Israelnetz - Neueste Nachrichten https://www.israelnetz.com Nachrichten aus Israel und dem Nahen Osten de https://www.pro-medienmagazin.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif Israelnetz - Neueste Nachrichten https://www.israelnetz.com 18 16 Nachrichten aus Israel und dem Nahen Osten TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Wed, 23 Jan 2019 00:17:45 +0100 <![CDATA[Ramon-Flughafen in Eilat als neuer Touristenmagnet]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/wirtschaft/2019/01/22/ramon-flughafen-in-eilat-als-neuer-touristenmagnet/ EILAT (inn) – Der am Montag eröffnete internationale Flughafen im Urlaubsdomizil Eilat am Roten Meer hat 500 Millionen Dollar gekostet. Er soll laut der Tageszeitung „Yediot Aharonot“ den Wintertourismus aus Europa befeuern und den Ben-Gurion-Flughafen bei Tel Aviv entlasten. Der Flughafen, der nur 19 Kilometer von der jordanischen Grenze entfernt liegt, ersetzt den bisherigen kleinen Flughafen der Stadt. Er ist ungefähr hundertmal so groß.

Benannt ist der Flughafen, der jährlich für bis zu 2,5 Millionen Passagiere zur Verfügung stehen soll, nach dem ersten israelischen Astronauten Ilan Ramon und seinem Sohn Assaf. Beide verstarben auf tragische Weise: Ilan kam bei der „Columbia“-Katastrophe 2003 ums Leben, als das Space Shuttle beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zerfiel. Sein Sohn Assaf starb bei einem Militärflugzeugunfall 2009. Mit der Namensgebung „Ramon-Flughafen“ wird ihres Einsatzes für das Land gedacht.

Auch wichtig in Krisenfällen

Der Flughafen sei eine „riesige Chance für Israels Erreichbarkeit und seinen internationalen Stellenwert“, sagte Premier Benjamin Netanjahu bei der Eröffnung. „Er wird uns mit weiteren wichtigen strategischen Möglichkeiten in Friedenszeiten und soweit nötig auch in Krisenzeiten ausstatten.“ Netanjahu spielte damit auf eine Situation wie während der militärischen Operation „Starker Fels“ im Jahr 2014 in Gaza an. Damals strichen ausländische Fluglinien kurzzeitig ihre Flüge zum Ben-Gurion-Flughafen bei Tel Aviv wegen des palästinensischen Raketenfeuers. Jordanien und Ägypten sollen vom Touristenstrom auch profitieren.

Netanjahu saß am Montag auch im Cockpit des ersten Fluges, der am Ramon-Flughafen landete. An den Kontrollturm funkte er: „Ramon, hier ist Arkia 763. Wir sind sehr bewegt, an Bord des ersten Fluges zu sein. Wir sehen euch klar. Der Flughafen ist sehr wichtig für unsere nationale Sicherheit, die Entwicklung des Negev und Eilats sowie die Entwicklung der zivilen Luftfahrt.“ Netanjahu bezeichnete den Moment als „besonders emotional“, weil er ihn und die israelischen Bürger an das Schicksal des Astronauten Ilan Ramon, seiner kürzlich an Krebs verstorbenen Frau Rona und seinen Sohn Assaf denken lasse.

Der Flughafen wurde umweltfreundlich gebaut. Er ist laut des Wirtschaftsmagazins „Globes“ aus Material hergestellt worden, das es in der Region gab. Pflanzen seien entwurzelt und an anderen Orten wieder neu angepflanzt worden. Sogar um den Verbleib der dort ansässigen Riesenkrabbenspinne habe sich der Staat gekümmert. Mehr als fünf Jahre dauerten die Bautätigkeiten. Das Verkehrsministerium rechnet mit Tausenden neuen Arbeitsplätzen, die direkt und indirekt durch den Flughafen entstehen werden.

Jordanien beschwerte sich indes, dass der neue Flughafen internationalen Standards widerspreche, weil er nicht die Souveränität des jordanischen Luftraums einhalte. Das israelische Terminal liege nur 13 Kilometer entfernt vom jordanischen Akaba-Flughafen. Die Beschwerde kann laut „Yediot Aharonot“ aber auch mit der Angst zu tun haben, dass Israel Jordanien auf diese Weise Touristen wegnehmen könnte.

Von: mm

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Tue, 22 Jan 2019 14:49:00 +0100
<![CDATA[Beter danken für den vielen Regen]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2019/01/22/beter-danken-fuer-den-vielen-regen/ Hunderte Juden haben am Montag an der Klagemauer in Jerusalem Gott für den Regen gedankt. Es hatte seit 1991 in einem Dezember nicht mehr so stark geregnet wie im vergangenen Jahr. Landwirtschaftsminister Uri Ariel dankte bei der Gebetsversammlung auch den Bauern für ihre Arbeit und sagte: „Heute haben wir das Vorrecht zu beten, anzubeten und Gott zu danken für den vielen Regen, der bis jetzt kam und der noch kommen wird.“ Dies meldet die Nachrichtenseite „Arutz Scheva“.

Von: jcd

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Tue, 22 Jan 2019 14:47:00 +0100
<![CDATA[Israel wird Vizevorsitzender von UN-Komitee]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/01/22/israel-wird-vizevorsitzender-von-un-komitee/ Israel erhält den stellvertretenden Vorsitz eines Komitees der Vereinten Nationen. Das Komitee für nichtstaatliche Organisationen setzt sich aus 19 Ländern zusammen. Es beaufsichtigt die Arbeit von Menschenrechtsgruppen. Der jüdische Staat vertritt dort die westlichen Länder. Ab Montag hat er in Person von Nadav Jesod den stellvertretenden Vorsitz inne. Das entschieden die Verantwortlichen in der Nacht zu Dienstag. Der Iran hatte gemäß der Zeitung „Jerusalem Post“ vergeblich versucht, sich in das Komitee wählen zu lassen.

Von: eh

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Tue, 22 Jan 2019 12:30:00 +0100
<![CDATA[Millionen für den Terror?]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/01/22/millionen-fuer-den-terror/ Der palästinensische Attentäter nähert sich seinem Opfer langsam von hinten. Er wartet lange – und sticht dann zu. Ari Fuld, ein vierfacher Familienvater, wehrt sich. Am Ende aber wird er diese Messerattacke nicht überleben. Der minderjährige Attentäter wird auf der Flucht angeschossen, er überlebt, wird inhaftiert und schließlich angeklagt. Das war im September. Ein Attentat, wie es in Israel jedes Jahr Dutzende Male stattfindet.

So zynisch es klingt: Für den Attentäter und seine Eltern wird sich dieser Mord am Ende finanziell gelohnt haben. Es dauerte nicht lange, da bestätigte ein Sprecher der palästinensischen Gefangenenkommission laut der Onlinezeitung „Times of Israel“, dass die Familie des Attentäters Anspruch auf Finanzhilfen habe. Wenn der Junge nicht freigelassen werde und die Familie alle notwendigen Dokumente ausfülle, werde sie rund 330 Euro monatlich überwiesen bekommen.

Es ist eine langjährige Praxis: Ein Palästinenser begeht ein Attentat, das im Zusammenhang mit dem „Kampf gegen die israelische Besatzung“ steht – und schon sprudeln die Geldquellen. Wie das „Mideast Freedom Forum Berlin“ (MFFB) in einer Mitte Oktober vorgestellten Studie vorrechnet, zahlten palästinensische Stellen im vergangenen Jahr rund 291,6 Millionen Euro an zehntausend inhaftierte oder aus der Haft entlassene Attentäter sowie an mehrere zehntausend Familien von Terroristen (s. Tabelle).

Je länger die Haft, desto mehr Geld

Dabei gilt: „Je höher die Haftstrafe, desto höher auch die Zahlungen“, erklärt Jörg Rensmann, MFFB-Programmdirektor. So werden palästinensische Attentäter mit einem monatlichen „Gehalt“ von 329 bis 2.823 Euro vergütet – je nach Haftdauer, Familien­stand, politischer Organisation und Herkunft. Zum Vergleich: Das durchschnittliche Einkommen eines Palästinensers im Westjordanland betrug laut MFFB Ende 2017 etwa 683 Euro monatlich. Für in Armut lebende Palästinenser, darunter 118.000 bedürftige Familien, wendete die Autonomiebehörde 2017 176,6 Millionen Euro auf. Bedürftige müssen sich dementsprechend mit Hilfszahlungen in der Höhe von 174 bis 424 Euro zufrieden geben.

„Es geht hier nicht um generelle Hilfe für alle“, kritisiert denn auch die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann gegenüber Israelnetz. „Davon profitieren nur die, die Israelis verletzt haben. Damit wird die Bereitschaft zur Gewalt belohnt – ein fatales Signal und großes Hindernis auf dem Weg zum Frieden“, befürchtet die stellvertrende Fraktionsvorsitzende, die Mitglied der Deutsch-Israelischen Parlamentariergruppe des Bundestages ist.

In palästinensischer Lesart hingegen dienen die „Terrorgehälter“ der „Stärkung der Standhaftigkeit der Gefangenen und ihrer Familien“, die man als Opfer der „israelischen Besatzung“ ansieht. Die Palästinenser sehen in den Zahlungen eine „soziale Verantwortung“ und bekennen sich dementsprechend offen dazu: „Es sind unsere Kinder, unsere Familien. Wir sind stolz auf sie und wir werden ihnen etwas zahlen, bevor wir den Lebenden etwas zahlen“, zitiert die Studie den Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Mahmud Abbas. Der befindet sich damit in Einklang mit der Gesetzeslage in den Autonomiegebieten, die die Unterstützung von Attentätern offiziell vorsieht. Aber lässt sich dieses Vorgehen auch mit dem europäischen Dringen auf Gewaltfreiheit und Toleranz vereinbaren?

Massive Finanzhilfen aus Europa

Jedenfalls fließen Jahr für Jahr viele Millionen Euro an Unterstützungsgeldern aus dem Westen in die palästinensischen Gebiete. Das MFFB hält es für „nicht ausgeschlossen“, dass die Europäische Union (EU) und auch Deutschland indirekt die palästinensische Politik des „pay for slay“ (Bezahlung für Mord) mitfinanzieren. Der Studie zufolge schickte die Bundesrepublik 2017 rund 161 Millionen Euro an Stabilisierungs- und Aufbauhilfen in die palästinensischen Gebiete, darunter 53 Millionen Euro an die Autonomiebehörde selbst „für Maßnahmen der bilateralen staatlichen Entwicklungszusammenarbeit“.

Die EU wiederum stellte zwischen 2012 und 2018 rund 30,2 Millionen Euro für verschiedene Projekte im Rahmen des „Instrument contributing to Stability and Peace“ (IcSP) zur Verfügung. Hinzu kommen jährlich etwa 300 Millionen Euro aus dem „European Neighbourhood Instrument“ (ENI), über das die EU letztlich das sogenannte CSP-Programm und damit die Gehälter von 88 Prozent der PA-Angestellten ko­finanziere. Ganze 452 Millionen Euro ließen sich die 28 Mitgliedsstaaten die Entlohnung von PA-Mitarbeitern demnach zwischen 2014 und 2017 kosten.

Gerade hier liegt das Problem: Attentäter, die mindestens fünf Jahre einsitzen, erhalten nach ihrer Entlassung nicht selten eine Anstellung bei der PA und erscheinen somit auf deren Gehaltsliste. Gefängnisjahre werden als Dienstzeit angesehen. Wer eine 30-jährige Haftstrafe zu verbüßen hat, kann es auf diese Weise bei der Autonomiebehörde bis in den Rang eines Ministers schaffen.

Das MFFB hält es für möglich, dass Attentäter so auch europäische Gelder einheimsen. Denn: Die EU-Hilfen seien „keineswegs“ vor Zweckentfremdung geschützt und die Kontrollen unzureichend. Deutschland ist an beiden Programmen über seinen zwanzig­prozentigen Beitrag zum EU-Haushalt beteiligt. Direkte Zahlungen an das CSP-Programm leistet Berlin jedoch nicht.

Bundesregierung: Keine deutschen Gelder für Märtyrerfamilien

Die Macher der Studie kritisieren das Vorgehen der EU. Ein Teil der Programme stehe „im Widerspruch zu generellen Prinzipien der Entwicklungszusammenarbeit“. „Zahlungen an die Palästinensische Autonomiebehörde müssen konsequent an das Do-no-harm-Prinzip gebunden und kontrolliert werden“, fordert auch der Linken-Bundetagsabgeordnete Michael Leutert. Laut diesem Prinzip müsste sichergestellt werden, dass europäisches und deutsches Engagement Konflikte nicht verschärft. Die Bundesregierung weist Kritik jedoch von sich.

Auf Israelnetz-Nachfrage hieß es, palästinensische Behörden erhielten keine allgemeine Budgethilfe von deutscher Seite. Mittel der Entwicklungszusammenarbeit würden lediglich projektbezogen bereitgestellt und deren zweckgebundener Einsatz „kontinuierlich überwacht“. Weder die Bundesrepublik, noch die EU beteiligten sich an Zahlungen für „Märtyrerfamilien“. Stattdessen habe man gegenüber der PA „immer wieder“ deutlich gemacht, dass man die Zahlung von „Terrorgehältern“ ablehne. „An der Haltung der Bundesregierung, dass Gewalttaten durch nichts zu rechtfertigen sind, kann es keinerlei Zweifel geben.“

In einer Antwort auf eine Anfrage des ehemaligen Grünen-Bundestagsabgeordneten Volker Beck hatte die Bundesregierung zudem bereits 2016 erklärt, die PA selbst habe Zahlungen an Gefangene inzwischen eingestellt. Damit bezog sie sich auf einen Erlass von PA-Chef Abbas, der den Fonds für „Schutz und Fürsorge für Gefangene und Entlassene“ 2014 offiziell von der Autonomiebehörde ab- und an die PLO angegliedert hatte – wohl um sich internationaler Kritik zu entziehen.

Doch wie das MFFB herausfand, änderte sich in der Praxis nicht viel: Die PA transferiert das Budget des einstigen Gefangenenministeriums seit 2015 lediglich an eine neu geschaffene PLO-Kommission mit gleicher Aufgabe. Selbiges gilt auch für den zweiten Fonds für den „Schutz und die Fürsorge für Märtyrerfamilien und Verwundete“, der bereits 2005 administrativ ausgegliedert wurde.

USA stoppen Zahlungen

Anders als in Europa geht man in den USA mit der Problematik um. Im März dieses Jahres verabschiedete der US-Kongress den sogenannten „Taylor Force Act“. Er ist nach dem US-Veteranen Taylor Force benannt, der 2016 bei einem Attentat in Jaffa sein Leben verlor. In dem Gesetz fordern die Parlamentarier alle Geberländer dazu auf, die direkte Finanzierung des PA-Haushalts einzustellen, „bis die Autonomiebehörde sämtliche Zahlungen stoppt, die zu Terror ermutigen“. Sich selbst verpflichten die USA, die PA nur dann zu unterstützen, wenn sie und die PLO „glaubwürdige Schritte“ unternähmen, Gewalt gegen Israelis zu beenden. Zudem müsse sie Terrorzahlungen stoppen, die entsprechende Gesetzeslage revidieren und Attentate verurteilen.


