Israelnetz - Neueste Nachrichten https://www.israelnetz.com Nachrichten aus Israel und dem Nahen Osten de https://www.pro-medienmagazin.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif Israelnetz - Neueste Nachrichten https://www.israelnetz.com 18 16 Nachrichten aus Israel und dem Nahen Osten TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Tue, 24 Apr 2018 11:13:09 +0200 <![CDATA[Netanjahu warnt vor dem Iran]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/04/24/netanjahu-warnt-vor-dem-iran/ Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hat bei einem Empfang für Botschafter zum 70. Staatsjubiläum in Jerusalem einmal mehr vor der nuklearen Bedrohung durch den Iran gewarnt. Der Iran-Deal müsse entweder verbessert oder aber beendet werden, betonte Netanjahu am Montag im Begin-Erbe-Zentrum. Den früheren Regierungschef Menachem Begin sieht Netanjahu als Vorbild. Begin habe Anfang der 1980er Jahre durch den Angriff auf den Atomreaktor Osirak verhindert, dass der Irak zu Nuklearwaffen komme.

Von: df

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Tue, 24 Apr 2018 11:06:00 +0200
<![CDATA[Jerusalem als „Vorbild der Koexistenz“]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/04/24/jerusalem-als-vorbild-der-koexistenz/ Der amerikanische Botschafter in Israel, David Friedman, betrachtet Jerusalem unter israelischer Souveränität als „Vorbild der Koexistenz“ zwischen den drei monotheistischen Weltreligionen. Auf einer Podiumsdiskussion zum 70. Jahrestag des Staates Israel sagte er im Jerusalemer Menachem-Begin-Geschichtsmuseum am Montag: „Wenn man sich die Konflikte anschaut, die über die Jahrhunderte hinweg gewütet haben, und sie mit Jerusalem unter der Souveränität der israelischen Regierung vergleicht, wo eine Offenheit bewahrt wurde, kann das nur als Vorbild der Koexistenz in der Welt angesehen werden.“ Der Umzug der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem ist für den 14. Mai geplant.

Von: mm

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Tue, 24 Apr 2018 10:54:00 +0200
<![CDATA[Staatsgründung Israels „ein Datum im christlichen Märtyrerkalender“]]> https://www.israelnetz.com/kommentar-analyse/2018/04/23/staatsgruendung-israels-ein-datum-im-christlichen-maertyrerkalender/ Eine Analyse von Ulrich W. Sahm]]> „Zum ersten Mal in der Geschichte der Evangelischen Kirche im Rheinland reisen Mitglieder der Kirchenleitung gemeinsam mit Vertretern jüdischer Gemeinden nach Israel. Anlass ist das 70-jährige Bestehen des Staates Israels sowie eine Bekräftigung der gemeinsamen Verantwortung im Kampf gegen Antisemitismus in unserer Gesellschaft.“ Dieses historische Ereignis soll vom 26. bis 29. April stattfinden, erklärte Jens-Peter Iven, Pressesprecher der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR). Dabei reist die Gruppe nach Nes Ammim, eine christliche Siedlung zwischen Haifa und der libanesischen Grenze mit 332 Einwohnern.

Auf der Homepage der EKiR findet sich eine „Gottesdienst-Arbeitshilfe“, die ebenso dem 70-jährigen Bestehen des jüdischen Staates gewidmet ist. Der Verfasser, Rainer Stuhlmann, war von 2011 bis 2016 Studienleiter in Nes Ammim. Unter dem Titel „70 Jahre Staat Israel – ein Datum im christlichen Kalender?“ schreibt Stuhlmann im vierten Paragraphen: „Was für Juden ein Grund zum Feiern ist, das ist für andere ein Grund zur Trauer. Den einen hat die Staatsgründung Schutz, Sicherheit, Gerechtigkeit und Freiheit gebracht, den anderen Vertreibung, Zerstörung, Zwang und Unrecht.“

Die rund 2,5 Millionen Araber im Staat Israel mit eigenen Parteien in der Knesset, Generälen in der Armee und Vertretung in Regierung wie Gesellschaft wurden von Stuhlmann nicht gefragt. Er unterschlägt auch, dass unmittelbar nach der Gründung Israels aus der gesamten arabischen Welt fast alle dort seit 3.000 Jahren lebenden Juden zwangsenteignet und vertrieben worden sind. Libyen und Syrien sind heute „judenfrei“. In Ägypten leben noch etwa zehn alte jüdische Frauen. Es sind mehr Juden nach Israel geflohen, als „Araber aus Palästina“ vom Staatsgebiet Israels weggezogen sind.

Mangel an Verantwortung

Weiter schreibt Stuhlmann: „Die von den Vereinten Nationen beschlossene Teilung Palästinas in einen jüdischen und einen arabischen Staat hat zu einem grausamen Krieg geführt, in dem es auf allen Seiten Opfer gegeben hat.“ Nicht die Empfehlung der UN-Generalversammlung von 1947 hat zu einem Krieg „geführt“. Den Krieg haben die arabischen Staaten Ägypten, Syrien, Libanon, Jordanien und andere beschlossen, weil sie keinen jüdischen Staat in ihrer Mitte dulden wollten. Deshalb fielen sie in der Nacht nach der Ausrufung Israels 1948 über den frisch gegründeten jüdischen Staat her, um ihn zu vernichten.

Im Gegensatz zu Deutschland hat in Nahost noch nie jemand eingestanden, einen Krieg verloren zu haben. Die unterlegenen Angreifer weigerten sich, Verantwortung für die Folgen ihres Tuns zu übernehmen, darunter das Schicksal der Araber aus Palästina, die von den arabischen Führern zur „zeitweiligen Flucht“ aufgerufen wurden.

Eine Frage der Definition

„Am Ende des Krieges hatten die Juden ihren Staat, der weit größer war, als es der Teilungsplan vorsah. Und die Palästinenser nichts.“ Bei Krieg weiß man vorher nie, was am Ende herauskommt. Bemerkenswert ist die Behauptung: „Und die Palästinenser nichts.“ Die haben in der Tat großes Pech gehabt, zumal es 1948 noch keine „Palästinenser“ im heutigen Sinn gab. Die Araber des britischen Mandatsgebiets Palästina haben sich erst 1968 mit der 2. von Jasser Arafat verfassten Charta der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) als Palästinenser konstituiert und gefordert, anstelle Israels einen Staat zu errichten.

Stuhlmann erwähnt, dass es „in diesen siebzig Jahren mindestens acht Kriege und zwei blutige Aufstände gegeben hat. Immer war Israel trotz schmerzlicher Verluste siegreich und die Palästinenser die Verlierer.“ Laut UN ist Krieg eine militärische Auseinandersetzung zwischen Staaten. Davon gab es nur vier: 1948, 1956, 1967 und 1973. Alles andere waren „Militäroperationen“ gegen Freischärler, Terrormilizen und „bewaffnete Arme von politischen Parteien“. Die Israelis haben sich gegen Raketenbeschuss und Selbstmordattentate in Bussen, Schulen und Restaurants gewehrt. Hätten die Juden sich etwa massakrieren lassen sollen, um den Palästinensern einen Sieg zu gönnen? Verschärfte Sicherheitskontrollen auf Flughäfen, Verriegelung der Pilotenkanzeln und Poller um Weihnachtsmärkte: Nach jedem Terroranschlag in Europa und den USA werden Sicherheitskontrollen mit israelischer Hilfe nachjustiert. Israels Geheimdienste haben allein 2017 mehrere Dutzend tödliche Anschläge in aller Welt verhindert.

Märtyrerkult christlicher Provenienz

„Die Staatsgründung Israels ist auch ein Datum im christlichen Märtyrerkalender. Im Ruinenfeld von Iqrit und Bir‘am in Galiläa sind nur die Kirchen stehen geblieben. Die Bewohner dieser beiden christlichen Dörfer wurden vertrieben. Nur als Leichen dürfen sie und ihre Nachfahren zurückkehren, um auf dem Friedhof am Rande der Ruinen ihrer Häuser begraben zu werden.“ Stuhlmann übernimmt hier den ansonsten in der evangelischen Kirche unüblichen palästinensischen Märtyrerkult. Juden können nicht einmal als Leichen in die arabischen Länder zurückkehren, um sich dort neben ihren zerstörten Synagogen begraben zu lassen.

Stuhlmann beklagt weiter die späten Friedensverhandlungen, erst mit Ägypten und Jordanien und dann mit der PLO. Er erwähnt nicht das dreimalige „Nein“ der arabischen Welt 1967 in Khartum, das jegliche Kontakte mit Israel ausschloss. Und dann schreibt er: „Und doch steht die Anerkennung eines palästinensischen Staates immer noch aus – auch durch unsere Regierung.“ Ihm scheint unbekannt zu sein, dass die Palästinenser bis heute ihren Staat nicht ausgerufen haben. Denn dann würden sie Milliardensummen verlieren, die ihnen als „Aufbauhilfe für den künftigen Staat“ geschenkt werden. Sowie sie einen Staat ausgerufen hätten, stünde ihnen bestenfalls eine kümmerliche „Entwicklungshilfe“ zu. Wie kann Stuhlmann von Deutschland die Anerkennung eines Staates fordern, der nicht einmal existiert?

Den Höhepunkt der Geschichtsklitterung erreicht das Arbeitspapier der EKiR mit dem Satz: „Die palästinensischen Christen leben seit zweitausend Jahren im Land.“ Dann gab es also „palästinensische Christen“ vor der Kreuzigung und Auferstehung Jesu. Vielleicht war ja auch Jesus ein „palästinensischer Christ“ und Araber, noch bevor Kaiser Hadrian mehr als 100 Jahre später die römische Provinz „Judäa“ in „Syria-Palästina“ umbenannt hat, um jegliche Erinnerung an die Juden zu tilgen?

Kirchenrat Volker Haarmann zeichnet verantwortlich für diese „Gottesdienst-Arbeitshilfe“. Präses Manfred Rekowski hat das Grußwort verfasst. Beide nehmen an der Reise teil. Auf Nachfrage erklärte Pressesprecher Iven, dass es zwischen jenem Arbeitspapier und der „historischen Reise“ keinen Zusammenhang gebe.

Die Argumente Stuhlmanns stammen aus dem klassischen Repertoire palästinensischer Propaganda zur Delegitimierung Israels und der Juden. Es fragt sich, welchen Sinn Vertreter jüdischer Gemeinden in Deutschland in dieser „ökumenischen Reise“ sehen. Eine Stellungnahme der jüdischen Teilnehmer steht noch aus.

Von: Ulrich W. Sahm

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Mon, 23 Apr 2018 15:03:00 +0200
<![CDATA[Hamas: Mossad tötete Palästinenser in Malaysia]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/04/23/hamas-mossad-toetete-palaestinenser-in-malaysia/ KUALA LUMPUR (inn) – Die malaysische Polizei hat am Montag Phantombilder veröffentlicht. Sie zeigen zwei Verdächtigte, die am Samstag den palästinensischen Elektroingenieur Fadi al-Batsch in Kuala Lumpur erschossen haben sollen. Die radikal-islamische Terror-Organisation Hamas beschuldigt den israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad.

„Die Phantombilder basieren auf den Aussagen von Augenzeugen“, sagte laut der israelischen Tageszeitung „Yediot Aharonot“ der Generalinspekteur der malaysischen Polizei, Mohamad Fusi Harun. Danach sind die gesuchten Täter „kräftig gebaut“, hellhäutig und ungefähr 1,80 Meter groß. Die Polizei nimmt an, dass die Verdächtigen aus Europa oder dem Nahen Osten stammen. Ob sie sich noch in Malaysia befinden, konnte der Generalinspekteur nicht mit Sicherheit sagen.

Überwachungskamera zeigt wartende Killer

Die Polizei beschreibt den Tathergang wie folgt: Der 35-jährige Elektroingenieur Al-Batsch befand sich am Samstag auf dem Weg zum Morgengebet in eine Moschee in Kuala Lumpur. Die Killer hatten bereits fast 20 Minuten auf ihn gewartet, wie Bilder einer Überwachungskamera zeigen. Dann erschossen sie ihn von einem Motorrad aus – Augenzeugen berichten von einem PS-starken BMW 1100cc. Die Polizei fand im Leichnam 14 Kugeln.

Die Hamas hat Al-Batsch, der ursprünglich aus dem Gazastreifen stammt, als „loyales“ Mitglied und „Schahid“ (Märtyrer) beschrieben, den vor allem seine technischen Fertigkeiten und seine wissenschaftlichen Erfindungen ausgezeichnet hätten. Er hatte am britisch-malaysischen Institut der Universität von Kuala Lumpur Elektrotechnik unterrichtet. „Mit Heimtücke“ sei Al-Batsch ermordet worden, sagte die Hamas. Ein Führer der Terrorgruppe, Ismail Hanije, machte den Mossad für den Tod des Palästinensers am Samstag verantwortlich.

Experte für Drohnen- und Raketenbau

Der stellvertretende malaysische Premierminister Ahmad Zahid Hamidi sagte der örtlichen Presse, dass die Regierung bei den Ermittlungen auch die Möglichkeit in Betracht zieht, dass bei dieser Tötung „ausländische Agenten“ involviert gewesen sein können. Das Opfer sei ein Experte für den Raketen- und Drohnenbau sowie in einer pro-palästinensischen Organisation aktiv gewesen.

Die Hinterbliebenenen wollten den Leichnam in den Gazastreifen überführen lassen. Der israelische Bildungsminister Naftali Bennett hat bereits angekündigt, dass Israel das nur zulasse, wenn die Hamas im Gegenzug die Leichen zweier israelischer Soldaten freigibt. Jetzt versuchen die Angehörigen des Getöteten, Al-Batsch über Ägypten in den Gazastreifen zu bringen.

Von: mm

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Mon, 23 Apr 2018 14:24:00 +0200
<![CDATA[Von Qumran bis zur Davidstadt]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/wissenschaft/2018/04/23/von-qumran-bis-zur-davidstadt/ 1947 stieg ein Beduine in eine Höhle, um eine entlaufene Ziege einzufangen und entdeckte dabei ein paar alte Krüge. Einige waren leer, andere enthielten Asche und in einigen fand er beschriftete Pergamente. Das waren die ersten „Qumranrollen“, die fortan das Verständnis der Bibel und der Ursprünge des Christentums verändern sollten. Ganze Heere von Wissenschaftlern aus aller Welt beugten sich fortan über Tausende Kopien und winzige Schnipsel biblischer Texte, Briefe und anderer Dokumente in Hebräisch, Latein und Griechisch, auf Papyrus oder Leder geschrieben. Das Israel-Museum hat ihnen ein eigenes Gebäude gewidmet, dessen Form wie der Deckel eines Krugs gestaltet ist.

Archäologie spielt eine zentrale Rolle bei der Identitätssuche der Völker im Nahen Osten. Palästinenser erklären muslimisches Erbe, etwa in Jericho, zum Beweis für palästinensische Präsenz – Jahrhunderte, bevor es „Palästinenser“ gab. Armenier fanden in ihren Grundstücken in Jerusalem Spuren des Hohenpriesters Kaiphas, während Juden überall im Land ihre Verbindung zur biblischen Geschichte aufzeigen.

Südlich von Haifa gibt es Höhlen, wo man nicht nur eine 60.000 Jahre alte Grabstätte fand, sondern auch den ersten Nachweis eines Treffens des Homo Sapiens aus Afrika mit dem Neandertaler aus Europa.

Die Bibel als Leitfaden

Die Archäologie legt nahe, dass schon der Erzvater Abraham, dem die Gründung der ehemals wunderbaren syrischen Stadt Aleppo zugeschrieben wird, eine historische Figur war. Die Stationen seiner Wanderung vom heutigen Irak nach Israel sind im archäologischen Kontext belegt. Abrahams Weg endete in Hebron, wo bis heute sein Grab in einem von König Herodes vor 2.000 Jahren errichteten Gebäude verehrt wird.

Im Gebiet des Staates Israel nach 1948 liegen viele antike Städte aus biblischer Zeit, die in großangelegten wissenschaftlichen Ausgrabungen freigelegt wurden. Dazu gehören Hasor Hazor im Norden und Lachisch im Süden. Hinzu kamen Aschkelon, wo Spuren der biblischen Philister gefunden wurden, Caesarea, wo die Römer den größten Hafen ihres Imperiums angelegt hatten und Masada am Toten Meer. Dort wurde vor 2.000 Jahren eine Heldengeschichte jüdischer Widerstandskämpfer detailliert dokumentiert.

