Israelnetz - Neueste Nachrichten https://www.israelnetz.com Nachrichten aus Israel und dem Nahen Osten de https://www.pro-medienmagazin.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif Israelnetz - Neueste Nachrichten https://www.israelnetz.com 18 16 Nachrichten aus Israel und dem Nahen Osten TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Wed, 28 Jun 2017 21:12:39 +0200 <![CDATA[Hamas baut Sicherheitszone an Grenze zu Ägypten]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/06/28/hamas-baut-sicherheitszone-an-grenze-zu-aegypten/ Um die Beziehungen zu Ägypten zu verbessern, baut die radikalislamische Hamas mit Bulldozern eine 100 Meter breite Sicherheitszone an der Grenze des Gazastreifens zu Ägypten. Wachtürme, Kameras und besondere Beleuchtung sollen helfen, Drogenschmuggel und unerlaubten Grenzverkehr zu verhindern. Die Umsetzung des zwölf Kilometer langen Korridors gab das von der Hamas geführte Innenministerium am Mittwoch bekannt. Die Hamas verbindet mit der Sicherheitszone die Hoffnung, wieder eine regelmäßige Grenzöffnung des Rafah-Übergangs nach Ägypten zu erreichen.

Von: mm

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Wed, 28 Jun 2017 15:01:00 +0200
<![CDATA[Syrischer Oppositionsvertreter will Frieden mit Israel]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/06/28/syrischer-oppositionsvertreter-will-frieden-mit-israel/ ASTANA (inn) – „Wir wollen Frieden mit Israel. Heute verstehen viele Menschen der Opposition, dass nicht Israel, sondern der Iran der Feind ist.“ Das hat der Oppositionsführer der Freien Syrischen Armee, Salim Hudaifah, auf dem Eurasischen Medienforum in der kasachischen Hauptstadt Astana gesagt. Das Forum, an dem 600 Menschen aus 60 verschiedenen Ländern teilnahmen, fand laut der Tageszeitung „Yediot Aharonot“ in der vergangenen Woche zum 15. Mal statt.

In Bezug auf die israelischen Geheimdienstaktivitäten in Syrien und die Terror-Organisation „Islamischer Staat“ (IS) sagte er: „Wir brauchen in dieser Angelegenheit nicht die Hilfe von Israel, wir haben genügend eigene Leute im Gebiet und wissen, was der IS tut.“ Israel solle dagegen mehr die syrischen Rebellen unterstützen: „Die Menschen sind auch enttäuscht von Israel. Es gibt hier einige, die denken, dass Israel Assad unterstützt, weil sie sehen, wie ruhig es an der israelisch-syrischen Grenze ist.“

Lob für medizinische Nothilfe in Israel

Allerdings habe die Behandlung von verletzten Syrern in israelischen Krankenhäusern dazu beigetragen, dass sich die Meinung der Syrer von den Israelis verbessert hat – wenn auch nur im begrenzten Maße: „Das liegt unter anderem daran, dass die arabischen Medien nicht darüber berichten.“

Hudaifah war früher Geheimdienstoffizier in der syrischen Armee. Er setzte sich im Jahr 1990 in den Westen ab. Als Teil von Assads Armee sei für ihn Israel der Erzfeind gewesen, betonte er. Erst nach seiner Flucht traf er das erste Mal Israelis, als er in Dänemark Asyl beantragt hatte. Später war er Chef des Ausbildungsprogramms der Freien Syrischen Armee in Jordanien, die das Pentagon unterstützte.

„Unsere Geheimdienstinformationen besagen, dass Assad hinter dem IS in Syrien steht“, sagte Hudaifah weiter. Israel solle besorgt sein, weil Assad, wenn er sich unter Druck gesetzt fühle, dem IS auftrage, Israel anzugreifen. Als Notfallplan habe Assad vor, Israel auf diese Weise in den Syrienkrieg zu ziehen.

Neben Hudaifah waren an der Podiumsdiskussion der kasachische Außenminister Kairar Abdrakhmanov, der frühere türkische Präsident Abdullah Gül und der frühere israelische Unterhändler für den Friedensprozess im Nahen Osten, Gilead Scher, beteiligt.

Von: mm

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Wed, 28 Jun 2017 14:15:00 +0200
<![CDATA[PA verweigert Ausreise nach Israel]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/06/28/pa-verweigert-ausreise-nach-israel/ GAZA (inn) – Das Gesundheitsministerium der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) hat in den vergangenen Monaten die Ausstellung von Dokumenten eingestellt, die es Patienten ermöglicht, aufgrund dringender medizinischer Indikationen nach Israel, Jordanien oder in das Westjordanland verlegt zu werden. Das teilten Mitglieder der amerikanischen Nichtregierungsorganisation „Ärzte für Menschenrechte“ (PHR) am Montag mit.

Die PA hatte die Ausstellung von Zahlungsgutscheinen von mehr als 1.600 Palästinensern aus dem Gazastreifen deutlich eingeschränkt und teilweise verhindert, wie die israelische Tageszeitung „Ha'aretz“ berichtet. Demnach war die Anzahl der genehmigten Zahlungsgutscheine im April erstmals seit 2016 unter 2.000 gesunken, im Mai wurden lediglich wenige Dutzend Genehmigungen erteilt. Durch die Kürzungen seitens der PA ist die Arbeit von 13 öffentlichen Krankenhäusern sowie 54 Erste-Hilfe-Zentren beeinträchtigt. Mehr als 90 Prozent der Patienten aus Gaza, die einen Zahlungsgutschein beantragt hatten, bekamen keine Antwort von der PA.

Wie die israelische Delegation von PHR mitteilte, gibt es in den öffentlichen Krankenhäusern im Gazastreifen außerdem einen Mangel des wichtigen Betäubungsmittels Fentanyl, ohne das der Betrieb von Operationssälen kaum möglich ist. Die PA hatte sich geweigert, das Medikament aus dem Westjordanland in den Gazastreifen zu übermitteln. Wie der Leiter des Gesundheitsministeriums in Gaza, Munir al-Bursch, bereits im Mai berichtete, habe die PA in den vergangenen drei Monaten diese und weitere 17 für die Behandlung von Krebs notwendigen Medikamente zurückgehalten. Weil die Behandlung von Krebs-Patienten im Gazastreifen nicht mehr gegeben sei, sei das Gesundheitsministerium darauf angewiesen, die Patienten außerhalb des Gazastreifens zu bringen.

Der Sprecher des Gesundheitsministeriums in Gaza, Aschraf al-Kudra, erklärte am Montag, dass seit Beginn des Jahres bereits neun Menschen gestorben seien, weil sie die Genehmigungen der PA nicht rechtzeitig erhalten hätten. In der vergangenen Woche waren zwei Säuglinge gestorben, deren angeborene Herzfehler im Gazastreifen nicht behandelt werden konnten.

PA stellt Zahlungen ein

Die PA hatte im April angekündigt, das Budget im Gesundheitswesen von Gaza zu kürzen, als „Bestrafung“ für die Regierung der Hamas und „um die Kontrolle der PA im Gazastreifen wieder zu erhalten“. Dem PA-Präsidenten Mahmud Abbas nahestehende Quellen hatten „Ha'aretz“ berichtet, die PA würde „lediglich die Gehälter des medizinischen Personals übernehmen, allerdings nicht die laufenden Kosten im Gesundheitssystem“. Ein Berater von Abbas sagte weiter: „Wir geben zu, dass das grausam klingt, doch nachdem die Hamas zehn Jahre den Gazastreifen regiert, müssen sie sich entscheiden, ob sie tatsächlich alles kontrollieren und somit auch die laufenden Kosten tragen wollen oder besser die palästinensische Regierung regieren lassen möchten.“ Wie „Ha'aretz“ berichtete, bestritt das Gesundheitsministerium die Anschuldigungen.

PHR hatte zu Beginn des Monats verlauten lassen, der Gazastreifen würde durch die Kürzungen der PA-Zahlungen die schlimmste medizinische Krise seit Jahren durchlaufen. Die hauptsächlich Leidtragenden seien Mukoviszidose- und Krebspatienten sowie Kinder mit Entwicklungsstörungen. Wie PHR vom Finanzministerium im Gazastreifen erfuhr, war das übliche monatliche Budget von etwa vier Millionen US-Dollar auf etwa 2,3 Millionen US-Dollar im April sowie 500.000 US-Dollar im Mai gesunken.

Ran Goldstein, Direktor der israelischen Delegation von PHR, sagte: „Die humanitäre Krise im Gazastreifen sollte ein starker Warnruf sein. Die Kinder von Gaza sind zu Geiseln des politischen Spiels zwischen der PA, Hamas und Israel geworden. Unverzüglich muss etwas geschehen - Gelder, Medikamente und Elektrizität müssen dringend bereitgestellt werden, sowie humanitäre Hilfe gewährleistet werden.“

Von: mh

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Wed, 28 Jun 2017 12:17:00 +0200
<![CDATA[Israel verurteilt Empfang]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/06/28/israel-verurteilt-empfang/ BERLIN / JERUSALEM (inn) – Israel hat den Empfang des iranischen Außenministers Muhammad Sarif am Dienstag in Berlin kritisiert. „Wir finden es falsch, dass die internationale Gemeinschaft bei ihrer Tagesordnung bleibt, während das iranische Regime stolz Raketen präsentiert, mit seinen Streitkräften Bürger in Syrien bombardiert, Terror-Organisationen aufrüstet, den Holocaust leugnet und zu Israels Auslöschung aufruft“, sagte Israels Botschafter Yaakov Hadas-Handelsman gegenüber der „Bild“-Zeitung.

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Finanzminister Wolfgang Schäuble hatten sich mit Sarif getroffen. Gabriel erklärte nach dem Gespräch, der politische Kontakt zwischen beiden Regierungen sei derzeit „so intensiv wie schon lange nicht mehr“. Das Atomabkommen 2015 habe zu einer Verbesserung der Beziehungen mit dem Iran geführt, heißt es in einer Mittelung des Außenministeriums. Gabriel nannte die von Israel kritisierte Nuklearvereinbarung einen „Hoffnungsschimmer in der Welt". Sie habe gezeigt, dass eine drohende militärische Auseinandersetzung durch Diplomatie verhindert werden konnte.

Gabriel betonte zudem, Israels Existenzrecht sei nicht verhandelbar. „Bei der Frage ‚Wie geht man mit Israel um?’ trennen uns Welten“, sagte der SPD-Politiker laut „Bild“.

„Empfang nicht zu begründen“

Erst am Freitag hatten der Iran und Muslime weltweit den von Teheran ins Leben gerufenen „Al-Quds-Tag“ begangen. Die Teilnehmer forderten bei dem jährlichen Marsch die Zerstörung Israels. Das von Sarif geführte Außenministerium hatte laut „Bild“-Zeitung ebenfalls einen Aufruf veröffentlicht. Darin heißt es: „Das zionistische Regime zu bekämpfen obliegt der gesamten muslimischen Welt."

Dass Sarif nun in Berlin oder anderen europäischen Ländern mit hohen Ehren empfangen werde, sei nicht zu begründen, erklärte Botschafter Hadas-Handelsman. Er fügte hinzu: „Wir sind uns sicher, dass die Bundesregierung sehr genau weiß, wie eine klare Botschaft zum verheerenden Verhalten des Iran aussehen müsste.“

Von: dn

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Wed, 28 Jun 2017 12:02:00 +0200
<![CDATA[Probleme mit illegalen palästinensischen Gebäuden]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/06/28/probleme-mit-illegalen-palaestinensischen-gebaeuden/ 60 Prozent der illegal errichteten palästinensischen Gebäude in der Zone C des Westjordanlandes sind seit dem Jahr 2010 nicht abgerissen worden. Das hat das israelische Militär am Dienstag dem Außen- und Verteidigungsausschuss der Knesset mitgeteilt. Das Militär sieht dabei den enormen Anstieg von Petitionen, die beim Obersten Gericht gegen die Zerstörungen der Gebäude eingereicht werden, als Hauptproblem an. Von 2015 auf 2016 seien die Einreichungen um 100 Prozent gestiegen. Im Jahr 2015 seien 945 illegale palästinensische Gebäudestrukturen identifiziert worden, wovon das Militär 335 zerstörte. Im vergangenen Jahr seien es 941 Gebäudestrukturen und 490 Abrisse gewesen.

Von: mm

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Wed, 28 Jun 2017 11:10:00 +0200
<![CDATA[US-Botschafter Friedman plädiert für jüdische Einheit]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/06/28/us-botschafter-friedman-plaediert-fuer-juedische-einheit/ JERUSALEM (inn) – Juden sind nicht nur von äußeren Feinden bedroht, sondern auch von innerer Spaltung. Das hat David Friedman am Dienstagabend in seiner ersten politischen Ansprache als Botschafter der USA in Israel betont. Auf die Pläne von US-Präsident Donald Trump für Friedensgespräche wollte er indes nicht eingehen. Als Begründung zitierte er ein englisches Sprichwort: „Diejenigen, die reden, wissen nicht, und diejenigen, die wissen, reden nicht.“ Doch die Israelis könnten gewiss sein, dass viele Mitarbeiter in der neuen Regierung das Herz am richtigen Fleck hätten, sagte er bei einer Preisverleihung in Jerusalem.

Die amerikanisch-israelischen Beziehungen wollte der Diplomat ebenfalls nicht thematisieren. „Es wäre eine gute Rede geworden, aber die halte ich Ihnen heute nicht“, sagte er schmunzelnd. Stattdessen wende er sich an diesem Abend als Jude und als Sohn eines Rabbiners, der sein Leben der jüdischen Einheit gewidmet habe, an seine Zuhörer.

Friedman erinnerte an die drei Talmudschüler, die vor drei Jahren von Palästinensern entführt und ermordet wurden. 18 Tage lang hätten Juden und auch Nichtjuden in der gesamten Welt für sie gebetet und gehofft. Später hätten die Eltern dann einen Preis für die innerjüdische Einheit gestiftet, der jeweils am Todestag der drei Jungen, dem 12. Juni, verliehen wird. Er selbst habe bereits zweimal an dieser Zeremonie teilgenommen.

Verbindung nicht im gemeinsamen Feind suchen

Ein Schlüssel für die Einheit zwischen Juden aller Couleur sei der gegenseitige Respekt, ergänzte der Amerikaner. Der Zweite Tempel in Jerusalem sei im Jahr 70 wegen „Sin’at Chinam“ zerstört worden. Dieser hebräische Ausdruck heißt wörtlich „kostenloser Hass“ und bedeutet übertragen: der Hass von Juden gegeneinander. Stattdessen müssten sie „Ahavat Chinam“ (kostenlose Liebe), also Liebe zueinander, praktizieren – gerade wegen der vielfachen Bedrohung von außen.

Direkt vor seiner Ansprache hatte der Botschafter den Golan besucht, wo in den vergangenen Tagen mehrere fehlgeleitete Granaten aus Syrien eingeschlagen sind. Er habe nach Syrien hinübergeschaut und festgestellt: Israel habe viele Feinde, man müsse nicht lange suchen. Die Rebellengruppen hassten einander, aber „alle hassen uns“. Es sei allerdings nicht ausreichend, sich hinter den gemeinsamen Feinden zu vereinen. Verbindend sei vielmehr „das gemeinsame Wunder von Geburt und Wachstum dieses wunderbaren Landes“. Juden teilten gemeinsame Werte, ebenso wie Israel und die USA.

Dabei gab Friedman zu, dass er selbst in früheren Jahren zu innerjüdischer Trennung beigetragen habe. Doch nun verspreche er, jeden Juden gleich welcher politischen Ansicht mit demselben Respekt zu behandeln. Er bat alle, eine neue Seite in den internen jüdischen Beziehungen aufzuschlagen. Zum Abschluss wünschte er den Zuhörern, dass sie unterschiedliche Leute zusammenführen könnten – auch durch die Musik.

