Israelnetz - Neueste Nachrichten https://www.israelnetz.com Nachrichten aus Israel und dem Nahen Osten de https://www.pro-medienmagazin.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif Israelnetz - Neueste Nachrichten https://www.israelnetz.com 18 16 Nachrichten aus Israel und dem Nahen Osten TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Thu, 21 Jun 2018 13:50:43 +0200 <![CDATA[Frankfurter Bürgermeister Becker verteidigt israelische Armee]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/06/21/frankfurter-buergermeister-becker-verteidigt-israelische-armee/ Der Bürgermeister und Kämmerer der Stadt Frankfurt am Main, Uwe Becker, hat das Vorgehen der israelischen Armee gegen die Proteste an der Gaza-Grenze verteidigt. Auf Facebook rief er die Menschen auf, sich vorzustellen, ihr Land würde jeden Tag mit Raketen und Branddrachen angegriffen, und sie müssten im Bunker schlafen. Dann würden sie von ihrer Regierung eine sofortige Reaktion und von der Welt Solidarität erwarten. „Aber für die Bürger Israels ist es Normalität, dass die Welt nicht in Solidarität zu ihnen steht“, schrieb der CDU-Politiker auf Englisch. Israels Militär konzentriere sich darauf, die Quellen der Gewalt zu beseitigen, während die Hamas israelische Familien angreife.

Von: eh

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Thu, 21 Jun 2018 12:23:00 +0200
<![CDATA[Die Vernichtung archäologischen Erbes auf dem Tempelberg]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/wissenschaft/2018/06/21/die-vernichtung-archaeologischen-erbes-auf-dem-tempelberg/ JERUSALEM (inn) – 1999 hatten Palästinenser im Süden des Tempelbergs bei den sogenannten Ställen des Salomo große Mengen Abraum ausgehoben, um die größte unterirdische Moschee der Welt zu errichten. Anstatt das historisch bedeutsame Erdreich mit wissenschaftlicher Überwachung behutsam zu sieben und zu erforschen, wurden tonnenweise Erde und archäologische Funde mit Bulldozern auf Lastwagen gehoben, heimlich nachts abtransportiert und auf einer Müllkippe im Kidrontal abgeladen.

Unter der Leitung des israelischen Archäologen Gabriel Barkai wurde seitdem der Abraum vom Tempelberg gesiebt und wissenschaftlich geprüft. Neben modernen Scherben von Cola-Flaschen wurden in dem Schutt prähistorische Götzenfiguren und Speerspitzen der Eroberer der letzten 5.000 Jahre gefunden. Zu den neuesten Funden gehören farbige Marmorplatten aus der Zeit des Königs Herodes. Sie bestätigten Beschreibungen, wonach in der Zeit Jesu der Fußboden des Tempels wie ein „buntes Wellenmeer“ gewirkt habe.

Vernichtung jüdischer Geschichte

Der Tempelberg ist Juden, Christen und Moslems heilig. Gemäß biblischen Geschichten befindet sich unter dem Felsendom jener Gründungsfelsen, um den herum Gott die Welt erschaffen habe. Auf dem „Berg Moria“ wurde unter König Salomo der Tempel mit dem Allerheiligsten errichtet, den nach der Bibel auch Jesus besuchte. Und später errichteten dort die Moslems den Felsendom und die Al-Aqsa-Moschee.

1948 eroberte Jordanien Ostjerusalem. Juden wie Christen wurde der Zugang zum Tempelberg verboten. Uralte Synagogen im jüdischen Viertel wurden gesprengt und viele Spuren jüdischer Geschichte dem Erdboden gleichgemacht. 1967 „befreite“ Israel im Sechs-Tage-Krieg den Heiligen Berg und öffnete ihn für Besucher aus aller Welt.

Israel hatte nun die Souveränität. Die islamische Waqf-Stiftung unter der Führung Jordaniens wurde von den Israelis als Verwalter belassen, aber das Sagen hatten letztlich die Palästinenser und diese machten daraus eine Auseinandersetzung mit unzähligen Toten: den zweiten Aufstand der Palästinenser gegen Israel, die von ihrem Führer Jasser Arafat so genannte Al-Aqsa-Intifada.

Seit 1929 wurden von arabischer Seite immer wieder „die Juden“ bezichtigt, die Al-Aqsa-Moschee zerstören zu wollen, um an ihrer Stelle den jüdischen Tempel erneut zu errichten.

Artefakte retten oder Krieg riskieren

Ein Teil des Aushubs liegt noch seit 2004 als Schutthaufen auf dem Tempelberg, nachdem das Oberste Gericht Israels eine weitere wilde Entsorgung gestoppt hatte. Während des Ramadan-Monats 2018 begannen Arbeiter im Auftrag des Waqf, die seit 2004 zurückgebliebenen Erdhaufen auf dem Berg wegzuräumen. Israelische Archäologen alarmierten die Regierung. Israel stand vor dem Dilemma, entweder das Antikengesetz einzuhalten oder aber blutige Auseinandersetzungen mit Moslems zu riskieren.

Um die Erdhaufen im Auge zu behalten, errichtete die israelische Polizei Beobachtungsposten. Moslems beschwerten sich und der jordanische König Abdullah II. forderte bei einem seltenen Treffen mit Israels Premierminister Benjamin Netanjahu in Amman, die Polizisten wieder abzuziehen.

Die Moslems verweigern jegliche wissenschaftliche Erforschung und archäologische Ausgrabungen in ihrem „Heiligtum“ und halten sich prinzipiell nicht an bestehende Gesetze Israels. Die Israelis hingegen sind „machtlos“, solange sie nicht Krieg mit der ganzen islamischen Welt, darunter Jordanien, riskieren wollen. Mit der Plünderung und Entsorgung der seit 2004 auf dem Berg verbliebenen Schutthaufen wird weiteres archäologisches Wissen um eine der ältesten Kulturstätten der Menschheit unwiederbringlich verloren gehen.

Von: Ulrich W. Sahm

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Thu, 21 Jun 2018 11:59:00 +0200
<![CDATA[Hamas und Dschihad kündigen Reaktionen auf israelischen Beschuss an]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2018/06/21/hamas-und-dschihad-kuendigen-reaktionen-auf-israelischen-beschuss-an/ Die Terrorgruppen Hamas und Islamischer Dschihad im Gazastreifen haben angekündigt, auf jeden Beschuss Israels zu reagieren. Die radikal-islamischen Gruppen übernahmen die Verantwortung für den Raketenhagel auf Israel vom Dienstag. In einer gemeinsamen Erklärung verkündeten sie: „Wir sind der Regelung ein Angriff für einen Angriff verpflichtet. Wir werden dem Feind nicht erlauben, eine neue Regel zu diktieren.“ Die Angriffe auf Israel seien eine Reaktion auf den israelischen Beschuss. Mit diesem hatte die Luftwaffe wiederum auf die unzähligen Branddrachen aus dem Gazastreifen reagiert.

Von: dn

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Thu, 21 Jun 2018 11:30:00 +0200
<![CDATA[Marokkanische und israelische Fußballfans einträchtig beieinander]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/sport/2018/06/21/marokkanische-und-israelische-fussballfans-eintraechtig-beieinander/ MOSKAU (inn) – Nach der Niederlage Marokkos gegen Portugal bei der Fußballweltmeisterschaft am Mittwoch ist im Internet ein Video aufgetaucht. Angeblich zeigt es marokkanische Fans, die israelischen Fans eine Flagge entreißen wollen. Doch wie sich mittlerweile herausgestellt hat, verhielt sich die Sache ganz anders.

In dem Video sieht es so aus, als würden marokkanische Fans israelische Fans angreifen, die sich ihre Landesflagge um die Schultern gebunden hatten. Doch die Rempelei hatte einen ganz anderen Grund: Die Marokkaner stritten um ein Trikot, das der Kapitän ihrer Nationalelf, Medhi Benatia, in die Menge geworfen hatte.

Einer der Israelis aus dem Video, Alex Brener, erklärte später laut der Tageszeitung „Yediot Aharonot“: „Was die Menschen in dem viralen Video sahen, waren Fakenews. Die Marokkaner haben uns in Liebe akzeptiert und unsere Flagge hat uns stolz das ganze Spiel über begleitet.“

Flagge zeigen in Moskau

In dem Video sehe es so aus, als wollten die Marokkaner den Israelis die Flagge von den Schultern reißen. „Aber das ist wirklich nicht wahr“, betonte Brener. Der israelische Fußballfan sagte weiter, er sei mit anderen Israelis durch Moskau gelaufen, dabei hätten sie die Flaggen immer offen gezeigt. Es habe keine Zwischenfälle gegeben. Im Gegenteil: Viele Menschen hätten sie angesprochen und sich mit ihnen fotografieren lassen wollen.

Brener ist zusammen mit fünf Freunden zur Fußballweltmeisterschaft nach Russland gereist. Die Israelis haben sich fotografieren lassen, wie sie die marokkanischen Fans umarmen.

Marokko unterlag Portugal mit 0:1 durch einen Treffer von Cristiano Ronaldo. Die Niederlage bedeutete das Aus für das nordafrikanische Team bei dieser WM. Israel hat sich hingegen nicht für die Weltmeisterschaft qualifiziert.

von: dn

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Thu, 21 Jun 2018 11:19:00 +0200
<![CDATA[Nachrichten vom 21. Juni 2018]]> https://www.israelnetz.com/israelnetz-tv/2018/06/21/nachrichten-vom-21-juni-2018/ Thu, 21 Jun 2018 10:26:00 +0200 <![CDATA[Israelis entwickeln intelligenten Debattiercomputer]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/wissenschaft/2018/06/21/israelis-entwickeln-intelligenten-debattiercomputer/ SAN FRANCISCO / HAIFA (inn) – Die amerikanische Computerfirma IBM ist bekannt für Maschinen, die Menschen intellektuell die Stirn bieten könnten. 1996 schlug ihr Schachcomputer „Deep Blue“ den ehemaligen Weltmeister Garri Kasparow; 2011 gewann die künstliche Intelligenz „Watson“ eine Runde der beliebten amerikanischen Quizshow „Jeopardy“. Nun folgt mit dem „Project Debater“ der dritte Streich – und der erste, der hauptsächlich in Israel erdacht wurde.

Denn: Die sechsjährige Entwicklung des Debattiercomputers stand unter Federführung von IBM-Forschungslabors in Haifa. Dort leitet Aja Soffer die Abteilung Künstliche Intelligenz (KI). Nun hat ihr Team den „Project Debater“ am Montag bei einer Pressevorführung in San Francisco vorgestellt – und ihn Debatten gegen Menschen führen lassen.

„Project Debater“ argumentiert israelischen Profi aus

Der Computer bekam es mit den israelischen Profi-Debattierern Noa Ovadia und Dan Safrir zu tun. Die Streitgespräche wurden vom Publikum bewertet. Ovadia schlug ihren künstlichen Konkurrenten bei einer Debatte über staatlich bezuschusste Raumfahrt zwar noch, doch Safrir unterlag beim Streitgespräch über Telemedizin. Der „Project Debater“ bekam zwar in beiden Debatten schlechtere Noten bei Aussprache und Rhetorik, war aber in Debatte zwei insgesamt überzeugender.

Zweck des Computers sei es jedoch nicht in erster Linie, möglichst überzeugend zu debattieren. „Wenn eine KI nützlich sein soll, muss sie in der Lage sein, mit Menschen zu kommunizieren“, sagte Soffer.

Das Debattieren selbst sei daher nichts weiter als ein ideales Testgelände für die Kommunikationsfähigkeit, schreibt auch Arvind Krishna, Leiter der Forschung bei IBM, auf der Website des Konzerns. Es gehe vor allem um drei Funktionen: Der Computer solle sinnvoll und faktenbasiert sprechen lernen, ein Hörverständnis entwickeln, das Argumente aus menschlicher Rede filtern kann, und komplexe Argumente nachvollziehen. „Project Debater bringt uns einen großen Schritt näher an eine der größten Grenzen der KI: Die Sprache zu meistern“, schrieb Krishna.

Der Standort in Haifa ist das größte Forschungszentrum von IBM außerhalb der USA. Er wurde bereits 1972 als kleines Wissenschaftszentrum gegründet und ist seitdem kontinuierlich gewachsen. Die Schwerpunkte liegen neben dem Flaggschiff KI unter anderem auf Daten-Clouds, Bild- und Videoanalyse sowie auf medizinischer Informatik und dem Gesundheitssektor.

Dem Computer fehlt es an Empathie

„Wir wollten zeigen, dass es eine wertvolle Diskussion zwischen Mensch und Maschine geben kann“, sagte Noam Slonim von IBM Haifa bei der Veranstaltung. Das gelang, befand das Publikum.

Doch auch Schwächen sind beim „Project Debater“ noch erkennbar. Er konstruiert zwar eigene Argumente und greift die seiner Kontrahenten auf – und nimmt sie zum Teil sogar vorweg –, zitiert aber manchmal etwa unpassende Quellen. Außerdem fehle es ihm an Taktgefühl und Empathie, urteilen die Forscher. Bei der öffentlichen Debatte etwa sagte der Computer – der mit einer ruhigen weiblichen Stimme spricht –, staatlich geförderte Raumfahrt sei wichtiger als gute Schulen oder das Gesundheitswesen.

Nicht nur optisch erinnert der schwarze Kasten also ein wenig an den soziopathischen „Hal“ aus dem Film „2001 – Odyssee im Weltraum“. So zitierte er während der Debatte auch dessen Erfinder, Arthur C. Clark: „Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden.“

Von: rmj

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Thu, 21 Jun 2018 09:56:00 +0200
<![CDATA[USA verlassen UN-Menschenrechtsrat]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/06/20/usa-verlassen-un-menschenrechtsrat/ WASHINGTON / GENF (inn) – Die USA haben angekündigt, den UN-Menschenrechtsrat zu verlassen. Unter den zahlreichen Gründen nannte die amerikanische UN-Botschafterin Nikki Haley am Dienstag in Washington auch die Haltung des Rates zu Israel. Die USA hätten schon lange deutlich gemacht, dass der „Tagesordnungpunkt 7“ nicht hinnehmbar sei. Der Punkt sieht vor, dass sich der Rat immer auch mit angeblichen Menschenrechtsverletzungen durch Israel befasst.