Zustimmung zu diesem Vorgehen erhielten die USA aus Israel. Die Knesset beschloss im Juli ein ähnliches Gesetz. Seitdem ist die Regierung des jüdischen Staates dazu angehalten, der PA Gelder in der Höhe vorzuenthalten, in der diese Gehälter an Attentäter auszahlt. Das Gesetz beruht auf der Annahme, dass jeder an die PA gezahlte Cent den Palästinensern finanzielle Freiräume eröffnet, ihre Politik des „pay for slay“ weiter fortzusetzen.

Eine Argumentation, die auch Gitta Connemann nachvollziehen kann. Dennoch hält sie das Vorgehen des amerikanischen Verbündeten für schwierig: „Damit ruft man Kräfte auf den Plan, die destabilisierend wirken, allen voran der Iran.“ Die Gesamtbevölkerung in den Autonomiegebieten dürfe nicht für die Taten ihrer Führung in Mithaft genommen werden. Anstatt die Zahlungen gänzlich einzustellen, plädiert sie für eine stärkere Kontrolle der Verwendung der Mittel sowie eine Beschränkung auf Projekte, die der Bildung oder der grundlegenden Versorgung dienen. Connemann meint jedoch auch: „Die EU sollte ihre Direktzahlungen begrenzen – bis die PA die unsägliche Praxis der Terrorförderung beendet.“

Diesen Artikel finden Sie auch in der Ausgabe 6/2018 des Israelnetz Magazins. Sie können die Zeitschrift kostenlos und unverbindlich bestellen unter der Telefonnummer 06441/5667752, via E-Mail an info@israelnetz.com oder online.

Von: Sandro Serafin

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Tue, 22 Jan 2019 12:13:00 +0100
<![CDATA[Netanjahu und Edelstein pflanzen Baum]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/01/22/netanjahu-und-edelstein-pflanzen-baum/ JERUSALEM (inn) – Die Knesset hat am Montag ihr 70-jähriges Bestehen gefeiert. Als Geburtstag des israelischen Parlamentes gilt der Halbfeiertag „TU BiSchvat“, an dem Juden traditionell Bäume pflanzen. Diesem Brauch schlossen sich auch die Politiker in Jerusalem an, heißt es in einer Mitteilung der Knesset.

Auf dem Platz vor dem Parlamentsgebäude pflanzten Premierminister Benjamin Netanjahu und Knessetsprecher Juli Edelstein gemeinsam einen Baum. Im Mittelpunkt der Feier standen Angestellte der Knesset mit Behinderungen. Netanjahu würdigte sie mit den Worten: „Jeder ist besonders, und jeder hat eine Seele, Ihre besondere Seele, die Seele der Menschen. Wir sind stolz auf Sie, unsere Mitarbeiter in der Knesset.“

Edelstein sagte: „Heute feiern wir 70 Jahre Knesset und Demokratie.“ Israel gebe der Welt ein Beispiel für eine blühende Demokratie. Die mehr als 30 Angestellten mit unterschiedlichen Behinderungen füllten verschiedene wichtige Rollen aus. „In den vergangenen Jahren haben wir entschieden, diese Mitarbeiter zu ständigen Knessetangestellten zu machen. Das ist ein wichtiges Projekt und das erste seiner Art im öffentlichen Dienst. Ich hoffe, dass alle Regierungsbüros dem Beispiel der Knesset folgen und das Projekt umsetzen werden.“

Bis 1966 kein fester Parlamentssitz

Als Gesetzgebungsorgan begann die Knesset ihre Arbeit im Jahr 1949. In den ersten Jahren hatte sie allerdings keinen festen Sitz. Das jetzige Parlamentsgebäude im Jerusalemer Viertel Givat Ram wurde am 30. August 1966 eingeweiht.

Im Parlament sitzen 120 Abgeordnete. Der Name Knesset und die Anzahl der Parlamentarier leiten sich aus dem biblischen Buch Nehemia ab. Darin wird die Knesset HaGedola, die Große Versammlung, beschrieben.

Wissenstest rund um die Knesset

Zum Jubiläum hat die Knesset einen Katalog mit 70 Fragen veröffentlicht. Einige beziehen sich allgemein auf die Staatsgründung 1948, etwa: „Wer war bei der Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung nicht anwesend, und dennoch erscheint seine Unterschrift auf dem Dokument?“ Die meisten Fragen haben jedoch einen direkten Bezug zum Parlament: „Was sind die drei wichtigsten Aufgaben der Knesset?“, oder auch „Welche Knesset hatte die längste Legislaturperiode?“

Von: eh

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Tue, 22 Jan 2019 12:04:00 +0100
<![CDATA[Israel und Ukraine unterzeichnen Freihandelsabkommen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/wirtschaft/2019/01/22/israel-und-ukraine-unterzeichnen-freihandelsabkommen/ Während eines Staatsbesuchs in Israel hat der ukrainische Präsident Petro Poroschenko mit Premierminister Benjamin Netanjahu die Unterzeichnung eines Freihandelsvertrags verkündet. Poroschenko sagte am Montag, das 1.500 Seiten starke Dokument eliminiere Handelsbarrieren und erweitere Marktzugänge. Hunderte Bürokraten hätten jahrelang daran gearbeitet, um das Leben in beiden Ländern zu verbessern. Der Vertrag soll das Handelsvolumen innerhalb von fünf Jahren auf über eine Milliarde Dollar steigern, berichtet die Zeitung „Jerusalem Post“. Es ist Israels neuntes Freihandelsabkommen.

Von: tk

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Tue, 22 Jan 2019 10:32:00 +0100
<![CDATA[EU fordert von Autonomiebehörde demokratische Wahlen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/01/22/eu-fordert-von-autonomiebehoerde-demokratische-wahlen/ Die EU hat am Montag kritisiert, dass die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) keine demokratischen Wahlen abhält. Laut der palästinensischen Nachrichtenagentur „Ma'an“ heißt es im Schreiben: „Der Palästinensische Legislativrat hat nicht mehr seit 2007 getagt und konnte von daher nicht seiner Funktion in der PA nachgehen, so wie es das palästinensische Gesetz vorsieht. Diese Aussetzung bedeutet das Ende des Mandats des gewählten Regierungskörpers der PA – eine Entwicklung, welche die EU-Missionen mit Sorge betrachten.“ Die PA müsse an der Umsetzung demokratischer Wahlen arbeiten.

Von: mm

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Tue, 22 Jan 2019 10:16:00 +0100
<![CDATA[Tschad und Israel nehmen Beziehungen wieder auf]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/01/21/tschad-und-israel-nehmen-beziehungen-wieder-auf/ N'DJAMENA (inn) – Nach 47 Jahren nehmen der Tschad und Israel wieder diplomatische Beziehungen auf. Das gab der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu am Sonntag bei einem Besuch in dem afrikanischen Land bekannt. In der Hauptstadt N'Djamena kam er mit Präsident Idriss Déby zusammen. Dieser hatte im November als erstes tschadisches Staatsoberhaupt Israel besucht.

Vor dem Start am Sonntagmorgen hatte Netanjahu gesagt, der Tschad sei „ein riesiges muslimisches Land, das an Libyen und den Sudan grenzt“. Er ergänzte laut einer Mitteilung seines Büros: „Dies ist Teil der Revolution, die wir in der arabischen und islamischen Welt machen.“ Zum ersten Mal hatte der Sudan einem israelischen Flugzeug die Überflugrechte für den Südsudan gewährt, wo er die Lufthoheit innehat. Dadurch verkürzte sich die Flugzeit um eine Stunde, schreibt die Tageszeitung „Jerusalem Post“. Allerdings würde der direkte Weg über Ägypten und den Sudan führen.

Bei seinem Treffen mit Déby im Präsidentenpalast verkündete Netanjahu dann die Wiederaufnahme der bilateralen Beziehungen. Der Likud-Vorsitzende ist der erste israelische Regierungschef überhaupt, der den Tschad besuchte. „Der Tschad ist ein sehr wichtiges Land und ein sehr wichtiges Land für Israel“, sagte er nach dem Treffen auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Déby. Die Zusammenarbeit werde „eine bessere, sicherere und blühendere Zukunft für unsere beiden Völker“ schaffen. „Es ist bedeutend für uns, dass der Tschad ein Land mit einer muslimischen Mehrheit ist, das Israels Freundschaft anstrebt.“

Netanjahu: Afrikaner und Juden von Nazis verfolgt

Mit dem Präsidenten habe er auch über den Zweiten Weltkrieg gesprochen, sagte Netanjahu weiter. Denn es gebe keine Vision ohne ein Studieren der Vergangenheit. „Déby erzählte mir vom tiefen Eindruck, den sein Besuch in (der Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte) Yad Vashem und ein früherer Umgang mit dem Holocaust auf ihn gemacht hatten. Aber ich erfuhr heute vom Schicksal afrikanischer Kämpfer, Soldaten, im Zweiten Weltkrieg, Kriegsgefangene, die von den Nazis ermordet wurden, genau deswegen, weil sie schwarz waren. Das ist eine Geschichte, die erzählt werden muss.“ An die Menschen im Tschad gewandt, fügt er an: „Sie haben gelitten, weil Sie schwarz waren; wir haben gelitten, weil wir Juden waren.“

Der historische Besuch stieß bei Palästinensern auf Kritik. Der katarische Nachrichtensender „Al-Dschasira“ zitiert einen offiziellen palästinensischen Vertreter, Wasel Abu Jussef, mit den Worten: „Alle Länder und Einrichtungen müssen Israels extremistische Regierung wegen ihrer Siedlungsaktivitäten und ihrer Besatzung von palästinensischem Land boykottieren."

Angriff auf tschadische Blauhelme

Indes griffen Islamisten aus Verärgerung über das Treffen einen Stützpunkt der UN-Friedenstruppen in Mali an. Dabei wurden zehn Blauhelme aus dem Tschad getötet, mindestens 25 Menschen erlitten Verletzungen. Zu dem Überfall bekannte sich die Organisation „Al-Qaida im Islamischen Magreb“ (AQIM). Sie gab an, es handele sich um eine Reaktion auf Netanjahus Besuch im Tschad. Dies berichtet die mauretanische Nachrichtenagentur „Al-Achbar“, die immer wieder Mitteilungen der Gruppe erhält.

UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte den Angriff auf die Friedenstruppen in Aguelhok nahe der Grenze zu Algerien scharf. Er forderte, dass die Täter vor Gericht gestellt werden.

Von: eh

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Mon, 21 Jan 2019 14:57:00 +0100
<![CDATA[PA lehnt sämtliche US-Finanzhilfen ab]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/01/21/pa-lehnt-saemtliche-us-finanzhilfen-ab/ Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) verzichtet ab Ende Januar auf alle Finanzhilfen der USA. Premier Rami Hamdallah hat die US-Regierung über die Maßnahme informiert, wie die Tageszeitung „Jerusalem Post“ berichtet. Grund ist ein Gesetz, das Ende dieses Monats in den USA in Kraft tritt. Es berechtigt US-Bürger, die Opfer von Anschlägen wurden, gerichtlich gegen ausländische Entitäten oder Staaten vorzugehen, wenn an diese US-Finanzhilfen geleistet wurden. Die PA fürchtet millionenschwere Schadenersatzklagen von Amerikanern, die Opfer palästinensischen Terrors sind, wenn sie weiter US-Gelder annimmt.

Von: dn

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Mon, 21 Jan 2019 14:56:00 +0100
<![CDATA[Deutschland verhängt Strafe gegen den Iran]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2019/01/21/deutschland-verhaengt-strafe-gegen-den-iran/ Das Luftfahrtbundesamt entzieht der iranischen Fluggesellschaft Mahan Air diese Woche die Betriebserlaubnis. Grund dafür sind Hinweise auf geplante und realisierte Anschläge durch den iranischen Geheimdienst in Europa, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“. So sollen die Iraner hinter zwei Morden in den Niederlanden und einem vereitelten Anschlag in Dänemark stecken. In der vergangenen Woche wurde ein Mitarbeiter der Bundeswehr verhaftet, der für den Iran spioniert haben soll. Die Bundesregierung geht mit der Strafmaßnahme über EU-Sanktionen hinaus. Am Atomabkommen will sie weiterhin festhalten.

Von: tk

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Mon, 21 Jan 2019 13:20:00 +0100
<![CDATA[Israel greift iranische Ziele in Syrien an]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2019/01/21/israel-greift-iranische-ziele-in-syrien-an/ DAMASKUS / JERUSALEM (inn) – Israel hat am Sonntag und Montag iranische Ziele nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus angegriffen. Dabei wurden elf Kämpfer getötet. Am Sonntagnachmittag feuerten die iranischen „Al-Quds-Brigaden“ eine Rakete auf die Golanhöhen ab.

Wie syrische Medien berichten, hatte die israelische Luftwaffe am Sonntag zunächst mehrere iranische Ziele nahe des Flughafens von Damaskus unter Beschuss genommen. Die Raketen seien jedoch abgefangen worden. Am Sonntagnachmittag feuerten dann iranische Kämpfer eine Rakete auf die Golanhöhen in Israel ab. Diese wurde ebenfalls von einem Raketenabwehrsystem abgefangen. Das Skigebiet um den Berg Hermon in Israel wurde nach dem Angriff aus Sicherheitsgründen geschlossen.

Israel reagierte in der Nacht zum Montag mit dem bislang schwersten Beschuss iranischer Ziele in Syrien. Die Armee zerstörte nach eigenen Angaben unter anderem ein Waffenlager und eine Trainingsstätte der iranischen „Al-Quds-Brigaden“. Diese sind die Eliteeinheit der Iranischen Revolutionsgarde. Sie werden vor allem im Ausland eingesetzt.

Bei dem Einsatz wurden die israelischen Kampfflugzeuge von syrischen Truppen mit Raketen unter Beschuss genommen. Die Israelis feuerten daraufhin auch auf die syrischen Abwehrstellungen. Dabei wurden mindestens elf Kämpfer getötet, unter ihnen sind vier syrische Soldaten. Mehrere Menschen wurden verletzt.

Armee: „Sind auf alle Szenarien vorbereitet“

Über den Kurznachrichtendienst Twitter teilte die Armee mit: „Wir machen das syrische Regime für alles verantwortlich, was in Syrien geschieht, und warnen es davor, auf Israel zu zielen oder anderen zu erlauben, Israel von seinem Boden aus zu treffen. Wir sind auf alle Szenarien vorbereitet und werden nach Bedarf weiterhin zur Verteidigung der israelischen Zivilisten vorgehen.“

Israel hat wiederholt verkündet, es werde keine iranische Präsenz in Syrien dulden. Die Luftwaffe hat in den vergangenen Jahren immer wieder iranische Ziele in dem Nachbarland unter Beschuss genommen. Diese Angriffe hatte Israel weder bestätigt noch dementiert. In den vergangenen Tagen hat sich die Regierung in Jerusalem jedoch offen zu solchen Angriffen geäußert. Geheimdienstminister Israel Katz sagte dem israelischen Fernsehen am Montag, die neue offene Haltung stärke Israels Abschreckung. „Wer sich bekennt, der sagt: ich bin hier“, erklärte Katz laut der deutschen Nachrichtenagentur dpa. Die Botschaft sei eindeutig: Wer Raketen auf Israel abfeuere, „der wird den vollen Preis zahlen“.