Beiträge zur Stärkung der innerjüdischen Beziehungen geehrt

Friedman war Gastredner bei einer Preisverleihung des internationalen jüdischen Hilfswerkes „B'nai B'rith“, das 1843 gegründet wurde. Die Organisation hilft weltweit nach Katastrophen, ist aber auch um gute Beziehungen zwischen Israel und den Juden in der Diaspora bemüht. Und genau darum ging es bei den Awards.

Der Journalist Janiv Pohoryles erhielt einen Preis für die Stärkung der Verbindungen zwischen Israel und der jüdischen Diaspora durch den Journalismus. Er schreibt beim hebräischen Internetportal „ynet“ für das Ressort „Judentum“. Dort habe er auf kreative Weise israelischen Juden vermittelt, dass es für sie relevant sei, was Judentum in der Diaspora ausmache, hieß es aus der Jury als Begründung. Der Preisträger sagte in seiner Dankesrede, Juden in Israel und in der Diaspora könnten nicht aufeinander verzichten.

Im Bereich der Kunst wurde der Musiker David Broza geehrt. Er ist in Haifa, Tel Aviv und Spanien aufgewachsen. Weltweit gibt er Konzerte in der Diaspora, spielt aber auch vor israelischen Soldaten. In seinen Dankesworten sprach er von einer „untrennbaren zionistischen Verbindung“ zwischen den jüdischen Gemeinden der Welt. Der Sänger trug anschließend sein Lied „Mitachat Laschamajim“ (Unter dem Himmel) vor – sehr zur Freude des amerikanischen Botschafters, der dieses Stück nach eigener Aussage besonders schätzt.

Von: eh

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Wed, 28 Jun 2017 11:09:00 +0200
<![CDATA[Israel sucht IT-Experten im Ausland]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/wirtschaft/2017/06/27/israel-sucht-it-experten-im-ausland/ JERUSALEM (inn) – Programmierer-Knappheit in Israel: An rund 10.000 Ingenieuren und Programmierern soll es Israel in den kommenden zehn Jahren mangeln. Das prognostiziert die Innovationsbehörde der Regierung, berichtet die Tageszeitung „Yediot Aharonot". Es geht um einen Markt, in dem 140.000 Personen beschäftigt sind.

Der Hauptgrund hinter der Knappheit sei ein starker Rückgang der Absolventen in den Fachgebieten Informatik, Mathematik und Statistik. Ein weiterer Grund sei, dass nach dem Platzen einer Spekulationsblase im Jahr 2000 viele israelische Hightech-Arbeiter ihren Job verloren haben. So sei das Interesse der Studenten an einer Technik-Karriere gesunken, erklärt Noa Acker, Politikleiterin der Abteilung Soziale Herausforderungen der Innovationsbehörde.

Ultra-Orthodoxe und Araber integrieren

Die israelische Regierung will dem nun entgegenwirken mit unterschiedlichen Mitteln. Das Bildungsministerium will etwa das Lernen von Mathematik und Naturwissenschaften fördern – besonders in weiterführenden Schulen außerhalb der Städte, wo bestimmte Bildungsangebote nicht zur Verfügung stehen.

Zudem gibt es den Plan, langfristig mehr ultra-orthodoxe Juden und Araber in die Industrie zu integrieren – zwei schnellwachsende Bevölkerungsgruppen mit geringer Arbeitsbeteiligung. Das sind nur einige Strategien, um Potenzial im Land zu suchen.

Bürokratische Hürden für Experten lockern

Israelische Firmen schauten sich nun auch vermehrt im Ausland nach Arbeitskräften um, damit das Land IT-technisch weiterhin oben mitmischen kann. In einem Ranking des Weltwirtschaftsforums hat Israel in den vergangenen drei Jahren sechs Plätze verloren und befindet sich nun auf Rang 17.

Die Regierung bereitet 500 Visa für Studenten vor, die bereits Naturwissenschaften und Ingenieurswesen an israelischen Universitäten studiert haben, damit diese ein Jahr in Technikunternehmen arbeiten können. Zudem möchte sie die bürokratischen Hürden für unbegrenzte „Expertenvisa“ lockern.

Die Ukraine etwa sei ein Top-Ziel für die Rekrutierung. In den Ländern der ehemaligen Sowjetunion gebe es eine ausgeprägte Lehre von Mathe- und Computerwissenschaften. In der Ukraine absolvierten jährlich 20.000 IT-Fachleute die Hochschule. Auch in anderen europäischen Ländern wie Polen oder Bulgarien haben israelische Firmen Arbeiter rekrutiert.

Bereits im Januar beschloss Israel, 500 Hightech-Fachkräfte aus dem Ausland anzuwerben. Mehr als umgerechnet 222 Millionen Euro möchte Israel in dieses Programm investieren. Es zielt auch darauf ab, in den kommenden sechs Jahren die Anzahl der Studenten in Hightech-Studiengängen um 40 Prozent zu steigern.

Mit Google und Microsoft um Arbeiten buhlen

Der Mangel sei besonders schmerzhaft für die 5.000 israelischen Start-ups, die um Talente konkurrieren mit Entwicklungszentren von Technologie-Riesen wie Google, Intel, Apple und Microsoft. Diese bieten Anreize, die Start-ups nicht leisten können.

Angetrieben durch Start-ups ist die israelische Technologieindustrie der am schnellsten wachsende Teil der Wirtschaft. Sie mache 14 Prozent der Wirtschaftsleistung und die Hälfte der Exporte aus, heißt es in dem Bericht der „Yediot Aharonot“.

Von: mab

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Tue, 27 Jun 2017 15:44:00 +0200
<![CDATA[Ramon-Krater wird zu Nationalpark]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/tourismus/2017/06/27/ramon-krater-wird-zu-nationalpark/ JERUSALEM (inn) – Die israelische Natur- und Parkbehörde hat den Ramon-Krater in den Status eines Nationalparks erhoben. Finanzminister Mosche Kahlon gab die Entscheidung diese Woche bekannt. Von weiteren Maßnahmen sind vier Nationalparks oder Naturreservate betroffen.

Lange Entstehungszeit

Der Ramon-Krater ist der größte der fünf sogenannten Erosionskrater in der Negev-Wüste. Durch die Bildung von hartem Kalkstein und weichem Sandstein und deren Erosion sind über einen langen Zeitraum hinweg besondere Erhebungen enstanden. Auf diese Weise sind unterschiedliche Gesteinsschichten, versteinerte Bäume und Fossilien sichtbar. Diese Naturerscheinung ist so einzigartig, dass sich dafür der hebräische Begriff „Machtesch“ (Krater) in der Fachwelt eingebürgert hat.

Mit dem Ausbau zum „Ramon-Farben-Nationalpark“, der bis vor kurzem als Mine genutzt wurde, soll in dem Krater ein geologischer Garten entstehen. Das Gebiet ist schon jetzt touristisch erschlossen: In der Ortschaft Mitzpe Ramon nördlich des Kraters ist ein Informationszentrum für Touristen eingerichtet. Der Krater ist außerdem Teil des Fernwanderwegs „Israel National Trail“.

Vergrößerung von Naturgebieten

Das „Naturreservat Katzir“ im Norden Israels ist neu eingerichtet worden. Es besteht aus dichtem, mediterranem Wald. Dort finden sich Gewächse wie die Kermes-Eiche, der Mastixstrauch oder die Terebinthe.

Das „Naturreservat Lahav Darom“ (Süd-Lahav) nördlich von Be'er Scheva wurde erweitert. Dort ist laut der Tageszeitung „Ha'aretz“ das südlichste Ausbreitungsgebiet der geschützten Nabel-Ragwurz, die zur Familie der Orchideen gehört.

Ebenfalls erweitert werden das „Naturreservat Har Giora“ bei Jerusalem und der „Nationalpark Judäisches Hügelland“. Beide Gebiete bilden einen zusammenhängenden Wald. Insgesamt wurden die Naturreservate und Nationalparks um 2,2 Quadratkilometer erweitert.

Von: df

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Tue, 27 Jun 2017 15:26:00 +0200
<![CDATA[Botschafter lobt gutes Verhältnis]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/06/27/botschafter-lobt-gutes-verhaeltnis/ Anlässlich der 25-jährigen diplomatischen Beziehungen mit Kasachstan hat der israelische Botschafter Michael Brodsky das Land als „einen der besten Freunde“ des jüdischen Staates bezeichnet. Der gegenseitige Austausch von Technologien im Bereich der Landwirtschaft, Gesundheit und Sicherheit, blühende Geschäftsbeziehungen und gute diplomatische Beziehungen seien die Hauptmerkmale des Verhältnisses zwischen Kasachstan und Israel. Im vergangenen Dezember hatte Premierminister Benjamin Netanjahu das mehrheitlich muslimische Land besucht. Das Treffen war von beiden Seiten als positiv beschrieben worden, wie die Tageszeitung „Jerusalem Post“ berichtet.

Von: lms

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Tue, 27 Jun 2017 15:19:00 +0200
<![CDATA[„Palästina“ ist neues Mitglied bei internationaler Vereinigung]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/wissenschaft/2017/06/27/palaestina-ist-neues-mitglied-bei-internationaler-vereinigung/ Die „Internationale Vereinigung für klinische Chemie und Labormedizin“ (IFCC) hat die „Palästinensische medizinisch-technologische Gesellschaft“ (PALMTA) am Montag als volles Mitglied aufgenommen. Damit ist „Palästina“ das 91. volle Mitglied der internationalen, nichtpolitischen Organisation. Die IFCC, der auch Israel angehört, legt unter anderem auf ihrem Gebiet globale Standards bei der Zusammenarbeit mit anderen internationalen Organisationen fest. Sie veranstaltet zudem Konferenzen, bei denen Labormedizinexperten aus aller Welt zusammenkommen und originäre Erkenntnisse und Praktiken präsentieren.

Von: dn

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Tue, 27 Jun 2017 15:18:00 +0200
<![CDATA[Verteidigungspreis für Raketenabwehr „Arrow 3“]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/06/27/verteidigungspreis-fuer-raketenabwehr-arrow-3/ Der israelische Staatspräsident Reuven Rivlin hat am Montag dem israelischen Raketenabwehrsystem „Arrow 3“ den israelischen Verteidigungspreis überreicht. Der Preis würdigt Beiträge für die Verteidigung des jüdischen Staates. Der erste Premier David Ben-Gurion hatte ihn ins Leben gerufen. Die Auszeichnung ist benannt nach Elijahu Golomb, dem Gründer und Leiter der Hagana, des Vorläufers der israelischen Armee. Israel hatte die ersten „Arrow 3“-Raketen dieses Jahr im Januar erhalten und im März erstmals eingesetzt. Neben diesem Abwehrsystem wurde auch ein geheimes Militärprojekt ausgezeichnet, das im Büro des Premierministers angesiedelt ist.

Von: df

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Tue, 27 Jun 2017 11:37:00 +0200
<![CDATA[Mariah Carey wirbt für israelische Kosmetikfirma]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/06/27/mariah-carey-wirbt-fuer-israelische-kosmetikfirma/ Die Sängerin Mariah Carey ist neue Markenbotschafterin der israelischen Firma für Totes-Meer-Kosmetik „Premier“. Am Montag stellte sie sich als solche bei einer Pressekonferenz in Tel Aviv vor. Für den Deal erhält sie Berichten zufolge umgerechnet 1,2 Millionen Euro. Befürchtungen, dass sie die Reise aufgrund von Protesten absagen würde, wies sie laut der Onlinezeitung „Times of Israel“ zurück: „Ich bin keine politische Person.“ Während ihrer Reise begleiteten sie ihre Zwillinge Monroe und Moroccan, mit denen sie auch erstmals im Toten Meer baden wollte. Ein Konzert hatte die erfolgreiche Künstlerin nicht geplant. Bei ihrem letzten Besuch in Israel hatte sie ein Abendessen mit Premierminister Benjamin Netanjahu und dessen Frau Sara und besuchte die Klagemauer.

Von: mab

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Tue, 27 Jun 2017 11:15:00 +0200
<![CDATA[Israelisches Militär hält Umweltorganisation für unecht]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/06/26/israelisches-militaer-haelt-umweltorganisation-fuer-unecht/ Die Vereinten Nationen haben die jüngsten Vorwürfe des israelischen Militärs zurückgewiesen, dass Terroristen der Hisbollah unter dem Deckmantel einer nichtstaatlichen Umweltorganisation in der Nähe der libanesischen Grenze agierten. Der israelische UN-Botschafter Danny Danon hatte die Vereinten Nationen in einem Brief aufgefordert, eine „klare Botschaft“ an den Libanon zu senden, wie die Tageszeitung „Jerusalem Post“ berichtet. Die Sprecherin der Vereinten Nationen, Eri Kaneko, berichtete hingegen, dass die UN-Interimstruppe im Libanon keine unberechtigt bewaffneten Personen beobachtet habe oder eine Grundlage gefunden habe, um eine Verletzung der Resolution 1701 zu melden.

Von: lms

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Mon, 26 Jun 2017 16:34:00 +0200
<![CDATA[Regierung lässt Pläne für „gemischten Bereich“ fallen]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/06/26/regierung-laesst-plaene-fuer-gemischten-bereich-fallen/ JERUSALEM (inn) – An der Jerusalemer Klagemauer wird es vorerst doch keinen Platz geben, an dem Männern und Frauen gemeinsam beten können. Einen entsprechenden Plan hat das Kabinett am Sonntag auf Eis gelegt. Die religiösen Parteien Schass und „Vereinigtes Torah-Judentum“ hatten Druck auf Premierminister Benjamin Netanjahu ausgeübt, das Anfang 2016 beschlossene Vorhaben fallenzulassen.

Israels Verteidigungsminister Avigdor Lieberman, Einwanderungsministerin Sofa Landver (beide Israel Beiteinu) und Energieminister Juval Steinitz (Likud) hatten dagegen gestimmt, den Bauplan für den „gemischten Bereich“ fallenzulassen. Lieberman erklärte, die Entscheidung schade den Beziehungen zwischen Israel und den Juden in der Diaspora, im Ausland.

Liberale jüdische Organisationen weltweit sowie die staatliche Einwanderer-Organisation Jewish Agency übten scharfe Kritik an der Regierung. Sie forderten diese auf, die Entscheidung zurückzunehmen. Der Vorsitzende der Jewish Agency, Natan Scharanski, war an der Entwicklung des Planes für die Einrichtung eines „gemischten Platzes“ an der Klagemauer maßgeblich beteiligt. Vor fünf Jahren habe ihn Premierminister Benjamin Netanjahu beauftragt, einen Vorschlag für „eine Mauer für ein Volk“ zu erarbeiten. Die Entscheidung vom Sonntag erschwere es, Israel und die jüdische Welt näherzubringen, sagte Scharanski. Seine Organisation werde jedoch weiter an dem Prinzip „eine Mauer für ein Volk“ arbeiten.

Gala-Dinner mit Netanjahu abgesagt

Die Jewish Agency verabschiedete am Montag eine Resolution. Darin fordert sie die Regierung auf, die Entscheidung rückgängig zu machen. Der Schritt widerspreche der Vision von Israels Gründungsvätern und dem Geist des Zionismus, erklärte die Einwanderer-Organisation. Es ist das erste Mal seit ihrer Gründung 1929, dass sie auf diesem Weg an die Regierung appelliert. Der Vorstand der Jewish Agency tagt derzeit in Jerusalem. Die Organisation teilte mit, die Maßnahme der Regierung „verändert unsere gesamte Agenda für die verbleibenden zwei Tage, um die Auswirkungen dieser Entscheidung anzugehen“. Ein Gala-Dinner mit Netanjahu sagte die Jewish Agency kurzfristig ab.

