Israelnetz - Neueste Nachrichten https://www.israelnetz.com Nachrichten aus Israel und dem Nahen Osten de https://www.pro-medienmagazin.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif Israelnetz - Neueste Nachrichten https://www.israelnetz.com 18 16 Nachrichten aus Israel und dem Nahen Osten TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Sat, 05 Dec 2020 00:43:44 +0100 <![CDATA[Keine Strafverfolgung gegen Polizisten]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2020/12/04/keine-strafverfolgung-gegen-polizisten/ Im Februar hat der neunjährige palästinensische Junge Malek Issa ein Auge verloren. Nach seinen Angaben hatte ihn das Gummigeschoss eines israelischen Polizisten getroffen. Dieser gab an, er habe während eines Aufstandes in Ostjerusalem nicht auf den Jungen geschossen, sondern auf eine Wand gezielt, um seine Waffe zu kalibrieren. Für die Ermittler der Polizei ist unklar, ob die Verletzung nicht durch einen geworfenen Stein entstanden ist. Sie sehen daher von einer Strafverfolgung ab. Der Anwalt des Jungen bezeichnete dies als beschämend. Der Polizist habe sich fahrlässig verhalten.

Von: lkn

]]>
Fri, 04 Dec 2020 14:50:00 +0100
<![CDATA[Diplomatinnen im Einsatz für Frauenrechte]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2020/12/04/diplomatinnen-im-einsatz-fuer-frauenrechte/ NEW YORK (inn) – Das Abraham-Abkommen zwischen Israel, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain trägt weitere Früchte: Am Donnerstag haben sich Diplomatinnen aus den drei Ländern in einer Online-Konferenz über die Rechte von Frauen und über Gleichberechtigung ausgetauscht.

Schwerpunkt der Diskussionsrunde war die UN-Resolution 1325, die vor 20 Jahren vom Sicherheitsrat verabschiedet worden war. In dem Dokument werden die UN-Mitgliedsstaaten aufgerufen, die Rechte von Frauen zu schützen und Frauen gleichberechtigt in Friedensverhandlungen und Konfliktschlichtung mit einzubeziehen.

Unter den Teilnehmerinnen waren unter anderem Israels UN-Botschafterin Meirav Eilon Schahar, die frühere bahrainische US-Botschafterin Houda Nonu – sie war die erste jüdische Botschafterin eines arabischen Landes – sowie die Ständige Vertreterin der Vereinigten Arabischen Emirate bei den Vereinten Nationen, Lana Nusseibeh.

Eröffnet wurde die Konferenz von Israels Ständigem UN-Vertreter Gilad Erdan. Dieser betonte, es sei wichtig, dass Frauen auf allen Entscheidungsebenen einbezogen werden. Eine Welt mit Gleichstellung der Geschlechter sei eine bessere Welt für alle Bewohner, sagte Erdan laut dem Nachrichtendienst „Arutz Scheva“.

Normalisierungsabkommen als Chance für Frauen

Die Teilnehmerinnen hoben die Bedeutung der aktiven Beteiligung von Frauen an der Förderung von Frieden und Sicherheit im Nahen Osten und darüber hinaus hervor. Zudem tauschten sie sich über ihre persönlichen Erfahrungen auf dem Gebiet der Diplomatie aus. Die frühere Botschafterin Nonu sagte dabei: „Ich komme aus Bahrain. Ich bin eine Frau. Ich bin eine Mutter. Ich bin jüdisch. Ich komme aus einer fortschrittlichen Nation, die es den besten Führungspersönlichkeiten ermöglicht, zu führen, egal wer sie sind.“

Die UN-Botschafterin der Emirate, Nusseibeh, erklärte: „Die Vereinigten Arabischen Emirate und Israel setzen sich in unserer Region für die Gleichstellung der Geschlechter ein. Wir glauben, dass das Friedensabkommen zwischen unseren beiden Ländern bereits Partnerschaften fördert, die enorme Chancen für Frauen in der Region eröffnen.“

Organisiert hat die Konferenz das israelische „Netzwerk für Frauen in Diplomatie“ in Zusammenarbeit mit den Regierungen der Emirate und Bahrains. Die Teilnehmerinnen vereinbarten, den Austausch fortzusetzen.

Von: dn

]]>
Fri, 04 Dec 2020 14:45:00 +0100
<![CDATA[316 Neueinwanderer aus Äthiopien angekommen]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2020/12/04/316-neueinwanderer-aus-aethiopien-angekommen/ JERUSALEM (inn) – Trotz der anhaltenden Corona-Pandemie sind am Donnerstag 316 äthiopische Neueinwanderer in Israel gelandet. Begrüßt wurden sie vom israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu (Likud), Verteidigungsminister Benny Gantz (Blau-Weiß) und dem Vorsitzenden der Jewish Agency, Jitzchak Herzog.

Begleitet wurden die Neuankömmlinge auf dem Flug von Einwanderungsministerin Pnina Tamano-Schata (Blau-Weiß). Die Politikerin ist das erste Regierungsmitglied in der Geschichte Israels, das in Äthiopien geboren wurde. Bei der Ankunftszeremonie sagte sie, dass die Operation „Fels Israels“ eine der wichtigsten Errungenschaften der aktuellen Regierung sei. Dennoch würden noch viele Äthiopier auf die Möglichkeit warten, nach Israel auszuwandern. Tamano-Schata bezeichnete die Einwanderung als „nationale Pflicht“, die an das Privileg erinnere, nach Jahrtausenden des Exils in die Heimat zurückzukehren.

Insgesamt sollen im Rahmen der Operation „Fels Israels“ etwa 2.000 Neueinwanderer nach Israel einreisen. Bereits am heutigen Freitag wird ein weiteres Flugzeug aus Äthiopien erwartet. Weitere Einreisen sind für Januar geplant. Das berichtet die israelische Onlinezeitung „Times of Israel“.

Tränen in den Augen

Im Rahmen der Begrüßungszeremonie sagte Netanjahu: „Ich kann mich nicht erinnern, wann mich zuletzt der Anblick von Zionismus so bewegt hat. Meine Frau Sara und ich standen mit Tränen in den Augen hier. Willkommen im Land Israel.“

„Ich bin gerührt, hier zu sein“, sagte Gantz. Er erinnerte an seine Militärzeit. 1991 nahm er als Offizier an der Operation „Salomo“ teil, bei der innerhalb von 36 Stunden 14.325 äthiopische Juden ausgeflogen wurden. Israel habe sich verpflichtet, den Wunsch der Rückkehr der äthiopischen Gemeinschaft zu erfüllen, erklärte der Verteidigungsminister.

Kritik an Regierung

Die angekommenen Äthiopier gehören den „Falasch Mura“ an. Sie sind Juden, deren Vorfahren im 19. Jahrhundert – in den meisten Fällen unter Zwang – zum Christentum konvertiert waren. Das israelische Innenministerium sieht sie nicht als Juden an. Deswegen gilt für sie auch nicht das Recht der Rückkehr, das jedem Juden auf dieser Welt die Einwanderung nach Israel erlaubt. Stattdessen erhalten die Äthiopier nach und nach spezielle Erlaubnisse von der Regierung.

Aktivisten kritisieren die Regierung, dass die Regierungsresolution von 2015, nach der alle „Falasch Mura“ bis 2020 nach Israel geholt werden sollten, noch nicht umgesetzt ist. „Die Regierung feiert ein paar hundert Einwanderer aus Äthiopien, während Tausende hier sein sollten und trotz aller früheren Zusagen des Premierministers immer noch mit ihrem fraglichen Schicksal zurückgelassen werden“, sagte Muket Fenta von der Organisation „Aktivisten für die äthiopische Alija“.

Von: mas

]]>
Fri, 04 Dec 2020 13:06:00 +0100
<![CDATA[Verschärfte Corona-Maßnahmen im Gazastreifen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2020/12/04/verschaerfte-corona-massnahmen-im-gazastreifen/ GAZA (inn) – Angesichts der kritischen Corona-Lage im Gazastreifen haben die Behörden die Einschränkungen weiter verschärft. So beginnt am Samstag eine Ausgangssperre ab 18 Uhr, wie ein Sprecher der Gesundheitsbehörde am Donnerstag mitteilte. Moscheen und Schulen bleiben geschlossen, ebenso wie die meisten Geschäfte. Zu der Dauer der Maßnahme machte der Sprecher keine Angaben.

Im Gazastreifen sind derzeit mehr als 10.300 aktive Corona-Fälle bekannt; der Wert ist gemessen an der Bevölkerungszahl fünfmal so hoch wie in Israel. Die Rate der positiven Corona-Tests liegt bei 32 Prozent. Die Ansteckungszahlen stiegen seit Mitte August und insbesondere in den vergangenen drei Wochen, wie die Nachrichtenseite „Times of Israel“ berichtet. Insgesamt sind 122 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben. Am Dienstag wurde bekannt, dass der Chef der Terrorgruppe Hamas im Gazastreifen, Jahja Sinwar, positiv gestestet wurde.

Unterdessen sind zwölf israelische Ärzte arabischer Herkunft am Donnerstagmorgen im Gazastreifen eingetroffen, um dort im Kampf gegen Corona zu helfen. Organisiert hat die zweitägige Aktion der israelische Zweig der Organisation Ärzte für Menschenrechte. Die Mediziner wollen sich demnach um chronisch Kranke kümmern, deren Behandlung wegen der Corona-Krise verschoben wurde. Zu diesem Zweck haben sie in der Stadt Chan Junis eine mobile Praxis aufgebaut.

Von: df

]]>
Fri, 04 Dec 2020 12:57:00 +0100
<![CDATA[Aschkenasi trifft jordanischen Außenminister]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2020/12/04/aschkenasi-trifft-jordanischen-aussenminister/ Israels Außenminister Gabi Aschkenasi (Blau-Weiß) hat am Donnerstag seinen jordanischen Amtskollegen, Ajman Safadi, getroffen. Das Treffen fand an der israelisch-jordanischen Grenze statt. Safadi forderte von Israel, „alle Maßnahmen einzustellen, die die Chancen auf einen gerechten Frieden gemäß einer Zwei-Staaten-Lösung untergraben“. In einer Erklärung des jordanischen Außenministeriums hieß es außerdem, dass Israel alle „Provokationen“ auf dem Tempelberg stoppen solle. Von israelischer Seite wurde das Treffen zwar bestätigt, Inhalte der Gespräche wurden aber nicht kommentiert.

Von: mas

]]>
Fri, 04 Dec 2020 11:04:00 +0100
<![CDATA[Hacker erpressen israelischen Versicherer]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2020/12/04/hacker-erpressen-israelischen-versicherer/ Die Hackergruppe „Black Shadow“ erpresst derzeit den israelischen Versicherer Schirbit. Am Dienstag hat sie Kundendaten gestohlen und droht nun damit, diese vollständig zu veröffentlichen. Als Beleg gaben die Hacker bereits eine kleine Auswahl preis. Am Mittwoch forderten sie eine Zahlung von einer Million US-Dollar in Form der digitalen Bitcoin-Währung. Die Frist liegt bei drei Tagen ab Donnerstagmorgen. Mit jedem Tag, der verstreicht, verdoppelt sich der Betrag. Schirbit hat nach eigenen Angaben Experten angeheuert, um mit den Erpressern zu verhandeln.

Von: df

]]>
Fri, 04 Dec 2020 11:03:00 +0100
<![CDATA[Die Welt mit Jerusalem verbinden]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2020/12/04/die-welt-mit-jerusalem-verbinden/ Israelnetz: Vor sechs Jahren verübte ein Palästinenser in Jerusalem ein Schussattentat auf Sie. Sie wurden schwer verletzt. Wie geht es Ihnen heute?

Jehuda Glick: Körperlich viel, viel besser – Gott sei Dank! Ich habe an verschiedenen Stellen noch Schmerzen. Aber das Wichtigste ist, ich kann wieder ein normales Leben führen. Ich danke Gott, dass ich den Anschlag überlebt habe und wieder ich selbst sein kann.

In vielen Medien liest man von Ihnen immer wieder als „Tempelberg-Aktivist“. Was muss man sich darunter vorstellen?

Ich mag die Bezeichnung „Aktivist“ nicht. Das klingt nach jemandem, der draußen protestiert. Ich war Mitglied des Parlaments und habe die Knesset vor einem Jahr verlassen. Dann habe ich die „Schalom-Jerusalem-Stiftung“ gegründet. Wir wollen Menschen auf der ganzen Welt mit Jerusalem verbinden. Die Bibel beschreibt Gott als Schöpfer aller Menschen nach seinem Abbild. Er hat jeden von uns anders erschaffen. Er wollte unterschiedliche Nationen. Aber wir sind um einen Gott vereint.Ich sehe mich als einen Diener der Öffentlichkeit, als einen Diener Gottes. Ich betrachte mich definitiv als eine Person, die versucht, in der Welt etwas zu verändern. Aber ich sehe mich nicht als Oppositionsperson. Ich sehe mich mehr als jemand, der versucht Brücken zu bauen, zu verbinden, als Person, die versucht mit den Herzen der Menschen zu sprechen.

Wie sieht das praktisch aus, wenn Sie Brücken bauen?

Ich war viel mit Touristen unterwegs, die wir auf den Tempelberg gebracht haben. Ich verfolge ein Konzept der Vielfalt, der Harmonie, der Inklusivität. In Zeiten von Corona mache ich das über Zoom und auf Sozialen Medien. Ich gehe mindestens einmal pro Woche zum Tempelberg. Die Leute schicken mir Gebetsanliegen und wir beten dort für sie. Ich bringe Menschen über Zoom oder andere Nachrichtendienste in Verbindung und wir beten zusammen. Wir hatten Leiter aus Afrika, die gemeinsam beteten, Menschen aus den USA, die für die Menschen in Afrika beten. Und während der großen Brände in Australien gab es Menschen, die für das Land beteten. Es ist eine Bewegung von Menschen, die glauben, dass die Welt eins ist und dass wir alle Verantwortung füreinander haben.

Und diese Menschen, mit denen Sie beten, sind Christen oder auch Juden?

Es sind viele Juden und viele Christen. Viele Menschen aus anderen Ländern. Ich überprüfe ihre Identität nicht, aber es sind Menschen aus Indien, Indonesien, Abu Dhabi, Korea und aus Lateinamerika dabei – Menschen, die diese Idee verbindet.

Sie setzen sich dafür ein, dass Juden wieder auf dem Tempelberg beten dürfen. Warum ist Ihnen das so wichtig?

Laut der Bibel ist der Tempelberg das Zentrum des Gebets der Welt. Dass Menschen, die keine Muslime sind, dort nicht beten dürfen, ist verstörend. Dieser Ort sollte ein Symbol der Inklusivität, der Toleranz, des gegenseitigen Respekts und des Friedens sein. Es gibt dort Menschen, die auf Gewalt aus sind, auf Belästigung. Das ist das komplette Gegenteil von Gott und der Idee der Inklusivität. Ich setze mich nicht nur dafür ein, dass Juden dort beten dürfen. Ich kämpfe dafür, dass alle Menschen im Weltzentrum des Gebets beten dürfen.

Wir haben die Bibel, die in so viele Sprachen übersetzt wurde. Sie ist ein Bestseller. So viele Menschen sind mit der Bibel verbunden und die Bibel spricht davon, dass Gott das Volk Israel erwählt hat und die Stadt Jerusalem als Zentrum der Welt. Dafür setzen wir uns mit der Stiftung ein. Wir glauben, dass wir in den Zeiten der letzten Tage leben. Und in dieser Zeit müssen wir sicherstellen, dass Jerusalem, der Thron Gottes, die Vorstellung Gottes widerspiegelt. Und Gottes Idee ist nicht Hass, sondern Frieden.

Es ist nicht bekannt, wo genau sich das Allerheiligste des Tempels befand, das nicht betreten werden darf. Das Oberrabbinat warnt Juden deshalb davor, den Tempelberg zu besuchen, um den Ort nicht zu entweihen. Dennoch wächst seit Jahren die Zahl der religiösen Juden, die den Tempelberg besuchen. Wie lässt sich das miteinander vereinbaren?

