Israelnetz - Neueste Nachrichten https://www.israelnetz.com Nachrichten aus Israel und dem Nahen Osten de https://www.pro-medienmagazin.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif Israelnetz - Neueste Nachrichten https://www.israelnetz.com 18 16 Nachrichten aus Israel und dem Nahen Osten TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Fri, 22 Feb 2019 01:29:29 +0100 <![CDATA[Göttinger Friedenspreis wird verliehen]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2019/02/21/goettinger-friedenspreis-wird-verliehen/ Die Jury der Stiftung „Dr. Roland Röhl“ bleibt bei der Entscheidung, dem Verein „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost“ den Göttinger Friedenspreis 2019 zu verleihen. Das gab die Stiftung am Donnerstag bekannt. Zuvor hatte der Zentralrat der Juden in Deutschland den Vorwurf erhoben, der Verein unterstütze die Israel-Boykott-Bewegung BDS. Aus Sicht der Jury wurden in der Debatte jedoch alle Vorwürfe „überzeugend entkräftet“. Die Stadt und die Universität werden die Preisverleihung in diesem Jahr jedoch nicht unterstützen, wie aus der Mitteilung der Stiftung weiter hervorgeht.

Von: djc

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Thu, 21 Feb 2019 15:13:00 +0100
<![CDATA[„Bild“: Steinmeier übermittelte Glückwünsche an den Iran]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/02/21/bild-steinmeier-uebermittelte-glueckwuensche-an-den-iran/ BERLIN (inn) – Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat dem Iran in einer Grußbotschaft „herzliche Glückwünsche“ zum 40. Jubiläum der islamischen Revolution geschickt. Das berichtet die Tageszeitung „Bild“. Demnach sagte Steinmeier, er spreche „auch im Namen meiner Landsleute“. Es gelte, den Dialog beider Länder zu pflegen.

Menschenrechtsverletzungen des Regimes wie systematische Verfolgung und Folter von Oppositionellen oder öffentliche Auspeitschungen und Hinrichtungen von Homosexuellen erwähnte Steinmeier nicht. Am Ende seines Telegramms ermutigte er Irans Präsident Hassan Rohani lediglich, „auch kritische Stimmen“ im Land anzuhören.

„Ohrfeige für Israel”

Dafür erntete das Staatsoberhaupt Kritik vom Deutschland-Direktor der Menschenrechts-Organisation Human Rights Watch, Wenzel Michalski. Er nannte die Glückwünsche „schockierend”. Der Iran verübe Gräueltaten in Syrien und trete „die ganze Bandbreite der Menschenrechte” mit Füßen, sagte er laut „Bild”.

Der FDP-Außenexperte Frank Müller-Rosentritt schrieb auf Twitter, es sei bemerkenswert, dass der Bundespräsident zum Jahrestag einer Revolution gratuliere, „die Menschen zu Flucht aus ihrer Heimat veranlasst hat und deren Protagonisten die Bevölkerung bespitzeln, unterdrücken und einschüchtern“.

Weiter schrieb der FDP-Politiker: „Für unsere Freunde in Israel, die ständigen Vernichtungsdrohungen von Seiten des Irans ausgesetzt sind, muss sich das wie eine schallende Ohrfeige anfühlen.“

Von: tk

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Thu, 21 Feb 2019 14:36:00 +0100
<![CDATA[Schnelle „Pille danach“ für israelische Soldatinnen]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2019/02/21/schnelle-pille-danach-fuer-israelische-soldatinnen/ Israelische Soldatinnen erhalten neuerdings auf Wunsch innerhalb von Stunden die „Pille danach“. Schon seit einigen Jahren können sie das Verhütungsmittel kostenlos bekommen. Es muss innerhalb von 120 Stunden nach dem ungeschützten Sex genommen werden, um eine Schwangerschaft zu verhindern. Bisher hat es oft zu lange gedauert, bis die Soldatinnen das Präparat erhielten, weil sie erst einen Termin in einer Klinik machen mussten. Jetzt bekommen sie direkt nach dem Anruf bei einer Hotline das Rezept per E-Mail, berichtet die Zeitung „Yediot Aharonot”.

Von: tk

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Thu, 21 Feb 2019 14:33:00 +0100
<![CDATA[Netanjahu-Konkurrenten schließen Parteienbündnis]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/02/21/netanjahu-konkurrenten-schliessen-parteienbuendnis/ JERUSALEM (inn) – Benjamin Netanjahus größter Herausforderer bei den Knesset-Wahlen am 9. April ist laut Umfragen der ehemalige Generalstabschef Benny Gantz. Der kooperiert jetzt mit Jair Lapids Partei Jesch Atid (Es gibt eine Zukunft). Wie die Tageszeitung „Yediot Aharonot“ am Donnerstag berichtet, haben sie eine Vereinbarung unterzeichnet, wonach die beiden Politiker im Falle eines Sieges das Amt des Premierministers untereinander rotieren lassen. Den neuen Parteinamen wollen die Verantwortlichen am Donnerstagabend in Tel Aviv bei einer Pressekonferenz präsentieren.

Auch der ehemalige Generalstabschef Gabi Aschkenasi ist diesem Parteienbündnis beigetreten. Mit dem ehemaligen Verteidigungsminister Mosche Ja'alon stehen dann gleich drei ehemalige Militärchefs an der Spitze dieser Knesset-Liste. Gantz belegt Listenplatz eins. Darauf folgt Lapid, dann Ja'alon und Aschkenasi. Die restlichen Listenplätze werden gleichmäßig auf Gantz' Partei „Chossen LeIsrael“ (Widerstandskraft für Israel) und Jesch Atid verteilt. Hinzu kommen Kandidaten von Ja'alons Telem-Partei.

Wechsel nach halber Legislaturperiode

Nach der Vereinbarung würde Gantz die ersten zweieinhalb Jahre der Legislaturperiode regieren, bevor Lapid das Amt für eineinhalb Jahre übernehmen würde. „Die neue Regierungspartei bringt Sicherheits- und Gesellschaftsführer mit sich, die Israels Sicherheit garantieren, Menschen wieder miteinander verbinden und den Spalt in der israelischen Gesellschaft heilen werden“, heißt es in einer Mitteilung der Partei „Widerstandskraft für Israel“.

Um auf das neue Mitte-Links-Bündnis reagieren zu können, verschob Netanjahu am Donnerstag sein geplantes Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Das Gespräch holte er per Telefon nach. Am Mittwoch arbeitete der israelische Premier am Bündnis der rechtsgerichteten Parteien, auf deren Knesset-Sitze er bei der Regierungsbildung angewiesen ist. Netanjahu half laut „Yediot Aharonot“ bei den erfolgreichen Bündnis-Verhandlungen der Parteien „HaBait HaJehudi“ (Jüdisches Haus) und „Otzma Jehudit“ (Jüdische Kraft).

Letztere Partei steht in der Tradition des anti-arabisch eingestellten Rabbiners Meir Kahane. Seine frühere Partei Kach setzte sich für den „Transfer“ von Palästinensern in arabische Länder und das Verbot von Hochzeiten zwischen Juden und Arabern ein. Die Kach-Partei wurde wegen Rassismus aus der israelischen Politik ausgeschlossen.

„Für kurze Zeit als Gäste akzeptiert“

„Wir haben unterschiedliche Weltsichten. Ich habe es abgelehnt und lehne es immer noch ab, mich mit ‚Otzma Jehudit‘ zu vereinen. Sie sind nicht Teil unserer Gemeinschaft. Aber ich akzeptiere sie als Gäste, die unser Haus für eine kurze Zeit besuchen wollen.“ Das sagte der Vorsitzende des „Jüdischen Hauses“, Rafi Peretz.

Eine Umfrage der Nachrichtenseite „Walla“, die am Mittwoch vor der Entscheidung von Gantz und Lapid durchgeführt wurde, besagt: Von 120 Knesset-Sitzen würden bei einer Zusammenarbeit 34 Sitze an die beiden neuen Partner gehen. Netanjahus Likud käme auf 33 Sitze.

Von: mm

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Thu, 21 Feb 2019 13:57:00 +0100
<![CDATA[Australiens Premier: „Israel ist Leuchtfeuer der Demokratie“]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/02/21/australiens-premier-israel-ist-leuchtfeuer-der-demokratie/ CANBERRA (inn) – Israel ist ein „Leuchtfeuer der Demokratie im Nahen Osten“. Das hat Australiens Premierminister Scott Morrison am Dienstag vor dem australischen Parlament erklärt. Morrison sprach anlässlich einer Feier, mit der das Parlament die seit 70 Jahren andauernde Freundschaft zwischen Israel und Australien würdigte.

Der australische Premier beschrieb den jüdischen Staat als eine Nation von Einwanderern, mit freier Presse und parlamentarischer Demokratie. Israel sei finanziell wohlhabend und eine Quelle der Innovation in der Welt.

Kritik an UN

Morrison erinnerte daran, dass Australien 1947 den Vorsitz des UN-Komitees innehatte, das über die Teilung des damaligen britischen Mandatsgebietes Palästina in einen jüdischen und einen arabischen Staat abstimmte. Australien war das erste Land, das sich für den Teilungsplan aussprach. Sein Land werde im Blick auf die „voreingenommene und unfaire Behandlung Israels bei den Vereinten Nationen zu Israel stehen“, betonte Morrison laut der Onlinezeitung „Times of Israel“. Er werde „kein Auge zudrücken bei der antisemitischen Agenda der UNO, die sich als Verteidigung der Menschenrechte verkleidet“, sagte der Premierminister (Liberal Party of Australia ) weiter. Die UN-Generalversammlung sei mittlerweile der Ort, an dem Israel gemobbt werde.

Der Oppositionsführer und Vorsitzende der Labor-Partei, Bill Shorten, sagte anlässlich des Jubiläums: „Die traurige Wahrheit ist, dass es 70 Jahre nach der Anerkennung Israels immer noch keinen Frieden und keine Sicherheit in der Region gibt. Alle von uns hier unterstützen das Recht des Volkes Israel, in Sicherheit zu leben, mit sicheren Grenzen. Und als echter Freund Israels unterstützt meine Partei eine Zwei-Staaten-Lösung.“

Israels Botschafter in Australien, Mark Sofer, lobte die Ansprachen beider Redner als „berührend und herzlich“. Israel nehme die Beziehungen zu Australien nicht als selbstverständlich hin und werde diese weiterhin im besten Interesse beider Völker pflegen.

Hintergrund

In Australien leben heute schätzungsweise rund 112.000 Juden. Die ersten wurden 1788 als Strafgefangene von Großbritannien aus in das Land gebracht. Am 28. Januar 1949 nahmen Israel und Australien diplomatische Beziehungen auf. Im vergangenen Dezember verkündete Premierminister Morrison, Australien erkenne Westjerusalem als Hauptstadt Israels an. Die Botschaft in Tel Aviv werde jedoch noch nicht verlegt.

Von: dn

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Thu, 21 Feb 2019 13:46:00 +0100
<![CDATA[Abbas will alles oder nichts]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/02/21/abbas-will-alles-oder-nichts/ RAMALLAH (inn) – Die Palästinenser werden keine Teilüberweisungen der Steuergelder durch Israel hinnehmen. Das hat der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Mahmud Abbas, am Mittwoch betont, berichtet die Nachrichtenseite „Arutz Scheva“.

Die israelische Regierung müsse alle Steuergelder überweisen oder die Zahlung werde nicht akzeptiert. Israel sammelt gemäß der Oslo-Abkommen die Steuern und Zölle für die Palästinenser ein und leitet sie an die palästinensische Regierung weiter. Doch das israelische Sicherheitskabinett hatte am Sonntag entschieden, umgerechnet rund 122 Millionen Euro einzubehalten. Auf diese Höhe belaufen sich nach Einschätzung der Regierung die Zahlungen der Autonomiebehörde an Terroristen oder deren Familien. Die Maßnahme fußt auf einem Gesetz, das die Knesset am 2. Juli vergangenen Jahres verabschiedet hat. Die einbehaltenen Gelder fließen in einen Fonds für Terror-Opfer.

Angehörige von Terror-Opfern hatten die Regierung bereits Anfang Januar 2018 dazu aufgefordert, die Terrorfinanzierung durch die PA zu unterbinden. In einem Brief an Regierungschef Benjamin Netanjahu forderten sie ein entsprechendes Gesetz. Doch die Forderungen gehen weiter: Erst am Freitag haben Familien von Terror-Opfern auf einer Konferenz die Regierung gebeten, Terrorismus stärker als bislang zu bekämpfen.

Von: df

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Thu, 21 Feb 2019 12:59:00 +0100
<![CDATA[Meerestiere helfen bei Analyse von Wasserverschmutzung]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/wissenschaft/2019/02/21/meerestiere-helfen-bei-analyse-von-wasserverschmutzung/ Ascidiae sind kleine Meerestiere, die für gewöhnlich an Schiffen gefunden werden. Israelische Forscher haben sie jetzt auch als Hilfe bei der Bestimmung von Plastikverschmutzung im Meer entdeckt. Die Tierchen saugen wie eine Pumpe kleine Partikel auf, filtern sie und bewahren sie in ihrem weichen Körper. Gerade in schmutzigen Industriegegenden soll ihre Aufnahme von Plastikpartikeln nützlich sein. Laut dem Tel Aviver Meeresbiologen Gal Vered gibt die Analyse des Körperinhalts den Forschern ein genaueres Bild als andere Verfahren über die Entwicklung verschiedener Ökosysteme – beispielsweise in Riffen.

Von: mm

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Thu, 21 Feb 2019 11:20:00 +0100
<![CDATA[Nachrichten vom 21. Februar 2019]]> https://www.israelnetz.com/israelnetz-tv/2019/02/21/nachrichten-vom-21-februar-2019/ Thu, 21 Feb 2019 10:47:00 +0100 <![CDATA[19 Palästinenser verhaftet]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2019/02/20/19-palaestinenser-verhaftet/ Am Dienstag ist es zu Ausschreitungen zwischen palästinensischen Gläubigen und der israelischen Polizei auf dem Tempelberg in Jerusalem gekommen. Dabei sind 19 Palästinenser verhaftet und mehrere verletzt worden. Sie hatten versucht, in einen abgesperrten Bereich des Areals vorzudringen. Zudem wurde ein israelischer Soldat leicht verletzt. Bereits am Montag war es zu ähnlichen Ausschreitungen gekommen. Israel hat den seit 2003 gesperrten Bereich mit einem Tor versehen, nachdem Mitglieder der für die Tempelberg-Verwaltung zuständigen Waqf-Behörde in der vergangenen Woche dort gebetet hatten.

