Israelnetz - Neueste Nachrichten https://www.israelnetz.com Nachrichten aus Israel und dem Nahen Osten de https://www.pro-medienmagazin.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif Israelnetz - Neueste Nachrichten https://www.israelnetz.com 18 16 Nachrichten aus Israel und dem Nahen Osten TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Thu, 23 Mar 2017 17:18:42 +0100 <![CDATA[Iranischer Oscar-Gewinner für bessere Beziehungen zu Israel]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2017/03/23/iranischer-oscar-gewinner-fuer-bessere-beziehungen-zu-israel/ Der iranische Filmemacher und Oscar-Gewinner Asghar Farhadi hat sich für ein Ende der fast 40-jährigen Feindschaft zwischen dem Iran und Israel ausgesprochen. Nur die Bevölkerung beider Länder könne bessere Beziehungen bewirken, nicht Politiker. So zitierte die israelische Tageszeitung „Ha'aretz“ den 44-Jährigen am Mittwoch. Der Artikel erregte im Iran großes Aufsehen, da Kontakt mit dem „Erzfeind“ Israel verboten ist. Laut einer Presseerklärung von Farhadis Büro gibt die Zeitung kein exklusives Interview wider. Sie zitiere Pressekonferenzen während der Filmfestspiele in Cannes, die vergangenes Jahr im Mai stattfanden.

Von: csc

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Thu, 23 Mar 2017 14:27:00 +0100
<![CDATA[Israel kritisiert Vorwürfe gegen Deutschland]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/03/23/israel-kritisiert-vorwuerfe-gegen-deutschland/ Nazi-Vorwürfe gegen Deutschland sind „völlig deplatziert“. Dies hat der Sprecher des israelischen Außenministeriums, Emmanuel Nahschon, am Mittwoch im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur geäußert. Dabei nahm er keinen direkten Bezug auf den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan, der Deutschland „Nazi-Methoden“ unterstellt hatte. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, warf Erdogan indes „historische Ahnungslosigkeit“ vor. Die 84-jährige Holocaust-Überlebende sprach von einer „unerträglichen Relativierung von NS-Verbrechen“.

Von: eh

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Thu, 23 Mar 2017 14:20:00 +0100
<![CDATA[Finanzielle Unterstützung für Bewohnerinnen von Frauenhäusern]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/03/23/finanzielle-unterstuetzung-fuer-bewohnerinnen-von-frauenhaeusern/ Die Knesset hat am Mittwoch ein neues Gesetz verabschiedet, welches den Opfern von häuslicher Gewalt ein festes Einkommen zusichert. Demnach sollen die Bewohnerinnen israelischer Frauenhäuser ab sofort schon vor ihrem Einzug Unterstützung in Form von Einkommenszuschüssen erhalten. Das soll es ihnen ermöglichen, alte Rechnungen zu begleichen und finanzielle Sicherheit sowie neue Hoffnung zu erlangen.

Von: amu

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Thu, 23 Mar 2017 13:51:00 +0100
<![CDATA[„Terrortunnel keine existenzielle Gefahr“]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/03/23/terrortunnel-keine-existenzielle-gefahr/ JERUSALEM (inn) – Der israelische Generalstabschef Gadi Eisenkot hat die Terrortunnel der Hamas als „ernste, aber nicht existenzielle“ Gefahr beschrieben. Vor dem Knessetausschuss für Staatskontrolle verteidigte er am Mittwoch zudem das Vorgehen der Armee während der Militäroperation „Starker Fels“ im Sommer 2014.

In einem Bericht hatte der staatliche israelische Rechnungsprüfer Josef Schapira unter anderem bemängelt, dass die Armee die Gefahr durch Terrortunnel unterschätzt habe. Eisenkot sagte dazu, zwar seien 13 Soldaten aufgrund der Tunnel getötet worden. Die Armee habe jedoch auch 31 Tunnel zerstört. „Das wäre ohne ausgezeichnete Geheimdienstarbeit nicht möglich gewesen.“ Insgesamt beklagt die Armee infolge des Gazakonfliktes den Tod von 66 Soldaten.

Eisenkot: Abschreckung erhöht

Eisenkot hob weiter hervor, dass das Ergebnis der militärischen Auseinandersetzung positiv zu sehen sei. Sie habe zu einer Ruhephase geführt, die es in den 40 Jahren davor nicht gegeben habe, sagte Eisenkot laut der israelischen Tageszeitung „Jerusalem Post“. Ursache dafür sei unter anderem die Erhöhung der Abschreckung. Die Armee schlage nun massiv zurück, wenn Raketen aus dem Gazastreifen nach Israel geschossen werden. „Wir treffen wertvolle Hamas-Ziele – nicht nur leere Punkte mit geringer Bewaffnung.“

Den Bericht des Rechnungsprüfers hält er dennoch für wichtig. Dieser „hilft der Armee in dem Lernprozess, der schon kurz nach der Operation begonnen hat“. Schapira hatte Eisenkot bereits dafür gelobt, manche Empfehlungen noch vor Abschluss des Berichtes umgesetzt zu haben.

Die Anhörung war die zweite von insgesamt dreien zur Operation „Starker Fels“. Bereits am Sonntag war der jetzige Mossad-Chef Jossi Cohen vor den Ausschuss geladen. Auch er verteidigte das Vorgehen der Armee sowie die Informationspolitik im Kabinett.

Von: df

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Thu, 23 Mar 2017 13:25:00 +0100
<![CDATA[Archäologen finden Gin und Whiskey]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/wissenschaft/archaeologen-finden-gin-und-whiskey/ RAMLA (inn) – Eine unerwartete Entdeckung kam bei einer archäologischen Ausgrabung der Israelischen Altertumsbehörde bei Ramla zum Vorschein: Neben prähistorischen Feuersteinwerkzeugen entdeckten Archäologen 100 Jahre alte Alkohol-Flaschen. Sie wurden in der Nähe eines Gebäudes gefunden, in dem britische Soldaten während des Ersten Weltkrieges stationiert waren. Die Ausgrabungen wurden im Kibbutz Netzer Sereni südöstlich von Tel Aviv durchgeführt, vor dem Bau der Autobahn 200.

Die schriftlichen historischen Beweise für die Aktivitäten der Soldaten in der britischen Armee im Gebiet des heutigen Israel bestehen in der Regel aus „trockenen" Details, wie Anzahl der Soldaten, Angriffsrichtung, Ergebnisse der Schlacht. Bei der früheren Unterkunft von Soldaten wurden Dutzende einheitliche Knöpfe, Gürtelschnallen, Teile von Reitausrüstung und andere Artefakte gefunden, die Eigentum der britischen Soldaten waren. Das Gebäude fing Feuer und brach aus unbekanntem Grund zusammen.

„Spannung mit viel Alkohol begießen“

„Wir waren überrascht zu entdecken, dass es zusammen mit gebrochenem Geschirr und Besteck eine enorme Anzahl von Getränkeflaschen, darunter auch Schnapsflaschen, gab. Tatsächlich waren etwa 70 Prozent der Abfälle in der Müllgrube Alkoholflaschen. Es scheint, dass die Soldaten die von ihnen gegebene Pause ausnutzten, um die Spannung mit viel Alkohol zu begießen", sagte einer der Archäologen.

Brigitte Uahnuna, eine Forscherin in der Glasabteilung der Altertumsbehörde, sagte: „Dies ist das erste Mal in der Geschichte der Archäologie in Israel, dass Hunderte Glasflaschen aus einem britischen Armeelager des Ersten Weltkriegs aufgedeckt wurden. Interessanterweise kamen die Glasflaschen, die vor allem Wein, Bier, Soda und hochprozentige Getränke wie Gin, Likör und Whiskey enthielten, aus Europa, um Soldaten und Offiziere im Lager zu versorgen."

Ulrich W. Sahm

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Thu, 23 Mar 2017 13:14:00 +0100
<![CDATA[Steinmeier zitiert Peres]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/03/23/steinmeier-zitiert-peres/ In seiner ersten Rede als Bundespräsident hat Frank-Walter Steinmeier auf eine Symbolgeschichte zurückgegriffen, die ihm Schimon Peres erzählt hatte. Beim letzten Treffen der beiden beschrieb der inzwischen verstorbene frühere israelische Staatspräsident die Zukunft als Kampf zwischen einem guten und einem bösen Wolf. Der eine stehe für Frieden, Hoffnung und Gerechtigkeit, der andere für Gewalt, Furcht und Unterdrückung. Am Ende gewinne derjenige Wolf, der auch gefüttert werde. Steinmeier erklärte, dies bedeute unter anderem, am Unterschied zwischen Fakt und Lüge festzuhalten.

Von: df

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Thu, 23 Mar 2017 11:40:00 +0100
<![CDATA[Nachrichten vom 23. März]]> https://www.israelnetz.com/israelnetz-tv/2017/03/23/nachrichten-vom-23-maerz/ Thu, 23 Mar 2017 10:58:00 +0100 <![CDATA[Arabische Muslima besucht Kadettenkurs]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/03/22/arabische-muslima-besucht-kadettenkurs/ JERUSALEM (inn) – Erstmals hat das israelische Außenministerium eine arabische Muslima in seinen Kadettenkurs aufgenommen. Die 31-jährige Rascha Athmani machte als Studentin einschlägige Erfahrungen mit der Voreingenommenheit der Vereinten Nationen gegenüber Israel. Die Enttäuschung über die einseitige Haltung brachte sie dazu, eine Diplomatenlaufbahn einzuschlagen.

Athmani ist in der arabischen Stadt Baka al-Gharbija, nordöstlich von Netanja, aufgewachsen. Die Muslima studierte Psychologie an der Hebräischen Universität Jerusalem. Am Ende des Studiums bot sich ihr vor zwei Jahren die Möglichkeit, an einem Projekt des Außenministeriums teilzunehmen: Interessierte Israelis sollten die junge Generation des Landes bei den Vereinten Nationen vertreten. Die Araberin übernahm diesen Posten für drei Monate im Menschenrechtsrat.

Schlüsselerlebnis: Diskussion über Frauenrechte

Als Kadettin betreibt Athmani einen Blog. Darin schreibt sie laut der Tageszeitung „Yediot Aharonot“ über ihre damalige Erfahrung: „Von den drei Monaten, die ich bei der UNO war, wird mich ein Wendepunkt immer begleiten – als ich eines Tages wie gewöhnlich auf dem israelischen Sitz im Komitee der Vollversammlung saß, das sich mit Menschenrechten befasst, und mit großem Interesse der Diskussion lauschte, die geführt wurde – über die Verletzung von Frauenrechten.“

Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Athmani nach eigenen Angaben bereits daran gewöhnt, „die Abfolge der Anschuldigungen gegen Israel von vielen Staaten im Rat zu hören, wie (die neue UN-Botschafterin der USA) Nikki Haley es neulich in den Medien dargestellt hat“. Die Diskriminierung gegen Israel sei sehr vorherrschend in der UNO und wecke Enttäuschung. „Aber diesmal war es anders. Diesmal hörte ich den Reden von Syrien, Saudi-Arabien, Iran, Irak und Ägypten zu, die ,die systematische Verletzung der Frauenrechte‘ durch Israel verurteilten, während ich, eine arabische junge Frau, Muslima, palästinensischer Abstammung, Israel im Menschenrechtsrat repräsentierte.“

Jener Tag in der UNO habe sie zum Verzweifeln gebracht über „das tendenziöse Verhalten der internationalen Bühne gegen Israel“. Athmani schreibt weiter: „Ich glaube an Frieden, auch weil ich glaube, dass Menschen einen positiven Wandel in der Welt bewirken können, und ich möchte ein Teil des Wandels sein. Ich habe damit begonnen, indem ich entschied, mich dem Kadettenkurs des Außenministeriums anzuschließen.“

Herausfordende Aufgabe im Blick

Athmani ist nicht die erste arabische Diplomatin im israelischen Außenministerium. Bereits 2006 nahm die Christin Ranija Dschubran an einem Kadettenkurs teil. Ihr Vater Salim Dschubran war Richter am Obersten Gerichtshof. Die Tochter beendete ihre Laufbahn allerdings nach dreieinhalb Jahren. Athmani indes hat nun Aussichten auf eine herausfordernde Position in der Welt der Diplomatie: Sie ist Kandidatin für das Amt der Sprecherin der israelischen Botschaft in der Türkei.

Von: eh

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Thu, 23 Mar 2017 10:28:00 +0100
<![CDATA[Knesset-Konferenz bekämpft Rassismus in Israel]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/03/22/knesset-konferenz-bekaempft-rassismus-in-israel/ Eine Konferenz in der Knesset hat sich am Dienstag dem Kampf gegen Rassismus in Israel gewidmet. Dabei ging es nicht nur darum, ein Beispiel für die Menschen zu sein und rassistische Kommentare zu vermeiden, sagte der Abgeordnete der Zionistischen Union Joel Hasson. Wichtig sei auch, aktiv und öffentlich dem Rassismus zu begegnen. Minister, Vertreter der Polizei, Beamte des Bildungssystems sowie Verantwortliche nichtstaatlicher Organisationen versammelten sich, um gemeinsam rassistischen Vorurteilen entgegenzuwirken.

Von: amu

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Wed, 22 Mar 2017 15:31:00 +0100
<![CDATA[Kuwait für Ausschluss Israels aus Parlamentsorganisation]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/03/22/kuwait-fuer-ausschluss-israels-aus-parlamentsorganisation/ RABAT (inn) – Kuwait zielt darauf ab, Israel aus der Interparlamentarischen Union (IPU) auszuschließen. Das haben Vertreter des Golfstaats am Dienstag in der marokkanischen Hauptstadt Rabat beschlossen. Dort hatten sich Politiker zur Konferenz der Arabischen Interparlamentarischen Union (AIPU) getroffen.

Der Präsident des kuwaitischen Parlaments, Marsuk al-Ghanim, erklärte, sein Land wolle bei den Bemühungen um einen Ausschluss Israels vorangehen. Als Grund nannte er das Regelungsgesetz, das die Knesset im Februar beschlossen hatte. Das Gesetz ermächtigt die israelische Regierung, Siedlungen nachträglich zu legalisieren und mögliche palästinsische Landbesitzer über Gebühr zu entschädigen.

Die Knesset habe das Gesetz als Reaktion auf die siedlungskritische Resolution 2334 des UN-Sicherheitsrates verabschiedet, fuhr Al-Ghanim fort. Nun gehe es darum, bei der „Hauptangelegenheit“ muslimischer Araber zu bleiben, der „palästinensischen Sache“. Bei dem Versuch, Israel auszuschließen, gehe es nicht um Israel-Hass oder Rassismus, betonte Al-Ghanim weiter. „Er ist eine Folge der Verletzungen internationaler Resolutionen.“

Nach Angaben der israelischen Tageszeitung „Jerusalem Post“ ist dies nicht der erste Versuch Kuwaits, einen Ausschluss Israels herbeizuführen. Das Land versuchte dies auch im April 2016, scheiterte damit jedoch.

