Israelnetz - Neueste Nachrichten https://www.israelnetz.com Nachrichten aus Israel und dem Nahen Osten de https://www.pro-medienmagazin.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif Israelnetz - Neueste Nachrichten https://www.israelnetz.com 18 16 Nachrichten aus Israel und dem Nahen Osten TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Sat, 24 Aug 2019 16:12:52 +0200 <![CDATA[17-jährige Israelin bei Terroranschlag getötet]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2019/08/23/17-jaehrige-israelin-bei-terroranschlag-getoetet/ DOLEV (inn) – Bei einem Terroranschlag nahe der Siedlung Dolev ist am Freitagmorgen die 17-jährige Israelin Rina Schnerb durch einen Sprengsatz getötet worden. Ihr Vater Eitan, ein 46-jähriger Rabbi aus Lod, und ihr 19-jähriger Bruder Dvir wurden schwer verwundet. Ein Militärhubschrauber brachte die beiden ins 20 Kilometer südöstlich gelegene Jerusalem zur Behandlung im Hadassah-Krankenhaus Ein Kerem.

Die Armee stufte die Tat als „schweren Terrorangriff“ ein. Die Suche nach den Tätern hielt am Freitagnachmittag an. Ob diese zu einer Terrorgruppe gehören oder allein handelten, war zunächst unklar. Die Terror-Organisation Hamas lobte den Anschlag, bekannte sich aber nicht dazu. Weiter unklar ist auch der Ablauf der Tat: Möglich ist, dass der Sprengsatz geworfen wurde, oder dass er durch eine Fernzündung detonierte, als sich die Familie ihm näherte.

Netanjahu: Jüdische Gemeinschaften stärken

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu bekundete den Angehörigen sein Beileid und wünschte den Verletzten schnelle Genesung. „Wir werden die jüdischen Gemeinschaften weiter stärken“, kündigte er an. „Wir werden uns tiefer verwurzeln und gegen unsere Feinde vorgehen.“

Der israelische Staatspräsident Reuven Rivlin zeigte sich angesichts der Tat „geschockt und in Trauer“. „Das war ein abscheulicher Angriff auf unschuldige Menschen, die ihren alltäglichen Dingen in Frieden nachgingen.“ Rivlin dankte den medizinischen und militärischen Einsatzkräften. „Wir werden nicht aufhören, bis der Gerechtigkeit Genüge getan ist, und wir werden den Terror kompromisslos bekämpfen.“

Mittlerweile hat sich der Zustand des Vaters stabilisiert. Er war nach dem Anschlag bei Bewusstsein geblieben und hatte die Rettungskräfte gerufen. Sein Sohn war bei Ankunft der Einsatzkräfte bewusstlos. Er wurde operiert und befindet sich nun nach Angaben der Ärzte ebenfalls in stabilem Zustand. Seine Verletzungen seien nicht lebensgefährlich. Rina Schnerb wurde unterdessen um halb vier Uhr Ortszeit auf dem Friedhof von Lod begraben.

Schon vor dem Terrorakt vom Freitag hatte die israelische Botschaft in Berlin von einer „Terrorwelle“ gegen Israelis gesprochen. Den Anfang machte in dieser Zählung der Mord an dem Talmudschüler Dvir Sorek am 7. August. Hinzu kamen vier Versuche bewaffneter Palästinenser, vom Gazastreifen nach Israel einzudringen. In Jerusalem hatten zwei Teenager einen Polizisten mit einem Messer angegriffen und verletzt. Bei einem Autoangriff wurde an einer Bushaltestelle eine Israelin lebensgefährlich verletzt. Aus dem Gazastreifen feuerten Palästinenser Raketen auf Israel ab und ließen Brandballons auf israelisches Gebiet fliegen.

Dieser Artikel wurde zuletzt um 16:16 Uhr aktualisiert.

Von: df

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Fri, 23 Aug 2019 14:34:00 +0200
<![CDATA[Neue Richtlinien für Veranstaltungen mit Geschlechtertrennung]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2019/08/23/neue-richtlinien-fuer-veranstaltungen-mit-geschlechtertrennung/ Generalstaatsanwalt Avichai Mandelblit hat am Donnerstag neue Richtlinien veröffentlicht, die unter gewissen Voraussetzungen den lokalen Behörden Veranstaltungen mit Geschlechtertrennung erlauben. Demnach müssen die Verantwortlichen zum Beispiel erst einmal feststellen, dass die Teilnahme auf freiwilliger Basis passiert. Vergangene Woche hatte ein Amtsgericht zuerst die Geschlechtertrennung bei einem ultra-orthodoxen Konzert in Afula verboten, nach einer Berufung dann doch erlaubt. Das Oberste Gericht wiederum verbot die Veranstaltung, die sich aber nicht mehr absagen ließ.

Von: mm

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Fri, 23 Aug 2019 14:31:00 +0200
<![CDATA[„New York Times“: Israel greift iranische Ziele im Irak an]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2019/08/23/new-york-times-israel-greift-iranische-ziele-im-irak-an/ BAGDAD / JERUSALEM (inn) – Israel soll Luftschläge gegen militärische Ziele des Iran im Irak durchgeführt haben. Das berichtete die „New York Times“ am Donnerstag. Ein leitender US-Beamter äußerte gegenüber der Tageszeitung Bedenken, dass die israelischen Operationen grenzwertig seien und letztlich dazu führen könnten, dass die USA die Truppen vollständig aus dem Irak abziehen müssten.

Dem Bericht zufolge war Israel verantwortlich für verschiedene Luftschläge auf irakische Ziele, die mit dem Iran in Verbindung gebracht werden. In der Aufzählung befindet sich auch ein Luftschlag vom 19. Juli, bei dem ein Lager der Iranischen Revolutionsgarden angegriffen wurde, von dem aus Waffen nach Syrien gebracht werden. Laut der „New York Times“ wurde der Angriff innerhalb des Irak geflogen. Dabei seien Lenkraketen mit einer Reichweite von bis zu 200 Kilometer zerstört worden. Am Dienstag gab es Explosionen in einem Waffenlager nördlich von Bagdad, das mit Soldaten in Verbindung gebracht wird, die vom Iran finanziert werden.

Der Sicherheitsberater der irakischen Regierung, Falih al-Fajadh, sagte, dass Bagdad in diesem Konflikt keine Seite wählen wolle. Der Irak wolle vor allem nicht mit in einen Krieg gezogen werden. Er wisse allerdings noch nicht, wer hinter dem Angriff vom Dienstag stecke.

Netanjahu äußert sich in einem Interview

Von Israels Seite gibt es keine offizielle Stellungnahme zu Operationen im Irak. Jedoch äußerte sich der israelische Premier Benjamin Netanjahu am Donnerstag in einem Interview bei „Kanal 9“. Er wurde gefragt, ob Israel gegen iranische Ziele im Irak vorgehen würde, wenn es vonnöten sei. „Wir agieren nicht nur, wenn es vonnöten ist. Wir agieren in verschiedenen Regionen gegen einen Staat, der uns auslöschen will. Natürlich habe ich den Sicherheitskräften freie Hand gegeben und sie beauftragt, alles Notwendige zu tun, um die Pläne des Iran zu verhindern“, antwortete Netanjahu. „Ich gewähre dem Iran nirgendwo Immunität.“

Die in London ansässige arabische Tageszeitung „A-Scharq al-Awsat“ (Mittlerer Osten) zitierte Anfang der Woche einen westlichen Diplomaten mit den Worten, dass israelische Operationen gegen den Iran in Syrien und dem Irak grünes Licht von den USA und Russland erhalten hätten. Sie seien „lebensnotwendig, um Israels Sicherheit zu gewährleisten“.

Von: mm

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Fri, 23 Aug 2019 13:51:00 +0200
<![CDATA[Autonomiebehörde nimmt Teilzahlung aus Israel an]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/08/23/autonomiebehoerde-nimmt-teilzahlung-aus-israel-an/ Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) hat einen Teil der ihr zustehenden Zahlungen von Israel angenommen. Das teilte ein Sprecher am Donnerstag mit. Bei den Geldern in Höhe von umgerechnet etwa 512 Millionen Euro handelt es sich um die Treibstoffsteuer der vergangenen Monate. Die Autonomiebehörde hatte sich seit Februar geweigert, jegliche Zahlungen anzunehmen. Grund dafür ist ein Gesetz, dem zufolge Israel jene Summen einbehält, die die PA an Terroristen auszahlt. Angestellte der PA erhalten aufgrund der Finanzkrise derzeit nur etwa 60 Prozent ihres Lohnes.

Von: df

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Fri, 23 Aug 2019 13:32:00 +0200
<![CDATA[Abbas: Millionen von Kämpfern nach Jerusalem]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/08/23/abbas-millionen-von-kaempfern-nach-jerusalem/ RAMALLAH (inn) – Der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Mahmud Abbas, hat Palästinenser zum „Marsch auf Jerusalem“ aufgerufen. „Wir schreiten in Jerusalem ein, Millionen von Kämpfern!“, sagte er im Flüchtlingslager Dschalason, das etwa sechs Kilometer nördlich von Ramallah liegt. Mit „wir“ meinte er „das gesamte palästinensische Volk, die gesamte arabische Nation, die islamische Nation, die christliche Nation ... Sie alle sollen in Jerusalem einmarschieren“.

Ein Video von dem Auftritt wurde am 10. August auf der Facebook-Seite von Abbas veröffentlicht. Darin ist auch zu hören, wie die Zuhörer begeistert singen: „Wir marschieren nach Jerusalem, Millionen von Märtyrern.“ Abbas betonte in seiner Rede weiter, dass er die israelische Einstufung von „Märtyrern“ als „Terroristen“ zurückweise. Offenbar bezog er sich auf das Knesset-Gesetz, wonach Israel Zahlungen an die PA in der Höhe einbehält, die diese an Terroristen auszahlt. „Unsere Märtyrer sind die Märtyrer des Heimatlandes. (...) Die Märtyrer, die Verwundeten und die Gefangenen sind das Heiligste, was wir haben.“

Rückgriff auf Geschichte

Abbas setzte zudem das palästinensische Volk mit den Kanaanäern gleich. „Wir werden hier bleiben“, betonte er. Bezüglich der Israelis sagte er: „Wenn sie wollen, können sie selber gehen. Diejenigen, die fremd in diesem Land sind, haben kein Recht darauf. Daher sagen wir ihnen: Jedes Haus, dass Ihr auf unserem Land gebaut habt, wird zerstört werden, so Allah will.“

Die Bibel beschreibt die Kanaanäer als die Ureinwohner des Landes, von denen etwa die Erzväter Abraham und Jakob Land gekauft haben. Ob sie mit den modernen Palästinensern viel zu tun haben, darf bezweifelt werden. Die Vorfahren heutiger Palästinenser stammen aus verschiedenen Gegenden des Nahen Ostens, etwa aus Ägypten, Jemen, Syrien, der Türkei oder Saudi-Arabien. Der Begriff der Palästinenser als Volksbezeichnung stammt aus dem Jahr 1968 und wurde von Jasser Arafat eingeführt, der ein Jahr später bis zu seinem Tod 2004 Chef der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) war.

Von: df

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Fri, 23 Aug 2019 13:30:00 +0200
<![CDATA[Niederlagen für israelische Teams in Hinspielen]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/sport/2019/08/23/niederlagen-fuer-israelische-teams-in-hinspielen/ Ein Dämpfer für die israelischen Fußballteams: In den Hinspielen der Europa-League-Playoffs war weder für Hapeol Be'er Scheva noch für Bnei Jehuda Tel Aviv etwas zu holen. Be'er Scheva verlor auswärts gegen Feyenoord Rotterdam mit 0:3. Das gleiche Ergebnis gab es für den israelischen Pokalsieger aus Tel Aviv bei seinem Auswärtsspiel gegen Malmö FF. Unmöglich ist es nicht, diese Ergebnisse in den Heimspielen am 29. August zu korrigieren. Aber es wird eine Herausforderung. Der israelische Meister Maccabi Tel Aviv schied bereits eine Runde früher aus.

Von: mm

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Fri, 23 Aug 2019 10:18:00 +0200
<![CDATA[Meerwasser für das Leben]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/wissenschaft/2019/08/23/meerwasser-fuer-das-leben/ Spätestens seit dem Sommer 2018 ist den Deutschen bewusst, wie abhängig das Land von Regen ist: Die Dauerhitze konnten sie am eigenen Leib spüren, Bilder von ausgetrockneten Feldern waren in neuer Regelmäßigkeit zu sehen, ebenso wie Karten, die die Bodentrockenheit in einem alarmierenden Rot anzeigten. Der „Dürresommer“ hat sich vielfältig bemerkbar gemacht. Und Experten sind sich einig: Privatverbraucher, Industrie und Landwirtschaft werden hierzulande immer stärker um das kostbare Nass konkurrieren.

Mit Trockenheit und Wasserknappheit scheinen sich die Deutschen also auch in Zukunft befassen zu müssen. In Israel sind diese Themen ein Dauerbrenner: Am Regen im Land machen schon die biblischen Texte Gottes Segen fest. Und auch in der Gegenwart stellt sich für Israelis Jahr um Jahr die Frage, wie die Regensaison von Oktober bis März ausfällt: Denn in dieser Zeit entscheidet sich, wie die Wasserreserven wieder aufgefüllt werden. Dabei geht es nicht nur um ein paar Tropfen mehr oder weniger. Das Land verzeichnete von 2013 bis 2018 sechs Dürresommer hintereinander. Das habe niemand erwartet, gab Energieminister Juval Steinitz zu. Er sprach von einer „sehr, sehr ernsten Lage“. Die Wasserbehörde Mekorot sprach 2018 von einem „seltenen Phänomen“, wie es das seit den 1920er Jahren nicht gegeben habe. Besonders betroffen von der Trockenheit war der Norden des Landes.

Ein wichtiger Indikator ist der Wasserstand des Sees Genezareth: Zwar hat sich dieser im vergangenen Winter um 2,8 Meter erhöht – der höchste Jahreswert seit fünf Jahren. Doch Experten erwarten für die Zukunft weitere Dürresommer und damit einen sinkenden Wasserspiegel. Gegenüber dem Kibbutz Ma’agan am Südufer des Sees ist inzwischen eine Insel entstanden, zu der man im vergangenen Jahr waten konnte.

Hilfreiche Erfindung

Doch wie es so oft in Israel der Fall ist, machen die Bewohner aus der Not eine Tugend. Mit der Tröpfchenbewässerung hat Israel den sparsamen Umgang mit Wasser in der Landwirtschaft vorangebracht. Und auch mit einer anderen Methode hat sich das Land inzwischen einen Namen gemacht: Die Entsalzung von Meerwasser. Fünf Entsalzungsanlagen sind zwischen 2005 und 2015 in Betrieb gegangen, und sie gelten als die effizientesten der Welt. „Israel führt den Beweis, dass das Zeitalter der Entsalzung da ist“, stellte das amerikanische Wissenschaftsmagazin „Scientific American“ schon vor drei Jahren fest.

Das dahinterliegende Prinzip, die (Umkehr-) Osmose, ist schon seit 270 Jahren bekannt: Wasser wird mit hohem Druck durch eine teilweise durchlässige Membran, also eine dünne Material­schicht, geschleust. Dabei bleiben die ungewünschten Stoffe – vor allem Salz – zurück, und übrig bleibt „sauberes“ Wasser. Wirklich anwendbar wurde dieses Prinzip aber erst in den 1950er Jahren durch die Erfindung des amerikanisch-israelischen Wissenschaftlers Sidney Loeb (1917–2008). Zusammen mit seinem Kollegen Srinivasa Sourirajan baute er in Los Angeles eine Membran, die so viel Wasser durchließ, dass sich der Prozess rechnete.

