Israelnetz - Neueste Nachrichten https://www.israelnetz.com Nachrichten aus Israel und dem Nahen Osten de https://www.pro-medienmagazin.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif Israelnetz - Neueste Nachrichten https://www.israelnetz.com 18 16 Nachrichten aus Israel und dem Nahen Osten TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Sun, 24 Sep 2017 14:03:07 +0200 <![CDATA[Deutsche Politiker treffen in Israel meist Linke]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/09/22/deutsche-politiker-treffen-in-israel-meist-linke/ BERLIN / JERUSALEM (inn) – Als Israels Premierminister Benjamin Netanjahu im April ein Treffen mit Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) absagte, weil dieser sich zuvor mit linken Organisationen getroffen hatte, wurde viel diskutiert, ob dies angemessen war. Der Grünen-Politiker Volker Beck wollte nun vom Auswärtigen Amt wissen, mit welchen Organisationen sich Vertreter Deutschlands in den vergangenen Jahren in Israel getroffen haben.

Aus der Antwort des Auswärtigen Amtes geht hervor, dass diese Organisationen meist aus dem linken politischen Spektrum stammen. Die Tageszeitung „Die Welt“ berichtet, von 27 Kontakten zu Nichtregierungsorganisationen seit Februar 2014 sei nur ein einziger dem Mitte-rechts-Spektrum zuzuordnen gewesen. Der Journalist Ansgar Graw analysiert dazu, es sei zwar verständlich, dass deutsche Politiker Wert auf Treffen mit linken Gruppen legten, da diese Gruppen einen Gegenpol zur Regierung Netanjahus bildeten. „Doch wenn diese zum Teil sehr linken Organisationen ein Monopol erhalten, droht ein Zerrbild“, schreibt Graw.

„Fehleinschätzung und Unkenntnis“

Beck kritisierte auf Facebook, der Dialog der Bundesregierung mit der israelischen Zivilgesellschaft sei bislang einseitig gewesen und bilde deren Vielfalt nicht ab. „Ein Dialog sollte auch in Gesprächen mit Positionen bestehen, die man nicht teilt. Sonst ist es eher ein Monolog oder ein Duett“, schrieb Beck. Die Gesprächspartnerbilanz spreche für eine besonders passionierte Israel-kritische Einstellung. Zudem stehe sie auch für eine „Fehleinschätzung und Unkenntnis der Lage vor Ort“.

In dem Zeitungsbericht wird gelistet, wen deutsche Politiker in Israel trafen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, früher Außenminister, traf beispielsweise auf zwei Reisen sechs linke israelische Gruppierungen (unter ihnen „B’Tselem“ und „Breaking the Silence“) sowie zwei deutsche Organisationen. Die Angaben des Auswärtigen Amtes werden auch in Israel wahrgenommen – so berichtet beispielsweise die TAgeszeitung „Jerusalem Post“ über die Anfrage von Volker Beck zu den einseitigen Gesprächen.

Von: mb

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Fri, 22 Sep 2017 15:18:00 +0200
<![CDATA[Menschenrechtsbüro listet Israel]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/09/22/menschenrechtsbuero-listet-israel/ GENF (inn) – Israel gehört nach Ansicht der Vereinten Nationen zu den Ländern, die die Arbeit von Menschenrechtsaktivisten behindern, die mit den UN zusammenarbeiten. Das geht aus einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht des UN-Generalsekretärs António Guterres hervor. Israel steht damit in einer Reihe mit dem Iran, der Türkei oder Saudi-Arabien.

Insgesamt führt der Bericht 29 Länder an. Zu den Vorwürfen zählen willkürliche Verhaftung, Folter, Vergewaltigung und Einzelhaft. Dazu sagte der für den Bericht zuständige Assistent des Generalsekretärs, der Brite Andrew Gilmour: „Es ist, ehrlich gesagt, nichts anderes als abscheulich, Jahr für Jahr gezwungen zu sein, Fälle von Einschüchterung und Vergeltung zu berichten gegen Menschen, deren Verbrechen – nach Ansicht ihrer Regierungen – es war, mit UN-Einrichtungen und -Mechanismen zusammenzuarbeiten.“

Kritischer Auftritt

Der Bericht bemängelt die Reaktion Israels auf den Auftritt des Leiters der Organisation B'Tselem, der Israeli Hagai El-Ad. Im Oktober 2016 hatte er vor dem UN-Sicherheitsrat gesprochen und dabei die Siedlungspolitik kritisiert. Dies sei von „hochrangigen israelischen Vertretern“ öffentlich verurteilt worden, ein Knesset-Abgeordenter habe verlangt, El-Ad die Staatsbürgerschaft zu entziehen.

Tatsächlich rief der Bericht ablehnende Reaktionen in Israel hervor. Selbst Abgeordnete, die El-Ads Siedlungskritik zustimmten, fragten sich, ob es sinnvoll sei, diese vor einem „parteiischen“ Gremium vorzutragen. Ein israelischer Rechtsanwalt ging weiter und warf El-Ad „Verrat“ vor.

Bemerkenswert ist bei alledem, dass El-Ad bei einer Veranstaltung gesprochen hat, die unter anderem Venezuela beantragt hatte. Das südamerikanische Land findet sich ebenfalls auf der Liste der 29 Staaten.

Von: df

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Fri, 22 Sep 2017 13:14:00 +0200
<![CDATA[Lufthansa-Maschine erfolgreich notgelandet]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/09/22/lufthansa-maschine-erfolgreich-notgelandet/ Ein Flugzeug der Lufthansa hat am Donnerstag erfolgreich eine Notlandung durchgeführt. Kurz nach dem Start vom Ben-Gurion-Flughafen war einer der beiden Motoren des Airbus ausgefallen. An Bord saß auch der Knessetabgeordnete Ahmad Tibi, der das arabische Bündnis „Vereinigte Liste“ im israelischen Parlament vertritt. Er zeigte sich gegenüber der Tageszeitung „Yediot Aharonot“ dankbar für die Bewahrung: „Es war wirklich ein guter Jahresbeginn, denn das Flugzeug hätte abstürzen können. Den 180 Passagieren geht es gut, und das ist wichtig. Allen ein gutes Jahr.“ Am Mittwochabend hat das jüdische Jahr 5778 begonnen.

Von: eh

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Fri, 22 Sep 2017 11:05:00 +0200
<![CDATA[Israel zum Anschauen]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2017/09/22/israel-zum-anschauen/ Ein Urgroßvater nimmt seine Enkel auf einen Berg bei Nablus, der biblischen Stätte Sichem. Dort befindet sich Elon Moreh, die Eiche More, die in 1. Mose 12,6 erwähnt ist. An dieser Stätte hat nach biblischer Tradition Gott dem Abraham das Land gezeigt, das er ihm geben würde.

Der Film beginnt mit den Worten des Mannes: „Ich glaube an Israel“. Der religiöse Jude erklärt: „Für mich ist dieser Berg ein ganz besonderer Ort. Hier hat Gott meinem Volk versprochen, dass er auf uns aufpassen würde. Wir glauben an Gott und halten an seinen Versprechen fest. Dieser Ort ist ein Berg des Segens.“

Der 35-minütige Film in Kinoqualität ist eine Liebeserklärung an Israel: Neben hochwertigen Naturaufnahmen, berichten sechs Einwanderer aus Amerika und der ehemaligen Sowjetunion, wie sie nach Israel kamen und was dieses Land so besonders für sie macht. Das Drehbuch wurde von John Rhys-Davies, der als Schauspieler in Filmen wie „Herr der Ringe" und „Indiana Jones" mitwirkte, verfasst. Der Regisseur des Films, David Kiern, sagt auf der Website der Initiative: „In unseren Tagen erfährt das Volk Israel und das jüdische Volk Hass und Verurteilung durch einen Großteil der Welt. Für uns Christen gab es noch nie so eine gute Gelegenheit, dem Volk, dem wir die Bibel zu verdanken haben, unsere Liebe zu zeigen.“

Einer der vorgestellten Israelis im Film ist Alex Levin, der in Kiew aufwuchs. 1990 wanderte er nach Israel aus. Seine Gemälde sind inzwischen weltweit ausgestellt, nicht nur in Kirchen und Synagogen: „Ich male das Land nicht unbedingt, wie ich es sehe, sondern wie ich es fühle. Und ich lade Christen ein, unser Land zu besuchen.“

Aus Liebe zu Israel

Untermalt mit Bildern in ausgezeichneter Qualität berichtet der Film von der Geschichte des jüdischen Volkes in Israel. Pastoren, Hauskreis- und Gemeindeleiter haben die Möglichkeit, sich den Film aus dem Internet herunterzuladen. Wer den Link zum Download erhalten möchte, muss lediglich seinen Namen, die E-Mail-Adresse sowie den Namen der Kirche angeben.

Auf der Homepage der Initiative „I am Israel“ teilt Kiern mit: „Was sich heute in Israel abspielt, ist aus filmdramaturgischer Sicht unglaublich fesselnd. Eine meiner Lieblingsaussagen des Films stammt von dem Winzer Jakob Berg, der mir sagte, dass Israel der beste Beweis dafür ist, das Gott existiert und heute in unserer Welt agiert. … In einer Zeit, in der sich Weltführer gegen Israel stellen, sollten wir Christen zu Israel stehen.“

Die Veranstalter teilen mit, dass der Film „anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Befreiung von Jerusalem, Judäa und Samaria von 1967“ gedreht wurde. Es handelt sich um eine Gemeinschaftsproduktion von Kiern, der jüdischen „Stiftung Elul 25“ und der christlichen Organisation „HaYovel“, die Christen ermöglicht, ihre Arbeitskraft bei der Weinernte Israelis zur Verfügung zu stellen. Die Arbeit ist motiviert durch Jeremia 31,5: „Du sollst wiederum Weinberge pflanzen an den Bergen Samarias“.

Das Video will die Verbundenheit von Christen und Juden deutlich machen. In der Knesset soll der Film Anfang Oktober einem ausgewählten Publikum gezeigt werden.

Von: mh

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Fri, 22 Sep 2017 11:03:00 +0200
<![CDATA[Was Politiker zu Israel, Antisemitismus und Nahost sagen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/09/22/was-politiker-zu-israel-antisemitismus-und-nahost-sagen/ Die Initiative 27. Januar e.V. und Honestly Concerned e.V. haben anlässlich der Bundestagswahl eine umfangreiche Auswertung ihrer bundesweiten Politikerbefragung „Wahlprüfsteine 2017 Deutschland – Israel“ veröffentlicht. Diese bietet einen Überblick über Positionen von Parteien und einzelnen Kandidierenden zu den Themen Israel, Antisemitismus und Nahostpolitik. Gibt es beim Holocaust-Gedenken Schlussstrichzieher allein in der AfD? Setzt sich die Mehrheit der Grünen für die Anerkennung eines palästinensischen, aber nicht des jüdischen Staates ein? Die Antworten auf diese und weitere Fragen finden Sie hier: www.politikerbefragung.de/statistiken.

Von: dn

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Fri, 22 Sep 2017 10:27:00 +0200
<![CDATA[Rat der Katholischen Kirchen verurteilt Angriff auf Klosterkirche]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/09/22/rat-der-katholischen-kirchen-verurteilt-angriff-auf-klosterkirche/ Der Rat der Katholischen Kirchen in Jerusalem hat am Donnerstag den Angriff auf die Kirche des heiligen Stephanus verurteilt. Bei dem Angriff am Mittwoch wurde laut der palästinensischen Nachrichtenagentur WAFA die Inneneinrichtung der Kirche beschädigt. Das Gotteshaus bei Beit Schemesch westlich von Jerusalem ist Teil der Klosteranlage Beit Dschemal. Der Rat verlangte, dass der Staat Israel die Täter zur Rechenschaft ziehe. Andernfalls könne es im „derzeitigen spannungsgeladenen religiösen Klima“ zu „unabsehbaren Folgen kommen“.

Von: df

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Fri, 22 Sep 2017 10:24:00 +0200
<![CDATA[Mehrheit der Israelis glaubt Netanjahu nicht]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/09/22/mehrheit-der-israelis-glaubt-netanjahu-nicht/ JERUSALEM (inn) – Eine Mehrheit der Israelis glaubt nicht dem Beteuern ihres Premiers Benjamin Netanjahu, dass nichts an den monatelang schwelenden Korruptionsvorwürfen gegen ihn dran sei. Laut einer Umfrage der Tageszeitung „Yediot Aharonot“ halten 54 Prozent der Bevölkerung seine Aussage „Es wird nichts gefunden werden, weil da nichts ist“ für falsch, 34 Prozent glauben ihm.

Noch mehr Israelis, nämlich 63 Prozent, denken, der Premier sollte zurücktreten, wenn der Generalstaatsanwalt Anklage gegen ihn erhebt. Nur 12 Prozent der Bevölkerung vertrauen Netanjahu in dieser Angelegenheit komplett. Trotzdem bewerten die Israelis ihren aktuellen Premier vor allem im Verhältnis zu seinen politischen Herausforderern positiv. „Gut bis sehr gut“ finden 49 Prozent der Öffentlichkeit seine Arbeit als Premier. Jair Lapid von der Partei Jesch Atid erhält 12 Prozent, Avi Gabbai von der Zionistischen Union 10 Prozent und Naftali Bennett von der Partei Unser Haus 5 Prozent.

Was ist das größte Problem Israels?

Die Korruptionsvorwürfe hätten laut der Umfrage aber die Position der Partei des Premiers, des Likud, geschwächt. Bei heutigen Wahlen käme der Likud auf 24 Sitze. Das wären 6 Sitze weniger als bei den vorherigen Wahlen im Jahr 2015. Die Zionistische Union erhielte 22 Sitze, Jesch Atid käme auf 18 Sitze.

Nach dem größten Problem für Israel gefragt, sagten 30 Prozent der Israelis, dass das die Lebenshaltungskosten seien. 17 Prozent fürchten am meisten die Sicherheitssituation, 15 Prozent sehen den gesellschaftlichen Spalt zwischen Arm und Reich als größtes Problem an. Aber eigentlich ist ein Großteil der Bevölkerung zufrieden. 86 Prozent der Befragten bezeichneten ihre persönliche Situation als gut bis exzellent.