Von: djc

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Wed, 20 Feb 2019 15:03:00 +0100
<![CDATA[Vorsitzende der Israelgruppe tritt aus Labour aus]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/02/20/vorsitzende-der-israelgruppe-tritt-aus-labour-aus/ LONDON (inn) – Die Vorsitzende der Israelgruppe in der Labour-Partei, Joan Ryan, ist aus der Partei ausgetreten. Das gab sie am Dienstag in den sozialen Netzwerken bekannt. Als einen der Gründe nannte die 63-Jährige die „Kultur des Antisemitismus und Israel-Hasses“, die sich unter Parteichef Jeremy Corbyn entwickelt habe. Sie sehe derzeit keine Chance, dass sich der anti-jüdische Rassismus innerhalb der Partei ausmerzen lasse.

Dieser Antisemitismus halte „beleidigende und gefährliche Verschwörungstheorien“ hoch, führte Ryan weiter aus. Diese fußten oft auf klassischen antisemitischen Themen wie etwa die machtvolle Hand der „Rothschilds“, der Zionisten oder der „Israel-Lobby“. „Sie legen die Wahrheit beiseite, wenn es politisch unbequem ist.“

Unter diesen Umständen könne sie nicht für Corbyn als nächsten Regierungschef Großbritanniens werben. Die jüdische Gemeinschaft im Land habe deutlich gemacht, dass sie eine Regierung unter Corbyn als existenzielle Bedrohung sehen würde. „Wenn die Bedrohung, die von der Corbyn-Regierung ausgeht, nur Juden betreffen würde, wäre das für mich Grund genug, alles zu tun, um gegen so eine Bedrohung vorzugehen.“

Kritik an Parteichef

Ryan folgt mit ihrem Austritt sieben ihrer Kollegen, die bereits am Montag diesen Schritt vollzogen haben. Als Gründe nannten sie neben dem Rassismus auch die Debatte um den Brexit sowie die Leiterschaft Corbyns. Beobachter rechnen mit weiteren Parteiaustritten in den kommenden Wochen.

Die Abgeordnete des Landkreises Enfield North im Norden Londons ist seit vier Jahrzehnten Labour-Mitglied. Seit 2015 leitet sie die Israel-Gruppe der Labour-Partei. In diesem Jahr wurde Corbyn Parteichef. Besonders unter seiner Führung sah sich die Partei zunehmend mit Antisemitismus-Vorwürfen konfrontiert. Zuletzt wurden im vergangenen August Vorwürfe laut, Corbyn habe palästinensische Terroristen in Tunesien die Ehre erwiesen.

Von: df

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Wed, 20 Feb 2019 14:47:00 +0100
<![CDATA[Alles nur ein Missverständnis?]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/02/20/alles-nur-ein-missverstaendnis/ RAMALLAH (inn) – Das Bild von einem Messer mit palästinensischer Flagge, das auf einen religiösen Juden einsticht; Texte mit Lobeshymnen palästinensischer Terroristen für den Tod von Israelis; die stolze Behauptung, die politische Partei des Präsidenten Mahmud Abbas in der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Fatah, habe in der Vergangenheit 11.000 Israelis getötet – all das sind Beiträge, die in den vergangenen Jahren auf einer Seite der sozialen Internetplattform Facebook zu sehen waren. Die Seite trägt den Titel „Die Bewegung zur nationalen Befreiung Palästinas, Fatah – Die offizielle Seite“.

Eine Frage der Wahrnehmung

Doch wer sich an diesen Dingen stört, hat sie vermutlich einfach nur missverstanden. Das behauptet jedenfalls der Redakteur der Seite, Munir al-Dscharub, in einem Interview der Onlinezeitung „Times of Israel“. Die Beiträge hätten lediglich symbolische Inhalte wiedergegeben; niemals aber habe es auf der Seite einen Aufruf zur Gewalt gegeben. Al-Dscharub ist gleichzeitig Leiter der Mobilisierungsabteilung der Fatah, die sich mit den Aktivitäten der Partei an der Basis beschäftigt.

Auf dem Bild mit dem blutenden Juden steht auf Hebräisch und Arabisch: „Seid vorsichtig, ihr Verrückten. Das hier ist Jerusalem.“ Das Bild wurde im Oktober 2015 auf der Facebook-Seite veröffentlicht, als eine Gewaltwelle gegen Juden in Fahrt kam. Palästinenser und israelische Araber gingen mit Messern auf Juden los, versuchten sie mit dem Auto zu überfahren oder schossen auf sie. Zu dem Foto sagt Al-Dscharub, es habe „symbolischen Charakter“. Gewalt würde es nicht fördern. Stattdessen zeige es, wie die palästinensische Flagge die (jüdischen) Siedlungen angreife. „Ziel des Fotos ist nicht, die Attacken zu fördern, sondern unsere Ablehnung gegenüber den Siedlungen zu zeigen, diese sind durch den Siedler repräsentiert.“

Dass es sich bei dem Juden um einen Siedler handle, sei offensichtlich, erklärte Al-Dscharub weiter, da dieser direkt „neben der Al-Aqsa-Moschee in Ostjerusalem“ stehe. Die PA beansprucht das von Israel annektierte Ostjerusalem als seine Hauptstadt und betrachtet daher die Bewohner Ostjerusalems als Siedler.

Wenig Verständnis für Bilder

Kritiker wie Itamar Marcus, Leiter der Organisation „Palestinian Media Watch“ (PMW), reagieren auf diese Behauptung mit Unverständnis. PMW berichtet regelmäßig über kontroverse Beiträge auf der Seite. „Woher weiß er, dass ein palästinensischer Teenager dieses Bild als Metapher versteht?“, sagte er gegenüber der „Times of Israel“. „Selbst wenn ich Al-Dscharub glauben sollte, dass er das Bild als Metapher versteht, glaube ich nicht, dass wir davon ausgehen können, dass junge Palästinenser es auch so verstehen.“ Marcus ist überzeugt: „Was er sagt, ist eine totale Verzerrung der Wirklichkeit. Die Beiträge der Seite haben immer wieder junge Palästinenser dazu angestachelt, gewalttätige Attacken gegen Juden auszuführen.“

PMW hat auf seiner Homepage einen eigenen Bereich, der sich mit Hetze in den sozialen Medien von PA und Fatah beschäftigt. Laut Angaben der „Times of Israel“ sind dort seit 2012 mehr als 100 Beiträge aufgeführt.

Auch andere Einrichtungen haben sich mehrfach gegen die Seite und die von Al-Dscharub gestalteten Inhalte ausgesprochen. Ofir Gendelman, israelischer Regierungssprecher für den arabischen Bereich, schrieb auf Twitter über Al-Dscharub: „Er lügt wie gedruckt. Er weiß, dass das Bild nicht nur symbolisch ist. Was er sagt, ist klarer Betrug.“

Haltung der Fatah zur Seite unklar

Während Al-Dscharub behauptet, dass jeder Beitrag zweifellos die offizielle politische Haltung der Fatah repräsentiere, gibt es Stimmen in der Partei, die dem widersprechen. Osama Qawasma, der für die Presseabteilung der Fatah arbeitet, sagt gegenüber ToI: „Die Facebookseite gibt lediglich die Haltung der Mobilisierungsabteilung der Fatah wieder. Offizielle politische Positionen der Fatah werden ausschließlich durch die Presseabteilung bekanntgemacht.“ Warum sich die Parteiführung bisher gegen eine Sperrung der Facebookseite gewehrt hat, erklärt Qawasma nicht.

Die Fatah unterhält insgesamt elf verschiedene Abteilungen. Ein weiterer Bereichsleiter, der anonym bleiben möchte, bezeichnet die Facebookseite als „eine Gruppe von Amateuren“. Auch andere Bereichsleiter versuchen, die Bedeutung der Seite herunterzuspielen. Einer sagt: „Ich schwöre bei Allah, dass ich von dieser Seite noch nie gehört oder sie besucht habe.“

Al-Dscharub wiederum behauptet, dass Fatahfunktionäre ihn in der Vergangenheit angerufen hätten und um die Löschung bestimmter Beiträge gebeten hätten. Die Seite müsste in den Reihen der Fatah also bekannt sein. Namen und Beispiele nannte Al-Dscharub nicht. Viele der Inhalte der Seite generiere er selber. Zudem arbeiteten ein Grafikdesigner und zwölf Freiwillige an der Seite mit. Etwa 500 US-Dollar wende er monatlich dafür auf, dass die Inhalte ein größeres Publikum erreichen.

Aktuell ist die Seite von 155.776 Personen abonniert, 146.741 Personen haben ihre Zustimmung durch ein „Like“ bekundet. Die Seite weise jeden Monat zig Tausende von Besuchern auf, sagt Al-Dscharub. Dreimal bereits habe Facebook ihm und seinen Freiwilligen Warnungen bezüglich der geteilten Inhalte gesendet. „Ich bin ständig in Sorge, dass Facebook die Seite schließt.“ Einmal, im Jahr 2015, sei dies tatsächlich geschehen. Zwei Jahre später habe er die Seite wiederaufgebaut.

Itamar Marcus von „Palestinian Media Watch“ betont, er weise Facebook nicht auf jeden einzelnen problematischen Post hin. Doch vor einigen Tagen habe er einen langen Bericht über die Seite an Facebook gesendet. Darin belegt er jeden einzelnen Beitrag, in der die „Fatah ihre Facebookseite nutzt, um Gewalt und Terror zu verherrlichen“.

Al-Dscharub sieht sich indessen als Opfer: „Israel hat eine ganze elektronische Armee von Leuten, die sich jeden Tag über Inhalte der Seite beschweren.“

Von: mh

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Wed, 20 Feb 2019 14:20:00 +0100
<![CDATA[Osteuropäer streben nach Jerusalem]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/02/20/osteuropaeer-streben-nach-jerusalem/ JERUSLAEM (inn) – Die Slowakei und Ungarn wollen ihre Präsenz in Jerusalem verstärken. Das teilten die Regierungschefs der beiden Staaten, Peter Pellegrini und Viktor Orbán, am Dienstag am Rande mehrerer Treffen mit Israels Premierminister Benjamin Netanjahu mit. Während die Slowakei ein Zentrum für Kultur, Information und Innovation in der israelischen Hauptstadt eröffen will, sagte Ungarn die Einrichtung einer Handelsvertretung „mit diplomatischem Status“ als einer Art Außenstelle der Botschaft in Tel Aviv zu. Tschechien, dessen Ministerpräsident Andrej Babiš ebenfalls mit Netanjahu sprach, hatte bereits im November ein „Tschechisches Haus“ in Jerusalem eröffnet.

Netanjahu zeigte sich erfreut angesichts der Nachrichten. „Ich werde nicht verschweigen, dass ich hoffe, dass dies der erste Schritt zur Eröffnung der slowakischen Botschaft in Jerusalem ist“, ließ er Ministerpräsident Pellegrini wissen. Bei Orbán bedankte er sich ausführlich für die „exzellenten Beziehungen“, die „in alle Richtungen“ wüchsen. Ungarn stehe auf „für Israel und die Wahrheit“ und konfrontiere „die Lügen“, die gegen den jüdischen Staat bei den Vereinten Nationen und der Europäischen Union verbreitet würden. Beide Länder hätten mit dem „militanten Islam“ einen gemeinsamen Feind.

Ungarn unzufrieden mit Israel-Politik der EU

Orbán wies auf die im Mai anstehenden Wahlen zum EU-Parlament hin, die auch Auswirkungen auf Israel haben würden. „Wir hoffen auf ein Ergebnis, das uns dabei hilft, den Antisemitismus in Europa zurückzudrängen“, sagte der umstrittene Christdemokrat. „Wir werden deutlich machen, dass wir eine neue Führung in der EU brauchen, die nicht mehr Organisationen mit öffentlichen Geldern finanziert, die sich in politische Angelegenheiten einmischen und anti-israelisch sind.“ Ungarns Außenminister Péter Szijjártó erklärte derweil in einem Interview des Nachrichtensenders „i24 News“, dass er über die Israel-Politik der EU „nicht glücklich“ sei. Auf die Frage, ob Ungarn seine Botschaft nach Jerusalem verlegen könnte, antwortete er, dies sei derzeit „nicht auf der Agenda“.

Polen schickte indes keinen Vertreter nach Israel. Das Land war vor wenigen Tagen mit Israel im Streit über die Rolle polnischer Bürger während des Holocausts nicht zum ersten Mal schwer aneinandergeraten. Israels neuer Außenminister Israel Katz hatte erklärt, dass die Polen den Antisemitismus mit der Muttermilch aufsaugen würden. Daraufhin sagte das Land seine Teilnahme an einem geplanten Zusammenkommen der Visegrád-Gruppe (Polen, Slowakei, Tschechien und Ungarn) in Israel ab, woraufhin das Treffen ganz aufgegeben wurden.

Stattdessen führten die Vertreter der übrigen Staaten am Dienstag Gespräche auf bilateraler Ebene mit Regierungschef Netanjahu zu Themen wie Handel, Sicherheit und Technologie und kamen zu einem gemeinsamen Essen in dessen Residenz zusammen. Netanjahu kündigte an, der Slowakei noch in diesem Jahr einen Gegenbesuch abstatten zu wollen. Es wäre der erste Besuch eines israelischen Premierministers in dem Land. Auch in Tschechien soll schon bald ein Treffen von Regierungsvertretern beider Seiten stattfinden.

Polen fordert Entschuldigung

Die erneute Eskalation im polnisch-israelischen Streit spielte auf den Pressekonferenzen keine große Rolle. Orbán erklärte lediglich, auf ein späteres Treffen der Visegrád-Vier in Israel zu hoffen.

Unterdessen ist für den Streit selbst keine Lösung in Sicht. Israel müsse die Aussagen des israelischen Außenministers zurückweisen und sich entschuldigen, hieß es am Dienstag aus der polnischen Regierung. Andernfalls würden die Beziehungen „wirklich eine frostige Wendung nehmen“. Unterstützung erhält Polen offenbar aus den USA: Deren Botschafterin Georgette Mosbacher schrieb am Dienstag auf Twitter, es gebe zwischen Verbündeten „keinen Platz für solch anstößige Kommentare wie die von Israel Katz“.

