Israelnetz - Neueste Nachrichten https://www.israelnetz.com Nachrichten aus Israel und dem Nahen Osten de https://www.pro-medienmagazin.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif Israelnetz - Neueste Nachrichten https://www.israelnetz.com 18 16 Nachrichten aus Israel und dem Nahen Osten TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Mon, 23 Oct 2017 08:15:41 +0200 <![CDATA[Anti-israelische Aktionen bei Jugendtreffen in Sotschi]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/10/20/anti-israelische-aktionen-bei-jugendtreffen-in-sotschi/ SOTSCHI (inn) – Palästinenser, Syrer und Libanesen haben in der russischen Stadt Sotschi die israelische Flagge verbrannt und „Tod für Israel, Tod den Juden“ gerufen. In der Stadt am Schwarzen Meer finden seit vergangenem Samstag die 19. Weltfestspiele der Jugend und Studenten des sozialistisch geprägten Weltbunds der Demokratischen Jugend statt.

Die Israelis waren mit zwei Delegationen angereist: Die erste Delegation besteht aus Mitgliedern der Kommunistischen Partei in Israel. Die Mitglieder der zweiten Delegation bilden das gesamte politische Spektrum in Israel ab; Vertreter des Likud oder der Zionistischen Union sind hier dabei. Diese Zusammensetzung war mit der russischen Botschaft in Israel abgesprochen, sorgte bei den Organisatoren der Weltfestspiele jedoch für Unmut. Bei der Eröffnungszeremonie durfte die Delegation keine israelische Flagge führen. Das berichtet die israelische Tageszeitung „Yediot Aharonot“.

Protest der Kommunistischen Partei

Noa Ginosar von der israelischen Botschaft in Russland erklärte der Zeitung, es habe mehrere anti-israelische Vorfälle bei dem Festival gegeben; auch israelische Araber hätten sich daran beteiligt. Die russische Polizei habe die Beteiligten in diesem Zusammenhang auch befragt. Eine Vermittlung zwischen den Delegationen sei allerdings gescheitert. Die Araber hätten den Raum verlassen, als sie die Israelis sahen. „Sie erklärten den russischen Vertretern, sich mit Israelis zusammenzusetzen gelte bei ihnen zuhause als Kriegsverbrechen“, sagte Ginosar.

Die Kommunistische Partei in Israel veröffentlichte zudem am Donnerstag eine Stellungnahme, in der sie gegen die Einladung der zweiten Delegation protestiert. Die Teilnahme dieser „reaktionären Kräfte“ widerspreche den Idealen der Weltfestspiele. Die Kommunisten beklagen außerdem Sanktionen der Sicherheitskräfte „gegen Kameraden aus dem Libanon und Palästina“.

Die Weltfestspiele der Jugend und Studenten finden seit 1947 in unregelmäßigen Abständen statt. Daran nehmen meist linke oder kommunistisch ausgerichtete Jugendorganisationen, etwa von Parteien, teil. Die Jugendlichen musizieren, feiern und diskutieren. Nach Angaben der Organisatoren sind mehr als 25.200 Jugendliche nach Sotschi gekommen, die Hälfte davon stammt aus Russland.

Von: df

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Fri, 20 Oct 2017 14:54:00 +0200
<![CDATA[PLO droht mit Klage vor internationalen Foren]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/10/20/plo-droht-mit-klage-vor-internationalen-foren/ RAMALLAH / LONDON (inn) – Die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) hat die britische Regierung davor gewarnt, den 100. Jahrestag der Balfour-Erklärung zu feiern. Eine solche Veranstaltung werde als „feindliche Handlung gegenüber dem palästinensischen Volk angesehen“, erklärte PLO-Mitglied Sakaria al-Aga in einer Presseerklärung.

Die geplante Zeremonie zeige Großbritannien als „Feind des Rechts, der Gerechtigkeit und der Menschlichkeit“, sagte Al-Aga weiter. Der Palästinenser ist Leiter der Abteilung für Flüchtlinge bei der PLO. Er kritisierte zudem, dass israelische Politiker zu der Zeremonie eingeladen werden sollen.

Großbritannien sollte sich vielmehr bei den Palästinensern für die Balfour-Erklärung entschuldigen, anstatt diese zu feiern, heißt es in der Erklärung weiter. Dies berichtet die palästinensische Nachrichtenagentur WAFA.

Androhung einer Klage

Sollte die britische Regierung an der Zeremonie festhalten, sähen sich die Palästinenser gezwungen, Großbritannien zu verklagen, warnte Al-Aga. Man würde das Königreich dann vor internationale Foren bringen, bis es sich beim palästinensischen Volk entschuldige und zugebe, dass die Balfour-Erklärung ein historischer Fehler gewesen sei.

Einjähriger Kampf gegen Balfour-Erklärung

Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) in Ramallah hatte bereits im Oktober 2016 einen einjährigen Kampf gegen die Balfour-Erklärung angekündigt. Er soll vom 2. November 2016 bis zum 100. Jahrestag der Erklärung am 2. November 2017 gehen.

Großbritannien hat im April dieses Jahres angesichts der palästinensischen Forderungen mitgeteilt, dass es sich nicht für die Balfour-Erklärung entschuldigen wird. „Wir sind Stolz auf unsere Rolle in der Errichtung des Staates Israel. Heute besteht die Aufgabe darin, Frieden zu fördern“, erklärte die Regierung damals.

Mit der Balfour-Erklärung hatte Großbritannien dem jüdischen Volk eine nationale Heimstätte in Palästina zugesagt, das damals noch ein Teil des Osmanischen Reiches war. Das Dokument gilt als wichtiger Schritt auf dem Weg zur Gründung des Staates Israel im Jahr 1948.

Von: dn

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Fri, 20 Oct 2017 14:53:00 +0200
<![CDATA[Tausend Ultraorthodoxe demonstrieren]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/10/20/tausend-ultraorthodoxe-demonstrieren/ Über 1.000 ultraorthodoxe Männer haben am Donnerstag in Jerusalem gegen die Verhaftung zweier Männer demonstriert. Diese hatten sich geweigert, ihren Einberufungsbescheiden in die israelischen Streitkräfte nachzukommen. Die Demonstranten blockierten Straßen und Plätzen, 20 von ihnen wurden nach Polizeiangaben verhaftet. Das berichtet die Tageszeitung „Jerusalem Post“. Anders als in der Vergangenheit sind ultraorthodoxe Juden nur noch in besonderen Ausnahmefällen von der allgemeinen Wehrpflicht befreit. Schon im September gab es Tumulte bei Demonstrationen gegen die Gesetzesänderung.

Von: mb

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Fri, 20 Oct 2017 14:48:00 +0200
<![CDATA[Warum Frankreichs Medien zu Antisemitismus oft schweigen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/10/20/warum-frankreichs-medien-zu-antisemitismus-oft-schweigen/ Immer wieder gibt es in Frankreich brutale Morde an Juden – doch in der Öffentlichkeit werden sie kaum wahrgenommen. Die Autorin und Philosophin Elisabeth Badinter prangert dies nun öffentlich an. In einem viel beachteten Beitrag im Nachrichtenmagazin „L’Express“ ruft sie zum Kampf gegen Antisemitismus in ihrem Land auf.

So schildert sie beispielsweise den Mord an einer 65 Jahre alten Frau im April, die eine Stunde lang gefoltert und dann aus dem Fenster geworfen worden war. Der Täter habe gewusst, dass sie Jüdin war, und habe geschrieen, er wolle sein Volk rächen. „Zwei Monate lang wurde nur in den jüdischen Medien darüber berichtet", klagt Badinter. „In den Zeitungen gab es keine Recherchen und keine Reportagen, niemand hat die Nachbarn befragt, welche die Rufe ‚Allahu Akbar‘ gehört hatten.“

Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) zitiert am Donnerstag ausführlich Badinters Ausführungen. So greife die Französin auch die TV-Dokumentation „Auserwählt und ausgegrenzt“ auf, die von den Sendern Arte und WDR lange zurückgehalten worden war. Sie nennt es „beängstigend“, dass die Sender versucht hätten, einen Bericht mit Passagen über Antisemitismus in Frankreich und den Palästinensergebieten zu unterdrücken.

Linke solidarisieren sich mit Arabern und Palästinensern

Badinter führt aus, dass der islamistische Terror in Frankreich nicht erst mit den weltweit wahrgenommenen Anschlägen auf das Magazin „Charlie Hebdo“ oder der Amokfahrt mit einem LKW in Nizza begonnen habe. Vor fünf Jahren habe der Terrorist Mohammed Merah in Toulouse gezielt drei jüdische Kinder ermordet. „Merah machte es wie die Nazis, er zerrte ein siebenjähriges Mädchen an den Haaren und schoss ihm eine Kugel in den Kopf. Warum dringt dieses Bild nicht genauso in unser Bewusstsein?“ In der öffentlichen Wahrnehmung spielten die Juden kaum eine Rolle.

Die französische Linke habe nur ein Mal geschlossen gegen Antisemitismus demonstriert, zitiert die FAZ aus Badinters Ausführungen. Bei einer Friedhofs- und Leichenschändung 1990 waren die Täter Skinheads, die öffentlich in die Nähe des Front National gerückt wurden. Die Wähler des Front National hätten den traditionellen Antisemitismus zwar nicht überwunden. „Aber seit dreißig Jahren ist es nicht dieser Antisemitismus, der die Juden verfolgt, sondern der neue Antisemitismus der Islamisten.“

Die radikale Linke in Frankreich solidarisiere sich aber mit den Arabern in den Vorstädten und den Palästinensern. „Der Kampf für diese Antizionisten hat den Kampf gegen den Antisemitismus zur Strecke gebracht“, bilanziert die Autorin. Wer sich dagegen wende, werde schnell der „Islamophobie“ bezichtigt.

Medien wollen nicht den Falschen in die Hände spielen

Die FAZ berichtet, Badinter habe auch mit Medienvertretern über die Sachlage gesprochen. Diese rechtfertigten ihr Versagen mit einem Fall, der sich vor 15 Jahren zugetragen hat. Der Fernsehsender „TF1“ hatte damals am Tag vor der Wahl umfangreich über ein brutales Gewaltverbrechen an einem Rentner berichtet. Damit, so die Leseart, hätten die Berichterstatter Jean-Marie Le Pen beim Einzug in die Stichwahl geholfen.

Die Jüdin, die im April gequält und aus dem Fenster geworfen worden war, starb drei Wochen vor dem ersten Wahlgang zur Präsidentschaft.

Von: mb

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Fri, 20 Oct 2017 13:32:00 +0200
<![CDATA[Netanjahu: Jordantal darf kein „Hamastan“ werden]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/10/20/netanjahu-jordantal-darf-kein-hamastan-werden/ JERUSALEM (inn) – Wenn Israel seine militärische und zivile Präsenz im Jordantal nicht behält, wird der Iran das Gebiet übernehmen. Das hat Israels Premierminister Benjamin Netanjahu am Donnerstagabend bei einer Feier zum 50. Jahrestag der Befreiung des Gebietes erklärt. Israel werde nicht zulassen, dass im Jordantal ein vom Iran unterstütztes „Hamastan“ entstehe. Der Regierungschef versicherte, dass Israel weiter in dem Landstrich siedeln werde. Es werde auch in den Ausbau der dortigen Industrie und des Tourismus investieren.

„Sicherheit erfordert Siedlungen“

Der Vorsitzende der Arbeitspartei, Avi Gabbai, sprach sich ebenfalls dafür aus, dass Israel die Kontrolle über das Jordantal in einem möglichen Friedensvertrag mit den Palästinensern behält. Er nannte die Siedlungsbewegung ein „schönes und hingebungsvolles Gesicht des Zionismus“.

Da er während der Feier im Ausland weilte, hatte sich Gabbai in einer zuvor aufgezeichneten Videobotschaft geäußert. Allerdings wurde das Video aus bislang unbekannten Gründen nicht gezeigt. Das Armeeradio zitierte jedoch aus der Aufnahme. Die Siedler seien „die Pioniere unserer Generationen, Menschen, die im Angesicht von Widrigkeiten handeln, die die Wildnis zum Blühen bringen, die das Unmögliche verwirklichen“, sagte Gabbai demnach weiter. Das Jordantal werde Israels östlicher Sicherheitspuffer bleiben. „Und Sicherheit erfordert Siedlungen“, so der Arbeitspartei-Vorsitzende.

Bruch mit der Haltung der Arbeitspartei?

Das Jordantal, eine Ebene entlang der israelisch-jordanischen Grenze, gilt als Sicherheitsgürtel und wichtiges Agrarland für Israel. Vor einigen Tagen hatte Gabbai bereits erklärt, dass er im Rahmen eines Friedensabkommens mit den Palästinensern keine Siedlungen im Westjordanland räumen würde. Die Onlinezeitung „Times of Israel“ wertete dies als Bruch mit der historischen Haltung der Arbeitspartei, einer zionistischen Partei der linken Mitte.

Gabbai war im Juli zum Vorsitzenden der Arbeitspartei gewählt worden. In seinem Wahlkampf hatte er angekündigt, der Partei Tausende neue Mitglieder zu bringen.

Von: dn

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Fri, 20 Oct 2017 12:45:00 +0200
<![CDATA[Hamas: Wir werden Israel auslöschen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/10/20/hamas-wir-werden-israel-ausloeschen/ Die Hamas hat am Donnerstag Forderungen nach einer Anerkennung Israels zurückgewiesen. „Die Zeiten, in denen die Hamas die Anerkennung Israels diskutiert hat, sind vorbei. Jetzt wird die Hamas darüber diskutieren, wann wir Israel auslöschen werden“, sagte der Hamas-Führer im Gazastreifen Jahja Sinwar bei einer Diskussion mit Jugendlichen über die angestrebte Einheitsregierung. Die USA hatten zuvor die Anerkennung Israels zur Bedingung für eine Einheitsregierung erklärt.

Von: df

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Fri, 20 Oct 2017 10:54:00 +0200
<![CDATA[Einstein-Museum in Jerusalem geplant]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/wissenschaft/2017/10/20/einstein-museum-in-jerusalem-geplant/ In einem leerstehenden Planetarium der Hebräischen Universität in Jerusalem soll künftig eine Ausstellung über den bekannten Physiker Albert Einstein zu sehen sein. Das berichten mehrere israelische Medien. Die Universität wollte seit Jahren ein solches Museum eröffnen, um einen würdigen Platz für sein Einstein-Archiv zu bekommen, allerdings fehlten bislang die finanziellen Mittel. Umgerechnet rund 4,5 Millionen Euro sollen nun investiert werden. Wann die Ausstellung eröffnet, wurde noch nicht bekanntgegeben. Einstein (1879-1955) ist vor allem für seine Relativitätstheorie bekannt.