IPU: Enttäuschung über Regelungsgesetz

Der Präsident der IPU, der Bengalese Saber Chowdhury, hat aufgrund des Regelungsgesetzes seine „tiefe Enttäuschung“ zum Ausdruck gebracht. Das Gesetz gefährde den Friedensprozess im Nahen Osten ernsthaft, sagte er laut einer Pressemitteilung der IPU vom 9. Februar.

Die IPU wurde 1889 in Paris gegründet. Heute zählt sie 167 Mitglieder und hat ihren Hauptsitz in Genf. Ziel der Organisation ist die Sicherung des Friedens und die Wahrung der Menschenrechte. In der Regel treffen sich Delegierte zweimal im Jahr zu Konferenzen. Die nächste Konferenz findet Anfang April in der bengalischen Hauptstadt Dhaka statt.

Von: df

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Wed, 22 Mar 2017 15:27:00 +0100
<![CDATA[„Wichtiger Tag für die gesamte Christenheit“]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/03/22/wichtiger-tag-fuer-die-gesamte-christenheit/ JERUSALEM (inn) – Hunderte von Gläubigen sind am Mittwochmorgen in der Grabeskirche in Jerusalem zusammengekommen, um den Abschluss der Restaurierungsarbeiten an der Grabkapelle zu feiern. Neben Grußworten sangen die drei Chöre der griechischen, katholischen und armenischen Christen.

Der griechische Patriarch Theophilos freute sich über den Geist der Einheit, in dem die Bauarbeiten geschehen seien: „In Zeiten, in denen nicht nur in unserer Region viel Verwirrung herrscht, kann die Einheit, mit der die Restaurierung hier geschehen ist, ein Zeichen an die Welt sein.“ Unter anderen begrüßte er den griechischen Premierminister Alexis Tsipras und bedankte sich bei allen Spendern, die die Renovierung möglich gemacht hatten. Neben den Kirchen hätten auch viele Einzelspender für den Erhalt der Kapelle gesorgt. Unter anderem nannte er den jordanischen König Abdullah II., den palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas sowie den palästinensischen Geschäftsmann Baschar al-Masri.

Der armenisch-apostolische Patriarch von Jerusalem, Nurhan Manugian, rief dazu auf, die Grabeskirche künftig einmal im Jahr auch anderen Denominationen für Gottesdienste zugänglich zu machen: „Christus zu lieben ist unsere Aufgabe, und das tun wir auch über kulturelle und sprachliche Grenzen hinweg. Als Heiden folgen wir dem Gebot der Nächstenliebe unseres Herrn Jesus Christus.“ Er dankte den Christen der vergangenen Jahrhunderte, die „diesen heiligen Ort, an dem sich Himmel und Erde berühren“, bewahrt hätten, teilweise unter Verfolgung.

Renovierung auf Grundlage von Gottes Wort

Der Erzbischof und Apostolische Administrator des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem, Pierbattista Pizzaballa, begann sein Grußwort so: „Den größten Teil der Geschichte war das, was wir heute erleben, nicht möglich. Bisher dachten alle, dass wir den Moment der Wiedereinweihung und die Restaurierung der Kapelle nie erleben würden. Doch hier, auf Grundlage des Wortes Gottes, haben die Gläubigen es verstanden, ein neues Miteinander zu gestalten, das auf Vertrauen und Respekt basiert.“ In Anlehnung an viele frühere Streitigkeiten sagte er: „Dieser Tag ist Balsam für die Wunden, die wir in der Vergangenheit erfahren haben. Doch hier, in unserer geliebten heiligen Stadt Jerusalem, soll der neue Geist in unseren Beziehungen künftig deutlich werden.“

Der Kurienkardinal und Präfekt der Gemeinschaft der Orientalischen Kirchen, Leonardo Sandri, wies darauf hin, dass die Bauarbeiten genau ein Jahr gedauert hätten: „Am 22.3.2016 haben sich die Kirchenvertreter auf einen gemeinsamen Baubeschluss geeinigt.“ Der Kustos des Heiligen Landes Francesco Patton freute sich: „Wunderbar, dass die Arbeiten nun pünktlich zum Osterfest fertiggestellt sind, das die Ost- und Westkirchen in diesem Jahr am gleichen Tag begehen. Dieser Tag ist ein Grund zur Freude für die gesamte Christenheit.“

Die Kapelle gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und steht nach Überlieferung der Ostkirchen an dem Ort, an dem Jesus Christus begraben wurde. Kaiser Konstantins Mutter Helena hatte die Kirche erstmals im Jahr 325 erbauen lassen. Unter anderem durch Feuchtigkeit und Wärme durch Kerzen der vielen Besucher war das Gebäude in den vergangenen Jahren stark baufällig geworden. Israelische Behörden hatten gedroht, die Grabkapelle wegen Einsturzgefahr zu schließen.

Kirche gegen Erdbeben gesichert

Nach langen Unstimmigkeiten hatten sich Katholiken, Griechisch-Orthodoxe und Armenier auf Restaurierungsarbeiten an der Grabeskapelle, die Teil der Grabeskirche in der Altstadt von Jerusalem ist, geeinigt. Die Renovierung kostete knapp 3,5 Millionen Euro, das Gebäude ist nun sogar erdbebensicher.

Die Freude über das gelungene Projekt und die einvernehmlichen Bauarbeiten war nicht nur den Kirchenleitern abzuspüren. Ein Armenier jubelte nach der Veranstaltung: „So etwas erlebt man nur alle 200 Jahre. Und wer weiß? Vielleicht waren ja schon unsere Urgroßeltern dabei, als das Grabmal 1810 das letzte Mal geöffnet wurde!“

Von: mh

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Wed, 22 Mar 2017 13:33:00 +0100
<![CDATA[Blogger tagen in Israel]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/03/22/blogger-tagen-in-israel/ Mehr als 400 Blogger und Reisejournalisten aus 50 Nationen sind seit Dienstag auf der dreitägigen Konferenz „Travel Blog Exchange“ (TBEX) in Jerusalem. TBEX ist weltweit die größte Konferenz für Blogger und Ersteller digitaler Medien. Mindestens 18 Millionen Menschen weltweit folgen den Bloggern online. Seit 2009 findet die Konferenz jedes Jahr in einem anderen Land statt – nun zum ersten Mal in Israel. Trotz der Spannungen fühlen sich die Journalisten und Blogger „hier absolut sicher“, schreibt die Tageszeitung „Jerusalem Post“. Neben Referaten bekannter Sprecher stehen Workshops und Ausflüge in die Stadt auf der Agenda.

Von: csc

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Wed, 22 Mar 2017 12:47:00 +0100
<![CDATA[Israel verlängert Mutterschutz]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/03/22/israel-verlaengert-mutterschutz/ Die Knesset hat am Dienstag einstimmig eine Verlängerung des Mutterschutzes beschlossen. Der bezahlte Urlaub wird von 14 auf 15 Wochen erweitert. Das neue Gesetz gilt allen Frauen, die ihr Kind ab dem 1. Januar 2017 zur Welt gebracht haben. Gleichzeitig können Väter nach der Gesetzesänderung ihre Elternzeit ab sofort auf ein Minimum von einer, anstatt wie bisher drei Wochen beschränken. Die zusätzliche Urlaubswoche kostet die nationalen Versicherungsinstitute umgerechnet rund 60 Millionen Euro.

Von: amu

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Wed, 22 Mar 2017 12:16:00 +0100
<![CDATA[Palästinensische Terroristin spricht bei israelkritischer Konferenz]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/03/22/palaestinensische-terroristin-spricht-bei-israelkritischer-konferenz/ Die israelkritische Organisation „Jewish Voice for Peace“ (JVP) hat die palästinensische Terroristin Rasmeah Odeh als Rednerin zu einer Mitgliederkonferenz in Chicago eingeladen. Odeh verübte 1969 im Namen der „Volksfront zur Befreiung Palästinas“ einen Bombenanschlag in Jerusalem. Dabei starben zwei Israelis. 1980 kam sie im Rahmen eines Gefangenenaustausches auf freien Fuß. Odeh wird zum Abschluss der dreitägigen Konferenz am 2. April an einer Podiumsdiskussion zum Thema „Gerechtigkeit organisieren“ teilnehmen.

Von: df

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Wed, 22 Mar 2017 12:14:00 +0100
<![CDATA[Netanjahu wirbt in China für israelische Technologie]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/03/22/netanjahu-wirbt-in-china-fuer-israelische-technologie/ PEKING (inn) – Israel und China wollen ihre Zusammenarbeit auf dem Sektor der innovativen Technologie ausbauen. Dies haben Politiker beider Staaten bei einem Besuch des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu in der Volksrepublik betont. Anlass war das 25-jährige Bestehen der diplomatischen Beziehungen.

Netanjahu traf am Dienstag den chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping. „Wir bewundern Chinas Fähigkeiten, seinen Standpunkt auf der Weltbühne und in der Geschichte“, sagte er laut einer Mitteilung seines Büros. „Wir wissen, dass Sie großartige Wissenschaftler, großartige Industrielle, großartige Fähigkeiten haben, und wir meinen, dass wir durch eine Zusammenarbeit die Zukunft besser für unsere Völker machen können, aber ich meine auch, für die Menschheit als Ganzes.“ Er dankte dem Staatsoberhaupt für dessen Freundschaft.

Xi lobte die positive Entwicklung der bilateralen Beziehungen in den vergangenen 25 Jahren. Die Partnerschaft bei der Innovation werde den beiden Völkern noch mehr Nutzen bringen. „Ein friedlicher, stabiler und sich entwickelnder Naher Osten erfüllt die gemeinsamen Interessen aller Parteien, China und Israel eingeschlossen“, fügte der Präsident nach einem Bericht der chinesischen Nachrichtenagentur „Xinhua“ hinzu. China befürworte die Zweistaatenlösung.

Chinesischer Politiker: Kleines Israel weltweit führend

Bei seinem Staatsbesuch kam Netanjahu auch mit dem Vorsitzenden des Ständigen Ausschusses des Nationalen Volkskongresses (NVK), Zhang Dejiang, zusammen. Dieser sagte, obwohl Israel nur acht Millionen Einwohner habe, sei es eine weltweit führende Kraft in der Technologie. Begleitet wurde der Regierungschef unter anderen von Wissenschaftsminister Ofir Akunis, Gesundheitsminister Ja'akov Litzman, Umweltminister Se'ev Elkin und Industrieminister Eli Cohen. Sie unterzeichneten Abkommen etwa zur Notfallmedizin, zum Umweltschutz, zur Zusammenarbeit bei der Bildung und zu wissenschaftlichen Projekten.

Zudem war Netanjahu beim dritten Treffen des gemeinsamen chinesisch-israelischen Komitees für Zusammenarbeit in der Innovation zugegen. Vizepremierministerin Liu Yandong dankte ihm für seine persönliche Verpflichtung gegenüber dem Komitee. Eine solche Innovationsstruktur habe China nur mit Israel.

Jüdischer Philosoph auf Chinesisch

Der israelische Regierungschef wies auf ein altes Buch hin, das in einer Ausstellung seine Aufmerksamkeit erregt habe. Es handelt sich um eine chinesische Übersetzung eines Werkes des mittelalterlichen jüdischen Religionsphilosophen Moses Maimonides. „Warum ist das wichtig?“, fragte Netanjahu. „Weil das erste Internet, das ,jüdische Internet‘, mehr als 1.000 Jahre zurückreicht. Wir hatten jüdische Gemeinden an verschiedenen Orten verstreut, einige in Europa, einige im Jemen, einige in Asien.“ Diese hätten ihren Rabbinern und Gelehrten Fragen gestellt. Manchmal habe es Monate gedauert, „bis ein Brief, eine Anfrage, eine ,Textnachricht‘, eintraf und dann mehrere weitere Monate, bis eine Antwort kam“.

Die jüdische Tradition, die Umstände und Vorgänge ständig zu verbessern, sei „ein sehr großer Teil des Herzens von dem, was wir beim gemeinsamen Streben nach Innovation tun“. Der Premier ergänzte: „Wir wollen unsere Technologie mit Chinas Fähigkeiten verheiraten.“

Bereits am Montag hatte Netanjahu den chinesischen Premierminister Li Keqiang getroffen. Die Delegationen einigten sich darauf, die geplante Freihandelszone zu beschleunigen. Ferner schlossen sie ein Abkommen über Gastarbeiter aus China, die nach Israel kommen sollen.

An einem Wirtschaftsforum nahmen mehr als 600 israelische und chinesische Geschäftsleute teil. Netanjahu riet den Chinesen, israelische Technologie zu übernehmen, um den Lebensstandard in ihrem Land zu erhöhen. Israelische Startups würden von amerikanischen, chinesischen oder deutschen Firmen übernommen. „Sie produzieren die grundlegende Technologie und geben sie an jemand anderen weiter.“ Am Mittwoch beendete Netanjahu seine dreitägige Chinareise.

Von: eh

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Wed, 22 Mar 2017 11:47:00 +0100
<![CDATA[BDS-Veranstaltungen in Bonn und Frankfurt abgesagt]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/03/21/bds-veranstaltungen-in-bonn-und-frankfurt-abgesagt/ BONN / FRANKFURT (inn) – Die Jüdische Gemeinde in Bonn hat die Absage einer BDS-Veranstaltung in der Stadt begrüßt. Sie war unter dem Titel „Für Menschenrechte und Völkerrecht in Palästina – was will der BDS?“ für den 27. März geplant.

Bei der Veranstaltung sollte der der evangelische Theologe und Vizepräsident der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft, Martin Breidert, einen Vortrag halten. Gastgeber ist die Stiftung Pfennigsdorf, die ihren Sitz in Bonn hat und nach eigenen Angaben der Förderung der Kultur dient. Grund für die Absage war laut der israelischen Tageszeitung „Jerusalem Post“ eine Erkrankung des Geschäftsführers der Stiftung, Manfred Lohmann.

