Israelnetz - Neueste Nachrichten https://www.israelnetz.com Nachrichten aus Israel und dem Nahen Osten de https://www.pro-medienmagazin.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif Israelnetz - Neueste Nachrichten https://www.israelnetz.com 18 16 Nachrichten aus Israel und dem Nahen Osten TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Wed, 26 Apr 2017 11:50:25 +0200 <![CDATA[Keine Entschuldigung für Balfour-Erklärung]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/04/26/keine-entschuldigung-fuer-balfour-erklaerung/ Großbritannien wird sich nicht für die Balfour-Erklärung von 1917 entschuldigen. Das teilte die Regierung am Dienstag mit. Sie antwortete damit auf eine entsprechende Petition des „Palästinensischen Zentrums für Rückkehr“ (PRC). „Wir sind Stolz auf unsere Rolle in der Errichtung des Staates Israel. Heute besteht die Aufgabe darin, Frieden zu fördern.“ Mit der Balfour-Erklärung hatte Großbritannien dem jüdischen Volk eine nationale Heimstätte in Palästina zugesagt. Das Dokument gilt als wichtiger Schritt auf dem Weg zur Gründung des Staates Israel im Jahr 1948.

Von: df

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Wed, 26 Apr 2017 10:47:00 +0200
<![CDATA[Einsatz für die Juden in der Diaspora]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/04/26/einsatz-fuer-die-juden-in-der-diaspora/ BERLIN (inn) – Die Jewish Agency (JA) und die christliche Organisation Ebenezer haben am Dienstag in Berlin ein gemeinsames Büro eröffnet – das „Israel Programm Center“ (IPC). Beide Organisationen setzen sich für die Einwanderung von Juden nach Israel ein. Der internationale Leiter von Ebenezer, Markus Ernst, sprach von einem Meilenstein und einem historischen Moment. Rund 80 Gäste waren bei der Eröffnungsfeier anwesend. Unter ihnen waren neben Vertretern der beiden Organisationen der stellvertretende israelische Botschafter in Deutschland, Avraham Nir-Feldklein, sowie die Vorsteherin des Bezirksamtes Charlottenburg-Wilmersdorf, Annegret Hansen (SPD).

Ein Beispiel für segensreiche Zusammenarbeit

„Wir wollen für die Alijah entscheidende und erfolgreiche Partner sein“, erklärte Ernst. Für Ebenezer sei es ein Privileg, mit der JA zusammenarbeiten zu können. Dass gerade in Berlin ein solches gemeinsames Büro eröffnet werden könne, sei angesichts der deutschen Geschichte von Bedeutung. „Wir wollen, dass hier in diesem Büro Leben entsteht und Leben fließt. Wir wollen, dass es hier eine vorbehaltlose Unterstützung für die Alijah gibt und dass hier Bildungsarbeit geschieht und Informationen über Israel weitergegeben werden. Wir wollen, dass dies hier ein Beispiel für eine segensreiche Zusammenarbeit zwischen Juden und bibelgläubigen Christen ist.“ Das Vertrauen und die starke Partnerschaft zwischen Ebenezer und der JA habe sich über viele Jahre entwickelt. Die Eröffnung des gemeinsamen Büros sei ein großer Schritt.

Der Vorsitzende der Jewish Agency, Natan Scharanski, ging in seinem Grußwort auf seine besondere Beziehung zu Berlin ein. Der in der früheren Sowjetunion geborene Jude erinnerte an seine Freilassung nach acht Jahren Haft wegen angeblicher Spionage. Direkt vom Gefängnis aus sei er weggeflogen worden. Wohin man ihn brachte, wurde ihm nicht gesagt, erst auf dem Flughafen habe er realisiert, dass er in der DDR gelandet war. Darüber sei er sehr enttäuscht gewesen. „Ich dachte, jetzt bin ich frei, aber ich war immer noch in der kommunistischen Welt“, so Scharanski. Auf der Glieniker Brücke in Berlin wurde er schließlich gegen einen sowjetischen Spion ausgetauscht und wanderte daraufhin nach Israel ein. „Von jetzt an soll Berlin das Wort sein, das für mich Freiheit bedeutet?“, fragte sich Scharanski. Er bezeichnete es als sehr symbolisch und wichtig, dass die Jewish Agency zusammen mit ihren christlichen Freunden von Ebenezer nun ein gemeinsames Büro eröffnet. Deutschland sei zu einem der wichtigsten Zentren für die Jewish Agency geworden.

Aufstehen gegen Antisemitismus

Annegret Hansen zeigte sich erfreut darüber, dass die beiden Organisationen Charlottenburg für den Sitz des Büros ausgewählt haben. Ihr Bezirk sei stolz auf sein jüdisches Leben. „Ich kann Ihnen versichern, dass wir im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf gegen jede Art von Antisemitismus aufstehen“, betonte die SPD-Politikerin.

„Den Menschen dienen“

Der Geschäftsführer von Ebenezer, Johannes Barthel, erklärte, warum sich seine Organisation für die Einwanderung von Juden nach Israel einsetzt. Ausschlaggebend dafür sei ein Vers aus dem biblischen Buch Hesekiel (37,25). Dort heißt es: „Und sie sollen wieder in dem Lande wohnen, das ich meinem Knecht Jakob gegeben habe, darin ihre Väter gewohnt haben. Sie sollen darin wohnen ewiglich […].“ Ihm gehe es vor allem darum, den Menschen zu dienen. „Wenn wir einer Familie hier dienen können und sie durch dieses Zentrum eine gute Alijah hat, dann hat sich diese Arbeit gelohnt.“

Das Mitglied des deutschen Vorstandes von Ebenezer International, Hans-Günther Wege, erklärte gegenüber Israelnetz: „Vor 25 Jahren war es noch nicht vorstellbar, dass Christen und Juden so aufeinander zugehen, dass von beiden Seiten der Zugang bewusst gesucht und aktiv gestaltet wird. Ich denke, dass diese Eröffnung in Berlin Signalwirkung für Juden in ganz Deutschland haben wird. Von dieser Stadt ist sehr viel Unheil gegen das jüdische Volk ausgegangen, das scheint sich langsam umzukehren. Ich glaube, dass von diesem Büro ein großer Segen für die deutschen Juden ausgehen kann. Darin sehen wir Gottes Wirken. Das ist faszinierend.“

Das „Israel Programm Center“ will Juden bei der Einwanderung nach Israel unterstützen. Es soll zudem Begegnungsstätte für Juden sein. Ferner vermittelt es Freiwilligendienste oder Sprachkurse in Israel.

Dana Nowak

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Wed, 26 Apr 2017 10:45:00 +0200
<![CDATA[Der Verunglimpfung abgesagt]]> https://www.israelnetz.com/kommentar-analyse/2017/04/25/der-verunglimpfung-abgesagt/ Eine Kommentar von Daniel Frick]]> Er hat es tatsächlich getan. Der israelische Regierungschef beschwört diplomatisches Gewitter herauf, indem er den deutschen Außenminister Sigmar Gabriel brüskiert. Kurz vor einem geplanten Treffen erteilte Benjamin Netanjahu dem SPD-Politiker eine Absage. Netanjahu machte damit das wahr, was er zuvor angekündigt hatte: Wenn sich Gabriel mit israelkritischen Organisationen trifft, platzt das Treffen. Brüskiert hatte im Übrigen auch Gabriel den israelischen Premier: Als Netanjahu Gabriel via Telefon seine Maßnahme erklären wollte, nahm dieser einfach nicht ab.