Von: mb

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Fri, 20 Oct 2017 10:48:00 +0200
<![CDATA[Medien für Israel]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/medien-fuer-israel/ JERUSALEM (inn) – Etwa 130 Journalisten aus mehr als 30 Ländern waren der Einladung der Pressestelle der israelischen Regierung und des Ministeriums für Jerusalem-Angelegenheiten nachgekommen. Ungeachtet der Konflikte, die häufig die Berichterstattung über Israel im Ausland bestimmt, bekamen die Besucher Einblick in die Vielfalt Jerusalems.

Drei Tage hörten die Medienschaffenden Vorträge von hochrangigen Theologen, Sicherheitsexperten und Politikern. Zudem bekamen sie die Möglichkeit, an Ausflügen teilzunehmen, die „High-Tech-Nation Israel und Unternehmen“, „Zusammenleben und Siedlungen“, „Archäologie und biblische Wurzeln“ sowie die „Sicherheit Israels und der Sicherheitszaun“ zum Thema hatten.

Zudem diskutierten christliche und jüdische in Israel lebende Journalisten die Frage, ob es möglich sei, im israelisch-palästinensischen Konflikt objektiv zu bleiben.

Den Auftakt zu der Konferenz bildete eine Rede von Premierminister Benjamin Netanjahu am Sonntag, in der er betonte: „Israel hat keine besseren Freunde – und das meine ich ernst – als die christlichen Gemeinschaften in der ganzen Welt. In einer großen Region ist Israel das einzige Land, in der Christen nicht nur überleben, sondern auch zahlenmäßig wachsen.“

In einem Treffen mit Staatspräsident Reuven Rivlin erklärte dieser: „Vor unseren Augen sehen wir, wie die Worte der Propheten Israels wahr werden“, auch wenn noch viel zu tun bleibe. Er beschrieb Jerusalem als Mikrokosmos: „Wenn Juden, Muslime und Christen in Jerusalem zusammenleben können, können wir das auch im ganzen Nahen Osten. Als jüdischer demokratischer Staat ist Israel stolz, Religionsfreiheit für Anhänger aller Religionen zu bieten“. Die heiligen Stätten werde der Staat daher weiterhin „unversehrt und sicher“ bewahren. Die Konferenz soll künftig jährlich stattfinden.

Starker Einsatz aus Amerika

Die Gästeliste und Beteiligung aus dem Publikum spiegelte wider, dass die christliche Medienlandschaft in Israel stark durch Christen aus den USA geprägt ist. Einer von ihnen ist Leiter des amerikanisch-christlichen Senders CBN, Gordon Robertson. Weil die Menschen zu wenig über Israel wüssten, habe er vor vier Jahren beschlossen, eine Reihe von Filmen zu zeigen, die unbekannte Geschichten des Landes erzählten. Drei Projekte sind bisher verwirklicht: In „Made in Israel“ geht es um Technologien und Innovationen, die in Israel entwickelt wurden. „The Hope: The Rebirth of Israel - Die Hoffnung: Die Wiedergeburt Israels“ erzählt die Geschichte der 50 Jahre, die der Gründung des jüdischen Staates vorausgingen. 2017 kam der Film „In our Hands - In unseren Händen“ heraus, der sich in einem Doku-Drama mit der Schlacht um den Munitionshügel im Sechs-Tage-Krieg von 1967 auseinandersetzt.

Der nächste Film soll israelische Volontäre und Organisationen vorstellen, die in der ganzen Welt humanitäre Hilfe leisten. Dies erklärte der CBN-Direktor gegenüber der Tageszeitung „Jerusalem Post“. „Viele Menschen wissen überhaupt nichts über die Arbeit, die Israel tut. Sie wissen zum Beispiel nicht, dass Israel den Menschen in Nepal nach dem Erdbeben so viel geholfen hat, wie kaum ein anderer. Nur Indien hat mehr Hilfe bereitgestellt. Das ist eine phänomenale Geschichte, die erzählt werden muss!“ Robertson ist es wichtig, dass die israelische Regierung die Freundschaft innerhalb der christlichen Welt wahrnimmt: „Innerhalb der Regierung und im Außenministerium gibt es ein neues Bewusstsein dafür, dass christliche Medien als echte Freunde an Israels Seite stehen wollen.“

Von: mh

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Thu, 19 Oct 2017 14:39:00 +0200
<![CDATA[Deutsche Bahai im israelischen Haifa]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/deutsche-bahai-im-israelischen-haifa/ Clara-Lisa Wiebers arbeitet im Paradies – zumindest bietet ihr Dienst regelmäßig den Blick auf Palmen, sattgrünen Rasen und das Mittelmeer. Die 18-jährige Frankfurterin ist als Freiwillige für ein Jahr im religiösen Zentrum der Bahai im israelischen Haifa tätig. Die Gartenanlage am Karmel-Berg mit ihren 19 Terrassen gehört zum UNESCO-Welterbe.

„Ich wollte eine Phase in meinem Leben haben, in der ich mich ganz dem Dienst widme“, sagt die schmale, blonde Frau, die als Arbeitskleidung ein graues Polohemd und eine schwarze Hose trägt. Mehr als 650 Freiwillige betreiben die Anlage. Wiebers kontrolliert und informiert vor allem Besucher am Eingang.

Gleichberechtigung aller Menschen

Die junge Frau gehört selbst der Religion an, deren Anhänger an einen Gott glauben. Bahai sehen die Gleichberechtigung aller Menschen, Frieden und Bildung als zentrale Gebote für die Entwicklung hin zur Einheit der Menschheit an. Bis zu sieben Millionen Bahai gibt es weltweit, davon rund 5.700 in Deutschland, wie die Gemeinschaft angibt. Am kommenden Sonntag feiern die Gläubigen den 200. Geburtstag ihres Religionsgründers Baha Ullah.

Wiebers Eltern sind selbst Bahai. Als sie 15 war, hat sie sich „erklärt“, wie Wiebers sagt – sich dafür entschieden, Bahai zu sein. „Mit 15 hat man sozusagen das Recht, seine eigenen Entscheidungen zu machen“, sagt sie mit sanfter Stimme. Erst dann können Jugendliche Bahai werden. Die Religion hat ihren Ursprung Mitte des 19. Jahrhunderts im Iran. Die Religionsgründer Bab (arabisch für Pforte) und Baha Ullah (Pracht Gottes) waren Muslime. Ihre Anhänger wurden als Abtrünnige vom Islam, als Gotteslästerer verfolgt, der Bab hingerichtet. Bis heute können Bahai ihre Religion im Iran nicht offen leben.

Baha Ullah wurde des Landes verwiesen und kam letztlich nach Akko, in die dortige Gefängniskolonie des osmanischen Reiches. In der Hafenstadt liegt heute sein Grab, einige Kilometer nördlich von Haifa. Die Grabstätte des Bab befindet sich in einem Tempel im Zentrum der Gärten.

Kein Alkohol, kein Sex vor der Ehe

Als Bahai gelten für Wiebers verschiedene Regeln, eine davon lautet: kein Alkohol. „Das ist eines der einfachsten Gesetze“, sagt sie. „Ich bin so aufgewachsen, meine Eltern trinken auch keinen Alkohol. Es hat mir nie gefehlt.“ Ihre Freunde aus der Schulzeit hätten sie da sehr unterstützt.

Sex vor der Ehe ist ebenfalls verboten. „Ich finde, das macht viel Sinn. Es geht darum, jemanden zu finden, mit dem man sein Leben aufbaut“, sagt die junge Frau. Das solle man nur mit einer Person tun. Bahai dürfen auch Nicht-Bahai heiraten. Aber immer müssen alle vier Elternteile der Ehe zustimmen.

Wiebers betet zudem jeden Tag. Dafür wäscht sie sich Hände und Gesicht und wendet sich Richtung Norden nach Akko. Die Einhaltung der Gesetze bleibt allerdings weitgehend jedem Bahai selbst überlassen. „Wir glauben, dass die Beziehung zwischen dem Individuum und Gott ist“, erklärt sie. „Ich bin verantwortlich für mein eigenes geistiges Wachstum.“

Dieses Grundverständnis zeigt auch die Struktur der Religionsgemeinschaft: „Es gibt keinen Klerus, keine Priester, alles sind gewählte Institutionen.“ Zentrales Organ ist das Universale Haus der Gerechtigkeit in Haifa.

Ein Grundsatz der Bahai ist, dass alle Religionen den gleichen Ursprung haben. „Wir glauben, weil sie alle von der gleichen Quelle abstammen, dass die zentralen spirituellen Lehren die gleichen sind“, sagt Sarah Vader, stellvertretende Generalsekretärin der internationalen Bahai-Gemeinschaft. Die einzelnen Glaubensrichtungen hätten sich nur aufgrund unterschiedlicher kultureller und zeitlicher Einflüsse anders entfaltet. Die Bahai-Gemeinschaft wächst laut Vader weltweit.

Vor allem Frauen und junge Menschen von Bahai angezogen

„Die Religion ist vor allem sehr einfach und sehr klar, und spricht tatsächlich die zentralen Bedürfnisse der Menschen an“, sagt Mosche Scharon, Bahai-Experte und emeritierter Professor der Hebräischen Universität in Jerusalem. Gerade Frauen und junge Menschen fühlten sich von den Ideen der Gleichberechtigung, des Friedens und der Bildung angesprochen. „Sie werden Bahai, weil sie spüren, dass das in die moderne Zeit gehört.“

Clara-Lisa Wiebers will im Januar wieder nach Deutschland zurückkehren und Medizin studieren. In Israel dauerhaft bleiben, kann sie sowieso nicht. Baha Ullah hat verfügt, dass Bahai sich nicht im Heiligen Land niederlassen dürfen.

Von: Stefanie Järkel, dpa/dn

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Thu, 19 Oct 2017 14:22:00 +0200
<![CDATA[Israel bestätigt erstmals Luftangriff in Syrien]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/10/19/israel-bestaetigt-erstmals-luftangriff-in-syrien/ Nördlich von Israel ist es am 16. Oktober zu einem militärischen Zwischenfall gekommen. Israelische Aufklärungsflugzeuge überflogen den Libanon und wurden von einer syrischen Rakete beschossen. Nach der Heimkehr der Aufklärungsmaschinen schickte Israel Kampfflugzeuge. Mit einer Rakete zerstörten sie die syrische Luftabwehrstellung nahe Damaskus, von wo aus der Angriff auf die Aufklärungsflugzeuge mit einer russischen SA5-Rakete erfolgt war.

Derartige Scharmützel sind nichts Neues und wurden in den vergangenen Jahren immer wieder von „ausländischen Quellen“ gemeldet. Auch der frühere Luftwaffenchef Amir Eschel hatte mit Bezug auf den Libanon von derlei Aktionen im Nachhinein gesprochen. Doch nun hat erstmals der israelische Militärsprecher Jonathan Conricus diese Kette von Ereignissen offiziell bestätigt. Auf Twitter hieß es: „Als Antwort haben Flugzeuge der israelischen Armee Luftabwehr-Stellungen in Syrien angegriffen.“

Den Vereinten Nationen zufolge herrscht dann Krieg, wenn ein Land von seinem Nachbarn militärisch angegriffen wird. Doch solange der Angriff nicht offiziell als solcher bestätigt und dargestellt worden ist, kann man so tun, als wäre nichts passiert.

Formal betrachtet könnten Israelis wie Syrer jeden militärischen Übergriff der anderen Seite als „Kriegserklärung“ sehen. Das gilt für Querschläger des syrischen Bürgerkriegs entlang der gemeinsamen Waffenstillstandslinie auf den Golanhöhen – also Schüsse oder Granatbeschuss – was durchaus auch schon israelische Opfer gefordert hat. Als „Kriegserklärung“ könnten aber genauso gut auch „mutmaßliche“ israelische Bombardements auf dem Flughafen von Damaskus oder syrischen Militärstellungen gewertet werden.

Diplomatisches Schweigen

Laut „ausländischen Quellen“ flogen unter dem Decknamen „Operation Obstgarten“ vier israelische F-15-Kampfflugzeuge am 6. September 2007 einen Angriff auf den Al-Kibar-Reaktor in Syrien und zerstörten ihn. Angeblich bastelten die Syrer dort mit Hilfe aus Nordkorea an einer Atombombe. Doch Israel hat diesen mächtigen Schlag niemals bestätigt. Syrien schwieg unterdessen zu dem Vorfall, weil es nicht eingestehen konnte, sich in einen unangemeldeten Atomreaktor am Bau einer Atombombe zu versuchen. Trotz riesiger Schlagzeilen in aller Welt taten die beiden direkt betroffenen Seiten so, als sei nichts passiert. Auch wenn alle Nachrichtenagenturen berichten, Menschenrechtsorganisationen und andere politische Aktivisten laut schreien, ist in der diplomatischen Welt „nichts passiert“, solange keine Seite das Ereignis offiziell bestätigt.

Syrien hat mit Israel nach dem letzten echten Krieg in Nahost, dem Jom-Kippur-Krieg im Oktober 1973, ein kompliziertes Entflechtungsabkommen auf den Golanhöhen geschlossen. Trotz einer ganzen Reihe von tatsächlichen oder mutmaßlichen Zwischenfällen herrscht zwischen diesen beiden Erzfeinden ein geradezu gespenstischer „Frieden“. Die ruhigste Grenze zwischen Israel und einem Nachbarn ist ausgerechnet die Waffenstillstandslinie auf den Golanhöhen, während es aus Libanon, Ägypten und sogar Jordanien sowie aus dem Gazastreifen immer wieder zu Raketenbeschuss oder Terrorattacken gekommen ist.

Dabei hat Israel mit mit Ägypten 1979 und mit Jordanien 1994 einen Friedensvertrag unterzeichnet. Die Israelis wissen auch genau, dass nicht etwa Ägypten hinter Raketenangriffen auf Israel – zuletzt am vergangenen Sonntag – steckt, sondern Terror-Organisationen wie Al-Qaida, die im Sinai auch gegen die ägyptische Armee ankämpfen. Israel hat mit „Militäroperationen“ reagiert, wenn die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) oder die Hisbollah von Libanon aus Israel mit Raketen beschossen hat. Ebenso gab es seit 2008 drei Gaza-„Kriege“. Aus guten völkerrechtlichen Gründen müssen diese als „Militäroperation“ und nicht als „Krieg“ bezeichnet werden, da das israelische Militär gegen Milizen oder Terror-Organisationen und nicht gegen eine fremde Armee vorgegangen ist.

Wechselseitige Abschreckung

Die eigentümliche Methode, in Syrien bestimmte Ziele anzugreifen, wobei die Israelis nichts bestätigten, während die Syrer dazu schwiegen, hatte für beide Seiten Vorteile. Israel schickte so den Syrern „Botschaften“ und unterstrich gewisse „Rote Linien“. So hat Israel offiziell erklärt, dass es keine Lieferungen hochentwickelter Waffensysteme wie Luftabwehrraketen an die Hisbollah im Libanon dulde. Genauso will Israel den Waffenschmuggel von Iran an die libanesische Miliz um jeden Preis verhindern. Die Syrer mussten zwar erniedrigende Attacken und eine Verletzung ihrer Souveränität schlucken, waren durch ihr Schweigen aber nicht gezwungen, gegen Israel in den Krieg zu ziehen.

