Mosab Hassan Jussef, der Sohn eines Hamas-Chefs, hat für den Schabak spioniert und sich zum Christentum bekehrt
Mosab Hassan Jussef, der Sohn eines Hamas-Chefs, hat für den Schabak spioniert und sich zum Christentum bekehrt

„Sohn der Hamas“ zu Besuch in Israel

TIBERIAS (inn) – Mosab Hassan Jussef, Sohn des Hamas-Gründers Scheich Hassan Jussef, hat seine Sympathie für die israelische Armee bekundet. Der ehemalige Spion des israelischen Inlandsgeheimdienstes Schabak sprach am Sonntag vor Tausenden drusischen Soldaten in Tiberias.

„Ich bin hierhergekommen, um mich mit den israelischen Soldaten zu identifizieren, die hart arbeiten, um ihr Land zu beschützen“, sagte der Palästinenser laut der Tageszeitung „Yediot Aharonot“. „Ich unterstütze den Staat Israel, denn er respektiert die Menschenrechte und die Freiheit, und ich hoffe, die andere Seite, die arabische Seite, wird denselben Weg wählen.“ Er betonte, es sei an der Zeit für Israels Nachbarn, von dem jüdischen Staat etwas über den Wert und die Heiligkeit des Lebens zu lernen. Er wolle alles in seiner Macht Stehende tun, damit die Palästinenser „die Sprache der Macht aufgeben“.

Weiter teilte Jussef mit, er plane, in Israel zu leben, wenn die Zeit dafür reif sei. Derzeit lebt er in den USA. Dort hatte er politisches Asyl erhalten.

Jussef war am vergangenen Mittwoch in Israel eingetroffen. Er ist Gast des stellvertretenden Ministers für die Entwicklung des Negev und Galiläas, Ajub Kara (Likud). Mendi Safadi, ein Sprecher Karas, teilte mit, der Palästinenser werde sich etwa einen Monat in Israel aufhalten und Vorträge an Universitäten und anderen Einrichtungen halten.

Mosab Hassan Jussef hatte im März 2010 für Schlagzeilen gesorgt, weil bekannt wurde, dass er von 1997 an unter dem Decknamen „Grüner Prinz“ für den Schabak spioniert hatte. Von seinem Vater wurde er dafür verstoßen. Durch Jussefs Hinweise konnten Terrorzellen ausgehoben und Attentatsversuche verhindert werden. In seiner Autobiographie „Sohn der Hamas“, die auf Deutsch im Verlag SCM Hänssler erschienen ist, erzählt er von seinem Leben als Sohn eines Hamas-Chefs, von seiner Bekehrung zum Christentum und dem Leben danach.

Von: dn

Sie können sich über Disqus, Facebook, Twitter oder Google+ anmelden um zu kommentieren. Bitte geben Sie einen Namen ein, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine E-Mail-Adresse. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen, die unsachliche Formulierungen oder externe Links enthalten. Bitte achten Sie auch darauf, dass wir Beiträge mit mehr als 1.600 Zeichen nicht veröffentlichen. Mit Abgabe des Kommentars erkennen Sie die Nutzungs- bedingungen an.

Datenschutz
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Moderation
Die Moderation der Kommentare liegt allein bei der Christlichen Medieninitiative pro e.V. Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in den Nutzungsbedingungen.

comments powered by Disqus