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu betonte laut der Zeitung „Yediot Aharonot“ am Sonntag: „Wir haben eine dauerhafte Politik: mit Angriffen gegen die iranische Etablierung in Syrien vorzugehen und jeden zu attackieren, der uns schädigen will.“

Der Iran, der Israel immer wieder offen mit Zerstörung droht, ist neben Russland engster Verbündeter von Syriens Machthaber Baschar al-Assad.

Von: dn

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Mon, 21 Jan 2019 11:55:00 +0100
<![CDATA[Katar will 15 Millionen Dollar nach Gaza transferieren]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/01/21/katar-will-15-millionen-dollar-nach-gaza-transferieren/ Der Golfstaat Katar will im Laufe dieser Woche weitere 15 Millionen Dollar nach Gaza liefern. Muhammad al-Emadi, Chef des Wiederaufbau-Komitees für den Gazastreifen, bestätigte dies der Nachrichtenagentur „Reuters“. Demnach sei die Vereinbarung am vergangenem Freitag mit Israel getroffen worden. Nachdem Israel den Geldtransfer wegen der anhaltenden Gewalt aus dem Gazastreifen unterbunden hatte, gebe es nun nicht mehr viele Ausschreitungen an der Grenze, sagte Al-Emadi. Weiterhin plane Katar, ein neues Stromprojekt im Gazastreifen mit 80 Millionen Dollar zu unterstützen.

Von: mas

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Mon, 21 Jan 2019 11:48:00 +0100
<![CDATA[Israelische Marine rettet französischen Segler]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2019/01/21/israelische-marine-rettet-franzoesischen-segler/ Die israelische Marine hat vor dem Gazastreifen einen französischen Segler gerettet. Er war nach eigenen Angaben vor einem Monat von Montpellier aus aufgebrochen und in Seenot geraten. Seine digitalen Geräte und der Motor seien ausgefallen, zudem sei die Ankerkette gerissen, sagte er dem israelischen Sender „Kanal 13“. Als die Israelis ihn in der Nacht zu Freitag entdeckten, war er wochenlang auf dem Meer getrieben und hatte kaum noch Wasser und Lebensmittel. Der Franzose ist erfahren: Zweimal hat er bereits die Welt umsegelt. Die Marine brachte ihn in ein israelisches Krankenhaus.

Von: eh

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Mon, 21 Jan 2019 10:42:00 +0100
<![CDATA[Malaysia boykottiert israelische Schwimmer]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/01/18/malaysia-boykottiert-israelische-schwimmer/ JERUSALEM / KUALA LUMPUR (inn) – Das israelische Außenministerium hat die Entscheidung Malaysias scharf kritisiert, israelische Schwimmer nicht für ein Qualifikationsturnier der Paralympics einreisen zu lassen. Das Ministerium sagte am Donnerstag laut der Onlinezeitung „Times of Israel“, es sei ein „beschämender“ Entschluss. Wenn die Sportler nicht nach Malaysia einreisen dürften, solle ein neues Gastgeberland für den Wettkampf gefunden werden.

Vergangene Woche untersagte der malaysische Premierminister Mahathir Mohamad den Israelis die Einreise. Der 93-Jährige fiel in der Vergangenheit wiederholt durch antisemitische Äußerungen gegenüber Juden auf, als er sie zum Beispiel als „hakennasig“ beschrieb. Der malaysische Außenminister Saifuddin Abdullah kündigte zudem an, dass das muslimisch geprägte Land nicht mehr Gastgeber von Veranstaltungen sein will, an denen Israel und seine Vertreter teilnehmen. Malaysia drücke damit seine Solidarität für „Palästina“ aus.

„Die Entscheidung ist vollkommen gegen den olympischen Geist gerichtet“, sagte das israelische Außenministerium. Der Bann sei inspiriert durch den „fanatischen Antisemitismus“ des malaysischen Premiers. „Wir fordern das Internationale Paralympische Komitee auf, diese falsche Entscheidung aufzuheben oder den Veranstaltungsort für den Wettkampf zu wechseln.“

Komitee: „Bitterlich enttäuschend“

Bei dem Qualifikationsturnier auf der Insel Borneo konkurrieren die Schwimmer im Juli und August um die Teilnahme an den Paralympics 2020 in Tokio. Das Internationale Paralympische Komitee äußerte sich wie folgt zum Vorgang: „Der Standpunkt der malaysischen Regierung gegenüber den israelischen Teilnehmern ist bitterlich enttäuschend.“ Die Qualifikationsturniere sollten für alle Nationen und Sportler offen sein. Das Komitee verhandelt laut Eigenaussage bereits mit den malaysischen Vertretern, um eine Lösung zu finden.

Israelische Sportler werden immer wieder von internationalen Wettkämpfen in arabisch oder muslimisch geprägten Ländern ausgeschlossen. Häufig dürfen sie auch nicht ihr Staatssymbol auf der Sportkleidung tragen. Oder ihre Hymne wird nicht bei der Siegerehrung gespielt. Im Jahr 2015 gab es in Malaysia bereits einen ähnlichen Vorfall, bei dem keine Einreisegenehmigungen ausgestellt wurden. Zwei israelische Windsurfer durften nicht am Wettkampf auf der Insel Langkawi teilnehmen. Malaysia unterhält keine diplomatischen Beziehungen mit Israel.

Von: mm

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Fri, 18 Jan 2019 15:11:00 +0100
<![CDATA[Palästinenserfrage hat untergeordnete Wichtigkeit]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/01/18/palaestinenserfrage-hat-untergeordnete-wichtigkeit/ KAIRO (inn) – Die palästinensischen Sache – Widerstand gegen Israel und das Drängen auf einen Staat – hat derzeit untergeordnete Wichtigkeit bei der Arabischen Liga. Das hat der Generalsekretär der Organisation, Ahmed Abul Gheit, im Gespräch mit einem ägyptischen Fernsehsender erklärt, wie die Tageszeitung „Jerusalem Post“ berichtet. Dennoch sei das Thema dringend, betonte der ägyptische Diplomat.

Die Zeiten und die arabische Welt hätten sich verändert, sagte Al-Gheit. „Die vergangenen Jahre waren die härtesten in der Region“, fügte er hinzu. Dabei verwies er auf die Lage im Jemen, in Syrien und Libyen. Niemand in der Region sollte die Fehler arabischer Herrscher und ihrer Regierungen vergessen, die in einigen Gebieten zu Tragödien geführt hätten.

Den Äußerungen folgten Diskussionen arabischer Vertreter aus verschiedenen Ländern. Der jordanische politische Analyst, Moeen al-Taher, sieht in Al-Gheits Aussage eine Geste, um eine Normalisierung der Beziehungen mit Israel zu ermöglichen.

Die amerikanische Nahost-Nachrichtenagentur „The Media Line“ zitiert einen politischen Analysten namens Mahmud, der darin ebenfalls einen „klaren Versuch“ sieht, den Weg für eine „Normalisierung der Beziehungen mit dem zionistischen Gebilde“ zu ebnen. „Er (Al-Gheit) ist nicht sehr klug, denn die Araber würden niemals und in keiner Form dieses zionistische Gebilde anerkennen“, sagte Mahmud, der seinen Nachnamen nicht angeben wollte. Der Journalist erklärte weiter, die Mehrheit der Araber betrachte Israel als einen Fremdkörper und sehe sich durch ihn bedroht. „Während Politiker ihre eigenen Agenden und Interessen mit dem zionistischen Gebilde haben, lehnt die arabische Nation es ab.“

Israel als Ursache aller Probleme in Nahost

Aus dem Libanon äußerte sich der Journalist Qasem Qasem gegenüber „The Media Line“. Er erklärte, der Generalsekretär vertrete die offizielle Haltung der Arabischen Liga, welche versuche, den Konflikt mit dem „zionistischen Gebilde“ zurückzufahren. Allerdings versuche sie nicht, andere Angelegenheiten zu priorisieren. „Nichtsdestotrotz ist das zionistische Gebilde der Hauptgrund für alle anderen Probleme in der Region. Die Fakten zeigen, dass interne Angelegenheiten der Araber gelöst werden können, egal wie kompliziert sie sind. Das ist aber nicht der Fall mit dem zionistischen Feind, dem Hauptproblem der Region“, sagte Qasem weiter.

Der palästinensische Vertreter Nabil Schaath betonte unterdessen: „Die USA haben großen Schaden im Irak, in Syrien und in Libyen angerichtet. Sie haben die arabische Welt mit vielen, nicht weniger dringenden Angelegenheiten als der palästinensischen zurückgelassen.“ Die arabische Welt habe deshalb aber nicht das Leiden des palästinensischen Volkes vergessen, ebenso nicht die Risiken, die normale Beziehungen zu Israel mit sich brächten, sagte Schaath.

Von: dn

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Fri, 18 Jan 2019 15:09:00 +0100
<![CDATA[Inhaftierter Palästinenser an USA ausgeliefert]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2019/01/18/inhaftierter-palaestinenser-an-usa-ausgeliefert/ Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) hat einen Palästinenser aus der Haft entlassen, der auch die US-amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt. Der Mann war zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Er soll versucht haben, Land an Juden zu verkaufen. Palästinensische und amerikanische Vertreter hatten in den vergangenen Tagen einen Deal über die Auslieferung des Mannes in die USA unterzeichnet, wie die Onlinezeitung „Times of Israel“ berichtet.

Von: dn

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Fri, 18 Jan 2019 13:42:00 +0100
<![CDATA[Der „gerechte Friede“ christlicher Amtsinhaber]]> https://www.israelnetz.com/kommentar-analyse/2019/01/18/der-gerechte-friede-christlicher-amtsinhaber/ Ein Kommentar von Ulrich W. Sahm]]> Bei dem diesjährigen Internationalen Bischofstreffen im Heiligen Land hat sich eine Delegation von 15 Bischöfen besorgt über Diskriminierung von Christen in Israel gezeigt. Der Gesandtschaft gehörten Vertreter von zwölf europäischen und nordamerikanischen Bischofskonferenzen sowie aus Südafrika an. Am Donnerstag veröffentlichten sie eine Pressemeldung sowie eine Abschlusserklärung der Konferenz, die vom 12. bis zum 17. Januar andauerte.

Mit Textbausteinen gegen Israel

Schon im ersten Abschnitt des Kommuniqués heißt es, dass sich die Bischöfe mit ihrer „Pilgerreise“ für einen „gerechten Frieden“ einsetzen wollen. Das klingt schön, doch hat bei Streitigkeiten bekanntlich jede Seite ihre eigene Vorstellung davon, was „gerecht“ ist. So gibt es auch im Nahostkonflikt zahllose Elemente, anhand derer man aufzeigen könnte, dass der „gerechte Friede“ der einen den Untergang der anderen Seite bedeutet. Dazu gehören die durchaus komplizierten Grenzziehungen, das sogenannte „Rückkehrrecht“ der Palästinenser, die Fragen der Besatzung und vieles mehr.

Üblicherweise steht der Begriff „gerechter Frieden in Nahost“ für eine volle Erfüllung aller palästinensischen Forderungen, während den Israelis dann kaum etwas anderes übrigbliebe, als ins Mittelmeer zu springen, oder wie es ein Palästinenser im Gespräch einmal dargestellt hat: „Dann sollen sie doch nach Auschwitz zurückkehren.“ Es ist anzunehmen, dass die Bischöfe sich dieser Konsequenz ihrer Ambitionen nicht bewusst sind, sondern lediglich einen, besonders in Deutschland sehr populären, Textbaustein verwendet haben.

Im nächsten Abschnitt heißt es dann: „Wir erkennen an, dass die Gleichheit aller seiner Bürger zu den Gründungsprinzipien Israels gehört. Dies muss dringend zur allgemeinen Lebensrealität werden.“ Mit dem ersten Satz haben die Bischöfe recht. So steht es nicht nur in der Gründungserklärung Israels, sondern auch in einem der Grundgesetze. Doch schon die Aufforderung, dass dies zur „allgemeinen Lebensrealität werden“ müsse, ignoriert, wie denn diese Lebensrealität tatsächlich aussieht.

Es gibt mehrere christliche Abgeordnete in der Knesset, dem Parlament. Es gibt hochrangige christliche Militärs und christliche Richter, sogar beim Obersten Gericht. Bei akademischen Abschlüssen überflügeln junge Christen oft ihre jüdischen Kommilitonen. Selbst in israelischen Apotheken trifft man auffällig oft auf christliche Pharmazeuten.

Israelische Araber sind keine Palästinenser

In dem Abschlusskommuniqué heißt es weiter: „Uns wurde berichtet, dass viele Christen ebenso wie andere palästinensisch-arabische Bürger und in Israel lebende Migranten sich systematisch diskriminiert und ausgegrenzt sehen.“ Es kommt immer auf die Formulierungen an: In Israel gibt es grundsätzlich keine „palästinensisch-arabischen“ Bürger.

„Palästinenser“ sind Bewohner der Autonomiegebiete, wo sie auch die entsprechenden „palästinensischen“ Ausweispapiere erhalten. In Israel leben Araber, die einen israelischen Pass besitzen – aber keine Palästinenser. Bisher wurde nichts über Doppelstaatler bekannt, also Araber aus den Autonomiegebieten mit palästinensischer Staatsangehörigkeit und gleichzeitig israelischer Staatsbürgerschaft.

Wer wird hier diskriminiert?

Darüber, dass die Christen in Israel „offensichtlich“ in allen Aspekten des Lebens „großen Schwierigkeiten“ gegenüberstehen, müssten die Bischöfe detaillierte Angaben machen und dann prüfen, ob nicht andere Menschen, darunter auch Juden, die gleichen Probleme haben. Denn die israelische Bürokratie ist für jeden Bürger unerträglich. Und die Polizei kann sehr unerbittlich sein, wenn es etwa um Verkehrsvergehen geht. Beamte nehmen keine Rücksicht darauf, welcher Religion oder Ethnie jemand angehört. Ob Christen tatsächlich, wie von den Bischöfen behauptet, von Seiten des israelischen Staates „systematisch diskriminiert und ausgegrenzt“ werden, müsste im Einzelfall geprüft und nachgewiesen werden.

Dass sich Migranten „diskriminiert“ fühlen, liegt auf der Hand. Selbst in Deutschland hat nicht jeder Ausländer, Migrant oder illegal eingewanderte Mensch die gleichen Rechte wie ein angemeldeter Bundesbürger. Auch anderswo dürfte ein soeben angekommener Fremder nicht in den Genuss einer vollen Krankenversicherung gelangen, wenn er dort niemals eingezahlt hat und nicht einmal angemeldet ist. Das gilt auch für Rente, Pension und die Bereitstellung von Schulen für die Kinder.

Das Gesetz, das diskriminieren „könne“

Einheimische Bischöfe kritisierten das „Nationalstaatsgesetz“. Und so behaupten die durchreisenden Bischöfe solidarisch mit ihnen, dass es als „gesetzliche Grundlage für Diskriminierung“ verstanden werden „könne“. Der Konditionalis „könne“ deutet darauf hin, dass dem nicht mit Gewissheit so ist. Tatsächlich ist das Gesetz auch in Israel bei verschiedenen Parteien sehr umstritten. Doch bisher hat noch niemand bewiesen, dass er wegen oder aufgrund dieses neuen Gesetzes benachteiligt worden wäre.

