Aus Katar kommen Vorschläge für den israelischen Umgang mit der Hamas

Aus Katar kommen Vorschläge für den israelischen Umgang mit der Hamas

Katarischer Vermittler: Gefangenenaustausch einzige Möglichkeit

Ein katarischer Vermittler zweifelt daran, dass sich die Hamas auf israelische Pläne für einen Hafen auf Zypern einlässt. Einen Vorschlag hat er für eine gewaltlose Bekämpfung der Branddrachen.

DOHA (inn) – Die Hamas wird die sterblichen Überreste der zwei israelischen Soldaten Hadar Goldin und Oron Schaul nur im Austausch gegen palästinensische Häftlinge herausgeben. Diese Ansicht hat am Sonntag ein katarischer Diplomat geäußert, der hinter den Kulissen zwischen der Hamas und Israel vermittelt. Der Mediator, Muhammad al-Amadi, sprach in einem Interview mit der israelischen Rundfunkanstalt „Kan“. Die beiden Soldaten waren vor vier Jahren während der Operation „Starker Fels“ gegen die Terrorinfrastruktur im Gazastreifen gefallen. Zudem werden zwei Zivilisten vermisst.

„Es gibt nicht so etwas wie Gefangene im Austausch gegen einen Hafen oder Flughafen oder eine Öffnung von Grenzen“, sagte Al-Amadi laut der Onlinezeitung „Times of Israel“ mit Bezug auf israelische Pläne, für den Gazastreifen einen Hafen auf Zypern zu bauen. „Jeder, der etwas anderes sagt, wird nichts erreichen.“ Der katarische Diplomat ergänzte: „Nur die Formel ‚Gefangene im Austausch gegen Gefangene‘ wird funktionieren.“ Dabei müssten Palästinenser freikommen, die im Oktober 2011 gegen den Soldaten Gilad Schalit ausgetauscht und später erneut verhaftet wurden.

Al-Amadi äußerte sich auch zu den Protesten an der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Israel, die Palästinenser den „Großen Marsch der Rückkehr“ nennen. Er vermute, dass Arbeitsgenehmigungen ein gutes Mittel gegen Branddrachen seien: „Es könnte zum Beispiel mit 5.000 Menschen in Gaza beginnen, die in Israel arbeiten könnten. Das ist gut. Das würde die Proteste, die Brände, die Drachen und die Ballons beenden“, zititert die Nachrichtenseite „Middle East Eye“ den Katarer.

Von: eh

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