In Yad Vashem legte Javid einen Kranz nieder. Der Kranz links daneben stammt von der CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer, die die Holocaust-Gedenkstätte am Montag besuchte.

In Yad Vashem legte Javid einen Kranz nieder. Der Kranz links daneben stammt von der CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer, die die Holocaust-Gedenkstätte am Montag besuchte.

Britischer Innenminister besucht Israel

Bei seinem Besuch im Heiligen Land trifft sich der britische Innenminister mit Politikern und geistlichen Vertretern aller Seiten. In einem Gespräch mit ihm zieht Sicherheitsminister Erdan den Bundestag als Vorbild heran.

RAMALLAH / JERUSALEM (inn) – Der britische Innenminister Sajid Javid hat sich bei einem zweitägigen Besuch im Heiligen Land beeindruckt von der Stadt Jerusalem gezeigt. „Ein absolut atemberaubender Schmelztiegel der Geschichte, Kultur und Religion“, schrieb er auf Twitter.

Bei seinem Besuch kam er sowohl mit israelischen als auch mit palästinensischen Politikern zusammen. Den Anfang machte am Sonntag der palästinensische Premier Mohammed Schtaje. Bei dem Treffen in Ramallah sagte er, die Zwei-Staaten-Lösung sei entscheidend dafür, einen dauerhaften Frieden zwischen Israelis und Palästinensern zu sichern.

Erdan plädiert für Verbot der Hamas

In Jerusalem traf der konservative Politiker den israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu und Sicherheitsminister Gilad Erdan. Letzterer dankte Javid für die Einstufung der Hisbollah als Terror-Organisation. Zugleich betonte Erdan laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“: „Die Hamas sollte in Großbritannien als ganzes verboten werden.“ Er bat Javid auch darum, im Parlament eine Entscheidung gegen die Israel-Boykott-Bewegung BDS anzustreben. Als Vorbild nannte er die entsprechende Abstimmung im Bundestag.

Neben Politikern traf Javid auch christliche Würdenträger in der Grabeskirche. Ferner hinterließ er einen Gebetszettel in der Klagemauer und betete in der Al-Aqsa-Moschee. Schließlich suchte er auch die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem auf. „Wir müssen sicherstellen, dass solche schrecklichen Verbrechen nie wieder geschehen. Wir müssen den Antisemitismus in die Geschichtsbücher verweisen“, schrieb er auf Twitter. Er verwies dabei auch auf das derzeit geplante Holocaust-Gedenkmal südlich des britischen Parlamentsgebäudes in den Victoria Tower Gardens.

Von: df

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