Nachdem also die Bischöfe in Israel waren, und das doch ihr eigentliches Reiseziel war, reisten sie auch nach „Palästina“. Da es einen solchen Staat mit diesem Namen bis heute nicht gibt, sollten die Bischöfe sich vielleicht etwas genauer ausdrücken. Denn sie sprechen dann auch schon schnell von „Flüchtlingen“, als ob alle Bewohner der Autonomiegebiete Flüchtlinge seien.

Kein Wort verlieren sie über die Gründe der amerikanischen Kürzungen für die UNRWA, der UNO-Flüchtlingshilfeorganisation für Palästinenser. Als aufrechte Christen sollten sie eigentlich bestürzt sein über die Korruption, in Schulbüchern verbreitete Hetze gegen Israel, Juden und sogar Christen, sowie viele andere Dinge, die die Amerikaner zu den Kürzungen ihrer Gelder bewegt haben – nachdem die UNRWA sich geweigert hatte, geforderte Reformen durchzuführen. Auch die Kooperation der UNRWA mit der Terror-Organisation Hamas im Gazastreifen hätte bei den Bischöfen eigentlich Empörung auslösen müssen, wenn sie tatsächlich für „Frieden“ sind, und noch dazu für einen „gerechten Frieden“.

Weiter geht es mit einem Aufruf an „unsere Regierungen“, „ihre Bemühungen um eine diplomatische Lösung für die friedliche Koexistenz zweier demokratischer souveräner Staaten, Israel und Palästina, zu intensivieren“.

Wo geht es hier bitte ins demokratische Palästina?

Wie „demokratisch“ das bei den Bischöfen heute schon existierende doppelte, geteilte und zerstrittene „Palästina“ unter der Hamas im Gazastreifen und unter dem seit genau zehn Jahren illegal amtierenden „Präsidenten“ Mahmud Abbas ist, bleibt fraglich. Das im ewigen Bruderkrieg zerrissene „Palästina“ kann nur als „demokratisch“ bezeichnen, wer keine Ahnung hat, was eigentlich Demokratie bedeutet.

Ulrich W. Sahm

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Fri, 18 Jan 2019 13:00:00 +0100
<![CDATA[Richteramt soll gegen Sex vergeben worden sein]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/01/18/richteramt-soll-gegen-sex-vergeben-worden-sein/ Der inzwischen zurückgetretene Vorsitzende der israelischen Anwaltskammer, Efraim Nave, soll einer Richterin gegen sexuelle Gefälligkeiten zu ihrem Posten verholfen haben. Das berichtet die Tageszeitung „Jerusalem Post“. Demnach wurden die Ermittlungsbehörden durch den Hinweis eines Journalisten auf den Fall aufmerksam. Die Namen von weiteren involvierten Personen unterliegen derweil noch einer Nachrichtensperre. Justizministerin Ajelet Schaked äußerte sich bestürzt. Sie hoffe auf eine schnelle Aufklärung, um „das Vertrauen in die Justiz zu gewährleisten“.

Von: mas

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Fri, 18 Jan 2019 12:11:00 +0100
<![CDATA[Juden pflanzen Bäume]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2019/01/18/juden-pflanzen-baeume/ In der Bibel kommt er nicht vor. Dennoch ist der Halbfeiertag „TU BiSchvat“ heute in Israel von religiöser und auch nationaler Bedeutung. Das „Neujahrsfest der Bäume“, das in diesem Jahr auf den 21. Januar fällt, leistet einen großen Beitrag zur Aufforstung in Israel. Denn jeder sollte möglichst einen Baum pflanzen.

Der Name bezieht sich auf das jüdische Datum: Im hebräischen Alphabet hat jeder Buchstabe gleichzeitig einen Zahlenwert. „Tet“ entspricht der 9 und „Waw“ der 6. Gemeinsam stehen die beiden Buchstaben für 15. Ihre Kombination wird als „TU“ ausgesprochen. Deshalb ist „TU BiSchvat“ der 15. Tag des Monats Schvat.

Israelische Schüler erhalten in dieser Zeit nicht nur die Halbjahrszeugnisse. Sie unternehmen auch Exkursionen, um die Pflanzenwelt ihres Landes kennenzulernen. Bereits im ersten Jahrhundert vor der Zeitrechnung legte die Schule von Rabbi Hillel dem Älteren fest, dass der 15. Schvat als „Neujahr der Bäume“ gelten soll. Konkret ging es darum, ab wann die Früchte bei der Abgabe des Zehnten zum neuen Jahr gezählt werden. Der Jerusalemer Talmud merkt im Traktat „Rosch HaSchanah“ (81b) an: „Bis hierher leben die Bäume vom Wasser des vergangenen Jahres, von hier an leben sie vom Wasser des kommenden Jahres.“

„TU BiSchvat“ wird in der Bibel noch nicht erwähnt. Doch ein Gebot, auf das der Festtag Bezug nimmt, findet sich etwa in 3. Mose 19,23: „Wenn ihr in das Land kommt, sollt ihr allerlei Bäume pflanzen!“ Zudem vergleicht die Bibel Menschen mitunter mit Bäumen. So heißt es in Psalm 1,3 über den Gerechten: „Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht. Und was er macht, das gerät wohl.“

Vier Jahresanfänge

In der Textsammlung, die dem Talmud zugrunde liegt, der Mischna, heißt es: „Vier Jahresanfänge gibt es. Am 1. Nissan ist das Neujahr der Könige und der Wallfahrtsfeste. Am 1. Elul ist das Neujahr für den Zehnten beim Vieh. Rabbi Eleasar und Rabbi Schimon sagen: am 1. Tischrei. Am 1. Tischrei ist das Neujahr für die Jahre und die Schmittajahre und die Joveljahre, fürs Pflanzen und für Gemüse. Am 1. Schvat ist das Neujahr für den Baum, meint die Schule von Schammai – die Schule Hillels hingegen sagt: am 15. Schvat.“ (Mischna Rosch HaSchanah 1,1)

An „TU BiSchvat“ hat auch die Knesset Geburtstag, in diesem Jahr wird sie 70. Ebenso wurden an dem jüdischen Datum die Grundsteine der Hebräischen Universität Jerusalem und der Universität Haifa gelegt.

Umweltschutz fördern

Schon früher war der 15. Schvat bekannt als ein Tag, an dem man sich nicht niederwirft und nicht fastet. Im 17. Jahrhundert kam in der Diaspora der Brauch auf, wie beim Passahfest einen Seder zu feiern. Dabei essen Juden verschiedene Früchte und trinken vier Gläser Wein. Dies soll die Verbindung zum Land Israel betonen. Diasporagemeinden sammeln zudem Geld, um Bäume in Israel pflanzen zu können.

Gott gebietet den Menschen in der biblischen Schöpfungsgeschichte, die Erde zu bebauen und zu bewahren. Die Orthodoxe Rabbinerkonferenz in Deutschland sieht in „TU BiSchvat“ eine Möglichkeit, „Anliegen der ökologischen Bewegung aufzugreifen und sich Gedanken zu machen, wie man selbst und seine Gemeinschaft Umweltschutz praktizieren kann“. Israel zumindest ist trotz des technischen Fortschrittes ein Land, das heute mehr Bäume vorzuweisen hat als vor 100 Jahren.

Von: Elisabeth Hausen

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Fri, 18 Jan 2019 11:42:00 +0100
<![CDATA[Iran finanziert Wohnungen für palästinensische Ex-Häftlinge]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2019/01/18/iran-finanziert-wohnungen-fuer-palaestinensische-ex-haeftlinge/ Die Terror-Organisation Hamas hat am Donnerstag neue Appartments für palästinensische Ex-Gefangene im Gazastreifen präsentiert. Finanziert wurden sie laut der Onlinezeitung „Times of Israel“ vom Iran. Demnach wurden die 26 Einheiten unter 125 ehemaligen Insassen israelischer Gefängnisse verlost. Ein zweiter Wohnblock befindet sich im Bau. Die Hamas stellt seit 2007 die Regierung im Gazastreifen. Der Iran unterstützt sie mit Geld und Waffen. Laut palästinensischen Angaben sitzen etwa 6.500 Palästinenser in israelischen Gefängnissen, die meisten wegen Terror-Verbrechen.

Von: tk

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Fri, 18 Jan 2019 11:39:00 +0100
<![CDATA[Allzeithoch bei Organtransplantationen in Israel]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2019/01/18/allzeithoch-bei-organtransplantationen-in-israel/ In Israel sind 2018 so viele Organe transplantiert worden wie nie zuvor. Ingesamt waren es 592 und damit 13 Prozent mehr als im Vorjahr, berichtet die Tageszeitung „Ha'aretz“. Davon stammten 258 von lebenden Spendern. In 231 Fällen handelte es sich dabei um eine Niere. Etwas über die Hälfte davon spendeten Familienangehörige. Von verstorbenen Spendern kamen unter anderem 100 Lebern und 25 Herzen. Letzteres bedeutet einen Anstieg um 44 Prozent. Von 173 Hirntoten stimmten 111 Familien der Entnahme von Organen zu.

Von: tk

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Fri, 18 Jan 2019 11:34:00 +0100
<![CDATA[Jüdische Gemeinde kritisiert Suchaktion nach Knochen von Holocaust-Opfern]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/wissenschaft/2019/01/18/juedische-gemeinde-kritisiert-suchaktion-nach-knochen-von-holocaust-opfern/ Die jüdische Reformgemeinschaft in Ungarn hat die Suchaktion der israelischen Regierung in der Donau nach Knochen von Holocaust-Opfern kritisiert. „Die Störung der Ruhe der Toten ist ein komplexer und sensibler Fall“, teilt die Gemeinde laut der Nachrichtenseite „Arutz Scheva“ mit. Die Suche der Taucher bei Budapest sei „überflüssig“, weil sie die „Würde der jüdischen wie nichtjüdischen Toten“ beschädige und die Aktion dem jüdischen Gesetz widerspreche. Auch könne gar nicht mehr unterschieden werden, ob Knochen zu Juden oder Menschen anderer Religionen gehörten.

Von: mm

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Fri, 18 Jan 2019 11:03:00 +0100
<![CDATA[Mit Zuckerbrot und Peitsche gegen das Übergewicht]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2019/01/17/mit-zuckerbrot-und-peitsche-gegen-das-uebergewicht/ KAIRO (inn) – „Warum tun wir uns das an?“, fragte Präsident Abdel Fattah al-Sisi aufgebracht, als seine Gesundheitsministerin Hala Sajed im Dezember offenbar nicht gerade ermutigende Zahlen zur Übergewichtigkeit der Ägypter präsentierte. Laut dem Nachrichtenportal „Sky News” sagte Al-Sisi vor laufender Kamera: „Wenn ich eine übergewichtige Frau sehe, frage ich mich: Warum achtet sie nicht auf sich? Wie kann sie so überhaupt laufen?“

Um seinem Volk mit gutem Beispiel voranzugehen, fuhr der Präsident am nächsten Morgen noch vor der Dämmerung medienwirksam auf seinem Mountainbike, mit Trainingsanzug, Laufschuhen und Baseballkappe bekleidet, zu einer Militärakademie. Dort schärfte er seinen Kadetten ein, es werde niemand befördert, der nicht grundlegende Fitnessanforderungen erfüllt.

Während viele Landsleute meinen, Al-Sisi trage mit diesen Aktionen zu dick auf, sprechen die Daten eine deutliche Sprache: Laut einer Studie des „New England Journal of Medicine“ sind 35 Prozent der erwachsenen Ägypter fettleibig. Damit ist Ägypten Weltspitze. Unter den Kindern sind 3,6 Millionen übergewichtig – und damit jedes zehnte.

Einem anderen Bericht zufolge hat der Nahe und Mittlere Osten insgesamt ein Problem. Bahrain, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate sind ebenso wie Saudi-Arabien seit Jahren unter den Top Ten der Länder mit den meisten Übergewichtigen. Die Studie spricht von „epidemischen Ausmaßen“. Der US-Nachrichtensender „CNN” berichtet von „alarmierenden“ Zahlen und die Zeitung „Die Welt“ bringt es auf die Schlagzeile, Törtchen forderten in Nahost mehr Todesopfer als Terroristen.

Billige Gastarbeiter und Schönheitsideale

Das liegt nicht nur daran, dass große Hitze kaum zu körperlicher Aktivität einlädt. Die Wurzeln liegen tief in den gesellschaftlichen Strukturen der Länder. Die Golfregion gehört heute zu den reichsten Gegenden der Welt, nachdem in den 1960er Jahren große Ölreservoirs entdeckt wurden. Der Wohlstand brachte einfache Transportmöglichkeiten, westliches Fastfood und weniger körperliche Arbeit mit sich.

Besonders Frauen sind von Fettleibigkeit betroffen, in vielen Ländern sogar doppelt so oft wie Männer. Verschiedene Studien ergaben, dass in muslimisch geprägten Ländern sportliche Aktivitäten für Frauen verpönt sind. Ihr Aktionsradius beschränke sich auf das häusliche Umfeld, wo sie viele Stunden am Tag vor dem Fernseher sitzen. Für Haushaltsarbeiten stellen wohlhabende Araber zumeist günstig verfügbare ausländische Arbeitskräfte ein. Außerdem glauben viele Frauen in den Golfstaaten, mit Extra-Kilos dem Schönheitsideal zu entsprechen. Umfragen in Katar ergaben etwa, dass 43 Prozent der Frauen davon ausgehen, dass Männer füllige Frauen bevorzugten.

Dies hat schwerwiegende Folgen: Die größte Diabetes-Dachorganisation „International Diabetes Federation” (IDF) gibt an, dass im Nahen und Mittleren Osten und Nordafrika 37 Millionen Menschen an Diabetes erkrankt sind – 9,7 Prozent der Bevölkerung. Und die Organisation rechnet mit einer Verdopplung der Zahlen in den kommenden 20 Jahren.

Dicker als die Polizei erlaubt?

Um diese und weitere Folgekrankheiten zu verhindern, ist guter Rat teuer. Die Vereinigten Arabischen Emiraten haben 2017 mit einer Zucker-Steuer auf Softdrinks reagiert: Cola, Fanta, Sprite und Co. sind um 100 Prozent teurer geworden. Beobachter erwarten, dass andere arabische Staaten in Kürze nachziehen werden.

Der Ex-General Al-Sisi versucht es derweil noch mit Appellen und gutem Vorbild. Unter anderem regte er an, keine übergewichtigen Menschen mehr ins Fernsehen zu lassen. Von offizieller Seite bekommt der Präsident dafür Applaus. Andere werfen ihm vor, sogenanntes Fat-Shaming (Bloßstellung dicker Menschen) zu betreiben. Die Ägypter reagieren mit bissigem Humor. In sozialen Netzwerken wie Facebook machen hämische Memes (Karikaturen, Mini-Videos) die Runde, berichtet der arabische Fernsehsender „Al-Dschasira”. In einem werde eine Frau von der Polizei abgeführt, die verstört fragt: „Was habe ich denn getan? Ich habe doch nur zwei Kilo zugenommen.“ In einem anderen, das sich wie ein Lauffeuer verbreitete, ziehen Insassen eines Autos bei einer Polizeikontrolle die Bäuche ein.

Während Ägyptens Präsident dem Übergewicht in seinem Land den Kampf ansagt, liegt Israel in Sachen Übergewicht immerhin auf Platz zehn unter den Ländern der „Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung“ (OECD) und damit global auf Platz 44 von 191 erfassten Ländern. Deutschland liegt mit dem 78. Platz über dem Durchschnitt.