Wie Haley ausführte, hat der Rat in diesem Jahr bereits fünf Resolutionen allein zu Israel verabschiedet. Das seien mehr Resolutionen als gegen Syrien, Iran und Nordkorea zusammengenommen. „Dieser unverhältnismäßige Fokus und die nicht endende Feindschaft gegen Israel ist eindeutig Beleg dafür, dass der Rat seinen Antrieb durch politische Vorurteile erhält, nicht durch Menschenrechte.“

Reformbereitschaft vermisst

Haley erklärte weiter, sie habe vor einem Jahr signalisiert, dass die USA gerne im Rat verbleiben würden. Dafür müsse sich das Gremium aber grundlegend reformieren. „Zu lange war der Rat ein Schützer von Menschenrechtsverletzern und eine Jauchegrube der politischen Voreingenommenheit.“ Doch der Reformversuch sei erfolglos geblieben. „Bedauerlicherweise wurde unserem Ruf nach Reformen nicht entsprochen.“

Viele Länder sähen ebenfalls die Notwendigkeit grundlegender Veränderung, sagte Haley. Das habe sich bei einschlägigen Treffen im vergangenen Jahr gezeigt. Doch anstatt die Reformen anzugehen, habe das Gremium Länder als Mitglieder aufgenommen, die Menschenrechte massiv verletzten – wie etwa die Demokratische Republik Kongo. Zum Iran, der Menschen einsperre, weil sie ihre Meinung äußern, habe es nicht einmal eine Sitzung gegeben.

Der Schritt bedeute indes nicht, dass sich die USA nicht mehr für Menschenrechte einsetzen. Tatsächlich sei es genau dieser Einsatz, der nun den Austritt aus dem „heuchlerischen“ Gremium verlange. Viele Mitglieder hätten kein Interesse, dass sich der Rat ernsthaft mit Menschenrechten befasse, „denn das würde sie vor Probleme stellen“.

Israel begrüßte den Schritt der USA. Dieser sei „ein eindeutiges Bekenntnis, dass genug genug ist“, sagte Regierungschef Benjamin Netanjahu. „Anstatt sich mit Regimen zu befassen, die systematisch Menschenrechte verletzen, konzentriert sich der Rat obsessiv auf Israel, die einzige Demokratie im Nahen Osten.“

Palästinenser: USA sind Teil des Konfliktes

Die Palästinenser prangerten den Schritt hingegen an. Dieser zeige das Ausmaß, in dem die USA bereit seien, Israel zu schützen, teilte das Außenministerium laut der palästinensischen Nachrichtenseite WAFA mit. „Der Umstand, dass die Regierung den Rat für voreingenommen hält, weil dieser versucht, seine Arbeit bezüglich palästinensischer Menschenrechte zu machen, zeigt die Entschlossenheit dieser Regierung, Teil des Konfliktes zu sein.“

Auch die deutsche Bundesregierung beklagte den Austritt der USA. „In der Vergangenheit waren die Vereinigten Staaten für uns ein wichtiger Partner im Rat für den Einsatz für die Rechte von Menschen überall auf der Welt“, sagte die Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt, Bärbel Kofler, am Mittwoch. „Es ist sehr traurig, dass die Vereinigten Staaten dieses gemeinsame Ziel nicht mehr in dem dafür zuständigen zentralen, internationalen Forum verfolgen wollen.“

Auch die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini zeigte sich enttäuscht: „Mit der Entscheidung drohen die USA ihre Rolle als Förderer und Unterstützer der Demokratie zu verlieren.“ Die EU werde hingegen weiter Menschenrechte und grundlegende Freiheiten verteidigen.

Von: df

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Wed, 20 Jun 2018 15:13:00 +0200
<![CDATA[Raketenhagel aus dem Gazastreifen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2018/06/20/raketenhagel-aus-dem-gazastreifen/ GAZA / JERUSALEM (inn) – Die radikal-islamische Hamas hat Dienstagnacht vom Gazastreifen aus etwa 45 Raketen und Granaten auf Südisrael abgefeuert. Sieben Geschosse wurden vom System „Iron Dome“ abgefangen. Mindestens fünf schlugen in Kommunen ein, dabei entstand Sachschaden an Gebäuden und Fahrzeugen. Eine Rakete kam in der Nähe eines Kindergartens auf, es war das zweite Mal seit dem 29. Mai. Verletzt wurde bei den Angriffen niemand. Der erste Raketenalarm ertönte am Mittwochmorgen gegen 1.14 Uhr Ortszeit. Der Beschuss währte etwa vier Stunden, wie die Onlinezeitung „Times of Israel“ berichtet.

Vor der Angriffswelle hatte die Luftwaffe als Reaktion auf Branddrachen und Ballons 25 Stützpunkte der Hamas im Gazastreifen beschossen. Armeeangaben zufolge galt der Beschuss unter anderem Militärgeländen und einer unterirdischen Trainingseinrichtung der Terrorgruppe. Die mit Brand- oder Sprengsätzen bestückten Drachen und Ballons bereiten den Menschen in Südisrael seit Wochen Kummer. Allein am Dienstag wurden dadurch 20 Brände in der Region um den Gazastreifen ausgelöst.

Hamas-Sprecher Fawsi Barhum lobte Dienstagnacht die Angriffe seiner Organisation auf israelische Ziele. Laut der Tageszeitung „Yediot Aharonot“ sprach er von dem „mutigen Widerstand, der auf die israelische Bombardierung seiner Stützpunkte in Gaza geantwortet hat. Es ist sein legitimes Recht“.

Von: eh

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Wed, 20 Jun 2018 14:43:00 +0200
<![CDATA[Schabbat-Gesetz verabschiedet]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/06/20/schabbat-gesetz-verabschiedet/ Arbeitgeber dürfen ihre Angestellten nicht dazu zwingen, am Schabbat zu arbeiten – selbst wenn diese nicht religiös sind. Das besagt ein neues Gesetz, das am Montag in der Knesset 57 Unterstützer fand und ohne Gegenstimme verabschiedet wurde. Unter besonderen Umständen sind Ausnahmen erlaubt. Der Likud-Abgeordnete Miki Sohar hat das Gesetz zusammen mit seiner Kollegin Alisa Lavie von der Oppositionspartei Jesch Atid eingebracht. „Der Schabbat gehört allen. Es gibt kein Gesetz, das demokratischer und jüdischer ist als dieses“, sagte Sohar. Für Lavie drückt das Gesetz das „Wesen des jüdisch-demokratischen Staates aus“.

Von: df

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Wed, 20 Jun 2018 13:32:00 +0200
<![CDATA[Jerusalemer produziert Musikvideo „Apeshit“]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2018/06/20/jerusalemer-produziert-musikvideo-apeshit/ Der Israeli Natan Schottenfels gibt auf Facebook preis, dass er der Produzent des Musikvideos zu Jay-Z und Beyonces Lied „Apeshit“ ist. Das am 16. Juni veröffentlichte Video wurde binnen drei Tagen 18 Millionen Mal angesehen. In dem Video bewegen sich Beyonce und Jay-Z durch den Louvre in Paris und einige der berühmtesten Werke des französischen Museums sind zu sehen. Die Bekanntmachung, dass Schottenfels das Video gemacht hat, fand viel Zuspruch. Der Produzent wuchs im Jerusalemer Stadtteil Arnona auf. Nach seiner Zeit bei der Armee tat er sich mit Vania Heymann zusammen, welcher für seine Arbeit für Coldplay und CeeLo Green bekannt ist.

Von: nif

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Wed, 20 Jun 2018 11:53:00 +0200
<![CDATA[Kushner und Greenblatt treffen jordanischen König]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/06/20/kushner-und-greenblatt-treffen-jordanischen-koenig/ Die US-amerikanischen Nahostbeauftragten Jared Kushner und Jason Greenblatt haben sich am Dienstag mit Jordaniens König Abdullah II. in Amman getroffen. Laut einer Erklärung des Weißen Hauses sei es bei dem Treffen um die humanitäre Situation im Gazastreifen und den Plan der USA für den Frieden zwischen Israelis und Palästinensern gegangen. Der Plan soll in Kürze der Öffentlichkeit präsentiert werden. Amman ist für die Beauftragten die erste von fünf Stationen im Nahen Osten. König Abdullah hatte sich bereits am Montag mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu getroffen.

Von: rmj

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Wed, 20 Jun 2018 11:52:00 +0200
<![CDATA[Bildungsminister ermutigt Schüler zu sinnvollem Zeitvertreib]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2018/06/20/bildungsminister-ermutigt-schueler-zu-sinnvollem-zeitvertreib/ Für etwa 733.000 Jugendliche an Israels weiterführenden Schulen beginnen am Donnerstag die großen Ferien. Zehn Tage später werden auch die rund 1,5 Millionen Jungen und Mädchen in Grundschulen und Kindergärten ihre Sommerferien antreten. Bildungsminister Naftali Bennett sagte den Schülern laut der Zeitung „Ma’ariv“: „Lernen hat seine Zeit, und Ruhe hat ihre Zeit.“ Ferien böten die Gelegenheit, Dinge zu tun, die man während der Schulzeit versäumt habe, wie Hobbys oder gemeinsame Unternehmungen mit der Familie. „Die Ferien selbst sind wichtig, aber wichtiger ist, dass sie bedeutsam sind und nicht unter dem Starren auf die Bildschirme von Fernseher und Smartphone vergehen.“

Von: eh

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Wed, 20 Jun 2018 11:14:00 +0200
<![CDATA[„Ben-Gurion suchte nach einem Judentum ohne Gott“]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2018/06/20/ben-gurion-suchte-nach-einem-judentum-ohne-gott/

Israelnetz: Herr Segev, Sie haben schon viele bekannte und beliebte Bücher zur Geschichte Israels verfasst – etwa über den Nazi-Jäger Simon Wiesenthal oder das Palästina vor der Staatsgründung. Nun haben Sie – zum 70. Geburtstag des Staates Israel – eine Biographie von David Ben-Gurion vorgelegt. Wie kam es dazu?

Tom Segev: Bei dem Buch über Simon Wiesenthal habe ich gemerkt, wie schön es ist, eine Biographie zu schreiben. Das hätte ich vorher nicht gedacht. Und für mich war klar: Wenn schon, dann muss ich eine über Ben-Gurion schreiben. Die wichtigsten Biographien sind vor 40 Jahren geschrieben worden. Seither ist ungeheuer viel Material zugänglich gemacht worden, zum Beispiel die Protokolle der Regierungssitzungen. Dazu kommt, dass es in Israel schon seit einigen Jahren ein sehr großes Interesse an Ben-Gurion gibt.

Woher rührt das Interesse?

Das ist Ausdruck einer Sehnsucht nach einem Staatsmann mit Visionen und Glaubwürdigkeit. Wir leben jetzt neun Jahre unter Benjamin Netanjahu. Es gibt viele Gründe, warum verschiedene Menschen ihn unterstützen. Aber ich habe noch niemanden getroffen, der ihm Glaubwürdigkeit zuschreibt. Ben-Gurion ist ein Symbol eines glaubwürdigen Politikers und Staatsmanns.

Was würde Ben-Gurion zu seiner neuen Beliebtheit sagen?

Er würde diese Beliebtheit wohl ausnutzen, um seine Vision umzusetzen. Er hätte sich gefragt, wie das seine Sache fördert – und nicht so sehr, was es für ihn persönlich bedeutet. Ben-Gurion war immer sehr umstritten. Er hat bei keiner Wahl mehr als ein Drittel der Stimmen bekommen; es gab also immer zwei Drittel der Wähler, die ihn nicht unterstützt haben. Aber er hat sich meistens bemüht, die umstrittenen Themen, etwa die Frage der Beziehungen zu Deutschland, nicht auf persönlicher Ebene anzugehen. Die Sache selbst war ihm wichtiger.

Sie sagen, Ben-Gurion habe erst im hohen Alter angefangen, an Gott zu glauben – weil er die Erfindung einer Maschine, die genaue Berechnungen vornehmen kann, einer höheren Macht zuschrieb. Meinte er das ernst mit Gott oder war das nur eine Schwärmerei?

Ben-Gurion hat lange nach einem säkularen Judentum gesucht. Aber er hat es niemals gefunden. Als Jugendlicher konnte er noch behaupten, dass nicht Gott das jüdische Volk auserwählt hat, sondern das jüdische Volk Gott auserwählt hat. Und er hat als Atheist gelebt: Er hat Schweinefleisch gegessen, er hat am Jom Kippur gearbeitet. Ihm hat auch der Buddhismus imponiert, weil das eine Religion ohne Gott ist. Aber je älter er wurde, desto weniger eindeutig erklärt er, dass er nicht an Gott glaubt. Am Ende seines Lebens hat er dann auf die Frage, ob er an Gott glaube, mit Ja geantwortet.

Er hat sich zeit seines Lebens sehr intensiv mit den Propheten befasst.

Das Alte Testament war für ihn ein nationales Dokument – und dabei gerade die Propheten. Die waren für ihn die Urväter des Zionismus. Er hat seinen Zionismus verstanden als eine moderne Form der Dinge, von denen die Propheten des Alten Testamentes gesprochen haben. Er kannte das Alte Testament ungeheuer gut. Es ist wirklich erstaunlich, was er alles zitieren konnte, und was er alles wusste – weil das für ihn wirklich das zionistische Testament war.

Ist es so auch zu erklären, dass er 1958 das Internationale Bibelquiz ins Leben gerufen hat?

Ganz genau. Er wollte, dass alle das Alte Testament lesen, dass Hebräisch gesprochen wird, dass die Kinder hebräische Namen tragen und alle die hebräische Kultur lernen. Damals war alles „hebräisch“. Auch zu Israel hat man manchmal „hebräischer Staat“ gesagt. Und diesen Eifer hatte er schon als Jugendlicher: Mit 14 Jahren hat er sich Hebräisch beigebracht. Als Premier hat er jeden Samstagabend eine Gruppe von Gelehrten zu sich nach Hause eingeladen. Die haben zusammen das Alte Testament gelesen.

Trotz dieses Eifers – zu Jerusalem hat Ben-Gurion ein kühles Verhältnis gehabt. Dennoch hat er 1949 gegen Widerstände durchgesetzt, dass Jerusalem zur Hauptstadt wird. Welche Motivation steckte dahinter?

Ausschlaggebend war ein UNO-Beschluss, demzufolge ganz Jerusalem nach dem Krieg unter internationale Verwaltung gestellt werden sollte – wie es schon die Resolution von 1947 vorgesehen hatte. Daraufhin hat Ben-Gurion gesagt, dass das nicht zu akzeptieren ist, zumal in Westjerusalem, das unter israelischer Kontrolle war, 100.000 Juden lebten. Da war auch viel Trotz im Spiel – und Symbolik. Mit dem Krieg hat Ben-Gurion die symbolische Bedeutung Jerusalems verstanden. In Jerusalem ist alles symbolisch. Aber persönlich hat ihn nichts zu Jerusalem gezogen. Für ihn lebten in Jerusalem viel zu viele orthodoxe Juden, und viel zu viele Araber. Er konnte weder die einen noch die anderen leiden.

