen Nation bewahren könnt.“

Der Bürgermeister von Herzlija, Mosche Fadlon, begrüßte die schwedischen Reisenden am Hafen: „Das ist ein sehr bewegender Tag. Wir danken euch für die Solidarität, die ihr mit Israel zeigt.“ Er erhofft sich, dass diesem Beispiel weitere Delegationen folgen werden: „In einer Zeit, in der Israel international unter Beschuss steht, sind diese Freunde ein Leuchtfeuer für die Nationen der Welt.“

Von: mm

]]>
Fri, 12 Oct 2018 13:01:00 +0200
<![CDATA[„Landverkauf an Besatzung großer Verrat“]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/10/12/landverkauf-an-besatzung-grosser-verrat/ JERUSALEM (inn) – Der oberste palästinensische Fatwa-Rat hat erneut den palästinensischen Standpunkt bekräftigt, dass Landverkäufe an Israelis einen „großen Verrat“ darstellen. Das berichtet die Tagesezeitung „Jerusalem Post“. Demnach erinnerten die Mitglieder des religiösen Rates am Donnerstag daran, dass „das Land von Palästina eine unveräußerliche religiöse Gabe“ sei, die nicht an Nicht-Muslime verkauft werden könne.

Der Rat betonte demnach weiter, dass der Verkauf von Landeigentum „an die Besatzung“ ein „großer Verrat an Religion, dem Heimatland und der Moral“ sei. Jeder Palästinenser, der in dieses „Verbrechen“ involviert sei, „verschwört sich gegen das Land, die Sache und das palästinensische Volk. Er wird als jemand angesehen werden, der sich selbst an den Teufel verkauft hat“.

Der Rat erklärte zudem, dass alle Landverkäufe an die „Besatzung“ völkerrechtswidrig seien. „Es ist dem Besatzer laut internationalen Vereinbarungen verboten, unser Land zu kaufen“, heißt es in der Stellungnahme. Die Palästinenser müssten „auf allen Ebenen“ gegen jene kämpfen, die das Verkaufsverbot missachten. Zudem würden die palästinensischen Sicherheitsbehörden sie verfolgen, um ein Exempel zu statuieren.

Haus in der Altstadt an zionistische Organisation verkauft

Das Urteil des Fatwa-Rates folgt einer palästinensischen Kontroverse um ein Haus in der Jerusalemer Altstadt nahe des Tempelbergs. Dieses wurde von der zionistischen Organisation „Ateret Cohanim“ aufgekauft. Deren Ziel ist es, die jüdische Präsenz im Osten der israelischen Hauptstadt zu verstärken. Die Immobilie soll zuvor einer bekannten palästinensischen Familie gehört haben, die jedoch bestreitet, direkt ein Geschäft mit der Organisation getätigt zu haben.

Landverkäufe an Israelis sind in den palästinensischen Gebieten nicht nur religiös geächtet. Auch unter dem Gesetz der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) ist es verboten, Grundbesitz an Israelis zu veräußern – eine Regelung, die in der Zeit der jordanischen Besatzung des Westjordanlandes vor dem Sechstagekrieg 1967 wurzelt. 2010 hatte ein PA-Gericht bestätigt, dass Verstöße mit dem Tod bestraft werden können, um die Etablierung eines palästinensischen Staates sicherzustellen. Auch wenn Verurteilte stattdessen häufig Haftstrafen erhalten, wurden in der Vergangenheit Palästinenser wegen des Vorwurfs ermordet, Land an Juden verkauft zu haben.