Ich glaube, dass es offensichtlich ist, wo das Allerheiligste ist: An der Stelle des Felsendoms. Die Muslime haben eine Moschee auf der Südseite errichtet, um sie nicht an der Stelle des Tempels zu bauen. Aber wissen Sie, bei vielen Gelegenheiten führen religiöse Führer nicht die Revolution an. Es gab religiöse Führer, die waren gegen den Feminismus, gegen die Rückkehr des jüdischen Volkes nach Israel – nur säkulare Juden führten die zionistische Bewegung an. Aber wenn wir heute zurückblicken, dann sehen wir, dass viele dieser Revolutionen zu großen Veränderungen in der Welt geführt haben. Und dann hat sich auch die religiöse Führung angeschlossen.

Es gibt heute mehr als 300 führende Rabbiner, die uns unterstützen. Die Zahl wächst ständig. Ich erwarte nicht, dass die religiösen Führer irgendeine Art von Revolution beginnen. Ich glaube nicht an Revolution. Ich glaube mehr an Evolution, daran, dass sich die Dinge schrittweise entwickeln und nicht an einem Tag passieren. Unser Auftrag ist es, das Thema anzusprechen und ich hoffe, dass sich uns das Oberrabbinat irgendwann anschließt.

Vielen Muslimen gilt es als so schlimme Provokation, wenn Angehörige anderer Religionen auf dem Tempelberg beten, dass es zu gewaltsamen Ausschreitungen kommen kann. Wissen Sie, warum das so ist? Sind Sie darüber im Gespräch mit Muslimen?

Wir sprechen mit vielen Muslimen und wir haben viele muslimische Freunde. Leider gibt es verschiedene Orte auf der Welt, an denen radikale Muslime den Islam übernommen haben. Sie haben anfangs erwähnt, dass auf mich ein Anschlag verübt wurde – von einem Muslim. Aber später wurde ich von muslimischen Pflegern versorgt. Ich glaube, dass diese Muslime, die mich im Krankenhaus behandelt haben, viel mehr für den Islam tun als Menschen, die im Namen des Islam töten. Ich glaube, dass der Islam sehr oft von Menschen benutzt wird, die gewalttätig sind.

Ich setze mich dafür ein, Verständnis unter den Menschen zu fördern. Viele Muslime, die mit mir zusammenarbeiten, haben Angst vor dem politischen Islam hier in Israel. Das ist beunruhigend. Denn wir sind nicht hier, um zu kämpfen. Wir sind hier, um zu kooperieren. Ich glaube, dass die Muslime in unserer Region nur davon profitieren können, mit Israel zusammenzuarbeiten. Ich strecke meine Hand in Frieden aus. Unsere Bewegung lädt Menschen aller Nationalitäten und Religionen ein, sich uns anzuschließen und Brücken zu bauen.

Die meisten Muslime, aber auch einige Juden sehen in Ihnen einen Extremisten und eine Gefahr für den Weltfrieden, weil Sie den Status quo auf dem Tempelberg ändern möchten.

Ich bin sehr radikal und eifrig, wenn es darum geht, Menschen zu lieben. Ja, ich bin ein Extremist, wenn es um Toleranz und um Inklusivität geht. Viele Menschen glauben, dass das, was sie denken, die Wahrheit ist und niemand sonst einen anderen Schlüssel zur Wahrheit hat. Ich bin sehr extremistisch, wenn es um dieses Problem geht. Ja, ich liebe Menschen wirklich. Ich liebe die Tatsache, dass wir andere Menschen respektieren sollen. Ich weiß, dass viele Menschen denken, dass Religion radikal sein sollte und in ihrer Orthodoxie, ihrer Sturheit glauben, dass allein sie die Wahrheit kennen.

Es ist schwer, Menschen zu erklären, dass Gott ein inklusiver Gott ist und möchte, dass die Menschen unterschiedlich sind – so als wäre die Menschheit ein Orchester. Die Trommel ist kein Cello und das Klavier ist keine Violine und die Flöte ist definitiv keine Trompete. Ich finde, das ist das Schöne an einem Konzert, dass jedes einzelne Instrument seinen Platz hat. Manche Christen akzeptieren das nicht, manche Muslime akzeptieren das nicht. Manche Europäer akzeptieren keine Afrikaner. Manche Menschen erhöhen sich selbst. Ich bin ein Schüler König Davids und der sagte, sein Herz stehe nicht höher als andere. Wenn wir über Gott sprechen, dann sollten wir ein Instrument in Gottes Konzert sein und nicht jemand, der versucht, sich anderen aufzuzwingen. Und wenn die Leute uns deshalb als Extremisten betrachten, ja, dann sind wir Extremisten.

Mehrere jüdische Organisationen wollen den jüdischen Tempel wieder aufbauen. Das Jerusalemer Tempelinstitut bereitet seit Jahrzehnten alles für die Wiederherstellung eines Dritten Tempels vor – wie die für den Tempeldienst notwendigen Utensilien oder die priesterlichen Gewänder. Können Sie sagen, ob alles bereit ist, fehlt noch etwas?

Der Tempel ist nicht nur das Gebäude. Nach dem Motto, gib mir eine Million Dollar und wir werden einen Tempel haben. Ja, das Tempelinstitut bereitet Gefäße vor. Und wir warten darauf, das Haus des Gebets für alle Nationen wieder aufzubauen. Aber es gibt ein noch wichtigeres Gefäß. Und das sind die Seelen und die Herzen der Menschen. Der Wiederaufbau des Tempels als Gebetshaus für alle Nationen muss Teil einer humanitären Bewegung sein. Wir müssen unser Herz für die Waisen und die Witwen öffnen. Wir müssen unsere Herzen für Behinderte öffnen. Das ist die Idee eines Tempels. Ein Tempel verändert die Welt. Jeder einzelne Mensch ist einzigartig und besonders. Wir reden also über die Gefäße, die vorbereitet werden müssen. Das wichtigste Gefäß ist wirklich die Bereitschaft, all unsere negativen Gefühle aus unseren Herzen und Seelen zu entfernen und unsere Herzen zu öffnen. Das lässt zu, dass Gott in diese Welt kommt und nicht hinausgedrängt wird.

„Und deshalb glaube ich, dass wir versuchen müssen, auch die Herzen der muslimischen Welt zu berühren.“

Auf dem Tempelberg stehen mit dem Felsendom und der Al-Aqsa-Moschee islamische Heiligtümer. Jede kleinste Veränderung am Status quo sorgt für Zündstoff. Es scheint kaum vorstellbar, das dort wieder ein jüdischer Tempel stehen könnte.

Er wird nicht gebaut werden, wenn es uns nicht gelingt, dafür die Unterstützung der muslimischen Welt zu erhalten. Dass die Lage des Tempels, das Zentrum des Felsendoms, Hass, Schrecken und Aufstachelung im Namen Gottes darstellen, ist in meinen Augen etwas sehr Schreckliches. So etwas dürfen wir nicht tolerieren. Nein, wenn es um den lebendigen Gott geht, dann sollte es ein Ort des Friedens sein. Und deshalb glaube ich, dass wir versuchen müssen, auch die Herzen der muslimischen Welt zu berühren. Das wird nicht einfach. Wir müssen entschlossen und hingebungsvoll sein. Wir müssen demütig und bescheiden zu der Einsicht gelangen, dass Gott uns als sein Werkzeug benutzt. Das braucht Zeit.

Vor 100, 200 Jahren bezeichnete die christliche Welt Juden als Feind. Sie sah im jüdischen Volk ein Symbol für das Böse. Aber wie Sie wissen, gibt es heute viele Christen, die Israel unterstützen. Ich denke, das Gleiche geschieht langsam in der muslimischen Welt. Wir sehen viele arabische Länder, die näher an Israel heranrücken. Wir versuchen, die ganze Menschheit zu erreichen. Als Deutsche kommen Sie aus einem Land, das gerade im vergangenen Jahrhundert eine schmerzhafte Geschichte mit Israel hatte. Aber heute arbeiten Israel und Deutschland eng zusammen. Wer hätte das vor 80 Jahren gedacht? Wir müssen also glauben, dass sich die Dinge verändern können. Wir haben es mit unseren eigenen Augen gesehen, und wir müssen weiterhin glauben, dass wir diese Veränderung bringen können.

Innerhalb des Judentums ist umstritten, ob der dritte jüdische Tempel durch den Messias gebaut wird oder ob er schon stehen sollte, wenn der Messias kommt. Wie denken Sie darüber?

Ich bin kein Sprecher Gottes. Aber ich denke, es ist unsere Pflicht, das zu tun, was in der Bibel steht und nicht darauf zu warten, dass Gott Dinge tut. Gott hat die Welt erschaffen. Aber dann übergab er sie der Menschheit und sagte: Jetzt seid Ihr dran! Betreibt die Welt! Ich bin mir sicher, wenn wir Dinge tun, können wir das nicht ohne Gottes Hilfe. Wenn du versuchst, ein Haus ohne Gottes Hilfe zu bauen, ist es vergeblich. Aber das bedeutet nicht, dass wir damit aufhören sollten, sondern wir müssen beten, dass Gott uns dabei unterstützt und uns hilft.

Wir können nicht für den Messias entscheiden, wann er kommen soll, wie er kommen soll. Deshalb spielt der Messias keine so wichtige Rolle in meiner Theologie, weil ich das nicht in meiner Hand habe. Aber die Welt zu verbessern, zu den Herzen der Menschen zu sprechen, das ist unsere Mission. Das ist etwas, was wir tun können. Also anstatt darüber zu sprechen, wann der Messias kommen wird, lasst uns einfach handeln und der Messias wird da sein, er wird kommen, wenn die Zeit reif ist.

Sie haben einmal gesagt: „Ich will ein Gebetshaus für alle Menschen auf diesem Ort, dem heiligsten auf der Welt.“ Wie stellen Sie sich das vor? Wie könnte so ein Gebetshaus aussehen?

Ich möchte hier nicht ins Detail gehen. Als Theodor Herzl von der Gründung des Staates Israel, träumte, schrieb er im 19. Jahrhundert ein Buch über seinen Traum für einen jüdischen Staat. Wenn man Israel heute betrachtet, sieht man viele Dinge, die er sich vorgestellt hat – ohne, dass er etwas über die Hightech-Welt wusste, die es geben wird. Er wusste nicht, wohin der Weg führen wird.

Zunächst müssen wir Verständnis zwischen den Menschen erreichen. Wir sollten uns wirklich darauf konzentrieren, in unseren Herzen einen Wandel zu vollziehen. Wir könnten wunderbar zusammenarbeiten. Ich glaube, dass alles, was ich sage, kleiner ist als das, was es wirklich sein könnte. Ich sage einfach, lasst uns zusammenarbeiten. Wir können so viele große Dinge erreichen!

Vielen Dank für das Gespräch.

Die Fragen stellte Dana Nowak

2021 will Jehuda Glick für das Amt des Staatspräsidenten kandidieren. Das Interview wurde vor dieser Bekanntgabe geführt.

Diesen Artikel finden Sie auch in der neuen Ausgabe 6/2020 des Israelnetz Magazins. Sie können die Zeitschrift kostenlos und unverbindlich bestellen unter der Telefonnummer 06441/5 66 77 00, via E-Mail an info@israelnetz.com oder online. Gerne können Sie auch mehrere Exemplare zum Weitergeben oder Auslegen anfordern.

]]>
Fri, 04 Dec 2020 10:37:00 +0100
<![CDATA[See Genezareth steigt weiter an]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2020/12/03/see-genezareth-steigt-weiter-an/ Der See Genezareth ist zu Beginn dieses Winters so voll wie seit 17 Jahren nicht mehr. Durch den regenreichen November beträgt der aktuelle Wasserstand 209,94 Meter unter dem Meeresspiegel. Zum zulässigen Höchststand fehlen noch 1,14 Meter. Diese Entwicklung weckt große Hoffnung, den Degania-Damm in diesem Winter öffnen zu können. Dafür führte die israelische Wasserbehörde am Sonntag eine Generalprobe durch. Es wäre die erste vollständige Schleusenöffnung seit 1995. Im Jahr 2013 fand die letzte teilweise Schleusenöffnung statt.

Von: lkn

]]>
Thu, 03 Dec 2020 15:34:00 +0100
<![CDATA[UN-Generalversammlung stimmt für fünf pro-palästinensische Resolutionen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2020/12/03/un-generalversammlung-stimmt-fuer-fuenf-pro-palaestinensische-resolutionen/ NEW YORK (inn) – Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat am Mittwoch fünf Resolutionen verabschiedet, die sich gegen die Politik Israels wenden. Unter anderem bekräftigt die Ländergemeinschaft ihre Ablehnung israelischer Souveränität auf den Golanhöhen. Eine weitere warnt Israel davor, Veränderungen in Ostjerusalem vorzunehmen.

Für den israelischen UN-Botschafter Gilad Erdan gibt es dennoch einen Lichtblick: Die gleichen Resolutionen hatten vor einem Jahr zum Teil mehr Unterstützung gefunden. So stimmten in diesem Jahr für die Golan-Resolution 88 Länder bei 9 Gegenstimmen und 62 Enthaltungen; im vergangenen Jahr waren es 91 bei 9 Gegenstimmen und 65 Enthaltungen.

Blick auf Abstimmungsverhalten

Für die Ostjerusalem-Resolution fanden sich 145 Befürworter, bei 7 Gegenstimmen und 9 Enthaltungen. Gegenüber dem vergangenen Jahr gab es hier keine Veränderungen, wie die Zeitung „Jerusalem Post“ berichtet.

In den drei anderen Resolutionen geht es um die „Unveräußerlichen Rechte des palästinensischen Volkes“ (2020: 92/17/54; 2019: 92/13/61), um das „Sonderinformationsprogramm zur palästinensischen Frage“ (2020: 142/8/11; 2019: 144/8/14) und um die „Abteilung im Sekretariat für palästinensische Rechte“ (2020: 82/25/53; 2019: 87/23/54).

Da den Palästinensern bei derartigen Resolutionen eine Mehrheit sicher ist, schaut Israel auch auf kleinste Veränderungen im Abstimmungsverhalten. Erdan dankte den Ländern, die ihr Abstimmungsverhalten geändert haben. „Kein anderes Land ist mit mehr Diskriminierung konfrontiert, und es ist Zeit für die UN-Mitglieder, sich an unserem Kampf gegen die anti-israelische Agenda dieser Organisation zu beteiligen.“

Von: df

]]>
Thu, 03 Dec 2020 14:11:00 +0100
<![CDATA[Bahrain und Israel unterzeichnen Tourismus-Memorandum]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/tourismus/2020/12/03/bahrain-und-israel-unterzeichnen-tourismus-memorandum/ JERUSALEM (inn) – Eine aus 40 Geschäftsleuten bestehende Wirtschaftsdelegation aus Bahrain besucht seit Dienstag Israel. Angeführt wird sie vom bahrainischen Minister für Handel und Tourismus, Sajed al-Sajani. Höhepunkt des dreitägigen Besuchs war am Dienstag die feierliche Unterzeichnung eines Tourismus-Memorandums. Die beiden Länder erklären darin, künftig im Bereich des Tourismus eng zusammenarbeiten zu wollen.

Bei der Zeremonie in Jerusalem sagte Al-Sajani, er werde „mit viel Hoffnung und Ehrgeiz“ nach Bahrain zurückkehren. Die israelische Tourismusministerin Orit Farkasch-HaCohen (Blau-Weiß) bezeichnete das Treffen als „bilaterales Fachtreffen, um neue Möglichkeiten zu erarbeiten und Tourismusinitiativen zwischen den beiden Ländern zu fördern.“

Die Absichtserklärung ist die erste ihrer Art zwischen Israel und einem Golfstaat. Sie thematisiert eine Zusammenarbeit zwischen den Regierungen und dem Privatsektor.

Direktflüge und Sonderwirtschaftsteam

Auch wenn Regierungen Verträge unterzeichnen würden, so könnten doch nur Menschen Frieden möglich machen, erklärte HaCohen. Die Ministerien würden dafür die Rahmenbedingungen schaffen. „Wir ermutigen die Menschen sich zu treffen und miteinander zu sprechen. Wir verbinden zwei Kulturen. Auf diese Weise fördern wir einen echten und dauerhaften Frieden.“ Al-Sajani ergänzte, dass Israel in Bahrain einen „echten Partner, einen echten Investor und einen offenen Freund“ finden würde.