Für die berichtenden deutschen Journalisten tat sich nun eine einfache Rechnung auf: Organisationen wie „Das Schweigen brechen“, die angebliche Kriegsverbrechen oder sonstige Untaten der Armee aufdecken möchte, oder die siedlungskritische „B’Tselem“ werden unkritisch zu „Menschenrechtlern“ erklärt. Netanjahu, der etwas gegen ein Treffen mit ihnen hat, steht damit unweigerlich auf der Seite derjenigen, die Menschenrechte brechen. Putin und Erdogan lassen grüßen.

Aufklärung tut not

Kaum ein Medium in Deutschland bemühte sich jedoch, die Organisationen näher zu beleuchten. Auf diese Weise erfuhr das Publikum nicht, mit welchen Mitteln etwa „Das Schweigen brechen“ arbeitet. Einer der Mitbegründer der Organisation, Jehuda Schaul, hatte das Gerücht in die Welt gesetzt, wonach Siedler das Wasser von Palästinensern vergiften. Der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde Mahmud Abbas griff dieses antisemitische Klischee bereitwillig in seiner Rede vor dem EU-Parlament Ende Juni 2016 in Brüssel auf. Applaus erhielt er vom damaligen EU-Parlamentspräsidenten und heutigen SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz.

Auch sonst wird in Deutschland niemand darüber aufgeklärt, dass „Das Schweigen brechen“ mit gänzlich oder teilweise falschen „Zeugnissen“ hantiert. Das haben israelische Journalisten von der Sendung „HaMakor“ (Die Quelle) herausgefunden, die nach eigener Aussage mit der Bewegung sympathisieren. Schwierig ist zudem, dass die Aussagen anonymisiert und damit nicht nachweisbar sind. Die Organisation gibt vor, dies sei zum Zeugenschutz nötig.

Der feine Unterschied

Mit anderen Worten: „Das Schweigen brechen“ ist beileibe keine Organisation, der es schlicht darum geht, Menschenrechtsverletzungen anzusprechen. Die Methoden scheinen vielmehr das zu rechtfertigen, was Bildungsminister Naftali Bennett aus aktuellem Anlass über die Organisation sagt: „Es ist keine gegen Netanjahu gerichtete Organisation, es ist eine gegen die Armee gerichtete.“ Netanjahus Büro lieferte nach der Absage eine Erklärung nach, die in diese Richtung geht: „Die Politik von Premierminister Netanjahu ist, sich nicht mit ausländischen Besuchern zu treffen, die auf diplomatischen Trips in Israel wiederum Gruppen treffen, die israelische Soldaten als Kriegsverbrecher verleumden.“

Eben weil es offenkundig nicht um bloße Kritik, sondern um Verunglimpfung geht, ist auch der Vergleich schräg, den Gabriel am Morgen im ZDF bemühte. „Man muss sich mal vorstellen, der israelische Premier, der ja auch Außenminister ist, würde nach Deutschland kommen, würde sich mit Kritikern der Regierung treffen wollen und wir würden sagen: Du, das geht nicht. Das wäre ja undenkbar.“

Winden um die Fakten

Zudem wird Netanjahu nun nicht vermutet haben, dass Gabriel seinerseits den Aktivisten diese Verunglimpfung von Staat und Armee vorhält. In der Vergangenheit ist es im Gegenteil mehrmals vorgekommen, dass Politiker der SPD, die die Nähe zur Abbas-geführten Fatah sucht, allzu gerne das glauben, was ihnen erzählt wird. Im Jahr 2014 präsentierte Martin Schulz in seiner Funktion als EU-Parlamentspräsident das als Faktum, was ihm ein Palästinenser über die Wasserversorgung vorgaukelte.

Eine Hingabe an Fakten ließ auch der heutige Bundespräsident und damalige Außenminister Frank-Walter Steinmeier vermissen. Im September 2016 weigerte er sich zunächst, mögliche Terrorfinanzierung durch deutsche Steuergelder auch nur in Betracht zu ziehen. Nur wenige Wochen später gestand er zumindest die Möglichkeit zu. Der Grünen-Politiker und Vorsitzende der Israel-Gruppe im Bundestag Volker Beck kommentierte diese Haltung als „unbegreiflich“.

Unkritische Haltung gegenüber Palästinensern

Ob das alles Faktoren waren, die Netanjahu letztlich zu der Absage bewegt haben, sei dahingestellt. Fest steht, dass eine laxe Haltung, wie Steinmeier sie an den Tag gelegt hatte, für Israel nichts anderes als Fortsetzung von Terrorismus bedeutet. Das allerdings interessiert in Deutschland kaum jemanden. Israelis werden auch registrieren, dass Abbas in aller Welt hofiert wird, obwohl er Palästinenser, die Juden töten, gerne mal als „Märtyrer“ bezeichnet. In Deutschland durfte er zuletzt sogar einen Preis in Empfang nehmen wegen seiner angeblichen „Geradlinigkeit, Offenheit, Menschlichkeit und Toleranz“.

Auch das war in Deutschland keine Empörung wert. Diese unkritische Haltung ist nicht nachvollziehbar, nicht für neutrale Beobachter, schon gar nicht für die Israelis. Dafür richtet sich die „Kritik“ allzugerne gegen die israelische Regierung oder gar den Staat Israel.

Vor diesem Hintergrund bildet ein Außenminister, der sich nun mit Aktivisten trifft, die mehr für Verunglimpfung denn für Kritik stehen, die Spitze des Eisberges. Dass Netanjahu es als unnötig empfindet, das hinzunehmen, ist nachvollziehbar.

Es ist nicht so, dass deutsche Politiker im Umgang mit Israel nichts dazulernen könnten; dazu gehört die Unterscheidung zwischen Verunglimpfung und Kritik. Oder, wie Staatspräsident Reuven Rivlin es formulierte: Kritik, die auf dem Boden der Realität stattfindet. Mit Rivlin traf sich Gabriel übrigens auf seiner Nahostreise. Je nach Anstieg der Lernkurve werden auch andere Treffen mit hochrangigen Politikern in Zukunft wieder möglich sein.

Von: Daniel Frick

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Tue, 25 Apr 2017 18:27:00 +0200
<![CDATA[Netanjahu sagt Treffen mit Gabriel kurzfristig ab]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/04/25/netanjahu-sagt-treffen-mit-gabriel-kurzfristig-ab/ Der israelische Regierungschef und Außenminister Benjamin Netanjahu trifft sich nicht mit dem deutschen Außenminister Sigmar Gabriel. Das gab sein Büro am Dienstagnachmittag bekannt. Hintergrund ist das geplante Treffen des SPD-Politikers mit israelkritischen Organisationen wie „Das Schweigen brechen“ und „B'Tselem“. Gabriel hatte am Morgen im ZDF erklärt, eine mögliche Absage des Treffens wäre „bedauerlich“, aber „keine Katastrophe“. „Das verändert mein Verhältnis zu Israel nicht“, ergänzte er.

Von: df

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Tue, 25 Apr 2017 15:37:00 +0200
<![CDATA[Saudi-Arabien wird Mitglied in UN-Kommission für Frauenrechte]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/04/25/saudi-arabien-wird-mitglied-in-un-kommission-fuer-frauenrechte/ NEW YORK / RIAD (inn) – Saudi-Arabien wurde in die UN-Frauenrechtskommission gewählt. Gleichzeitig ist das islamische Land weltweit dafür bekannt, Frauen zahlreiche grundlegende Rechte vorzuenthalten. Von 2018 bis 2022 soll Saudi-Arabien dennoch dem Gremium für Frauenrechten bei den Vereinten Nationen angehören.