Engelmeier: Israel wird ausgesondert

Gegen die Veranstaltung hatte neben der jüdischen Gemeinde auch die Bundestagsabgeordnete Michaela Engelmeier protestiert. Die SPD-Politikerin ist Mitglied der Deutsch-Israelischen Parlamentariergruppe. In einem auf Facebook am 11. März veröffentlichten Schreiben an die Stiftung Pfennigsdorf schrieb sie über die Israel-Boykott-Bewegung: „Was hier stattfindet, ist eine Neuformulierung der menschenverachtenden Forderung: kauft nicht bei Juden. Wohin diese letztlich geführt hat, sollte bestens bekannt sein.“

Sie wies außerdem darauf hin, dass die Deutsch-Palästinensische Gesellschaft Israel gesondert hervorhebe. Die Gesellschaft verschreibe sich zwar dem Frieden, „betont aber an vielen Stellen die alleinige Schuld Israels am Nahost-Konflikt“. Auf diese Weise betreibe die Gesellschaft „antisemitische Propaganda“. Eine Stellungnahme der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft lag Israelnetz am Dienstagnachmittag trotz Anfrage nicht vor.

Lohmann erklärte gegenüber Israelnetz, die Argumente von Engelmeier seien nicht nachvollziehbar. Israel verstoße mit dem Siedlungsbau gegen das Völkerrecht; dies zeige die im Dezember verabschiedete Resolution des UN-Sicherheitsrates. Wer Israel kritisiere, werde sofort als Antisemit verunglimpft. „Das schadet dem jüdischen Volk mehr, als es ihm nützt.“

Ein Vertreter der jüdischen Gemeinde in Bonn hält dem entgegen, jeder dürfe Israel kritisieren. Es sollte nur eine „gerechte Kritik“ sein. Es gehe etwa nicht an, Israel „Apartheid“ vorzuwerfen, ohne sich auch nur ein Bild von der wirklichen Lage vor Ort gemacht zu haben. Zudem gebe es in arabischen Ländern wie in Algerien, Ägypten, Syrien oder dem Irak überhaupt keine Juden mehr. Diesen Ländern werfe aber niemand Apartheid vor.

Frankfurt: Kritik an Veranstaltung

Auch in Frankfurt am Main sei eine BDS-Veranstaltung abgesagt worden, berichtet die „Frankfurter Rundschau“. Demnach war im Veranstaltungszentrum „Ka Eins“ eine Konferenz unter dem Titel „50 Jahre israelische Besatzung“ für den 9. und 10. Juni geplant. Organisiert hat die Veranstaltung der „Koordinationskreis Palästina Israel“. Der Leiter von „Ka Eins“, Bizhan Alkanaan, hat dem Bericht zufolge Hassmails und Drohanrufe, vor allem aus den USA und Kanada, erhalten. Daraufhin habe er die Veranstaltung abgesagt.

Auch der Frankfurter Bürgermeister und Stadtkämmerer Uwe Becker (CDU) habe sich an Alkanaan gewandt und ihn gebeten, die Veranstaltung zu überdenken. „Wer in Frankfurt Stimmung gegen Israel machen will, wer für den Boykott israelischer Waren wirbt und Sanktionen gegenüber diesem Land fordert, ist in unserer Stadt nicht willkommen“, erklärte Beckers Büro gegenüber der „Frankfurter Rundschau“.

Für die Veranstaltung ist unter anderen der Historiker Ilan Pappe angekündigt, der wegen wissenschaftlicher Mängel die Universität Haifa verlassen musste und heute im englischen Exeter lehrt. Zu den Dozenten gehört auch Norman Paech. Der Völkerrechtler und Linkenpolitiker war 2010 an Bord der Mavi Marmara, mit dem Aktivisten die Gazablockade brechen wollten; die israelische Marine enterte jedoch das Boot.

Von: df

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Tue, 21 Mar 2017 16:19:00 +0100
<![CDATA[Glücksstudie: Israel strahlt auf Platz elf]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/03/21/gluecksstudie-israel-strahlt-auf-platz-elf/ NEW YORK (inn) – „Ich bin glücklich; klatscht mit, wenn ihr fühlt, dass Glück die Wahrheit ist“, singt der amerikanische Musiker Pharrell Williams in seinem weltbekannten Lied „Happy“. Davon können die Israelis anscheinend auch ein Lied singen. In der am Montag veröffentlichten UN-Glücksstudie rangiert der jüdische Staat auf Platz elf.

Damit ist Israel mit Abstand das Land im Nahen Osten, das sich am weitesten oben in der Liste findet. Die nächsten Länder aus der Region sind die Vereinigten Arabischen Emirate auf Platz 21 und Katar auf Rang 35. Die Palästinensischen Gebiete finden sich auf dem 103. Platz von insgesamt 155 Ländern und Gebieten.

Syrien am Ende der Liste

An der Spitze der Liste finden sich in der Mehrheit nordeuropäische Staaten: Norwegen ist auf Platz eins, gefolgt von Dänemark, Island, der Schweiz und Finnland. Auf Rang sechs bis zehn platzieren sich: Niederlande, Kanada, Neuseeland, Australien und Schweden. Dann kommt schon Israel, das an den Top Ten kratzt. Die USA rangieren auf Platz 14, Deutschland ist auf Platz 16, Österreich auf Platz 12. Die Schlusslichter der Liste von Rang 152 bis 155 sind: Syrien, Tansania, Burundi und die Zentralafrikanische Republik.

Der Bericht verbindet unter anderem Länderdaten mit der Selbstwahrnehmung der Einwohner. Die Studienleiter ermitteln den Glücksindex anhand folgender sechs Variablen: das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf, soziale Unterstützung, Lebenserwartung, soziale Freiheit, Großzügigkeit und das Nichtvorhandensein von Korruption. Hinzu kommen weitere Punkte wie das Wohlbefinden, besonders positive Emotionen, die bei der Einordnung helfen.

Kritik an der Studie

Erstmals wurde die Glücksstudie 2012 veröffentlicht. Damals rangierte Israel auf Platz 14. Dann hielt sich das Land auf dem elften Rang. Der diesjährige Bericht ist die fünfte Ausgabe der Erhebung und stützt sich auf Daten aus den Jahren 2014 bis 2016.

In der Vergangenheit kritisierten Sozialwissenschaftler die Glücksstudie. Lebenszufriedenheit könne nur auf der Basis der konkret vorhandenen Lebensumstände und des individuellen Umgangs erklärt werden. Die Annahme, Antworten auf die Frage nach der Lebenszufriedenheit pro Land aggregieren zu können, funktioniere nicht, hieß es auf der Wissenschaftsseite „scienesfiles.org“.

Ein Drittel der säkularen Juden würde ins Ausland ziehen

Ein anderes Bild Israels zeichnet eine Umfrage von „Masa Israeli“, einem Projekt zur jüdischen Identität, in Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium. 27 Prozent der jüdischen Israelis würden ins Ausland gehen, wenn sich ihnen die Chance dafür böte: bei den säkularen Juden sind es 36 Prozent, bei den religiösen Juden nur sieben Prozent.

Der Geschäftsführer von „Masa Israeli“, Uri Cohen, sagte laut der Onlinezeitung „Times of Israel“ über den Wunsch: „Das weist darauf hin, dass viele israelische Bürger nicht das Gefühl haben, zu dem Land zu gehören.“ Dies nennt Cohen eine „alarmierende Statistik“.

Von: mab

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Tue, 21 Mar 2017 15:36:00 +0100
<![CDATA[Leiter eines türkischen Hilfswerkes festgenommen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/03/21/leiter-eines-tuerkischen-hilfswerkes-festgenommen/ Der israelische Inlandsgeheimdienst Schabak hat den Leiter der staatlichen türkischen Hilfsorganisation TIKA festgenommen. Sie leistet humanitäre Hilfe im Gazastreifen. Der Vorsitzende, Muhammed Murteca, steht im Verdacht, die radikal-islamische Hamas unterstützt zu haben. 2008 soll die Gruppe ihn heimlich rekrutiert haben. Der Schabak wirft ihm vor, türkische Hilfsgelder an die Hamas weitergegeben zu haben. Dies meldet die Tageszeitung „Yediot Aharonot“ in ihrer Onlineausgabe.

Von: eh

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Tue, 21 Mar 2017 14:22:00 +0100
<![CDATA[Ehemalige Miss World vor dem belgischen Parlament]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/03/21/ehemalige-miss-world-vor-dem-belgischen-parlament/ BRÜSSEL (inn) – Sie will Frauen helfen, die Opfer sexueller Gewalt geworden sind: die ehemalige Miss World Linor Abargil. Denn wenige Wochen vor ihrer Wahl zur schönsten Frau der Welt wurde sie selbst vergewaltigt. Nun hat die Israelin vor dem belgischen Parlament gesprochen.

„Die Opfer müssen über das sprechen, was passiert ist, sogar über die allerkleinsten Einzelheiten“, sagte Abargil bei ihrer Rede vergangene Woche in Brüssel. „Ihre Umgebung muss mit ihnen sprechen und darf nicht den Blick senken, denn das wird in ihnen ein fortwährendes Opfergefühl auslösen.“

Dass Vergewaltigungsopfer ihr Schweigen brechen und dadurch Heilung erfahren, ist ihr größtes Ziel. Deshalb reist sie durch die Welt, um betroffenen Frauen zu begegnen. Und deshalb hat Cecilia Peck den Film „Brave Miss World“ produziert. Er erzählt Abargils Geschichte und lässt weitere Opfer zu Wort kommen. Das Magazin „Der Spiegel“ schrieb dazu 2014: „Der Film ist Mutprobe und Therapie in einem. Die Scham ist oft größer als der Schmerz; und der Ekel vor sich selbst ist mächtiger als die Wut auf den Täter.“

Botschafterin würdigt Abargils Engagement

Vor ihrer Rede im Kongressraum im föderalen Parlament wurde der Film gezeigt. Senatoren, Abgeordnete, Mitarbeiter und Wissenschaftler ließen sich darauf ein, wie die Tageszeitung „Yediot Aharonot" berichtet. Veranstalter waren die israelische Botschaft in Belgien und Senatspräsidentin Christine Defraigne. Diese sprach ebenso zu den Gästen wie Botschafterin Simone Frankel.

Nach Angaben der Botschaft war es die erste gemeinsame Veranstaltung mit dem belgischen Parlament, bei der es nicht um die Scho'ah ging. Frankel würdigte Abargils Dienst: „Ich meine, dass Linor etwas Mutiges und Wichtiges tut. Ich meine, dass gerade starke Frauen zum Gespräch über das Thema ermutigen müssen. Dass ihr der Status als Miss World hilft, um Opfer von sexuellen Angriffen zum Reden und Klagen zu ermutigen, ist nachahmenswert.“

Vom Reiseagenten vergewaltigt

Linor Abargil wurde 1980 in der israelischen Küstenstadt Netanja geboren. Mit 18 Jahren war sie als Model in Italien tätig. Da ihr die Arbeit nicht mehr gefiel, wollte sie nach Israel zurückkehren. Sie nahm das Angebot ihres israelischen Reiseagenten an, sie zum Flughafen zu fahren. Unterwegs hielt er an, knebelte sie und vergewaltigte sie zweimal. Sieben Wochen später wurde die junge Israelin auf den Seychellen zur Miss World 1998 gekürt – als der Juror ihr das Diadem aufsetzte, brach sie in Tränen aus. Der Täter wurde zu 16 Jahren Haft verurteilt.

Abargil ist mittlerweile jüdisch-orthodox, trägt lange Röcke und bedeckt ihr Haar. Im Glauben hat sie nach eigener Aussage Halt gefunden. Auch ihr Ehemann ist streng religiös.

Von: eh

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Tue, 21 Mar 2017 14:17:00 +0100
<![CDATA[Israelischer Geheimdienst verhinderte 16 Selbstmordattentate]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/israelischer-geheimdienst-verhinderte-16-selbstmordattentate/ Im Jahr 2016 ist zum ersten Mal seit 30 Jahren kein israelischer Staatsbürger durch den Terror aus dem Gazastreifen getötet worden. Nach eigenen Angaben verhinderte der israelische Inlandsgeheimdienst Schabak im vergangenen Jahr 16 Selbstmordattentate und 16 Entführungen durch die palästinensische Terrorgruppe Hamas. Im Gazastreifen sind die Aktivitäten der Hamas zwar zurückgegangen, dafür haben sich ihre Terrorangriffe im Westjordanland jedoch erhöht, verkündete Schabak-Chef Nadav Argaman. Der Geheimdienst verhaftete 2016 insgesamt 1.035 verdächtige Hamas-Mitglieder und deckte etwa 114 Terrorzellen auf.

Von: amu

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Tue, 21 Mar 2017 12:52:00 +0100
<![CDATA[Israelische Drohne stürzt über Syrien ab]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/03/21/israelische-drohne-stuerzt-ueber-syrien-ab/ Eine israelische Drohne ist am Montag im syrischen Teil der Golan-Höhen abgestürzt. Syrien spricht von einem Abschuss der Drohne. Israel sagt, der Vorfall werde noch untersucht. Seit Freitag hat sich die Lage zwischen Syrien und Israel täglich zugespitzt. Die Online-Zeitung „Times of Israel“ sprach vom ernstesten Vorfall zwischen den beiden Staaten seit Beginn des syrischen Bürgerkriegs vor sechs Jahren. Bereits am Mittwoch kehrte eine israelische Drohne nicht mehr aus dem Gazastreifen zurück. Drohnen sollen mit Live-Videos aus der Luft der israelischen Armee einen besseren Überblick der Lage geben.

Von: csc

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Tue, 21 Mar 2017 12:51:00 +0100
<![CDATA[USA boykottieren Sitzungen von UN-Menschenrechtsrat]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/03/21/usa-boykottieren-sitzungen-von-un-menschenrechtsrat/ GENF (inn) – Die USA haben am Montag in einer Erklärung den Vereinten Nationen Voreingenommenheit gegen Israel vorgeworfen. Unter anderem gaben sie auch bekannt, allen Diskussionen fernzubleiben, in denen angebliche israelische Menschenrechtsverletzungen behandelt werden.

Die USA widersprechen „stark und unmissverständlich“ der Vorgabe, dass der Menschenrechtsrat vermeintliche Menschenrechtsverstöße von Israel gegen die Palästinenser drei Mal im Jahr ansprechen muss. Diese Regelung besteht seit dem Jahr 2007. „Das heutige Vorgehen des Rats ist eine weitere Erinnerung an die seit Langem bestehenden Vorurteile gegen Israel“, sagte der Sprecher Mark Toner laut der Onlinezeitung „Times of Israel“. Keiner anderen Nation widme der Rat einen eigenen Tagesordnungspunkt.

