Israelnetz - Neueste Nachrichten https://www.israelnetz.com Nachrichten aus Israel und dem Nahen Osten de https://www.pro-medienmagazin.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif Israelnetz - Neueste Nachrichten https://www.israelnetz.com 18 16 Nachrichten aus Israel und dem Nahen Osten TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Fri, 24 Nov 2017 10:07:31 +0100 <![CDATA[„Friedensbesuch“ in Moschee sorgt für Aufruhr]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/11/23/friedensbesuch-in-moschee-sorgt-fuer-aufruhr/ RIAD / PARIS (inn) – „Ein Zionist in der Moschee des Propheten“ – dieser Hashtag sorgt in arabischen sozialen Medien für Aufruhr. Gemeint ist der aus Russland stammende Israeli Ben Tzion. Der Jude hatte unlängst heilige Stätten in der islamischen Welt besucht – von Teheran bis Qom, von Beirut bis Riad, wie die Onlinezeitung „Times of Israel“ es zusammenfasst. Am Montag hat er Fotos von sich an der zweitheiligsten Stätte der Muslime im Internet veröffentlicht: der Moschee des Propheten in der saudischen Stadt Medina. Dort befindet sich Mohammeds Grabstätte.

Beim arabischen Sender der BBC erzählte der Israeli am Dienstagabend, er habe auf Hebräisch für Frieden in Nahost beten wollen. Die saudischen Freunde, die ihn zur Moschee brachten, hätten gewusst, dass er Israeli ist. Auf den Bildern trägt er traditionelle arabische Kleidung – und eine Tasche mit seinem hebräischen Namenszug. Der Hashtag „Ein Zionist in der Moschee des Propheten“ wurde an den zwei Tagen nach der Veröffentlichung mehr als 90.000 Mal benutzt. Viele arabische Nutzer reagierten verärgert.

Vor allem Kataris und Palästinenser machten ihrem Ärger Luft – besonders über die sich allmählich erwärmenden Beziehungen zwischen Saudi-Arabien und Israel. Der Vizepräsident des Instituts für Akademische Studien in Doha, Hind al-Muftah, meint allerdings, das sei nicht zwangsläufig der zentrale Streitpunkt. Vielmehr hätten katarische Staatsbürger die heiligen Stätten seit dem Beginn der Blockade im Juni nicht besuchen dürfen – und nun habe es ein israelischer Jude irgendwie geschafft, dorthin zu gelangen. Manche halten die Bilder auch für eine Fälschung.

Feindselige Kommentare, freundliche Begegnungen

Der frühere palästinensische Gesundheitsminister im Gazastreifen, Bassem Naim, teilte das BBC-Interview auf Twitter. Dazu schrieb er die Hashtags: „Normalisierung_ist_ein_Verbrechen“, „Ein_Zionist_in_der_Moschee_des_Propheten“ und „Der Boykott ist eine Pflicht“. Mit dem letzten Eintrag bezog er sich auf einen Boykott gegen Israel.

Tzion ist sich der feindseligen Kommentare im Netz bewusst. Der „Times of Israel" sagte er am Dienstag, vor Ort sei er nie auf Feindseligkeit gestoßen. Er verstecke nicht, dass er Jude ist und komme als „Freund“. Auf den Reisen zeige er Respekt für den Islam und die arabische Welt. Der Israeli betonte auch, dass er privat unterwegs sei und keine Regierungsorganisation vertrete. Die Menschen, denen er persönlich begegnete, seien überwältigend freundlich zu ihm gewesen. Das Instagram-Konto allerdings wurde vorübergehend gesperrt.

Ehemalige saudische Minister besuchen Synagoge

Eine historische Begegnung zwischen Muslimen und Juden gab es indes in Paris: Zwei ranghohe Vertreter aus Saudi-Arabien besuchten die Große Synagoge der französischen Hauptstadt. Es handelt sich um den ehemaligen Justizminister Muhammad Abdul-Karim al-Issa und den früheren Bildungsminister und jetzigen Botschafter in Frankreich, Chalid Bin Mohammed al-Angar. Dies berichtet die israelische Tageszeitung „Jerusalem Post“. Al-Issa ist derzeit Generalsekretär der Liga der Islamischen Welt, einer internationalen nichtstaatlichen Organisation in Mekka. Sie will den Islam verbreiten. Zudem berät er den königlichen Gerichtshof in Riad und den Verteidigungsminister.

In der Synagoge empfingen der Oberrabbiner von Frankreich, Haim Korsia, und der Rabbi der Synagoge, Moshe Sebbag, die Gäste. Sie zeigten ihnen eine 200 Jahre alte Torarolle und erklärten ihnen die Bedeutung jüdischer Symbole und Riten. Sebbag sprach gegenüber der Tageszeitung „Yediot Aharonot" von einem freundschaftlichen Treffen. „Saudi-Arabien gilt als feindlicher Staat, als konservativer muslimischer Staat“, ergänzte er. „Ihr Besuch in der Synagoge dauerte etwa zwei Stunden.“ Für die beiden Muslime sei es der erste Besuch in einer Synagoge gewesen. „Es war eine neue Welt für sie, zu entdecken, was ein Jude, jüdisches Gebet und jüdische Tradition ist.“

In der vergangenen Woche hatte erstmals ein israelischer Generalstabschef einer saudischen Zeitung ein Interview gegeben. Zudem bestätigte Energieminister Juval Steinitz am Sonntag, dass die Geheimdienste der beiden Länder mitunter zusammenarbeiten.

Von: eh

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Thu, 23 Nov 2017 15:11:00 +0100
<![CDATA[Brennstoff aus Geflügelkot]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/wissenschaft/2017/11/23/brennstoff-aus-gefluegelkot/ BE'ER SCHEVA (inn) – Israelischen Wissenschaftlern ist es gelungen, den Kot von Geflügeln in Biobrennstoff umzuwandeln. Dieser könnte in Zukunft rund zehn Prozent der Kohle bei der Stromherstellung ersetzen. Zu diesem Ergebnis kamen Forscher der Ben-Gurion-Universität in Be'er Scheva. Ihre Studie wurde in dem Fachjournal „Applied Energy“ veröffentlicht.

Die umweltverträgliche Entsorgung von Geflügelkot, der Krankheitserreger enthalte, sei zu einem bedeutenden Problem geworden, erklärten die Wissenschaftler. „Die Umwandlung von Geflügelkot in festen Brennstoff, eine weniger ressourcenintensive und erneuerbare Energiequelle, ist eine umweltfreundliche Alternative, die auch die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringert", heißt es in der Stellungnahme laut der Onlinezeitung „Times of Israel“. Mit der Herstellung der alternativen Energiequelle könne zudem die Treibhausgasemission verringert werden.

Besser als Kohle aus Pflanzenresten

Professor Amir Gross von der Universität wies auch auf Vorteile im Vergleich zu Biobrennstoffen hin, die aus Pflanzen hergestellt werden. „Wenn man dafür etwa Mais anpflanzt, wird der Boden belastet, es müssen Düngemittel genutzt werden, und die Nahrung kommt nicht Menschen oder Tieren zugute“, erklärte Gross.

Hydrokohle aus Geflügelkot könne im Gegensatz zu Biokohle aus Pflanzenresten mit weniger Energie und Umweltbelastung hergestellt werden, sagte Gross weiter. Sie produziere zudem etwa 24 Prozent mehr Energie als die Pflanzenkohle.

Laut Gross habe der aus dem Kot hergestellte Brennstoff keinen unangenehmen Geruch. Er rieche einfach nach Kohle.

Von: dn

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Thu, 23 Nov 2017 14:29:00 +0100
<![CDATA[Israelis rutschen hinter Palästinenser]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/sport/2017/11/23/israelis-rutschen-hinter-palaestinenser/ Die Israelis liegen auf der FIFA-Weltrangliste hinter den Palästinensern. Sie sind auf den 98. Platz gerutscht, während „Palästina“ den 82. Platz innehat. „Fußball ist der bekannteste Sport weltweit und in Israel und sollte eine Quelle nationalen Stolzes sein“, betont die Kultur- und Sportministerin Miri Regev gegenüber der Tageszeitung „Jerusalem Post“. Seit 47 Jahren habe Israel sich für kein größeres Fußballturnier qualifiziert. Die aktuelle Krise weise auf die Notwendigkeit hin, die Gründe für den Misserfolg genau zu betrachten. Regev kündigte an, das internationale Beratungsunternehmen „Tefen“ dafür zu kontaktieren.

Von: jea

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Thu, 23 Nov 2017 13:59:00 +0100
<![CDATA[Beck kritisiert dpa-Berichte über Israel]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2017/11/23/beck-kritisiert-dpa-berichte-ueber-israel/ BERLIN (inn) – Der ehemalige Grünen-Politiker Volker Beck hat der „Deutschen Presse-Agentur“ (dpa) vorgeworfen, verzerrend über Israel zu berichten. Viele Überschriften passen demnach nicht zum Inhalt der Meldung und stellen Israel in ein schlechtes Licht.

Als Beispiel nannte Beck eine Überschrift vom 12. Juli. Die dpa titelte „Zwei Palästinenser bei israelischer Militäroperation getötet“. Erst in der Meldung werde erklärt, dass die Aggression von Palästinensern ausgegangen sei. Eine angemessene Überschrift wäre für Beck: „Israelische Soldaten töten im Westjordanland zwei mutmaßliche Attentäter.“

Beschwerde zurückgewiesen

Wegen dieser und ähnlich gelagerter Berichte hatte Beck, der von 2014 bis 2017 Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Parlamentariergruppe war, am 14. September den Presserat eingeschaltet. Es gehe um Missachtung der Menschenwürde und der Sorgfaltspflicht. Auch der Grundsatz der Unschuldsvermutung komme bei den dpa-Meldungen zu kurz. Der Presserat lehnte Becks Beschwerde jedoch ab. Auch die dpa bleibe der Ansicht, die Überschriften seien journalistisch sauber, berichtet die Tageszeitung „Die Welt“.

Beck hält die Zurückweisung der Kritik für unangemessen. Auf Twitter schrieb er: „Angesichts von 40 Prozent antiisraelischen Antisemitismus würde ich mir von der Presse mehr Dialog, Sorgfalt und Eingehen auf Kritik bezüglich der Berichterstattung wünschen. Fehler macht jeder einmal; die Frage ist, ob man daraus zu lernen bereit ist.“

Die Friedrich-Ebert-Stiftung hatte in der Studie „Gespaltene Mitte – Feindselige Zustände“ (FES-Mitte-Studie 2016) einen Anstieg von israelbezogenem Antisemitismus seit dem Jahr 2002 festgestellt. Von 1.896 Befragten stimmten 40 Prozent dem Satz zu: „Bei der Politik, die Israel macht, kann ich gut verstehen, dass man etwas gegen Juden hat.“

Von: df

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Thu, 23 Nov 2017 13:39:00 +0100
<![CDATA[Netanjahu trifft ecuadorianische Außenministerin]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/11/23/netanjahu-trifft-ecuadorianische-aussenministerin/ Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hat am Mittwoch die ecuadorianische Außenministerin Maria Fernanda Espinosa in Jerusalem empfangen. Die beiden Politiker sprachen über den Ausbau der Zusammenarbeit, unter anderem in den Bereichen Technologie, Landwirtschaft und Wasser. Espinosa dankte Netanjahu für Israels Hilfe nach dem Erdbeben in Ecuador im April 2016. Die Tageszeitung „Jerusalem Post“ nannte den Besuch einen „dramatischen Wandel“ in den bilateralen Beziehungen, da Ecuador zu einem Block lateinamerikanischer Staaten gehöre, die anti-israelisch eingestellt seien.