Von: ser

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Wed, 20 Feb 2019 14:14:00 +0100
<![CDATA[Klage gegen Israelunterstützer wegen „Genozids”]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/02/20/klage-gegen-israelunterstuetzer-wegen-genozids/ In den USA ist am Dienstag ein Gerichtsverfahren gegen den Milliardär Sheldon Adelson und weitere Israelunterstützer wieder aufgenommen worden. Mehrere palästinensische Kläger werfen ihnen wegen finanzieller Unterstützung für Siedlungen im Westjordanland Genozid an Palästinensern vor. Richterin Tanya Chutkan hatte die Klage vor zwei Jahren abgewiesen, da sie es für „unangemessen“ hielt, über den israelisch-palästinensischen Konflikt zu urteilen, berichtet die Zeitung „Yediot Aharonot“. Zur Wiederaufnahme sagte Richterin Karen LeCraft, amerikanische Gerichte könnten Genozid feststellen, ohne die Frage der Souveränität zu behandeln.

Von: tk

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Wed, 20 Feb 2019 13:05:00 +0100
<![CDATA[Galant: „Immigriert nach Israel!“]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2019/02/20/galant-immigriert-nach-israel/ PARIS / JERUSALEM (inn) – „Heute ist etwas Schockierendes in Frankreich passiert. 80 jüdische Gräber wurden von wilden Antisemiten mit Nazi-Symbolen entweiht.“ Das hat der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu laut seinem Büro am Dienstag gesagt. Er forderte die politischen Führer in Frankreich und Europa auf, sich entschieden gegen Antisemitismus zu stellen. „Es ist eine Plage, die nicht nur uns, sondern jeden gefährdet. Es muss verurteilt werden wo immer und wann immer es sei seine Fratze erblicken lässt“, führte Netanjahu weiter aus.

Die geschändeten Gräber liegen auf dem jüdischen Friedhof des elsässischen Dorfes Quatzenheim, nahe der deutschen Grenze. Fotos zeigen, dass Hakenkreuze mit blauer und gelber Graffitifarbe auf die beschädigten Grabsteine gesprüht wurden. Auf einem Grabstein steht die Aufschrift „Elsässisches Schwarzen Wölfe“. Das war eine deutsch-nationalistische Gruppe, die in den 1970er- und 1980er-Jahren Brand- und Sprengstoffanschläge auf Symbole des französischen Staates ausführte.

Galant: Kommt nach Hause!

Für den israelischen Minister für Einwanderung Joav Galant beschwören die Fotos der geschändeten Gräber „Bilder aus dunklen Zeiten der Geschichte des jüdischen Volkes“ herauf. „Vergangene Woche habe ich die jüdische Gemeinde in Paris besucht, die antisemitisch angegriffen wird und sich in einem Prozess der Assimilation befindet“, sagte Gallant und rief die französischen Juden auf: „Kommt nach Hause und immigriert nach Israel!“ Der jüdische Staat sei ein sicherer nationaler Hafen für alle Juden weltweit. Laut Gallants Ministerium wanderten 2018 insgesamt 2.679 Juden von Frankreich nach Israel aus.

Der französische Präsident Emmanuel Macron besuchte den Friedhof in Quatzenheim am Dienstagnachmittag. Er drückte seine Solidarität mit der jüdischen Gemeinde aus. „Antisemitismus ist eine Verneinung von dem, für was Frankreich steht“, sagte Macron. „Wer auch immer das getan hat, ist der französischen Republik nicht würdig und wird bestraft werden. Wir werden agieren und das Gesetz anwenden.“ Die Polizei vermutet hinter dem Vandalismus zwei Personen. Sie hat bislang aber noch keine Verhaftungen vorgenommen.

Am Dienstagabend versammelten sich Tausende Franzosen am Place de la Republique in Paris und in anderen Städten, um gegen den Antisemitismus auf die Straße zu gehen. Laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“ organisierten 14 verschiedene Parteien die Demonstrationen. Anlass war auch ein Bericht, der in Frankreich im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg von antisemitischen Aussagen und Taten um 74 Prozent dokumentiert. Für Schlagzeilen sorgte in den vergangenen Tagen auch das Video einer Demonstration der sogenannten Gelbwesten. Die beschimpften den jüdischen Philosophen Alain Finkielkraut am Samstag in Paris auf offener Straße. Die Aktivisten griffen ihn als „dreckigen Juden“ an, der „zurück nach Tel Aviv“ gehen solle.

Von: mm

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Wed, 20 Feb 2019 11:53:00 +0100
<![CDATA[Tausende gedenken Ori Ansbachers in Jerusalem]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2019/02/20/tausende-gedenken-ori-ansbachers-in-jerusalem/ Mehr als 6.000 Menschen haben am Dienstag zusammen mit 800 Jugendlichen aus der Siedlung Tekoa der ermordeten Ori Ansbacher gedacht. Die Teilnehmer marschierten vom Ort ihrer Tötung im Emek-Refaim-Wald bei Jerusalem bis zum Alten Bahnhof in der Stadt. Organisiert hatte die Veranstaltung laut der Zeitung „Jerusalem Post“ eine kleine Gruppe pro-israelischer Aktivisten. An ihr nahmen israelische Musiker und Künstler teil. Die 19-jährige Jüdin war vor zwei Wochen vom Palästinenser Arafat Irfaji vergewaltigt und erstochen worden. Der Inlandsgeheimdienst Schabak stufte die Tat als Terrorismus ein.

Von: tk

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Wed, 20 Feb 2019 11:32:00 +0100
<![CDATA[Israel richtet erste Cyber-Notfallhotline der Welt ein]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2019/02/19/israel-richtet-erste-cyber-notfallhotline-der-welt-ein/ Israel hat die erste Cyber-Notfallhilfe der Welt eingerichtet. Das berichtet die Tageszeitung „Ha'aretz“. Sie wird vor allem von Veteranen aus der militärischen Datenverarbeitung betreut und ermöglicht es Geschäftsleuten oder Einzelpersonen, Hacker-Angriffe zu melden und rasche Lösungen zu erhalten. In der Zentrale befindet sich unter anderem ein Bildschirm, der Cyber-Attacken auf Israel sowie das Herkunftsland der Server, die die Hacker nutzen, anzeigt. Die Hotline ist täglich zu erreichen. Ihre Nummer lautet 119.

Von: djc

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Tue, 19 Feb 2019 14:05:00 +0100
<![CDATA[Ex-Außenministerin kehrt Politik den Rücken]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2019/02/19/ex-aussenministerin-kehrt-politik-den-ruecken/ JERUSALEM (inn) – Die frühere israelische Außenministerin Zippi Livni zieht sich aus der Politik zurück. Ihre Partei HaTnua (Die Bewegung) wird bei den vorgezogenen Knesset-Wahlen im April nicht antreten.

Am Montag erklärte Livni vor Journalisten in Tel Aviv: „Wir haben nicht genug politische Macht, um unsere Prinzipien umzusetzen. Ich werde es mir nicht verzeihen, wenn Stimmen vergeudet werden, und heute bremse ich den Kampf ab, wissend, dass ich alles für mein geliebtes Land getan habe.“

Die vergangenen Jahre seien hart gewesen. „Frieden ist zu einem Schimpfwort geworden, die Demokratie wird angegriffen“, kritisierte Livni. Es sei zum Fluch geworden eine andere politische Position als die der Regierung zu vertreten. Sie warnte vor einem Ende der Demokratie in Israel, falls Premierminister Benjamin Netanjahu seine Politik fortsetzen könne.

Parteienbündnis gescheitert

In den vergangenen Monaten hatte die Politikerin versucht, verschiedene Mitte-Links-Parteien zum Zusammenschluss zu bewegen. „Es musste einen Block geben, um einen politischen Umbruch herbeizuführen. Ich habe für den Zusammenschluss gearbeitet, aber es hat nicht geklappt“, sagte Livni, ohne konkrete Parteien zu nennen.

Oppositionsführerin Schelly Jachimowitsch von der Arbeitspartei sagte über Livnis Rückzug, die Politik verliere eine „würdige und bedeutende Person". Sie fügte hinzu: „Ich sah sie als Partnerin für das Streben nach Frieden und den Schutz der Demokratie. Ich bin mir sicher, dass Livni dem Land auch außerhalb der Knesset dienen wird und wünsche ihr Glück."

„Ein Licht in der rassistischen Knesset“

Die Vorsitzende der Meretz-Partei, Tamar Sandberg, nannte Livni ein Licht „in einer dunklen und rassistischen Knesset". Sie sei beeindruckt von Livnis „Weg vom tiefen rechten Flügel hin zu einer der prominentesten Parteien für Frieden und Demokratie“.

Livnis politische Karriere begann 1999 als Mitglied der Knesset für die Likud-Partei. 2005 schloss sich die Rechtsanwältin mit Geheimdienstvergangenheit der vom damaligen Premierminister Ariel Scharon gegründeten Partei Kadima an. 2008 wurde sie Parteivorsitzende. Von 2006 bis 2009 war Livni Außenministerin.

Kadima wurde bei den Wahlen 2009 zwar stärkste Kraft vor dem Likud von Netanjahu, es gelang ihr jedoch nicht, eine Regierungskoalition zu bilden. Netanjahu wurde Premierminister, Livni blieb Oppositionsführerin.

Im Jahr 2012 rief Livni HaTnua ins Leben. Bei den Wahlen 2013 erhielt die Partei sechs Sitze. Livni wurde in Netanjahus Regierung Justizministerin. Sie war zudem verantwortlich für die Verhandlungen mit den Palästinensern. Nach einer Regierungskrise 2014 wurde sie von Netanjahu ihres Amtes enthoben. Er warf Livni unter anderem öffentliche Kritik an der Regierung vor.

Bei den Wahlen 2015 war HaTnua zusammen mit der Arbeitspartei mit einer gemeinsamen Liste angetreten. Dieses Bündnis (Zionistische Union) erhielt 24 Mandate und wurde zweitstärkste Kraft nach dem Likud. Anfang Januar verkündete der Vorsitzende der Arbeitspartei, Avi Gabbai, überraschend das Ende der Kooperation mit HaTnua.

Von: dn

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Tue, 19 Feb 2019 12:21:00 +0100
<![CDATA[Deutsche Botschafterin trifft Rabbiner]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/02/19/deutsche-botschafterin-trifft-rabbiner/ TEL AVIV (inn) – Die deutsche Botschafterin in Israel, Susanne Wasum-Rainer, hat sich am Sonntag mit einer Delegation des Rabbinerkongresses für den Frieden getroffen. Sie zeigte sich laut des Nachrichtenportals „Arutz Scheva“ überrascht von der Sicht der Gelehrten auf den Nahostkonflikt.

Angeführt wurde die Delegation vom Tel Aviver Zentralrabbiner Josef Gerlitzki, dem Rabbi von Schavei Schomron, Abraham Schreiber, und dem Leiter des Oberrabbinats für Recht in Europa und Jerusalem, Jirmija Cohen. Sie erklärten der Botschafterin die halachische Lehre von der universellen Heiligkeit des Lebens. Daraus folgerten sie das Verbot, über die Rückgabe von israelisch kontrollierten Gebieten zu verhandeln. „Vergangene Erfahrungen haben ohne Zweifel gezeigt, dass derartige Rückzüge Terroristen in der Region stärken“, erklärten sie. Die Halacha ist der rechtliche Teil jüdischer Überlieferung.

Botschafterin bleibt neutral

Wasum-Rainer gestand, dass sie zum ersten Mal mit einer Sicht konfrontiert wurde, die anhand der Tora argumentiert. Die Weltöffentlichkeit solle davon erfahren. Gleichzeitig machte sie deutlich, dass Deutschland im Konflikt nicht Partei ergreift und dass nach ihrem Empfinden auch die Palästinenser das Recht auf einen eigenen Staat haben. Rabbi Gerlitzki erwiderte darauf: „Es gibt Millionen von Muslimen in Deutschland. Dort denkt niemand daran, ihnen Autonomie zu gewähren.“

Der Rabbi Jirmija Cohen zeigte der Botschafterin laut „Arutz Scheva“ auch archäologische Fundstücke. Sie sollten belegen, dass das jüdische Volk schon vor Urzeiten auf israelischem Territorium lebte. Die Botschafterin versprach den Rabbinern, ihre Sichtweise an die deutsche Regierung weiterzugeben.

Von: tk

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Tue, 19 Feb 2019 12:21:00 +0100
<![CDATA[Synonyme Phänomene]]> https://www.israelnetz.com/kommentar-analyse/2019/02/19/synonyme-phaenomene/ Ein Kommentar von Ulrich W. Sahm]]> Erstmals hat ein israelischer Film bei der Berlinale mit „Synonyme“ des Regisseurs Nadav Lapid einen Goldenen Bären und damit den ersten Preis gewonnen. Auch ohne den Film zu kennen, wird das in den israelischen Medien als bemerkenswerte Würdigung empfunden. Sogar Staatspräsident Reuven Rivlin gratulierte.

Gemäß den Beschreibungen von Teilnehmern der Berlinale und der Selbstdarstellung des Regisseurs geht es um die Suche eines Israeli nach der eigenen Identität. Neben der filmischen Qualität befolgt der Film so auch eine dramatische politische Botschaft. Die Hauptfigur im Film verlässt Israel aus Hass.

Der britisch-deutsche Journalist Alan Posener von der „Welt“ schreibt dazu: „Ziemlich makaber: am Tag an dem in Paris der jüdische Philosoph Alain Finkielkraut von antisemitischen ‚gelben Westen‘ tätlich angegriffen, wüst beschimpft und dabei gefilmt wurde, verleiht die Berlinale den Goldenen Bären einem im Kern anti-israelischen Film, dessen Hauptheld aus Hass auf Israel (das Land, wofür er Attribute parat hält wie: schäbig, obszön, verabscheuenswert, alt, böse, barbarisch, ekelerregend und beklagenswert) nach Paris zieht, um unter größten Anstrengungen alles Hebräische an und in sich auszumerzen! Und alle singen Lobeshymnen auf diesen vulgären und abstoßenden Film. Was für Zeiten!“

Kein ganz neues Phänomen

Vielleicht muss man sich fragen, ob der Film den „Goldenen Bären“ erhalten hätte, wenn nicht Israel, sondern Frankreich oder Deutschland mit ähnlich Prädikaten verunglimpft worden wären und der Protagonist aus Ekel nicht von Israel nach Paris gezogen wäre, sondern umgekehrt, von Berlin nach Israel gezogen wäre. Das Phänomen, eine Sprache mit dem „Bösen“ und einem ganzen Land gleichzusetzen, ist nicht ganz neu.