Von: tk

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Thu, 17 Jan 2019 15:36:00 +0100
<![CDATA[Ist der Weltkirchenrat antisemitisch?]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2019/01/17/ist-der-weltkirchenrat-antisemitisch/ Eine Analyse von Ulrich W. Sahm]]> Die israelische Organisation NGO Monitor hat dem Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK), auch Weltkirchenrat genannt, mit zahlreichen Belegen antisemitische und anti-israelische Hetze vorgeworfen. Dessen „Ökumenisches Begleitprogramm in Palästina und Israel“ (EAPPI) organisiere „Trainingslager für anti-israelisches Auftreten“, heißt es in dem am 14. Januar erschienenen Bericht.

Der Weltkirchenrat wiederum „distanziert sich vehement“ von den Anschuldigungen, wie er in einer Stellungnahme, ebenfalls vom 14. Januar, schreibt. Seit seiner Gründung 1948 kämpfe er gegen Judenfeindlichkeit, denn „Antisemitismus sei eine Sünde gegen Gott und die Menschlichkeit“.

NGO Monitor kritisiert, dass junge Menschen unauffällig in die besetzten Gebiete und nach Jerusalem geschleust würden, um als „Beobachter“, gekleidet in beige Uniformjacken mit Friedenstaube und der Aufschrift „EAPPI“, das Verhalten der israelischen Soldaten zu „beobachten“.

Als Reporter vor Ort konnte ich selbst an einem Kontrollpunkt in Hebron mitansehen, wie die EAPPI-Leute nicht nur beobachten, sondern gezielt Soldaten stören. Die Soldaten tun ihre Pflicht, wenn sie Palästinenser nach Küchenmessern, Schusswaffen oder Sprengbomben durchsuchen. Das halten die Beobachter des Weltkirchenrats dann für Schikane oder gar für eine Verletzung der Menschenrechte.

Gut finanzierte Nazivergleiche

Schlimmer noch: Die jungen Menschen der EAPPI werden dazu ausgebildet, nach ihrem Dienst in den besetzten Gebieten über ihre „Erfahrungen“ zu berichten und Israel in den schlimmsten Farben darzustellen: In ihren Heimatgemeinden und in Interviews mit der Presse vergleichen sie die Israelis mit den deutschen Nazis und behaupten, dass die Besatzung ein Apartheid-Regime wie in Südafrika sei. Offizielle Sprecher der Organisation erwähnten laut NGO Monitor sogar schon unwidersprochen israelische Gaskammern. Der Weltkirchenrat behauptet zudem, gegen einen Boykott zu sein, lässt aber seine Vertreter bei BDS-Veranstaltungen Reden halten, um für einen Boykott von Waren aus den „illegalen Siedlungen“ zu werben.

Die gut geschulten jungen Beobachter posten in den sozialen Netzwerken übelste antisemitische Karikaturen und hetzen mit einem antisemitischen Repertoire gegen den jüdischen Staat.

NGO Monitor dokumentiert die großzügige Finanzierung dieses Projekts durch Länder wie Deutschland, Schweiz, Österreich, Großbritannien, Schweden oder Japan. Kirchennahe Organisationen wie das „Hilfswerk der evangelischen Kirchen Schweiz“ (HEKS) oder „Brot für die Welt“ greifen tief in ihre Kassen.

Die Zahl der Teilnehmer, 1.800 in 16 Jahren, mag relativ gering sein, zumal sie aus mehreren Ländern stammen. Doch ihre propagandistische Wirkung ist umso größer, da sie finanziell gut gepolstert herumgereicht werden, um in Kirchengemeinden für ihre Sache zu werben. Der Weltkirchenrat behauptet gar, im Namen von 350 Mitgliedskirchen und über 500 Millionen Gläubigen zu sprechen.

NGO Monitor kritisiert auch, dass der Weltkirchenrat sein Programm nur gegen Israel durchführt und nirgendwo anders in „besetzten Gebieten“, wie auf Zypern, in Marokko, auf dem Balkan oder in Asien.

Weltkirchenrat dementiert

Der Weltkirchenrat will derart schwere Vorwürfe nicht auf sich sitzen lassen. In der Selbstdarstellung des Projekts klingt alles harmlos und geradezu „ehrenwert“. Doch bei genauem Hinschauen kann man auch hier schon problematische Elemente erkennen.

Das 2002 gegründete EAPPI sei das „Flaggschiffprojekt“ des in Genf ansässigen ÖRK. Die erklärte Mission von EAPPI bestehe darin, „das Leben unter der (israelischen) Besatzung zu bezeugen, mit lokalen Palästinensern und Israelis zusammenzuarbeiten, um einen gerechten Frieden zu erreichen, das Engagement der internationalen Gemeinschaft in dem Konflikt zu ändern und sie aufzufordern, gegen Ungerechtigkeiten in der Region vorzugehen“.

Das Programm bringt internationale Aktivisten, genannt „Ökumenische Begleitpersonen“, in das Westjordanland. Die „Begleitpersonen“ reisen mit Touristenvisa nach Israel ein. Damit kommt es zu einer „dauerhaften Präsenz von 25 bis 30 ökumenischen Begleitern vor Ort, die drei Monate lang Palästinenser begleiten, schützende Präsenz zeigen und Zeugnis ablegen“. Es gehe um Überwachung von Menschenrechten und Berichterstattung über etwaige Verstöße, sowie um die Unterstützung lokaler Friedens- und Menschenrechtsgruppen.

Allerdings: Wenn palästinensische Journalisten widerrechtlich in Gefängnissen der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) landen, Homosexuelle durch die PLO verfolgt und verhaftet werden und wenn in Gaza sogenannte Kollaborateure mit Israel hingerichtet werden, ist es für den Weltkirchenrat kein Thema.

Die Programmteilnehmer bekommen den Hin- und Rückflug nach Israel vom ÖRK finanziert, wie auch eine Unfall-, Reise- und Krankenversicherung. Bei der ersten Ankunft in Israel erhalten die „Begleitpersonen“ „ein Training von circa zehn Tagen in Jerusalem vor ihrem Einsatz“. Dabei gehe es um „Lobbyarbeit bis zur Rückkehr in die Heimat“. Danach werden Aktivisten in Ostjerusalem, Kalkilia/Tulkarem, Jericho, den südlichen Hebron-Bergen, Hebron, Bethlehem und Janun untergebracht. „Ökumenische Begleitpersonen“ kommen auch zu Kontrollpunkten und anderen Reibungspunkten zwischen Israelis und Palästinensern sowie zwischen Palästinensern und der Armee – auch in der Altstadt von Jerusalem. Um die Unterdrückung durch die palästinensische Führung kümmern sie sich freilich nicht, etwa wenn ein Araber aus Jerusalem sein Haus an einen Juden verkauft – darauf steht in Ramallah die Todesstrafe.

Lobbyarbeit in der Heimat

Vor ihrer Rückkehr gibt es für die „Begleitpersonen“ noch eine Nachbesprechung, um sie auf Lobbyarbeit in ihren Heimatländern vorzubereiten. Gemeinden, Kirchen und Regierungen sollen sie für die „Realitäten der Besatzung“ sensibilisieren. „Wir teilen Augenzeugenberichte mit Glaubensführern, Entscheidungsträgern, Medien, der Zivilgesellschaft und Wirtschaftsvertretern, so dass sie die öffentliche Ordnung ändern ... Das zunehmende internationale Bewusstsein erhöht den Druck auf die Täter von Menschenrechtsverletzungen und hilft, Zivilisten vor diesen Verletzungen zu schützen.“

Dementsprechend leiten viele junge Menschen nach ihrer Heimkehr BDS-Kampagnen (Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen) gegen Israel. Das Projekt des Weltkirchenrates spiegelt laut NGO Monitor seine Ideologie und Theologie wider. Dazu gehört die Unterstützung „eines internationalen Boykotts von Waren und Dienstleistungen aus illegalen israelischen Siedlungen im besetzten palästinensischen Territorium“, die Ermutigung der Mitgliedskirchen, Investitionen oder andere wirtschaftliche Verbindungen zu „illegalen Aktivitäten“ in besetzten Gebieten zu vermeiden, die Förderung des Kairos-Palästina-Dokuments von 2009 und die Bekämpfung des christlichen Zionismus’.

Antisemtische Äußerungen

Darüber hinaus haben führende Weltkirchenrats-Beamte die Verbindungen des modernen Israels zur jüdischen Geschichte im Land Israel geleugnet und Israel mit der Apartheid in Südafrika und Nazi-Deutschland verglichen. Zitiert wird der Generalsekretär des ÖRK, der Norweger Olav Fykse Tveit, bei der „Bethlehem-Konferenz über 50 Jahre Besetzung“. Er verglich „die Besatzung meines Landes während der fünf Jahre des Zweiten Weltkriegs“ mit 50 Jahren israelischer Besatzung. Diese Formulierungen fallen unter die Antisemitismus-Definition, wie sie von der „Internationalen Allianz zur Erinnerung an den Holocaust“ (IHRA) herausgegeben und vom EU-Parlament am 1. Juni 2017 angenommen wurde.

Robert Smith vom Ökumenischen Forum Palästina-Israel (PIEF) erklärte bei einer Konferenz zur „Perspektive palästinensischer Christen“ am 20. August 2015 mit Bezug auf das „Kairos Palästina“-Dokument: „Christliche Theologie, die den Zionismus unterstützt, ist Ketzerei ... Eine solche christliche Theologie, die den Zionismus unterstützt, ist eine falsche Lehre, der man sich stellen muss ...“

Das Dokument „Kairos Palästina“ fordert BDS gegen Israel, leugnet die historisch-jüdische Verbindung zu Israel in theologischer Hinsicht und gibt allein Israel die Schuld für die Fortsetzung des Konflikts. Das Dokument enthält auch eine Rechtfertigung des Terrorismus gegen israelische Bürger und nennt es „legalen Widerstand“. Darüber hinaus wird festgestellt, dass die „Wurzeln des Terrorismus“ in der „von Menschen begangenen Ungerechtigkeit und im Übel der Besatzung liegen“. Der Mitautor des Dokuments, Rifat Odeh Kassis, war von 2005 bis 2007 internationaler Koordinator und Projektleiter von EAPPI.

Bei einer Zentralausschusstagung vom 22. bis zum 28. Juni 2016 im norwegischen Trondheim riefen die ÖRK-Mitgliedskirchen, Fachdienste und ökumenische Partner dazu auf, „den christlichen Zionismus als eine Form des christlichen Fundamentalismus anzuerkennen, der insbesondere indigene palästinensische christliche Gemeinschaften gefährdet“.

Darüber hinaus gaben Tveit und Jim Winkler, der Präsident und Generalsekretär des Nationalen Kirchenrats der USA, 2016 eine Erklärung ab, in der sie argumentierten, „dass wir Parallelen zwischen der Krise in Israel und Palästina und den Kämpfen für Rassengerechtigkeit in den USA und dem Anti-Apartheid-Kampf in Südafrika sehen ... Man kann nicht ein ganzes Volk viele Jahre lang unter Druck und Gewalt halten, ohne gewalttätige Reaktionen zu erwarten. Wir unterstützen keine Gewalt, aber wir wissen, dass die Menschen die Hoffnung und den Glauben an die Wirksamkeit gewaltfreier Mittel verlieren“.

Mangelnde Gegenargumente

Bemerkenswert an der „vehementen Distanzierung“ des ÖRK ist der Mangel an jeglichen Gegenargumenten zu den von NGO Monitor erhobenen Vorwürfen. Er distanziert sich auch nicht ausdrücklich von Zitaten und mit Quellenangaben belegten Äußerungen seiner Mitarbeiter, deren Aussagen eindeutig in das europäische Muster eines „Antisemitismus“ fallen. Im Gegenteil: Der ÖRK schüttet noch weiteres Öl ins Feuer, indem er sich undifferenziert für die von Israelis wie Palästinensern laut Umfragen mehrheitlich abgelehnten Zwei-Staaten-Lösung ausspricht.

Zusätzlich wird da ohne jede Rücksicht auf israelische Bedenken ein völliger Rückzug hinter die „Grenzen von 1967“ gefordert. Der ehemalige israelische Außenminister Abba Eban hat diese mal als „Auschwitzgrenzen“ bezeichnet, da der Norden und Süden Israels nur durch einen etwa 15 Kilometer breiten Korridor nördlich von Tel Aviv verbunden wäre. Diesen schmalen Landstreifen könnte keine Armee der Welt effektiv verteidigen. Gefährdet wären dann auch alle Passagierflugzeuge, die problemlos von Hügeln in Sichtweite des Ben-Gurion-Flughafens mit einfachen Flakraketen bei Start und Landung abgeschossen werden können. Und welche Folgen der bedingungslose Rückzug Israels 2005 aus dem heute von der Hamas-Organisation beherrschten Gazastreifen hatte, dürfte bekannt sein: Tausende Raketen auf israelische Städte und deren zivilen Bewohner.

Von: Ulrich W. Sahm

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Thu, 17 Jan 2019 15:14:00 +0100
<![CDATA[Angriff auf Auschwitz-Denkmal]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2019/01/17/angriff-auf-auschwitz-denkmal/ In der Stadt Ramat Gan haben Unbekannte am Dienstag ein Holocaust-Denkmal beschädigt. Das Monument wurde von Ruth Schteiff Roger erstellt, die das Konzentrationslager Auschwitz überlebt hat. Es zeigte einen Flötenspieler sowie sechs Schornsteine, die für die sechs Millionen jüdischen Opfer des Holocausts standen. Nach Informationen der Zeitung „Yediot Aharonot“ wurde die Statue umgeworfen, die stilisierten Schornsteine wurden zerschlagen. Inzwischen ermittelt die israelische Polizei. Die Verwaltung von Ramat Gan kündigte an, das Monument wiederherzustellen und künftig Überwachungskameras zum Schutz der Stätte anzubringen.

Von: tk

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Thu, 17 Jan 2019 14:34:00 +0100
<![CDATA[Blutbad wegen Botschaftsverlegung nach Jerusalem]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2019/01/17/blutbad-wegen-botschaftsverlegung-nach-jerusalem/ Die Al-Schabab-Miliz hat am Mittwoch ihren Terroranschlag auf ein Luxushotel in Kenia mit der Verlegung der US-Botschaft in Israel begründet. Fünf Männer hatten das Hotel „DusitD2“ am Dienstag mit Bomben und Schusswaffen attackiert. Unter den 21 Getöteten ist mindestens ein Amerikaner. Es handelt sich um einen jüdischen Überlebenden des 11. Septembers 2001. Das berichtet die Online-Zeitung „Times of Israel“. In der Stellungnahme der Miliz heißt es auch: „Wir rächen das Blut jedes Muslims, das in Palästina vergossen wird.“ Kenias Präsident Uhuru Kenyatta teilte mit, alle Angreifer seien eliminiert worden.