Der stellvertretende Vorsitzende der Jewish Agency, David Breakstone, sagte nach einer Krisensitzung gegenüber der Onlinezeitung „Times of Israel“: „Es geht in dieser Angelegenheit nicht nur um religiöse Strömungen. Es ist nicht nur eine Sache des amerikanischen Judentums und des Judentums in der Diaspora. Es gibt eine wachsende Zahl an Israelis, die sich der Bedeutung der ,Kotel‘ bewusst ist. Es geht nicht darum, wie viele Menschen dort auftauchen. Es geht um die symbolische Bedeutung der ,Kotel‘ für alle von uns.“ Darüber seien sich alle Anwesenden einig gewesen, sagte Breakstone. „Kotel“ ist der hebräische Name für die Klagemauer.

Der Präsident des „Jüdischen Verbands von Nordamerika“ (JFNA), Jerry Silverman, erklärte: „In einer Zeit, in der wir als jüdisches Volk, als Israelis und als Diaspora-Judentum zusammenkommen sollten, schafft diese Art von Nachrichten der Regierung vielmehr eine Spaltung als Einheit.“

An der Klagemauer dürfen Männer und Frauen nur getrennt beten. Liberale jüdische Strömungen, die Organisation „Frauen von der Klagemauer“ und die Jewish Agency setzen sich seit Jahrzehnten für die Einrichtung eines dritten Platzes ein. Dort sollen Frauen und Männer gemeinsam beten dürfen. Frauen soll es zudem erlaubt sein, einen Gebetsschal zu tragen und laut aus der Torah vorzulesen.

Von: dn

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Mon, 26 Jun 2017 15:48:00 +0200
<![CDATA[Israel verbietet Ermittlungsteam Zutritt zu Hebron]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2017/06/26/israel-verbietet-ermittlungsteam-zutritt-zu-hebron/ Israel hat einem UNESCO-Ermittlungsteam den Zutritt zur Altstadt Hebrons und zum Grab der Patriarchen verweigert. Das Team wollte untersuchen, ob Hebron in die Liste des gefährdeten Weltkulturerbes aufgenommen werden soll, wie die Tageszeitung „Jerusalem Post“ berichtet. Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) hatte sich im Vorfeld in einem Brief an die UNESCO gewandt und um eine Listenaufnahme gebeten, um die Altstadt Hebrons und das Grab der Patriarchen vor Israel zu schützen. Die Zutrittsverweigerung sei prinzipientreu und strategisch, begründete der israelische Botschafter der UNESCO, Carmel Schama Hacohen, die Entscheidung.

Von: lms

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Mon, 26 Jun 2017 13:07:00 +0200
<![CDATA[Mehrere Granaten schlagen in Israel ein]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/06/26/mehrere-granaten-schlagen-in-israel-ein/ JERUSALEM (inn) – Am Wochenende sind bei Kämpfen in Syrien mehrere Granaten in Nordisrael eingeschlagen. Allein am Samstag gingen zehn Mörser auf freiem Feld nieder. Die israelische Armee evakuierte daraufhin Wochenendurlauber aus dem Gebiet. Sie reagierte zudem mit dem Beschuss von Stellungen der syrischen Armee. Dabei wurden zwei syrische Soldaten getötet.

Auch am Sonntag schlugen mehrere Granaten in Nordisrael ein. Die Armee reagierte darauf mit dem Beschuss eines Fahrzeugs der syrischen Truppen. Arabischen Medienberichten zufolge wurde dabei mindestens fünf Menschen verletzt. Premierminister Benjamin Netanjahu betonte: „Unsere Strategie ist klar: Wir werden keinerlei Beschuss tolerieren, sondern hart auf jeden Angriff reagieren.“

Das syrische Militär erklärte wiederum, es mache „den israelischen Feind für die schwerwiegenden Konsequenzen dieser wiederholten Aktionen verantwortlich“. „Der Feind Israel hat erneut einen unserer militärischen Außenposten angegriffen, in einem verzweifelten Versuch, Terror-Organisationen zu unterstützen“, heißt es in der Erklärung.

UN-Posten getroffen

Während der Kämpfe zwischen syrischen Rebellen und Regierungstruppen im Grenzgebiet wurde am Montagmorgen versehentlich ein Posten der Blauhelm-Mission UNDOF von Maschinengewehrfeuer getroffen. Der Beschuss führte offenbar zum Ausbruch eines Feuers in einem verminten Gebiet. Der Brand löste wiederum die Explosion mehrerer Minen aus, wie die Onlinezeitung „Times of Israel“ berichtet. Zunächst hatten Bürger sowie die Armee aufgrund der Explosionen angenommen, dass erneut Granaten in Israel niedergegangen waren.

Aufgrund der angespannten Sicherheitslage dürfen Landwirte ihre Felder an der Grenze nahe Kuneitra derzeit nicht betreten. Die syrische Stadt liegt in einem von der Beobachtungstruppe UNDOF kontrollierten Pufferstreifen. Die Armee wies Zivilisten an, das Grenzgebiet zu meiden.

Von: dn

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Mon, 26 Jun 2017 12:35:00 +0200
<![CDATA[Gal Gadot auf Platz eins der beliebtesten Schauspieler in sozialen Medien]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2017/06/26/gal-gadot-auf-platz-eins-der-beliebtesten-schauspieler-in-sozialen-medien/ Die israelische Schauspielerin Gal Gadot rangiert diese Woche auf Platz eins der Top-Schauspieler-Charts des Magazins „The Hollywood Reporter“. Die Liste präsentiert die beliebtesten Schauspieler in den sozialen Netzwerken Facebook, Instagram, Twitter, YouTube und Google Plus, indem sie weltweite Daten vergleicht. Die Israelin ist gerade sehr erfolgreich mit ihrem aktuellen Superhelden-Film „Wonder Woman“. Er läuft seit 15. Juni in den deutschen Kinos. In den vergangenen zwei Wochen fand sich Gadot jeweils auf Rang vier der Hitliste.

Von: mab

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Mon, 26 Jun 2017 11:16:00 +0200
<![CDATA[Israelischer Minister fordert volle Stromlieferung für Gaza]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/06/26/israelischer-minister-fordert-volle-stromlieferung-fuer-gaza/ Israel sollte den Gazastreifen rund um die Uhr mit Strom versorgen. Das hat der israelische Energieminister Juval Steinitz am Samstag gefordert. Die Palästinensische Autonomiebehörde unter Präsident Mahmud Abbas hatte die Zahlungen für den Strom gekürzt und Israel gebeten, die Lieferungen einzuschränken. Hintergrund ist ein Streit zwischen der Fatah-Partei von Abbas und der in Gaza regierenden Hamas. „Wir wissen, dass Abbas versucht, uns zu manipulieren. […] Es ist inakzeptabel, dass er unser Handeln bestimmt“, sagte Steinitz laut der Onlinezeitung „Times of Israel“. Er fügte hinzu: „Wir wollen keine humanitäre Krise in Gaza.“

Von: dn

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Mon, 26 Jun 2017 11:14:00 +0200
<![CDATA[Hunderte Häuser in Israel in prekärem Zustand]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/06/26/hunderte-haeuser-in-israel-in-prekaerem-zustand/ Hunderte Gebäude in Israel könnten in einem ähnlich prekären Zustand sein wie der Londoner Grenfell Tower, bei dessen Brand mindestens 79 Menschen gestorben waren. Das gab Israels Feuer- und Rettungsbehörde laut der Onlinezeitung „Times of Israel“ bekannt. Über die genaue Anzahl habe sie keine Angaben. Aber selbst wenn es möglich wäre, dies festzustellen, hätte sie trotzdem nicht die Befugnis, die Gefahr zu lindern.

Von: mab

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Mon, 26 Jun 2017 10:42:00 +0200
<![CDATA[Ein christlicher Tätowierer in Jerusalem]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/06/26/ein-christlicher-taetowierer-in-jerusalem/ „Tätowierung mit Erbe seit 1300“ – mit dieser englischen Aufschrift preist das Holzschild vor dem kleinen Laden in der Jerusalemer Altstadt die Dienste von Wassim Razzouk an. Der palästinensische Christ ist stolz auf die jahrhundertealte Tradition seiner Familie, christliche Pilger zu tätowieren. Sie begann in Ägypten, wo Kopten wegen ihrer Verfolgungssituation nur mit einer Kreuz-Tätowierung eine Kirche betreten durften. Vor rund 500 Jahren zogen seine koptisch-orthodoxen Vorfahren nach Jerusalem, das genaue Datum ist nicht bekannt.

Die Tradition selbst komme nicht von seiner Familie, sondern aus dem Heiligen Land, betont der 44-Jährige im Gespräch mit Israelnetz. „Es war eine Tradition, die seit dem Mittelalter und davor bestand. Die Kreuzfahrer wurden im Heiligen Land tätowiert. Meine Familie hat die Tradition adoptiert – und sie von Generation zu Generation weitergereicht.“ Im Laden hängen Schwarz-Weiß-Fotos von seinem Großvater, seinem Urgroßvater und weiteren Vorfahren. Dass die Familie die Tradition bewahrt hat, ist für ihn „etwas sehr Schönes und Wertvolles, und für mich persönlich ist es etwas, worauf ich sehr stolz bin“.

Doch nicht nur das geistige Erbe haben seine Vorfahren weitergegeben, sondern auch etwas ganz Handfestes: jahrhundertealte Holzstempel mit Mustern von urchristlichen Motiven, die beim Tätowieren helfen. Der neueste von ihnen sei 105 Jahre alt. Ein Pilger hat einst seine Tätowierung dokumentiert und das Bild mit der Jahreszahl 1669 versehen: „Die Zeichnung ist genau dieselbe, die wir auch in unserer Stempelsammlung haben, der Stempel ist ein wenig zerbrochen, aber man kann sehen, dass es derselbe ist.“ Dass diese alten Stempel bis heute gebrauchsfähig sind, passt zu seiner Arbeit: Auch die Tätowierungen haben eine lange Haltbarkeit.

Wassim Razzouk ist nicht nur stolz auf die Familientradition, sondern er liebt seine Arbeit – obwohl es nicht sein erster Berufswunsch war: „Um ehrlich zu sein, ich wollte das nie tun, weil ich jung und rebellisch war. Nur weil es in der Familie war, musste ich es ja nicht automatisch fortführen. Aber dann wurde ich älter und weiser.“ Er habe erkannt, dass es ein großer Verlust wäre, wenn er das Erbe der Familie nicht fortsetzte. „Ich bin sicher, dass die Tradition des Tätowierens von Pilgern weitergegangen wäre – mit anderen Künstlern, vielleicht israelischen, jüdischen oder auch russischen Künstlern, die in Israel leben.“ Aus diesem Grund ist er stolz darauf, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. „Ich habe die Tradition weitergetragen.“

Sohn will Tradition fortführen

Er hat keine Brüder, und seine Schwestern interessieren sich nicht für das Tätowieren. Aber er hat vier Kinder, und ein Sohn will in seine Fußstapfen treten. „Das ist sehr gut, ich freue mich sehr darüber. Ich brauche ihn nicht einmal zu zwingen. Er mag das, was wir tun.“ Überhaupt werde in der Familie von jeher niemand gezwungen, das Handwerk zu erlernen. Als Kind habe er, ebenso wie vorher sein Vater und seine Tante, mitgeholfen, wenn Not am Mann war. So habe er den Betrieb allmählich kennengelernt.

In die Lehre ging Razzouk bei seinem Vater. Manche Methoden gefielen ihm nicht, weil er sie als primitiv empfand. „Aber ich habe viel von meinem Vater gelernt.“ Anschließend brachte er sich selbst bei, „wie man auf modernere, hygienischere, sauberere Weise tätowiert, indem man diese alte Kunst benutzt“. Außerdem verbesserte er die Kunstfertigkeit, etwa durch neue Techniken bei der Schattierung. Sein eigener linker Arm ist voller Tattoos. Einen Teil hat er selbst gemacht, ein Teil stammt von seiner Ehefrau Gabrielle – einer Künstlerin, der er das Tätowieren beigebracht hat.

Ein besonders beliebtes Motiv bei Pilgern ist von jeher das sogenannte Jerusalemkreuz: ein griechisches Kreuz, bei dem sich in den vier Quadranten je ein weiteres Kreuz befindet. Jemandem dieses Symbol einzutätowieren, dauert zehn bis fünfzehn Minuten, sagt der Experte. Generell sei es „nicht so schmerzhaft, und es geht schnell, also ist das Leiden sehr gering“. Wirklich gläubige Menschen wollten allerdings den Schmerz ein wenig spüren. „Das ist für sie, als würden sie ein wenig mit dem Schmerz Jesu mitfühlen. Vor allem in der Osterzeit.“

Seine Kunden sind nicht nur Katholiken und Mitglieder von orthodoxen Kirchen, sondern auch Protestanten. Deren Lieblingsmotiv ist ebenfalls das Jerusalemkreuz. Doch selbst Muslime besuchen das Studio in der Nähe des Jaffatores. „Sie haben einen anderen Geschmack. Sie wollen ihren Namen oder den Namen ihrer Freundin oder den Namen ihres Vaters oder wessen Namen auch immer in Kalligraphie auf Englisch, weil sie denken, dass Englisch cool ist.“

Während des Gespräches kommt ein junger Tourist – ein orthodoxer Christ aus Serbien. Ursprünglich war er in der Annahme nach Israel gereist, er werde ein weiteres unbekanntes Land kennenlernen. Doch schnell merkte er nach eigener Aussage, dass Jerusalem ein einzigartiger Ort ist – und blieb zwei Monate. Offenbar um seine Erkenntnis zu untermauern, möchte er nun einen Termin vereinbaren, um sich zum Abschluss der Reise ein oder zwei Motive eintätowieren zu lassen.

Seelsorge für ein Terror-Opfer

Dass Razzouks Arbeit auch einen seelsorgerischen Aspekt haben kann, zeigt das Projekt „Healing Ink“ (Heilende Tinte). Dabei erhielten Opfer von Terrorangriffen und Kriegsveteranen im vergangenen Oktober auf eigenen Wunsch eine Tätowierung. Zu Razzouk kam die britisch-israelische Reiseleiterin Kay Wilson. Sie war im Dezember 2010 von Arabern angegriffen worden, als sie mit einer christlichen Freundin in einem Jerusalemer Wald unterwegs war. Bei dem Anschlag erlitt sie schwere Verletzungen. Die Freundin, die Amerikanerin Kristine Luken, wurde ermordet.

Als Motiv für ihre Tätowierung wählte Wilson ein jüdisches Gebet in hebräischer Sprache. Für den Christen, der in der Altstadt eine koptische Gemeinde besucht, war die Begegnung mit der Britin eine Gelegenheit, eine humanitäre Tat und einen Akt der Nächstenliebe zu verüben. Denn er selbst habe einen anderen Hintergrund als das Opfer – „denselben Hintergrund wie die Menschen, die sie angegriffen hatten“. Das sollte der Britin helfen, ihre schlimme Erfahrung verarbeiten zu können. „Ich bin sicher, dass ein einfaches Tattoo nicht wirklich viel ändert. Doch die Tat selbst, von einem Araber und Palästinenser, ist etwas sehr Besonderes für sie. Und genau das hat sie empfunden, und ich wollte, dass sie genau das empfindet.“

Trotz der Unterschiede und trotz aller politischer Angelegenheiten zwischen Israelis und Palästinensern seien Menschen immer noch Menschen, und sie kümmerten sich umeinander, sagt Razzouk. „Vor allem, weil wir Christen sind, sind wir aufgerufen, unseren Nächsten und unseren Feind zu lieben, jeden zu lieben. Angegriffen worden und beinahe gestorben zu sein, das ist eine Erfahrung, die niemand durchmachen will.“

Ein wenig Heilung bringen

Er hofft, dass seine Tinte einen kleinen Teil ihrer Schmerzen geheilt habe. „Natürlich nicht alle ihre Schmerzen, die werden nie verschwinden, aber ein wenig eine schöne Erinnerung von einem Palästinenser, der ihr Schmerz verursacht und sie viele Male mit seiner Nadel gestochen hat – als Gegensatz zu einem Palästinenser, der mit einer Machete oder einem Messer auf sie eingestochen hat. Aber mein Stechen war eine Liebestat für sie, damit sie für immer eine Erinnerung an ihrem Körper hat.“

Razzouk folgt Wilson auf Facebook. Aufgrund ihrer traumatischen Erfahrung hat er Verständnis dafür, dass ihr Tonfall mitunter ein wenig aggressiv und manchmal sogar feindselig gegenüber Palästinensern sei. „Ich verstehe, wo sie herkommt, und ich bin wirklich in keiner Position, um über sie zu urteilen. Natürlich ist sie frei, und ich respektiere sie immer noch und werde ihr immer meine Hilfe anbieten. Aber ich hoffe, dass meine kleine Liebestat ein wenig in ihr verändert, um ihr zu helfen, zu vergeben und nicht zu verallgemeinern. Nicht alle Palästinenser in eine Schublade zu stecken – als böse Menschen, als Feinde.“

„Christen brauchen Unterstützung von außen“

Ein Thema, das den Kopten beschäftigt, ist die Abwanderung von Christen aus dem Heiligen Land. Einen Grund dafür sieht er in der fehlenden Unterstützung aus dem Ausland: „Die Juden und Israelis haben eine Menge Unterstützung und viele große Pläne von großen Körperschaften in der Welt, die ihnen zum Beispiel Geld geben und sie unterstützen und sie ermutigen, in Israel zu bleiben und sich auszubreiten und Familien zu gründen.“ Die ortsansässigen Christen seien sehr empfindlich, weil sie eine Minderheit seien, viele wollten nicht in den Feindseligkeiten zwischen Arabern und Israelis leben und verließen deshalb das Land.