Von: ser

]]>
Fri, 12 Oct 2018 13:00:00 +0200
<![CDATA[Städte Guatemalas benennen Straßen nach „Hauptstadt Jerusalem“ um]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/10/12/staedte-guatemalas-benennen-strassen-nach-hauptstadt-jerusalem-um/ Vier Städte in Guatemala haben sich entschieden, Straßen, Plätze und einen Park mit dem Namen „Jerusalem, Hauptstadt Israels“ zu benennen. Damit wollen sie ihre Unterstützung für die Entscheidung des guatemaltekischen Präsidenten Jimmy Morales ausdrücken, die Botschaft nach Jerusalem verlegt zu haben. Guatemala ist neben den USA das einzige Land, das Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt hat. Paraguay hatte nach Druck durch die Palästinenser seine Botschaft wieder nach Tel Aviv verlegt. Die israelische Botschaft in Guatemala hatte die Unbenennung mit einer eigenen Initiative angeregt.

Von: mm

]]>
Fri, 12 Oct 2018 12:32:00 +0200
<![CDATA[Israelischer Tratsch nach jüdisch-arabischer Promihochzeit]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2018/10/12/israelischer-tratsch-nach-juedisch-arabischer-promihochzeit/ JERUSALEM (inn) – Lucy Aharish ist eine gut aussehende prominente Reporterin und Nachrichtensprecherin im israelischen Fernsehen. Sie führte durch das Morgenmagazin des 2. Kanals. Ganz Israel kennt sie, weil sie vorbildliches Hebräisch spricht und das Zusammenleben zwischen Juden und Arabern fördert.

Zur Welt kam Aharish 1981 in Dimona im Süden Israels. Ihr kleiner „Makel“: Ihre Eltern sind muslimische Araber aus Nazareth. So beweist sie, dass auch Araber große Karriere im jüdischen Staat machen können. 2015 zählte sie zu den zwölf ausgewählten israelischen Persönlichkeiten, die eine Fackel „zu Ehren des Staates Israel“ bei der Zeremonie zum Unabhängigkeitstag anzünden durften.

Angst vor Protesten

Nun hat sie heimlich geheiratet: den jüdischen Schauspieler Tzachi Halevy, bekannt aus der Serie „Fauda“. Seit vier Jahren lebt das Paar zusammen. Die Hochzeit wurde teilweise aus Angst vor Protesten von jüdischen und arabischen Nationalisten geheim gehalten, berichtete der 2. Kanal.

Unter der Schlagzeile „Sie verführte einen Juden“ berichtete die Tageszeitung „Ha'aretz“ über rassistische Proteste gegen diese Eheschließung. Oren Hasan (Likud) verurteilte die Heirat der Journalistin mit dem bekannten jüdischen Schauspieler und beschuldigte ihn der „Bekehrung zum Islam“.

Hasan schrieb auf Twitter: „Ich kann es Lucy Aharish nicht verübeln, dass sie eine jüdische Seele mit dem Ziel verführt hat, unser Land zu schädigen und mehr jüdische Nachkommen daran zu hindern, die jüdische Dynastie fortzusetzen. Sie ist herzlich eingeladen, sich (zum Judentum) zu bekehren.“

Hasan forderte, „die jüdische Assimilation zu stoppen“. Später hetzte er weiter gegen den jüdischen Ehemann von Aharish: „Die Linke hat vergessen, was es bedeutet, Jude zu sein.“

Innenminister: „Assimilation zerstört das jüdische Volk“

Auch Innenminister Arje Deri gab einen Kommentar ab, anstatt dem frisch getrauten Paar zu gratulieren: Er sei „gegen solche Dinge. Wir dürfen solche Dinge trotz aller Liebe nicht fördern". Im Armeeradio sagte Deri: „Der Schmerz der Assimilation weltweit zerstört das jüdische Volk. Ich würde Lucy sagen, dass ich keinen Zweifel daran habe, dass sie nicht vorhatte, dem Staat Israel zu schaden. Sie sind ein verliebtes Paar und heiraten, aber das ist nicht das Richtige. Du wirst Kinder haben, sie werden in Israel ein Problem haben, weil sie einen Status haben. Wenn sie das Judentum begehrt, dann gibt es den Prozess der Bekehrung.“

Weder Hasan noch Deri gelten als moralische Vorbilder in Israel. Innenminister Deri von der ultra-orthodoxen Schass-Partei saß wegen Korruption im Gefängnis. Hasan wurde vom Ethik-Ausschuss der Knesset wegen rassistischer und sexistischer Äußerungen speziell gegen arabische Frauen ausgeschlossen.