Bis zum Ausbruch des Bürgerkriegs 2011 funktionierte noch eine gegenseitige Abschreckung. Die Syrer verfügten über ein von den Sowjets geliefertes Raketenarsenal, mit dem sie jeden Punkt in Israel augenblicklich treffen konnten. Damals wurde nicht einmal von Giftgas oder anderen Massenvernichtungswaffen gesprochen. Umgekehrt verfügt Israel über eine Luftwaffe und eine den Syrern klar überlegene Militärmacht, mit der ebenso jederzeit die wichtigsten Städte in Syrien in Schutt und Asche gelegt werden könnten.

Nachhaltige Botschaft

Im Jahr 1982, während des ersten Libanonkrieges kam es zu Luftgefechten über libanesischem Territorium, bei denen die Israelis ein Drittel der syrischen Kampfflugzeuge abschossen. Da sich die Luftkämpfe außerhalb des Territoriums beider Länder abspielten, kam es nicht zu einem direkten Krieg. Damals achteten die Syrer penibel darauf, die israelischen Kampfflugzeuge über dem Libanon nicht vom eigenen Territorium etwa mit Raketen zu beschießen. Sie wollten den Israelis keinen Vorwand liefern, Syrien direkt anzugreifen. Die Syrer hatten jedoch durch ihre Verluste bei den Luftkämpfen eine saftige „Lehre“ erhalten. Sie wirkt bis heute nach.

Israel war auf einen langen Bürgerkrieg in Syrien vorbereitet. Heute sind die Beziehungen nicht minder kompliziert. Im Gegensatz zu fast allen „Experten“ in Europa hatte Israel nach Ausbruch des Bürgerkriegs nicht einen baldigen Sturz des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad – innerhalb von zwei Wochen – „vorhergesehen“. Gefragt, warum Israel sich nicht mit irgendwelchen Aufständischen gegen den brutalen Diktator im nördlichen Nachbarland verbünde, kam im israelischen Außenministerium eine diffuse Antwort: Man wisse noch nicht, wer die Oberhand gewinnt und wem man wirklich vertrauen soll.

Eine diplomatische Botschaft an den Iran?

Ohne sich in die internen Zwiste spürbar einzumischen, beschränkte sich Israel vor allem auf humanitäre Hilfe. Verwundete und Kranke, Frauen und Kinder, sowie Kämpfer aller Fraktionen, die in Syrien nicht behandelt werden können, wurden an die Grenze gebracht, von israelischen Militärambulanzen übernommen und auf Krankenhäuser in Galiläa verteilt. Dort wurden sie auf israelische Staatskosten gesund gepflegt und anschließend wieder in ihre syrische Heimat zurückgeschickt.

Israelische Experten zerbrechen sich den Kopf, welche Auswirkung die ungewöhnliche Bestätigung eines Angriffs durch den israelischen Militärsprecher haben könnte. Ungeachtet des erstaunlichen Verstoßes gegen die bisherigen Spielregeln ist klar, dass die stark geschwächten Syrer sich heute keinen Krieg gegen Israel leisten könnten. Israel hingegen hat mit seiner Ankündigung nicht nur die Syrer angesprochen. Auch den Russen, Amerikanern und nicht zuletzt dem Iran hat es damit deutlich gemacht, dass es rote Linien gibt, wenn von Syrien aus, mit einer russischen Rakete, israelische Aufklärungsflugzeuge über Libanon ins Visier genommen werden.

Von: Ulrich W. Sahm

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Thu, 19 Oct 2017 14:06:00 +0200
<![CDATA[Europäische Länder fordern von Israel Kompensation]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/10/19/europaeische-laender-fordern-von-israel-kompensation/ BRÜSSEL / JERUSALEM (inn) – Acht europäische Länder haben an Israel einen Brief formuliert. Israel solle Frankreich, Belgien, Italien, Spanien, Schweden, Luxemburg und Irland entschädigen, weil es Baumaterial zerstörte, das im Westjordanland für den Aufbau von Schulen gedacht war.

Die Länder beschwerten sich laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“ auch über die Konfiszierung von Solarmodulen, welche die Europäische Union bezahlt hatte. Die Gebäude und die Materialien waren hauptsächlich für die beduinische Gemeinde in der Zone C im Westjordanland vorgesehen. Israel hat in diesen Gebieten die Verwaltungshoheit und muss für jeden Neubau eine Genehmigung erteilen. Da es keine Bevollmächtigung gab, waren die Gebäude illegal errichtet worden.

Finanzielle Kompensation

„Die Praxis von Zwangsmaßnahmen wie Zerstörung und Beschlagnahmung von humanitärem Material und Infrastruktur, die für Schulen bestimmt waren, steht der humanitären Hilfe im Weg“, schreiben die Länder. Es verursache Leiden unter den palästinensischen Bürgern. Werde Israel das Baumaterial nicht zurückgeben, heißt es im Brief, verlangten die Länder Kompensation. Es gehe für die beteiligten Länder jeweils um die Summe von 31.252 Euro. Der Brief soll in den kommenden Tagen an das israelische Außenministerium gesendet werden.

Von: mm

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Thu, 19 Oct 2017 12:26:00 +0200
<![CDATA[Anti-israelische Plakate in U-Bahnen verboten]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/10/19/anti-israelische-plakate-in-u-bahnen-verboten/ Die Dachorganisation des Londoner Verkehrssystems „Transport for London“ hat anti-israelische Plakate in U-Bahn-Stationen und Bussen verboten. Palästinenser wollten die Poster anlässlich der Balfour-Erklärung aufhängen, die sich in diesem November zum 100. Mal jährt. Mit ihr sicherten die Briten den Juden eine Heimstätte in Palästina zu. Die Plakate zeigen von diesem Gebiet Bilder des Glücks bis zum Jahr 1948, und Leid und Zerstörung nach der Staatsgründung Israels. Dazu wird aus der Erklärung zitiert: „Nichts soll getan werden, was die Bürger und Rechte der bestehenden nichtjüdischen Gemeinden in Palästina beeinträchtigen könnte.“ Organisiert wurde die Poster-Aktion von der Vertretung der Palästinensischen Autonomiebehörde in Großbritannien.

Von: dn

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Thu, 19 Oct 2017 11:55:00 +0200
<![CDATA[Nachrichten vom 19. Oktober 2017]]> https://www.israelnetz.com/israelnetz-tv/nachrichten-vom-19-oktober-2017/ Thu, 19 Oct 2017 11:05:00 +0200 <![CDATA[USA erwarten Entwaffnung der Hamas]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/10/19/usa-erwarten-entwaffnung-der-hamas/ Die USA erwarten von einer nationalen palästinensischen Regierung die Entwaffnung der islamischen Hamas-Bewegung, sich eindeutig gegen Gewalt auszusprechen und den Staat Israel anzuerkennen. Das sagte der US-Sondergesandte für internationale Verhandlungen, Jason Greenblatt, am Mittwoch. Wenn die Hamas eine Rolle in einer palästinensischen Regierung spielen wolle, müsse sie diese Basisvoraussetzungen akzeptieren. Greenblatts Äußerung erfolgte nach der Einigung der Hamas und der Fatah in Kairo, den jahrelangen Zwist innerhalb der Palästinenser beenden zu wollen.

Von: mm

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Thu, 19 Oct 2017 11:01:00 +0200
<![CDATA[Meretz-Vorsitzende Gal'on gibt Knessetsitz ab]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/10/19/meretz-vorsitzende-galon-gibt-knessetsitz-ab/ Die Vorsitzende der linksgerichteten Partei Meretz, Sehava Gal'on, tritt als Knesset-Abgeordnete zurück. Sie wolle sich auf die Aufgaben als Parteivorsitzende konzentrieren, teilte die 61-Jährige am Mittwoch mit. Gal'on will sich für Parteireformen stark machen. Im Jahr 1999 zog sie zum ersten Mal in die Knesset ein; seit 2012 ist sie Parteivorsitzende. Ihr Nachfolger in der Knesset wird der derzeitige Generalsekretär Mosche Ras. Der 51-Jährige Sohn kurdischer Eltern war bereits von 2000 bis 2003 Abgeordneter.

Von: df

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Thu, 19 Oct 2017 10:41:00 +0200
<![CDATA[Russland für Pufferzone an israelisch-syrischer Grenze]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/10/18/russland-fuer-pufferzone-an-israelisch-syrischer-grenze/ Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu hat zugestimmt, eine Pufferzone an der israelisch-syrischen Grenze einzurichten. Keine iranischen Soldaten oder Hisbollah-Milizen sollen dort erlaubt sein. Wie die arabische Tageszeitung „Ascharq al-Awsat“ berichtet, hätten die Israelis eine 40 Kilometer große Pufferzone gefordert, Russland sei aber nur bereit für eine zehn bis 15 Kilometer große Zone gewesen. Schoigu hatte am Dienstag den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu in Jerusalem getroffen. Netanjahu betonte, dass Israel dem Iran keine militärische Präsenz in Syrien zugestehen könne.

Von: mm

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Wed, 18 Oct 2017 16:09:00 +0200
<![CDATA[Trump und Clinton reden auf Sicherheitsmauer]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2017/10/18/trump-und-clinton-reden-auf-sicherheitsmauer/ BETHLEHEM (inn) – Die Sicherheitsmauer zum Westjordanland wird auf beiden Seiten hauptsächlich von zornigen Graffitikünstlern besprüht. Aber der australische Graffitikünstler Lushsux hat in den vergangenen Wochen etwas Neues ausprobiert, indem er riesige Wandgemälde von berühmten Persönlichkeiten erstellt hat. Auf das Mauerstück bei Bethlehem sprühte er beispielsweise Karikaturen von US-Präsident Donald Trump, von der früheren US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton und von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg.

Eine seiner neuesten Arbeiten ist das Konterfei Hillary Clintons, die in einer Sprechblase fragt: „What happened?“ (Was ist passiert?). Das ist auch der Titel ihres neuen Buches, in dem sie den Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen analysiert. Daneben steht ein grimmiger Donald Trump, der sagt: „I happened.“ (Ich bin passiert). Auf einem anderen Graffiti trägt Trump eine Kippa und berührt eine Mauer. Der Ausschnitt scheint Trumps Jerusalem-Besuch im Mai nachempfunden zu sein. In seiner Sprechblase sagt er: „I'm going to build you a brother“ (Ich werde dir einen Bruder bauen).

Zuckerberg mit Roboteraugen

Der Gründer des sozialen Netzwerks Facebook, Marc Zuckerberg, hat bei Lushsux Roboteraugen und sagt in seiner Sprachblase: „The more of your data I gather the more I understand what it means to be human“ (Je mehr Daten ich von euch sammle, umso mehr verstehe ich, was es bedeutet, menschlich zu sein). Der Graffitikünstler hat sich den Scherz erlaubt, Zuckerberg unter der Sprechblase als Gründer von der außer Mode geratenen Internetseite MySpace auszugeben.

Der australische Künstler, der aus Melbourne stammt und internationale Bekanntheit durch seine humorvollen Arbeiten erlangte, beteiligt seine Fans über die verschiedenen sozialen Netzwerke wie Twitter. Beim kreativen Prozess der Graffitis befragt er sie, welche Berühmtheit er als nächstes wo malen und was sie in ihrer Sprechblase sagen soll.

Von: mm

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Wed, 18 Oct 2017 15:14:00 +0200
<![CDATA[Israelische Regierung stellt Bedingungen für Verhandlungen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/10/18/israelische-regierung-stellt-bedingungen-fuer-verhandlungen/ JERUSALEM (inn) – Die israelische Regierung ist nur unter bestimmten Bedingungen bereit, mit einer palästinensischen Regierung zu verhandeln, an der die Hamas beteiligt ist. Das hat das israelische Sicherheitskabinett am Dienstag entschieden.

Die Hamas sei eine Terror-Organisation, die zur Zerstörung des Staates Israel aufrufe, heißt es in einer Mitteilung der Regierung. Aus diesem Grund müsse die Hamas Israel zunächst anerkennen und dem Terrorismus abschwören. Weiter müsse die Hamas entwaffnet werden. Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) müsse die volle Kontrolle des Gazastreifens übernehmen – das gelte bezüglich der Kontrolle der Übergänge wie auch der Kontrolle der Spendengelder. Zudem müsse die PA – wie bislang auch – gegen Terror-Infrastrukturen der Hamas im Westjordanland vorgehen.

Sicherheitszusammenarbeit steht nicht zur Debatte

Israel verlangt außerdem die Rückgabe der Leichen der im Gazastreifen gefallenen Soldaten Oron Schaul und Hadar Goldin sowie die Rückkehr der festgehaltenen israelischen Staatsbürger Avraham Mengistu und Hischam al-Sajed. Für die Rückkehr der Zivilisten hatte sich zuletzt die Menschenrechts-Organisation Amnesty International starkgemacht.

Die Palästinenser hatten am vergangenen Donnerstag eine Einheitsregierung verkündet. Am 1. Dezember soll sie in Kraft treten. Der israelische Bildungsminister Naftali Bennett sagte am Dienstag, unabhängig von den diplomatischen Fortschritten und der Erfüllung der Bedingungen werde die Sicherheitszusammenarbeit zwischen Israelis und Palästinensern fortgesetzt.

Von: df

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Wed, 18 Oct 2017 15:03:00 +0200
<![CDATA[Waffensituation im Gazastreifen größtes Hindernis]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/10/18/waffensituation-im-gazastreifen-groesstes-hindernis/ GAZA / RAMALLAH (inn) – Nur ein Fünftel aller Palästinenser im Gazastreifen will, dass die aktuelle Waffensituation beibehalten wird. Das besagt eine Umfrage der An-Nadschah-Universität in Nablus. 38 Prozent denken, dass alle Waffen im Gazastreifen eingesammelt werden und nur die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) über Waffen verfügen soll. 28 Prozent sprechen sich dafür aus, dass wieder eine Sicherheitssituation hergestellt werden soll, wie sie vor der Machtübernahme durch die Hamas existierte.

Die aktuelle Waffensituation im Gazastreifen wird von den Palästinensern als größtes Hindernis für eine Aussöhnung angesehen. Das Einsammeln der Waffen von sogenannten Widerstandskämpfern wählen sie in der Umfrage auf Platz eins der Prioritätenliste. Als zweitgrößtes Hindernis sehen sie die Zusammenlegung von Hamas- und Fatah-Mitarbeitern in der PA.