Der römisch-jüdische Historiker Flavius Josephus berichtet, dass die Belagerten unter Führung von Eleasar Ben-Ja'ir, beschlossen, lieber als freie Menschen zu sterben, als den Römern in die Hände zu fallen: „Ein ruhmvoller Tod ist besser als ein Leben im Elend.“ Per Los bestimmten sie einige Männer, die wechselseitig den Rest der Gruppe und anschließend sich selbst töten sollten. Als die römischen Soldaten die Festung stürmten, lagen dort die Leichen von 960 Männern, Frauen und Kindern. Nur zwei Frauen und fünf Kinder hatten sich verborgen gehalten und konnten berichten, was geschehen war. Bis heute ist die Festungsruine das Symbol des jüdischen Freiheitswillens.

Zwischen 1965 und 1991 wurden hier die jungen Soldaten gemäß dem Motto „Masada darf nie wieder fallen“ vereidigt. 1969 wurden von den Archäologen gefundene Knochen mit einem Staatsakt feierlich begraben. Es hieß, dass so die jüdischen Verteidiger zur letzten Ruhe gelegt würden. Doch der Anthropologe Joe Zias hegte Zweifel und behauptete, dass die Knochen eher von römischen Legionären stammten. Zudem waren sie vermischt mit Schweineknochen.

Derartige Kontroversen gehören zum Alltag israelischer Archäologen. Der Professor Israel Finkelstein von der Universität Tel Aviv erklärte sogar die Könige David und Salomo zu Produkten fantasievoller Volkserzählungen. Dagegen haben Archäologen in Tel Dan im Norden Israels auf einem zweitverwendeten Stein die Inschrift „Haus des David“ gefunden. Das beweist natürlich nicht, dass es den rothaarigen Helden, der den mächtigen Goliath mit einem Steinwurf getötet haben soll, gegeben hat. Aber offenbar muss nach David eine ganze Dynastie benannt worden sein.

Von König Salomo fehlt bisher jeglicher Nachweis. Den gibt es erst für seinen Sohn Rehabeam. Der Professor Gabriel Barkai von der Bar Ilan Universität meint dazu: „Jeder Mensch hat einen Vater.“ Wenn der Sohn nachgewiesen ist, dann müsse auch sein Vater existiert haben. Salomo gilt als der Erbauer des ersten Tempels in Jerusalem, von dem schon zahlreiche Spuren gefunden worden sind. Heute steht an dessen Stelle der Felsendom, eines der schönsten und frühesten Gebäude des Islam, vermutlich von christlich-byzantinischen Architekten und Handwerkern entworfen und errichtet. Im Jahr 638 war Jerusalem vom Kalifen Omar, einem Nachfolger des Propheten Mohammad, erobert worden.

Entdeckungen rund um den Tempelberg

Rund um den Tempelberg und südlich davon in der Stadt Davids, dem ältesten Teil Jerusalems, sind Ausgrabungen politisch besonders brisant. Denn sie finden in dem von Israel seit 1967 besetzten Ostjerusalem statt, unter Häusern von Palästinensern. Diese haben ohne Baugenehmigung den Hügel bebaut, der in den 1920er Jahren, als die britische Archäologin Kathleen Kenyon dort erste Probegrabungen durchführte, noch kahl und leer war. Die israelischen Archäologen Roni Reich und Eli Schukrun haben dort gewaltige Höhlen und Wassertunnel aus der Zeit der Jebusiter freigelegt. Laut Bibel ist an dieser Stelle auch König David in die Stadt eingedrungen.

Auch wurde dort ein mächtiger Bau mit tonnenschweren Steinen entdeckt, wie ihn nur eine staatliche Institution und gewiss kein Privatmann hätte errichten können. Eilat Masar, Archäologin in den Diensten der Altertumsbehörde, erklärte den Fund zum „Palast des Königs David“, errichtet auf einer schrägen Stadtmauer der Jebusiter. Politische Gegner behaupten, dass sie das nur sage, weil eine rechtsgerichtete Siedlerorganisation und ein „zionistischer Amerikaner, Kind von Holocaustüberlebenden“, ihre Grabung finanziert habe.

Die Funde in der Davidstadt und etwas weiter nördlich, entlang der Klagemauer, sind überwältigend. In einer Villa, die am 9. Tag des hebräischen Monats Av im Jahr 586 vor Christus abgebrannt ist, dem Tag, als der babylonische König Nebukadnezar den Tempel von Jerusalem zerstörte, fanden sich in einer dicken Ascheschicht Siegel mit den Namen der persönlichen Berater des Königs Hiskias, etwa eines Achiav Ben-Menachem. Die tönernen „Bullae“ (Siegel oder auf Hebräisch Briefmarken) haben den großen Brand überlebt. Die Namensinschriften sind in Althebräisch geschrieben. Dazu gehört auch eine monumentale Inschrift des Königs Hiskias in dem von ihm befohlenen Tunneldurchbruch für die Wasserversorgung Jerusalems bei der Siloam-Quelle. Wie in der Bibel beschrieben, wurde der Tunnel von zwei Seiten in den Felsen geschlagen. Wo die Arbeiter sich trafen, wurde eine Inschrift in der Wand geritzt. Sie wurde schon vor 100 Jahren gefunden und nach Istanbul gebracht, wo sie sich heute im Topkapi-Museum befindet.

Entlang der westlichen Umfassungsmauer des Tempelbergs reiht sich ein riesiges Gewölbe an das nächste. Über diesen römischen Bauten leben heute Araber in neuen Häusern. Gefunden wurden da riesige Zisternen und Steinbrüche noch aus der Zeit des Salomo. In einem der Gewölbe wurde kürzlich ein römisches Theater freigelegt. Im Hintergrund sieht man die Fortsetzung der Klagemauer.

Reiseführer erzählen immer noch gerne, dass König Herodes die Klagemauer gebaut habe. Doch 2011 wurde in einem vor 2.000 Jahren mit Schutt gefüllten jüdischen Tauchbad (Mikwe) aus der Zeit des Salomo eine Münze aus dem Jahr 18 nach Christus gefunden. Die Mikwe befand sich unter den bis zu 150 Tonnen schweren Steinblöcken. Das belegt einwandfrei, dass die berühmte Mauer erst nach dem Tod des Herodes errichtet worden sein kann.

Der Trompeter auf der Zinne

Westlich der Klagemauer haben die Römer eine breite Straße mit großen fein behauenen Steinblöcken ausgelegt. Auf einem Teilstück liegen auf einer Ascheschicht uralte Trümmer. Einige dieser von den Römern im Jahr 70 heruntergeworfenen Steine sind rundlich gemeißelt. Das war das Geländer. Genau unter der Zinne ist die Kopie eines solchen Steines aufgestellt. Auf dem steht in großen hebräischen Lettern: „Zum Ort des Trompeters“. Das Original befindet sich heute im Israel-Museum. Der Stein wurde 1968 bei den ersten Ausgrabungen nahe der Klagemauer gefunden. Die Inschrift bestätigt eine jüdische Tradition, wonach auf der Zinne ein Trompeter stehen und nach dem Messias Ausschau halten sollte. Hier treffen eine alte jüdische und eine christliche Tradition aufeinander. Im Neuen Testament gibt es zu diesem Ort die berühmte Geschichte der Versuchung Jesu. In Matthäus 4 heißt es: „Darauf nahm ihn der Teufel mit sich in die Heilige Stadt, stellte ihn oben auf die Zinne des Tempels und sagte zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so stürz dich hinab; denn es heißt in der Schrift: Seinen Engeln befiehlt er, dich auf ihren Händen zu tragen, damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt.“

Wenige Meter von dort entfernt sind hoch oben in der Mauer die antiken Befestigungen einer römischen Brücke zu erkennen, der sogenannte Robinsonbogen. Die Brücke ist längst verschwunden, aber das andere Ende des Bogens wurde bei Ausgrabungen freigelegt. Darin sieht man zwischen den mächtigen Steinblöcken kleine Läden. Hier könnten die in der Bibel beschriebenen Geldwechsler gesessen haben. Denn römische Münzen mit dem Abbild des Gott-Kaisers durften die Juden nicht in den Tempel tragen. Also tauschten sie die römische Währung in neutrale Tempelmünzen um.

Unter dem perfekt erhaltenen Straßenbelag unterhalb des Robinsonbogens gibt es ein Zeugnis für eine historische „Panne“: Ein Teil des Bogens brach bei den Bauarbeiten ein. Dabei stürzte der spitze Schlussstein herab, durchschlug die Straße und blieb in der Tiefe des Abwassertunnels stecken. Der Straßenbelag wurde schnell wieder erneuert, sodass heute dort nichts mehr zu sehen ist. Der Abwassertunnel ist weitgehend freigelegt worden. Dort, wo bis heute dieser Spitzstein von der Decke herabragt, muss man sich tief bücken. Der Archäologe Gabriel Barkai vermutet, dass diese „Panne“ etwa im Jahr 30 nach Christus passiert sei.

Eine Anfrage im geologischen Institut Israels ergab, dass es „ungefähr“ im Jahr 30 oder kurz danach ein leichtes Erdbeben gegeben habe, das auch in Jerusalem zu spüren war. Hier treffen also wieder wissenschaftliche Beweise auf Erzählungen aus dem Neuen Testament. In der Kreuzigungsszene, Matthäus 27, Vers 51 und 52 wird ein solches Erdbeben anschaulich geschildert: „Und siehe, der Vorhang im Tempel zerriss in zwei Stücke von obenan bis untenaus. Und die Erde erbebte, und die Felsen zerrissen“. Die Geologen können hier Erderschütterungen ziemlich exakt zuordnen, weil sich Schichten von braunem Schwemmwasser des Winterregens mit weißen Salzschichten von der Verdunstung des Tote-Meer.Wassers im Sommer wie die Jahresringe eines Baumes abwechseln.

Klang aus der Zeit der Tempel

Abschließend noch ein lustiger Fund: Entlang der besagten Straße kann man die Gullis sehen, durch die das Regenwasser hinab in den Entwässerungstunnel und von dort in die riesigen Zisternen geleitet worden ist. Auf dieser Straße wandelten damals auch die Hohepriester des Tempels. Am unteren Saum ihres Prachtgewandes waren zahlreiche winzige goldene Glöckchen angebracht.

Aufgrund alter jüdischer Berichte fanden diese mit Glöckchen versehenen Abbildungen der Hohen Priester auch Eingang in die christliche Kunst des Mittelalters. Offenbar hat einer der Priester beim Gang zum Tempeldienst ein solches Glöckchen verloren. Es rollte in den Gulli und wurde jetzt bei den Grabungsarbeiten in dem Tunnel wiedergefunden. So kann man hören, was die Menschen vor 2.000 Jahren nahe dem Tempel gehört haben. Eine Nachbildung des biblischen Glöckchens wird heute als Andenken an die Besucher verkauft.

Von: Ulrich W. Sahm

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Mon, 23 Apr 2018 14:17:00 +0200
<![CDATA[Merkel: Halten an Iran-Deal fest]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/04/23/merkel-halten-an-iran-deal-fest/ BERLIN (inn) – Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat im israelischen Fernsehen betont, an dem Nuklearabkommen mit dem Iran festhalten zu wollen. Sie verstehe zwar die israelischen Sicherheitsbedenken, doch ein „unvollkommener Deal ist besser als gar kein Deal“, sagte sie in dem am Sonntag ausgestrahlten Interview des Senders „Kanal 10“. Deutschland werde die Lage „sehr genau beobachten“, um sicherzustellen, dass der Deal eingehalten werde.

Am 12. Mai entscheidet US-Präsident Donald Trump darüber, ob er den Iran-Deal beibehalten will. Derzeit ist sein französischer Amtskollege Emmanuel Macron in Washington zu Besuch, um über das Thema zu reden. Am Freitag wird Merkel in der amerikanischen Hauptstadt erwartet.

Kritik an Siedlungspolitik

Merkel kritisierte in dem Interview auch die israelische Siedlungspolitik: „Durch die Siedlungspolitik wird die Zwei-Staaten-Lösung nicht wahrscheinlicher. Deshalb haben wir hier auch eine Meinungsverschiedenheit.“ Zugleich betonte Merkel, Deutschland und Israel arbeiteten auf vielen Ebenen zusammen, unter anderem sollen in der zweiten Jahreshälfte die Regierungskonsultationen fortgesetzt werden.

Die CDU-Chefin äußerte sich auch zu den neuesten antisemitischen Vorfällen in Deutschland: „Wir sind bedrückt darüber, dass wir den Antisemitismus noch nicht abschließend in seine Schranken weisen konnten.“ Deutschland tue „alles“, um Antisemitismus zu bekämpfen. Das Land sei aber auch mit „neuen Phänomenen“ konfrontiert, „indem wir jetzt auch Flüchtlinge haben, oder Menschen arabischen Ursprungs, die eine andere Form von Antisemitismus ins Land bringen“.

Von: df

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Mon, 23 Apr 2018 12:03:00 +0200
<![CDATA[Zwei Palästinenser im Gazastreifen erliegen Verletzungen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2018/04/23/zwei-palaestinenser-im-gazastreifen-erliegen-verletzungen/ Nach den gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen israelischen Soldaten und Bewohnern des Gazastreifens in den vergangenen Wochen sind zwei weitere Palästinenser ihren Verletzungen erlegen. Am Sonntagabend starb ein 20-Jähriger, am Montagmorgen ein gehörloser 16-Jähriger an einem Bauchschuss. Seit dem 30. März demonstrieren im Gazastreifen Tausende Palästinenser jeden Freitag gegen Israel. Bei den von der Hamas organisierten Protesten versuchten Palästinenser immer wieder, den Grenzzaun zu beschädigen oder zu überwinden. Zudem griffen sie Soldaten mit Brandsätzen und Steinen an. Die Armee reagierte mit Beschuss und Tränengas.

Von: dn

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Mon, 23 Apr 2018 11:39:00 +0200
<![CDATA[Mehr Hassverbrechen jüdischer Extremisten]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2018/04/23/mehr-hassverbrechen-juedischer-extremisten/ Die Zahl der Hassverbrechen gegen Palästinenser im Westjordanland und ihren Besitz hat zugenommen. Das teilte der israelische Inlandsgeheimdienst Schabak mit. So habe es in diesem Jahr bereits fünf Terrorangriffe gegen Palästinenser gegeben, hinter denen die Sicherheitskräfte jüdische Extremisten vermuten. Im Jahr 2017 wurden hingegen insgesamt zwei solche Überfälle gezählt. Sonntagnacht zerstachen Unbekannte in den Ortschaften Rammun bei Ramallah und Beit Iksa bei Jerusalem Reifen von palästinensischen Fahrzeugen. Zudem gab es hebräische Schmierereien mit Hassbotschaften wie „Wir werden unser Schicksal in unsere eigenen Hände nehmen“. Dies meldet die Zeitung „Yediot Aharonot“.

Von: eh

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Mon, 23 Apr 2018 11:14:00 +0200
<![CDATA[Äthiopische Juden schnell nach Israel holen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/04/23/aethiopische-juden-schnell-nach-israel-holen/ Die israelische Justizministerin Ajelet Schaked hat äthiopischen Juden versprochen, ihnen so schnell wie möglich bei der Immigration nach Israel zu helfen. Diese Aussage traf sie am Sonntag bei dem Besuch einer Synagoge in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba. „Die Programme, äthiopische Juden mit ihren Familien in Israel zusammenzubringen, sind nicht einfach. Aber ich werde alles in meiner Macht Stehende dafür tun“, sagte Schaked. Es war der erste offizielle Staatsbesuch der Justizministerin in Afrika, die vor allem mehr über die aktuelle Situation der geschätzten 8.000 Juden in Äthiopien erfahren wollte.