Am Mittwoch traf sich Al-Sajani erst mit Außenminister Gabi Aschkenasi (Blau-Weiß) und später mit Premierminister Benjamin Netanjahu (Likud). Bei den Gesprächen kündigte Al-Sajani Direktflüge zwischen Bahrain und Israel an. Aschkenasi bezeichnete den Besuch des bahrainischen Ministers als „Feier des Friedens im Nahen Osten“. Die Delegation symbolisiere die Normalisierung der Beziehung. Der Außenminister kündigte außerdem die Schaffung eines Sonderwirtschaftsteams an. Dieses soll das „Geschäftspotential“ des Friedensabkommens maximieren. Netanjahu sagte beim Treffen: „Das ist ein echter Frieden, der wirtschaftliche Vorteile ermöglicht, die noch vor wenigen Monaten unvorstellbar waren.“

Keine Kennzeichnung von Siedlungsprodukten

Al-Sajani kündigte am Donnerstag an, dass Bahrain Siedlungsprodukte nicht als solche kennzeichnen würde. Es sei egal. „in welcher Stadt oder in welcher Region“ israelische Waren produziert wurden. „Wir gehen mit Israel und israelischen Unternehmen so um, wie wir mit einem italienischen, indischen, chinesischen, deutschen oder saudischen Unternehmen umgehen würden. Es gibt keine Einschränkungen oder Sonderregeln. Wir haben mit Israel ein neues Kapitel aufgeschlagen“, sagte er.

Vor der Abreise der Delegation am Donnerstag, wird Al-Sajani noch die Diamantenbörse in Ramat Gan besuchen.

Von: mas

]]>
Thu, 03 Dec 2020 14:00:00 +0100
<![CDATA[Kongressabgeordnete Tlaib fordert „Palästina vom Fluss bis zum Meer“]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2020/12/03/kongressabgeordnete-tlaib-fordert-palaestina-vom-fluss-bis-zum-meer/ Die amerikanische Kongressabgeordnete Rashida Tlaib hat mit einem anti-israelischen Twittereintrag für Aufsehen gesorgt. Zum Welttag der „Solidarität mit dem palästinensischen Volk“ am 29. November teilte die Demokratin auf Twitter ein entsprechendes Poster und forderte ein „freies Palästina vom Fluss bis zum Meer“. Demnach wäre in der Region kein Platz für den Staat Israel. Unter anderem nach Kritik durch die US-amerikanische Gruppe „Demokratische Mehrheit für Israel“ löschte Tlaib den Eintrag und schrieb, sie denke an diesem Tag besonders an ihre Familie in „Palästina“.

Von: dn

]]>
Thu, 03 Dec 2020 13:54:00 +0100
<![CDATA[Botschaftsbüro in Jerusalem geplant]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2020/12/03/botschaftsbuero-in-jerusalem-geplant/ Tschechien plant die Einrichtung eines diplomatischen Büros in Jerusalem. Das gab das Außenministerium am Mittwoch bekannt. Demnach wird zukünftig ein Diplomat aus der Botschaft in Tel Aviv im Honorarkonsulat in Jerusalem stationiert sein. Das Ministerium stellt jedoch klar, es handle sich dabei nicht um eine neue Botschaft. Israels Außenminister Gabi Aschkenasi (Blau-Weiß) begrüßte den Schritt. Tschechien ist – nach Ungarn – erst das zweite EU-Land, das auch in Jerusalem einen diplomatischen Vertreter einsetzt.

Von: val

]]>
Thu, 03 Dec 2020 12:21:00 +0100
<![CDATA[Pilot aus Unabhängigkeitskrieg fliegt erneut über Israel]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2020/12/03/pilot-aus-unabhaengigkeitskrieg-fliegt-erneut-ueber-israel/ BE’ER SCHEVA (inn) – Anlässlich seines 100. Geburtstages ist ein ehemaliger Pilot der Israelischen Luftstreitkräfte (IAF) erneut in ein Flugzeug gestiegen. Begleitet von zwei weiteren Maschinen kreiste Harold Simon etwa 20 Minuten über einem Flugfeld nahe der Stadt Be’er Scheva. Nach der Landung beschrieb er die Erfahrung als „unglaublich“ und bedankte sich bei allen Beteiligten.

Harold „Smoky“ Simon kam 1948 gemeinsam mit seiner Frau nach Israel. Als Freiwilliger – sogenannter „Machal“ – erklärte sich der Südafrikaner bereit, die Israelischen Luftstreitkräfte zu unterstützen. Während des Unabhängigkeitskriegs war er vor allem als Navigator aktiv. Später wurde er der erste Einsatzleiter der Luftwaffe.

Im Zuge dieser Position erweiterte er den Flugzeugbestand der Luftwaffe. Hinzu kamen auch sogenannte Tiger Moths („Tigermotten“, benannt nach der Schmetterlingsart Bärenspinner). Dabei handelt es sich um einmotorige Doppeldecker-Flugzeuge. In genau solch einer Tiger Moth flog Simon nun seinen Jubiläumsflug.

Start in Palästina – Landung in Israel

In einem Interview der Luftwaffe berichtet Simon vom ersten israelischen Einsatzflug: „Als wir abhoben hieß der Luftwaffenstützpunkt noch Sde Dov, Palästina. Bei der Landung hieß er dann Sde Dov, Israel. (...) Das war ein sehr historischer Moment.“ Während des Fluges hatte David Ben-Gurion Israels Unabhängigkeit erklärt.

Simons Leidenschaft für das Fliegen ist auf seine beiden Söhne übergegangen: Saul und Dan sind ebenfalls ehemalige Luftwaffenpiloten. Die Idee des Geburtstagsflugs stammte von ihnen.

Von: val

In einer früheren Version des Artikels hieß es, Harald Simon sei nicht selbst geflogen, tatsächlich ist er aber selbst geflogen. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

]]>
Thu, 03 Dec 2020 12:04:00 +0100
<![CDATA[Nachrichten vom 03. Dezember 2020]]> https://www.israelnetz.com/israelnetz-tv/2020/12/03/nachrichten-vom-03-dezember-2020/ Thu, 03 Dec 2020 11:45:00 +0100 <![CDATA[Kriegsschiff trifft in Israel ein]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2020/12/03/kriegsschiff-trifft-in-israel-ein/ Die erste von vier in Deutschland gebauten Korvetten ist in Israel angekommen. Am Mittwoch erreichte das Kriegsschiff „INS Magen“ Haifa. Die Marine hielt vor Ort eine Willkommenszeremonie ab. Israels Präsident Reuven Rivlin sagte bei der Veranstaltung, dass die Aufrüstung der Marine Israels strategische Bedürfnisse erfülle. Weiterhin dankte Rivlin Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzlerin Angela Merkel für ihre Verpflichtung gegenüber den strategischen Beziehungen beider Länder. Eingesetzt werden sollen die Schiffe zum Schutz von Gasförderplattformen in Mittelmeer.

Von: mas

]]>
Thu, 03 Dec 2020 11:07:00 +0100
<![CDATA[Schwindet Israels Image als Innovationsschmiede?]]> https://www.israelnetz.com/kommentar-analyse/2020/12/03/schwindet-israels-image-als-innovationsschmiede/ Eine Analyse von Antje C. Naujoks, Be'er Scheva]]> Die nichtprofitorientierte Organisation „Vibe Israel“ möchte dazu beitragen, dass Menschen in aller Welt positiv über Israel denken. Der Organisation geht es vor allem um das Israel-Bild der jungen Generation, der Erwachsenen von Morgen. Daher befasst sich „Vibe Israel“ intensiv mit der Frage, welche Reputation Israel als Land genießt. Geht es um das Image eines Landes, sind vielseitige Aspekte relevant, auch die Wirtschaft. Gerade in dieser Hinsicht wurde Israel im Ausland auch noch längere Zeit nach der Staatsgründung mit Jaffa-Orangen assoziiert.

Als Israel Mangel- und Entwicklungswirtschaft überwunden und nach fast vier Jahrzehnten den Integrationssprung in die Weltwirtschaft gemeistert hatte, wandelte sich auch das. Nachfolgend assoziierte die Welt Israels Wirtschaft zunächst mit der in den 1980er Jahren aufkommenden Computertechnologie. Bis heute sind noch etliche andere Sektoren der Hochtechnologie hinzugekommen.

Israelische Jungunternehmer: Risikobereit und experimentierfreudig

Langsam aber sicher wurde in Israel der Sektor der Hochtechnologie wirtschaftlich tonangebend. Aufgrund mehrerer zusammenwirkender Faktoren etablierte sich schon vor vielen Jahren eine ganz besondere Kultur, die auch der Gründung von risikobereiten und experimentierfreudigen Jungunternehmen Vorschub leistete. Sie schossen wie Pilze nach dem Regen aus dem Boden. Das brachte dem Land das Image als „Start-up-Nation“ ein, das weitaus mehr als ein ausschließlich ökonomisches Aushängeschild ist. Seit rund 15 Jahren hegt und pflegt Israel dieses Image als dynamische, ideen- und innovationsfreudige Jungunternehmernation. Nach wie vor machen israelische Unternehmen international Schlagzeilen, weil sie ungewöhnliche Ideen aufwerfen, abwegige Lösungen ausklügeln und etwa revolutionäre Dinge erfinden, die vielfach andere Unternehmen in die angewandte Forschung tragen und kommerzialisieren. Auch die aufsehenerregenden Firmenverkäufe zu schwindelerregenden Summen sind immer wieder Meldungen wert.

Trotzdem war „Vibe Israel“ davon überzeugt, dass das Land aufwachen sollte. Das schnelllebige Israel sollte eine Runde innehalten, um sich zu fragen, ob seine vielgepriesene „nationale Handelsmarke“ tatsächlich noch relevant ist.

Um dies näher zu ergründen, beauftragte die gemeinnützige Organisation eine Expertenfirma mit einer Großumfrage. Das 2003 im spanischen Madrid gegründete, längst jedoch international aktive Beratungsunternehmen „Bloom Consulting“ widmet sich unter anderen Image-Fragen von Staaten. Um zu ermitteln, wie es um Israels Innovations-Weltruf wirklich steht, wurden die Leitungsspitzen von 3.000 führenden Unternehmen befragt, die gemeinsam zehn für Israel relevante Zielmärkte repräsentieren. Dabei berücksichtigte „Bloom Consulting“ Ergebnisse von Interviews mit israelischen Unternehmern wie auch mit Regierungsrepräsentanten relevanter Ministerien des Landes. Der gegenwärtige „Wert der Wirtschaftsmarke Israel“ wurde mit den USA, Großbritannien, Finnland, Singapur, Südkorea und Estland verglichen.

Besonders gefragt: Cybertechnologie aus Israel

Unterm Strich lässt sich zusammenfassen: Andere Länder dürfen sich mit Fug und Recht „Start-up-Nation“ nennen. Teilweise übertrumpfen sie Israel sogar. Während in Israel die Jungunternehmerlandschaft bereits seit vier Jahren kaum mehr wächst, verzeichnen Länder wie Südkorea in diesem Bereich eine Wachstumsrate von 30 Prozent. Estland bringt es sogar auf stolze 71 Prozent. Somit darf nicht verwundern, dass die überwältigende Mehrheit der befragten Unternehmer Israel nicht mehr par excellence mit dem Terminus „Jungunternehmernation“ in Verbindung bringt.

Rund Dreiviertel der befragten international agierenden Unternehmer und Investoren gaben dennoch an, Israels Hochtechnologie große Wertschätzung und viel Vertrauen entgegenzubringen. Deshalb würden sie auch nicht zögern, mit Israel Geschäfte zu machen. Sollte das Land im Vergleich zu seinen Konkurrenten jedoch stagnieren, würden sie sich selbstverständlich anders orientieren. Israelische Produkte blieben in einem solchen Fall nur dann noch attraktiv, wenn sie kostengünstiger als die der nicht-israelischen Konkurrenten wären. Ein Bereich der israelischen Hochtechnologie ist von diesen Aussagen nicht betroffen: Für Produkte oder Dienstleistungen des Bereiches Cyber-Sicherheit würden die befragten Unternehmer im Durchschnitt nicht nur mehr, sondern sogar bedeutend mehr hinblättern.

Nahostkonflikt spielt für viele Unternehmen keine Rolle

Die Studie deckte weitere Aspekte auf, die für Israels Image als Technologie-Innovations-Hochburg wenig schmeichelhaft sind. Wenn auch beruhigend ist, dass Sicherheitsbedenken, der israelisch-palästinensische Konflikt oder die Israel-Boykott-Bewegung BDS so gut wie keine oder gar keine Rolle beim Blick von Unternehmern wie Investoren nach Israel spielen, so nimmt die Welt viele Firmen von Israels Hochtechnologiebranche überhaupt nicht als israelisch wahr. Dazu sagte die „Vibe Israel“-Gründerin Joanna Landau, die 2013 von dem US-amerikanischen Wirtschaftsmagazin „Forbes“ zu einer der einflussreichsten Frauen des Landes erklärt wurde: „Israel ist wie ein weißes Etikett. Wir kreieren Technologien für multinationale Konzerne, bekommen dafür aber nicht die Anerkennung.“

„Vibe Israel“ deckte im Zuge der in Auftrag gegebenen Studie noch einen weiteren bedeutsamen Aspekt auf. Zwar hat Israel sowohl die Digitalisierung als auch das Internet maßgeblich mitgeprägt. Aber ausgerechnet dieses Land wartet mit wenigen Treffern auf, wenn man das Internet nach Schlüsselbegriffen wie „Firmengründung“, „Unternehmenssteuer“ und „Investitionen“ in Kombination mit dem Schlagwort „Israel“ durchforstet. Auch hier scheint rund um Israel alles zu stagnieren. Des Weiteren hielten die Experten von „Bloom Consulting“ in ihrem Abschlussbericht fest: Die Internetsuche technologischer Termini in Verbindung mit Finnland, Südkorea und Estland bringe hohe Trefferquoten, die alleine in den letzten vier Jahren zwischen 26 und 54 Prozent zunahmen. Daher dürfe nicht verwundern, dass „Bloom Consulting“ die Empfehlung aussprach, „Israel sollte seine Botschaften und deren Relevanz dringend neu bewerten“.

Nichts an Relevanz verloren

Doch dem unterliegt auch eine gute Nachricht: Israel als innovatives Land, dessen Entwicklungen nicht nur der eigenen Wirtschaft, sondern der gesamten Welt viel Gutes bringen, hat nicht an Relevanz verloren. Im Gegenteil, wie keineswegs nur der Sektor der Cyber-Sicherheit unterstreicht. Zu benennen sind unter anderem die unzähligen bahnbrechenden Forschungen der Biotechnologie wie auch der sogenannten Sauberen Technologien. Doch zu erwähnen sind ebenfalls die israelischen Innovationen rund um das moderne Auto – dies umso mehr angesichts der Tatsache, dass Israel nie über eine eigene Automobilindustrie verfügte. Außerdem machen sich medizinische und medizintechnische Innovationen aus Israel einen zunehmend guten Namen.

In Anbetracht der Covid-19-Pandemie erlebt gerade auch dieser Sektor einen enormen Schub nach vorne. Auch „Vibe Israel“ sieht nicht nur die Versäumnisse, sondern die Chancen, die sich dem Land bieten. Gerade auch an den Privatsektor richtet die gemeinnützige Organisation daher den Aufruf: „Sagt laut und deutlich, dass ihr israelisch seid, erzählt eure Geschichte und besonders wichtig: investiert in die Erarbeitung eines Markenzeichens, jetzt und sofort, denn eure Konkurrenz schläft nicht.“

Dabei sollte es nicht nur um die Produkte und die Firmen als solche gehen. Vor allem die israelischen Besonderheiten sollten hervorgehoben werden. Diesen der Wiedererfindung der israelischen Ideenschmiede zuträglichen Erzählstrang sollte laut Empfehlung von „Bloom Consulting“ auch der Staat Israel übernehmen, der immerhin maßgeblich in Forschung und Entwicklung investiert und diesbezüglich an weltweiter Spitze steht.

Das Quäntchen Unverfrorenheit

Es geht hier, wie eingangs angedeutet, auch um das Quäntchen Unverfrorenheit, das Israelis einbringen, wenn sie ein Ziel verfolgen. Zum Tragen kommt in Israel durchweg Risikobereitschaft gekoppelt mit der Fähigkeit, Lösungen nicht nur zu suchen, sondern zu finden, wenn andere längst aufgegeben haben. Israel bietet zudem eine außergewöhnliche Kultur der weichen Hierarchie- und Autoritätsstrukturen, in der ausgerechnet Misserfolge positiv gewertet werden. Ein gestrauchelter Unternehmer gilt nicht zwangsläufig als Verlierer, schließlich hat er jede Menge Erfahrungen gesammelt.