Von: dn

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Thu, 23 Nov 2017 12:01:00 +0100
<![CDATA[Palästinenser stellen Wahlen in Aussicht]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/11/23/palaestinenser-stellen-wahlen-in-aussicht/ Die palästinensischen Fraktionen Hamas und Fatah wollen bis Ende 2018 Präsidentschafts- und Parlamentswahlen durchführen. Das gaben sie nach einer neuen Gesprächsrunde am Mittwoch in Kairo bekannt. Dem Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde Mahmud Abbas obliegt es demnach, einen konkreten Termin festzulegen. Auch bei bislang strittigen Themen wie der Sicherheitskontrolle im Gazastreifen hätten die beiden Seiten eine Einigung erzielt, berichtet die israelische Tageszeitung „Ha'aretz“. Die bislang letzten Parlamentswahlen fanden am 25. Januar 2006 statt.

Von: df

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Thu, 23 Nov 2017 11:26:00 +0100
<![CDATA[Rivlin: „Die Medien schauten mit offenem Mund zu“]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/11/23/rivlin-die-medien-schauten-mit-offenem-mund-zu/ Israels Staatspräsident Reuven Rivlin hat den historischen Besuch des ägyptischen Präsidenten Anwar as-Sadat vor 40 Jahren in Jerusalem gewürdigt. „Am 19. November spielte die israelische Armeeband zum ersten Mal die ägyptische Nationalhymne“, sagte er am Mittwoch bei einem Empfang in seiner Jerusalemer Residenz. „Die Medien der Welt schauten mit offenem Mund zu, wie Feinde zu Freunden wurden.“ Der ägyptische Botschafter in Tel Aviv, Hasem Chairat, sprach sich laut einer Mitteilung des israelischen Präsidialamtes für baldige Friedensverhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern aus – nach Sadats Vorbild. Ägypten sei zur Vermittlung bereit.

Von: eh

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Thu, 23 Nov 2017 11:14:00 +0100
<![CDATA[Nachrichten vom 23. November 2017]]> https://www.israelnetz.com/israelnetz-tv/nachrichten-vom-23-november-2017/ Thu, 23 Nov 2017 10:37:00 +0100 <![CDATA[Heinrich-Böll-Stiftung in israelfeindliche Konferenzen verwickelt]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/11/22/heinrich-boell-stiftung-in-israelfeindliche-konferenzen-verwickelt/ GAZA / BERLIN (inn) – Die Heinrich-Böll-Stiftung, die der Partei „Bündnis90/Die Grünen“ nahesteht, hat Konferenzen in Gaza und Beirut finanziert, auf denen auch Hamas-Vertreter sprechen. Das berichtete am Dienstag die israelische Tageszeitung „Jerusalem Post“.

Der Tageszeitung liegt das Konferenzprogramm vor. Danach tragen die Konferenzen, bei denen das Stiftungs-Büro in Ramallah als Geldgeber auftritt, im späten November den Titel: „Die Intifada von 1987: Geschichte und Erinnerung, das 30. Jubiläum des ersten Widerstandes gegen die israelische Besatzung“. Auf der Konferenz in Gaza vom 24. bis 26. November und auf der Konferenz in Beirut vom 28. bis 30. November seien die Hamas-Vertreter Ghasi Hamad und Hasan Jussuf als Sprecher eingetragen. Deutschland betrachtet die Hamas als Terror-Organisation.

Heinrich-Böll-Stiftung stellt Finanzierung ein

Die Heinrich-Böll-Stiftung glaubte zuerst, nichts falsch gemacht zu haben. Auf Twitter schrieb sie, keine Hamas-Vertreter auf ein Podium eingeladen zu haben. Es sei die alljährliche Kooperation des Stiftungs-Büros in Ramallah mit der Jahreskonferenz des Instituts für Palästina-Studien. Die Heinrich-Böll-Stiftung sei aber nicht an der Konzeption und der Organisation der Konferenz beteiligt.

„Wir lehnen die Politik der Hamas entschieden ab, Gewalt als Mittel der Konfliktlösung anzuwenden,“ schreibt die Heinrich-Böll-Stiftung. Vor allem dürfe das Existenzrecht Israels nicht in Zweifel gezogen werden. Der Grünen-Politiker Volker Beck reagierte darauf auf Twitter: „Die Finanzierung von PR-Veranstaltungen mit Hamas-Vertretern kann nicht durch Kooperationen mit Dritten unterstützt werden.“ Das Stiftungsbüro in Ramallah müsse in diesem Fall handeln.

Am Mittwoch reagierte der Sprecher der Heinrich-Böll-Stiftung, Michael Alvarez, auf die öffentliche Debatte. Der deutschen Zeitung „Der Tagesspiegel“ sagte er, die Stiftung habe ihre „praktische und finanzielle Unterstützung“ für beide Konferenzen zurückgezogen. „Angesichts des Gesamtrahmens der Konferenz geht es vermutlich nicht um hohe Beträge“, sagte Alvarez. In der Regel seien das beispielsweise Kosten für Saalmiete. Einen Geldfluss an Podiumsteilnehmer schloss die Stiftung aus. Mit dem Institut für Palästina-Studien wollen sie aber weiter zusammenarbeiten: „Die Gesamtkooperation mit dem politisch unabhängigen und international renommierten Institut für wissenschaftliche Forschung und Debatte wird fortgesetzt.“

Laut der „Jerusalem Post“ hat die Leiterin des Stiftungs-Büros in Ramallah, Bettina Marx, ihre Teilnahme auf einer der Konferenzen abgesagt. Auch das Logo der Stiftung sei inzwischen im Zusammenhang mit den Konferenzen entfernt worden.

Von: mm

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Wed, 22 Nov 2017 16:04:00 +0100
<![CDATA[Israelische Delegation in Ramallah]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/11/22/israelische-delegation-in-ramallah/ Eine Gesandtschaft der israelischen Gruppe „Rabbis für Frieden“ hat am Mittwoch die Autonomiestadt Ramallah besucht. Dort empfing sie der Generalsekretär des palästinensischen Präsidialamtes, Tajeb Abdel-Rahim. Die Israelis überreichten ihm eine Petition, die 50 Rabbiner unterzeichnet haben. Darin fordern sie ein Ende der israelischen Besatzung in den palästinensischen Gebieten und neue Friedensverhandlungen. Ein Delegationsmitglied sagte laut der palästinensischen Nachrichtenagentur WAFA, es schäme sich der israelischen Gemeinschaft. Denn diese habe einen Hang zum Extremismus.

Von: eh

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Wed, 22 Nov 2017 16:00:00 +0100
<![CDATA[Terror-Opfer stirbt nach sechs Jahren Koma]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/11/22/terror-opfer-stirbt-nach-sechs-jahren-koma/ JERUSALEM (inn) – Nach sechs Jahren im Koma ist ein Terror-Opfer am Mittwochmorgen an seinen Verletzungen gestorben. Die damals 14-jährige Israelin Hodaja Asulin wurde am 23. März 2011 bei einem Bombenanschlag an einer Bushaltestelle in Jerusalem schwer verletzt. Seither war sie nicht mehr aus ihrem Koma erwacht.

Bei dem Terrorakt kam auch die 59-jährige Britin Mary Jean Gardener ums Leben. Sie arbeitete als Bibelübersetzerin und studierte Hebräisch an der Hebräischen Universität Jerusalem. 39 weitere Menschen wurden verwundet.

Die Ermittlungen hatten ergeben, dass eine Bombe in einem Beutel nahe der Haltestelle platziert war. Etwa um 15 Uhr explodierte die Vorrichtung.

Zu dem Anschlag, den auch die Palästinensische Autonomiebehörde verurteilte, bekannte sich niemand. Anfänglich wurden zwei Mitglieder des Islamischen Dschihad in diesem Zusammenhang verhört. Derzeit müssen sich vier Hamas-Mitglieder vor einem Militärgericht für die Tat verantworten.

Langer Kampf

Hodaja wurde in all den Jahren zuhause von ihren Eltern betreut. In den vergangenen zwei Wochen habe sich ihr Gesundheitszustand stark verschlechtert, berichtete ihr Onkel Rafi Asulin der Tageszeitung „Yediot Aharonot“. Daher kam sie in das Hadassa-Krankenhaus im Jerusalemer Stadtteil Ein Kerem.

„Die ganzen sechseinhalb Jahr haben wir darum gekämpft, dass die Familie wieder ganz wird, aber letzten Endes ist Hodaja gestorben“, sagte Asulin weiter. „Ihr Tod ist sehr schmerzhaft für ihre Eltern. Wir haben Hodaja zutiefst geliebt.“

Von: df

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Wed, 22 Nov 2017 15:30:00 +0100
<![CDATA[Neues Labor verhindert Sprengstoffschmuggel]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/11/22/neues-labor-verhindert-sprengstoffschmuggel/ Ein neues Labor macht es möglich: Israel hat unlängst den Schmuggel von mehreren Tonnen Sprengstoff in den Gazastreifen verhindert. Ein Lastwagen, der angeblich Autoöl geladen hatte, wollte den Grenzübergang „Kerem Schalom“ passieren. Doch die Wachleute schöpften Verdacht und übergaben Proben von der Ladung an das Labor, das für solche Fälle vom Verteidigungsministerium eingerichtet wurde. Die Untersuchung ergab laut der Zeitung „Yediot Aharonot“, dass das Öl keineswegs für Automotoren bestimmt war. Vielmehr handelte es sich um gefährliche Stoffe, mit denen eine große Menge Sprengsätze hätte hergestellt werden können.

Von: eh

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Wed, 22 Nov 2017 14:32:00 +0100
<![CDATA[„Ich wünsche mir einen palästinensischen Sadat“]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/11/22/ich-wuensche-mir-einen-palaestinensischen-sadat/ JERUSALEM (inn) – In einer Sondersitzung der Knesset haben die Parlamentarier am Dienstag den 40. Jahrestag des Besuchs des ägyptischen Präsidenten Anwar as-Sadat begangen. Premierminister Benjamin Netanjahu wünschte sich bei dieser Feierstunde einen „palästinensischen Sadat“ für zukünftige Friedensverhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern.

Netanjahu erinnerte an die Aufregung, die damals in Israel geherrscht habe: „Es war wie die erste Mondlandung. In den 40 Minuten, die Sadat von Ägypten nach Israel geflogen ist, hat er Geschichte geschrieben.“ Es sei deutlich kürzer gewesen als die 40 Jahre Wüstenwanderung der Juden auf dem Sinai, aber es sei ähnlich dramatisch gewesen.

Netanjahu sucht „palästinensischen Sadat“

Der Besuch Sadats in Israel sei ein Durchbruch in den diplomatischen Beziehungen des Nahen Ostens gewesen. Er habe direkten Kontakt zwischen den arabischen Staaten und Israel ermöglicht. „Im Nahen Osten werden Allianzen mit den starken Nationen gemacht. Wie Sadat damals sagte, dass er Frieden mit einem starken Führer machen wollte.“ Nur wenn Israel stark sei, könnten Situationen ohne Kampfhandlungen erreicht werden – und letztlich Frieden. Netanjahu wünscht sich einen „palästinensischen Sadat“, der ernsthaft an einem Friedensschluss interessiert sei und das Existenzrecht Israels unterstütze.