Von: mm

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Fri, 22 Sep 2017 09:48:00 +0200
<![CDATA[Palästinensischer Politiker verärgert Boykottbewegung]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/09/21/palaestinensischer-politiker-veraergert-boykottbewegung/ JERUSALEM (inn) – Der frühere palästinensische Häftlingsminister Aschraf al-Adschrami sorgt für Kritik bei Anhängern der anti-israelischen Boykottbewegung. Anlass ist eine Äußerung auf einer Konferenz des Jerusalemer Zentrums für öffentliche Angelegenheiten. Doch auch seine bloße Teilnahme an der Tagung ist den Kritikern ein Dorn im Auge, wie die israelische Tageszeitung „Ma'ariv" am Mittwoch berichtete.

Al-Adschami wird mit den Worten zitiert, während seiner Amtszeit habe er das Gesetz über die Zahlungen an Familien von Terroristen nicht umgesetzt, um nicht zu Gewalt zu ermutigen. Damit habe er auf den Vortrag von Jossi Kuperwasser, einem Brigadegeneral der Reserve, reagiert. Dieser hatte das System der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) vorgestellt, nach dem sie Angehörige von Terroristen versorgt. Auch machte er Angaben über die Höhe des Lohnes, den Terroristen erhalten, die Israelis ermordet haben.

Die Organisation „Samidun“ vertritt ein Netzwerk von Organisationen, die palästinensische Häftlinge im Ausland unterstützen. Sie veröffentlichte eine wütende Reaktion: Al-Adschrami habe den Boykott gegen Israel gebrochen. Sein Besuch in Jerusalem sei ein Schlag ins Gesicht der Gefangenen. „Wir verurteilen die Worte des ehemaligen Häftlingsministers der Palästinensischen Autonomiebehörde und seine Teilnahme an einem gemeinsamen Kongress mit ehemaligen ranghohen Vertretern der israelischen Besatzungsarmee, 24 Jahre nach dem Oslo-Abkommen“, hieß es laut dem Bericht. „Wir schließen uns den palästinensischen Aktivisten und Organisationen bei ihrer Forderung an, dass er wegen seiner Angriffe gegen palästinensische Gefangene und deren Familien belangt wird.“

Ferner wurde ihm Kollaboration mit Israel und Heuchelei vorgeworfen. Sein Versuch zu behaupten, der Großteil der Gelder komme von der Hamas, sei eine Lüge. Denn die Entscheidung, den Familien von Terroristen Gelder zuzuweisen, „wurde 1996 durch den Palästinensischen Legislativrat gefällt“. Ferner sei er gegen die Benennung von Straßen, Stätten und Plätzen nach Terroristen vorgegangen.

Al-Adschami: Äußerungen wurden falsch wiedergegeben

Der Politiker wies die Kritik auf Facebook zurück. Seine Worte seien aus dem Zusammenhang gerissen worden. Er habe vielmehr gesagt, dass die Gewalt bedeutend zurückgegangen sei, seit die PA die Gelder an die Familien übergebe. Al-Adschami war von 2007 bis 2009 der für die Angelegenheiten von Häftlingen zuständige Minister.

Von: eh

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Thu, 21 Sep 2017 15:38:00 +0200
<![CDATA[Rohani: Scheitern des Atomabkommens wäre bedauerlich]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/09/21/rohani-scheitern-des-atomabkommens-waere-bedauerlich/ NEW YORK (inn) – Der Iran wird „entschlossen antworten“, wenn jemand gegen das Atomabkommen verstößt. Das hat der iranische Präsident Hassan Rohani in seiner Rede vor der UN-Generalversammlung am Mittwoch betont. „Es wäre bedauerlich, wenn dieses Abkommen durch Neulinge zerstört würde, die aus der Reihe tanzen“, sagte er mit Blick auf US-Präsident Donald Trump.

Tags zuvor hatte dieser das Atomabkommen als „einseitig“ kritisiert. Während eines Treffens mit dem Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) Mahmud Abbas am Mittwoch teilte er den anwesenden Reportern mit, er habe bereits eine Entscheidung zum Abkommen gefällt. Details nannte er jedoch nicht. Auch der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu bemängelte in seiner Rede das Atomabkommen, besonders dessen zeitliche Befristung.

Abbas betonte in seiner Rede, die Zwei-Staaten-Lösung sei in Gefahr. Israel unterwandere diese zugunsten einer „Ein-Staat-Wirklichkeit mit zwei Systemen – Apartheid“. In diesem Fall hätten die Palästinenser „keine andere Möglichkeit, als den Kampf fortzusetzen“. Dies sei keine „Drohung“, jedoch eine „Warnung“.

Gabriel: Gespräche notwendig

Am Rande der Vollversammlung trafen sich auch die Unterzeichner des Abkommens; neben den USA und Iran sind das China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Russland und die Europäische Union. Der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel betonte im Anschluss nach Angaben des Auswärtigen Amtes, das Abkommen sei zwar gut und dienlich. Allerdings spiele der Iran „immer noch keine konstruktive Rolle im Nahen und Mittleren Osten“. Daher sei man sich einig: „Darüber muss geredet werden.“

Der französische Präsident Emmanuel Macron ging darüber hinaus und betonte, eine Verbesserung des Abkommens sei nötig, um den Staaten der Region Sicherheit zu geben. So müsse das Raketenprogramm des Iran eingeschränkt werden, sagte er laut der Onlinezeitung „Times of Israel“.

Von: df

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Thu, 21 Sep 2017 15:07:00 +0200
<![CDATA[Britischer Außenminister Johnson gratuliert zum jüdischen Neujahr]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/09/21/britischer-aussenminister-johnson-gratuliert-zum-juedischen-neujahr/ Der britische Außenminister Boris Johnson hat Juden zum Neujahr gratuliert. In seiner Botschaft nannte er Israel einen „guten Freund“ Großbritanniens. Anstehende Jubiläen wie das 100-jährige Bestehen der Balfour-Deklaration seien eine Gelegenheit, dies zu zeigen. Weiter betonte Johnson, er werde gegen Antisemitismus kämpfen. Auch der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel sagte in seiner Grußbotschaft zum Neujahr Antisemitismus den Kampf an. Er betonte zudem, dass die Solidarität Deutschlands mit Israel „unverbrüchlich“ bleibe.

Von: df

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Thu, 21 Sep 2017 14:56:00 +0200
<![CDATA[Deutsche Bundesregierung definiert Antisemitismus]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/09/21/deutsche-bundesregierung-definiert-antisemitismus/ Das Bundeskabinett hat am Mittwoch der Antisemitismus-Definition der Internationalen Allianz für Holocaust-Gedenken (IHRA) zugestimmt. Danach ist auch die pauschale Israelkritik als Antisemitismus zu verstehen. „Der Kampf gegen Judenhass gehört zur Staatsräson“, erklärte Innenminister Thomas de Maizière. Die neue Definition ist rechtlich nicht bindend, soll aber als Richtschnur für die Arbeit Deutschlands in internationalen Organisationen dienen. Der Zentralrat der Juden in Deutschland begrüßte den Beschluss. „Die Bundesregierung hat ein klares Zeichen gesetzt, dass Antisemitismus in Deutschland weder geduldet noch toleriert wird“, sagte der Zentralratspräsident Josef Schuster.

Von: mm

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Thu, 21 Sep 2017 14:29:00 +0200
<![CDATA[Der Sechs-Tage-Krieg zum Mitfühlen]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2017/09/21/der-sechs-tage-krieg-zum-mitfuehlen/ Wer mit der Straßenbahn aus dem Jerusalemer Stadtzentrum nach Norden fährt, gelangt an der Station „Ammunition Hill“ zum Munitionshügel. Circa 400 Meter sind es dann noch bis zur Gedenkstätte „Givat HaTachmoschet". Auf diesem Hügel kommen Geschichtenerzähler auf ihre Kosten. Denn dieser Ort ist voller Geschichte und Geschichten. Zwischen dem Jerusalemer Wohnviertel Ramat Eschkol und dem Giva HaZarfatit, dem Französischen Hügel, liegt der Hügel, den schon die Makkabäer im Jahr 165 vor Christus als Zugang nach Jerusalem genutzt hatten, ebenso die Römer unter Kaiser Titus im Jahr 70 nach Christus.

Zwischen 1948 und 1967 war der Hügel unter jordanischer Herrschaft. Im Sechs-Tage-Krieg war er bei der Eroberung Ostjerusalems der entscheidende strategische Punkt, zwischen dem Westen der Stadt und der israelischen Enklave auf dem Skopusberg im Osten. Eine der heftigsten Schlachten hat während des Sechs-Tage-Krieges hier stattgefunden, bei der 37 israelische Soldaten ums Leben kamen. Während der Kampfhandlungen verhinderten israelische Fallschirmjäger das Eindringen der jordanischen Legion in das Stadtzentrum.

Ein Monument erinnert an die Soldaten, die beim Kampf um Jerusalem ihr Leben verloren. Der Eintritt zum Hügel ist frei, viele Schulklassen und Familien kommen. Väter erzählen ihren Kindern die Geschichte von diesem geschichtsträchtigen Ort. Alte Panzer stehen auf dem Hügel, die Kinder klettern darauf herum und turnen in den gut erhaltenen Schützengräben.

Der Eintritt zum neuen Museum im Bunker ist kostenpflichtig. Nach drei Jahren Umbau hätte es eigentlich zum Jerusalemtag im vergangenen Mai fertiggestellt sein sollen. Dass es letztlich ein paar Monate länger gedauert hat, stört Geschäftsführer Katri Moas nicht: „Wir erzählen die Geschichte dieses Ortes. 19 Jahre war dieser Berg unter jordanischer Herrschaft, Israelis und Jordanier trafen sich am Zaun, um sich gegenseitig Kaffee einzuschenken.“

Persönliche Geschichten und Radioaufnahmen

Bevor der Besucher das Museum betritt, wird über einen Audioguide die Melodie des berühmten Liedes von Naomi Schemer eingespielt: „Jerusalem aus Gold“. Danach erklärt Moas: „Das Museum erzählt die einzelnen Stationen des Sechs-Tage-Krieges nach.“ Er ergänzt: „Zum Beispiel erzählen wir von Sara Cohen aus der Altstadt. Als sie 1948 ihr Haus in der Altstadt verlassen musste und in den Westteil der Stadt zog, nahm sie eine israelische Flagge und gab sie den jungen Soldaten mit den Worten: ‚dass ihr wisst, dass alle Juden hinter euch stehen. Gott wird euch schützen.‘“

Etwa eine Stunde dauert die Museumsführung. Neben den persönlichen Geschichten von Zeitzeugen werden Original-Radio- und Fernsehaufnahmen eingespielt. Moas erzählt euphorisch: „Wir haben lange und viel recherchiert. Viel Material haben wir vom Militär, vom Radio und von ausländischen Korrespondenten bekommen.“ Die Ausstellung durchziehen Zitate des israelischen Journalisten und Schriftstellers Chaim Guri. In Tagebuchform erzählt er poetisch seine Geschichte. Ehrlich lässt er an seinen Gefühlen teilhaben: „Auf dem Munitionshügel gab es keine fröhliche Siegesfeier. Hier war Krieg Wirklichkeit: Furchterregend, grausam und wahnwitzig.“

Und trotz der schlimmen Geschichten gibt es Lichtblicke, kleine Hoffnungsschimmer inmitten des Leides. So wird an einer Stelle berichtet, wie israelische Soldaten ihre Feinde, die Jordanier, beerdigten. Moas erzählt: „Sie sollten zeigen, dass sie Menschen sind, die die menschliche Würde anerkennen.“ Als 1995 Premierminister Jitzhak Rabin den jordanischen König Hussein traf, soll dieser ihn gebeten haben, ihm die sterblichen Überreste der Soldaten zu bringen, die 1967 gegen seine Armee kämpften. Er dankte ihnen mit den Worten: „Was ihr uns mit dem Begräbnis unserer Toten getan habt, war das Größte, das ihr für uns tun konntet.“

Gegen Ende der Ausstellung taucht auch Sara Cohen wieder auf. Ein Soldat berichtet über den Audioguide: „Mit zitternden Händen hissten wir die Flagge von Sara Cohen, als wir in der Altstadt ankamen. Mein Kamerad Stempel hatte die Hand am Helm. Er zitterte und Tränen rannen über sein Gesicht. Niemals werden wir das hier verlassen.“ Auf großen Wänden sind Fotos von Soldaten und der Klagemauer zu sehen. Gleichzeitig wird das Lied „Jerusalem aus Gold“ eingespielt, diesmal mit Text.

Einladung zum Nachdenken

Von den 600 im Sechs-Tage-Krieg gefallenen israelischen Soldaten kamen 182 in Jerusalem ums Leben. In der Ausgangshalle liegen unter den Namen der Gefallenen 182 Steine von den unterschiedlichen Kampforten in Jerusalem. Moas schließt mit den Worten: „Dieser Ort ist nicht Latrun und nicht Yad Vashem. Der Munitionshügel ist etwas ganz anderes. Er will zum Nachdenken einladen und die menschliche Würde anerkennen.“

Von: mh

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Thu, 21 Sep 2017 14:16:00 +0200
<![CDATA[Platz für neue Zettel an der Klagemauer]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/09/21/platz-fuer-neue-zettel-an-der-klagemauer/ JERUSALEM (inn) – Zweimal im Jahr, zu Pessach und zum Neujahr, werden aus den Ritzen der Steine der Klagemauer die mehreren tausend Zettel entfernt, die Besucher der Mauer dort hineingesteckt haben, mit Gebeten und Bitten an Gott. Einen solchen Zettel, den der US-Präsident Donald Trump in die Klagemauer gesteckt hat, haben angeblich seine Begleiter schon vorsorglich entsorgt, damit er nicht in „falsche Hände“ gerät.