Wie das US-Magazin „Newsweek“ berichtet, soll Saudi-Arabien laut UN „eine dienliche Rolle in der Förderung von Frauenrechten spielen“ und dabei unter anderem die weltweiten Standards für die Gleichheit der Geschlechter und die Bemächtigung der Frau anheben.

„Brandstifter zum Feuerwehrmann gemacht“

In Saudi-Arabien dürfen Frauen fast alle wichtigen Entscheidungen nicht alleine treffen, sondern brauchen die Erlaubnis eines männlichen Vormunds. Darüber hinaus gilt in dem Land die Pflicht zur Vollverschleierung. Für die Einhaltung dieser Regeln sorgte bis 2016 die Scharia-Polizei. In dem arabischen Land dürfen Frauen zudem kein Auto fahren. Die Menschenrechtslage in Saudi-Arabien ist insgesamt schwierig, etwa auch für Christen: Auf dem Weltverfolgungsindex des Hilfswerks „Open Doors“ liegt das Land auf Platz 14: „Insgesamt befindet sich der Druck auf Christen auf einem extrem hohen Niveau“, schreibt die Organisation in ihrem Bericht.

„Saudi Arabien für den Schutz der Frauenrechte zu wählen ist, als würde man einen Brandstifter zum Hauptfeuerwehrmann in der Stadt machen. Das ist absurd“, twitterte Hillel Neuer, Vorsitzender der Nichtregierungsorganisation „UN Watch“.

Die UNO-Kommission setzt sich eigentlich für die Beendigung von Diskriminierung gegenüber Frauen sowie die gleichberechtigte Beteiligung von Frauen in Politik und öffentlichen Angelegenheiten ein. Dass nun Saudi-Arabien Mitglied werden soll, liegt an einem komplizierten Wahl- und Rotationsverfahren, das allen Regionen gerecht werden will.

In einer früheren Version dieser Meldung hieß es, Saudi-Arabien werde die Kommission auch leiten. Das war nicht zutreffend. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

Von: jw

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Tue, 25 Apr 2017 15:29:00 +0200
<![CDATA[Milliardär Al-Masri: „Starke palästinensische Wirtschaft ist gut für uns und für Israel“]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/wirtschaft/2017/04/25/milliardaer-al-masri-starke-palaestinensische-wirtschaft-ist-gut-fuer-uns-und-fuer-israel/ JERUSALEM (inn) – Die Palästinenser wollen ihre Wirtschaft so entwickeln, dass ihr zukünftiger Staat wirtschaftlich gleichauf mit Israel sein kann. Das hat der Milliardär Baschar al-Masri am Montag bei einem israelisch-palästinensischen Wirtschaftsforum geäußert. An dem Treffen nahm auch der österreichische Bundeskanzler Christian Kern teil. 

Der SPÖ-Politiker stellte nach dem Forum im Gespräch mit der Tageszeitung „Jerusalem Post“ fest: „Es gibt viel Raum für eine Zusammenarbeit.“ Am Vortag hatte er im Norden des Westjordanlandes die palästinensische Planstadt Rawabi besucht, deren Errichtung Al-Masri finanziert hat. Dieser sagte während des Treffens, eine starke palästinensische Wirtschaft „ist gut für uns und ebenso gut für Israel“. Israel werde eine schwere Zeit durchmachen, wenn es nicht das palästinensische Problem löse und die Wirtschaft stärke.

Die besten Erfolgschancen haben nach Al-Masris Einschätzung derzeit palästinensische Unternehmen, die sich mit Technologie und Medien befassen. Denn sie seien nicht von offenen Grenzen abhängig. Die Palästinenser strebten nach grüner Technologie und nach der Entwicklung von Geschäftsmöglichkeiten mit der arabischen Gemeinde in Israel, ergänzte der Milliardär.

Knessetabgeordneter: Kein Regierungsbeschluss nötig

Das Forum hatte der israelische Abgeordnete Erel Margalit organisiert, der für den Vorsitz der sozialdemokratischen Arbeitspartei kandidiert. Er vertritt den Standpunkt, eine Zusammenarbeit von israelischen und palästinensischen Firmen sei unabhängig von jeglichem diplomatischen Prozess möglich. Die internationale Zusammenarbeit zwischen Israelis, Palästinensern und regionalen Partnern sei gestützt durch die Hilfe der internationalen Gemeinschaft, einschließlich Österreichs. „Man braucht keinen großen Regierungsbeschluss, um eine Zusammenarbeit in der Gesundheits-IT zu haben.“ Wenn der österreichische Kanzler einem Teil der Zusammenarbeit zwischen Israelis und Palästinensern Glaubwürdigkeit verleihe, sei das förderlich für den Prozess.

Von: eh

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Tue, 25 Apr 2017 15:03:00 +0200
<![CDATA[Weltweit erste Wirbelsäulen-OP mit Roboterunterstützung]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/wissenschaft/2017/04/25/weltweit-erste-wirbelsaeulen-op-mit-roboterunterstuetzung/ JERUSALEM (inn) – Weltpremiere: Zwei Roboter haben im Hadassah-Krankenhaus bei einer Operation einer komplizierten Wirbelsäulenfraktur geholfen. Diese Art des Eingriffs wurde laut der israelischen Tageszeitung „Jerusalem Post“ erstmals weltweit in der Jerusalemer Klinik durchgeführt.

Der 42-jährige Patient, Aharon Schwartz, hatte einen schweren Arbeitsunfall erlitten, bei dem sechs Wirbel in der Wirbelsäule und ein Bein an zwei Stellen brachen. Die Operation leitete der Orthopädie-Chef, Meir Liebergall, mit der Untersützung seines Teams in einem speziellen Hybrid-OP, der mit medizinischer Bildgebung ausgestattet ist, mit zwei Robotern: „Zeego“ und „Renaissance“. Während der Operation steuerten zwei Chirurgen die Roboter: Josh Schroeder „Zeego“ und Amal Chury das Siemens-Fabrikat „Renaissance“.

Den Roboter „Zeego“ entwickelte die israelische Firma Mazor. Er kann während eines medizinischen Eingriffs 3-D-Bilder erstellen. Das ermöglicht dem Chirurg, genau zu wissen, wo jedes Organ ist, anstatt vor der Operation eine Computertomographie zu machen und danach Röntgenuntersuchungen.

Arzt: Patient wird wieder laufen können

Die beiden Roboter kommunizierten direkt untereinander, sodass das chirurgische Team die heikle, minimal-invasive Operation absolvieren konnte. Mit der elekronischen Assistenz führten die Mediziner mit großer Genauigkeit elf chirurgische Schrauben in die Wirbel des Patienten ein.