Der anwesende ägyptische Botschafter Hasem Chairat sagte: „Sadats historische Rede in der Knesset war und wird immer ein Abkommen zwischen allen Willigen für eine friedliche Lösung sein.“ Gerade nach 40 Jahren solle die Rede immer wieder gelesen werden und als Inspiration dienen.

Der Knessetsprecher Juli Edelstein rief die Nachbarstaaten Israels auf, in die Fußstapfen von Sadat und des ehemaligen israelischen Premierministers Menachem Begin zu treten. Er lud die Parlamentarier arabischer Länder in die Knesset ein und reichte die Hand zum Frieden. Wer Israel als Staat anerkenne, für den stünden die Türen der Knesset immer offen.

Von: mm

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Wed, 22 Nov 2017 14:13:00 +0100
<![CDATA[Früherer Minister muss wegen Korruption in Haft]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/11/22/frueherer-minister-muss-wegen-korruption-in-haft/ Der frühere Tourismusminister Stas Miseschnikov muss wegen Betrugs und Missbrauchs des öffentlichen Vertrauens 15 Monate ins Gefängnis. Das hat das Magistratsgericht Tel Aviv am Dienstag entschieden. Unter anderem hatte der Israel-Beiteinu-Politiker der Stadt Eilat umgerechnet 242.000 Euro gegeben, damit seine Frau als gut bezahlte Beraterin angestellt wird. Der 48-Jährige war von 2009 bis 2013 Tourismusminister. Der Korruptionsverdacht kam Ende 2014 auf.

Von: df

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Wed, 22 Nov 2017 12:11:00 +0100
<![CDATA[Al-Hariri zurück im Libanon]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/11/22/al-hariri-zurueck-im-libanon/ Der libanesische Premierminister Saad al-Hariri ist Dienstagabend aus Saudi-Arabien nach Abstechern in Europa und Ägypten in den Libanon zurückgekehrt – gerade rechtzeitig zum libanesischen Unabhängigkeitstag. Es ist das erste Mal seit seinem überraschend angekündigten Rücktritt am 4. November. Er bedankte sich für die Unterstützung und Solidarität, die er von den Libanesen nach seiner Verlautbarung erfahren habe, wie die Tageszeitung „Ha'aretz“ berichtet. Präsident Michel Aun hat Al-Hariris Rücktritt bislang nicht bestätigt. Aun habe ihn gebeten, seinen Rücktritt aufzuschieben. Dieser Bitte ist er nach eigenen Angaben nachgekommen.

Von: jea

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Wed, 22 Nov 2017 11:48:00 +0100
<![CDATA[Tel-Aviv-Krimis thematisieren Freiheitswillen des jüdischen Volkes]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2017/11/22/tel-aviv-krimis-thematisieren-freiheitswillen-des-juedischen-volkes/ Das Erste zeigt in diesen Tagen zwei neue Tel-Aviv-Krimis. Jeweils um 20.15 Uhr laufen am 23. November die Episode „Masada“ und am 30. November die Episode „Alte Freunde“. Wieder ermittelt Katharina Lorenz als Kommissarin Sara Stein mit Samuel Finzi als Inspektor Jakoov Blok vor dem Hintergrund des Staates Israel. Im ersten Krimi steht die antike Bergfestung Masada im Zentrum der Handlung, die als Symbol für den Freiheitswillen des jüdischen Volkes gilt. 73 nach Christus gingen dort Aufständische lieber in den Freitod als in die Gefangenschaft der römischen Besatzer.

Von: mm

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Wed, 22 Nov 2017 11:43:00 +0100
<![CDATA[Sehenswerte Ausstellung zu „Exodus“-Flüchtlingen in Norddeutschland]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2017/11/22/sehenswerte-ausstellung-zu-exodus-fluechtlingen-in-norddeutschland/ Die Überlebenden der nationalsozialistischen Judenvernichtung waren sicher, das Land ihrer Sehnsucht zu erreichen: das damalige Mandatsgebiet Palästina. Deshalb tauften sie auf hoher See das Schiff in „Exodus“ um und hissten eine blau-weiße Flagge mit dem Davidstern. Doch es kam anders: Über Frankreich wurden sie im Juli 1947 nach Hamburg gebracht, von dort ging es mit der Bahn weiter nach Lübeck. In der Nähe der Hansestadt wurden die Flüchtlinge auf zwei Lager verteilt. Was sie dort erlebten, veranschaulicht die Ausstellung „Die Exodus-Affäre“ im Jüdischen Museum der schleswig-holsteinischen Stadt Rendsburg.

Persönliche Geschichten einzelner „Exodus“-Passagiere sind in der Ausstellung ebenso dargestellt wie die allgemeine Geschichte. Über Kopfhörer können die Besucher Erinnerungen mehrerer jüdischer Flüchtlinge hören – diese wurden für die Ausstellung „Die Exodus-Affäre“ nach Originalquellen neu eingelesen. Zu den „Displaced Persons“ an Bord zählte etwa der sogenannte „Boxer von Auschwitz“, Noah Klieger. Er hatte im Vernichtungslager eine unmittelbare Begegnung mit dem berüchtigten Lagerarzt Josef Mengele überlebt.

Auch ein Hinweis auf die polnische Katholikin Gertruda Bablinska fehlt nicht. Sie war die einzige Nichtjüdin unter den Passagieren. Als Kindermädchen hatte sie während des Zweiten Weltkrieges ihrer jüdischen Herrin auf dem Sterbebett das Versprechen abgenommen, sich um deren Sohn Michael Stolowicki zu kümmern. Und tatsächlich gab sie den damals Dreijährigen als ihr eigenes Kind aus und rettete ihn vor dem Zugriff der Nazischergen. Nach dem Krieg erfuhren sie, dass der Vater in der Scho'ah ermordet worden war.

Anschaulich zeigt das Jüdische Museum das Leben in den beiden Internierungslagern bei Lübeck, Pöppendorf und Am Stau. Fotos von kulturellen und gesellschaftlichen Ereignissen hängen an Wäscheleinen. Kleine schwarze Steine auf dem Boden erinnern an Ruß, an der Wand steht ein rostiger Ofen, wie er seinerzeit in den sogenannten Nissenhütten als einzige Wärmequelle zur Verfügung stand.

Doch auch die Außenperspektive beleuchtet die Ausstellung: Zeitungen aus verschiedenen Ländern zeigen, wie die Welt auf die Rückführung der Flüchtlinge nach Deutschland reagierte. In britischen Medien lag die Betonung dabei auf der guten Versorgung der ehemaligen „Exodus“-Passagiere. Journalisten in den USA hingegen übten scharfe Kritik am Vorgehen der Briten.

Kreativität ist gefragt

Filmdokumente vervollständigen die sehenswerte Schau. In einem ist die israelische Staatsgründung am 14. Mai 1948 zu sehen. In diesem Bereich erfahren die Besucher, wie die Flüchtlinge letztlich doch nach Israel gelangten. Interessierte können sich ferner insgesamt 15 Minuten aus dem bekannten Film „Exodus“ von 1960 mit Paul Newman anschauen. Er basiert auf dem gleichnamigen Roman von Leon Uris, der die Affäre weltberühmt machte.

Die Ausstellung regt zum Nachdenken an. Die wenigen Besucher an diesem Dienstagnachmittag wirken konzentriert und teilweise erschüttert. Eine Frau ist aus dem 40 Kilometer entfernten Neumünster angereist. Die Ausstellung sei „liebevoll und interessant aufgebaut“, schildert sie ihre Eindrücke gegenüber Israelnetz. „Ich habe tatsächlich alles gelesen und mir alles angehört und alle Filme angeschaut.“

Am Ende dürfen die Besucher dann aktiv werden: Vorgefertigte Schlagzeilen und Bilder laden dazu ein, selbst eine Titelseite für ein „Extrablatt“ zu gestalten. Thema ist die Unterbringung der Flüchtlinge ausgerechnet in deutschen Lagern.

Die Ausstellung „Die Exodus-Affäre. Schleswig-Holstein und die Gründung Israels“ ist noch bis zum 3. Juni 2018 im Jüdischen Museum, Prinzessinstraße 7–8, 24768 Rendsburg zu sehen. Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag 12 bis 17 Uhr, Sonntag 10 bis 17 Uhr, oder nach Vereinbarung

Von: Elisabeth Hausen

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Wed, 22 Nov 2017 10:35:00 +0100
<![CDATA[PA und Terroristen müssen Israelis entschädigen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/11/21/pa-und-terroristen-muessen-israelis-entschaedigen/ JERUSALEM (inn) – Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) und mehrere Terroristen müssen 62 Millionen Schekel (rund 15 Millionen Euro) Entschädigung an Israelis zahlen. Das hat ein Gericht in Jerusalem am Sonntag entschieden.

Bei einem Terroranschlag im August 2001 waren drei erwachsene Israelis getötet und zwei Kinder verletzt worden. Damals hatten Palästinenser auf einer Straße zwischen Jerusalem und Modi'in Schüsse auf ein israelisches Auto abgegeben. Ein Ehepaar wurde dabei getötet. Der Bruder der Frau erlag am folgenden Tag seinen Verletzungen. Die beiden kleinen Kinder des Paares (8 und 20 Monate alt) überlebten den Angriff, weil die Mutter sie mit ihrem Körper schützte. Die Mädchen wuchsen bei einer Tante auf.

PA muss 40 Prozent bezahlen

Im Jahr 2009 erhoben die Angehörigen der Terror-Opfer Klage gegen die PA und die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO). Das Jerusalemer Bezirksgericht urteilte im Oktober 2014, dass die PA in dem Fall zivilrechtlich haftbar sei. Sie habe den Terroristen Geld und Waffen zur Verfügung gestellt. Beides sei von den Terroristen für den Anschlag verwendet worden. Am Sonntag nun ordnete Richter Mosche Jair Drori an, dass die Autonomiebehörde 40 Prozent der Entschädigungssumme tragen muss. Den Rest müssen die Terroristen zahlen. Das berichtet die Tageszeitung „Ha'aretz“.

Einer der Terroristen ist der Fatah-Führer Marwan Barghuti. Er sitzt derzeit lebenslange Haftstrafen in Israel ab, unter anderem wegen dieser und zwei weiterer Morde. In dem Urteil heißt es, Barghuti sei über den geplanten Anschlag informiert gewesen.

Einen Punkt in der Klage sah der Richter jedoch nicht als bewiesen an: Dass die PA in ihren Medien zu Gewalt und Terror aufgerufen habe.