1965 wurde diese Erfindung erstmals im kalifornischen Coalinga angewendet, damals allerdings mit Brackwasser, das weniger salzig ist als Meerwasser. Zwei Jahre später ging Loeb nach Israel an das Negev-Institut für Trockenzonenforschung, das später in die Ben-Gurion-Universität des Negev in Be’er Scheva eingegliedert wurde. In der Wüstenstadt entstand unter seiner Aufsicht eine Fabrik für Membrane. 1973 erfand er dort die Druckverzögerte Osmose, bei der sich durch den Unterschied von Salz- und Süßwasser Energie gewinnen lässt. 2009 wurde in Norwegen der erste Prototyp eines Osmosekraftwerks in Betrieb genommen, das dieses Prinzip nutzt.

Ambitionierte Ziele

Die Anfänge der groß angelegten Entsalzung von Meerwasser in Israel gehen auf das Jahr 2000 zurück. Damals initiierte die Regierung den Plan, mit Entsalzungsanlagen entlang der Mittelmeerküste der Wasserknappheit zuvorzukommen. Auch hier war eine Dürre­periode der Anlass. Heute beziehen die Israelis 70 Prozent ihres Heimverbrauchs aus den Entsalzungsanlagen.

Doch die jüngsten Dürrejahre zwingen die Regierung zu weiteren Maßnahmen: Im Juni 2018 beschloss sie, dem Wassernotstand, den die Dürre mit sich brachte, mit zwei weiteren Anlagen beizukommen. Wenn die sechste Anlage, die zweite in Sorek, fertiggestellt ist, werden die Israelis 85 Prozent des Heimverbrauchs durch Entsalzung gewinnen, heißt es beim Finanzministerium. Für eine siebte Anlage wird es im kommenden Jahr zunächst eine Ausschreibung geben.

Entsalztes Wasser hat aber auch seine Tücken: Dem gefilterten Nass fehlen Stoffe wie Magnesium oder Jod, die der Körper für seine Funktionen benötigt. Im März 2017 veröffentlichte die Hebräische Universität eine Studie zum Jodmangel im Land, den die Forscher als „großes nationales Gesundheitsproblem“ ansehen. Als einen der Gründe dafür nannten sie die hohe Abhängigkeit von entsalztem Wasser. Eine Studie der Bar-Ilan-Universität vom Juli 2018 wies darauf hin, dass fehlendes Magnesium in entsalztem Wasser zu Herzproblemen führen kann. Nicht zuletzt benötigen auch Pflanzen das lebenswichtige Mineral.

Experten streiten sich derzeit jedoch, wie das Problem am besten anzugehen ist. Es gäbe die Möglichkeit, dem Wasser Magnesium zuzugeben. Schon bei der Kostenfrage herrscht keine Einigkeit: Die Wasserbehörde geht von umgerechnet 150 Millionen Euro pro Jahr aus, das Gesundheitsministerium von 45 Millionen Euro pro Jahr. Die Wasserbehörde gibt zudem zu bedenken, dass nur 5 Prozent des entsalzten Wassers tatsächlich getrunken werden, hat also Zweifel, ob das Geld gut angelegt ist. Die Alternative wäre, dass die Menschen das Magnesium selbst ihrem Trinkwasser beimischen.

Wie kompliziert das Thema ist, zeigt der Umstand, dass ein 2016 von der Regierung angeordnetes Pilotprojekt zur Magnesiumfrage immer noch nicht in die Gänge gekommen ist. Doch an Beispielen wie diesem wird deutlich: Israel mag im Bereich der Entsalzung führend sein, befindet sich selbst aber inmitten eines Lernprozesses, vor allem was die längerfristigen Folgen der Verwendung von entsalztem Wasser angeht.

Lernen und weitergeben

Doch es ist ein Lernprozess, von dem letztlich andere Länder profitieren können. Schon jetzt ist die israelische Wassertechnologie ein Exportschlager. Das israelische Unternehmen IDE Technologies hat inzwischen etwa 400 Entsalzungsanlagen in aller Welt gebaut, darunter in Kalifornien, Mexiko, Venezuela und Chile. Daneben versucht die Regierung, den Technologievorsprung für politischen Kredit zu nutzen: Im Sommer 2018 war nicht nur Israel von Dürre betroffen, sondern die gesamte Region, insbesondere auch der Iran.

Regierungschef Benjamin Netanjahu bot dem Iran in einer Videobotschaft Hilfe an: „Israel hat das Wissen, eine Umweltkatastrophe im Iran zu verhindern. Ich will diese Informationen mit dem iranischen Volk teilen.“ Als Illustration hatte er eine Karaffe mit entsalztem Wasser auf seinem Tisch stehen und nahm einen Schluck zu sich. Angesichts der Aggressionen, die derzeit aus Teheran zu vernehmen sind, scheinen derartige Aktionen wie ein Tropfen auf den heißen Stein. Doch die Erfahrungen, die Israel im Umgang mit Wasser hat und sich derzeit noch aneignet, wird es mit Blick auf kommende Dürresommer sicher auch politisch nutzen können.

Diesen Artikel finden Sie auch in der Ausgabe 4/2019 des Israelnetz Magazins, wo das Thema die Titelgeschichte ist. Sie können die Zeitschrift kostenlos und unverbindlich bestellen unter der Telefonnummer 06441/915152, via E-Mail an info@israelnetz.com oder online. Gerne können Sie auch mehrere Exemplare zum Weitergeben oder Auslegen anfordern.

Von: Daniel Frick

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Fri, 23 Aug 2019 10:16:00 +0200
<![CDATA[Sohn eines palästinensischen Polikers in Ägypten verhaftet]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/08/22/sohn-eines-palaestinensischen-polikers-in-aegypten-verhaftet/ Ein Sohn des palästinensischen Politikers Nabil Scha’ath befindet sich in ägyptischer Haft. Ramy Scha’ath sei am 5. Juli offiziell wegen „Unterstützung einer Terrorgruppe“ verhaftet worden, schrieb seine Familie am Mittwoch auf Facebook. Doch der wahre Grund seien kritische Äußerungen zu den ägyptischen Beziehungen mit Israel und den USA. Der 48-Jährige, der seit 1977 im Land lebt, war Berater von Palästinenserführer Jasser Arafat. Mittlerweile ist er Koordinator der anti-israelischen Boykottbewegung BDS in Ägypten. Sein Vater gehört zu den Architekten der Oslo-Friedensabkommen.

Von: eh

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Thu, 22 Aug 2019 16:22:00 +0200
<![CDATA[Blau-Weiß lehnt arabische Offerte ab]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/08/22/blau-weiss-lehnt-arabische-offerte-ab/ Der Anführer der arabischen „Vereinigten Liste“, Ajman Odeh, hat sich grundsätzlich offen für eine Regierungsbeteiligung gezeigt. Zugleich formulierte Odeh mehrere Bedingungen für eine Koalitionsbeteiligung, darunter das Ende der „Besatzung“ im Westjordanland. Israelische Medien werteten dies als „historische Aussage“. Bisher hatten es die arabischen Parteien stets abgelehnt, an der Regierung mitzuwirken. Das blau-weiße Bündnis um Benny Gantz wies die Offerte zurück: „Wir werden keine Partei einladen, die Israel nicht als jüdischen Staat anerkennt“, sagte der Listenvierte Gabi Aschkenasi.

Von: ser

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Thu, 22 Aug 2019 15:17:00 +0200
<![CDATA[Israelische Organisation berät UN zu gefährdeten Jugendlichen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/08/22/israelische-organisation-beraet-un-zu-gefaehrdeten-jugendlichen/ NEW YORK (inn) – Die israelische Hilfsorganisation „Elem“ wird Sonderberaterin der Vereinten Nationen beim Thema gefährdete Jugendliche. Den Status hat ihr der Wirtschafts- und Sozialrat (UN ECOSOC) verliehen, dem 19 Staaten angehören. Damit wurde erstmals eine israelische Vereinigung in dieses Amt gewählt, berichtet die Tageszeitung „Yediot Aharonot“ am Donnerstag.

Zu den Aufgaben gehört es, die UN zu beraten und Beziehungen zu Organisationen in aller Welt zu knüpfen. Ferner soll Elem das internationale Bewusstsein dafür erhöhen, dass gefährdete Jugendliche Unterstützung brauchen.

Die Generalsekretärin von Elem, Inbal Dor Kerbel, sagte: „Das ist eine bewegende Anerkennung für die professionelle Tätigkeit von Hunderten Mitarbeitern und Tausenden Freiwilligen der Organisation, die sich viele Jahren für gefährdete Jugendliche eingesetzt haben. Wir sind stolz, Israel ehrenvoll in der UNO zu repräsentieren.“

Jugendliche von der Straße geholt

Ein Beispiel dafür, wie Elem wirkungsvoll geholfen hat, ist die 21-jährige Schiri Scharon Said, die mit 16 Jahren von zu Hause ausgezogen ist. „Mal schlief ich hier, mal dort, jeden Abend an einem anderen Ort“, erzählte sie der Zeitung. „Bei einer Freundin, bei einem Freund, bei einem Mann, was sich in der jeweiligen Nacht halt ergibt, und wenn sich nichts ergibt – dann schläft man auf der Straße.“ Sie habe sich verloren gefühlt und Selbstmordgedanken gehabt.

Als sie Elem kennenlernte, bekam Schiri nach eigener Aussage „Unterstützung und Liebe, die ich bis heute nicht mit Worten beschreiben kann“. Sie erhielt einen Platz in einer Unterkunft. Dann gab es wegen ihres Hintergrundes Probleme mit der Rekrutierung, und die Organisation setzte sich für sie ein. „Während des Wehrdienstes hatte ich immer eine Telefonnummer, die ich anrufen konnte. Ich wusste, dass es immer jemanden geben würde, der mir seine gesamte Aufmerksamkeit, Verständnis und Unterstützung widmet, zur Zeit und zur Unzeit.“

Schiri arbeitet heute als Jugendleiterin im Kibbutz HaSorea, südöstlich von Haifa. Sie ergänzt: „Ich bin noch immer in Kontakt mit den Leuten, die mich in diesen Jahren begleitet haben, die mir die Schulter gegeben haben, die ich brauchte, die mich so angenommen haben, wie ich bin. Sie sind mein Licht in schweren Tagen.“

Elem (Jüngling) wurde vor 36 Jahren gegründet. Jedes Jahr unterstützt die Organisation etwa 21.000 Jugendliche und junge Erwachsene. Einer von ihnen, W., hatte zu Hause mit Gewalt und Missbrauch zu kämpfen. Mit zwölf Jahren begann er wegzulaufen und Nächte außerhalb des Elternhauses zu verbringen. Schließlich geriet er in die Prostitution und nahm Drogen. Durch die Begegnung mit Mitarbeitern von Elem gewann er schließlich Selbstsicherheit. Mittlerweile ist er 20 Jahre alt. Er lebt in einer Mietwohnung, verdient Geld und fängt bald sein Studium an. „Ich bin zufrieden und glücklich“, fasst er zusammen, was die Hilfsorganisation für ihn getan hat.Nun kann sie ihr Wissen auch den Vereinten Nationen zur Verfügung stellen.

Von: eh

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Thu, 22 Aug 2019 14:47:00 +0200
<![CDATA[Israel reagiert zurückhaltend auf Trump-Aussagen zu „Illoyalität“ unter US-Juden]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/08/22/israel-reagiert-zurueckhaltend-auf-trump-aussagen-zu-illoyalitaet-unter-us-juden/ JERUSALEM / WASHINGTON (inn) – Israels Staatspräsident Reuven Rivlin hat am Mittwoch mit der Vorsitzenden des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, telefoniert. Rivlin dankte der führenden Demokratin für ihr „uneingeschränktes Engagement für die Beziehungen zwischen den USA und Israel“. Er betonte weiter, dass Freundschaft zu Israel „keine Parteiangelegenheit“ sei. „Es ist eine nationale Verantwortung“, sagte Rivlin. Der Name von US-Präsident Donald Trump kam in einer von Rivlins Büro verbreiteten Meldung nicht vor. Das Telefonat habe „vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse“ stattgefunden, hieß es jedoch in dem Text.

Trump hatte am Dienstag im Weißen Haus Unverständnis für amerikanische Juden geäußert, die die Demokraten wählen. „Das zeigt, dass sie entweder total unwissend sind, oder aber äußerst illoyal“, sagte der Republikaner. Umfragen gehen davon aus, dass etwa drei von vier US-Juden bei den Midterm-Wahlen im November für die Demokratische Partei gestimmt haben. Trump hatte sich zuvor entsetzt über Äußerungen der demokratischen Kongressabgeordneten Ilhan Omar gezeigt, die Unterstützungsgelder für Israel in Frage gestellt hatte. „Ich kann nicht fassen, dass wir überhaupt darüber diskutieren“, sagte Trump und fragte: „Wie tief ist die Demokratische Partei gesunken?“ Die Partei unterstütze ihre beiden umstrittenen Abgeordneten mehr als Israel, stellte Trump fest. Führende Demokraten hatten das israelische Einreiseverbot für die zwei demokratischen Abgeordneten Ilhan Omar und Raschida Tlaib kritisiert, darunter Nancy Pelosi.

US-Juden werfen Trump antisemitische Stereotype vor

Mehrere jüdische Vertreter in den USA sowie demokratische Politiker warfen Trump vor, antisemitische Stereotype zu verwenden. „Es ist unklar, wem gegenüber Juden [laut Trump, Anm. d. Red.] ,illoyal‘ seien sollen, aber Anschuldigungen von Illoyalität wurden schon lange dazu benutzt, Juden anzugreifen“, äußerte sich etwa Jonathan Greenblatt von der „Anti-Defamation-League“ (ADL) auf Twitter. Juden dürften nicht als „politischer Spielball“ missbraucht werden. Trumps Vorwurf der Illoyalität sei „absolut gefährlich“ und „auf schockierende Art spaltend“, meinte auch der Vorsitzende des „American Jewish Committee“, David Harris.

Republikanische Vertreter hingegen unterstützten Trump. „Wir nehmen den Präsidenten ernst, nicht wörtlich“, hieß es etwa aus der „Republican Jewish Coalition“. „Trump benennt das Offensichtliche: aus Sicht derer, die sich um Israel sorgen, ist die Position vieler gewählter Demokraten anti-israelisch geworden“, schrieb die Organisation auf Twitter. Trump gehe es um „das Überleben des jüdischen Staates“.

Keine Reaktion von Netanjahu und Gantz

In Israel meldeten sich unterdessen Vertreter der Opposition kritisch zu Wort. „Normal müsste der Premierminister der erste sein, der eine Entschuldigung fordert“, kritisierte Tamar Sandberg Benjamin Netanjahu. Sandberg ist Knesset-Abgeordnete der links-grünen Meretz-Partei, die bei den kommenden Wahlen im Bündnis „Demokratisches Lager“ antritt. Kritik an dem Likud-Chef kam auch von Ajman Odeh, dem Anführer der arabischen „Vereinigten Liste“. „Ich weiß nicht, was abstoßender ist: die antisemitische Stellungnahme von Trump oder das verlogene Schweigen von Netanjahu“, sagte er der Onlinezeitung „Sman Israel“.