Von: tk

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Thu, 17 Jan 2019 14:32:00 +0100
<![CDATA[Israel hat Rebellen in Syrien unterstützt]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2019/01/17/israel-hat-rebellen-in-syrien-unterstuetzt/ Israel hat in den vergangenen Jahren Rebellen im syrischen Bürgerkrieg mit leichten Waffen unterstützt. Das hat der frühere Generalstabschef Gadi Eisenkot erklärt, der am Sonntag aus dem Amt geschieden ist. In der Vergangenheit hat Israel entsprechende Berichte weder bestätigt noch dementiert. Es ist das erste Mal, dass ein offizieller israelischer Vertreter erklärt, dass Israel syrische Rebellengruppen mit mehr als nur humanitärer Hilfe unterstützt hat. Die Waffen seien zur Selbstverteidigung der Rebellen bestimmt gewesen. Eisenkot machte die Äußerungen in einem Interview der britischen Sonntagszeitung „Sunday Times“, wie verschiedene israelische Medien berichten.

Von: dn

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Thu, 17 Jan 2019 12:19:00 +0100
<![CDATA[Mirjam Pressler ist tot]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2019/01/17/mirjam-pressler-ist-tot/ LANDSHUT (inn) – Die Schriftstellerin und Übersetzerin Mirjam Pressler ist tot. Nach langer schwerer Krankheit starb sie am 16. Januar im Alter von 78 Jahren in Landshut.

Pressler gilt als eine der erfolgreichsten deutschen Kinder- und Jugendbuchautorinnen. Sie übersetzte mehr als 400 Titel anderer Autoren aus dem Hebräischen, Niederländischen, Englischen und aus Afrikaans ins Deutsche. Sie schrieb mehr als 50 eigene Bücher, vor allem für Kinder und Jugendliche. In ihren Werken setzte sie sich mit der deutschen Geschichte, Kultur und der Weltliteratur auseinander. Der Holocaust oder eine harte Kindheit waren immer wieder Themen ihrer Bücher.

Ihr Verlag Beltz teilte auf seiner Internetseite mit, er „trauert um eine große Erzählerin und Freundin des Verlags, die nicht zuletzt durch ihre Übersetzungen zur internationalen Verständigung beigetragen hat“.

Erst im Dezember hat Bundespräsident Frank‐Walter Steinmeier die Schriftstellerin mit dem Großen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Pressler habe sich „in herausragender Weise für die Völkerverständigung insbesondere zwischen Israel und Deutschland und die Erinnerung an das nationalsozialistische Unrecht“ eingesetzt, hieß es zur Begründung.

Für ihre Arbeit erhielt Pressler dutzende Ehrungen, unter anderem den Deutschen Bücherpreis für ihr Lebenswerk (2004), die Buber‐Rosenzweig‐Medaille (2013) und den Preis der Leipziger Buchmesse als Übersetzerin (2015).

Letzter Roman erscheint im März

Mirjam Pressler wurde 1940 als uneheliches Kind einer jüdischen Mutter in Darmstadt geboren. Sie wuchs bei nichtjüdischen Eltern und danach in einem Heim auf. Nach ihrem Studium verbrachte sie ein Jahr in einem Kibbutz in Israel, anschließend lebte sie wieder in Deutschland, zuletzt in Landshut. Mehrere Jahre lang war sie mit einem Israeli verheiratet. Aus der geschiedenen Ehe gingen drei Töchter hervor.

Ihr letzter Roman „Dunkles Gold“ erscheint im März. In dem Buch spannt sie einen Bogen von den Pestpogromen im Mittelalter zu aktuellen antisemitischen Entwicklungen. Es sei „ein aufwühlender Roman von großer Wahrhaftigkeit über jüdische Identität und Antisemitismus“, heißt es beim Beltz-Verlag.

Von: dn

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Thu, 17 Jan 2019 12:16:00 +0100
<![CDATA[Nachrichten vom 17. Januar 2019]]> https://www.israelnetz.com/israelnetz-tv/2019/01/17/nachrichten-vom-17-januar-2019/ Thu, 17 Jan 2019 12:13:00 +0100 <![CDATA[„McJesus“-Kunstwerk wird in Haifa abgehangen]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2019/01/17/mcjesus-kunstwerk-wird-in-haifa-abgehangen/ Das umstrittene „McJesus“-Kunstwerk wird aus der Ausstellung des Kunstmuseums in Haifa entfernt. Das hat die Bürgermeisterin der Stadt, Einat Kalisch-Rotem, am Mittwoch über Twitter angekündigt. Die Installation des gekreuzigten Ronald McDonald, der die Werbefigur der Fastfoodkette McDonald's ist, hatte Proteste von Christen hervorgerufen. Die führten zu gewaltsamen Ausschreitungen in der Hafenstadt. Kalisch-Rotem postete den Leih-Vertrag mit dem Museum in Helsinki, der im Januar ausläuft. Gleichzeitig drückte sie auch ihre Unterstützung für das Recht auf freie Meinungsäußerung aus.

Von: mm

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Thu, 17 Jan 2019 11:38:00 +0100
<![CDATA[Deutschland protestiert bei Iran wegen mutmaßlichem Spion]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/01/17/deutschland-protestiert-bei-iran-wegen-mutmasslichem-spion/ Die Bundesregierung hat am Mittwoch offiziell gegenüber dem Iran protestiert, weil der angeblich einen Spion in die Bundeswehr eingeschleust hat. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes sagte, das Ministerium habe das Thema „gegenüber dem iranischen Geschäftsträger unmissverständlich angesprochen und unsere große Sorge über die mutmaßliche Agententätigkeit zum Ausdruck gebracht“. Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen den Deutsch-Afghanen Abdul Hamid S., der als Sprachauswerter und Berater für Afghanistan-Einsätze tätig war und sensible Informationen an den Iran weitergegeben haben soll.

Von: mm

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Thu, 17 Jan 2019 10:14:00 +0100
<![CDATA[Abbas übernimmt Präsidentschaft der Gruppe der 77]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/01/16/abbas-uebernimmt-praesidentschaft-der-gruppe-der-77/ NEW YORK (inn) – Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat am Dienstag den Vorsitz der sogenannten Gruppe der 77 bei den Vereinten Nationen übernommen. Damit vertritt er ein Jahr lang die Anliegen von 134 Entwicklungsländern und China, das zwar an Sitzungen der Gruppe teilnimmt, sich aber nicht als Mitglied sieht.

Abbas betonte, er wolle im Rahmen des Amtes die internationale Zusammenarbeit fördern. Weiter sagt er laut einer Mitteilung der UN: „Menschen sind der wahre Schatz der Nationen, und wahre und nachhaltige Entwicklung kann nur dann erreicht werden, wenn die Möglichkeiten verbessert werden, um für alle Menschen volle und freie Teilhabe in allen wichtigen Angelegenheiten des Lebens sicherzustellen.“

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, begrüßte die „historische Führerschaft des Staates Palästina“. „Palästina und seine Bürger haben in einigen der herausforderndsten und dramatischsten Angelegenheiten Erfahrung aus erster Hand“, sagte er. Als zentrales Thema des Jahres 2019 sieht er den Klimawandel. „Wenn wir unsere Politik und unseren Einsatz nicht darauf ausrichten, bis 2020 ein Jahrzehnt des Handelns einzuläuten, wird es zu spät sein, um einen katastrophalen Klimawandel mit unvorhergesehenen Konsequenzen zu vermeiden.“

Erekat: Zeichen der Anerkennung

Der Generalsekretär der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), Saeb Erekat, bezeichnete die Übernahme des Amtes als „historischen Schritt“. „Wir akzeptieren diese enorme Herausforderung und diesen einzigartigen internationalen Status mit einem starken Sinn für Verantwortlichkeit, Ehre und Stolz“, sagte er laut einer Mitteilung der PLO. Aus seiner Sicht bedeutet das Amt, dass die Weltgemeinschaft die palästinensische Staatlichkeit und das Selbstbestimmungsrecht der Palästinenser anerkennt.

Der „Staat Palästina“ ist kein vollwertiges Mitglied der Vereinten Nationen. Im Jahr 2012 hat die palästinensische Vertretung jedoch Beobachterstatus erhalten. Die UN-Generalversammlung hat dem „Staat Palästina“ für die Dauer der Präsidentschaft zusätzliche Rechte eingeräumt, darunter das Recht auf Teilnahme an internationalen Konferenzen.

Von: df

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Wed, 16 Jan 2019 15:15:00 +0100
<![CDATA[Rekord-Wirtschaftsdelegation aus Japan angereist]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/wirtschaft/2019/01/16/rekord-wirtschaftsdelegation-aus-japan-angereist/ Die bisher größte japanische Wirtschaftsdelegation ist diese Woche unter Führung von Wirtschaftsminister Hiroshige Seko zu Gesprächen nach Israel gereist. Zu ihr gehören rund 150 Repräsentanten von über 90 Unternehmen wie Mitsubishi, Toshiba oder Sony. Die Gäste sehen in Israel einen optimalen Partner für Spitzentechnologien. Japanische Investitionen in Israel erreichten 2018 mit 3,5 Milliarden Dollar einen neuen Rekord, berichtet die Tageszeitung „Jerusalem Post“. Importe aus Israel stiegen in den ersten drei Quartalen um 46 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Von: tk

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Wed, 16 Jan 2019 14:59:00 +0100
<![CDATA[68 Prozent der Palästinenser haben Internet]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2019/01/16/68-prozent-der-palaestinenser-haben-internet/ 4,5 Millionen Palästinenser hatten im Jahr 2018 Zugriff auf das Internet. Das sind fast 68 Prozent der Gesamtbevölkerung. Wie die palästinensische Nachrichtenagentur „WAFA“ unter Berufung auf das Digital-Unternehmen „iPoke“ berichtet, benutzten von ihnen zudem 88 Prozent das Soziale Netzwerk Facebook. Beliebt ist auch der Messenger-Dienst WhatsApp mit einer Nutzerquote von 84 Prozent. Den Kurznachrichtendienst Twitter bediente immerhin fast jeder vierte.

Von: ser

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Wed, 16 Jan 2019 12:55:00 +0100
<![CDATA[Hamas verfolgt Gruppe von Italienern]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2019/01/16/hamas-verfolgt-gruppe-von-italienern/ Die Hamas hat über längere Zeit dafür gesorgt, dass eine Gruppe von mindenstens drei Italienern in einem UN-Gebäude im Gazastreifen festsaß. Einsatzkräfte der radikal-islamischen Organisation hatten die Männer, die mit einem Diplomaten-Kennzeichen unterwegs gewesen sein sollen, verfolgt. Daraufhin suchten diese Zuflucht in dem Gebäude, berichtet die Nachrichtenseite „i24News“. Die Hamas sperrte das Gebäude ab und erhielt schließlich Zutritt zu den Männern. Aus dem Innenministerium der Küstenenklave hieß es, die Festgesetzten hätten eine Straßenkontrolle ignoriert. Inzwischen konnten die Männer das Gebäude verlassen. Möglicherweise hielt die Hamas sie für israelische Agenten.

Von: ser

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Wed, 16 Jan 2019 12:47:00 +0100
<![CDATA[Auf Dein Wohl, Israel!]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2019/01/16/auf-dein-wohl-israel/ Die deutsch-israelische Freundschaft mundet fruchtig. Das irritiert für einen kurzen Moment, weil Bier meistens eher herb, würzig oder kernig schmeckt. Danach rinnt es aber herrlich erfrischend die Kehle herunter. „Die fruchtige Note kommt über die Hefe“, erklärt Cornelius Faust. Er ist Mitinhaber und Biersommelier des Brauhauses Faust im fränkischen Miltenberg. Im Mai braute er das Bier gemeinschaftlich mit dem Israeli Ori Sagy in Israel. „Man schmeckt den Rohweizen. So hat es vielleicht sogar einen vollmundigeren Charakter als unser Bier bekommen“, beschreibt es der Kenner. Das Getränk trägt den schlichten Namen „70“ – benannt nach dem 70. Geburtstag des Staates Israel. Die fruchtige Note und der vollmundige Charakter passen zur Feierlichkeit des Datums. Der außergewöhnliche Geschmack unterstreicht aber auch die Besonderheit der deutsch­israelischen Freundschaft.

Die Idee für das Freundschaftsbier hatte die Deutsche Botschaft in Tel Aviv. Deren Kulturabteilung stieß zum 70. Geburtstag des Staates Israel verschiedene Projekte an. Neben einem Workshop für deutsch-israelische Musiker gab es auch den Plan für ein gemeinsam gebrautes Geburtstagsbier. Die Mitarbeiter sprachen den Israeli Sagy von der Alexander-Brauerei in der Emek-Hefer-­Region an. „Er hat auch gleich gesagt, dass er das gerne mit mir machen würde“, erzählt Faust, der Sagy damals noch nicht persönlich kannte und daher von der Anfrage überrascht war.

Die Zusammenarbeit kam über den Geschmack: Beim alljährlichen europäischen Biergipfel konkurrieren Brauereien im internationalen Wettbewerb um Gold-, Silber- und Bronze-Medaillen. „Das ist der bedeutendste Bier-Wettbewerb auf dem europäischen Kontinent“, erzählt Faust. Eines der Biere, das Sagy eingereicht hatte, gewann einen Preis. Bei der Verleihung verkostete er auch Gewinner-­Biere aus anderen Kategorien. Darunter war ein Bier des Brauhauses Faust. „Sagy war beeindruckt“, erinnert sich Faust.

Gottes Gegenwart in Begegnungen

Für Faust war das gemeinsame Brauen eine Horizonterweiterung. Das Land stand auf seiner Reise-Wunschliste, doch bisher war es noch nie zu einem Besuch gekommen. „Es ist etwas ganz Besonderes, wenn man dann mit einem persönlichen Bezug dorthin fahren kann“, sagt Faust. Das gilt auch im Hinblick auf seinen Glauben, wobei er mit Reliquien- und Ortsfrömmigkeit wenig anfangen kann: „Ich erlebe Gottes Gegenwart hauptsächlich in Begegnungen.“ Trotzdem beeindruckte ihn Jerusalem nachhaltig, schon allein um die geografischen Anordnungen biblischer Geschichten nachvollziehen zu können.

„Ich bin überzeugter Christ“, sagt der Bayer, der als katholischer Christ aufwuchs, aber mittlerweile der Evangelischen Kirche angehört. Das hat mit der Liebe zu seiner Ehefrau zu tun, weil Paare letztlich an der konfessionellen Aufspaltung leiden. Er brenne aber nach wie vor für die Ökumene. „Auch hier muss man Gräben überwinden“, sagt Faust. „Glaube soll die Menschen zusammenführen und heil machen und nicht verletzen.“

Im Gegensatz zum Wein wird der braune Gerstensaft in der Bibel stiefmütterlich behandelt. Die Israeliten begannen Bier erst im Babylonischen Exil zu schätzen, als einige jüdische Gelehrte anerkannte Braumeister wurden. Archäologen fanden indes erst in diesem September die älteste Bierbrauerei der Menschheit auf israelischem Boden. In einer Höhle des Karmelgebirges südlich von Haifa hatte die Kultur der Natufien vor 13.000 Jahren Spuren eines Bierbrauprozesses zurückgelassen.

„Bier bringt Menschen zusammen“

Faust hatte bereits mit zwei amerikanischen Brauereien gemeinsam gebraut. Da sei es aber hauptsächlich um den Erfahrungsaustausch gegangen. In Israel habe neben dem Austausch die Botschaft der Völkerverständigung im Mittelpunkt gestanden. „Es ist 70 Jahre nach der Scho‘ah keine Selbstverständlichkeit, dass in Israel ein deutscher und ein israelischer Braumeister zusammen brauen“, sagt Faust. Sagy sei da aber ganz offen gewesen. „Auch innerhalb des Landes ist er einer, der die Völker verbinden will und das Bier über Grenzen hinweg als Botschaft versteht.“ Bier sei ein so schönes Produkt, das man genießen könne und das Menschen zusammenbringe.