Syrien wirft Israel Unterstützung von Terroristen vor

„Der Fortbestand dieses Tagesordnungspunkts gehört zu den größten Bedrohungen der Glaubwürdigkeit des Rats.“ Es diene nicht dem Interesse des Gremiums, „ein Land hervorzuheben in einer unausgeglichenen Angelegenheit“. Im Laufe der Woche würden die USA gegen jede Resolution stimmen, die unter diesem Tagesordnungspunkt vorgebracht wird, sagte Toner. Gleichzeitig wollten die USA andere Länder ermutigen, dies auch zu tun.

Der syrische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Hussam Edin Aala, warf Israel am Montag vor, der Al-Nusra-Front zu helfen, einer terroristischen Gruppe in Syrien. Gleichzeitig verurteilte er den Beschuss militärischer Ziele in seinem Land durch Israel am vergangenen Freitag, berichtet die Tageszeitung „Jerusalem Post“. Zudem boykottierte Israel eine Sitzung des Menschenrechtsrats, in der es um Siedlungen im Westjordanland ging.

Von: mab

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Tue, 21 Mar 2017 12:13:00 +0100
<![CDATA[BDS-Mitbegründer Barghuti verhaftet]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/wirtschaft/2017/03/21/bds-mitbegruender-barghuti-verhaftet/ Israelische Steuerbehörden haben den Mitbegründer der anti-israelischen Bewegung „Boykott, Desinvestitionen, Sanktionen“ (BDS), Omar Barghuti, am Montag verhaftet. Er soll umgerechnet etwa 650.000 Euro mithilfe eines palästinensischen Kontos vor der Steuerbehörde versteckt gehalten haben. Eine Hausuntersuchung hat der Polizei zufolge den Verdacht bestätigt. Nach einer Befragung kam er noch am Montag auf Kaution frei; seinen Pass musste er jedoch abgeben. Der in Katar geborene Palästinenser ist mit einer israelischen Araberin verheiratet und hat daher einen festen Wohnsitz in Israel.

Von: df

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Tue, 21 Mar 2017 10:29:00 +0100
<![CDATA[Libanesische Moderatorin: Israel soll Welt von Nasrallah befreien]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/03/20/libanesische-moderatorin-israel-soll-welt-von-nasrallah-befreien/ BEIRUT (inn) – Die libanesische Journalistin und politische Analystin Maria Maaluf nimmt kein Blatt vor den Mund. Am Wochenende rief sie Israel dazu auf, ihr Land von dem Anführer der schiitischen Terrormiliz Hisbollah, Hassan Nasrallah, zu befreien. „Wenn Israel Hassan Nasrallah als seinen Feind ansieht, warum führt es nicht einen Luftangriff durch, der uns von ihm befreien würde, wodurch es unser Vertrauen gewinnt und sich selbst schützt?“, schrieb Maaluf auf dem Kurznachrichtendienst Twitter.

Zuvor hatte sie bereits einen anderen Tweet veröffentlicht, in dem sie Nasrallah verbal angreift: „Wenn Israel wirklich Frieden will, dann soll es das beweisen und Vereinbarungen mit der Hisbollah unterzeichnen. Weil wir bis zum heutigen Tag Hassan Nasrallah nicht losgeworden sind, der uns mit seinem Kampf gegen Israel etwas vormacht.“ Für diese Erklärung erhielt sie von Twitter-Nutzern herbe Kritik, andere bemühten Verschwörungstheorien und schrieben, dass dies unmöglich passieren würde, weil Israel und die Hisbollah „auf der gleichen Seite“ seien. So zitiert die Zeitung „Jerusalem Post“ aus den Reaktionen der Twitter-Gemeinde. Die Journalistin hat bei dem Kurznachrichtendienst mehr als 220.000 Follower.

Maaluf ist für ihren Standpunkt gegen das syrische Regime, den Iran und die Hisbollah bekannt. Es ist nicht das erste Mal, dass über ihre Aussage gestritten wird und sie in die Schusslinie gerät. Vergangene Woche bedrohte sie der Sohn des syrischen Botschafters in Jordanien, Khajdera Bahjat Suleiman, auf seiner Facebook-Seite: „Wir haben das Seil zum Hängen für dich bereit.“ Darauf forderte sie die libanesischen Behörden auf, den Sohn des Botschafters zu verklagen.

Von: mab

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Mon, 20 Mar 2017 17:13:00 +0100
<![CDATA[Palästinensische Regierung kritisiert kritisiert UNO]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/03/20/palaestinensische-regierung-kritisiert-kritisiert-uno/ Der Sprecher der palästinensischen Regierung, Tarek Rischmawi, hat UN-Generalsekretär António Guterres kritisiert. Dieser hatte am Freitag veranlasst, dass ein anti-israelischer Bericht der Wirtschafts- und Sozialkommission für Westasien (ESCWA) von der Webseite entfernt wird. Die Kommission bezichtigte Israel darin der Apartheid. Rischmawi sagte, die Entfernung ermutige Israel, Besatzung, Mord, Unterdrückung, Besiedelung und Apartheid fortzusetzen. Er lobte die ehemalige ESCWA-Vorsitzende Rima Chalaf. Diese war als Reaktion auf Guterres' Anordnung von ihrem Posten zurückgetreten.

Von: eh

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Mon, 20 Mar 2017 14:16:00 +0100
<![CDATA[Berichte: Israel greift erneut Ziele in Syrien an]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/03/20/berichte-israel-greift-erneut-ziele-in-syrien-an/ TEL AVIV (inn) – Die israelische Luftwaffe hat in der Nacht zum Montag ein zweites Mal innerhalb von 24 Stunden Ziele in Syrien angegriffen. Das berichten syrische Medien; die Armee bestätigte den Angriff bislang nicht.

Der Angriff steht im Kontext mehrerer militärischer Schlagabtausche zwischen Israel und Syrien in den letzten Tagen. Bereits am Freitagmorgen hatte die israelische Luftwaffe Ziele bei Palmyra angegriffen; Syrien reagierte mit Abfangraketen.

Am Sonntagmorgen flog eine israelische Drohne einen Angriff bei Kuneitra. Dabei kam ein Syrer ums Leben, der dort in seinem Auto fuhr. Arabische Medien verbreiteten unterschiedliche Einschätzungen, um wen es sich dabei handelt. Einmal hieß es, der Getötete sei ein Zivilist gewesen. Die der Hisbollah nahestehende Miliz „Nationale Verteidigungswaffe“ behauptete hingegen, der Getötete sei eines ihrer Mitglieder gewesen.

Russland bestellt Botschafter ein

In einer Stellungnahme erklärte der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu, der Angriff vom Freitag entspreche üblichem israelischem Vorgehen: „Wenn wir Versuche erkennen, fortschrittliche Waffen zur Hisbollah zu transportieren, und wenn wir die nötigen Geheimdienstinformationen und operative Fähigkeiten haben, dann handeln wir, um das zu verhindern.“

Trotz der Darstellung als „üblichem Vorgehen“ sorgte der Angriff für ungewöhnliche politische Bewegungen: Russland bestellte noch am selben Tag den neuen israelischen Botschafter Gary Koren ein. Koren hatte erst tags zuvor dem russischen Präsidenten Wladimir Putin sein Beglaubigungsschreiben überreicht.

Danon: Israel verteidigt seine Bürger

Besonders der Gebrauch von Abfangraketen durch Syrien rief weitere Reaktionen von Politikern hervor. Der israelische Verteidigungsminister Avidgor Lieberman warnte vor israelischen Angriffen. „Das nächste Mal, wenn die Syrer ihre Luftabwehr gegen uns verwenden, werden wir diese ohne Zögern zerstören.“ Der syrische UN-Botschafter Baschar al-Dschafari sagte laut der Tageszeitung „Yediot Aharonot“ im syrischen Fernsehen, der Einsatz der Luftabwehr habe die Lage grundlegend verändert. „Die Israelis werden jetzt eine Million Mal nachdenken, bevor sie angreifen.“ Den Angriff nannte er eine „Terror-Operation“.

Diese Wortwahl rief wiederum den israelischen UN-Botschafter Danny Danon auf den Plan. „Uns derart zu beschuldigen ist der Gipfel der Heuchelei bei dem Botschafter eines Regimes, das sein eigenes Volk massakriert“, hieß es laut der Onlinezeitung „Times of Israel“ in einer Stellungnahme. „Israel wird weiter seine Bürger verteidigen und gegen jeden Versuch vorgehen, ihnen zu schaden.“

Auch im Süden Israels war es zu Unruhen gekommen. Am Samstagmorgen flogen zwei Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel und lösten Alarm aus. Eine schlug auf offenem Feld bei Aschkelon ein, die zweite im Gazastreifen. Es gab keine Verletzten oder Schäden. Die Armee erwiderte das Feuer mit Panzerbeschuss und Luftschlägen. Bereits am vergangenen Donnerstag hatte die israelische Luftwaffe auf Beschuss aus dem Gazastreifen reagiert.

Von: df

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Mon, 20 Mar 2017 13:57:00 +0100
<![CDATA[1.400 Jahre alte Münzen entdeckt]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/wissenschaft/2017/03/20/1400-jahre-alte-muenzen-entdeckt/ BEIT SCHEMESCH (inn) – Archäologen haben den Fund von neun Kupfermünzen aus dem siebten Jahrhundert öffentlich gemacht. Die Archäologin Annette Landes-Nagar sagte am Sonntag vor Journalisten: „Wir fanden die Münzen in einer Nische, über der ein Haus zusammengefallen war. Es scheint, dass der Besitzer zu einem Zeitpunkt, in dem er Gefahr witterte, die Münzen dort versteckt hatte, in der Hoffnung, später wiederzukommen und sie abzuholen.“

Wegen der benachbarten Quellen hatten sich Christen an verschiedenen Orten an den Straßen angesiedelt. Alles weise darauf hin, dass das Gebäude bei dem Einfall der Perser im Jahr 614 zerstört worden war. „Diese Invasion war einer der Faktoren, der zum Ende der Herrschaft des Byzantinischen Reiches im Heiligen Land führte.“

Münzen verraten viel über ihr Umfeld

Die Münzen wurden in den antiken Städten Konstantinopel, Antiochien und Nikomedien geprägt, welche die Vorläufer der heutigen türkischen Städte Istanbul, Antakya und Izmit waren. Die Prägungen zeigen auf einer Seite die Bilder der byzantinischen Kaiser Justinian (483-565), Maurikios (539-602) und Phokas (547-610) in militärischem Gewand sowie ein Kreuz in der Hand haltend. Der griechische Buchstabe My auf der zweiten Seite steht für die Zahl 40 und indiziert den Wert von einem Follis. Jede Münze wiegt zehn bis zwölf Gramm. „Die Münzen sind nicht besonders wertvoll oder besonders, aber sie erzählen uns eine Menge über ihre Umgebung“, sagt Landes-Nagar begeistert.

Die Ausgrabungen gingen der Erweiterung der Schnellstraße 1 zwischen Jerusalem und Tel Aviv voran und wurden unter Aufsicht der Israelischen Altertumsbehörde geführt. Neben den Münzen hatten die Archäologen im Sommer vergangenen Jahres die Reste einer großen Basilika sowie einer benachbarten Weinpresse entdeckt. Landes-Nagar schränkt ein: „Wir sind nicht sicher, wofür das Gebäude tatsächlich verwendet wurde. Doch die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um eine byzantinische Kirche handelt, ist sehr groß.“

In unmittelbarer Nähe der Straße, in der Nähe des arabischen Ortes Abu Gosch, soll die Fundstelle künftig der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Pilgerreise – damals wie heute von Bedeutung

Ebenso wie sich Christen damals entlang der Straße nach Jerusalem angesiedelt hätten, kämen auch heute Menschen aus religiöser Motivation nach Israel und Jerusalem. Uri Scharon, Direktor des Staatlichen Israelischen Verkehrsbüros in Deutschland, erklärt: „In Israel gibt es jährlich etwa drei Millionen Touristen. Mit 600.000 Besuchern ist die Pilgerschaft der deutlich größte Sektor im Tourismusbereich. Viele Menschen lesen nach einer Reise ihre Bibel anders. Plötzlich werden die biblischen Geschichten für sie lebendig.“

Von: mh

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Mon, 20 Mar 2017 13:24:00 +0100
<![CDATA[Netanjahu droht mit Neuwahlen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/03/20/netanjahu-droht-mit-neuwahlen/ JERUSALEM (inn) – Die israelische Regierungskoalition befindet sich in einer Krise: Am Samstag hat Regierungschef Benjamin Netanjahu vorgezogene Neuwahlen angedroht. Hintergrund ist ein Streit mit Finanzminister Mosche Kahlon um die geplante Rundfunkreform.

Bei einem Treffen mit Ministern seiner Likud-Partei sagte Netanjahu laut der Tageszeitung „Yediot Aharonot“: „Wenn wir keine Einigung mit Kahlon erreichen, werden wir Wahlen abhalten.“ Die 2014 verabschiedete Reform sieht vor, dass die staatliche Rundfunkanstalt, die „Israeli Broadcasting Authority“ (IBA), geschlossen wird. Sie soll durch eine Korporation ersetzt werden: die „Israel Public Broadcasting Corporation“ (IPBC). Der Regierungschef hat jedoch seine Unterstützung dafür mittlerweile zurückgezogen und fordert einen Zusammenschluss der beiden Rundfunkanstalten. „Die Kosten dafür, die IBA am Laufen zu halten, sind Zehnmillionen von Schekeln billiger als die Gründung der IPBC“, begründet er seine Meinung. Das Finanzministerium widerspricht dem.

Kritik von Parteichefs und Rivlin

Netanjahus Drohung stieß in seiner Koalition auf Kritik. Der Vorsitzende der Partei „HaBeit HaJehudi“, Bildungsminister Naftali Bennett, sagte: „Israel benötigt Stabilität, nicht Wahlen. Israel muss in seine Bürger investieren, nicht in die Umfragen.“ Ähnlich äußerten sich zwei weitere Parteichefs: Verteidigungsminister Avigdor Lieberman (Israel Beiteinu) und der Schass-Vorsitzende Arje Deri.

Auch Staatspräsident Reuven Rivlin kritisierte die Äußerung: „Der Staat Israel ist mit so vielen Problemen konfrontiert – diplomatischen, wirtschaftlichen und Sicherheitsproblemen –, dass es völlig unnötig ist, wegen so etwas vorzeitige Wahlen abzuhalten“, sagte er am Montag während eines Staatsbesuchs in Vietnam. Er sprach von einer „künstlichen Krise“. Regierungen sollten hingegen nur wegen „ernsthafter Krisen“ aufgelöst werden.

Finanzminister Kahlon wiederum trat Samstagnacht an Oppositionsführer Jitzhak Herzog heran, um über ein mögliches Misstrauensvotum zu sprechen. Doch dieser sagte dem Fernsehsender „Kanal 2“, er werde versuchen, eine alternative Koalition ohne Netanjahu zu bilden. Es gebe mehrere Möglichkeiten, die erforderlichen 61 Abgeordneten zusammenzubekommen.