In Israel wird nicht der Absturz eines Erfinders mit seinem gerade erst gegründeten Unternehmen wahrgenommen, sondern beobachtet, wie er wieder auf die Beine kommt und weitermacht. Diese und andere Aspekte sind in Israel mit einer dynamischen Investitionslandschaft gekoppelt, die ausländische Geldgeber anzieht und Regierungsförderungen selbst bei den verrücktesten Ideen in Aussicht stellt. Das trägt dazu bei, dass Israel als „Start-up-Nation“ zwar Konkurrenz bekommen haben mag, aber keineswegs irrelevant geworden ist.

Der Staat wie auch die Unternehmen müssen allerdings aus ihrem Dornröschenschlaf aufwachen. Sie müssen endlich nicht nur bei der Entwicklung ihrer Innovationen über den Tellerrand blicken, sondern ebenso unkonventionell denken, wenn es um das frühzeitige Finden von Markennamen und Handelszeichen geht. Diese weisen die Produkte als genauso einzigartig aus, wie die Menschen, die sie entwickelt haben, und die Kultur, die ihre Innovation begünstigt hat, ihresgleichen suchen.

Ultra-Orthodoxe und Beduinen im Hightechbereich

Dass Israel die Fähigkeit besitzt, Innovationen zu innovieren, veranschaulicht unter anderen der Erfolg der beduinisch-muslimischen wie auch der ultra-orthodoxen Gemeinschaft im Sektor der Hochtechnologie. Dass an der einsamen Spitze einer der führenden Cloud-Sicherheitsfirmen Israels eine ultra-orthodoxe Jüdin steht, ist ebenso wenig Zufall wie die vielen beduinischen Jungunternehmer, die sich in diversen Technologiebereichen tummeln, obwohl nicht wenige von ihnen noch in Zelten zur Welt kamen und Eltern haben, die Analphabeten sind.

]]>
Thu, 03 Dec 2020 10:45:00 +0100
<![CDATA[Abgeordnete stimmen in erster Lesung für Gesetzesvorschlag zur Auflösung der Knesset]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2020/12/02/abgeordnete-stimmen-in-erster-lesung-fuer-gesetzesvorschlag-zur-aufloesung-der-knesset/ Ein Gesetzesvorschlag zur Auflösung der Knesset hat am Mittwoch die erste Hürde genommen. Die Abgeordneten stimmten mit 61 zu 54 Stimmen dafür. Der Entwurf kommt nun in den Hausausschuss. Für eine Verabschiedung müsste er dann noch drei weitere Lesungen durchlaufen. In diesem Fall stünden die vierten Neuwahlen binnen zweier Jahre an. Derzeit sorgt vor allem die Hauhaltsdebatte für Spannungen in der Koalition.

Von: df

]]>
Wed, 02 Dec 2020 15:00:00 +0100
<![CDATA[Juden und Araber finden an Universitäten selten zueinander]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2020/12/02/juden-und-araber-finden-an-universitaeten-selten-zueinander/ JERUSALEM (inn) – Juden und Araber an Universitäten bleiben größtenteils in der jeweils eigenen Gruppe. Das zeigt eine Studie im Auftrag der Organisation „The Abraham Initiatives“ im Verbund mit der „Stiftung Edmond de Rothschild“. Demnach haben 15 Prozent der jüdischen Studenten an gemeinsamen Projekten oder Seminaren teilgenommen, bei den arabischen Studenten waren es 37 Prozent.

Sozialpsychologen an der Hebräischen Universität Jerusalem befragten für die Studie 4.697 Studenten oder Hochschulabsolventen von zwölf Bildungseinrichtungen. Demnach haben 60 Prozent der Araber das Gefühl, dass Juden an Universitäten bevorzugt werden. Zugleich gaben 58 Prozent an, Diskriminierung erlebt zu haben. Umgekehrt glauben 50 Prozent der Juden, dass Araber bevorzugt werden. Rund 12 Prozent sind der Meinung, dass Araber überhaupt keine Diskriminierung erfahren.

Insgesamt stieg der Anteil der Araber an israelischen Universitäten in Israel. Im vergangenen Studienjahr lag deren Anteil bei 18 Prozent im grundständigen Studium, vor zehn Jahren lag er noch bei 11 Prozent. Bei den weiterführenden Studiengraden finden sich 15 Prozent Araber, bei den Doktoranden 7 Prozent.

Von: df

]]>
Wed, 02 Dec 2020 14:11:00 +0100
<![CDATA[Erster israelischer Linienflug in Emiraten gelandet]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2020/12/02/erster-israelischer-linienflug-in-emiraten-gelandet/ TEL AVIV / DUBAI (inn) – Der erste kommerzielle Flug einer israelischen Fluggesellschaft in die Vereinigten Arabischen Emirate hat am Dienstag stattgefunden. Der Israir-Flug mit der Nummer 6H333 transportierte 170 Passagiere vom Ben-Gurion-Flughafen in Tel Aviv zum Internationalen Flughafen in Dubai. Die Reise dauerte 3 Stunden und 18 Minuten, da die israelischen Piloten den saudi-arabischen Luftraum nutzen durften. Hätten sie Saudi-Arabien umfliegen müssen, hätte der Flug doppelt so lange gedauert. Die Saudis hatten nur wenige Stunden zuvor ihre Erlaubnis erteilt.

Nach der Landung in Dubai rief der israelische Premier Benjamin Netanjahu den Kapitän des Flugs, Haggai Kanaan, an. Er gratulierte: „Dies ist ein historischer Tag. Sie haben den Frieden näher gebracht. Das ist unglaublich – eine Verkörperung des Friedens.“ Kanaan antwortete: „Wir sind sehr bewegt über diesen Moment. Wir werden im Dezember 90 Flüge nach Dubai haben. Das ist ein Durchbruch, nicht nur mit Blick auf Frieden, sondern auch auf die israelische Luftfahrt.“

Zukunft ungewiss

Ob die Israelis den saudischen Luftraum weiterhin befliegen können, scheint jedoch unklar. Laut israelischen Medienberichten zögerte das Königreich bis zuletzt mit einer Zustimmung. Israir-Vizepräsident Gil Stav sagte dem Fernsehsender „Kanal 13“ laut einem Artikel der Onlinezeitung „Times of Israel“: „Man kann sagen, dass wir eine Woche lang nicht schlafen konnten, bis wir alle nötigen Genehmigungen hatten.“ Laut israelischen Fernsehberichten gilt die Erlaubnis jedoch nur für vier Tage und lediglich für Flüge nach Dubai.

Die israelische Regierung habe sich im letzten Moment an die US-Regierung gewandt, um Saudi-Arabien zum Einlenken zu bewegen. Diese Woche will der Schwiegersohn und Chefberater von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, zu Kronprinz Mohammed Bin Salman nach Neom reisen, um eine längerfristige Einigung zu erzielen. Der Besuch gilt auch als letzter Versuch der Trump-Regierung, die Saudis doch noch von einer Normalisierung mit Israel zu überzeugen.

Von: tk

]]>
Wed, 02 Dec 2020 13:22:00 +0100
<![CDATA[Philippinen für pro-jüdischen Einsatz ausgezeichnet]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2020/12/02/philippinen-fuer-pro-juedischen-einsatz-ausgezeichnet/ TEL AVIV (inn) – Für ihren pro-jüdischen Einsatz während des Holocaustes haben die Philippinen eine Auszeichnung des Bundes Allgemeiner Zionisten (CGZ) erhalten. Der philippinische Botschafter, Reichel Quinones, nahm die Urkunde am Montag während einer Zeremonie in der Botschaft in Tel Aviv entgegen.

Grund für diese Ehrung ist zum einen das Abstimmungsverhalten der Philippinen zur UN-Resolution 181 im Jahr 1947. Als einziges asiatisches Land stimmten sie für die Resolution und damit für den UN-Teilungsplan. Demzufolge sollte das britische Mandatsgebiet Palästina in zwei Staaten – einen jüdischen und einen arabischen – aufgeteilt werden.

Rettung von 1.300 Juden

Ein weiterer Grund ist das Engagement des ehemaligen philippinischen Präsidenten Manuel Quezon. Dieser hatte sich zu Zeiten des Holocaust bereit erklärt, jüdische Flüchtlinge aufzunehmen. Durch seinen Einsatz seien über 1.300 Juden gerettet worden, hieß es in einem Artikel der Zeitung „Jerusalem Post“. Unterstützt wurde er unter anderem vom ehemaligen US-Präsidenten Dwight Eisenhower. Quezon verstarb noch vor Ende des Zweiten Weltkriegs, im Jahr 1944, im Alter von 66 Jahren.

Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Bundes Allgemeiner Zionisten, David Ja'ari, erklärte, das mutige Verhalten von Präsident Quezon in einer solch dunklen Zeit müsse entsprechend gewürdigt werden. Zudem machte CGZ-Generalsekretär Dov Lipman deutlich, die Rettung von Juden und die Unterstützung Israels seien keineswegs selbstverständlich.

Der CGZ ist eine Gruppe innerhalb des Zionistischen Weltkongresses. Er setzt sich für die Zusammenführung aller jüdischen Menschen ein, ohne dabei bestimmte politische oder religiöse Strömung zu bevorzugen. Viele Jahrzente wurde die Bewegung vom ehemaligen Vize-Präsidenten des Jüdischen Weltkongresses und Holocaust-Überlebenden Kalman Sultanik geleitet. Inzwischen hat der CGZ Vertreter in 14 Ländern, darunter auch Deutschland.

Von: val

]]>
Wed, 02 Dec 2020 12:36:00 +0100
<![CDATA[Delegation aus Bahrain in Israel]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/wirtschaft/2020/12/02/delegation-aus-bahrain-in-israel/ Zusammen mit 40 Geschäftsleuten ist Bahrains Minister für Handel und Tourismus Sajed al-Sajani am Dienstag in Israel angekommen. Bei dem dreitägigen Aufenthalt sind Treffen mit Premierminister Benjamin Netanjahu und weiteren Kabinettsmitgliedern geplant. Zur Normalisierung sagte der Minister: „Die ganze Welt schaut zu und wir sind fest entschlossen, dies zu einer Erfolgsgeschichte zu machen, so dass auch andere davon lernen können.“ Es war bereits die zweite offizielle Delegation binnen einer Woche. Al-Sajani und Tourismusministerin Orit Farkasch-HaCohen hatten kürzlich eine Konferenz für die Reisebranche beider Länder ausgerichtet.

Von

]]>
Wed, 02 Dec 2020 12:18:00 +0100
<![CDATA[Erste ultra-orthodoxe Hochzeit]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2020/12/02/erste-ultra-orthodoxe-hochzeit/ In den Vereinigten Arabischen Emiraten wurde am Montag offiziell die erste jüdisch-orthodoxe Hochzeit gefeiert. Die Veranstaltung mit mehr als 100 Gästen im Hotel „Park Hyatt Dubai“ lockte zahlreiche schaulustige Emiratis an. Das Brautpaar stammt aus Israel und Großbritannien. In beiden Ländern sind große private Feiern derzeit untersagt. Etwa die Hälfte der Gäste war aus Israel angereist. In den Emiraten gelten verhältnismäßig lockere Corona-Beschränkungen, wodurch sich ein Hochzeitstourismus entwickelt. Israelis, die aus dem arabischen Land zurückkehren, müssen nicht in Quarantäne.

Von: dn

]]>
Wed, 02 Dec 2020 11:40:00 +0100
<![CDATA[Amnesty verurteilt Hinrichtungswelle in Ägypten]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2020/12/02/amnesty-verurteilt-hinrichtungswelle-in-aegypten/ Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International kritisiert vermehrte Hinrichtungen in Ägypten. Allein im Oktober und November habe der Staat laut Medienberichten 57 Todesurteile vollstreckt. Das seien fast doppelt so viele wie im gesamten vergangenen Jahr – 2019 waren es 32. Die Vorgänge seien „schockierend“ und „entsetzlich“. Viele der Gerichtsverfahren verliefen „grob unfair“. So seien Massenprozesse gehalten und Geständnisse durch Folter erzwungen worden. Amnesty schätzt, dass die Dunkelziffer noch weit höher ausfällt. Ägypten macht seine Exekutionsstatistik nicht öffentlich.

Von: tk

]]>
Wed, 02 Dec 2020 10:53:00 +0100
<![CDATA[Jusos entschuldigen sich für pro-israelische Beschlüsse]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2020/12/01/jusos-entschuldigen-sich-fuer-pro-israelische-beschluesse/ Eine Analyse von Sandro Serafin]]> Bis in israelische Medien hatten es die Jusos vor einem Jahr geschafft, als sie auf ihrem jährlichen Bundeskongress zwei pro-israelische Resolutionen verabschiedeten. In einem der Beschlüsse wandte sich die Jugendorganisation der SPD gegen die „unverhältnismäßige Verurteilung Israels“ bei den Vereinten Nationen. In dem anderen nahm sie Haltung gegen israelbezogenen Antisemitismus ein und bezeichnete die Israel-Boykott-Bewegung BDS als „im Kern antisemitische Kampagne“.

An diesem Wochenende nun, ein Jahr und einen Bundeskongress später, haben sich die Jusos zumindest für „Teile“ dieser Beschlüsse entschuldigt – mit einer weiteren Resolution. Von einem „Fehler“ war während der digitalen Verbandsversammlung mit Blick auf das vergangene Jahr die Rede, von gebrochenen Prinzipien und verletzten Regeln. „Das tut uns leid“, sagte ein Mitglied. Gegenredner gab es nicht. 96 Prozent der Delegierten stimmten der neuen Resolution zu.

Druck aus Nahost

Was Selbstkritik sein sollte, klang an diesem Wochenende eher nach Unterwerfung. An den israelfreundlichen Beschlüssen des vergangenen Jahres hatte es offenbar massive Kritik von Partnerorganisationen der Jusos im Nahen Osten gegeben. Nach Israelnetz-Informationen reagierte nicht nur die Jugendorganisation der palästinensischen Fatah-Partei (Schabiba) von Mahmud Abbas, sondern auch Vertreter der Jugendverbände der israelischen Arbeitspartei und von Meretz mit einem zeitweisen Boykott der Zusammenarbeit mit den Jusos. Mit allen drei Organisationen kooperierten die Jungsozialisten bislang im Rahmen des „Willy Brandt Centers“ (WBC) in Jerusalem. Das WBC war 1996 von den Jungsozialisten initiiert worden, um Kontakte zwischen Israelis und Palästinensern herzustellen.

„Wir wurden Anfang dieses Jahres vor die Wahl gestellt: Sehen wir dabei zu, wie unser größtes friedenspolitisches Projekt, das WBC, vor die Hunde geht, oder führen wir endlich die Debatten in unserem Verband, die längst überfällig waren“, sagte die stellvertretende Vorsitzende Manon Luther. Unter dem Druck der Nahost-Partner entschieden sich die Jusos dazu, eine neue Resolution zu verabschieden, um das WBC zu retten. Das Ergebnis ist der Beschluss vom Wochenende.

„Keine Deutungshoheit“?

Aus dem siebenseitigen Papier spricht das Bemühen um eine zum Scheitern verurteilte Haltung der Äquidistanz. Vom „Grundsatz der doppelten Solidarität“ ist die Rede. Man wolle eine „dritte Partei“ sein, „die sich selbst keine Deutungshoheit im Konflikt gibt“, sagte Juso-Vize Luther. Der Beschlusstext kann der Versuchung, den israelisch-palästinensischen Konflikt zu analysieren und Lösungsvorschläge zu machen, dann aber doch nicht widerstehen. „Einer friedlichen Lösung auf der Basis von zwei unabhängigen und lebensfähigen Staaten“ sei „absolute politische Priorität einzuräumen“, heißt es da unter anderem.

Auffällig ist, dass die Resolution den Themen „Grenzen und Siedlungsbau“ sowie „Besatzung und Annexion“ eigene Zwischenüberschriften widmet, dem omnipräsenten Themenkomplex Terror hingegen nicht. Das Wort selbst kommt im Text nicht einmal vor. Freilich: „Attentate, Raketenangriffe und Bombardierungen“ werden erwähnt. Gegen wen sich diese in erster Linie richten, liest man jedoch nicht. Stattdessen heißt es im nächsten Satz: „Wir verurteilen die Gewalt gegen die Zivilbevölkerungen“ – man beachte den Plural.