Um Platz für neue Zettel zu schaffen, haben Arbeiter zusammen mit dem Rabbiner der Klagemauer, Schmuel Rabinovitsch, in mühseliger Arbeit die Zettel entfernt. Die Zettel werden nicht weggeworfen, sondern in Säcke gefüllt und in einem besonderen Grab auf dem Ölberg beerdigt. „Die Zettel mit den Bitten verlieren nie ihre Gültigkeit“, erklärte Rabinovitsch: „Es reicht eine einzige Sekunde, die der Zettel in der Klagemauer liegt. Wichtig ist die Absicht, die hinter dem Schreiben des Zettels steht.“ Ein Rundfunkreporter erwähnte, um zu sagen, dass ein Ereignis lange vor seiner Geburt passierte: „Damals war ich noch ein Zettel in der Klagemauer.“

In Diskussionen zu diesem Thema kam auch die Frage auf, ob man Gott eine E-Mail schicken könne. Tatsächlich bietet die „Western Wall Heritage Foundation“ einen solchen Dienst an. Sie habe schon über eine halbe Million solcher „Briefe“ empfangen, ausgedruckt und als Zettel in eine der Ritzen der Klagemauer gestopft.

Von: Ulrich W. Sahm

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Thu, 21 Sep 2017 13:48:00 +0200
<![CDATA[Palästinensische Muslime feiern gleichzeitig mit Juden]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/09/21/palaestinensische-muslime-feiern-gleichzeitig-mit-juden/ Für die Palästinenser beginnt das neue muslimische Jahr 1439 am heutigen Donnerstag. Das hat die Regierung in Ramallah am Mittwoch bekanntgegeben. An dem Feiertag bleiben Behörden, Schulen, Banken und viele Geschäfte geschlossen, wie die palästinensische Nachrichtenagentur WAFA meldet. Die islamische Zeitrechnung setzt mit der Flucht Mohammeds von Mekka nach Medina im Jahr 622 ein. Das diesjährige Neujahrsfest feiern die muslimischen Palästinenser gleichzeitig mit den jüdischen Israelis, für die am Mittwochabend mit Rosch HaSchanah das Jahr 5778 nach Erschaffung der Welt angefangen hat.

Von: eh

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Thu, 21 Sep 2017 12:21:00 +0200
<![CDATA[Nachrichten vom 21. September 2017]]> https://www.israelnetz.com/israelnetz-tv/2017/09/21/nachrichten-vom-21-september-2017/ Thu, 21 Sep 2017 12:11:00 +0200 <![CDATA[Tausende laufen für gefallene Drusen]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/09/20/tausende-laufen-fuer-gefallene-drusen/ Tausende Israelis haben am Freitag am Gedenklauf beim drusischen und muslimischen Schrein Nebi Schuaib in der Nähe von Tiberias teilgenommen. Der Schrein gilt als Grab des muslimischen Propheten Schuaib, der mit der biblischen Gestalt Jitro identifiziert wird. Die Läufer gedachten der 421 drusischen Sicherheitsbeamten und Polizisten, die bislang in israelischen Kämpfen und Terrorangriffen gestorben sind. Insbesondere war der Lauf den beiden Grenzpolizisten Haiel Satawi und Kamil Schna'an gewidmet, die bei einem Terroranschlag am Tempelberg im Juli getötet wurden. Generalbstabschef Gadi Eisenkot und verschiedene Minister besuchten die zum fünften Mal in Folge ausgetragene Veranstaltung.

Von: mm

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Wed, 20 Sep 2017 15:19:00 +0200
<![CDATA[Ein neues Jahr beginnt]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/09/20/ein-neues-jahr-beginnt/ Zwei Tage lang feiern Juden den Anfang des Jahres 5778 nach der Erschaffung der Welt. Das Neujahrsfest heißt auf Hebräisch „Rosch HaSchanah“, was wörtlich „Haupt des Jahres“ bedeutet. In diesem Jahr beginnt es am Abend des 20. September. Das Anzünden der Kerzen sowie der Segen über den Wein, der Kiddusch, leiten die feierliche Mahlzeit ein. Nach dem Segen über das Brot streuen Juden nicht – wie sonst üblich – Salz darauf. Stattdessen tauchen sie es an diesem Abend in Honig. Zum Festmahl gehören Äpfel, die ebenfalls mit Honig gegessen werden. Dies drückt die Hoffnung auf ein „süßes“ Jahr aus.

Mit dem Neujahrsfest beginnt eine Zeit der Buße. Rosch HaSchanah gilt als Gerichtstag, an dem Gott das Urteil über Juden und Nichtjuden fällt. Das Urteil wird am letzten Bußtag – dem Großen Versöhnungstag Jom Kippur – besiegelt. In diesem Zeitraum, der vom ersten bis zum zehnten Tag des jüdischen Monats Tischrei währt, besteht die Möglichkeit zur Selbstbesinnung, Reue und Bitte um Versöhnung. Am Jom Kippur bitten Juden Gott um Vergebung für die Sünden des vergangenen Jahres.

An den ersten Tagen des Jahres begrüßen Juden einander mit dem Wunsch: „Mögest du zu einem guten Jahr ins Buch des Lebens eingetragen und besiegelt sein“. Dieser Gruß bezieht sich auf das Buch, in dem Gott nach jüdischem Verständnis die Taten der Menschen notiert.

Vergebung veranschaulichen

Eine besondere Tradition verdeutlicht die Vergebung: das „Taschlich“. Vor dem Nachmittagsgebet des ersten Tages von Rosch HaSchanah nehmen Juden kleine Steine in ihren Kleidertaschen mit und werfen sie in einen Fluss oder See, in dem es Fische gibt. Dies erinnert an Gottes Versprechen, die Sünden ins äußerste Meer zu werfen und zu vergessen: „Er wird sich unser wieder erbarmen, unsere Schuld unter die Füße treten und alle unsere Sünden in die Tiefen des Meeres werfen.“ (Micha 7,19)

Das jüdische Jahr richtet sich nach dem Mond. Es hat zwölf Monate und durchschnittlich 354 Tage. Alle zwei bis drei Jahre wird im Frühjahr nach dem Monat Adar ein zusätzlicher Monat „Adar II“ eingeschaltet, damit die Differenz zum Sonnenjahr ausgeglichen wird. Dadurch können die Juden ihre Feste in den passenden Jahreszeiten feiern. Die Tage beginnen jeweils mit dem Sonnenuntergang, denn im biblischen Schöpfungsbericht (1. Mose 1) heißt es: „und es ward Abend, und es ward Morgen ...“. In Psalm 55,18 betet David zudem: „Des Abends, morgens und mittags will ich klagen und heulen; so wird er meine Stimme hören.“

Vier Jahresanfänge

In 4. Mose 29,1 gebietet Gott den Israeliten: „Und am ersten Tag des siebenten Monats soll heilige Versammlung sein. Da sollt ihr keine Dienstarbeit tun; ein Tag des Posaunenblasens soll er für euch sein.“ Dieser Vers bezieht sich auf Rosch HaSchanah. Deshalb ist der Beginn des Jahres in Israel bis heute ein Feiertag. Der in der Bibel angesprochene siebente Monat ist der Tischrei, der im September oder Oktober des weltlichen Kalenders beginnt. Doch weshalb feiern Juden Neujahr nicht im ersten Monat? Das liegt daran, dass der Jahresbeginn nach unterschiedlichen Kategorien festgelegt wird.

In der Textsammlung, die dem Talmud zugrunde liegt, der Mischna, heißt es dazu: „Vier Jahresanfänge gibt es. Am 1. Nissan ist das Neujahr der Könige und der Wallfahrtsfeste. Am 1. Elul ist das Neujahr für den Zehnten beim Vieh. Rabbi Eleasar und Rabbi Schimon sagen: am 1. Tischrei. Am 1. Tischrei ist das Neujahr für die Jahre und die Schmittajahre und die Joveljahre, fürs Pflanzen und für Gemüse. Am 1. Schvat ist das Neujahr für den Baum, meint die Schule von Schammai – die Schule Hillels hingegen sagt: am 15. Schvat.“ (Mischna Rosch HaSchanah 1,1)

Uneinigkeit unter jüdischen Gelehrten

Der 1. Nissan kommt ausdrücklich in der Bibel vor, als erster der Monate: „Im ersten Monat, das ist der Monat Nissan, im zwölften Jahr des Königs Ahasveros, wurde das Pur, das ist das Los, geworfen vor Haman, von einem Tage zum andern und von Monat zu Monat, und das Los fiel auf den dreizehnten Tag im zwölften Monat, das ist der Monat Adar.“ (Ester 3,7) Am 15. Nissan beginnt Pessach, damit wurde einst die Wallfahrtssaison eröffnet. In 2. Mose 12,1–2 steht geschrieben: „Der HERR aber sprach zu Mose und Aaron in Ägyptenland: Dieser Monat soll bei euch der erste Monat sein, und von ihm an sollt ihr die Monate des Jahres zählen.“ Darauf folgen direkt die Regelungen für das Passahfest. Auch die Amtszeiten der biblischen Könige wurden ab diesem Monat gezählt.

Der Elul ist der sechste Monat, also der letzte vor dem Tischrei. Er hat in diesem Jahr am Abend des 22. August begonnen. Wie aus dem Mischnatext hervorgeht, waren sich die Gelehrten nicht darüber einig, ob es am 1. Elul einen besonderen Neujahrstag geben soll. Konkret geht es darum, ab welchem Tag der Zehnte für das neugeborene Vieh berechnet wird.

Einigkeit herrscht hingegen darüber, dass der 1. Tischrei das Neujahr für die Sabbatjahre (Schmittajahre) ist, in denen die Felder nicht bebaut werden sollen. Hinzu kommt das Joveljahr, also das Erlassjahr für die Schulden alle 50 Jahre (3. Mose 25,8–55).

Beim Neujahrsfest der Bäume hat sich letztlich Hillels Schule und damit der 15. Tag des Monats Schvat durchgesetzt. Am Halbfeiertag TU BiSchvat pflanzen Juden Bäume. Bei der Festlegung des Datums ging es konkret darum, ab wann die Früchte bei der Abgabe des Zehnten dem neuen Jahr zugerechnet werden. Der 15. Tag des Monats Schvat eignet sich gut dafür, weil in dieser Zeit die Regenzeit in Israel endet. Neue Früchte beginnen sich an den Bäumen zu formen.

Bindung Isaaks und Sündenfall

Die Bibel bezeichnet den Neujahrstag als „Tag des Posaunenschalls“. Das Widderhorn Schofar, das an Rosch HaSchanah geblasen wird, ruft zur Besinnung auf und dient dem Lob des Schöpfers. In der Synagoge dominiert die weiße Farbe, die für Reinheit steht. In den Gebeten wird Gott bevorzugt als „König“ angesprochen, was seine Autorität betonen soll. Ein Beispiel für bedingungslosen Gehorsam gegenüber dem Schöpfer ist die „Akedat Jitzchak“, die Bindung Isaaks: Abraham war bereit, seinen einzigen Sohn zu opfern, weil Gott dies geboten hatte (1. Mose 22). Diese biblische Geschichte spielt bei dem Fest eine besondere Rolle. Gemäß der Überlieferung hat sie sich an einem 1. Tischrei ereignet.

Auf diesen Tag datieren Juden weitere Vorkommnisse: So hat Gott laut der Tradition Adam und Eva an Rosch HaSchanah erschaffen. Am selben Tag habe der Mensch auch die erste Sünde begangen, indem er gegen das göttliche Verbot verstieß, vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse zu essen. Adam und Eva „wurden aus dem Garten verbannt, und die Menschheit wurde sterblich. Aber an diesem Tag bereuten der erste Mann und die erste Frau ihre Sünde, und führten das Konzept und die Möglichkeiten der Tschuwa in die menschliche Erfahrungswelt ein“, schreibt die orthodoxe Organisation „Chabad“ auf ihrer Webseite. „Tschuwa“ heißt übersetzt „Umkehr“ und meint in dem Fall Buße.

Von: Elisabeth Hausen

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Wed, 20 Sep 2017 15:03:00 +0200
<![CDATA[Netanjahu: „Die Welt umarmt Israel“]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/09/20/netanjahu-die-welt-umarmt-israel/ NEW YORK (inn) – Israel wird in aller Welt zunehmend geschätzt. Das sagte der Regierungschef des jüdischen Staates, Benjamin Netanjahu, am Dienstag in seiner Rede vor der UN-Generalversammlung in New York. „Nach siebzig Jahren umarmt die Welt Israel, und Israel umarmt die Welt.“

Netanjahu erklärte dazu, viele Staaten und Unternehmen wollten israelische Leistungen und Errungenschaften in Anspruch nehmen. Dies gelte im Bereich der Sicherheit wie dem Kampf gegen den Terror bis hin zu neuen Erfindungen wie im Bereich der Autoindustrie.

Diese Entwicklung spiegele sich jedoch nicht bei den Vereinten Nationen wider, bemängelte Netanjahu. So habe die Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf Betreiben Syriens hin Israel wegen der gesundheitlichen Zustände auf den Golan-Höhen kritisiert. Dabei sei es Syrien, betonte Netanjahu, das seine eigenen Bürger ermordet, während Israel syrischen Patienten Hilfe biete.

Kritik am Atomabkommen

In seiner Rede bekräftigte der israelische Regierungschef zudem seine Kritik am Atomabkommen mit dem Iran. Dieses müsse „entweder geändert oder abgeschafft werden“. Insbesondere bemängelte Netanjahu die zeitliche Befristung. Das Abkommen läuft nach zehn Jahren aus; zu diesem Zeitpunkt werden die damit verbundenen Sanktionen aufgehoben. Dies geschehe „nicht, weil der Iran sein Verhalten ändert, nicht, weil er seinen Terror oder seine Aggression zurückfährt, sondern nur, weil sich der Kalender ändert“.