Von: Ulrich W. Sahm

]]>
Fri, 12 Oct 2018 12:25:00 +0200
<![CDATA[Militär zerstört einen Kilometer langen Terrortunnel]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2018/10/12/militaer-zerstoert-einen-kilometer-langen-terrortunnel/ Das israelische Militär hat am Donnerstag einen Terrortunnel unter der Grenze zum Gazastreifen zerstört. Laut Angaben des Pressesprechers ist das der 15. Tunnel, den das Militär in den vergangenen zwölf Monaten neutralisiert hat: „Wir schätzen beim Tunnel einen Gesamtwert von drei Millionen Dollar an Zement, elektronischer Ausstattung und investierten Arbeitsstunden, anstatt das Geld in Gesundheit, Bildung oder Essen für die Menschen in Gaza zu stecken.“ Ein Video zeigt den ein Kilometer langen unterirdischen Gang, der 200 Meter in israelisches Staatsgebiet überging.

Von: mm

]]>
Fri, 12 Oct 2018 10:47:00 +0200
<![CDATA[Neue Israel-Professur in der Publizistik]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/wissenschaft/2018/10/11/neue-israel-professur-in-der-publizistik/ Die Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz hat am Institut für Publizistik eine Israel-Professur geschaffen. Für jeweils drei Jahre soll ein israelischer Kommunikationswissenschaftler nach Mainz kommen und die politische Kommunikation in Deutschland und Israel erforschen. „Gegenstand der Forschung soll vor allem die gegenseitige Wahrnehmung beider Gesellschaften sein sowie die Rolle, die Medienberichterstattung und öffentliche Meinung in Israel und Deutschland hierfür spielen“, teilte die Universität mit. Als erster Wissenschaftler übernimmt Jossi David von der Hebräischen Universität in Jerusalem den Posten.

Von: dn

]]>
Thu, 11 Oct 2018 13:55:00 +0200
<![CDATA[Mehr Meldungen sexueller Übergriffe]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2018/10/11/mehr-meldungen-sexueller-uebergriffe/ Die Zahl der Israelis, die sexuelle Übergriffe melden, hat sich nach einer weltweiten Internetkampagne drastisch erhöht. Die Kampagne #WhyIDidntReport (Warum ich keine Anzeige erstattete) hatte am 21. September begonnen. Twitter-Nutzer schildern unter diesem Hashtag, warum sie sexuelle Übergriffe in der Vergangenheit nicht anzeigten. Dem Verband der Krisenzentren nach Vergewaltigung in Israel (ARCCI) zufolge hat sich sie Zahl der Personen, die nun sexuelle Übergriffe melden, verdoppelt. Vor allem unter Männern hätten die Anrufe in den Krisenzentren zugenommen.

Von: dn

]]>
Thu, 11 Oct 2018 13:05:00 +0200
<![CDATA[Frauen feiern Merkel mit Pappaufsteller]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2018/10/11/frauen-feiern-merkel-mit-pappaufsteller/ TEL AVIV (inn) – Israelische Frauen aus der Hightech-Industrie haben sich am Mittwoch in Tel Aviv neben einem Pappaufsteller der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel ablichten lassen. Wie die Tageszeitung „Yediot Aharonot“ berichtet, protestierten die Frauen damit gegen das reine Männertreffen, das es in der vergangenen Woche bei der Zusammenkunft von Merkel und israelischen Wirtschaftsvertretern gegeben hatte.