„Wenn die christlichen Palästinenser von hier verschwinden, dann wird es für Christen in aller Welt nichts geben, wo sie hingehen können, weil alles verschwinden wird“, meint der Araber. Die einzigen, die sich um die christlichen Besitztümer und die Kirchen kümmerten, vor allem in Jerusalem, seien die christlichen Palästinenser.

Der Tätowierer aus Leidenschaft allerdings denkt trotz aller Widrigkeiten nicht daran, fortzugehen: „Ich werde noch 500 Jahre hier sein. Wir sind seit 500 Jahren hier, ich weiß sicher, dass es weitere 500 Jahre werden.“

Von: Elisabeth Hausen

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Mon, 26 Jun 2017 09:54:00 +0200
<![CDATA[Fastenbrechen – das „kleine Fest“]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/06/25/fastenbrechen-das-kleine-fest/ Streng genommen kennt der muslimische Kalender nur zwei Feste: Das „Eid al-Adha“ und das Fest „Eid al-Fitr“. Letzteres wird auch als „das kleine Fest“ bezeichnet. Es markiert das Ende der entbehrungsreichen Zeit des vorangegangenen Monats, des Ramadan. Das Wort bedeutet „Fest des Fastenbrechens“ und steht im Gegensatz zum bedeutendsten islamischen Fest, dem Opferfest oder „Eid al-Adha“, das während der Pilgerreise begangen wird.

In Israel, den palästinensischen Gebieten und vielen Teilen der islamischen Welt beginnt es am Sonntagabend. Das Fest wird am ersten Tag des Monats Schawaal begangen. Dieser fällt im Jahr 2017 auf den 25. Juni. Aufgrund der Sichtung der Mondsichel kann sich dieses Datum auch einmal um einen Tag verschieben.

Das Fest dauert drei Tage, viele Muslime besuchen Verwandte, Nachbarn und auch die Gräber verstorbener Verwandter. Es ist ein fröhliches Fest, an dem viel und gut gegessen wird. In den vergangenen 29 Tagen haben Muslime zwischen Sonnenauf- und -untergang gefastet. Für Geist und Körper bedeutet das eine besondere Anstrengung, deshalb herrscht nach dieser Zeit eine ausgelassene Stimmung. Weil vor allem Kinder zu diesem Fest viele Süßigkeiten geschenkt bekommen, wird das „kleine Fest“ auch „Zuckerfest“ genannt.

In der Regel gibt es in muslimischen Dörfern und Städten zum Fest festliche Umzüge und jahrmarktähnliche Aktivitäten.

Von: mh

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Sun, 25 Jun 2017 12:01:00 +0200
<![CDATA[Israelische Botschaft stiftet 100 Rollstühle]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/06/23/israelische-botschaft-stiftet-100-rollstuehle/ Die israelische Botschaft in Vietnam hat dem Land 100 Rollstühle für Kinder mit Behinderung gespendet. Das Geld für die Rollstühle der israelischen Organisation „Wheelchairs of Hope“ stammt aus dem Budget für Feierlichkeiten anlässlich des 69. Unabhängigkeitstags des jüdischen Staates, wie die israelische Agentur für internationale Entwicklungszusammenarbeit berichtet. 20 Rollstühle wurden bei einer Zeremonie an ein Rehabilitationszentrum in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi gestiftet. Die restlichen 80 werden an verschiedene Rehabilitationszentren des Landes verteilt.

Von: lms

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Fri, 23 Jun 2017 15:59:00 +0200
<![CDATA[Hunderttausende Demonstranten im Iran wünschen Israel den Tod]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/06/23/hunderttausende-demonstranten-im-iran-wuenschen-israel-den-tod/ Hunderttausende Menschen haben am Freitag im Iran an staatlich organisierten Paraden anlässlich des „Al-Quds-Tages“ teilgenommen. Sie riefen Parolen wie „Tod Israel“, „Tod Amerika“ und „Tod Großbritannien“. In Teheran stellten die Revolutionsgarden die Mittelstreckenraketen Sulfaghar und Schahab-3 zur Schau. Der „Al-Quds-Tag“ findet am Ende des Fastenmonats Ramadan statt. Muslime weltweit demonstrieren damit gegen die israelische Herrschaft über Jerusalem. Auch in Berlin ist für Freitagnachmittag eine solche anti-israelische Demonstration angekündigt. Der Ausdruck „Al-Quds“ bedeutet „die Heilige“. Es ist die arabische Bezeichnung für die Stadt Jerusalem.

Von: dn

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Fri, 23 Jun 2017 14:49:00 +0200
<![CDATA[Was der Terror kostet und für die Demokratie bedeutet]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/06/23/was-der-terror-kostet-und-fuer-die-demokratie-bedeutet/ HERZLIJA (inn) – Der Iran finanziert die Hisbollah jährlich mit umgerechnet 67 Millionen Euro. Außerdem gibt das Land 45 Millionen Euro an die Hamas und 63 Millionen Euro an den Islamischen Dschihad. Diese Zahlen hat laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“ der Chef des israelischen Militär-Geheimdienstes, Herzl Halevi, am Mittwoch auf der Konferenz in Herzlija veröffentlicht. Auf der alljährlichen Konferenz, die das Interdisziplinäre Zentrum zum 17. Mal in Herzlija ausgerichtet hat, tagen regelmäßig die bedeutendsten Politiker und Entscheidungsträger Israels.

Halevi sah in seinem Vortrag die Zusammenarbeit der Hamas mit dem Iran und die aktuelle Kritik an Israel wegen der humanitären Krise im Gazastreifen in einem direkten Zusammenhang. Für den Geheimdienstchef ist am Mangel von Baumaterialien und dem Elektrizitätsproblem in Gaza die Hamas verantwortlich: „Israel hat viermal so viel Baumaterial in den Gazastreifen gelassen, um eines der größten Gebäude der Welt zu bauen.“ Die Hamas benutze aber das Material für den Krieg und nicht für den Aufbau.

Das Elektrizitätsproblem bezeichnete er als „inner-palästinensische Angelegenheit zwischen Hamas und Fatah“. Die Hamas kontrolliert den Gazastreifen, die Fatah die Palästinensische Autonomiebehörde (PA). Halevi forderte die Hamas auf, Prioritäten zu setzen: „Entweder die eigene Gesellschaft aufzubauen oder das Geld, das für den Strom der Menschen bestimmt ist, für Waffen einzusetzen.“

Energiekrise in Gaza soll Konflikt schüren

Auch der israelische Verteidigungsminister Avigdor Lieberman, der am Dienstag seinen Vortrag hielt, äußerte sich zur Stromkrise in Gaza. Dabei warf er dem PA-Präsidenten Mahmud Abbas vor, mit dieser Krise gezielt einen Konflikt zwischen Israel und der Hamas schüren zu wollen. „Seine Absicht ist es, die Ressourcen immer weiter zu verknappen und Benzin, Medizin und Gehälter in ein paar Monaten ganz auszusetzen“, sagte Lieberman.

Verkehrsminister Israel Katz forderte derweil ein normalisiertes Verhältnis zwischen Israel und Saudi-Arabien: „Ich fordere König Salman auf, Premierminister Netanjahu nach Saudi-Arabien einzuladen.“ Die Palästinenser hätten kein Veto-Recht, wenn es um die Normalisierung der Beziehungen mit den Golfstaaten ginge.

Rivlin: Wie viel Demokratie verträgt ein Staat?

Staatspräsident Reuven Rivlin dachte bei seiner Rede während der Abschlussveranstaltung der Konferenz am Donnerstag laut über das Thema Demokratie nach. Er sprach über die Wahrnehmung von Demokratie im Laufe der Zeit mit einem besonderen Fokus auf den Nahen Osten. „Die Flügel der Demokratie werden festgehalten“, sagte Rivlin im Hinblick auf den „arabischen Frühling“ und dessen Entwicklung. „Mit Ausnahme von Tunesien, das weiter kämpft, hat der 'arabische Frühling' große Zerstörung, Enttäuschung und Verzweiflung mit sich gebracht.“ Der Zusammenbruch der alten Regime habe den Nahen Osten in ein Chaos gestürzt. Eine Welle des radikalen Terrorismus, den die Terror-Organisation „Islamischer Staat“ anführe, halte die Region in Atem.

„Die freie Meinungsäußerung und das allgemeine Wahlrecht sind vielleicht notwendige Bedingungen für das Wachstum der Demokratie, aber sie reichen als Grundlagen nicht aus“, sagte Rivlin. Eine Demokratie werde nicht an einem Tag aufgebaut. Sie müsse begleitet sein von dem Aufbau starker staatlicher Institutionen, die das Gesetz über die Meinung des politischen Führers und der öffentlichen Meinung stellten.

„Wir wollen, dass jeder gehört wird. Das führte ins postfaktische Zeitalter, was heute als Fake News tituliert wird“, erläuterte Rivlin. Interessensgruppen benützten heute soziale Medien, um Gegenspieler zu demütigen, schlechtzumachen und zu verhöhnen, anstatt den Austausch mit der Öffentlichkeit zu suchen. „Was für ein Traum von Demokratie ist das eigentlich?“, fragte Rivlin. Eine direkte Demokratie ohne Institutionen, in welcher der Wille des Volkes über allem steht, ist seiner Meinung nach nur einen Schritt von der Anarchie entfernt. Der Staatspräsident sprach sich für eine Stärkung der repräsentativen demokratischen Institutionen aus. Deren Unabhängigkeit müsse gestärkt und nicht weiter geschwächt werden.

Von : mm

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Fri, 23 Jun 2017 14:47:00 +0200
<![CDATA[Solidarität mit Israel nimmt ab]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/06/23/solidaritaet-mit-israel-nimmt-ab/ Die Unterstützung für Israel unter jüdischen College-Studenten in den USA ist seit 2010 um 27 Prozentpunkte gesunken. Das zeigt eine Studie der „Brand Israel Group“. Die Organisation bemüht sich um die amerikanisch-israelischen Beziehungen. Laut den Forschern hatten sich im Jahr 2010 noch 84 Prozent der jüdischen Studenten im Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern auf die Seite des jüdischen Staates gestellt. Im vergangenen Jahr glaubten hingegen nur noch 57 Prozent, dass Israel für Menschenrechte, Toleranz und Vielfalt kämpfe. Darüber hinaus wuchs unter jüdischen College-Studenten zunehmend die Unterstützung für die Palästinenser. Sie stieg in sechs Jahren von zwei auf 13 Prozent an.

Von: lms

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Fri, 23 Jun 2017 14:31:00 +0200
<![CDATA[Familienbande im Weißen Haus]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/06/23/familienbande-im-weissen-haus/ Ein Gastbeitrag von Ansgar Graw]]> Einmal schien es, als sei der religiöse Glaube stärker als die Liebe zwischen zwei Menschen. Da beendeten sie, die Tochter eines presbyterianischen Protestanten, und er, der Sohn orthodoxer jüdischer Eltern, ihre Beziehung. Sie fanden dann aber doch wieder zusammen, heirateten 2009, bekamen drei Kinder – und arbeiten heute beide im Weißen Haus, in der engsten Umgebung des Präsidenten.

Ivanka Trump und Jared Kushner, die Tochter und der Schwiegersohn von Donald Trump, bilden das neue Power-Paar in einer Washingto­ner Polit-Szene, die sich nach dem spektakulären Wahlausgang vom 8. November 2016 gänzlich umgruppiert. Der Beziehungskonflikt zeigt, dass die Religion in der Familie hohe Bedeutung hat. Jared Kushner beendete 2008 wohl auch auf Druck seiner Eltern die Beziehung, die er und Ivanka 2005 begonnen hatten. Ivanka konvertierte daraufhin zum Judentum, die beiden kamen wieder zusammen und heirateten nach jüdischem Zeremoniell. Tochter Araballa Rose (5) und die Söhne Joseph Frederick (3) und Theodore James (1) werden im jüdischen Glauben erzogen.

Dass der Präsident aus der Regierung eine Art Familienunternehmen macht, wird von seinen Kritikern mit Misstrauen beobachtet. Ein Anti-Nepotismus-Gesetz, vom Kongress beschlossen wegen der Berufung von Bobby Kennedy als Justizminister in das Kabinett seines Bruders John F. Kennedy, verbietet derartige Vetternwirtschaft. Einzige Ausnahme: In der Zusammenstellung seiner Mannschaft im Weißen Haus gibt es keine Auflagen für den Präsidenten – solange er Familienangehörige für ihre Dienste nicht bezahlen lässt. Darum agieren Jared Kushner, der Chefberater, und Ivanka, eine Assistentin des Präsidenten, als unbezahlte Mitarbeiter.

Mit Trump auf Augenhöhe

Ivanka war im Trump-Familienkonzern als ausführende Vizepräsidentin mit Zuständigkeiten für Entwicklung und Akquisitionen die rechte Hand ihres Vaters. Auch im Weißen Haus wird die 35-Jährige seinem inneren Kreis zugerechnet. Dass der Präsident Anfang April als Vergeltung für einen syrischen C-Waffen-Einsatz gegen Zivilisten eine begrenzte Militäraktion der USA gegen einen syrischen Luftwaffenstützpunkt anordnete, wird auf Ivankas Drängen zurückgeführt.

Auch der 36-jährige Kushner begegnet dem mit einem ausgesprochenen Ego ausgestatteten Schwiegervater auf Augenhöhe: Er ist durchsetzungsstark wie Trump, Immobilienunternehmer wie Trump, und über den Familienbesitz Milliardär wie Trump. Zusammen mit den Eltern und Bruder Josh verfügt er nach Schätzung des Wirtschaftsmagazins „Forbes“ über ein Gesamtvermögen von rund 1,8 Milliarden Dollar. Trump hat seinen eigenen Besitz im Sommer 2015 auf 10 Milliarden Dollar taxiert, während er laut „Forbes“ 3,5 Milliarden Dollar beträgt.

Ansonsten überwiegen die Unterschiede zwischen dem Präsidenten und Kushner. Da ist das Verhältnis zu den Medien: Während Trump sich in einem „Krieg mit den Medien“ wähnt, ist Kushner der Besitzer des „Observer“, den er von einem New Yorker Wochenblatt in roten Zahlen zu einer rentablen Website ohne regionale Verortung entwickelte.

