Benjamin Netanjahu (2.v.l.) und Donald Trump berichten vor Journalisten von ihrer Zusammenarbeit. Anwesend sind auch Sara Netanjahu (l.) und Melania Trump (r.).

Benjamin Netanjahu (2.v.l.) und Donald Trump berichten vor Journalisten von ihrer Zusammenarbeit. Anwesend sind auch Sara Netanjahu (l.) und Melania Trump (r.).

Netanjahu zu Trump: „Iran muss gestoppt werden“

Israels Premierminister Netanjahu und US-Präsident Trump haben über den Umzug der US-Botschaft nach Jerusalem gesprochen. Bei dem Treffen im Weißen Haus ging es auch um den Iran als eine Bedrohung im Nahen Osten.

WASHINGTON (inn) – Im Rahmen seiner USA-Reise war Israels Premierminister Benjamin Netanjahu ins Weiße Haus zu Präsident Donald Trump eingeladen. Der Likud-Politiker lobte den Amerikaner für dessen Einsatz im Nahen Osten und dafür, dass er den Umzug der US-Botschaft besiegelt hat. Trump betonte die gute Zusammenarbeit zwischen den beiden Staaten.

Der US-Präsident erklärte: „Jerusalem war eine wundervolle Sache und wurde geschätzt in großen Teilen der Welt, nicht nur in Israel.“ Auf Kritik an dem Vorstoß ging er nicht ein. Trump sagte, die Jerusalem-Entscheidung habe er treffen müssen. Manche seiner Vorgänger hätten angekündigt, die US-Botschaft nach Jerusalem zu verlegen, taten es aber nicht. „Ich war in der Lage, es zu tun.“

Die Beziehungen zwischen den zwei Staaten „waren noch nie besser“, sagte Trump im Weißen Haus in Anwesenheit von Netanjahu und dessen Frau Sara. Auch Melania Trump war bei dem Treffen dabei.

„Der schwierigste Deal“

Auf die Frage eines Reporters nach der Errichtung der Botschaft sagte Trump: „Wir werden dies sehr schnell machen und nicht teuer halten.“ Im bereits bestehenden Generalkonsulat in Jerusalem solle zunächst eine Botschaft in kleinem Rahmen errichtet werden. Trump sagte, er wolle nach Möglichkeit an der Botschaftseröffnungszeremonie teilnehmen.

Gefragt nach dem Friedensplan für Israel und die Palästinenser, den die USA vorlegen wollen, sagte der Präsident, sein Land arbeite intensiv daran. „Wir haben eine gute Chance“. Und ergänzte: „Was gäbe es – aus humanitärer Sicht – Besseres als einen Frieden zwischen Israel und den Palästinensern.“

„Jerusalem-Frage nun vom Tisch“

Bisher seien alle Verhandlungen an der Jerusalem-Frage gescheitert. Doch „wir haben sie nun vom Tisch genommen“. Trump denkt, dass die Palästinenser zurück an den Verhandlungstisch kommen wollen. Wenn dies nicht passiere, gebe es keinen Frieden. „Das ist der schwierigste Deal“, betonte der Staatsmann.

Israel und USA stünden sich nahe, was die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen anbelangt. Noch intensiver sei die Zusammenarbeit in den Bereichen Militär und Terrorismusbekämpfung, erklärte Trump.

Araber und Israel näher als zuvor

Netanjahu dankte Trump erneut für dessen Vorstoß, die US-Botschaft im Mai nach Jerusalem zu verlegen und die Stadt somit als israelische Hauptstadt anzuerkennen. Das jüdische Volk habe eine sehr gute Erinnerungsfähiglkeit: „Daran wird es sich für alle Zeiten erinnern.“ Der Premier fuhr fort: „Andere sprachen darüber, Sie haben es getan.“

Die größte Herausforderung für Israel, die arabischen Nachbarn und die USA sei die Islamische Republik. „Der Iran gibt seine nuklearen Ambitionen nicht auf. Aus dem Atom-Deal ist er ermutigt und bereichert hervorgegangen.“ Das Land führe überall „seine Aggressionen aus, auch an unseren Grenzen“. Und so rief Nentanjahu auf: „Der Iran muss gestoppt werden!"

Durch diese Herausforderung bestehe auch eine Chance für den Frieden. „Die Araber waren Israel noch nie näher. Und Israel war noch nie näher an den Arabern.“ Netanjahu hoffe auch darauf, Frieden mit den Palästinensern zu schaffen.

Auch der Premier betonte, dass die Beziehung zwischen Israel und den USA „nie stärker gewesen ist“. Netanjahu bedankte sich für die geheimdienstliche Zusammenarbeit, für die Unterstützung des Landes bei den Vereinten Nationen und die „enorme Freundschaft“.

Von: mab

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