Von: mm

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Mon, 23 Apr 2018 10:56:00 +0200
<![CDATA[Genesis-Preis-Jury enttäuscht über Natalie Portman]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2018/04/23/genesis-preis-jury-enttaeuscht-ueber-natalie-portman/ Die Präsidentin der Ben-Gurion-Universität des Negev, Rivka Carmi, bedauert die Entscheidung der Schauspielerin Natalie Portman, den Genesis-Preis nicht in Empfang zu nehmen. „Ich denke, sie begeht einen Fehler, und frage mich wirklich, wer ihr diesen schlechten Rat gegeben hat“, sagte Carmi, die zur Jury des Genesis-Preises gehört. Unterdessen hat Portman die Gründe für ihre Absage präzisiert: Sie wolle keine öffentliche Unterstützung für Regierungschef Benjamin Netanjahu zeigen, teilte sie am Samstag auf dem Bilderdienst Instagram mit. Der Likud-Chef hätte bei der inzwischen abgesagten Preisverleihung eine Rede gehalten.

Von: df

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Mon, 23 Apr 2018 10:47:00 +0200
<![CDATA[Vier Tote bei Gewalt in Grenzregion]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2018/04/20/vier-tote-bei-gewalt-in-grenzregion/ GAZA (inn) – Bei erneuten Zusammenstößen mit israelischen Soldaten sind im Gazastreifen am Freitag vier Palästinenser getötet worden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums der Hamas-Regierung wurden zudem 729 Palästinenser bei den Massenprotesten verletzt, 126 von ihnen durch Schüsse.

Damit erhöhte sich die Zahl der Todesopfer seit Beginn der gewaltsamen Ausschreitungen in der Grenzregion auf 39, wie die Onlinezeitung „Times of Israel“ berichtet. Die radikal-islamische Hamas hat eingeräumt, dass mehrere der Toten zu ihr gehörten.

Bei den sogenannten „Märschen der Rückkehr“ hatten bereits an den vergangenen drei Freitagen bis zu 30.000 Menschen Kurs auf den Grenzzaun genommen. Die Teilnehmerzahl ging jedoch stetig zurück. An diesem Freitag waren laut Angaben der Armee nur noch etwa 3.000 Palästinenser zu der Demonstration gekommen. Wie auch bei den vergangenen Protesten zündeten Palästinenser Autoreifen an und warfen Brandsätze in Richtung Israel. Sie versuchten erneut, mit Brandbomben bestückte Drachen über die Grenze nach Israel zu lenken.

Armee warnte Anwohner mit Flugblättern

Die Demonstranten entlang der Grenze fordern eine Rückkehr palästinensischer Flüchtlinge in ihre frühere Heimat, die heute der Staat Israel ist. Die Zeitung „Yediot Aharonot“ berichtet, dass sich die Protestcamps der Palästinenser am Donnerstag dem Grenzzaun genähert haben. Die Organisatoren planten, mit ihren Zelten bis zum 15. Mai direkt am Zaun anzukommen.

Die israelischen Streitkräfte waren deshalb schon im Vorfeld in Alarmbereitschaft. Sie hatten am Freitagmorgen die Anwohner der Region mit Flugblättern vor Ausschreitungen gewarnt – und davor, von der Hamas als Schutzschilde instrumentalisiert zu werden, berichtet die Tageszeitung „Ha'aretz“.

Von: mb

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Fri, 20 Apr 2018 15:34:00 +0200
<![CDATA[„Die Grundlagen der arabischen Welt werden in Frage gestellt“]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/04/20/die-grundlagen-der-arabischen-welt-werden-in-frage-gestellt/ FRANKFURT AM MAIN (inn) – Die Konfrontation zwischen dem Iran und Saudi-Arabien hat sich in den letzten Jahren als der zentrale Konflikt des Nahen Ostens herauskristallisiert. Das betonte der FAZ-Journalist und Islamwissenschaftler Rainer Hermann am Donnerstag bei der Vorstellung seines neuen Buches „Arabisches Beben“ in Frankfurt. Dieser Konflikt sei „viel gravierender“ als etwa der israelisch-palästinensische, der inzwischen als einer von vielen in der arabischen Welt gelten müsse.

Für diese Entwicklung führt Hermann mehrere Gründe an: Zunächst verlieren die arabischen Staaten an Rückhalt in der Bevölkerung, da sie über Jahrzehnte hinweg einen Großteil der Gesellschaft ausgeschlossen haben. Das wiederum habe für die Aufstände seit dem Jahr 2011 gesorgt. „Diejenigen, die ausgeschlossen worden sind, gingen auf die Straße.“ Hinzu komme, dass sich Amerika als Ordnungsmacht zurückziehe. „Weil die arabische Welt implodiert, weil Staaten zerfallen, ist ein Leerraum geschaffen.“

Verschiedene Ordnungsvorstellungen

Der Iran als noch funktionierender Nationalstaat mache sich dies zunutze und fülle das so entstandene Vakuum. Das entspreche auch seinem in der Verfassung vorgegebenem Bestreben, die islamistische Revolution von 1979 zu exportieren.

In dieser Entwicklung liege nun „Sprengstoff“, weil der vom Iran vertretene schiitische Islam eine „völlig andere politische Ordnungsvorstellung“ habe als die sunnitische Mehrheit der Muslime, betonte Hermann weiter. Dabei gehe um die Frage, wer rechtmäßiger Herrscher ist: Im schiitischen Islam ist es ein Nachkomme Alis, der Schwiegersohn und Cousin von Mohammed; im sunnitischen Islam ist derjenige rechtmäßiger Herrscher, der sich durchgesetzt hat. „Die Furcht der Sunniten ist heute, dass durch den Export der Revolution die Grundfesten der arabischen Welt verändert werden.“ Von den arabischen Ländern sei nur noch Saudi-Arabien in der Lage, diesen Kampf aufzunehmen.

Innere Zerrissenheit

Doch auch der Iran, der sich nach außen hin stark gibt, sei mit großen Problemen konfrontiert. „Der Iran ist zum Zerreißen gespannt.“ Besonders kritisch sei die hohe Zahl von arbeitslosen Jugendlichen. Für das iranische Regime seien diese „wie eine Armee, die die Sicherheit gefährdet“ – mit Unruhen rechneten Beobachter noch in diesem Jahr. Hinzu komme die Mehrheit der Iraner, die ein normales Leben führen wollen – Partys und Alkohol inklusive. Diese wollten „nichts lieber als das Ende der Islamischen Republik“. Dem stehen jedoch die Revolutionswächter entgegen, die im Besitz der Waffen seien und die Wirtschaft kontrollierten. In einzelnen Regionen gebe es zwar Unruhen; doch erst, wenn auch die Mittelschicht auf die Straße gehe, könne es zu einem Umbruch kommen, meint Hermann.

Parameter für eine Lösung

Um dieser Gemengelage beizukommen, sind für Hermann fünf Faktoren wichtig, auf die es zu achten gilt. Zuallererst gelte es, sich auf territoriale Nationalstaaten mit klaren Grenzen zu einigen. „Die Bindekraft dieser Grenze ist groß.“ Als zweites müssten diese Staaten gut funktionierende Institutionen wie Armee oder Justiz haben, denn dann könnten sich die Menschen leichter mit dem Staat identifizieren.

Als dritten Punkt nannte Hermann den „gemäßigten Arabismus“. Es gehe also nicht darum, eine große arabische Nation wiederherzustellen, wie es der Panarabismus einst wollte. Klüger sei es, für die einzelnen arabischen Staaten Unterschiede zuzulassen – etwa was den Einfluss der Scharia angehe. Ein weiterer Faktor einer längerfristigen Lösung der Konflikte sei eine Freihandelszone, um eine gute Wirtschaft aufzubauen und auch den Austausch von Gütern innerhalb der arabischen Welt zu stärken. Zuletzt sei eine regionale Ordnung wichtig, die andere Identitäten zulässt, sodass sich etwa auch Saudi-Arabien und der Iran vertragen. Hermann schlägt vor, eine OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) für den Nahen Osten zu schaffen, um etwa festzustellen, wo gemeinsame Sicherheitsinteressen liegen.

Bei alledem rechnet Hermann jedoch nicht mit einer schnellen Lösung. Er gab zu bedenken, dass auch Europa erst nach einem dreißig Jahre währenden Krieg von 1618 bis 1648 zu einer Friedensordnung gefunden haben. „Es ist noch ein langer Weg.“

Rainer Hermann, „Arabisches Beben. Die wahren Gründe der Krise im Nahen Osten“, Klett-Cotta, 378 Seiten, 16,95 Euro, ISBN: 978-3-608-96211-6

Von: df

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Fri, 20 Apr 2018 14:55:00 +0200
<![CDATA[Glückwünsche für Israel aus Deutschland und der Welt]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/04/20/glueckwuensche-fuer-israel-aus-deutschland-und-der-welt/ JERUSALEM (inn) – Das 70-jährige Jubiläum der Gründung des Staates Israel sei Anlass, in Dankbarkeit und Freude zu feiern. Das hat Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem Grußwort in der Wochenzeitung „Jüdische Allgemeine“ geschrieben.

Israels Unabhängigkeitstag „Jom HaAtzma’ut“ sei ein Tag großer Freude. „Heute pflegen Israel und Deutschland eine enge wirtschaftliche, wissenschaftliche und politische Zusammenarbeit. Unzählige persönliche Begegnungen und Freundschaften, zahlreiche Städtepartnerschaften und ein reger Jugendaustausch – es gibt vieles, das unsere beiden Länder verbindet. Wir blicken in Dankbarkeit auf das in 70 Jahren Erreichte“, schreibt die Bundeskanzlerin.

Deutschland werde die Erinnerung an die Scho'ah bewahren, versicherte Merkel und betonte: „Wir wenden uns entschlossen gegen Antisemitismus in all seinen Erscheinungsformen. Und die Sicherheit des Staates Israel ist und bleibt Teil der Staatsräson Deutschlands. Im Wissen um diese Verantwortung und im Bewusstsein unserer gemeinsamen Werte werden wir unsere Zukunft zum beiderseitigen Wohl gestalten.“

Lebendige Demokratie

Sie sei voller Bewunderung für die ersten Israelis, unter ihnen viele Scho'ah-Überlebende, die keine Mühen scheuten, ihren Staat aufzubauen, so Merkel weiter. Der Staat sei von Anfang an schweren Prüfungen ausgesetzt gewesen. Die Menschen hätten jedoch eine wehrhafte und lebendige Demokratie geschaffen, „die mehr und mehr innovative und wirtschaftliche Stärke entwickelte und schließlich über die Jahre hinweg große Anziehungskraft behielt“.

Glückwünsche zum Jubiläum erreichten außerdem Israels Staatspräsidenten Reuven Rivlin unter anderem aus den USA, Russland, Großbritannien, Kroatien und von den Vereinten Nationen. UN-Generalsekretär Antonio Guterres schrieb: „Die Vereinten Nationen werden durch die Vielfalt ihrer Mitglieder bereichert und unsere Mission wird gestärkt, wenn wir uns vereinen, um die Werte zu stärken, die der Anker unseres Fundaments sind.“

US-Präsident Donald Trump versicherte, das Engagement der USA für die Sicherheit Israels sei unerschütterlich. Sein Land werde wie in den vergangenen sieben Jahrzehnten an Israels Seite stehen.

Putin lobt „exzellente Beziehungen“

Russlands Präsident Wladimir Putin hob die „exzellenten Beziehungen“ zwischen seinem Land und Israel hervor. Er sei zuversichtlich, „dass wir gemeinsam den bilateralen Dialog und die fruchtbare Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Technologie und humanitäre Hilfe weiter ausbauen werden – im Interesse unserer Völker, und um Frieden, Stabilität und Sicherheit im Nahen Osten zu stärken“.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier schrieb zudem an seinen israelischen Amtskollegen: „Die Aussöhnung und Partnerschaft mit Israel über die tiefen Gräben unserer Geschichte hinweg bleibt etwas Wunderbares“. Dies sei „ein Geschenk und zugleich eine bleibende Verpflichtung für uns Deutsche“.

Von: dn

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Fri, 20 Apr 2018 12:28:00 +0200
<![CDATA[EU will Deeskalation an Gaza-Grenze]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/04/20/eu-will-deeskalation-an-gaza-grenze/ STRASSBURG (inn) – Abgeordnete des Europäischen Parlaments fordern Israel und die Palästinenser zu einer Beruhigung der Situation an der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen auf. „Die Abgeordneten appellieren an Israel und Palästina, keine Gewalt anzuwenden und Menschenrechte zu respektieren, um weitere Todesfälle zu verhindern und eine friedliche Zwei-Staaten-Lösung zu erreichen“, heißt es dazu auf der Webseite des Europäischen Parlaments.

Die Blockade des Gazastreifens müsse sofort und ohne Bedingungen beendet werden. Die Abgeordneten verurteilten aber auch die Hamas für das Anstacheln von Gewalt sowie ihre terroristischen Aktivitäten. Beide Seiten müssten außerdem die Menschenrechte von Festgenommenen und Häftlingen respektieren.

Der stellvertretende Vorsitzender des Unterausschusses für Menschenrechte, Cristian Dan Preda, sagte laut dem Fernsehsender „euronews“: „Wir verurteilen die wiederholten Angriffe der Hamas auf Israel scharf, und insbesondere den Einsatz von Zivilisten als menschliche Schutzschilde.“

Die Erklärung zur Situation zwischen Israel und den Palästinensern wurde mit 524 zu 30 Stimmen angenommen, es gab 92 Enthaltungen.

Von: mb

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Fri, 20 Apr 2018 11:59:00 +0200
<![CDATA[Rivlin zeichnet Soldaten aus]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2018/04/20/rivlin-zeichnet-soldaten-aus/ JERUSALEM (inn) – Mehrere Hundert Menschen sind am Donnerstagmorgen der Einladung in die Präsidentenresidenz gefolgt, um die Auszeichnung von 120 Soldaten zu sehen. Gastgeber waren Präsident Reuven Rivlin und seine Frau Nechama. Doch auch Premierminister Benjamin Netanjahu, Verteidigungsminister Avigdor Lieberman und Generalstabschef Gadi Eisenkot kamen prominent zu Wort. Die jährlich stattfindende Veranstaltung ist nicht nur eine Ehrung der ausgewählten Soldaten - vielmehr hat sie die Anerkennung der Leistung der israelischen Streitkräfte im Allgemeinen zum Gegenstand.

Feier der Errungenschaften

Die Zeremonie stand unter dem Titel „70 Jahre Unabhängigkeit in der Präsidentenresidenz feiern“. Durch das Programm führten die Fernsehmoderatoren Rotem Abuav und Aviv Alusch. In ihren Reden gingen der Präsident, Premierminister und Generalstabschef auf die Errungenschaften des Staates Israel in den vergangenen 70 Jahren ein: „Unsere Existenz und Errungenschaften sind ein Wunder, wie es kein zweites gibt. Wir sind in unser Land zurückgekehrt und haben so vieles erreicht“, sagte Rivlin seinen Gästen, unter denen auch der ehemalige Premierminister Ehud Barak sowie der ehemalige Generalstabschef Benny Gantz waren. An die Soldaten gewandt, sagte Rivlin: „Als ich 1957 zur Armee ging, gab es noch die Einheit für Brieftauben. Wenn ich heute mit dem Verteidigungsminister oder dem Generalstabschef eure Einheiten besuche, sehe ich, dass ihr zu jederzeit an allen Orten alles sehen könnt. Das ist toll. Ihr seid unser Traum.“ Rivlin sprach weiter: „Im Herzen spüren wir Dankbarkeit für 70 Jahre Unabhängigkeit und unseren Vorfahren gegenüber, die die Wurzeln dafür gelegt haben.“

Netanjahu berichtete davon, dass ihm bei seinen Staatsbesuchen öfter Menschen begegneten, die nicht glauben wollten, dass Israel nicht einmal neun Millionen Einwohner hätte. „Soviel, wie wir von euch und euren technologischen Fortschritten hören, müsst ihr mindestens 100 Millionen Einwohner haben, sagen sie mir dann.“ Netanjahu sagte weiter: „Die Armee, die IDF, das sind engagierte Menschen. Leute, die etwas in die Hand nehmen, um Projekte nach vorne zu treiben. Wie euch gibt es keine zweite Armee.“ Er rief zu einem Applaus auch für die anwesenden Eltern aus, denn sie hätten die Basis für diese wunderbaren jungen Menschen gelegt.