Besonders konkret werden die Jungsozialisten mit einer Forderungen an die israelische Seite. Um Vertrauen zu schaffen, müssten „Checkpoints und Sperranlagen“ zurückgebaut werden. „Für eine Mauer zwischen Israel und Palästina ist kein Platz.“ Kurz zuvor hatte der Text noch die „legitimen Sicherheitsinteressen des Staates Israel“ betont. Die israelische Sperranlage, über weite Teile ein Zaun, hat im Zuge der „Zweiten Intifada“ zu einer massiven Reduktion der Terroranschläge beigetragen. Eine ähnlich direkte Aufforderung an die palästinensische Seite, etwa die Zahlung von Terror-Renten einzustellen, sucht man vergeblich.

„Schwesterorganisation“ Fatah

Besonders pikant an dem Beschluss erscheint zudem, dass den Juso-Partnern vor Ort, also der Fatah-Jugend sowie den Jugendorganisationen von Avoda und Meretz, ein Veto-Recht für Juso-Beschlüsse eingeräumt werden soll, die sich mit dem israelisch-palästinensischen Konflikt befassen. Israelfreundliche Resolutionen wie die vom vergangenen Jahr hätten bei einer konsequenten Anwendung dieses Passus in Zukunft keine Chance mehr.

In zahlreichen großen Medien hatte der Beschluss bereits am Montag für Aufregung gesorgt, weil die Fatah-Jugend darin als „Schwesterorganisation“ der Jusos bezeichnet wird. Eine Kooperation zwischen beiden Verbänden besteht allerdings schon seit vielen Jahren, nicht zuletzt weil beide dem internationalen Jungsozialisten-Verband „IUSY“ angehören. Auch die Mutterpartei SPD hat internationale Verbindungen zur Fatah. Bereits 2012 hatten Äußerung der damaligen SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles für Empörung gesorgt, wonach SPD und Fatah „gemeinsame Werte“ teilten. „Sozialismus geht für uns nur international“, sagte die stellvertretende Juso-Vorsitzende Hanna Reichhardt am Wochenende. „Uns sind Menschen am anderen Ende der Welt, die unsere Werte teilen, viel näher als beispielsweise Fascho-Klaus von nebenan.“

SPD-Generalsekretär wegen CDU-Kritik verärgert

Obwohl die Kooperation alles andere als neu ist, sorgte sie zu Wochenbeginn vor allem bei jüdischen Interessenverbänden sowie Vertretern von Union, FDP und AfD für Kritik. Dass sich auch mehrere CDU-Vertreter empört zeigten, kann dabei durchaus irritieren: Schließlich ist es die von einer CDU-Kanzlerin geführte Bundesregierung, die alljährlich Millionenbeträge in die Palästinensische Autonomiebehörde pumpt und auf diese Weise Kritikern zufolge indirekt Gehälter für Terroristen mitfinanziert.

Der scheidende Juso-Chef Kevin Kühnert, der zuletzt mit der Aussage aufgefallen war, dass Israel „für mich etwas ganz besonderes ist“, versuchte am Abend die Wogen zu glätten. In einem Livevideo im Sozialen Netzwerk Instagram relativierte er das Veto-Recht der Fatah als eine „Ehrenerklärung“ der Jusos, die entfalle, wenn die Organisation ihr vorgebliches Bekenntnis zur Gewaltfreiheit verlasse – „so sehe ich das zumindest“. Es gehe darum im Gespräch zu bleiben, Kritik werde keinesfalls „runtergeschluckt“. „Wir würden dort nicht mit Leuten zusammenarbeiten, wenn nicht auch unsere israelischen Partner diese Kooperation leben würden.“ Dass die Juso-Partner Meretz und Avoda in der israelischen Politik ein absolutes Randphänomen darstellen und keine ernsthafte Relevanz haben – bei den vergangenen Knesset-Wahlen kamen sie zusammen nicht einmal auf sechs Prozent –, erwähnte er nicht.

Offensichtlich vom Thema genervt zeigte sich SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil. „Ein wirklich komplexes Thema“ werde auf niedriges Niveau heruntergefahren. Die CDU wolle damit von der eigenen Kooperation mit der AfD ablenken, sagte er. Doch auch aus den eigenen Reihen kommt Kritik. Der Juso-Verband Leipzig reagierte auf den Beschluss bei Twitter mit dem Ausspruch: „We stand with Israel“ (Wir stehen an der Seite Israels).

]]>
Tue, 01 Dec 2020 15:41:00 +0100
<![CDATA[Israel kämpft mit mehr Infektionen – und hilft anderen]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/wissenschaft/2020/12/01/israel-kaempft-mit-mehr-infektionen-und-hilft-anderen/ JERUSALEM (inn) – Israel hat am Montag die höchste Zahl an Corona-Neuinfektionen seit Mitte Oktober gemeldet. Laut Angaben des Gesundheitsministeriums vom Dienstag wurden am Vortag 1.227 Ansteckungen festgestellt. Die Zahl der aktiven Fälle liegt jetzt erstmals seit einem Monat wieder über 10.000. Der Stand von nun 10.513 Fällen ist zudem der höchste seit dem 31. Oktober. Als schwerwiegend gelten 260 Erkrankungen. Seit Ausbruch der Pandemie sind 2.865 Israelis an oder mit COVID-19 gestorben.

Die Regierung beschloss daraufhin am Montag strengere Regeln für Geschäfte und Einkaufszentren. Anstatt von bisher einem Besucher pro sieben Quadratmeter Ladenfläche ist jetzt nur noch einer pro 15 Quadratmeter erlaubt. Für kleinere Geschäfte mit einer Gesamtfläche von bis zu 150 Quadratmetern gilt weiterhin die alte Regel. Es dürfen aber höchstens 10 Kunden gleichzeitig einkaufen.

Hilfe für Italien

Trotz eigener Schwierigkeiten hat Israel entschieden, am Dienstag eine medizinische Delegation in die norditalienische Region Piemont zu schicken. Die 20 Ärzte und Medizinexperten sollen dem schwer betroffenen Italien beim Kampf gegen die Pandemie helfen. In einem Brief an den Direktor des israelischen Gesundheitsministeriums, Chesi Levi, erklärte der Direktor des Außenministeriums, Alon Uschpis: „Der Gouverneur der norditalienischen Region Piemont hat sich an den israelischen Botschafter in Rom mit der dringenden Bitte gewandt, die Region im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus zu unterstützen.“ Es fehle dort an Ärzten und medizinischer Ausstattung.

Die Ministerien einigten sich darauf, dass das Scheba-Krankenhaus in Tel HaSchomer die geeigneten Ärzte für die Mission auswählen solle. Uschpis hält in seinem Brief fest: „Israel und Italien sind Partner, die eine tiefe Verbundenheit pflegen und in vielen Bereichen zusammenarbeiten. Da ist es nur natürlich, dass Israel Italien in Notzeiten hilft.“

Neue Erkenntnisse und Rückschläge

Derweil machen israelische Fachmedeziner Fortschritte bei der Erforschung des Coronavirus. So ergab eine Untersuchung, dass die Wahrscheinlichkeit, sich mit COVID-19 anzustecken, bei Asthma-Patienten 30 Prozent niedriger ausfällt. Dieses Ergebnis sei unabhägig von Alter, Geschlecht oder sozioökonomischem Status, heißt es in einem Artikel, der im US-amerikanischen Fachblatt „Journal of Allergy and Clinical Immunology“ erschien.

Laut Eugen Merson von der israelischen Organisation für Krankenversicherung und medizinische Versogung Leumit gibt es dafür drei mögliche Erklärungsansätze: Atemwegsallergien gehen mit der Reduzierung eines bestimmten Enzyms einher, an dem die Coronaviren andocken und so den menschlichen Körper befallen. Es könnte allerdings auch sein, dass Asthma-Patienten sich einfach konsequenter an Abstands- und Hygieneregeln halten, weil sie gemeinhin als Risikogruppe gelten. Möglicherweise liege es auch an den Inhalatoren, die viele Asthamtiker verschrieben bekommen: Die darin enthaltenen Glukokortikoide hemmen vermutlich die Vermehrung des Virus.

Das israelische Impfstoffprojekt mit dem Namen BriLife ist unterdessen ins Stocken geraten. Das Vakzin werde frühestens im Sommer 2021 zur Verfügung stehen, sagte kürzlich der Direktor des Israel-Instituts für Biologische Forschung, Schmuel Schapira. Er beklagte vor der Knesset „Überregulierung“ und Bürokratie: „Wir sollten schon in Phase III der klinischen Tests sein. Doch nun werden wir sie erst im April erreichen“. Diese Testphase, bei der 30.000 Menschen den Stoff verabreicht bekommen, müsse außerhalb Israels stattfinden, da die regulatorischen Hürden im Land zu hoch seien.

Von: tk

]]>
Tue, 01 Dec 2020 14:59:00 +0100
<![CDATA[Israelin in Ausschuss für Behindertenrechte gewählt]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2020/12/01/israelin-in-ausschuss-fuer-behindertenrechte-gewaehlt/ NEW YORK (inn) – Die Ländergemeinschaft bei den Vereinten Nationen hat die Israelin Odelia Fitussi am Montag in den Ausschuss zum Schutz für die Rechte von Menschen mit Behinderung (CRPD) gewählt. Die 43-Jährige ist die erste Israelin in diesem Gremium. Die Abstimmung gilt als großer diplomatischer Erfolg für den jüdischen Staat.

Um die neun von insgesamt 18 Sitzen kämpften 27 Länder. Israel erhielt in der ersten Wahlrunde 109 Stimmen. Der Ausschuss mit Sitz in Genf überprüft die Einhaltung der Konvention der Rechte von Menschen mit Behinderung. Der Konvention gehören 182 Unterzeichnerstaaten an. Sie war 2008 in Kraft getreten. Israel war laut der Zeitung „Jerusalem Post“ maßgeblich bei der Formulierung beteiligt.

Einsatz für mehr Gemeinschaft

Fitussi stammt aus der Küstenstadt Bat Jam bei Tel Aviv. Sie ist selbst seit ihrer Geburt mit einer Behinderung konfrontiert: Wegen einer Form von Muskelschwund sitzt sie im Rollstuhl und ist rund um die Uhr auf Hilfe angewiesen. Ihre Krankheit will sie jedoch als Chance nutzen: Gerade Menschen mit Behinderung könnten als Brücke dienen und andere Menschen zusammenbringen, sagte sie Anfang Februar in einem Werbefilm.

UN-Botschafter Gilad Erdan betonte nach dem Wahlergebnis, Fitussi sei ein „enormer Stolz für Israel“. Ihr Beitrag werde das Leben von Millionen Behinderten verbessern. Fitussi hatte bei ihrer Kandidatur betont, ihr Hauptanliegen sei die stärkere Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am gemeinschaftlichen Leben, „ohne für dieses einfache Recht viel Geld ausgeben zu müssen“.

Von: df

]]>
Tue, 01 Dec 2020 14:28:00 +0100
<![CDATA[Israel entsendet Hilfsteam nach Honduras]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2020/12/01/israel-entsendet-hilfsteam-nach-honduras/ Zur Unterstützung bei Wiederaufbauarbeiten entsendet Israel ein Hilfsteam nach Honduras. Das gaben Verteidigungsminister Benny Gantz und Außenminister Gabi Aschkenasi (beide Blau-Weiß) am Montag bekannt. Nach der Verwüstung durch die Hurrikane „Eta" und „Iota" im November sind zehntausende Menschen obdachlos, ganze Städte liegen in Trümmern. Honduras gehöre zu den wichtigsten Freunden und Unterstützern Israels in Lateinamerika, hieß es in einer Mitteilung des Außenministers. Das zentralamerikanische Land hatte Mitte September angekündigt, seine Botschaft nach Jerusalem zu verlegen.

Von: val

]]>
Tue, 01 Dec 2020 12:03:00 +0100
<![CDATA[Slowenien listet Hisbollah als Terrorgruppe]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2020/12/01/slowenien-listet-hisbollah-als-terrorgruppe/ Slowenien hat die gesamte Hisbollah am Montag als Terror-Organisation eingestuft. In einer Regierungserklärung heißt es, die im Libanon ansässige Gruppe bedrohe Frieden und Sicherheit. Ihre Aktivitäten seien eng mit dem organisierten Verbrechen und terroristischen oder paramilitärischen Handlungen auf globaler Ebene verflochten. Israels Außenminister Gabi Aschkenasi begrüßte den Schritt. Er forderte weitere Staaten auf, dem Beispiel Sloweniens zu folgen.

Von: dn

]]>
Tue, 01 Dec 2020 11:55:00 +0100
<![CDATA[Iranischer Kommandeur durch Luftschlag getötet]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2020/12/01/iranischer-kommandeur-durch-luftschlag-getoetet/ Ein Kommandeur der iranischen Revolutionsgarde ist an der syrisch-irakischen Grenze durch einen Luftschlag getötet worden. Das teilten irakische Militärvertreter am Montag mit. Der Angriff auf den namentlich nicht Genannten soll sich irgendwann zwischen Samstag und Sonntag ereignet haben. Mit ihm starben drei weitere Männer. Sie transportierten Waffen über die Grenze. Ihr Fahrzeug wurde getroffen, kurz nachdem es syrisches Staatsgebiet erreichte. Wer den Luftschlag ausführte, ist nicht bekannt. Unabhängige Quellen konnten den Vorfall bisher nicht bestätigen.

Von: tk

]]>
Tue, 01 Dec 2020 11:10:00 +0100
<![CDATA[Abbas in Jordanien]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2020/11/30/abbas-in-jordanien/ Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas hat sich am Sonntag in Aqaba am Roten Meer mit Jordaniens König Abdullah II. getroffen. Beide äußerten im Anschluss an das Gespräch die Hoffnung, dass der gewählte US-Präsident Joe Biden Friedensverhandlungen über eine Zwei-Staaten-Lösung wiederbelebe. Biden hatte vergangene Woche mit dem jordanischen König telefonisch über den israelisch-palästinensischen Konflikt gesprochen.

Von: dn

]]>
Mon, 30 Nov 2020 14:53:00 +0100
<![CDATA[Gold für israelische Surfer und Sportgymnastin]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/sport/2020/11/30/gold-fuer-israelische-surfer-und-sportgymnastin/ VILAMOURA (inn) – Bei der Europameisterschaft der olympischen Windsurf-Klasse RS:X im portugiesischen Vilamoura haben israelische Surfer am Samstag drei Medaillen gewonnen. Joav Cohen behauptete sich bei den Männern, zweiter wurde Schahar Zuberi. Katy Spychakov gewann Silber bei den Frauen.

Für Zuberi war es bereits die fünfte Medaille bei einer Europameisterschaft. Bei den Olympischen Spielen in Peking im Jahr 2008 gewann der israelische Surfer Bronze. Der Trainer des Männerteams, Gur Steinberg, nannte die Erfolge in Portugal einen „perfekten Sturm“. Der Traum, eines Tages zu den weltbesten Teams zu gehören, sei wahr geworden. Israels Kultur- und Sportminister Chili Tropper gratulierte den Gewinnern zu ihren „außergewöhnlichen Leistungen“.

Ein weiterer Erfolg für Israel gelang am Sonntag Linoy Aschram: Sie gewann die Europameisterschaft der Rhythmischen Sportgymnastik in Kiev.

Bereits bei der Europäischen Clubmeisterschaft für Taekwondo vom 21. bis 25. November in Kroatien räumten die Israelis ab: Avischag Samberg gewann Gold, eine Silbermedaille ging an Nimrod Krivischkij. Ori Patischi und Alon Katz brachten Bronzemedaillen mit nach Hause.

Am 21. November hatte zudem der Israeli Peter Paltchik bei den europäischen Judomeisterschaften in Prag eine Goldmedaille gewonnen. Tal Flicker holte Silber.

Von: dn

]]>
Mon, 30 Nov 2020 14:40:00 +0100
<![CDATA[Iran: Israel tötete Kernphysiker]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2020/11/30/iran-israel-toetete-kernphysiker/ TEHERAN (inn) – Nach der Tötung des iranischen Kernphysikers Mohsen Fachrisadeh verdächtigt der Iran Israel der Tat. Außenminister Dschavad Sarif sprach am Sonntag von „ernsthaften Hinweisen auf Israels Rolle“. Die Tötung sei „Ausdruck von Kriegstreiberei der Täter aus Verzweiflung“.

Fachrisadeh galt als zentrale Figur des iranischen Atomwaffenprogramms. Am Freitag war der 59-Jährige bei einem Anschlag auf sein Auto ums Leben gekommen. Der Vorfall ereignete sich nahe der Stadt Absard rund 40 Kilometer westlich von Teheran. Die israelische Regierung äußerte sich bislang nicht zu dem Vorfall.

