Israelische Journalisten in Katar angefeindet

Israelische Journalisten werden von Fußballfans in Katar angefeindet. Das zeigt ein Video, das derzeit auf Twitter die Runde macht.
Von dpa

Foto: Screenshot Twitter/Sarah Cohen-Fantl

„Du bist nicht willkommen“: Der israelische Reporter Moav Vardi wurde jüngst in Katar von einem Fußballfan beschimpft

DOHA (dpa) – Israelische Sportjournalisten berichten von zahlreichen Anfeindungen bei der Fußball-WM in Katar. „Wir spüren Hass, sind von Feindseligkeit umgeben und nicht erwünscht“, schrieben zwei Reporter der israelischen Zeitung „Yediot Aharonot“ am Sonntag. „Auf den Straßen folgten uns Palästinenser, Iraner, Katarer, Marokkaner, Jordanier, Syrer, Ägypter und Libanesen, die uns hasserfüllt anstarrten.“

Andere israelische Journalisten schilderten auf sozialen Medien ähnliche Erfahrungen. In einem Video ist etwa zu sehen, wie Moav Vardi vom „Kan“-Sender von einem wütenden Fan angeschrien wird, der sagt: „Es gibt kein Israel, sondern Palästina. Sie sind hier nicht willkommen, dies ist Katar, das ist unser Land.“

Ohad Chemo vom israelischen „Kanal 12“ sagte, Israel habe in den letzten Jahren zwar Vereinbarungen mit vier arabischen Staaten – den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain, Marokko und dem Sudan – geschlossen. Von vielen Menschen auf der Straße werde dies jedoch nicht unterstützt, „und vielen von ihnen gefällt unsere Anwesenheit hier nicht“. Sie werde offenbar als Anzeichen einer Normalisierung der Beziehungen gedeutet, die man ablehne. Chemo wurde unter anderem von einem offenbar iranischen Fan aggressiv angegangen.

Ein positiveres Video hatte zuletzt einen israelischen TV-Reporter gezeigt, der von feiernden iranischen Fans umringt war. Auch israelische Fans berichteten von einer freundlichen Aufnahme in Katar.

Trotz der schwierigen politischen Beziehungen zwischen Katar und Israel sind auch Tausende israelische Fußball-Fans zur WM in das Emirat gereist. Vor einer Woche war der erste direkte Charterflug von Israel in das Emirat gestartet. Israel und Katar unterhalten keine diplomatischen Beziehungen. Das Emirat unterstützt auch islamistische Gruppen, die mit Israel verfeindet sind. Dem israelischen Außenministerium zufolge sollen mit einer Vereinbarung während der WM jedoch konsularische Dienstleistungen auch für Israelis ermöglicht werden. Israel hatte 1996 eine Handelsvertretung in Katar eröffnet, die später von dem Emirat aber wieder geschlossen wurde.

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6 Antworten

  1. WM Ort der Terror- Finanziers und Brutstätte für Judenhass und korrupter Fifa.
    Antisemiten sollten dort künftig Urlaub machen.
    Die sind herzlich willkommen in Katar wie Hanije, Hamas.

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    1. Nachtrag: Katar und Fifa sind das verlogenste, was es gibt.
      Im Stadion Riesenbanner: Pro Pal.
      Dabei hieß keine politischen Motive.
      OT: Randale in Belgien/ Niederlande von Marokkanern nach Fußballspiel. Auch gegen Polizei.

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  2. Dies war alles vorauszusehen – wen wunderts noch ?! –
    Der EWIGE segne die auffallend freundliche Gruppe von Iranern!! –

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  3. Auch wenn es noch so schön aussieht – man sollte vom Teufel und dem falschen Propheten vor dem die Schrift warnt, niemals verbinden.

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  4. Was soll denn der Auftritt der israelischen Journalisten? Dachten die, sie werden vom berühmten „Mann auf der Straße“ wie Befreier willkommen geheißen? Oder wollte man nur eine Bestätigung, um sagen zu können, das seien alles nur Antisemiten, obwohl sie selber welche sind? So lange Israel arabisches Land stiehlt und die Palästinenser, auf deren land sie ihren Staat aufgebaut haben, mit ihrer brutalen Besatzung jegliche Würde (und immer mehr Land) nimmt, werden die Israelis NIRGENDWO auf der Welt, vor allem nicht in der arabischen Welt, geliebt und akzeptiert werden. Und bitte richtig lesen: ich habe geschrieben: Israelis, nicht Juden. Die meisten Menschen ( in der arabischen Welt leider nicht alle!) können sehr gut differenzieren zwischen Juden, die immer Teil der arabischen Gesellschaften waren, und Israelis. Und die „Normalisierungsabkommen) zwischen Israel und einigen autoritär regiertenarabischen Staaten finden keinen Rückhalt in der dortigen Bevölkerung. Es sind die Diktatoren, die sich wirtschaftliche Vorteile erhoffen dürfen, denn Israel besticht sie mit Lieferungen von Waffen und Kontrollinstrumenten wie Pegasus…
    Die Reaktion der Fußballfans in Katar gibt den Israelis hoffentlich zu denken. Und den Israel-Anbetern hier hoffentlich auch!

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  5. Diese WM ist ein internationales Ereignis. Journalisten aus aller Welt berichten darüber. Welchem Land will man verbieten zu berichten? Frankreich, Südafrika, Neuseeland?

    Besucher aus aller Welt kommen. Welchem Land will man verbieten, die Spiele vor Ort zu besuchen? Deutschland, USA, Südkorea?

    Israel stiehlt also Land. Was war denn mit Jordanien? Wie kamen die denn zu „ihrem Westjordanland“ zwischen 1949 und 1967? Wie viel hat Jordanien für den Kauf des Gebietes bezahlt? Und warum verhandelte Jordanien nach 1967 nicht um „ihren Besitz“? Vielleicht weil er zuvor gestohlen wurde?

    Israel gehört also ihr Land nicht? Die Charta der PLO und der Hamas sagen das und ihre Anbeter aus Deutschland stimmen ihnen bereitwillig zu.

    Katar mit den anderen Staaten gleichzusetzen, die Verträge mit Israel geschlossen haben ist kaum noch vor Dummheit zu toppen. Katar war schon immer der Terrorunterstützer der Hamas schlechthin. Die Führung der Hamas fand dort Unterschlupf und Millionen wurden in die Infrastruktur für den Terror der Hamas gesteckt. Wer diese Tatsache ausblendet hat nichts, aber auch gar nichts kapiert.

    Kommen wir zurück, ob Frankreich, Deutschland oder Neuseeland zur WM in Katar sein dürfen. Wer dies bejaht und sagt die Israelis haben dort nichts verloren, hat seine widerliche Geisteshaltung mal wieder offenbart.

    Oder anders ausgedrückt: Apartheid gegen Israelis ist ausdrücklich begrüßenswert. Schande!

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