Netanjahu hat sich bisher nicht zu Trumps Aussage zu Wort gemeldet. Vertreter seiner Likud-Partei äußerten sich zurückhaltend: „Wir dürfen uns nicht in politische Streitigkeiten in den USA einmischen. Wir pflegen gute Beziehungen mit beiden, Demokraten und Republikanern, und müssen dies auch weiterhin tun“, erklärte etwa Energieminister Juval Steinitz gegenüber dem Radiosender „Reschet Bet“. Auch die Chefs anderer israelischer Parteien, etwa der Anführer des blau-weißen Bündnisses, Benny Gantz, haben sich bisher nicht zu Trumps Einlassungen positioniert. Die Onlinzeitung „Times of Israel“ bat bei den Vorsitzenden der wichtigen Parteien um Stellungnahmen, erhielt jedoch nach eigenen Angaben keinerlei Antworten.

„Ein jüdisches Volk, zwei Realitäten“

Trump setzte sich indes am Mittwoch gegen seine Kritiker zur Wehr: „Wenn man für einen Demokraten stimmt, ist man sehr illoyal dem jüdischen Volk und Israel gegenüber“, spezifizierte und bekräftigte der Präsident am Mittwoch seine Aussage vom Vortag auf Nachfrage eines Reporters. Omar und Tlaib seien „das Gesicht der Demokratischen Partei“ geworden. „Ich bin verantwortlich für zahlreiche großartige Sachen für Israel“, verwies er zudem unter anderem auf die Botschaftsverlegung nach Jerusalem. Den Vorwurf des Antisemitismus wies er zurück. „Das ist nur in Ihrem Kopf antisemitisch“, entgegnete er einem Journalisten auf eine entsprechende Nachfrage. Via Twitter zitierte Trump zudem den Journalisten Wayne Allyn Root. Dieser hatte gesagt, die Israelis liebten Trump, „als ob er der König Israels wäre. Sie lieben ihn, als wäre er die zweite Wiederkehr Gottes.“

In Teilen Israels und der USA gibt es seit längerem die Sorge, dass sich die guten Beziehungen zwischen beiden Staaten zu sehr auf die Freundschaft zwischen Trump und Netanjahu stützten, während sich die Einstellung der Demokraten zu Israel, aber auch das Verhältnis Israels zu den Demokraten verschlechtere. Beobachter konstatieren zudem ein angespanntes Verhältnis zwischen Israel und liberalen Juden in den Vereinigten Staaten. In jüngster Zeit haben jüdische Organisationen in den USA mehrfach Entscheidungen Netanjahus kritisiert, so etwa zuletzt den Beschluss, den Abgeordneten Omar und Tlaib die Einreise zu verweigern. Die konservative Tageszeitung „Jerusalem Post“ kommentierte am Donnerstag auch mit Blick auf die abweichenden Reaktionen in den USA und Israel auf Trumps Äußerungen: „Ein jüdisches Volk, zwei unterschiedliche Realitäten“.

Von: ser

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Thu, 22 Aug 2019 14:31:00 +0200
<![CDATA[Israel benennt neuen Botschafter für Paraguay]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/08/22/israel-benennt-neuen-botschafter-fuer-paraguay/ ASUNCIÓN (inn) – Nach diplomatischen Spannungen zwischen den beiden Staaten hat Israel mit Joed Magen seinen neuen Botschafter für Paraguay benannt. Der paraguayische Präsident Marito Abdo Benítez empfing ihn am Donnerstag in der Hauptstadt Asunción.

Vergangenen September gab Paraguay bekannt, dass seine Botschaft von Jerusalem wieder zurück nach Tel Aviv zieht. Der Umzug in die israelische Hauptstadt war die politische Entscheidung der Vorgänger-Regierung. Israel reagierte auf den Rückzug mit dem Schließen der eigenen Botschaft in Paraguay und warnte, dass die Verlegung der Botschaft nach Tel Aviv die diplomatischen Beziehungen belaste.

Der jüdische Staat hoffte laut der Onlinezeitung „Times of Israel“ darauf, dass es ein gewisses Momentum in der Außenpolitik geben würde, nachdem die USA, Guatemala und eben Paraguay ihre Botschaften im Mai 2018 nach Jerusalem verlegt hatten. Paraguays Anerkennung der militärischen Arme der Hamas und der Hisbollah als Terror-Organisationen in dieser Woche wurde nun aber in Israel positiv aufgenommen. Sowohl der israelische Premier Benjamin Netanjahu als auch Außenminister Israel Katz lobten die Entscheidung.

Der neue israelische Botschafter Magen wird aus dem benachbarten Argentinien heraus sein Amt in Paraguay ausüben. Der paraguayische Präsident Abdo Benítez empfing ihn in einer Zeremonie, in der auch der neue mexikanische Botschafter Juan Manuel Nungaray vorgestellt wurde. „Wir wollen unsere Beziehungen weiter festigen“, schrieb Abdo Benítez auf Twitter.

Von: mm

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Thu, 22 Aug 2019 11:45:00 +0200
<![CDATA[Israel und Südkorea einigen sich auf Freihandelsabkommen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/wirtschaft/2019/08/22/israel-und-suedkorea-einigen-sich-auf-freihandelsabkommen/ Israel und Südkorea haben die Verhandlungen zu einem Freihandelsabkommen am Mittwoch in Jerusalem abgeschlossen. Die Vereinbarungen müssen noch von den Regierungen unterzeichnet und von den Parlamenten bestätigt werden; der Vorgang kann noch ein Jahr andauern. Es wäre das erste Freihandelsabkommen Israels mit einem asiatischen Land. Das Handelsvolumen zwischen den beiden Ländern belief sich im Jahr 2018 auf 2,5 Milliarden US-Dollar. Gegenüber dem Vorjahr (2,2 Milliarden US-Dollar) ist das ein Anstieg um fast 15 Prozent.

Von: df

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Thu, 22 Aug 2019 11:20:00 +0200
<![CDATA[Zwei israelische Regisseure in Mexiko ausgezeichnet]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2019/08/22/zwei-israelische-regisseure-in-mexiko-ausgezeichnet/ Das mexikanische Filmfestival in Monterey hat zwei israelischen Filmemachern den Preis für das Lebenswerk verliehen. Der Regisseur Avi Nescher („The Other Story“) aus Ramat Gan dreht seit den späten 1970er-Jahren Filme. Sein Werk hat maßgeblich zum guten Ruf der israelischen Films weltweit beigetragen. Aktuell ist er auch Produzent von einem der erfolgreichsten israelischen Werke aller Zeiten, nämlich von der Komödie „Mossad“. Der andere Preisträger ist der Dokumentarfilmer Tomer Heymann, der in Mexiko seinen neuen Film „Jonathan Agassi Saved My Life“ zeigte.

Von: mm

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Thu, 22 Aug 2019 10:44:00 +0200
<![CDATA[Teuerste israelische Serie aller Zeiten beginnt Produktion]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2019/08/22/teuerste-israelische-serie-aller-zeiten-beginnt-produktion/ Dreharbeiten zu der teuersten israelischen Miniserie aller Zeiten haben im jüdischen Staat begonnen. „Tal der Tränen“ erzählt von drei israelischen Soldaten während des Jom-Kippur-Krieges 1973. Jede der acht Episoden kostet rund eine Million Dollar. Der israelische Star Lior Aschkenasi („Foxtrot“, „7 Tage in Entebbe“) spielt eine der Hauptrollen. Geschrieben haben die Serie Ron Leschem („Beaufort“, „Euphoria“) und Amit Cohen („False Flag“), die sagen: „Es ist einer der dramatischen Momente in der Geschichte Israels, ein Kapitel, das nie zuvor im Fernsehen erzählt wurde.“

Von: mm

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Thu, 22 Aug 2019 10:43:00 +0200
<![CDATA[Israel und USA wollen Entwicklungszusammenarbeit stärken]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/08/22/israel-und-usa-wollen-entwicklungszusammenarbeit-staerken/ Israel und die Vereinigten Staaten haben sich am Mittwoch darauf verständigt, die Zusammenarbeit im Bereich der Entwicklung von Drittländern zu stärken. Der Leiter der US-Behörde USAID, Mark Green, und der israelische Außenminister Israel Katz unterzeichneten in Jerusalem eine entsprechende Absichtserklärung. In einer Mitteilung wurden beispielhaft die Länder Afrikas, der Karibik und Lateinamerikas genannt. Die Tageszeitung „Yediot Aharonot“ gibt an, dass auch die Golfstaaten eingeschlossen seien. Entwicklungsfelder seien unter anderen Wasser, Landwirtschaft und Cybersicherheit.

Von: df

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Thu, 22 Aug 2019 10:43:00 +0200
<![CDATA[Nachrichten vom 22. August 2019]]> https://www.israelnetz.com/israelnetz-tv/2019/08/22/nachrichten-vom-22-august-2019/ Thu, 22 Aug 2019 10:40:00 +0200 <![CDATA[Letzte Juden aus dem Südsudan in Israel angekommen]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2019/08/21/letzte-juden-aus-dem-suedsudan-in-israel-angekommen/ Am Dienstag sind die letzten verbliebenen Juden aus dem Südsudan nach Israel gekommen. Am Ben-Gurion-Flughafen wurden Susi Makoriel und ihre drei Kinder willkommen geheißen. Dort sah Makoriel ihre Mutter wieder, von der sie vor zehn Jahren getrennt wurde. Damals wurde sie entführt und mit einem sudanesischen Mann verheiratet. Bei der jetzigen Zusammenführung half der Israeli Aharon Zuf, der von Makoriels Schicksal hörte. Auch Spendengeld von christlichen Afrikanern, die Israel unterstützen, half bei der Auffindung. Ein Drittel der Reisekosten brachte Zuf selbst auf.

Von: mm

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Wed, 21 Aug 2019 15:32:00 +0200
<![CDATA[Warum manche Parteien diesmal aussetzen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/08/21/warum-manche-parteien-diesmal-aussetzen/ JERUSALEM (inn) – Bei den Knessetwahlen im September kandidieren deutlich weniger Listen als noch im April. Das liegt auch daran, dass mehrere kleine Parteien aussetzen. Die Tageszeitung „Yediot Aharonot“ hat verschiedene Parteichefs nach ihren Motiven gefragt.

Eine dieser kleinen Parteien trägt den Namen „Soziale Sicherheit“. Ihr Vorsitzender Semion Grafman gilt als Star in den Sozialen Medien. Diese Bekanntheit half ihm allerdings nicht bei der Abstimmung – 4.618 Stimmen konnte die Partei im April für sich verbuchen. Das sind 0,11 Prozent der Wählerstimmen. Es bedeutete Platz vier unter den Parteien, die den Sprung über die Prozenthürde nicht schafften – hinter der Neuen Rechten, „Sehut“ und „Gescher“.

Im September will Grafman aussetzen, weil er keine Zeit für eine ausreichende Vorbereitung habe. Er benötigt nach eigener Aussage ungefähr zwei Jahre, um eine entsprechende Infrastruktur aufzubauen. Wenn die darauffolgenden Wahlen nicht erneut binnen eines halben Jahres stattfänden, werde er wieder kandidieren. Aus dem ersten Versuch habe er viel gelernt. Er habe sich alles viel leichter vorgestellt, als es dann wirklich gewesen sei.

Ehemaliger Likud-Abgeordneter auf neuen Wegen

Mehr Erfahrung hat hingegen Oren Hasan, der bereits für den Likud von Regierungschef Benjamin Netanjahu im israelischen Parlament saß. Dort fiel er mitunter durch provozierende Bemerkungen auf. Als er keinen realistischen Listenplatz erhielt, schloss er sich der Partei „Zomet“ (Kreuzung) an und zog an deren Spitze in den Wahlkampf. Sie erhielt 2.417 Stimmen und damit einen Anteil von 0,6 Prozent.

Dass er im September nicht antritt, begründet Hasan mit der „Gefahr, dass die Rechte an die Macht kommt“. Er wolle es nicht verschulden, dass am Ende Stimmen für eine Alternative fehlten. „Deshalb habe ich es vorgezogen, geduldig zu warten und mich besser auf das kommende Mal vorzubereiten.“ Denn: „Die Knesset ist aus meiner Sicht kein Arbeitsplatz, sondern eine Berufung.“ Eine Rückkehr in den Likud schloss er indes nicht aus.

Einen Parteiwechsel hat auch Mosche Ofir vollzogen: Kandidierte er im April für die Liste der Chassidim von Breslev, die diesmal nicht dabei ist, tritt er nun für die Piraten an: „Ich bin zu den Piraten gewechselt, weil sie über kostenlosen Strom und die Abschaffung von Gesetzen sprechen, was mehr oder weniger die Agenda ist, die zu mir passt. Sie verwirren nicht zu sehr das Gehirn mit Linken, Arabern, Juden. Sie sind auch Anarchisten und Punker.“

Minusrekord: 216 Stimmen

Die Partei „Brit Olam“ (Ewiger Bund) hat sich seit 2006 fünfmal in Folge um einen Einzug in die Knesset bemüht. Im April war Ofer Lipschitz der einzige Kandidat. Er erhielt 216 Stimmen – die niedrigste Anzahl, die eine israelische Partei seit der Staatsgründung 1948 bekam.

Auch Lipschitz spricht gegenüber der Zeitung von einem Lerneffekt: „Letztlich habe ich entschieden, erst einen Wahlkampf zu starten, wenn ich das erforderliche Budget habe, um eine landesweite Reichweite zu erlangen. Denn ich glaube nicht, dass man wirklich etwas tun kann ohne die Fähigkeit, mit der Botschaft die Öffentlichkeit zu erreichen.“ Trotz der Misserfolge bleibt er optimistisch: „Wenn ihr mich das nächste Mal seht, ist das ein Zeichen dafür, dass ich mehrere Millionen zum Investieren habe.“ Bis dahin werde er Tippscheine bei der Lotterie abgeben.

Eine weitere Partei wurde als Reaktion auf das Nationalstaatsgesetz vor den April-Wahlen gegründet: „Einfach Liebe – weil alle Menschen sind“. Eine Hälfte der Kandidaten ist jüdisch, die andere arabisch. 70 Prozent der Personen auf der Kandidatenliste waren Frauen. 733 Stimmen und damit 0,02 Prozent gingen an diese Liste. Die Vorsitzende Lili Lisberger sagte, die Aktivisten wollten jetzt vor Ort aktiv sein, sich unterschiedliche Stimmen anhören und Kontakte knüpfen. Beim nächsten Mal werde die Partei wieder antreten.

Bibelblock-Partei bleibt dran

Zum zweiten Mal im Wahlkampf dabei ist eine Partei, die ebenfalls eine gemischte Kandidatenliste vorweist: die Bibelblock-Partei. Hier wechseln sich Juden und Christen ab. Im April belegte sie mit 353 Stimmen Platz 38 von 40 Parteien. Parteichef Avi Lipkin sagte der Nachrichtenseite „Arutz Scheva“, dass er zuversichtlich bleibe. Und immerhin kandidieren im September nur 32 Parteien.

Von: eh

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Wed, 21 Aug 2019 14:25:00 +0200
<![CDATA[Lieberman unterschreibt Stimmen-Aufteilung mit Blau-Weiß]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/08/21/lieberman-unterschreibt-stimmen-aufteilung-mit-blau-weiss/ JERUSALEM (inn) – Der Chef der national-säkularen Partei Israel Beiteinu, Avigdor Lieberman, hat ein Abkommen mit den Anführern des Parteienbündnisses Blau-Weiß, Benny Gantz und Jair Lapid, unterschrieben. Es sieht vor, bei den kommenden Knessetwahlen am 17. September überschüssige Stimmen zusammenzulegen, um für eine Seite einen weiteren Knessetsitz herauszuholen.