„Merken Sie sich diesen Namen“

Über den Verlauf des Angriffs gibt es noch keine bestätigten Erkenntnisse. Die iranische Nachrichtenagentur „Tasnim“ nannte einen Holzlaster, der in der Nähe des Autos explodiert sei. Anschließend seien Bewaffnete auf Motorrädern angerückt, die das Feuer eröffneten. Ein Bericht der Nachrichtenagentur „Fars“ legt nahe, dass bei der Tötung ein ferngesteuertes Maschinengewehr zum Einsatz kam. Es war demnach an einem Auto befestigt, das nach dem Angriff explodierte.

Der israelische Premier Benjamin Netanjahu erwähnte Fachrisadehs Namen im Jahr 2018, als er ein Geheimarchiv zum iranischen Atomprogramm präsentierte. „Merken Sie sich diesen Namen“, sagte Netanjahu damals. Fachrisadeh leitete nach israelischer Darstellung das „Amad“-Programm des Iran zur Entwicklung von Atomwaffen. Aufgrund dieser Aktivität war er seit Jahren im Visier des Auslandsgeheimdienstes Mossad.

EU: Krimineller Akt

Mehrere Länder verurteilten die Tötung, darunter Großbritannien, Jordanien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Die Europäische Union sprach von einem „kriminellen Akt“. Der Außenbeauftragte Josep Borrell bekundete den Angehörigen sein Beileid.

Unterdessen äußerte sich die Witwe des ermordeten Wissenschaftlers am Wochenende im iranischen Fernsehen. Sie bekräftigte, ihr Mann habe „Märtyrer werden wollen, und sein Wunsch wurde erfüllt“. Sie forderte Revanche gegen Israel.

Weiterer Rückschlag

Fachrisadeh gehörte seit der islamistischen Revolution von 1979 den Revolutionsgarden an und hatte den Rang eines Brigadegenerals. Zuletzt leitete er die iranischen Bemühungen, einen Impfstoff gegen das Coronavirus zu entwickeln.

Die Tötung Fachrisadehs bedeutet für den Iran einen weiteren Schlag gegen sein Atomprogramm. Erst im Juli zerstörte eine Explosion die Atomanlage Natanz. Hinzu kommt eine Reihe mysteriöser Explosionen, unter anderem im Parchin-Militärkomplex.

Von: df

]]>
Mon, 30 Nov 2020 14:16:00 +0100
<![CDATA[Palästinenser erhalten wieder Steuereinnahmen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2020/11/30/palaestinenser-erhalten-wieder-steuereinnahmen/ Israel überweist wieder Steuergelder an die Palästinensische Autonomiebehörde. Das Sicherheitskabinett genehmigte am Sonntag eine Zahlung von umgerechnet rund 605 Millionen Euro. Grund dafür ist die Entscheidung der Palästinenser von Mitte November, zur Sicherheitskooperation zurückzukehren. Die Überweisung der Steuergelder ist in den Oslo-Verträgen vorgesehen. Israel behält jedoch etwa 151 Millionen Euro ein, die die Autonomiebehörde an Terroristen auszahlen würde. Im Juli 2018 hatte die Knesset ein entsprechendes Gesetz verabschiedet.

Von: df

]]>
Mon, 30 Nov 2020 13:46:00 +0100
<![CDATA[WHO liefert Beatmungsgeräte nach Gaza]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2020/11/30/who-liefert-beatmungsgeraete-nach-gaza/ Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am Sonntag 15 Beatmungsgeräte an Krankenhäuser im Gazastreifen geliefert. Finanziert wurden diese aus Kuwait. Zuvor hatten Behörden in Gaza vor einer Überforderung der Krankenhäuser gewarnt. In Israel wies Gesundheitsminister Juli Edelstein (Likud) ebenfalls auf den Anstieg der Infektionszahlen hin. Weitere Lockerungen sind demnach nicht in Sicht. Im jüdischen Staat beläuft sich die Zahl der Infizierten derzeit auf 9.897. Als ernste Fälle gelten 263 Patienten. In Verbindung mit dem Coronavirus gestorben sind bisher 2.864 Menschen.

Von: val

]]>
Mon, 30 Nov 2020 11:20:00 +0100
<![CDATA[Volk – zerstreut und gerettet]]> https://www.israelnetz.com/kommentar-analyse/2020/11/30/volk-zerstreut-und-gerettet/ Vor gut 2.500 Jahren kehrten die Israeliten aus der babylonischen Gefangenschaft heim. Damit erfüllte sich eine Vorhersage des biblischen Propheten Hesekiel. Vor fast 2.000 Jahren wurden große Teile des Volkes Israel erneut ins Exil geführt. Im Zuge des großen Krieges der Römer nach jüdischen Aufständen begann die weltweite Zerstreuung. Im Jahre 70 nach Christus eroberten römische Legionen Jerusalem, plünderten und verbrannten die Stadt. Der zweite Tempel wurde zerstört. Jener prachtvolle Tempel, den Jesus und seine Jünger vor Augen hatten, als Jesus auf dem Ölberg saß und über die Stadt weinte.

Bei Lukas heißt es: „Denn das sind die Tage der Vergeltung, dass erfüllt werde alles, was geschrieben ist. Wehe den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen! Denn es wird große Not auf Erden sein und Zorn über dies Volk kommen, und sie werden fallen durch die Schärfe des Schwertes und gefangen weggeführt unter alle Völker, und Jerusalem wird zertreten werden von den Heiden, bis die Zeiten der Heiden erfüllt sind“ (Lukas 21,22–24).

Das schreckliche Ende der Stadt Jerusalem wird angekündigt, doch auch ihre Wiederherstellung, wenn „die Zeiten der Heiden erfüllt sind“. Weder die Stadt noch Israel werden vollkommen verschwinden. Alles hat seine Zeit, auch die Zerstreuung und der Triumph der Heidenvölker über Gottes Volk. Im Buch des biblischen Propheten Hesekiel heißt es: „Darum sollst du zum Hause Israel sagen: So spricht Gott der HERR: Ich tue es nicht um euretwillen, ihr vom Hause Israel, sondern um meines heiligen Namens willen, den ihr entheiligt habt unter den Völkern, wohin ihr auch gekommen seid. Denn ich will meinen großen Namen, der vor den Völkern entheiligt ist, den ihr unter ihnen entheiligt habt, wieder heilig machen. Und die Völker sollen erfahren, dass ich der HERR bin, spricht Gott der HERR, wenn ich vor ihren Augen an euch zeige, dass ich heilig bin“ (Hesekiel 36,22–23).

Eines überrascht: „Ich tue es nicht um euretwillen, ihr vom Hause Israel, sondern um meines heiligen Namens willen.“ Der Gott Israels, dessen Liebe zu Israel bis zur Stunde nicht aufgehört hat, handelt nicht um Israels willen? Israels Schicksal ist auch und gerade in den dunklen Kapiteln kein blinder Zufall. Gott hat Israel zerstreut und weltweit unter die Völker gebracht. Er führt sein Volk ins Gericht. Doch das heißt nicht: hinrichten und vernichten, sondern aufrichten und neu ausrichten. Wieder die richtige Richtung weisen.

Rettung für die Welt

Dieser große Gott mit seinem heiligen Namen übersteigt unsere Vorstellungen und mitunter unsere menschlichen Gedanken. Es lässt aufhorchen, wenn davon die Rede ist, dass Israel Gottes Namen entheiligt hat. Die Völker höhnten: Sie sind Gottes Volk, aber er selbst hat sein Volk aus dem Lande ausgerissen. Nur zu oft wurde daraus Überheblichkeit gegenüber Israel. Doch schon Paulus warnt: Achtung, überhebt euch nicht!

Gott klagt über sein Volk, das seinen Namen entheiligt hat. Dürfen wir an namenlose Gauner denken? Dürfen wir an namhafte Juden denken, die Gottes Licht eher nicht in die Welt gebracht haben? Der Prophet Hesekiel beschreibt am Ende genau das: Gottes Liebe und Gnade sind größer als menschliche Irrwege. Gott will seinen Namen groß und heilig machen. Um seines Namens willen schreibt Gott Heilsgeschichte. Denn Gott will nicht einfach nur Israel am Ende der Zeiten sammeln und erneuern, sondern Gott will die Welt retten!

Hesekiel betont Gottes Wort: Die Heiden sollen erfahren, dass ich der HERR bin. Gott will ein Zeichen setzen, unübersehbar für alle Völker. Was wird das Zeichen sein? Gott wird sein Volk sammeln, ins Land zurückbringen und so vor den Augen der Welt zeigen, dass er der Herr der Geschichte und der Heiland aller Menschen ist. Vor ihren Augen will Gott zeigen, dass er heilig ist.

Von: Egmond Prill

Dieser Artikel ist der Ausgabe 5/2020 des Israelnetz Magazins entnommen. Sie können die Zeitschrift kostenlos und unverbindlich bestellen unter der Telefonnummer 06441/5 66 77 00, via E-Mail an info@israelnetz.com oder online. Gerne können Sie auch mehrere Exemplare zum Weitergeben oder Auslegen anfordern.

]]>
Mon, 30 Nov 2020 11:02:00 +0100
<![CDATA[Starke Regenfälle führen zu Überflutungen]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2020/11/27/starke-regenfaelle-fuehren-zu-ueberflutungen/ JERUSALEM (inn) – Starke Regenfälle führen seit Mittwoch in vielen israelischen Küstenstädten zu Überschwemmungen und verursachen große Schäden. Eine Vielzahl von Straßen steht unter Wasser. Wie die Onlinezeitung „Times of Israel“ berichtet, könnte der November der regenreichste Monat seit 1994 werden. Mit einem Ende der Regenfälle rechnen Meteorologen erst am Wochenende.

Am stärksten betroffen sind die Städte Hod HaScharon, Herzlia, Aschkelon und Naharia, die seit Mittwoch über 100 Millimeter Niederschlag pro Quadratmeter verzeichneten. Dutzende Menschen mussten von Rettungskräften aus ihren Autos gerettet werden. „Ich denke, wir können uns sehr glücklich schätzen, dass es keine Opfer gab“, sagte Hod HaScharons Bürgermeister Amir Kochavi. Schuld an den Überschwemmungen trägt für Kohavi der Klimawandel und das „hemmungslose Bauen“. Dennoch seien Millionen von Schekel auch in Infrastruktur geflossen, um Überschwemmungen zu verhindern. Das sehen die Bewohner der betroffenen Gebiete jedoch anders. „Ich bin sicher, dass die Abflüsse verstopft waren“, sagte Itzik Gutterman gegenüber der Zeitung „Yediot Aharonot“.

Das Landwirtschaftsministerium hatte im August angekündigt, 37 Millionen Euro in die Modernisierung der Entwässerungsanlagen zu investieren. Welche Summe davon in den vergangenen Wochen bereits eingesetzt wurde, ist unklar.

Militär von Überflutungen betroffen

Der heftige Regen sorgte auch für Überschwemmungen auf Militärbasen in der Nähe von Tel Aviv. Dort kam es zu Schäden an Gebäuden und Ausrüstung. Das teilte die israelische Armee mit. Demnach kam es auch zu Überflutungen im Hauptquartier im Zentrum von Tel Aviv. Allerdings sei es zu „keinem Schaden der Einsatzfähigkeit“ gekommen.

Wegen des vielen Regens ist der Pegel des Sees Genezareth seit Mittwoch um 2,5 Zentimeter gestiegen. Er liegt nun bei 210 Meter unter dem Meeresspiegel. Sollte diese Entwicklung weitergehen, hält es die Wasserbehörde für wahrscheinlich, dass erstmals seit 25 Jahren der Degania-Staudamm geöffnet werden muss. Dadurch soll ein Überlaufen des See Genezareth verhindert werden. Zur Öffnung könnte es im April 2021 kommen.

Von: mas

]]>
Fri, 27 Nov 2020 13:29:00 +0100
<![CDATA[Würfel aus Zeit des Zweiten Tempels entdeckt]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/wissenschaft/2020/11/27/wuerfel-aus-zeit-des-zweiten-tempels-entdeckt/ BEIT EL (inn) – Archäologen haben nahe der israelischen Siedlung Beit El einen seltenen Fund gemacht: einen Spielwürfel aus der Zeit des Zweiten Tempels. Durchgeführt wurden die Ausgrabungen von der dortigen Zivilverwaltung. Bereits im Oktober hatten die Forscher an gleicher Stelle ähnlich alte Funde entdeckt. In einer Zisterne fanden sie verschiedenen Utensilien wie Töpfe und Krüge.

Die Entdeckungen geben Aufschluss über das damalige Arbeitsleben. Hauptsächlich produzierten die Menschen Wein und Olivenöl. Darüber hinaus stellten sie Töpferwaren her und züchteten Tauben. Der Würfel ermöglicht nun neue Erkenntnisse über das Freizeitleben.

Der Vorsitzende des Gemeinderats in Beit El, Schai Alon, erklärte laut der Nachrichtenseite „Arutz Scheva“, die Funde seien echte Schätze. Mit den neuesten Entdeckungen schließe sich ein historischer Kreis: Schon vor mehr als 2.000 Jahren hätten Juden an diesem Ort gelebt. Die Bemühungen um den Bau und die Entwicklung der Siedlung knüpften an eine glorreiche Vergangenheit an. Die Siedlung von Beit El wurde 1977 gegründet und hat etwa 6.100 Einwohner. Die Entfernung zu Jerusalem beträgt rund 20 Kilometer.

Von: val

]]>
Fri, 27 Nov 2020 12:58:00 +0100
<![CDATA[Coronabeauftragter: Viruskrise wird andauern]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2020/11/27/coronabeauftragter-viruskrise-wird-andauern/ Zum zweiten Mal in Folge hat die Zahl neuer Corona-Fälle am Donnerstag die Tausendermarke überstiegen. Die Gesamtzahl der Infektionsfälle liegt bei 9.575, davon gelten 275 als schwer. Die Todesfälle stiegen um fünf auf 2.834. Premier Benjamin Netanjahu sprach am Donnerstag mit Blick auf mögliche Impfstoffe von einem nahen Ende der Corona-Krise. Der neue Corona-Beauftragte Nachman Asch warnte hingegen in seiner ersten öffentlichen Stellungnahme vor zu großen Hoffnungen: Israel bereite zwar eine Impfstoff-Kampagne vor, doch das Land werde noch mindestens ein Jahr mit der Viruskrise befasst sein.

Von: df

]]>
Fri, 27 Nov 2020 11:55:00 +0100
<![CDATA[Rivlin empfängt Delegation aus Bahrain]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2020/11/27/rivlin-empfaengt-delegation-aus-bahrain/ Der israelische Präsident Reuven Rivlin hat am Donnerstag eine Delegation des „König-Hamad-Weltzentrums für friedliche Koexistenz“ empfangen. Rivlin sagte, sowohl Israel als auch Baharain sähen unterschiedliche Glaubensgemeinschaften in der Gesellschaft als Quelle der Stärke. Der Präsident dankte Bahrain für die Unterstützung der dortigen jüdischen Gemeinschaft und für den Kampf gegen Antisemitismus. Im Jahr 2017 hatte König Hamad Hamad Bin Isa al-Chalifa eine Erklärung für religiöse Toleranz veröffentlicht. Die Delegation überreichte Rivlin eine hebräische Abschrift des Dokuments.

Von: df

]]>
Fri, 27 Nov 2020 11:09:00 +0100
<![CDATA[Israelisches Start-up gewinnt 100.000 Euro]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/wissenschaft/2020/11/27/israelisches-start-up-gewinnt-100000-euro/ Für seine Erfolge in der Herstellung von künstlichen Fleischaromen hat das israelische Start-up „The Mediterranean Food Lab“ einen mit 100.000 Euro dotierten Preis gewonnen. Ausgezeichnet wurde es vom Europäischen Institut für Innovation und Technologie (EIT) mit dem Schwerpunkt nachhaltige Lebensmittelversorgung. Das Start-up entwickelt natürliche Aromagrundlagen, die auf Pflanzenproteinen basieren. Neben der Auszeichnung erhielt das Unternehmen einen Zuschuss von der Nichtregierungsorganisation „Good Food Institute“, um traditionelle südostasiatische Lebensmittel zu erforschen.