Im Namen der Ausgezeichneten sprach Schira Barak Leibovitsch vor dem Publikum. Die promovierte Ärztin dient in der medizinischen Abteilung einer Panzereinheit: „Es ist unsere Mission, das wertvolle Gut, den Staat Israel, zu verteidigen. Wir sind heute nicht hier, weil wir uns bei unserem Tun eine Auszeichnung erhofft haben. Unsere Hingabe ist ein Lebensstil und wir alle gehen mit großer Überzeugung unseren täglichen Aufgaben nach. Wir wollen aber auch die nicht vergessen, die für uns ihr Leben gelassen haben.“

Auszeichnungen in Zahlen

Insgesamt wurden 75 Männer und 45 Frauen ausgezeichnet, von ihnen 19 Offiziere sowie 101 Soldaten. Von den 36 nicht in Israel geborenen Soldaten stammen sechs aus Äthiopien, jeweils vier aus der Ukraine, Brasilien und den USA, die anderen aus zehn weiteren Ländern. 21 Soldaten gehören zur Gruppe der sogenannten „einsamen Soldaten“, deren Eltern größtenteils nicht in Israel leben. Fünf der ausgezeichneten Soldaten volontieren in der Armee, weil sie gesundheitliche Einschränkungen haben, wie das Asperger-Syndrom, Trisomie 21, im Rollstuhl sitzen oder taub sind. Auch wenn diese Soldaten keinen regulären Dienst, beispielsweise an der Waffe, absolvieren können, so ermöglicht ihnen die Initiative „Gleichheit in Uniform“, trotzdem in der Armee zu volontieren.

Momente des Stolzes

„Zwei Ereignisse bewegen mich besonders“, antwortete Eisenkot auf die Frage der Moderatoren, in welchen Momenten er den größten Stolz auf die Armee Israels verspürt habe: „Alle paar Monate, wenn ich sehe, wie Familien ihre Söhne und Töchter begleiten, wenn diese in die Armee eingezogen werden. Der zweite Moment ist, wenn ich sehe, wie Zivilisten sich zum Reservedienst rüsten. Sie schlüpfen in ihre Uniformen und sind immer wieder bereit, ihre individuellen Bedürfnisse denen der Armee unterzuordnen.“

Lieberman antwortete: „Für uns alle, die wir in der Sowjetunion lebten, war der Sechstagekrieg ein Ereignis großer Tragweite. Es war wie ein Aufwachen: Plötzlich spürten wir alle unsere jüdische Identität und den Stolz auf unser Judentum. Überall gewann der Zionismus an Bedeutung und es entstanden Hebräischkurse.“

Musikalische Einlagen

Lieder und Gesang gehören ins öffentliche Leben Israels wie die Biene zum Honig. Und so wurde im Rahmen der Auszeichnungs-Zeremonie neben bekannten Künstlern, die auftraten, das Lied „Al kol ele“ von der beliebten Liederdichterin Naomi Schemer in einem Filmbeitrag gezeigt. Es ist eine Liebeserklärung an das Land Israel. Das lyrische Ich bittet Gott, seine Gnade über das Land zu erweisen, sowohl über den süßen Honig der Biene als auch über deren bitteren Stachel.

Rivlin hatte das fünfminütige Video am vergangenen Montag auf seiner Facebookseite veröffentlicht. Seitdem haben es allein auf dieser Plattform weit mehr als eine Million Menschen gesehen. Darin ist zu sehen, wie Rivlin, zusammen mit dem bekannten Sänger Schlomi Schabbat, der Initiative Kululam und 12.000 Sängern aus dem ganzen Land das Lied von Schemer singt. Anwesend war auch die 91-jährige Naomi Polani. Rivlin bezeichnete sie als die „Mutter der Soldatenchöre“, der die Armee und das israelische Volk sehr viel zu verdanken habe. Als Anerkennung verlieh er auch ihr eine Auszeichnung für ihre Verdienste. Rivlin machte noch einmal deutlich, wie wichtig die Armee für das Überleben des jüdischen Staates sei: „Zahal ist unser und wir sind Zahal.“ Er beendete seine Rede mit dem Vers aus Psalm 121: „Siehe, der Hüter Israels schläft und schlummert nicht.“

mh

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Fri, 20 Apr 2018 11:47:00 +0200
<![CDATA[Rekordbesucherzahlen im ersten Vierteljahr]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/tourismus/2018/04/20/rekordbesucherzahlen-im-ersten-vierteljahr/ Mehr als 949.000 Touristen kamen in den ersten drei Monaten dieses Jahres nach Israel. Das waren 29 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2017 und rund 58 Prozent mehr als im Januar, Februar und März 2016. Das hat das Zentrale Statistikbüro Israels bekanntgegeben.

Von: dn

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Fri, 20 Apr 2018 11:18:00 +0200
<![CDATA[Araber veranstalten „Nakba-Marsch“]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/04/20/araber-veranstalten-nakba-marsch/ Tausende israelische Araber haben am Donnerstag ihre Betrübnis über die Existenz Israels bei einem „Nakba-Marsch“ nahe Atlit südlich von Haifa ausgedrückt. Das berichtet die Tageszeitung „Yediot Aharonot“. „Nakba“ bedeutet übersetzt „Katastophe“ – so nennen viele Araber und Palästinenser die Gründung des Staates Israel. Während die Palästinenser den Tag der „Nakba“ immer am 15. Mai begehen, erinnern Araber in Israel direkt am israelischen Unabhängigkeitstag daran. Der „Nakba“-Tag soll die rund 700.000 Araber, die nach der Gründung des jüdischen Staates am 14. Mai 1948 flohen oder vertrieben wurden, ins Gedächtnis rufen.

Von: mb

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Fri, 20 Apr 2018 11:08:00 +0200
<![CDATA[Abbas trifft Terrorist nach 20-jährigem Gefängnisaufenthalt]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/04/20/abbas-trifft-terrorist-nach-20-jaehrigem-gefaengnisaufenthalt/ Der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Mahmud Abbas, hat den Terroristen Rajaei Haddad in seiner Residenz in Ramallah empfangen. Haddad hatte 20 Jahre in einem israelischen Gefängnis gesessen, bevor er Mitte März entlassen wurde. Er war in einen Anschlag in Ostjerusalem involviert. Laut Haddad dauerte das Treffen eine Stunde. „Der Präsident schenkt allen Gefangenen seine Beachtung“, resümierte er nach dem Gespräch. Im PA-Fernsehen hieß es zuvor, Abbas räume der Sache der Gefangenen „oberste Priorität“ ein. Der Chef des Fatah-Jerusalem-Kommitees, Adnan Ghaith, bezeichnete Haddad bei einem Empfangsfest als „Anführer, Held und Kämpfer“. Jamal Muhaisen, Mitglied des Fatah-Zentralkommitees, nannte ihn einen „Fatah-Ritter“.

Von: ser

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Fri, 20 Apr 2018 11:00:00 +0200
<![CDATA[Natalie Portman sagt Genesis-Preis-Verleihung ab]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2018/04/20/natalie-portman-sagt-genesis-preis-verleihung-ab/ In diesem Jahr fällt die Verleihung des Genesis-Preises aus. Grund dafür ist die Absage der israelisch-amerikanischen Schauspielerin Natalie Portman, die den Preis am 28. Juni in Empfang nehmen sollte. Die 36-Jährige nannte „jüngste Ereignisse“ als Ursache dafür, aus Gewissensgründen nicht an öffentlichen Veranstaltungen in Israel teilnehmen zu können. Damit meint sie vermutlich das Vorgehen der Armee gegen Palästinenser beim „Marsch der Rückkehr“. Die Genesis-Preis-Stiftung teilte am Donnerstag mit, sie bedauere den Schritt und befürchte nun eine Politisierung ihrer wohltätigen Arbeit.

Von: df

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Fri, 20 Apr 2018 10:42:00 +0200
<![CDATA[Netanjahu: Wir haben gerade erst angefangen]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2018/04/19/netanjahu-wir-haben-gerade-erst-angefangen/ JERUSALEM (inn) – Mit Feuerwerken, Grillfesten, Ausflügen und verschiedenen Zeremonien haben die Israelis seit Mittwochabend den 70. Unabhängigkeitstag gefeiert. Der Tag schloss sich direkt an den von Trauer geprägten Gedenktag für die Gefallenen und Terror-Opfer an. Die Nähe und der Kontrast dieser beiden Tage stehen für den Umstand, dass der Gewinn Unabhängigkeit auch mit schmerzhaften Verlusten verbunden ist.

Bei der Fackelzeremonie auf dem Jerusalemer Herzlberg entzündeten zuvor ausgewählte Personen die zwölf Fackeln, die für die zwölf Stämme Israels stehen. Knessetsprecher Juli Edelstein verwies in seiner Rede auf die Vielfalt der israelischen Bevölkerung. Dies sei das Geheimnis der „israelischen Magie“. Die Gesellschaft sei ein „wunderbares Mosaik an Stämmen und Farben, Glaubensrichtungen und Meinungen, Herkunftsländern und Lebensstilen“. Gemeinsam habe die Gesellschaft eine „Oase der Demokratie“ und eine „technologische Weltmacht“ geschaffen.

Netanjahu: Das Licht überwindet die Dunkelheit

Regierungschef Benjamin Netanjahu ging in seiner Rede gedanklich weiter und betonte, Israel sei im Begriff, eine Weltmacht zu werden. „In weiteren 70 Jahren wird man hier ein Land vorfinden, das 70 Mal stärker ist – denn das, was wir bis heute getan haben, ist erst der Anfang.“

In seiner Rede kam Netanjahu auch auf die Menora als Symbol des Staates zu sprechen. „Im Jahr 70 gingen die Lichter der Menora aus“, sagte er mit Blick auf die Zerstörung des Tempels durch die Römer. „Aber heute, im 70. Jahr der Unabhängigkeit, ist die Menora das Symbol unserer Nation, und ihr Licht leuchtet stärker denn je. Auch heute wollen einige die Menora auslöschen, das Licht, das von Zion scheint. Aber ich versichere Ihnen, das wird nicht passieren. Es wird nicht passieren, denn das Licht überwindet immer die Dunkelheit.“

Netanjahu dankte einmal mehr US-Präsidenten Donald Trump für dessen Entscheidung, die Botschaft nach Jerusalem zu verlegen. Er meinte weiter, die „Faszination Israels“ erreiche so langsam auch die arabische Welt. Israel reiche denjenigen die Hand, die Frieden suchen.

Die Anwesenheit des Regierungschefs war zuvor umstritten. In der Regel ist der Knessetsprecher der höchste Würdenträger bei der jährlichen Fackelzeremonie. Anlässlich des runden Jubiläums fanden beide Staatsmänner zu einem Kompromiss. Netanjahu entzündete eine Fackel im Namen aller bisherigen Regierungen.

Lied und Schauspiel

Bei der Zeremonie durften Showeinlagen nicht fehlen. Das Lied „Hallelujah“, mit dem Israel 1979 den Eurovision Song Contest gewann, wurde zeitgleich an 20 Orten in aller Welt aufgeführt. In kleinen Szenen präsentierten Schauspieler wichtige Ereignisse in der Geschichte des jüdischen Volkes, von der Gesetzgebung am Berg Sinai über die Zerstörung des Zweiten Tempels bis hin zum Holocaust.

Ehrung für Soldaten

Am Donnerstagmorgen fanden die Feierlichkeiten eine Fortsetzung. Staatspräsident Reuven Rivlin ehrte 120 Soldaten für herausragende Leistungen. Der 78-Jährige würdigte dabei die Alarmbereitschaft angesichts der Bedrohung an der Nordgrenze durch den Iran. „Liebe Soldaten, wir sehen die Last der Verantwortung, die auf Euren Schultern ruht. Wir danken Euch.“

Im Anschluss an die Zeremonie ging es noch ans Eingemachte: Das Finale des Internationalen Bibelquiz' stand an. Der Sieger dieses Jahres heißt Asriel Schilat, ein Bibelschüler aus Hasor Haglilit, einer Stadt bei Safed im Norden des Landes.

Höhepunkt des Tages war auch die alljährliche Flugshow der israelischen Luftwaffe, inklusive des Kampfjets F-35, der als eines der fortschrittlichsten Flugzeuge gilt. Nach Angaben der Parkbehörde besuchten rund 100.000 Israelis bei strahlend blauem Himmel die verschiedenen Parks, rund 18.000 campierten rund um den See Genezareth.

Von: df

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Thu, 19 Apr 2018 15:13:00 +0200
<![CDATA[Erste Kinovorstellung in Saudi-Arabien seit über 35 Jahren]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2018/04/19/erste-kinovorstellung-in-saudi-arabien-seit-ueber-35-jahren/ In Saudi-Arabien hat am Mittwoch das erste Mal seit 35 Jahren wieder eine kommerzielle Filmvorstellung stattgefunden. Wie die Onlinezeitung „Times of Israel“ berichtet, sahen ausgewählte Gäste in einer umgerüsteten Konzerthalle in Riad den Hollywood-Blockbuster „Black Panther“. Am Donnerstag begann dann der Kartenvorverkauf für öffentliche Filmvorführungen am Freitag. Die saudische Regierung hatte der US-Firma AMC Anfang des Monats eine Kino-Lizenz erteilt. Bis 2030 sollen nach dem Willen von Kronprinz Mohammed Bin Salman rund 300 Kinos im ganzen Land entstehen und so bis zu 30.000 zusätzliche Jobs geschaffen werden. Szenen, die sexuelle Handlungen, Nacktheit oder Küsse beinhalten, dürfen nicht gezeigt werden.

Von: ser

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Thu, 19 Apr 2018 14:56:00 +0200
<![CDATA[Christen in Berlin setzen Zeichen gegen Antisemitismus]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2018/04/19/christen-in-berlin-setzen-zeichen-gegen-antisemitismus/ Vorbei an Kinos und Cafés, Bistros und Boutiquen geht der Marsch, vorbei auch an Ku’damm-Wahrzeichen wie Gedächtniskirche und KaDeWe. „Da kommt ’ne Demo“, erklärt ein Vater nach einem kurzen Blick lapidar seinem Sohn, den die Polizeieskorte mit viel Blaulicht fasziniert. Anderen Passanten fallen die blau-weißen Israelfahnen auf, die einige der rund 430 Marschierenden schwenken. Viele tragen eine Kippa, nicht nur Juden, auch andere „Marsch des Lebens“-Teilnehmer haben die jüdische Kopfbedeckung als Zeichen ihrer Solidarität aufgesetzt.

Ein ganzes Stück der etwa zwei Kilometer langen Strecke bis zum Wittenbergplatz läuft der künftige Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, in erster Reihe mit. „Die Erinnerung an den Holocaust wachzuhalten ist eine politische Daueraufgabe einer jeden Bundesregierung“, sagt Klein zum Auftakt des Marsches. Er werde sich in seiner neuen Aufgabe dafür einsetzen, dass Bildung und Erziehung in diesem Bereich viel stärker gefördert würden. Dieser Marsch zeige, dass Antisemitismus kein jüdisches Problem sei, sondern ein Problem für alle, das alle bekämpfen müssten. Dazu trage diese Aktion bei. Initiiert wurde sie vom Verein „Marsch des Lebens“ und dem Berliner „Forum Israel - nie wieder schweigen!“.

Wenn „Jude“ wieder ein Schimpfwort ist

Als Christ ein Zeichen setzen – so formuliert ein Rentner seine Motivation, mitzumarschieren. „70 Jahre Israel müssen gefeiert werden“, meint ein anderer. „In Israel sind die Wurzeln unseres Glaubens, da gehören wir dazu“, fügt seine Frau hinzu. Eine junge Frau möchte etwas gegen Antisemitismus tun und gerade heute ein Zeichen gegen die Vergangenheit setzen. „Wenn man hört, dass ‚Jude‘ wieder ein Schimpfwort auf Schulhöfen ist, dann glaube ich, kippt die Stimmung gerade wieder.“

Einige junge Leute kommen bei der Kundgebung nach vorne und bekennen die Schuld in ihren Familien. Sein Urgroßvater sei ein Schreibtischtäter gewesen und habe den Erfolg des Systems der Nazis möglich gemacht, erzählt ein 24-Jähriger. Der Großvater einer Frau sei in der NSDAP und der SA gewesen, sie wolle heute ihre Stimme gegen jede Form von Antisemitismus erheben, erklärt sie. Generationen später tun die jungen Leute Abbitte und überreichen anwesenden Mitgliedern des Vereins „Phönix aus der Asche – Die Überlebenden der Hölle des Holocaust“ Rosen.