Sie profitieren von einer Besonderheit im israelischen Wahlrecht: Angenommen, 100.000 Stimmen ergeben einen Sitz in der Knesset. Wenn eine Partei nun 120.000 Stimmen erhält, bleiben 20.000 übrig, die keinen ganzen Sitz mehr ergeben. Wenn eine andere Partei 80.000 Stimmen übrig hat, können diese mit den 20.000 der anderen zusammengelegt werden. Damit ergeben sie zusammen einen weiteren Sitz im Parlament, den sonst keine der beiden Parteien bekommen hätte.

Die Partei von Premierminister Benjamin Netanjahu reagierte am Dienstag umgehend: Innerhalb von 20 Minuten nach Bekanntwerden des Vertrags veröffentlichte der Likud ein Video. Darin warnt er, dass eine Stimme für Israel Beiteinu dazu beitragen könnte, Netanjahu als Premierminister abzuwählen.

Netanjahu kommentierte laut der Zeitung „Jerusalem Post“: „Es macht mich traurig, das zu sagen, aber nun ist es offiziell. Lieberman verschiebt Stimmen von rechts nach links.“ Wer eine linke Regierung unter Gantz und Lapid wolle, wähle Lieberman. Und: „Jeder, der mich als Premierminister einer rechten Regierung will, muss den Likud wählen.“

Lieberman lacht über Kritik

Blau-Weiß erfuhr wiederum Kritik von Seiten der Demokratischen Union. Durch die Übereinkunft mit Lieberman akzeptiere das Parteienbündnis etwa dessen Agenda, illoyalen Arabern die Staatsbürgerschaft zu entziehen.

Israel Beiteinu verteidigte die Entscheidung gegen Kritik aus dem Likud. Schon 1999 habe man ein solches Abkommen mit Amir Peretz und dessen damaliger Partei Am Echad unterzeichnet. Deren politische Ansichten hätten Israel Beiteinu ebenfalls ferngelegen. Damals habe die Entscheidung zu einem zusätzlichen Mandat für Israel Beiteinu geführt. Lieberman selbst twitterte, er habe angesichts der Worte von Benjamin Netanjahu lachen müssen: „Netanjahu hat ein Kapitulationsabkommen mit der Hamas unterzeichnet. Ich habe ein Abkommen über Stimmen-Aufteilung mit Blau-Weiß unterzeichnet. Ich glaube, dass letzteres wesentlich besser ist.“ Der ehemalige Verteidigungsminister war 2018 aus der Regierung ausgetreten, weil ihm Netanjahus Reaktion auf Hamas-Angriffe zu schwach ausfiel.

Netanjahus Likud will einen entsprechenden Stimmen-Deal mit der neuen Partei Jemina schmieden. Gleiches plant die Arbeitspartei Avoda mit dem linksgerichteten Parteienbündnis Demokratische Union und Schass mit dem Vereinigten Tora-Judentum. Die Parteien haben dafür noch bis zum 6. September Zeit.

Von: tk

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Wed, 21 Aug 2019 14:20:00 +0200
<![CDATA[Danon: Ramallah sucht die Zerstörung Israels]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/08/21/danon-ramallah-sucht-die-zerstoerung-israels/ Die Palästinensische Autonomiebehörde strebt wie der Iran die Zerstörung Israels an, bedient sich aber anderer Mittel. Das sagte der israelische UN-Botschafter Danny Danon vor dem Sicherheitsrat am Mittwoch in New York. Als Beispiel nannte er die Äußerung des UN-Botschafters der PLO in Genf, Ibrahim Chraischi, Zionismus sei mit Rassismus gleichzusetzen. „Diese verabscheuungswürdige Sprache stellt den Antisemitismus der Autonomiebehörde bloß. (...) Der Extremismus in Teheran und in Ramallah steht im Konflikt mit der wachsenden Überzeugung unter Arabern, dass Israel ein Teil der Region ist.“

Von: df

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Wed, 21 Aug 2019 11:08:00 +0200
<![CDATA[Israel und Ukraine vereint im Gedenken und beim Handel]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/08/21/israel-und-ukraine-vereint-im-gedenken-und-beim-handel/ KIEW (inn) – Benjamin Netanjahu hat als erster israelischer Regierungschef nach 20 Jahren die Ukraine besucht. Kommentatoren sehen darin die Absicht, ukrainischstämmige Israelis als Wähler zu gewinnen. Die Neuwahlen stehen am 17. September an. Vor seiner Abreise hatte Netanjahu betont: „Wir haben hunderttausende israelische Bürger aus der Ukraine, die eine lebendige Brücke zwischen unseren beiden Ländern bilden.“ Spekulationen über Wahlkampf-Taktiken trat er jedoch entgegen. Der Besuch sei zu einer Zeit angesetzt worden, als noch keine Neuwahlen beschlossen waren. Bei seinen Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij ging es unter anderem um Handelsfragen und die Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt.

Zu Beginn der Reise hatte Ehefrau Sara Netanjahu für Turbulenzen gesorgt. Zeitungsberichten zufolge musste sie vom Sicherheitspersonal daran gehindert werden, ins Cockpit des Flugzeugs zu stürmen. Grund für ihre Wut war, dass der Pilot sie angeblich nicht namentlich über die Lautsprecherdurchsage begrüßt hatte.

Beim Empfang auf dem Kiewer Flughafen am Sonntagabend schockierte sie dann die Gastgeber. Mädchen in Trachten boten dem Ehepaar zur traditionellen Begrüßung Brot und Salz dar. Während Benjamin Netanjahu ohne Umstände einen Bissen Brot aß, ließ seine Frau ihr Stück achtlos auf den Boden fallen. Ukrainische Medien bezeichneten den Vorgang als Skandal. Der israelische Premier veröffentlichte daraufhin ein Video, in dem er beteuerte, das Verhalten seiner Frau drücke keineswegs Verachtung gegenüber der Ukraine aus. Und immerhin habe sie zu Ehren des Gastlandes ein gelbes Kleid getragen.

Israel als Bollwerk gegen Judenvernichtung

Am Montag traf Netanjahu den ehemaligen Komiker und heutigen Präsidenten der Ukraine, Selenskij. Dieser sagte: „Wir als Staat können von Israel viel lernen, besonders bei Fragen der Sicherheit und Verteidigung, und genau das werden wir tun.“ Zugleich dankte Selenskij Israel für die Unterstützung beim Kampf gegen Separatisten im Donbass und für die Nicht-Anerkennung der russischen Annexion der Schwarzmeer-Halbinsel Krim.

Israel pflegt gute Kontakte sowohl zur Ukraine als auch zu Russland. Laut anonymen Quellen der Onlinezeitung „Times of Israel“ sprachen Selenskij und Netanjahu über eine mögliche Vermittlerrolle Israels im Konflikt zwischen den Ländern. Noch sei die Zeit dafür aber nicht reif. Netanjahu wollte derartige Erwägungen gegenüber Journalisten nicht bestätigen.

An der Gedenkstätte von Babi Jar (Weiberschlucht) gedachten Netanjahu und Selenskij der dort von SS, Wehrmachtssoldaten und ukrainischen Kollaborateuren ermordeten Juden. Netanjahu sprach von einer dauerhaften Pflicht, sicherzustellen, dass es „kein weiteres Babi Jar“ geben wird und sagte: „Für die Menschheit ist Babi Jar ein Mahnmal. Für Juden ist es ein ewiger Imperativ – wir werden uns immer selbst verteidigen, gegen jeden erdenklichen Feind.“ Eine besondere Rolle maß er dabei dem jüdischen Staat zu: „Einst ein hilfloses Volk, das abgeschlachtet wurde, sind wir ein starker und stolzer Staat geworden.“ Das Massaker von Babi Jar kostete im Zweiten Weltkrieg über 33.000 Juden das Leben.

Keine Botschaftsverlegung, aber engere Kooperation

Im Zuge des Treffens sprachen die Politiker auch über das im Januar dieses Jahres vereinbarte Freihandelsabkommen zwischen den Ländern, das noch ratifiziert werden muss. Dieses sieht unter anderem vor, 80 Prozent der Zölle auf ukrainische Agrarprodukte abzuschaffen. Selenskij und Netanjahu wollen das Abkommen auf Dienstleistungen ausweiten.

Ein weiterer wichtiger Schritt war Selenskijs Zusage, in der Ukraine geborenen Israelis, die nach 1991 emigrierten, eine staatliche Pension zu zahlen. Davon könnten etwa 8.000 israelische Bürger profitieren. Selenskij sagte, er fühle dazu eine moralische Pflicht. Die beiden Länder hatten sich 2014 auf ein entsprechendes Abkommen geeinigt; eine Ratifizierung steht jedoch noch aus.

Außerdem vereinbarten die beiden, ein Hightech- und Investitionsbüro im jeweils anderen Land zu eröffnen. Die ukrainische Dependance soll in Jerusalem stehen. Die Tageszeitung „Jerusalem Post“ merkt an, dass die Ukrainer damit dem Beispiel Tschechiens und Australiens folgen, die Handelsbüros in Jerusalem eröffneten, ihre Botschaften jedoch in Tel Aviv beließen. Das Blatt fügt hinzu, dass eine Botschaftsverlegung wohl wegen der strikten Ablehnung von Seiten der Europäischen Union nicht in Frage kommen dürfte. Die Ukraine ist im Konflikt mit Russland stark auf die Europäer angewiesen und strebt langfristig einen Beitritt zur EU an.

Am Dienstag traf Netanjahu kurz mit dem ukrainischen Premierminister Wolodimir Groisman zusammen. Wie Selenskij ist auch Groisman Jude. Später, bei Gesprächen mit der jüdischen Gemeinde wurde der israelische Premier dem ukrainischen Juden Felix Gelfer vorgestellt. Dieser hatte sich, von Netanjahus Besuch inspiriert, kurz zuvor beschneiden lassen. Außerdem nahm er den Namen Jonatan an, zu Ehren von Netanjahus Bruder Joni Netanjahu, der 1976 als Teil eines israelischen Spezialkommandos bei einer Geiselbefreiung am Flughafen des ugandischen Entebbe getötet wurde.

Von: tk

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Wed, 21 Aug 2019 10:43:00 +0200
<![CDATA[Tschetscheniens Präsident nennt Juden „Hauptfeind des Islam“]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/08/21/tschetscheniens-praesident-nennt-juden-hauptfeind-des-islam/ Der tschetschenische Präsident Ramsan Kadyrow hat bei einem Besuch in Jordanien die Juden als „Hauptfeind des Islam“ bezeichnet. Er sprach bei einem Treffen vor 150 Tschetschenen, die in Jordanien leben. In diesem Zusammenhang zitierte der Präsident den Propheten Mohammed und sagte: „Der Prophet tötete mehr Juden als jeder andere Mensch.“ Kadyrow ist berüchtigt für anti-israelische Äußerungen. Vergangenen Monat nannte er Israel zum Beispiel eine „Terror-Organisation“. Er schlug allerdings auch schon mildere Töne an. Im Jahr 2013 sagte er, der Prophet sei den Juden wohl gesonnen.

Von: mm

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Wed, 21 Aug 2019 10:29:00 +0200
<![CDATA[Israel fördert Auswanderung von Palästinensern]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/08/21/israel-foerdert-auswanderung-von-palaestinensern/ Der jüdische Staat fördert die Ausreise von Palästinensern aus dem Gazastreifen. Laut anonymen Berichten aus Regierungskreisen ist Israel bereit, sich an den Kosten zu beteiligen. Die Emigranten könnten von israelischen Militärflughäfen aus starten. Zur Zeit sucht Israel Aufnahmeländer, bisher erfolglos. Die Onlinezeitung „Times of Israel“ zitierte die Quelle mit der Aussage, im vergangenen Jahr seien bereits 35.000 Gaza-Bewohner auf eigene Faust über Ägypten ausgereist. Die Hamas verurteilt das israelische Vorhaben als „zionistischen Traum”, die Autonomiebehörde nennt es „gefährlich”.

Von: tk

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Wed, 21 Aug 2019 10:22:00 +0200
<![CDATA[Bahrain unterstützt USA bei Friedensmission]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/08/20/bahrain-unterstuetzt-usa-bei-friedensmission/ Das Königreich Bahrain hat am Montag angekündigt, bei der von den USA geführten Friedensmission im Persischen Golf mitzumachen. „Der König bestätigte die Teilnahme Bahrains an der gemeinsamen Unternehmung, um die Sicherheit der internationalen Schifffahrt zu gewährleisten und internationale Korridore für Handel und Energie zu sichern“, heißt es in einer Verlautbarung der staatlichen Nachrichtenagentur BNA. Details der Beteiligung wurden noch nicht bekannt.

Von: mm

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Tue, 20 Aug 2019 16:54:00 +0200
<![CDATA[PA-Premier will Studenten ins Jordantal locken]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/08/20/pa-premier-will-studenten-ins-jordantal-locken/ Der palästinensische Premierminister Mohammed Schtaje will Universitätsabsolventen finanziell fördern, wenn sie in das Jordantal ziehen. Das kündigte er am Montag an. Das Gebiet liegt in der Zone C des Westjordanlandes, wo Israel die Zivil- und Sicherheitsverwaltung obliegt. Dort leben 65.000 Palästinenser und 11.000 Juden. Schtajes Aussage wird in den Medien als Reaktion auf Ankündigungen israelischer Politiker wie die des Premiers Benjamin Netanjahu verstanden. Netanjahu sprach davon, das Jordantal zukünftig unter israelische Souveränität zu bringen.

Von: mm

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Tue, 20 Aug 2019 15:33:00 +0200
<![CDATA[Paraguayischer Präsident: Hamas und Hisbollah sind Terrorgruppen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/08/20/paraguayischer-praesident-hamas-und-hisbollah-sind-terrorgruppen/ ASUNCIÓN (inn) – Der paraguayische Präsident Mario Abdo Benítez hat vier Organisationen zu Terrorgruppen erklärt: Islamischer Staat, Al-Qaida, Hamas und Hisbollah. Das teilte Innenminister Juan Ernesto Villamayor am Montag mit. Damit erhöhe das südamerikanische Land die Kontrolle über Banktransfers und Umgang mit Devisen. Bei Hamas und Hisbollah bezieht sich die Einstufung jeweils auf den bewaffneten Flügel, wie die Nachrichtenseite „Clarín“ berichtet.

IS und Al-Qaida gelten demnach als weltweite Terrorvereinigungen. Hingegen betrachtet Paraguay die palästinensische Hamas und die libanesische Hisbollah („Partei Allahs“) als internationale Terror-Organisationen. Nach Villamayors Angaben soll die Maßnahme verhindern, dass das Land Terror finanziert.

Netanjahu begrüßt Entscheidung

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu reagierte erfreut auf die Mitteilung: „Ich begrüße die Entscheidung des paraguayischen Präsidenten Mario Abdo, die Hisbollah und die Hamas als Terrorgruppen einzustufen. Wir handeln, damit weitere Staaten ebenfalls diesen wichtigen Schritt angehen“, ließ er laut seines Büros verlauten.

Erst vor einem Monat hatte Argentinien die Hisbollah auf seine Liste der Terror-Organisationen gesetzt. Paraguays Nachbarland kündigte gleichzeitig an, die Vermögen der Mitglieder einzufrieren.

Der frühere Präsident Horacio Cortes hatte im Mai 2018 die paraguayische Botschaft in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem verlegt – als drittes Land nach den USA und Guatemala. Sein Nachfolger im Amt Abdo Benítez hingegen machte den Schritt vier Monate später wieder rückgängig.