In Israel gibt es Holocaust-Überlebende, die ihre deutsche Muttersprache nicht mehr sprechen oder hören wollen. Worte wie „Achtung“ oder „raus“ lassen bei ihnen das Blut gerinnen. Manche können sich nicht vorstellen, noch einmal ihre alte Heimat zu besuchen oder dort auch nur zu übernachten, selbst wenn sie aus geschäftlichen Gründen für ein wichtiges Treffen oder für einen Vortrag dorthin fliegen. Solche Traumata muss man wohl stillschweigend und kritiklos akzeptieren. Als „versöhnlich“ gelten dann jene, die sich nach ihrer Kindheit sehnen und ihren Lebensabend im Altersheim in Deutschland verbringen wollen. Aufmerksam verfolgt wird auch die steigende Zahl junger Israelis, die ausgerechnet in Berlin Fuß fassen wollen.

Vorteil, Doppelstaatler zu sein

Manchmal wird die Beantragung eines deutschen Passes in der Botschaft in Tel Aviv hiermit in Verbindung gebracht, vermutlich zu Unrecht. Wer unter den Nazis als Jude seinen Pass verloren hat, beruft sich auf sein „Anrecht“, die deutsche Staatsangehörigkeit wieder zurückzuerhalten. Das gilt umso mehr für deren Kinder. Auch die haben ein Anrecht auf einen deutschen Pass. Der ist heute eher ein „europäischer“ Pass und ermöglicht nicht nur unauffälliges Reisen in arabische Länder, sondern auch visumsfreie Besuche in den USA. Für einen normalen Israeli ist die halbe Welt wegen teurer und komplizierter Visumsanträge gesperrt oder kostspielig zu bereisen. Deshalb ist für einen Israeli die Möglichkeit, Doppelstaatler zu sein und einen europäischen Pass in der Tasche zu tragen, von großem Vorteil.

In den Medien wird manchmal behauptet, dass Israelis einen Zweitpass beantragen, um eine Rückversicherung zu haben, weil ihrem Staat immer wieder mit Vernichtung, Zerstörung der Städte Tel Aviv und Haifa und einem „Holocaust“ gedroht wird – wie von dem Iran, den Palästinensern und früher Ägypten. Dieses Argument ist allerdings im deutschen Konsulat in Tel Aviv ziemlich unbekannt, wie man dort auf Nachfrage erfährt.

Die extremistische Sekte der Neturei Carta

In Israel gibt es zwei prominente Beispiele für die Weigerung, die hebräische Sprache zu verwenden. Einerseits gibt es die extremistische Sekte der Neturei Carta. Sie betrachtet die Errichtung eines jüdischen Staates vor der Ankunft des Messias als eine schlimme Gotteslästerung. Die hebräische Sprache dürfe nur für das Gebet und im Gottesdienst benutzt werden, nicht aber im Alltagsleben. Ihr verstorbener Anführer, Rabbi Mosche Hirsch, war sogar Mitglied im Kabinett der Palästinensischen Befreiungsorganisation PLO unter Jasser Arafat und hatte den Auftrag, die Zerstörung Israels voranzutreiben.

Als Arafat erstmals in Jericho einzog, trat Rabbi Hirsch auf die Bühne, um den PLO-Chef zu umarmen. Das Wochenmagazin „Der Spiegel“ und andere deutsche Medien bejubelten das als ein Symbol für die „Versöhnung“ zwischen Judentum und Palästinensern. Doch wer sich auskannte, der wusste, dass es sich hier eher um ein Bündnis handelte, mit dem Ziel, den jüdischen Staat umgehend aus der Welt zu schaffen, als um „Versöhnung“. Zynisch und inkonsequent ist die Haltung mancher ultraorthodoxer Juden. Einerseits lehnen sie die Existenz Israels ab und bekämpfen den Staat. Andererseits akzeptieren sie finanzielle Vergünstigungen wie Kindergeld.

Schlimmste Verräter der Geschichte Israels

Das weitere einzigartige Beispiel bietet der schlimmste Verräter der Geschichte Israels: Mordechai Vanunu. Der frühere Techniker im Atomreaktor von Dimona hatte 1986 der britischen Zeitung „Sunday Times“ gegen Geld Geheimnisse der angeblichen Atom-Fabrik mitsamt Fotos vom Kontrollraum geliefert. Ob damit tatsächlich bewiesen war, dass Israel Atombomben besitzt und baut, ist fraglich. Aber die Absicht war klar und hätte dem Staat erheblichen Schaden beigefügt. Denn Israel hat niemals einen Atomtest durchgeführt. Einen klassischen Beweis für den Besitz von Atombomben gibt es im Falle Israels nicht. Deshalb war Israel auch nicht gezwungen, Inspekteure der Wiener Atombehörde ins Land zu lassen, um nach dieser ultimativen Waffe zu suchen.

Offizielle Politik war es, den Besitz einer Atombombe weder zu bestätigen noch zu dementieren, aber die arabischen Feindesländer im festen Glauben zu belassen, dass Israel eine Atommacht sei. Diese Politik war eine geschickte Methode der Abschreckung. Beim ägyptischen Präsidenten Anwar al-Sadat ist diese Rechnung voll aufgegangen. Fest davon überzeugt, dass Israel „unbesiegbar“ sei, hatte er beschlossen, 1994 mit Israel Frieden zu schließen.

Durchaus vorstellbar ist, dass Israel eines Tages vielleicht doch Inspekteure ins Land lassen muss. Angenommen sie finden nirgendwo eine Atombombe. Was dann? Augenblicklich hätte Israel seine entscheidende Abschreckung gegen einen Vernichtungskrieg verloren. Der Iran oder auch arabische Länder könnten dann in Versuchung geraten, einen totalen Krieg gegen den „Judenstaat“ auszulösen, ohne mehr einen atomaren Gegenschlag befürchten zu müssen. Bisher hat diese „psychologische Kriegsführung“ bestens funktioniert.

Interview mit Vanunu in Erlöserkirche

Der Atomspion Vanunu wurde vom israelischen Geheimdienst nach Rom gelockt, dort gekidnappt und auf einem Schiff nach Israel entführt. Ein Gericht verurteilte ihn wegen Hochverrats zu 18 Jahren Einzelhaft. Nach seiner Entlassung erhielt er die Auflage, Israel nicht mehr zu verlassen und keine Journalisten zu treffen.

Im Mai 2006 entdeckte ihn der deutsche Journalist Norbert Jessen in einer Ecke in der deutschen Erlöserkirche stehend. Jessen rief mich als Kollegen hinzu und gemeinsam befragten wir ihn. Der aus Marokko stammende Techniker konnte eigentlich keine Fremdsprache. Die auf Hebräisch gestellte Frage, warum er in die Erlöserkirche komme, beantwortete er: „Weil ich deutsche Oper so sehr mag“. Vanunu antwortete aus Prinzip auf Englisch, weil er sich aus Hass auf Israel weigerte, Hebräisch zu sprechen. Damit haben Vanunu und der Hauptdarsteller in den Film „Synonyme“ eines gemein: Ihr Hass auf Israel beflügelt sie, die hebräische Sprache abzulehnen und nicht mehr zu sprechen.

Von: Ulrich W. Sahm

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Tue, 19 Feb 2019 12:11:00 +0100
<![CDATA[„Palästinenserstaat ist Bedingung für diplomatische Beziehung“]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/02/19/palaestinenserstaat-ist-bedingung-fuer-diplomatische-beziehung/ Der omanische Außenminister Jussuf Bin Alawi hat sich am Montag zu den diplomatischen Beziehungen seines Landes mit Israel geäußert. Es könne ohne israelisch-palästinensischen Friedensprozess keine Normalisierung der Beziehungen geben. Das berichtet die israelische Nachrichtenseite „Walla“. „Die Etablierung eines souveränen palästinensischen Staates ist eine Bedingung für die Normalisierung mit Israel“, sagte Bin Alawi.

Von: mm

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Tue, 19 Feb 2019 10:08:00 +0100
<![CDATA[Benny Gantz: Harte Kante gegen den Iran]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/02/18/benny-gantz-harte-kante-gegen-den-iran/ MÜNCHEN (inn) – Der Hauptkonkurrent von Israels Premierminister Benjamin Netanjahu bei den kommenden Knesset-Wahlen, Benny Gantz, hat am Sonntag eine harte Linie gegen den Iran angekündigt. „Unter meiner Führung wird es keine Beschwichtigungspolitik geben. Unter meiner Führung wird der Iran keine Atomwaffen bekommen“, sagte der Politiker der Partei „Starkes Israel“ auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Wenn es um die Verteidigung Israels gehe, „passt kein Blatt zwischen uns“ und „stehen Netanjahu und ich zusammen“, bekräftigte Gantz. Netanjahu war nicht zu der Tagung gereist.

Gantz sprach nicht auf großer Bühne, sondern in einem Nebenraum, hauptsächlich vor israelischen Journalisten. Laut der Tageszeitung „Jerusalem Post” war es die erste öffentliche Rede des Ex-Armeechefs im Ausland und auf Englisch, seitdem er vor zwei Monaten in die Politik ging. Besonders warnte Gantz davor, sich von der Eloquenz des iranischen Außenministers Muhammad Sarif täuschen zu lassen.

Iranischer Außenminister umgarnt die Europäer

Sarif hatte zuvor von der Hauptbühne aus Benjamin Netanjahu beschuldigt, dem Iran mit Zerstörung zu drohen. Dabei erwähnte Sarif nicht, dass die Aussage eine Reaktion auf Vernichtungsdrohungen iranischer Führer war. Den USA unterstellte er eine Dämonisierung seines Landes. „Und nun wollen sie die Europäer dazu zwingen, internationales Recht zu brechen“, sagte der promovierte Völkerrechtler mit Blick auf das Atomabkommen, das er mit ausgehandelt hat. Außer China, Russland und ehemals den USA sind an dem „Gemeinsamen umfassenden Aktionsplan“ – so die offizielle Bezeichnung des Deals – Großbritannien, Frankreich und Deutschland beteiligt.

Sarif verteidigte auch das Raketenprogramm seines Landes und fragte aufgebracht: „Hat der Iran nicht das Recht, sich zu verteidigen?“ Kein Land liefere Kampfflugzeuge an den Iran. „Sollen wir uns etwa mit Schwertern verteidigen, wenn es in der Region einen neuen Saddam Hussein geben sollte?“, fragte Sarif.

Der Außenminister lobte die Europäer für die Umgehung der amerikanischen Sanktionen. Sie müssten aber noch mehr investieren. „Europa muss bereit sein, sich nass zu machen, wenn es gegen den Strom des amerikanischen Unilateralismus schwimmen will,“ sagte Sarif.

Mike Pence will Europäer hinter den USA sehen

Am Samstag sagte US-Vizepräsident Mike Pence, der Iran plane einen neuen Holocaust. „Antisemitismus ist nicht nur falsch, sondern böse“, fügte er hinzu. Pence mahnte eindringlich: „Für unsere europäischen Partner ist die Zeit gekommen, die Unterwanderung amerikanischer Sanktionen gegen dieses mörderische Regime zu beenden. Die Zeit ist gekommen, sich aus dem Atomabkommen mit dem Iran zurückzuziehen.“ Die europäischen Vertragspartner verweigern sich diesen Forderungen der Amerikaner bisher.

Die Münchner Sicherheitskonferenz findet seit 1963 jährlich im Februar statt und ist die größte ihrer Art. Zu ihr reisen Sicherheitspolitiker, Militärs und Vertreter der Rüstungsindustrie. Tagungsort ist das Hotel Bayerischer Hof.

Von: tk

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Mon, 18 Feb 2019 15:10:00 +0100
<![CDATA[Neuer Außenminister Katz heizt Streit mit Polen an]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/02/18/neuer-aussenminister-katz-heizt-streit-mit-polen-an/ JERUSALEM (inn) – Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hat Verkehrs- und Geheimdienstminister Israel Katz am Sonntag zum amtierenden Außenminister ernannt. Bis dahin hat Netanjahu das Außenministerium selbst geleitet.

Katz dankte dem Regierungschef für dessen Vertrauen. „Das ist ein aufregender Moment für mich“, twitterte der neue Außenminister. Weiter schrieb er: „Ich freue mich, das Ministerium zu leiten. Wir werden die Außenpolitik Israels gemeinsam mit dem Premierminister weiter vorantreiben und zu weiteren Erfolgen führen.“

Der Direktor des Außenministeriums, Juval Rotem, begrüßte die Ernennung. Er teilte mit: „Wir sind sicher, dass der Minister uns zu weiteren Errungenschaften im Bereich der Außenpolitik führen wird.“

Nach Abgabe des Außenministerpostens ist Netanjahu nun noch Verteidigungs- sowie Gesundheitsminister. Mit der Ernennung des neuen Außenministers reagierte der Premier auf eine Beschwerde beim Obersten Gericht in Jerusalem. Mehrere Bürger hatten dagegen geklagt, dass er neben dem Regierungsvorsitz mehrere Ministerposten innehat.

Gleich zu Beginn seiner Amtsübernahme sorgte Katz mit Äußerungen in einem Fernseh-Interview über das polnische Volk für Wirbel. „Polen haben mit den Nazis kollaboriert. Wie (der frühere israelische Premier) Jitzhak Schamir sagte, sie saugen Antisemitismus mit der Muttermilch auf“, sagte der Minister, dessen Eltern den Holocaust überlebten.

Polen sagt Teilnahme an Gipfel in Jerusalem ab

Polens Premierminister Mateusz Morawiecki sagte daraufhin die Teilnahme Warschaus am Gipfeltreffen der sogenannten Visegrád-Gruppe und Israel am Dienstag in Jerusalem ab. „Die Worte des israelischen Außenministers sind rassistisch und inakzeptabel“, erklärte Morawiecki. Es sei „klar, dass unser Außenminister (Jacek) Czaputowicz nicht zum Gipfel reisen wird“. Der Visegrád-Gruppe gehören neben Polen auch Tschechien, Ungarn und die Slowakei an. Netanjahu hatte 2017 an einem Treffen der Länder teilgenommen und diese nach Israel eingeladen.