Der leitende Arzt Liebergall gab die geglückte Operation diese Woche bekannt. Der Patient werde nach dem Eingriff wieder laufen können, wenn sein Bein verheilt ist. Der behandelte Schwartz sagte nach dem Eingriff laut „Jerusalem Post“: „Ich bin sehr dankbar für den Einsatz dieser fortschrittlichen Technik, die Arbeit und das medizinische Team sowie Dr. Schroeder, der meinen Zustand die ganze Zeit verfolgt. Das nehme ich nicht als selbstverständlich hin.“

Roboter-Einsatz bei Operation von Menschen mit Gefäß-Krankheiten

Von: mab

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Tue, 25 Apr 2017 14:09:00 +0200
<![CDATA[Mitarbeiter nach Vorwürfen einer Hamas-Verbindung zurückgetreten]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/04/25/mitarbeiter-nach-vorwuerfen-einer-hamas-verbindung-zurueckgetreten/ GAZA (inn) – Ein Mitarbeiter des UN-Hilfswerkes für Palästina-Flüchtlinge (UNRWA), Suhail al-Hindi, hat sein Amt niedergelegt. Im Februar hatte Israel den palästinensischen Lehrer beschuldigt, in die Führungsebene der radikal-islamischen Hamas gewählt worden zu sein. Er stritt dies ebenso ab wie einen Zusammenhang seines Rücktrittes mit den Vorwürfen, wie die palästinensische Webseite „Al-Risalah“ Samstag berichtete.

Indes bestätigte UNRWA-Sprecher Chris Gunness, dass Al-Hindi nicht länger bei der Organisation angestellt sei. Über die Hintergründe der Personalie schwieg er: „Es ist nicht die Politik der Agentur, die Umstände des Ausscheidens einzelner Mitarbeiter zu diskutieren“, zitiert die israelische Tageszeitung „Jerusalem Post“ aus seiner Mail.

Die Hamas hatte am 13. Februar interne Wahlen im Gazastreifen abgehalten. Anschließend teilte die israelische „Behörde für die Koordination der Regierungsaktivitäten in den (Palästinenser-)Gebieten“ (COGAT) mit, dass Al-Hindi einen hohen Posten erhalten habe. Der Palästinenser entgegnete: „Ich habe in keinerlei Weise eine Verbindung zu jener Angelegenheit und werde die Parteien verklagen, die meinen Namen in sozialen Medien und Nachrichtenseiten umherwerfen.“

Auch die UNRWA dementierte zunächst eine Zugehörigkeit ihres Angestellten zu der Terrorgruppe. Sie habe keinerlei Beweise entdeckt oder erhalten, die Al-Hindis Aussage widerlegt hätten, hieß es. Ende Februar jedoch gab Gunness bekannt, dass er bis auf Weiteres beurlaubt sei. Grundlage seien „substantielle Informationen“, die eingegangen seien – unabhängig von israelischen Forderungen.

Israel begrüßt Rücktritt

Indes sagte der Generalsekretär der UNRWA-Gewerkschaft, Jussif Hamudna, im Gespräch mit „Al-Risalah“, der Rücktritt habe keinen Bezug zu den Anschuldigungen. Al-Hindi wolle in einem anderen Rahmen palästinensischen Flüchtlingen helfen. Der Lehrer einer UNRWA-Schule war auch Gewerkschaftsvorsitzender in Gaza.

Der israelische UN-Boschafter Danny Danon begrüßte den Rücktritt: „Es ist Zeit, der absurden Situation endlich ein Ende zu setzen, in der UN-Angestellte, die sich auf humanitäre Hilfe konzentrieren sollen, ihre Stellungen missbrauchen und gleichzeitig mit terroristischen Organisationen zusammenarbeiten, die zur Vernichtung Israels aufrufen.“

Von: eh

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Tue, 25 Apr 2017 13:55:00 +0200
<![CDATA[Gauck: Auschwitz nicht vergessen]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/04/25/gauck-auschwitz-nicht-vergessen/ LOCHAMEJ HAGETA'OT (inn) – Der frühere Bundespräsident Joachim Gauck hat am Montagabend an der Abschlussveranstaltung zum Holocaustgedenktag teilgenommen. Der israelische Staatspräsident Reuven Rivlin hatte ihn dazu in das „Haus der Ghettokämpfer“ im nordisraelischen Kibbutz Lochamej HaGeta'ot („Ghettokämpfer“) geladen.

Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Von Generation zu Generation“. Es ging um die Aufgabe, das Holocaustgedenken lebendig zu halten. Rivlin warnte in diesem Zusammenhang vor der Holocaust-Leugnung, die derzeit neue Formen annehme. Dabei kritisierte er unter anderen die französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen – allerdings ohne sie beim Namen zu nennen. Le Pen hatte am 9. April im französischen Fernsehen gesagt, Frankreich sei nicht verantwortlich für die Massenfestnahme von Juden durch die französische Polizei im Jahr 1942 in Paris. Deutsche Soldaten deportierten die Juden anschließend in Vernichtungslager nach Osteuropa.

Rivlin: Moralische Besinnung notwendig

Durch so eine Denkweise werde der Unterschied zwischen Kriminellen und Opfern geleugnet, kommentierte Rivlin Le Pens Äußerung laut Mitteilung des Präsidialamtes. Dies führe wiederum dazu, die moralische Verantwortung zu leugnen. Zwar gebe es unterschiedliche Grade der Verantwortung. Für die Planung und Durchführung der „Endlösung“ sei etwa nur Deutschland verantwortlich. „Aber wir verlangen eine innere moralische Besinnung von allen, die bei der systematischen Auslöschung mitgeholfen haben.“

An Gauck gewandt sagte Rivlin, als früherer Menschenrechtsaktivist verstehe dieser die Gefahr der Holocaust-Leugnung. „Durch Ihre Anwesenheit, wie auch durch die Erklärungen und Handlungen der deutschen Regierung, zeigen Sie die Tiefe Ihres gemeinsamen Einsatzes für das Gedenken und die Lehren aus dem Holocaust.“ Dies gelte auch für die Standhaftigkeit im Umgang mit dem Anstieg von Antisemitismus in Deutschland.

Gauck betont bleibende Solidarität

Gauck wiederum betonte die Bedeutung, die nachfolgende Generation der Deutschen über die Geschichte des Holocaust zu unterrichten. Er erinnerte dabei an die eigene Elterngeneration, die vorgegeben hatte, von der Judenvernichtung nichts gewusst zu haben. „Ich war unfähig, mein Land zu lieben. Ich hasste es sogar. Meine Generation blickte mit Abscheu auf ihre Eltern.“ Umso mehr erfülle es ihn mit Freude, dass die Beziehungen zwischen Deutschen und Israelis heute so eng seien.

Dieser Teil der deutschen Geschichte werde das Land weiterhin prägen, fuhr Gauck fort. „Auch zukünftige Generationen werden keine Identität ohne den Schandfleck Auschwitz haben. Die besondere und dauerhafte Verbindung zwischen unseren Völkern und die besondere Solidarität Deutschlands mit dem demokratischen Staat Israel werden Teil unserer Identität bleiben.“

Das „Haus der Ghettokämpfer“ wurde 1949 von Bewohnern des Kibbutz Lochamej HaGeta'ot gegründet, die Holocaust-Überlebende waren und teilweise am Aufstand im Warschauer Ghetto 1943 beteiligt waren. Es war das erste Museum in Israel, das sich den Holocaust-Opfern und dem jüdischen Widerstand widmete. Das Haus an der Küste zwischen Akko und Naharija dokumentiert die Verfolgungsgeschichte der Juden im 20. Jahrhundert.