Und da sind die gegensätzlichen Charakterzüge beider Männer: Trumps polternde Extrovertiertheit kontrastiert mit der Zurückhaltung Kushners. Bereits während des Wahlkampfes diente Kushner zusammen mit Ivanka dem Kandidaten als ein wichtiger Manager. In der Übergangszeit zwischen Wahlsieg und Amts­einführung leistete sich der Harvard-Absolvent allerdings einen massiven Fehler: Mit dem russischen Botschafter Sergej Kisljak diskutierte er die Möglichkeit eines geheimen, diskreten Drahts zwischen Trump und Moskau, der aus der russischen Botschaft betrieben werden sollte. Das ist nicht illegal, wirft aber angesichts der Moskauer Hackerangriffe auf die Demokratin Hillary Clinton die brisante Frage auf: Was sollte da mit Moskau so eilig jenseits der offiziellen Kanäle diskutiert werden?

Kushner gehört zur linksbürgerlichen Gesellschaft von New York City und war bis zum Wahlkampf registrierter Demokrat. Seine Eltern sind großzügige Spender für demokratische Politiker; unter anderem förderten sie Hillary Clintons erfolgreichen Wahlkampf für einen New Yorker Senatssitz im November 2000.

Orthodoxer Glaube mit Tradition

Jared Kushner ist der Enkel von Holocaust-­Überlebenden aus dem damals polnischen Nawahrudak, das heute zu Weißrussland gehört. In Florham Park in New Jersey, wo das Immobilienunternehmen sitzt, sind die „Joseph Kush­ner Hebrew Academy“ und die „Rae Kushner Yeshiva High School“, die jüdische Schüler vom Kindergarten bis zum Abschluss in der 12. Klasse bringen, nach den Großeltern benannt. Der Enkel wuchs in der Tradition der modernen Orthodoxie auf; die Familie bemüht sich, religiöse Gesetze strikt zu beachten, vom koscheren Essen bis zur Würdigung des Sabbat als Ruhetag, aber sie mit dem Leben in einer säkularen Welt zu verbinden.

Im Alltag eines Präsidentenberaters führt dieses Leben nach den Vorschriften der Religion gelegentlich zu Problemen. Schon am 20. Januar, dem Tag der Inauguration, wurde das deutlich: Der President-elect besuchte, einer von Franklin D. Roosevelt in den 30er Jahren begründeten Tradition folgend, den Gottesdienst in der St. John’s Episcopal Church schräg gegenüber vom Weißen Haus. Ihm und First Lady Melania folgten Jared Kushner und Ivanka Trump auf dem Fuße. Eigentlich besuchen orthodoxe Juden keine Kirchen; angeblich ließen sich Ivanka und ihr Mann von einem Rabbi eine Ausnahmegenehmigung erteilen.

Dass Jared Kushner durchsetzungsstark ist, bekam Chris Christie zu spüren. Der republikanische Gouverneur von New Jersey startete 2015 selbst als Bewerber für das Ticket zum Weißen Haus und schlug sich im Februar 2016 als einer der ersten „Establishment-­Republikaner“ auf die Seite Trumps. Anfänglich träumte der Gouverneur dem Vernehmen nach vom Posten des Vizepräsidenten. Letztlich wurde er nur Chef einer von Trump eingerichteten Arbeitsgruppe zur Bekämpfung des Drogen­missbrauchs. Mutmaßlicher Grund: Als New Yorker Generalbundesanwalt hatte Christie 2005 Charlie Kushner, den Vater von Jared, wegen illegaler Wahlkampfspenden und Steuerbetrugs in einem filmreifen Skandal samt Sexfallen und Erpressung durch Fotobeweise für 18 Monate hinter Gitter gebracht. Schüler der Kushner-Schulen überklebten damals vorübergehend den Familiennamen auf ihren Shirts mit Klebeband.

„Jared Kushner beschreibt den Fall des Vaters als einschneidendes Element seines Lebens“, bilanziert Lizzie Widdicombe in einem großen Porträt über Ivanka und Jareds „Powerplay“ im Magazin „The New Yorker“ im August 2016. So etwas konnte nicht zur Freundschaft zwischen Chris Christie und Jared Kushner führen.

Fehlende Erfahrung

Verständnis für die bedrängte Situation der Juden im Nahen Osten bringt Kushner aufgrund seiner Biografie mit; an politischem Faktenwissen und diplomatischer Erfahrung fehlt es ihm indes. Dennoch gilt er im Weißen Haus als „Trumps Mann für die Außenpolitik“. Der Präsident, der selten eingesteht, dass andere einen höheren Intelligenzquotienten als er haben könnten, lobt ihn als „wirklich sehr schlau“. Er nahm ihn und Ivanka mit zur ersten Auslandsreise mit Stationen in Riad und Jerusalem.

Nach seiner ersten Begegnung mit dem palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas im Weißen Haus verblüffte Trump die Welt mit seiner Einschätzung, eine Friedenslösung für die Region sei „vielleicht nicht so schwer, wie die Leute über die Jahre gedacht haben“. Schon zuvor hatte er seine Hoffnung deutlich gemacht, dass der Schwiegersohn die Probleme lösen wird, an denen die regionalen Mächte und amerikanische Außenminister seit einem halben Jahrhundert gescheitert sind. „Wenn du keinen Frieden im Nahen Osten erreichen kannst“, sagte Trump zu Kushner, „kann es niemand“.

Ansgar Graw ist seit 2009 Auslandskorrespondent für „Welt“, „Welt am Sonntag“ und „welt.de“ in Washington D.C. Im Sommer erscheint sein Buch „Trump verrückt die Welt“ (Herbig-Verlag, 19,99 Euro).

Diesen Artikel finden Sie auch in der Ausgabe 3/2017 des Israelnetz Magazins. Sie können die Zeitschrift kostenlos und unverbindlich bestellen unter der Telefonnummer 06441/915152, via E-Mail an info@israelnetz.com oder online.

Von: Ansgar Graw

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Fri, 23 Jun 2017 12:16:00 +0200
<![CDATA[Hunderttausende Muslime besuchen Al-Aksa-Moschee]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/06/23/hunderttausende-muslime-besuchen-al-aksa-moschee/ Mehr als 300.000 Muslime aus den Palästinensergebieten, Israel und dem Ausland haben sich in der Nacht zum Donnerstag auf dem Tempelberg in Jerusalem versammelt. Sie kamen anlässlich der „Lailat al-Kadr“, der „Nacht der Kraft“ oder „Nacht der Bestimmung“, zum Gebet in die Al-Aksa-Moschee. Muslime glauben, dass diese Nacht in besonderer Weise von Segenskraft erfüllt sei. Die palästinensische Nachrichtenagentur WAFA berichtet unter anderem von Besuchern aus Malaysia, der Türkei, Jordanien und Indonesien. Indes war das heutige Freitagsgebet das letzte des diesjährigen Fastenmonats. Der Ramadan endet am 24. Juni.

Von: dn

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Fri, 23 Jun 2017 11:41:00 +0200
<![CDATA[Netanjahu kündigt höhere Sicherheitsvorkehrungen an]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/06/23/netanjahu-kuendigt-hoehere-sicherheitsvorkehrungen-an/ Benjamin Netanjahu will nach dem jüngsten Anschlag die Sicherheitsvorkehrungen am Damaskustor zur Jerusalemer Altstadt erhöhen. Das hat der israelische Regierungschef am Donnerstagabend in Bat Jam angekündigt. Er habe sich bereits mit dem Minister für öffentliche Sicherheit, Gilad Erdan, und mit Polizeivertretern getroffen. Diese hätten einen Plan vorgelegt, der sehr bald umgesetzt werde. Anlass war der Mord an der Grenzpolizistin Hadas Malka durch arabische Terroristen am vergangenen Freitag. Bereits im Februar 2016 war die Grenzpolizistin Hadar Cohen ebenfalls am Damaskustor Opfer eines ähnlichen tödlichen Anschlags geworden.

Von: eh

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Fri, 23 Jun 2017 11:37:00 +0200
<![CDATA[Arabische Staaten stellen Bedingungen an Katar]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/06/23/arabische-staaten-stellen-bedingungen-an-katar/ Vier arabische Staaten haben dem Emirat Katar am Freitag 13 Bedingungen für ein Ende des diplomatischen Embargos gestellt. Darin fordern Saudi-Arabien, Ägypten, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain unter anderem, die Beziehungen zum Iran einzuschränken. Außerdem soll das Emirat die Verbindungen zu Terror-Organisationen wie Hisbollah oder „Islamischer Staat“ kappen. Arabische Staaten hatten das Embargo gegen Katar am 5. Juni errichtet. Das Land hat zehn Tage Zeit, die Bedingungen umzusetzen.

Von: df

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Fri, 23 Jun 2017 11:10:00 +0200
<![CDATA[Autonomiebehörde verteidigt Zahlungen an Familien inhaftierter Palästinenser]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/06/23/autonomiebehoerde-verteidigt-zahlungen-an-familien-inhaftierter-palaestinenser/ Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) sieht eine „soziale Verantwortung“, Familien von in Israel inhaftierten Palästinensern finanziell zu unterstützen. Es seien „politische Gefangene“ und „unschuldige Menschen“, um die sich die PA auf diese Weise kümmere. Die Familien seien stark „beeinträchtigt durch die Inhaftierung oder Ermordung von Familienmitgliedern, die es aufgrund der militärischen Besatzung gibt“. Israelische Verbände von Terror-Opfern reagierten schockiert: „Sobald man die Ermordung unschuldiger Menschen als adäquate Reaktion auf die israelische Politik rechtfertigt, rechtfertigt man de facto Mord.“ Die Argumentation sei, so lange sich Palästinenser schlecht behandelt und besetzt fühlten, hätten sie das Recht zu töten.

Von: mm

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Fri, 23 Jun 2017 11:10:00 +0200
<![CDATA[„Hisbollah tarnt Beobachtungsposten als zivile Stützpunkte"]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/06/22/hisbollah-tarnt-beobachtungsposten-als-zivile-stuetzpunkte/ Die Hisbollah-Miliz hat Beobachtungsposten entlang der israelisch-libanesischen Grenze als Stützpunkte einer zivilen Organisation getarnt. Diesen Vorwurf erhebt der israelische UN-Botschafter Danny Danon in einem Brief an den Weltsicherheitsrat. Darin schildert er einen Vorfall vom April: Eine Gruppe Zivilisten habe den UNIFIL-Truppen den Zugang zu einem Beobachtungsposten der Umweltschutzorganisation „Green Without Borders“ verweigert. Der Sicherheitsrat müsse die libanesische Regierung aufrufen, die Posten unverzüglich aufzulösen, forderte der Diplomat laut der Tageszeitung „Yediot Aharonot“.

Von: eh

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Thu, 22 Jun 2017 16:15:00 +0200
<![CDATA[Ägypten liefert Diesel in den Gazastreifen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/06/22/aegypten-liefert-diesel-in-den-gazastreifen/ Ägypten hat damit begonnen, Diesel in den Gazastreifen zu liefern. Am Mittwoch sind mehrere Lastkraftwagen mit insgesamt einer Million Liter Treibstoff über den Rafah-Übergang in den Küstenstreifen gelangt. Mit dieser Menge könne das einzige Stromkraftwerk zwei bis drei Tage betrieben werden, berichtet die Onlinezeitung „Times of Israel“. Israel hatte auf Bitten der Palästinensischen Autonomiebehörde die Lieferungen verringert. Hintergrund sind politische Spannungen zwischen der im Gazastreifen regierenden Hamas und der Fatah.

Von: df

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Thu, 22 Jun 2017 15:29:00 +0200
<![CDATA[Beziehungen unter Strom]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/06/22/beziehungen-unter-strom/ Ein Kommentar von Ulrich W. Sahm]]> Die stockende Belieferung des Gazastreifens mit Strom hat zu einem heftigen Propagandakrieg geführt. Am Ende wird allein Israel beschuldigt, für die „humanitäre Krise“ im Gazastreifen verantwortlich zu sein. Denn Strom wird nicht nur für Straßenbeleuchtung benötigt. Wichtiger sind Wasser- und Abwasserpumpen und natürlich lebenserhaltende Geräte in den Krankenhäusern. Anders formuliert: Wenn Israel nicht sofort den notwendigen Strom liefert, wird es Tote geben. In den Hospitälern werden schwerkranke Menschen sterben und ohne Wasser werden die Menschen entweder verdursten oder wegen Epidemien sterben.

Die Bundestagsabgeordnete Annette Groth (Die Linke) hatte vor dem Kirchentag in die Kamera des Teams zum Film „Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ erzählt, dass Israel mit Giftstoffen das gesamte Mittelmeer „vergifte“. Unklar ist bei ihrer Aussage, ob Israel das tut, weil es „gezielt“ die „gesamte“ Wasserinfrastruktur des Gazastreifens zerstört habe. Denn dadurch fließen die Abwässer aus Gaza ungeklärt ins Mittelmeer. Oder meint sie, dass Israel zusätzlich Gift ins Mittelmeer pumpt?

So einfach ist es, eine Verschwörungstheorie mit falschen Angaben in die Welt zu setzen und dann alle Schuld für die Misere allein den Juden/Israelis in die Schuhe zu schieben. Dass „die Juden“ und heute die „Zionisten“ oder Israel das größte Unglück für die Welt seien, haben schon die „Protokolle der Weisen von Zion“ und die Nazis gepredigt. Tatsächlich gestaltet sich der Stromstreit viel komplizierter.

Die Grenze zu Ägypten

Da der Küstenstreifen im Prinzip unter der Verwaltung der Autonomiebehörde unter Präsident Mahmud Abbas steht, oblag es ihr auch, für die Versorgung seiner zwei Millionen Bewohner zu sorgen. Zwar gibt es auch eine Grenze zu Ägypten. Doch seit dem Putsch der Hamas 2007 endete ein zwischen Israel, der Autonomiebehörde und Ägypten abgesprochenes und von der EU garantiertes Grenzkontrollsystem.

Deshalb bleibt die Grenze bei Raffah weitgehend geschlossen. Zudem haben die Ägypter einen Großteil der Schmugglertunnel unter der Grenze zwischen Gaza und dem Sinai zerstört. In der Folge war der Gazastreifen nun fast ausschließlich von Israel abhängig, was die Lieferung von Nahrungsmitteln, Strom und Wasser anging. Seinerzeit gab es mehrere Grenzübergänge nach Israel. Mit Terror hatte die islamistische Hamas jedoch für eine Schließung der meisten Terminals gesorgt.

Die Ausreise für Schwerkranke, die sich in israelischen Hospitälern behandeln lassen wollten, geriet immer wieder ins Stocken wegen versuchter Attentate oder Schmuggel von Sprengstoff. Übrig blieb nur Kerem Schalom für den Warentransport. Doch auch dieses Terminal wurde mehrfach beschossen. Zöllner entdeckten wiederholt „verbotene Waren“, darunter Chemikalien für die Sprengstoffherstellung, Anzüge für Kampftaucher, Drohnen oder Zielfernrohre. Solange die Hamas gegen Israel Krieg führt, weigert sich Israel, bei der Aufrüstung der Hamas behilflich zu sein. Israel, die USA, die EU, die UNO und andere betrachten die Hamas zudem als Terror-Organisation. Deshalb sind direkte Kontakte kaum möglich, obgleich sich die Hamas seit 2007 als die rechtmäßige „Regierung“ in Gaza betrachtet.

Wäre Verstoß gegen Osloer Verträge gewesen

Israel mischt sich in die inner-palästinensischen Zwiste nicht ein. Eine Anerkennung der Hamas hätte die Spaltung der Palästinenser in jeder Hinsicht besiegelt, was ein Verstoß gegen die geltenden Osloer Verträge gewesen wäre und zur Auflösung der Autonomiebehörde führen könnte.

