Zum Laubhüttenfest der ICEJ kommen jedes Jahr Tausende Christen aus aller Welt nach Jerusalem
Zum Laubhüttenfest der ICEJ kommen jedes Jahr Tausende Christen aus aller Welt nach Jerusalem

Bibeln für UNESCO

Christen sollen Bibeln an die UNESCO schicken, um auf die Bedeutung von Jerusalem und dem Tempelberg für Juden und Christen hinzuweisen. Dazu hat die „Internationale Christliche Botschaft Jerusalem“ während ihrer Jahreskonferenz zum Laubhüttenfest aufgerufen.

Die Entscheidung der UNESCO, im Zusammenhang mit dem Tempelberg nur noch die muslimische Bezeichnung zu verwenden, „stellt die Veränderung der Geschichte dar“, sagte Jürgen Bühler, geschäftsführender Direktor der „Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem“ (ICEJ), am Donnerstag im Rahmen der Jahreskonferenz.

Die ICEJ hatte die neue Linie der UNESCO scharf verurteilt. Bühler rief die rund 3.500 Dauerteilnehmer der Konferenz auf, in einer Bibel alle Stellen zu markieren, die Jerusalem oder den Tempelberg erwähnten. Dies würde die Bedeutung des Tempelberges für Juden und Christen deutlich machen. Vielleicht würde es den ein oder anderen UNESCO-Mitarbeiter sogar zum Bibellesen bewegen. Die Adresse für den Versand der Bibel stellten die Veranstalter den Besuchern direkt zur Verfügung und riefen auf, auch in ihren Ländern für die Verbreitung des Aufrufes zu sorgen.

Christen zeigen Solidarität mit Israel

Die ICEJ möchte die Solidarität von Christen weltweit mit Israel und dem jüdischen Volk fördern. Die jährlich stattfindende Konferenz zum Laubhüttenfest führte sie zum 37. Mal durch. Etwa 5.000 Christen aus mehr als 70 Nationen nahmen daran teil. Die diesjährige Konferenz stand unter dem Thema „Alle Geschlechter dieser Erde“ und beschäftigte sich mit Abraham.

Das Fest gilt als das größte jährlich stattfindende Ereignis in der Tourismusbranche und bringt nach Angaben des Veranstalters etwa 16 Millionen Dollar in die israelische Wirtschaft.

Der israelischen Bevölkerung sind die Gäste der Konferenz vor allem durch die Teilnahme am jährlichen Jerusalemmarsch bekannt, der in diesem Jahr am Donnerstag stattfand. Bisher hätten die Brasilianer die größte Gruppe der Konferenzbesucher gestellt, doch in diesem Jahr seien die Chinesen mit mehr als 500 Pilgern am stärksten vertreten gewesen.

Parlamentarier tagen zum fünften Mal

Zeitgleich zur Konferenz der ICEJ fand bis Freitagmittag die fünfte Konferenz der Vorsitzenden der „Stiftung der Verbündeten Israels“ mit 23 Parlamentariern aus 20 Ländern in Jerusalem statt.

Um einen besseren Eindruck über die geopolitische Lage zu bekommen, waren sie unter anderem in Hebron zu Besuch. Dies hatte teilweise zu heftigen Protesten in ihren Heimatländern geführt. Ein südafrikanischer Politiker sagte als Reaktion darauf: „Wenn meine muslimischen Landsleute zur Pilgerfahrt nach Mekka fahren dürfen, darf ich als Christ auch Israel besuchen.“

Veranstalter der Konferenz sind der Jüdische Weltkongress, die Stiftung der Verbündeten Israels sowie die ICEJ.

Die Parlamentarier waren am Donnerstagabend bei der ICEJ eingeladen und wurden von den Besuchern für ihre Solidarität zu Israel beklatscht.

Robert Singer, stellvertretender Präsident des Jüdischen Weltkongresses, sicherte den Christen seine Unterstützung zu: „Ihr evangelikalen Christen steht zu Israel, so wie Israel zu euch steht. Um eines klarzustellen: Ein Angriff auf Christen, nur weil er Christ ist, bedeutet auch einen Angriff auf uns. Eine Verletzung der Religionsausübung ist ein Angriff auf unsere westliche Zivilisation und die Werte, die wir teilen. Das werden wir niemals und nirgends akzeptieren.“

Weiter sagte Singer: „Im nächsten Jahr werden wir die 50-jährige Wiedervereinigung Jerusalems feiern. Seitdem ist es Juden wieder möglich, an der Klagemauer zu beten. Seit 1967 ist es den drei Nachfolgern der abrahamitischen Religionen möglich, an ihren heiligen Stätten zu beten. Und so sollte es auch sein. Jerusalem sollte ein Ort sein, der Juden, Christen und Muslime zusammenbringt.“

Auch Josch Reinstein vom Knesset-Ausschuss der christlichen Verbündeten Israels bedankte sich für die Solidarität der christlichen Besucher mit Israel und rief ihnen zu: „Willkommen daheim! Lasst euch niemals von jemandem einreden, dass Israel nicht auch euer Zuhause ist.“ (mh)

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Von: mh

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