Morawiecki selbst hatte bereits am Sonntag seinen Besuch in Israel abgesagt. An seiner Stelle sollte Außenminister Czaputowicz zum Visegrád-Gipfel reisen. Hintergrund war auch hier der Streit um die Frage nach der Zusammenarbeit von Polen mit den Nationalsozialisten im Zweiten Weltkrieg. Netanjahu soll laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“ bei einem Besuch in Warschau gesagt haben: „Die Polen haben mit den Nazis kollaboriert, und ich kenne niemanden, der für eine solche Feststellung jemals verklagt worden wäre.“

Später stellte das Büro des Premierminister klar, Netanjahu habe nicht von „den Polen“ als Nation, sondern von einzelnen Kollaborateuren gesprochen. Die „Jerusalem Post“ selbst räumte ein, den Premier falsch zitiert zu haben.

Von: dn

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Mon, 18 Feb 2019 13:54:00 +0100
<![CDATA[Rivlin gratuliert „Synonyme“-Regisseur zum Goldenen Bären]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2019/02/18/rivlin-gratuliert-synonyme-regisseur-zum-goldenen-baeren/ BERLIN / JERUSALEM (inn) – Der israelische Film „Synonyme“ feierte einen Triumph auf der diesjährigen Berlinale: Die Jury des Filmfestivals prämierte das Drama des Regisseurs Nadav Lapid am Samstag mit dem Goldenen Bären. Das Werk ist ein Portrait eines innerlich zerrissenen Israelis, der nach Paris auswandert, um sein Land nach seinem Militärdienst hinter sich zu lassen. Der Protagonist, der junge Joav (Tom Mercier), steckt in einer Lebenskrise fest. Als Ursache dafür hat er seine Heimat Israel ausgemacht.

Für den Filmemacher gab es Glückwünsche von israelischer Politprominenz. Staatspräsident Reuven Rivlin gratulierte dem Regisseur Lapid zu seiner Auszeichnung: „Man muss nicht mit allen Perspektiven in dem Film übereinstimmen, um die Wichtigkeit des mutigen, klugen und schönen israelischen Kinos anzuerkennen, das internationale Wertschätzung erfährt“, erklärte er laut einer Mitteilung. Das israelische Kino war und werde stets „eine großartige Quelle des Stolzes“ bleiben. „Mazal Tov, Nadav!“, richtete er sich direkt an Lapid.

Kulturministerium hat Film nicht gesehen

Auch Kulturministerin Miri Regev meldete sich zum Erfolg ihres Landesmannes zu Wort. Sie selbst kenne die Szenen des Films nicht, betonte sie laut „Kanal 13“: „Gratulation an Nadav Lapid zum Gewinn des Preises. Es ist ein Beweis für die Erfolge des israelischen Kinos. Allerdings hat niemand in meinem Ministerium den Film gesehen, und wir wissen nicht, ob er Fragen aufwirft, die dem Staat Israel, seinen Symbolen und seinen Werten schaden könnten.“

Es ist nicht das erste Mal, dass die Ministerin betont, einen Film nicht gesehen zu haben, der sich kritisch mit Israel auseinander setzt. Sie kritisierte etwa den Film „Foxtrot“. Der Streifen erzählt von der Trauer einer israelischen Familie wegen ihres im Militärdienst verstorbenen Sohnes. Regev merkte 2017 an, dass das Werk die israelische Armee negativ darstelle und damit dem Land schade. Laut Medienberichten hatte die Politikerin den Film weder gesehen noch wollte sie das tun.

Im Oktober hatte die Knesset ein neues Filmgesetz verabschiedet. Das Gesamtbudget der Förderung erhöhte sich dadurch, gleichzeitig stieg damit der Einfluss des Kulturministeriums auf den Produktionsprozess. Regev freute sich über das Ergebnis: „Wir haben jetzt die Möglichkeit, zionistische, jüdische, arabische und Haredim-Filme zu machen.“ Diese Differenzierung habe vorher nicht existiert. Die Filmindustrie werde nicht länger eine „geschlossene Gruppe“ sein.

Als Regisseur Lapid den Preis am Samstag entgegennahm, sagte er laut der Onlinezeitung „Times of Israel“, dass manche in Israel den Film „skandalisieren“ werden. Für ihn sei der Film jedoch „eine große Feier“. Er hoffe auch, dass der Film auch „eine Feier des Kinos“ sei.

Von: mab

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Mon, 18 Feb 2019 13:13:00 +0100
<![CDATA[Israel behält palästinensische Gelder zur Terrorfinanzierung ein]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2019/02/18/israel-behaelt-palaestinensische-gelder-zur-terrorfinanzierung-ein/ Israel geht weiter gegen Terrorfinanzierung durch die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) vor. Am Sonntag hat das Sicherheitskabinett einem entsprechenden Gesetz zugestimmt. Israel behält Steuern und Zölle ein, die es für die Palästinenser einnimmt. Der einbehaltene Betrag beläuft sich auf umgerechnet rund 122 Millionen Euro. Diesen Betrag habe die PA laut Israel 2018 an Angreifer und deren Angehörige gezahlt. Das Geld kommt stattdessen in einen Fonds zur Unterstützung von Terror-Opfern. Ein Sprecher der Behörde verurteilte den Schritt als „Piraterie am Geld des palästinensischen Volkes“, berichtet die Onlinezeitung „Times of Israel“.

Von: mab

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Mon, 18 Feb 2019 11:53:00 +0100
<![CDATA[Arabische Länder sehen Iran als größte Bedrohung]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2019/02/15/arabische-laender-sehen-iran-als-groesste-bedrohung/ WARSCHAU (inn) – Der Abschluss des Nahost-Gipfels in Warschau hat einige Kuriositäten mit sich gebracht. So beklagte sich der jemenitische Außenminister Chaled al-Jamani darüber, dass er während einer Diskussion neben dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu sitzen musste. Fotos dieser Sitzanordnung gingen um die Welt und wurden schon als Symbol der Annäherung zwischen Israel und den arabischen Ländern gedeutet – nicht zuletzt, weil Al-Jamani Netanjahu offenbar bei einem Technikproblem half.

Für Al-Jamani handelt es sich jedoch um einen „protokollarischen Fehler“ der Organisatoren. Er betonte, die Haltung des Jemen zur palästinenischen Frage werde sich nicht verändern. In Warschau sei es lediglich um die Bedrohung durch den Iran gegangen.

Geheimer Mitschnitt

Für Diskussionsstoff sorgte auch ein Mitschnitt aus einer Sitzung, die eigentlich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt war. Darin betonen Vertreter der Golfstaaten im Beisein von Netanjahu, dass sie den israelisch-palästinensischen Konflikt angesichts der Bedrohung durch den Iran in einem neuen Licht sehen. Der Außenminister Bahrains, Chalid al-Chalifa, sagte etwa: „Wir sind mit Diskussionen groß geworden, in denen der israelisch-palästinensische Konflikt die wichtigste Angelegenheit war. Aber später sahen wir eine größere Herausforderung. Wir sahen eine giftigere, eigentlich die giftigste in unserer modernen Geschichte, die von der Islamischen Republik kam, vom Iran.“

Wie der amerikanische Nachrichtensender „Fox News“ berichtet, ist nicht klar, wie es zur Veröffentlichung des 25-minütigen YouTube-Videos kam. Es wurde mit einem Smartphone aufgenommen und trägt das Wasserzeichen des Presseamtes der israelischen Regierung. Diese leitete das Video auch an ausgewählte Journalisten weiter, löschte es dann aber. „Fox News“ vermutet, dass sich arabische Vertreter beschwert haben.

Konflikt mit Polen durch falsches Zitat

Zu einem kleinen Konflikt kam es auch zwischen Israel und Polen. Letztlich ließ der sich allerdings bereinigen, als klar wurde, dass er auf einem falsch wiedergegebenen Zitat beruhte. Netanjahu soll gesagt haben, dass Polen als Land mit den Nazis kollaboriert hat. Das meldete die israelische Tageszeitung „Jerusalem Post“. Tatsächlich sagte Netanjahu, Einwohner Polens hätten dies getan – allerdings „eine nicht unbedeutende Zahl“.

Aufgrund des falsch wiedergegebenen Zitates erwog Polens Präsident Adrzej Duda, Israel nicht als Gastgeber des anstehenden Gipfels der Visegrad-Staaten zu akzeptieren. Anstatt dessen solle der Gipfel in Polen stattfinden. Die israelische Botschaft in Polen reagierte umgehend und bemühte sich bei der Regierung in Warschau um die Klärung des Missverständnisses.

Doch die Kuriositäten des Gipfels setzten sich auch nach Ende des Gipfels fort: Aufgrund eines Malheurs am Flughafen konnte Netanjahus Maschine nicht abheben. Der Regierungschef musste daher eine zusätzliche Nacht in Polen verbringen. Ein Zugfahrzeug war mit einem der Flugzeugräder zusammengestoßen, so dass dieses explodierte. Der Schaden war so groß, dass die Techniker der Fluggesellschaft El Al ihn nicht umgehend beheben konnten. Eine Ersatzmaschine wurde aus Israel angefordert, um Netanjahu, dessen Begleiter sowie die Pressevertreter noch vor Beginn des Schabbats nach Israel zu bringen.

Von: df

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Fri, 15 Feb 2019 15:08:00 +0100
<![CDATA[Minenexplosionen töten Jordanier]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2019/02/15/minenexplosionen-toeten-jordanier/ Bei der Explosion zweier Minen an der jordanisch-israelischen Grenze sind am Donnerstag ein Zivilist und zwei Sicherheitskräfte getötet worden; acht weitere Jordanier wurden verletzt. Das berichtet die jordanische Zeitung „Jordan Times“. Der Zivilist arbeitete in dem Grenzgebiet, als die erste Mine explodierte. Zur zweiten Detonation kam es, als Sicherheitskräfte den Vorfall untersuchen wollten. Regierungssprecherin Dschumana Ghunaimat erklärte, dass die Ermittlungen zu dem Vorfall laufen.

Von: djc

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Fri, 15 Feb 2019 14:00:00 +0100
<![CDATA[Religiöse Parteien bilden gemeinsame Liste]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/02/15/religioese-parteien-bilden-gemeinsame-liste/ JERUSALEM (inn) – Gemeinsam in den Wahlkampf: Die religiösen Parteien Nationale Union und Jüdisches Haus haben sich zusammengeschlossen. Am Donnerstagabend verkündeten sie, dass sie bei den vorgezogenen Neuwahlen im April mit einer gemeinsamen Liste antreten werden.

Führen wird die Liste der Vorsitzende der Partei Jüdisches Haus, Rafi Peretz. Der Vorsitzende der Nationalen Union, Bezalel Smotritsch, wird Nummer zwei. Er soll einen Ministerposten erhalten, falls das Bündnis eine Regierungsbeteiligung erreicht. Wenn ein zweiter Ministerposten dazu komme, werde dieser rotierend von Vertretern beider Parteien besetzt, heißt es in einem Bericht der Onlinezeitung „Times of Israel“.

Bei früheren Zusammenschlüssen hatte das Jüdische Haus den Vorsitz der Liste. Zugleich besetzte sie die ersten beiden Ministerposten.

Likud gratuliert

„Heute Nacht hat der religiöse Zionismus gewonnen“, sagte Peretz bei der Bekanntgabe des Zusammenschlusses. Die Likud-Partei von Premierminister Benjamin Netanjahu gratulierte den beiden rechtsgerichteten Parteien. Sie bekräftigte ihre Forderung nach einer einheitlichen Fraktion kleinerer Parteien.

Der Zusammenschluss der Parteien erhöht die Chancen für einen Einzug ins Parlament. Wahlprognosen zufolge hätte keine der Parteien allein die Hürde von 3,25 Prozent überwinden können.

Alle Parteien haben noch bis zum 21. Februar Gelegenheit, Bündnisse für die Neuwahlen zu schmieden.

Von: dn

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Fri, 15 Feb 2019 13:46:00 +0100
<![CDATA[Der nicht mehr Hebräisch spricht]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2019/02/15/der-nicht-mehr-hebraeisch-spricht/ Eine Filmkritik von Michael Müller]]> Das sei gleich klargestellt: Ein Wolhfühlfilm ist das neue Werk des israelischen Regisseurs Nadav Lapid, das „Synonyme“ heißt, ganz sicher nicht. Es ist ein teils frostiger Film, der den Zuschauer herausfordert. Sein Protagonist, der junge Joav (Tom Mercier), steckt in einer Lebenskrise fest. Als Ursache dafür hat er seine Heimat Israel ausgemacht. In einer Spontanaktion reist er nach seinem Militärdienst nach Paris. Nie wieder will er die hebräische Sprache verwenden. Frankreich und vor allem die französische Sprache sollen seine neue Heimat werden.

Gleich in einer der ersten Szenen ist Joav kurz vor dem Erfrieren. In einer eiskalten Pariser Wohnung sitzt er nackt in der Badewanne und überschüttet sich mit Wasser. Es mutet wie ein versuchter Selbstmord an. Zwei junge Franzosen finden ihn gerade noch rechtzeitig. Während Caroline (Louise Chevilotte) den Notdienst anrufen will, wärmt Émile (Quentin Dolmaire) Joav pragmatisch mit seinem eigenen Körper.

Wer jetzt zwischen diesen jungen Erwachsenen eine klassische Ménage-à-trois erwartet, wie es in einem französischen Liebesfilm üblich wäre, wird enttäuscht. Ja, es gibt zwischen den dreien Sex, platonische Liebe und tiefschürfende Gespräche. Aber das alles bleibt im Hintergrund. Dem Film geht es vorrangig um Joavs israelische Identität, die der Regisseur Lapid ein Stück weit mit den Gewissensfragen der gesamten jungen Generation Israels gleichsetzt.

Nicht nur eine Sprache, sondern eine Kultur ablegen

Joav probiert die französische Sprache aus wie die edel geschneiderte Kleidung, die ihm seine französischen Freunde beim ersten Treffen schenken. Sein Großvater ist dabei sein Vorbild: Der hat das Jiddische abgelegt, als er nach Palästina unter britischem Mandat auswanderte. Joav kauft sich ein Wörterbuch. Negative Adjektive wie „feige“ oder „brutal“ sind seine erste große Leidenschaft. Er will sein Land auf Französisch charakterisieren und anfeinden können, wenn er sich darüber unterhält. Dabei verzichtet er bewusst auf biblische Metaphern und greift lieber auf die griechische Mythologie zurück. Besonders Homers „Ilias“ hat es ihm angetan. Er will sich nicht nur der hebräischen Sprache, sondern gleich seiner ganzen Kultur entledigen.