Von: dn

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Tue, 21 Nov 2017 15:14:00 +0100
<![CDATA[Kinderzeitung ruft zum Steinewerfen auf Juden auf]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/11/21/kinderzeitung-ruft-zum-steinewerfen-auf-juden-auf/ RAMALLAH (inn) – Das von der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) unterstützte Erziehungsmagazin für Kinder „Zayzafuna“ hat ein umstrittenes Gedicht abgedruckt. Darin ruft der Prophet Mohammed dazu auf, Juden mit Steinen zu bewerfen. So heißt es in den letzten Versen des Gedichts, das in der Oktoberausgabe erschienen ist: „Singe auf den Befehl des Propheten [Mohammed], dass wir einen Stein tragen, den wir auf die Menschen vom Gharqad [Baum] werfen werden.“ Mit „Menschen vom Gharqad-Baum“ sind nach islamischer Tradition die Juden gemeint. Demnach werden sich die Juden hinter dem Gharqad-Baum am Tag des Gerichts verstecken, wenn die Muslime kommen, um sie umzubringen. Das Medienbeobachtungsinstitut „Palestinian Media Watch“ (PMW) hat das arabische Gedicht ins Englische übersetzt.

Auf den Straßen im Westjordanland gehört das Steinewerfen auf israelische Autos fast schon zum Alltag, wie die Onlinezeitung „Times of Israel“ berichtet. Im Juli 2015 genehmigte die Knesset einen Gesetzesentwurf, der die Dauer der Inhaftierung von Steinewerfern mit der Absicht, Menschen zu schädigen, auf zwanzig Jahre erhöhte.

UNESCO bezahlt nichts mehr

2011 veröffentlichte „Zayzafuna“ ein Gedicht, in dem Hitler als Held eines palästinensischen Mädchens dargestellt wird: „Ich drehte mich zur Tür um, dort erwartete mich Hitler. Ich sagte: ‚Du bist derjenige, der die Juden ermordet hat?‘ Er sagte: ‚Ja. Ich habe sie ermordet, damit ihr alle wisst, dass sie eine Nation sind, die Zerstörung auf der ganzen Welt verbreitet.‘ Ich sagte: ‚Danke für den Rat.‘“ Als Reaktion darauf stellte die UNESCO ihre finanzielle Unterstützung für das Magazin ein.

Laut einer britischen Zeitung hat ein Sprecher der PA, Ghassan Chatib, den Artikel als inakzeptabel bezeichnet. Seiner Aussage nach unterrichtet die palästinensische Führung junge Menschen in Lehrbüchern über den Holocaust und weist darauf als Vergehen gegen die Menschlichkeit hin.

Von: jea

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Tue, 21 Nov 2017 14:31:00 +0100
<![CDATA[Berliner Senator kritisiert Preisvergabe an Radiomoderator Jebsen]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/11/21/berliner-senator-kritisiert-preisvergabe-an-radiomoderator-jebsen/ BERLIN (inn) – Der Berliner Kultursenator Klaus Lederer (Die Linke) hat eine Preisvergabe im Berliner Kino Babylon an den Radiomoderator Ken Jebsen kritisiert. Jebsen verbreite „abgründigen Israelhass“, schrieb Lederer auf Facebook. Er forderte das Kino auf, die Preisverleihung abzusagen.

Jebsen soll am 14. Dezember den „Kölner Karls-Preis für engagierte Literatur und Publizistik“ erhalten. Die in Köln ansässige Onlinezeitung „NRhZ-Online“ vergibt den nach Karl Marx benannten Preis seit 2008. Das Medium gilt als anti-amerikanisch und anti-zionistisch eingestellt.

Lederer: Jahrmarkt der Verschwörungsgläubigen

Lederer beanstandete in dem Eintrag vom 13. November weiter, bei der Veranstaltung seien auch Personen beteiligt, die durch Antisemitismus aufgefallen seien. Als Beispiel nannte der Politiker die Band „Die Bandbreite“. „Ich bin entsetzt, dass ein Kulturort in Berlin diesem Jahrmarkt der Verschwörungsgläubigen und Aluhüte eine Bühne bietet.“

Laut einem Bericht der „Berliner Zeitung“ wurde die Preisveranstaltung in dem Kino „wenig später“ tatsächlich abgesagt. Auf Anfrage von Israelnetz bestätigte das Kino die Absage jedoch nicht und erteilte auch keine weitere Auskunft.

Am 17. November protestierten die Bundestagsabgeordneten Wolfgang Gehrcke und Dieter Dehm sowie die Linken-Politikerin Christiane Reymann gegen die angebliche Absage und sprachen von „Zensur“. „Der Druck aus der Berliner Kulturbehörde ist das Gegenteil von der Freiheit der Andersdenken [sic].“ Ken Jebsen sei zwar umstritten, aber er sei „weder rechts noch antisemitisch“.

Umstrittener Moderator

Der Streit im Jebsen war im Jahr 2011 aufkommen. Als Radiomoderator beim Sender „Radio Berlin Brandenburg“ hatte er in einem Brief an einen Leser vom „Holocaust als PR“ gesprochen. Der Publizist Henryk M. Broder veröffentlichte das Schreiben auf dem Weblog „Achse des Guten“ und warf Jebsen Antisemitismus vor. Jebsen wurde kurze Zeit später entlassen.

In der Folge rief Jebsen den YouTube-Kanal „KenFM“ ins Leben. Im Jahr 2012 behauptete er in seiner Sendung, Israel begehe einen Massenmord an den Palästinensern. Zudem hätten „radikale Zionisten“ die Medien unterwandert. Er nannte dies eine „mediale Massenvernichtungswaffe, die hilft, dass wir seit über 40 Jahren die Fresse halten, wenn im Auftrag des Staates Israel andere Menschen in Massen vernichtet werden“.

Von: df

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Tue, 21 Nov 2017 14:07:00 +0100
<![CDATA[Familie Mengistu appelliert an UN]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/11/21/familie-mengistu-appelliert-an-un/ Die Familie des im Gazastreifen festgehaltenen Avraham Mengistu hat am Montag vor den Vereinten Nationen in New York dessen Rückkehr eingefordert. Der israelische UN-Botschafter Danny Danon unterstützte die Familie bei ihrem Appell. Die islamistische Hamas habe noch nicht einmal bekanntgegeben, ob Mengisto noch lebe, beklagte Danon. Mengistu hatte im August 2014 den Grenzzaun überquert und war trotz Aufforderungen der Armee nicht umgekehrt. Die Hamas nahm ihn daraufhin gefangen.

Von: df

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Tue, 21 Nov 2017 11:37:00 +0100
<![CDATA[Abbas hofft auf Anerkennung Palästinas]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/11/21/abbas-hofft-auf-anerkennung-palaestinas/ Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas hofft darauf, dass die spanische Regierung, Palästina bald als Staat anerkenne. Ein solcher Schritt sei wichtig für die Friedensbemühungen mit Israel, erklärte Abbas am Montag bei einem Treffen mit dem spanischen König Felipe VI. in Madrid. Israel arbeite „seit der Besatzung“ daran, den Charakter Jerusalems zu verändern, ohne Rücksichtnahme auf die christlichen und jüdischen Stätten, sagte Abbas weiter. Die Palästinenser fühlten sich dennoch dem Frieden, basierend auf internationalen Entscheidungen, verpflichtet.

Von: dn

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Tue, 21 Nov 2017 11:24:00 +0100
<![CDATA[Organisation fordert Schutz für palästinensische Kinder]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/11/21/organisation-fordert-schutz-fuer-palaestinensische-kinder/ Die internationale Organisation „Save the Children“ ruft zur Verbesserung der Lage palästinensischer Kinder im Westjordanland auf. Durch die Besatzung werde ihnen oft ein Recht auf Bildung verweigert, heißt es laut der palästinensischen Nachrichtenagentur „Ma’an“ in einer Stellungnahme. In der Zone C, in der Israel die Kontrolle hat, seien 55 Schulen vom Abriss durch die Armee bedroht. Hinzu kämen „unüberwindbare Herausforderungen für viele Kinder, die nächstgelegene Schule zu erreichen“. Dazu gehörten gefährliche Straßen, die Anwesenheit von Siedlern und Militärkontrollen. Anlass für die Veröffentlichung war der UN-Weltkindertag am 20. November.

Von: eh

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Tue, 21 Nov 2017 11:04:00 +0100
<![CDATA[Israel will 40.000 Afrikaner in Drittländer abschieben]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/11/20/israel-will-40000-afrikaner-in-drittlaender-abschieben/ HOLOT (inn) – Israels Kabinett hat am Sonntag dafür gestimmt, die „offene“ Hafteinrichtung Holot im Negev zu schließen. Premierminister Benjamin Netanjahu hatte ein Abkommen verkündet, durch das 40.000 illegal ins Land eingereiste Afrikaner abgeschoben werden sollen, berichtet die Onlinezeitung „Times of Israel“.

Einstimmig votierte das Ministergremium für die Schließung. Die illegalen Migranten sollen eine Frist von drei Monaten erhalten, das Land zu verlassen. Andernfalls drohe ihnen eine Abschiebung, machten die Ministerien für Inneres und für Sicherheit deutlich: „Die Einwanderer werden die Option haben, inhaftiert zu werden oder das Land zu verlassen.“ Laut Zahlen von Ende Juni seien 27.494 Eritreäer und 7.869 Sudanesen im Land.

Der Gesetzesvorschlag von Innenminister Arjeh Deri und dem Minister für öffentliche Sicherheit Gilad Erdan kam als Antwort auf eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs Ende August, die Abschiebung in nicht genannte Drittländer zu unterstützen. In Medienberichten hieß es nun, dass die Abschiebung nach Ruanda und Uganda geschehen soll.

Vereinte Nationen in Besorgnis

Laut Netanjahu werden die Abschiebungen ausgeführt mit einem internationalen Abkommen, das Israel erlaube, Migranten ohne ihre Zustimmung abzuschieben. Das UN-Flüchtlingswerk erhob „ernsthafte Besorgnis“. Israel habe „rechtliche Verpflichtungen, Flüchtlinge und andere Menschen, die internationalen Schutz benötigen, zu schützen.“

Seit Ende 2013 war die Einrichtung in Holot in der Wüste in Betrieb. Sie war so ausgelegt, dass sich die Inhaftierten während des Tages frei bewegen konnten und nachts eingesperrt wurden. Umgerechnet rund 58 Millionen Euro zahlte Israel jährlich, um die Hafteinrichtung in Betrieb zu haben.

Von Anfang an gab es Kritik an dieser Stätte. Meretz-Parteimitglied Tamar Sandberg fragte damals während einer Diskussion: „Hätten Sie Nelson Mandela in einer solchen Einrichtung oder gar in einer Einrichtung unter freiem Himmel eingesperrt?“

Von: mab

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Mon, 20 Nov 2017 15:34:00 +0100
<![CDATA[Gestohlene Torarollen in Hebron entdeckt]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/11/20/gestohlene-torarollen-in-hebron-entdeckt/ JAFFA / HEBRON (inn) – Israelisch-palästinensische Kooperation macht es möglich: Erst am Donnerstag wurden fünf Torarollen in Zentralisrael aus einer Synagoge entwendet. Bereits am Sonntag konnte die Polizei sie im Westjordanland entdecken – und an israelische Vertreter übergeben. Das berichtet der Online-Dienst „algemeiner“.

Der Diebstahl ereignete sich in der Beit-David-Synagoge in Jaffa. Die Täter brachten die Torarollen nach Hebron. Dort fanden sie Polizisten der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA). Die Behörde, welche die israelischen Regierungsaktivitäten in den palästinensischen Gebieten koordiniert (COGAT), twitterte daraufhin: Der Erfolg sei möglich gewesen „dank einer Koordination zwischen dem Verbindungsbüro für den Bezirk Hebron, der israelischen Polizei und der Polizei der PA“.