Bei dem Existenzkampf zwischen Ramallah und Gaza hatte nun Präsident Abbas beschlossen, die Kosten für den von Israel gelieferten Strom mit Steuerauflagen zu verteuern. Die Hamas weigerte sich daraufhin, die Stromrechnung aus Ramallah zu begleichen. Da ohnehin Ramallah der israelischen Stromgesellschaft Millionenbeträge schuldet, beschloss das israelische Kabinett, die Stromlieferung in den Gazastreifen um 40 Prozent zu kürzen oder alternativ die Stromzufuhr für palästinensische Städte wie Hebron, Bethlehem, Ramallah oder Nablus zu drosseln. Das hätte zu mehrstündigen Stromausfällen geführt. Zudem hat Präsident Abbas beschlossen, die Lieferung von Medikamenten nach Gaza zu stoppen, indem er deren Einkauf verweigert.

Ein Problem des israelischen Steuerzahlers?

Gleiches gilt für das von Israel gelieferte Dieselöl für das einzige Kraftwerk im Gazastreifen. Das produziert zwar nur etwa 14 Prozent des Strombedarfs, ist aber seit Wochen stillgelegt. Zeitweilig sprang Katar ein und bezahlte das Dieselbenzin. Jetzt haben die Ägypter beschlossen, Tanklastwagen nach Gaza zu schicken. Doch am Dienstagabend blieben diese zunächst stecken, weil Ägypten die Grenze nicht öffnete. Mittlerweile sind die Tanklastwagen angekommen.

Offen bleibt die Frage, ob der israelische Steuerzahler für die Streitigkeiten und Machtkämpfe unter Palästinensern aufkommen sollte. Zwar gibt es Warnungen, dass der Gazastreifen bald „explodieren“ könnte. Doch die israelische Führung will nicht einsehen, die Rechnung für die Zahlungsverweigerung der Palästinenser zu begleichen. In jedem anderen Land der Welt wird jenen der Strom abgeschaltet, die ihre Rechnung nicht bezahlen, auch wenn das zu „humanitären“ Problemen führt. Klar ist hier auch, dass die Hamas nicht einerseits behaupten kann, die rechtmäßige „Regierung“ im Gazastreifen zu sein, Millionenbeträge in Luxus und militärische Infrastruktur investiert, andererseits aber der Bevölkerung den Strom vorenthält.

Von: Ulrich W. Sahm

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Thu, 22 Jun 2017 15:21:00 +0200
<![CDATA[PA will Hebron vor Israel schützen]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2017/06/22/pa-will-hebron-vor-israel-schuetzen/ In einem Brief hat die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) die UNESCO gebeten, die Altstadt Hebrons und das Grab der Patriarchen in die Liste des gefährdeten Weltkulturerbes aufzunehmen, um sie vor Israel zu schützen. Der jüdische Staat soll für „Vandalismus, Sachschäden und andere Attacken“ verantwortlich sein. Israel verteidigte sich gegen die Vorwürfe und bezeichnete diese als „politsch motiviert und völlig haltlos“. Ob Hebron in die Liste des gefährdeten Weltkulturerbes aufgenommen wird, entscheiden die 21 Mitgliedsstaaten des Welterbekomitees ab dem 2. Juli in Polen.

Von: lms

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Thu, 22 Jun 2017 14:49:00 +0200
<![CDATA[Die Vorgänge beim WDR bleiben im Dunkeln]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2017/06/22/die-vorgaenge-beim-wdr-bleiben-im-dunkeln/ Eine TV-Kritik von Daniel Frick]]> Die Geheimniskrämerei um die Antisemitismus-Dokumentation „Auserwählt und ausgegrenzt“ sollte am Mittwochabend ein Ende finden. „Das Erste“ hatte sich zu einer Ausstrahlung mit Kommentaren entschieden, Sandra Maischberger zu einer Vertiefung der Thematik. Ein guter Ansatz, dessen Umsetzung aber misslungen ist.

Denn eine ernsthafte Diskussion um den Film konnte gar nicht entstehen, weil die Betroffenen nicht eingeladen waren. Allein ein Gespräch, bei dem zumindest einer der Autoren und die zuständige WDR-Redakteurin Sabine Rollberg mit dabei sind, hätte Sinn ergeben. Doch so gab es keine Antwort darauf, was es mit dem anfänglichen Verschluss des Films wirklich auf sich hatte. Und ob es in den vergangenen Monaten Gespräche zwischen Sender und Autoren gegeben hat, wie WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn behauptet, oder doch nur Schweigen, wie die Autoren sagen.

Der Film drängt sich auf

Wenig ergiebig war dann auch Maischbergers Vorgabe, nicht über den Film selbst, sondern über den „neuen Antisemitismus“ zu reden. Warum nicht über dieses Thema, aber anhand des Films? Immerhin wirft er die wichtigen Fragen auf: Befeuern schräge Schlagzeilen wie „Israelische Sicherheitskräfte erschießen vier Palästinenser“ oder die Rede vom Gazastreifen als „Freiluftgefängnis“ die Dämonisierung Israels? Tut selbiges auch die UNRWA, die den Flüchtlingsstatus der Palästinenser aufrechterhält?

So musste Maischberger während der Sendung immer wieder einschreiten, wenn einer der Gäste den Film ansprach – weil es sich eben aufdrängte. Und der Zuschauer musste einem Norbert Blüm zuhören, der zwar betonte, beide Seiten zu kritisieren, dem aber seltsamerweise nur Beispiele einfielen, bei denen die Israelis schlecht wegkommen.

Wichtige Fragen vernachlässigt

Die Journalistin Gemma Pörzgen stellte allen Ernstes die These auf, über die israelische „Besatzung“ werde zu wenig geredet. Aber warum nicht einmal über die gegen Israel gerichteten Vernichtungsfantasien in der arabischen Welt reden? Diese haben immerhin zum Sechs-Tage-Krieg und damit zur militärischen Kontrolle des Westjordanlandes geführt; und diese Vernichtungsfantasien sind heute noch lebendig (siehe Dokumentation).

Wäre es in der Maischberger-Diskussion stärker um den Film gegangen, wäre den Beteiligten an dieser Stelle sicher jene junge Palästinenserin aus dem Gazastreifen eingefallen, die gedanklich schon viel weiter ist als Pörzgen: Es gehe nicht an, meint sie, die Schuld für die Misere der Palästinenser immer nur bei den anderen (sprich: bei den Israelis) zu suchen.

Anstelle dieser Stimme erhielt der Psychologe Rolf Verleger das Wort. Das frühere Mitglied des Zentralrats der Juden, dort allerdings in Ungnade gefallen, wurde als „kritischer Jude“ dazu eingeladen, die Schuld bei Juden und Israelis zu suchen. Dies tat er dann auch pflichtbewusst, woraufhin der Psychologe Ahmed Mansur die entscheidende Frage stellte, wie und warum er eigentlich von den Juden hierzulande auf Israel zu sprechen komme.

Fehlerliste mit Aussage

Zu Beginn der Sendung ging es immerhin einige Minuten um die Vorgänge rund um den Film. Zur Sprache kamen unter anderem die Aufstellung von „Mängeln“ der Dokumentation, die der WDR als Kommentar im Internet publik gemacht hatte. Der Historiker Michael Wolffsohn antwortete darauf mit angemessener Polemik: „Wenn Sie diese Standards überall anlegten, würden Sie nur Testbilder senden.“

Diese Doppelmoral des WDR spricht tatsächlich Bände. Bemerkenswert ist auch, dass sich die WDR-Redakteure nicht vorstellen können, den Anschlag auf den Pariser Musikklub „Bataclan“ am 13. November 2015 als antisemitisch einzuordnen. Der Klub hat jüdische Vorbesitzer und war in den vergangenen Jahren mehrmals von Islamisten bedroht worden.

Sicher: In einigen Punkten sind tatsächliche Mängel aufgeführt, etwa wenn es darum geht, Stellungnahmen der kritisierten Organisationen einzuholen. Aber hier wäre eben wichtig gewesen, die Autoren selbst dazu zu befragen, ob und warum dies versäumt wurde. Zudem handelt es sich um Dinge, die behoben werden können. Wie Schönenborn am Anfang der Sendung sagte, wollte der WDR den Film „in dieser Form“ nicht senden. Das ist nach den Vorgängen der letzten Monate schlicht nicht glaubwürdig. Denn offenkundig ist, dass WDR und „Arte“ den Film ohne den öffentlichen Druck niemals bearbeitet, also in eine andere Form gebracht hätten, um ihn dann auszustrahlen.

Letztlich haben die Verantwortlichen nicht erkannt, oder nicht erkennen wollen, dass der Film seine Brillanz aus der Stoßrichtung schöpft, die verschiedenen Spielarten des Antisemitismus bündig darzustellen: Sowohl von rechter, linker und muslimischer Seite sowie die antizionistische Dimension. Sonst hätten sie den Film mit einiger Verve in Form gebracht und gezeigt. Das einzige Gute an dieser traurigen Episode deutscher Fernsehgeschichte ist, dass der Film nun wesentlich mehr Aufmerksamkeit erhalten hat, als das ursprünglich der Fall gewesen wäre.

Von: Daniel Frick

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Thu, 22 Jun 2017 14:22:00 +0200
<![CDATA[Kushner fühlt für Friedensprozess vor]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/06/22/kushner-fuehlt-fuer-friedensprozess-vor/ JERUSALEM / RAMALLAH (inn) – Der Chefberater des amerikanischen Präsidenten Donald Trump und Sonderbeauftragte für den Nahen Osten, Jared Kushner, hat sich am Mittwoch mit dem israelischen Premier Benjamin Netanjahu in Jerusalem getroffen. Laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“ sprachen sie über zweieinhalb Stunden zur Sicherheitssituation im Nahen Osten. Am Nachmittag folgte in Ramallah Kushners Treffen mit dem Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas.

Bei dem Versuch, neue Verhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern anzuregen, begleiteten Kushner der US-Gesandte für den Nahen Osten, Jason Greenblatt, und der US-Botschafter in Israel, David Friedman. „Die drei US-Vertreter haben Israels Prioritäten und die möglichen nächsten Schritte mit Premier Netanjahu besprochen“, heißt es in einer Mitteilung des Weißen Hauses. Sie hätten die Schlüsselrolle anerkannt, welche Israel für die Sicherheit in der Region spiele. Außerdem hielten sie fest, dass der Friedensprozess Zeit brauche.

Kushner: Trumps Absichten für Friedensabkommen sind klar

Netanjahu freut sich darauf, mit Kushner zusammenzuarbeiten: „Das ist eine Gelegenheit, unseren gemeinsamen Zielen von Sicherheit, Prosperität und Frieden nachzugehen.“ Bei Kushners Besuch erinnerte Netanjahu an Trumps Besuch im vergangenen Monat, den er eine „historische Reise“ nannte.

In Ramallah sprach Kushner mit dem palästinensischen Präsidenten Abbas laut der Nachrichtenagentur WAFA über den israelisch-palästinensischen Friedensprozess. „Präsident Trump hat sich verpflichtet, an einem ernsthaften Friedensabkommen zu arbeiten“, hat demnach Kushner gesagt. Weitere Themen des Treffens seien die Angelegenheiten palästinensischer Flüchtlinge und Häftlinge gewesen. Außerdem habe sich Abbas für eine Zwei-Staaten-Lösung mit einem palästinensischen Staat, der die Hauptstadt Ostjerusalem hat, ausgesprochen.

Kushner war direkt nach seiner Ankunft am Mittwoch in Israel zum Moschav Givat Eser gereist. Dort stattete er den Hinterbliebenen der Grenzpolizistin Hadas Malka, die am Freitag bei dem Anschlag am Damaskustor ermordet worden war, einen Kondolenzbesuch ab.

Von: mm

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Thu, 22 Jun 2017 13:40:00 +0200
<![CDATA[Urteil gegen Diskriminierung von Frauen]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/urteil-gegen-diskriminierung-von-frauen/ JERUSALEM (inn) – Die israelische Fluggesellschaft „El Al“ muss einer Holocaust-Überlebenden Schadenersatz wegen Diskriminierung zahlen. Die 81-jährige Renee Rabinowitz hatte „El Al“ verklagt, weil ein Flugbegleiter sie im Dezember 2015 aufgefordert hatte, ihren Platz zu verlassen. Ein ultra-orthodoxer Jude wollte aus religiösen Gründen nicht neben ihr als Frau sitzen. Diese Praxis darf „El Al“ nun nicht länger verfolgen.

„Unter absolut keinen Umständen darf ein Mitglied der Crew einen Passagier bitten, seinen gebuchten Platz zu verlassen, weil der benachbarte Passagier aufgrund des Geschlechts nicht neben ihm sitzen möchte“, heißt es in dem Gerichtsurteil. Die Politik von „El Al“ stelle eine direkte Übertretung des Gesetzes zur Verhinderung von Diskriminierung dar.

„El Al“-Mitarbeiter sollen geschult werden

„El Al“ muss nun umgerechnet rund 1.600 Euro Schadenersatz an Rabinowitz zahlen. Ihre Anwälte hatten 12.600 Euro gefordert. Die Fluggesellschaft hatte der Frau eine Ermäßigung von rund 179 Euro auf die Buchung ihres nächsten Tickets angeboten. Rabinowitz erklärte nach dem Urteil gegenüber der Tageszeitung „New York Times“, die Richterin habe erkannt, worum es gehe. „Sie hat erkannt, dass es keine Sache des Geldes ist, sie haben mir einen sehr kleinen Betrag zugesprochen, sondern dass es darum geht, dass ‚El Al‘ seine Politik ändert.“

„El Al“ will seine Mitarbeiter innerhalb von 45 Tagen über die neuen Richtlinien informieren. In den kommenden sechs Monaten will die Fluggesellschaft zudem Schulungen zum Umgang mit dem Thema anbieten.

Von: dn

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Thu, 22 Jun 2017 13:32:00 +0200
<![CDATA[Mehr Überwachungskameras im Westjordanland]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/06/22/mehr-ueberwachungskameras-im-westjordanland/ Israel forciert seine Sicherheitsmaßnahmen im Westjordanland. Wie die Tageszeitung „Ha'aretz“ am Donnerstag berichtet, werden mehr Überwachungskameras an diversen Straßen und Kreuzungen installiert. Danach sind es insgesamt bereits über 1.700 Kameras. Weiter hat Israel die Anzahl der Drohnen erhöht, die im Westjordanland im Einsatz sind. Auch auf Militärfahrzeugen sind fortan mehr Kameras installiert. Die israelischen Sicherheitskräfte wollen damit das Überwachungsprogramm verbessern und sammeln Informationen, um Terrorangriffen vorzubeugen und Verantwortliche zu identifizieren, die Unruhe stiften.

Von: mm

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Thu, 22 Jun 2017 11:04:00 +0200
<![CDATA[Nachrichten vom 22. Juni 2017]]> https://www.israelnetz.com/israelnetz-tv/2017/06/22/nachrichten-vom-22-juni-2017/ Thu, 22 Jun 2017 10:08:00 +0200 <![CDATA[Kushner in Israel eingetroffen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/06/21/kushner-in-israel-eingetroffen/ Der Berater von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, ist am Mittwochvormittag in Israel eingetroffen. Vom Flughafen fuhr er direkt zum Moschav Givat Eser in Zentralisrael. Dort stattete er den Hinterbliebenen der Grenzpolizistin Hadas Malka, die am Freitag bei dem Anschlag am Damaskustor ermordet worden war, einen Kondolenzbesuch ab. Dabei begleitete ihn der amerikanische Botschafter in Tel Aviv, David Friedman, berichtet die Tageszeitung „Yediot Aharonot“. Kushner will während seines Aufenthaltes mit israelischen und palästinensischen Politikern über mögliche nächste Schritte im Nahostfriedensprozess sprechen.