Es ist sein Versuch, sich im Exil als Israeli neu zu erfinden. Die Anhaltspunkte für diesen radikalen Schritt muss sich der Zuschauer selbst zusammensuchen. Offensichtlich hat dabei sein dreijähriger Militärdienst auf den Golanhöhen eine wichtige Rolle gespielt. Einmal erzählt er, wie er bei einer Maschinengewehr-Übung im Takt eines französischen Chansons gefeuert hat, bis die Zielscheibe vor lauter Schüssen zersiebt war.

Ein anderes Mal erwähnt er eine Versammlung von israelischen Soldaten auf einem Militärfriedhof, wo zwei leicht bekleidete Frauen den israelischen Eurovision-Song-Contest-Klassiker „Halleluja“ von 1979 singen. Die Ironie dieser Szenarien kann einem nicht entgehen. Da Joav aber kein verlässlicher Erzähler, sondern ein Fabulierer ist, bleibt offen, was ausgedacht oder tatsächlich passiert ist. Er ist eigentlich ein beißend satirischer Poet, der sich aber ganz bewusst seines wichtigsten Handwerks, nämlich der Sprache, beraubt hat.

Weil Joav Künstler ist, fällt es ihm schwer, eine reguläre Arbeit in Frankreich zu finden. Letztlich greifen seine alten Militärverbindungen. Er trifft israelische Sicherheitsbeamte, die bei der israelischen Botschaft in Paris und bei privaten Firmen arbeiten. Regisseur Lapid gibt hier einen selten gezeigten Einblick in die Befindlichkeiten dieser Menschen, der aber auch satirisch zugespitzt erscheint: Die Sicherheitsbeamten gehen sich zur Begrüßung erst einmal an die Gurgel. Es ist ein brutales, kindisches Kräftemessen, was im Ringkampf auf dem Schreibtisch endet. Einer von ihnen erzählt, dass sie sich demnächst mit französischen Neonazis irgendwo draußen zu einer Schlägerei nach striktem Regelwerk verabreden.

Antisemiten mit Hymne locken

Der muskelbepackte Sicherheitsbeamte, mit dem sich Joav anfreundet, hat auch ein besonderes Hobby: Er geht in die U-Bahn oder in Straßencafés, um Antisemiten ausfindig zu machen. Dafür setzt er seine Kippa auf und beginnt die israelische Nationalhymne zu singen – am Ende der Szene schreit er U-Bahn-Passagiere die Hymne regelrecht ins Gesicht. Sein großer Traum wäre es gewesen, wenn er bei der Geiselnahme im jüdischen Supermarkt zwei Tage nach dem Angriff auf die Redaktion von „Charlie Hebdo“ dabei gewesen wäre – oder bei dem Terroranschlag in Nizza. Die Islamisten hätte er mit seinem Körper zerschmettert, deutet er mit einer in die Luft gehauenen Kopfnuss an.

Lapid findet für Joavs Zerrissenheit immer wieder kreative Bilder. Eine Party filmt er etwa nur ab Hüfthöhe abwärts. Ein schnell an- und ausgeschalteter Lichtschalter sorgt für ein visuelles Gewitter. Wiederholt gibt es wilde Spaziergänge, die mit Handkamera aufgenommen wurden; die klassische Pariser Bildmotive werden dabei verweigert. Mit diesem Zugang ist „Synonyme“ ästhetisch betrachtet eine der spannendsten Produktionen des diesjährigen Berlinale-Wettbewerbs.

In dem israelischen Schauspieler Tom Mercier hat Lapid einen Hauptdarsteller gefunden, der sich als Joav seelisch wie körperlich aufopfert. Es ist tatsächlich Merciers erster Film. Angesichts seiner Leinwandpräsenz und Energie ist es unmöglich, bei ihm wegzuschauen – obwohl er sich in teils absurd abgründige Abenteuer begibt. Ein Silberner Bär als bester Darsteller wäre gerechtfertigt.

In der Verachtung die Heimat wiederfinden

„Synonyme“ ist eine zutiefst emotionale, harte und auch verstörende Auseinandersetzung mit der israelischen Psyche. Unfair ist Regisseur Lapid dabei nicht. Aber er will natürlich auch die hässliche Fratze und die Abgründe beschreiben. Der jahrzehntelange israelisch-palästinensische Konflikt habe tiefe und negative Spuren in den Köpfen seiner Landsleute hinterlassen, sagte er einmal im Interview. Die Geschichte von Joav ist seine Geschichte: Lapid, der den Film seiner kürzlich verstorbenen Mutter und Cutterin Era Lapid gewidmet hat, ging selbst nach seinem Militärdienst nach Paris.

Am stärksten fasziniert aber der Aspekt, dass der Film umso mehr Joavs Probleme mit der israelischen Heimat schildert, je stärker auch seine Verbundenheit durchscheint. In der französischen Fremde findet er kein neues Zuhause. Er findet eine Sprache, die nicht passen will. Er trifft auf eine Oberflächlichkeit, Luxusprobleme und eine politische Korrektheit in der Pariser Gesellschaft, die ihn nicht interessiert. In ihm reift die Erkenntnis, dass in seiner Heimat vieles falsch läuft, dass es aber seine Heimat ist und er nicht davor weglaufen kann.

Wenn am Samstag im Berlinale-Palast am Potsdamer Platz die Silbernen Bären und der Goldene Bär für den besten Film vergeben werden, ist „Synonyme“ nicht chancenlos. Die französische Jurypräsidentin Juliette Binoche ist eine echte Cineastin; das macht Hoffnung. Die bislang letzte große Auszeichnung für ein israelisches Werk auf der Berlinale war der Silberne Bär für die beste Regie an Joseph Cedar im Jahr 2007 für den Film „Beaufort“.

Von: Michael Müller

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Fri, 15 Feb 2019 12:42:00 +0100
<![CDATA[Protest gegen Friedenspreis für BDS-Unterstützer]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2019/02/15/protest-gegen-friedenspreis-fuer-bds-unterstuetzer/ Der Zentralrat der Juden in Deutschland protestiert gegen die geplante Verleihung des Göttinger Friedenspreises an den Verein „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost“, weil er Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen (BDS) gegen Israel unterstützt. „Die Stoßrichtung der BDS-Bewegung ist unzweifelhaft antisemitisch“, schrieb der Vorsitzende Josef Schuster an den Göttinger Bürgermeister Ralf-Georg Köhler (SPD). Letzterer empfahl daraufhin laut der Zeitung „Göttinger Tageblatt“, den Vorwurf auszuräumen oder die Verleihung auszusetzen. Der Preis wird jedes Jahr am 9. März vergeben und ist mit 3.000 Euro dotiert.

Von: tk

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Fri, 15 Feb 2019 11:48:00 +0100
<![CDATA[Palästinensische Fotojournalisten gewinnen Preis]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2019/02/15/palaestinensische-fotojournalisten-gewinnen-preis/ Beim Wettbewerb „Bilder des Jahres International“ der Journalismus-Schule in Columbia im US-Bundesstaat Missouri haben zwei palästinensische Fotojournalisten den sogenannten Preis für Exzellenz gewonnen. Das Foto von Mohammad Salem Dschadallah zeigt vier trauernde Palästinenser, deren Bruder bei einem Beschuss durch Soldaten an der Grenze zum Gazastreifen getötet wurde. Das Foto von Mohammad Assad zeigt unter dem Titel „Das Märtyrer-Kind“ einen durch israelische Schüsse verletzten palästinensischen Jungen. „Bilder des Jahres International“ gilt als einer der prestigeträchtigsten Wettbewerbe im Bereich des Fotojournalismus.

Von: djc

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Fri, 15 Feb 2019 11:34:00 +0100
<![CDATA[Opferfamilien fordern Plan für Terror-Abwehr]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2019/02/15/opferfamilien-fordern-plan-fuer-terror-abwehr/ Dutzende Familien von Terror-Opfern haben die Regierung am Donnerstag aufgefordert, stärker gegen Terrorismus vorzugehen. Sie trafen sich in Jerusalem zu einer Konferenz, die das Forum „Das Leben wählen“, ein Zusammenschluss von Opferfamilien, organisiert hat. Es war die erste Veranstaltung dieser Art; das Forum wurde vor drei Jahren gegründet. Bei der Konferenz sprachen auch mehrere Politiker, darunter Justizministerin Ajelet Schaked (Neue Rechte) und der Abgeordnete Moti Jogev (Jüdisches Haus). Knessetsprecher Juli Edelstein (Likud) sandte eine Videobotschaft.

Von: df

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Fri, 15 Feb 2019 10:44:00 +0100
<![CDATA[Weitere Annäherung zwischen arabischen Staaten und Israel]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/02/14/weitere-annaeherung-zwischen-arabischen-staaten-und-israel/ WARSCHAU (inn) – Es mag das ungewöhnliche Bild gewesen sein, das US-Chefunterhändler Jason Greenblatt am Donnerstagmittag einen Tweet wert war: Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu sitzt in der Nahost-Konferenz in Warschau neben dem jemenitischen Außenminister Chaled al-Jamani – und da sein Mikrofon nicht funktioniert, leiht der Jemenit ihm seines. Netanjahu habe daraufhin über die neue israelisch-jemenitische Zusammenarbeit gescherzt, die schrittweise vorankomme, schreibt Greenblatt. Der Jemen unterhält offiziell keine diplomatischen Beziehungen zu Israel.

Die Episode mag für Beobachter die geopolitische Entwicklung der vergangenen Jahre symbolisieren. Netanjahu bezeichnet die Konferenz auf Twitter als „historischen Wendepunkt“, da ein israelischer Premierminister und Außenminister führender arabischer Länder zusammen „mit ungewöhnlicher Härte, Klarheit und Einigkeit gegen die gemeinsame Bedrohung des iranischen Regimes“ eintreten würden.

Iran schäumt vor Wut

Der Iran bezeichnet den Gipfel als „Anti-Iran-Konferenz“, „Totgeburt“ und „Zirkus“. Tatsächlich war der Iran nicht eingeladen und beim Auftakt-Abendessen am Mittwoch drehte sich alles um ihn. Dennoch versuchten die USA und Gastgeberland Polen den Eindruck zu zerstreuen, es gehe nur um den Iran. Auch die Terrormiliz Islamischer Staat und der Krieg im Jemen seien zu besprechende Themen.

Russland blieb der Konferenz fern. Die Türkei schickte zumindest keinen Regierungsvertreter. Die Präsidenten dieser zwei Länder, Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan, treffen sich am Donnerstag mit ihrem iranischen Amtskollegen Hassan Rohani in Sotschi zu einer Art Gegengipfel. Sie wollen dort über die Zukunft Syriens beraten.

Im Vorfeld der Konferenz in Warschau hatte Netanjahu mit einem Video-Statement für Wirbel gesorgt: Er gehe „zu einem Treffen mit Vertretern führender arabischer Länder, die sich zusammen mit Israel hinsetzen, um unser gemeinsames Anliegen eines Krieges mit dem Iran voranzubringen“. So übersetzte es die israelische Regierungs-Pressestelle auf Englisch, indem sie „milchama“ mit „Krieg“ wiedergab. Nach heftigen medialen Reaktionen änderte die Pressestelle die Übersetzung in „combatting“, zu Deutsch „Bekämpfung“ – sprachlich gesehen ist auch das eine korrekte Übersetzung. Das Video löschte sie.

Europäer sind unentschlossen

Europäische Staaten scheinen durch das Treffen nicht zu deutlich Partei gegen den Iran ergreifen zu wollen. Die EU-Außenbeauftragte Mogherini blieb dem Treffen fern. Deutschland schickte statt Außenminister Heiko Maas Staatssekretär Niels Annen (beide SPD). Und das, obwohl auch in Europa die Skepsis gegenüber den Ajatollahs wächst, nicht zuletzt wegen einer Mordserie auf dem Kontinent, hinter der die Europäer den iranischen Geheimdienst vermuten.

Initiiert wurde die Konferenz von den USA, die mit Vizepräsident Mike Pence und Außenminister Michael Pompeo hochrangig vertreten sind. Sie werfen dem Iran Einmischung in regionale Konflikte und Unterstützung von Terrorismus vor. Sie sind aus dem Atom-Abkommen ausgestiegen, weil sie Druck auf Teheran über Sanktionen für zielführender halten. Bei einem Treffen mit Netanjahu sagte Pompeo am Donnerstag, es werde keine Sicherheit in der Region ohne eine „Konfrontation des Irans“ geben

Seltener Auftritt von Trumps Schwiegersohn Kushner

Die Beziehungen zwischen den arabischen Staaten und Israel scheinen gestärkt aus der Konferenz hervorzugehen, die am heutigen Donnerstag endet. Bahrain kündigte an, es werde allmählich diplomatische Beziehungen zu Israel aufnehmen. Im Rahmen des Gipfels traf sich Netanjahu mit dem omanischen Außenminister Jussuf Ben Alawi Ben Abdullah. Netanjahu bezog sich auf eine überraschende Einladung in den Oman vergangenes Jahr, als er sagte, die mutige Entscheidung des Sultans Kabus verändere die Welt. Gemeinsam werden die Länder „die Zukunft in die Hand nehmen“. Der Oman setzt sich in jüngster Zeit für eine Normalisierung der Beziehungen arabischer Staaten zu Israel ein.

Am Donnerstag stand noch ein seltener Rede-Auftritt von Donald Trumps Schwiegersohn und Berater Jared Kushner auf dem Programm. Kushner kündigte die Enthüllung des angekündigten Nahost-Friedensplans für nach den israelischen Wahlen am 9. April an, ohne Details zu nennen.

Vertreter der Palästinenser boykottierten das Treffen in Warschau hingegen wegen der Verlegung der amerikanischen Botschaft nach Jerusalem. An der Konferenz nehmen Vertreter aus rund 60 Staaten teil.

Von: tk

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Thu, 14 Feb 2019 15:45:00 +0100
<![CDATA[Hamdallah begrüßt Einführung des Elektroautos]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/wirtschaft/2019/02/14/hamdallah-begruesst-einfuehrung-des-elektroautos/ Der palästinensische Regierungschef Rami Hamdallah hat am Donnerstag den Verkaufsstart für Elektroautos in den palästinensisch verwalteten Gebieten begrüßt. Automodelle dieser Art seien gut für die Umwelt, betonte er. In seinem Büro in Ramallah empfing er den Vorsitzenden des Unternehmens „AutoZone“, Zaki Tarek. „AutoZone“ importiert und verkauft im Westjordanland Fahrzeuge des französischen Herstellers Peugeot.