Die israelische Polizei bezeichnete den guten Ausgang als Ergebnis der „positiven Verbindung“ mit ihren Kollegen von der PA. Diese helfe, mit Verbrechen umzugehen, die in Israel verübt wurden, aber ihren Ursprung im Westjordanland haben. Auch Fälle von Mord, Drogenverstößen und Diebstahl gehörten dazu.

Von: eh

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Mon, 20 Nov 2017 14:30:00 +0100
<![CDATA[Polizei ermittelt wegen Hetze]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/11/20/polizei-ermittelt-wegen-hetze/ JERUSALEM (inn) – Die israelische Polizei befasst sich mit mehreren Fällen von Internet-Hetze gegen Staatspräsident Reuven Rivlin. Dieser hatte am Wochenende abgelehnt, einem Gnadenersuch des ehemaligen Soldaten Elor Asaria stattzugeben. Asaria hatte im März 2016 einen bereits am Boden liegenden palästinensischen Terroristen erschossen. Im Februar 2017 verurteilte ihn ein Gericht wegen Totschlags, im August trat er seine Haftstrafe an.

Rivlin hatte seine Entscheidung auf Facebook bekanntgegeben. Der Beitrag rief einen Sturm der Entrüstung und Enttäuschung hervor. User forderten Rivlins Rücktritt oder stellten bearbeitete Bilder online, die den Präsidenten mit einem Palästinensertuch zeigen. Auch Äußerungen wie „verdammter Nazi“, „dreckiger Verräter“, „Stück Müll“ waren zu lesen. Auf Bildern mit den Farben der palästinensischen Flagge war neben dem Bild von Rivlin der Spruch „Du bist nicht mein Präsident“ beigefügt.

Vorzeitige Entlassung weiter möglich

Rivlin selbst begründete seine Entscheidung mit den Werten der Armee, die die Grundlage ihrer Stärke seien. „Jede Verletzung dieser Werte ist eine Verletzung ihrer Stärke, ihrer Moral und ihrer Widerstandsfähigkeit.“ Der israelische Verteidigungsminister Avigdor Lieberman hatte sich hingegen für eine Begnadigung ausgesprochen.

Trotz der Entscheidung besteht weiter die Möglichkeit auf eine vorzeitige Entlassung, berichtet die Tageszeitung „Yediot Aharonot“. Asaria kann zwei Ausschüssen der Armee entsprechende Anträge zukommen lassen, um „eine weitere Überprüfung der Strafe“ zu erwirken. Bereits im September hatte Armeechef Gadi Eisenkot die Haftzeit von 18 auf 14 Monate verkürzt.

Von: df

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Mon, 20 Nov 2017 12:44:00 +0100
<![CDATA[Juden beten wieder an Gräbern von Gad und Nathan]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/11/20/juden-beten-wieder-an-graebern-von-gad-und-nathan/ Erstmals seit 18 Jahren durften Juden am Sonntagmorgen an den Gräbern von Gad und Nathan, Propheten zur Zeit König Davids, beten. Die israelische Armee begleitete Busse, die mehr als 300 ultra-orthodoxe Juden zur Junis-Moschee im palästinensischen Gebiet, nördlich von Hebron, brachten. Laut eines Militärsprechers schleuderten Palästinenser Steine und Brandbomben in Richtung der Armee. Weitere Eskalationen konnten verhindert werden. Obwohl sich die Gräber laut der Tradition innerhalb der Moschee befinden, hätten die Beter die Moschee nicht betreten, sondern vor dem Gebäude auf der Straße gebetet, wie die Online-Zeitung „Times of Israel“ berichtet.

Von: jea

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Mon, 20 Nov 2017 12:41:00 +0100
<![CDATA[Netanjahu erinnert an Sadat-Besuch]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/11/20/netanjahu-erinnert-an-sadat-besuch/ Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hat in der wöchentlichen Kabinettssitzung am Sonntag an den Besuch des ägyptischen Präsidenten Anwar as-Sadat vor 40 Jahren erinnert. Sadat habe einen mutigen Schritt unternommen, als er nach Israel und in die Knesset kam. „Die ganze Nation hieß ihn willkommen“, sagte Netanjahu laut einer Mitteilung seines Büros. Das Friedensabkommen zwischen Israel und Ägypten habe seitdem Höhen und Tiefen überstanden. Heute stünden beide Staaten gemeinsam im Kampf gegen den Terror des radikalen Islam.

Von: dn

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Mon, 20 Nov 2017 11:39:00 +0100
<![CDATA[Steinitz: Israel arbeitet mit Saudi-Arabien zusammen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/11/20/steinitz-israel-arbeitet-mit-saudi-arabien-zusammen/ Angesichts der Bedrohung durch den Iran arbeiten israelische und saudische Geheimdienste zusammen. Das hat der israelische Energieminister Juval Steinitz am Sonntag gegenüber dem Armeeradio bestätigt. Bislang galt eine derartige Zusammenarbeit als offenes Geheimnis. Der Likud-Politiker sprach von weiteren Kooperationen mit arabischen und muslimischen Ländern. In der Regel seien es diese Länder und nicht Israel, die diese Zusammenarbeit geheim halten wollten, ergänzte der 59-Jährige.

Von: df

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Mon, 20 Nov 2017 11:37:00 +0100
<![CDATA[Generalsekretär Erekat empört über USA]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/11/19/generalsekretaer-erekat-empoert-ueber-usa/ Der Generalsekretär der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), Saeb Erekat, ist empört über die USA. Das Außenministerium habe in einem offiziellen Brief kundgetan, dass „sie das Fortbestehen des PLO-Büros in Washington D.C. nicht bestätigen können“, weil die Palästinenser beim Internationalen Strafgerichtshof Prozesse gegen Israel anstrebten. Dies sei inakzeptabel, sagte er laut der palästinensischen Nachrichtenagentur WAFA. Die PLO habe für den Fall der Schließung angekündigt, die Kommunikation „mit dieser amerikanischen Regierung“ einzustellen. Israels Premier Benjamin Netanjahu begrüßt den amerikanischen Vorstoß.

Von: eh

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Sun, 19 Nov 2017 16:17:00 +0100
<![CDATA[Sadat in Israel]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/11/17/sadat-in-israel/ Die arabische Welt war inzwischen ratlos. Gut eingefädelte Militärbündnisse und mit modernen Waffen ausgerüstete Armeen hatten es nicht vermocht, den Staat Israel von der Landkarte zu tilgen. Im Juni 1967 endete der Krieg in einer Katastrophe, als Israel mit einem wuchtigen Präventivschlag alle arabischen Hoffnungen zerstörte.

Der Oktoberkrieg 1973, Israels „Jom-Kippur-Krieg“, hatte mit erfolgreichen Aktionen der Ägypter am Suez­kanal und der Syrer auf dem Golan begonnen. Aber nach wenigen Tagen konnte die israelische Armee das Blatt wenden. Legendär der Durchbruch israelischer Panzer unter Führung von Ariel Scharon durch die ägyptischen Linien im Sinai und über den Suezkanal hinweg. Am Kilometer 101 vor Kairo liefen schließlich Waffenstillstandsverhandlungen. Weder auf dem Golan noch auf der Sinai-Halbinsel hatten die Araber etwas gewonnen, sondern eine erneute Niederlage einstecken müssen.

Frieden für Land

Es war ein historischer Moment, als der ägyptische Präsident Anwar as-Sadat in seiner Rede am 9. November 1977 in Kairo sprach. Er erklärte, dass er bis ans Ende der Welt gehen würde, selbst nach Israel in die Knesset, wenn er so den Tod eines einzigen ägyptischen Soldaten vermeiden könne. Er nahm das israelische Angebot auf, das nach dem Sechs-Tage-­Krieg zehn Jahre zuvor den arabischen Gegnern signalisiert worden war: Land für Frieden. Denn Sadat wollte genau das: Frieden geben und die besetzte Sinai-Halbinsel zurück.

Dem Präsidenten und den Militärs war klar, auch ein weiterer Krieg würde nicht das Ende Israels bringen. Schließlich hatte der Judenstaat angesichts einer völligen Vernichtung immer noch die nukleare Option. Offiziell nie eingestanden: Israel hat Atombomben.

Ägypten hatte bislang einen hohen Preis bezahlt, militärische Niederlagen 1948 bis 49, 1956, 1967 und 1973. Sadat sah eine neue Zeit. Nicht zuletzt sollen es auch ausführliche Gespräche mit seinem deutschen Freund Helmut Schmidt gewesen sein, die den Blickwechsel beförderten. Die arabische Welt schäumte. Algerien, der Irak, Libyen und der Kriegspartner Syrien brachen die diplomatischen Beziehungen ab. Die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) sprach von Verrat.

Frieden aus Jerusalem

Ägypten war isoliert. Viele Türen gingen zu. Die Tür der Knesset in Jerusalem ging auf. Mutig sprach der ägyptische Präsident vom Frieden und stellte nun Israel auf die Probe: Ist das Angebot ehrlich? Gibt es Land für Frieden? Israel gab die Sinai-Halbinsel für Frieden. Der gerade in westlichen Medien kritisierte „Hardliner“, der israelische Premierminister Menachem Begin, ging seinerseits den neuen Weg.

Die Gespräche mündeten in Verhandlungen und führten schließlich am 26. März 1979 vor dem Weißen Haus in Washington zum Friedensvertrag. Im Beisein des US-Präsidenten Jimmy Carter lächelten die ehemaligen Feinde in die Kameras.

Bereits 1978 hatten Sadat und Begin den Friedensnobelpreis erhalten. Sadat hoffte, weitere Staaten würden den Weg des Friedens gehen. Doch es kam anders. Am 6. Oktober 1981 wurde Sadat während einer Militärparade zur Erinnerung an den Oktoberkrieg 1973 von Islamisten ermordet. Der Frieden hat das Attentat überlebt, auch die arabische Revolte 2011 und die kurze Präsidentschaft der Moslembrüder.

Im Oktober 1994 unterzeichneten im Beisein von Bill Clinton Israels Premier Jitzchak Rabin und der jordanische König Hussein den Frieden zwischen Israel und dem Haschemitischen Königreich. Der Prophet Jesaja (19,23f) gibt die Hoffnung auf einen endgültigen Frieden:

„Zu der Zeit wird eine Straße sein von Ägypten nach Assyrien, dass die Assyrer nach Ägypten und die Ägypter nach Assyrien kommen und die Ägypter samt den Assyrern Gott dienen. Zu der Zeit wird Israel der Dritte sein mit den Ägyptern und Assyrern, ein Segen mitten auf Erden!“

Von: Egmond Prill

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Fri, 17 Nov 2017 15:32:00 +0100
<![CDATA[Deutsche Bank schließt Konten der Marxistisch-Leninistischen Partei]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/11/17/deutsche-bank-schliesst-konten-der-marxistisch-leninistischen-partei/ FRANKFURT/MAIN (inn) – Die Deutsche Bank und die Postbank haben sämtliche Konten der Marxistisch-Lenistischen Partei Deutschlands (MLPD) eingefroren. Das gab die MLDP am Donnerstag bekannt. Die Partei steht in Verbindung mit der Terrorgruppe Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP), die die Auslöschung Israels anstrebt.