Kahlon war viele Jahre Mitglied des Likud. Im Dezember 2014 gründete er die Partei „Kulanu“. Bei den Wahlen im März 2015 erhielt sie zehn Sitze und schloss sich trotz der Kritik an Netanjahu der Koalition an.

Von: eh

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Mon, 20 Mar 2017 12:41:00 +0100
<![CDATA[Überreste eines zweiten Titus-Triumphbogens entdeckt]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/wissenschaft/2017/03/20/ueberreste-eines-zweiten-titus-triumphbogens-entdeckt/ Archäologen in Rom haben Überreste eines zweiten Titus-Triumphbogens entdeckt. Sie legten das Fundstück im Circus Maxismus zwischen den Tribünen frei, berichtet die Tageszeitung „Ha'aretz“. Er ist dem Kaiser Titus und seinem Erfolg gewidmet, den Großen Aufstand der Juden im ersten Jahrhundert niederzustrecken. Dieser Bogen ist größer als der erste Titusbogen, der dem Kaiser aufgrund der Eroberung Jerusalems und des Sieges über die Aufständischen in Judäa gewidmet wurde.

Von: mab

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Mon, 20 Mar 2017 12:06:00 +0100
<![CDATA[Grüne stellen Anfrage zu anti-israelischem Dozenten]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/03/20/gruene-stellen-anfrage-zu-anti-israelischem-dozenten/ Die Grünen im Bundestag haben eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung bezüglich einer Veranstaltung mit dem anti-israelischen Dozenten Norman Finkelstein in einem Max-Planck-Institut gestellt. Das berichtet die „Süddeutsche Zeitung“. Finkelstein hatte im Januar beim Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung in Halle (Saale) gastiert. In einer Ankündigung hatte das Institut Finkelsteins Thesen übernommen und sich später davon distanziert. In der Anfrage geht es unter anderem darum, inwiefern die Einladung Finkelsteins wissenschaftlich begründbar sei.

Von: df

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Mon, 20 Mar 2017 11:20:00 +0100
<![CDATA[Vorsitzende der UN-Kommission zurückgetreten]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/03/17/vorsitzende-der-un-kommission-zurueckgetreten/ Die Vorsitzende der Wirtschafts- und Sozialkommission der Vereinten Nationen für Westasien, Rima Chalaf, ist am Freitag zurückgetreten. Die Kommission hatte am Mittwoch in einem Bericht Israel vorgeworfen, ein Apartheidregime gegen Palästinenser zu errichten. Als Grund für den Rücktritt nannte die Jordanierin den Druck, der in der Angelegenheit auf sie ausgeübt worden sei. Zuvor hatte UN-Generalsekretär António Guterres die Kommission aufgefordert, den Bericht von ihrer Webseite zu entfernen, schreibt die Tageszeitung „Yediot Aharonot".

Von: eh

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Fri, 17 Mar 2017 17:39:00 +0100
<![CDATA[Israel-Preis für umstrittenen Aktivisten stößt auf Kritik]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2017/03/17/israel-preis-fuer-umstrittenen-aktivisten-stoesst-auf-kritik/ JERUSALEM (inn) – Bildungsminister Naftali Bennett hat am Donnerstag mitgeteilt, wer den Israel-Preis für sein Lebenswerk bekommen soll. Ein Preisträger ist der rechtsgerichtete Aktivist David Be’eri – er wird für seinen Beitrag zur Renovierung der Davidstadt geehrt. Umstritten ist er, weil er im arabisch dominierten Ostjerusalemer Viertel Silwan Häuser kauft und sie an Juden vermietet.

Be'eri hat die „Ir-David-Stiftung“ gegründet, also eine Stiftung für die Stadt Davids. Dies bezieht sich auf den biblischen König David. Hauptprojekt der Stiftung ist es, den archäologischen Park außerhalb der Altstadtmauern instandzusetzen. Bennett nannte Be'eri „einen der größten Baumeister Jerusalems in der modernen Zeit“ und fügte an: „Viele Jahre lang haben wir gekämpft, gebetet und davon geträumt, in die Stadt zurückzukehren, wo David residierte, und sie wieder aufzubauen.“ David Be'eri habe jenen Traum wahr werden lassen.

Hilfe für einsame Soldaten

Der zweite Preisträger ist der Gründer der Organisation „Einsame Soldaten“, Zvi Levy. Sie unterstützt jährlich etwa 3.500 junge Menschen aus dem Ausland, die ohne ihre Familien nach Israel kommen, um Freiwilligendienst in der Armee zu leisten. Zudem betreut sie mehr als 1.500 Soldaten, die aus schwierigen Verhältnissen stammen. Die einsamen Soldaten kommen aus über 40 Ländern. Die Organisation bietet Aktivitäten an, sorgt für materielle Bedürfnisse und vermittelt zwischen Wehrdienstleistenden und Armee.

Bennett sagte, Levy sei „einer der schönsten Söhne unseres Landes, ein zionistisches Vorbild“. Er würdigte ihn als „Vater von Tausenden einsamen Soldaten, die in ihm eine Adresse, einen Vater, eine Mutter, ein hörendes Ohr, einen Freund und einen Bruder gefunden haben“.

Lob vom Oppositionsführer, Kritik aus der Meretz-Partei

Oppositionsführer Isaak Herzog (Zionistische Union) gratulierte beiden Preisträgern per Twitter. Be’eri lobte er als „Aufdecker der Geheimnisse Jerusalems“. Dies berichtet die Onlinezeitung „Times of Israel“.

Die Abgeordnete der linksgerichteten Meretz-Partei Tamar Sandberg hingegen kritisierte die Entscheidung der Jury. Be'eris Stiftung treibe einen Keil in Ostjerusalem hinein und opfere „unsere gemeinsame Zukunft und jede Gelegenheit für ein diplomatisches Abkommen“. „Mit eigenen Händen führt sie die Vertreibung von Palästinensern aus ihren Wohnhäusern, die Besiedelung und Judaisierung von Silwan an, und all das dank der Spenden von Hunderten Millionen Firmen, die in Steueroasen registriert sind.“

Von: eh

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Fri, 17 Mar 2017 15:19:00 +0100
<![CDATA[Wie Israel in der Welt hilft]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/03/17/wie-israel-in-der-welt-hilft/ Seit 1997 zählt Israel laut dem Internationalen Währungsfonds (IMF) nicht mehr zu den Entwicklungsländern. Der Staat von der Größe des Bundeslandes Hessen hat sich trotz vieler Widrigkeiten blühend entwickelt. Er teilt sein Wissen bereitwillig mit allen Ländern, die dies möchten, leistet Entwicklungshilfe und ist bei Naturkatastrophen weltweit im Einsatz. Religion oder Herkunft der Empfänger spielen dabei keine Rolle

Nicht erst seit Israel Industrieland ist, auch als Entwicklungsland hat es bereits Entwicklungshilfe geleistet. Im Jahr 1958, nur zehn Jahre nach der Staatsgründung, richtete das israelische Außenministerium die „Behörde für internationale Entwicklungszusammenarbeit“ (MASHAV) ein. Ausschlaggebend war ein Besuch der damaligen Außenministerin Golda Meir in Afrika. Seitdem teilt Israel seine Erfindungen und sein Wissen mit jedem Land, das mit dem jüdischen Staat zusammenarbeiten möchte. Dabei geht es vor allen Dingen um Errungenschaften und Kenntnisse auf dem Gebiet der Landwirtschaft, der Wasseraufbereitung, der Gesundheit, der Terrorbekämpfung und der Bildung.

Seit seiner Gründung haben mehr als 270.000 Menschen aus über 130 Ländern an Trainingsprogrammen des MASHAV in Israel und im Ausland teilgenommen. Rund 70 Prozent dieser Programme betrafen den Bereich der Landwirtschaft. Israel zeigt, wie mit wenigen Ressourcen viel Ertrag erzielt werden kann. Gerade das hat der jüdische Staat über die Jahrzehnte gelernt. Im Land, wo „Milch und Honig fließen“, geben die Kühe tatsächlich weltweit die meiste Milch – trotz der schwierigen Bodenverhältnisse, des Wassermangels und des herausfordernden Klimas. Zum Vergleich: 2015 gab eine israelische Kuh durchschnittlich rund 12.000 Kilogramm Milch, in Deutschland waren es im Schnitt 7.620, in Indien nur etwa 1.300 Kilogramm. Dabei zählt Indien zu den weltgrößten Milchproduzenten. Zusammen mit China, Vietnam und anderen asiatischen Ländern lernt es nun von israelischen Experten, wie die Milchproduktion deutlich gesteigert werden kann.

Kampf gegen den Welthunger

Mit modernen Technologien macht sich der jüdische Staat zudem im Kampf gegen den Welthunger stark. In Staaten wie Äthiopien, Indien, Kenia, Ruanda, Ghana, Malawi, Burkina Faso oder Kamerun hilft Israel bei der Nahrungsmittelsicherung. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass die Weltbevölkerung bis zum Jahr 2050 um rund 3 Milliarden auf etwa 9,7 Milliarden Menschen anwächst. Dann muss Afrika zwei Milliarden Menschen ernähren, wo doch bislang nicht einmal eine Milliarde satt werden. Israelische Technologien helfen dabei, mit wenig Wasser, wenigen Ressourcen und auf ausgelaugten Böden den Ertrag zu steigern. Vor allem bei der Wasserwirtschaft hat Israel eine globale Vorreiterrolle übernommen. Drei Viertel des Abwassers werden in Israel aufbereitet und in der Landwirtschaft genutzt – das ist Weltspitze. Das in Israel entwickelte System der „Tröpfchenbewässerung“ ermöglicht einen höheren Ernteertrag mit weniger Wasser.

Dank der MASHAV kommt es mittlerweile in zahlreichen Entwicklungsländern zum Einsatz – auch in Staaten, die keine diplomatischen Beziehungen mit Israel haben, wie dem Niger. Dem notorischen Wassermangel im eigenen Land wirkt Israel mit Entsalzungsanlagen entgegen. Wenn im Ausland der Bau solcher Anlagen nicht möglich ist, kann das in Israel entwickelte Entsalzungsauto „GalMobile“ zum Einsatz kommen. Im Juni 2016 hat Israel auf einen Hilferuf aus Papua-Neuguinea reagiert und dem Inselstaat eine solche mobile Entsalzungsanlage geschenkt. Neben der Hilfe gegen Wassermangel unterstützt Israel Papua­-Neuguinea auch in den Bereichen Landwirtschaft und Bildung.

In Kenia kooperieren MASHAV und das angeschlossene „Zentrum für internationale landwirtschaftliche Entwicklungszusammenarbeit“ CINADCO mit der staatlichen „Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit“ (GIZ). Sie führen moderne Maisanbau- und Bewässerungsmethoden ein und fördern nachhaltige Fischerei im überfischten Viktoriasee. In Ghana haben Deutschland und Israel ein Ausbildungsprogramm für Imker und zum Anbau von Zitrusfrüchten gestartet. Die Liste der israelischen Entwicklungsprojekte im Ausland ließe sich fortsetzen.

Hilfe für Syrer

Auch die israelische Armee hilft, vorwiegend bei Naturkatastrophen. Ihr Feldkrankenhaus wurde im November 2016 als das beste der Welt ausgezeichnet. Ihre Unterstützung bietet die Armee auch Menschen aus verfeindeten Ländern an. An der Grenze zu Syrien betreibt sie ein Feldlazarett, in dem sich syrische Bürgerkriegsopfer behandeln lassen können. Israels Premierminister Benjamin Netanjahu erklärte im vorigen Dezember mit Blick auf den Krieg im Nachbarland: „Wir sind bereit, verletzte Frauen und Kinder aufzunehmen; auch Männer, sofern sie keine Kämpfer sind. Bringt sie nach Israel, wir werden uns in unseren Krankenhäusern um sie kümmern, wie wir es bereits mit Tausenden anderen syrischen Zivilisten getan haben.“ Mehr als 2.600 syrische Verletzte und Kranke wurden bis Ende 2016 in israelischen Krankenhäusern behandelt. Mitte Januar gab Israel bekannt, es werde 100 Waisenkinder aus Syrien aufnehmen. Diese sollen in israelische-arabische Familien integriert werden und dauerhaft im jüdischen Staat leben dürfen.

Auch in Feindesländern, mit denen es keinerlei diplomatische Kontakte gibt, bietet Israel seine Expertise an. Doch über diese Kooperationen ist nur wenig bekannt. Federführend ist bei solcher indirekter Entwicklungshilfe zum Beispiel Deutschland.

Israel teilt und hilft gern. Und es erhofft sich davon auch etwas: bessere Beziehungen zu den einzelnen Staaten sowie das Ausräumen von Vorurteilen gegenüber dem jüdischen Staat und Juden überhaupt. Als im vergangenen Dezember der UN-Sicherheitsrat in einer Resolution einen sofortigen Siedlungsbaustopp forderte und den Osten Jerusalems mit seinen heiligen Stätten wie der Klagemauer zum „besetzten palästinensischen Gebiet“ erklärte, war Israel empört. Es sprach von einseitigen Schuldzuweisungen und schränkte die Zusammenarbeit mit den Ländern ein, die für die Resolution gestimmt hatten. Die stellvertretende Außenministerin Zippi Hotovely stellte klar: Diese Länder „sollten nicht nach Israel pilgern, um dort etwas über den Anti-Terror-Kampf, die Cyberverteidigung und landwirtschaftliche Technologien zu lernen, und dann bei der UNO machen, was sie wollen“.

Hilfe für arabische Flüchtlinge

Doch nicht nur der Staat engagiert sich, auch viele nichtstaatliche israelische Organisationen sind im Ausland im Einsatz. Eine von ihnen ist „IsraAID“. Die 2001 in Tel Aviv gegründete Organisation leistet weltweit Katastrophenhilfe sowie humanitäre und psychologische Unterstützung in Krisengebieten. Sie fungiert als Dachorganisation für israelische und jüdische Hilfsorganisationen. In Sierra Leone halfen israelische Ärzte und Experten im Kampf gegen die Infektionskrankheit Ebola. Im Südsudan, dem von jahrzehntelangen blutigen Konflikten gebeutelten jüngsten Staat der Welt, helfen Israelis, funktionierende Einrichtungen für bedürftige Menschen aufzubauen sowie Gewalt gegen Frauen und Kinder zu bekämpfen. In Griechenland ist „Isra­AID“ an der Rettung von Flüchtlingen beteiligt, ebenso an der Versorgung syrischer Flüchtlinge in Jordanien. Geflüchtete Syrer und andere Araber kommen dort oft zum ersten Mal in Kontakt mit Israelis.

