Die Zukunft ist digital: Palästinenser denken über ein elektronisches „Palästinensisches Pfund“ nach (Symbolbild)

Die Zukunft ist digital: Palästinenser denken über ein elektronisches „Palästinensisches Pfund“ nach (Symbolbild)

Palästinenser planen digitale Währung

Um israelischen Hürden aus dem Weg zu gehen, denken palästinensische Finanzbeamte über die Einführung einer digitalen Währung nach. Dies sei Teil eines umfassenden Wirtschaftsplans.

NIKOSIA (inn) – Die palästinensische Finanzbehörde strebt die Einführung einer digitalen Währung an. Dies soll innerhalb der nächsten fünf Jahre geschehen. Damit wollen die Palästinser etwaige Einmischungen von israelischer Seite vermeiden. Die neue Währung soll „Palästinensisches Pfund“ heißen.

Der Leiter der Finanzbehörde Assam Schawwa führte seine Pläne am Rande des Jahresgipfels der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) in der zyprischen Hauptstadt Nikosia aus. „Wenn wir eine Währung drucken, bräuchten wir eine israelische Genehmigung, um sie ins Land zu bringen“, erklärte er laut der Nachrichtenagentur „Reuters“. „Das könnte ein Hindernis sein.“

Derzeit ist unklar, wie realistisch das Vorhaben ist. Die Finanzbehörde darf laut dem 1994 abgeschlossenen Pariser Protokoll keine eigene Währung einführen. Das Protokoll, das die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Israel und der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) regelt, empfiehlt die Nutzung israelischer Schekel. Palästinenser benutzen derzeit neben dem Schekel den US-amerikanischen Dollar, den Jordanischen Dinar und gelegentlich den Euro als Zahlungsmittel.

Wirtschaftsentwicklung vor Augen

Die Einführung der digitalen Währung sei Teil eines umfassenden Wirtschaftsplans, der noch vorgestellt werden solle, erklärte Schawwa weiter. „Wir brauchen auch den Rückhalt für eine Währung: Reserven, Gold, Öl – das ist alles Teil eines Wirtschaftsplans.“ Dazu gehöre auch der Umzug in ein Gebäude in Ramallah, das zukünftig als Sitz der Zentralbank fungieren soll.

Neben der Einführung der Währung lägen auch andere Optionen auf dem Tisch, fuhr Schawwa fort: Die Beibehaltung des Status quo, oder die formale Annahme einer der derzeit benutzten Währungen. Doch die digitale Währung sei der Favorit.

Derzeit sind „Bitcoins“ als digitales und verschlüsseltes Währungssytem bekannt. Dieses wird dezentral verwaltet. Auch Länder wie Schweden denken angesichts sinkender Nutzung von Bargeld über die Einführung einer digitalen Währung nach.

Von: df

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