Von: eh

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Wed, 21 Jun 2017 14:41:00 +0200
<![CDATA[Jordanien erlaubt „Wonder Woman“]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2017/06/21/jordanien-erlaubt-wonder-woman/ Der Film „Wonder Woman“ darf nun doch in den jordanischen Kinos laufen. Das hat das Kommunikationsministeriums des Landes bekannt gegeben. Das nationale Führungskommitee im Parlament hatte dem Film Unvereinbarkeit mit der arabischen Kultur vorgeworfen und wollte ihn aufgrund der israelischen Hauptdarstellerin Gal Gadot verbieten lassen, wie die Tageszeitung „Yedioth Aharonot“ berichtet. „Die Nationalität eines Schauspielers kann kein Grund sein, das Zeigen eines Filmes zu verhindern“, begründete hingegen Kommunikationsminister Mohammad al-Momani die Entscheidung des Ministeriums, den Film für jordanische Kinos freizugeben.

Von: lms

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Wed, 21 Jun 2017 14:38:00 +0200
<![CDATA[Israel backt mit Liebe für die ganze Welt]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2017/06/21/israel-backt-mit-liebe-fuer-die-ganze-welt/ TEL AVIV / SEATTLE (inn) – Die Geschichte um eine israelische Bäcker-Familie, die in der Stadt Bat Jam am Mittelmeer lebt, wird jetzt für die ganze Welt erzählt. Wie das amerikanische Branchenblatt „Variety“ berichtet, ist nämlich die israelische TV-Serie „Lehijot Ita“ (übersetzt: „Bei ihr sein“) an die amerikanische Firma „Amazon Studios“ verkauft worden. Über deren Streaming-Plattform „Amazon Prime“ gelangt die Serie in die Haushalte von weltweit über 200 Ländern.

Der internationale Verleihtitel der Serie lautet „The Baker and the Beauty“, was übersetzt „Der Bäcker und die Schönheit“ bedeutet. Die Serie, deren zweite Staffel aktuell sehr erfolgreich im israelischen Fernsehen läuft, wird bei „Amazon Prime“ im hebräischen Originalton mit den jeweils zum Land passenden Untertiteln angeboten.

Ursprünglich geschrieben für Bar Refaeli

In „Der Bäcker und die Schönheit“ geht es um das Leben des 28-jährigen Amos Dahari (Avraham Aviv Alush), der in der Bäckerei der Familie arbeitet und bei seinen Eltern lebt. Er verliebt sich in das internationale Supermodel Noa Hollander (Rotem Sela), das gleichzeitig die Erbin eines großen Vermögens ist, das ihre Familie mit einer Hotellinie gemacht hat. Der Reiz der romantisch-komischen Serie entsteht aus den verschiedenen Hintergründen der Protagonisten und den intervenierenden Familienmitgliedern von beiden Seiten.

Geschaffen hat die Serie Assi Asar, der eine der beliebtesten TV-Persönlichkeiten Israels ist. Er hat den Protagonisten der Serie zum Teil auf seiner Biografie aufgebaut. Er ist als Sohn einer jemenitischen Familie in der Stadt Holon aufgewachsen. Ursprünglich hatte Asar die Serie für seine frühere Freundin, das israelische Supermodel Bar Refaeli, geschrieben. Die sprang aber in letzter Minute vom Projekt ab. Laut „Amazon Prime“ wird die Serie „Der Bäcker und die Schönheit“ im Laufe des Jahres den Zuschauern zugänglich gemacht.

Von: mm

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Wed, 21 Jun 2017 14:14:00 +0200
<![CDATA[Gewaltregime im Küstenstreifen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/06/21/gewaltregime-im-kuestenstreifen/ Vor zehn Jahren hat die islamistische Organisation Hamas im Gazastreifen geputscht. Diese allgemein akzeptierte Ansicht ist ebenso falsch wie die Behauptung, dass Israel 1987 die Hamas als „Gegengewicht zur PLO“ gegründet habe. Tatsache ist, dass die frommen palästinensischen Moslems bereits in den 1970er Jahren Armenküchen betrieben und Moscheen gebaut haben – mit israelischer Genehmigung. Sie lieferten den Israelis keinen Vorwand für Verhaftungen. Gleichwohl steckten die Israelis den späteren Mitgründer der Hamas, den querschnittsgelähmten Scheich Ahmad Jassin, 1984 ins Gefängnis, nachdem sie bei ihm Waffen gefunden hatten. Dass die Gewehre gegen die „Palästinensische Befreiungsorganisation“ PLO eingesetzt werden sollten, war kein Grund für Gnade bei „illegalem Waffenbesitz“.

Im Gegensatz zur PLO wollten sich die Islamisten zunächst nicht mit Terroranschlägen verzetteln und schmerzhafte israelische Vergeltung provozieren. Die Hamas gründete sich 1987 als Ableger der ägyptischen Moslembrüder – ihr Chefideologe Jassin war inzwischen durch einen Gefangenenaustausch freigekommen. Nach ihrer Gründung begann auch die Hamas, sich mit blutigen Selbstmordanschlägen hervorzutun. Das politische Ziel der Organisation: Israel zerstören und an seiner Stelle ein islamisches Kalifat errichten. Ihre Gründungscharta enthält übelste Verschwörungstheorien gegen Juden und Zionisten.

Seither geht Israel mit äußerster Schärfe gegen die „Terror-­Organisation“ vor. Scheich Jassin und andere Hamasführer wurden „außergerichtlich hingerichtet“. So werden im Ausland ferngelenkte gezielte Tötungen von Israel genannt.

Infolge des Beschusses Israels mit über 12.000 Raketen wurden inzwischen drei Gaza-Kriege geführt, 2009, 2012 und 2014. Die Israelis sprechen von „Militäroperationen“, weil der Gazastreifen kein Staat ist. Fünf Waffenstillstandsabkommen hatte die Hamas 2014 verletzt und so den Krieg 50 Tage in die Länge gezogen. Israel wiederum richtete große Zerstörungen an, marschierte aber nur punktuell ein. Denn es hat kein Interesse, den 2005 geräumten Gazastreifen erneut zu erobern oder die Hamas zu zerschlagen.

Machtübernahme war kein Putsch

Im Juni feiert die Hamas das zehnjährige „Jubiläum“ ihrer Macht- übernahme im Gazastreifen. Nach Angaben eines Vertreters der palästinensischen Nachrichtenagentur „Ma‘an“ war dies jedoch kein Putsch: „Die Hamas hat sich genommen, was ihr zustand.“

Die Hamas hatte im Januar 2006 die demokratischen Wahlen haushoch gewonnen und die von Jasser Arafat gegründete Fatah­-Partei geschlagen. Dies gelang ihr aufgrund des palästinensischen Wahlsystems: Nicht die Gesamtzahl der Wählerstimmen entscheidet. Sondern jener einzelne Kandidat gewinnt den Wahlkreis, der die meisten Stimmen auf sich vereinigt. Wohldiszipliniert stellte die Hamas jeweils nur einen Kandidaten auf, während die zerstrittene Fatah Dutzende ins Rennen schickte. Obgleich die Fatah-Partei die meisten Wählerstimmen auf sich vereinigen konnte, räumten Hamas-Anhänger die meisten Wahlkreise ab und stellten so eine Mehrheit im palästinensischen Parlament. Dieses wurde daraufhin vom palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas aufgelöst und ist seitdem nicht mehr zusammengetreten. Statt mit Gesetzen regiert Abbas mit Dekreten.

Seit einer gefühlten Ewigkeit herrscht die Fatah-Partei über die Palästinenser. Sie konnte oder wollte ihre Niederlage 2006 nicht eingestehen. Also weigerte man sich in Ramallah, der Hamas die Schlüsselposten zur Macht zu übergeben: Geheimdienst, Polizei, Waffen, Gefängnisse, und Kontrolle über die Gelder. Die Fäden zieht bis heute der Erbe Arafats: Mahmud Abbas.

Seit dem „Putsch“ wütet nun die Hamas im Gazastreifen mit einer brutalen Gewaltherrschaft. Fatah-Anhänger wurden von Hochhäusern geworfen, ins Gefängnis gesteckt, erschossen oder vertrieben. Die Anführer der Hamas bereichern sich dank Korruption, ähnlich wie die Herrscher im Westjordanland. Die humanitären Katastrophen im Gazastreifen sind von der Hamas weitgehend selbst verschuldet.

Wasserprobleme

Der Wassermangel hängt mit einer Versalzung des unterirdischen Süßwasser-Sees zusammen, auf dem der Küstenstreifen „schwimmt“. Das Grundwasser wird im Winter durch Regen aufgefüllt. Solange die Israelis im Gazastreifen herrschten (bis 2005), gab es scharfe Kontrollen. Niemand durfte das nur wenige Meter unter der Erdoberfläche stehende Wasser privat abpumpen. Der Abzug der Israelis wurde von den Palästinensern als „Befreiungsschlag“ aufgefasst. Viele erwarben Pumpen und besorgten sich ihr Trinkwasser „kostenlos“. Die Natur rächte sich. Salziges Meereswasser floss nach und machte alles Trinkwasser ungenießbar.

Die Hamas bezichtigte gleichwohl Israel, weil es während der Kriege 2009 und 2014 die Infrastruktur zerstört habe. Das stimmt teilweise. Doch verschweigt die Hamas, dass sie Kläranlagen, Pump-Anlagen und sogar UNO-Schulen als Abschussrampen für den Raketenbeschuss Israels benutzt hat. Laut Völkerrecht verlieren Hospitäler ihren „geschützten Status“, sobald sie als Militärstellungen missbraucht werden.

Strommangel und Wirtschaftsmisere

Der Gazastreifen erhielt seinen Strom aus Ägypten, Israel und aus eigener Produktion. Mit Ägypten gab es aufgrund der Nähe der Hamas zu den ägyptischen Moslembrüdern „Probleme“. Deshalb sprang die EU nach dem „Putsch“ der Hamas 2007 ein. Mit Millionenbeträgen garantierte sie die Belieferung des einzigen Kraftwerks mit Kraftstoff. Ein EU-Vertreter sagte bei einer Pressekonferenz in Jerusalem: „Die Menschen in Gaza sind nicht da-ran gewöhnt, ihre Stromrechnungen zu zahlen und die EU will sie nicht im Finstern sitzen lassen.“ Das Problem mit den unbezahlten Rechnungen gilt auch heute noch. Normalerweise wird mit den Stromrechnungen auch die Stromerzeugung finanziert. Derzeit weigert sich die Hamas, der Autonomiebehörde den von Israel gelieferten Strom und die Steuern für Schweröl zu bezahlen.

Solange es noch die mittlerweile von Ägypten weitestgehend zerstörten Schmugglertunnel unter der Grenze zum Sinai gab, verdiente die Hamas an Steuern und Abgaben der Schmuggler. Um sich die Geschäfte nicht zu verderben, sorgte sie mit Beschuss für die Schließung des Eres-Industriezentrums in Israel, wo Tausende Palästinenser arbeiteten. Ebenso wurde der Karni-Warenübergang so oft angegriffen, bis ihn die Israelis stilllegten. Heute gibt es nur noch das Warenterminal in Kerem Schalom, wo etwa 800 Lastwagen täglich Waren in den Gazastreifen bringen.

Israel verhindert freilich den Transfer von Zement oder Metall, die für die militärische Infrastruktur der Hamas missbraucht werden könnten. Andererseits zögert die Hamas nicht, immer wieder Zielfernrohre, Taucheranzüge oder Chemikalien für die Herstellung von Sprengstoffen in den Gazastreifen zu schmuggeln.

In der Propaganda wird stets Israel beschuldigt, den Gazastreifen in das „größte Freiluftgefängnis der Welt“ verwandelt zu haben. Die Hamas hat jedoch entscheidend dazu beigetragen. Die Seeblockade ist schon in den Osloer Verträgen festgeschrieben, um Waffenschmuggel zu verhindern. Neben den Angriffen auf die Warenterminals hat die Hamas auch das Kontrollregime entlang der elf Kilometer langen Grenze des Gazastreifens zu Ägypten zerstört.

Israel, Ägypten, die Autonomiebehörde und die EU hatten ein kompliziertes System ausgehandelt, damit Israel per Fernlenkung den Menschen- und Warenverkehr überwachen kann. Eine Elitetruppe aus Ramallah sollte diese Absprachen zusammen mit deutschen Zöllnern im Auftrag der EU garantieren. Die Hamas vertrieb mit Waffengewalt die palästinensischen Aufpasser. Die Deutschen flohen umgehend in Richtung Israel, wo sie mit guten Gehältern bis heute immer noch darauf warten, ihre Arbeit wieder aufnehmen zu können. Etwa 450.000 Menschen passierten bis zum „Putsch“ diese Grenze, 1.500 täglich. Seitdem ist sie fast durchgängig geschlossen.

Hoffnung auf politische Anerkennung

Das größte Problem der Hamas ist die mangelnde internationale Anerkennung. Die Palästinenser sind gespalten. Alle Versöhnungsversuche sind vorläufig fehlgeschlagen. Die USA, die UNO, die EU und andere haben die Hamas zur „Terror-Organisation“ erklärt. Das bedeutet Sanktionen und ein totales Kontaktverbot, an das sich allerdings die „neutrale“ Schweiz nicht hält. Bunde­­s­kanzlerin Angela Merkel verkündete Ende Januar 2006 in Jerusalem, dass die Hamas „dem Terror absagen, Israel anerkennen und sich an alle Abmachungen halten“ müsse. Der massive Raketenbeschuss Israels und die von der Hamas angezettelten Kriege waren Methoden, internationale Beachtung, Anerkennung und am Ende Gelder „für den Wiederaufbau“ zu erhalten.

Um die „Probleme zu lösen“, rief der ehemalige SPD-­Vorsitzende und heutige Außenminister Sigmar Gabriel Israel auf, die Hamas anzuerkennen. Das geht grundsätzlich nicht, denn die Hamas ist nur eine palästinensische Partei. Auf die Frage, ob Israel nun auch die SPD, die NPD oder die FDP anerkennen sollte, fiel Gabriel nicht mehr als ein Lachen ein.

Die Israelis haben andere Wege, mit der Hamas „zu reden“, etwa um Warenlieferungen zu koordinieren oder wenn wieder einmal vom Gazastreifen aus eine Rakete in Richtung Israel abgeschossen wird. Dann demonstriert Israel, dass allein die Hamas die Verantwortung im Gazastreifen trägt. Gleichgültig welche Splittergruppe die Rakete abgeschossen hat, reagiert Israel grundsätzlich mit Beschuss von Stellungen der Hamas. So büßt die Hamas für ihren Anspruch, im Gazastreifen die volle Kontrolle zu halten.

Diesen Artikel finden Sie auch in der Ausgabe 3/2017 des Israelnetz Magazins. Sie können die Zeitschrift kostenlos und unverbindlich bestellen unter der Telefonnummer 06441/915152, via E-Mail an info@israelnetz.com oder online.

Von: Ulrich W. Sahm

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Wed, 21 Jun 2017 13:03:00 +0200
<![CDATA[Einstein-Briefe für fast 200.000 Dollar versteigert]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2017/06/21/einstein-briefe-fuer-fast-200000-dollar-versteigert/ Fünf echte Briefe von Albert Einstein wurden am Dienstag bei einer Auktion in Jerusalem für einen Wert von insgesamt 198.600 US-Dollar versteigert. Der wertvollste Brief erzielte einen Wert von 84.000 US-Dollar. In dem Schreiben aus dem Jahr 1954 schreibt Einstein über Gott und die Schöpfung. In einem weiteren Brief aus demselben Jahr, der für 26.400 US-Dollar den Besitzer wechselte, beschreibt er den Staat Israel als intellektuell ansprechenden Ort, jedoch mit begrenzten Möglichkeiten.

Von: df

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Wed, 21 Jun 2017 11:39:00 +0200
<![CDATA[Greenblatt bereitet Kushner-Besuch vor]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/06/21/greenblatt-bereitet-kushner-besuch-vor/ Um den Friedensprozess zwischen Israelis und Palästinensern wiederzubeleben, haben sich am Dienstag der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu und der US-Sondergesandte für internationale Verhandlungen, Jason Greenblatt, getroffen. Am selben Tag traf Greenblatt auch offizielle Vertreter der Palästinenser. Am heutigen Mittwoch stößt der Berater des amerikanischen Präsidenten Donald Trump, Jared Kushner, zur Delegation. Kushner wird Netanjahu und den Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, treffen, um „Prioritäten zu setzen und die nächsten Schritte“ im Friedensprozess zu besprechen.