Die MLPD-Parteivorsitzende Gabi Fechtner bezeichnete den Vorgang als „massiven Angriff auf die Geschäftsfähigkeit der MLPD“. Die 39-Jährige spricht laut einer Mitteilung von einer Verleumdungskampagne, der die Deutsche Bank aufgesessen sei: Der Europa-Korrespondent der israelischen Zeitung „Jerusalem Post“, Benjamin Weinthal, habe „Hetze und Lügen“ gegen die Partei verbreitet.

Bericht über Untersuchungen

Fechtner bezieht sich auf einen Artikel Weinthals vom 30. September. Darin berichtete der Journalist über Untersuchungen des Staats New York gegen die Deutsche Bank. Bei den Untersuchungen gehe es um die Frage, ob über die Deusche-Bank-Konten der MLPD Gelder an die PFLP geflossen sind.

Entgegen der Aussage Fechtners ruft Weinthal in dem Artikel die Deutsche Bank nicht dazu auf, die Konten einzufrieren; er berichtet lediglich über die Untersuchungen. Weiter heißt es in dem Artikel, dass die MLPD und die PFLP mit einer gemeinsamen Liste zur Bundestagswahl angetreten seien. Die MLPD bestreitet dies, sagt aber, „Sympathisanten der PFLP“ hätten zum Wahlbündnis gehört.

Die Europäische Union wie auch die USA listen die PFLP als Terror-Organisation. In Deutschland steht die MLDP unter Beobachtung des Verfassungsschutzes. Bei den vergangenen Bundestagswahlen erzielte sie ein Ergebnis von 0,1 Prozent.

Von: df

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Fri, 17 Nov 2017 15:27:00 +0100
<![CDATA[Ostfriesische Schafe reisen nach Israel]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/wirtschaft/2017/11/17/ostfriesische-schafe-reisen-nach-israel/ 41 Jungböcke der Rasse Ostfriesisches Milchschaf sind mit dem Flugzeug nach Israel gereist. Israel hätte das letzte Mal vor 50 Jahren diese Rasse importiert, wie Klaus Gerdes, Zuchtleiter beim Landes-Schafzuchtverband Weser-Ems in Oldenburg, gegenüber der „Nordwest-Zeitung“ äußerte. Nun sei eine Blutauffrischung für das in Israel lebende Assaf-Schaf mit ostfriesischen Wurzeln notwendig. Anpassungsfähigkeit an dürre Böden und geringe Grundfutterqualitäten würden in der Kreuzung aus orientalischem und ostfriesischem Schaf zusammengefügt. Daher sei es für viele Milcherzeuger attraktiv.

Von: jea

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Fri, 17 Nov 2017 15:07:00 +0100
<![CDATA[Äthiopische Juden feiern Sigd-Fest]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2017/11/17/aethiopische-juden-feiern-sigd-fest/ Äthiopische Juden feiern an diesem Wochenende das Sigd-Fest. Es findet jedes Jahr am 29. des jüdischen Monats Cheschwan statt. Je nach Tradition wird das Fest auf das auf das 6. oder auch das 15. Jahrhundert zurückgeführt. Anfang des Jahres 2008 hatte die Knesset das „Sigd“-Fest als nationalen Feiertag anerkannt. Er besteht aus zwei Teilen: Von morgens bis mittags fasten und beten die Teilnehmer und bitten um Vergebung, ähnlich wie am jüdischen Feiertag Jom Kippur. Am Nachmittag folgt der fröhliche Teil, bei dem vor allem musiziert und getanzt wird.

Von: mb

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Fri, 17 Nov 2017 14:56:00 +0100
<![CDATA[Israeli gewinnt ARD-Hörspielpreis]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2017/11/17/israeli-gewinnt-ard-hoerspielpreis/ Das Hörspiel „Broken German“ des Israelis Noam Brusilovsky ist am vergangenen Samstag mit dem Deutschen Hörspielpreis der ARD ausgezeichnet worden. Erzählt wird die Geschichte eines Israelis in Berlin nach einer Romanvorlage von Tomer Gardi. Die Jury lobte die Umsetzung des Buches in Hörspielform als „eigenständiges, so nur im Akustischen mögliches Kunstwerk“. Der Beitrag kann hier angehört werden.

Von: mb

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Fri, 17 Nov 2017 14:17:00 +0100
<![CDATA[Angehörige im Weißen Haus]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/11/17/angehoerige-im-weissen-haus/ Seit mehr als drei Jahren hält die Hamas den Israeli Abera Mengistu im Gazastreifen fest. Am Mittwoch haben Angehörige des Zivilisten im Weißen Haus den Chefunterhändler von US-Präsident Donald Trump, Jason Greenblatt, getroffen. Dieser schrieb laut der Zeitung „Yediot Aharonot" anschließend auf Twitter: „Es ist empörend, dass die Hamas ihn nicht nach Hause zurückkehren oder wenigstens mit seiner Familie kommunizieren lässt.“ Die Familie sprach zudem in Los Angeles mit dem israelischen Staatspräsidenten Reuven Rivlin. Anlass für seinen Aufenthalt am Pazifik war die Generalversammlung der Jüdischen Verbände Nordamerikas.

Von: eh

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Fri, 17 Nov 2017 13:20:00 +0100
<![CDATA[Einwanderung aus Indien]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/11/17/einwanderung-aus-indien/ Am Donnerstag sind 162 jüdische Neueinwanderer von Indien nach Israel gekommen. Viele von ihnen haben bereits Familienmitglieder in Israel – die sie seit fast zehn Jahren nicht gesehen haben. Der Einwanderungsprozess war nur schleppend vorangegangen. Bereits im Februar waren rund 100 Juden aus Indien nach Israel eingewandert. Die indischen Juden stammen offenbar vom biblischen Stamm Manasse ab, einem der zehn verlorenen Stämme Israels. Schätzungen zufolge leben noch rund 7.000 Juden dieses Stammes in Indien, wie die Tageszeitung „Jerusalem Post“ berichtet.

Von: dn

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Fri, 17 Nov 2017 13:09:00 +0100
<![CDATA[Zwei Verletzte bei Autoanschlag]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/11/17/zwei-verletzte-bei-autoanschlag/ Ein palästinensischer Terrorist hat am Freitagmorgen im Westjordanland sein Auto nacheinander in zwei israelische Passanten gerammt, wie die Online-Zeitung „Times of Israel“ berichtet. Ein 35-Jähriger erlitt eine schwere Gehirnverletzung und ein 70-Jähriger wurde leicht am Kopf verletzt. Berichten der Armee zufolge griff der Attentäter anschließend Soldaten mit einem Messer an. Die Soldaten reagierten mit Schüssen auf den Terroristen, der seitdem schwer verletzt im Krankenhaus liegt. Sein Name ist bislang unbekannt. Laut des Krankenhauses ist er 17 Jahre alt.

Von: jea

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Fri, 17 Nov 2017 12:11:00 +0100
<![CDATA[Kuwaitische Airline darf in Deutschland israelische Passagiere ablehnen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/11/17/kuwaitische-airline-darf-in-deutschland-israelische-passagiere-ablehnen/ FRANKFURT/MAIN (inn) – Das Landgericht Frankfurt hat am Donnerstag zu Gunsten der Fluggesellschaft Kuwait Airways entschieden. Ein israelischer Staatsbürger hatte dagegen geklagt, dass die Airline seine Buchung stornierte, nachdem sie von seiner Nationalität erfahren habe. Der Grund: Kuwait verbiete Geschäfte mit Israelis. In Kuwait, das Israel nicht anerkennt, existieren entsprechende Gesetze.

Das Angebot, kostenlos auf eine andere Fluggesellschaft umgebucht zu werden, wollte der Israeli nicht annehmen und klagte auf seine Beförderung nach Bangkok. Nun hat er vor Gericht verloren. Zur Begründung teilte das Frankfurter Landgericht mit, es sei der Fluggesellschaft nicht zumutbar, „einen Vertrag zu erfüllen, wenn sie damit einen Gesetzesverstoß nach den Regeln ihres eigenen Staates begehe und sie deswegen damit rechnen müsse, dort bestraft zu werden".

Eine Diskriminierung des Israelis konnte das Gericht nicht erkennen, da das Antidiskriminierungsgesetz Benachteiligungen wegen der Rasse, ethnischen Herkunft oder Religion abdecke, nicht aber eine Benachteiligung wegen einer bestimmten Staatsangehörigkeit. Der Anwalt des Israelis sei „tief schockiert“, teilte er mit.

Ruf nach Konsequenzen für Airline

Gegen das Urteil regt sich in Deutschland Protest. Der ehemalige Bundestagsabgeordnete der Grünen, Volker Beck, nannte das Urteil auf Twitter einen „Witz“ und forderte politische Konsequenzen:

Auch der Zentralrat der Juden in Deutschland forderte Konsequenzen. „Es ist unerträglich, dass ein ausländisches Unternehmen, das auf Grundlage von zutiefst antisemitischen nationalen Gesetzen agiert, in Deutschland tätig sein darf“, heißt es in einer entsprechenden Erklärung, die von der Wochenzeitung „Jüdische Allgemeine“ zitiert wird. Der Zentralrat erinnerte daran, dass sich die Bundesregierung erst vor wenigen Wochen der internationalen Antisemitismus-Definition angeschlossen habe. Demnach gelten auch Angriffe auf den Staat Israel, der dabei als jüdisches Kollektiv verstanden wird, als antisemitisch.

In einem Kommentar fordert der Chefredakteur von Bild.de, Julian Reichelt, dass sich Bundeskanzlerin Angela Merkel persönlich in die Angelegenheit einschalten soll. Merkel habe das Existenzrecht Israels zur deutschen Staatsräson erklärt. „Antisemitismus und Diskriminierung israelischer Staatsbürger, die von deutschem Boden ausgehen, sind damit unvereinbar. Wer mit Israelis und – machen wir uns nichts vor – mit Juden keine Geschäfte machen will, hat in Deutschland nichts verloren“, schrieb Reichelt. „Frau Bundeskanzlerin, übernehmen Sie!“

Der Journalist Alan Posener kritisiert das Urteil in einem Kommentar der Tageszeitung „Die Welt“, indem er einen Vergleich heranzieht: „Man stelle sich vor, eine in Deutschland tätige Firma in ausländischem Besitz würde sich weigern, Schwule, Schwarze oder Muslime als Kunden zu bedienen. Man würde selbstverständlich rechtlich und behördlich gegen diese Firma vorgehen.“ Dies würde auch dann geschehen, wenn im Herkunftsland der Besitzer eine solche Diskriminierung vorgeschrieben wäre. Eine Ausnahme wird laut Posener nun gemacht, weil die betroffene Firma im Besitz eines ölreichen arabischen Staates sei – und der Diskriminierte ein Jude.

Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, dass es bereits in der Vergangenheit Klagen gegen das Vorgehen von Kuwait Airways gegeben hatte – in den USA und der Schweiz. Beide Prozesse habe die Airline verloren.