Von: mas

]]>
Fri, 27 Nov 2020 10:59:00 +0100
<![CDATA[Neue Realität in Nahost]]> https://www.israelnetz.com/kommentar-analyse/2020/11/27/neue-realitaet-in-nahost/ Ohne Frieden mit den Palästinensern kein Frieden mit anderen Arabern. Diese seit Jahren geltende Doktrin wurde am 13. August auf den Kopf gestellt – als Israel und die Vereinigten Arabischen Emirate verkündeten, dass sie ihre Beziehungen normalisieren wollen. Die Emirate erkennen den Staat Israel offiziell an. Dieser setzt dafür vorerst die geplante Ausweitung seiner Souveränität auf Teile des Westjordanlandes aus. Vermittelt hat den Deal US-Präsident Donald Trump.

Wenige Tage vor Besiegelung des sogenannten Abraham-Abkommens am 15. September im Garten des Weißen Hauses in Washington verkündete überraschend auch das Königreich Bahrain, seine Beziehungen zum jüdischen Staat umgehend normalisieren zu wollen. Zwei Wochen zuvor hatte Saudi-Arabien mitgeteilt, es sehe ein Ende der israelischen Besatzung im Westjordanland als Voraussetzung für volle diplomatische Beziehungen mit Israel. Aus Bahrain hieß es damals noch, es werde den Schritt nicht vor Saudi-Arabien gehen.

Bei der feierlichen Unterzeichnung der Abkommen in Washington waren die Emirate und Bahrain durch ihre jeweiligen Außenminister Abdullah Bin Sajed al-Nahjan und Abdullatif Bin Raschid al-Sajani vertreten. Für Israel unterschrieb Premierminister Benjamin Netanjahu. Trump sprach vom „Beginn eines neuen Nahen Ostens“. Die Abkommen bildeten demnach die Grundlage für umfassenden Frieden in der Region. Weitere Staaten könnten dem Beispiel der Emirate und Bahrains folgen, es liefen entsprechende Gespräche. Der Außenminister der Emirate sprach bereits von einer „Veränderung im Herzen des Nahen Ostens, die Hoffnung in die ganze Welt senden wird“.

Wohlwollendes Saudi-Arabien

Eine wichtige Rolle bei den Verhandlungen spielt Saudi-Arabien. Die neuen Abkommen zeigen, dass sich auch Riad und Jerusalem weiter annähern: Bahrain ist auf die Unterstützung Saudi-Arabiens angewiesen. Ohne die Zustimmung des Verbündeten hätte das Königreich den Deal mit Israel nicht geschlossen. Zudem hat Saudi-Arabien seinen Luftraum für israelische Flugzeuge geöffnet. Es scheint seine Bevölkerung langsam an eine Normalisierung mit Israel gewöhnen zu wollen: Am 5. September erinnerte der vom König eingesetzte Imam der Großen Moschee von Mekka, Abdulrahman al-Sudais, die Gläubigen in einer im Staatsfernsehen ausgestrahlten Predigt daran, dass der Prophet Mohammed um gute Beziehungen zu Juden und Nichtmuslimen bemüht gewesen sei.

In den sozialen Netzwerken brach nach der in der islamischen Welt viel beachteten Predigt ein Sturm der Entrüstung los. Nutzer beschuldigten Al-Sudais, eine Normalisierung mit Israel anzustreben. Der ägyptische Islamwissenschaftler Mohammed al-Saghir warf dem Saudi Heuchelei vor. „Er ebnet den Weg für Normalisierung und Verrat von der heiligen Kanzel in Mekka aus“, schrieb Al-Saghir auf Twitter.

Ein Wissenschaftler des „Instituts für Arabistik und Islamwissenschaft“ an der Universität von Exeter, Marc Owen Jones, sagte über die Predigt laut dem arabischen Nachrichtensender „Al-Dschasira“: „Den Saudis über einen einflussreichen Imam einen Anstoß zu geben, ist offensichtlich ein Schritt, um die öffentliche Reaktion zu testen und den Begriff der Normalisierung zu fördern.“ Bereits vor zwei Jahren hatte zudem der saudische Kronprinz Mohammed Bin Salman Israel das Existenzrecht zugesprochen. Ein großer Schritt, denn offiziell erkennt das Land Israel nicht an.

Warmer Frieden

Laut Premier Netanjahu läuten die Normalisierungs-Abkommen im Nahen Osten eine neue Ära ein. Und tatsächlich ist es dieses Mal anders als bei den Friedensschlüssen mit Ägypten (1979) und Jordanien (1994). Mit diesen beiden Staaten verbindet Israel eine blutige Vergangenheit und Erinnerungen an gemeinsame Kriege. Dieser Friede besteht vor allem auf dem Papier, er ist kalt und bei der Bevölkerung nie wirklich angekommen.

Bahrain und die Emirate hingegen wollen einen warmen Frieden mit Israel. Der Staatsminister für auswärtige Angelegenheiten der Emirate, Anwar Gargasch, brachte es auf den Punkt, als er vor der Unterzeichnung sagte, 70 Jahre der Nichtkommunikation mit Israel hätten die arabische Welt nicht weitergebracht. Daher sei eine neue Vorgehensweise angebracht. Man könne mit Israel in politischen Dingen unterschiedlicher Meinung sein, in nichtpolitischen Dingen könne man mit Israel aber durchaus zusammenarbeiten.

Wie es schien, konnten es beide Seiten kaum abwarten, die Kooperationen auf unterschiedlichsten Gebieten zu beginnen. Noch bevor das Abkommen unterzeichnet war, eröffneten Israel und die Emirate eine Telefonleitung zwischen ihren Staaten. Emiratis wurde der Zugriff auf israelische Internetseiten gewährt, Unternehmen aus beiden Staaten gaben ihre Zusammenarbeit in der Corona-Forschung bekannt und die Emirate hoben ihr Israel-Boykott-Gesetz aus dem Jahr 1972 auf. Seit Abschluss des Abkommens werden ständig neue Kooperationen bekanntgegeben.

Erzürnte Palästinenser

Die internationalen Reaktionen auf das Abkommen sind derweil gemischt. Die Palästinenserführung tobt. Präsident Mahmud Abbas spricht von „Aggression“ und einer „schändlichen Vereinbarung“, die zurückzunehmen sei. Die Türkei und der Iran werfen den Emiraten und Bahrain Verrat vor. Ägypten und der Oman begrüßten hingegen die Einigung. Erfolglos forderte die Palästinenserführung die Arabische Liga auf, die Abkommen zu verurteilen. Die EU und auch Deutschland gratulieren und sprechen von einem wichtigen Schritt, betonen jedoch, dass sie weiter an einer Zwei-Staaten-Lösung im israelisch-palästinensischen Konflikt festhalten. Die bislang letzten Verhandlungsbemühungen mit dem Ziel einer Zwei-Staaten-Lösung scheiterten im Jahr 2014.

Israel, die Emirate und Bahrain sind in dieser Sache hingegen weniger festgelegt: Nach Unterzeichnung der Normalisierungs-Abkommen wurde der Wortlaut bekannt. Dabei zeigt sich, dass keines der Dokumente eine „Zwei-Staaten-Lösung“ erwähnt. Der Friedensvertrag zwischen Israel und den Emiraten fordert etwa die gemeinsame Arbeit an einer „verhandelten Lösung, die die legitimen Bedürfnisse und Hoffnungen beider Völker erfüllt“.

Annäherung hinter den Kulissen

Die Abkommen schaffen eine neue Realität im Nahen Osten. Die Saudische Friedensinitiative aus dem Jahr 2002 besagt, dass es keine normalen Beziehungen mit Israel geben kann, solange Israel am Westjordanland festhält. Mit diesem Dogma haben die Emirate nun gebrochen. Es bleibt abzuwarten, ob Europa diese neue Realität anerkennt und akzeptiert, dass der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern nicht das zentrale Problem der Region ist.

Denn dass es zwischen Israel und den sunnitischen Staaten seit Jahren hinter den Kulissen eine Annäherung gibt, ist vor allem der gemeinsamen Bedrohung durch den schiitischen Iran geschuldet. Zusammen mit seinen Verbündeten im Libanon, in Syrien, dem Jemen, dem Irak oder dem Gazastreifen arbeitet Teheran daran, seine Vormachtstellung in der Region auszuweiten. Die sunnitisch geprägten Staaten sehen in Israel einen starken Partner, der über militärische Voraussetzungen verfügt, um dem Iran die Stirn zu bieten.

„Unglaubliche Marketingmöglichkeiten“

Aber es sind nicht nur der gemeinsame Feind Iran oder der Frust über eine seit Jahren unbewegliche Palästinenserführung, die zur Normalisierung geführt haben. Israel hat in Bereichen wie Medizin, Landwirtschaft, Wasseraufbereitung oder Cybertechnologie viel zu bieten. Es ist willens, dieses Wissen mit anderen zu teilen. Die Emirate wollen ihre Fähigkeiten breiter aufstellen und verfügen über das dafür notwendige Kapital. Hinter den Kulissen gibt es schon seit Jahren Geschäftsbeziehungen zwischen israelischen Unternehmen und solchen auf der Arabischen Halbinsel, meist über Tochterunternehmen in anderen Staaten. Doch mit der Normalisierung eröffnet sich für die Parteien ein gigantischer Wirtschaftsmarkt.

Einer von Dubais bekanntesten Geschäftsmännern, Sultan Ahmed Bin Sulajem, Geschäftsführer der Unternehmergruppe „DP World“, schwärmt im Gespräch mit der Zeitung „Calcalist“: „Wir sind Händler und ich glaube, dass es hier unglaubliche Marketingmöglichkeiten gibt. Betrachten Sie Dubai nicht als einen Markt mit neun Millionen Einwohnern. Durch Dubai können Sie mehr als zwei Milliarden Menschen erreichen. Eine Flugstunde von hier entfernt leben zwei Milliarden Menschen in Indien, Pakistan, Sri Lanka, Iran, Bangladesch und Ostafrika. Unsere Leute sind Händler und wissen, wie man verkauft.“

„DP World“, einer der weltgrößten Hafenbetreiber, hat bereits ein Abkommen mit der israelischen Bank Le‘umi geschlossen. Sie wollen die Hafenentwicklung in Israel vorantreiben und neue Arbeitsplätze schaffen.

Bahrain

Staatsform Konstitutionelle Monarchie | Staatsoberhaupt König Hamad Bin Isa al-Chalifa | Regierungschef Premierminister Prinz Chalifa Bin Salman al-Chalifa | Hauptstadt Manama | Staatsreligion Islam | Einwohner 1,49 Millionen (Bundeszentrale für politische Bildung, 2017)

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE)

1971 schlossen sich die Scheichtümer Abu Dhabi, Dubai, Schardschah, Adschman, Umm al-Quwain und Fudscheirah zusammen. 1972 folgte Ras al-Chaimah in die Föderation.

Staatsform Föderale Erbmonarchie | Hauptstadt Abu Dhabi | Präsident Scheich Chalifa Bin Sajed al-Nahjan (Emir von Abu Dhabi) | Premierminister Scheich Mohammed Bin Raschid al-Maktum (Emir von Dubai) | Staatsreligion Islam | Einwohner 9,4 Millionen, davon rund 85 Prozent Arbeitsmigranten (Bundeszentrale für politische Bildung, 2017)

Von: Dana Nowak

Diesen Artikel finden Sie auch in der Ausgabe 5/2020 des Israelnetz Magazins. Sie können die Zeitschrift kostenlos und unverbindlich bestellen unter der Telefonnummer 06441/5 66 77 00, via E-Mail an info@israelnetz.com oder online. Gerne können Sie auch mehrere Exemplare zum Weitergeben oder Auslegen anfordern.

]]>
Fri, 27 Nov 2020 08:27:00 +0100
<![CDATA[Israel würdigt Maradona]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/sport/2020/11/26/israel-wuerdigt-maradona/ JERUSALEM (inn) – Israelische Politiker haben den verstorbenen Fußballer Diego Armando Maradona gewürdigt. Der Sportler war argentinischer Volksheld und einer der besten Fußballspieler aller Zeiten. Im Viertelfinale der Weltmeisterschaft 1986 erzielte er mit „der Hand Gottes“ das berühmteste Tor der Fußballgeschichte. Am Mittwoch ist er im Alter von 60 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben. Bereits seit längerem litt Maradona an gesundheitlichen Problemen. Vor wenigen Wochen hatte er sich einer Gehirn-Operation unterziehen müssen.

Maradona besuchte mehrmals Israel. Mit der argentinischen Nationalmannschaft gewann er 1986 und 1994 Länderspiele gegen Israel in Ramat Gan. Premierminister Benjamin Netanjahu (Likud) drückte in einer Erklärung seine Bestürzung über den Tod Maradonas aus. „Im Namen aller israelischen Bürger spreche ich mein tiefes Beileid zum Tod meines lieben Freundes aus. Diego war ein wahrer Freund Israels.“

Präsident Reuven Rivlin nannte den Argentinier einen „wunderbaren Künstler des Fußballs, der Millionen Menschen auf der ganzen Welt Licht und Freude gebracht hat.“ Maradona sei eine Legende, „deren Geschichte wir immer und immer wieder erzählen werden“. Rivlin bedankte sich für „unvergessliche Momente, in Trauer und in Freude, für Momente der Hoffnung und des reinen Glücks“, die Maradona „Millionen Menschen auf der ganzen Welt“ gebracht habe.

Der in Argentinien geborene Knessetabgeordnete und Vorsitzende der israelisch-argentinischen Freundschaftsgruppe, Eitan Ginzburg (Blau-Weiß), bekundete den Argentiniern sein Mitgefühl. Maradona sei bereits zu Lebzeiten eine Legende gewesen.

Verfechter der palästinensischer Sache

Der arabische Abgeordnete Jussef Dschabarin (Vereinigte Liste) hob Maradonas Verdienste für das palästinensische Volk hervor: „Maradona war nicht nur ein großer Fußballer, sondern von ganzem Herzen ein Kämpfer für Gerechtigkeit und ein wahrer Freund des palästinensischen Volkes.“

Im Rahmen der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland traf Maradona 2018 den Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Mahmud Abbas. In einem späteren Instagram-Post schrieb der Argentinier: „Mein Herz ist palästinensisch. Dieser Mann will Frieden in Palästina. Präsident Abbas hat ein Land, und er hat Rechte.“

Bereits 2012 bezeichnete sich Maradona als „größten Fan des palästinensischen Volkes“. Die 2014 durchgeführte Militäroperation „Starker Fels“ verurteilte er: „Was Israel den Palästinensern antut, ist beschämend“.

Von: mas

]]>
Thu, 26 Nov 2020 14:31:00 +0100
<![CDATA[Als Patient im Hadassah-Krankenhaus]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2020/11/26/als-patient-im-hadassah-krankenhaus/ Ein Erlebnisbericht von Ulrich W. Sahm]]> Wie eine riesige Burg steht das Hadassah-Krankenhaus mit seinem 19 Stockwerke hohen Patiententurm im westlichen Jerusalemer Viertel Ein Kerem. Seit der Bronzezeit ist diese Gegend besiedelt. Anlass für die Gründung des Ortes war eine Wasserquelle. Heute befindet sich dort ein Universitätsklinikum, das Quelle modernster Medizinforschung ist.

Hadassah – allen Nahost-Fehden zum Trotz kennt und schätzt jeder Prominente der Region diesen Namen. Weder mangelnde diplomatische Beziehungen noch ein bestehender Kriegszustand hindern sie daran, nach Jerusalem zu kommen und sich in Hadassah anzumelden. Und so ist man dort nicht nur für die normalen Patienten, sondern auch für den Medizintourismus vorbereitet.

Buntes Personal

Selbst ein erkrankter deutscher Journalist findet hier ein Bett. In der großen Anmeldehalle sitzt auf der linken Seite unter dem Schild „Empfang für ausländische Patienten“ ein gewissenhafter Beamter. Er nimmt die Personalien auf, die Bezahlung wird geregelt. Saudische Scheichs zücken hier ihre Scheckbücher, während europäische Kunden ihre Versicherungen zwecks Kostenübernahme kontaktieren. Nach absolvierter bürokratischer Prozedur wird ein Armband aus Plastik ausgedruckt und am Unterarm befestigt. Damit ist der Journalist offiziell Patient. Kein Beobachter mehr, sondern Beteiligter. Und damit plötzlich jenseits des normalen Alltags.