Von: eh

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Tue, 20 Aug 2019 14:04:00 +0200
<![CDATA[Omar und Tlaib halten Israel für undemokratisch]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/08/20/omar-und-tlaib-halten-israel-fuer-undemokratisch/ Die US-Kongressabgeordnete Ilhan Omar hat am Montag die finanzielle Unterstützung für Israel in Frage gestellt. Diese werde damit begründet, dass Israel die einzige Demokratie in Nahost sei, sagte die Demokratin auf einer Pressekonferenz mit ihrer Parteigenossin Raschid Tlaib. Doch die Einschränkung der Bewegungsfreiheit für Millionen Menschen passe nicht zu einer Demokratie. Israel hatte zuvor den beiden Politikerinnen die Einreise verweigert, weil sie anti-israelische Boykottkampagnen unterstützen. Tlaib hätte ihre Großmutter im Westjordanland besuchen dürfen, lehnte dies jedoch ab.

Von: eh

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Tue, 20 Aug 2019 12:01:00 +0200
<![CDATA[Iranischer Sicherheitsberater nennt Atomabkommen „Fehler“]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/08/20/iranischer-sicherheitsberater-nennt-atomabkommen-fehler/ WASHINGTON / TEHERAN (inn) – Ein wichtiger Berater des Ajatollah Ali Chamenei, Ali Schamchani, hat im amerikanischen Fernsehen gesagt, dass es ein Fehler des Iran gewesen sei, das internationale Atomabkommen zu unterzeichnen. Im Gespräch mit dem Moderator Lester Holt von der Nachrichtensendung „NBC News“ sprach der Iraner am Montag auch über die Strategie des maximalen Drucks der USA gegenüber seinem Land.

Zuerst sagte Schamchani, dass es Menschen im Iran gegeben habe, welche die Entscheidung, das Atomabkommen zu unterzeichnen, für einen Fehler hielten. Auf die Nachfrage des Moderators, ob er auch zu diesen Menschen gehörte, sagte er: „Ja, ich folge nur der Meinung meiner Nation, dem iranischen Volk.“ Schamchani ist auch Sekretär im nationalen Sicherheitsrat, was ihn zum wichtigsten Sicherheitsberater im Iran macht.

„Maximaler Druck bringt Iran nicht zurück an den Verhandlungstisch“

Schamchani beschrieb die USA als den Aggressor und Unsicherheitsfaktor in der Region und forderte sie auf, „mit Weisheit zu handeln“. Der maximale Druck auf das Mullah-Regime werde nicht den gewünschten Erfolg der Amerikaner haben, dass nämlich der Iran zurück an den Verhandlungstisch komme. „Die Kampagne der Sanktionen ist nicht auf Verhandlungen aus, sie soll uns zum Aufgeben zwingen“, sagte Schamchani. Solange die USA bei dieser Strategie blieben, werde der Iran nicht verhandeln.

Die iranische Öffentlichkeit habe Erfahrung mit internationalen Sanktionen. „Laufen Sie einfach durch die Straßen von Teheran und überzeugen Sie sich von der Energie unseres Volkes. Sie werden feststellen, dass das, was versucht wurde, sich nicht eingestellt hat“, sagte Schamchani im Bezug auf einen erhofften Stimmungsumschwung in der iranischen Bevölkerung.

Schamchani machte seine Karriere als Anti-Schah-Kämpfer und trat der Revolutionsgarde bei. Er befehligte auch schon die iranische Marine und bewarb sich im Jahr 2001 wenig erfolgreich um das iranische Präsidentenamt.

Von: mm

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Tue, 20 Aug 2019 11:35:00 +0200
<![CDATA[Sara Netanjahu stößt Ukrainer vor den Kopf]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/08/20/sara-netanjahu-stoesst-ukrainer-vor-den-kopf/ Sara Netanjahu, die Frau des israelischen Premiers Benjamin Netanjahu, hat bei einem Besuch in der Ukraine für einen Eklat gesorgt. Ukrainische Mädchen in Trachten begrüßten das Ehepaar am Flughafen nach nationaler Tradition mit Brot und Salz. Netanjahu aß gut gelaunt ein Stück davon und reichte auch seiner Frau eines. Diese ließ es verächtlich auf den Boden fallen. Ukrainische Medien bezeichnen ihr Verhalten als „Skandal“ und „Peinlichkeit“.

Von: tk

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Tue, 20 Aug 2019 11:02:00 +0200
<![CDATA[Fallschirmspringer Langer mit 38 Jahren gestorben]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2019/08/20/fallschirmspringer-langer-mit-38-jahren-gestorben/ Der israelische Fallschirmspringer Rotem Langer, der im Jahr 2002 von einem palästinensischen Scharfschützen bei der Operation „Schutzschild“ verletzt wurde, ist mit 38 Jahren gestorben. Langer musste sechs Kopfoperationen über sich ergehen lassen und konnte die ersten vier Jahre nach dem Vorfall nicht mehr sprechen. Nach seiner Genesung setzte er sich für die gesellschaftliche Wiedereingliederung von verletzten israelischen Soldaten ein. Er hinterlässt seine Ehefrau und zwei Kinder. Die Beerdigung ist am Dienstag.

Von: mm

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Tue, 20 Aug 2019 10:31:00 +0200
<![CDATA[Jüdische Künstler fordern Boykott von Berliner Kultur-Festival]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2019/08/20/juedische-kuenstler-fordern-boykott-von-berliner-kultur-festival/ BERLIN / JERUSALEM (inn) – Der israelische Filmemacher und Professor Eyal Sivan hat einen offenen Brief unterzeichnet, in dem er und weitere Künstler zum Boykott des internationalen Berliner „Pop-Kultur“-Festivals aufrufen. Zu den Sponsoren des Events zählt die israelische Botschaft. Sivan ist dafür bekannt, die Politik seines Geburtslandes und deren Auswirkungen scharf zu kritisieren. Der 55-Jährige gilt als erklärter Antizionist.

Mit Sivan unterschrieben noch rund ein Dutzend weitere israelische Künstler den offenen Brief, in dem sie zur Meidung des Festivals auffordern. In dem Schreiben heißt es laut der Internetseite bds-kampagne.de: „Als israelische Künstler*innen, Musiker*innen und Filmemacher*innen unterstützen wir den Aufruf der Palästinenser*innen, das Festival Pop-Kultur Berlin 2019 zu boykottieren angesichts seiner Komplizenschaft mit dem rassistischen Regime Israels.“ Solange eine Partnerschaft zwischen der Veranstaltung und der israelischen Botschaft bestehe, würden „alle Auftritte bei dem Festival von der israelischen Regierung instrumentalisiert, um die Besatzung zu übertünchen und sich durch Kultur neu zu profilieren“.

„Boykotte als legitime Taktik“

Weiter schreiben die Unterzeichner: „Wir halten es für moralisch unabdingbar, dass die jahrzehntelange Unterdrückung von Millionen von Palästinenser*innen durch die israelische Regierung beendet werden muss, und dass Boykotte, die im Völkerrecht und in den universellen Prinzipien der Menschenrechte verankert sind, eine legitime, gewaltfreie und bewährte Taktik sind.“

In dem Brief stimmen die Kunstschaffenden zudem 240 jüdischen und israelischen Wissenschaftern zu, die einen Bundestags-Beschluss zu BDS missbilligen. Im Mai hatte der Bundestag für einen fraktionsübergreifenden Antrag zur Verurteilung der Israel-Boykott-Bewegung BDS gestimmt.

Matan Peleg, Geschäftsführer des pro-israelischen Kontrollgremiums „Im Tirtzu“, sagte laut der israelischen Nachrichtenseite „Arutz Scheva“: „Während in Israel und auf der ganzen Welt enorme Summen investiert werden, um die internationale BDS-Bewegung zu bekämpfen, untergraben radikale israelische Professoren diese Bemühungen, indem sie BDS aus Israel heraus fördern.“

Bei dem Festival in Berlin sollen Dutzende Künstler auftreten. Es startet am Mittwoch dauert bis Freitag.

Von: mab

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Tue, 20 Aug 2019 10:06:00 +0200
<![CDATA[Fußballerinnen bauen Brücken]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/sport/2019/08/19/fussballerinnen-bauen-bruecken/ SCHEFAJIM (inn) – Israelische und palästinensische Mädchen haben am Sonntag gemeinsam an einem Fußballtraining teilgenommen. Daran war auch die Frauenabteilung des Londoner Fußballvereins Chelsea FC beteiligt. Zudem waren der Israelische Fußballverband (ISA) sowie das Peres-Zentrum für Frieden und Innovation mit von der Partie.

Wie die Tageszeitung „Jerusalem Post“ berichtet, war die Trainingseinheit Teil der Vorbereitung für ein Spiel am Dienstagabend. Chelsea-Managerin Emma Hayes sowie die beiden Spielerinnen Anita Asante und Deanna Cooper waren bei den Übungen im Kibbutz Schefajim bei Netanja zugegen. Die Mädche leben in der israelischen Stadt Beit Schemesch und in der palästinensischen Autonomiestadt Jericho im Westjordanland.

Die Aktion gehört zum Programm „Partnerschulen für Sport und Frieden“. Dabei betont das Peres-Zentrum, dass der Fußball und überhaupt der Sport als Brückenbauer dienen könne. Trainingssprachen waren Hebräisch, Arabisch und Englisch.

Von: eh

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Mon, 19 Aug 2019 14:44:00 +0200
<![CDATA[Gelände um Marias Rastplatz abgebrannt]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2019/08/19/gelaende-um-marias-rastplatz-abgebrannt/ JERUSALEM / BETHLEHEM (inn) – Genau auf halber Strecke zwischen Jerusalem und Bethlehem, beim griechisch-orthodoxen Mar-Elias-Kloster, gibt es eine kaum bekannte heilige Stätte. Auf Griechisch heißt sie „Kathisma“. Inmitten der Überreste einer oktogonalen Kirche aus dem 3. Jahrhundert ist dort ein Felsen, auf dem die hochschwangere Maria auf dem Weg nach Bethlehem „geruht“ haben soll. Wie in Jerusalem üblich, ist dabei der Felsen zurückgewichen, sodass der Abdruck der sitzenden Maria für alle Ewigkeit erhalten geblieben ist. Genauso haben laut christlicher Überlieferung Jesus und laut muslimischer Tradition Mohammed bei ihrer jeweiligen Himmelfahrt ihre „Spuren“ hinterlassen.

Für die Kathisma gibt es eine schriftliche Quelle im Protoevangelium des Jakobus aus dem 2. Jahrhundert nach Christus: „Und als sie den halben Weg gegangen waren, sagte Maria zu Josef: Lass mich von der Eselin absteigen, denn das Kind drückt mich und will herauskommen. Da half er ihr von der Eselin herunter." Aufgrund dieser Episode wird das Gelände Kathisma (griechisch „Niedersitzen“) genannt.

Im 3. Jahrhundert haben die Griechen rund um den heiligen Felsen eine oktogonale Kirche gebaut. Die geschah in ähnlicher Weise wie um das Grab Jesu in der heutigen Grabeskirche und um den Gründungsfelsen auf dem Tempelberg, wo bis heute der Felsendom mit der berühmten goldenen Kuppel die achteckige Form beibehalten hat.

Die Kirche um den Abdruck der ruhenden Maria ist längst zerstört, aber der Grundriss ist vollständig erhalten. Vor einigen Jahren genehmigten die Griechen dort Ausgrabungen. Die Archäologen legten bunte Mosaiken frei und beim Eingang sogar eine große griechische Inschrift mit dem Namen des Stifters. Zum Schutz der Mosaiken wurden sie mit Sand zugeschüttet. Doch Besucher können den Sand beiseiteschieben und die bunten kleinen Steinchen entdecken.

Unbekannte Stätte

Nach Abschluss der wissenschaftlichen Untersuchungen empfahlen die Israelis den Griechen, die alten Ruinen mit einem Holzbau zu überdecken, nicht nur um die Überreste der alten Kirche zu schützen, sondern auch, um die heilige Stätte wieder als Kirche Pilgern zugänglich zu machen. Doch die Griechen lehnten ab, sodass die Ruine am Wegrand der Hauptstraße von Jerusalem nach Bethlehem zwar mit Sand bedeckt ist, aber ansonsten verkommt. Nur wenige wissen von der Existenz dieser kuriosen Stätte.

Normalerweise steht dort auch kein Pilger-Besuch an, wenn sie zwischen Jerusalem und Bethlehem an der Stelle vorbeifahren. Denn viele Tourguides wissen nichts von dieser durchaus pikanten Sehenswürdigkeit. Dabei könnte man gewiss Touristen und weniger fromme Pilger dorthin locken.

Für die griechischen Erbauer der Kirche im 3. Jahrhundert gab es sogar ein „geschäftliches“ Interesse. Die Pilger auf dem Weg nach Bethlehem sollten mit Prozessionen und Messen solange aufgehalten werden, dass sie erst gegen Abend in der Geburtsstadt Jesu ankamen. So sollten sie gezwungen werden, in Bethlehem ein Hotelzimmer zu buchen, dort zu essen und dann auch noch Andenken einzukaufen. Das erzählte die Archäologin Rina Avner, als sie im Auftrag der Altertumsbehörde die Mosaiken sorgfältig freigelegt hatte.

Bis heute übernachten die meisten Pilger in Jerusalem, machen mit dem Bus einen kurzen Abstecher in das nur zehn Kilometer entfernte Bethlehem, steigen mal eben schnell zur Geburtsgrotte herab und fahren sofort wieder nach Jerusalem zurück. Oft bleibt nicht einmal ausreichend Zeit für den Einkauf von Andenken bleibt da ausreichend Zeit in Bethlehem. Aus Rücksicht auf die dortigen Händler könnte man diese geschickte Geschäftsidee der Griechen aus dem 3. Jahrhundert heute eigentlich erneuern.

Brand am katholischen Feiertag entdeckt

Ausgerechnet am Tag der katholischen Feiern zu „Mariä Himmelfahrt“ besuchten wir – zwei deutsche Touristen und dieser Korrespondent – die archäologische Stätte. Zu unserem großen Schrecken sahen wir, dass kurz zuvor das üppig gewachsene Unkraut rund um die Kirchenreste völlig abgebrannt war.

Im vergangenen Winter hatte es besonders stark geregnet, sodass das Unkraut wuchern konnte. Wegen der Hitzewellen in den vergangenen Tagen war alles vertrocknet und zu brandgefährlichem Zunder geworden. Da einige Stöckchen sogar noch rauchten, wirkte es, als sei der Brand nicht einmal ordentlich gelöscht worden. Die zahlreichen Olivenbäume auf dem nun aus schwarzer Asche bestehenden Gelände scheinen unter dem Feuer kaum gelitten zu haben.

Von: Ulrich W. Sahm

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Mon, 19 Aug 2019 14:37:00 +0200
<![CDATA[Trotz Erlaubnis reist Demokratin Tlaib nicht ins Westjordanland]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/08/19/trotz-erlaubnis-reist-demokratin-tlaib-nicht-ins-westjordanland/ JERUSALEM / RAMALLAH / WASHINGTON (inn) – Nach tagelangen öffentlichen Diskussionen um Einreisegenehmigungen erhielten die demokratischen US-Kongress-Abgeordneten Raschida Tlaib und Ilhan Omar Ende vergangener Woche von Israel erst eine Absage. Die beiden amerikanischen Politikerinnen unterstützen die Boykott-Bewegung BDS. Einen Tag später erhielt Tlaib dann doch die Erlaubnis, nach Israel reisen zu dürfen. Sie hatte angekündigt und sich dafür stark gemacht, ihre Großmutter im Westjordanland zu besuchen. Doch dann änderte Tlaib ihre Meinung, machte einen Rückzieher und sagte die Reise am Freitag ganz ab.