Israelische Botschaft veröffentlicht Erklärung

Die israelische Botschaft in Deutschland hat am Freitagnachmittag eine Erklärung zu dem Urteil veröffentlicht. Sie sei „entschieden der Meinung, dass sichergestellt werden sollte, dass die Werte eines jeden Staates nicht durch einen dritten Staat verletzt werden dürfen. Denn so ist es in dem Fall der kuwaitischen Fluglinie geschehen; mit ihrer Entscheidung, einen israelischen Passagier nicht an Bord zu lassen, hat sie eines der wichtigsten Grundrechte der deutschen Gesellschaft ignoriert und Deutschland damit gezwungen, kuwaitisches Recht umzusetzen. Dabei wurde ein ausländischer Staatsbürger aufgrund seiner Nationalität diskriminiert.“

Weiter heißt es in der Stellungnahme: „Wir sind überzeugt, dass die Bundesregierung alles in ihrer Macht stehende tun wird, um etwas an dieser Situation zu ändern und sicherzugehen, dass ausländische Fluggesellschaften die Werte Deutschlands anerkennen.“

Das Auswärtige Amt in Berlin will in der Angelegenheit mit Kuwait Kontakt aufnehmen. „Wir haben den Botschafter in Kuwait inzwischen gebeten, diese Frage mit den zuständigen kuwaitischen Stellen aufzunehmen“, sagte Staatsminister Michael Roth der Zeitung „Die Welt“.

Von: mb

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Fri, 17 Nov 2017 12:00:00 +0100
<![CDATA[Saudi-Arabien: Hisbollah muss sich entwaffnen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/11/17/saudi-arabien-hisbollah-muss-sich-entwaffnen/ Der saudische Außenminister Adel al-Dschubeir hat die Hisbollah aufgefordert, sich zu entwaffnen. Es seien Bemühungen auf dem Weg, die Terrormiliz aus der libanesischen Regierung zu drängen, sagte der 55-Jährige laut der Onlinezeitung „Times of Israel“ auf einer Pressekonferenz in Riad. Die Hisbollah sei ein „Werkzeug der iranischen Revolutionsgarden“, um den Libanon und die Region zu destabilisieren.

Von: df

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Fri, 17 Nov 2017 11:34:00 +0100
<![CDATA[Gründer von Löwin attackiert]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/11/17/gruender-von-loewin-attackiert/ „Es war schreckliche Angst. Zum ersten Mal in meinem Leben spürte ich Angst und die Macht einer Löwin“, sagte Jehuda Meschi Sahav. Er ist der Gründer und Direktor der israelischen Rettungs- und Bergungs-Freiwilligenorganisation Zaka. Meschi Sahav wurde leicht verletzt, nachdem er auf einer Tournee in Südafrika von einer Löwin angegriffen worden war. Berichten zufolge haben Führer und Einheimische die Löwin mit Stöcken bekämpft.

Meschi-Sahav wurde in ein örtliches Krankenhaus gebracht, um medizinische Hilfe zu erhalten. Er war in Südafrika zu einem gemeinsamen Training mit südafrikanischen Freiwilligen und einer Zaka-Delegation aus Israel. Sie lehrten die Freiwilligen, mit Katastrophen umzugehen.

Die Gruppe nahm dabei auch an einer Jeep-Safari durch ein Naturschutzgebiet teil. Sie wurden über Sicherheit und Verhalten mit den Löwen informiert. „Beugen Sie sich nicht, knien Sie nicht und streicheln Sie nicht ihre Köpfe.“ Meschi Sahav ging neben einer ausgewachsenen Löwin mit der Hand auf ihrem Rücken, ehe sie sich plötzlich umdrehte und ihn angriff. „Die Löwin hat mich umgeworfen, aber ich durfte nicht fallen, denn sonst hätte sie mich angegriffen“, erklärte Meschi. „Dann haben alle angefangen, sie mit Stöcken zu schlagen.“

Erste Hilfe – und eine würdige Bestattung

Die Organisation Zaka wurde 1989 von Jehuda Meschi-Sahav gegründet, nach einem Terroranschlag auf einen Bus. Seitdem sammeln die freiwilligen Mitarbeiter der Organisation nach schweren Unfällen und Terroranschlägen die menschlichen Überreste der Opfer ein. Über 1.000 der meist orthodox-jüdischen freiwilligen Helfer unterstützen die Polizei bei der Identifizierung der Toten und sorgen gemäß jüdischen Vorstellungen dafür, dass der Tote „komplett“ begraben wird, selbst wenn er durch die Bombe eines Selbstmordattentäters zerfetzt worden ist. Die Helfer sind auch ausgebildete Sanitäter.

Die Mitglieder sind ausschließlich Ehemänner und benötigen das Einverständnis ihrer Frauen. Sie werden erst nach einem intensiven Spezialtraining eingesetzt. Sie haben in der Katastrophenhilfe inzwischen so viel Erfahrung gewonnen, dass sie auch eine unentbehrliche Hilfe bei Naturkatastrophen im Ausland, wie dem Tsunami in Ostasien 2004, leisten.

Seit 1995 wird Zaka offiziell von der israelischen Regierung und selbst von der UNO anerkannt. Zaka wurde sogar als Freiwilligenorganisation des Jahres 2001 ausgezeichnet.

Andere Zaka-Einheiten bestehen aus Drusen, Muslimen oder Beduinen, um in deren Gemeinden Toten eine ehrenvolle Behandlung zukommen zu lassen oder am Schabbat Dienst zu tun. Juden unterbrechen jederzeit den Schabbat, um Lebensgefahr abzuwenden oder Leben zu retten, weil die Tora dies fordert, aber nicht für Dienste an Toten.

Prominentes deutsches Ehrenmitglied

Die Freiwilligen sind durch ihre leuchtend gelben Westen mit der Aufschrift „Zaka“ kenntlich. Oft sind sie, durch Mobiltelefone oder Funk von Anschlägen verständigt, die Ersten am Unfallort und die letzten, die ihn verlassen, nachdem sie buchstäblich die letzten Hautfetzen von Hauswänden gekratzt haben. Der damalige deutsche Bundespräsident Horst Köhler wurde im April 2005 erstes deutsches Ehrenmitglied bei Zaka.

Von: Ulrich W. Sahm

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Fri, 17 Nov 2017 11:18:00 +0100
<![CDATA[Israelischer Generalstabchef gibt erstmals saudischer Zeitung ein Interview]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/11/16/israelischer-generalstabchef-gibt-erstmals-saudischer-zeitung-ein-interview/ Am Donnerstag hat die saudische Tageszeitung „Elaph“ ein Interview mit dem israelischen Generalstabschef Gadi Eisenkot veröffentlicht. Es ist das erste Mal, dass ein Israeli in einer so hohen militärischen Funktion einem Medium aus Saudi-Arabien Rede und Antwort steht. „Der Iran ist die größte Bedrohung in der Region“, sagte Eisenkot. Der Generalstabschef betonte, dass Israel und Saudi-Arabien gemeinsam im Bilde über die iranischen Absichten seien. Der Iran plane, die Region durch den Bau von Waffenfabriken und die Ausrüstung von Terrorgruppen zu destabilisieren. Israel sei deswegen bereit, mit moderateren arabischen Ländern wie Saudi-Arabien Geheimdienstinformationen zu teilen.

Von: mm

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Thu, 16 Nov 2017 15:51:00 +0100
<![CDATA[Umwandlung von Privatland in Staatsland möglich]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/11/16/umwandlung-von-privatland-in-staatsland-moeglich/ JERUSALEM (inn) – Palästinensisches Privatland in der Zone C des Westjordanlandes kann in Zukunft womöglich in Staatsland umgewandelt werden, um es für öffentliche Zwecke zu nutzen. Das hat der israelische Generalstaatsanwalt Mordechai Mandelblit in einer Rechtsmeinung am Mittwoch bekanntgegeben.

Die israelische Zeitung „Jerusalem Post“ bezeichnet die Bekanntgabe als „historischen Schritt“: Bislang habe sowohl bei Gerichten wie auch bei der Regierung die Maßgabe gegolten, dass palästinensisches Privatland nicht für öffentliche Zwecke der Siedler genutzt werden darf. Daher kam es zu diversen Gerichtsentscheidungen, in deren Folge Häuser von Siedlern auf palästinensischem Privatland abgerissen wurden. Auch der Bau von Straßen war von dieser Maßgabe betroffen.

Zufahrtsstraße vor Gericht

Mit dem im Februar von der Knesset verabschiedeten Regelungsgesetz sei diese Deutung der Landgesetze allerdings infrage gestellt worden, berichtet die „Jerusalem Post“ weiter. Das Gesetz sieht vor, dass illegale Bauten nachträglich legalisiert werden können, und die betroffenen Personen eine Entschädigung erhalten.

Die Rechtsmeinung bezieht sich bislang nur auf einen konkreten Fall: Der 1995 errichtete Außenposten Harscha nahe der Siedlung Talmon bei Ramallah befindet sich zwar auf Staatsland, der Bau einer Zugangsstraße ist jedoch nur auf palästinensischem Privatland möglich. Die Regierung hatte vor Gericht argumentiert, in diesem Fall sei eine Enteignung möglich, da die Gemeinschaft der Siedler die „Bevölkerung vor Ort“ sei. Der Richter Salim Dschubran am Obersten Gerichtshof hatte sich diese Argumentation dann in seiner Rechtsmeinung zueigen gemacht.

Schaked: Rechtsmeinung ist übertragbar

Mandelblit folgte dieser Argumentation nun ebenfalls, betonte aber, dass sie zunächst nur für den konkreten Fall gelte. Zudem müsse eine Umwandlung vernünftig sein und den Planungsregeln folgen. Justizministerin Ajelet Schaked (Jüdisches Haus) äußerte jedoch, dass dies als neue Maßgabe auch Folgen für andere, ähnlich gelagerte Fälle im Westjordanland haben könnte.

Kritik erhebt hingegen die siedlungskritische Organisation Peace Now. Die Vorgabe Mandelblits sei ein „perfektes Beispiel für die Bürokratie des Raubs“, sagte der Anwalt Michael Sfard. Mandelblit missachte die Prinzipien der internationalen Gemeinschaft und die Menschenrechte der Betroffenen.

Von: df

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Thu, 16 Nov 2017 14:27:00 +0100
<![CDATA[Stadtrat muss Israelboykott aussetzen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/11/16/stadtrat-muss-israelboykott-aussetzen/ Die spanische Stadt La Roda de Andalucía muss ihren Israelboykott vorerst auf Eis legen. Das hat das für den Bezirk Sevilla zuständige Gericht verfügt. La Roda de Andalucía hatte im August 2014 angekündigt, die internationale Boykottbewegung BDS zu unterstützen und sich aktiv für den Boykott israelischer Produkte einzusetzen. Daraufhin klagte die Organisation „The Lawfare Project“ gegen den Stadtrat, wie die spanische Internetseite „Iton Gadol“ berichtet. Bürgermeister Fidel Romero ist als Unterstützer des Israelboykottes bekannt. Im Januar 2016 nahm er an einer BDS-Konferenz in San Sebastián teil.

Von: eh

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Thu, 16 Nov 2017 13:49:00 +0100
<![CDATA[Samsung setzt bei Cybersicherheit in selbstfahrenden Autos auf Israel]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/wirtschaft/2017/11/16/samsung-setzt-bei-cybersicherheit-in-selbstfahrenden-autos-auf-israel/ Die südkoreanische Firma Samsung eröffnet in Israel ein Cybersicherheits-Zentrum. Dabei kooperiert der Technik-Gigant unter anderem mit der Ben-Gurion-Universität des Negev und der Deutschen Telekom. Das Zentrum dient vor allem der Entwicklung von Cybersicherheits-Programmen für selbstfahrende Autos. „Die Zusammenarbeit bringt führende Kräfte aus dem Sektor der Cybersicherheit in dem auf diesem Sektor führenden Land zusammen“, sagte Projektleiter Saar Dickman.