CDU-Politiker: Gastrecht nicht mißbrauchen

Ein Holocaust-Überlebender ist der Journalist Peter Neuhof, geboren 1925. Er überlebte das Naziregime als Kind einer jüdischen, kommunistischen Familie. Als er Erinnerungen vorliest, versagt ihm immer wieder die Stimme. Bevor sie in den Zug ins KZ Ravensbrück steigen musste, konnte seine Mutter einem Polizisten eine Nachricht zustecken, berichtet er. „Nein, ich vergesse nichts und ich werde nichts vergessen. Die Mörder meines Vaters nicht, die Mörder von 16 meiner engsten Angehörigen nicht, die in den Gaskammern zu Tode gequält und ermordet wurden. Aber ich vergesse auch nicht die mutige Tat des unbekannten Polizisten, der den Zettel in ein Kuvert steckte, frankierte und in einen Briefkasten warf.“

Neuhof spricht vom großen Glück, überlebt zu haben. Er habe in seinem langen Leben zur Genüge Rassismus, Antisemitismus, Nationalismus und Faschismus erlebt. Deshalb sei er mehr als besorgt über das Anwachsen rechter Gruppen, ob AfD oder Pegida. „Das rechte Spektrum ist nicht zu übersehen und zu überhören, in ganz Europa. Bedenkliche Zeichen der Zeit, beunruhigende Zeichen der Zeit. Niemand sollte die Augen verschließen und wegsehen. Widerstand ist angesagt. Der ‚Marsch des Lebens‘ setzt da ein Zeichen.“

Bei der Abschlussveranstaltung auf dem Wittenbergplatz betont Volkmar Klein (CDU), Mitglied der Unions-Bundestagsfraktion, wie wichtig das Erinnern sei, weil es mit einer Verantwortung für die Zukunft verbunden sei. Wer nach Deutschland komme, müsse sich in diese gemeinsame Verantwortung mit hineinbegeben, so Klein. „Wenn einige das Gastrecht missbrauchen und gegen Juden und Israel hetzen, dann ist das nicht in Ordnung und dann sind die auch nicht willkommen.“

Jorai Feinberg, Besitzer eines israelischen Restaurants in Ku’damm-Nähe und selbst mehrfach Opfer antisemitischer Hetze, bringt neben „Wut und Traurigkeit“ auch zum Ausdruck, wie gut die vielen Solidaritätsbekundungen täten. Neben dem Gedenken an den Holocaust vor vielen Jahrzehnten vermittle der Marsch für die Gegenwart vor allem diese Botschaft: Wachsam zu sein und sich Antisemitismus mutig entgegenzustellen.

Weltweit finden laut dem Veranstalter dieses Jahr etwa 50 „Märsche des Lebens“ rund um das Datum des israelischen Holocaustgedenktages Jom HaScho'ah statt. Der israelische Nationalfeiertag ehrt zum einen das Andenken an die Scho'ah-Opfer, die von den Nationalsozialisten ermordeten Juden, zum anderen den jüdischen Widerstand. Die internationalen Märsche münden zum 70. Jahrestag der Staatsgründung Israels in einen „Marsch der Nationen“ am 15. Mai 2018 in Jerusalem.

Die Bewegung „Marsch des Lebens“ gibt es bereits seit 2007. Initiatoren sind Jobst und Charlotte Bittner von „TOS Dienste Tübingen“, einer Gruppe, die aus der Tübinger Offensiven Stadtmission, einer evangelischen Freikirche charismatischer Prägung, hervorgegangen ist. Der erste Gedenkmarsch ging von der Schwäbischen Alb nach Dachau. Seitdem haben nach Angaben der Initiative Märsche in mehr als 20 Nationen und über 350 Städten und Ortschaften stattgefunden. „Erinnern – Versöhnen – ein Zeichen setzen", so das Motto. Im „Forum Israel – nie wieder schweigen!“ engagieren sich seit 2014 Christen aus verschiedenen Gemeinden und Denominationen gegen Antisemitismus in Berlin.

Von: Christina Bachmann

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Thu, 19 Apr 2018 14:28:00 +0200
<![CDATA[Wer hat solches je gesehen?]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/04/19/wer-hat-solches-je-gesehen/ Beim Ersten Zionistischen Weltkongress 1897 wurde der Plan für einen „Judenstaat“ gefasst: „Der Zionismus erstrebt die Schaffung einer öffentlich-rechtlich gesicherten Heimstätte in Palästina für diejenigen Juden, die sich nicht anderswo assimilieren können oder wollen.“ Nach Abschluss des Kongresses schrieb Theodor Herzl am 3. September 1897 in sein Tagebuch: „Fasse ich den Baseler Congress in ein Wort zusammen – das ich mich hüten werde öffentlich auszusprechen – so ist es dieses: in Basel habe ich den Judenstaat gegründet. Wenn ich das heute laut sagte, würde mir ein universelles Gelächter antworten. Vielleicht in fünf Jahren, jedenfalls in fünfzig wird es Jeder einsehen.“

Sehnsucht nach nationaler Wiedergeburt

Schon zuvor hatte ein anderer Jude die Heimkehr Israels vor Augen. Das war der 1812 in Bonn geborene Moses Hess, einer der frühen Sozialisten wie Karl Marx und einige Zeit auch dessen Wegbegleiter. Doch der tiefgläubige Hess sah die Zukunft nicht im Klassenkampf. Und zur Lösung der sogenannten „Judenfrage“ forderte er in seinem 1862 veröffentlichten Buch „Rom und Jerusalem“: „Nur aus der nationalen Wiedergeburt wird das religiöse Genie der Juden gleich dem Riesen, der die Muttererde berührt, neue Kräfte ziehen und vom heiligen Geist der Propheten wieder beseelt werden.“ Nicht der Rückzug allein auf die Religion, sondern die Rückbesinnung auf die Nation war für ihn der Weg.

Zu etwa gleicher Zeit, 1861, schrieb der Rabbi Zwi Kalischer aus Thorn das Buch „Suche nach Zion“. So gewann der Zionismus als politische Idee Gestalt und zugleich die Herzen jugendlicher Juden in Europa. Der Zionismus vereinte von Anfang an religiöse, nationale und soziale Züge. Die Kibbutzbewegung sollte später sichtbarer Ausdruck dieser anfangs utopisch-messianischen Vorstellungen sein.

Mehr als eine Randnotiz ist der Einfluss prophetisch-­endzeitlich denkender Christen auf die Anfänge des Zionismus. Besonders zu erwähnen ist William Hechler. Der 1845 in Indien geborene Sohn einer Missionarsfamilie war erfüllt von der Verheißung der Wiederherstellung Israels am Ende der Zeit. Beeindruckt von Herzls Schrift „Der Judenstaat“ suchte er den Kontakt zur zionistischen Bewegung.

Hechler konnte durch seine guten Beziehungen zum badischen Großherzog Friedrich I. die Begegnung Herzls mit dem deutschen Kaiser Wilhelm II. vermitteln. Während dessen Orientreise 1898 gab es dieses denkwürdige Treffen, das im Foto festgehalten wurde: Der Kaiser hoch zu Ross und Herzl als Bittsteller vor ihm. Dessen Wunsch war die deutsche Einflussnahme auf den türkischen Sultan, damit dieser die jüdische Ansiedlung in Palästina gestatte.

Zusage einer „nationalen Heimstätte“

Der Plan für einen Judenstaat in Palästina wurde jedoch nicht durch die Fürsprache der Deutschen verwirklicht, sondern im Schatten des Ersten Weltkrieges durch die Briten. Engländer und Franzosen wurden die Erben des Osmanischen Reiches. Damit gab es für die zionistische Bewegung mehr als einen Funken Hoffnung. Herzl starb 44-jährig bereits 1904. Vom Judenstaat konnte er noch nichts sehen. Doch die Rückkehr des jüdischen Volkes hatte er eingeleitet. Der Zionismus wurde wegweisend für das 20. Jahrhundert.

Denn 1917 legte die „Balfour-Deklaration“ den Grundstein für einen jüdischen Staat. Bereits im Sommer 1917 war abzusehen, dass die Türken den Orient verlieren würden. Die europäischen Sieger planten für die Zeit nach dem Krieg; Interessengebiete und neue Staaten wurden geschaffen. Auch für die Juden gab es eine Idee. Am 2. November 1917 gab der britische Außenminister Arthur James Balfour dem jüdischen Weltkongress eine offizielle Erklärung. Die Juden jubelten und sahen darin die Geburtsurkunde ihres Staates.

Der Kernsatz der Erklärung lautet: „Die Regierung seiner Majestät wird alles tun, um für die Juden die Gründung einer nationalen Heimstätte in Palästina zu ermöglichen.“ Doch die Wirklichkeit enttäuschte. Was die Juden damals nicht wussten: In den „McMahon-Briefen“ hatten die Engländer das Gebiet bereits 1915 den Arabern zugesichert. Sir Henry McMahon war der britische Hochkommissar in Ägypten. Die britische Regierung versuchte, die arabischen Stämme der Hedschas für den Kampf gegen die Türken zu gewinnen. Im Sykes-Picot-Abkommen vom Mai 1916 waren geheime Absprachen notiert worden.

Das Papier wurde vom Franzosen François Georges-Picot und dem Engländer Mark Sykes verfasst und bildete die Grundlage der Nachkriegsordnung. Briten und Franzosen teilten den Vorderen Orient unter sich auf. Der Norden mit Libanon und Syrien wurde französisches Einflussgebiet. Der südliche Bereich, Palästina und Arabien bis zum Irak sowie Ägypten, wurde eine britische Einflusszone. Völkerrechtlich verbindlich wurde diese Ordnung auf der Völkerbund-Konferenz von San Remo im Jahre 1920 festgeschrieben. Auch die „Balfour-Deklaration“ wurde Bestandteil dieser Völkerbundbeschlüsse, die später unverändert von der UNO übernommen wurden. Die Existenz und das Existenzrecht des Staates Israel sind verbrieftes Völkerrecht seit 1920.

1948: Gründung eines „Staates Israel“

Wer heute an Palästina denkt, hat meist nur den Küstenstreifen vor Augen. Doch das Mandat reichte anfangs vom Mittelmeer bis zur willkürlich gezogenen Grenzlinie zum Irak. 1922 wurde es zum ersten Mal geteilt: 78 Prozent des Gebietes wurden ein arabisches Land mit dem Namen „Emirat Transjordanien“, heute „Haschemitisches Königreich Jordanien“. 1947 wurde das Land noch einmal geteilt. Da ging es allein um das Land westlich vom Jordan.

Das Ende des Zweiten Weltkrieges lag erst einen Wimpernschlag zurück. Die Menschheit erfuhr die Wahrheit über die Hölle von Auschwitz und den Massenmord. Als „Displaced Persons“ wurden KZ-Überlebende in Europa hin- und hergeschoben. Viele strebten nach Palästina. Doch die britische Marine blockierte die aus britischer Sicht illegale Einwanderung. Auf Zypern gab es wieder Lager für Juden. Um der Welt dieses Drama zu zeigen, wurde im Sommer 1947 mit dem Schiff „Exodus“ ein Zeichen gesetzt. Radio und Presse berichteten weltweit über das Ereignis. Für eine Weltsekunde gab es mehrheitlich Sympathie für die Juden und für das jüdische Volk öffnete sich ein Zeitfenster.

Jüdische Untergrundkämpfer hatten seit Jahren schon die Blockade der Briten durchbrochen. Kämpfe gab es zwischen Briten, Arabern und Juden. Der Landstrich versank 1946 vollends im Chaos. Die Zukunft des britischen Mandats wurde ein Thema in der UNO. Monatelang wurde in Hinterzimmern hart verhandelt, gedroht, geworben. Die arabischen Staaten wollten die Teilung des Landes und somit ein jüdisches Gebiet verhindern. Die Vertretung der Juden warb bei Kommissionen und Regierungen weltweit für die Zustimmung zum Teilungsplan. Alle Beteiligten wussten, es würde knapp werden. Am 29. November 1947 beschloss die UN-Vollversammlung den vorgelegten Plan. Die Resolution 181 bestimmte die Teilung des britischen Mandatsgebietes in einen arabischen Teil Palästinas und einen jüdischen Teil sowie Jerusalem als Sondergebiet unter UN-Verwaltung.

Arabische Milizen verstärkten nochmals ihren Kampf gegen jüdische Gebiete. Mit dem Abzug der Briten wurde daraus am Staatsgründungstag Israels der erste Nahostkrieg. Armeen von fünf Staaten, Ägypten, Syrien, Irak, Libanon und Jordanien, kämpften für das Ende des jüngsten Staates der Erde. Es wurde Israels längster und schwerster Krieg, der Überlebenskampf von rund 650.000 Juden.

Am 15. Mai 1948 endete die Mandatszeit. Am Vorabend des britischen Abzuges, einem Erev-Schabbat (Freitag), am 14. Mai 1948 rief David Ben-Gurion in Tel Aviv den „Staat Israel“ aus und wurde erster Premier. Er hatte schon 1937 gesagt: „Nicht das Mandat ist unsere Bibel, die Bibel ist unser Mandat“. Viele Juden nennen die Bibel: „Unsere Grundbucheintragung“. Nach mehr als zweitausend Jahren existierte wieder ein Staat Israel im Orient. Damit erfüllte sich die biblische Prophezeihung des Propheten Jesaja: „Wer hat solches je gehört? Wer hat solches je gesehen? Ward ein Land an einem Tag geboren? Ist ein Volk auf einmal zur Welt gekommen? Kaum in den Wehen, hat Zion schon ihre Kinder geboren“ (Jesaja 66,8).

Diesen Artikel finden Sie auch in der Ausgabe 2/2018 des Israelnetz Magazins. Diese besondere Themenausgabe befasst sich mit dem 70-jährigen Bestehen des Staates Israel. Sie können die Zeitschrift kostenlos und unverbindlich bestellen unter der Telefonnummer 06441/915152, via E-Mail an info@israelnetz.com oder online. Gerne können Sie auch mehrere Exemplare zum Weitergeben oder Auslegen anfordern.

Von: Egmond Prill

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Thu, 19 Apr 2018 14:04:00 +0200
<![CDATA[EU-Vorstoß gegen Hetze in palästinensischen Klassenzimmern]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/04/19/eu-vorstoss-gegen-hetze-in-palaestinensischen-klassenzimmern/ BRÜSSEL (inn) – Das Europäische Parlament in Brüssel hat am Mittwoch ein Gesetz angenommen, das keine EU-finanzierten Bildungsmittel mehr an die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) für Hetze im Unterricht zulassen will.

Der Gesetzesvorschlag war im März vom Haushaltskontrollausschuss eingebracht worden. Die finanziellen Hilfsmittel sollen demnach jetzt die „allgemeinen Werte wie Freiheit, Toleranz und Nichtdiskriminierung in der Bildung“ reflektieren. Zum ersten Mal sollen so diese Werte durch EU-Finanzmittel auch außerhalb der Europäischen Union in Klassenzimmern sichergestellt werden.

Drei Milliarden EU-Bildungsunterstützung in zehn Jahren

Gesondert erwähnt wird im Gesetz die Finanzierung der PA durch den PEGASE-Mechanismus. Seit seiner Einführung im Jahr 2008 ist er die Hauptfinanzquelle der EU an die PA. Laut der israelischen Tageszeitung „Jerusalem Post“ sind schätzungsweise drei Milliarden Euro auf diesem Weg in das Bildungssystem der Autonomiebehörde geflossen.

Das „Institut für die Überwachung des Friedens und der kulturellen Toleranz bei der Schulbildung" (IMPACT-SE) in Jerusalem, das sich dafür einsetzt, mit Bildung extremistische Einflüsse im Nahen Osten abzubauen, unterstützte EU-Parlamentarier bei der Formulierung des Gesetzes.