Sie habe entschieden, dass ein Besuch bei ihrer Großmutter „unter diesen repressiven Bedingungen allem widerspricht, an das ich glaube“. Sie kämpfe gegen Rassismus, Unterdrückung und Ungerechtigkeit, schrieb sie auf Twitter.

Dass sie zum Schweigen gebracht werde und sich wie eine Kriminelle behandeln lassen müsse, sei nicht das, was ihre betagte Großmutter für sie wolle. „Es würde einen Teil von mir zerstören.“ Zuvor hatte Tlaib in einem Schreiben an den israelischen Innenminister Arie Deri selbst erklärt, die Reise sei vielleicht die letzte Möglichkeit, ihre Vorfahrin zu besuchen. Sie notierte zudem: „Ich werde jegliche Beschränkungen respektieren und während meines Besuchs nicht für Boykotte Israels werben.“ Der Besuch sollte sich auf „humanitäre Angelegenheiten“ beschränken. Die Abgeordnete mit palästinensischen Wurzeln hatte beantragt, die 90-Jährige in Beit Ur al-Fauqa, 15 Kilometer nordwestlich von Jerusalem, zu besuchen.

„Hass auf Israel besiegt Liebe zur Großmutter“

Israels Regierung sieht in der Aktion ein politisches Manöver. Nach der Absage schrieb Innenminister Deri auf Twitter, er sei auf den Besuchswunsch aus humanitären Gründen und als eine Geste des guten Willens eingegangen. „Aber es war nur eine Provokation mit dem Ziel, den Staat Israel schlecht dastehen zu lassen. Ihr Hass auf Israel hat ihre Liebe zu ihrer Großmutter überwältigt.“

Ihren Freitagabend verbrachte die US-Politikerin in einem Detroiter Park mit einer Reihe von Juden. Die Gruppe „Jüdische Stimme für den Frieden“, die sich gegen eine „Besatzung“ ausspricht, feierte mit ihr einen Gottesdienst, berichtet die israelische Tageszeitung „Ha'aretz“. Die Gruppe hatten die Zeremonie und ein Abendessen organisiert, um sich mit Tlaib zu solidarisieren.

Reiseziel „Palästina“

Der ursprüngliche Plan von Tlaib und ihrer Kongress-Kollegin Omar war, für eine politische Reise nach Israel und in die palästinensischen Gebiete zu kommen. Dieser erteilte Israel jedoch eine Absage. Die Gründe für das politische Einreiseverbot legte Regierungschef Benjamin Netanjahu am Donnerstag dar: Die Reisestationen der Abgeordneten zeigten, dass es der einzige Zweck der Reise sei, Israel zu schaden. So seien keine Treffen mit Vertretern der Regierung oder der Opposition in der Knesset geplant. Zudem komme die Organisation Miftah für die Reisekosten auf. Deren Mitglieder hätten in der Vergangenheit Terrorismus gegen Israel unterstützt. Netanjahu merkte weiter an, dass als Reiseziel offiziell gar nicht „Israel“ angegeben wurde, sondern als „Palästina“. Der Premier betonte zudem, dass Israel erst vor wenigen Tagen eine Delegation amerikanischer Kongressabgeordneter empfangen habe. Diese hätten ihre parteiübergreifende Unterstützung für Israel demonstriert.

Immer wieder betont Tlaib ihre palästinensische Herkunft öffentlich. Sie äußerte sich in ihrer Dankesrede nach ihrer Wahl in den Kongress kritisch zum jüdischen Staat: Ihre Familie im Westjordanland habe sich so viele Jahre „entmenschlicht“ gefühlt. Umso stolzer, betonte Tlaib, sei sie nun auf ihren Sieg. Diesen feierte sie nicht mit einer amerikanischen, sondern mit einer palästinensischen Fahne.

Von: mab

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Mon, 19 Aug 2019 13:31:00 +0200
<![CDATA[Jordanien bestellt israelischen Botschafter ein]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/08/19/jordanien-bestellt-israelischen-botschafter-ein/ Das jordanische Außenministerium hat am Sonntag Israels Botschafter Amir Weissbrod einbestellt. Generalsekretär Said Losi habe klargestellt, dass die Al-Aqsa-Moschee ausschließlich Muslimen für Gottesdienst und Gebet vorbehalten sei. Jordanien bekräftige seine ablehnende Haltung gegenüber israelischen Forderungen, den Status quo zu ändern, teilte das Ministerium mit. Um „israelische Verletzungen“ heiliger Stätten ging es auch bei einem Treffen von Außenminister Ajman Safadi mit Botschaftern aus mehreren EU-Staaten. Er betonte die Notwendigkeit internationaler Maßnahmen gegen die Verstöße.

Von: eh

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Mon, 19 Aug 2019 11:35:00 +0200
<![CDATA[Ist der Golan-Knoten lösbar?]]> https://www.israelnetz.com/kommentar-analyse/2019/08/19/ist-der-golan-knoten-loesbar/ In biblischen Zeiten waren die Golanhöhen Teil des Landes Israel. Die antike Stadt Gamla hoch in den Bergen und das dicht bewohnte Land direkt am See mit Kursi und Susita gehören in diese Zeit. Die Propheten sprechen von einem fruchtbaren Landstrich und beschreiben die „Eichen des Baschan“. Zugleich gab es ausgedehnte Weiden für Büffel und Rinder. In der Zeit des Heils für Israel gibt Gott dem guten Hirten den Auftrag: „Weide dein Volk mit deinem Stabe, die Herde deines Erbteils, die da einsam wohnt im Walde, mitten im fruchtbaren Lande; lass sie in Baschan und Gilead weiden wie vor alters!“ (Micha 7,14).

Wasser und Land

Ausgegraben wurde das antike Katzrin mit der Synagoge, ein unverwechselbares Zeichen jüdischen Lebens in der Vergangenheit. Eine Fortsetzung der Geschichte findet sich heute in der modernen Stadt Katzrin, die erst 1977 gegründet wurde. Zehn Jahre zuvor, im Zuge des Sechs-Tage-Krieges, hatte die israelische Armee den Golan erobert. Bis dahin war die Region syrisches Staatsgebiet. Anzumerken ist eine Randnotiz der Geschichte: Als nach dem Ersten Weltkrieg der Orient zwischen Briten und Franzosen aufgeteilt wurde, gehörte der Golan anfangs zum britischen Mandatsgebiet Palästina. Die Briten hatten sofort erkannt, was für diese Gegend entscheidend ist: Wasser. Drei Jordanzuflüsse speisen den See Genezareth. 1923 wurde die Region jedoch an das französisch beherrschte Syrien abgetreten. In der Folge wurden zionistische Siedlungsprojekte im Golangebiet aufgegeben. Nach der Staatsgründung Israels 1948 nutzte Syrien die Hochebene als Aufmarschgebiet für seine Panzer. Noch mehr: Von den Bergen wurden die tiefer gelegenen jüdischen Dörfer und Felder beschossen. Es gab am Anfang der sechziger Jahre den Versuch, Quellflüsse für den Jordan abzuleiten, um Israel auszutrocknen.

Sicherheit und Friede

All das endete im Juni 1967 mit dem Sieg der israelischen Armee über die Syrer. Bis dahin nur militärische syrische Sicherheitszone, begann Israel den Golan wirtschaftlich, vor allem landwirtschaftlich zu nutzen. Der Weinanbau kehrt auf den Golan zurück und die Rinderzucht. Die drusische Minderheit hat sich vor allem dem Obstanbau gewidmet. Auf solide angelegten Terrassen gedeihen Äpfel, Birnen und Kirschen. Gerade im Frühling ist das ein Blütentraum von Farben und Düften. Und mitten im Frühling verkündet US-Präsident Donald Trump, dass er die 1981 erklärte israelische Herrschaft über das Gebiet anerkennen werde. Wieder ein Paukenschlag aus Washington. Vergleichbar dem Ja zur Hauptstadt Israels 2017 und der Verlegung der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem.

Und nun sagt Trump Ja zur Wirklichkeit auf den Golanhöhen. Er macht Schluss mit den Worthülsen vergangener Zeiten. Es ist schlicht die Anerkennung der Tatsachen. Wohl in dem Sinne: Der Blick nach vorn und Schritte nach vorn führen in die Zukunft und vielleicht zu einer Lösung. Für den Golan könnte eine Verständigung einfach sein – mit einem Vertragswerk, das festhält: Der Golan ist völkerrechtlich gesehen syrisches Staatsgebiet. Und andererseits übergibt Syrien genau diese Region zur ewigen Pacht an den Staat Israel.

Syrien kann problemlos auf diesen Teil des Landes verzichten. Es gab dort keine syrischen Ansiedlungen, nur Bunker und Militärlager. Das wäre der Schlag durch den gordischen Knoten. Ein mutiger Schritt. Europa sollte sich dafür einsetzen. Und neben Trump ist schließlich der russische Präsident Wladimir Putin gefordert. Mit seinem guten Kontakt zu Israel und seinem Einfluss in Syrien könnte gerade er einen Ausgleich vermitteln. Gerade jetzt, 40 Jahre nach dem Friedensvertrag mit Ägypten und 25 Jahre nach dem Friedensschluss mit Jordanien, könnte nun auch eine Lösung mit Syrien gefunden werden.

Diesen Artikel finden Sie auch in der Ausgabe 3/2019 des Israelnetz Magazins. Sie können die Zeitschrift kostenlos und unverbindlich bestellen unter der Telefonnummer 06441/915152, via E-Mail an info@israelnetz.com oder online. Gerne können Sie auch mehrere Exemplare zum Weitergeben oder Auslegen anfordern.

Von: Egmond Prill

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Mon, 19 Aug 2019 11:32:00 +0200
<![CDATA[Palästinensische Autonomiebehörde verbietet LGBTQ-Aktivitäten]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2019/08/19/palaestinensische-autonomiebehoerde-verbietet-lgbtq-aktivitaeten/ Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) hat Anhängern einer Gruppe für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle und Queere (LGBTQ) verboten, Aktivitäten im Westjordanland auszuüben. Die Absage erhielt die Organisation „Al-Qaws für sexuelle und Gender-Vielfalt in der palästinensischen Gesellschaft“, nachdem sie ein für Ende des Monats geplantes Treffen bekanntgab, schreibt die Tageszeitung „Jerusalem Post“. Ein Sprecher der Polizei der PA erklärte, die Aktivitäten seien „schädlich für die höheren Werte und Ideale der palästinensischen Gesellschaft“.

Von: mab

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Mon, 19 Aug 2019 10:23:00 +0200
<![CDATA[Netanjahu warnt Hamas]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2019/08/18/netanjahu-warnt-hamas/ Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu warnt die Hamas am Sonntag, dass Israel notfalls auch eine militärische Kampagne gegen die radikal-islamische Gruppierung im Gazastreifen während des Wahlkampfes führen werde. Die Äußerungen kamen, nachdem aus Gaza in zwei aufeinander folgenden Nächten Raketen auf Israel abgefeuert wurden. In der Nacht auf Sonntag wurden zwei der drei Raketen vom Verteidigungssystem Iron Dome abgefangen. Zwei Israelis wurden im Süden des Landes leicht verletzt. Das israelische Militär tötete drei bewaffnete Palästinenser beim versuchten Grenzübertritt.

Von: mm

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Sun, 18 Aug 2019 18:57:00 +0200
<![CDATA[Zwei Fußgänger bei Autoangriff schwer verletzt]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2019/08/16/zwei-fussgaenger-bei-autoangriff-schwer-verletzt/ Zwei Fußgänger sind bei einem Autoangriff am Freitagnachmittag im Westjordanland südlich von Jerusalem verletzt worden. Sicherheitskräfte schossen auf den Fahrer und töteten ihn. Rettungskräfte versorgten die Verletzten zunächst vor Ort und brachten sie mit schweren und mittelschweren Verletzungen ins Krankenhaus. Es handelt sich um ein 17-jähriges Mädchen und einen 19-jährigen Jungen. Der Angriff ereignete sich nahe der Siedlung Elasar. Diese liegt in der Nähe von Migdal Os, wo erst am vergangenen Donnerstag ein Talmudschüler ermordet aufgefunden wurde.

Von: df

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Fri, 16 Aug 2019 13:58:00 +0200
<![CDATA[Diskussion um Einreiseverbot für zwei amerikanische Abgeordnete]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/08/16/diskussion-um-einreiseverbot-fuer-zwei-amerikanische-abgeordnete/ JERUSALEM (inn) – Das Einreiseverbot für die beiden amerikanischen Kongressabgeordneten Raschida Tlaib und Ilhan Omar hat eine Debatte um politische Toleranz entfacht. Israel wirft den beiden Politikerinnen vor, den Staat zu verunglimpfen und die anti-israelische Boykottbewegung BDS zu unterstützen. Die Demokratinnen sehen sich hingegen diskriminiert.

Das Für und Wider eines Einreiseverbots war bereits in den Tagen zuvor ein Thema in den politischen Diskussionen. Am Donnerstag fiel dann die Entscheidung für das Verbot. Am Freitag wurde es jedoch für Tlaib aufgehoben. Die Abgeordnete mit palästinensischen Wurzeln hatte beantragt, ihre Großmutter in Beit Ur al-Fauqa, 15 Kilometer nordwestlich von Jerusalem, zu besuchen. Tlaib habe versprochen, nicht für den Israel-Boykott zu werben, hieß es beim Innenministerium. Der Besuch werde sich auf „humanitäre Angelegenheiten“ beschränken.

Netanjahu: Reise zum Schaden Israels

Die Gründe für das politische Einreiseverbot legte Regierungschef Benjamin Netanjahu am Donnerstag dar: Die Reisestationen der Abgeordneten zeigten, dass es der einzige Zweck der Reise sei, Israel zu schaden. So seien keine Treffen mit Vertretern der Regierung oder der Opposition in der Knesset geplant. Zudem komme die Organisation Miftah für die Reisekosten auf. Deren Mitglieder hätten in der Vergangenheit Terrorismus gegen Israel unterstützt. Netanjahu merkte weiter an, dass als Reiseziel offiziell gar nicht als „Israel“ angegeben wurde, sondern als „Palästina“.

Netanjahu betonte weiter, dass Israel erst vor wenigen Tagen eine Delegation amerikanischer Kongressabgeordneter empfangen habe. Diese hätten ihre parteiübergreifende Unterstützung für Israel demonstriert. „Als freie und lebhafte Demokratie ist Israel offen für Kritiker und Kritik mit einer Ausnahme: Israelisches Recht verbietet jenen die Einreise, die zu Israels Boykott aufrufen.“

Demokraten: Unter der Würde Israels

Parteikollegen von Oman und Tlaib sind den Abgeordneten in der Debatte beigesprungen. Die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, sagte, die Entscheidung sei „unter der Würde des Staates Israel“. Die Kandidaten für den demokratischen Präsidentenwahlkampf äußerten sich ähnlich. Elizabeth Warren meinte, Israel zeige so nicht, dass es eine tolerante Demokratie sei. Bernie Sanders sprach von einer „Respektlosigkeit“ gegenüber gewählten Vertretern des Volkes.

