Dieser Unterstand schützt Bürger in der israelischen Ortschaft Kfar Asa vor Raketen aus dem Gazastreifen

Dieser Unterstand schützt Bürger in der israelischen Ortschaft Kfar Asa vor Raketen aus dem Gazastreifen

Zu wenige Schutzbunker im Land

Jeder vierte Israeli ist bei einem Luftangriff nicht ausreichend geschützt. Betroffen sind vor allem Beduinen und andere Araber.

JERUSALEM (inn) – Etwa zwei Millionen Israelis haben keinen Zugang zu ausreichend sicheren Luftschutzbunkern. Das geht aus einem am Montag veröffentlichten Bericht des Staatlichen Rechnungsprüfers hervor, wie die Tageszeitung „Yediot Aharonot“ meldet.

Demnach ist die Situation im nichtjüdischen Sektor besonders schwierig: Dort stehe etwa 550.000 Menschen (46 Prozent) kein ausreichender Schutz bei Angriffen zur Verfügung. Betroffen seien vor allem Beduinen, die in nicht anerkannten Ortschaften leben. Auch in den Golanhöhen mangele es an Bunkern. Entweder gebe es zu wenige oder die vorhandenen seien nicht ausreichend gesichert, so fehlten zum Beispiel Einrichtungen für die Sauerstoffversorgung.

Nur in 11 von 71 untersuchten nichtjüdischen Ortschaften gab es öffentliche Bunker. Rund 127.000 Schüler, 38 Prozent aller Schüler in nichtjüdischen Wohngegenden, haben in ihren Schulen keine ausreichenden Schutzräume. In jüdischen Wohngegenden seien 257.000 Schüler (11 Prozent) betroffen. Das Bildungsministerium habe es versäumt, regelmäßige Inspektionen der Schutzmaßnahmen vor Ort durchzuführen, heißt es in dem Bericht.

Ein altbekanntes Problem

Rechnungsprüfer Josef Schapira forderte daher eine dringende Behandlung des Problems auf nationaler Ebene. Die Infrastrukturlücken müssten geschlossen und vorhandene Schutzräume regelkonform instand gesetzt werden. Bereits vor etwa zehn Jahren sei in einem Bericht des Rechnungsprüfers auf das Problem hingewiesen worden. Allerdings habe sich an der Lage kaum etwas verbessert.

Die israelische Armee begrüßte den Bericht. In einer Stellungnahme heißt es: „Das Heimatschutzkommando und das Verteidigungsministerium sind mit den Statistiken im Bericht vertraut und begrüßen die Ergebnisse des Reports. Das Heimatschutzkommando erachtet es als sehr bedeutsam, Bunker für Bewohner aller Gegenden, jüdisch und nichtjüdisch, zugängig zu machen. Es befasst sich intensiv mit dieser Angelegenheit.“

Von: dn

Sie können sich über Disqus, facebook, Twitter oder Google+ anmelden um zu kommentieren. Bitte geben Sie einen Namen, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine E-Mail-Adresse ein. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Um Missbrauch zu vermeiden, werden wir Ihren Kommentar erst nach Prüfung auf unserer Seite freischalten. Wir behalten uns vor, nur sachliche und argumentativ wertvolle Kommentare online zu stellen. Bitte achten Sie auch darauf, dass wir Beiträge mit mehr als 1600 Zeichen nicht veröffentlichen. Mit Abgabe des Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.

Datenschutz
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Moderation
Die Moderation der Kommentare liegt allein beim Christlichen Medienverbund KEP e.V. Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in den Nutzungsbedingungen.

comments powered by Disqus