Ebenfalls gegen massive Widerstände hat er die Beziehungen zu Deutschland entwickelt. Das führte mindestens dreimal (1957, 1959, 1963) zu einer Regierungskrise. Steckte dahinter mehr als nur Pragmatismus?

Das war ein vernünftiger Beschluss von einem Staatsmann mit weiter Sicht. Man kann diese Geschichte von hinten erzählen: Heute ist Deutschland das zweitwichtigste Land für Israel – und das hat Ben-Gurion damals schon gesehen. Auch dass es mit amerikanischer Hilfe ein sehr wichtiges Land auch in der NATO wird – Ben-Gurion spielte mit der Idee, dass Israel vielleicht in die NATO aufgenommen wird. Aber zuallererst spielte die wirtschaftliche Lage Israels eine Rolle. Die sogenannten Wiedergutmachungszahlungen waren ein Lebensretter für den Staat – da sind sich alle Wirtschaftshistoriker einig. Auch auf der persönlichen Ebene hat es zwischen Ben-Gurion und Bundeskanzler Adenauer funktioniert: Ben-Gurion verehrte Adenauer. Er sah ihn als einen Staatsmann, der das historische Schicksal seines Volkes neu gestaltet. Später verehrte er ihn auch, weil er so alt geworden ist. Irgendwo hat er gelesen, dass Adenauer eine Spritze bekommen hat, die ihm seine Jugend zurückgibt. Dann hat er den Hauptarzt der Armee nach Europa geschickt, um diese Spritze zu finden. Der kam zurück und sagte ihm, dass es so eine Spritze nicht gibt. Das war eine der exzentrischen Erscheinungen bei Ben-Gurion.

Sie haben Ben-Gurion 1968, nach seiner Zeit als Premier, interviewt. Welchen Eindruck hatten Sie damals von seiner Persönlichkeit?

Für mich war dieses Interview eines der tiefsten Erlebnisse, die ich jemals hatte. Ich hatte den Eindruck, mir sitzt jüdische Geschichte gegenüber. Auf mich hat er einen nachdenklichen Eindruck gemacht. Er war in der Vergangenheit versunken. Auch traurig, enttäuscht, und sehr, sehr einsam. Er hatte viel Zeit für uns. Er hat eine halbe Stunde für jede Frage verwendet. Auf einmal hat er angefangen, uns von seiner Frau Polla zu erzählen, die kurz zuvor verstorben war. Er sagte, er habe noch ein Kind haben wollen, Polla habe aber nicht gewollt. Wir waren erschüttert, dass er uns einen so intimen Einblick in sein Leben gewährte. Aber das war ein Ausdruck von Einsamkeit. Er hat uns auch weismachen wollen, dass er schon mit drei Jahren Zionist gewesen sei, auch auf Nachfrage beharrte er darauf. Ich habe mir damals gedacht, dass das schon eine Alterserscheinung war. Er war damals wohl nicht mehr ganz mit der Realität verbunden.

Vielen Dank für das Gespräch!

Die Fragen stellte Daniel Frick

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Wed, 20 Jun 2018 10:43:00 +0200
<![CDATA[Netanjahu trifft Jordaniens König Abdullah II.]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/06/19/netanjahu-trifft-jordaniens-koenig-abdullah-ii/ AMMAN (inn) – Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu hat sich am Montag mit Jordaniens König Abdullah II. in der jordanischen Hauptstadt Amman getroffen. Das gab das Büro des israelischen Premiers bekannt. Es ist das erste öffentliche Treffen der beiden Staatsmänner seit 2014. Zuletzt hatten beide 2016 an einem geheimen Friedensgipfel unter Leitung des damaligen US-Außenministers John Kerry teilgenommen.

Gegenstand des Treffens seien regionale Entwicklungen gewesen, allen voran die Friedensprozesse und die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern. Netanjahu habe außerdem erneut Israels Bereitschaft betont, die gegenwärtigen Regelungen bezüglich Jerusalems heiliger Stätten aufrecht zu erhalten, heißt es in der Erklärung seines Büros. Jordanien ist der Sachverwalter der islamischen Stätten in Jerusalem.

Das Treffen sei ein Zeichen, dass sich die Beziehung zwischen Israel und Jordanien normalisiere. Das berichtete die Tageszeitung „Ha'aretz“ am Montag unter Berufung auf Quellen in Jerusalem.

Im Juli 2017 hatte ein Wachmann der israelischen Botschaft in Amman einen Jordanier erschossen, der versucht hatte, ihn mit einem Schraubenzieher zu erstechen. Ein weiterer Mann war ins Kreuzfeuer geraten und ebenfalls ums Leben gekommen. Der Vorfall hatte zu einer diplomatischen Krise zwischen den beiden Ländern geführt.

Mossad-Chef in Amman dabei

An dem Treffen am Montag nahm unter anderen auch Mossad-Direktor Jossi Cohen, Militärsekretär Elieser Toledano, Netanjahus Stabschef Joav Horrowitz, Kabinettssekretär Zachi Braverman, der Vorsitzende des nationalen Wirtschaftsrats Avi Simhon, sowie ein Repräsentant des nationalen Sicherheitsrats teilgenommen.

Das Treffen fand im Vorfeld des Besuchs der beiden Abgesandten des Weißen Hauses, Jared Kushner und Jason Greenblatt, im Nahen Osten statt. Die beiden werden diese Woche in der Region erwartet. Am Freitag hatten sie sich in New York bereits mit UN-Generalsekretär António Guterres getroffen, um den Plan der US-Regierung für den Frieden im Nahen Osten zu diskutieren.

Mit palästinensischen Vertretern werden die beiden Abgesandten allerdings nicht zusammenkommen. Die Palästinenser weigern sich, sich mit US-Vertretern zu treffen, seitdem die USA im Dezemberbekannt gegeben hatten, Jerusalem als Israels Hauptstadt anzuerkennen. In einer Erklärung am Montag verurteilte der Pressesprecher des Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas die US-amerikanischen Friedensbemühungen.

Von: rmj

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Tue, 19 Jun 2018 15:28:00 +0200
<![CDATA[Fans fordern WM-Ausschluss von iranischem Stürmer]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/sport/2018/06/19/fans-fordern-wm-ausschluss-von-iranischem-stuermer/ Fans aus Israel und aller Welt rufen die Organisatoren der Fußballweltmeisterschaft dazu auf, den iranischen Spieler Mehdi Taremi vom Turnierbetrieb auszuschließen. Der Stürmer teilte einen Eintrag von Ajatollah Ali Chamenei, dem politischen und religiösen Oberhaupt des schiitischen Irans. Im Originaltweet Chameneis von vor einem Jahr steht auf Persisch, Hebräisch und Englisch: „Israel wird keine weiteren 25 Jahre mehr bestehen“. Diese Hasssprache verstößt gegen die Regeln des Wettbewerbs. Als der Tweet übers Wochenende bei Taremis Twitteraccount wieder auftauchte, beschwerten sich tausende Fans beim Weltverband FIFA unter dem Hashtag #BanTaremi. Daraufhin löschte er ihn wieder. Der Sprecher des israelischen Außenministeriums Emmanuel Nahschon rät Taremi, sich auf Fußball zu konzentrieren.

Von: nif

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Tue, 19 Jun 2018 15:12:00 +0200
<![CDATA[Neuentdeckte Zeichnungen dokumentieren Ghettoalltag]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2018/06/19/neuentdeckte-zeichnungen-dokumentieren-ghettoalltag/ RIGA / JERUSALEM (inn) – Es ist ein einzigartiges Zeugnis von der Unterdrückung der Juden während der Nazizeit: Die Künstlerin Aleksandra Beļcova dokumentierte in 50 Zeichnungen den Alltag im Rigaer Ghetto und versteckte das Skizzenheft in ihrem Schreibtisch. Erst vor kurzem wurden die Bilder bei Renovierungsarbeiten im Lettischen Nationalen Kunstmuseum entdeckt.

Aleksandra Beļcova kam 1892 in Russland auf die Welt. Im Jahr 1919 zog sie nach Riga, weil sie den lettischen Künstler Romans Suta (1896–1944) heiratete. Als die Nationalsozialisten 1941 Lettland besetzten und zahlreiche Juden ins Ghetto von Riga deportierten, befanden sich unter den Bewohnern auch Klienten der Malerin und ihr Klavierlehrer. Sie schlich sich mit Lebensmittelpaketen zu ihnen ins Ghetto – und fertigte nach jedem Besuch Skizzen vom Alltagsleben der unterdrückten Juden an. So begegnete sie einmal einer Bekannten namens Anna mit deren beiden Kindern. Sie war entsetzt über das Elend und hielt ihre Begegnungen in einem Bild fest. Das Motiv der jungen Mutter voller Kummer beeindruckte sie offenbar, wie die israelische Tageszeitung „Yediot Aharonot“ feststellt – es fand sich immer wieder in ihrem späteren Werk.

Zwischen 1941 und 1944 entstanden rund 50 Zeichnungen in unterschiedlichen Techniken: unter anderem arbeitete die Künstlerin mit Tinte und mit Pastellfarben, die Bilder sind bunt oder schwarz-weiß, nicht alle wurden vollendet. Zu sehen ist unter anderem ein deutscher Soldat, der auf eine Frau schießt, während neben ihm Soldaten eine Gruppe Kinder hinrichten. Ob die Künstlerin Augenzeugin war oder nur von Hinrichtungen hörte, ist unklar. Doch die Bilder wirken sehr authentisch, schreibt „Yediot Aharonot“. Deutlich werde der „Sturm der Gefühle“, den sie beim Zeichnen erlebt habe.

Von der Existenz der Skizzen wusste bis vor kurzem niemand. Denn Beļcova hatte sie in ihrem Schreibtisch versteckt und mit einem Band verschnürt. Als sie 1981 starb, erbte ihre Tochter Tatjana Suta Werk und Möbel, ohne das Geheimnis zu kennen. Sie starb 2004 und überließ den Nachlass ihrer Mutter dem lettischen Kunstmuseum. Vor einiger Zeit kam das alte Skizzenheft bei einer Renovierung zum Vorschein, die Bilder wurden im Museum ausgestellt.

Bilder an Yad Vashem überreicht

Als der lettische Außenminister Edgars Rinkēvičs am 7. Juni bei einer Israelreise Yad Vashem besuchte, übergab er zwei der Skizzen ans Museum der Jerusalemer Holocaustgedenkstätte. Die israelische Botschafterin in Lettland, Liron Bar Sade, erfuhr durch das lettische Außenministerium von der Entdeckung. „Die Geschichte war im Kunstmuseum in Yad Vashem nicht bekannt“, merkte sie an. Aus dem Ministerium hieß es: „Die 50 Werke, die entdeckt wurden, geben uns das Gefühl, dass es eine Obsession für Aleksandra Beļcova wurde, sie zu schaffen – in einem Versuch, Leiden, das durch die Schrecken des Holocaust zugefügt wurde, zu lindern."

Doch warum hat die Künstlerin ihre Dokumentation nie veröffentlicht? Botschafterin Bar Sade sagte dazu: „70 Jahre lang hat man hier nicht über die Scho'ah gesprochen.“ Das habe erst langsam nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion begonnen. Vermutlich habe die Malerin Angst gehabt, „weil es in den Tagen der Sowjets verboten war, über solche Themen zu sprechen“. Im Ghetto von Riga waren im Zweiten Weltkrieg insgesamt rund 50.000 lettische Juden inhaftiert. Von ihnen überlebten nur 1.000 die nationalsozialistische Verfolgung.

Das lettische Außenministerium ließ verlauten: „Die Scho'ah in Lettland währte vier Jahre und führte zur Vernichtung der jüdischen Gemeinde, die davor ein pulsierendes Leben genoss. Bis heute gab es keine künstlerischen Zeugnisse vom täglichen Leben in den Ghettos in den lettischen Städten, in die die Juden nach der nationalsozialistischen Besatzung des Sommers 1941 deportiert wurden. Die Zeichnungen von Beļcova, die unlängst gefunden wurden, sind das erste authentische künstlerische Zeugnis, das je gefunden wurde.“

Von: eh

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Tue, 19 Jun 2018 15:02:00 +0200
<![CDATA[Früherer Minister Segev soll für den Iran spioniert haben]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2018/06/19/frueherer-minister-segev-soll-fuer-den-iran-spioniert-haben/ JERUSALEM (inn) – Der frühere israelische Minister Gonen Segev steht im Verdacht, für den Iran spioniert zu haben. Im Mai wurde er deswegen festgenommen. Untersuchungen führten dann am 15. Juni zur Anklage vor dem Jerusalemer Bezirksgericht. Das teilte der Inlandsgeheimdienst Schabak am Montag mit.

Der Schabak hat nach eigenen Angaben Hinweise darauf, dass Segev Informationen an iranische Kontakte preisgegeben hat, die im Vorgehen gegen Israel nützlich sein könnten. Dabei geht es um Aspekte des Energiesektors, um Sicherheitsstandorte sowie um Gebäude und Beamte in Sicherheitsgremien. Segev soll zudem versucht haben, Kontakte zwischen iranischen Agenten und israelischen Bürgern herzustellen, indem er letzteren vormachte, es handele sich um iranische Geschäftsleute.

Feindkontakt in Afrika

Der iranische Geheimdienst hatte Segev nach Informationen des Schabak rekrutiert. Unter anderem wurde im Jahr 2012 ein Kontakt zwischen dem Israeli und iranischen Botschaftsvertretern in Nigeria hergestellt; Segev hatte die letzten Jahre in dem afrikanischen Land verbracht. Zweimal sei er in den Iran gereist. Zudem habe er Wohnungen und Hotels in aller Welt aufgesucht, von denen der Schabak glaubt, dass sie für geheime iranische Aktivitäten genutzt werden.

Die Festnahme gelang mithilfe Äquatorialguineas. Das Land verweigerte Segev aufgrund von kriminellen Aktivitäten die Einreise. Auf Ersuchen der israelischen Polizei wurde er nach Israel überstellt und bei seiner Ankunft von Polizei und Schabak festgenommen. Vertreter des Justizministeriums teilten der Onlinezeitung „Times of Israel“ mit, dass lebenslange Haft als Strafmaß möglich sei, aber auch die Todesstrafe könne nicht ausgeschlossen werden.

Kriminell umtriebig

Der 62-Jährige war von 1992 bis 1996 Knesset-Abgeordneter. Zunächst trat er für die inzwischen aufgelöste Zomet-Partei des früheren Mossad-Agenten Rafi Eitan an. Im Februar 1994 gründete er mit zwei weiteren Zomet-Abgeordneten die kurzlebige Partei Jiud, die Anfang 1995 der Regierung beitrat. Gonen wurde Minister für Energie und Infrastruktur. Die Stimmen der Jiud-Partei waren im Oktober 1995 mitentscheidend für die Zustimmung der Knesset zum Oslo-II-Abkommen.