Von: mm

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Thu, 16 Nov 2017 13:45:00 +0100
<![CDATA[Blau-weiße Farben leuchten in Shanghai]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2017/11/16/blau-weisse-farben-leuchten-in-shanghai/ Während der israelischen Woche in China hat der Perlenturm, Shanghais Wahrzeichen, in den Farben der israelischen Flagge geleuchtet. Anlass ist das 25-jährige Jubiläum diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und China, wie die Tageszeitung „Yediot Aharonot“ berichtet. Mehr als 50.000 Personen nahmen an musikalischen und tänzerischen Darbietungen sowie an kulinarischen Veranstaltungen teil. Auch israelische Kunstausstellungen waren Teil der Woche, die Israels Konsulat in Shanghai initiiert hatte.

Von:jea

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Thu, 16 Nov 2017 11:47:00 +0100
<![CDATA[„Widerstand ist Teil unserer Kultur“]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/11/16/widerstand-ist-teil-unserer-kultur/ Die Hamas habe es geschafft, den Widerstand in eine Volkskultur zu verwandeln. Darauf sei sie stolz. Das hat Hamas-Sprecher Sami Abu Suhri bei einer internationalen Konferenz islamischer Organisationen in Istanbul erklärt. „Deshalb sind jene, die sagen, sie wollen den Widerstand aufhalten und ihn entwaffnen, wahnhaft, weil diese Träume nicht wahr werden. Denn der Widerstand ist stark und fähig“, sagte Abu Suhri laut des Nachrichtendienstes „Arutz Scheva“. Er fügte hinzu, die Hamas werde an ihren Prinzipien festhalten, bis der letzte Flecken Land befreit sei.

Von: dn

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Thu, 16 Nov 2017 11:47:00 +0100
<![CDATA[Nachrichten vom 16. November 2017]]> https://www.israelnetz.com/israelnetz-tv/2017/11/16/nachrichten-vom-16-november-2017/ Thu, 16 Nov 2017 11:14:00 +0100 <![CDATA[US-Richterin Ginsburg erhält Genesis-Preis für Lebenswerk]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/11/16/us-richterin-ginsburg-erhaelt-genesis-preis-fuer-lebenswerk/ Die amerikanische Richterin Ruth Bader Ginsburg erhält den Genesis-Preis für das Lebenswerk, der erstmals vergeben wird. Das teilte die Genesis-Preis-Stiftung am Mittwoch mit. Die fünf bisherigen Träger des Genesis-Preises, darunter die Schauspieler Michael Douglas und Natalie Portman, trafen die Auswahl. Ginsburg habe einen herausragenden Beitrag „für die Entwicklung einer fairen und gerechten Gesellschaft“ geleistet und sich insbesondere für Chancengleichheit eingesetzt. Die 84-Jährige ist seit 1993 Richterin am Obersten Gerichtshof der USA. Der Preis wird im Juli 2018 vergeben.

Von: df

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Thu, 16 Nov 2017 11:10:00 +0100
<![CDATA[Israelfreund Brähmig nicht mehr im Bundestag]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/11/16/israelfreund-braehmig-nicht-mehr-im-bundestag/ PIRNA (inn) - Das Herz von Klaus Brähmig schlägt für seine Heimat, die Sächsische Schweiz. Und für Israel, das kleine Land im Nahen Osten, das „gegen übermächtige und aggressive Nachbarn standhält“, wie er sagt. 27 Jahre lang hat Brähmig sein Mandat im Deutschen Bundestag für den Wahlkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge verteidigt. Er ist radikalem Gedankengut entgegengetreten, das in der Gegend, die vom Sandstein geprägt ist, oft fruchtbaren Boden findet. Stets hatte er das Direktmandat im Wahlkreis erobert, sich der Probleme der Menschen vor Ort angenommen. Hier, in der Sächsischen Schweiz, lebt Brähmig seit nunmehr 60 Jahren. Hier ist er aufgewachsen, hier hat er seine Lehre zum Elektriker gemacht, später den Meister. Er kennt die Gegend und die Menschen darin so gut wie seine eigene Westentasche. Dachte er.

Am Abend des 24. September, der Bundestagswahl 2017, als Brähmig die ersten Ergebnisse der Wahl erreichten, musste er sich eines Besseren belehren lassen. Noch am Abend war dem erfahrenen CDU-Mann klar, dass er seinen Wahlkreis und damit das Direktmandat an Frauke Petry krachend verloren hatte. Damit hatte keiner gerechnet, am wenigsten er selbst. Die ehemalige AfD-Politikerin und Ex-Sprecherin der Partei hatte sich den Wahlkreis 158 für die Bundestagswahl auserkoren. Der galt bis dahin als CDU-Hochburg und Bastion mit Klaus Brähmig als dem treuen Lehnsmann darin.

Petry lebt im Landkreis Leipzig, der ist mehr als 100 Kilometer entfernt vom Wahlkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Deshalb musste Brähmig vor der Wahl gegen eine Art Geist kämpfen, denn die AfD-Politikerin hatte oft anderes zu tun, als sich um die Menschen und ihre Probleme im Wahlkreis zu kümmern. Sie schaffte dennoch den Sprung in den Bundestag mit dem Ticket der AfD. Nur, um wenige Tage nach der Wahl zunächst ihrer Fraktion und dann schließlich der ganzen Partei den Rücken zu kehren.

Selbst die Mitbewerber rechneten mit Brähmigs Sieg

Von Betrug an den Wählern will Brähmig im Gespräch dennoch nichts wissen. „Es kann ja in diesem Fall nicht um eine juristische, sondern nur um eine moralische Bewertung gehen“, erklärt er die Abkehr von Petry von ihrer einstigen Partei. „Ich selber nehme die Niederlage an. Ich habe den Wahlkreis nicht gewinnen können, habe keine Vertragsverlängerung von den Wählern bekommen.“

Eigentlich, sagt er, müsse die Frage nach Wahlbetrug an die Region und die Wähler darin gestellt werden. „Das wäre eine spannende Sache“, findet er. „Ich bin Demokrat. Das bedeutet, man gewinnt, oder man verliert.“ Er selbst stellt sich lieber die Frage, warum er die Stimmungen der Menschen im Wahlkreis nicht richtig erkannt hat. Es sei klar gewesen, dass die Zweitstimmen schwierig würden, weil da die Bundespolitik hineinspiele. Im Wahlkampf hatte Brähmig vor allem auf Themen gesetzt, die die Menschen vor Ort im Wahlkreis berühren. „Kein Mensch, auch nicht meine Mitbewerber von SPD, Grüne, FDP und Linke, hätte gedacht, dass die Erststimmen für mich nicht reichen“, sagt Brähmig rückblickend. Aus seinem Umfeld habe keiner mit dem Erfolg von Petry im Wahlkreis gerechnet.

Aber woran hat es gelegen? „Ich denke, es gibt verschiedene Punkte, über die die Wähler gar nicht nachdenken und in der Summe aus dem Bauch heraus entscheiden“, sagt er rückblickend. Das habe er im Nachgang auch oft gehört. „An dir hat es nicht gelegen“, hätten ihm viele nach der Wahl gesagt. Schuld für den herben Wahlverlust der Union sei die Kanzlerin und ihre Flüchtlingspolitik gewesen. Brähmig sieht das differenzierter, will darüber nur aus seinem Wahlkreis sprechen. Obwohl er den Kurs der Regierungschefin in der Flüchtlingsfrage selber öffentlich kritisiert hatte.

Dabei waren die Ausländer in seinem Wahlkreis gar kein Problem. „Wir haben hier einen der niedrigsten Anteile von Ausländern an der Gesamtbevölkerung überhaupt.“ Zur Zeit seien das etwa 1.500 Personen bei insgesamt rund 260.000 Einwohnern im Wahlkreis. „Das sind Promille, die kaum messbar sind“, sagt er. Die AfD-Themen, die in Rundfunk und Fernsehen „herumgegeistert" seien, hätten den Wahlkreis gar nicht betroffen. „Das Ergebnis ist daher ein Phänomen, das ich nicht nachvollziehen kann“, sagt Brähmig.

Auch Mitarbeiter der Kirche haben AfD gewählt

Brähmig ist in mehr als 30 Vereinen der Region aktiv, hat als CDU-Abgeordneter zwei Hochwasser der Elbe überstanden und dabei geholfen, deren Schäden zu beseitigen. Auch gegen die Flut der Arbeitslosigkeit im Wahlkreis hat er sich erfolgreich gestemmt. „Bei 22 Prozent Arbeitslosigkeit konnte ich fast 60 Prozent der Stimmen gewinnen. Nun, bei einer Arbeitslosigkeit von fünf Prozent im Wahlkreis wurde ich abgewählt." Mit der Wahlanalyse ist er noch nicht fertig. „Ich vermute“, sagt Brähmig, „dass sich in der Summe die Menschen für ein neues Gesicht entschieden haben. Das haben am Ende sehr viele gemacht.“

In Sachsen gibt es im Vergleich zu anderen Bundesländern im Osten viele Christen. Nicht wenige engagieren sich, wie Brähmig selbst, für Israel. Viele Christen in den neuen Bundesländern teilen mit Brähmig eine Faszination für das kleines Land, das gegen eine übermächtige Macht an Menschen, Wirtschaft und Militär seiner Widersacher immer wieder standhält. „In der DDR sind wir antiisraelisch erzogen worden. Israel war der Erzfeind des Sozialismus und des Kommunismus.“ Aus der Abneigung der Kommunisten gegen Israel habe sich gerade unter Christen ein besonderes Verhältnis zum Heiligen Land herausgebildet. „Natürlich sind bei den AfD-Wählern auch Christen dabei. Das geht bis in die Mitarbeiterschaft der Kirche“, erklärt Brähmig, der selber einmal im Kirchenvorstand aktiv war. Das sei ohnehin öffentlich bekannt.

„Man muss“, sagt er, „wenn man etwas für das christliche Abendland tun will, deshalb nicht mit Reichsfahnen in Dresden herumlaufen.“ Brähmig sorgt lieber dafür, dass die Taufglocke seiner Kirche wieder an ihren angestammten Platz im Kirchturm kommt. Die hatten Nazis einst einschmelzen lassen im Zweiten Weltkrieg. Schon im nächsten Jahr soll die Glocke in Österreich gegossen werden. Dafür hat er schon eifrig Geld gesammelt.

Dass so viele ihm das Misstrauen in der Wahlkabine ausgesprochen haben, sei bitter für ihn, gesteht er ein. „Deshalb bin ich aber nicht gram. Auch ohne Mandat habe ich noch genügend Möglichkeiten, für meine Region und auch für Israel weiterhin etwas zu tun und mich zu engagieren“, sagt er. Die Situation am Wahlabend habe er dann, so sagt er, mit „Respekt, Ehre und Demut“ angenommen. So will er auch weiter vorangehen. Dazu muss sich Brähmig „zuerst einmal ordnen“, wie er selber sagt. Der Wahlabend allerdings, sagt er rückblickend, sei für ihn wie „ein Sprung aus dem Flugzeug ohne Fallschirm“ gewesen, auf den er nicht vorbereitet war.

Von: nob

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Thu, 16 Nov 2017 10:34:00 +0100