Seit Anfang 2016 setzen sich zudem von „IsraAID“ geschulte Trauma-Experten und Psychologen in Deutschland für muslimische Flüchtlinge ein. Einen Beitrag leisten Angehörige der Synagoge in der Oranienburger Straße in Berlin. Der Gemeinderabbinerin Gesa Ederberg ist es wichtig, früh den Kontakt zwischen Juden und Flüchtlingen herzustellen. Einer der Helfer ist der Holocaust-Überlebende Gerhard Baader. Wenn es seine Gesundheit zulässt, fährt er einmal pro Woche nach Spandau, um Flüchtlingen aus Syrien, dem Iran und Afghanistan Deutschunterricht zu geben. Warum er das tut? „Wir wollen eine perspektivische Zusammenarbeit erreichen. Und wir wollen ein anderes Bild von uns Juden vermitteln“, sagt Baader gegenüber Israelnetz. Bei „IsraAID“ hat er an einem Kurs für psychosoziale Betreuung teilgenommen, um den arabischen Flüchtlingen besser helfen zu können.

Die israelische Organisation „Save a Child‘s Heart“ (SACH) führt lebensrettende Herzoperationen für Kinder durch. Seit ihrer Gründung 1995 hat sie mehr als 4.000 Kinder aus 51 Ländern nach Israel geholt und am „Wolfson Medical Center“ in Holon behandelt. Laut eigenen Angaben stammen etwa 50 Prozent dieser Kinder aus den palästinensischen Autonomiegebieten, aus Jordanien, dem Irak und Marokko. Das „Medizinische Zentrum Hadassah“ in Jerusalem ist mit seinen Klinikarealen das größte Gesundheitszentrum im Nahen Osten. Es setzt sich nicht nur für eine bessere Gesundheitsversorgung ein, sondern möchte auch Vorurteile zwischen Israelis und Palästinensern abbauen und so nachhaltig zum Friedensprozess beitragen. Doch Hadassah leistet nicht nur in der Region humanitäre Hilfe, sondern auch weltweit. Für diesen Einsatz wurde es 2005 für den Friedensnobelpreis nominiert.

„Viele Menschen denken zuerst an Krieg, Besatzung, Terror und den Nahostkonflikt, wenn sie den Namen Israel hören. Doch Israel ist viel mehr als das, und das soll die Welt erfahren“, wünscht sich Gili Cohen. Nach acht Jahren in der israelischen Armee zog es den jungen Israeli nach Thailand. Dort traf er auf Hunderte Landsleute, viele von ihnen hatten wie er den Militärdienst absolviert, suchten Abstand, andere Bilder. Die Reisefreudigkeit dieser jungen Leute in ärmere Länder brachte Cohen auf einen Gedanken:. „Die Idee war, die Rucksacktouristen als Infrastruktur zu nutzen, um ‚blau-weiße‘ humanitäre Hilfe zu leisten und der Welt das wirkliche Israel zu zeigen“, sagte der Israeli gegenüber der Tageszeitung „Jerusalem Post“. Zusammen mit zwei anderen ehemaligen Offizieren gründete er im Jahr 2013 den Verein „Fighters for life“ (FFL), „Kämpfer für das Leben“.

Ein Licht unter den Nationen sein

Die Israelis wollen zeigen, dass ihr Land nicht nur technologisch und landwirtschaftlich stark ist, sondern auch humanitär. „Wir wollten eine andere Diskussion über Israel schaffen. Wir wollen gute jüdische Taten tun und dabei auch Öffentlichkeitsarbeit für das Land betreiben, aber auf eine andere Art und Weise“, zitiert die Zeitung Cohen. Laut dem Bericht reisen jedes Jahr rund 40.000 junge Israelis für mehrere Wochen oder Monate ins Ausla­nd – vorzugsweise nach Fernost oder Südamerika. Mehr als 85 Prozent von ihnen haben dann gerade ihren Militärdienst geleistet. Ziel von FFL ist es, dass diese jungen Israelis wie geplant in das Land ihrer Wahl reisen, dort aber vor ihrem Urlaub mehrere Wochen einen Freiwilligendienst leisten. Auf Facebook wirbt FFL mit Reisezielen in Indien, Äthiopien, Argentinien und Mexiko. Interessierte melden sich und werden in den verschiedenen Ländern an Organisationen oder Schulen vermittelt. Die Reisekosten übernehmen die Teilnehmer selbst, da sie ohnehin in diesem Land Urlaub machen wollten.

Cohen hat drei Gründe ausgemacht, warum Israelis an dem Programm teilnehmen: Die einen tun es, weil es persönliche Erfüllung und Befriedigung schenkt. Entlassene Soldaten wollen ein anderes Gesicht der Armee zeigen als das, was in den Medien weltweit präsentiert wird. Und dann gibt es noch diejenigen, denen klar ist, dass Israel „ein Licht unter den Nationen sein soll“. „Sie fühlen, dass ihr Land etwas zu geben hat, und sie wollen ein Teil davon sein“, sagt Cohen.

Von: Dana Nowak

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Fri, 17 Mar 2017 15:12:00 +0100
<![CDATA[Palästinenser aus Ostjerusalem erhält nach Auslandsaufenthalt Wohnrecht zurück]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/03/17/palaestinenser-aus-ostjerusalem-erhaelt-nach-auslandsaufenthalt-wohnrecht-zurueck/ JERUSALEM (inn) – Es könnte ein folgenschweres Urteil werden: Der Oberste Gerichtshof des Staates Israel hat die besondere Beziehung zwischen Jerusalemer Palästinensern und ihrer Geburtsstadt anerkannt. Am Dienstag gaben die Richter dem Antrag eines 58-jährigen Arabers statt, der als Kind mit seiner Familie in die USA ausgewandert war. Als Erwachsener wollte er nach Jerusalem zurückkehren – und bemühte sich seit 1989 bislang vergeblich um das Wohnrecht.

Seit der Eroberung Ostjerusalems von Jordanien vor fast 50 Jahren hat Israel 14.500 Palästinensern das Wohnrecht in der Stadt entzogen. Dieses erlischt unter anderem, wenn ein solcher Araber länger als sieben Jahre an einem anderen Ort lebt, etwa für ein Studium. Nach dem Sechstagekrieg im Juni 1967 haben die Araber in Ostjerusalem zwar nicht die israelische Staatsbürgerschaft erhalten. Ihnen wurde jedoch ein permanentes Aufenthaltsrecht zugestanden. Ferner besitzen sie besondere Pässe, die ihnen den Übertritt nach Israel erleichtern, was immer wieder von Terroristen missbraucht wird. Nach Einschätzung der israelischen Tageszeitung „Ha'aretz“ werden die Jerusalemer Palästinenser dennoch eher wie Zuwanderer behandelt.

Illegal in die Heimatstadt gezogen

Der Antragsteller ist Achram Abdalhak. Er war neun Jahre alt, als Israel den Ostteil der Stadt annektierte. Drei Jahre später siedelte seine Familie in die USA über. Er besuchte dort die Schule und erhielt die US-Bürgerschaft. Als er 1989 zurückkehren wollte, stellte er fest, dass sein rechtlicher Status erloschen war. Das Innenministerium lehnte es ab, das Wohnrecht zu erneuern. Der Araber heiratete zwei Frauen aus den besetzten Gebieten und zog illegal nach Jerusalem.

Vor drei Jahren lehnte das zuständige Bezirksgericht seinen Antrag auf Wohnrecht ab. Daraufhin wandte er sich an das Oberste Gericht. Dieses forderte das Innenministerium auf, Abdalhak erneut das Wohnrecht zu verleihen. Die drei Richter verfügten, die Bewohner von Ostjerusalem hätten „eine starke Affinität“ zur Stadt, die beim Wohnrecht mit in Betracht gezogen werden müsse. Experten rechnen damit, dass sich das Urteil auf ähnliche Fälle auswirken wird.

Von: eh

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Fri, 17 Mar 2017 14:50:00 +0100
<![CDATA[Israel setzt erstmals „Arrow“-Raketenabwehr ein]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/03/17/israel-setzt-erstmals-arrow-raketenabwehr-ein/ PALMYRA / TEL AVIV (inn) – Israel hat am Freitag Berichte dementiert, wonach die syrische Armee ein israelisches Kampfflugzeug abgeschossen hat. Die Nachricht über den Abschuss verbreitete die staatliche Nachrichtenagentur „Sana“. Ein weiteres israelisches Flugzeug sei getroffen worden, die anderen seien gezwungen worden, sich zurückzuziehen.

Die israelische Luftwaffe flog in der Nacht zum Freitag tatsächlich Angriffe in Syrien. Das bestätigte Armeesprecher Peter Lerner. Laut arabischen Medien war ein Waffentransport der Hisbollah nahe Palmyra das Ziel. Die syrische Armee verbindet mit dem Angriff Israel und den „Islamischen Staat“ (IS). Der Angriff sei Teil der „Unterstützung der Terrorgruppen des IS durch den zionistischen Feind“, zitiert „Sana“ einen Armeesprecher.

Nach dem Angriff startete Syrien Abfangraketen. Der israelischen Armee zufolge flogen diese von Ostsyrien über Jordanien auf den Großraum Jerusalem zu. Eine davon wurde vom israelischen „Arrow“-Abwehrsystem abgeschossen, zwei weitere schlugen auf offenem Feld ein. Jordanien teilte am Freitag mit, nahe der Stadt Irbid Trümmerteile der syrischen und israelischen Raketen gefunden zu haben.

Raketenalarm im Jordantal

Das „Arrow“-Abwehrsystem ist damit zum ersten Mal zum Einsatz gekommen. Eigentlich ist es für Interkontinentalraketen und nicht für Luftabfangraketen zuständig. Warum es für syrische Luftabwehrrakten eingesetzt wurde, ist unklar. Die Onlinezeitung „Times of Israel“ vermutet, die Rakete sei falsch zugeordnet worden.

Ebenfalls in der Nacht zum Freitag war im Jordantal Raketenalarm zu hören. Kurz darauf folgten Geräusche von Explosionen. Die Armee entsandte Suchmannschaften, um eventuelle Einschläge von Raketen zu finden. Bis zum Freitagmittag war unklar, ob Raketen den Alarm ausgelöst haben; es gab keine Berichte über Verletzungen oder Schäden.

Von: df

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Fri, 17 Mar 2017 12:59:00 +0100
<![CDATA[Arabischer Abgeordneter Ghattas lässt sich auf Haftstrafe ein]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/03/17/arabischer-abgeordneter-ghattas-laesst-sich-auf-haftstrafe-ein/ JERUSALEM (inn) – Der arabische Knessetabgeordnete Basel Ghattas geht für zwei Jahre in Haft, weil er Mobiltelefone, Sim-Karten und Nachrichten an palästinensische Häftlinge geschmuggelt hat. Am Donnerstagabend einigten sich Verteidigung und Staatsanwaltschaft auf einen Deal. Der 60-Jährige hatte die Vorwürfe gegen ihn abgestritten – bis Aufnahmen einer Überwachungskamera dokumentierten, wie er Umschläge an verurteilte Terroristen übergab.

Die israelische Polizei wirft Ghattas vor, sein politisches Amt für den Schmuggel ausgenutzt zu haben. Als Parlamentarier musste er sich keiner Leibesvisitation unterziehen, als er voriges Jahr das Ketziot-Gefängnis in Südisrael besuchte. Er traf unter anderen Walid Daka. Dieser sitzt eine 37-jährige Haftstrafe ab, weil er 1984 den 19-jährigen Soldaten Mosche Tamam entführt und ermordet hat.

Terrorvorwurf gestrichen

Dem Deal zufolge wird Ghattas Anfang der kommenden Woche vor Gericht die Taten gestehen. Die Verteidigung wird eine zweijährige Haftstrafe fordern, die Staatsanwaltschaft eine zusätzliche Geldstrafe. Zudem wird Letztere beantragen, dass das Vergehen als moralische Schande gewertet wird – das würde bedeuten, dass der Angeklagte sieben Jahre lang kein öffentliches Amt übernehmen darf. Mit der Haft tritt der Politiker aus der Knesset aus, wie die Onlinezeitung „Times of Israel“ berichtet.

Die Anklage lautet nun nicht mehr auf Gefährdung der Sicherheit des Staates oder israelischer Bürger. Auch der Terrorvorwurf wurde gestrichen. Dasselbe gilt für den schweren Betrug.

Ghattas befindet sich seit Januar in Hausarrest. Die Knesset hat ihn von allen parlamentarischen Aktivitäten außer Vollversammlungen ausgeschlossen. Im Dezember wurde ihm die Immunität entzogen.

Der israelische Araber teilte mit, er habe die Taten aus persönlichen Gewissenserwägungen und humanitären Empfindungen gegenüber den Häftlingen verübt. Er übernehme die vollständige Verantwortung für sein Handeln.

Beduine übernimmt Knessetmandat

Basel Ghattas gehört dem arabischen Parteienbündnis „Vereinigte Liste“ an. Sein Nachfolger in der Knesset ist nach Angaben des Wahlausschusses Dschuma Asbarga. Er stammt aus der südisraelischen Beduinenstadt Lakija bei Be'er Scheva.

Von: eh

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Fri, 17 Mar 2017 12:28:00 +0100
<![CDATA[Palästinensisches Liegenschaftsamt wieder geöffnet]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/03/17/palaestinensisches-liegenschaftsamt-wieder-geoeffnet/ Das palästinensische Liegenschaftsamt im Osten Jerusalems hat seinen Betrieb wieder aufgenommen. Es war am Dienstag auf Geheiß des israelischen Innenministers Gilad Erdan geschlossen worden. Anlass war der Verdacht, Büroleiter Chalil Tufakdschi informiere die Autonomiebehörde über Palästinenser, die ein Grundstück in Ostjerusalem an Juden verkaufen wollen. Am Donnerstag teilte die Polizei mit, der Verdacht habe sich nicht bestätigt. Nach Tukadschis Angaben hat das Amt keine Verbindung zur Palästinensischen Autonomiebehörde. Auch befinde es sich in Beit Hanina und damit außerhalb Jerusalems.