Besser spät als nie

„Es ist bizarr, dass der PEGASE-Fund über zehn Jahre drei Milliarden Euro an die PA gezahlt hat, ohne dass es ernsthafte Versuche der EU-Kommission gegeben hat, palästinensischen Kindern eine Bildung zu vermitteln, die auf europäischen Werten basiert“, sagte der IMPACT-SE-Leiter Marcus Scheff. Im vergangenen Jahr hatte die Organisation eine Untersuchung veröffentlicht, wonach sich palästinensische Bildungspläne nicht an elementare Standards wie Toleranz hielten.

Das Bildungsministerium der PA bestritt am Mittwoch laut der palästinensischen Nachrichtenagentur WAFA, dass es Änderungen in der EU-Politik gebe. Wobei das Ministerium vor allem festhielt, dass es keinen Plan der EU gebe, die finanzielle Unterstützung der palästinensischen Bildung zu stoppen.

Von: mm

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Thu, 19 Apr 2018 13:51:00 +0200
<![CDATA[Berlin: Attackierter Israeli ist Araber]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2018/04/19/berlin-attackierter-israeli-ist-araber/ Der am Dienstag in Berlin mit einem Gürtel angegriffene Israeli ist kein Jude. „Ich bin in Israel in einer arabischen Familie aufgewachsen“, sagte der 21-Jährige der „Deutschen Welle“. Ein Freund, der ihm die Kippa geschenkt habe, habe ihm erklärt, dass es nicht sicher sei, mit der jüdischen Kopfbedeckung durch Deutschlands Straßen zu laufen. „Ich habe ihm entgegnet, dass es sehr sicher ist – und wollte es dann austesten.“ Das Video habe er für die Polizei aufgenommen, aber auch „für die Deutschen und die ganze Welt, damit sie sehen, wie schrecklich es dieser Tage für Juden ist, durch Berlins Straßen zu laufen“. Die Kippa will er auch in Zukunft tragen – „egal was andere darüber denken“.

Von: ser

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Thu, 19 Apr 2018 13:47:00 +0200
<![CDATA[Fehlalarm schreckt Reservisten auf]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2018/04/19/fehlalarm-schreckt-reservisten-auf/ Hunderte von Reservisten wurden am Donnerstagmorgen fälschlicherweise zum Dienst gerufen. Grund dafür war ein Fehler im Benachrichtigungssystem, teilte ein Armeesprecher laut der Tageszeitung „Yediot Aharonot“ mit. Einen Cyberangriff schloss er als Ursache aus. Von Mittwochabend bis Donnerstagabend feiert Israel seinen 70. Unabhängigkeitstag.

Von: df

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Thu, 19 Apr 2018 12:20:00 +0200
<![CDATA[Äthiopische Juden feiern Israels Unabhängigkeit]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2018/04/19/aethiopische-juden-feiern-israels-unabhaengigkeit/ Juden in Äthiopien haben anlässlich des 70. Unabhängigkeitstages des Staates Israel ein Video veröffentlicht. Darin feiern sie den Geburtstag und zeigen ihre Solidarität mit dem jüdischen Staat. Gleichzeitig appellieren sie an die Regierung, die Einwanderung der äthiopischen Juden nach Israel voranzubringen. „Die letzten 8.000 verbleibenden Juden Äthiopiens warten noch immer auf ihre Rückkehr nach Israel und die Wiedervereinigung mit ihren Familien. Es ist Zeit, sie nach Hause zu bringen“, heißt es in dem Appell.

Von: dn

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Thu, 19 Apr 2018 11:27:00 +0200
<![CDATA[Gabriel bedauert „Apartheid“-Äußerung und kritisiert Israel]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/04/19/gabriel-bedauert-apartheid-aeusserung-und-kritisiert-israel/ „Ich würde diesen harten Vergleich nicht wiederholen“: Der ehemalige deutsche Außenminister Sigmar Gabriel hat sich von einem Facebook-Beitrag aus dem Jahr 2012 distanziert, in dem er im Zusammenhang mit Israel von einem „Apartheid-Regime“ gesprochen hatte. Im Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“ bedauerte der SPD-Politiker den Ausdruck, „weil Israel eben ein demokratischer Staat ist“. Gleichzeitig erklärte Gabriel jedoch, dass „man zu Unrecht nicht schweigen“ dürfe. Das „Besatzungsregime in Hebron“ schaffe „katastrophale menschliche Tragödien für die Palästinenser“. Auf die Frage, wie er die jüngste Gewalt im Gazastreifen bewerte, sagte Gabriel unter anderem: „Israel hat es verpasst, mit moderaten Palästinensern wie Abbas Frieden zu schließen. Das hat zu einer Radikalisierung eines Teils der Palästinenser geführt.“

Von: ser

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Thu, 19 Apr 2018 11:00:00 +0200
<![CDATA[Die Geburt Israels vor 70 Jahren]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/04/19/die-geburt-israels-vor-70-jahren/ „Wir haben es getan. […] Wir haben die jüdische nationale Heimstätte wiedererrichtet. […] Jetzt waren wir eine Nation wie andere auch, für das erste Mal seit zwanzig Jahrhunderten die Herren unseres Schicksals.“ Mit diesen Worten erinnerte sich Golda Meir an den 14. Mai 1948 – als sie vor 70 Jahren die israelische Unabhängigkeitserklärung mitunterzeichnet hatte. Der Tag markiert die Geburt des Staates Israel.

Die Herrschaft Großbritanniens über Palästina sollte am 14. Mai 1948 um Mitternacht auslaufen. London regierte die südliche Levante, seitdem britische Truppen das Gebiet im Ersten Weltkrieg erobert hatten. 1922 übertrug der Völkerbund, die Vorgängerorganisation der Vereinten Nationen, den Briten Palästina als sogenanntes Mandatsgebiet. Doch bereits ab den 1930er Jahren flog London das Land zunehmend um die Ohren. Im Vorfeld hatten die Briten sowohl den Arabern als auch den Zionisten, einer jüdisch-nationalen Bewegung in Europa mit dem Ziel, in Palästina einen jüdischen Staat zu errichten, Versprechungen gemacht, die sie nun nicht mehr einhalten konnten oder wollten. Es kam zum Bürgerkrieg – Araber gegen Juden und beide gegen die Briten.

London entglitt die Kontrolle; die UN sollten es richten. Im November 1947 sprach sich die Vollversammlung für eine Teilung des Gebiets in einen jüdischen und einen arabischen Staat aus. Die Zionisten feierten die Empfehlung als Erfolg; die Araber lehnten beleidigt ab. Der Konflikt zwischen Juden und Arabern eskalierte nun zunehmend.

Für David Ben-Gurion war das Ende des britischen Mandats über Palästina die Gelegenheit, die Unabhängigkeit zu verkünden. Als Zwanzigjähriger war er 1906 von Polen nach Palästina ausgewandert und rasch zum Anführer der zionistischen Arbeiterbewegung aufgestiegen. Nunmehr führte er die vorstaatliche „Regierung“ des Jischuv, des jüdischen Siedlungswerks in Palästina.

„Jetzt oder nie“

Doch nicht alle waren seiner Meinung. Mosche Schertok, der provisorische Außenminister, der nach der Staatsgründung den Namen Scharet annehmen sollte, war am 11. Mai von politischen Gesprächen aus den USA zurückgekommen und berichtete, dass US-Außenminister George Marshall die Zionisten vor einer voreiligen Unabhängigkeitserklärung gewarnt hatte. Marshall hatte vorgeschlagen, Palästina zunächst unter eine UN-Verwaltung zu stellen. Die Vereinigten Staaten von Amerika würden den Zionisten im erwarteten Krieg mit den arabischen Nachbarstaaten nicht zu Hilfe kommen, hatte er unmissverständlich klargemacht.

Man ging davon aus, dass die Araber unmittelbar nach Ablauf des britischen Mandats den Angriff auf die Juden eröffnen würden. Jigael Jadin, der Stabschef der vorstaatlichen jüdischen Verteidigungskräfte „Haganah“, sah die Überlebenschancen des jüdischen Siedlungswerks bei 50 Prozent. Ein Sieg der Zionisten war also alles andere als sicher.

Die Entscheidung fiel am Mittwoch, den 12. Mai 1948, im provisorischen Kabinett (Minhelet HaAm) in Tel Aviv. Ben-Gurion setzte sich durch: Jetzt oder nie war seine Devise. Mit sechs zu vier Stimmen entschied die zionistische Führung, am 14. Mai die Unabhängigkeit eines jüdischen Staates in Palästina zu erklären. Doch bis dahin gab es noch einiges zu klären. Beinah jede Formulierung in der Deklaration war Anlass verbissener Diskussionen.

So war zunächst zu entscheiden, wie der zu gründende Staat denn heißen sollte. „Zion“, „Judäa“, „Jehuda“ wurden diskutiert. Ben-Gurion plädierte für „Israel“, womit er sich abermals durchsetzen konnte. Darüber hinaus sprachen sich Bechor Schitrit und Pinchas Rosen dafür aus, die Grenzen des Staates in der Erklärung zu definieren. Ben-Gurion lehnte dies jedoch entschieden ab und verwies auf die Unabhängigkeitserklärung der USA, die ebenfalls keine Grenzen definierte. Außerdem sei unklar, wie die Grenzen angesichts des sich abzeichnenden Krieges gegen die arabischen Nachbarstaaten ausfallen werden. „Warum sollten wir uns zu Grenzen verpflichten, die die Araber ohnehin nicht akzeptieren?“, erklärte er.

Letztlich entschied das Kabinett mit fünf zu vier Stimmen, die Grenzen nicht zu definieren. Auch der Gottesbezug war ein heftiger Streitpunkt. Gerade aus der Perspektive der säkularen Arbeiterpartei war dies ein absolutes No-Go. So einigte man sich auf die Formulierung „im Vertrauen auf den Felsen Israel“, was man sowohl als Referenz für Gott als auch für das Land Israel verstehen konnte. Man kam überein, am Freitag um 16 Uhr – kurz vor Beginn des Schabbats – die Erklärung im Tel Aviv-Museum auf dem Rothschild Boulevard zu verlesen.

Dresscode: „dunkle, festliche Kleidung“

Schertok überarbeitete das Konzept und präsentierte es am nächsten Abend um 18 Uhr. Der Text war nun viel zu lang; außerdem waren einige Details immer noch nicht abschließend geklärt. Ben-Gurion feilte noch die gesamte Nacht an der Erklärung.

Am Freitag, den 14. Mai 1948, um 14 Uhr trafen sich 25 Mitglieder des Nationalrates (Moetzet HaAm) in Tel Aviv – 11 Mitglieder saßen im belagerten Jerusalem fest. Sie bestätigten die vorgelegte Unabhängigkeitserklärung. Das Treffen des Nationalrats endete um 15 Uhr; so blieb den Ratsmitgliedern etwa eine Stunde, um sich für die bisher wichtigste Veranstaltung ihres politischen Lebens vorzubereiten.

Die Verlesung der Unabhängigkeitserklärung war keine öffentlich angekündigte Veranstaltung, denn man fürchtete eine letzte Intervention der Briten, die nominell bis Mitternacht die Autorität innehatten. Die Einladung zur Zeremonie, die am gleichen Morgen durch Boten überbracht worden war, bat die Empfänger daher den Grund und Zeitpunkt der Veranstaltung geheim zu halten. Die vermerkte Dresscode-Empfehlung lautete „dunkle, festliche Kleidung”.

Natürlich war es mit Geheimhaltung bei einem solchen Ereignis nicht weit her – so versammelten sich hunderte Menschen vor dem Rothschild Boulevard Nummer 16, dem Tel Aviv-Museum. Tausende lauschten gespannt vor den Radios der „Stimme Israels“ (Kol Israel), deren erste Direktübertragung aus dem Kunstmuseum berichtete. Im Inneren drängten sich 250 Gäste in die kleine Halle.

Se’ev Scharef, der Sekretär der provisorischen Regierung, war nach der Sitzung des Rates zurückgeblieben und wartete darauf, bis die Unabhängigkeitserklärung in der finalen Version abgetippt worden war. Nun wurde die Zeit knapp. Er raste zum Tel Aviv-Museum, doch plötzlich stoppte ihn ein Polizist und wollte ihm ein Bußgeld für zu schnelles Fahren aufdrücken. Erst als der gewissenhafte Schutzmann erfuhr, um was es gerade ging, ließ er sich überzeugen, seine Pflicht auf später zu verschieben.

„Der Staat Israel ist gegründet“

Pünktlich um 16 Uhr eröffnete Ben-Gurion mit einem hölzernen Hammer die Sitzung. Spontan erhob sich die Menge im Raum sang Hatikva, die künftige Nationalhymne Israels. Ben-Gurion erklärte: „Ich werde nun die Unabhängigkeitserklärung verlesen.“ Er erhob seine Stimme: „Eretz Israel [das Land Israel] ist der Geburtsort des jüdischen Volkes.“ Die folgenden zehn Absätze, die sozusagen die Präambel bilden, erklären den Hintergrund: die Geschichte des jüdischen Volkes, den Kampf um die nationale Wiedergeburt und die internationale Anerkennung hierfür. Der elfte Absatz war der Höhepunkt: „Wir […] sind heute zusammengekommen, am letzten Tag des britischen Mandats über Palästina, und proklamieren kraft des natürlichen und historischen Rechts des jüdischen Volkes und der Resolution der Generalversammlung der UN hiermit die Gründung des jüdischen Staates in Eretz Israel, der Medinat Jisarel genannt wird [der Staat Israel].“

Daraufhin erhob sich die Zuhörerschaft klatschend und jubelnd. Ben-Gurion verlas nun die Prinzipien der Freiheit, Gerechtigkeit, des Friedens und gleicher sozialer sowie politischer Rechte, die den neue Staat anleiten sollten. Zum Schluss bot er den arabischen Nachbarländern die Hand zum Friedensschluss.

Ben-Gurion benötigte 16 Minuten, um die 979 Wörter der Erklärung zu verlesen. Anschließend unterzeichneten die Ratsmitglieder einzeln das Dokument in alphabetischer Reihenfolge. Zum Abschluss sangen die Anwesenden die Nationalhymne des frisch gegründeten Staates. Ben-Gurion schloss die Veranstaltung: „Der Staat Israel ist gegründet. Die Versammlung ist vertagt.“

Gut 7 Stunden später lief das britische Mandat aus – dies war die Geburt Israels. 11 Minuten später erklärte das Weiße Haus in Washington, dass es Israel als Staat anerkennt. Es folgten viele andere Staaten.

Doch die Existenz des jüdischen Staates war damit noch weit davon entfernt, gesichert zu sein. Ben-Gurion vermerkte in seinem Tagebucheintrag vom 14. Mai: „Um 4 Uhr am Nachmittag war der Staat gegründet worden. Unser Schicksal liegt nun in der Hand der Streitkräfte.“ In den frühen Morgenstunden des 15. Mai fielen die ersten Bomben auf Tel Aviv; Ägypten, Jordanien, der Irak, Syrien und der Libanon marschierten in den frisch gegründeten Staat ein – der israelische Unabhängigkeitskrieg hatte begonnen.

Marcel Serr ist Politikwissenschaftler und Historiker. Von 2012 bis März 2017 lebte und arbeitete er in Jerusalem – unter anderem als wissenschaftlicher Assistent am Deutschen Evangelischen Institut für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes in Jerusalem. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf der israelischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik sowie der Militärgeschichte des Nahen Ostens.

Von: Marcel Serr

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Thu, 19 Apr 2018 10:58:00 +0200
<![CDATA[Gefällte Bäume und Hass-Botschaften]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2018/04/19/gefaellte-baeume-und-hass-botschaften/ Unbekannte haben in der Nacht zum Donnerstag mehr als 20 Olivenbäume beschädigt und Hass-Graffiti auf Gebäude in dem palästinensischen Dorf Urif bei Nablus gesprüht. „Tod den Arabern“ und „Der Fremde, der sich nähert, wird getötet werden“, lauteten die Botschaften. Ein Mitarbeiter der israelischen Organisation „Rabbiner für Menschenrechte“ sagte laut der Onlinezeitung „Times of Israel“, acht große Olivenbäume seien gefällt und etwa 20 Setzlinge vernichtet worden. Es war bereits der dritte Vorfall dieser Art innerhalb einer Woche. Bei den beiden anderen Angriffen sprühten die Täter das Wort „Preisschild“ auf. Mit dem Slogan fordern jüdische Extremisten einen Preis für Aktionen der Regierung gegen die Siedlungsbewegung oder für Terrorangriffe.