Von: mm

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Wed, 21 Jun 2017 10:24:00 +0200
<![CDATA[Sommerferien in Israel beginnen]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/06/20/sommerferien-in-israel-beginnen/ Für etwa 700.000 Jugendliche an Israels weiterführenden Schulen haben am Dienstag die großen Ferien begonnen. Rund 120.000 von ihnen beenden damit ihre Schulzeit. Bildungsminister Naftali Bennett wünschte den Schülern „schöne, sichere und bedeutsame Ferien“. „Nutzt die Zeit, um voranzukommen und zu wachsen, um in unserem schönen Land zu reisen“, ergänzte er. Zudem rief er die Jungen und Mädchen auf, die freie Zeit einem Beitrag für die Gesellschaft zu widmen. Ende der kommenden Woche werden auch die etwa 1,5 Millionen Kinder in Grundschulen und Kindergärten ihre Sommerferien antreten.

Von: eh

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Tue, 20 Jun 2017 16:07:00 +0200
<![CDATA[Zahl der Scheidungen steigt leicht]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/06/20/zahl-der-scheidungen-steigt-leicht/ In Israel haben sich im Jahr 2016 10.841 jüdische Ehepaare scheiden lassen. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg um 1,8 Prozent, wie die Verwaltung der rabbinischen Gerichte am Montag bekannt gab. Die Zahl bestätigt eine Tendenz, derzufolge die Zahl der Scheidungen seit dem Jahr 2012 leicht zunimmt – pro Jahr um durchschnittlich etwa 1,4 Prozentpunkte.

Von: df

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Tue, 20 Jun 2017 15:46:00 +0200
<![CDATA[Ein Stück Realismus]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2017/06/20/ein-stueck-realismus/ Eine Filmkritik von Daniel Frick]]> Nach einer skurrilen Debatte um das Für und Wider der Dokumentation „Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ zeigt „Das Erste“ den Film am Mittwoch um 22.15 Uhr. Im Anschluss folgt eine Diskussion bei Sandra Maischberger. Es ist gut, dass der Film der Autoren Joachim Schroeder und Sophie Hafner nach der Veröffentlichung auf „Bild.de“ nun auch im Fernsehen läuft. Es geht nicht nur darum, dem Zuschauer die Möglichkeit zu geben, sich ein eigenes Urteil zu bilden. Vor allem ist eine Dokumentation dieser Art schlicht überfällig – auch und gerade wegen des Fokus auf den Nahen Osten, und trotz der Schwächen und formalen Fehler, die der Film ohne Zweifel hat.

Der Fokus auf den Nahen Osten war ein zentraler Einwand von „Arte“. Dem pflichten auch andere Stimmen bei, etwa die jüdische Schriftstellerin Mirna Funk, die beklagt, der Film entspreche nicht „ihren“ Erwartungen. Sie moniert, überhaupt fehle eine Dokumentation, in der die Stimmen der Opfer des alltäglichen Antisemitismus in Deutschland zu Wort kommen. So, als ob es die SWR-Dokumentation „Jude. Deutscher. Ein Problem?“ von Uri Schneider, die im vergangenen Jahr im „Ersten“ lief, nicht gegeben hätte – und in der Funk selbst zu Wort kommt.

Dokumentarische Vorarbeit

Auch wenn das sicher nicht die Absicht der Macher war, lässt sich „Jude. Deutscher. Ein Problem?“ doch als „Vorfilm“ zur aktuellen Dokumentation begreifen. Denn dieser Film, der übrigens auch Stimmen von Juden in Frankreich einholt, belässt es bei Andeutungen, dass der Antisemitismus in Deutschland etwas mit den Vorgängen im Nahen Osten zu tun hat. Er erwähnt etwa das Gerichtsurteil zum Anschlag auf eine Wuppertaler Synagoge während des Gaza-Konfliktes 2014. Die Richter sahen darin keine antisemitische Tat, sondern Ausdruck von „Israel-Kritik“. In einem Gastbeitrag für den „Tagesspiegel“ bewerten zwei jüdische Vertreter das Urteil völlig zurecht als „Skandal“.

So gesehen war die Zeit reif, dem Phänomen vor Ort nachzuspüren. Der Fokus auf den Nahen Osten drängt sich allerdings auch in der Dokumentation selbst auf. Kein Geringerer als Martin Schulz, SPD-Vorsitzender und Kanzlerkandidat, hat am am 23. Juni 2016 dafür gesorgt. Wie am Anfang des Films zu sehen ist, applaudierte er als Präsident des EU-Parlaments einer Rede von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, in der dieser vor EU-Abgeordneten nicht nur behauptete, dass Israelis Schuld hätten am Unglück der Welt, sondern dass die Israelis auch Brunnen der Palästinenser vergiften würden. Für Martin Schulz eine „inspirierende Rede“.

Was die Dokumentation an dieser Stelle nicht zeigt: Der Vorfall ist umso bemerkenswerter, als Schulz erst drei Monate zuvor, am 10. März, beherzt eingegriffen hatte, als der griechische Abgeordnete Eleftherios Synadinos Türken rassistisch beschimpfte. Schulz warf den Abgeordneten aus der Sitzung und bewertete dies als „grundsätzliche Entscheidung“ – um zu verhindern, dass Rassismus im EU-Parlament salonfähig wird. Geht es aber um Israel, scheinen andere Regeln zu greifen.

Nach diesem bemerkenswerten Anfang beschäftigt sich die Dokumentation mit antisemitischen Haltungen in Deutschland. So schräg die eingefangenen Stimmen auch sind, Neues zeigt der Film hier nicht. Es ist längst bekannt, dass in Europa wirre Theorien über Israel im linken wie im rechten Milieu, unter Eliten und auf der Straße Applaus finden.

Neuigkeiten aus Nahost

Wirklich Erstaunliches hört der Zuschauer dann aber in den Szenen im Nahen Osten: Jugendliche im Gazastreifen geben ihrer Regierung (und nicht den Israelis) die Schuld an der Misere in dem Gebiet; ein Palästinenser im Westjordanland zeigt sich dankbar, dass er bei Israelis eine Arbeitsstelle gefunden hat (was die Frage beantwortet, wem der oft geforderte Boykott von Siedlungsprodukten wirklich schaden würde). Diese Stimmen sind hierzulande selten zu hören.

Bemerkenswert ist dieser Teil auch, weil er in aller Deutlichkeit zeigt, welchem politischen Zweck die „palästinensischen Flüchtlinge“ dienen: Sie sind „Faustpfand“, so drückt es der Film aus, für weitere Finanzhilfen aus dem Ausland. Eigentlich könnte man es noch drastischer formulieren: Sie sind dazu da, um den weltweiten Argwohn gegen Israel lebendig halten.

Das UN-Hilfswerk für Palästina-Flüchtlinge (UNRWA) ist der Agent dieser zynischen Politik, denn die Organisation ist so konzipiert, dass der Flüchtlingsstatus über Generationen hinweg aufrecht erhalten wird – dieses „Privileg“ haben andere Flüchtlinge nicht, auch nicht diejenigen Juden, die Mitte vergangenen Jahrhunderts aus arabischen Ländern wegen Antisemitismus nach Israel fliehen mussten. Und die Europäer fördern die UNRWA mit ihren Geldern – deren Verwendung dann auch noch keiner Kontrolle unterliegt. Auch davon ist hierzulande kaum etwas zu hören.

Spurensuche unter Christen

Die Dokumentation spürt dem Phänomen des Antisemitismus auch bei christlichen Organisationen nach. Hier zeigt sich ebenfalls, dass der Fokus auf den Nahen Osten richtig ist. Der Aufwand, mit dem manche Christen gegen Israel vorgehen, etwa mit Boykott-Kampagnen, hat Züge der Besessenheit. In diesem Aspekt zeigt sich aber eine Schwäche der Dokumentation: Im Sinne einer Einordnung fehlt der Hinweis, dass es auch Christen gibt, die sich für Israel einsetzen oder zumindest um einen ausgewogenen Blick auf die Vorgänge in der Region bemüht sind.

Zu ungenau ist dann auch die Beschreibung der „christlichen Kultur“ als „Mutter allen Judenhasses“. Judenhass tritt nicht erst mit dem Christentum in Erscheinung – auch wenn dieser durch christliche Denker weite Verbreitung fand. Zudem ist die in der Dokumentation zitierte Stelle aus einem Brief des Paulus, der als 1. Thessalonicher bekannt ist, nicht vollständig wiedergegeben. So erscheint es, dass Paulus in dem Abschnitt 2,14-16 gegen „die Juden“ wettert. Gemeint sind aber diejenigen, die nicht zu den Jesusgläubigen gehören und die Gemeindearbeit behindern.

Aufklärerischer Film

Im letzten Teil zeigt sich der Vorteil, dass der Film für „Arte“ produziert wurde: Nun rückt der Antisemitismus der letzten Jahre in Frankreich ausführlich in den Mittelpunkt. Die schauerlichen Vorfälle, von Boykott-Kampagnen in Supermärkten bis hin zu grausamen Morden, sind den in Deutschland lebenden Menschen sicher nicht so präsent wie den Franzosen. Das gilt auch für die Lebensumstände im Pariser Vorort Sarcelles, in dem Juden um ihr Leben fürchten müssen. Schauerlich ist jedoch auch die dokumentierte Weigerung vieler Medien bei ihrer Berichterstattung über Hassverbrechen gegen Juden, Antisemitismus auch als solchen zu benennen.

Mit seiner Aufmachung zeichnet der Film ein realistisches Bild von Vorgängen im Nahen Osten und deren Bezug zu Europa. In diesem Sinne ist er zutiefst aufklärerisch. Das düstere Fazit lautet: „Antisemitismus ist ein unzivilisiertes Herzstück europäischer Kultur.“ Das erinnert an den Satz aus der Dokumentation „Jude. Deutscher. Ein Problem?“: „Antisemitismus ist integraler Bestandteil der deutschen Kultur“, den der Historiker Julius H. Schoeps dort so formuliert. Er fügt an, dass es „extrem schwierig ist, den Antisemitismus zu bekämpfen“. Das mag stimmen. Aber wenn nun zu hören ist, dass selbst Bewohner im Gazastreifen in Israel nicht immer den Sündenbock sehen, ist die aktuelle Dokumentation eine wertvolle Hilfe in diesem Kampf.

„Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“, Mittwoch, 22.15 Uhr, Das Erste

„Menschen bei Maischberger: Gibt es einen neuen Antisemitismus?“, Mittwoch, 23.45 Uhr, Das Erste. Mit Michael Wolffsohn, Norbert Blüm, Ahmad Mansur, Gemma Pörzgen, Rolf Verleger und Jörg Schönenborn

Von: Daniel Frick

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Tue, 20 Jun 2017 15:34:00 +0200
<![CDATA[Europäische Länder boykottieren anti-israelische Debatte]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/06/20/europaeische-laender-boykottieren-anti-israelische-debatte/ Erstmals haben sich Vertreter aller europäischen Länder geweigert, bei einer Sitzung des UN-Menschenrechtsrates zum Tagesordnungspunkt 7 teilzunehmen. Unter diesem Punkt werden regelmäßig angebliche Menschenrechtsverletzungen Israels behandelt. Verstöße aller anderen Länder besprechen die Vertreter unter Tagesordnungspunkt 4. Schon in der Januar-Debatte sprachen nur noch Schweden, Slowenien und Luxemburg als einzige europäische Staaten zu Punkt 7, wie die Tageszeitung „Jerusalem Post“ berichtet. Die arabische Gruppe verurteilte die fehlende Teilnahme der westlichen Länder und betonte die Wichtigkeit, das Leid der Palästinenser und die mangelnde Rechenschaftspflicht Israels hervorzuheben.

Von: lms

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Tue, 20 Jun 2017 15:13:00 +0200
<![CDATA[Jugendlicher sammelt 13.500 Euro, um Holocaust-Überlebenden nach Israel zu bringen]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/06/20/jugendlicher-sammelt-13500-euro-um-holocaust-ueberlebenden-nach-israel-zu-bringen/ CASABASAS / TEL AVIV (inn) – Eine Geschichte, die das Herz berührt: Der 17-jährige Drew Principe aus Kalifornien hat eine Spendenaktion gestartet, um seinem 89-jährigen Freund, dem Holocaust-Überlebenden Henry Oster, eine Reise nach Israel zu ermöglichen. Dort ist Osters letzter lebender Verwandter, ein Cousin, sesshaft. Der Jugendliche sammelte insgesamt umgerechnet rund 13.500 Euro, damit Oster im Heiligen Land seine Bar Mitzwa nachfeiern kann.

Alles begann, als der Holocaust-Überlebende Oster in Principes Schule bei einer Veranstaltung seine Erlebnisse während des Zweiten Weltkriegs schilderte, berichtet die kalifornische Regionalzeitung „Ventura County Star“. Dies faszinierte den Jugendlichen so sehr, dass er zu einer Frage-Antwort-Runde im Anschluss erschien. Dabei fand er heraus, dass Oster noch nie in Israel war.

Der Junge entschied sich, anschließend zu warten, bis der Raum leer wurde. Und so schenkte der Jugendliche dem Senioren ein Armband, das er vor ein paar Jahren bei einer Reise in Israel gekauft hatte. „Etwas in mir zwang mich, ihm das Armband zu geben“, erklärte der 17-Jährige. So könne Oster einen Teil von Israel bei sich haben. Auf dem Lederarmband steht das Schma Jisrael, ein jüdisches Gebet. Oster sagte: „Das ist wirklich eine Geste, die nicht gemessen werden kann. [...] Ich trage keinen Schmuck, aber ich habe es noch nicht abgenommen – außer zum Duschen.“

Einziger lebendiger Verwandter lebt in Tel Aviv

Nach diesem kurzen Treffen musste der Jugendliche zurück in den Unterricht. Im Anschluss an die Begegnung trat Oster jedoch mit Principes Schulleiter in Kontakt, damit er dem Jugendlichen noch einmal richtig danken konnte. Kurze Zeit später trafen sie sich, gemeinsam mit der Mutter des Teenagers. Daraus entstand eine „lebensverändernde“ Freundschaft, wie Principe sagt.

In weiteren Treffen der Familie erfuhr der Jugendliche, dass ein Cousin von Oster in Tel Aviv lebt, den er allerdings noch nie getroffen hat. Er fand auch heraus, dass die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem Oster als Opfer des Holocausts gelistet hat und nicht als Überlebenden.

Hohe Spendensumme zusammengekommen

Daraufhin schrieb der Jugendliche einen Brief an seine Familie und Freunde. Er wolle es dem 89-jährigen Mann ermöglichen, nach Israel zu gelangen und seinen Verwandten zu treffen. Die Briefempfänger sandten die aufgeschriebene Geschichte wiederum an Bekannte. So kamen umgerechnet knapp 13.500 Euro zusammen.

Als Oster erfuhr, was sein jugendlicher Freund plante, war es für ihn schwer, dies anzunehmen. Bereits bei dem Armband habe er gezögert, es anzunehmen. „Es ist eine sehr emotionale Erfahrung“, kommentiert der Holocaust-Überlebende.

Laut der Lokalzeitung reisen Oster und seine Frau sowie der Jugendliche inklusive seiner Familie diese Woche nach Israel. Am Ankunftstag soll er endlich seinen Cousin treffen. Später soll der 89-Jährige offiziell in Yad Vashem als Holocaust-Überlebender anerkannt werden. Und es steht die Bar Mitzwa an, die Oster vorher aufgrund seiner Deportation aus Deutschland nach Polen nie feierte. Mit der Zeremonie wolle er seine Eltern ehren und alle Opfer, die nie die Gelegenheit zu einer Bar Mitzwa hatten.

Von: mab

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Tue, 20 Jun 2017 15:12:00 +0200