KAIRO (inn) – Der ägyptische Präsident Hosni Mubarak und der jordanische König Abdullah II. haben sich am Sonntag in Kairo getroffen – sie wollten die Situation im Nahen Osten, insbesondere die sich ausweitenden innerpalästinensischen Kämpfe diskutieren.
Wie die Tageszeitung „Ha´aretz“ berichtet, riefen Mubarak und Abdullah angesichts der heftigen Auseinandersetzungen im Gazastreifen die beiden palästinensischen Fraktionen Hamas und Fatah zur Mäßigung auf.
Mubarak äußerte sich sehr besorgt über die Situation in den Palästinensergebieten. Er sagte, es sei zu befürchten, dass die Gewalt den Friedensprozess beeinträchtige. „Es ist nicht hinnehmbar, dass derartige Auseinandersetzungen weitergehen, insbesondere zu einer Zeit, wenn eine gemeinsame Position dringend nötig ist, so dass wir an den Verhandlungstisch zurückkehren können“, sagte er weiter.
„Dieser Zeitpunkt ist kritisch in der Geschichte der palästinensischen Sache. Die Palästinenser sollten eine vereinigte Stimme haben, und sie sollten beweisen, dass ein palästinensischer Partner existiert, mit dem man verhandeln kann um die Errichtung eines eigenständigen und rechtmäßigen Staates“, so Mubarak.
Die beiden arabischen Politiker riefen zudem die internationale Gemeinschaft auf, weiterhin humanitäre Hilfe an die palästinensische Bevölkerung zu senden, die dringend gebraucht werde.