Soldat mit Kindern: Mit Bildern wie diesen kritisiert „Breaking the Silence“ den Umgang der Armee mit Palästinensern.
Soldat mit Kindern: Mit Bildern wie diesen kritisiert „Breaking the Silence“ den Umgang der Armee mit Palästinensern.

Schweizer Abgeordnete kritisieren „Breaking the Silence“-Ausstellung

ZÜRICH (inn) – Schweizer Politiker kritisieren eine „Breaking the Silence“-Ausstellung in Zürich. Sie verbreite Hass gegen den jüdischen Staat.

Abgeordnete der parlamentarischen Gruppe „Schweiz-Israel“ haben vergangenen Dienstag die Ausstellung „Breaking the Silence“ (Das Schweigen brechen) kritisiert, die am Donnerstag in Zürich eröffnet wurde. Die Schau verbreite „Desinformation“ und „Hass gegen den jüdischen Staat“. Darüber hinaus sei es eine Schande, dass die Ausstellung in der Schweiz gezeigt wird, auf deren Boden sich der „Kern des friedlichen Zionismus’“ entwickelt habe.

Mit der Organisation „Breaking the Silence“ wollen frühere Soldaten die Öffentlichkeit über den Alltag in den besetzten Gebieten aufklären. Sie bescheinigen der Armee ein „Sinken des moralischen Standards“: Soldaten missbrauchten Palästinenser, indem sie diese etwa ausplünderten oder deren Eigentum zerstörten. Die Organisation sammelt Zeugnisse, die nun in einem Gebäude der Reformierten Kirche bis zum 14. Juni zu sehen sind.

Strengere Prüfung gefordert

In Israel ist die Organisation auf Widerspruch gestoßen, nachdem sie Mitte Mai 70 Zeugenaussagen von Soldaten über den jüngsten Gazakrieg veröffentlicht hatte. Den Vorwurf etwa, aus Vergeltung willkürlich auf Palästinenser geschossen zu haben, bezeichnete ein Kommandeur als „völlige Lüge“.

Die Schweizer Parlamentarier fordern, dass sich das Außenministerium und die Stadt Zürich von „Breaking the Silence“ distanzieren. Beide Einrichtungen beteiligen sich an der Finanzierung der Organisation. Außerdem fordern die Politiker für die Zukunft eine strengere Überprüfung von öffentlich geförderten Projekten, „bevor Schweizer Steuergelder missbraucht werden“. Das berichtet die israelische Tageszeitung „Jerusalem Post“. (df)

Von: df

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