Nachdem er die Politik verlassen hatte, betätigte sich Segev als Geschäftsmann. Im Jahr 2004 wurde er wegen Drogenschmuggels festgenommen und zu einer Haftstrafe verurteilt. 2007 wurde ihm seine Zulassung als Arzt wegen seiner kriminellen Umtriebe aberkannt. Er verließ Israel und arbeitete als Arzt in Nigera, wo er auch israelische Diplomaten behandelte. 2016 soll er sich laut der Tageszeitung „Ha'aretz“ darum bemüht haben, seine Arztzulassung für Israel wieder zu bekommen, „um etwas zu tun für die israelische Gesellschaft und das Land, das ich liebe“.

Von: df

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Tue, 19 Jun 2018 14:52:00 +0200
<![CDATA[Großbritannien kritisiert anti-israelische Haltung des Menschenrechtsrats]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/06/19/grossbritannien-kritisiert-anti-israelische-haltung-des-menschenrechtsrats/ GENF (inn) – Großbritannien hat den UN-Menschenrechtsrat (UNHRC) aufgefordert, seine Vorurteile gegen Israel bis Ende des Jahres aufzugeben. Außenminister Boris Johnson kündigte am Montag bei der Eröffnung der 38. Sitzung des UNHRC in Genf an, sein Land werde ab 2019 gegen jegliche anti-israelischen Resolutionen stimmen, wenn der Rat seine Haltung gegenüber Israel nicht ändert. Das berichtet die Tageszeitung „Jerusalem Post“.

Johnsons Kritik richtete sich gegen Tagesordnungspunkt 7 der UNHRC-Agenda. Dieser sieht vor, dass sich der Rat bei jeder seiner Sitzungen mit dem Nahostkonflikt und angeblichen israelischen Menschenrechtsverletzungen in den palästinensischen Autonomiegebieten beschäftigt. Einen solchen festen Tagesordnungspunkt gibt es für keinen anderen Staat.

Tagesordnungspunkt ist „unverhältnismäßig“

Der britische Außenminister erklärte: „Wir teilen die Ansicht, dass ein spezieller Tagesordnungspunkt, der sich ausschließlich auf Israel und die besetzten palästinensischen Gebiete konzentriert, unverhältnismäßig ist und der Sache des Friedens schadet.”

Die USA und Israel setzen sich seit Jahren dafür ein, dass der Tagesordnungspunkt von der Agenda entfernt wird. Die Amerikaner stimmen regelmäßig gegen Resolutionen zu diesem Punkt, während sich die europäischen Staaten meist enthalten.

Johnson betonte nun, sollte der UNHRC seine Einstellung zu Israel nicht ändern, würde auch Großbritannien ab dem neuen Jahr gegen solche Resolutionen stimmen. „Dies bedeutet nicht, dass wir in Großbritannien blind gegenüber dem Wert dieses Rates sind, einschließlich der Arbeit, die er für den israelisch-palästinensischen Konflikt unter dem richtigen Tagesordnungspunkt leisten könnte“, fügte der Außenminister hinzu.

Von: dn

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Tue, 19 Jun 2018 12:14:00 +0200
<![CDATA[Israeli nach Verkauf von Feuerwerkskörpern verhaftet]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2018/06/19/israeli-nach-verkauf-von-feuerwerkskoerpern-verhaftet/ Ein jüdischer Geschäftsinhaber aus Kiriat Ono nahe Tel Aviv ist verhaftet worden – er soll über 20.000 Feuerwerkskörper an einen Araber aus Ostjerusalem verkauft haben. Der Käufer habe damit israelische Sicherheitskräfte und jüdische Einwohner Ostjerusalems angreifen wollen. Der 70-jährige Händler habe von der Absicht seines Kunden gewusst. Das Geschäft sei über einen ebenfalls arabischen Mittelsmann abgewickelt worden. Das berichtete die Nachrichtenseite „Arutz Scheva" am Montag. Alle drei stehen derzeit unter Hausarrest und erwarten ihren Prozess. In Ostjerusalem setzen arabische Demonstranten häufig Feuerwerkskörper als improvisierte Waffen gegen Sicherheitskräfte und jüdische Zivilisten ein.

Von: rmj

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Tue, 19 Jun 2018 11:56:00 +0200
<![CDATA[Arabischer Abgeordneter Odeh besucht Konferenz von Terrorgruppen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/06/19/arabischer-abgeordneter-odeh-besucht-konferenz-von-terrorgruppen/ Der Chef des arabisch-israelischen Parteienbündnisses „Vereinigte Liste“ Ajman Odeh hat am Montag an einer Konferenz zweier Terror-Organisationen in Ostjerusalem teilgenommen. Die Veranstaltung der „Volksfront zur Befreiung Palästinas“ (PFLP) und der „Demokratischen Front zur Befreiung Palästinas“ (DFLP) hatte der Jerusalemer Polizeichef Joram Halevy kurz zuvor verboten. Die Polizei erschien vor Ort, um die Veranstaltung zu stoppen. Odeh sagte daraufhin laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“: „Jerusalem wird für sein Volk erhalten bleiben, stark und siegreich, die Hauptstadt Palästinas.“

Von: df

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Tue, 19 Jun 2018 10:24:00 +0200
<![CDATA[Armee fliegt Angriffe im Gazastreifen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2018/06/18/armee-fliegt-angriffe-im-gazastreifen/ ASCHKELON (inn) – Als Reaktion auf Branddrachen und Ballons mit Sprengmitteln aus dem Gazastreifen hat die israelische Luftwaffe am frühen Montagmorgen Angriffe auf neun Ziele in dem Gebiet geflogen. Unter den Zielen befand sich auch eine Munitionsfabrik der Hamas. Die Armee drohte, die Angriffe zu verschärfen, falls es notwendig sei.

Bereits am Samstag und am Sonntag griff die Luftwaffe mehrere Ziele im Gazastreifen an. Palästinenser antworteten am Sonntagmorgen mit drei Raketen auf Israel; eine landete im Gazastreifen, die beiden anderen auf offenem Feld in Südisrael. Im Gebiet Hof Aschkelon wurde um 4:40 Uhr und um 5 Uhr Raketenalarm ausgelöst, weshalb tausende Israelis die Schutzbunker aufsuchten.

Bei den Angriffen gab es keine Verletzten. Allerdings erstickten am Sonntag hunderte Truthähne im Rauch, der infolge eines Feuers durch die Branddrachen aufkam. Die Behörden gaben an, mindestens 20 Feuer in der Gegend um den Gazastreifen gesichtet zu haben.

Angriffe zur Abschreckung

Der israelische Verteidungsminister Avigdor Lieberman warnte die Hamas und andere Terrorgruppen am Montag vor weiteren Angriffen mit Branddrachen. „Wenn jemand denkt, es sei möglich, mit den täglichen Drachen und Feuern fortzufahren, täuscht er sich“, sagte der Israel-Beiteinu-Chef. Laut der Onlinezeitung „Times of Israel“ hat die Luftwaffe am Wochenende erstmals auch Hamas-Ziele beschossen, um so für Abschreckung zu sorgen. Bislang habe die Luftwaffe Warnschüsse auf diejenigen gefeuert, die Drachen steigen ließen.

Unterdessen wurde am Montagmorgen ein Palästinenser im Grenzgebiet getötet. Die Armee gibt an, er habe versucht, „Sicherheitsinfrastruktur“ zu beschädigen. Diese sei dabei explodiert. Vier weitere Palästinenser seien verletzt worden. Zunächst hieß es aus dem Gazastreifen, die Armee habe den Palästinenser erschossen; die Armee betont hingegen, dass keine Schüsse abgefeuert wurden.

Von: df

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Mon, 18 Jun 2018 15:22:00 +0200
<![CDATA[Journalisten erhalten Zugang zu Tunnel des Islamischen Dschihad]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/journalisten-erhalten-zugang-zu-tunnel-des-islamischen-dschihad/ Reporter des US-amerikanischen Nachrichtensenders CNN haben von Kämpfern der Terrorgruppe „Islamischer Dschihad“ eine Führung durch einen Tunnel im Gazastreifen erhalten. Das ist in einem Video zu sehen, das der Sender am Sonntag auf Youtube veröffentlichte. Die Tunnel würden für Waffenschmuggel und Angriffe auf Israel genutzt, heißt es. Den Reportern waren vor Betreten des Tunnels die Augen verbunden worden. Das Video zeigt auch Truppenübungen und einen Raketenwerfer. Ein Kämpfer gab an, die Gruppe feuere nie absichtlich auf Kinder; es seien allerdings „Fehler gemacht“ worden. Vor drei Wochen hatte eine Rakete des Islamischen Dschihad einen leeren Kindergarten in Südisrael getroffen.

Von: rmj

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Mon, 18 Jun 2018 14:59:00 +0200
<![CDATA[Hamas plante zahlreiche Anschläge auf Israelis]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2018/06/18/hamas-plante-zahlreiche-anschlaege-auf-israelis/ NABLUS (inn) – Israelischen Sicherheitskräften ist ein großer Schlag gegen die Hamas gelungen: Im April konnten sie im Westjordanland mehr als 20 Palästinenser festnehmen, die einer Terrorzelle der radikal-islamischen Organisation angehören. Diese operierte von der Autonomiestadt Nablus aus. Sie plante unter anderem Bombenanschläge in Tel Aviv und Jerusalem, wie der Inlandsgeheimdienst Schabak am Sonntag mitteilte.

Die Informationen über die Terrorpläne stützen sich auf Verhöre der Verdächtigen. Diese hätten ergeben, „dass die Zelle plante, terroristische Bombenangriffe in zentralen Städten in Israel und im nördlichen Westjordanland zu verüben“, zitiert die Onlinezeitung „Times of Israel“ aus der Mitteilung. Dazu gehören demnach „ein Bombenanschlag in Tel Aviv, ein Selbstmordattentat und ein Anschlag mit einem Sprengsatz in Jerusalem, ein Bombenanschlag in der Siedlung Itamar sowie Schussangriffe in Samaria“.

Die Zelle war seit Oktober 2017 aktiv. „Die meisten von ihnen hatten eine Verbindung zur Hamas, und einige von ihnen hatten eine reiche Geschichte an terroristischen Aktivitäten, auch in der Herstellung von Sprengstoff und Bomben“, merkte der Schabak zu den Verdächtigen an. Auch die Anführer wurden gefasst: der 35-jährige Mutassem Muhammad Salem und der 33-jährige Fares Kamil Sebidi. Gegen Letzteren wurde am Sonntag Anklage vor einem israelischen Militärgericht erhoben – bis dahin unterlagen die Informationen zu der Terrorzelle einer Nachrichtensperre.

Infolge der Festnahmen entdeckten die Ermittler viele Sprengsätze, die die Gruppe vermutlich hergestellt hat. Einer von ihnen wog 10 Kilogramm und konnte per Mobiltelefon ausgelöst werden. Auch fanden die Sicherheitskräfte 15 Kilogramm Sprengstoff sowie Anleitungen zur Herstellung von Bomben und Feuerwaffen. Die Befragung führte die Ermittler auf die Spur von weiteren mutmaßlichen Terroristen.

Kontakt nach Syrien

Wie aus der Anklageschrift hervorgeht, hatte Salem neben seinen Verbindungen zur Hamas Kontakt mit der „Al-Nusra-Front“ in Syrien, die sich mittlerweile „Tahrir al-Scham“ nennt. Er gilt als Hauptdrahtzieher. Ein Syrer soll ihm 100.000 Dollar für die Herstellung einer Bombe und einen Anschlag auf Israelis geboten haben. Die Anklagepunkte lauten auf versuchten Totschlag, illegale Herstellung und Transport von Sprengstoff, Mitgliedschaft in einer Terrorgruppe, Kontakt mit einem feindlichen Agenten, Verschwörung für einen Schussangriff, den Transfer von Terrorgeldern ins Westjordanland und Behinderung der Justiz.

Der Schabak folgert: „Die Entdeckung dieser Zelle zeigt den dauerhaften Wunsch der Hamas, Terrorangriffe gegen israelische Ziele zu verüben, um die relative Ruhe zu stören.“ Premierminister Benjamin Netanjahu ließ verlauten, der Fall zeige, dass Israel die Sicherheitskontrolle westlich des Jordans behalten müsse.

Von: eh

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Mon, 18 Jun 2018 14:13:00 +0200
<![CDATA[Häuser im Außenposten Tapuach West geräumt]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2018/06/18/haeuser-im-aussenposten-tapuach-west-geraeumt/ KFAR TAPUACH (inn) – Bei der Räumung des Außenpostens Tapuach West bei Ariel ist es am Wochenende zu Zusammenstößen gekommen. Etwa 1.000 Jugendliche waren von außerhalb zum Protest gekommen. Unter anderem warfen sie Stöcke, Eier und Bleichmittel auf die Sicherheitskräfte. Elf der Beamten wurden bei den Auseinandersetzungen in der Nacht zum Sonntag verletzt, ebenso wie fünf Protestler. Es kam Dutzenden zu vorläufigen Festnahmen.

Am Sonntagmorgen begannen die vom Obersten Gerichtshof angeordneten Abrissarbeiten. Die Richter hatten im Februar 2017 geurteilt, dass 17 mobile Wohneinheiten auf palästinensischem Privatland stehen. Sieben davon wurden seither in die nahe gelegene Siedlung Kfar Tapuach verlagert. Drei der übriggebliebenen Wohnheinheiten wurden zuletzt noch bewohnt, die übrigen Häuser dienten landwirtschaftlichen Zwecken. Die betroffenen Familien verließen die Häuser in der Nacht.

Siedler: Überflüssige Räumung

Die linksgerichtete Organisation „Jesch Din“ hatte die Petition eingebracht, die zum Urteil der Richter führte. Diese verlangte ursprünglich den Abriss aller 39 Wohneinheiten. Die Richtern forderten letztlich, 17 Einheiten zu entfernen und den Status der übrigen Einheiten zu klären.

Die Siedler beklagen, dass die Räumung der Einheiten überflüssig sei. Zum einen hätten die Familien die Wohneinheiten so weit es geht von dem problematischen Gebieten entfernt. Außerdem lägen die Chancen gut, dass die Regierung andere Bereiche des Außenpostens für legal erkläre, da es sich um Staatsland handele. Abgesehen davon gehe der Staat nicht mit der gleichen Konsquenz gegen illegale arabische oder beduinische Einheiten vor wie gegen jüdische.

