Israels Präsident Reuven Rivlin (r.) mit Spaniens Premierminister Mariano Rajoy. Die Politiker diskutierten über die Beziehungen ihrer beiden Länder.

Israels Präsident Reuven Rivlin (r.) mit Spaniens Premierminister Mariano Rajoy. Die Politiker diskutierten über die Beziehungen ihrer beiden Länder.

Rivlin betont Einheit Spaniens

Israels Staatspräsident Rivlin hat bei einem Staatsbesuch in Spanien die Einheit des Landes betont. Er hielt auch eine Grundsatzrede vor den Parlament in Madrid.

MADRID (inn) – Israels Staatspräsident Reuven Rivlin hat am Mittwoch einen viertägigen Staatsbesuch in Spanien beendet. Dabei führte er Gespräche zu politischen Themen und absolvierte ein kulturelles Rahmenprogramm. Besonders eine Aussage, die der Israeli am Montag im Dialog mit Spaniens König Felipe VI. machte, sorgte für Resonanz in den Medien. Rivlin sagte laut der Online-Zeitung „Times of Israel“: „Spanien ist für uns ein Land, und Seine Majestät, der König, ist für uns Symbol dieser Einheit“. Dies könne als Ablehnung der katalonischen Unabhängigkeitsbestrebungen gewertet werden, schreibt die Zeitung. Alle Bürger Spaniens lägen den Israelis am Herzen, die auf eine friedliche Lösung hofften und beteten, sagte Rivlin.

Rivlins Ehefrau Nechama ist ihrem Mann vor einem Treffen mit Spaniens König Felipe mit der Festgarderobe behilflich:

Der Spanien-Besuch soll den Meilenstein von 30 Jahren diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und Spanien würdigen. Zudem wird der Gründung einer jüdischen Gemeinschaft in Spanien vor 100 Jahren gedacht.

Schmaler Grat von Sicherheit und Freiheit

Am Dienstag hielt Rivlin eine Rede vor beiden Häusern des spanischen Parlaments. Dabei blickte er auf die nicht immer einfachen Beziehungen der beiden Staaten zurück und ging auf die aktuelle politische Lage ein. „Die iranische Drohung, Israel zu zerstören, kann nicht toleriert werden“, erklärte er. Es sollte hellhörig machen, wenn solche Drohungen von einem Land kämen, das als weltgrößter Exporteur von Terror bekannt sei.

Rivlin versuchte außerdem, die spanischen Abgeordneten für die schwierige Sicherheitslage der Israelis zu sensibilisieren. Er berichtete von dem Terror-Tunnel der Hamas, der vor zwei Wochen entdeckt und zerstört worden war. „Ein Tunnel, nur dafür entworfen, um den Terroristen auf dem Weg zu helfen, israelische Zivilisten zu ermorden“, sagte er. Sicherheit für die Bürger und gleichzeitig möglichst große Freiheit zu garantieren, sei für den Staat Israel ein schmaler Grat.

Ein Trikot zur Erinnerung

Bei einem Gespräch mit dem spanischen Premierminister Mariano Rajoy in dessen Büro kondolierte Rivlin anlässlich des Terroranschlags in Barcelona, bei dem im August 15 Menschen von einem Islamisten getötet worden waren. Wie das israelische Außenministerium mitteilte, sei auch die anti-israelische Boykott-Bewegung BDS zur Sprache gekommen. Rivlin habe Rajoy nahegelegt, einen solchen Boykott gesetzlich einzuschränken, wie dies schon andere Staaten getan haben.

Gelöst war die Stimmung bei Rivlins Treffen mit dem Präsidenten des Fußballklubs Real Madrid, Florentino Perez. Dieser überreichte dem israelischen Staatsoberhaupt ein personalisiertes Trikot, das sogleich anprobiert werden wollte:

Rivlin bekam eine Führung durch das Heimatstadion des Vereins, das Santiago-Bernabeu-Stadion. Für den Fußball-Fan Rivlin könnte dies der heimliche Höhepunkt der Reise gewesen sein.

Von: mb

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