Von: eh

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Fri, 17 Mar 2017 11:42:00 +0100
<![CDATA[Netanjahu und Trump-Berater Greenblatt treffen sich erneut]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/03/17/netanjahu-und-trump-berater-greenblatt-treffen-sich-erneut/ Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu und der Sondergesandte der US-Regierung für Internationale Verhandlungen, Jason Greenblatt, haben sich am Donnerstag erneut getroffen. Bei dem dreistündigen Gespräch sei es um „konkrete Maßnahmen“ zur Förderung der palästinensischen Wirtschaft gegangen, hieß es aus dem Büro des Premierministers. Thema war demnach auch der Siedlungsbau. Die USA und Israel würden die Gespräche diesbezüglich weiter fortsetzen. Greenblatt traf Netanjahu bereits am Montag, und setzte seinen Nahost-Besuch am Dienstag bei Palästinenserpräsident Mahmud Abbas fort.

Von: df

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Fri, 17 Mar 2017 11:05:00 +0100
<![CDATA[UN-Kommission fordert Israelboykott]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/03/16/un-kommission-fordert-israelboykott/ BEIRUT (inn) – Eine Kommission der Vereinten Nationen bezichtigt Israel, ein Apartheidregime gegen Palästinenser zu errichten. Ein entsprechender Bericht wurde am Mittwoch veröffentlicht. Die USA äußerten scharfe Kritik an den Ausführungen. UN-Generalsekretär Antonio Guterres distanzierte sich von dem Report, wie die Onlinezeitung „Times of Israel“ berichtet.

Der Bericht trägt den Titel: „Israelische Praktiken gegen das palästinensische Volk und die Frage der Apartheid“. Erstellt hat ihn die Wirtschafts- und Sozialkommission für Westasien (ESCWA) mit Sitz in der libanesischen Hauptstadt Beirut. Sie setzt sich laut ihrer Webseite aus 18 arabischen Ländern zusammen, auch der „Staat Palästina“ ist dort als vollwertiges Mitglied gelistet. Ziel des Gremiums sei es, die Zusammenarbeit zu stärken und die Entwicklung zu fördern. Exekutivsekretärin der ESCWA ist die Jordanierin Rima Chalaf.

Kritik an Rückkehrrecht

Die Kommission sieht „verfügbare Beweise“, die „jenseits eines vernünftigen Zweifels feststellen, dass Israel schuldig an Politik und Praktiken ist, die das Verbrechen der Apartheid darstellen“. Sie prangert Israels Rückkehrrecht an, „das Juden weltweit das Recht zugesteht, Israel zu betreten und die israelische Staatsbürgerschaft zu erlangen, ungeachtet ihrer Herkunftsländer und dessen, ob sie Verbindungen zu Israel-Palästina zeigen können oder nicht. Hingegen wird jegliches vergleichbare Recht Palästinensern vorenthalten, einschließlich derjenigen mit dokumentierten angestammten Wohnhäusern im Land“.

Ein weiterer Vorwurf richtet sich gegen die Siedlungspolitik. Die Rede ist von Praktiken, die die Palästinenser aufgesplittert hätten. Dies sei die „grundlegende Methode, durch die Israel ein Apartheidregime errichtet“. In dem Bericht heißt es: „Diese Zersplitterung soll das israelische Regime der rassischen Dominierung über die Palästinenser stabilisieren und den Willen und die Fähigkeit der Palästinenser schwächen, einen vereinigten und effektiven Widerstand aufzunehmen.“

Arabische Israelis sind nach Einschätzung der ESCWA „einer Unterdrückung ausgesetzt auf der Grundlage, dass sie nicht jüdisch sind“. Palästinenser im Westjordanland und im Gazastreifen würden mittels „Militärgesetzgebung“ regiert, jüdische Siedler hingegen mittels „israelischem Zivilrecht“, heißt es weiter.

Empfehlung: Israel boykottieren

Die Kommission hat Empfehlungen an die Vereinten Nationen formuliert. Der Generalversammlung rät sie, „inspiriert durch die Resolution 1761 (XVII) vom 6. November 1962, das Sonderkomitee gegen Apartheid und das Zentrum der Vereinten Nationen gegen Apartheid (1976-1991) wiederbeleben. Sie würden dann maßgeblich über israelische Praktiken und Politik mit Bezug auf das Verbrechen der Apartheid berichten“.

Die genannten Gremien hätten wesentliche rechtliche Analysen und Informationen bezüglich der südafrikanischen Apartheid gesammelt und verbreitet, folgert die ESCWA. „Jene Quellen nützten nicht nur Juristen und Wissenschaftlern, sondern auch zivilrechtlichen Aktivisten in aller Welt. Sie halfen ihnen, Medienpräsentationen und öffentliche Meinung zu formen, Aufrufe zu Boykotten, Desinvestitionen und Sanktionen zu legitimieren und allgemein zur Gründung einer transnationalen Bewegung gegen Apartheid in Südafrika beizutragen.“

Der Bericht enthält auch Empfehlungen an Regierungen. Eine davon lautet: „Nationale Regierungen sollten Aktivitäten von Boykott, Desinvestition und Sanktionen unterstützen und auf Aufrufe zu solchen Initiativen positiv reagieren.“

US-Botschafterin: Guterres muss Bericht zurücknehmen

UN-Sprecher Stephane Dujarric äußerte sich am Mittwoch zu der Veröffentlichung: Der Bericht in dieser Form „spiegelt nicht die Ansichten des Generalsekretärs wider“, zitiert ihn die „Times of Israel“. Er sei ohne Rücksprache mit dem UN-Sekretariat entstanden.

Die Botschafterin der USA, Nikki Haley, forderte, der Bericht müsse eingestampft werden. „Die Vereinigten Staaten sind empört über den Bericht", teilte sie mit. „Das Sekretariat der Vereinten Nationen hat recht daran getan, sich von diesem Bericht zu distanzieren, aber es muss weiter gehen und den Bericht insgesamt zurücknehmen." Sie ergänzte: „Dass eine derartige anti-israelische Propaganda von einem Gremium kommen würde, dessen Mitglieder fast grundsätzlich Israel nicht anerkennen, ist nicht überraschend."

Der israelische Botschafter Danny Danon hatte bereits zuvor die ESCWA kritisiert: „Der Versuch, die einzige echte Demokratie im Nahen Osten zu verwischen und falsch zu etikettieren, indem man eine falsche Analogie schafft, ist abscheulich und stellt eine offenkundige Lüge dar. Es kommt nicht überraschend, dass eine Organisation, die von einer Person angeführt wird, die zu Boykotten gegen Israel aufgerufen und unsere Demokratie mit den furchtbarsten Regimen des 20. Jahrhunderts verglichen hat, einen solchen Bericht veröffentlicht.“ Danon appellierte ebenfalls an Guterres.

Ehemaliger UN-Berichterstatter Falk einer der Verfasser

Den Bericht haben der emeritierte amerikanische Professor Richard Falk und die Politikwissenschaftlerin Virginia Tilley erstellt. Beide sind in Israel keine Unbekannten. Falk war bis 2014 UN-Sonderberichterstatter für Menschenrechte in „Palästina“. Die amerikanische Botschafterin Haley bezeichnete ihn als „Mann, der wiederholt einseitige und zutiefst beleidigende Äußerungen über Israel gemacht und lächerliche Verschwörungstheorien unterstützt hat“. Tilley wiederum veröffentlichte 2005 das Buch „Die Ein-Staat-Lösung“. Darin vertrat sie die These, dass aufgrund der israelischen Siedlungen die Gründung eines palästinensischen Staates nicht mehr möglich sei.


Von: eh

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Thu, 16 Mar 2017 15:25:00 +0100
<![CDATA[Christlicher Sender „SAT-7“ verdoppelt Zuschauerzahl]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2017/03/16/christlicher-sender-sat-7-verdoppelt-zuschauerzahl/ SINSHEIM / NIKOSIA (inn) – Der christliche Fernsehsender „SAT-7“ hat die Zahl seiner wöchentlichen Zuschauer seit 2011 von etwa 11 Millionen auf inzwischen 21 Millionen erhöht. Diese Erhebung präsentierte der Nordeuropa-Direktor des Senders, Kurt Johansen. Die Zahl enthalte nicht die zwei 24-Stunden-Fernsehkanäle von „SAT-7“ in Türkisch und Persisch, die ebenfalls für ein großes Publikum zugänglich sind.

Die Zahlen sind das Ergebnis einer Befragung von 57.000 Haushalten im Nahen Osten einschließlich Saudi-Arabiens und Nordafrikas. „SAT-7“ sei ein Fernsehsender von Christen aus dem Nahen Osten und Nordafrika für die Christen in diesen Ländern. Dessen Ziel sei es, der christlichen Minderheit eine Stimme zu geben und in der arabischen Welt ausgewogen über Jesus, die Bibel und ihren Glauben zu informieren, erklärte Johansen.

Wachstum in Zeiten der Krise

Der Sender solle Christen aus ihrem Minderheitenstatus heraushelfen, damit sie die Gesellschaft ihrer Länder verändern können. Dass die Zuschauerzahl in einer Zeit von Krieg und Verfolgung wachse, sei hocherfreulich, betont Johansen. „SAT-7“ verbreite bewusst eine versöhnliche Botschaft – auch in der islamischen Welt.

Wenn sie gehört werde, könne sie Leben verändern, sagte Johansen bei der Deutschen Missions-Gemeinschaft (DMG) in Sinsheim. Vor allem in Ägypten habe die Gewalt gegen Christen zugenommen. In den Live-Sendungen kämen christliche Opfer dieser Gewalt zu Wort. Sie verbreiteten trotzdem die Botschaft der Vergebung und seien eine Stimme der Hoffnung für Millionen Menschen.

Christen bekennen Glauben vor Kamera

„Der Sender kann in seinen Studios in Kairo, Limassol, Istanbul, Beirut und London frei arbeiten“, erklärte Theo Volland, Öffentlichkeitsreferent der DMG, gegenüber Israelnetz. Die Beiträge produzierten die Christen aus dem Nahen Osten für ihre Glaubensgeschwister, so dass es sich um kein westliches Fernsehen handele.

In Ägypten hat der Staat den Sender vor zwei Jahren einmal kurzzeitig geschlossen und die Ausrüstung konfisziert, weil den Behörden ein wichtiges Papier nicht vorlag. „Aber das hat sich innerhalb weniger Monate geklärt“, betonte Volland. Für die Zuschauer sei das Schauen der Sender kein Problem. „SAT-7“ habe einen guten Ruf. Problematischer werde es für Christen aus manchen Ländern, wenn sie sich vor laufender Kamera zu ihrem Christsein bekennen: „Aber dieses Risiko gehen viele der Menschen, die sich von ‚SAT-7’ interviewen lassen, ganz bewusst ein.“

Kreativer Unterricht für Kinder

Im Sommer 2017 will „SAT-7“ sein Schulfernsehen zu einem 24-Stunden-Fernsehkanal ausbauen. Der neue Kanal soll rund um die Uhr kreativen Unterricht für Kinder von der Vorschule bis zur fünften Klasse ausstrahlen. Neben den klassischen Fächern Arabisch, Englisch, Mathe und Biologie geht es auch um ethische Fragen und kindgerechte Lebenshilfe, die den Kindern bei der Verarbeitung ihrer Kriegserlebnisse helfen soll. Wenn der neue Kanal im Sommer auf Sendung geht, wird es dafür einen eigenen „YouTube“-Kanal geben. Die Unterrichtseinheiten gestalten sie mit Lehrern im Team, welche die Schulstunden vor laufender Kamera mit Schülern abhalten.

Nachts seien Programme für Eltern und Lehrer geplant, um im Zweifel auch Unterricht alleine in den Flüchtlingscamps durchzuführen oder zu Hause zu unterrichten. In Syriens Nachbarländern befänden sich drei bis vier Millionen Kinder auf der Flucht. In Syrien seien 4.400 Schulen zerstört oder hätten den Unterricht eingestellt, weil Lehrer geflohen sind. Den gebildeten syrischen Eltern tue es „extrem weh“, dass ihre Kinder durch Krieg und Vertreibung keine Chance auf Schulbildung erhalten, erklärte Johansen. Diese Lücke wolle „SAT-7“ schließen. Bildung schütze Kinder vor möglicher Radikalisierung und trage aktiv zum Frieden bei.

Christen benötigen „gesunde biblische Lehre“

Ausbauen will „SAT-7“ auch seine jungen Sendekanäle in Türkisch und Farsi (Persisch). Johansen dankte der türkischen Regierung, dass sie der christlichen Minderheit den Sendebetrieb erlaube. „SAT-7 Türk“ ist seit zwei Jahren in Betrieb und berichtet über die 2.000-jährige christliche Geschichte der Türkei, die Bedeutung der Bibel und Nachrichten aus den kleinen christlichen Gemeinden im Land. Es gehe darum, Vorurteile abzubauen, und türkische Christen vorzustellen, die offen von ihrem Glauben und Leben erzählen.

Die meisten Programme für den persischen Kanal entstehen in London. Im Iran und dem persischsprachigen Teil Afghanistans gebe es viele neue Christen, die dringend auf „gesunde biblische Lehre“ angewiesen seien, erläuterte Johansen. Deshalb liege in Farsi der Schwerpunkt auf einem Glaubensgrundkurs, den „SAT-7“ per Satellit ausstrahle. Es sei das erste Mal in der jüngeren Geschichte des Iran, dass das Evangelium in Millionen von Haushalten gesendet werde.

Von: jw

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Thu, 16 Mar 2017 15:18:00 +0100
<![CDATA[Die Überraschungsmannschaft Israel ist ausgeschieden]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/sport/2017/03/16/die-ueberraschungsmannschaft-israel-ist-ausgeschieden/ TOKIO (inn) – Trotz einer beeindruckenden Siegesserie zu Beginn des Turniers ist das israelische Team beim „World Baseball Classic“ ausgeschieden. Gegen den Weltranglistenersten Japan kassierte das Team am Mittwoch eine 3:8-Niederlage.

Von Anfang an galt Israel als Außenseiter bei dem Weltturnier. Umso überraschender, dass es alle Gruppenspiele gegen Südkorea, Taiwan und die Niederlande gewinnen konnte und auf Rang 1 der Gruppe A kam. Im ersten Spiel der zweiten Runde bezwang die Mannschaft dann Kuba. In einem weiteren Spiel gegen die Niederlande setzte es die erste Niederlage, gegen Japan kam dann das endgültige Aus.

Alle Gegner des Turniers liegen in der Weltrangliste vor Israel. Das Team kam als 41. der Weltrangliste in das Turnier, das in Japan, Südkorea, Mexiko und den USA ausgetragen wird.

Wenig Aufmerksamkeit in Israel

Die Israelis haben den Lauf des Teams allerdings kaum wahrgenommen. Baseball zählt, anders als Basketball oder Fußball, nicht zu den beliebten Sportarten. Sportministerin Miri Regev wurde im Radiointerview bloßgestellt, als sie bekennen musste, dass sie nicht wisse, was in Südkorea passiert. „Ich mag die Sportministerin sein, aber ich gebe nicht vor, alle Spieler und jedes Team im Detail zu kennen“, entschuldigte sie sich.