Von: df

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Tue, 25 Apr 2017 12:42:00 +0200
<![CDATA[IS soll sich für Angriff entschuldigt haben]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/04/25/is-soll-sich-fuer-angriff-entschuldigt-haben/ In einem Fernsehinterview hat der ehemalige Verteidigungsminister Israels Mosche Ja'alon über eine Attacke des „Islamischen Staates“ gesprochen. Die Terrormiliz habe israelische Soldaten nahe der syrischen Grenze versehentlich angegriffen. Aufgrund der neutralen Haltung Israels im Syrienkonflikt habe sich die Terror-Organisation für die Attacke im November entschuldigt. Nach israelischem Recht ist die Kommunikation mit terroristischen Organisationen verboten. Sowohl Ja'alons Büro als auch das Militär verweigerten weitere Aussagen zur Art und Weise der Entschuldigung, wie die Onlinezeitung „Times of Israel“ berichtet.

Von: lms

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Tue, 25 Apr 2017 12:35:00 +0200
<![CDATA[Israelische Politikerin vergleicht Ammoniak-Lager mit Gaskammern]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/04/25/israelische-politikerin-vergleicht-ammoniak-lager-mit-gaskammern/ Die Knessetabgeordnete Jael Cohen Paran (Zionistisches Lager) hat das Ammoniak-Lager in Haifa mit den nationalsozialistischen Gaskammern verglichen. „Ausgerechnet an dem Tag, an dem wir der Millionen gedenken, die in den Gaskammern erstickten, beschließt der Regierungschef, sich zugunsten des Ammoniak-Lagers einzusetzen, das die Leben von einer Million Männer und Frauen mit einem Tod durch Gase gefährdet“, schrieb sie auf Twitter. Nach empörten Reaktionen von Usern entfernte sie den Eintrag. Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte am Montag mit Ministern über das umstrittene Ammoniak-Lager beraten.

Von: eh

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Tue, 25 Apr 2017 11:16:00 +0200
<![CDATA[Religiöse Politiker verlassen Tel Aviver Stadtrat]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/04/25/religioese-politiker-verlassen-tel-aviver-stadtrat/ Zwei religiöse Politiker verlassen infolge der Schabbat-Entscheidung des Obersten Gerichtes den Stadtrat von Tel Aviv. Die Richter hatten genehmigt, dass Geschäfte in der Küstenstadt auch am Ruhetag öffnen dürfen. In einem Brief erklärten Natan Elnatan (Schass) und Naftali Lubert (Vereinigtes Torah-Judentum), die Entscheidung stelle eine „ernsthafte Beseitigung von Werten dar“. Unterdessen hat die „Schass“-Partei angedroht, die israelische Regierungskoalition zu verlassen, sollte es bei der Entscheidung der Richter bleiben.

Von: df

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Tue, 25 Apr 2017 10:31:00 +0200
<![CDATA[Piercer verweigert Israelis Dienstleistung]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/wirtschaft/2017/04/25/piercer-verweigert-israelis-dienstleistung/ Mit einem Bild aus ihrem Australienurlaub sorgt eine junge Israelin für Aufsehen. Das Bild zeigt einen Aushang eines Piercingstudios, auf dem steht, dass Israelis nicht bedient werden. Auf Nachfrage erklärte der Inhaber der Touristin, dass er mit der israelischen Politik nicht einverstanden sei und aus diesem Grund keine Israelis bediene. Auf die Anfrage der lokalen Zeitung der nordaustralischen Stadt Cairns rechtfertigte sich der Piercer und verkündete, dass es bei dieser Entscheidung nicht um Diskriminierung und Antisemitismus gehe. „Es hat nichts mit Rasse oder Religion zu tun. Wir unterstützen die (internationale Boykott-)Bewegung BDS.“

Von: lms

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Tue, 25 Apr 2017 08:12:00 +0200
<![CDATA[Netanjahu wirft Alliierten Passivität vor]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/04/24/netanjahu-wirft-alliierten-passivitaet-vor/ JERUSALEM (inn) – Israel hat am Montag des Holocaust gedacht. Am Montagvormittag erklangen um 10 Uhr Ortszeit zwei Minuten lang die Sirenen. Aktiviert hatte die Sirenen die aus Polen stammende Holocaust-Überlebende Stephanie Portnoy. Die Israelis unterbrachen ihre Aktivitäten und hielten im Gedenken an die Todesopfer und die Überlebenden inne. Es folgten Zeremonien und Gedenkfeiern an Schulen und anderen Einrichtungen unter dem Motto „Ihre Identitäten wiederherstellen: Das Schicksal des Individuums während des Holocaust“.

Die zentrale Veranstaltung fand in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem statt. Staatspräsident Reuven Rivlin legte einen Kranz am Denkmal für den Aufstand im Warschauer Ghetto 1943 nieder. Zugegen waren auch Regierungschef Benjamin Netanjahu, Knessetsprecher Juli Edelstein. In der Knesset wurden anschließend in einer zweistündigen Zeremonie einzelne Namen von Holocaust-Opfern verlesen.

Gabriel: Bodenloser Abgrund des Zivilisationsbruches

In Polen führten hochrangige Vertreter des jüdischen Staates den „Internationalen Marsch des Lebenden“ an. Dabei beteiligt waren die Präsidentin des israelischen Obersten Gerichtes, Miriam Naor, Armeechef Gadi Eisenkot, Bildungsminister Naftali Bennett sowie der frühere Oberrabbiner Meir Landau, selbst ein Holocaust-Überlebender. Bei dem Marsch gehen die Beteiligten drei Kilometer vom Konzentrationslager Auschwitz zum Vernichtsungslager Birkenau. In diesem Jahr marschierten 10.000 Jugendliche aus 50 Ländern mit, darunter auch Dutzende Schüler aus Marokko, berichtet die israelische Tageszeitung „Yediot Aharonot“.

Der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel gedachte ebenfalls des Holocaust. Er traf am Montag in Israel im Rahmen seiner dreitägigen Nahostreise ein. Bei der Ankunft betonte er laut Mitteilung des Außenministeriums „die historische Verantwortung Deutschlands für den Holocaust und die Verbrechen des Zweiten Weltkriegs“. Daraus erwachse die Aufgabe, gegen Antisemitismus und für die Menschenwürde einzutreten. „Still stehe ich heute hier in Israel vor dem bodenlosen Abgrund des Zivilisationsbruchs der Sho'ah, der kaum zu fassen ist – und vor dem Land, das uns Deutschen dennoch die Hand gereicht hat.“

Netanjahu: Juden können sich nun verteidigen

Bereits am Sonntagabend begann das Gedenken mit einer Zeremonie in Yad Vashem. Sechs Holocaust-Überlebende zündeten sechs Fackeln an, die für die sechs Millionen Opfer stehen. Zugegen war auch der österreichische Kanzler Christian Kern, der sich zuvor mit Rivlin getroffen hatte.

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu betonte in seiner Rede, der Holocaust hätte verhindert werden können, wenn die Weltmächte einsatzbereiter gewesen wären. Die selbe Gleichgültigkeit gegenüber dem Schicksal der Juden sei auch heute noch sichtbar.

Netanjahu stützte sich in seiner Rede auf neu vorgelegte historische Dokumente. Diese belegen, dass das Ausmaß des Holocaust in den Konzentrationslagern den Briten, Amerikanern und Russen bereits 1942 bekannt war – zwei Jahre früher als bislang angenommen. Der britische Historiker Dan Plesch weist in seinem Buch „Menschenrechte nach Hitler“ darauf hin. „Wenn die Weltmächte gegen die Todeslager vorgegangen wären – und alles, was es dazu gebraucht hätte, wäre beständige Bombardierung gewesen – wenn sie damals gehandelt hätten, hätten sie vier Millionen Juden und Millionen anderer Menschen retten können."