Der 67-Jährige lobte die Rede von US-Präsident Donald Trump, der ebenfalls Kritik am Iran-Deal äußerte. „Keine Rede (in diesem Gebäude) war stärker, keine mutiger und ehrlicher als die, die Präsident Trump heute gehalten hat.“

Guterres: Zwei-Staaten-Lösung einziger Weg

Trump hatte ebenfalls am Dienstag den Iran-Deal eine „Schande für die USA“ und „einseitig“ genannt. Der Iran unterstütze mit seinen Öl-Einkommen Terrorgruppen wie die Hisbollah, wünsche Amerika den Tod und drohe mit der Zerstörung Israels. „Wir können kein Abkommen einhalten, wenn dieses letztlich einen Deckmantel bietet für den Aufbau eines Nuklearprogramms.“

Trump ließ in seiner Rede den israelisch-palästinensischen Konflikt unerwähnt. Darauf ging UN-Generalsekretär Antonio Guterres ein. Der Friedensprozess stagniere derzeit, doch er müsse in Gang gebracht werden, bevor die Situation erneut eskaliere. „Die Zwei-Staaten-Lösung bleibt der einzige Weg nach vorne.“

Auch der ägyptische Präsident Abdel-Fattah al-Sisi sprach sich für eine Zwei-Staaten-Lösung aus. Er plädierte dabei für einen unabhängigen Palästinenserstaat in den „Grenzen“ von 1967. Israel müsse dabei in Sicherheit leben können.

Mit den „Grenzen“ sind die Waffenstillstandlinien gemeint, die vor dem Sechs-Tage-Krieg galten; als „Grenzen“ waren diese nicht gedacht. Al-Sisi sagte zudem, Ostjerusalem müsse die Hauptstadt dieses Palästinenserstaates werden. Diese Lösung sei Voraussetzung dafür, damit „die ganze Region in eine neue Phase der Stabilität und der Entwicklung übergeht“.

Bereits am Montag hatten sich Netanjahu und Al-Sisi erstmals öffentlich getroffen. Am Mittwoch halten sowohl der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) Mahmud Abbas wie auch der iranische Präsident Hassan Rohani ihre Reden vor der Generalversammlung. Rohani reagierte bereits auf Trumps Rede. Gegenüber dem amerikanischen Sender NBC sagte er, die USA würden die weltweite Unterstützung verlieren, wenn sie aus dem Atomabkommen aussteigen.

Von: df

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Wed, 20 Sep 2017 14:15:00 +0200
<![CDATA[Palästinenser schicken Hilfsteam in die Karibik]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/09/20/palaestinenser-schicken-hilfsteam-in-die-karibik/ Ein zehnköpfiges, spezialisiertes Such- und Rettungsteam des Palästinensischen Zivilschutzes ist am Montag nach Kuba gereist. Präsident Mahmud Abbas und Premierminister Rami Hamdallah hatten die Hilfe laut der palästinensischen Nachrichtenagentur „Ma‘an“ in Reaktion auf den Wirbelsturm „Irma“ angeordnet. Dieser hatte Anfang September schwere Schäden an der Nordküste angerichtet. Der Zivilschutz kündigte außerdem an, ein festes Team zu bilden, das künftig anderen Ländern bei Naturkatastrophen zu Hilfe eilen werde.

Von: dem

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Wed, 20 Sep 2017 14:10:00 +0200
<![CDATA[Hamas-Führer Hanije schlägt Abbas]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/09/20/hamas-fuehrer-hanije-schlaegt-abbas/ RAMALLAH / GAZA (inn) – Bei einer heutigen Stichwahl zwischen dem Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Mahmud Abbas, und dem Hamas-Führer Ismail Hanije würde Letzterer die Nase vorn haben. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, welche das Palästinensische Zentrum für Politik und Meinungsforschung in Ramallah mit Unterstützung der Konrad-Adenauer-Stiftung durchgeführt hat. 50 Prozent der Palästinenser würden demnach Hanije ihre Stimme geben, 42 Prozent würden Abbas wählen.

67 Prozent aller Palästinenser sagen laut der Umfrage, Abbas solle zurücktreten. Das sind fünf Prozentpunkte mehr als vor drei Monaten. Wenn sich Abbas in freien Wahlen nicht selbst nominieren würde, hätte der von Israel als Mörder inhaftierte Fatah-Politiker Marwan Barghuti 35 Prozent Zustimmung. 21 Prozent würden Hanije wählen, während Abbas' Fatah-Kontrahent Mohammed Dahlan auf 9 Prozent käme. Das Zentrum hat die Umfrage vom 14. bis 16. September im Westjordanland und im Gazastreifen durchgeführt. Die Ergebnisse beinhalten nicht mehr die öffentliche Meinung nach der sonntäglichen Bekanntgabe der Hamas, sie wolle die administrative Verwaltung an die PA übergeben.

Sorge um Meinungsfreiheit

Die Umfrage zeigt, dass eine überwältigende Mehrheit der Palästinenser sich Sorgen um die Meinungsfreiheit in den Palästinensergebieten macht. Als Ursache sind die zunehmenden Vorfälle gegen Journalisten und Aktivisten genannt, die aufgrund des neuen Internetkriminalitäts-Gesetzes eingesperrt wurden. Eine Mehrheit glaubt, die PA nicht ohne Angst kritisieren zu dürfen. Die Hälfte der Palästinenser ist demnach der Ansicht, dass die PA eine Belastung für die Palästinenser geworden ist.

Die Angst um die Meinungsfreiheit und die Maßnahmen der PA gegen den Gazastreifen hat das Zentrum als Hauptgründe für die sinkenden Zustimmungsraten für PA-Präsident Abbas ausgemacht. Vor allem im Gazastreifen habe die Fatah an Unterstützung unter den Palästinensern verloren.

Kluft zwischen Palästinensern wächst

Als besorgniserregend betrachtet das Zentrum die drastisch veränderte Haltung der Palästinenser, die im Gazastreifen leben. Die Umfrage bestätigt die Kluft zwischen Palästinensern im Gazastreifen und im Westjordanland. Die Bewohner des Gazastreifens entfernten sich in einem beispiellosen Tempo von der Fatah und ihrer palästinensischen Führung. Diese Kluft habe es in den ersten neun Jahren der Hamas-Herrschaft in dem Gebiet nicht gegeben. In den Haltungen der Palästinenser spiegele sich der Machtkampf zwischen Hamas und Fatah wider – wobei die Haltung der Palästinenser im Westjordanland gleichbleibend sei. 80 Prozent der Palästinenser im Gazastreifen wollen Abbas' Rücktritt. Nur noch 28 Prozent Zustimmung genießt dort die Fatah. Vor neun Monaten seien es noch 40 Prozent gewesen.

Eine große Mehrheit der Palästinenser, 74 Prozent, denkt, die US-Regierung unter Präsident Donald Trump bemühe sich nicht ernsthaft um ein Friedensabkommen zwischen Palästinensern und Israelis. 55 Prozent der Menschen sagen, die Palästinenser sollten generell nicht an den Verhandlungstisch zurückkehren. 83 Prozent glauben, bei Verhandlungen wären die USA kein ehrlicher Makler, sondern zum Vorteil Israels geneigt.

Von: mm

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Wed, 20 Sep 2017 13:59:00 +0200
<![CDATA[Israelische Hilfskräfte unterstützen Mexiko]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/09/20/israelische-hilfskraefte-unterstuetzen-mexiko/ Ein 50-köpfiges Rettungsteam der israelischen Armee reist am heutigen Mittwoch nach Mexico City. Am Dienstag hatte dort ein starkes Erdbeben zahlreiche Gebäude zerstört. Dabei gab es mehr als 200 Todesopfer. Nach einer Bitte Mexikos um Hilfe entschied Premierminister Benjamin Netanjahu laut der Onlinezeitung „Times of Israel“, ein Team auszusenden. Es handele sich dabei hauptsächlich um Ingenieure, die dabei helfen werden, die Standsicherheit von Gebäuden in der Hauptstadt und ihrer Umgebung zu prüfen. Die übrigen Hilfskräfte seien Such- und Rettungspersonal.

Von: dem

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Wed, 20 Sep 2017 11:41:00 +0200
<![CDATA[Rivlin grüßt Diasporagemeinden]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/09/20/rivlin-gruesst-diasporagemeinden/ Anlässlich des Neujahrsfestes Rosch HaSchanah, das am Mittwochabend beginnt, hat sich der Staatspräsident Reuven Rivlin an jüdische Gemeinden in Israel und aller Welt gewandt. In einer Videobotschaft hob er die Bedeutung von Rosch HaSchanah und dem Versöhnungstag Jom Kippur als Zeit für Besinnung und Gewissensprüfung hervor. Er erinnerte an die Naturkatastrophen des zu Ende gehenden Jahres und die großzügige Unterstützung der Opfer durch Juden und Nichtjuden. „Wir denken in dieser Zeit an unsere Geschwister von den jüdischen Gemeinden in Houston, Florida und Mexiko“, ergänzte das israelische Staatsoberhaupt.

Von: eh

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Wed, 20 Sep 2017 11:35:00 +0200
<![CDATA[Umstrittener Film „Foxtrot“ vertritt Israel bei den Oscars]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2017/09/20/umstrittener-film-foxtrot-vertritt-israel-bei-den-oscars/ Die israelische Akademie für Film und Fernsehen hat am Dienstagabend das umstrittene Werk „Foxtrot“ zum besten Film des Ophir-Preises gekürt. Der Film erzählt von der Trauer einer israelischen Familie wegen ihres verstorbenen Soldatensohnes. Mit dem Gewinn des Ophir-Preises ist „Foxtrot“ automatisch als israelischer Vertreter für das Oscar-Rennen 2018 nominiert. Im September hatte Samuel Maoz' Film bereits einen Silbernen Löwen auf dem Filmfestival von Venedig gewonnen und Proteste israelischer Politiker nach sich gezogen. Kulturministerin Miri Regev kritisierte, dass das Werk die israelische Armee negativ darstelle und damit dem Land schade.

Von: mm

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Wed, 20 Sep 2017 11:13:00 +0200
<![CDATA[Conan O'Briens Israel-Spezial ist online]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2017/09/20/conan-obriens-israel-spezial-ist-online/ Die Israel-Clips des amerikanischen Entertainers Conan O'Brien sind nun im Internet anzusehen. Der 54-Jährige hatte Ende August das Land besucht. Dort traf er unter anderen die israelische Schauspielerin Gal Gadot, schwamm im Toten Meer, besuchte israelische Krankenhäuser, in denen syrische Patienten behandelt werden, und sprach im Westjordanland mit pro-palästinensischen Aktivisten.

Von: df

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Wed, 20 Sep 2017 10:56:00 +0200
<![CDATA[Tamar und Mohammad sind die beliebtesten Vornamen]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/09/19/tamar-und-mohammad-sind-die-beliebtesten-vornamen/ Die Spitze der beliebtesten Vornamen führen in Israel aktuell der hebräische Mädchenname „Tamar“ und der arabische Jungenname „Mohammad“ an. Damit liegen sie laut der Onlinezeitung „Times of Israel“ bereits zum dritten Jahr in Folge auf Platz eins. Die Liste, die sowohl jüdische als auch nicht-jüdische Namen umfasst, hat die Bevölkerungs- und Einwanderungsbehörde zum Ende des jüdischen Jahres veröffentlicht. Für die jüdische Bevölkerung ist dabei „Ori“ der diesjährige Spitzenreiter unter den Jungennamen.

Von: dem

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Tue, 19 Sep 2017 16:15:00 +0200
<![CDATA[In Israel leben rund 8,743 Millionen Menschen]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/09/19/in-israel-leben-rund-8743-millionen-menschen/ JERUSALEM (inn) – Zum Ende des jüdischen Jahres 5777 lebten in Israel 8,743 Millionen Menschen. Das sind rund 156.000 (1,8 Prozent) mehr als im vergangenen Jahr, wie die Onlinezeitung „Times of Israel“ unter Berufung auf das Zentrale Statistikbüro Israels bekanntgab. Die jüdische Bevölkerung ist demnach in den vergangenen zwölf Monaten um rund 2,3 Prozent gewachsen.

Rund 6,5 Millionen (74,6 Prozent) der Einwohner sind Juden, fast 1,8 Millionen (20,9 Prozent) sind Araber. Etwa 396.000 Israelis (4,5 Prozent) gehören anderen Gruppen wie den Drusen oder nicht-arabischen Christen an.

Die Geburtenrate im Jahr 5777 lag bei 3,11 – 181.405 Babies wurden geboren. Damit hat Israel die höchste Geburtenrate unter den Ländern der „Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung“ (OECD). 43.000 Israelis starben. Die durchschnittliche Lebenserwartung für israelische Frauen lag bei 84,2 Jahren, bei Männern lag diese Zahl bei 80,7.

Mehrheit der Israelis ist zufrieden

In den vergangenen zwölf Monaten zogen etwa 27.000 Menschen nach Israel. Unter ihnen waren rund 25.000 Neueinwanderer. Die meisten von ihnen kamen aus dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion, gefolgt von Frankreich und den USA.

Die Mehrheit der Israelis ist zufrieden mit ihrem Leben. 88 Prozent der befragten über 20-Jährigen gaben an, sie seien zufrieden beziehungsweise sehr zufrieden. 6 Prozent sagten, sie fühlten sich oft einsam. Rund 924.000 Israelis (10,7 Prozent) leben unterhalb der Armutsgrenze.

Das Jahr 5777 geht am Mittwochabend zu Ende.

Von: dn

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Tue, 19 Sep 2017 14:59:00 +0200
<![CDATA[Weniger anti-israelische Veranstaltungen an Universitäten]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/wissenschaft/2017/09/19/weniger-anti-israelische-veranstaltungen-an-universitaeten/ An den Universitäten der USA ist die Zahl der anti-israelischen Veranstaltungen zurückgegangen. Das geht aus einer Studie der pro-israelischen „Israel on Campus Coalition“ hervor, die am Montag veröffentlicht wurde. Demnach wurden im akademischen Jahr 2016/17 an 149 Hochschulen etwa 1.100 gegen Israel gerichtete Veranstaltungen gezählt, im Vorjahr waren noch 185 Campusse betroffen. Hingegen gab es mehr als 3.000 pro-israelische Ereignisse. Allerdings erhalte die anti-israelische Bewegung mehr Unterstützung von anderen Organisationen wie den „Amerikanischen Muslimen für Palästina“, berichtet die Nachrichtenagentur JTA.