Von: dn

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Thu, 19 Apr 2018 10:40:00 +0200
<![CDATA[Deutsche Hilfsorganisation entlässt Mitarbeiter]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2018/04/19/deutsche-hilfsorganisation-entlaesst-mitarbeiter/ Die deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) hat wegen antisemitischer Facebook-Beiträge einen Mitarbeiter entlassen. Ein weiterer Mitarbeiter erhielt eine Abmahnung, ein dritter eine Ermahnung, wie das Bundesunternehmen am Donnerstag mitteilte. Das Simon Wiesenthal-Zentrum in Jerusalem und die israelische Tageszeitung „Jerusalem Post“ hatten Ende März verschiedene Fälle antisemitischer Äußerungen von GIZ-Mitarbeitern aufgedeckt. Eine ehemalige Mitarbeiterin sprach gegenüber der Zeitung von einer „anti-israelischen Stimmung“ in der Zweigstelle in Jordanien. Die GIZ-Vorstandssprecherin Tanja Gönner sagte: „Für uns als Bundesunternehmen ist klar: Wir dulden keinen Antisemitismus.“

Von: mm

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Thu, 19 Apr 2018 10:29:00 +0200
<![CDATA[Nachrichten vom 19. April 2018]]> https://www.israelnetz.com/israelnetz-tv/2018/04/19/nachrichten-vom-19-april-2018/ Thu, 19 Apr 2018 10:06:00 +0200 <![CDATA[70 Jahre Staat Israel im deutschen Fernsehen]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2018/04/18/70-jahre-staat-israel-im-deutschen-fernsehen/ BERLIN (inn) – Die öffentlich-rechtlichen Sender Arte und 3sat präsentieren zum 70. Jahrestag der Staatsgründung Israels ausgewählte Thementage. Besonders stechen hervor ein frisch aus dem Archiv geholtes Interview mit Staatsgründer David Ben-Gurion und israelische Schriftsteller, die das Land aus ihrer ganz eigenen Perspektive beschreiben.

Arte sendet am Dienstag, dem 24. April, um 20.15 Uhr die zweiteilige Dokumentation „Gelobtes Land“. Vom ersten Zionistenkongress in Basel 1897 bis zur Gegenwart zeichnet der neue Film von Blanche Finger und William Karel die Entwicklungen Israels und des israelisch-palästinensischen Konflikts nach. Um 22.20 Uhr läuft am selben Tag der Dokumentarfilm „Inside Mossad“. Laut der Macher treten darin erstmals hochrangige Agenten des israelischen Auslandsgeheimdienstes vor der Kamera auf. Es geht um die persönlichen Eindrücke der Mossad-Mitarbeiter zu geschichtlichen Ereignissen wie dem Eichmann-Prozess, der Islamischen Revolution und dem Libanonkrieg.

„Ben-Gurions Vermächtnis“

Ein besonderer Tipp ist die Dokumentation „Ben-Gurions Vermächtnis“ um 0.35 Uhr. Zu der nachtschlafenden Zeit dürften die wenigsten Fernsehzuschauer noch unterwegs sein. Aber alle drei Filme stellt Arte auch in seiner Mediathek für einen gewissen Zeitraum zur Verfügung. Im Archiv der Hebräischen Universität in Jerusalem haben Historiker kürzlich ein sechsstündiges Interview mit dem israelischen Staatsgründer Ben-Gurion wiedergefunden. Es wurde 1968, fünf Jahre nach Ben-Gurions Ausscheiden aus der Regierung, aufgezeichnet. Der erste Premierminister Israels war damals 82 Jahre alt und hatte sich in den Negev zurückgezogen. Laut Arte formuliert er im zusammengeschnittenen Interview eine „profunde Einschätzung seiner Zeit und stellt eine ehrliche Selbstreflexion an“.

Am Mittwoch, dem 25. April, zeigt Arte dann den Spielfilm „Der Staat gegen Fritz Bauer“ um 20.15 Uhr, der indirekt mit Israel zu tun hat. Es geht um den deutschen Generalstaatsanwalt Fritz Bauer, der sein Leben der Jagd auf Naziverbrecher gewidmet hat. Der preisgekrönte Film von Lars Kraume zeichnet Bauers größten Fall, nämlich die Suche nach Adolf Eichmann in Argentinien nach. Um 21.50 Uhr läuft die Dokumentation „Israel erzählt“. Zehn populäre Schriftsteller Israels liefern das persönliche Porträt ihres Landes. Zu Wort kommen unter anderen Amos Oz, David Grossman, Zeruya Shalev und Etgar Keret.

Viele Dokumentationen auf 3sat

Der Sender 3sat hat seinen ersten Thementag bereits etwas früher als Arte am 19. April. Um 19.20 Uhr gibt es eine Extra-Ausgabe des Magazins „Kulturzeit“. Unter dem Titel „70 Jahre Israel – ein Land ohne Ruhe“ wollen die Redakteure ein „Land der Widersprüche und Vielfältigkeit“ zeigen. Experten zum Thema sind der Historiker Michael Brenner, der Tel Aviver Soziologe Natan Sznaider, der israelische Schriftsteller David Grossman und der palästinensische Philosoph Sari Nusseibeh.

Ab dem 12. Mai gibt es auf dem öffentlich-rechtlichen Sender. täglich interessante Israel-Sendungen zu entdecken. Am 12. Mai um 21.55 Uhr läuft das Porträt „Barenboim oder die Kraft der Musik“ über den weltberühmten Dirigenten Daniel Barenboim, der sich für ein friedliches Zusammenleben von Israelis und Palästinensern einsetzt. Am 13. Mai um 11.30 Uhr unterhalten sich in der Dokumentation „Wunde und Narbe“ der Journalist Dieter Kronzucker und der Diplomat Avi Primor.

Am Montag, dem 14. Mai, um 22.25 Uhr gibt es die Erstausstrahlung „Auf der Suche nach Zion“, in der die israelische Filmemacherin Tamara Erde anhand des Lebens ihres Großvaters den zionistischen Traum untersucht. Am 15. Mai um 22.30 Uhr läuft die Erstausstrahlung „Einsame Helden“ über Lebensretter in Nazi-Deutschland. Dann gibt es um 22.55 Uhr die Dokumentation „Kinder der Exodus“, die von den Menschen erzählt, die auf dem berühmten Flüchtlingsschiff nicht in Haifa anlegen durften. Zum Tagesabschluss folgt „Let's Talk about Land“, ein Film über israelische und palästinensische Friedensaktivisten.

Von: mm

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Wed, 18 Apr 2018 15:20:00 +0200
<![CDATA[Israelis halten im Gedenken inne]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2018/04/18/israelis-halten-im-gedenken-inne/ JERUSALEM (inn) – In Israel hat am Dienstagabend der Gedenktag für die Gefallenen und Terror-Opfer, der Jom HaSikaron, begonnen. Dazu erklangen Sirenen eine Minute lang im ganzen Land. Am Mittwochvormittag um 11 Uhr waren die Sirenen zwei Minuten lang zu hören. Die Menschen hielten währenddessen auf den Straßen und bei den verschiedenen Zeremonien inne.

Auf der zentralen Gedenkveranstaltung am Mittwoch auf dem Jerusalemer Herzlberg beschwor Regierungschef Benjamin Netanjahu den Zusammenhalt. „Wir alle – Juden, Drusen, Christen, Muslime, Beduinen und Tscherkessen – stehen zusammen gegen die Terror-Fanatiker, die uns mit Zerstörung drohen, und zusammen werden wir sie weiterhin besiegen.“ An die Angehörigen der Opfer gewandt sagte er: „Die Liebe des Volkes wird jeden Tag Euren gefallenen Lieben und unseren gefallenen Lieben gegeben, jeden Tag und insbesondere heute.“ Die Gedenkveranstaltung fand erstmals in der neu gebauten Gedenkhalle statt. Dort sind die Namen der insgesamt 23.645 Opfer auf Ziegelsteinen eingetragen.

Der israelische Verteidigungsminister Avigdor Lieberman wohnte einer Zeremonie auf dem Friedhof Kiriat Schaul im Norden Tel Avivs bei. Auch er betonte die Einheit angesichts des Gedenkens der Gefallenen. „Es gibt hier keine Stämme und keine politischen Lager, nur ein Lager – das der Kinder Israels, die ihr Leben für Israels Unabhängigkeit opferten, für seine Sicherheit, für seine Zukunft.“

Gedichte und Lieder der Opfer

Bereits am Dienstagabend gedachte die Knesset der Gefallenen und Terror-Opfer. Dabei kamen Gedichte und Lieder zur Sprache, die von Soldaten stammen oder in deren Gedenken verfasst wurden. Zwischendurch wurde an einzelne Personen erinnert, wie etwa Eli Ben-Zvi, der im Unabhängigkeitstag 1948 fiel – wenige Tage vor seiner geplanten Hochzeit.

Bei dem Gedenken trugen Knessetsprecher Juli Edelstein, Verteidigungsminister Lieberman und weitere Würdenträger Gedichte vor. Auch Regierungschef Netanjahu und Staatspräsident Reuven Rivlin waren bei der Zeremonie zugegen. Rivlin betonte laut der Nachrichtenseite „Jerusalem Online“, den Kampf um das Land mit Entschlossenheit weiterzuführen, wenn Krieg droht. „Wir werden nicht einen Augenblick damit aufhören, für das Land zu arbeiten, für das Ihre Kinder gestorben sind. Wir werden die Feinde verfolgen und gefangennehmen, da wir mit einem herausragenden Sicherheitsapparat ausgestattet sind, und dem kostbarsten menschlichen und moralischen Reichtum.“

Der von Trauer und Gedenken geprägte Jom HaSikaron geht am Mittwochabend nahtlos über in den fröhlichen Unabhängigkeitstag, den Jom HaAtzma'ut. Israel hat seine Unabhängigkeit am 14. Mai 1948, also vor 70 Jahren, erklärt, damals der fünfte Tag des Monats Ijar. Der entsprechende Feiertag richtet sich nach dem jüdischen Kalender; dessen Datum ist daher Schwankungen unterworfen.

Von: df

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Wed, 18 Apr 2018 15:11:00 +0200
<![CDATA[„Am Israel chai“-Rufe auf Tempelberg erlaubt]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2018/04/18/am-israel-chai-rufe-auf-tempelberg-erlaubt/ Besucher des Tempelbergs dürfen „Am Israel chai“ (Das Volk Israel lebt) rufen. Das entschied ein Jerusalemer Gericht am Montag. Geklagt hatte der jüdisch-israelische Anwalt Itamar Ben Gvir. Er hatte den Ausruf in Reaktion auf eine Muslima getätigt, die ihm „Allahu Akbar“ (Allah ist am größten) entgegengerufen hatte. Daraufhin war er von der Polizei in Gewahrsam genommen worden. Juden ist es nicht gestattet, auf dem Tempelberg zu beten. Der Richter entschied nun, dass nichts falsch daran sei, „Am Israel chai“ zu sagen. Es habe keinen Grund gegeben, den Mann festzunehmen. Ben Gvir bezeichnete das Urteil als „Geschenk für das jüdische Volk“. Es sei nun an der Zeit, dass Juden auch auf dem Tempelberg beten dürften.

Von: ser

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Wed, 18 Apr 2018 13:08:00 +0200
<![CDATA[Größte Delegation von UN-Botschaftern in Israel]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/04/18/groesste-delegation-von-un-botschaftern-in-israel/ JERUSALEM (inn) – Es ist die größte Delegation von UN-Botschaftern, die jemals Israel besucht hat: Die knapp 40 Diplomaten waren aus New York angereist, um den 70. Unabhängigkeitstag Israels mitzufeiern. Seine Kollegen aus Europa, Afrika und Amerika hieß der israelische UN-Botschafter Danny Danon willkommen.

Der Besuch ist über Monate vorbereitet worden: Wie die Tageszeitung „Yediot Aharonot“ berichtet, begleiteten einige der Botschafter Danon bereits beim „Marsch der Lebenden“ in Polen zum Holocaust-Gedenktag. Andere Botschafter kamen für den fünftägigen Aufenthalt, bei dem sie auch Premierminister Benjamin Netanjahu und Staatspräsident Reuven Rivlin treffen, Anfang der Woche an.

Äthiopischer Botschafter: Jüdische Verbindung zu Jerusalem unbestreitbar

„Angesichts der Versuche bei den UN, dem jüdischen Volk seine Verbindung zu seinem Land abzusprechen, haben sich die Botschafter archäologische Ausgrabungen ansehen können, die auf die beste Weise die ewige und historische Verbindung zwischen dem jüdischen Volk und Jerusalem zeigen“, sagte Danon. Der äthiopische Botschafter Tekeda Alemu kommentierte den Besuch in Jerusalem: „Die wichtigste Erkenntnis dieser Reise ist der Fakt, dass es eine klare Verbindung zwischen der Altstadt Jerusalems und dem jüdischen Volk gibt – das kann nicht bestritten werden.“

Der guatemaltekische Botschafter Jorge Skinner-Klee drückte seine Bewunderung für Israel aus: „Ich bin aufgeregt, an diesem wichtigen Ort der Geschichte zu sein, der nun auch ein Ort der Toleranz von Religionen und Kulturen ist.“ Die verbesserten Beziehungen zwischen Guatemala und Israel hätten nicht nur mit der Bibel, sondern auch mit den Prinzipien des israelischen Staates zu tun. Skinner-Klee lobte vor allem Israels Beitrag für die Welt durch seine Wissenschaftler und die entwickelten Technologien.

Zum Reiseplan der Delegation gehören auch der Besuch der Klagemauer, der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem, der Siedlung Ma'aleh Adumim in Judäa und Tel Avivs. Ebenso besuchte sie das Tote Meer, die ehemalige jüdische Festung Masada und das Israel-Museum in Jerusalem. Die Botschafter nehmen am Mittwochabend an den Feierlichkeiten zum 70. Unabhängigkeitstag teil. Nach der Flugshow der israelischen Luftwaffe am Donnerstag besuchen sie die Präsidentenresidenz.

Von: mm

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Wed, 18 Apr 2018 12:26:00 +0200
<![CDATA[Frau des israelischen Botschafters ausgeschlossen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/04/18/frau-des-israelischen-botschafters-ausgeschlossen/ Die Frau des israelischen Botschafters im Senegal, Jeanne Hirschson, hat an einem Treffen für Botschaftergattinen nicht teilgenommen. Die Französin Valerie Bigot hatte die Damen laut der Tageszeitung „Yediot Aharonot“ in ihr Haus eingeladen. Auf Druck der arabischen Teilnehmerinnen bat sie die Israelin jedoch, nicht zu kommen. „Nicht jeder mag Israel“, sagte die Gastgeberin. Würde Hirschson erscheinen, käme es zu „Problemen“ mit anderen Teilnehmerinnen. Der israelische Botschafter Paul Hirschson kritisierte die Französin; der Umgang mit seiner Frau sei inakzeptabel und schandhaft.

Von: df

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Wed, 18 Apr 2018 12:06:00 +0200
<![CDATA[Israel sagt Teilnahme an Militärübung in Alaska ab]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2018/04/18/israel-sagt-teilnahme-an-militaeruebung-in-alaska-ab/ Die israelische Luftwaffe hat ihre Teilnahme an einer Militärübung mit den USA abgesagt. Das meldet die Tageszeitung „Ha'aretz“. Israel wird somit keine F-15-Kampfjets zur Übung „Rote Flagge“ nach Alaska verlegen. Anlass sind sich verschärfende Spannungen mit dem Iran. Zuletzt hatten israelische Medien darüber berichtet, dass sich das Militär auf einen direkten Angriff durch die Islamische Republik vorbereite. Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums hatte zuvor gesagt, das „zionistische Besatzungsregime“ werde „bestraft“ und „früher oder später eine angemessene Antwort auf sein Handeln erhalten“. Er nahm damit auf einen möglicherweise israelischen Militärschlag gegen die T-4-Basis in Syrien Bezug.