Die Organisation „Amerikanisch-israelischer Ausschuss für öffentliche Angelegenheiten“ (AIPAC) zeigte Zurückhaltung bezüglich der Entscheidung. Sie verurteilte die Boykott-Aktivitäten der betreffenden Abgeordneten, fügte aber hinzu: „Wir glauben zugleich, dass es jedem Kongressmitglied erlaubt sein sollte, unseren demokratischen Verbündeten Israel zu bereisen und zu erleben.“

Der israelische Anwalt und Twitter-Aktivist Arsen Otrovsky befürwortete die Absage mit dem Verweis auf den Reiseplan. „Es gibt nicht einmal den Anschein der Ausgewogenheit und die Absicht, dazuzulernen. Das ist nicht viel mehr als ein palästinensischer Propagandatrip.“

Medienkritik mit Erfolg

Auch in Deutschland hat die Debatte Spuren hinterlassen. Der Grünen-Politiker Volker Beck nahm die Berichterstattung der Tageszeitungen „Süddeutsche Zeitung“ und „Tagesspiegel“ in den Blick. Diese hatten in den Überschriften erwähnt, dass die beiden Abgeordnete Muslima seien. Beck schrieb: „Warum erwecken Sie den Eindruck, es hätte etwas mit der Religion der Abgeordneten zu tun? Ich finde die Entscheidung von Netanjahu nicht klug, aber sie hat nichts mit ihrem muslimischen Glauben zu tun.“ Die „Süddeutsche“ änderte daraufhin ihre Überschrift.

Der Vorsitzende der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag, Alexander Gauland, kritisierte einen Tweet des ARD-Journalisten Reinald Becker. Dieser hatte geschrieben, Israel sei ein „Büttel der USA“. Gauland stufte dies als „völlig unangebracht“ ein. „Es ist nicht Aufgabe des Chefredakteurs eines öffentlich-rechtlichen Senders, die souveräne Entscheidung der israelischen Regierung auf diese Art und Weise herabzuwürdigen.“

Das israelische Innenministerium hat im Juli 2017 die Einreisebestimmungen für BDS-Aktivisten im Auftrag der Knesset angepasst. Demnach ist Personen, die sich bewusst und öffentlich für einen Boykott des Staates Israel einsetzten, kein Visum oder eine sonstige Einreiseerlaubnis zu gewähren.

Von: df

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Fri, 16 Aug 2019 13:20:00 +0200
<![CDATA[Serie über legendären Mossad-Agenten auf Netflix]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2019/08/16/serie-ueber-legendaeren-mossad-agenten-auf-netflix/ LOS GATOS (inn) – Die Streaming-Plattform Netflix veröffentlicht die sechsteilige Miniserie über den israelischen Mossad-Agenten Eli Cohen am 6. September. Cohen war ein Topspion, der in den 1960er-Jahren bis in die Führungszirkel von Damaskus vordrang und wichtige Informationen lieferte, die vor allem im Sechs-Tage-Krieg 1967 relevant wurden. Netflix hat zu „The Spy“ (Der Agent), in der Schauspieler Sacha Baron Cohen den Spion darstellt, am Mittwoch erste Bilder veröffentlicht.

Geschrieben hat die Miniserie der Israeli Gideon Raff, der weltweit bekannt wurde als Autor der israelischen Serie „Hatufim – In der Hand des Feindes“. Raff arbeitet aktuell vermehrt mit Netflix zusammen. Dieses Jahr erschien auf der Streaming-Plattform bereits am 31. Juli „The Red Sea Diving Resort“ (Das Tauchhotel am Roten Meer). In dem Spielfilm geht es um die Evakuierung äthiopischer Juden durch den Mossad in den 1980er-Jahren.

Cohen half auch bei Nazijagd

Der Topspion Cohen, der auch dabei half, den Nazi Alois Brunner, einen der wichtigsten Mitarbeiter Adolf Eichmanns, aufzuspüren, wurde in Syrien enttarnt, angeklagt und am 18. Mai 1965 zum Tode verurteilt und gehängt. Vier Jahre hatte er unter dem Namen Kamel Amin Thaabet Informationen für den Mossad gesammelt. Bis heute hat Syrien Cohens Überreste nicht an Israel ausgeliefert.

Cohen sollte ursprünglich gar keine Informationen sammeln, sondern als Schläfer fungieren, um Israel vor einem Überraschungsangriff Syriens zu warnen. Er identifizierte sich aber so stark mit seiner Tarnbiografie, dass er mit einer Funkanlage in seiner Wohnung begann, tagtäglich Nachrichten an seine Führungsoffiziere weiterzugeben.

Der britische Schauspieler Sacha Baron Cohen, der den israelischen Agenten in der Netflix-Produktion spielt, wurde bekannt als anarchischer Komiker, der mit seinen Figuren Ali G., Borat oder Brüno den Menschen in Sketchen und Filmen wahre Momente abverlangte, die eigentlich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt waren. Zur Besetzung von „The Spy“ zählen auch diverse israelische Schauspieler wie Hadar Ratzon Rotem („Hatufim“, „Homeland“), Yael Eitan („Hatufim“) oder Uri Gavriel („Ein Tag wie kein anderer“).

Von: mm

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Fri, 16 Aug 2019 13:17:00 +0200
<![CDATA[Messerangriff auf Polizisten in Jerusalem]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2019/08/16/messerangriff-auf-polizisten-in-jerusalem/ Zwei Jugendliche haben einen Polizisten am Donnerstag in Jerusalem mit dem Messer angegriffen und dabei verletzt. Sicherheitskräfte vor Ort am Kettentor zum Tempelberg schossen auf sie, während die Täter wiederholt auf ihr Opfer einstachen. Einer der Angreifer erlag seinen Schusswunden, ein weiterer wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht.

Von: df

Zwei Jugendliche haben einen Polizisten am Donnerstag in Jerusalem mit dem Messer angegriffen und dabei verletzt. Sicherheitskräfte vor Ort am Kettentor zum Tempelberg schossen auf sie, während die Täter wiederholt auf ihr Opfer einstachen. Einer der Angreifer erlag seinen Schusswunden, ein weiterer wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht.

Von: df

Zwei Jugendliche haben einen Polizisten am Donnerstag in Jerusalem mit dem Messer angegriffen und dabei verletzt. Sicherheitskräfte vor Ort am Kettentor zum Tempelberg schossen auf sie, während die Täter wiederholt auf ihr Opfer einstachen. Einer der Angreifer erlag seinen Schusswunden, ein weiterer wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht.

Von: df

Zwei Jugendliche haben einen Polizisten am Donnerstag in Jerusalem mit dem Messer angegriffen und dabei verletzt. Sicherheitskräfte vor Ort am Kettentor zum Tempelberg schossen auf sie, während die Täter wiederholt auf ihr Opfer einstachen. Einer der Angreifer erlag seinen Schusswunden, ein weiterer wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht.

Von: df

Zwei Jugendliche haben einen Polizisten am Donnerstag in Jerusalem mit dem Messer angegriffen und dabei verletzt. Sicherheitskräfte vor Ort am Kettentor zum Tempelberg schossen auf sie, während die Täter wiederholt auf ihr Opfer einstachen. Einer der Angreifer erlag seinen Schusswunden, ein weiterer wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht.

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Zwei Jugendliche haben einen Polizisten am Donnerstag in Jerusalem mit dem Messer angegriffen und dabei verletzt. Sicherheitskräfte vor Ort am Kettentor zum Tempelberg schossen auf sie, während die Täter wiederholt auf ihr Opfer einstachen. Einer der Angreifer erlag seinen Schusswunden, ein weiterer wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht.

Von: df

Zwei Jugendliche haben einen Polizisten am Donnerstag in Jerusalem mit dem Messer angegriffen und dabei verletzt. Sicherheitskräfte vor Ort am Kettentor zum Tempelberg schossen auf sie, während die Täter wiederholt auf ihr Opfer einstachen. Einer der Angreifer erlag seinen Schusswunden, ein weiterer wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht.

Von: df

Zwei Jugendliche haben einen Polizisten am Donnerstag in Jerusalem mit dem Messer angegriffen und dabei verletzt. Sicherheitskräfte vor Ort am Kettentor zum Tempelberg schossen auf sie, während die Täter wiederholt auf ihr Opfer einstachen. Einer der Angreifer erlag seinen Schusswunden, ein weiterer wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht.

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Zwei Jugendliche haben einen Polizisten am Donnerstag in Jerusalem mit dem Messer angegriffen und dabei verletzt. Sicherheitskräfte vor Ort am Kettentor zum Tempelberg schossen auf sie, während die Täter wiederholt auf ihr Opfer einstachen. Einer der Angreifer erlag seinen Schusswunden, ein weiterer wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht.

Von: df

Zwei Jugendliche haben einen Polizisten am Donnerstag in Jerusalem mit dem Messer angegriffen und dabei verletzt. Sicherheitskräfte vor Ort am Kettentor zum Tempelberg schossen auf sie, während die Täter wiederholt auf ihr Opfer einstachen. Einer der Angreifer erlag seinen Schusswunden, ein weiterer wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht.

Von: df

Zwei Jugendliche haben einen Polizisten am Donnerstag in Jerusalem mit dem Messer angegriffen und dabei verletzt. Sicherheitskräfte vor Ort am Kettentor zum Tempelberg schossen auf sie, während die Täter wiederholt auf ihr Opfer einstachen. Einer der Angreifer erlag seinen Schusswunden, ein weiterer wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht.

Von: df

Zwei Jugendliche haben einen Polizisten am Donnerstag in Jerusalem mit dem Messer angegriffen und dabei verletzt. Sicherheitskräfte vor Ort am Kettentor zum Tempelberg schossen auf sie, während die Täter wiederholt auf ihr Opfer einstachen. Einer der Angreifer erlag seinen Schusswunden, ein weiterer wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht.

Von: df

Zwei Jugendliche haben einen Polizisten am Donnerstag in Jerusalem mit dem Messer angegriffen und dabei verletzt. Sicherheitskräfte vor Ort am Kettentor zum Tempelberg schossen auf sie, während die Täter wiederholt auf ihr Opfer einstachen. Einer der Angreifer erlag seinen Schusswunden, ein weiterer wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht.

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Zwei Jugendliche haben einen Polizisten am Donnerstag in Jerusalem mit dem Messer angegriffen und dabei verletzt. Sicherheitskräfte vor Ort am Kettentor zum Tempelberg schossen auf sie, während die Täter wiederholt auf ihr Opfer einstachen. Einer der Angreifer erlag seinen Schusswunden, ein weiterer wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht.

Von: df

Zwei Jugendliche haben einen Polizisten am Donnerstag in Jerusalem mit dem Messer angegriffen und dabei verletzt. Sicherheitskräfte vor Ort am Kettentor zum Tempelberg schossen auf sie, während die Täter wiederholt auf ihr Opfer einstachen. Einer der Angreifer erlag seinen Schusswunden, ein weiterer wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht.

Von: df

Zwei Jugendliche haben einen Polizisten am Donnerstag in Jerusalem mit dem Messer angegriffen und dabei verletzt. Sicherheitskräfte vor Ort am Kettentor zum Tempelberg schossen auf sie, während die Täter wiederholt auf ihr Opfer einstachen. Einer der Angreifer erlag seinen Schusswunden, ein weiterer wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht.

Von: df

Zwei Jugendliche haben einen Polizisten am Donnerstag in Jerusalem mit dem Messer angegriffen und dabei verletzt. Sicherheitskräfte vor Ort am Kettentor zum Tempelberg schossen auf sie, während die Täter wiederholt auf ihr Opfer einstachen. Einer der Angreifer erlag seinen Schusswunden, ein weiterer wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht.

Von: df

Zwei Jugendliche haben einen Polizisten am Donnerstag in Jerusalem mit dem Messer angegriffen und dabei verletzt. Sicherheitskräfte vor Ort am Kettentor zum Tempelberg schossen auf sie, während die Täter wiederholt auf ihr Opfer einstachen. Einer der Angreifer erlag seinen Schusswunden, ein weiterer wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht.

Von: df

Zwei Jugendliche haben einen Polizisten am Donnerstag in Jerusalem mit dem Messer angegriffen und dabei verletzt. Sicherheitskräfte vor Ort am Kettentor zum Tempelberg schossen auf sie, während die Täter wiederholt auf ihr Opfer einstachen. Einer der Angreifer erlag seinen Schusswunden, ein weiterer wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht.

Von: df

Zwei Jugendliche haben einen Polizisten am Donnerstag in Jerusalem mit dem Messer angegriffen und dabei verletzt. Sicherheitskräfte vor Ort am Kettentor zum Tempelberg schossen auf sie, während die Täter wiederholt auf ihr Opfer einstachen. Einer der Angreifer erlag seinen Schusswunden, ein weiterer wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht.

Von: df

Zwei Jugendliche haben einen Polizisten am Donnerstag in Jerusalem mit dem Messer angegriffen und dabei verletzt. Sicherheitskräfte vor Ort am Kettentor zum Tempelberg schossen auf sie, während die Täter wiederholt auf ihr Opfer einstachen. Einer der Angreifer erlag seinen Schusswunden, ein weiterer wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht.

Von: df

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Fri, 16 Aug 2019 11:07:00 +0200
<![CDATA[„Wall Street Journal“: Israel und Emirate halten Geheimgespräche ab]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/08/16/wall-street-journal-israel-und-emirate-halten-geheimgespraeche-ab/ Das „Wall Street Journal“ berichtet am Donnerstag, dass Israel und die Vereinigten Arabischen Emirate zwei Geheimgespräche abgehalten haben. Thema soll die bestmögliche Konfrontation des Iran gewesen sein. Dabei hätten die Beteiligten vor allem über das Atomprogramm und die expansionistischen Bestrebungen des Iran in Syrien und dem Irak gesprochen. Vermittler der Gespräche sind demnach die USA, vor allem in der Person Brian Hook aus dem amerikanischen Außenministerium. Das erste Treffen sei im Frühling gewesen, das zweite erst neulich.

Von: mm

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Fri, 16 Aug 2019 11:05:00 +0200
<![CDATA[Neue Traubensorte nach Nechama Rivlin benannt]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/wissenschaft/2019/08/16/neue-traubensorte-nach-nechama-rivlin-benannt/ Wissenschaftler des israelischen Landwirtschafts-Forschungszentrums haben eine neue Traubensorte zu Ehren der verstorbenen Ehefrau des Staatspräsidenten, Nechama Rivlin, mit ihrem Nachnamen benannt. „Sie schmecken wie Trost“, sagte Staatspräsident Reuven Rivlin am Donnerstag bei einem Besuch des Forschungszentrums in Beit Dagan. Das hebräische Wort „Nechama“ bedeutet übersetzt „Trost“. Das Zentrum will mit der Namensgebung Nechamas „Liebe für die Natur und deren Bewahrung“ unterstreichen. Sie studierte Zoologie und arbeitete an der Hebräischen Universität als Biowissenschaftlerin.

Von: mm

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Fri, 16 Aug 2019 10:41:00 +0200
<![CDATA[Die meisten israelischen Regierungschefs änderten europäische Namen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/08/16/die-meisten-israelischen-regierungschefs-aenderten-europaeische-namen/ Im September wählen die israelischen Bürger zum zweiten Mal in diesem Jahr ein neues Parlament. Bislang hatte der jüdische Staat zwölf Regierungschefs, einige auch mit mehreren Amtszeiten. Wer sich ihre Nachnamen genauer betrachtet, stellt fest: Fast alle bisherigen Premierminister haben sich neue hebräische Familiennamen gegeben. Darauf weist der israelische Sprachforscher Ruvik Rosental in einem Blogeintrag hin.

Der erste Regierungschef des Staates Israel stammte aus Polen und hieß ursprünglich David Grün. Am 14. Mai 1948 verlas er die israelische Unabhängigkeitsurkunde. Bereits nach seiner Einwanderung 1906 hatte er den Namen Ben-Gurion (Löwenjunges)angenommen. David Ben-Gurion hatte das Amt bis 1953 inne, und dann noch einmal von 1955 bis 1963.