Zwiegespalten, ob es eine dauerhafte Einigkeit gibt

Nach den Versöhnungsgesprächen zwischen Hamas und Fatah in Kairo sind sich die Palästinenser laut der Umfrage aber nicht einig, ob die Gespräche auch eine dauerhafte Einigkeit bedeuten. 44 Prozent aller Palästinenser glaubt nicht, dass durch das Treffen in Kairo der Zwist zwischen Fatah und Hamas endgültig aufgelöst ist. 45 Prozent dagegen sind optimistisch und halten eine dauerhafte Klärung für möglich.

Danach gefragt, ob die Hamas durch die abschließende Versöhnung bei den Palästinensern an Popularität gewänne, stimmen 52 Prozent zu, 32 Prozent sprechen sich dagegen aus. Für die Fatah sehen die Zustimmungswerte noch positiver aus: 59 Prozent der Palästinenser glauben an eine größere Popularität für die Fatah. Nur 10 Prozent gehen davon aus, dass sie an Zustimmung verliert.

Es ist in der palästinensischen Bevölkerung die Hoffnung da, durch eine Aussöhnung zwischen Hamas und Fatah die Abschottung des Gazastreifens aufzulösen: Zwar glauben nur 14 Prozent daran, dass die Abschottung komplett aufgehoben wird. Aber 58 Prozent denken, dass die Versöhnung eine teilweise Auflösung der Abschottung bewirken könnte.

Von: mm

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Wed, 18 Oct 2017 14:59:00 +0200
<![CDATA[IS-Terrorist im Sinai getötet]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/10/18/is-terrorist-im-sinai-getoetet/ Nach dem jüngsten Raketenangriff aus dem Sinai hat die israelische Armee mit einer Drohne Ziele auf der ägyptischen Halbinsel angegriffen. Dabei wurde ein Palästinenser getötet, der dem Islamischen Staat (IS) angehört. Dies berichtet die Onlinezeitung „Times of Israel“ unter Berufung auf „Amaq“, dem Nachrichtenportal des IS. Die Terrormiliz hatte sich zu dem Angriff auf Israel bekannt. In der Nacht zum Montag hatte sie zwei Raketen abgefeuert. Diese waren auf freiem Feld in Südisrael eingeschlagen.

Von: dn

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Wed, 18 Oct 2017 12:43:00 +0200
<![CDATA[Israelin im Leitungsgremium des UN-Weltraum-Ausschusses]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/10/18/israelin-im-leitungsgremium-des-un-weltraum-ausschusses/ Die Israelin Keren Schahar ist in der Periode 2018–2019 stellvertretende Vorsitzende im UN-Ausschuss für die friedliche Nutzung des Weltraums (COPUOS). Sie vertritt dort die Ländergruppe „Westeuropa und andere“. Die UN-Vollversammlung hat damit erstmals einen israelischen Vertreter in dieses Amt gewählt. Nach Angaben der israelischen UN-Botschaft hatten „Widersacher“ versucht, diese Wahl zu verhindern. Schahar arbeitet seit 1999 für das israelische Außenministerium und leitet seit 2013 die Abteilung für Verträge. Seit 2014 ist sie im Leitungsausschuss der Israelischen Weltraumbehörde.

Von: df

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Wed, 18 Oct 2017 12:10:00 +0200
<![CDATA[Israelisches Militär schließt palästinensische Medienfirmen wegen Hetze]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/10/18/israelisches-militaer-schliesst-palaestinensische-medienfirmen-wegen-hetze/ Das israelische Militär und der Inlandsgeheimdienst Schabak haben in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch Razzien in acht Medien- und Produktionsfirmen im Westjordanland durchgeführt. Den Firmen, die palästinensische Fernsehsender mit Videomaterial versorgen, wird vorgeworfen, der Hamas und der Terrorgruppe „Islamischer Dschihad“ nahezustehen. Die Firmen wurden für die kommenden sechs Monate geschlossen. Das Militär hat die Eingänge versiegelt, Aufnahmegeräte beschlagnahmt und zwei Verdächtige wegen Hetze festgenommen. Das Militär bezeichnete die Razzien in Ramallah, Nablus, Bethlehem und Hebron als Teil eines groß angelegten Versuchs, gegen Terrorismus und Hetze vorzugehen.

Von: mm

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Wed, 18 Oct 2017 12:05:00 +0200
<![CDATA[Israelische Ärzte retten mongolisches Baby]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/10/17/israelische-aerzte-retten-mongolisches-baby/ JERUSALEM (inn) – Völkerverständigung einmal anders: Israelische Ärzte haben das Leben eines mongolischen Babys gerettet. Die Eltern des kleinen Mädchens sind mongolische, buddhistische Flüchtlinge, die mit Sprachschwierigkeiten und ohne finanzielle Mittel in Israel ankamen. Bei dem Baby wurde ein Zwerchfellbruch unterhalb der Lunge festgestellt. Diesen konnten die Ärzte im Jerusalemer Krankenhaus Schaarei Sedek erfolgreich operieren.

Zuvor kam das Baby im Krankenhaus des Roten Halbmonds in Ost-Jerusalem zur Welt. Die Ärzte dort bestätigten den Verdacht der Diagnose. Der Bruch bedrohte das Leben des kleinen Mädchens.

Der Honorarkonsul der Mongolei in Israel, Amichai Orkabi, kontaktierte das Krankenhaus Schaarei Sedek. Die Einrichtung erklärte sich bereit, das Mädchen als eine humanitäre Geste zu behandeln. Die Verständigung zwischen Eltern und Personal war fast unmöglich, wurde aber durch einen mongolisch-israelischen Dolmetscher geregelt.

„Die besten Ärzte retten Leben von Bürgern anderer Länder“

Orkabi sagte laut der Zeitung „Jerusalem Post“: „Dieser Fall ist das beste Beispiel für die grundlegenden Werte unserer Gesellschaft. [...] Nun können wir Bürgern anderer Länder durch unsere besten Ärzte Leben schenken.“

Der Arzt Jaron Armon, Direktor der Kinderchirurgie, operierte das Baby und konnte es in einem guten Zustand entlassen. Michael Schimmel, der Direktor der Neugeborenen-Intensivstation des Krankenhauses, begleitete die Eltern während der Zeit und überwachte den Gesundheitszustand des Kindes. Er sagte, die Frau und der Mann waren zuerst aufgeregt, in Sorge und nicht in der Lage, mit den Ärzten zu kommunizieren.

Der mongolische Außenminister Tsend Orgil zollte dem Krankenhaus in einem Dankesschreiben Respekt: „Ich schließe mich dem Lob der Eltern des Mädchens und den Bürgern der Mongolei an, und ich danke Ihnen, dass Sie ihr Leben gerettet haben.“

Von: mab

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Tue, 17 Oct 2017 14:55:00 +0200
<![CDATA[Archäologen stoßen auf „sensationelle“ Tunnelfunde]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/wissenschaft/2017/10/17/archaeologen-stossen-auf-sensationelle-tunnelfunde/ JERUSALEM (inn) – Die israelische Altertumsbehörde hatte Journalisten aller „Weltmedien“ eingeladen und für den vergangenen Montag die Präsentation „sensationeller“ Funde in den 3.000 Jahre alten Tunneln entlang der Klagemauer angekündigt. Alle wichtigen Archäologen und Experten stünden für Interviews bereit.

Nach einem längeren Gang durch unterirdische Verliese über Holzplanken und Metalltreppen, steht der Besucher vor einem frisch vom Schutt befreiten 17 Meter langen Teilstück der „Westmauer“, mit den unter Herodes fein säuberlich ausgeschnittenen und gesetzten Bausteinen. Jeder von ihnen ist mehrere Tonnen schwer. Dutzende Meter dieser beeindruckenden und mächtigen Mauer sind längst freigelegt, als Fortsetzung der allseits bekannten „Klagemauer“.

„Eine nationale Pflicht“

Eine fromme junge jüdische Archäologin in langem blauen Rock, das Haupthaar züchtig mit einem gelben Kopftuch kunstvoll bedeckt, erzählt in eine Kamera hinein: „Es ist unsere nationale Pflicht, jene Stellen freizulegen, die seit Jahrtausenden dem jüdischen Volk heilig sind.“

Sowie sie mit dem Interview für den rechtsgerichteten israelischen Sender „Arutz Scheva“ fertig ist, wage ich zu widersprechen. Denn die Mauer war seit der römischen Zeit 1.700 Jahre lang verschüttet und unzugänglich. Die „Klagemauer“ als Heilige Stätte ist erst vor 150 Jahren „entdeckt“ worden. Mangels Zugang zum ehemaligen Tempel, heute steht dort der Felsendom, hatten die Juden an der südlichen Umfassungsmauer oder auf dem Ölberg mit Blick auf den Tempelplatz gebetet. Die nationalistische Archäologin stimmt lächelnd zu.

Hinter ihr posiert gerade für die Fotografen der Rabbiner der Klagemauer, Schmuel Rabinowitch, vor dem alten Gemäuer. Vor einigen Wochen hatte er den amerikanischen Präsidenten Donald Trump an der Klagemauer empfangen. Die Bilder davon gingen um die Welt.

Ein anderer Archäologe springt auf eine halbrunde Steinfassung. Hier die eigentliche „Sensation“: ein unfertiges römisches Kleintheater, auch „Odeon“ genannt, das nach der Zerstörung Jerusalems im Jahr 70 von den Römern im Schatten des „Wilson-Bogens“ gebaut, aber nie fertig gestellt worden ist. Da, wo eigentlich die Sitze sein sollten, liegen noch die von den Römern herabgeworfenen Trümmer des früheren steinernen Geländers der oberen Umfassungsmauer: zu erkennen an der feinen Rundung zwischen unförmigen herausgebrochenen Steinblöcken.

Eine „wissenschaftliche“ Sensation

Der „Wilson-Bogen“, vor etwa 150 Jahren von Briten entdeckt, ist heute ein riesiges Gewölbe. Ursprünglich war es der einzige erhaltene Zugang von der Stadt zum Tempel. Heute ist das 2.000 Jahre alte Gewölbe mit Häusern überbaut.

Das Theater sei eine echte „wissenschaftliche“ Sensation. Dank alter Schriften, darunter solcher des jüdisch-römischen Historikers Josephus Flavius, habe man immer gewusst, dass es in Jerusalem ein römisches „Theater“ gegeben habe. Aber erst jetzt habe man es physisch gefunden.

Doch der Archäologe schränkt ein: Das „Theater“ sei vielleicht doch nur ein Versammlungsort für den Stadtrat von „Aelia Capitolina“ gewesen, wie Kaiser Hadrian die Stadt Jerusalem umbenannt hatte.

Schon früher bedeutende Funde

In den Tunneln entlang der von König Herodes ursprünglich errichteten westlichen Umfassungsmauer wurden schon außerordentlich aufregende Funde gemacht. Zum Beispiel ein goldenes Glöcklein, wie es der Hohepriester am unteren Saum seines Gewandes trug, wie es uns die alten Schriften berichten. Als zu Beginn unserer Zeitrechnung ein Priester auf der Straße unterhalb des Tempels entlangging, hatte sich ein solches Glöckchen gelockert und war in die Kanalisation gerollt. 2.000 Jahre später fanden es die Archäologen im uralten Abwasserrohr. Für Gläubige war wieder ein Vers bestätigt: „Und die Bibel hat doch recht“.

Von: Ulrich W. Sahm

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Tue, 17 Oct 2017 14:50:00 +0200
<![CDATA[Ben Kingsley spielt Holocaust-Drahtzieher Eichmann]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2017/10/17/ben-kingsley-spielt-holocaust-drahtzieher-eichmann/ Der britische Schauspieler Ben Kingsley ist derzeit für die Dreharbeiten des Thrillers „Operation Finale“ in Argentinien. Der Oscar-Preisträger steht als NS-Kriegsverbrecher Adolf Eichmann vor der Kamera. In dem Film geht es um die Jagd des israelischen Geheimdienstes Mossad auf Eichmann im Argentinien der 60er Jahre. Der Kino-Starttermin für den Film steht noch nicht fest.

Von: dn

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Tue, 17 Oct 2017 14:34:00 +0200
<![CDATA[„Niemals kann ich das vergessen“]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/10/17/niemals-kann-ich-das-vergessen/ Es ist kurz nach 13 Uhr, die Lufthansa-Boeing 737 hebt von der Startbahn in Palma ab. Aber an diesem 13. Oktober 1977 verläuft der Flug LH 181 nach Frankfurt nicht planmäßig. Um 14:38 Uhr bemerkt die südfranzösische Flugsicherung, dass die Maschine ihre Route verlässt. Die Meldung an das Bonner Bundeskanzleramt geht sofort raus. SPD-Regierungschef Helmut Schmidt weiß noch nicht, was passiert ist – aber er weiß, dass seine politische Existenz am Schicksal der 91 Menschen in der „Landshut“ hängt. Dann die Gewissheit: Palästinensische Terroristen haben den Flieger entführt.

„Das werde ich bis an mein Lebensende nicht vergessen. Wenn man dem Tod so nahe ist, dann wird man das nicht mehr los“, sagt Birgitt Röhll, die damals als Fluggast in der „Landshut“ saß, vier Jahrzehnte nach den Geschehnissen. Fliegen war für die Berlinerin, die selbst bei der Lufthansa tätig war, schon vierzehn Tage nach den Ereignissen kein Problem: „Aber ich bekomme jedes Mal einen Riesenschreck, wenn von hinten jemand an meiner Lehne zieht“, sagt sie. Die Terroristen seien damals vom Heck der Maschine nach vorn gestürmt. „Ich muss bis heute immer den Blick zur Tür haben, zum Beispiel, wenn ich mir einen Platz in einem Restaurant wähle“, fügt sie hinzu.

Terror-Herbst 1977: Bereits am 5. September hatten Terroristen der linksextremistischen „Roten-Armee-Fraktion“ (RAF) in Köln den Arbeitgeber-Präsidenten Hanns Martin Schleyer entführt. Die Forderung: Freilassung der inhaftierten RAF-Spitze, darunter Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Jan-Carl Raspe. Sie sitzen im Gefängnis Stuttgart-Stammheim. Innerhalb von sechs Wochen erlebt die Bundesrepublik die größte Herausforderung ihrer bisherigen Geschichte. Für Helmut Schmidt gibt es keine Parteien mehr, sondern nur noch politisch Verantwortliche. CDU-Oppositions-Chef Helmut Kohl und CSU-Mann Franz Josef Strauß sitzen im „Großen Krisenstab“ mit Schmidts SPD- und FDP-Ministern am Tisch. Der Kanzler spielt auf Zeit. Die Stammheim-Terroristen lässt er befragen, welche Ausreise-Länder infrage kommen. Schmidts Krisen-Mann, Staatsminister Hans-Jürgen Wischnewski, fliegt los: Er konsultiert die Regierungen in Algerien, Libyen, Jemen, Irak und Vietnam. Aber Nachgeben kommt für Schmidt zu keinem Zeitpunkt infrage.