Von: ser

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Wed, 18 Apr 2018 11:36:00 +0200
<![CDATA[Polnische Organisation fordert Ermittlungen gegen Rivlin]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/04/18/polnische-organisation-fordert-ermittlungen-gegen-rivlin/ Eine nationalistische Gruppe in Polen wirft dem israelischen Staatspräsidenten Reuven Rivlin vor, gegen das neue Holocaust-Gesetz verstoßen zu haben. Die „Nationale Bewegung“ hat am Dienstag die Staatsanwaltschaft um eine Ermittlung gebeten. Laut der israelischen Zeitung „Ha’aretz“ bezieht sich der Vorwurf auf Äußerungen, die Rivlin im Gespräch mit dem polnischen Staatsoberhaupt Andrzej Duda gemacht hat. Die Zeitung „Ma’ariv“ hingegen schreibt, Anlass für den Vorstoß sei die Rede in Auschwitz beim „Marsch der Lebenden“. Darin hatte Rivlin am Donnerstag unter anderem gesagt: „In unserer Erinnerung sind diejenigen eingegraben, die nach dem Krieg dachten, dass jüdisches Blut billig sei, und Juden abschlachteten, die in ihr Zuhause zurückkehrten.“

Von: eh

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Wed, 18 Apr 2018 11:20:00 +0200
<![CDATA[Israeli in Berlin mit Gürtel angegriffen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2018/04/18/israeli-in-berlin-mit-guertel-angegriffen/ Ein 21-jähriger Israeli und sein 24-jähriger deutscher Begleiter sind am Dienstagabend in Berlin angepöbelt und körperlich angegriffen worden. Wie die Polizei mitteilte, attackierte einer der Angreifer den Israeli, der wie sein Freund eine Kippa trug, mit einem Gürtel. Das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus (JFDA) veröffentlichte am selben Abend eine Videoaufnahme der Attacke, die eines der Opfer gefilmt hatte. Der Staatsschutz der Polizei ermittelt jetzt gegen den Flüchtigen wegen des antisemitischen Angriffs. JFDA-Sprecher Levi Salomon sagte: „Es ist unerträglich anzusehen, dass ein junger jüdischer Mann auf offener Straße im gut situierten Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg angegriffen wird, weil er sich als Jude zu erkennen gibt.“

Von: mm

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Wed, 18 Apr 2018 11:06:00 +0200
<![CDATA[Israel gedenkt seiner 23.645 Gefallenen und Terror-Opfer]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2018/04/17/israel-gedenkt-seiner-23645-gefallenen-und-terror-opfer/ JERUSALEM (inn) – In Israel beginnt am Dienstagabend der Jom HaSikaron, der Gedenktag für Gefallene und Terror-Opfer. Deren Zahl beläuft sich inzwischen auf 23.645. Seit dem vergangenen Gedenktag sind 101 Namen dazugekommen. Dazu zählen auch zwölf Zivilisten und 30 frühere Soldaten, die an den Spätfolgen ihrer Verletzungen gestorben sind.

Gezählt wird ab dem Jahr 1860. Damals fingen die Jerusalemer Juden an, zu expandieren und außerhalb der Altstadtmauern Wohngebiete zu errichten.

Gedenken als Zeremonie

Der Gedenktag folgt einem vorgegebenen Ablauf: Um 20 Uhr Ortszeit ertönt eine Minute lang eine Sirene. Am Mittwoch ertönt um elf Uhr eine weitere Sirene zwei Minuten lang. Begleitet wird der Tag von Zeremonien und Gedenkveranstaltungen auf Militärfriedhöfen in ganz Israel. Am Mittwochabend folgt der nahtlose Übergang in den fröhlichen Unabhängigkeitstag, den Jom HaAtzma'ut, an dem Israel seinen 70. Geburtstag feiert.

Die Hauptgedenkveranstaltung des Jom HaSikaron beginnt am Mittwoch nach den Sirenen auf dem Jerusalemer Herzlberg. Dort sind dann Staatspräsident Reuven Rivlin, Regierungschef Benjamin Netanjahu, der Präsident der Knesset Juli Edelstein, die Präsidentin des Obersten Gerichts Esther Hajut, Armeechef Gadi Eisenkot sowie Polizeichef Roni Alscheich zugegen. Zusätzlich sind 800 Menschen eingeladen, darunter Trauernde und Vertreter von Behörden, die sich mit dem Gedenken an die Opfer befassen.

Beobachter rechnen damit, dass am Gedenktag etwa 1,5 Millionen Menschen die verschiedenen Militärfriedhöfe besuchen werden. Dazu stellt der Staat auch Transportmöglichkeiten wie Busse zur Verfügung. Den Tag nutzen viele Menschen auch dazu, die Gräber zu pflegen.

Von: df

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Tue, 17 Apr 2018 15:04:00 +0200
<![CDATA[Interesse in Israel für deutschen Film über Holocaust-Überlebende]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2018/04/17/interesse-in-israel-fuer-deutschen-film-ueber-holocaust-ueberlebende/ TEL AVIV (inn) – Ein deutscher Film über 14 Holocaust-Überlebende aus Breslau weckt auch in Israel Interesse. Nach Touren in den USA, Großbritannien und Polen wird „Wir sind Juden aus Breslau“ bis zum 25. April in Programmkinos in Tel Aviv, Jerusalem, Haifa, Sderot und Holon gezeigt. Besonders bei jungen Menschen habe man starke Reaktionen auf den Film erlebt, der sich auch mit der aktuellen Situation in Polen befasst, erzählen die Regisseure Karin Kaper und Dirk Szuszies in Tel Aviv.

Der Dokumentarfilm stellt 14 jüdische Zeitzeugen vor, die in jungen Jahren den Nazi-Terror erlebt haben. Darunter ist auch Anita Lasker-Wallfisch, eine der letzten Überlebenden des Mädchenorchesters in Auschwitz. Sie hatte am Holocaust-Gedenktag im Januar im Bundestag eine vielbeachtete Rede gehalten.

Nach einer Vorführung in der Tel Aviver Cinemathek meldeten sich am Montagabend aus dem Publikum mehrere Zuschauer, die ebenfalls aus Breslau stammten – vor dem Holocaust die Stadt mit der drittgrößten jüdischen Gemeinde nach Berlin und Frankfurt. 1929 lebten noch rund 25.000 Juden in Breslau.

DVD mit ungekürzten Interviews

Auch bei bisherigen Vorstellungen hatten viele Zuschauer nach Schilderungen der Regisseure irgendeinen Bezug zu der Stadt. „Es ist unglaublich, was Breslau für Kreise gezogen hat“, sagt Regisseur Szuszies. Zentrales Anliegen des Films sei gewesen, „die Zeitzeugen nochmal zu Wort kommen zu lassen, bevor sie sterben“. Einer der Protagonisten ist inzwischen schon verstorben.

Bemerkenswert sei „die große Vielfalt“ der Persönlichkeiten und Hintergründe der Zeitzeugen, sagt Kaper, die für ihre Arbeit mit dem Kulturpreis Schlesien ausgezeichnet wurde. Der Film „Wir sind Juden aus Breslau“, der im November 2016 in der heute polnischen Stadt Premiere hatte, ist inzwischen auch als DVD mit ungekürzten Interviews mit allen Zeitzeugen erhältlich.

Von: dpa

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Tue, 17 Apr 2018 14:31:00 +0200
<![CDATA[Präsident Rivlin leiht Navi-App seine Stimme]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/wirtschaft/2018/04/17/praesident-rivlin-leiht-navi-app-seine-stimme/ Von Donnerstag an können sich israelische Nutzer der Navi-App Waze auch von Staatspräsident Reuven Rivlin den Weg weisen lassen. Der 78-Jährige leiht der in Israel entwickelten Anwendung anlässlich des 70. Unabhängigkeitstages für eine Woche seine Stimme. Während eines Besuches in den Geschäftsräumen des Startups nahm Rivlin verschiedene Anweisungen auf und griff dabei auch auf jiddische Ausdrücke zurück. Vor einer Gefahrenstelle am Straßenrand warnt er etwa mit den Worten: „Oj wej is mir (Oh weh)“. Einmal am Ziel angekommen, wünscht der Präsident dem Fahrer dann einen „frohen Unabhängigkeitstag“. Jede Technologie, die Bürgern dabei helfe, die Schönheit Israels zu erkunden, mache ihn glücklich, erklärte Rivlin.

Von: ser

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Tue, 17 Apr 2018 12:20:00 +0200
<![CDATA[Protest gegen „Iran-Siggi“]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2018/04/17/protest-gegen-iran-siggi/ Studenten haben am Montag während eines Vortrages des ehemaligen Bundesaußenministers Sigmar Gabriel an der Universität in Bonn demonstriert. Auf der Empore des Hörsaals entrollten sie Plakate mit den Aufschriften „Gegen Iran-Siggi“ und „Für Israel“. Sie warfen zudem Flugblätter in den Saal. Darin kritisierten sie Waffenlieferungen an arabische Staaten und warfen dem ehemaligen Politiker Israelhass sowie Freundschaft mit Despoten vor. Gabriel verteidigte gegenüber den Demonstranten seine Israel-Politik. Er betonte, es gebe nur wenige Länder, mit denen er eine so enge Beziehung habe, wie mit Israel.

Von: dn

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Tue, 17 Apr 2018 12:17:00 +0200
<![CDATA[Ultra-Orthodoxen ist nicht nach Feiern zu Mute]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2018/04/17/ultra-orthodoxen-ist-nicht-nach-feiern-zu-mute/ JERUSALEM (inn) – Wenn am Mittwoch die Feierlichkeiten zum 70. Unabhängigkeitstag Israels beginnen, wird sich ein Großteil der ultra-orthodoxen Gemeinde nicht daran beteiligen. Laut einer Umfrage des israelischen Instituts für Demokratie betrachten nur 17 Prozent der ultra-orthodoxen Juden den Unabhängigkeitstag als Festtag.

Detailliert aufgeschlüsselt stimmen 8 Prozent der Ultra-Orthodoxen stark mit der Aussage überein, dass der Unabhängigkeitstag ein Festtag sei. 9 Prozent stimmen dem Satz prinzipiell zu, während 16 Prozent widersprechen und 47 Prozent kräftig dagegen sind.

Mit dem Alter steigt die Zustimmung

Umso älter ultra-orthodoxe Juden sind, umso eher akzeptieren sie laut der Umfrage den Tag als Grund zu Feierlichkeiten. Bei den Menschen, die älter als 55 Jahre sind, steigt die Zustimmung zur Aussage auf 23 Prozent.

Es gibt auch einen merklichen Unterschied zwischen sephardischen und aschkenasischen Juden. Die Sephardim, die ihre Ursprünge auf der Iberischen Halbinsel und in Nordafrika haben, sehen zu 30 Prozent einen Feiergrund, während das nur für 12 Prozent der Aschkenasim gilt, die ihre Wurzeln in Nordosteuropa haben.

Was den Holocaust-Gedenktag anbetrifft, unterscheiden sich die Ultra-Orthodoxen auch stärker vom Rest der Bevölkerung. Demnach empfinden ihn nur 36 Prozent als Trauertag. Bei den sephardischen Juden seien es 48,5 Prozent, bei den aschkenasischen Juden 26 Prozent.

Von: mm

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Tue, 17 Apr 2018 12:11:00 +0200
<![CDATA[Israel hat mehr als 8,8 Millionen Einwohner]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2018/04/17/israel-hat-mehr-als-88-millionen-einwohner/ In Israel wohnen derzeit 8,842 Millionen Menschen. Seit Gründung des jüdischen Staates hat sich die Bevölkerung damit mehr als verzehnfacht. Das besagen Zahlen, die das israelische Statistikamt zum anstehenden Unabhängigkeitstag veröffentlicht hat. Der Anteil jüdischer Einwohner beläuft sich auf 74,5 Prozent, Araber machen 20,9 Prozent der Bevölkerung aus. Laut Prognosen werden bis zum Jahr 2048, dem 100-jährigen Bestehen des Staates, 15,2 Millionen Menschen im Land leben.

Von: df

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Tue, 17 Apr 2018 11:16:00 +0200
<![CDATA[Israel sanktioniert 14 Verkehrsunternehmer in Gaza]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2018/04/17/israel-sanktioniert-14-verkehrsunternehmer-in-gaza/ Israel verhängt Sanktionen gegen 14 Busunternehmer aus dem Gazastreifen. Ihnen sollen bestimmte Privilegien entzogen werden. Die Koordinierungsstelle für Regierungsaktivitäten in den Gebieten (COGAT) teilte auf Twitter mit, dass die betroffenen Unternehmen in den vergangenen Wochen „Hamas-Terroristen und gewalttätige Randalierer“ an den Grenzzaun gebracht hätten. Die Proteste stellten den Versuch dar, Terror-Aktivitäten zu kaschieren. Mitarbeiter der Koordinierungsstelle hatten zuvor über 20 Unternehmer persönlich kontaktiert und ihnen mit Konsequenzen gedroht, sollten sie Protestler an den Grenzzaun befördern. In einem von COGAT veröffentlichten Telefonat hatte ein Busunternehmer erklärt, er werde von der Hamas dazu gezwungen.

Von: ser

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Tue, 17 Apr 2018 11:09:00 +0200
<![CDATA[Wütende Bienen überführen Diebe]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2018/04/17/wuetende-bienen-ueberfuehren-diebe/ Zwei Diebe haben sich in der Nähe von Tel Aviv mit ihrer Beute übernommen: Ein Grenzpolizist, der auf dem Rückweg zu seiner Basis war, entdeckte am Sonntag an der Straße zwei verdächtige Personen. Sie stritten offenbar miteinander und schlugen wild aufeinander ein. Eine zur Verstärkung gerufene Einheit fand dann schnell heraus, dass es sich um Diebe handelte, die drei Bienenstöcke aus Ramat HaKovesch und Nir Eliahu geklaut hatten. Die sich schlagenden Verdächtigen waren verzweifelt damit beschäftigt, die zustechenden Bienen zu verjagen. Einer der Verdächtigen kam wegen der Stiche ins Krankenhaus, den anderen nahm die Polizei direkt mit auf die Wache.

Von: mm

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Tue, 17 Apr 2018 10:57:00 +0200
<![CDATA[Mossad feiert Israels 70. Geburtstag]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/04/17/mossad-feiert-israels-70-geburtstag/ Der israelische Auslandsgeheimdienst Mossad hat am Sonntag das 70-jährige Bestehen des Staates Israel gefeiert. Bei der Zeremonie verlieh Mossad-Chef Jossi Cohen Auszeichnungen an mehrere Mitarbeiter. Diese hätten einen wichtigen Beitrag zu Israels Sicherheit geleistet, sagte er laut einer Mitteilung des Büros des Premierministers. „Exzellenz muss unsere Norm sein, und sie ist unsere Pflicht angesichts der Bedrohungen“, ergänzte Cohen. Dem Mossad sei es auferlegt, „für den Staat Israel und das Volk Israel zu kämpfen und weiter zu siegen“. Der Geheimdienst wurde am 13. Dezember 1949 auf Anregung des damaligen Premierministers David Ben-Gurion gegründet. Der 70. israelische Unabhängigkeitstag beginnt am Mittwochabend.

Von: eh

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Tue, 17 Apr 2018 10:54:00 +0200
<![CDATA[Regierung kämpft mit 96 Millionen Euro gegen Sinklöcher an]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/04/16/regierung-kaempft-mit-96-millionen-euro-gegen-sinkloecher-an/ Israels Regierung investiert in den kommenden vier Jahren umgerechnet knapp 96 Millionen Euro in die Linderung der Folgen, die rund 6.000 Sinklöcher rund um das Tote Meer hervorgerufen haben. Das berichtet die Onlinezeitung „Times of Israel“. Das Geld soll unter anderem der Wiederherstellung beschädigter Infrastruktur, der Tourismusentwicklung und der Forschung zugute kommen sowie Bauern dabei unterstützen, neues Land zu kaufen. Eine technische Lösung für die Instabilität des Bodens in der Region gibt es laut Regierung derzeit nicht. Die Küste am Toten Meer wird jährlich um einen Meter zurückgedrängt. Wasser fließt in unterirdische Salzschichten und bringt so über Tage die Erde zum Einsturz.

Von: ser

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Mon, 16 Apr 2018 16:17:00 +0200