Von: df

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Thu, 14 Feb 2019 14:17:00 +0100
<![CDATA[Israelfreundliche Gruppe kritisiert niederländische Schulbücher]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2019/02/14/israelfreundliche-gruppe-kritisiert-niederlaendische-schulbuecher/ Ein neues Schulbuch des niederländischen Nordhoff-Verlags erklärt Jerusalem zur heiligen Stadt für Christen und Mulime, nicht aber für Juden. Das berichtet die Zeitung „Jerusalem Post“. Die israelfreundliche Gruppe „Likoed Nederland“ sieht das Buch als „Geschichtsfälschung“, die sich „wie palästinensische Propaganda liest“. In den Niederlanden haben Schulen bei der Wahl der Lehrbücher relativ freie Hand. In der Vergangenheit hat der Verlag in seinen Büchern jüdischen Milizen vor der Staatsgründung ethnische Säuberungen vorgeworfen, ohne die historischen Gräueltaten gegen Juden zu erwähnen.

Von: djc

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Thu, 14 Feb 2019 13:57:00 +0100
<![CDATA[El-Al-Maschine landet in Entebbe]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/tourismus/2019/02/14/el-al-maschine-landet-in-entebbe/ Zum ersten Mal seit der „Operation Entebbe“ im Jahr 1976 ist am Mittwoch wieder eine El-Al-Maschine in der ehemaligen ugandischen Hauptstadt gelandet. An Bord waren 230 Touristen aus Israel. Sie besichtigten auch den alten Flughafen. Vor 43 Jahren hatten dort israelische Elitesoldaten die Entführung einer Air-France-Maschine durch palästinensische und deutsche Terroristen beendet. Uganda bemüht sich seit einiger Zeit um Touristen aus Israel. So war eine Delegation aus dem afrikanischen Land bei der zweitägigen Tourismusmesse in Tel Aviv, die am Mittwoch zu Ende gegangen ist.

Von: df

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Thu, 14 Feb 2019 13:37:00 +0100
<![CDATA[„In jeder palästinensischen Stadt ein Auschwitz“]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/02/14/in-jeder-palaestinensischen-stadt-ein-auschwitz/ Ein ranghoher Fatah-Vertreter hat die Lage der Palästinenser mit der Judenvernichtung während der Nazizeit verglichen. Der Präsident des Palästinensischen Olympischen Komitees, Dschibril Radschub, sagte am Mittwoch: „In jeder Stadt in Palästina, von Rafah bis Dschenin, gibt es ein israelisches Auschwitz, um Palästinenser zu massakrieren.“ Laut der Zeitung „Jerusalem Post“ reagierte er auf die Teilnahme von Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu an einer Nahostkonferenz in Polen. „Sie empfangen Netanjahu in Warschau, um uns an den Holocaust und Auschwitz zu erinnern“, ergänzte Radschub.

Von: eh

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Thu, 14 Feb 2019 12:03:00 +0100
<![CDATA[Nachrichten vom 14. Februar 2019]]> https://www.israelnetz.com/israelnetz-tv/nachrichten-vom-14-februar-2019/ Thu, 14 Feb 2019 11:47:00 +0100 <![CDATA[Neue App erobert Israel im Sturm]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2019/02/14/neue-app-erobert-israel-im-sturm/ JERUSALEM (inn) – Eine neue israelische Musik-App macht Spotify und Apple Music Konkurrenz – zumindest im Bereich jüdischer und israelischer Musik. Die App Schiri ist ein Projekt der israelischen Nationalbibliothek und gewährt kostenlosen digitalen Zugriff auf ihre Musik-Sammlung. Sie enthält rund 40.000 Songs von 1.500 Künstlern und ist werbefrei. Der hebräische Name bedeutet „Mein Lied“.

Anders als etwa das weit verbreitete Spotify ermöglicht Schiri auch unbegrenztes Überspringen von Liedern. Ähnlich ist, dass Schiri sich merkt, welche Songs der Nutzer mag und welche nicht. Anhand dessen schlägt es passende neue Musik vor. Anders als bei anderen Apps zielt der Algorithmus aber darauf ab, auch neue und noch wenig bekannte Künstler zum Zug kommen zu lassen.

Außerdem verdienen die Künstler pro gespieltem Song mehr Geld als bei anderen Apps, schreibt der Leiter der digitalen Entwicklung der Nationalbibliothek, Jaron Deutscher, in einem Blog-Beitrag. Das Kulturministerium will die israelische Musikbranche stärken, indem es jungen Künstlern eine Bühne bietet und alten ein würdevolles Einkommen ermöglicht. Mitentwickelt haben die App eine Reihe israelischer Musiker.

Ein entscheidender Vorteil gegenüber der Konkurrenz

Israel ist das erste Land, das ein derartiges Projekt ins Leben ruft. Obwohl die App nicht beworben wird, kam sie innerhalb kurzer Zeit auf 43.000 Downloads und schon am zweiten Tag belegte sie Platz zwei bei den kostenlosen Apps im Google Play Store, schreibt die Onlinezeitung „Times of Israel”.

Jaron Deutscher kommentiert den Erfolg gegenüber „Times of Israel” mit den Worten, die Reaktionen überträfen seine „kühnsten Träume“. Er erklärt sich den Anklang so: „Die App antwortet auf einen Bedarf nach an israelischer Musik. Spotify ist gut, aber es kostet Geld und die Auswahl an israelischer Musik ist klein. Und Apple Music spielt nicht annähernd in der gleichen Liga, wenn es um Musik aus Israel geht.“

Zurzeit gibt es von der App nur eine hebräische Version, die sich mit hebräischer Tastatur bedienen lässt. Sie kann im Google Play Store und bei Apple heruntergeladen werden. Wenn die Nachfrage weiter steigt, könnte bald eine englische Ausgabe folgen.

Von: tk

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Thu, 14 Feb 2019 11:43:00 +0100
<![CDATA[Beste Lebensqualität in Ramat Gan]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2019/02/14/beste-lebensqualitaet-in-ramat-gan/ JERUSALEM (inn) – Ramat Gan ist Israels Stadt mit der höchsten Lebensqualität. Das geht aus einem am Dienstag veröffentlichten Bericht des Zentralen Statistikbüros hervor. Schlusslicht der Liste ist Bat Jam.

Die Universitätsstadt Ramat Gan bei Tel Aviv ist Sitz der zweitgrößten Diamantenbörse der Welt. Hier befinden sich zudem das Fußball-Nationalstadion, ein wegen diverser Zuchterfolge weltweit angesehener Safari-Park sowie das höchste Gebäude Israels, das „City Gate“.

Auf Ramat Gan folgen die Städte Rehovot und Rischon LeZion. Beide befinden sich ebenfalls unweit von Tel Aviv in der Gusch-Dan-Region. Tel Aviv selbst rangiert auf dem vierten Platz. Die Mittelmeermetropole punktete vor allem mit der höchsten Beschäftigungsquote und der niedrigsten unfreiwilligen Teilzeitbeschäftigung.

Die Wüstenstadt Be'er Scheva landet auf Platz 8. Hier hatten die Bürger ein besonders hohes Maß an Vertrauen in die Regierung. Es ist die einzige Stadt, in der Frauen mehr Führungspositionen im öffentlichen Sektor innehatten als Männer. Von allen bewerteten Städten gab es in Be'er Scheva die höchste Kindersterblichkeitsrate.

Israels Hauptstadt Jerusalem kommt auf Platz 12. Hier gab es von allen Städten die höchste Armutsrate. Bedingt ist dies unter anderem durch die hohe Anzahl von ultra-orthodoxen Juden und Arabern in der Stadt. Auch die Arbeitslosenquote ist sehr hoch.

Den letzten Platz belegt Bat Jam. In der Stadt gab es eine unterdurchschnittliche Lebenserwartung, überdurchschnittlich viele übergewichtige Erstklässler und eine hohe wirtschaftliche Unzufriedenheit. Positiv fielen hier die niedrigste Kindersterblichkeitsrate und eine sehr niedrige Anzahl tödlicher Verkehrsunfälle auf.

Für die im Jahr 2017 durchgeführte Studie wurden Bewohner der 14 größten Städte Israels befragt. Themen waren unter anderem Gesundheit, Arbeitssituation, finanzielle Zufriedenheit, Bildung und Wohnraum.

Von: dn

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Thu, 14 Feb 2019 10:35:00 +0100
<![CDATA[Interimspräsident Guaidó will Beziehung zu Israel wiederherstellen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/02/13/interimspraesident-guaido-will-beziehung-zu-israel-wiederherstellen/ Laut dem selbsternannten Interimspräsidenten von Venezuela, Juan Guaidó, ist die „Stabilisierung der Beziehungen mit Israel in vollem Gang“. Wie er der Tageszeitung „Israel Hajom“ sagte, werde er irgendwann einen Botschafter für Israel benennen. Ob dieser dann in Jerusalem sitzen könnte, ließ Guaidó offen. Venezuela hatte vor rund zehn Jahren unter dem damaligen sozialistischen Präsidenten Hugo Chávez die Beziehungen zu Israel wegen dessen Vorgehen im Gazastreifen gekappt. Ende Januar erkannte der jüdische Staat Guaidó im Machtkampf mit Staatschef Nicolás Maduro als Präsidenten Venezuelas an.

Von: ser

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Wed, 13 Feb 2019 16:14:00 +0100
<![CDATA[Kobi Marimi vertritt Israel beim Eurovision Song Contest]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2019/02/13/kobi-marimi-vertritt-israel-beim-eurovision-song-contest/ Der 27-jährige Kobi Marimi aus Ramat Gan vertritt Israel beim diesjährigen Eurovision Song Contest. Das meldet die Zeitung „Times of Israel”. Zuvor hatte er im Finale der Reality-Show „Der nächste Star“ den ersten Platz erhalten. Marimi hofft, Israel nach dem Erfolg von Netta Barzilai zum zweiten Sieg in Folge zu verhelfen. Israels öffentlicher Fernsehsender „Kan“ wird das Lied für Marimi auswählen, das er beim ESC singen soll. Die Stadt Tel Aviv lobte seinen Sieg und beleuchtete das Rathaus mit seinem Namen.

Von: djc

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Wed, 13 Feb 2019 14:59:00 +0100
<![CDATA[Israelische Botschaft beschwert sich bei ZDF über „haltlose Behauptungen“]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/02/13/israelische-botschaft-beschwert-sich-bei-zdf-ueber-haltlose-behauptungen/ BERLIN (inn) – Die israelische Botschaft in Deutschland hat dem ZDF eine „irreführende“ Berichterstattung vorgeworfen. Der öffentlich-rechtliche Sender hatte am Dienstag anlässlich des internationalen „Red Hand Day“ ein Interview über den Einsatz von Kindersoldaten mit einem Vertreter der Organisation „Terre des Hommes“ veröffentlicht. Dabei zeigte die Redaktion auch eine Grafik, die unter anderem auch „Israel/Palästina“ als Einsatzort von Kindersoldaten angab. Mit Kindersoldaten war in dem Fall gemeint, dass Israel Kinder als Informanten und Spione nutze.

Via Twitter wandte sich die israelische Botschaft direkt an das ZDF und den Informationssender Phoenix. „Die Erwähnung Israels ist absurd und irreführend“, befand die diplomatische Vertretung des jüdischen Staates. In Israel gehe zur Armee, wer erwachsen ist. Allerding würden Kinder „zynisch von der Hamas als Schutzschilde missbraucht“. Einige Stunden später legte die Botschaft in einem weiteren Tweet nach: „Liebe Freunde von ZDFheute, guter Journalismus basiert auf seriöser Recherche und nicht der Verbreitung haltloser Behauptungen.“ Das ZDF-Publikum habe eine „sorgfältigere Berichterstattung“ verdient.

ZDF nimmt Grafik aus dem Beitrag

Noch am Abend überarbeitete das ZDF den Beitrag und nahm die betroffene Grafik aus dem Artikel, „weil diese so missverstanden werden konnte, dass Israel Kindersoldaten einsetzt“. Der Sender Phoenix entschuldigte sich für den Fehler. Wiederum reagierte die Botschaft: „Danke, dass Sie die Wirklichkeit anerkennen und die richtige Entscheidung getroffen haben.“

Kurz zuvor hatte es im Netz bereits Unmut über einen anderen Beitrag des ZDF gegeben. Darin heißt es: „Israel ist ein Feind des Iran.“ Mehrere Twitter-Nutzer hielten diese Formulierung für unglücklich. Vielmehr müsse es heißen: „Der Iran ist ein Feind Israels.“

Von: ser

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Wed, 13 Feb 2019 13:57:00 +0100
<![CDATA[Iranischer Kronprinz hofft auf gute Beziehungen mit Israel]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/02/13/iranischer-kronprinz-hofft-auf-gute-beziehungen-mit-israel/ Der iranische Kronprinz Reza Pahlavi sieht für die Zukunft Chancen auf bessere Beziehungen mit dem jüdischen Staat. „Im zukünftigen demokratischen Iran erwarten wir, dass die Beziehungen mit Israel wieder freundlich sein werden“, sagte er in einem Interview der israelischen Zeitung „Yediot Aharonot“. Sein Vater Schah Mohammed Reza Pahlavi war vor 40 Jahren während der islamischen Revolution gestürzt worden. Seitdem beherrschen die Ajatollahs das Leben im Iran. Der Kronprinz lebt in den USA und widmet sein Leben dem Widerstand gegen das Regime in der Islamischen Republik.

Von: eh

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Wed, 13 Feb 2019 12:29:00 +0100
<![CDATA[Rivlin würdigt illegale Einwanderer als Helden]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/02/13/rivlin-wuerdigt-illegale-einwanderer-als-helden/ NIKOSIA (inn) – An einer besonderen Gedenkveranstaltung hat der israelische Staatspräsident Reuven Rivlin am Dienstag teilgenommen: Auf Zypern erinnerten Politiker an die Lager, in denen Briten einst Juden internierten, die illegal ins damalige Mandatsgebiet Palästina einwandern wollten. Sie wurden vor 70 Jahren geschlossen.

Rivlin war Ehrengast der Zeremonie, wie das israelische Präsidialamt mitteilte. Er bezeichnete die Geschichte der Einwanderer als „eine Geschichte des Heldentums“ und „eine Geschichte der Hoffnung“. „Es war Hoffnung, die ihnen dabei half, trotz der Stacheldrahtzäune zu erschaffen, zu träumen und zu lieben.“ Die Hoffnung, ins Land Israel zu gelangen, um einen Staat, eine Familie, ein Heim zu gründen, habe die Immigranten am Leben erhalten.