Von: eh

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Tue, 19 Sep 2017 14:09:00 +0200
<![CDATA[Kaczyński prangert Antisemitismus und Israelhass an]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/09/19/kaczynski-prangert-antisemitismus-und-israelhass-an/ WARSCHAU (inn) – Der polnische Politiker Jarosław Kaczyński hat Israel als „Außenposten unserer Zivilisation“ gewürdigt. Am Montag sprach er in der Hauptstadt Warschau bei einer Preisverleihung zur Ehre von Menschen, die während des Zweiten Weltkrieges Juden vor den Nazis gerettet hatten. Auf seine Weise sei Israel ein „großartiger Staat", sagte der Vorsitzende der stärksten Regierungspartei, „Recht und Gerechtigkeit“ (PiS), laut einem Bericht der Onlinezeitung „Times of Israel“. Antisemitismus sei ein „sehr gefährliches Phänomen“, das sich in Feindseligkeit gegen das Land ausdrücke.

Den Holocaust bezeichnete Kaczyński als „ein massives Verbrechen und eine Manifestation des extremsten Bösen, das in der Geschichte auftrat“. Es habe im 20. Jahrhundert sein furchterregendes, hässliches Haupt erhoben. „Aber diesem extremen Bösen trat etwas entgegen, das gefahrlos als extrem gut bezeichnet werden kann, als Heldenmut des höchsten Ranges“, zitiert ihn die Nachrichtenseite „Thenews.pl“. Dieser Heldenmut habe sich nicht durch die Gefahr von Folter, Tod oder dem Verlust der Angehörigen abschrecken lassen. Kaczyński war von 2006 bis 2007 polnischer Premierminister. Seine Partei gilt als nationalistisch.

Organisiert hatte die Zeremonie die Organisation „Aus den Tiefen“, eine Stiftung der Nachkommen von Juden, die den Holocaust überlebt haben. Sie ehrt Polen, die aus verfahrenstechnischen Gründen keine Auszeichnung von der Jerusalemer Gedenkstätte Yad Vashem erhalten. Die Veranstaltung fand auf dem Gelände des Warschauer Zoos in der Villa des früheren Direktors Jan Żabiński statt. Dieser hatte mit seiner Ehefrau Antonina mehr als 300 Juden im Zoo vor den nationalsozialistischen Besatzern versteckt. Der Żabiński-Award ist nach ihnen benannt.

Privatmenschen und Nonnen geehrt

Einen der Preise erhielt Daniel Kawczynski, ein britischer Abgeordneter polnischer Abstammung, für seinen Großonkel Jan Kawczynski. Dieser wurde 1943 mit seiner Ehefrau Helena und der zehnjährigen Tochter Magdalena von den Deutschen erschossen, weil sie verfolgten Juden Obdach gewährt hatten.

Ebenfalls ausgezeichnet wurden Nonnen vom Orden der Franziskaner, die insgesamt mehr als 700 Juden in über 40 Waisenhäusern in Polen untergebracht hatten. Eine der Geretteten, Zippi Kamon, war für die Ehrung aus Israel angereist. Vermutlich waren seinerzeit mehr als 100 Franziskanerinnen an der groß angelegten Rettungsaktion beteiligt, schreibt die polnische Nachrichtenseite. Doch nur wenige wurden bislang von Yad Vashem mit dem Titel „Gerechte unter den Völkern“ geehrt.

Auch eine Frau namens Natalia Jakoniuk erhielt am Montag den Żabiński-Award von „Aus den Tiefen“. Ihre Familie hatte Juden auf ihrem Dachboden versteckt – in einem Dorf, das sie etwa 120 Kilometer von Warschau entfernt befindet. Natalia lag damals als kleines Mädchen auf der Lauer und beobachtete, ob sich Deutsche näherten. Dann warnte sie die Erwachsenen.

Rettern drohte Hinrichtung

Der stellvertretende Knessetsprecher Jehiel Hilik Bar bekundete bei der Zeremonie seine Bewunderung für „jene außerordentlichen polnischen Helden“. „Wir sind heute hierher gekommen, um den Mut zu ehren – einfachen, außergewöhnlichen, reinen Mut“, sagte er und zitierte den ehemaligen südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela: „Mut ist nicht die Abwesenheit von Furcht, sondern der Triumph über sie.“

Der Żabiński-Award wurde am Montag zum zweiten Mal verliehen. In Polen war es während des Zweiten Weltkrieges besonders gefährlich, Juden zu helfen. Es ist das einzige von den Nazis besetzte Land, in dem jede Form der Unterstützung mit sofortiger Hinrichtung bestraft wurde.

Von: eh

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Tue, 19 Sep 2017 13:50:00 +0200
<![CDATA[USA eröffnen erste Armeebasis in Israel]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/09/19/usa-eroeffnen-erste-armeebasis-in-israel/ Die Vereinigten Staaten haben am Montag die erste offizielle, feste Militärbasis in Israel eingeweiht. Der Stützpunkt zur Luftverteidigung befinde sich innerhalb der israelischen Luftwaffenbasis „Maschabim“ in der Wüste Negev, berichtet die Onlinezeitung „Times of Israel“. Dessen Errichtung demonstriere die „jahrelange Allianz zwischen den USA und dem Staat Israel“ und ermögliche eine bedeutende Verbesserung der Abwehrkräfte, erklärte der israelische Brigadegeneral Zvika Haimovitsch.

Von: dem

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Tue, 19 Sep 2017 11:33:00 +0200
<![CDATA[USA unterstützen Abwasserprojekt]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/wirtschaft/2017/09/19/usa-unterstuetzen-abwasserprojekt/ Die USA wollen Israel und die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) bei einem Projekt zur Abwasseraufbereitung in den Palästinensergebieten unterstützen. Das hat der US-Gesandte Jason Greenblattt am Dienstag vor einem UN-Komitee bekanntgegeben. Verunreinigtes Wasser sei eine große Gefahr für die Gesundheit der Palästinenser. „Eltern in Gaza können ihren Kindern nicht einmal Wasser zu trinken geben, ohne sie bedeutenden Risiken auszusetzen“, erklärte Greenblatt. Der US-Gesandte warf der Hamas-Regierung in Gaza vor, Spendengelder für terroristische Zwecke zu missbrauchen, anstatt sie für die Entwicklung des Gebietes einzusetzen. „Hamas regiert mit der Faust, anstatt das Leben der Bevölkerung zu verbessern“, sagte Greenblatt.

Von: dn

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Tue, 19 Sep 2017 11:18:00 +0200
<![CDATA[Israelische Etappen des Radrennens bekanntgegeben]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/sport/2017/09/18/israelische-etappen-des-radrennens-bekanntgegeben/ Erstmals in der Geschichte des Radsports startet der Giro d’Italia außerhalb Europas – und zwar in Israel. Das renommierte Radrennen beginnt am 4. Mai 2018 in der Nähe des Jerusalemer Jaffatores, der Weg führt unter anderem an der Knesset vorbei und endet in der Nähe des Neuen Tores. Am folgenden Tag legen die Teilnehmer 167 Kilometer von Haifa nach Tel Aviv zurück. Auf der dritten Etappe fahren sie 226 Kilometer durch die Wüste Negev – von Be’er Scheva nach Eilat. Dies gaben die lokalen Veranstalter am Montag bekannt. Die abschließende Etappe des Giro ist am 22. Mai in Italien geplant.

Von: eh

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Mon, 18 Sep 2017 17:06:00 +0200
<![CDATA[König von Bahrain kritisiert arabischen Boykott gegen Israel]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/09/18/koenig-von-bahrain-kritisiert-arabischen-boykott-gegen-israel/ LOS ANGELES / MANAMA (inn) – Der König von Bahrain, Hamad Bin Isa al-Chalifa, hat den arabischen Boykott Israels kritisiert. Das geht aus einer Erklärung hervor, die bei einer internationalen Veranstaltung gegen religiösen Hass vergangene Woche in Los Angeles gemacht wurde und aus der die Tageszeitung „Jerusalem Post“ zitiert. Gastgeber war das Simon Wiesenthal Zentrum der Stadt. Der Inselstaat im Persischen Golf hat keine diplomatischen Beziehungen mit Israel. In der Erklärung hieß es zudem: Staatsbürger des Inselstaats seien frei, Israel zu besuchen.

Die Rabbiner und Leiter des Wiesenthal Zentrums Marvin Hier und Abraham Cooper machten bekannt, dass König Hamad diese Punkte bereits während eines Treffens in der bahrainischen Hauptstadt Manama Anfang 2017 sagte. Ein Spaziergang durch Manama habe den Geistlichen die Augen geöffnet: Sie sahen eine Kirche mit einem großen Kreuz neben einem Hindu-Tempel sowie eine Moschee. Sogar eine kleine Synagoge stehe im älteren Teil der Stadt – laut „Jerusalem Post“ die einzige in der Golfregion.

In der nun unterzeichneten „Bahrainischen Erklärung zu religiöser Toleranz“ betont König Hamad Toleranz und den Kampf gegen Terrorismus. Das Dokument ruft Menschen aller Religionen dazu auf, die Rechte von jedermann zu respektieren und sie zu schützen, damit die Gläubigen ihre Religionszugehörigkeit in Würde und Frieden praktizieren können. Hamads Sohn Nasser Bin Hamad al-Chalifa vertrat seinen Vater und unterzeichnete die Erklärung. Laut des Wiesenthal-Zentrums begleitete ihn eine Delegation aus 40 Mitgliedern. Nach Angaben der Institution sei dies das erste Mal, dass ein Staats- oder Regierungschef eines arabischen Staates eine solche Erklärung formulierte.

Bei der interreligiösen Veranstaltung kamen mehrere hundert Vertreter aus 15 Ländern und mit verschiedenen Religionen zusammen: Christen, Hindus, Buddhisten, Juden, Muslime und Bahai-Anhänger.

Besuche aus Bahrain in Israel

Der Rabbiner Hier sprach während seiner Rede über das Treffen mit König Hamad in Bahrain: „Der aufregendste Teil unseres Besuchs war, Seiner Majestät zuzuhören, wie er seine neue Vision des Nahen Ostens skizzierte – eine solide Vision, basierend auf den Grundsätzen von Inklusion und Menschenwürde, die Extremismus ablehnt.“

Weiter sagte Hier: „Möge der Tag bald kommen, an dem das Flugzeug Seiner Majestät auf dem Ben-Gurion-Flughafen landet, und wenn die Hymnen heute Nacht hier gespielt werden, mögen sie um die Welt herum gehört werden und eine Ära des dauerhaften Friedens und der Ruhe einführen.“

Von: mab

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Mon, 18 Sep 2017 15:29:00 +0200
<![CDATA[Untersuchungen nach Haredim-Demonstration]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/09/18/untersuchungen-nach-haredim-demonstration/ Mit angeblich exzessiver Gewalt ist die israelische Polizei am Sonntag gegen hunderte ultraorthodoxe Juden in Jerusalem vorgegangen, die gegen die Wehrpflicht demonstrierten. Gegen die tatverdächtigen Polizisten soll nun ermittelt werden. Das gab der Minister für öffentliche Sicherheit, Gilad Erdan, laut der Nachrichtenseite „Arutz Scheva“ am Montag bekannt. Die Entscheidung hatte die Polizeibehörde nach der Veröffentlichung von Videomaterial getroffen, das die Anschuldigungen nach Erdans Ansicht bestätigte.

Von: dem

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Mon, 18 Sep 2017 14:52:00 +0200
<![CDATA[Krabbenart überlebt in militärischem Sperrgebiet]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/wissenschaft/2017/09/18/krabbenart-ueberlebt-in-militaerischem-sperrgebiet/ Ein militärisches Sperrgebiet im Golf von Eilat hat sich zu einem Refugium für die Geisterkrabbenart Ocypode cursor entwickelt. Die zu den Zehnfußkrebsen gehörenden Tiere sind in den vergangenen Jahren von anderen Stränden in Israel verschwunden, wie die Tageszeitung „Ha'aretz“ berichtet. Entdeckt wurden die Krabben, als Soldaten an dem 200 Meter langen abgesperrten Strand unterwegs waren, um Minen zu entschärfen. „Die Population hat es geschafft, zu überleben, weil der Strand für Badegäste aus Sicherheitsgründen gesperrt wurde. Anderenfalls würde auf den Höhlen der Krabben herumgetrampelt“, sagte Assaf Svuluni von der israelischen Naturparkbehörde.

Von: dn

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Mon, 18 Sep 2017 14:34:00 +0200
<![CDATA[Strenge Maßnahmen gegen Tabakkonsum]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/09/18/strenge-massnahmen-gegen-tabakkonsum/ Die israelische Armee hat Maßnahmen gegen den Tabakkonsum beschlossen. Damit reagiert sie auf eine im Januar veröffentlichte Studie der Universitäten Haifa, Tel Aviv und Jerusalem. Laut dieser steigt die Zahl der Raucher während der Wehrpflicht um fast 40 Prozent. Die Regelungen treten ab November in Kraft. Unter anderem ist ab dann das Rauchen weitestgehend sowie der Verkauf von Zigaretten in 56 Armeebasen verboten. Es soll jedoch noch kleine Raucherbereiche geben. Von der Tabakindustrie sollen zudem keine Zigaretten als Geschenke für Soldaten mehr angenommen werden. Ferner bietet die Armee Programme zur Tabakentwöhnung an.

Von: dn

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Mon, 18 Sep 2017 14:13:00 +0200
<![CDATA[Amerikanischer Flugkapitän geehrt]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/09/18/amerikanischer-flugkapitaen-geehrt/ NEW YORK (inn) – Nach der Staatsgründung wurden in einer Geheimaktion 47.000 Juden aus dem Jemen nach Israel gebracht. Einen wichtigen Beitrag leistete die Fluggesellschaft „Alaska Airlines“. Dafür ist sie nun in New York geehrt worden, wie die israelische Tageszeitung „Yediot Aharonot“ am Montag berichtet. 