Merkel hatte bei dem Treffen mit der israelischen Start-up-Szene angemerkt, dass diese Industrie „sehr männer-dominiert“ sei. „Beim nächsten Mal wäre es besser, wenn auch eine Frau unter den hoffnungsvollen Pionieren der Zukunft wäre“, sagte Merkel. Das israelische Außenministerium hatte sich umgehend für die reine Männerrunde entschuldigt, deren Bild Schlagzeilen machte. Es gebe in Israel viele Hightech-Mitarbeiterinnen und -Chefinnen.

Auf den mitgebrachten Schildern der protestierenden Frauen auf dem Rabin-Platz stand beispielsweise „Tel Aviv ist mit Merkel“. „Es ist nicht das erste Mal, dass dies passiert: Es gibt Gipfel oder Treffen, wo nur Männer um einen Tisch versammelt sind“, sagte die Demonstrantin Merav Oren. Wenn die Frauen nicht die Aufmerksamkeit für diese Situation wie durch die Pappaufsteller-Aktion erhöhten, könne es immer wieder passieren. Es sei den Männern einfach nicht aufgefallen, dass es keine Diversität im Raum gegeben habe. Unter den Frauen am Rabin-Platz befand sich auch die israelische Chefin von Facebook, Adi Soffer Teeni. Männer wie der Tel Aviver Bürgermeister Ron Huldai unterstützten die Aktion vor Ort.

Von: mm

]]>
Thu, 11 Oct 2018 12:33:00 +0200
<![CDATA[Israel, Jordanien und die Palästinenser einigen sich auf Beschluss]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/10/11/israel-jordanien-und-die-palaestinenser-einigen-sich-auf-beschluss/ PARIS (inn) – Die UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) hat am Mittwoch zwei Anträge zu heiligen Stätten in Jerusalem und Hebron angenommen. Auf die nicht bindenden Entscheidungen hatten sich Israel, die Palästinenser und Jordanien geeinigt.

In den beiden Entscheidungen zum „Besetzten Palästina“ geht es zudem um die Bildung in den palästinensischen Autonomiegebieten. Israel wird in den Dokumenten als „Besatzungsmacht“ bezeichnet.

In der „Entscheidung 28“ wird die Abriegelung des Gazastreifens durch Israel kritisiert. Ägypten, das seinen Übergang in den Küstenstreifen ebenfalls geschlossen hat, wird nicht erwähnt. Das Patriarchengrab in der Altstadt von Hebron wird dort, wie schon in UN-Resolutionen, als „integraler Teil des besetzten palästinensischen Gebietes“ betrachtet. Es wird jedoch im Gegensatz zu früheren Texten darauf hingewiesen, dass die Stätte Juden, Christen und Muslimen heilig ist.

Die „Entscheidung 29“ besagt unter anderem, der Vorstand der UNESCO sei tief besorgt über die Verstöße der israelischen Armee gegenüber palästinensischen Universitäten und Schulen. Die Golanhöhen werden in dem Papier als besetztes syrisches Gebiet betrachtet.

Ägypten, Jordanien, der Libanon, Marokko, Oman, Katar und der Sudan hatten die Entscheidungen beantragt.

Einigung statt Abstimmung

Vertreter Israels, der Palästinenser und Jordaniens hatten sich im April darauf geeinigt, dass anstelle von Resolutionen, über die alle UNESCO-Mitglieder abstimmen, künftig nicht bindende Beschlüsse verfasst werden, die von den drei Parteien genehmigt wurden.

UNESCO-Generaldirektorin Audrey Azoulay sagte im Anschluss an die Entscheidungen vom Mittwoch: „Ich möchte den Geist des Dialogs und das Verantwortungsgefühl, das zu diesem Ergebnis geführt hat, würdigen. Ein Trend zum Konsens zeichnet sich ab. Er basiert auf der Anwesenheit aller Parteien am Tisch der UNESCO und natürlich auf deren guten Willen.“ Azoulay ist nach eigenen Worten darum bemüht, gegen eine Politisierung der UNESCO vorzugehen.