Schmierzettel als Marschbefehl

13. Oktober: Ein Palästinenser-Kommando „martyr halimeh“ fordert Hand in Hand mit den Schleyer-Entführern die Freilassung von elf „raf-genossen“, droht die „sofortige exekution“ von Schleyer sowie der 91 „Landshut"-Geiseln an.

Wischnewski (1922–2005) erinnerte sich vor seinem Tod in einem Gespräch mit dem Autor an die entscheidende Krisenstab-Sitzung: „Ich hatte ein Zettelchen, da habe ich mit Bleistift draufgeschrieben: ,Sollten wir jetzt nicht eine Lufthansa-Maschine fertig machen zum Nachfliegen?' Den schob ich zu Schmidt rüber.“ Schmidt reagiert gleich, schreibt mit grüner Chef-Tinte: „Ja, für dich!“ Wischnewski: „Das war der Marschbefehl für die schwierigste Mission meines Lebens. Schmidt schickte mich los mit den Worten: Du hast die größten Vollmachten, die jemals jemand gehabt hat.“ Ein Lufthansa-Jet startet, mit unsicherem Ziel. An Bord: Der Staatsminister und die Anti-Terror-Truppe des Bundesgrenzschutzes, GSG 9.

Die „Landshut“-Boeing ist in Rom gelandet. Birgitt Röhll, die mit ihrem zehnjährigen Sohn Stephan fliegt, hat ihren ersten Konflikt mit der schwerbewaffneten Terroristin Souhaila Andrawes: „Als ich zur Toilette wollte, versperrte sie den Weg.“ Doch die Berlinerin lässt nicht locker, sie kann sich nicht vorstellen, dass jemand so unmenschlich ist und den Gang zur Toilette verweigert. Die Terroristin schreit auf Englisch: „Geh zu Deinem Platz, du verdammte Hexen-Tochter.“ Mit Handgranaten in beiden erhobenen Händen schlägt die Palästinenserin gegen Röhlls Oberarm: „Den Bluterguss hatte ich noch später, als ich längst wieder zu Hause war“, sagt sie.

In den folgenden Tagen spitzt sich die Lage im Jet zu. Unerträgliche Hitze und Fäkaliengestank. Die Terroristen fuchteln mit Waffen herum. In Dubai, wo die Maschine zwei Tage steht, lässt Anführer Akache Röhll in die erste Klasse führen. Sie muss niederknien. In ihrer Handtasche hat er einen Montblanc-Füllfederhalter gefunden. Das sternförmige Firmenlogo hält er für einen jüdischen Davidstern: „Du bist eine dreckige Jüdin“, brüllt er, tritt sie ans Knie, ohrfeigt sie zwei Mal. Erklärungen lässt er nicht gelten. Sohn Stephan spucken die Terroristen ins Gesicht. Der hysterische Akache rennt durch den Gang, wedelt mit dem Pass von Röhll: „Das ist der Beweis, dein Mädchenname ist Grünewald, du bis eine Jüdin.“ Am kommenden Morgen, 7:30 Uhr, soll sich Birgitt Röhll gemeinsam mit anderen Geiseln zum Erschießen melden. Hilfesuchend wendet sie sich an Kapitän Jürgen Schumann (37): „Der war souverän und hat wirklich klasse reagiert“, sagt sie: „Er hatte eine unglaublich beruhigende Art. Er hat gesagt, ich solle mir keine Sorgen machen. Er werde noch einmal mit dem Terroristen-Anführer sprechen.“ Und im Rückblick empfindet sie es als ausgesprochenes Glück, dass ihr Sohn bei ihr war: „Stephan hat mir neuen Lebensmut gegeben, hat immer wieder gesagt, ,Mutti, du wirst sehen, wir kommen hier heil raus.'“

Die Hinrichtung der Passagiere findet nicht statt, trotzdem gibt es einen Toten. 16. Oktober, 900 Kilometer weiter südwestlich in Aden im Jemen: Flugkapitän Schumann besteht auf einer Inspektion. Es ist Abend, Schumann darf mit einer Taschenlampe die Maschine verlassen. Als der Kapitän nach etlichen Minuten nicht zurückkommt, vermuten die Terroristen einen Trick – es ist sein Todesurteil: Als er wiederkommt, wird Schumann regelrecht hingerichtet. „Guilty or not guilty?“ – „Schuldig oder nicht schuldig?“, schreit Akache, der selbst ernannte Revolutionsrichter. Schumann steht mit über dem Kopf erhobenen Händen im Gang. Die Erklärungsversuche des Piloten interessieren Akache nicht. Er schlägt ihn, dann der gezielte Schuss in den Kopf. Passagiere, die weinen, werden bedroht. Stundenlang liegt die Leiche in der aufgeheizten Kabine – dann zwingen die Terroristen einige ihrer Geiseln, den Toten im Garderobenschrank im Heck der Maschine zu verstauen.

Einen Tag später steht die „Landshut“ in Somalias Hauptstadt Mogadischu. Auch eine zweite Lufthansa-Maschine landet – unbemerkt. Ambulanzen, Feuerwehr, Ärzte, Schwestern, Krankenhausbetten werden organisiert, ein Notlazarett eingerichtet. „Das alles blitzschnell, in einem armen Land“, berichtete Wischnewski. „Ich war voll beschäftigt. Ich habe überlegt: Hast du alles Machbare getan? Dann habe ich mich verzogen, sodass mich keiner sehen konnte, und habe den lieben Gott um Mithilfe gebeten. Ich habe gesagt, wir haben keine Wahl: Das Risiko ist riesengroß, aber die GSG 9 ist hervorragend.“

18. Oktober, 0:05 Uhr: GSG 9-Kommandant Ulrich Wegener startet die Aktion „Feuerzauber“. Blendgranaten werfen, Türen sprengen: Akache, der vorne neben der Tür steht, kann noch schießen, verletzt zwei Grenzschutz-Beamte, stirbt selbst im Kugelhagel. GSG 9-Leute stürmen rein. Drei Entführer sind tot, Souhaila Andrawes überlebt.

Das Flugzeug ist geknackt

0:12 Uhr: Wischnewski meldet ans Kanzleramt: „Das Flugzeug ist geknackt.“ Schmidt fragt: „Wie viele Tote habt ihr?“ Wischnewski: „Keine.“ Der Kanzler weint. Aber der Alptraum ist nicht zu Ende: In derselben Nacht nehmen sich Baader, Ensslin und Raspe in Stammheim das Leben. Einen Tag später wird die Leiche von Hanns Martin Schleyer gefunden.

Trotzdem: „Wir haben uns nicht erpressen lassen“, sagte Wischnewski im Rückblick. „Die große Schmidt-Leistung war damals, zu dieser Frage alle Parteien an einen Tisch zu kriegen, alles gemeinsam zu beschließen. Es gab keine kleinkarierten, parteipolitischen Auseinandersetzungen. Das war das Beruhigende. Und ich bin mit dem beruhigenden Gefühl losgezogen, alle sind dafür, dass du diese Aufgabe übernimmst.“

Als alles vorbei war, konnte Birgitt Röhll, die heute 75 Jahre alt ist, sagen: „Gott sei Dank hat das Ganze ein gutes Ende gefunden.“ Der Glaube an Gott bedeutet ihr etwas, sie besucht Gottesdienste. Und sie sei „immer dankbar“ gewesen, damals heil davongekommen zu sein: „Aber die Sache mit dem ,lieben Gott', damit kann ich nicht so viel anfangen“, sagt sie ganz ehrlich: „Die Antwort auf die Frage nach dem Warum hat sich mir bis heute nicht erschlossen.“ Sie könne nicht erkennen, warum ihr und ihrem Sohn diese schlimme Erfahrung auferlegt wurde: „Allerdings habe ich später bewusster gelebt als früher und immer gewusst: So schön kann das Leben sein – meine positive Lebenseinstellung, die nimmt mir keiner.“

Für Birgitt Röhll ist alles wieder ganz nah und fast greifbar in diesen Tagen, genau 40 Jahre nach den Geschehnissen. „Auch heute noch ist es so: Wenn ich darüber rede, sitze ich mit meinem Sohn wieder hinten in der ,Landshut'. Alles ist sofort wieder präsent: der Gestank, die Todesangst.“ Und immer wieder sagt sie: „Ich kann das niemals vergessen, es hat mein Leben geprägt, aber Stephan und ich haben gelernt damit umzugehen.“ Es sei so ähnlich wie früher bei ihrer Mutter: „Wenn die in späteren Jahren an den Krieg erinnert wurde, dann war sie wieder mittendrin – der Krieg hat sie ein Leben lang begleitet.“

Von: Christoph Irion

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Tue, 17 Oct 2017 13:22:00 +0200
<![CDATA[Israelische Judokas dürfen nicht unter Landesflagge auftreten]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/sport/2017/10/17/israelische-judokas-duerfen-nicht-unter-landesflagge-auftreten/ Israelische Judokas dürfen bei dem Judo Grand Slam zwischen dem 26. und 28. Oktober in Abu Dhabi nicht unter israelischer Flagge auftreten. Sollte einer der zwölf Athleten der Auswahl eine Goldmedaille gewinnen, würde auch nicht die Nationalhymne gespielt werden. Im Team ist Ori Sasson, der bei Olympia in Rio Bronze gewann. Der Vorsitzende des Israelischen Judoverbands, Mosche Ponte, wurde zudem informiert, dass auf den Anzügen der Sportler nicht die blau-weiße Flagge sein darf, berichtet die Zeitung „Jerusalem Post“. Auf der Anzeigentafel werde während des Wettbewerbs nicht ISR für Israel stehen, sondern IJF für die „International Judo Federation“. Kultur- und Sportministerin Miri Regev wollte eine Krisensitzung abhalten und bat Premier Benjamin Netanjahu um Hilfe.

Von: mab

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Tue, 17 Oct 2017 11:53:00 +0200
<![CDATA[Netanjahu gratuliert Kurz zum Wahlsieg, lädt ihn nach Israel ein]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/10/17/netanjahu-gratuliert-kurz-zum-wahlsieg-laedt-ihn-nach-israel-ein/ Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hat ÖVP-Chef Sebastian Kurz zu seinem Wahlsieg in Österreich gratuliert. Während des Telefonats lud der Regierungschef den Österreicher nach Israel ein, heißt es in einer Erklärung vom Büro des Premierministers. Zu dem hohen Stimmgewinn der rechtspopulistischen FPÖ, die als Koalitionspartner zur Debatte steht, sagte der Israeli laut des Kommunikees nichts. Österreich habe in den vergangenen Jahren viel beim Gedenken an den Holocaust und im Kampf gegen Antisemitismus getan, lobte der Premier. Auch ging er auf eine „iranische Aggression“ ein. Kurz war zuletzt als Außenminister im Mai 2016 in Israel.

Von: mab

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Tue, 17 Oct 2017 11:38:00 +0200
<![CDATA[Hisbollah veröffentlicht Bilder von angeblichen Mossad-Agenten]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/10/17/hisbollah-veroeffentlicht-bilder-von-angeblichen-mossad-agenten/ Die schiitische Hisbollah-Miliz hat nach eigenen Angaben drei angebliche Mossad-Agenten festgenommen. Wie die Tageszeitung „Yediot Aharonot“ berichtet, veröffentlichte die libanesische Terrorgruppe am Montag Fotos, Namen und Geständnisse der drei Männer. Sie sollen Politiker im Libanon und militärische Stätten in Syrien für Israel ausspioniert haben. Bei den angeblichen Spionen handelt es sich um libanesische Staatsbürger.

Von: dn

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Tue, 17 Oct 2017 10:49:00 +0200
<![CDATA[Israel genehmigt neue Wohnungen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/10/17/israel-genehmigt-neue-wohnungen/ HEBRON (inn) – Innerhalb des jüdischen Stadtteils Hiskia in Hebron soll ein neuer Wohnkomplex von 31 Wohnungen errichtet werden. Dieser wäre der erste Neubau nach sechs Jahren.

Die jüdischen Bewohner von Hebron hoffen, dass dieser Bau den Beginn zu einer Reihe von jüdischen Wohneinheiten an der leeren Straße markiert, die Palästinenser als Schuhada-, Märtyrerstraße, bezeichnen. Juden nennen sie König-David-Straße.

Die Entscheidung wurde am Montag innerhalb einer dreitägigen „Ratsversammlung für Judäa und Samaria“ getroffen, in der Pläne für 3.763 weitere Wohneinheiten jüdischer Siedler erweitert werden sollen. Dies berichtet die Tageszeitung „Jerusalem Post“. Auch wenn der Planausschuss den Bau genehmigt hat, muss eine offizielle Erklärung noch erfolgen.

Der palästinensische Anwalt der Hebroner Stadtverwaltung möchte die Entscheidung anfechten und sich an COGAT, Israels militärische Zivilverwaltung in den besetzten Gebieten, wenden und mit der Beschwerde notfalls bis zum Obersten Gerichtshof in Jerusalem gehen.

Die jüdische Gemeinde in Hebron hingegen begrüßte die Entscheidung: „Dass die israelische Regierung in der Stadt unserer Patriarchen baut, ist ein gerechter, nötiger und gesegneter Schritt.“ Die Gemeinde argumentiert, dass sie das Recht hat, an dieser Stelle zu bauen, weil das Gelände der ursprünglichen jüdischen Gemeinde gehörte. In dem Massaker von 1929, in dem 67 Juden ermordet wurden, fiel es in arabische Hände.

Besitzverhältnisse umstritten

Die Besitzverhältnisse in Hebron sind kompliziert. Bereits 1876 hatten Juden das Gelände erworben und darauf gebaut. 1917 beschlagnahmte die britische Polizei dasselbe für ihr Hauptquartier. Zwölf Jahre später brachten die Briten als damalige Mandatsmacht nach dem Massaker die Juden aus der Stadt. Einige kamen wieder und blieben bis zur Staatsgründung 1948. Damals eroberte die jordanische Armee Hebron und nutzte das Gebäude als Schule.

Als die Stadt nach dem Sieg Israels im Sechs-Tage-Krieg wieder in israelische Hände fiel, gab der damalige Eigentümer, Rabbi Menachem Schneerson, das Eigentum an die neue jüdische Gemeinde, die 1979 zurück nach Hebron kehrte.

Damals wurde das Land an die Stadtverwaltung verpachtet und die Frage, ob diese Pacht noch gültig ist oder nicht, ist nicht geklärt. Die jüdische Gemeinde beruft sich auf das Hebron-Abkommen von 1997, nach dem sie das Recht habe, auf Land zu bauen, dass der Gemeinschaft vor 1929 gehörte.

Von: mh

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Tue, 17 Oct 2017 10:29:00 +0200
<![CDATA[Drohungen gegen Araber, die sich gegen BDS wenden]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/10/16/drohungen-gegen-araber-die-sich-gegen-bds-wenden/ JERUSALEM (inn) – Mitglieder einer israelisch-arabischen Delegation, die vor Studenten in den USA sprechen sollen und sich gegen die Boykott-Bewegung BDS (Boykott, Desinvestitionen, Sanktionen) stark machen, haben Morddrohungen erhalten. Dies geschah, nachdem die Tageszeitung „Jerusalem Post“ über die Diplomatie-Initiative berichtet hatte.