Bei der Veranstaltung am vergangenen Dienstag war auch das letzte noch lebende Besatzungsmitglied zugegen: Flugkapitän im Ruhestand Elgen M. Long. „Als wir am Flughafen in Tel Aviv landeten, trat ein junger Offizier zu uns und sagte mir und meinen Mitarbeitern, dass wir das Richtige getan hatten“, erinnerte sich der 91-Jährige. „Wir sind alle stolz auf die historische Rolle, die wir bei der Verwirklichung der Prophetie von der Rückkehr von Juden nach Zion gespielt haben.“ Die Operation „Auf Adlers Flügeln“, auch bekannt als „Fliegender Teppich“, brachte in den Jahren 1948 bis 1950 etwa 50.000 Juden aus dem Jemen und anderen Ländern nach Israel. Ein Anlass war der zunehmende Antisemitismus.

Zu den Organisatoren der Veranstaltung gehörte die pro-israelische Organisation „Stand With Us“. Deren New Yorker Direktor Schahar Asani wies darauf hin, dass seine eigene Familie während der Geheimoperation aus dem Jemen nach Israel eingewandert sei. „Es ist eine Ehre für uns, hier mit einem Helden wie Kapitän Long zu stehen, der die Leben vieler jemenitischer Juden gerettet hat", sagte er. Der Flugkapitän und dessen Freunde hätten zum Gedeihen der jemenitischen Gemeinde und des Staates Israel beigetragen.

Gefährliche Notlandung in Kairo

Der Geschäftsführer der „Alaska Airlines“, James Wooten, war seinerzeit der Bitte der israelischen Regierung um Unterstützung nachgekommen, obwohl der Aufsichtsrat dies ablehnte. Einmal musste ein Pilot in Kairo notlanden, um Treibstoff nachzufüllen. Ihm war klar, dass die ägyptischen Behörden nicht erfahren durften, dass er jüdische Flüchtlinge an Bord hat. Also behauptete er, sein Flugzeug sei voller Passagiere mit Windpocken und bat dringend um Krankenwagen. Stattdessen wurde ihm ein Tanklaster geschickt, also konnte er so schnell wie möglich weiterfliegen.

Die Fluggesellschaft erhielt in New York den „Savior of Israel Award" (Retter-Israels-Preis) der Organisation Stand With Us. Kapitän Long wiederum wurde von der Amerikanischen Sephardischen Vereinigung mit dem „Maimonides-Freundschafts-Award" geehrt. Dieser ist nach dem bedeutenden mittelalterlichen jüdischen Religionsphilosophen Rabbi Mosche Ben Maimon benannt, der auch unter der Abkürzung „Rambam“ bekannt ist.

Technologieminister Ofir Akunis vertrat die israelische Regierung bei der Preisverleihung. Er bedankte sich für den Heldenmut und die Teilnahme an der Operation. Gleichzeitig betonte er das Recht des jüdischen Volkes auf sein Land und die unzerbrechliche Verbindung zwischen den beiden. Diese habe sich auch in der Heimkehr der jemenitischen Juden nach dem langen Exil gezeigt.

Von: eh

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Mon, 18 Sep 2017 14:02:00 +0200
<![CDATA[Hamas strebt Versöhnung an]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/09/18/hamas-strebt-versoehnung-an/ GAZA (inn) – Die islamistische Hamas hat am Sonntag Maßnahmen angekündigt, die eine palästinensische Einheitsregierung ermöglichen sollen. Der Schritt erfolgt nach Verhandlungen unter der Vermittlung Kairos. Der Streit zwischen der Hamas und der im Westjordanland regierenden Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) schwelt schon seit dem Jahr 2006.

Zu den Maßnahmen der Hamas gehört die Auflösung des Verwaltungsausschusses. Diese faktische Regierung im Gazastreifen hatte die Terrorgruppe am 16. März errichtet. PA-Präsident Mahmud Abbas reagierte darauf mit einer Reihe von Sanktionen, unter anderem mit Stromkürzungen.

Desweiteren spricht sich die Hamas in ihrer Stellungnahme für Wahlen und für die Bildung einer Einheitsregierung aus. Der Dialog dazu soll unter ägyptischer Führung erfolgen. Die PA soll zudem „unverzüglich“ die Regierungsgewalt im Gazastreifen übernehmen.

Streit um Lohnzahlungen

Eine Einheitsregierung hatte sich zwar bereits im Jahr 2006 gebildet, nachdem die Hamas die Wahlen zum Palästinensischen Legislativrat gewonnen hatte. Die Fatah gestand ihre Niederlage nicht ein, und im Jahr 2007 übernahm die Hamas gewaltsam die Kontrolle im Gazastreifen.

Im Jahr 2014 bildete sich erneut eine Einheitsregierung, Anfang 2015 kam es jedoch zu einem Bruch. In der Folge verschärften weitere Treffen den Streit. Dieser hatte sich unter anderem an der Frage der Gehaltszahlungen enzündet: Die Hamas warf der Fatah vor, keine Gehälter für Hamas-Angestellte zu zahlen. Die Fatah warf der Hamas vor, Gelder zurückzuhalten, die für Sozialleistungen vorgesehen waren.

PA: „Wichtige Rede“ zu erwarten

Die palästinensische Gegenseite begrüßt unterdessen die Ankündigung der Maßnahmen, wartet jedoch deren Umsetzung ab. Das teilte Hanan Aschrawi, eine ranghohe Vertreterin der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), dem amerikanischen Nachrichtensender CNN mit. „Wir müssen sehen, dass die Einheitsregierung im Gazastreifen funktioniert, und dass der Verwaltungsausschuss wirklich aufgelöst wird.“

Derzeit ist nicht bekannt, wie Abbas auf die Ankündigung der Hamas reagiert. Sein Sprecher teilte am Sonntag laut der Nachrichtenseite „Arutz Scheva“ mit, am Mittwoch sei eine „wichtige Rede“ vor der UN-Generalversammlung in New York zu erwarten. Diese werde „die Merkmale der nächsten Phase definieren“.

Von: df

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Mon, 18 Sep 2017 13:02:00 +0200
<![CDATA[China investiert in israelische Firmen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/wirtschaft/2017/09/18/china-investiert-in-israelische-firmen/ China hat ein Investitionsgeschäft über 300 Millionen Dollar mit mehreren israelischen Firmen abgeschlossen, welche im Labor Fleisch herstellen. Weltweit gibt es nur wenige Unternehmen, die diese Prozedur bislang durchführen. Die israelischen Firmen „SuperMeat“, „Future Meat Technologies“ und „Meat the Future“ sind drei von ihnen. Das asiatische Land sucht nach Wegen, um Emissionen und Verschmutzung zu verringern. Die handelsübliche Fleischproduktion verursacht eine große Menge an Kohlendioxid. Dieser aktuelle Vorstoß eröffnet israelischen Firmen potentiell den großen chinesischen Markt.

Von: mab

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Mon, 18 Sep 2017 11:10:00 +0200
<![CDATA[Das Alphabet der Vergebung]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2017/09/18/das-alphabet-der-vergebung/ Den Kunden, Sicherheitskräften und Touristen auf dem Markt und seiner Umgebung entsprechend kann der kundige Beobachter in etwa einschätzen, wie die aktuelle Sicherheitslage ist, ob ein Schabat oder Feiertag anstehen, und um welche Tageszeit es sich handelt. Ein zusätzliches Parameter sind die Lieder, die über Lautsprecher lautstark eingespielt werden, teilweise mehr als zwanzigmal am Tag. Auf diese Weise werden anstehende religiöse Feste angekündigt und die neuesten Hits prägen sich in das Gehirn der Besucher ein. Wenn die Sommerhitze langsam nicht mehr so drückend ist und es tagsüber angenehmer wird, ist immer öfter das Lied „Herr der Vergebung“ zu hören.

Der jüdische Monat Elul entspricht in etwa dem Monat September des gregorianischen Kalenders und wird häufig als „Monat der Vergebung“ bezeichnet. Ab dem zweiten Elul bis zum Versöhnungstag, Jom Kippur, stehen viele gläubige Sefarden zwischen Mitternacht und dem Morgengrauen auf, um die nächstgelegene Synagoge zu besuchen oder an die Klagemauer zu gehen. In der Tradition der Aschkenasen beginnen die Bußgebete erst am Schabbat vor Rosch HaSchanah, dem jüdischen Neujahrsfest. In ihren Gebeten listen die Gläubigen Sünden und Vergehen des vergangenen Jahres auf, die alphabetische Reihenfolge dabei soll helfen, sich zu erinnern. Ziel der Bußgebete ist, das eigene Verhalten im kommenden Jahr zu verändern.

Eines der bekanntesten Bußlieder ist „Herr der Vergebung“. Darin wird Gott mit 22 Attributen besungen, die sich auf Bibelverse zurückführen lassen. Die Eigenschaften wurden so umgeschrieben, dass sie sich in alphabetischer Reihenfolge, von Alef bis Tav, auflisten lassen und wegen des Reimschemas auf die Pluralendung -ot enden.

Adon haSelichot – Herr aller Vergebung (Psalm 103,8)

bochen Levavot – Prüfer der Herzen (1. Chronik 29,17)

goleh Amukot – Erforscher der Tiefen (Hiob 11,6)

dover Zedakot – Verkünder der Gerechtigkeit (Jesaja 45,19)

chatanu lefaneicha, rachem aleinu – vor dir haben wir gesündigt, erbarme dich über uns

hadur beNifla'ot – Glorreich in Wundern (Psalm 111,3+6)

vatik beNechamot – Großartig im Trost (Psalm 118,5)

zocher B’rit amo – Gedenkend an den Bund mit deinem Volk (5. Mose 4,31)

choker Kelajot – Die Nieren erforschend (Jeremia 17,10)

chatanu lefaneicha, rachem aleinu – vor dir haben wir gesündigt, erbarme dich über uns

tov umetiv laBeriot – Täter des Guten für die Menschen (Psalm 119,68)

jodea kol Nistarot – Wissend um alles Verborgene (Psalm 51,8)

kovesch Avonot – Unterdrückend die Übertretungen (Micha 7,19)

lovesch Zedakot – Sich kleidend mit Gerechtigkeit (Jesaja 59,17)

chatanu lefaneicha, rachem aleinu – vor dir haben wir gesündigt, erbarme dich über uns

male Sakiut – Voller Reinheit (Psalm 51,6)

nora Tehilot – Mit Lobpreis verehrt (2. Mose 15,11)

soleach Avonot – Übertretungen verzeihend (Psalm 103,3)

oneh be'et zarot – Antwortend in Zeiten der Not (Psalm 20,2)

chatanu lefaneicha, rachem aleinu – vor dir haben wir gesündigt, erbarme dich über uns

poel jeschu'ot – Schöpfer der Erlösung (Psalm 74,12)

zofe Atidot – In-die-Zukunft-Seher (Jesaja 46,10)

kore hadorot – Rufend die Generationen (Jesaja 41,4)

rochev Aravot – Durch die Wüste fahrend (Psalm 68,5)

schomea tefilot – Gebete erhörend (Sprüche 15,29)

temim de'ot – Seiner Sache gewiss (Hiob 36,4)

chatanu lefaneicha, rachem aleinu – vor dir haben wir gesündigt, erbarme dich über uns

Der Monat Elul hat in diesem Jahr am 23. August begonnen, das Neujahrsfest beginnt am Abend des 20. September und der Jom Kippur fällt in diesem Jahr auf einen Schabbat, den 30. September.

Von: mh

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Mon, 18 Sep 2017 10:47:00 +0200
<![CDATA[Irak: Kein zweites Israel zulassen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/09/18/irak-kein-zweites-israel-zulassen/ Der irakische Vizepräsident Nuri al-Maliki hat vor dem Referendum über einen Kurdenstaat gewarnt. „Wir werden die Errichtung eines zweiten Israels im Norden des Irak nicht zulassen“, sagte er am Sonntag in Bagdad laut der Nachrichtenseite „Arutz Scheva“. Das am 25. September geplante Referendum sei zudem verfassungswidrig. Die israelische Regierung unterstützt die Errichtung eines Kurdenstaates, da sie die Kurden als Partner im Kampf gegen Islamismus betrachtet.

Von: df

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Mon, 18 Sep 2017 10:27:00 +0200
<![CDATA[Warum Saudi-Arabien Katar in die Knie zwingen will]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/09/15/warum-saudi-arabien-katar-in-die-knie-zwingen-will/ Eine Analyse von Carsten Polanz]]> Saudi-Arabien, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben am 5. Juni den Abbruch ihrer diplomatischen Beziehungen zu Katar erklärt. Sie zogen ihre Botschafter ab, schlossen ihre Grenzen zu dem kleinen Wüstenstaat, der etwa so groß wie Hessen ist, und stellten die Flugverbindungen ein. Die in den genannten Staaten lebenden Kataris wurden aufgefordert, das jeweilige Land innerhalb von 14 Tagen zu verlassen. Zudem wurde Katar aus der von den Saudis geführten Militärallianz gegen die schiitischen Huthi-Rebellen im Jemen ausgeschlossen. Das saudische Religionsministerium forderte indirekt zum Sturz der katarischen Machthaber auf, indem es diesen per Rechtsgutachten jegliche religiöse Legitimität absprach. Auch Ägypten, der Jemen und eine international nicht anerkannte Interimsregierung in Ostlibyen haben sich der saudischen Anti-Katar-Koalition angeschlossen.

Tiefe politische Differenzen

Die jüngste Eskalation hat eine längere Vorgeschichte. Katar nimmt innerhalb des Golf­Kooperationsrates, zu dem auch Saudi-Arabien, Bahrain, die VAE, Oman und Kuwait gehören, die Rolle des Querdenkers ein. Die strategischen Unterschiede wurden im Zuge der arabischen Revolutionen seit 2011 besonders deutlich. Vor allem Saudi-Arabien ist bemüht, den Status quo im eigenen Land zu wahren und auch die regionale Vormachtstellung zu verteidigen. Katar hat dagegen die verschiedenen Oppositionsbewegungen sunnitischer Prägung unterstützt. Mit seinem Satellitenfernsehsender „Al-Dschasira“, der bis zu 50 Millionen arabischsprachige Zuschauer erreicht, verschaffte er ihren sozialen und politischen Anliegen und ihrer Kritik an den herrschenden Systemen Gehör. Regimekritik im eigenen Land ließ Katar freilich nicht zu.