Der Holocaust sei im Wesentlichen auf drei Faktoren zurückzuführen, fuhr Netanjahu fort: Judenhass, weltweite Gleichgültigkeit und „die schreckliche Schwäche unseres Volkes in der Diaspora“. Während Judenhass und Gleichgültigkeit weiter bestünden, habe sich der letztgenannte Faktor geändert – mit dem Staat Israel. Der Lehre aus dem Holocaust sei, „dass wir in der Lage sein müssen, uns zu verteidigen, durch uns selbst, gegen jegliche Bedrohung, gegen jeden Feind".

Rivlin: Reichtum durch Spiritualität und Kreativität

Staatspräsident Rivlin warb in seiner Rede für einen ausgewogenen Blick auf die Scho'ah. Derzeit dominierten zwei Ansätze: Die Scho'ah als eines von vielen rassistischen Ereignissen in der Geschichte zu betrachten, und alles nur durch durch die Scho'ah zu sehen.

Beide Sichtweisen seien falsch. Die Scho'ah sei nicht als Verbrechen gegen die Menschheit, sondern gegen Juden geplant worden, um diese zu vernichten. Der zweite Ansatz teile die Welt in gut und böse ein. Dies gefährde die Außenbeziehungen des israelischen Staates und die Dialogbereitschaft. Im Inneren mindere diese Sichtweise den Reichtum des jüdischen Volkes. „Das jüdische Volk wurde nicht in Auschwitz geboren. Es war nicht Angst, die uns durch die 2.000 Jahre des Exils gebracht hat. Es war unsere Spritualität, unsere gemeinsame Kreativität.“

Von: df

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Mon, 24 Apr 2017 15:29:00 +0200
<![CDATA[Österreichischer Bundeskanzler Kern gedenkt in Israel der Opfer]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/04/24/oesterreichischer-bundeskanzler-kern-gedenkt-in-israel-der-opfer/ JERUSALEM (inn) – Israels Staatspräsident Reuven Rivlin hat den Umgang der österreichischen Führung mit der eigenen Nazivergangenheit gewürdigt. Diese fördere das Bewusstsein für die damit verbundene kollektive Verantwortung, sagte er am Sonntagmorgen bei einem Treffen mit Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) in Jerusalem. „Leider sind Antisemitismus und Faschismus nicht verschwunden – nicht in Österreich, und nicht in Europa.“ Seinen Gast lobt er laut einer Mitteilung des Präsidialamtes für dessen „starke und klare Stimme gegen solche Intoleranz und Hass“.

Kern erinnerte daran, dass Israel und Österreich im vergangenen Jahr das 60-jährige Bestehen ihrer diplomatischen Beziehungen gefeiert hatten. „Heute haben die bilateralen Beziehungen beispiellose Niveaus erreicht.“ Das gelte für Handel, Investitionen und Tourismus. Der Bundeskanzler ergänzte: „Israel hat einen Ruf als eine der wichtigsten Startup-Nationen erlangt. Dieses Konzept hat so viele Österreicher erreicht und inspiriert.“

Kerns Familie half versteckten Juden

Während seines Treffens mit Rivlin nahm Kern auch Bezug auf den Holocaustgedenktag, der in Israel am Sonntagabend begann: „Bei einem Besuch in Israel geht es nicht immer um die Zukunft, es geht auch sehr um unsere Geschichte und unser Erbe. Wir haben einen langen Weg zurückgelegt von der offiziellen Leugnung zur Anerkennung unserer Verantwortung für die dunkelsten Kapitel unserer Geschichte. Es hat wirklich Jahrzehnte gedauert, aber heute Nacht werden wir die Märtyrer und die Helden des Holocaust ehren, Hand in Hand und Schulter an Schulter.“

Der österreichische Politiker erzählte bei seinem ersten Israelbesuch auch eine persönliche Geschichte: Seine Großmutter habe im Haushalt eines jüdischen Ehepaars in Wien gearbeitet, das sich dann vor den Nazis versteckte. Seine mittlerweile 89-jährige Mutter brachte als Kind dem Paar jeden Tag Essen, bis sie eines Tages auf die Gestapo traf und verjagt wurde. Die beiden Juden seien nie mehr gesehen worden, sagte Kern.

Aus Sicht des Kanzlers ist es wichtig, die Erinnerung an die Scho'ah am Leben zu erhalten – nicht nur, um das Gedenken der Opfer zu wahren, sondern auch für die nächste Generation. „Es legt fest, in welcher Gesellschaft und in welcher Zukunft wir leben wollen.“ Kern versicherte: „Wo immer Antisemitismus sein hässliches Haupt erhebt, werden wir gemeinsam mit unseren jüdischen Freunden stehen und dagegen kämpfen. Wir werden nie aufhören, die Integrität, Würde und Sicherheit unserer jüdischen Mitbürger zu garantieren. Ich stehe hier als wahrer Freund Israels, der entschieden ist, die Beziehung zwischen Österreich und Israel kontinuierlich zu vergrößern.“

Am Sonntagabend nahm Kern als erster österreichischer Bundeskanzler am offiziellen Staatsakt zum Jom HaScho'ah in Yad Vashem teil. Er war der einzige internationale Staatsgast, schreibt die „Wiener Zeitung“. Am Montag legte er in der Jerusalemer Holocaustgedenkstätte einen Kranz nieder.

Besuche in Ramallah und Rawabi

Vor dem Staatsakt hatte der österreichische Politiker in Ramallah den palästinensischen Premierminister Rami Hamdallah getroffen. Zudem sprach er mit der ranghohen Vertreterin der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), Hanan Aschrawi. Am Denkmal für den 2004 verstorbenen Palästinenserführer Jasser Arafat legte er einen Kranz nieder. Im Norden des Westjordanlandes besichtigte er die palästinensische Planstadt Rawabi.

Von: eh

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Mon, 24 Apr 2017 14:16:00 +0200
<![CDATA[Historiker findet belastendes Telegramm]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/wissenschaft/2017/04/24/historiker-findet-belastendes-telegramm/ Der türkische Historiker Taner Akcam hat ein verschlüsseltes Telegramm gefunden, das den von den Türken geleugneten Völkermord an den Armeniern im Osmanischen Reich zweifelsfrei beweisen soll. Dies berichtet die „New York Times“. Das Telegramm stammt aus dem Archiv des armenischen Patriarchates in Jerusalem, das Informationen über die Deportation und systematische Tötung von bis zu 1,5 Millionen Armeniern während des Ersten Weltkrieges in Anatolien enthält. Akcam lehrt an der „Clark University“ im englischen Worcester.

Von: lms

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Mon, 24 Apr 2017 14:13:00 +0200
<![CDATA[PA: Israel ist Schuld an häuslicher Gewalt]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/04/24/pa-israel-ist-schuld-an-haeuslicher-gewalt/ RAMALLAH (inn) – Das Büro für Frauenangelegenheiten der Palästinensischen Autonomiebehörde macht Israels „Verletzung der Menschenrechte“ und die „Besatzung“ von Gaza für den Anstieg häuslicher Gewalt in den vergangenen Tagen verantwortlich. Das meldet das Nachrichtenportal „Arutz Scheva“ und bezieht sich auf eine offizielle Erklärung der Behörde. Eine Erklärung des Büros ist, dass Israel in den vergangenen Tagen aufgrund von Sicherheitsvorkehrungen den Zugang zu Gaza eingeschränkt hatte. Gleichzeitig habe sich die Zahl der Menschenrechtsverletzungen erhöht.