UN-Botschafter Danon spricht von Lügen

Israels UN-Botschafter Danny Danon kritisierte die Entscheidungen jedoch: „Dies ist ein weiterer Beweis für jeden, der nicht verstanden hat, warum sich die Vereinigten Staaten und Israel aus der UNESCO zurückgezogen haben, dass die UNESCO ein Gremium ist, das auf Lügen und Vorurteilen beruht und bewusst gegen uns handelt.“ Israel werde nicht Mitglied einer Organisation sein, die versuche, Geschichte umzuschreiben und die sich von Israels Feinden manipulieren lasse.

Die Onlinezeitung „Times of Israel“ zitiert eine „diplomatische Quelle bei der UNESCO“, die Unverständnis über Danons Kritik geäußert habe. Israelische Diplomaten hätten ihre Zustimmung zu den Texten gegeben, bevor dieser von palästinensischen und jordanischen Vertretern unterzeichnet worden seien.

Israel und die USA sind Ende vergangenen Jahres wegen anti-israelischer Positionen der UNESCO aus der UN-Organisation ausgetreten.

Von: dn

]]>
Thu, 11 Oct 2018 12:12:00 +0200
<![CDATA[Wirtschaftlicher Boykotteffekt von BDS überschätzt]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/wirtschaft/2018/10/11/wirtschaftlicher-boykotteffekt-von-bds-ueberschaetzt/ JERUSALEM (inn) – Der wirtschaftliche Einfluss auf israelische Firmen durch die Boykott-Bewegung BDS ist äußerst bescheiden. Das ist das Ergebnis der siebenjährigen Studie des Finanzielle-Immunitäten-Unternehmens, über die das Wirtschaftsmagazin „Globes“ berichtet.

Für die Studie, die im Jahr 2010 begann, wurden Hunderte von leitenden Angestellten größerer israelischer Firmen aus allen wirtschaftlichen Sektoren befragt. Der Vorsitzende des Unternehmens, Adam Reuter, zeigte sich von den Ergebnissen überrascht: „Ich hatte keinen so großen Unterschied zwischen den Berichten der Journalisten über die Jahre und den tatsächlichen Effekt des BDS-Monsters erwartet, der im schlimmsten Fall unbedeutend war.“

Der Anteil der vom Boykott betroffenen Firmen habe bei 0,75 Prozent und deren Schadensrate des Umsatzes bei unter 10 Prozent gelegen. Dieser Schaden sei hauptsächlich im Jahr 2014 während der militärischen Operation „Starker Fels“ im Gazastreifen entstanden. In anderen Jahren sei ihnen kein Schaden aufgefallen. Auf alle Firmen über den gesamten Zeitraum gerechnet, ergab die Kalkulation der Studie, dass der Gesamtanteil des Schadens bei 0,004 Prozent lag.

Teils umgekehrter Effekt festgestellt

Die Studie stellte sogar auch den umgekehrten Effekt fest, dass israelische Firmen durch den Boykott profitierten. Eine namentlich nicht genannte Verkaufskette erlebte während der Operation „Starker Fels“ Protestaktionen vor ihren Geschäften in europäischen Städten. In London seien die Demonstranten nach zwei Tagen mit ihren Schildern abgezogen, als das Medieninteresse nachgelassen habe. Danach habe sich die Anzahl der Verkäufer an normalen Tagen vervierfacht. Laut des Firmenleiters seien das vor allem nicht-jüdische Anwohner gewesen, die ihre Sympathien mit Israel ausdrückten.

Das Finanzielle-Immunitäten-Unternehmen hat sich auf die Beratung von Firmen hinsichtlich des Risikomanagements spezialisiert. Aus diesem Grund startete das Unternehmen die Studie, die sie bis Ende 2017 betrieb.

Von: mm

]]>
Thu, 11 Oct 2018 11:49:00 +0200