Von: df

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Mon, 18 Jun 2018 12:34:00 +0200
<![CDATA[Terroristische Gruppen finanzieren sich durch Mineralien und Drogen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2018/06/18/terroristische-gruppen-finanzieren-sich-durch-mineralien-und-drogen/ Afghanische Behörden haben a einen Truck mit 360 Kilogramm Ammoniumnitrit beschlagnahmt. Der Stoff wird hauptsächlich als Dünger verwendet, kann aber auch zur Produktion von Dynamit und zum Extrahieren von Mineralien aus Steinen genutzt werden. Vermutlich sollte die Lieferung an die Taliban und an Kämpfer des Islamischen Staates gehen. Berichten zufolge haben Rebellen jährlich 300 Millionen Dollar Einnahmen durch den Export von Mineralien nach Pakistan. Auch Drogen dienen für derartige Geschäfte, schreibt die Zeitung „Jerusalem Post".

Von: nif

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Mon, 18 Jun 2018 12:23:00 +0200
<![CDATA[Koscheres Wissen]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2018/06/18/koscheres-wissen/ JERUSALEM (inn) – Ultra-orthodoxe Juden arbeiten in Jerusalem an einer „koscheren" Online-Enzyklopädie. Die ultra-orthodoxe jüdische Organisation Hamikhlol bedient sich nach Angaben der Zeitung „Die Welt“ vom Freitag vor allem beim hebräischen Zweig der Wikipedia. Die hat derzeit rund 225.000 Artikel. Nach Angaben von Welt-Autor Gil Yaron wurden für die ultra-orthodoxe Wissensplattform etwa 70 Prozent der mittlerweile rund 57.000 übertragenen Artikel vom Original „schlicht kopiert".

Allerdings finden Themen, die sich etwa mit Evolution oder Philosophie, Paläontologie oder Kosmologie beschäftigten und nicht mit dem ultra-orthodoxen Weltbild im Einklang stehen, keinen Eingang in die „koschere" Fassung der Wikipedia in hebräischer Sprache. Auch Einträge homosexueller Prominenter oder Bilder von Frauen bleiben außen vor. So soll den ultra-orthodoxen Juden „religionskonformes Wissen" im Internet vermitteln werden.

Internet bedroht ultra-orthodoxe Lebenswelt

Das Internet stellt die ultra-orthodoxe jüdische Gemeinschaft einerseits vor Herausforderungen. Yaron spricht in dem Artikel von einer „existenziellen Bedrohung" für Israels ultra-orthodoxe Juden durch das Internet. „Diese Welt globaler, grenzenloser Information verstört viele Gläubige", sagt Josef Kaminer, Direktor von Hamikhlol. Andererseits werde die Abschottung der strenggläubigen jüdischen Lebenswelt immer schwieriger. Die Haredim, wie sich die streng orthodoxen Juden selber nennen, benötigten in der Arbeitswelt Zugang zu Informationsquellen, die ihrem Wertesystem entsprechen. Deshalb hat Kaminer den koscheren Ableger der Wissenplattform Wikipedia ins Leben gerufen.

Nach Angaben der Zeitung surfen rund 49 Prozent der strenggläubigen Juden in Israel im Internet. Rabbiner hätten deshalb eine „weiße Liste" erstellt, eine Art koscheren Filter. Der blockiere außer den Internetangeboten von Banken, Versicherungen und Behörden nahezu alle Webseiten.

Dem Artikel zufolge lebt die Hälfte der ultra-orthodoxen Männer von Sozialleistungen, weil die Männer neben dem Studium heiliger Texte keiner Arbeit nachgingen. Das könne sich das Land nicht mehr leisten und kürze die Leistungen. „Jeder achte Israeli ist heute ein Haredi", schreibt Yaron. Die Kürzungen der Sozialleistungen sollen die Haredim dazu bewegen, „ihre abgeschottete Parallelwelt" zu verlassen und Jobs zu suchen. „Im Berufsleben kommen sie dann mit Ideen und Fakten in Berührung, die ihr Weltbild infrage stellen", schreibt Yaron. Dem will Hamikhlol entgegenwirken.

Von: nob

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Mon, 18 Jun 2018 10:19:00 +0200
<![CDATA[Wen israelische Politiker bei der Weltmeisterschaft anfeuern]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/sport/2018/06/15/wen-israelische-politiker-bei-der-weltmeisterschaft-anfeuern/ JERUSALEM / BUENOS AIRES (inn) – Führende israelische Politikern unterstützen bei der Fußballweltmeisterschaft in Russland unterschiedliche Mannschaften. In der Opposition gegen den Iran herrscht allerdings Einigkeit. Auch Argentinien befindet sich bei vielen in der Schusslinie, nachdem es ein für den 9. Juni geplantes Testspiel in Israel abgesagt hatte.

So sagte etwa Justizministerin Ajelet Schaked (HaBeit HaJehudi) der Tageszeitung „Jerusalem Post“: „Jeder muss gegen den Iran sein. Ich war ursprünglich für Argentinien, aber weil sie abgesagt haben, unterstütze ich England. Wir lieben die britische Liga und vor allem Liverpool. Ihre Fans haben eine Seele.“

Verkehrsminister Israel Katz (Likud) hält zu Brasilien, „weil sie die beste Opposition zu Argentinien liefern“. Zudem bewundere er die Professionalität sowie aktuelle und frühere Stars der brasilianischen Mannschaft. Auch der stellvertretende Verteidigungsminister Eli Ben-Dahan (HaBeit HaJehudi) unterstützt Brasilien, allerdings schon seit seiner Kindheit, nicht aber wegen der Rivalität mit Argentinien. Er ergänzte: „Und natürlich bin ich gegen den Iran, weil sie Israel hassen“.

Oppositionspolitiker Jair Lapid (Jesch Atid) ist ebenfalls gegen den Iran und für Brasilien, dessen Mannschaft seit dem legendären Pele schön und kreativ spiele. Sein Parteigenosse Joel Rosbosow pflichtet ihm bei: „Solange Israel nicht bei der Weltmeisterschaft ist, werde ich Brasilien unterstützen, das den schönsten Fußball spielt.“ Israelis rät er, die attraktivsten und interessantesten Teams anzufeuern und gegen Teams zu sein, deren Länder Israels Existenz nicht anerkennen.

Ägypten, Belgien, Frankreich

Der Abgeordnete Mossy Ras (Meretz) wiederum wünscht Ägypten Erfolg bei der WM, weil das Land ein Friedensabkommen mit Israel hat. Seine Parteichefin Tamar Sandberg hält zu Belgien, das ähnlich wie ihre Meretz-Partei ein „energischer, hart arbeitender Underdog“ sei. Es werde die Überraschungsmannschaft des Turniers werden.

Merav Michaeli (Zionistische Union) hat gleich drei europäische Favoriten: „Die Niederlande aus historischen Gründen, wegen des früheren Starspielers Johan Cruyff, und England, weil die Premier League erstaunlich ist. Und Frankreich wegen liberté, égalité, fraternité, was im Trikolore-Team gut ausgedrückt ist.” Allerdings haben sich die Niederlande nicht für die Weltmeisterschaft qualifiziert. Zudem sei sie „gegen niemanden, weil Sport schön und positiv ist“. Frankreich erhält auch Zustimmung von Ahmad Tibi (Vereinigte Liste). Der arabische Abgeordnete schätzt nach eigenen Worten die multikulturelle Mannschaft und die frühere Führung von Zinedine Zidane, der algerischer Abstammung ist.

Saudische Fans offen für Spiel gegen Israel

Auch der Sprecher des israelischen Außenministeriums, Emmanuel Nahschon, bekannte sich zu seinen Favoriten: Ägypten und Saudi-Arabien. Und so fragte vor dem Eröffnungsspiel in Moskau zwischen Russland und Saudi-Arabien ein Korrespondent des israelischen Senders „Hadaschot TV“ saudische Schlachtenbummler, ob sie sich eine Begegnung ihrer Nationalmannschaft mit Israel vorstellen könnten. Die Stimmung diesbezüglich war positiv. Ein Fan, der in die grüne Landesflagge gehüllt war, entgegnete laut der Onlinezeitung „Times of Israel: „Warum nicht? Das ist Sport, es gibt keine Verbindung zur Politik.“ Ein anderer sagte, die Saudis „wünschen, dass die Beziehungen zwischen den beiden Ländern gut sind, und dass sie in Frieden und Sicherheit leben können, und dass wir Brüder sein können. Wir sind schließlich Nachbarn“.

Versöhnliche Töne schlug indes die israelische Botschaft in Buenos Aires an: Sie veröffentlichte ein Video, in dem sie mit ironischen Untertönen der argentinischen Mannschaft Erfolg bei der WM wünscht. Im Mittelpunkt steht Superstar Lionel Messi. So heißt es etwa in dem spanischen Kurzfilm: „Wir warten auf Dich, Lío." Mit Anspielung auf die Nationalfarben erscheint vor einem Bild der Jerusalemer Altstadt die Nachricht: „Bei dieser Weltmeisterschaft haben wir von der israelischen Botschaft in Argentinien keinen Zweifel, dass wir die Blau-Weißen ermutigen werden.“ Das Video endet mit den Worten: „Auf geht's, Argentinien!“

In Jerusalem war am 9. Juni eigentlich ein Freundschaftsspiel zwischen Israel und Argentinien vorgesehen. Kulturministerin Miri Regev hatte dafür gesorgt, dass es von Haifa dorthin verlegt wird – allerdings ohne Rücksprache mit dem israelischen Verband. Der neue Spielort sorgte auf palästinensischer Seite für Proteste und Drohungen, so dass der Argentinische Fußballverband das Spiel schließlich absagte. Mittlerweile hat der Weltverband FIFA ein Disziplinarverfahren gegen den Palästinensischen Fußballverband eröffnet.

Von: eh

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Fri, 15 Jun 2018 15:40:00 +0200
<![CDATA[Amulett mit arabischer Inschrift gefunden]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/wissenschaft/amulett-mit-arabischer-inschrift-gefunden/ JERUSALEM (inn) – Israelische Archäologen haben in Jerusalem ein in dieser Form seltenes Amulett mit arabischer Inschrift entdeckt. Das teilte die Israelische Altertumsbehörde am Donnerstag mit. Das Fundstück ist demnach etwa 1.000 Jahre alt und hat einen Durchmesser von einem Zentimeter. Es wurde auf dem Ausgrabungsgelände des ehemaligen Givati-Parkplatzes nördlich der Stadt Davids, des ältesten Teils Jerusalems, gefunden.

Der Archäologe Nitzan Amitai-Preiss von der Hebräischen Universität hat die Inschrift entziffert. Er vermutet darin einen persönlichen Segen: „Karem vertraut auf Allah. Der Herr der Welten ist Allah.“

Amulett zum Segen

Amitai-Preiss merkt zudem an, dass ähnliche Inschriften auf Halbedelsteinen typisch für die Zeit vom 8. bis zum 10. Jahrhunderts sind. Formulierungen dieser Art finden sich etwa entlang der Pilgerwege nach Mekka. Doch Objekte aus Ton wie das vorliegende seien äußerst selten. Da das Amulett kein Loch für einen Faden hat, war es vermutlich Teil eines Schmuckstücks.

In jedem Fall sehen die Archäologen das Amulett als Beleg für den Alltag im Jerusalem der Islamischen Periode. Diese währte von 638 bis zur Eroberung der Kreuzfahrer 1099. Das Kleinod diente in der Vorstellung seines Besitzers vermutlich dazu, Segen und Schutz zu bringen. Unklar ist jedoch, wie es zwischen den Bodenbelag aus Mörtel gekommen ist, wo es gefunden wurde. Entweder es wurde absichtlich dort platziert, oder sein Besitzer hat es schlicht verloren.

Von: df

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Fri, 15 Jun 2018 15:39:00 +0200
<![CDATA[Netanjahu trifft indonesischen Geistlichen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/06/15/netanjahu-trifft-indonesischen-geistlichen/ JERUSALEM (inn) – Der indonesische Geistliche Yahya Cholil Staquf hat sich am Donnerstag überraschend mit Israels Premierminister Benjamin Netanjahu in dessen Büro in Jerusalem getroffen. Staquf ist der Generalsekretär der indonesischen „Nahdlatul Ulama“, der weltweit größten muslimischen Organisation. Momentan befindet er sich auf einer Israelreise. Er war der Einladung des „American Jewish Committee“ gefolgt, am Mittwoch auf einer Tagung in Jerusalem zu sprechen.

Staquf hatte sich auf seiner Reise auch mit mehreren religiösen Führern Israels getroffen. Das Treffen mit Premier Netanjahu war ursprünglich allerdings nicht vorgesehen. Staquf ist auch im Beraterstab des indonesischen Präsidenten tätig, hatte aber betont, seine Israelreise als religiöser, nicht als politischer Repräsentant zu unternehmen.

Hoffnung auf bessere Beziehungen

Das Treffen mit Netanjahu hatte dennoch politischen Charakter. „Ich bin sehr glücklich, zu sehen, dass sich die arabischen Staaten und viele muslimische Länder Israel annähern“, wird der Premierminister auf seinem offiziellen Twitter-Account zitiert. Die Gründe dafür seien Sicherheit – vor allem der Kampf gegen die Terrormiliz IS und das iranische Regime – und die innovative israelische Technologie. Er hoffe, dass auch mit Indonesien „etwas in Bewegung kommt“, sagte Netanjahu weiter.

Während seiner Reise hatte Staquf zu Verständnis und Mitgefühl zwischen Juden und Muslimen aufgerufen und Aspekte des Islam – vor allem den Umgang mit Nichtmuslimen – kritisiert. In Indonesien hatte er für seine Reise heftige Kritik in den sozialen Medien erfahren. Indonesien unterhält keine diplomatischen Beziehungen mit Israel und hatte erst vor kurzem die Aufenthaltsgenehmigungen für israelische Touristen widerrufen – aus Protest gegen Israels Handlungen im Gazastreifen. Staquf hatte angesichts der Kritik bekräftigt, dass ihm die Unabhängigkeit „Palästinas“ ein wichtiges Anliegen sei.

Von: rmj

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Fri, 15 Jun 2018 15:24:00 +0200
<![CDATA[Russland begeht Nationalfeiertag in Jerusalem]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/06/15/russland-begeht-nationalfeiertag-in-jerusalem/ JERUSALEM (inn) – Erstmals hat ein russischer Botschafter in Israel den Nationalfeiertag seines Landes in Jerusalem statt in Tel Aviv begangen. Anatolij Viktorow lud unter anderen den israelischen Premier Benjamin Netanjahu am Donnerstag zu einem Empfang in das Russische Viertel. Erst im April 2017 hat Russland Westjerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt.