Zwischen diesen beiden Amtsperioden war Mosche Scharett an der Macht. Sein früherer Name lautete Schertok, er war ukrainischer Herkunft. Mit seiner Familie kam er 1908 nach Palästina, das damals zum Osmanischen Reich gehörte. Nach der Staatsgründung nannte er sich Scharett, das bedeutet „Dienst“.

Levi Shkolnik übernahm das Amt 1963 von Ben-Gurion und behielt es fünf Jahre, allerdings nicht unter seinem Geburtsnamen. Er war im Regierungsbezirk Kiew geboren und 1914 mit 20 Jahren nach Palästina gekommen. Infolge der Staatsgründung wurde er Chefausrüster bei der Armee und gab sich den hebräischen Namen „Traube“ – fortan hieß er Levi Eschkol. Auch eine Region in der Wüste Negev trägt den Namen Eschkol.

Die bislang einzige israelische Premierministerin trat Eschkols Nachfolge an. Als Golda Mabovitsch in Kiew geboren, heiratete sie 1917 im US-Bundesstaat Wisconsin Morris Meyerson. Den neuen Namen verkürzte sie 1951 und wurde als Golda Meir bekannt – „Meir“ bedeutet „leuchtend“. Fünf Jahre lang leitete sie die Geschicke der Regierung. 1974 trat sie infolge des Jom-Kippur-Krieges zurück.

Mit einem hebräischen Namen geboren ist hingegen Jitzchak Rabin, und zwar 1922 in Jerusalem. Zweimal führte er die Regierung an: von 1974 bis 1977 und von 1992 bis zu seiner Ermordung am 4. November 1995. Eine besondere Bedeutung hat der hebräische Name nicht.

Menachem Begin wiederum stammte aus der weißrussischen Stadt Brest. In den Wirren des Zweiten Weltkrieges kam er 1943 ins britische Mandatsgebiet Palästina. Zuvor hatte er bereits von Europa aus die illegale Einwanderung von Juden unterstützt. Seinen Geburtsnamen behielt der Politiker, der von 1977 bis 1983 Premierminister war, bei. Das aramäische Wort „be-gin“ heißt „wegen“ und wird bis heute in Israel verwendet. In seine Amtszeit fiel der Friedensvertrag mit Ägypten, der 1979 unterzeichnet wurde.

Begins Nachfolger für ein Jahr wurde Jitzchak Schamir. Er wurde 1915 in Polen geboren, sein Familienname war Jazernizki. 1935 wanderte er nach Palästina unter britischem Mandat ein. Nach zwei Jahren Unterbrechung wurde Schamir wegen eines Rotationsprinzips in der Einheitsregierung ein zweites Mal Regierungschef: von 1986 bis 1992. Der hebräische Name „Schamir“ bedeutet „Dorn“ oder „Dornstrauch“.

In den beiden Jahren dazwischen nahm ein Mann den Posten ein, der 1923 unter dem Namen Szymon Perski in Polen zur Welt kam. Als er elf Jahre alt war, immigrierte seine Familie ins Mandatsgebiet Palästina. Seinen Namen wandelte er später in das hebräische Wort für „Bartgeier“ um und nannte sich Schimon Peres. Auch er war zweimal Premierminister: von 1984 bis 1986 und nach Rabins Ermordung von 1995 bis 1996. Im kollektiven Gedächtnis dürfte sich jedoch vor allem seine siebenjährige Amtszeit als Staatspräsident einprägen – von 2007 bis 2014.

Benjamin Netanjahu wiederum hat gerade Ben-Gurion als der israelische Politiker überflügelt, der insgesamt am längsten im Amt war. Zum ersten Mal wurde er 1996 zum Premierminister gewählt, vorerst behielt er den Posten für drei Jahre. Doch 2009 konnte er ihn wieder übernehmen, und seitdem hat er alle Wahlen für sich entschieden. Mit dem hebräischen Namen ist er in Tel Aviv geboren. Sein Großvater Nathan Mileikowski hingegen hatte den Namen Netanjahu nach seiner Einwanderung aus Polen 1920 angenommen. Zuvor hatte er ihn als Pseudonym verwendet und unter diesem Namen Polemiken veröffentlicht. Der Ausdruck „Natan Ja“ bedeutet „Der Herr hat gegeben“.

Der Politiker, der 1999 für zwei Jahre das Amt von Netanjahu übernahm, ist neuerdings wieder politisch aktiv. 1942 als Ehud Brug im Kibbutz Mischmar HaScharon geboren, änderte er während des Militärdienstes seinen Namen in „Barak“ – das heißt „Blitz“. Bei den Wahlen am 17. September kandidiert Ehud Barak mit seiner neugegründeten Unabhängigkeitspartei „HaAtzma'ut“.

Auf Barak folgte 2001 ein Mann, der 1928 bei seiner Geburt in Kfar Malal in der heute israelischen Scharon-Ebene den Namen Ariel Scheinermann erhielt. Später nannte sich die Familie, deren jiddischer Nachname „schöner Mann“ bedeutet, nach ihrer Wohnregion. Ariel Scharon blieb Premier, bis er im Januar 2006 nach einem Schlaganfall ins Koma fiel. Er starb acht Jahre später, ohne das Bewusstsein wieder zu erlangen.

Nach Scharons Ausscheiden ging das Amt auf Ehud Olmert über. Er kam 1945 im britischen Mandatsgebiet Palästina auf die Welt, in der Stadt Binjamina. Weder seine aus der Sowjetunion eingewanderten Eltern noch er selbst hebraisierten den Nachnamen. Olmert blieb drei Jahre im Amt. Wegen Korruption musste er als erster ehemaliger Premierminister ins Gefängnis. Nach ihm übernahm erneut Netanjahu das Zepter.

Von den bislang zwölf israelischen Regierungschefs hatten also nur zwei bereits bei ihrer Geburt einen hebräischen Namen: Rabin und Netanjahu. Zwei weitere, Begin und Olmert, behielten ihre europäischen Nachnamen bei. Alle anderen hebraisierten sie früher oder später.

Von: Elisabeth Hausen

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Fri, 16 Aug 2019 08:58:00 +0200
<![CDATA[Holocaust in Nordafrika erstmals Prüfungsstoff]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2019/08/16/holocaust-in-nordafrika-erstmals-pruefungsstoff/ Zum ersten Mal wird der Holocaust in Nordafrika Prüfungsstoff im israelischen Abitur. Unter anderem soll es um die Judenpolitik der Nazis in Tunesien und Libyen gehen. Ein weiteres Thema ist die Haltung der örtlichen Bevölkerung gegenüber Juden. Vor vier Jahren hatte das Bildungsministerium die Scho’ah völlig aus dem Prüfungsstoff herausgenommen. Dies stieß auf Kritik bei Akademikern und Geschichtslehrern. Deshalb nimmt das Ministerium das Thema im neuen Schuljahr, das am 1. September beginnt, wieder in den Pflichtstoff fürs Abitur auf.

Von: eh

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Fri, 16 Aug 2019 08:57:00 +0200
<![CDATA[Kritik an Abbas wegen Treffen mit israelischen Politikern]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/08/15/kritik-an-abbas-wegen-treffen-mit-israelischen-politikern/ Ein Treffen des Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Mahmud Abbas, mit israelischen Politikern ist bei vielen Palästinensern nicht gut angekommen. Auf einer Facebook-Seite mit dem Titel „Abbas repräsentiert mich nicht“ verliehen zahlreiche Nutzer ihrem Ärger über die Zusammenkunft des Präsidenten mit der Rabin-Enkelin Noa Rothman Ausdruck. Das Treffen sei eine „Form der Normalisierung“ und drücke eine „Missachtung für die Opfer unseres Volkes“ aus, hieß es auch von der radikal-islamischen Hamas, die mit Abbas auf Kriegsfuß steht.

Von: ser

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Thu, 15 Aug 2019 14:56:00 +0200
<![CDATA[Haredi-Konzert beschäftigt Politik und Gerichte]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2019/08/15/haredi-konzert-beschaeftigt-politik-und-gerichte/ AFULA (inn) – Für politischen und juristischen Streit hat in Israel ein Konzert mit dem ultra-orthodoxen Sänger Moti Steinmetz als Hauptkünstler in der nordisraelischen Stadt Afula gesorgt. Weil Vertreter der haredischen Gemeinschaft darauf bestanden, dass Frauen und Männer auf den Zuschauerrängen getrennt voneinander sitzen, gerieten sie mit säkularen Politikern und Aktivisten aneinander. Nach mehreren juristischen Runden fand das Konzert am Mittwochabend wie geplant statt.

Am Sonntag hatte zunächst ein lokales Gericht in Nazareth den Organisatoren der Veranstaltung verboten, eine Geschlechtertrennung etwa mit Schildern zu erzwingen. Eine freiwillige Separierung der Geschlechter sei gleichwohl möglich, hieß es weiter. Die Stadt bedauerte die Entscheidung und hob hervor, dass es von über 300 Konzerten nur bei dieser einen Veranstaltung eine Geschlechtertrennung geben solle.

Das Gericht war von der Organisation „Israelisches Frauennetzwerk“ angerufen worden. Im Nachrichtensender „i24News“ erklärte Rachel Stomel, die für eine andere Frauenorganisation aktiv ist, man müsse klar unterscheiden zwischen selbstgewählter Segregation und staatlicherseits auferlegter Geschlechtertrennung. Hier handle es sich um eine „staatliche Veranstaltung“, verwies sie darauf, dass das in einem öffentlichen Park stattfindende Konzert von der Stadt mitfinanziert wurde. Deshalb sei die Geschlechtertrennung unzulässig.

Lapid: „Wir sind hier nicht im Iran“

Im politischen Israel schlugen die Wellen wegen der Gerichtsentscheidung am Sonntag hoch: Verkehrsminister Bezalel Smotritsch vom rechten Wahlbündnis „Jemina“ wetterte gegen das „dumme“ Justizsystem und eine „fundamentalistisch-progressive Dummheit“. Zugleich bezeichnete er Premierminister Benjamin Netanjahu als „schwach“, weil dieser nur zusehe und nichts tue. Kurzzeitig stand deshalb die Entlassung des Ministers im Raum. Netanjahu bestellte Smotritsch ein. Dieser musste sich entschuldigen. Zustimmung erhielt der Urteilsspruch indes von Jair Lapid, der gemeinsam mit Benny Gantz die Liste Blau-Weiß in die anstehenden Knessetwahlen führt. „Wir sind hier nicht im Iran“, erklärte der liberale Politiker.

Am Mittwoch dann entschied dasselbe Gericht in Nazareth allerdings über einen Berufungsantrag der ultra-orthodoxen Schass-Partei von Innenminister Arje Deri. Der nun urteilende Richter hob die vorige Entscheidung wieder auf. Als Kompromiss schlug er vor, neben den getrennten Bereichen für Männer und Frauen einen dritten, gemischten Sektor einzurichten. Das Konzert konnte daraufhin wie geplant stattfinden. Laut dem konservativen Nachrichtenportal „Arutz Scheva“ kamen am Mittwochabend einige tausend Haredim auf dem Veranstaltungsgelände zusammen. Eine Trennwand teilte das Publikum in Männer und Frauen.

Deri: „Das hier ist ein jüdischer Staat“

Vorbei war der Streit damit jedoch noch nicht: Während das Konzert bereits einige Zeit lief, kamen die Richter des Obersten Gerichts in Jerusalem zu dem Schluss, dass das Gericht in Nazareth seine Kompetenzen überschritten habe. Es sei nicht dazu befugt gewesen, die ursprüngliche Entscheidung über das Verbot der Geschlechtertrennung wieder aufzuheben. Auch dieser Urteilsspruch sorgte bei den Ultra-Orthodoxen für Empörung. Die obersten Richter hätten „einmal mehr bewiesen, dass Gleichberechtigung aus ihrer Sicht aufhört, wenn es um Haredim geht“, erklärte ein Schass-Anwalt. Ein anderer Anwalt sprach von „säkularem Extremismus“.

Die Veranstaltung ließ sich durch den Urteilsspruch der obersten Richter jedoch nicht mehr aufhalten. „Der gesunde Menschenverstand hat gesiegt“, freute sich Innenminister Deri, der auf der Konzertbühne zu den Besuchern sprach. „Verloren haben jene, die versuchten, uns unsere Lebensart zu verbieten.“ An Lapid gerichtet sagte Deri: „Es ist richtig: Das ist nicht der Iran. Das ist ein jüdischer Staat.“ Erfreut stimmte der Politiker mit Sänger Steinmetz zum Duett an. Für kurze Aufregung am Rande des Konzerts sorgte der Bürgermeister von Tiberias, Ron Kobi, der sich unter die Menschen gemischt hatte. Kobi ist für seinen Kampf gegen ultra-orthodoxe Einflüsse bekannt. Sicherheitskräfte geleiteten ihn unter wütenden Rufen der Konzertbesucher aus der Menge.

Unterdessen zeichnet sich bereits der nächste Streit ab: Laut der Onlinezeitung „Times of Israel“ hat sich das „Israelische Frauennetzwerk“ mit einem Brief an die Bürgermeisterin von Haifa gewandt. Die Politikerin solle ein Konzert Ende August verhindern, zu dem nur Männer als Besucher zugelassen sind, so die Forderung. Bei der Veranstaltung ist unter anderem ein Auftritt von Moti Steinmetz geplant, demselben Sänger wie in Afula.

Von: ser

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Thu, 15 Aug 2019 14:54:00 +0200
<![CDATA[Filmdreh wegen jüdischer Bezüge gestoppt]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2019/08/15/filmdreh-wegen-juedischer-bezuege-gestoppt/ AMMAN (inn) – Die jordanische Regierung hat eine Filmproduktion gestoppt, weil das Werk eine jüdische Präsenz in dem Nachbarland Israels andeutet. In „Dschaber“ geht es um einen Jungen, der in der Felsenstadt Petra einen Stein mit einer hebräischen Inschrift entdeckt. Das Fundstück will er verkaufen. Kriminelle Gruppen bekommen davon Wind und wollen ihm den Stein abjagen.

Zunächst hatten Schauspieler Kritik am Drehbuch geäußert. Ali Alajan, der einen jordanischen Polizisten spielen sollte, sagte etwa: „Jeder Hinweis auf eine jüdische Geschichte in Jordanien könnte zu politischen Äußerungen führen.“ Daraufhin wies die jordanische Regierung Regisseur Muhjidin Qandur an, den Filmdreh auszusetzen, bis ein Ausschuss das Drehbuch geprüft hat. Wie lange das dauern wird, ist unbekannt.

Qandur selbst sieht keine politischen Aussagen in dem Filmprojekt. Die Bedenken nannte er „naiv und sogar kindisch“. Es gebe viele Völker, die einst in Jordanien gewohnt hätten. „Die kommen auch nicht zurück und erheben Ansprüche auf Teile des Landes.“

Jordanien und Israel haben 1994 Frieden geschlossen. Doch in der Realität lehnen viele Jordanier Israel weiterhin ab. Im Parlament wird Israel mitunter als „Feind“ bezeichnet. Erst Anfang 2018 haben Israel und Jordanien einen Streit wegen eines tödlichen Vorfalls in der israelischen Botschaft in Amman beigelegt. Vorgänge auf dem Tempelberg sorgen regelmäßig für Spannungen. Erst am Dienstag kritisierte Jordanien einen Vorschlag des israelischen Sicherheitsministers Gilad Erdan, den Status quo auf dem Areal zu ändern und Juden dort beten zu lassen.

Von: df

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Thu, 15 Aug 2019 14:28:00 +0200