Die Organisation „Reservist on Duty“ plant, Mitglieder von sechs arabischen Minderheitsgruppen aus Israel an Campus von US-Universitäten zu senden. Die Reise soll eine Antwort sein auf die BDS-Kampagne gegen Israel.

Nachdem die Zeitung den Bericht vergangenen Mittwoch veröffentlicht hatte, übersetzten ihn viele arabische Medien wie die palästinensisch-arabische „Al-Kuds“-Webseite oder die panarabische Zeitung „Al-Hayat“. Auch wurde er in den sozialen Netzwerken verbreitet.

Morddrohung „lebendig verbrannt“

Nun berichten Zugehörige der Delegation von Belästigungen. Chasem Chalilijah, ein arabischer Muslim aus Iksal im Norden, sagte der Zeitung „Yediot Aharonot“, dass er seine Heimatstadt verlassen und nach Tel Aviv ziehen musste. Facebook-Nutzer mit einer großen Anhängerschaft hätten ihn angepöbelt. Zudem habe er Morddrohungen bekommen, die etwa sagten, dass er „lebendig verbrannt“ werden soll.

Eine junge Frau namens Dima Tumma aus Kafr Manda, die auch zur Delegation gehört, sagte der „Jerusalem Post“, dass sie beleidigt und belästigt wurde. Zudem verfluchten Menschen ihre Familie.

„Ich bin nicht eingeschüchtert, aber das ist Gehirnwäsche von manchen Medien“, sagt sie und fügt hinzu: „Ich zahle einen hohen Preis.“ Dieses Vorgehen sei beleidigend und unangenehm. „Eine Webseite schrieb, dass der Staat Israel mich rekrutiert hat und mich dafür bezahlt, mich an der Delegation zu beteiligen, was eine Lüge ist.“

Nächste Woche startet die Delegation nach Amerika.

Von: mab

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Mon, 16 Oct 2017 15:04:00 +0200
<![CDATA[Französin ist neue Generaldirektorin]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/10/16/franzoesin-ist-neue-generaldirektorin/ PARIS (inn) – Der Exekutivrat der UNESCO hat eine neue Generaldirektorin gewählt: Frankreichs ehemalige Kulturministerin Audrey Azoulay setzte sich bei der Abstimmung am Freitagabend in Paris gegen ihren Konkurrenten aus Katar, Hamad Bin Abdulasis al-Kawari, durch.

Die Französin mit jüdisch-marokkanischen Wurzeln erhielt 30 Stimmen, ihr Konkurrent 28. Bei den Vorabstimmungen in der vergangenen Woche lag Al-Kawari noch vorn. Azoulays Wahl muss noch bei der Generalkonferenz der Vereinten Nationen am 10. November bestätigt werden. Die 45-Jährige löst dann die Bulgarin Irina Bokowa ab. Diese hatte gute Beziehungen mit israelischen Vertretern und jüdischen Organisationen.

Glaubwürdigkeit wieder herstellen

Azoulay erklärte nach ihrem Sieg, die Mitglieder der Organisation müssten sich in Krisenzeiten stärker einbringen, anstatt die UNESCO zu verlassen. Damit spielte sie auf den angekündigten Austritt der USA und Israels an. Eines der ersten Dinge, die sie anstrebe sei, die Glaubwürdigkeit der UNESCO wieder herzustellen, sagte Azoulay laut der Onlinezeitung „Times of Israel“.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron begrüßte den Wahlsieg Azoulays. „Frankreich wird weiterhin für Wissenschaft, Bildung und Kultur in der Welt kämpfen“, teilte er über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.

UNESCO reformieren

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel begrüßte die Nominierung Azoulays: „Ich wünsche ihr viel Kraft und Mut, die notwendigen Schritte anzugehen, um die UNESCO zu reformieren. Dass dies dringend Not tut, daran besteht kein Zweifel. Das haben die jüngsten Diskussionen gezeigt.“ Laut Gabriel habe sich die Bundesregierung mit Azoulay auf eine Reformagenda verständigt. Deutschland habe ihr für dabei volle Unterstützung zugesichert.

Azoulay wuchs in Marokko und Frankreich auf. Sie ist die Tochter von André Azoulay, einem Berater des marokkanischen Königs Mohammed VI.

Von: dn

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Mon, 16 Oct 2017 14:12:00 +0200
<![CDATA[Erste Synagoge mit voller Barrierefreiheit]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/10/16/erste-synagoge-mit-voller-barrierefreiheit/ In Jerusalem steht der Bau der ersten Synagoge mit voller Barrierefreiheit kurz vor seinem Abschluss. Sie soll Gläubigen mit Behinderung einen uneingeschränkten Zugang zu dem Komplex ermöglichen. Darin befinden sich etwa bequeme Sitzmöglichkeiten für Rollstuhlfahrer, Braille-Bibeln (Bibeln in Blindenschrift) oder ein abnehmbarer Toraschrein, meldet die israelische Zeitung „Yediot Aharonot“. Die barrierefreie Synagoge gehört zum Herzog-Krankenhaus in Jerusalem. Schätzungen zufolge haben rund 90 Prozent der Synagogen in Israel keinen Zugang für behinderte Menschen.

Von: mab

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Mon, 16 Oct 2017 12:07:00 +0200
<![CDATA[Haley: USA bleiben vorerst im Atom-Abkommen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/10/16/haley-usa-bleiben-vorerst-im-atom-abkommen/ Die amerikanische Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, sagte am Sonntag, die USA werden in dem Iran-Nuklear-Abkommen bleiben. Jedoch sei das Ziel, „es zu verbessern, damit sich das amerikanische Volk sicherer fühlt“. In Richtung Iran sagte sie: „Das Abkommen war ein Ansporn. Dadurch sollten Sie bestimmte Dinge nicht mehr tun. Sie haben aber nicht aufgehört. Was tun wir nun, um den Iran mehr zur Rechenschaft zu ziehen, damit er es macht?“ Trump kündigte bereits am Freitag an, stärker gegen „Aggressionen“ des Irans vorzugehen. Eine erneute Zertifizierung des Abkommens verweigerte er aber. Israels Premier Benjamin Netanjahu lobte das Vorgehen Trumps.

Von: mab

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Mon, 16 Oct 2017 11:57:00 +0200
<![CDATA[USA starten Wasserprojekt für Palästinenser]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/wirtschaft/2017/10/16/usa-starten-wasserprojekt-fuer-palaestinenser/ Die USA haben am Sonntag ein Wasserprojekt bei Jericho im Westjordanland gestartet. Rund 10.000 Haushalte sollen dadurch an die dortige Abwasseranlage angeschlossen werden. Bauern soll zudem der Zugang zu aufbereitetem Wasser für die Landwirtschaft ermöglicht werden. Rund zehn Millionen Dollar investieren die USA in das Projekt. An der Zeremonie zum Start nahm unter anderen der US-Gesandte Jason Greenblatt teil.

Von: dn

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Mon, 16 Oct 2017 11:32:00 +0200
<![CDATA[Verzicht auf Anschläge]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/10/15/verzicht-auf-anschlaege/ Die fundamentalistische Islamische Widerstandsbewegung, Hamas, und die politische Partei in den Palästinensischen Autonomiegebieten, Fatah, haben sich darauf geeinigt, keine Terrorattacken gegen Israel auszuführen. Dies berichten palästinensische Quellen nach Abschluss der Versöhnungsgespräche zwischen Hamas und Fatah. Außerdem soll die Palästinensische Autonomiebehörde künftig die Kontrolle in Gaza übernehmen.

Von: mh

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Sun, 15 Oct 2017 12:43:00 +0200
<![CDATA[Juden und Palästinenser feiern in Siedlung]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/10/13/juden-und-palaestinenser-feiern-in-siedlung/ EFRAT (inn) – Juden und Palästinenser haben in der Siedlung Efrat im Westjordanland gemeinsam „Koexistenz“ gefeiert. Zu dem Fest hatte der Bürgermeister der Ortschaft, Oded Revivi, in seine Laubhütte eingeladen.

Rund 100 Menschen folgten der Einladung, unter ihnen waren etwa 30 Palästinenser aus verschiedenen Ortschaften. Ihre Identität wurde geheimgehalten, um sie vor Verfolgung durch die Sicherheitskräfte der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) zu schützen. Ferner waren Efrats Oberrabbiner Schlomo Riskin sowie als Vertreter der Armee Brigadegeneral Nir Aran zu Gast. Zudem spielte ein jüdisch-muslimisches Musik-Ensemble auf.

Bürgermeister Revivi betonte in seiner Ansprache, Frieden werde nur durch außergewöhnliche Maßnahmen erreicht. Er fügte hinzu: „Zuerst müssen wir Frieden zwischen den Nachbarn haben und dann werden wir in der Lage sein, die nationale Versöhnung zu fördern." Die palästinensischen Besucher nannte Revivi „mutige Helden“. Es sei nicht selbstverständlich, dass die gemeinsame Feier des Laubhüttenfestes zum zweiten Mal in Folge stattfinde, betonte der Bürgermeister. Er erinnerte daran, dass die PA im vergangenen Jahr palästinensische Besucher des Festes verhaftet hatte.

Gemeinsam „Brücken bauen“

„Wir dürfen nicht zulassen, dass sich diejenigen durchsetzen, die Trennung gegenüber der Koexistenz bevorzugen. Wir müssen die imaginären Mauern, die uns trennen, niederreißen und weiterhin Brücken zwischen unseren beiden Gemeinschaften bauen."

Revivi hatte die PA nach den Verhaftungen im Vorjahr scharf kritisiert. Es könne nicht sein, dass ein Kaffeetrinken von Juden und Palästinensern als Verbrechen angesehen werde. Die Autonomiebehörde müsse sich fragen, ob sie die Flammen des Konfliktes weiter anheizen oder die Menschen zusammenbringen wolle.

von: dn

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Fri, 13 Oct 2017 11:58:00 +0200
<![CDATA[Mauer gegen Terror-Tunnel]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/10/13/mauer-gegen-terror-tunnel/ Bis 2019 wird Israel eine unterirdische Sicherheitsmauer zum Gazastreifen bauen. Die 60 Kilometer lange Mauer ist die Reaktion auf den anhaltenden Tunnelbau der Hamas. Sie soll die Bedrohung der israelischen Ortschaften nahe des Gazastreifens minimieren. Die Kosten belaufen sich auf rund 38 Millionen Euro pro Kilometer. Im August sagte ein Armee-Kommandeur, dass die Mauer „das Tunnelgraben in unser Gebiet verhindern“ würde. Der Militärflügel der Hamas, die „Issadin-al-Kassam-Brigaden“, teilten Anfang Oktober mit, dass die unterirdische Mauer „die Fähigkeit des Widerstandes nicht einschränken“ werde und die Hamas Lösungen finden würden, um diese zu umgehen“.

Von: mh

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Fri, 13 Oct 2017 11:25:00 +0200
<![CDATA[USA und Israel treten aus UNESCO aus]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/10/13/usa-und-israel-treten-aus-unesco-aus/ JERUSALEM (inn) – Die USA haben der Generaldirektorin der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO), Irina Bokova, am Donnerstag mitgeteilt, ihre Mitgliedschaft zu beenden. Der Schritt werde zu Ende 2018 wirksam. Bis dahin bleiben die USA vollwertiges Mitglied der Organisation.

Die Entscheidung sei nicht leichtfertig getroffen, doch unumgänglich geworden, weil die UNESCO in zunehmendem Maße anti-israelische Positionen vertrete. Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, sagte, dass die „extreme Politisierung“ der UNESCO zu einer „chronischen Peinlichkeit“ geworden sei.

Wenige Stunden nach der Erklärung der USA kündigte am Abend auch Israel seinen Austritt aus der UNESCO an. Premierminister Benjamin Netanjahu habe das Außenministerium angewiesen, den Austritt Israels an der Seite der USA vorzubereiten, hieß es aus dem Büro des Regierungschefs.

Netanjahu lobte den Schritt der USA. Die Entscheidung sei "mutig und moralisch, weil die UNESCO ein absurdes Theater geworden ist und anstatt Geschichte zu bewahren, diese verzerrt.“

Unverständnis bei den Vereinten Nationen und Deutschland

Die scheidende UNESCO-Generaldirektorin Irina Bokova bedauerte die Entscheidung der USA: „Das ist ein Verlust für die Familie der Vereinten Nationen.“ Die Entscheidung stieß auch auf Unverständnis bei diversen deutschen Politikern. So sprach Kulturstaatsministerin Monika Grütters von einem "völlig falschen Signal." Und Außenminister Sigmar Gabriel ließ im Rahmen einer Wahlkampfveranstaltung verlauten: "Wir stehen zur UNESCO. Es gibt gar keinen Zweifel daran, dass wir die UNESCO weiterhin unterstützen, Mitglied bleiben".

Israels Botschafter bei den Vereinten Nationen, Danny Danon, sagte hingegen: „Die UNESCO ist zu einem Schlachtfeld für die öffentliche Beschimpfung Israels geworden und hat ihre wahre Rolle und ihre wahren Ziele vernachlässigt.“ Er betonte das gute Verhältnis zwischen den USA und Israel: „Die Allianz zwischen unseren beiden Ländern ist stärker als je zuvor.“

Die UNESCO-Mitgliedsbeiträge der USA wurden bereits 2011 unter US-Präsident Barack Obama eingestellt. Die US-Regierung protestierte damit gegen die Aufnahme „Palästinas“ als UNESCO-Vollmitglied.

1984 waren die USA schon einmal aus der Organisation ausgetreten. Als Gründe nannten sie damals die anti-westliche Positionierung und ein ineffizientes Management. 2003 kehrten sie in die Organisation zurück.

Die UNESCO ist eine der 17 rechtlich selbstständigen Sonderorganisationen der Vereinten Nationen. Zu ihren Aufgaben gehören Erziehung, Wissenschaft, Kultur, Kommunikation und Information. In der Organisation sind 195 Mitgliedsstaaten vertreten, inklusive der USA und Israel.

Wahl zur neuen Führungsspitze

Am Freitagnachmittag sollen die Spitzenposten der UNESCO neu besetzt werden. Derzeit liegt der katarische Kandidat Hamad Bin Abdulasis al-Kawari vorn. Ihm wird Antisemitismus vorgeworfen. In einem Buchvorwort soll er unter anderem behauptet haben, die Juden kontrollierten die Medien in den USA. Das jüdische Simon-Wiesenthal-Zentrum hat Al-Kawari aufgerufen, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen.