Netanjahu sagte bei der Veranstaltung, er hoffe, dass „viele Tage wie dieser in Jerusalem folgen werden“. Israel und Russland würden noch viele Jahre der Zusammenarbeit miteinander feiern – „und auch nächstes Jahr in Jerusalem“. Netanjahu erschien in Begleitung seiner Frau Sara. In seiner Rede lobte er die russische Kultur übeschwänglich. „Als Kind und als Erwachsener habe ich Tolstoi und Dostojewski gelesen. Ich habe Rachmaninow gehört. Wir alle kennen Strawinski. Der Beitrag der russischen Kultur zur Weltkultur ist immens.“

Botschafter lobt gute Beziehungen

Viktorow bedankte sich dafür, dass Netanjahu zu der Feier erschienen war. Dies sei Beleg für die gute Entwicklung der Beziehungen zwischen den beiden Staaten in den vergangenen Jahren. In seiner Rede stellte er ebenfalls heraus, dass erstmals der Nationalfeiertag in Jerusalem begangen werde. Zugleich wies er darauf hin, dass Moskau Ostjerusalem als Hauptstadt eines zukünftigen palästinensischen Staates vorsieht. „Wir sind bereit, so eine Vereinbarung umzusetzen.“ Viktorow ist erst seit Anfang Juni als Botschafter im Land. Er muss Staatspräsident Reuven Rivlin noch seine Beglaubigungsurkunde überreichen, berichtet die Onlinezeitung „Times of Israel“.

Übung in Diplomatie

Bei palästinensischem Bier und russischen Wodka sahen sich die Teilnehmenden auch das Eröffnungsspiel der Fußball-WM zwischen Gastgeber Russland und Saudi-Arabien an. Das Heimteam gewann 5:0. Wie die „Times of Israel“ beobachtet, fand sich der russische Botschafter zerrissen zwischen seiner Rolle als Diplomat und Fan wieder, was in dem Satz mündete: „Es ist vielleicht nicht nett vom Gastgeberland, aber Sport ist Sport.“ Auch Netanjahu besann sich auf seine Rolle als Diplomat und vermied es, seine Präferenz zu verraten: „Möge das beste Team am Ende gewinnen.“

Der derzeitige russische Präsident Wladimir Putin hat als erstes russisches Staatsoberhaupt Israel im Jahr 2005 besucht. Seit er im Jahr 2000 an die Macht gekommen ist, hat sich das Handelsvolumen zwischen beiden Ländern auf mehr als drei Milliarden US-Dollar verdreifacht. Seit September 2015 pflegen Netanjahu und Putin eine enge Zusammenarbeit, um sich im Syrien-Konflikt zu koordinieren. Bis zum Mai 2018 kam es in diesem Kontext zu acht Treffen zwischen den beiden Staatsmännern. Erst am Freitag haben die beiden miteinander telefoniert, um Maßnahmen zur Sicherung der israelisch-syrischen Grenze zu besprechen.

Von: df

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Fri, 15 Jun 2018 13:56:00 +0200
<![CDATA[Abramowitsch nun reichster Israeli]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/wirtschaft/2018/06/15/abramowitsch-nun-reichster-israeli/ Der russische Oligarch Roman Abramowitsch steht nun an der Spitze einer Liste der 30 reichsten Israelis, die „TheMarker“ – die Wirtschaftsbeilage der Tageszeitung „Ha'aretz“ – jährlich erstellt. Abramowitsch war erst Ende Mai israelischer Staatsbürger geworden. Er verdrängt den Immobilienunternehmer Ejal Ofer auf Platz zwei. Auf Rang drei steht nun die Familie Wertheimer. Familienvater Stef Wertheimer ist Gründer der Firma „ISCAR“, die Zerspanwerkzeuge herstellt. Auf Platz neun findet sich der Medienmogul Haim Saban, ehemaliger Hauptaktionär von „ProSiebenSat.1“.

Von: rmj

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Fri, 15 Jun 2018 13:19:00 +0200
<![CDATA[Gal Gadot wieder an der Seite von „The Rock“]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2018/06/15/gal-gadot-wieder-an-der-seite-von-the-rock/ Im Actionfilm „Red Notice“ treffen Gal Gadot und Dwayne Johnson wieder aufeinander. Zuletzt spielten sie zusammen in „The Fast and the Furious“ 5 und 6. Mit der israelischen Schauspielerin ist nun eine weitere Hauptrolle in dem Film von Regisseur Rawson Marshall Thurber besetzt. Thurber arbeitete zuvor mit Johnson unter anderem an der Actionkomödie „Central Intelligence“. In dem von Universal produzierten Film geht es um einen Interpol-Agenten (Johnson), der versucht, den meistgesuchten Kunstdieb der Welt an seinen kriminellen Machenschaften zu hindern. Gadot spielt die Rolle einer „brillanten mysteriösen Figur in der Kunstwelt“. Drehbeginn ist im April 2019, und in Deutschland soll der Film am 11. Juni 2020 in den Kinos anlaufen.

Von: nif

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Fri, 15 Jun 2018 11:11:00 +0200
<![CDATA[Islamischer Staat zeigt Drohvideo zur Fußball-WM]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2018/06/15/islamischer-staat-zeigt-drohvideo-zur-fussball-wm/ Die Terror-Organisation Islamischer Staat (IS) hat am Mittwoch ein Drohvideo zur Fußball-Weltmeisterschaft veröffentlicht. Der Film zeigt unter anderem eine Drohne, die über dem Sportkomplex von Sotschi schwebt, während die Stadien und andere Gebäude in Flammen aufgehen. In der Eröffnung zeigt der Film elf Personen, die sich als Kämpfer vorstellen, vor einer Flagge des IS. Einer sagt: „Bei Allah, die Speerspitze der Armee wird euch heimsuchen, nicht nur vom Irak und von Syrien, sondern auch von unserer Armee in Russland.“

Von: df

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Fri, 15 Jun 2018 10:18:00 +0200
<![CDATA[Ben-Gurion: Fußball hängt vom Kopf ab]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/sport/2018/06/14/ben-gurion-fussball-haengt-vom-kopf-ab/ JERUSALEM (inn) – Zwar ist Israel nicht für die Fußballweltmeisterschaft in Russland qualifiziert. Doch das bevorstehende Sportereignis hat die Mitarbeiter des israelischen Militärarchivs in Bewegung gesetzt, das in diesen Tagen sein 70-jähriges Bestehen feiert: Sie gruben ein Dokument darüber aus, wie Staatsgründer David Ben-Gurion zum ersten Mal ein Spiel miterlebte. Anlass war damals der neunte Unabhängigkeitstag des Staates Israel. Die Mannschaft der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte spielte gegen das Team der französischen Armee – und war erfolgreich.

Am nächsten Tag sprach Ben-Gurion in der Kabinettssitzung über seine Eindrücke, schreibt die Tageszeitung „Ma'ariv“. Er räumte ein, dass die Franzosen schöner gespielt hätten. „Aber unser Torhüter war wunderbar. Sie gaben den Ball einer an den anderen weiter, in Ordnung. Aber ihn ins Tor hineinzubringen – daran scheiterten sie.“ Weiter sagte der damalige Premier- und Verteidigungsminister: „Unser Torhüter war eine Ausnahmeerscheinung, er drehte sich zweimal herum, um den Ball zu fangen.“ Generalstabschef Mosche Dajan merkte scherzhaft an: „Er hätte das einmal machen können, aber für das Publikum hat er es zweimal gemacht.“

Dajan fragte den Regierungschef, ob er sein erstes Spiel genossen habe. Dieser antwortete zurückhaltend: „Das war nichts Außergewöhnliches. Ich bin hingegangen, um das zu sehen, weil es die israelische und die französische Armee ist, aber sonst würde ich nicht zwei Stunden meiner Zeit dafür verschwenden.“ Schimon Peres wollte daraufhin wissen: „Was ist der Unterschied zwischen diesem und einem Film?“ Ben-Gurion erwiderte: „Ich gehe auch nicht in einen Film.“

Zuvor hatte Ben-Gurion angeregt, eine Militärmannschaft aufzustellen: 30 Leute sollten trainieren, um die Russen schlagen zu können. „Was soll das, sollten unsere jungen Männer nicht die Russen schlagen können?“ Der damalige Kommandeur für Zentralisrael, Meir Amit, gab zu bedenken: „Die Russen wählen ihre Mannschaft aus 170 Millionen.“ Ben-Gurion entgegnete: „Wir haben elf Millionen Juden und haben Einstein hervorgebracht, und sie haben Einstein nicht aus 170 Millionen hervorgebracht.“ Alles hänge vom Kopf ab. Der Verstand beherrsche die Muskeln. Offenbar funktionierte diese Taktik zumindest gegen die französische Armeemannschaft: Israel gewann das Spiel mit 3:1.

Von: eh

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Thu, 14 Jun 2018 15:32:00 +0200
<![CDATA[Generalversammlung verurteilt Israel]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/06/14/generalversammlung-verurteilt-israel/ NEW YORK (inn) – Die UN-Generalversammlung bedauert den „exzessiven, unverhältnismäßigen und wahllosen Gebrauch von Gewalt“ der israelischen Armee am Gazastreifen. Eine entsprechende Resolution hat die Ländergemeinschaft am Mittwoch in New York bei einer Dringlichkeitssitzung verabschiedet. Sie fordert zudem einen „internationalen Schutzmechanismus“ für die Palästinenser. Die Terror-Organisation Hamas wird mit keinem Wort erwähnt.

Bei der Abstimmung votierten 120 von 173 teilnehmenden Ländern für die nicht bindende Resolution. Australien, Israel, die Marschall-Inseln, Mikronesien, Nauru, die Salomon-Inseln, Togo und die USA stimmten dagegen. Zu den Ländern, die sich enthielten, gehören Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Kleiner Erfolg für die USA

Die amerikanische UN-Botschafterin Nikki Haley hatte noch versucht, einen Absatz mit einer Verurteilung der Hamas einzubringen. Eine Mehrheit von 62 Ländern stimmte dafür, 58 dagegen. Der israelische UN-Botschafter Danny Danon hob dies als das erste Votum überhaupt hervor, in dem die Hamas verurteilt wird.

Doch der slowakische Präsident der Generalversammlung, Miroslav Lajčák, forderte eine Zweidrittel-Mehrheit. Haley legte dagegen Berufung ein, die Länder folgten ihr jedoch nicht. Auf diese Weise kam der ursprüngliche Text der Resolution zur Abstimmung.

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu dankte Haley für den Einsatz der USA, verurteilte aber das Gebaren der UN. „Der beständige Fokus der UN auf Israel bringt der Organisation nicht nur Schande. Er lenkt auch ab von anderen drängenden Themen, die die Aufmerksamkeit der Weltgemeinschaft verlangen.“

Palästinenenser begrüßen Resolution

Der palästinensische Premier Rami Hamdallah beglückwünschte hingegen alle Länder, die für die Resolution gestimmt haben. „Das ist ein Sieg für alle Werte der Gerechtigkeit und Menschlichkeit“, schrieb er auf Twitter.

Auch die Hamas begrüßte die Entscheidung der Generalversammlung. Die Resolution stärke die palästinensische Position, hieß es in einer Mitteilung vom Donnerstag. „Der wirkliche Schutz und die Freiheit des palästinensischen Volkes können jedoch nur dann erreicht werden, wenn die Besatzung endet und die zionistischen Führer für ihre Verbrechen gegen das palästinensische Volk zur Verantwortung gezogen werden.“

Mehrmonatiger Konflikt

Seit dem 30. März kommt es regelmäßig zu Aufständen am Gaza-Grenzzaun unter dem Motto „Marsch der Rückkehr“. Anlass ist das 70. Jubiläum der Gründung des Staates Israel. Die Hamas ruft dazu auf, den Grenzzaun zu durchbrechen. „Demonstranten“ wurden dabei erwischt, wie sie Sprengsätze am Grenzzaun anbrachten. Außerdem ließen sie Drachen mit angebrachten Molotow-Cocktails oder anderen Brandsätzen über die Grenze fliegen; auf israelischer Seite entstanden großflächige Brände. Auch das groß angelegte Verbrennen von Reifen zählt zu den Methoden der „Demonstration“. Hinzu kommen Raketenangriffe auf Israel.

Die israelische Armee hat die Palästinenser davor gewarnt, sich dem Grenzzaun zu nähern. Bei den Auseinandersetzungen wurden 110 Palästinenser getötet, Tausende verletzt. Die Menschenrechtsorganisation „Human Rights Watch“ bewertet das Vorgehen der Armee als Kriegsverbrechen. Der Oberste Gerichtshof in Israel hat geurteilt, die Armee handele legitim. Die Ereignisse am Gaza-Grenzzaun seien kein normaler Protest, sondern ein von der Hamas koordinierter Versuch der Infiltration.

Von: df

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Thu, 14 Jun 2018 15:14:00 +0200
<![CDATA[Geheimdienst setzt auf mehr Technologie]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2018/06/14/geheimdienst-setzt-auf-mehr-technologie/ Israelische Sicherheitskräfte haben seit Jahresbeginn 250 Terrorangriffe verhindert. Dies teilte Nadav Argaman, Leiter des Inlandsgeheimdienstes Schabak, der Knesset mit. Darunter waren Selbstmordattentate, Entführungen und Schussangriffe.Im Vorjahr habe der Schabak über 400 Attacken vereitelt. Diesen Erfolg schreibt Argaman dem technologischen Fortschritt innerhalb der israelischen Sicherheitsagentur zu. Die hohe technologische Leistungsfähigkeit helfe dabei, Attentäter zu bekämpfen, die auf eigene Faust handeln. Denn der Schabak kann durch die Neuerungen verfolgen, was in den sozialen Medien gepostet wird.

Von: nif

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Thu, 14 Jun 2018 14:54:00 +0200
<![CDATA[Palästinensische Polizei löst regierungskritische Demonstration auf]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/06/14/palaestinensische-polizei-loest-regierungskritische-demonstration-auf/ RAMALLAH (inn) – Hunderte Palästinenser haben am Mittwochabend in Ramallah gegen die Gaza-Politik der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) protestiert – obwohl die Behörde ein Demonstrationsverbot erlassen hat. Sicherheitskräfte lösten die Demonstration auf. Sie gingen unter anderem mit Tränengas, Schlagstöcken und Elektroschockern gegen die Teilnehmer vor. Mindestens zehn Palästinenser wurden verhaftet.

Die Demonstranten forderten den palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas auf, die Strafmaßnahmen gegen den von der radikal-islamischen Hamas regierten Gazastreifen zu beenden.

Bereits am Sonntag hatten rund 2.000 Palästinenser in Ramallah gegen die Maßnahmen der PA gegen die Hamas-Regierung protestiert. Daraufhin hatte die Autonomiebehörde ein Demonstrationsverbot erlassen.