Besonders groß sind die Unterschiede im Verhältnis zur Muslimbruderschaft. Das von Katars Nachbarn unterstützte Regime des ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah as-Sisi stuft sie als terroristische Gruppierung ein und hat führende Leute zum Tod verurteilt, in den Untergrund oder ins katarische, türkische oder europäische Exil gedrängt. Die Kataris sehen dagegen in den ägyptischen Muslimbrüdern eine „demokratisch legitimierte Volksvertretung“ und setzen auch in anderen Ländern auf die Durchsetzung dieser Form eines politischen Islam. Aus diesem Grund hatten Katars Nachbarn bereits 2014 ihre Botschafter vorübergehend aus dem Land abgezogen.

Terrorunterstützung und Nähe zum Iran

Die Liste der Vorwürfe gegen Katar ist lang. Die Saudis und ihre Verbündeten werfen Katar neben der Unterstützung der Muslimbrüder auch Verbindungen zu terroristischen Gruppen wie dem IS, den afghanischen Taliban und „Terrorgruppen“ im Osten Saudi-Arabiens und Bahrains vor. Ein weiterer Kritikpunkt sind die vergleichsweise iranfreundlichen Töne aus Katar. So soll der katarische Emir Tamim Hamid al-Thani dem iranischen Präsidenten Hassan Rohani zur Wiederwahl gratuliert, die Bericht­erstattung der saudischen Staatsmedien kritisiert und gleichzeitig die stabilisierende Rolle des Iran in der Region gelobt haben. Letzteres hat Katar wiederum entschieden zurückgewiesen und mit einem Hackerangriff (möglicherweise der VAE) auf die betreffende Nachrichtenagentur erklärt. Unbestritten ist jedoch, dass die schiitische Minderheit in Katar sehr viel mehr Rechte als in Saudi-Arabien genießt und Katar trotz gegensätzlicher Positionen und Interessen, zum Beispiel im syrischen Bürgerkrieg, um einen Ausgleich mit dem Iran bemüht ist. Das liegt nicht zuletzt daran, dass sich die beiden Staaten das größte Erdgasfeld der Welt teilen und auf ein Mindestmaß an Kooperation angewiesen sind.

13 Bedingungen zur Aufhebung des Boykotts

Die Anti-Katar-Koalition hat am 23. Juni den Ton noch einmal verschärft und 13 Bedingungen für eine Aufhebung ihres Boykotts formuliert. Katar soll unter anderem alle diplomatischen Beziehungen und jede militärische Kooperation mit dem Iran abbrechen, jegliche Verbindung zu „terroristischen Organisationen“ kappen, von Saudi-Arabien, den VAE, Ägypten und Bahrain gesuchte „Terroristen“ an ihre Herkunftsländer ausliefern und keinen Kontakt mehr zur Opposition in den genannten Ländern pflegen. Auch der gerade im Bau befindliche türkische Militärstützpunkt soll geschlossen und jede militärische Zusammenarbeit mit der Türkei innerhalb Katars beendet werden. Zudem soll Katar den Sender „Al-Dschasira“ und von ihm finanzierte Nachrichtenagenturen wie „Arabi21“ und „Rassd“ schließen.

Katars demonstrative Gelassenheit

Katar hat die lediglich zehntägige und zwischenzeitlich um 48 Stunden verlängerte Frist zur Erfüllung der Bedingungen verstreichen lassen, die Vorwürfe der Terrorunterstützung als unhaltbar zurückgewiesen und die weitreichenden Forderungen als „klare Aggression“ gegen die Souveränität des Landes bezeichnet. Vermittlungsversuche Kuwaits sowie indirekt auch Amerikas und Deutschlands sind vorerst gescheitert. Man wolle keine weitere Eskalation, werde sich aber niemals der saudischen Souveränität unterwerfen. Die Verantwortlichen von „Al-Dschasira“ verurteilten den Versuch, „die Meinungsfreiheit in der Region und das Recht der Menschen auf Information zu unterdrücken“.

Weite Teile der katarischen Bevölkerung reagierten nach Berichten von Beobachtern vor Ort mit Trotz und Patriotismus auf die Anfeindungen der Nachbarstaaten. Nachdem zunächst sogar von Hamsterkäufen aus Angst vor drohender Lebensmittelknappheit die Rede war, scheint man mittlerweile alternative Versorgungswege für Lebensmittel und andere Importe gefunden zu haben. Der katarische Finanzminister gab sich betont zuversichtlich, dass man die Folgen der Sanktionen mit Blick auf die immensen finanziellen Rücklagen des Landes problemlos verkraften könne. Ein klares Signal der Unterstützung kam aus der Türkei, die anstelle der geforderten Auflösung ihres Stützpunktes sogar eine Verstärkung ihrer Präsenz in Katar ins Spiel brachte. Katars Nachbarn haben nach Ablauf der Frist die Sanktionen zwar nicht verschärft, ihre Forderungen aber im Sinne allgemeiner Prinzipien für zukünftige Beziehungen bekräftigt. Die ägyptische Verwaltungsgesellschaft des Suez-Kanals kündigte an, künftig katarischen Schiffen keinen Zugang mehr zur Wirtschaftszone des Kanals zu ermöglichen.

Widersprüchliche Signale der USA

Manche Nahostexperten werfen US-Präsident Donald Trump vor, mit seinem „Schwerttanz“ beim Treffen mit 50 islamischen Staaten (ohne den Iran) in Riad die sunnitisch-schiitischen Konflikte weiter angeheizt und durch die gemischten Signale auf die aktuelle Golfkrise auch die innersunnitischen Spannungen verschärft zu haben. Vor allem sein Außenminister Rex Tillerson schien von Anfang an um Deeskalation und Versachlichung des Streits bemüht zu sein. Die USA sind mit allen Konfliktparteien eng verbündet und gerade hinsichtlich ihrer Anti-IS-Koalition auf eine geschlossene Front angewiesen. In Katar befindet sich eine große Militärbasis mit 10.000 amerikanischen Soldaten, die gerade bei den Einsätzen in Syrien und dem Irak eine zentrale Rolle spielt. Während Trump auf seiner letzten Reise durch den Nahen Osten bereits mit Saudi-Arabien einen 110 Milliarden schweren Waffendeal vereinbart hatte, folgte ausgerechnet wenige Tage nach Bekanntgabe des Embargos ein Geschäft mit Katar, in dem es um den Verkauf amerikanischer Kampfflugzeuge im Wert von 12 Milliarden Dollar geht.

Schwarz-Weiß-Bilder greifen zu kurz

Der derzeitige Konflikt lässt sich keineswegs in Schwarz-Weiß-Bildern darstellen. Zweifellos hat Katar in den vergangenen Jahren enge Beziehungen zu terroristischen Gruppen unterhalten und diese nicht selten zur Vermittlung bei Geiselnahmen genutzt. Die Verbindungen reichen von den afghanischen Taliban über die syrische, Al-Qaida nahestehende Al-Nusra-Front und die libyschen Dschihadisten der inzwischen aufgelösten Ansar al-Scharia bis hin zur libanesischen Hisbollah und zur radikal-islamischen Hamas im Gazastreifen. Diese hat allein im Jahr 2012 Hilfsgelder in Höhe von 300 Millionen Dollar von Katar empfangen. Dazu passt auch, dass Katar hochrangigen Hamas-Funktionären Unterschlupf gewährt und wesentlich zum Aufstieg des bekannten ägyptischen Gelehrten und Fernsehpredigers Jusuf al-Qaradawi beigetragen hat, der als „Global Mufti“ zu den bekanntesten Befürwortern palästinensischer Selbstmordattentate im Kampf gegen Israel zählt.

Trotzdem erscheint es als äußerst lächerliches und heuchlerisches Ablenkungsmanöver, wenn sich Saudi-Arabien gegenüber dem Westen nun als Kämpfer gegen den internationalen Terrorismus und seine heimlichen Unterstützer darzustellen versucht. Es geht Saudi-Arabien vor allem darum, seine regionale Vormachtstellung gegen den Iran und allzu unabhängig und iranfreundlich auftretende sunnitische Länder zu verteidigen. Der saudische Kampf gegen den „Terrorismus“ ist nicht zuletzt der Versuch, die vornehmlich schiitische Opposition im Osten des eigenen Landes zum Schweigen zu bringen.

Saudi-Arabiens Schlüsselrolle bei der Radikalisierung

Was islamistischen Terror betrifft, haben nicht nur katarische, sondern auch saudische Geschäftsleute in der Vergangenheit Brigaden der Al-Qaida oder des Islamischen Staates mitfinanziert. Saudi-Arabien exportiert darüber hinaus seine wahhabitische Ideologie über die von ihm gesponserten Moscheen und Schulen weltweit und die in den saudischen Missionszentren ausgebildeten Prediger bereiten häufig auch in Europa den ideologischen Nährboden für islamistische Gewalt. Das ist mit Blick auf Großbritannien auch das Ergebnis einer aktuellen Studie, die die britische Regierung Ende Juli noch – offensichtlich aus Rücksicht auf ihre Handelsbeziehungen zu Saudi-Arabien – zurückhielt.

Westliche Politiker scheinen häufig auch zu verkennen oder bewusst auszublenden, dass Saudi-Arabien und andere arabische Staaten Terrorismus und Extremismus ganz anders definieren als sie. Vor allem den wahhabitischen Scheichs geht es keineswegs um jene Gruppen, die gegen Grundwerte freiheitlich­demokratischer Gesellschaften zu Felde ziehen, sondern die den eigenen nationalen und regionalen Herrschaftsanspruch und die wahhabitische Deutungshoheit im Blick auf den „wahren Islam“ infrage stellen.

Gemeinsamkeiten beider Länder

Wie Andrea Böhm, Auslandskorrespondentin der Wochenzeitung „Die Zeit“ treffend bemerkt, haben Saudi-Arabien und Katar auch über das doppelte Spiel bezüglich des radikalen Islam hinaus vieles gemeinsam. Beide Länder werden von antidemokratischen Familiendynastien regiert, verdanken ihren immensen Reichtum vor allem den riesigen Erdöl- und Erdgasvorkommen, sind mehrheitlich sunnitisch und verstehen den wahhabitischen Islam als Staatsreligion und die Scharia als Hauptquelle ihrer Gesetzgebung. Folglich sind in beiden Ländern wie auch in den anderen Golfstaaten massive Defizite bei den Menschenrechten zu beklagen. Das betrifft vor allem die Rechte von Frauen und Gastarbeitern sowie die Bereiche der Glaubens- und Meinungsfreiheit. Beide versuchen, Kritik am herrschenden System, die heute vor allem über soziale Medien geäußert wird, brutal und möglichst im Keim zu ersticken.

Was nun?

Derzeit ist kein einfacher und schneller Weg aus der Krise erkennbar. Offen ist, ob die Gegner Katars die Sanktionen noch einmal verschärfen, das Land möglicherweise aus dem Golfkooperationsrat oder der Arabischen Liga ausschließen und damit die Bildung eines dritten Blocks mit Ländern wie Katar und der Türkei befördern. Der Iran reagiert auf diese Entwicklung mit Schadenfreude. Die USA und Europa werden sich derweil weiterhin um eine Aussöhnung der Konfliktparteien bemühen – vor allem mit Blick auf ihre wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Interessen in der Region und den vielbeschworenen Kampf gegen den äußerst widersprüchlich definierten Terrorismus.

Von: Carsten Polanz

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Fri, 15 Sep 2017 15:27:00 +0200
<![CDATA[Israelis gedenken Schimon Peres]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/09/15/israelis-gedenken-schimon-peres/ JERUSALEM (inn) – Am 28. September jährt sich zum ersten Mal der Tod von Schimon Peres, der 2016 im Alter von 93 Jahren starb. Peres diente fast sein ganzes Leben dem Staat Israel, sowohl als Soldat und Parteichef, wie auch als Premierminister und Staatspräsident. Israel erinnert mit zahlreichen Gedenkveranstaltungen.

Es sei schwer zu fassen, dass der Todesfall bereits ein Jahr zurückliege, sagte der amtierende israelische Staatspräsident Reuven Rivlin am Mittwoch bei einer Gedenkveranstaltung in Jerusalem. Peres sei ein Mann mit Visionen gewesen, ohne den das moderne und innovative Israel nicht denkbar sei.

Blair: Israel als Geschenk an die Welt

Bei einer weiteren Zeremonie am Donnerstag ergänzte Rivlin, Peres' Ziele und Hoffnungen würden kommenden Generationen eine Quelle der Inspiration geben. „Du hast deine kühnen Überzeugungen und deine Überzeugung, kühn zu sein, nie aufgegeben“, sagte Rivlin an den Verstorbenen gewandt.

Zu Gast bei mehreren Gedenkveranstaltungen waren auch der frühere amerikanische Außenminister Henry Kissinger und der ehemalige britische Premierminister, Tony Blair. Das Land, das Schimon Peres habe erschaffen wollen, sollte ein Geschenk für die Welt sein, sagte der Brite. „Er hat sich nach dem außergewöhnlichen Potenzial ausgestreckt, das möglich ist, wenn Israel und die Region zusammenarbeiten – nicht nur in der Sicherheit, sondern auch im wirtschaftlichen Fortschritt, bei technologischen Entwicklungen und der Kultur“, sagte Blair.

Kissinger beschrieb Peres als einen Pragmatiker und Optimisten, der sowohl Soldat als auch Poet gewesen sei. Als Kissinger in den 1970er Jahren US-Außenminister war, amtierte Peres als israelischer Verteidigungsminister.

