Der Anschlag ereignete sich vor über 18 Jahren in der Ben-Jehuda-Fußgängerzone
Der Anschlag ereignete sich vor über 18 Jahren in der Ben-Jehuda-Fußgängerzone

Nach Hamas-Anschlag: US-Gericht verurteilt Iran

SAN DIEGO (inn) – Der Iran muss Opfer eines Terroranschlages entschädigen, den die Hamas 1997 in Jerusalem verübte. Das hat ein Gericht in den USA am Freitag nach 15 Jahren Rechtsstreit entschieden.

Am 4. September 1997 starben in der Jerusalemer Ben-Jehuda-Straße fünf Israelis bei einem dreifachen Selbstmordanschlag der Hamas. Unter ihnen waren drei 14-jährige Mädchen. Weitere Opfer erlitten Verletzungen. Am Freitag hat ein Bezirksgericht in San Diego im US-Bundesstaat Kalifornien verfügt, dass der Iran die Terrorgruppe dabei materiell und finanziell unterstützt habe. Es verurteilte die Islamische Republik zu Entschädigungszahlungen in Höhe von 9,4 Millionen Dollar. Diese sollen Familien von Verwundeten zugute kommen, die neben der israelischen auch eine US-amerikanische Staatsbürgerschaft besitzen.

Bei dem Urteil handelt es sich um einen Präzedenzfall, schreibt das israelische Nachrichtenportal „Arutz Scheva“. Die Angehörigen sollen durch iranisches Geld entschädigt werden, das die Vereinigten Staaten beschlagnahmt haben. Wie der Richter betonte, werde er den Transfer der Gelder selbst dann nicht aufschieben, wenn der Iran Widerspruch einlegen sollte.

Anwältin: „Historisches Urteil“

Das israelische Rechtszentrum „Schurat HaDin“ hatte im Namen der Opferfamilien 2001 Klage gegen die iranische Regierung und das Verteidigungsministerium erhoben. Direktorin Nitsana Darschan-Leitner reagierte erfreut auf das „historische Urteil gegen den Iran“. „Während viele Regierungen in aller Welt, einschließlich der Obama-Administration, miteinander konkurrieren, wer dem verbrecherischen Regime in Teheran mehr Geld gibt, kämpfen die Angehörigen der Opfer noch, um den Terrorstaat zum Bankrott zu bringen“, zitiert sie die Tageszeitung „Ma‘ariv“.

Einer der Kläger, Stuart Hersh, war bei dem Attentat in der Fußgängerzone sehr schwer verwundet worden. Er sagte nach dem Urteil: „Es ist ein sehr großer Sieg der Gerechtigkeit für die Familien. Ich werde nicht dieselbe Person sein, die ich vor dem Anschlag war. Aber das Geld, das wir erhalten, wird es mir ermöglichen, meine Lebensqualität zu erhöhen und alle medizinische Behandlungen zu erhalten, die ich bis zu diesem Tag benötige.“ (eh)

Von: eh

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