„Abbas macht die Dinge noch schlimmer“

Die PA unter Abbas hat in den vergangenen Monaten unter anderem die Bezahlung des Stroms für den Gazastreifen reduziert. Außerdem hat sie Gehaltszahlungen für Beamte gekürzt. Damit will sie die Hamas unter Druck setzen, so dass diese die Macht in dem Küstenstreifen an die PA übergibt. Eine solche Übergabe hatten Hamas und Fatah in einem Versöhnungsabkommen im vergangenen Oktober vereinbart, bislang aber nicht umgesetzt.

Einer der Organisatoren der Proteste, Fadi Quran, sagte laut der Onlinezeitung „Times of Israel“: „Die Besatzung ist der Hauptschuldige, der für die Blockade des Gazastreifens verantwortlich ist. Aber Präsident Abbas macht die Dinge noch schlimmer, indem er ebenfalls den Familien dort Kollektivstrafen auferlegt.“ Der Palästinenser kündigte weitere Proteste für die kommenden Tage an.

Von: dn

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Thu, 14 Jun 2018 14:42:00 +0200
<![CDATA[Deutschland mietet israelische Kampfdrohnen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2018/06/14/deutschland-mietet-israelische-kampfdrohnen/ Deutschland mietet fünf israelische Kampfdrohnen vom Typ „Heron TP“ an. Das hat der Haushaltsausschuss des Bundestags am Mittwoch beschlossen. Kostenpunkt: 895 Millionen Euro. Die Drohnen sind waffenfähig, werden jedoch zunächst ohne Bewaffnung geliefert. Jeglicher Bewaffnung solle zunächst eine „breite gesellschaftliche Debatte“ vorausgehen, sagte SPD-Verteidigungsexperte Fritz Felgentreu. Zu dem Geschäft gehört auch ein Abkommen mit dem Staat Israel; dort werden die Drohnen stationiert. Der israelische Premier Benjamin Netanjahu begrüßte das Geschäft. Es sei Ausdruck der „strategischen Zusammenarbeit“ zwischen Deutschland und Israel.

Von: rmj

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Thu, 14 Jun 2018 14:02:00 +0200
<![CDATA[FIFA ermittelt gegen Palästinensischen Fußballverband]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/sport/2018/06/14/fifa-ermittelt-gegen-palaestinensischen-fussballverband/ Die FIFA hat am Mittwoch ein Disziplinarverfahren gegen den Chef des Palästinensischen Fußballverbandes Dschibril Radschub eröffnet. Das bestätigte der Weltfußballverband gegenüber Israelnetz. Der Israelische Fußballverband wirft Radschub Hetze vor. Dieser hatte vor dem inzwischen abgesagten Testspiel zwischen Israel und Argentinien dazu aufgerufen, Trikots des argentinischen Fußballstars Lionel Messi zu verbrennen. Damit wollte er verhindern, dass das für den 9. Juni geplante Spiel in Jerusalem ausgetragen wird.

Von: df

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Thu, 14 Jun 2018 11:39:00 +0200
<![CDATA[Südafrikanischer Bürgermeister entlässt Gesundheitsexpertin]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/06/14/suedafrikanischer-buergermeister-entlaesst-gesundheitsexpertin/ Der Bürgermeister von Johannesburg, Herman Mashaba, hat eine Gesundheitsexpertin wegen israelfreundlicher Äußerungen beurlaubt. Das meldet die südafrikanische Nachrichtenseite „Timeslive“. Die Ärztin Mpho Phalatse hatte auf einer Veranstaltung am Wochenende offenbar erklärt, sie und die Stadt Johannesburg seien Freunde Israels. Ein Video wurde in Sozialen Medien veröffentlicht. Zudem äußerte sie auf Twitter, die Veranstaltung sei informativ gewesen – mit Christen, die „Israel verteidigen – die ursprüngliche Heimat des christlichen Glaubens“. Die linksradikale Partei EFF forderte daraufhin Phalatses Entlassung. Der Afrikanische Nationalkongress (ANC) wiederholte indes seine Unterstützung für ein „Freies Palästina“.

Von: eh

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Thu, 14 Jun 2018 11:30:00 +0200
<![CDATA[Nachrichten vom 14. Juni 2018]]> https://www.israelnetz.com/israelnetz-tv/2018/06/14/nachrichten-vom-14-juni-2018/ Thu, 14 Jun 2018 10:52:00 +0200 <![CDATA[Presserat beanstandet SZ-Karikatur zu Netanjahu nicht]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2018/06/13/presserat-beanstandet-sz-karikatur-zu-netanjahu-nicht/ BERLIN (inn) – Der Deutsche Presserat sieht in einer Karikatur von Dieter Hanitzsch, die den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu zeigt, keinen Verstoß gegen den Pressekodex. Das teilte die freiwillige Selbstkontrolle der Presse am Mittwoch mit. Die Grenze zur Diskriminierung von Juden sei nicht überschritten. Zwar seien die Gesichtszüge des Politikers überzeichnet, das gehe aber nicht über den Rahmen der Meinungsfreiheit hinaus.

Beschwerde gegen die Zeichnung hatten acht Leser eingelegt. Zur Begründung gaben sie an, die Karikatur erinnere sie an die nationalsozialistische Zeitung „Stürmer“. Offenbar war ihre Eingabe im dafür zuständigen Ausschuss umstritten. Wie der Presserat erklärt, kritisierten einige Mitglieder eine stereotype Bildsprache und hielten die Beschwerden für begründet.

Die Karikatur war Mitte Mai in der „Süddeutschen Zeitung“ erschienen und zeigt Netanjahu mit abstehenden Ohren, einer langen, krummen Nase und dicken Lippen. Er trägt das Gewand der Eurovision Song Contest-Gewinnerin Netta Barzilai und hält eine Rakete in der Hand, die mit einem Davidstern markiert ist. Der Regierungschef wiederholt die spontane Reaktion der Sängerin auf den Sieg: „Nächstes Jahr in Jerusalem.“ Im Hintergrund ist der Schriftzug der Veranstaltung zu sehen, der Buchstabe „v“ durch einen Davidsstern ersetzt. Kritiker sahen darin eindeutig antisemitische Stereotype. Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, sprach gegenüber der „Bild“-Zeitung von einer „geschmacklosen Zeichnung“.

Der Zeichner selbst verteidigte sein Bild als Israelkritik, die Redaktion der „Süddeutschen“ hingegen entschuldigte sich und versprach, die redaktionellen Abläufe zu prüfen. Sie trennte sich außerdem von Hanitzsch und sprach von „unüberbrückbaren Differenzen".

Von: al

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Wed, 13 Jun 2018 16:41:00 +0200
<![CDATA[Hochrangiger indonesischer Geistlicher besucht Israel]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/06/13/hochrangiger-indonesischer-geistlicher-besucht-israel/ JERUSALEM (inn) – Der hochrangige indonesische Geistliche Yahya Cholil Staquf hat sich in Israel für den jüdisch-muslimischen Dialog ausgesprochen. Er forderte einen „neuen Diskurs“ über den Umgang mit anderen Religionen innerhalb des Islam. Gleichzeitig legte er Wert auf die Unabhängigkeit „Palästinas“. Damit antwortet er auf Kritik aus dem eigenen Land.

Staquf ist Generalsekretär der indonesisch-muslimischen Organisation „Nahdlatul Ulama“ (etwa: „Wiedererwachen der Gelehrten“). Diese Woche besucht er Israel. Auf seiner Reise spricht sich der Kleriker für Frieden und Mitgefühl zwischen Juden und Muslimen aus. Staquf hat in Indonesien auch ein politisches Amt im Beraterstab des Präsidenten inne.

„Ich möchte die ganze Welt zu einer besseren Zukunft rufen. Lasst uns ‚rahma‘ wählen – Mitgefühl und Fürsorglichkeit für andere“, sagte Staquf der Onlinezeitung „Times of Israel“. „Rahma“ sei an keine Voraussetzung, wie etwa die Religionszugehörigkeit, gebunden.

Stattdessen sei es eine Aufgabe von „Nahdlatul Ulama“ (NU), auf den Weltfrieden hinzuarbeiten. Dazu gehöre auch, die Unabhängigkeit „Palästinas“ anzustreben. Die NU wurde ursprünglich in den 20er-Jahren als Reaktion auf den in Indonesien aufstrebenden Wahabismus – eine puristische Form des Islam – gegründet und ist heute die weltweit größte islamische Organisation.

Beziehungen zwischen Israel und Indonesien angespannt

Teil ihrer Bemühungen sei es auch, diplomatische Beziehungen zwischen Jerusalem und Jakarta aufzubauen. Indonesien ist das größte muslimische Land der Erde. Eine Normalisierung der Beziehungen müsse „auf den globalen Kontext Bezug nehmen“, sagte Staquf. Damit ist auch gemeint: Auf den Konflikt um „Palästina“.

Staquf erntete in Indonesien heftige Kritik für seine Israelreise, vor allem in den sozialen Medien. Viele indonesische Muslime betrachten Israel als Feindesland. Aktuell besteht öffentliche Empörung über den Tod von über 120 Palästinensern während der Proteste im Gazastreifen in den vergangenen zwei Monaten. Die indonesische Öffentlichkeit macht Israel für die Todesfälle verantwortlich; Israel hingegen beschuldigt die Hamas, die Demonstranten als menschliche Schutzschilde missbraucht zu haben.

In Reaktion auf die Kritik betonte Staquf erneut, wie wichtig ihm die palästinensische Souveränität sei. „Ich stehe hier für Palästina. Ich stehe hier auf der Grundlage, dass wir alle Palästinas Souveränität als freies Land zu respektieren haben“, schreibt er in einer Erklärung auf der Website der NU.

„Neuer Diskurs“ innerhalb des Islam

Teil von Staqufs Israelreise war auch ein Auftritt auf einer Konferenz des „American Jewish Committee“. Am Rande der Veranstaltung sagte er der „Times of Israel“: „Menschen, die leiden, können sich aussuchen, ob sie wütend und rachsüchtig sein wollen, oder ob sie rahma haben und vergeben.“ Gleichzeitig sei ihm die „Schwere“ des israelisch-palästinensischen Konflikts bewusst.

„Wir haben ein zivilisatorisches Problem – und es hat mit Religionen zu tun. Als Muslime wollen wir unseren Teil innerhalb unserer eigenen Religion tun“, sagte Staquf der Nachrichtenagentur „Associated Press“. Es gebe Aspekte des Islam, die problematisch seien – unter anderem der Umgang mit Nichtmuslimen. Hier müsse es einen „neuen Diskurs geben“, der anerkennt, dass Muslime und Nichtmuslime gleichwertig seien und friedlich zusammenleben könnten.

Staquf betonte, dass er die Reise als religiöser, nicht als politischer Repräsentant unternehme. Indonesiens Präsident Joko Widodo sei über die Reise informiert. Er wisse allerdings nicht, ob er sie befürworte oder ablehne, sagte Staquf. In einem Brief an den indonesischen Außenminister schrieb er, der Staat solle seine Handlungen „verleugnen“, falls sie gegen dessen Interessen stünden. Falls es sich aber anbiete, solle Indonesien sie „zu einem Vorteil machen“.

Von: rmj

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Wed, 13 Jun 2018 14:58:00 +0200
<![CDATA[Israelfreundliche Twitterkampagne im Iran]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2018/06/13/israelfreundliche-twitterkampagne-im-iran/ Einige Iraner haben eine Kampagne unter dem Hashtag #WeStandWithIsrael (Wir stehen zu Israel) ins Leben gerufen. Er soll ein Aufruf zum Frieden zwischen den beiden Völkern sein. Ein Foto forderte zum Twittern auf. Tausende Tweets aus dem Iran unterstützten Israel am „Al-Quds-Tag“, wie ein Vertreter des israelischen Außenministeriums mitteilte. Im Iran ist Twitter verboten. Deswegen ist nicht klar, wie viele Tweets aus dem Iran selbst kamen. Die Managerin des Ministeriums für digitale Medien auf Persisch, Scharon Avginsaz, gab an, dass die meisten Iraner gegen das Regime seien und vor allem gegen die Entscheidung, Hamas und Hisbollah mit Geld zu unterstützen. Sie schrieben das an die Twitterseite „Israel in Persian“, berichtet die Onlinezeitung „Times of Israel“.

Von: nif

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Wed, 13 Jun 2018 14:47:00 +0200
<![CDATA[Miss Irak in Jerusalem begeistert empfangen]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2018/06/13/miss-irak-in-jerusalem-begeistert-empfangen/ JERUSALEM (inn) – Die schönste Frau des Irak machte bereits im November auf sich aufmerksam: Beim Wettbewerb um die Krone der Miss Universe posierte Sarah Idan gemeinsam mit Miss Israel, Adar Gandelsman. Da sie das Bild auf Instagram veröffentlichte, zog sie in ihrer Heimat viel Kritik auf sich. Nun hat sie Israel besucht – und sich in Jerusalem mit ihrer israelischen Gesinnungsgenossin getroffen.

„Es fühlte sich seltsam an – die Leute sehen aus wie meine Leute“, sagte Idan in einem Beitrag des Fernsehsenders „Hadaschot“, der am Dienstag ausgestrahlt wurde. „Und die Stadt sieht aus wie Damaskus, wie Syrien, und ich war dort gewesen, also war für mich alles vertraut.“ Auf dem Mahane-Jehuda-Markt speiste sie im irakisch-jüdischen Restaurant „Asura“ und traf Israelis irakischer Abstammung. Viele begrüßten sie begeistert, einige bewunderten ihren Mut. Denn aufgrund des Fotos mit der Israelin hatte ihre Familie den Irak verlassen müssen, die 26-Jährige selbst lebt in den USA.

Die Einladung nach Israel hatte das „American Jewish Committee“ ausgesprochen. Idan sagte laut der Onlinezeitung „Times of Israel“, Iraker und Israelis seien keine Feinde. „Ich denke, vielleicht sind die Regierungen gegenseitige Feinde. Aber es gibt viele Iraker, die kein Problem mit Israel oder dem jüdischen Volk haben. Viele Iraker sind auf meiner Seite, und ich glaube, sie freuen sich, dass ich hier bin.“

„Ich dachte nicht, dass es so explodieren würde“

Mit Gandelsman traf sie sich in einem Hotel – und stellte anschließend erneut Bilder ins Netz. Dort sprach sie von einer „Wiedervereinigung von Schwestern“. Sie habe immer gehofft, ihr wieder zu begegnen, sagte sie der Israelin. Aber sie habe vermutet, dass es in Los Angeles sein würde und nicht in Jerusalem.

