Diese Munition hat die Armee bei der Aktion zurückerhalten

Diese Munition hat die Armee bei der Aktion zurückerhalten

Eine Million Stück Munition

Zum 70-jährigen Bestehen des Staates Israel bittet die Armee um Rückgabe von militärischer Ausrüstung. Diesmal sind auch historische Gegenstände gefragt.

JERUSALEM (inn) – Mehr als eine Million unrechtmäßig gehortete Gegenstände haben israelische Bürger binnen vier Wochen an die Verteidigungsstreitkräfte zurückgegeben. Dazu gehören sowohl militärische Ausrüstung als auch Dokumente. Anlass war die Aktion „Schiv'im uMeschivim“ (70 und zurückgeben), die der Zweig für Technologie und Logistik zu Ehren des Staatsjubiläums organisierte. Deshalb fragte die Armee diesmal auch nach historischen Artefakten, wie die Tageszeitung „Ma'ariv" berichtet.

Die Bürger waren aufgerufen, vom 17. Juni bis 13. Juli die Gegenstände abzugeben – wer sich beteiligte, bleibt strafrechtlich unbehelligt. Dafür hatte das Militär 100 Stützpunkte eingerichtet. Hinzu kamen mobile Einheiten, die bei Bedarf die Artefakte bei den Israelis abholten. Insgesamt zählte die Armee 4.019 Anfragen.

Während der Aktion brachten Israelis etwa 400 Waffen zur Armee. Darunter waren Gewehre, Maschinengewehre, Maschinenpistolen und Sturmwaffen. Hinzu kommen 1.050.957 Stück Munition. Optische Geräte und Nachtsichtgeräte erhielt das Militär ebenfalls zurück. Ferner gaben die Bürger 21.368 Ausrüstungsgegenstände wie Zelte, kugelsichere Westen, Tarnkleidung, Stahlhelme oder Fallschirme ab.

Die Gegenstände sollen je nach Zustand entweder dem Gebrauch zugeführt oder kontrolliert vernichtet werden. Die historischen Gegenstände bringt die Armee in der entsprechenden Abteilung unter. Der Leiter der Logistikabteilung, Nissan Davidi, sagte: „Ich beglückwünsche die israelischen Bürger zu der Zusammenarbeit und dem Verständnis für die operative und sicherheitstechnische Bedeutung der Aktion.“

Dokumente von Panzerübungen aus den 50er Jahren

Dem Aufruf gefolgt ist auch die Witwe des 2009 verstorbenen Generalmajors Uri Ben-Ari, Milka Ben-Ari. Sie brachte alte Dokumente und Kassetten, die jahrelang in ihrem Haus aufbewahrt worden waren. Uri Ben-Ari war Kommandeur der Panzerbrigaden, Diplomat und Schriftsteller. Zwölf Arbeitsordner enthalten unter anderem Transkriptionen und Aufnahmen von Kongressen nach dem Sechs-Tage-Krieg. Hinzu kommen Anweisungen und Zusammenfassungen für große Panzerübungen in den 50er Jahren, die den Aufbau der Armee beeinflusst haben. Auch Dokumente von Vorträgen für Kommandeure im Januar 1974 nach dem Jom-Kippur-Krieg finden sich unter dem Material.

Von: eh

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