Der Katari tritt entweder gegen die französische Ex-Ministerin Audrey Azoulay oder die Ägypterin Muschira Chattab an. Am 10. November muss die Generalkonferenz dem neuen UNESCO-Generaldirektor zustimmen. Die Sprecherin des US-Außenministeriums, Heather Nauert, wies alle Vermutungen zurück, dass der US-Austritt aus der UNESCO etwas mit dem Streit um deren Spitze zu tun habe. Die USA wollten vielmehr erreichen, dass die Politik aus der UN-Organisation herausgehalten werde. Da das hinsichtlich Palästinas nicht geschehen sei, habe man die Konsequenzen gezogen. Sollte die UNESCO sich reformieren und sich wieder auf Dinge wie Kultur und Bildung beschränken, würden die USA einen erneuten Eintritt in Erwägung ziehen.

Im Juli hatte die UNESCO die Altstadt von Hebron in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen und sie auf die Liste gefährdeter Stätten gesetzt. Weil ein Verweis auf das jüdische Erbe Hebrons in der Resolution nicht erwähnt wurde, sorgte diese für heftige Kritik in Israel, das als Konsequenz die Zahlung seines Mitgliedsbeitrages um eine Million gekürzt hatte. Wegen der ausbleibenden Zahlungen der USA und Israels musste die Organisation ihr Budget zuletzt um mehr als ein Fünftel kürzen.

Von: mh

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Fri, 13 Oct 2017 10:28:00 +0200
<![CDATA[Palästinensischer Chefunterhändler]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/10/13/palaestinensischer-chefunterhaendler/ Der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat hat in den USA eine neue Lunge erhalten. Die Transplantation sei erfolgreich verlaufen, die neue Lunge arbeite gut. Dies teilte ein Vertreter der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) in den USA, Husam Somlot, am Freitag laut der Nachrichtenagentur WAFA mit. Der 62-jährige Erekat litt an Lungenfibrose. Er stand in Israel und den USA auf der Warteliste für eine Lungentransplantation.

Von: dn

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Fri, 13 Oct 2017 09:30:00 +0200
<![CDATA[Palästinensische Versöhnung?]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/10/12/palaestinensische-versoehnung/ Die Spaltung der Palästinenser in die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) im Westjordanland und die Hamas im Gazastreifen ist ein schmerzhafter Stachel. Der Zwist blockierte nicht nur Verhandlungen mit Israel, weil Präsident Mahmud Abbas nicht im Namen „aller“ Palästinenser sprechen konnte und die Hamas stets ein Veto einlegte.

Die gewaltsame Übernahme des Gazastreifens durch die als Terror-Organisation international verrufene Hamas-Partei führte auch zu einer kompletten Blockade des Küstenstreifens. Denn der Grenzübergang Rafah nach Ägypten sollte per Vertrag von der Präsidentengarde aus Ramallah überwacht und kontrolliert werden. Nachdem aber alle PLO-Beamten vertrieben oder gar von Dächern der Hochhäuser in den Tod gestürzt worden waren, brach das mit Israel und Ägypten abgesprochene Grenzregime zusammen. Jetzt ist fraglich, ob die ursprünglichen, ferngelenkten israelischen Kontrollen auch wiedereingeführt werden sollen, damit Ägypten ruhigen Gewissens und entsprechend der alten Absprachen den Grenzübergang von Rafah wieder vollständig öffnen kann.

Der Bruch zwischen den Parteien kam nach den allgemeinen Parlamentswahlen im Januar 2006 zustande. Wegen des palästinensischen Wahlsystems, wonach der Kandidat mit den meisten Stimmen den ganzen Wahlkreis abräumt, selbst wenn andere Kandidaten weit mehr Stimmen erhalten, kam es zu einem überragenden Wahlsieg der islamistischen Hamas. Gut diszipliniert hatte die Hamas jeweils nur einen Kandidaten ins Rennen geschickt, während die zerstrittene Fatah/PLO mit Dutzenden antrat.

Keine Versöhnung aus eigener Kraft

Doch Präsident Abbas wollte den Wahlsieg nicht anerkennen. Er weigerte sich, der Hamas die Schlüssel zur Macht zu übergeben: Waffen, Polizei, Finanzen, Verwaltungshoheit. Zudem ließ Abbas das Parlament auflösen. Seitdem regiert der nicht wieder demokratisch legitimierte Abbas mit Dekreten. Für die Hamas war das immer wieder eine Gelegenheit zu behaupten, dass er gar nicht mehr Präsident sei, weil seine vierjährige Amtszeit längst abgelaufen sei. Dass die Hamas gar keine Legitimation hatte, mit Terror und öffentlichen Hinrichtungen zu herrschen, interessierte niemanden.

Dreimal hat die radikal-islamische Gruppe seit 2008 regelrechten Krieg gegen Israel geführt und mehr als 12.000 Raketen abgeschossen. Trotz mehrfacher Anläufe war eine „Versöhnung“ der palästinensischen Parteien nicht aus eigener Kraft zu schaffen.

Abbas will Gaza besuchen

Anfang Oktober tagte nun erstmals nach drei Jahren das palästinensische Kabinett wieder in Gaza. Eine große Delegation war in Absprache mit Israel in einer Autokolonne quer durch den jüdischen Staat von Ramallah nach Gaza gefahren. Es kamen neben Ministern und hohen Beamten auch Regierungschef Rami Hamdallah. Innerhalb eines Monats will angeblich auch Abbas den Gazastreifen besuchen. Ebenso sollen Neuwahlen organisiert werden, berichtet die ägyptische Zeitung „Al-Ahram“.

Hamas und Fatah hätten sich darauf geeinigt, dass PLO-Sicherheitsleute die Kontrolle der Grenzübergänge wieder übernehmen sollten. Dafür will Ramallah 3.000 Beamte schicken. Doch was geschieht dann mit Tausenden Polizisten in Hamas-Diensten? Wird Abbas diese Hamas-Kämpfer aufnehmen und entlohnen? Insgesamt ist die Regierung in Ramallah aufgefordert, bis zu 50.000 Kämpfer und Beamte der Hamas einzustellen. Die Hamas bestand auch darauf, ihre schweren Waffen, darunter ihre Raketen für einen Beschuss Israels, nicht abzugeben. Das Prinzip „ein Staat, ein Gewehr“ konnte nicht durchgesetzt werden. Jetzt wird befürchtet, dass die Hamas ähnlich wie die Hisbollah im Libanon ein bewaffneter „Staat im Staat“ bleiben werde.

Weil sie sich in vielen Punkten nicht einigen konnten, mussten die Streithähne nach Kairo reisen, in der Hoffnung, dass die Ägypter einen Kompromiss aushandeln könnten. Am Donnerstagmorgen hieß es, dass sich Hamas und die PLO geeinigt hätten. Auch von einer gemeinsamen Regierung in Gaza war die Rede. Ein Hamas-Sprecher erklärte, dass der Vertrag nicht „neu“ sei, sondern die Umsetzung eines vor sechs Jahren in Kairo ausgehandelten Abkommens.Aber das endgültige Ergebnis sollte erst am Nachmittag im Rahmen einer Pressekonferenz veröffentlicht werden.

Gemeinsame Regierung mit Sitz in Gaza?

Die Israelis interessiert nicht nur der künftige Umgang mit den Raketen oder Angriffstunnels. Entgegen allen Abkommen hält die Hamas zwei lebende Israelis und die Leichen von mehreren Soldaten fest. In der Nacht zum Donnerstag drohte infolge eines Facebook-Eintrags auch noch Gewalt aus ganz anderer Richtung: Der Koordinator für die Besetzten Gebiete, General Poli Mordechai, drohte mit Beschuss von palästinensischen Grenzposten, falls die Kämpfer dort weiterhin mit Laserstrahlern die Soldaten auf der israelischen Seite blenden. Die Hamas reagierte empört: „Wir können doch nicht alle Verrückten unter Kontrolle halten.“ Mordechai konterte: „Ihr wurdet gewarnt.“

Israel lehnt Versöhnung ohne Entwaffnung ab

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu betonte unterdessen, seine Regierung werde keine palästinensische Versöhnung anerkennen, bei der die Hamas nicht entwaffnet werde. „Jegliche Aussöhnung zwischen der Palästinensischen Autonomiebehörde und der Hamas muss die Einhaltung internationaler Abkommen und der Konditionen des Nahostquartetts beinhalten, an erster Stelle die Anerkennung Israels und die Entwaffnung der Hamas“, hieß es in einer Erklärung aus dem Büro Netanjahus.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres gratulierte dem palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas telefonisch zu dem Versöhnungsabkommen. Er begrüßte zudem die Vermittlung durch Ägypten. Nun sei es wichtig, sich um die humanitäre Krise im Gazastreifen kümmern, sagte Guterres laut einer Mitteilung seines Büros.

Ulrich W. Sahm/dn

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Thu, 12 Oct 2017 16:13:00 +0200
<![CDATA[„Zeit“: Korruptionsvorwürfe in Israel belasten Beziehungen zu Deutschland]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/10/12/zeit-korruptionsvorwuerfe-in-israel-belasten-beziehungen-zu-deutschland/ HAMBURG (inn) – Nach Auffassung der Wochenzeitung „Zeit“ ist das Marine-Geschäft mit Israel fraglich geworden. Grund dafür seien die Korruptionsvorwürfe in diesem Zusammenhang, schreiben die Autoren Ronen Bergman, Militäranalyst bei „Yediot Aharonot“. und Holger Stark, Mitglied der Chefredaktion für den Bereich Investigative Recherche bei der „Zeit“.

Im Mittelpunkt des Artikels steht der Israeli Miki Ganor, Repräsentant des deutschen Unternehmens Thyssen Krupp in Israel. Dieser soll Beamte bestochen haben, um bei der israelischen Regierung den Kauf von U-Booten und Korvetten von ThyssenKrupp durchzusetzen. Das Verteidigungsministerium hatte bei diesen Geschäften Bedenken geäußert und wollte die Bestellungen über eine Ausschreibung laufen lassen. Über David Schimron, Rechtsanwalt und Cousin von Premier Benjamin Netanjahu, habe Ganor die Regierung beeinflusst.

Deutschland im Dilemma

Nach Auffassung der Autoren beeinflussen diese Vorwürfe das deutsch-israelische Verhältnis. „Die Affäre (...) rüttelt an der deutschen Staatsräson und belastet die Beziehungen zwischen den beiden Staaten“. Deutschland trete einerseits für den Schutz Israels ein und finanziere daher etwa U-Boote; andererseits sei genau dies problematisch, wenn dabei Korruptionsgelder flössen.

Die „Zeit“ berichtet weiter, Staatspräsident Reuven Rivlin sei aufgrund dieser Entwicklung Anfang September eigens nach Berlin gereist, um Bundeskanzlerin Angela Merkel von der Notwendigkeit der U-Boot-Lieferungen zu überzeugen. Rivlin habe eigentlich nur nach München kommen wollen, um der Einweihung der Gedenkstätte für die Terroropfer vom Münschen 1972 beizuwohnen. Merkel soll bei dem Treffen versprochen haben, sich dem Thema nach der Bundestagswahl zu widmen.

Von: df

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Thu, 12 Oct 2017 14:55:00 +0200
<![CDATA[Fischsterben im Fluss Lachisch]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/wissenschaft/2017/10/12/fischsterben-im-fluss-lachisch/ ASCHDOD (inn) – Im Fluss Lachisch bei Aschdod sterben die Fische. Tausende tote Tiere treiben derzeit in dem Gewässer auf das Mittelmeer zu. Vertreter der Umweltschutzbehörde teilten mit, Verschmutzung habe zu dem Fischsterben geführt. Am Mittwoch seien Wasserproben entnommen worden, um die genaue Ursache zu ermitteln.

Der etwa 70 Kilometer lange Lachisch entspringt im Süden des Westjordanlandes. Bei Aschdod fließt er ins Mittelmeer. Aus Sicherheitsgründen haben die Behörden den „Mei Ami“-Strand der Stadt gesperrt. Das Gesundheitsministerium hat Besucher aufgefordert, dem Gebiet fernzubleiben.

Ein Taucher, Roy Gevili, sagte gegenüber der Tageszeitung „Yediot Aharonot“: „Es sind Tausende tote Fische im Fluss. Das passiert fast jedes Jahr.“ Die Behörden haben in den vergangenen Jahren verschiedene Projekte zur Reinigung des Flusses gestartet. Vor einigen Monaten wurde der Lachisch für den Bootsverkehr freigegeben.

Spülte Regen Öl- und Dieselreste in den Fluss?

Eine Mitarbeiterin der Umweltschutzorganisation Salul, Dalija Tal, erklärte, es gebe derzeit keine Hinweise darauf, dass Fabriken Abfälle in den Fluss geleitet hätten. Auch von kaputten Abwasserrohren sei nichts bekannt. Experten vermuteten vielmehr, dass der erste Regen Abfälle sowie Öl- und Dieselreste aus der Umgebung in den Fluss gespült habe. „Das kann vermieden werden, wenn die Straßen künftig vor dem ersten Regen gesäubert werden“, sagte Tal weiter.

Der Leiter der Umweltschutzbehörde in Aschdod, Kobi Paltzi, zieht noch andere Möglichkeiten in Betracht: „Es kann sein, dass jemand den Regen genutzt hat, um Material im Fluss zu entsorgen. Wir prüfen außerdem die Möglichkeit, dass zu viele organische Stoffe und zu wenig Sauerstoff im Fluss sind und dies zu dem Fischsterben geführt hat.“

Der Lachisch war einst ein sauberer Fluss. Bei Anglern war er sehr beliebt. Durch die Entwicklung der Stadt Aschdod und der Industrie in diesem Gebiet verschlechterte sich die Wasserqualität massiv. Die Stadt und verschiedene Firmen leiteten ihr Abwasser ungefiltert in den Fluss, immer wieder führte dies zum Tod Tausender Fische.

„Sprich nicht das Kaddisch für den Lachisch“

Im Jahr 2006 startete die Umweltorganisation Salul eine medienwirksame Kampagne zur Rettung des Lachisch. Das Motto lautete: „Sprich nicht das Kaddisch (Totengebet) für den Lachisch“. Die Kampagne und der Druck der Öffentlichkeit führten schließlich dazu, dass sich der Bürgermeister Aschdods und die Umweltschutzbehörde einmischten. Ein Komitee wurde gegründet, um die Wasserqualität deutlich zu verbessern.

Salul verfasste unter anderem einen Bericht für die Polizei. Sie schrieb Briefe an die Unternehmen, die den Fluss verschmutzten, darunter an das Abwasserwerk Timunim. Dieses gehörte zu den größten Verschmutzern. Seit Jahren stand die Anlage still. Abwasser floss ungeklärt in den Lachisch. Salul war mit seinen Aktionen erfolgreich: Die Anlage wurde in Betrieb genommen und das Abwasser der Umgebung geklärt.

In den vergangenen Jahren wurden zudem Staudämme gebaut, um zu verhindern, dass Verunreinigungen in den Fluss gelangen. Regelmäßig wurde die Wasserqualität geprüft. Langsam aber stetig verbesserte sich die Qualität.