Die Irakerin äußerte sich auch zu den Ereignissen nach dem Miss-Universe-Wettbewerb: „Ich dachte nicht, dass es so explodieren würde, als ich dieses Bild machte. Ich habe viele Jahre in den USA gelebt, ich habe viele Freunde, die jüdisch oder israelisch sind. Ich denke von Leuten nicht so.“ In den Irak wolle sie erst wieder fahren, wenn er bessere Beziehungen zu Israel habe. „Das ist ein Preis, den ich bezahlt habe, und auch meine Familie, da sie gezwungen wurden, das Land zu verlassen.“

Der Sprecher von Israels Premierminister Benjamin Netanjahu für die arabische Welt, Ofir Gendelman, lobte Idans Besuch auf Twitter in englischer und arabischer Sprache. „Freundliche Beziehungen zwischen Israelis und Arabern werden definitiv helfen, ein besseres Morgen für uns alle im Nahen Osten einzuleiten“, schrieb er. Die Tageszeitung „Jerusalem Post“ indes merkt an: „Weder Idan noch Gandelsman haben beim Miss-Universe-Wettbewerb letztes Jahr eine Platzierung erreicht, aber es ist klar, dass sie etwas völlig anderes gewonnen haben.“

Von: eh

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Wed, 13 Jun 2018 14:09:00 +0200
<![CDATA[„Kein höheres Antisemitismus-Potenzial unter Muslimen“]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/06/13/kein-hoeheres-antisemitismus-potenzial-unter-muslimen/ Israelnetz: Derzeit ist der muslimische Antisemitismus in aller Munde ...

Felix Klein: Dass Juden sich durch Muslime bedroht fühlen, müssen wir ernst nehmen. Die durch die Medien bekannt gewordenen Fälle zeigen ja auch, dass Juden sich offenbar auf deutschen Straßen wirklich nicht sicher fühlen können, wenn sie Kippa tragen, wie Zentralratspräsident Josef Schuster sagt.

Ist das Antisemitismus-Potenzial bei Muslimen höher?

Die Debatte wird sehr unehrlich geführt. Muslimen wird unterschwellig ein grundsätzlicher Antisemitismus unterstellt, der in der Realität aber nicht existiert. Wir müssen uns gegen dieses Vorurteil wenden. Natürlich gibt es Fälle von muslimischem Antisemitismus und egal, wer diese rote Linie überschreitet, wir müssen dagegen vorgehen. Aber in meinen Augen gibt es kein erhöhtes Antisemitismus-Potenzial unter Muslimen.

In muslimischen Ländern wie Aserbaidschan, Bahrain oder Albanien gibt es kaum Antisemitismus. Muslimische Menschen, die zum Beispiel aus der Region Palästina kommen, sind dagegen eher israelkritisch. Da liegt Antisemitismus sozusagen in der Luft. Bedingt durch die politische Situation. Ich werde nun das Gespräch mit den Islamverbänden suchen. Natürlich ist der Antisemitismus unter Muslimen stark vom Nahostkonflikt geprägt. Durch diese politische Aufladung findet in manchen Verbänden Antisemitismus Eingang in das Denken und Sprechen. Es muss klar sein: Wir können uns kritisch über Israel unterhalten. Aber das Existenzrecht des Staates wird nicht in Frage gestellt. Von den Verbänden selbst könnte auch mehr Einsatz gegen Antisemitismus kommen. Ich möchte vermitteln, dass es für muslimische Organisationen ein lohnender Kampf ist, sich gegen Judenhass stark zu machen. Auch als Zeichen der Integrationsbereitschaft an die deutsche Gesellschaft. Darüber hinaus könnten sie selbst viel glaubwürdiger Solidarität einfordern, wenn etwa Kopftuchträgerinnen angegriffen werden.

Der israelische Kulturwissenschaftler David Ranan beklagt eine „Panikmache“: „Wenn ein großer Teil der Juden in Deutschland in Panik vor Muslimen lebt, schadet es vor allem ihnen selbst. Und diese Panik wird von jüdischer Seite geschürt.“

Ich nehme die Analyse von David Ranan als weitere Motivation dafür, dass wir ein Meldesystem für antisemitische Straftaten brauchen. Das möchte ich bis Ende des Jahres auf den Weg bringen. Es soll vor allem Fälle unter der Strafbarkeitsgrenze erfassen und klarer zeigen, aus welchem Umfeld die Täter kommen, indem sich die Angegriffenen selbst auch dazu äußern können. Wenn wir diese Daten haben, können wir uns leichter darüber unterhalten, ob Herrn Ranans Thesen zutreffen oder nicht.

Ranan schlägt auch vor, statt von Antisemitismus von Judenhass zu sprechen, um politische Kritik schärfer von Religionshass abzugrenzen. Sind Sie zufrieden mit der gängigen Antisemitismus-Definition der Bundesregierung?

Ich finde es vor allem gut, dass wir überhaupt eine international akzeptierte Definition haben. Im Falle von Antiziganismus gibt es das nicht. Die Definition lässt Fragen offen, das stimmt. Aber sie wird begleitet von einem Beispiel-Katalog und der macht es viel klarer. Würden wir nur Judenhass als Kriterium nehmen, fiele hinten runter, dass auch Nichtjuden antisemitisch attackiert werden können – denken Sie an den Kippaträger, der in Berlin mit einem Gürtel angegriffen wurde.

Wo ist die Grenze zwischen zulässiger Israelkritik und Antisemitismus?

Wenn an die Handlungen der israelischen Regierung andere Maßstäbe angelegt werden als an die Regierungen anderer Länder. Oder wenn Israel dämonisiert oder in anderer Form delegitimiert wird. Ich finde es sehr wichtig, dass man die Handlungen der israelischen Regierung kritisieren kann. Die Siedlungspolitik etwa. Aber wenn Israel sein Recht auf Selbstverteidigung zum Beispiel nicht so wahrnehmen können soll wie andere Länder, dann ist das antisemitisch. Wenn Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert werden, hat Israel natürlich das Recht, sich zu verteidigen. In deutschen Medien aber wird oft schwerpunktmäßig die israelische Antwort beleuchtet und kritisiert. Das ist nicht fair. Ein anderes Beispiel: Erst kürzlich hat der RBB vermeldet, zwei Palästinenser seien durch israelische Panzer umgebracht worden. Das Wort „umbringen“ aber benutzt man eigentlich nicht im Zusammenhang mit Soldaten. Das ist tendenziöse Berichterstattung und das geschieht in Deutschland sehr oft.

Was genau kann ein Beauftragter Wirksames tun, wenn etwa die „Süddeutsche Zeitung“ antisemitische Karikaturen veröffentlicht, wie jüngst geschehen?

Ich benenne Antisemitismus, wenn er auftritt. So wie im Falle der „Süddeutschen Zeitung“. Es muss klar sein, wo die Roten Linien liegen. Ich möchte aber auch dafür sorgen, dass die Kontrollmechanismen in den Medien besser funktionieren, damit solche Fälle gar nicht erst auftreten. Dazu suche ich das Gespräch mit den Leitern der Rundfunkanstalten und Redaktionen. Es gibt da eindeutig Handlungsbedarf.

Sie haben den „Al-Quds-Tag“ kritisiert. Für wie realistisch halten Sie es, dass diese anti-israelische Kundgebung in Berlin verboten wird?

Mir ist klar, dass die Hürden für ein Verbot von Demonstrationen sehr hoch sind, und zu Recht ist das Demonstrationsrecht auch ein sehr geachtetes Recht. Vor dem Hintergrund der letzten Vorfälle in Berlin – denken Sie etwa an die Verbrennung einer israelischen Flagge vor dem Brandenburger Tor – bin ich aber zuversichtlich, dass die Chancen für ein Verbot heute größer sind als noch ein Jahr zuvor. Sie zeigen nämlich, dass das Demonstrationsrecht missbraucht wird. Dass auf Demonstrationen gerufen wird: „Juden ins Gas“, ist nicht tolerierbar.

Offenbar haben nicht nur Muslime, sondern auch die Evangelische Kirche ein Antisemitismus-Problem ...

Antisemitismus kommt bei Vertretern der Evangelischen Kirche immer wieder vor, insofern gibt es dort ein Antisemitismus-Problem. Ich wünsche mir von Kirchenrepräsentanten, dass sie sich schneller und proaktiver von entsprechenden Vorfällen, Publikationen und Äußerungen distanzieren. Ganz grundsätzlich finde ich aber, dass sich die Evangelische Kirche als Ganzes in der Vergangenheit richtig und gut im Hinblick auf Antisemitismus positioniert hat.

Sind Protestanten häufiger judenfeindlich?

Immer wieder werden protestantische Schriften als antisemitisch kritisiert, zuletzt etwa ein Aufsatz in einer Arbeitshilfe der Evangelischen Kirche im Rheinland zu 70 Jahren Israel. Oder ein Text von Ulrich Duchrow aus dem Jahr 2016. Darin vergleicht er Israel mit dem Apartheidstaat Südafrika. Warum sind Protestanten so oft judenfeindlich?

Es gibt einen grundlegenden Reflex von Christen, sich für die Schwachen einzusetzen. Palästinenser werden im Konflikt mit Israel als der Schwächere wahrgenommen. Dagegen ist erstmal nichts einzuwenden. Aber wenn die Kritik an Israel antisemitische und antijudaistische Bilder bedient – die ja auch in der Evangelischen Kirche Tradition haben –, dann ist eine Grenze überschritten.

Der Vorsitzende des jüdischen Landesverbandes Nordrhein, Oded Horowitz, sagte als Reaktion auf die Arbeitshilfe der EKD zu 70 Jahren Israel: „Seit Luther hat die evangelische Kirche ein Antisemitismusproblem.“

So pauschal würde ich das nicht behaupten. Luther hat sich bekanntlich antisemitisch geäußert und wurde von den Nazis auch noch instrumentalisiert. Aber es gab auch immer wieder führende Vertreter der Kirche, die das zurechtgerückt und sich distanziert haben.

Arbeitshilfen und Luthers Antisemitismus sind nicht der einzige Bezug der Protestanten zum Thema. Da wäre auch die Vergabe des Echo für ein antisemitisches Lied und der ausbleibende Widerspruch des evangelischen Vertreters in der Jury. Hätte der evangelische Vertreter Klaus-Martin Bresgott klarer Stellung beziehen müssen?

Absolut. Im Gegensatz zu ihm hat die katholische Vertreterin dagegen gestimmt. Da ist ein absolutes Versagen festzustellen. Die Evangelische Kirche entsendet doch genau aus dem Grund Vertreter in solche Gremien, um moralische Standards einzufordern und das christliche Weltbild zu verteidigen. Das ist richtig und gut so, aber in diesem Fall hat der evangelische Vertreter versagt und auch die Kirchenoberen haben sich meines Erachtens zu spät zu dem Vorfall geäußert.

Herr Klein, vielen Dank für das Gespräch!

Die Fragen stellte Anna Lutz

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Wed, 13 Jun 2018 14:00:00 +0200
<![CDATA[Überschwemmungen im Süden Israels]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2018/06/13/ueberschwemmungen-im-sueden-israels/ Israel kämpft derzeit mit Starkregen und Unwetter. In Sderot und Aschkelon standen die Straßen am Mittwochmorgen einen Meter unter Wasser. In Galiläa kam es aufgrund von Stürmen in der Nacht zu Stromausfällen. Für den Donnerstag werden weitere Regenfälle erwartet. Die Behörden warnen vor Sturzfluten in der Negev-Wüste. Die Wetterlage ist für die Jahreszeit ungewöhnlich. Die Regensaison endet normalerweise im März. Ende April ertranken zehn Jugendliche in der Arava-Wüste aufgrund plötzlich auftretender Wassermassen.

Von: df

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Wed, 13 Jun 2018 12:43:00 +0200
<![CDATA[Israelische Botschaft bietet Recherche-Reise]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2018/06/13/israelische-botschaft-bietet-recherche-reise/ BERLIN (inn) – Journalisten können eine Reise nach Israel gewinnen, um dort über Städtepartnerschaften zu recherchieren. Die israelische Botschaft in Berlin hat den Wettbewerb „Twin Cities“ aus Anlass des 70. Jubiläums des Staates Israel neu aufgelegt. Ideen können bis zum 15. Juli eingereicht werden.

Da das Jubiläum der Aufhänger des Wettbewerbs ist, hätten diejenigen Vorschläge die beste Chance, die sich auch thematisch damit befassen, heißt es auf der Webseite der Ausschreibung. Die Botschaft übernehme die Reise- und Übernachtungskosten. „Ansonsten gilt journalistische Unabhängigkeit für alle Projekte.“

Bereits im vergangenen Jahr hat die Botschaft Journalisten eingeladen, sich für eine Recherchereise zu bewerben. Gewonnen haben drei Journalistinnen. Sie haben über israelische Fans des Fußballvereins Borussia Dortmund, den arabischstämmigen Vizechef der Polizei und ein Restaurant mit deutschen Köstlichkeiten geschrieben.

Von: df

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Wed, 13 Jun 2018 12:01:00 +0200
<![CDATA[Kanadisches Parlament gegen Iran-Beziehungen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/06/13/kanadisches-parlament-gegen-iran-beziehungen/ Das kanadische Unterhaus hat Regierungschef Justin Trudeau am Dienstag dazu aufgefordert, das iranische Regime scharf zu verurteilen. Außerdem soll er sämtliche Verhandlungen zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen unverzüglich abbrechen. Den Antrag hatten die Konservativen im Parlament gestellt. Überraschenderweise unterstützten ihn auch die Liberalen, denen Trudeau angehört. Das berichtet die kanadische Nachrichtenseite „The National Post“. Trudeau hatte im Wahlkampf versprochen, die 2012 unter der Vorgängerregierung abgebrochenen Beziehungen mit dem Iran wieder aufzunehmen.

Von: df

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Wed, 13 Jun 2018 10:50:00 +0200
<![CDATA[Demonstranten verzögern Räumung in Netiv Ha'avot]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/06/13/demonstranten-verzoegern-raeumung-in-netiv-haavot/ Nach etwa 13 Stunden hat die israelische Polizei am Dienstagabend die Räumung von 15 Häusern im Außenposten Netiv Ha’avot bei Bethlehem beendet. Im letzten Gebäude hatten sich Hunderte Jugendliche verbarrikadiert. Bei Zusammenstößen wurden neun Beamte verletzt. Die Polizei entfernte die Demonstranten einzeln, sie wurden dann mit 15 Bussen in verschiedene Städte gebracht. Sieben Palästinenser erheben Anspruch auf das Land, auf dem die Häuser stehen. Deshalb hat das Oberste Gericht entschieden, dass sie abgerissen werden müssen. Dies soll noch vor dem Wochenende geschehen, schreibt die Onlinezeitung „Times of Israel“.

Von: eh

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Wed, 13 Jun 2018 10:40:00 +0200