Von: mb

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Fri, 15 Sep 2017 15:24:00 +0200
<![CDATA[Unklarheit wegen Pufferzone]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/09/15/unklarheit-wegen-pufferzone/ Die iranischen Streitkräfte und vom Iran unterstützte schiitischen Milizen sollen in einer Pufferzone an der israelisch-syrischen Grenze nicht operieren dürfen. Das haben Israel und Russland im August vereinbart. Über die Ausdehnung herrscht jedoch Unklarheit. Russland habe nur eine fünf Kilometer breite Zone zugesagt, heißt es in einem Bericht des Fernsehsenders „Kanal 2“ vom Donnerstag. Dabei habe Israel eine bis zu 80 Kilometer breite Zone gefordert. Berichten der Onlinezeitung „Times of Israel“ zufolge leugnete ein hoher israelischer Beamter diese Differenzen allerdings. Man sei mit dem Ergebnis des Treffens zwischen Netanyahu und Putin zufrieden.

Von: dem

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Fri, 15 Sep 2017 14:01:00 +0200
<![CDATA[Dienstweg mit Todesgefahr]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/09/15/dienstweg-mit-todesgefahr/ JERUSALEM (inn) – Neda Amin, iranische Buchautorin und Journalistin, musste aus ihrer Heimatstadt Teheran fliehen, um Verhaftung, Vergewaltigung und der Todesstrafe zu entgehen. Die 33-Jährige erzählte bei einer Pressekonferenz in Jerusalem auf Persisch, was ihr die iranischen Behörden wegen der Veröffentlichung regimekritischer Bücher gedroht hatten: „Erst schneiden wir Dir das rechte Bein ab, dann den linken Arm, und dann den Kopf.“

In Istanbul erhielt Amin Asyl, doch als die Türken erfuhren, dass sie für die israelische Online-Zeitung „Times of Israel“ arbeite, erklärten ihr türkische Geheimdienstleute: „Wir mögen die Israelis nicht, und auch nicht die Juden.“ Da die israelische Presse in den Diensten des Mossad stehe, forderten die Türken sie zunächst auf, den Israelis Staatsgeheimnisse zu entlocken. Amin erklärte, dass sie nur eine Journalistin sei, die über Tiere, Frauen und Menschenrechte schreibe. Die verärgerten Türken eröffneten ihr daraufhin, dass sie innerhalb von 30 Tagen die Türkei verlassen müsse. Sonst werde sie zurück in den Iran deportiert.

Deutscher Konsul fordert Geduld

Mit akuter Lebensangst wandte sich Amin daraufhin an europäische Konsulate in Istanbul. Der deutsche Konsul habe zurückgerufen und ihr erklärt, dass sie „Geduld“ haben müsse, zumal ihr Pass nur noch zwei Monate gültig sei. Um ein Einreisevisum zu erhalten werde aber eine Gültigkeit von mindestens sechs Monaten verlangt. Amin hatte aber keine „Geduld“, da die türkische Drohung im Raum stand, sie in den Iran zu deportieren, wo sie der sichere Tod erwartete.

Eine Anfrage bei der Pressestelle des Auswärtigen Amtes in Berlin, mit Hinweis auf die Notlage der vom Tod bedrohten Iranerin in der Türkei, ergab die Antwort: „Für Asylanträge in Deutschland gilt grundsätzlich Folgendes: Wer einen Asylantrag in Deutschland stellen möchte, muss sich in Deutschland aufhalten. Eine Antragstellung aus dem Ausland ist nicht möglich. Ein Ausländer, der in Deutschland Schutz vor Verfolgung sucht, muss sich zunächst als Asylsuchender melden. Die Meldung kann bei jeder Polizeidienststelle, Grenz- oder anderen Behörde erfolgen. Anschließend wird der Asylsuchende an die nächstgelegenen Erstaufnahmeeinrichtung verwiesen. … Die Entscheidung über den gestellten Asylantrag ist letztendlich eine Einzelfallentscheidung. Nur wenn der/die Antragsteller/in ausreichend Gründe für seine/ihre Furcht vor Verfolgung vorbringen kann, kann Flüchtlingsschutz gewährt werden.“

Sofortige Hilfe aus Israel

Für Amin kamen diese bürokratischen Regeln einem Todesurteil gleich. Denn ohne eine deutsche Einreisegenehmigung hätten die Türken ihr den Flug nach Deutschland nicht erlaubt. Sie wandte sich daraufhin an die Israelis. Die israelische Journalistenvereinigung und ihre Arbeitgeber bei der „Times of Israel“ wandten sich an Innenminister Arje Deri. „Ohne viel nachzudenken“ – wie er selber sagte – habe er augenblicklich eine Aufenthaltsgenehmigung für Amin unterschrieben.

Doch die Türken ließen sie trotz der gültigen Papiere das Flugzeug nach Tel Aviv zunächst nicht besteigen, weil sie eine „Ausreisegenehmigung der türkischen Polizei“ benötigte. „Lächerlich. Erst sagen sie, ich müsse das Land innerhalb von 30 Tagen verlassen, und dann verlangen sie eine polizeiliche Genehmigung, um auszureisen“, kommentierte Amin bei ihrer Pressekonferenz in Jerusalem das Vorgehen der Behörden.

Wenige Tage später begleitete sie ein israelischer Konsularbeamter bis zum Flugzeug, das sie sicher nach Israel brachte. Inzwischen ist sie in Jerusalem einquartiert.

Von: Ulrich W. Sahm

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Fri, 15 Sep 2017 13:17:00 +0200
<![CDATA[Netanjahu: „Historischer Lapsus“ korrigiert]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/09/15/netanjahu-historischer-lapsus-korrigiert/ MEXIKO-STADT (inn) – Israel und Mexiko wollen ihre Zusammenarbeit ausbauen. Das hat der israelische Premier Benjamin Netanjahu in Mexiko-Stadt betont. Bei einem Treffen mit dem Staatspräsidenten des Landes, Enrique Peña Nieto, dankte er diesem für die „persönliche Freundschaft und die Freundschaft Mexikos“.

Die beiden Staatsmänner trafen nach Angaben des Büros des Präsidenten mehrere Vereinbarungen, darunter den Ausbau des Freihandels und die Zusammenarbeit im Gebiet der Cybersicherheit und Weltraumprojekten.

Einladung nach Israel

Netanjahu ist der erste amtierende israelische Regierungschef in Mexiko. Gegenüber Nieto sagte er, es sei eigentlich unverzeihlich, dass es erst jetzt zu einem Besuch eines israelischen Regierungschefs in Mexiko komme. „Wir sind hier. Wir denken, dass wir nun einen historischen Lapsus korrigieren.“ Mexiko sei ein großartiges Land, und Israel wolle die Beziehungen vertiefen.

Der israelische Premier betonte weiter, Mexikaner und Israelis hätten viele Gemeinsamkeiten, darunter den Stolz auf Traditionen. Er erwähnte die Basilika der Jungfrau Guadalupe, wo angeblich Maria, die Mutter von Jesus, erschienen ist. „Nun, Israel ist der Ort, wo sie geboren wurde, und, natürlich, wo Jesus gesprochen und gelehrt hat.“ Mexikaner seien herzlich eingeladen, Israel zu besuchen.

Bei dem Treffen sprach Netanjahu den Angehörigen der Erdbebenopfer einmal mehr sein Beileid aus. Bei dem Erdbeben am 7. September starben mindestens 98 Menschen. Israel habe bereits Hilfe angeboten, sagte Netanjahu nach Angaben seines Büros. „Wir sind bereit, denn wir stehen an Ihrer Seite.“

Das Treffen in Mexiko bildet den Abschluss der Lateinamerika-Reise Netanjahus. Er besuchte bereits Argentinien und Kolumbien. Auch in diesen Ländern war Netanjahu der erste israelische amtierende Premier.

Von: df

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Fri, 15 Sep 2017 13:15:00 +0200
<![CDATA[Deutlich mehr Urlauber als im Vorjahr]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/tourismus/2017/09/15/deutlich-mehr-urlauber-als-im-vorjahr/ Rund 2,3 Millionen Touristen sind von Jahresbeginn bis Ende August nach Israel gekommen. Das waren 24 Prozent mehr als die 1,8 Millionen Besucher im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Allein im August kamen 253.800 Urlauber nach Israel – 20 Prozent mehr als im August 2016.

Von: dn

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Fri, 15 Sep 2017 12:09:00 +0200
<![CDATA[Streit um „Bibel-Marathon“]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/sport/2017/09/15/streit-um-bibel-marathon/ Die Israelische Marathonvereinigung protestiert gegen den Ausschluss des „Bibel-Marathons“ durch die Vereinigung Internationaler Marathons und Distanzrennen (AIMS). Die AIMS teilte mit, der „Bibel-Marathon“ verstoße gegen „internationales öffentliches Recht“, da er durch das Westjordanland und damit besetztes Gebiet verläuft. Die Israelis sagten, die Entscheidung beruhe auf „falschen rechtlichen Voraussetzungen“. Der Marathon soll am 6. Oktober stattfindet. Der Verlauf orientiert sich an der Bibelstelle 1. Samuel 4,12: Die Strecke führt von Rosch HaAjin zur Siedlung Schiloh.

Von: df

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Fri, 15 Sep 2017 10:49:00 +0200
<![CDATA[Beliebte Hummus-Marke kommt nach Deutschland]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/wirtschaft/2017/09/15/beliebte-hummus-marke-kommt-nach-deutschland/ Die Strauss-Gruppe, einer der führenden Lebensmittelhersteller Israels, verkauft künftig seinen Hummus mit Markennamen „Obela“ auch in Deutschland. Die zur Hälfte zum PepsiCo-Konzern gehörende Unternehmenssparte für Soßen und Dips hat im Juni die niederländische Firma Florentine übernommen, die künftig für den europäischen Markt produzieren soll. Zur Strauss-Gruppe gehört auch die Marke Sabra, die bereits in den USA und Kanada Produkte vertreibt und als größter Hummus-Produzent der Welt gilt.

Von: mb

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Fri, 15 Sep 2017 10:40:00 +0200
<![CDATA[Ehemaliger Berater: Keine muslimischen Spieler kaufen]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/sport/2017/09/14/ehemaliger-berater-keine-muslimischen-spieler-kaufen/ Der Berater Eli Cohen arbeitet nicht mehr für den israelischen Fußballklub Beitar Jerusalem. Er hatte abgelehnt, sich für die Aussage zu entschuldigen, nie mehr einen muslimischen Spieler unter Vertrag nehmen zu wollen. Unklar ist, ob Cohen selbst zurückgetreten ist oder ihn der Verein entlassen hat. Der Berater verteidigte sich gegenüber der Tageszeitung „Yediot Aharonot“, dass er nur ein „realistischer Mensch“ sei. Er nahm damit Bezug auf Teile der Beitar-Jerusalem-Fans, die für ihre rassistische Haltung gegenüber Muslimen berüchtigt sind.

Von: mm

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Thu, 14 Sep 2017 14:57:00 +0200
<![CDATA[Schass-Abgeordneter zurückgetreten]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/09/14/schass-abgeordneter-zurueckgetreten/ JERUSALEM (inn) – Am Sonntag hat der Knessetabgeordnete Jigal Guetta (Schass) gegenüber dem Armeesender geäußert, dass er vor zwei Jahren bei der Hochzeit seines homosexuellen Neffen dabei war. Daraufhin sah sich Guetta mit massiver Kritik von Rabbinern und Kollegen aus der ultra-orthodoxen Partei konfrontiert, die seinen Rücktritt forderten.

Fünf Rabbiner erklärten in einem Brief, Guetta habe öffentlich Gottes Willen entweiht, indem er seine Familie gezwungen habe, an einer verbotenen Hochzeit teilzunehmen. Am Mittwoch informierte Guetta den Parteivorsitzenden und Innenminister Arje Deri darüber, dass er sein Mandat niederlege. Ein formelles Rücktrittsgesuch bei Knessetsprecher Juli Edelstein hat er jedoch noch nicht eingereicht.

Zu der Hochzeit sei seine ganze Familie gegangen, sagte Guetta dem Radiosender. Normalerweise sage er seiner Frau und den Kindern nicht, an welchen Veranstaltungen sie teilnehmen sollen. Doch bei dieser Hochzeit habe er gesagt, Anwesenheit sei Pflicht. Er wolle den Sohn seiner Schwester glücklich nachen. Doch er habe seinen Kindern auch gesagt, dass die Torah eine solche Hochzeit verbiete und diese ein Gräuel sei.

Schass-Rabbiner gespalten

Wie die Onlinezeitung „Times of Israel“ berichtet, hat den Brief der Rabbiner kein Mitglied vom „Rat der Torah-Weisen“ unterzeichnet – dem höchsten Gremium der ultra-orthodoxen Schass-Partei. Ratsmitglied Rabbi Schimon Baadani vertrat die Meinung, dass Guetta nicht dafür entlassen werden sollte, dass er seine Familie unterstützt hat. Ein anderer Rabbiner, Schalom Cohen, habe dem jedoch widersprochen. Beide kündigten an, in einem gemeinsamen Gespräch eine Lösung finden zu wollen.

Der Vorsitzende der Partei Jesch Atid, Jair Lapid, bedauerte Guettas Rücktritt. Er teilte über den Kurznachrichtendienst „Twitter“ mit: „Guetta ist ein exzellenter Abgeordneter und Freund. Es ist traurig, dass in Israel im Jahr 2017 ein Knessetmitglied zum Rücktritt gedrängt wird, weil es die Hochzeit von zwei Menschen besucht hat, die sich lieben.“

Auch die Vorsitzende der Meretz-Partei, Sehava Galon, kritisierte das Vorgehen der Schass-Partei. Guetta habe eine einfache menschliche Geste gezeigt und seinen Neffen bei dessen Hochzeit unterstützt. „Der Druck, ihn zu entlassen, ist eine Schande für Schass. Ich hoffe, sie kommen zur Besinnung und geben ihm seinen Job zurück“, schrieb Galon auf Twitter.

Guettas Schwester äußerte sich unterdessen gegenüber dem Fernsehsender „Kanal 10“. „Hat mein Bruder gestohlen? Hat er gemordet? Was hat er getan?“, fragte Susi Ben Zvi. Sie kündigte an, Schass künftig nicht mehr zu wählen.

Von: dn

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Thu, 14 Sep 2017 14:06:00 +0200