Das Armband ist das Eintrittsticket zur Notaufnahme, um von dort irgendwann in die relevante Abteilung überwiesen zu werden. Ein paar Tage in einem schlichten Raum neben der Notaufnahme bieten einen Einblick in die Abläufe dieses Hospitals. Immer wieder versammeln sich hier in einem großen Saal rund 40 Helfer, Ärzte und anderes Personal. Die Zusammenkunft ist so vielfältig wie die Vereinten Nationen, aber lauter als jeder Diplomatencocktail. Alle rufen durcheinander in einem unbeschreiblichen Kauderwelsch aus Hebräisch und Arabisch. Je nach religiöser Zugehörigkeit tragen alle Frauen die unterschiedlichsten farbigen Kopfbedeckungen, vom Turban bis zum Kopftuch. Einige sind bis unter die Augen auch noch verschleiert. Sie wirken, als kämen sie aus dem Iran.

Verlorenes Rennen

Der müde Patient hofft auf ungestörten Schlaf, aber das ist offenbar nicht vorgesehen. Tag und Nacht verschwimmen. Irgendwer kommt irgendwann und macht irgendetwas. Man vergisst die Zeit. Nach ein paar Tagen kommt der Bescheid, mit dem Fahrstuhl in das 19. Stockwerk zu fahren. Dort wartet ein Krankenbett. Tatsächlich findet sich das Zimmer, allerdings ohne angeschlossenes Bad. Aber das wird erst nach dem salzlosen Frühstück und einer begleitenden treibenden Medikation klar.

Die Stationsschwester empfiehlt, den unbeschilderten Flur hinunter zu gehen und an einer der roten Türen rechts abzubiegen. Gesagt, getan. Aber es gibt mehrere rote Türen und nirgendwo ist ein Örtchen zu finden. Die Medizin wirkt hervorragend. Nach dem verlorenen Rennen liegt der Patient schließlich erschöpft wieder im Bett. Die Helfer haben volles Verständnis für die ungeplante Misere, müssen aber passen. Im Augenblick herrsche Mangel an trockener Wäsche.

Assoziationen mit „Bibi“

Die Quelle, nach welcher der Ort benannt ist, erweist sich in der folgenden Zeit ebenfalls als Fata Morgana. An Duschen ist nicht zu denken. Nach einer Weile stellt sich ein fürchterlicher Juckreiz an Bauch und Rücken ein. Besonders ärgerlich, wenn man mit Schläuchen und Kabeln ans Bett „gefesselt“ ist. Allerdings muss man jetzt wenigstens nicht mehr durch endlose Gänge „rennen“, denn von Zeit zu Zeit stellen arabische Helfer den betroffenen Herren sogenannte Pinkeldosen aus Karton zur Verfügung.

Ein kleines Kuriosum am Rande: Araber können kein „P“ aussprechen. Deswegen leben sie zum Beispiel im Westjordanland in der Stadt Nablus, die ursprünglich von den Römern „Neapolis“ genannt wurde. So ergibt sich, dass die Patienten ihr „Bibi“ in Bibi-Büchsen ablassen. Das „Bibi“ wird dann in der Toilette entsorgt. Bekanntlich ist der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu, gegen den nahezu täglich Tausende demonstrieren, in Israel unter seinem Spitznamen „Bibi“ bekannt. Bibi möge mir verzeihen, aber es wird mir vermutlich nicht mehr möglich sein, einen politischen Text zu schreiben, ohne an diese absurde Situation zu denken.

Fest steht: So gut die technische und medizinische Ausstattung dieser Klinik auch ist – und sie ist wirklich gut –, so planlos, ziellos und chaotisch erscheint alles, was mit Zeitstruktur (täglich kommen andere zu anderen Zeiten) oder gar Grundpflege (es reicht doch, wenn die Einstichstelle desinfiziert ist – Waschen wird völlig überbewertet) zu tun hat.

Kreativer Beamter

In der zweiten Woche steht der Umzug ins 4. Stockwerk an. In dieser Abteilung ist der Standard unvergleichlich besser. Es gibt sogar ein angeschlossenes Bad, sodass endlich Zähneputzen und Duschen möglich gewesen wären, wenn nicht die am Körper befestigten Schläuche und Kabel letzteren Vorsatz verhindert hätten.

Auf dieser letzten Station schauen sich die behandelnden Ärzte das anfangs ausgestellte Armband genauer an. Denn plötzlich tritt das Gerücht auf, hier liege ein Patient, der nicht bezahlt habe. Eine genaue Überprüfung ergibt, dass der „gewissenhafte“ Beamte bei der Aufnahme typisch israelisch „ganze“ Arbeit geleistet hat. Der deutsche Vornahme Ulrich war einem kreativ gemalten „Orlish“ gewichen, der Nachnahme Sahm war verdreht zu „Sham“ und die sogenannte Passnummer frei erfunden. Mit der vorgelegten Nummer hatte sie nichts zu tun. Die Frage, wessen Rechnung die Krankenkasse denn nun bezahlt hat, harrt noch der Klärung.

Die Mahlzeiten haben den Charme der üblichen Krankenhauskost, die ja bekanntlich international so gestaltet wird, dass die Patienten möglichst keine Stunde länger als irgend nötig verweilen. Das bereitgestellte Trinkwasser ist vorzüglich, so dass man niemals Durst leidet – vorausgesetzt, man kann die Helfer daran hindern, die vor wenigen Minuten noch bereitgestellte Flasche genau so schnell wieder zu entfernen, was nicht immer gelingt.

Kreative Patientenakte

Die Entlassung verläuft dann ebenfalls sehr originell. Als der ausländische Patient zu Beginn der dritten Woche wieder einigermaßen auf den Beinen steht und damit „droht“, notfalls auch eigenmächtig nach Hause zu verschwinden, verkündet plötzlich einer der Ärzte, dass ein Entlassungsschreiben bereit liege, verrät aber trotz Nachfragen nicht, wo und bei wem es abgeholt werden könne.

Zwei Tage und viele Recherchen später findet sich zum Glück bei der Stationsschwester eine Aktenmappe mit Resultaten des Elektrokardiogramms, dem Arztbericht und Rezepten für die Weiterbehandlung zum Einreichen bei einer Apotheke. Hier ist der Name richtig geschrieben, und es wird deutlich, dass auch die Medikation durchaus modernen Standards folgt, nur stehen da auch Dinge drin, die dem staunenden Patienten völlig neu sind: Aber wenn man hier der Ansicht ist, dass man einen Ulrich Sahm schon im Rambam–Krankenhaus in Haifa gesehen habe, wer bin ich, daran zu zweifeln? Die Aussicht auf einen Besuch im eigenen Bad lässt jedes Widerwort verstummen.

Irritierende Ruhe

Nach der Heimkehr werden die letzten Kabel vom Körper abgerissen und es geht endlich unter die Dusche. Eine kräftige Bürste und viel heißes Wasser macht aus dem bronzezeitlichen Urmenschen einen neuen Mann. Die Haut juckt zwar immer noch, aber das ist unerheblich, denn die Kette der Minikatastrophen ist noch nicht zu Ende. So stellt sich heraus, dass die Telefongesellschaft Bezeq trotz vorliegender Einzugsermächtigung die Telefonleitung „wegen unbezahlter Rechnungen“ gekappt hat. Nach einem langen Wochenende ohne Kontaktmöglichkeit wegen „geschlossener Büros“ ist erst am Sonntag, dem ersten Werktag in Israel, zu erfahren, dass Bezeq zwar immer noch über die gültige Kreditkartennummer verfügt, diese aber aus welchem Grund auch immer nicht ausprobiert hat.

Innerhalb von Minuten funktionieren Telefon und auch das daran angeschlossene Internet wieder. Über 1.800 Mails harren der Bearbeitung. Und so macht sich der ehemalige Patient denn endlich wieder an die Arbeit. Die Waschmaschine läuft, es herrscht himmlische Ruhe im Haus und er unterbricht den Mailmarathon nur, um sich eine Suppe zu kochen. Pustekuchen. Das Gas ist abgestellt. Während man noch am Schreibtisch saß, ist der Anschluss außen am Haus überprüft worden und die Prüfer gingen davon aus, dass hier mangels häuslichem Krach kein Mensch wohne. Eine Klingel zu betätigen fiel ihnen wohl nicht ein. Wieder ein Anruf. Wieder ein paar Stunden Wartezeit. Jetzt sitze ich vor einem leckeren Teller selbstgekochter Suppe. Aber ich bin sicher, dass das nächste kleine Chaos schon irgendwo lauert.

]]>
Thu, 26 Nov 2020 12:17:00 +0100
<![CDATA[Nachrichten vom 26. November 2020]]> https://www.israelnetz.com/israelnetz-tv/2020/11/26/nachrichten-vom-26-november-2020/ Thu, 26 Nov 2020 11:20:00 +0100 <![CDATA[Museen und Einkaufszentren dürfen teilweise öffnen]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2020/11/26/museen-und-einkaufszentren-duerfen-teilweise-oeffnen/ Das israelische Gesundheitsministerium hat ein neues Pilotprojekt beschlossen. Demnach sollen in den nächsten Tagen sieben Museen wieder öffnen dürfen. Vorgegeben sind jedoch mehrere Auflagen. So müssen sich Besucher beispielsweise vorher anmelden. Auch einige Einkaufszentren sollen ab Freitag wieder ihre Tore öffnen. Ein Grund ist die Rabatt-Aktion „Black Friday“. Derzeit sind in Israel 9.168 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Darunter gelten 285 Fälle als ernst. In Verbindung mit dem Virus gestorben sind bisher 2.826 Menschen.

Von: val

]]>
Thu, 26 Nov 2020 11:15:00 +0100
<![CDATA[Arabischer Autofahrer nach Angriff auf Grenzpolizisten erschossen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2020/11/26/arabischer-autofahrer-nach-angriff-auf-grenzpolizisten-erschossen/ Israelische Grenzpolizisten haben am Mittwoch nach eigener Aussage einen Autoangriff vereitelt. Als sie einen Araber aus Ostjerusalem kontrollierten, habe er falsche Papiere gezeigt. Plötzlich sei er losgefahren und habe einen Grenzpolizisten gerammt. Dieser wurde leicht verletzt. Seine Kollegen schossen auf den Angreifer und verwundeten ihn schwer. Wenige Stunden später starb er im Hadassah-Krankenhaus auf dem Skopusberg. Der Vorfall ereignete sich am As-Sa’ajem-Checkpoint bei Jerusalem. Nach Angaben von Angehörigen handelt es sich bei dem Getöteten um den 37-jährigen Nur Dschamal Schuqeir.

Von: eh

]]>
Thu, 26 Nov 2020 10:55:00 +0100
<![CDATA[Biden-Beraterin verteidigte palästinensische Selbstmordattentate]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2020/11/26/biden-beraterin-verteidigte-palaestinensische-selbstmordattentate/ Der gewählte US-Präsident Joe Biden hat Reema Dodin als stellvertretende Leiterin für Rechtsfragen berufen. Die Amerikanerin wird damit die ranghöchste Regierungspolitikerin mit palästinensischen Wurzeln in der Geschichte der USA. Sie arbeitete zuvor für Senator Rick Durbin aus Illinois. Dodins Eltern stammen aus der Stadt Dura bei Hebron. Während der „Zweiten Intifada“ verteidigte sie palästinensische Selbstmordattentate als „letzten Ausweg eines verzweifelten Volkes“. Das Biden-Wahlkampfteam teilte nach Kritik am Dienstag mit, Dodin sei seit ihrer Jugend in ihren Ansichten gereift.

Von: df

]]>
Thu, 26 Nov 2020 10:42:00 +0100
<![CDATA[Rekordzahl wegen psychischer Probleme vom Wehrdienst befreit]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2020/11/26/rekordzahl-wegen-psychischer-probleme-vom-wehrdienst-befreit/ Im Jahr 2019 ließen sich 11,9 Prozent aller Israelis im Rekrutierungsalter aufgrund mentaler Probleme vom Armeedienst befreien. Laut der Zeitung „Ha'aretz“ handelt es sich um eine Rekordzahl und eine Steigerung um etwa 50 Prozent binnen zwei Jahren. Die Entwicklung sei zum einen auf eine steigende Anzahl junger Menschen zurückzuführen, die an Depressionen leiden. Gleichzeitig lasse aber auch die grundsätzliche Bereitschaft nach, in den Streitkräften zu dienen. Die Armee glaubt demnach, dass die Möglichkeit der Befreiung wegen mentaler Probleme genutzt werde, um sich der Rekrutierung zu entziehen.

Von: ser

]]>
Thu, 26 Nov 2020 10:38:00 +0100
<![CDATA[Israel lädt zum Online-Tag]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2020/11/26/israel-laedt-zum-online-tag/ BERLIN (inn) – In Corona-Zeiten sind Reisen nach Israel bekanntlich schwierig. Um die Zeit bis zum nächsten Trip zu überbrücken, bietet die Botschaft in Deutschland am Sonntag, 29. November, sechs kostenlose Webinare an. Interessierte können die virtuellen Vorträge mit dem Konferenzdienst Zoom verfolgen.

Los geht es um 11 Uhr, geplantes Ende ist um etwa 15 Uhr. Die Themen lauten „Die vergessenen Häuser von Tel Aviv“, „Conrad Schick – Der berühmteste deutsche Protestant des 19. Jahrhunderts“, „Der 29. November in der zionistischen Geschichte“, „Modernes Hebräisch – Eine antike Sprache wird zum Leben erweckt“, „Die Anfänge der deutsch-israelischen Beziehungen“ und „Peace Now? Israel und die Golfstaaten“.

Die Experten, die in den Web-Seminaren zu Wort kommen, sind Reiseleiter oder hauptberuflich im israelischen Tourismus aktiv. Der Zugangslink findet sich auf der Facebook-Seite des Angebots.

Von: df

]]>
Thu, 26 Nov 2020 08:07:00 +0100
<![CDATA[Israelische Wissenschaftler kehren Alterungsprozess um]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/wissenschaft/2020/11/25/israelische-wissenschaftler-kehren-alterungsprozess-um/ TEL AVIV (inn) – Mit Hilfe einer Sauerstoffbehandlung wollen israelische Wissenschaftler den menschlichen Alterungsprozess stoppen. Eine Studie der Universität Tel Aviv und des Shamir Medical Center scheint nun erste Erfolge zu versprechen. Durch den Einsatz von Sauerstofftherapien in speziellen Druckkammern konnte der Alterungsprozess gestoppt und sogar umgekehrt werden.

Im amerikanischen Fachmagazin „Aging“ veröffentlichten die Wissenschaftler kürzlich ihre Ergebnisse. Darin heißt es, dass die Behandlung mit Hochdruck-Sauerstoff zwei Hauptprozesse umgekehrt habe, die maßgeblich die Alterung von Zellen beeinflussen. Mit Hilfe der Therapie konnten Telomere, eine Art Schutzkappen der Chromosomen, bis zu 38 Prozent verlängert werden. Außerdem konnte die Zahl von Zellen, die sich nicht mehr teilen, um 37 Prozent verringert werden. Bisher galten ein gesunder Lebensstil und viel Sport als hemmend für die Telomerverkürzung.

„Seit vielen Jahren beschäftigt sich unser Team mit hyperbarer Forschung und Therapiebehandlung“, sagte Schai Efrati vom Shamir Medical Center. Die Telomerverkürzung gelte als der „Heilige Gral“ der Biologie des Alterns. „Forscher aus der ganzen Welt versuchen, pharmakologische und umweltbedingte Interventionen zu entwickeln, die eine Telomerverlängerung ermöglichen.“ Seinem Team sei dies nun mit Hilfe der Sauerstofftherapie gelungen.

Warnung vor übereilter Euphorie

An der Studie nahmen 35 gesunde Personen im Alter von mindestens 64 Jahren teil. Im Zeitraum von 90 Tagen unterzogen sie sich 60 Therapie-Sitzungen. Anschließend analysierten die Wissenschaftler verschiedene Immunzellen im Blut und verglichen diese mit den Proben vor Beginn der Therapie.

Gegenüber der israelischen Onlinezeitung „Times of Israel“ warnte der Altersmediziner des Hadassah Medical Centers, Joram Ma'arivi, vor übereilter Freude. Für den Alterungsprozess sind neben den Telomeren weitere Faktoren entscheidend. Diese würden in der Studie jedoch nicht berücksichtigt. Außerdem warnte er vor unbekannten Nebenwirkungen der Therapie: „Wir müssen sehr vorsichtig sein, wenn wir in die Natur eingreifen.“ So hätten beispielsweise Krebszellen ebenfalls verlängerte Telomere.

Von: mas

]]>
Wed, 25 Nov 2020 14:20:00 +0100