Sitz der Internationalen Atomenergiebehörde in Wien (Archivbild)

Sitz der Internationalen Atomenergiebehörde in Wien (Archivbild)

Palästinenser unterzeichnen Vertrag mit IAEA

Der Vorstoß birgt eine politische Botschaft: Mit einem kürzlich geschlossenen Vertrag erkennt die Internationale Atomenergiebehörde faktisch einen palästinensischen Staat an. Die Israelis fühlen sich düpiert.

WIEN (inn) – Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) hat am Dienstag einen Sicherheits-Vertrag mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) unterzeichnet. Der palästinensische Beobachter bei den Vereinten Nationen, Salah Abdul Schafi, traf dazu den IAEA-Direktor Yukiya Amano in Wien.

Nun darf IAEA-Personal Inspektionen in den palästinensischen Autonomiegebieten durchführen. Es prüft die korrekte Verwendung radioaktiven Materials in Bereichen wie Energiegewinnung oder medizinischer Nutzung. 2015 war die PA bereits der Vereinbarung über Nicht-Weiterverbreitung von Atomwaffen beigetreten.

Die israelische Tageszeitung „Jerusalem Post“ merkt an, dass die IAEA damit faktisch einen palästinensischen Staat anerkennt. Dabei sei nicht klar, welches Territorium und welche Grenzen die Behörde definiert. Israel sieht in dem Vorstoß einen Versuch der Palästinenser, sich internationale Anerkennung zu erschleichen, ähnlich wie 2011, als sie der UNESCO beitraten. „Dies ist ein weiterer Versuch der Palästinensischen Autonomiebehörde, internationalen Organisationen beizutreten, um sie für ihre politischen Ziele auszunutzen“, sagte der Sprecher des israelischen Außenministeriums Emmanuel Nachschon. Weiter sagte er: „Israel sieht dies als eine Verletzung internationaler Vereinbarungen.“ Israel hat den Atomwaffensperrvertrag nicht unterzeichnet.

Von: tk

Sie können sich über Disqus, Facebook, Twitter oder Google+ anmelden um zu kommentieren. Bitte geben Sie einen Namen ein, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine E-Mail-Adresse. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen, die unsachliche Formulierungen oder externe Links enthalten. Bitte achten Sie auch darauf, dass wir Beiträge mit mehr als 1.600 Zeichen nicht veröffentlichen. Mit Abgabe des Kommentars erkennen Sie die Nutzungs- bedingungen an.

Datenschutz
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Moderation
Die Moderation der Kommentare liegt allein bei der Christlichen Medieninitiative pro e.V. Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in den Nutzungsbedingungen.

comments powered by Disqus

Israelnetz Newsletter

Lesen Sie die Nachrichten werktäglich auf Ihrem Bildschirm.