Von: dn

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Thu, 12 Oct 2017 14:29:00 +0200
<![CDATA[Armee warnt Hamas vor Störungen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/10/12/armee-warnt-hamas-vor-stoerungen/ Die israelische Armee hat die Hamas davor gewarnt, die Arbeit der Wachposten am Übergang zum Gazastreifen zu stören. In der Vergangenheit wurden Soldaten mit Lasern geblendet. Wenn dies weitergehe, könnte dies zu einer Eskalation und einer Reaktion der Armee führen, schrieb der zuständige Kommandeur Joav Mordechai in einem Facebook-Post auf Arabisch.

Von: df

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Thu, 12 Oct 2017 11:31:00 +0200
<![CDATA[Nachrichten vom 12. Oktober 2017]]> https://www.israelnetz.com/israelnetz-tv/nachrichten-vom-12-oktober-2017/ Thu, 12 Oct 2017 10:23:00 +0200 <![CDATA[Eine außergewöhnliche Rettung]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/eine-aussergewoehnliche-rettung/ Eine Rezension von Elisabeth Hausen]]> Hinter dem Buchtitel „Der Muslim und die Jüdin“ könnten unwissende Leser eine Entführungs- oder Liebes­geschichte vermuten. Doch der Untertitel macht deutlich, worum es geht: „Die Geschichte einer Rettung in Berlin“. Der Retter war der ägyptische Arzt Mohammed Helmy, der in Berlin Medizin studiert hatte und dort nach 1933 unter anderem im Krankenhaus Moabit praktizierte. Er nahm sich in der Zeit der Verfolgung der Enkelin einer Patientin an: der Jüdin Anna Boros.

Für das spannende Buch hat Autor Ronen Steinke die wenigen vorhandenen Quellen gut verwertet und relevante Hintergrundinformationen eingeflochten; so schildert er etwa die Lage der Muslime im Dritten Reich oder das muslimisch-jüdische Miteinander im Berlin der 1920er Jahre. Auf Spekulationen zu möglichen Empfindungen der handelnden Personen verzichtet er fast vollständig. Da die Geschichte nicht streng chronologisch erzählt wird, kommt es zu Wiederholungen, die zumindest teilweise vermeidbar gewesen wären. Doch die allermeisten Informationen sind relevant.

Der Großmufti als Patient

Anna überlebte den Holocaust, weil Helmy sie als seine Nichte und muslimische Assistentin Nadja ausgab. Vorher hatte er ihre Mutter und Großmutter bei Bekannten untergebracht. Die junge Jüdin lebte bei Helmy und dessen deutscher Verlobter Emmy, die er erst nach dem Zweiten Weltkrieg heiraten durfte. „Gemeinsam inszenierten sie ein riskantes Schauspiel als zwei Muslime, die treu zum NS-Staat standen“, schreibt Steinke.

Tatsächlich gelang es ihnen, die Nationalsozialisten zu täuschen. Das ging so weit, dass der Arzt und seine Assistentin eines Tages zu einem besonders prominenten und antisemitischen Patienten gerufen wurden: dem Großmufti von Jerusalem, Mohammed Amin al-Husseini, der Adolf Hitlers Gastfreundschaft genoss. „Falls ein Mitarbeiter des Muftis sie angesprochen haben sollte, konnte Anna vielleicht noch ausweichen, indem sie erzählte, worauf sich Helmy und sie für solche Fälle abgestimmt hatten: dass sie seit ihrer Kindheit in Dresden gelebt und leider, leider nie richtig Arabisch gelernt habe“, merkt Steinke an. Doch die beiden dürften froh gewesen sein, als sie die Situation unbeschadet überstanden hatten.

Besuche bei Verwandten

Der Autor betont, dass er die Geschichte vom Muslim und der Jüdin heute nicht mehr aus erster Hand erfahren könne: „Anna ist 1986 in New York gestorben, Helmy 1982 in Berlin.“ Doch hat er Dokumente studiert und mit Angehörigen der beiden Protagonisten gesprochen. Anschaulich beschreibt er seine Besuche in Ägypten und den USA. Dabei verschweigt er auch nicht die negative Einstellung der ägyptischen Verwandten gegenüber dem jüdischen Staat: Als die Jerusalemer Gedenkstätte Yad Vashem Helmy posthum als „Gerechter unter den Völkern“ ehren wollte, lehnten die Erben diesen Preis ab. „Man habe doch gewusst, wohin das führen würde“, merkt Steinke dazu an. „Juden würden nach Palästina kommen. Es würde Probleme verursachen. Deshalb hätten Muslime handeln und Hitler stoppen müssen. So wie es Helmy getan habe.“

Der Autor fragt sich, was den Muslim wirklich zu seiner Tat gebracht hat. Auch Helmy war schließlich gefährdet – obwohl die Nazis zwischen Juden und Muslimen differenzierten. Er war sogar zwischenzeitlich inhaftiert, weil sie Deutsche aus ägyptischer Haft freipressen wollten. Ein Grund für sein Handeln sei der Wunsch nach einer heimlichen Rache an den SS-Ärzten im Krankenhaus Moabit gewesen, vermutet Steinke. Die Naziführung hatte nämlich die kompetenten jüdischen Ärzte durch Gesinnungsgenossen ersetzt, die keine Ahnung von dem Beruf hatten.

Naturgemäß zeichnet der Verfasser ein positives Bild von Helmy, geht aber auch auf irritierende Eigenschaften wie Übermut gegenüber den Nazis ein. Auch bei der jüdischen Familie, vor allem der charakterlich schwierigen Großmutter, lässt er diese Aspekte nicht aus. Das macht das Buch besonders glaubwürdig.

Ronen Steinke: „Der Muslim und die Jüdin. Die Geschichte einer Rettung in Berlin“, Berlin Verlag, 208 Seiten, 20 Euro, ISBN: 978-3-8270-1351-4

Von: eh

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Thu, 12 Oct 2017 10:20:00 +0200
<![CDATA[Ausgelassenes Feiern als Dank für Gottes Lehre]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/10/11/ausgelassenes-feiern-als-dank-fuer-gottes-lehre/ Die Torah ist für Juden nicht primär ein Buch voller Gesetze, die ihnen auferlegt wären. Vielmehr freuen sie sich über die gute Lehre, die sie von Gott empfangen haben. So steht etwa in Psalm 119,130 geschrieben: „Wenn dein Wort offenbar wird, so erleuchtet es und macht klug die Unverständigen.“ Deshalb feiern Juden „Simchat Torah“ – das Fest der Freude über die göttliche Lehre. Es bildet den Abschluss des Laubhüttenfestes Sukkot. In diesem Jahr beginnt es in Israel am Abend des 11. Oktober.

Das Fest, das in der Bibel nicht vorkommt, ist geprägt von Ausgelassenheit und gilt als Inbegriff freudiger Festlichkeit. Nicht nur die Torah bietet einen Grund für Freude und Dankbarkeit. Auch die Vergebung der Sünden am großen Versöhnungstag Jom Kippur, der erst wenige Tage zurückliegt, ist Anlass zum fröhlichen Feiern.

In der Synagoge endet die jährliche Lesung der Wochenabschnitte (Paraschot) mit den letzten Versen des 5. Buches Mose (Kapitel 33 und 34). Direkt im Anschluss wird der Beginn des Ersten Buches Mose (1,1–6,8) vorgetragen. Die Segenssprüche über die Torah dürfen ausnahmsweise auch Kinder sprechen, die noch nicht die Bar Mitzva gefeiert haben, also noch nicht religionsmündig sind. Nur an Simchat Torah werden zwei Männer zur Torah-Lesung aufgerufen. Sie werden „Chatan Torah“ (Bräutigam der Torah) und „Chatan Bereschit“ (Bräutigam des Anfangs) genannt. Wegen der besonderen Ehre ist es üblich, dass sie ein festliches Mahl spendieren.

Dass auf die letzten Kapitel der Torah direkt die Schöpfungsgeschichte folgt, hat in der jüdischen Überlieferung unterschiedliche Erklärungen. Eine lautet, dass das Studium der Torah niemals unterbrochen werden soll. Zudem soll dieser Brauch den Satan davon abhalten, Israel zu beschuldigen, es freue sich über die Beendigung der Torah-Lesung und wolle damit nicht wieder von vorn beginnen.

Erst seit dem Mittelalter bekannt

Das Abschlussfest von Sukkot trägt den Namen „Schemini Atzeret“. Dazu heißt es in 3. Mose 23,36: „Am achten Tage sollt ihr wieder eine heilige Versammlung halten und sollt Feueropfer dem HERRN darbringen. Es ist eine Festversammlung; keine Dienstarbeit sollt ihr tun.“ Wie der erste Tag von Sukkot ist es deshalb ein voller Feiertag. Simchat Torah hingegen ist erst seit dem Mittelalter bekannt, vor dem Jahr 1000 ist es nicht nachweisbar. In Israel fallen die beiden Feste auf einen Tag. In der Diaspora feiern Juden sie an zwei aufeinanderfolgenden Tagen.

Seit dem 16. Jahrhundert gehören zu Simchat Torah die sogenannten „Hakkafot“ – Prozessionen mit den Torahrollen in der Synagoge. In Jerusalem gibt es traditionell einen Umzug zur Klagemauer. Juden tanzen mit den kostbaren Schriftrollen und singen vor Freude über die Güte Gottes, der sich ihnen in seinem Wort offenbart hat. Die Umzüge finden sowohl nach dem Abendgebet als auch im Morgengottesdienst statt. Häufig stellen Juden während der Hakkafot eine brennende Kerze in den leeren Torahschrein.

Von: Elisabeth Hausen

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Wed, 11 Oct 2017 14:38:00 +0200
<![CDATA[Die Nationen kommen nach Jerusalem]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/10/11/die-nationen-kommen-nach-jerusalem/ JERUSALEM (inn) – Die Auftaktveranstaltung der Jahreskonferenz der Internationalen Christlichen Botschaft in Jerusalem (ICEJ) begann am Freitagabend am Toten Meer. Weil der ursprünglich eingeladene Redner, der Evangelist Reinhard Bonnke, aus gesundheitlichen Gründen verhindert war, sprach Angus Buchan zu den mehr als 5.000 Besuchern. Der Südafrikaner rief die Besucher zur Buße auf und forderte die Teilnehmer auf, sich neu für Gott zu entscheiden.

Ab Samstagabend versammelten sich die Teilnehmer zu Seminaren in der Pais Arena in Jerusalem. In den zahlreichen Seminaren waren unter anderem Redner eingeladen, um über die christliche, messianisch-jüdische und jüdische Perspektive des Laubhüttenfestes zu sprechen.

Als Grund, zum Laubhüttenfest nach Jerusalem zu kommen, gilt den Besuchern die Bibelstelle Sacharja 14,16. Dort spricht der Prophet: „Und alle, die übriggeblieben sind von allen Heiden, die gegen Jerusalem zogen, werden jährlich heraufkommen, um anzubeten den König, den Herrn Zebaoth, und um das Laubhüttenfest zu halten.“

Auf dem Programm des Festes stand erneut die Parade der Jerusalemer Stadtverwaltung durch die Innenstadt, bei der Tausende Christen aus aller Welt ihre Solidarität mit Israel demonstrieren. Zehntausende Israelis säumten die Straßen und bewunderten das Spektakel.

Am Dienstagabend lud die ICEJ mehrere Hundert Israelis zu einem Gala-Abend ein. Darunter waren auch Soldaten, die 1967 an der Befreiung der Jerusalemer Altstadt beteiligt waren.

„Wer Israel segnet, wird gesegnet“

Teilnehmerin der Konferenz war auch Erika Parada aus Bolivien. Seit einigen Jahren übersetzt sie die Hauptveranstaltungen für die spanischsprachigen Besucher: „1999 kamen nur zwei Teilnehmer aus unserem Land, im Jahr 2000 waren es schon vier. 2004 kam ich mit meinem Mann zu den Flitterwochen hierher. Da waren wir 14 Leute. Fünf Jahre später waren es 52 Teilnehmer.“ Die dreifache Mutter ist sichtlich begeistert: „In diesem Jahr sind wir 200 Leute. Leider konnte mein Mann in diesem Jahr nicht mitkommen, weil er auf unsere Kinder aufpassen muss. Aber wir sparen, damit wir im nächsten Jahr als ganze Familie zum Fest kommen können.“

Dass in diesem Jahr so viele Teilnehmer aus Bolivien an der Konferenz teilnehmen, sieht Parada als Wunder: „Unsere Regierung ist nicht sehr freundlich gegenüber Israel. Doch wir Christen wollen ein Zeichen setzen. Nur wenn wir Israel segnen, werden wir gesegnet werden.“

Die ICEJ wurde im Jahr 1980 von Christen gegründet, um den Anspruch des jüdischen Volkes auf Jerusalem und seine besondere Verbindung zur Stadt Davids zu bekräftigen. Heute hat sie aktive Zweigstellen in mehr als 80 Ländern. Die Arbeit der ICEJ steht unter dem Spruch aus Jesaja 40,1: „‚Tröstet, tröstet mein Volk!’, spricht euer Gott.“ Dabei hilft sie durch Hilfsprogramme in Israel auf praktische Weise und will Informationen über Israels Berufung für christliche Gemeinden in aller Welt bieten.

Von: mh

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Wed, 11 Oct 2017 14:35:00 +0200
<![CDATA[USA suchen Hisbollah-Mitglieder]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/10/11/usa-suchen-hisbollah-mitglieder/ Die USA haben eine hohe Belohnung für Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung zweier Mitglieder der schiitischen Hisbollah-Miliz führen. Mit Plakaten sucht das US-Außenministerium nach Talal Hamijeh (7 Millionen Dollar Belohnung) und Fuad Schakr (5 Millionen Dollar). Die US-Regierung gehe davon aus, dass die Hisbollah Anschläge in den USA plane, teilte der Leiter des Anti-Terror-Zentrums, Nicolas Rasmussen, laut der Online-Zeitung „Times of Israel“ mit.

Von: dn

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Wed, 11 Oct 2017 14:04:00 +0200
<![CDATA[Sergio Ramos besucht Familie eines Terroropfers]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/sport/2017/10/11/sergio-ramos-besucht-familie-eines-terroropfers/ Der spanische Fußballstar Sergio Ramos hat am Dienstag die Familie des Terroropfers Haiel Sitawe besucht. Sitawe war einer der beiden Polizisten, die Mitte Juli bei einem Anschlag auf dem Tempelberg getötet wurden. Der Druse verehrte Ramos und dessen Klub Real Madrid. Er benannte sogar seinen Sohn, der zwei Wochen vor dem Anschlag geboren wurde, nach dem spanischen Verteidiger. Ramos war aufgrund eines WM-Qualifikationspiels gegen Israel in Jerusalem.

Von: df

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Wed, 11 Oct 2017 11:37:00 +0200