Demonstranten in Jerusalem fordern ein härteres Vorgehen gegen terroristische Anschläge, wie hier am 13. Dezember bei Ofra

Demonstranten in Jerusalem fordern ein härteres Vorgehen gegen terroristische Anschläge, wie hier am 13. Dezember bei Ofra

Gegen laschen Umgang mit Gewalt

Siedler aus dem Westjordanland demonstrieren in Jerusalem gegen den Umgang der israelischen Regierung mit der Terrorwelle. Unter den Demonstranten waren auch Minister.

JERUSALEM (inn) – Etwa 200 Demonstranten haben sich am Sonntagabend vor der Residenz des Premierministers Benjamin Netanjahu in Jerusalem versammelt, um gegen den Umgang der israelischen Regierung mit der jüngsten Gewaltwelle von Palästinensern gegen Juden zu protestieren.

Überwiegend waren Siedler aus dem Westjordanland gekommen, unter ihnen auch Leiter der Regionalräte. Ebenso waren mehrere Regierungsmitglieder, darunter auch Minister, anwesend.

Sie standen vor Schildern mit der Aufschrift „Wir schweigen nicht länger, weil wir genug vom Sterben haben“. Wie die Tageszeitung „Jerusalem Post“ am Montag berichtete, forderten die Demonstranten die Regierung auf, weitere Außenposten in den Siedlungen zu legalisieren und Terroristen auszuweisen.

An der Demonstration nahmen der Minister für Jerusalem-Angelegenheiten Se'ev Elkin, Tourismusminister Jariv Levin, Justizministerin Ajelet Schaked und Bildungsminister Naftali Bennett teil. Obwohl er selbst Regierungsmitglied ist, sagte Bennett den versammelten Demonstranten: „Der Verteidigungs- und Premierminister versprach vor zwei Wochen eine Strategieänderung. Doch wir haben genug Versprechen gehört.“ Er warf den Sicherheitskräften vor, die Rechte der Palästinenser über die Sicherheit der Siedler zu stellen.

Keine Forderung nach Rücktritt

Die Demonstranten setzten sich nicht für einen Rücktritt von Netanjahu ein, doch Levin machte deutlich: „An Orten, wo Juden nur darum umgebracht werden, weil sie Juden sind, sollten neue Siedlungen errichtet werden.“

Der Leiter des Regionalrats von Gusch Etzion Schlomo Ne'eman sagte: „Israelische Minister müssen verstehen, dass wir erwarten, dass sie dieses Mal mit den Siedlungen stehen und sich um unser Recht auf Leben kümmern. In Bezug auf die Sicherheit heißt das lediglich: Kämpft erbarmungslos gegen den Feind, zerstört sein Leben und sorgt dafür, dass Attacken auf Juden nicht lohnenswert sind.“

Von: mh

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