Der israelische Oberrabbiner im Gespräch mit Vertretern der emiratischen Königsfamilie

Der israelische Oberrabbiner im Gespräch mit Vertretern der emiratischen Königsfamilie

Sephardischer Oberrabbiner Josef zu Besuch in den Emiraten

Die neuen Beziehungen zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten trägt weitere Früchte. Der sephardische israelische Oberrabbiner stattet dem Golfstaat einen Besuch ab – und trifft dort sowohl Politiker als auch jüdische Vertreter.

ABU DHABI (inn) – Der sephardische israelische Oberrabbiner Jitzchak Josef hat die Vereinigten Arabischen Emirate besucht. Er traf jüdische Vertreter, aber auch Mitglieder der Königsfamilie und Minister.

Der Kurator der Beit-Tefillah-Synagoge in Dubai, Daniel Seal, sagte laut der Zeitung „Israel Hajom“: „Dieser historische Besuch drückt die historischen Errungenschaften der letzten Monate aus. Dank des Kronprinzen, Seiner Ehren Mohammed Bin Sajed, können wir eine neue Ära der Zusammenarbeit in der Region feiern. Wir versprechen, dass Juden, die Dubai, Abu Dhabi und ander Orte in den Emiraten besuchen oder dort arbeiten, Zugang zu jüdischen Einrichtungen und Diensten haben werden.“

Bei seinem Besuch traf Rabbi Josef auch Mitglieder der jüdischen Gemeinschaft in dem Golfstaat

Bei seinem Besuch traf Rabbi Josef auch Mitglieder der jüdischen Gemeinschaft in dem Golfstaat

Oberrabbiner Josef traf am Donnerstag in den Emiraten ein. Er weihte eine neue jüdische Schule in Dubai und andere Einrichtungen ein. Rabbi Levi Duchman vom Chabad-Zentrum in Dubai merkte an, in muslimischen Ländern sei eine freie Religionsausübung nicht selbstverständlich. „Hier in den Vereinigten Emiraten ermöglicht man uns das.“ Der Besuch des Oberrabbiners habe die Grundlagen für zig Jahre gelegt, in denen die jüdische Gemeinschaft im Land aufblühen werde.

Toleranzminister: „Wir sind eine Familie“

Zudem traf Rabbi Josef den Religionsminister Ahmad al-Dahari, den Minister für interreligiöse Toleranz, Scheich Nahjan Bin Mubarak al-Nahjan, den Minister für wirtschaftliche Entwicklung, Muhammad al-Schurfa, sowie Kulturministerin Vanura al-Khabi. Den Regierungsvertretern erzählte er, dass sein Vater, der mittlerweile verstorbene frühere Oberrabbiner Ovadia Josef, im Irak geboren wurde. Später sei er Rabbi in Ägypten gewesen. Es habe in arabischen Ländern gute Beziehungen zwischen Muslimen und Juden gegeben. Der Friede zwischen den Völkern sei eine „Rückgabe von altem Glanz“.

Der Oberrabbiner bat die Minister um Unterstützung, damit weitere Abkommen zwischen Israel und arabischen Ländern geschlossen werden könnten. Er lud sie nach Israel ein und versicherte, der jüdische Staat gewähre völlige Religionsfreiheit. Zudem dankte er für die Bereitschaft, jüdisches Leben in den Emiraten zu ermöglichen.

Toleranzminister Al-Nahjan erwiderte: „Sie müssen uns nicht danken, denn wir sind eine Familie.“ Er fügte an: „Wir schätzen es, dass Sie gekommen sind. Wir schätzen Leute der Religion. Ihr Besuch ist ein historisches Ereignis, und wir freuen uns, dass wir die Ehre hatten, Sie aufzunehmen, um das jüdische Leben im Staat in Schwung zu bringen.“

Bereits am Mittwoch hatten in Dubai Rabbiner, Imame und Geschäftsleute Friedenstauben fliegen lassen. Damit würdigten sie einem Bericht der Nachrichtenseite „Arutz Scheva“ zufolge den Frieden zwischen Israel und den Vereinigten Arabische Emiraten. An der symbolischen Handlung beteiligten sich der Oberrabbiner der Emirate, Eliahu Abadi, und Rabbi Schlomo Amsalem aus der israelischen Wüstenhauptstadt Be’er Scheva.

Von: eh