Die Zeremonie wurde im Britischen Militärkrankenhaus in Nikosia abgehalten. Dort gibt es ein Monument für jüdische Einwanderer. Unter anderen war der zyprische Parlamentspräsident Demetris Syllouris zugegen.

Zwei ehemalige Lagerhäftlinge bei Zeremonie

Die Internierungslager wurden während der Mandatszeit eingerichtet, die am 14. Mai 1948 endete. Dort wurden mehr als 53.000 Juden festgehalten. Die meisten von ihnen hatten den Holocaust überlebt und wollten nach Palästina einwandern. 2.200 Babys wurden in den Lagern geboren, ein Drittel kam in dem Krankenhaus zur Welt.

Eines dieser Kinder war der Oberst Amnon Scharon. Nach der Staatsgründung kam er mit seinen Eltern nach Israel. Im Jom-Kippur-Krieg 1973 wurde er acht Monate als Kriegsgefangener in Syrien festgehalten. Er begleitete Rivlin ebenso zu der Zeremonie wie Miriam Milo, die als Dreijährige mit ihren Eltern ins Lager gekommen war. Der Staatspräsident sagte: „Meine Freunde, heute – mit dem Staat Israel – schließen Sie einen Kreis nach 70 Jahren. Die Hoffnung ist Wirklichkeit geworden. Das Volk Israel lebt! Wir werden nie die 163 Menschen vergessen, die in den Lagern starben, unter ihnen 113 Babys. Möge ihr Gedenken zum Segen sein.“

Rivlin enthüllte im Krankenhaus eine Plakette, die an den 70. Jahrestag erinnert. Sie betont die Freundschaft zwischen dem israelischen und dem zyprischen Volk.

Weltweit bekannt wurden die Internierungslager durch den Roman „Exodus“ des amerikanischen Schriftstellers Leon Uris, der auch verfilmt wurde. Er handelt von jüdischen Flüchtlingen, die versuchen, auf dem Schiff „Exodus“ illegal von Zypern nach Palästina zu gelangen.

Von: eh

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Wed, 13 Feb 2019 12:24:00 +0100
<![CDATA[Palästinenser besuchen Familie von Terror-Opfer]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2019/02/13/palaestinenser-besuchen-familie-von-terror-opfer/ JERUSALEM / TEKOA (inn) – Eine jüdisch-palästinensische Gruppe aus etwa 30 Menschen hat am Montag die Familie der ermordeten Ori Ansbacher in Tekoa besucht. Die 19-Jährige war am vergangenen Donnerstag von dem palästinensischen Terroristen Arafat Irfaji vergewaltigt und erstochen worden.

Die Besucher gehören der israelischen Nichtregierungsorganisation „Tag Meir“ an, die als Reaktion auf Terrorattacken radikaler jüdischer Siedler gegründet wurde und sich gegen Rassismus und Terror richtet. Eines der Mitglieder, Ragi Sabitin, sagte laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“: „Ich wollte die Familie unterstützen und sie wissen lassen, dass Mord an Juden nicht weniger schrecklich ist als Mord an Palästinensern.“ Seine Botschaft an Israelis wie Palästinenser laute, dass es bereits genug Krieg gegeben habe. Sabitin lebt in der palästinensischen Ortschaft Hussan, die zwölf Kilometer von der Siedlung Tekoa entfernt ist. Er sagte, die jüdische Familie habe die palästinensischen Gäste freundlich empfangen.

Begleitet wurde die Gruppe vom Knesset-Abgeordneten Mossi Ratz von der linksgerichteten Partei Meretz. Er sagte: „Mir fehlen die Worte, um den Schmerz zu beschreiben. Ich werde alles dafür tun, damit sie das letzte Opfer ist.“

Lautes Schweigen von offizieller palästinensischer Seite

Unterdessen behauptete die arabische Knesset-Abgeordnete Aida Tuma-Sliman vom arabischen Parteienbündnis „Vereinigte Liste“, der Mord habe nichts mit der Palästinenserfrage zu tun und die israelische Regierung missbrauche den Fall, um den Freiheitskampf der Palästinenser zu delegitimieren.

Ori Ansbacher leistete im Je'elim-Jugendzentrum im Jerusalemer Emek-Rafaim-Wald Zivildienst. Selbsterklärtes Ziel ihres Mörders war es, „Märtyrer“ zu werden. Er habe einen Juden umbringen wollen. Arafat Irfaji bezeichnet sich als Anhänger der Hamas. Der israelische Inslandsgeheimdienst Schabak stufte die Tat deswegen als Terrorakt ein. Vertreter von EU und UN haben die Tat verurteilt. Palästinensische Organisationen äußerten sich nicht.

Die Gruppe „Tag Meir“ protestiert gegen sogenannte „Preisschild“-Angriffe, bei denen jüdische Extremisten arabisches Eigentum beschädigen. „Preisschild“ heißt auf Hebräisch „Tag Mechir“.

Von: tk

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Wed, 13 Feb 2019 11:51:00 +0100
<![CDATA[Netanjahu bestätigt Militäraktion in Syrien]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2019/02/13/netanjahu-bestaetigt-militaeraktion-in-syrien/ Israels Armee hat zwischen Sonntag und Montag offenbar Ziele in der syrisch-israelischen Grenzregion um Quneitra attackiert. Israels Premierminister Benjamin Netanjahu erklärte am Dienstag, dass „wir jeden Tag, einschließlich gestern, gegen die Bemühungen des Iran arbeiten, sich in der Region festzusetzen“. Die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA hatte zuvor berichtet, dass es bei einem verlassenen Krankenhaus und einem Beobachtungsposten bei den Golanhöhen israelischen Beschuss gegeben habe. Der Angriff könnte sich gegen schiitische Milizen gerichtet haben, schreiben israelische Zeitungen.

Von: ser

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Wed, 13 Feb 2019 11:34:00 +0100
<![CDATA[Abbas trifft saudischen König Salman]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/02/13/abbas-trifft-saudischen-koenig-salman/ Der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Mahmud Abbas, hat einen zweitägigen Staatsbesuch in Saudi-Arabien beendet. Am Dienstag kam er in Riad mit König Salman Bin Abdul Asis zusammen. Dieser bekräftigte seine positive Haltung gegenüber der Gründung eines palästinensischen Staates mit Ostjerusalem als Hauptstadt. Abbas war am Montag direkt von Äthiopien nach Riad geflogen. In der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba hatte er zuvor am Gipfeltreffen der Afrikanischen Union teilgenommen, berichtet die palästinensische Nachrichtenagentur WAFA.

Von: eh

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Wed, 13 Feb 2019 11:02:00 +0100
<![CDATA[Erdnussbutter-Snack aus Israel]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/wirtschaft/2019/02/13/erdnussbutter-snack-aus-israel/ Der US-amerikanische Lebensmittelkonzern „Osem“ will im kommenden Jahr Erdnussflips des gleichnamigen Herstellers in Israel einführen. Dieses Produkt hat bislang in den USA vor allem orthodoxe Lebensmittelketten als Abnehmer. Die Zeitung „Jerusalem Post“ berichtet, dass neue Gesundheitsstandards in den USA Eltern raten, ihre Kinder frühzeitig mit erdnusshaltigen Produkten zu füttern, da sie lebensbedrohliche Erdnussallergien vermeiden würden. Diese Empfehlungen könnten vorteilhaft sein für einen Verkaufserfolg von „Bamba“.

Von: djc

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Wed, 13 Feb 2019 10:41:00 +0100
<![CDATA[Arabisch-israelischer Stadtrat: „Israel ist ein Staatsfeind“]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/02/12/arabisch-israelischer-stadtrat-israel-ist-ein-staatsfeind/ HAIFA (inn) – Ein arabischer Kommunalpolitiker in Haifa hat Israel als „Staatsfeind“ bezeichnet. Radscha Saatara leitet im Stadtrat der israelischen Küstenstadt die kommunistische Hadasch-Fraktion, die zum arabischen Bündnis „Vereinigte Liste“ gehört. Die Äußerung machte er in einem Fernsehinterview des libanesischen Senders „Majadin“, welcher der radikal-islamischen Hisbollah („Partei Allahs“) nahesteht.

„Israel und die imperialistischen Mächte, die zionistische Bewegung eingeschlossen, sind Staatsfeinde. Israel ist ein aggressiver Staat und unterdrückt das palästinensische Volk“, sagte Saatara laut der israelischen Tageszeitung „Ma'ariv“ in dem Interview. Hinter ihm war ein Bild des kommunistischen Revolutionsführers Che Guevara zu sehen.

Saatara: Aussage wurde falsch übersetzt

Später relativierte er in einem Gespräch mit dem nordisraelischen Sender „Radio Zafon“ seine Aussagen: Er habe die Regierungspolitik gemeint, nicht Israel selbst. „Die Worte wurden in einem Kontext geäußert, der erklären sollte, warum Israel plötzlich so sehr für den Standpunkt der Vereinigten Staaten ist und irgendeine Opposition in Venezuela anerkennt. Ich habe gesagt, dass es kein Wunder ist, dass die Lage so ist, und dass Israels Standpunkt so ist, weil sich Israel in einem Bündnis mit imperialistischen Mächten befindet.“

Auf die Frage „Aber Israel und der Zionismus sind Staatsfeinde?“ entgegnete er: „Ich habe nicht gesagt, dass Israel der Staatsfeind ist.“ Der Sender hakte nach: „Das ist die genaue Übersetzung.“ Saatara erwiderte: „Das ist nicht die genaue Übersetzung. Ich bin bereit, damit vor Gericht zu gehen. Aber es ist keine Frage der Übersetzung, es ist eine Frage des Standpunktes, und das ist ein Standpunkt, auf dem ich beharre: Die imperialistischen Kräfte in der US-Führung, mit den reaktionären Kräften in der Region, einschließlich der israelischen Regierung und der Regierungen der arabischen Staaten am Golf.“

Weiter sagte der Kommunalpolitiker: „Ich hetze nicht gegen den Staat Israel. Ich habe mich gegen die Regierungspolitik ausgesprochen, und ich stehe dazu – warum muss sich Israel in die Revolution in Venezuela einmischen? Was hat es davon?“

Israelischer Minister: Saatara gehört ins Gefängnis

In der Sendung kam auch Wirtschaftsminister Eli Cohen (Kulanu) zu Wort. Er sagte: „Der Sender, dem Radscha Saatara ein Interview gegeben hat, gehört der Hisbollah. Das Gesetz zum Kampf gegen Terror von 2016 legt fest, dass jede Identifizierung mit einer Terror-Organisation oder deren Unterstützung drei Jahre Haftstrafe nach sich zieht. Deshalb, vor dem Hintergrund der Dinge, die er dort gesagt hat, auch ohne Bezug dazu, dass er Mitglied des Stadtrates ist, möchte ich mich an den Rechtsberater der Regierung wenden, damit dieser Ermittlungen einleitet.“

Der Minister ergänzte: „Ich denke, dass dieser junge Mann durcheinander gekommen ist, er lebt im Staat Israel und ist ein israelischer Bürger, und wenn er es so sehr will, dann kann er in den Libanon ziehen. Keiner hindert ihn daran.“

Nach Protest: Saatara wird nicht stellvertretender Bürgermeister

Radschar war bereits in der Vergangenheit durch anti-israelische Äußerungen aufgefallen. So bestritt er, dass es sich bei Hamas und Hisbollah um Terrorgruppen handele. Zudem gründete er 2012 eine Organisation mit dem Ziel, die israelfeindliche Boykottbewegung BDS (Boykott, Desinvestition, Sanktionen) zu unterstützen. Auch deshalb gab es im Dezember Proteste gegen das Vorhaben, ihn zum stellvertretenden Bürgermeister von Haifa zu ernennen.

Die neue Bürgermeisterin Einat Kalisch-Rotem gehört der Arbeitspartei (Avoda) an. Laut der Koalitionsvereinbarung mit der Vereinigten Liste sollte Saatara in der zweiten Hälfte ihrer fünfjährigen Amtszeit den Posten des Stellvertreters erhalten. Innenminister Arieh Deri (Schass) erwog daraufhin, sich einzumischen und die Ernennung zu verhindern. Auch der Koalitionsvorsitzende David Amsalem (Likud) kritisierte die Pläne. Der Stadtrat reagierte mit der Aussage: „Der IS hat eine ethnische Säuberung gemacht, und auch die zionistische Bewegung hat im Jahr '48 eine ethnische Säuberung gemacht.“

Kritik kam auch von Premierminister Benjamin Netanjahu (Likud). Trotzdem beharrte die Bürgermeisterin auf ihrer Entscheidung. Saatara wiederum trat vor die Presse und teilte mit, er habe Parteigenossin Schahira Schalabi an seiner Stelle für den Posten nominiert. Die Bürgermeisterin lobte er gemäß der Onlinezeitung „Times of Israel“ mit den Worten: „Einat Kalisch-Rotem steht mutig gegen die Drohungen der Mafia auf. Drohungen, Regierungsbudgets von Haifa zurückzuhalten, sind die Taten einer Mafia.“

Auch widersprach er dem Vorwurf der Terrorunterstützung: „Ich unterstütze nicht Terror. Ich bin gegen Terror. Wir sind nicht durch einen Hisbollah-Tunnel oder eine Hamas-Rakete in den Stadtrat von Haifa gelangt. Wir sind hier dank 6.715 Stimmen“, sagte er mit Bezug auf die Kommunalwahlen Ende Oktober.

Von: eh

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Tue, 12 Feb 2019 15:28:00 +0100
<![CDATA[Iran droht mit Angriff auf Israel]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2019/02/12/iran-droht-mit-angriff-auf-israel/ Ein General der iranischen Revolutionsgarde droht laut der Zeitung „Jerusalem Post“ damit, im Falle eines militärischen Angriffs der USA die israelischen Städte Tel Aviv und Haifa zu zerstören. Israels Premierminister Benjamin Netanjahu weist diese Drohung zurück; der Iran werde damit keinen Erfolg haben. Anlässlich des 40. Jahrestages der islamischen Revolution sagte Präsident Hassan Rohani, der Iran werde seine militärische Stärke weiter ausbauen.

Von: djc

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Tue, 12 Feb 2019 15:08:00 +0100