Eine Teva-Fabrik in Kfar Saba: Auch hier könnten Mitarbeiter von den Sparmaßnahmen betroffen sein

Eine Teva-Fabrik in Kfar Saba: Auch hier könnten Mitarbeiter von den Sparmaßnahmen betroffen sein

Größtes israelisches Unternehmen streicht 14.000 Stellen

Der Pharmakonzern Teva will weltweit 14.000 Stellen streichen. Zu Teva gehört auch ein bekannter deutscher Arzneimittelhersteller. Israel droht nun ein Generalstreik.

PETACH TIKVA (inn) – Der israelische Konzern Teva beschäftigt weltweit rund 53.000 Mitarbeiter – nun sollen 14.000 davon, etwa jede vierte Stelle, entfallen. Das berichtet unter anderem die israelische Zeitung „Yediot Aharonot“. Demnach seien in Israel rund 3.300 Stellen betroffen. Teva ist Weltmarktführer unter den Generika-Herstellern und Mutter des deutschen Unternehmens Ratiopharm.

Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, steht Teva schon länger unter Druck: Demnach machen dem Konzern der zunehmende Preisverfall sowie anhaltende Absatzeinbußen in den USA zu schaffen. In Israel regt sich bereits Widerstand gegen die Entscheidung des Unternehmens. So rief der israelische Gewerkschafts-Dachverband Histadrut zu einem Generalstreik für Sonntagvormittag auf.

Von einem Generalstreik wären auch Zugverbindungen, Krankenhäuser und der Ben-Gurion-Flughafen betroffen, berichtet „Yediot Aharonot“. Das Blatt zitiert den Gewerkschaftsvorsitzenden Avi Nissenkorn. Er hatte auf einer Pressekonferenz gesagt, Teva sei das „Flaggschiff der israelischen Industrie“, verwandle sich nun aber in ein „Symbol für die Zerstörung von Israels Industrie, und das vor unseren Augen“. Tausende von Familien seien von Teva abhängig, die Unternehmensgründer drehten sich im Grabe um, sagte Nissenkorn.

Teva wurde 1901 gegründet und gehört zu den 500 größten börsennotierten Unternehmen der Welt. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete der Konzern global knapp 22 Milliarden US-Dollar Umsatz.

Von: mb

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