In Israel selbst gibt es laut der Tageszeitung „Yediot Aharonot“ nur ein echtes Baseballfeld und 1.000 aktive Spieler. Die israelische Mannschaft bestand dann auch vor allem aus Spielern jüdischer Herkunft, die in amerikanischen Baseball-Ligen ihr Geld verdienen. Laut Regeln des Baseball-Verbandes kann ein Spieler auch dann für ein Nationalteam antreten, wenn er grundsätzlich das Recht auf die Staatsbürgerschaft des Landes hat.

So kam es, dass im Team lediglich zwei waschechte Israelis dabei waren. Einer von ihnen, Dean Kremer, ist der einzige Israeli, der den Sprung in die amerikanische Profiliga „Major League Baseball“ geschafft hat. Acht der Spieler aus Amerika hatten Israel wenige Wochen vor Beginn des Turniers das erste Mal besucht.

Das erklärt auch den Erfolg des Teams trotz der schlechten Platzierung: Die erfahrenen Spieler aus Amerika treten sonst nicht für Israel an. Entsprechend wenig konnten sich die Israelis in dem Team wiederfinden. Der Fernsehkommentator Gil Barak sagte: „Niemand weiß irgendetwas über das Spiel, es ist vollkommen fremd. Es ist ein Sport, der hier keine Vergangenheit, keine Zukunft und keine Gegenwart hat.“

Immerhin: Die jüdischen Traditionen haben die Spieler auch in Fernost hochgehalten. Zu Purim lasen sie aus der „Megillat Ester“, der Schriftrolle des biblischen Buches Ester. Und auch das Maskottchen – „The Mensch on a Bench“ – durfte dabei nicht fehlen. „Mensch“ meint auf Jiddisch einen gut integrierten, herzlichen und fürsorglichen Menschen, der in diesem Fall seinen Platz auf der Bank gefunden hat.

Der israelische Baseball-Verband beschrieb das Team auch als „das großartigste jüdische Sportteam der Geschichte“. Von den Überraschungserfolgen erhofft es sich einen Aufschwung für Baseball in Israel. „Wir werden den Baseball in Israel auf nie dagewesene Höhen wachsen lassen als Andenken an die 28 herausragenden Männer des Teams, die so hart gearbeitet haben.“

Von: df

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Thu, 16 Mar 2017 14:49:00 +0100
<![CDATA[„Frauen an der Klagemauer“ appellieren an Gerichtshof]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/03/16/frauen-an-der-klagemauer-appellieren-an-gerichtshof/ Die Bewegung „Frauen an der Klagemauer“ hat eine Petition beim Obersten Gerichtshof eingereicht, meldet die Onlinezeitung „Times of Israel“. Die Petition beinhaltet eine einstweilige Verfügung gegen Polizei, Westmauer-Erbe-Stiftung und den Rabbi Schmuel Rabinowitz. Die Verantwortlichen sollen dazu Stellung beziehen, warum sie ihrer Pflicht nicht nachgegangen sind, den Schutz betender Frauen zu gewährleisten. Laut eigener Stellungnahme sind die monatlichen Gebetsveranstaltungen der Frauen durch Beschimpfungen und Belästigungen seitens ultra-orthodoxer Männer beeinträchtigt worden.

Von: amu

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Thu, 16 Mar 2017 12:03:00 +0100
<![CDATA[„Netanjahu ist ein Vampir“]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/03/16/netanjahu-ist-ein-vampir/ Der einzige jüdische Abgeordete im iranischen Parlament hat dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu vorgeworfen, über den Iran Lügen zu verbreiten. Siamak Moreh Sedgh nannte Netanjahu einen „verrückten Vampir, der von Kopf bis Fuß in Verbrechen steckt“. Netanjahu hatte anlässlich des Purim-Festes gesagt, der Nachfolger des alten Persiens, der Iran, versuche, den jüdischen Staat zu zerstören. Auch der iranische Außenminister Muhammad Sarif warf Netanjahu daraufhin vor, das Geschichtsbild zu verzerren.

Von: df

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Thu, 16 Mar 2017 11:02:00 +0100
<![CDATA[Naturkundemuseum eröffnet]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2017/03/16/naturkundemuseum-eroeffnet/ Der Amerikaner Harry Leu hat den Kindern in den palästinensischen Gebieten seine Sammlung von Dinosauriern gespendet. Die Dauerausstellung wurde am Dienstag eröffnet. Wie der Leiter des Kongresszentrums in Bethlehem, George Bassus, berichtete, werden 28 Dinosaurier sowie 29 große Insekten in Lebensgröße ausgestellt. Diese sind aus Kunststoff gefertigt, der sich wie Leder anfühlt und die Fantasie der Kinder anregen soll. Der palästinensische Bildungsminister Sabri Saidam zeigte sich erfreut: Obwohl palästinensische Kinder keine weltweiten Ausstellungen und Museen besuchen könnten, hätten sie nun die Möglichkeit, sich Wissen über Dinosaurier anzueignen.

Von: mh

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Thu, 16 Mar 2017 10:38:00 +0100
<![CDATA[Nachrichten vom 16. März]]> https://www.israelnetz.com/israelnetz-tv/2017/03/16/nachrichten-vom-16-maerz/ Thu, 16 Mar 2017 10:09:00 +0100 <![CDATA[Knesset ehrt Bundestagspräsident Lammert]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/03/15/knesset-ehrt-bundestagspraesident-lammert/ JERUSALEM (inn) – Bundestagspräsident Norbert Lammert hat in Israel eine besondere Auszeichnung erhalten: Sein Amtskollege Juli Edelstein überreichte ihm am Dienstag symbolisch den „Schlüssel der Knesset“. Damit würdigte er das langjährige politische Engagement des CDU-Politikers für die Beziehungen zwischen dem israelischen und dem deutschen Parlament. „Der Knesset-Schlüssel wird selten verliehen“, sagte Edelstein laut einer Mitteilung der Knesset. „Er wird an Persönlichkeiten überreicht, die wir in besonderer Weise auszeichnen wollen.“ Lammert reagierte erfreut: „Ich kann mir kein symbolischeres und beeindruckenderes Geschenk vorstellen.“

Anlass für Lammerts Besuch in Jerusalem war das zweite deutsch-israelische Parlamentarierforum. Begleitet wurde er von Abgeordneten der vier im Bundestag vertretenen Fraktionen, unter ihnen auch Vizepräsidentin Petra Pau (Die Linke). Die israelische Delegation führte der Vorsitzende der Israelisch-Deutschen Parlamentariergruppe, Nachman Schai (Zionistische Union), an.

In Arbeitssitzungen tauschten sich die Politiker über die Integration von Zuwanderern mit Blick auf damit verbundene gesellschaftliche Herausforderungen aus. Konkret ging es um unterschiedliche Ansätze zur Integration von Zuwanderern verschiedener wirtschaftlicher und sozialer Herkunft. Ein zusätzlicher Aspekt war die Rolle von staatlichen Förderprogrammen, die Hilfe beim Erwerb von Sprachkenntnissen und Zugang zum Arbeitsmarkt leisten sollen.

Lammert: Länder können voneinander lernen

Der Bundestagspräsident machte darauf aufmerksam, dass die Länder bei der Bewältigung von gegenwärtigen Aufgaben voneinander viel lernen könnten. So könne Deutschland einiges Wissen aus den Erfahrungen des israelischen Staates für die eigene Auseinandersetzung mit aktuellen Fragen der Integration von Flüchtlingen schöpfen. Denn Israel sei im Verlauf seiner Geschichte mit einer Reihe von Zuwanderungswellen konfrontiert worden.

Edelstein brachte seine persönliche Erfahrung als Neueinwanderer und als Einwanderungsminister ein. Der Schlüssel zum Erfolg bei der Integration von Immigranten sei, sie in den Entscheidungsprozess zu ihrem Schicksal einzubeziehen. Überdies müssten die Alteingesessenen die Tradition und Kultur respektieren, mit der sie in ihr neues Land kämen.

Ferner befassten sich die Abgeordneten mit dem Einfluss von sozialen Netzwerken auf die politische Kommunikation, wie der Bundestag mitteilte. Sie diskutierten über Ansätze zur Bekämpfung der unerwünschten Auswirkungen von sozialen Medien. Auch die Sicherheit im Netz, Mobbing und Hetze in sozialen Netzwerken kamen zur Sprache.


Rivlin betont Verbindung der beiden Länder

Ebenfalls am Dienstag empfing der israelische Staatspräsident Reuven Rivlin Bundestagspräsident Lammert in seiner Residenz. Der Gastgeber betonte erneut die starke Verbindung zwischen Israel und Deutschland. Diese basiere auf der schwierigen Vergangenheit, aber auch auf der großartigen Zusammenarbeit und den Errungenschaften der Gegenwart sowie dem Potential für die Zukunft.

Die deutschen Politiker besuchten am Mittwoch die südisraelische Hafenstadt Aschdod. Diese hat in den vergangenen Jahrzehnten eine große Zahl von Einwanderern aufgenommen. Dort konnten sie gemäß der Mitteilung des Bundestages einen persönlichen Eindruck von Integrationsprojekten auf kommunaler Ebene gewinnen.

Das Parlamentarierforum ist eine Frucht des 50. Jahrestages der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Israel. Im Jubiläumsjahr 2015 entschieden die Präsidien von Knesset und Deutschem Bundestag, alternierend im deutschen und israelischen Parlament ein jährliches Forum zu veranstalten. Dabei sollen Abgeordnete beider Länder jeweils ein aktuelles Thema erörtern. Das erste Treffen fand vergangenes Jahr in Berlin statt.

Von: eh

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Wed, 15 Mar 2017 15:01:00 +0100
<![CDATA[Sozialarbeiter streiken]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/03/15/sozialarbeiter-streiken/ Beamte des Gesundheitswesens und anderer öffentlicher Einrichtungen in Israel haben am Mittwochvormittag gestreikt. Sie fordern mehr Rückendeckung, weil die Gewalt – physisch und verbal – gegenüber Sozialarbeitern und Lehrern zunimmt. So tötete am Dienstag ein Patient aus Unzufriedenheit mit seiner Behandlung eine Krankenschwester, indem er sie anzündete. Im Rahmen eines Pilotprojektes sorgen Polizisten an Kliniken bereits für mehr Sicherheit. Dennoch gab es nach Angaben der Regierung in den vergangenen beiden Jahren circa 3.000 gewalttätige Übergriffe in medizinischen Einrichtungen.

Von: csc

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Wed, 15 Mar 2017 14:56:00 +0100
<![CDATA[Mehrheit gegen Zweistaatenlösung]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/03/15/mehrheit-gegen-zweistaatenloesung/ RAMALLAH (inn) - Zwei Drittel der Bewohner in Westjordanland und Gazastreifen fordern das Abtreten des Vorsitzenden der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Mahmud Abbas. Dies ist ein Ergebnis einer Umfrage des „Palästinensischen Zentrums für Politik und Meinungsforschung“ (PSR). Trotzdem würde Abbas bei heute stattfindenden Wahlen ebenso viel Unterstützung erhalten wie der Hamas-Kandidat Ismail Hanijeh.

Zwar ist die Unterstützung für eine Zweistaatenlösung im Vergleich zur vorigen Umfrage im Dezember 2016 leicht angestiegen. Dennoch spricht sich weniger als die Hälfte der Bevölkerung für eine solche aus. Mehr als die Hälfte der Befragten glaubt, dass die Besatzung innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre enden wird.

Für das größte Problem der palästinensischen Gesellschaft halten 27 Prozent der Befragten Arbeitslosigkeit und Armut. Ebenso viele machen die israelische Besatzung und den voranschreitenden Siedlungsbau der Israelis dafür verantwortlich. 24 Prozent halten die Korruption in öffentlichen Institutionen für ausschlaggebend.

Von: mh

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Wed, 15 Mar 2017 12:31:00 +0100
<![CDATA[Hotovely zeigt Botschaftern Munitionshügel]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/03/15/hotovely-zeigt-botschaftern-munitionshuegel/ JERUSALEM (inn) – Die stellvertretende israelische Außenministerin Zippi Hotovely hat am Dienstag mehreren Botschaftern den Munitionshügel in Jerusalem gezeigt. Dort fand vor 50 Jahren einer der schwersten Kämpfe des Sechs-Tage-Krieges statt. Er führte zur Eroberung der Jerusalemer Altstadt durch israelische Truppen und schließlich zur Vereinigung von West- und Ostjerusalem.

Die Veranstaltung bildete den Auftakt des Außenministeriums für die Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag der Wiedervereinigung der Stadt. Den Botschaftern wollte Hotovely vor Ort zeigen, wie nahe beieinander die Stadtteile liegen. Die Vorstellung, Ost- und Westjerusalem lägen weit auseinander, stimme nicht, sagte sie dem Onlineportal „Arutz Scheva“.

Alter Traum wahrgeworden

Zudem ging es der Likud-Politikerin darum, den Botschaftern ein „Gefühl für Geschichte“ zu vermitteln, „die Notwendigkeit des Krieges zu fühlen, den Umstand, dass es ein gerechter Krieg war, ein Verteidigungskrieg“. Der Sechs-Tage-Krieg begann am 5. Juni 1967 und endete am 10. Juni. Der Kampf am Munitionshügel fand in der Nacht vom 5. auf den 6. Juni statt. Heute befindet sich an diesem Ort eine Gedenkstätte.

Hotovely betonte weiter, für Juden sei ein 2.000 Jahre alter Traum wahr geworden, als die Altstadt mitsamt Klagemauer und Tempelberg wieder für sie zugänglich war. Aus ihrer Sicht ist Religionsfreiheit an diesem Ort nur unter jüdischer Souveränität garantiert. In der Altstadt seien zuvor die Zeugnisse jüdischen Lebens zerstört worden. „Das wollen wir den Botschaftern erklären.“

Von: df

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Wed, 15 Mar 2017 12:22:00 +0100
<![CDATA[Keine Wartezeiten mehr für Ältere]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/03/15/keine-wartezeiten-mehr-fuer-aeltere/ Wer in Israel 80 Jahre oder älter ist, muss nicht länger in Warteschlangen ausharren. Ein entsprechendes Gesetz hat die Knesset am Dienstag verabschiedet. Demnach dürfen die Betroffenen in Ämtern und Läden zuerst an die Reihe kommen. Falls jedoch Behinderte anstehen, kommen diese noch vor den Alten dran.

Von: df

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Wed, 15 Mar 2017 11:21:00 +0100