„Die Freundschaft unter Deutschen und Israelis ist bekannt. Das ist keine wirkliche Nachricht. Ich will nach vorne schauen und daran glauben, dass auch die Freundschaft in dieser Region schneller entstünde, wenn die Menschen im Nahen Osten mehr Bier trinken würden“, befand Sagy laut der Online-Zeitung „Times of Israel“ beim Anstich des Bieres im Juni in der Residenz des deutschen Botschafters in Herzlia. Die Eltern des ehemaligen Piloten der Luftwaffe stammen ursprünglich aus der Gegend von Georgien. Sagy beschäftigt sich schon seit über 30 Jahren mit dem Gerstensaft: Lange Zeit war es für ihn ein leidenschaftliches Hobby. Im Jahr 2008 lernte er dann offiziell das Handwerk des Braumeisters.

Auf touristischen Bestenlisten der lohnenswertesten Bierbetriebe in Israel ist die Alexander-Brauerei in der Nähe von Netanja häufig vorne dabei. Das kleine Brauhaus, das als Logo eine geflügelte Schildkröte besitzt, ist nach dem 32 Kilometer langen Fluss benannt, der sich von den Bergen in Nablus durch die Emek-Hefer­Region schlängelt. Die Schildkröte steht für die Zeit, die sich die Braumeister bei der Arbeit nehmen. Im Windschatten der beiden jahrzehntelang dominierenden Großbrauereien Tempo und Israel-Bier hat sich eine lebhafte Bierszene mit kleineren Betrieben entwickelt.

Israelische Zutaten: Weizen und Wasser

Über das Internet spielten sich Faust und Sagy die Ideen für das Freundschaftsbier zu. Es sollte kein Getränk sein, das in das normale Sortiment wandert. Die Alexander-Brauerei stellt hauptsächlich relativ leichte Ales nach britischer Brauweise her. Deutschland assoziierte Sagy stark mit den Lager- und Fest­bieren, wie es sie auf dem Oktoberfest gibt. „Israel hat selbst keinen Braugerstenanteil, keine Mälzereien und auch keinen Hopfen“, sagt Faust. Deswegen werden die Zutaten für gewöhnlich importiert. Beim Freundschaftsbier sind das Malz und der Hopfen aus Deutschland geliefert worden. Da das Bier nicht dem deutschen Reinheitsgebot entsprechen musste, haben die beiden Braumeister auch einen gewissen Anteil israelischen Weizens hinzugegeben.

Auch das Wasser stammte aus Israel. „Wasser ist in Israel ein ganz besonderes Gut und muss letztlich erst einmal komplett aufbereitet werden“, sagt Faust. Auf diese Weise sei das 70-jährige Staatsjubiläum in die Produkte eingeflossen. Für den Brauprozess flog Faust im Mai nach Israel. Morgens um 9 Uhr begutachteten beide Braumeister die Rohstoffe noch einmal genau. „So ein Sud dauert, bis er dann abends abgekühlt ist und in die Gärung übergeht“, sagt Faust. „Da muss man schon mit acht Stunden rechnen.“

Die fruchtige Note des Freundschaftsbieres ist auf einen kritischen Aspekt des Prozesses zurückzuführen. Sagy besitzt kein Labor, um Hefe selbst kultivieren zu können. „Wir haben hier mit einer Trockenhefe gearbeitet. Da gibt es eigentlich auch hervorragende Produkte“, erklärt Faust. Trockenhefe besitze allerdings ein anderes Aromaprofil. Es war der einzige Kompromiss, mit dem er aufgrund der zur Verfügung stehenden Zeit nicht ganz zufrieden war. Letztlich ist es aber gerade diese Lösung, die den besonderen Geschmack des Bieres ausmacht.

Nach dem feierlichen Anstich in Israel produzierte Sagy noch zwei weitere Sude mit dem Freundschaftsbier. Ein Sud umfasst ungefähr 2.000 Liter, also 6.000 Flaschen. Das spricht für die Nachfrage dieses speziellen Bieres. Bis Ende 2018 sollen die bescheidenen Vorräte in der Alexander-Brauerei noch reichen. Online kann es nur innerhalb Israels bestellt werden.

Mit dem Freundschaftsbier ist Faust hochzufrieden. Natürlich sei es inzwischen schon einige Monate alt. „Bier soll frisch getrunken werden“, weiß Faust. Es sei aber ein markantes Festbier geworden, das richtig gut mit den sonstigen Produkten seiner Brauerei mithalten könne. Für Faust steht fest: Das nächste Mal möchte er seine Ehefrau mit nach Israel nehmen. Und Sagy sieht er schon im November wieder – auf der Brau-Beviale, einer Biermesse in Nürnberg.

Diesen Artikel finden Sie auch in der Ausgabe 6/2018 des Israelnetz Magazins. Sie können die Zeitschrift kostenlos und unverbindlich bestellen unter der Telefonnummer 06441/5667752, via E-Mail an info@israelnetz.com oder online.

Von: Michael Müller

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Wed, 16 Jan 2019 12:12:00 +0100
<![CDATA[US-Gouverneur will Sanktionen gegen Airbnb]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/01/16/us-gouverneur-will-sanktionen-gegen-airbnb/ Der republikanische Gouverneur von Florida, Ron DeSantis, fordert Sanktionen gegen den amerikanischen Unterkunftvermittler Airbnb. Als Grund gab er dessen angekündigten Boykott von israelischen Siedlungen im Westjordanland an. Am Mittwoch sagte er laut der Tageszeitung „Yediot Aharonot“: „Wir haben die moralische Verpflichtung, uns gegen die Politik von Airbnb zu stellen, weil sie sich ausdrücklich nur gegen Juden richtet.“ Das Unternehmen hatte im November angekündigt, 200 israelische Siedlungen im Westjordanland nicht mehr als mietbare Unterkunft in seiner Datenbank zu führen.

Von: mm

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Wed, 16 Jan 2019 10:43:00 +0100
<![CDATA[Israelis entdecken „außerirdischen“ Edelstein]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/wissenschaft/2019/01/15/israelis-entdecken-ausserirdischen-edelstein/ Die israelische Bergbaufirma „Schefa Yamim“ hat im nördlichen Karmelgebirge einen neuen Mineraltyp entdeckt. Wie das Unternehmen bekannt gab, befindet sich das Mineral in dort abgebauten Saphiren. Es gebe keinen anderen Ort auf der Erde, wo dieser Stoff noch zu finden sei. Einzig in außerirdischem Gestein habe man noch Vergleichbares gefunden. Aufgrund des Fundortes und der Bestandteile (Titan, Aluminium und Zirkonium) wird das Mineral „Carmeltazit" genannt. Der Geologe David Bressan bescheinigte dem Fund im Wirtschaftsmagazin „Forbes“ gar das Potential, teurer als Diamanten zu werden.

Von: mas

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Tue, 15 Jan 2019 15:12:00 +0100
<![CDATA[Zahlreiche schwer verletzte Meeresschildkröten aufgetaucht]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2019/01/15/zahlreiche-schwer-verletzte-meeresschildkroeten-aufgetaucht/ NETANJA (inn) – Das anhaltende stürmische Wetter hat Dutzende schwer verletzte Meeresschildkröten an Israels Strände gespült. Allein in den vergangenen drei Tagen wurden 46 Tiere gefunden. Pro Jahr stranden in Israel durchschnittlich 250 verwundete Schildkröten.

Um die Tiere kümmert sich nun das israelische Zentrum für Meeresschildkröten in Mikhmoret nördlich von Netanja. Es hat Freiwillige zu Hilfe gerufen. Sie sollen die Strände nach weiteren verletzten Schildkröten absuchen und dabei helfen, die bis zu 200 Kilogramm schweren Tiere in Autos zu heben.

Viele Schildkröten weisen Verletzungen der Bauchhöhle oder der Lunge auf. Bei einigen sei Blut in den Lungen festgestellt worden. Tierärzte haben im Zentrum für Meeresschildkröten eine provisorische Klinik eingerichtet, in der Operationen vorgenommen werden können. Von den 46 verletzten Tieren konnten nur 15 gerettet werden.

Noch ist nicht sicher, was zu den schweren Verletzungen bei so vielen Tieren geführt haben könnte. Die israelische Naturparkbehörde hat den Vorfall untersucht. Sie vermutet, dass Analysen des Meeresbodens durch die italienische Marine in der vergangenen Woche dafür verantwortlich sind. Für die Suche nach Erdöl- und Erdgasvorkommen wurden über einen Zeitraum von 24 Stunden alle neun Sekunden rund 20 Explosionen ausgelöst. Das berichtet die Online-Zeitung „Times of Israel“.

Alle Meeresschildkröten vom Aussterben bedroht

Im Mittelmeer leben zwei nistende Schildkrötenarten: die Grüne Meeresschildkröte und die Unechte Karettschildkröte. Beide legen Eier an Israels Stränden ab.

Weltweit sind alle Meeresschildkröten vom Aussterben bedroht. Sie stehen unter dem Washingtoner Artenschutzabkommen. Sämtliche Bedrohungen für die Tiere gehen auf den Menschen zurück. Schildkröten fallen Schleppnetzen der Fischerei zum Opfer. Sie sterben, weil sie Plastiktüten mit Quallen verwechseln und fressen. Zudem werden sie trotz Handelsverbot gefangen. Ihre Eier, ihr Fleisch und ihre Panzer sind vor allem in Asien sehr beliebt.

Von: dn

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Tue, 15 Jan 2019 15:06:00 +0100
<![CDATA[Israel etabliert sich als Erdgas-Exporteur]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/wirtschaft/2019/01/15/israel-etabliert-sich-als-erdgas-exporteur/ Erstmals seit dem „Arabischen Frühling” 2011 ist ein israelischer Minister zu einem Besuch nach Kairo gereist. Energieminister Juval Steinitz besuchte am Montag ein Erdgas-Forum. Im Februar 2018 hatten Israel und Ägypten einen 18 Milliarden Dollar schweren Wirtschaftsdeal beschlossen, den Steinitz als den „bedeutendsten seit Unterzeichnung des Friedensvertrags“ bezeichnete. Die jährliche Fördermenge Israels beträgt 10,5 Milliarden Kubikmeter und soll sich im kommenden Jahr verdoppeln. Ägypten will das Gas für den Eigenbedarf und Weiterverkauf nach Europa importieren.

Von: tk

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Tue, 15 Jan 2019 13:31:00 +0100
<![CDATA[Aviv Kochavi neuer Armee-Chef]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/01/15/aviv-kochavi-neuer-armee-chef/ JERUSALEM / TEL AVIV (inn) – Mit seiner feierlichen Vereidigung am Dienstagvormittag hat Aviv Kochavi das neues Amt als Stabschef der israelischen Armee angetreten. Kochavi bezeichnete es als „Ehre“, diese Position einnehmen zu dürfen. Die Armee sei sein zweites zu Hause. „Ich liebe diese Organisation und ihre Soldaten, und ich beabsichtige, sie zusammen mit dem Generalstab, allen Rängen und in dem Wissen um die Stärke des Volkes zu führen“.

In seiner Dankesrede betonte er weiterhin das Zusammengehörigkeitsgefühl in der Armee. Jeder Soldat sei ein „wertvoller Bestandteil“. Es sei seine Aufgabe und die des Militärs, für die Sicherheit eines jeden zu sorgen. Daher sei es das Ziel seiner Amtszeit, die Truppen auf alle Herausforderungen vorzubereiten und die Schlagkraft der Armee zu verbessern. Das Militär solle seine „tödliche, effiziente und innovative Kraft“ behalten.

Avigdor Lieberman, der noch während seiner Tätigkeit als Verteidigungsminister Kochavi als neuen Stabschef bestimmte, zeigte sich über die Vereidigung ebenfalls erfreut. Kochavi sei ein „ehrwürdiger Soldat und Offizier“. Seine Nominierung sei „die richtige Wahl“ – nicht zuletzt wegen dessen Biographie. Vor seiner Ernennung zum Armee-Chef diente Kochavi bereits als Stellvertreter des Stabchefs, Chef des Nordkommandos, Direktor des Militärgeheimdienstes und Kommandeur der Gaza-Division, berichtet die Nachrichtenseite „Arutz Scheva".

Mit der Vereidigung löst Kochavi den bisherigen Stabschef Gadi Eisenkot ab. Dessen Amtszeit wurde wegen der Operation „Nördlicher Schutzschild“ um zwei Wochen verlängert und endete Montag.

Von: mas

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Tue, 15 Jan 2019 12:32:00 +0100
<![CDATA[Gewaltsame Proteste gegen Ausstellung]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2019/01/15/gewaltsame-proteste-gegen-ausstellung/ HAIFA (inn) – Das in Haifa ausgestellte Kunstwerk „McJesus“ sorgt seit einigen Tagen für Unruhe: Es zeigt das Maskottchen der Fastfoodkette McDonald's, Ronald McDonald, am Kreuz.

Die Ausstellung „Heilige Güter“ ist bereits seit dem 4. August im Kunstmuseum der Küstenstadt zu sehen. Doch erst jetzt gibt es Proteste. Am Donnerstag und Freitag demonstrierten Hunderte Menschen gegen das Kunstwerk. Unter ihnen waren vor allem christliche Araber. Sie forderten die Museumsleitung auf, „McJesus“ zu entfernen. Bei den Protesten kam es zu gewaltsamen Zusammenstößen mit der Polizei. Drei Sicherheitskräfte wurden durch Steinwürfe verletzt. Einige Demonstranten versuchten, in das Museum einzudringen. Ein Molotowcocktail wurde auf das Museum geworfen.

Auch die katholischen Bischöfe des Heiligen Landes forderten die Stadt Haifa auf, die Christusdarstellung aus der Ausstellung zu entfernen. Sie betonten das Recht auf Meinungsfreiheit. Es sei jedoch nicht hinnehmbar, „das bedeutendste Symbol der christlichen Religion“ zu missbrauchen.

Am Montag verstärkte die Polizei die Sicherheitsvorkehrungen um das Museum. Derzeit verhandelt der stellvertretende Bürgermeister Dov Hajun mit christlichen Leitern in der Angelegenheit.

Künstler gehört Boykottbewegung an

Die „McJesus“-Darstellung wurde von dem finnischen Künstler Jani Leinonen angefertigt. Er möchte damit Kritik an der Konsumgesellschaft üben. Am Sonntag meldete sich der Künstler nun selbst zu Wort und forderte ebenfalls eine Entfernung des Kunstwerks aus der Ausstellung. Er sei verärgert, sagte er laut der Online-Zeitung „Times of Israel“. „McJesus“ werde gegen seinen Willen in Haifa ausgestellt. „Ich habe darum gebeten, dass die Darstellung entfernt wird, da ich mich der BDS-Bewegung (Boykott, Desinvestitionen, Sanktionen) angeschlossen habe, die Israel boykottiert. Aufgrund der Antwort der Kuratoren war ich davon ausgegangen, dass sie bereits entfernt wurde.“

Das Museum in Haifa erklärte dazu: „Die Skulptur wurde bei einer Galerie in Finnland im Rahmen eines Abkommens ausgeliehen. Das Museum hat nie die Aufforderung erhalten, das Kunstwerk zu entfernen.“

Kulturministerin Miri Regev forderte in einer Stellungnahme ebenfalls die Entfernung des „McJesus“: „Religiöse Symbole, die vielen Gläubigen in der Welt heilig sind, aus künstlerischem Protest zu missachten, ist unzulässig und kann nicht als Kunst in einer Kultureinrichtung dienen, die aus staatlichen Mitteln finanziert wird.“

Das Museum will nun am Eingang Warnhinweise auf den möglicherweise verletzenden Charakter der Ausstellung anbringen.