Das Büro verurteilte jegliche Art von Gewaltverbrechen gegen Frauen und die Ermordung von Frauen. Die zuständigen Behörden sollten offensive Maßnahmen ergreifen, um diese Übergriffe zu stoppen, forderte es. Kriminellen sollte nicht erlaubt sein, der Rechtsprechung zu entgehen – auch im Fall eines „Ehrenmords“ nicht.

Genau diese Ehrenmorde sind laut dem Bericht in den vergangenen Jahren gestiegen. Das hat die UN-Organisation für Frauen dazu bewegt, diese steigenden Raten zu verurteilen.

Von: mab

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Mon, 24 Apr 2017 12:59:00 +0200
<![CDATA[Guterres fordert Gleichbehandlung Israels]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/04/24/guterres-fordert-gleichbehandlung-israels/ UN-Generalsekretär António Guterres hat am Sonntag gefordert, Israel wie jeden anderen Staat zu behandeln. Vor dem Jüdischen Weltkongress in New York versicherte er, gegen anti-israelische Haltungen sowie gegen Antisemitismus vorzugehen. „Die moderne Form des Antisemitismus ist die Leugnung des Existenzrechtes Israels.“ Dieses Prinzip habe er bereits unter Beweis gestellt, als er einen anti-israelischen Bericht der Wirtschafts- und Sozialkommission der Vereinten Nationen für Westasien kritisiert hatte. Die Haltung bedeute jedoch nicht, mit der Regierung in Israel immer einverstanden zu sein.

Von: df

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Mon, 24 Apr 2017 11:42:00 +0200
<![CDATA[Taba-Übergang wieder geöffnet]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/04/24/taba-uebergang-wieder-geoeffnet/ Nach elf Tagen hat die Anti-Terror-Behörde den Taba-Grenzübergang nach Ägypten wieder für israelische Staatsbürger geöffnet. Dabei betonte sie, dass eine „schwere, konkrete und unverzügliche“ Bedrohung für Israelis im Sinai bestehen bleibe. Deshalb rate sie von einer Einreise ab. Die Grenze war vor dem Pessachfest wegen konkreter Terrorwarnungen für Israelis geschlossen worden, Angehörige anderer Nationalitäten durften sie passieren. Am vergangenen Dienstag verlängerte die Behörde die Grenzsschließung. Am Freitag hob sie diese wieder auf.

Von: eh

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Mon, 24 Apr 2017 10:23:00 +0200
<![CDATA[Vier Verletzte nach Terrorangriff]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/04/23/vier-verletzte-nach-terrorangriff/ TEL AVIV (inn) – Ein Palästinenser hat am Sonntagnachmittag bei einem Terrorangriff in Tel Aviv vier Israelis leicht verletzt. Nach Angaben der Polizei stammt der 18-jährige Täter aus der Umgebung von Nablus. Er wurde in Gewahrsam genommen. Die Verletzten, darunter ein über 70-jähriger Mann und eine über 50-jährige Frau, wurden zunächst vor Ort in der nördlichen HaJarkon-Straße nahe des Strandes behandelt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht.

Die Einsatzkräfte hatten etwa um 13.50 Uhr Ortszeit einen Notruf erhalten. Nach Angaben der Polizei griff der Täter zunächst drei Personen in der Lobby des „Leonardo Hotel“ an. Dabei verwendete er eine Drahtschere. Anschließend rannte er auf den beliebten Boulevard und verletzte eine weitere Person. Angestellte des Hotels und Polizisten überwältigten ihn. Anschließend wurde er Beamten des Inlandsgeheimdienstes Schabak übergeben.

Der Tel Aviver Bürgermeister Ron Huldai sagte zu dem Vorfall: „Das ist eine weitere schmerzhafte Erinnerung an die schwierige Wirklichkeit, in der wir leben, besonders vor dem Holocaustgedenktag.“ Der Holocaustgedenktag beginnt am Sonntagabend.

Täter hatte Einreisegenehmigung

Am späten Sonntagabend wurde bekannt, dass der Täter eine Einreisegenehmigung der „Behörde für die Koordination der Regierungsaktivitäten in den (Palästinenser-)Gebieten“ (COGAT) hatte. Beantragt hatte diese die linksgerichtete Organisation „Natural Peace Tour“. Die Organisation bringt Bewohner der Palästinensischen Autonomiegebiete nach Israel, so dass diese dort Urlaub machen, auf „Friedenstouren“ gehen oder Israelis treffen können.

Die Organisation kündigte nach dem Anschlag an, das System der Reisegenehmigungen zu verbessern. „Nächstes Mal werden wir vorsichtiger sein“, sagte ein Sprecher dem Armeeradio. Derzeit habe die Organisation alle Aktivitäten eingestellt, wie es die COGAT verlangt habe.

Von: df

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Sun, 23 Apr 2017 16:30:00 +0200
<![CDATA[Israel greift Assad-Stellungen an]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/04/23/israel-greift-assad-stellungen-an/ Syrischen Medienberichten zufolge hat die israelische Luftwaffe Stellungen der syrischen Armee bei Kuneitra beschossen. Demnach kamen dabei drei Syrer ums Leben. Israel bestätigte den Angriff bislang nicht. Bereits am Freitag hatte Israel Stellungen in Syrien beschossen, nachdem zwei Mörsergranaten auf israelischem Gebiet explodiert waren.

Von: df

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Sun, 23 Apr 2017 11:44:00 +0200
<![CDATA[Sechs Israelis verhaftet]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/04/23/sechs-israelis-verhaftet/ Der israelische Inlandsgeheimdienst Schabak hat im Verbund mit der Polizei sechs Israelis in Be'er Scheva wegen mutmaßlicher Angriffe auf Araber festgenommen. Das teilte die Behörde am Sonntag mit. Die ersten Angriffe mit Messern und Stäben fanden demnach bereits im Dezember statt. Zu den Verdächtigen gehörten zwei Soldaten und ein Minderjähriger. Der Schabak vermutet einen nationalistischen Hintergrund.

Von: df

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Sun, 23 Apr 2017 11:30:00 +0200
<![CDATA[Mattis warnt vor Iran und Hisbollah]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/04/21/mattis-warnt-vor-iran-und-hisbollah/ JERUSALEM (inn) – Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hat die Veränderung in der Politik der USA durch Präsident Donald Trump gewürdigt. Am Freitag empfing er in Jerusalem den amerikanischen Verteidigungsminister James Mattis. Der Beschuss eines syrischen Luftwaffenstützpunktes als Reaktion auf den Chemiewaffenangriff „wurde in aller Welt und in unserer Region geschätzt“, sagte er in einer gemeinsamen Pressekonferenz.

Mattis nahm Bezug zum Holocaustgedenktag, der am Sonntagabend beginnt: „Ich denke, es ist wichtig, dass wir uns daran erinnern, dass, wenn gute Menschen sich nicht zusammenschließen, schlechte Menschen viel Schaden in dieser Welt anrichten können. Wir sind verpflichtet, das zu beenden und zu tun, was immer nötig ist, um Frieden und Freiheit an die nächste Generation weiterzureichen.“ Israel und die anderen Staaten der Region seien zwei Gefahren ausgesetzt, über die er gerade in der Woche vor dem Gedenktag mit Netanjahu diskutieren wolle. Dabei habe der Verteidigungsminister nicht direkt ausgesprochen, dass er den Iran und die Terrorvereinigung „Islamischer Staat“ meinte, schreibt die Onlinezeitung „Times of Israel“.