Von: dn

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Tue, 15 Jan 2019 12:25:00 +0100
<![CDATA[Israelische Taucher suchen nach Gebeinen von Holocaust-Opfern]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/wissenschaft/2019/01/15/israelische-taucher-suchen-nach-gebeinen-von-holocaust-opfern/ Ein Team israelischer Taucher wird die Donau bei Budapest nach Überresten von Holocaust-Opfern absuchen. Das gab der israelische Innenminister Arieh Deri am Montag laut der Onlinezeitung „Times of Israel“ bekannt. Der ungarische Innenminister Sandor Pinter habe seine Unterstützung für die Unfallhelfer der Zaka-Rettungseinheit und die israelische Opferidentifizierungseinheit zugesagt. Am Ufer des Flusses waren Tausende Juden während des Holocaust erschossen und in das Gewässer geworfen worden. Die Gebeine sollen dann für das Begräbnis nach Israel überführt werden.

Von: mm

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Tue, 15 Jan 2019 10:51:00 +0100
<![CDATA[Welternährungsprogramm kürzt Hilfen für Palästinenser]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/01/14/welternaehrungsprogramm-kuerzt-hilfen-fuer-palaestinenser/ JERUSALEM (inn) – Das Welternährungsprogramm (WFP) der Vereinten Nationen hat eine Kürzung der Hilfen für Palästinenser bekanntgegeben. Das geht aus einer Stellungnahme des WFP hervor. Demnach sind sowohl Bewohner des Gazastreifens als auch des Westjordanlandes betroffen.

Weiter heißt es, dass „27.000 Menschen im Westjordanland zukünftig keine Hilfe mehr erhalten werden“. Bei 165.000 wird die Hilfe um 20 Prozent reduziert. Von diesen Kürzungen sind vor allem Bewohner des Gazastreifens (110.000) betroffen.

Die Einschnitte seien notwendig geworden, nachdem die Spenden der WFP in den vergangenen Jahren kontinuierlich weniger wurden. Vor allem das fehlende Geld der USA mache sich bemerkbar. Stephan Keraney, Direktor des WFP für die palästinensischen Gebiete sagte weiterhin, dass im Haushalt für 2019 insgesamt 57 Millionen US-Dollar fehlten. Man sei bemüht, diese Lücke zu schließen.

2018 unterstützte das Welternährungsprogramm 250.000 Menschen im Westjordanland und 110.000 im Gazastreifen.

Von: mas

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Mon, 14 Jan 2019 14:53:00 +0100
<![CDATA[Armeechef Eisenkot verabschiedet]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2019/01/14/armeechef-eisenkot-verabschiedet/ TEL AVIV (inn) – Politiker und Armeeangehörige haben am Sonntag in Tel Aviv Armeechef Gadi Eisenkot aus dem Amt verabschiedet. Bei der Zeremonie im Hauptsitz der Armee lobte Regierungschef Benjamin Netanjahu Eisenkot insbesondere für seinen Einsatz gegen den Iran und seine Verbündete an vier Fronten. Zudem habe er erfolgreich mehrere Modernisierungsmaßnahmen umgesetzt.

Netanjahu betonte: „Im Nahen Osten gibt es keine Gnade für die Schwachen. Nur die Starken überleben. Die ständige Kultivierung unserer Stärke ist eine notwendige Bedingung für unsere Existenz. Sie ist auch eine notwendige Bedingung, um Frieden zu erlangen. Die Bürger Israels kennen nur einen kleinen Ausschnitt dessen, was in den vergangenen vier Jahren getan wurde.“

Eisenkot trat sein Amt Anfang 2015 als Nachfolger von Benny Gantz an. Seine Amtszeit wäre am 1. Januar eigentlich beendet gewesen. Sie wurde aber aufgrund der Operation „Nördlicher Schutzschild“ um zwei Wochen verlängert. Auf Eisenkot folgt sein bisheriger Stellvertreter, Aviv Kochavi.

Von: df

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Mon, 14 Jan 2019 14:34:00 +0100
<![CDATA[Podium der Bundeslade wiederentdeckt?]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/wissenschaft/2019/01/14/podium-der-bundeslade-wiederentdeckt/ Die Bundeslade ist zweifellos die bedeutendste Reliquie der Menschheitsgeschichte. Es handelt sich um jene Truhe, in die Moses die auf dem Sinai empfangenen Steintafeln mit den Zehn Geboten gelegt hatte. Das Volk Israel trug sie mit sich vom Sinai bis ins Heilige Land. König David holte sie aus Kiriat Jearim ab, wo sie sich zwischendurch befand. Er brachte sie nach Jerusalem, wo sie dann etwa 1.000 Jahre lang im „Allerheiligsten“ des von König Salomon errichteten Tempels stand. Im Jahr 70 zerstörten die Römer Jerusalem und plünderten den Tempel.

Heute behaupten manche Wissenschaftler, dass die Bundeslade irgendwo im Untergrund des Tempelberges versteckt liege. Auf dem römischen Titusbogen ist sie abgebildet als Trophäe bei einer Siegesparade durch Rom. Dann sei sie im Vatikan aufbewahrt worden, bis der geplündert und die Bundeslade nach Karthago in Nordafrika gebracht worden sei. Niemand weiß Genaues. Auch die biblischen Geschichten rund um die Bundeslade lassen sich nicht wirklich nachprüfen.

Umso amüsanter ist die Tatsache, dass ausgerechnet der Tel Aviver Archäologie-Professor Israel Finkelstein als Co-Direktor einer wissenschaftlichen Ausgrabung in Kiriat Jearim eingesetzt wurde, um eine massive künstliche Plattform aus dem 8. Jahrhundert vor Christus zu erforschen, auf der angeblich die Bundeslade gestanden habe.

Archäologie-Professor bezweifelt Existenz von Bundeslade

Finkelstein ist bekannt als notorischer Zweifler und erbarmungsloser Kritiker seiner Archäologen-Kollegen, wenn sie massive Bauten aus biblischer Zeit finden und dann erklären, dass es sich um einen schon in der Bibel erwähnten Palast des Königs David in Jerusalem handeln könnte. Jetzt hat Finkelstein behauptet, dass er nicht daran glaube, dass jene berühmte und oft in der Bibel erwähnte Bundeslade überhaupt existiert habe.

Neben einem katholischen Kloster in Zentralisrael könnte das entdeckte monumentale Podium dennoch in biblischer Zeit als Schrein für die Bundeslade gedient haben. Der arabische Name des Ortes, Deir el-Asar, erinnere an den biblischen Elasar, der zum Wächter der Bundeslade bestellt worden war. Überreste eines erhöhten Podiums wurden auf einem jüdischen Hügel freigelegt, der lange Zeit mit dem Standort des biblischen Kiriath-Jearim verbunden worden war. Die gemeinsame Expedition der Universität Tel Aviv und des College de France ist jedoch nicht der Bundeslade auf der Spur. Vielmehr sucht sie nach physischen Beweisen für die geopolitische Situation in der Grenzstadt zwischen den beiden monotheistischen Königreichen Judäa und Israel vor fast drei Jahrtausenden.

Die große, erhöhte Plattform, glaubt Finkelstein, wurde vom nördlichen Königreich als Schrein für die biblische Bundeslade errichtet. Laut Thomas Römer, einem international bekannten Experten für die hebräische Bibel, dienten die biblischen Geschichten um die Bundeslade pragmatisch politischen Zwecken. „Der Kern der ursprünglichen Erzählung war es, Kiriath-Jearim als neues Heiligtum des Schreins nach der Zerstörung oder Aufgabe von Schilo zu legitimieren", schrieb Römer in einer E-Mail an die Onlinezeitung „The Times of Israel“.

Bis zur jüngsten bahnbrechenden Entdeckung der riesigen, von Menschenhand geschaffenen Plattform, hatten frühere Ausgrabungen keine signifikanten Funde oder Bauten zum Vorschein gebracht. Das erhöhte rechteckige Podium könne auf eine Größe von etwa 110-150 Metern und einer Fläche von circa 1,65 Hektar rekonstruiert werden. Es wurde mit typisch eisenzeitlichen Mauern von drei Metern Breite und zwei Metern Höhe errichtet und ist genau nach Nord-Süd und Ost-West ausgerichtet. Das sei eine Kuriosität im Königreich Juda gewesen, das laut Bibel über Kiriath-Jearim regierte.

Die Analyse der bisher freigelegten Artefakte lässt wenig Zweifel daran aufkommen, dass dies die biblische Ortschaft Kiriath-Jearim ist. Der Name wird in mehreren Büchern der hebräischen Bibel erwähnt, darunter eine detaillierte Geschichte in den I. Chroniken 13, 5-8, in der König David die Lade jubelnd nach Jerusalem transportiert.

Das moderne Kiriat Jearim grenzt an Abu Gosch, ein israelisch-arabisches Dorf, das für seine Humuslokale bekannt ist. Es ist nahe der Autobahn Tel Aviv-Jerusalem strategisch günstig auf einem Hügel gelegen, auf dem sich das französische Kloster befindet. Der Blick reicht bis nach Tel Aviv und zum Mittelmeer.

Bayerische Luftaufnahmen sollen helfen

Um den erfolgversprechendsten Grabungspunkt zwischen den Gebäuden des Geländes zu finden, konsultierte das Team sowohl bayerische Luftbildaufnahmen aus dem Ersten Weltkrieg als auch modernes Luftbildmaterial und erstellte ein High-Tech-Orthofoto mit Drohne und digitalem Höhenmodell.

Während das Team unzählige Artefakte ausgegraben hat, war die Entdeckung der Mauern der eisenzeitlichen Plattform eindeutig der größte Erfolg. Die Töpferscherben in der Nähe der Mauer stammen aus der Eisenzeit IIB (900-700 vor Christus), sagten die Archäologen. Der Zeitpunkt des Baus könnte auch auf das nördliche Königreich hinweisen: „Eine erhöhte Plattform in Kiriath-Jearim hätte von Israel nach der Unterwerfung Judas durch Joasch gebaut werden können“, wie in 2. Könige 14,11-13 erwähnt.

Eine Plattform, um sie alle zu beherrschen

Die zweite Grabungssaison beginnt im August 2019 mit einem ebenso großen Team von Fachleuten und Freiwilligen. „Auch diesmal wollen wir den Schwerpunkt auf die großen Wände legen, die die erhöhte Plattform tragen“, sagt Finkelstein. Finkelsteins Co-Direktor bei der Grabung, Römer, erwog: „Die Erzählung wurde in die Bibel aufgenommen, weil sie in ihrer jetzigen Form Jerusalem als das einzige ,offizielle‘ Heiligtum von YHWH legitimiert, da David nach der biblischen Erzählung die Bundeslade von Kiriath-Jearim dorthin brachte.“

Die große Plattform in Kiriath-Jearim sei multifunktional gewesen – sowohl als Schrein als auch als Herrschaftszentrum, sagten die Ausgräber. Finkelstein glaubt, dass die Geschichte der Bundeslade „der Ideologie des Nordreichs in der Zeit Jerobeams II. und den tatsächlichen territorialen Bedürfnissen entsprach, die sich aus der Herrschaft über Juda ergaben“. Es dürfte damit die erste Ausgrabung der Geschichte sein, bei der Beweise für die Existenz einer 3.000 Jahre alten „Ideologie“ gesucht werden.

von: Ulrich W. Sahm

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Mon, 14 Jan 2019 14:29:00 +0100
<![CDATA[Pfleger wollte Abgeordneten ermorden]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2019/01/14/pfleger-wollte-abgeordneten-ermorden/ Die Polizei hat einen Anschlag auf den Likud-Politiker Oren Hasan verhindert. Wie erst jetzt bekannt wurde, hat sie bereits im Dezember einen Pfleger verhaftet, der den Knessetabgeordneten in einem Jerusalemer Krankenhaus ermorden wollte. Bei dem Mann handelt es sich um einen israelischen Araber aus Nazareth. Wie die Onlinezeitung „Times of Israel“ berichtet, hatte die Mutter des Mannes von dessen Plänen erfahren und diese der Polizei gemeldet.

Von: dn

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Mon, 14 Jan 2019 14:01:00 +0100
<![CDATA[Operation „Nördlicher Schutzschild“ beendet]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2019/01/14/operation-noerdlicher-schutzschild-beendet/ Die israelische Armee hat am Sonntag das Ende der Militäroperation „Nördlicher Schutzschild" bekanntgegeben. Wie Armee-Chef Gadi Eisenkot erklärte, sei ein am Samstag entdeckter Terrortunnel der letzte dieser Art gewesen. Er könne versprechen, „dass wir alle Tunnel gefunden haben, die nach Israel führten“. Mit einer Länge von 800 Metern war es außerdem der längste der entdeckten Terrortunnel. Dies berichtet die Tageszeitung „Jerusalem Post“. Im Zuge der über einmonatigen Operation hat das israelische Militär sechs Angriffstunnel der Hisbollah aufgespürt.

Von: mas

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Mon, 14 Jan 2019 13:28:00 +0100
<![CDATA[Israel überrascht mit Bekenntnis zu Militärschlag in Syrien]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2019/01/14/israel-ueberrascht-mit-bekenntnis-zu-militaerschlag-in-syrien/ Premierminister Benjamin Netanjahu hat am Sonntag einen Militärschlag auf eine iranische Stellung in Syrien bestätigt. Laut der Zeitung „Times of Israel“ sagte er bei einer Kabinettssitzung: „In den letzten 36 Stunden haben wir ein iranisches Waffendepot am Flughafen von Damaskus zerstört.“ Die Luftwaffe habe in den letzten Jahren hunderte solcher Operationen durchgeführt. Israel sei bereit, wenn nötig, noch härter zuzuschlagen. Stunden später veröffentlichte Netanjahu Satellitenaufnahmen des bombardierten Gebäudes. In der Vergangenheit hatte Israel militärische Aktivitäten in Syrien normalerweise nicht bestätigt.

Von: tk

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Mon, 14 Jan 2019 11:49:00 +0100
<![CDATA[Ministeriumsbericht empfiehlt Auflösung des Jüdischen Nationalfonds']]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/01/14/ministeriumsbericht-empfiehlt-aufloesung-des-juedischen-nationalfonds/ Ein vom Justizministerium in Auftrag gegebener Bericht beklagt Vetternwirtschaft und gesetzwidriges Handeln beim Jüdischen Nationalfonds (KKL). Laut der Onlinezeitung „Times of Israel“ empfiehlt er die Auflösung der Organisation. Der KKL wies diese Forderung am Sonntagabend als „abwegig“ zurück. Bereits im Jahr 2017 kritisierte der israelische Rechnungsprüfer Joseph Schapira „ernsthafte, tiefgehende und vollständige Mängel“ beim KKL.

Von: df

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Mon, 14 Jan 2019 11:14:00 +0100