Zuvor hatte Mattis bereits seinen israelischen Amtskollegen Avigdor Lieberman getroffen. Er äußerte Besorgnis über die iranische Bedrohung für Israel und die Region. Diese gehe unter anderem von „ballistischen Raketen“ aus, aber auch von „Stellvertretern, einschließlich der libanesischen Hisbollah“. Diese terroristische Organisation helfe dabei, Präsident Baschar al-Assad in Syrien an der Macht zu halten. Ein weiteres Thema war der Einsatz chemischer Waffen durch Assad. Zudem sprachen die Minister über die strategische Allianz, die die USA zwischen Israel, Ägypten, Saudi-Arabien und den Golfstaaten schaffen wollen.

USA streben engere Zusammenarbeit mit Ägypten an

Mattis hatte seine Nahostreise in Saudi-Arabien begonnen. Von dort reiste er weiter nach Ägypten. In Kairo traf er am Donnerstag Staatspräsident Abdel Fattah al-Sisi. „Wir haben uns auf eine erneuerte und starke Partnerschaft im Sicherheitsbereich geeinigt“, sagte der Minister anschließend laut einer Mitteilung des Pentagon. Er sei zuversichtlich bezüglich der militärischen Zusammenarbeit mit Ägypten. Von Israel aus reist Mattis weiter nach Katar und ins ostafrikanische Dschibuti.

Von: eh

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Fri, 21 Apr 2017 15:45:00 +0200
<![CDATA[Satellit von Schülern im All]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/wissenschaft/2017/04/21/satellit-von-schuelern-im-all/ CAPE CANAVERAL (inn) – Ein winziger Satellit, von israelischen Schülern gebaut, befindet sich seit Mittwoch im Weltall. Er wurde vom Kennedy Space Center der amerikanischen Weltraumbehörde NASA bei Cape Canaveral im Rahmen eines internationalen Forschungsprojekts zusammen mit anderen Satelliten ins All geschossen. Vierzehn der insgesamt 80 Schüler waren nach Florida gereist, um den Start vor Ort mitzuerleben. Es handelte sich um das einzige Schülerprojekt an Bord, die anderen Satelliten stammten von Studenten oder Forschern.

Die Nachwuchsforscher haben dem Satelliten den Namen „Duchifat-2“ gegeben. „Duchifat“ meint „Wiedehopf“, der seit dem Jahr 2008 der Nationalvogel Israels ist. Das Gerät ist eines von 28 Nanosatelliten aus 23 Ländern, die am Thermo-Forschungsprogramm der Europäischen Union teilnehmen. Schüler der Klassen 9 bis 12 an Schulen in Herzlija, Ofakim, Jeruham, in der Siedlung Ofra und in der Beduinenstadt Hura haben dazu beigetragen, Duchifat-2 zu bauen. Sie brauchten dazu zwei Jahre und erhielten Untersützung von der Israelischen Weltraumbehörde (ISA) und dem Luftfahrt- und Rüstungsunternehmen „Israel Aerospace Industries“.

Raumstation als Zwischenstation

Der Satellit wiegt 1,8 Kilogramm, ist 20 Zentimeter hoch und 10 Zentimeter breit. Er hat keine Motoren, sondern verwendet das Erdmagnetfeld, um sich im Weltall zu positionieren. Zunächst kommt er jedoch mit der Atlas-V-Versorgungsrakete zur Internationalen Raumstation. Die Astronauten werden Duchifat-2 und die anderen Nanosatelliten in etwa sechs Wochen im Weltraum aussetzen.

Der israelische Satellit wird die Plasmadichte in der unteren Thermosphäre untersuchen. Diese beginnt in etwa 85 Kilometern Höhe und reicht bis etwa 300 Kilometer. Signale vom Satelliten werden im Wissenschaftszentrum von Herzlija empfangen. Dort analysieren die Schüler dann die Daten.

Duchifat-2 ist bereits der zweite Satellit israelischer Gymnasiasten. Duchifat-1 ist ein Radiosatellit, der im Jahr 2014 gebaut wurde. Er dient dazu, verlorene Reisende in Gebieten ohne Handyempfang zu finden. Der Satellit ist solarbetrieben und wird voraussichtlich in den nächsten 20 Jahren in der Umlaufbahn bleiben.

Ulrich W. Sahm

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Fri, 21 Apr 2017 15:24:00 +0200
<![CDATA[„Die Geschichte unserer Auferstehung“]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/04/21/die-geschichte-unserer-auferstehung/ JERUSALEM (inn) – Sechs Überlebende entzünden am bevorstehenden Holocaustgedenktag, dem Jom HaScho'ah, Fackeln. Sie stehen für die sechs Millionen Juden, die während der nationalsozialistischen Herrschaft ermordet wurden. Bei der offiziellen Zeremonie am Sonntagabend in der Jerusalemer Gedenkstätte Yad Vashem erzählt auch ein Opfer seine Geschichte.

Die Ansprache hält in diesem Jahr Esther Miron, die aus Ungarn stammt. 1944 wurde sie in Budapest inhaftiert, weil sie den gelben Stern nicht trug. In Auschwitz überstand sie 17 „Selektionen“, bei der neunten wurde ihre Schwester ins Gas geschickt. Im April 1948 erreichte sie das damalige britische Mandatsgebiet Palästina. Sie studierte in Jerusalem Geschichte des Jüdischen Volkes und recherchierte in den 1990er Jahren auch in Ungarn. Die Witwe hat zwei Töchter, sechs Enkel und ein Urenkelkind.

Fackelanzünder aus Griechenland, Polen und Algerien

Einer derjenigen, die eine der sechs Fackeln anzünden dürfen, stammt aus Griechenland. Mosche Ha-Elion wurde 1925 in Thessaloniki geboren. Er überlebte das Vernichtungslager Auschwitz und die Todesmärsche. Bereits 1946 gelangte er nach Palästina. Derzeit leitet er das Zentrum der Organisationen von Holocaustüberlebenden in Israel. Der Witwer hat zwei Kinder, sechs Enkel und fünf Urenkel.

Mosche Jakubowitz kam 1929 in Warschau zur Welt. Seine Bar Mitzva erlebte er im Ghetto der polnischen Hauptstadt. Nach der Deportation in das Vernichtungslager Majdanek kam er unter anderem nach Flossenbürg. Auf einem Todesmarsch nach Dachau gelang ihm die Flucht. 1946 hörte er den späteren israelischen Premierminister David Ben-Gurion in Frankfurt am Main. Deshalb entschied er sich für die Einwanderung nach Palästina, obwohl er schon die nötigen Papiere für die USA besaß. Er wurde von den Briten auf Zypern festgehalten und kam im April 1948 ins spätere Israel. Der Bauleiter hat drei Kinder, acht Enkel und neun Urenkel.

Jeannine Sebbane-Bouhanna wurde 1929 in Algerien geboren. 1938 wanderte ihre Familie nach Paris aus. Nach der Besetzung durch die Nazis versteckten Bauern sie und mehrere Angehörige in einem Dorf, später konnten sie ins unbesetzte Südfrankreich fliehen. Sie heiratete in Algerien und kehrte nach Frankreich zurück. 1992 immigrierte sie nach Israel. Sie hat fünf Kinder, zwölf Enkel und 17 Urenkel.

Vom Vater bei Massenerschießung gerettet

Mosche Porat, geborener Frisch, kam 1931 in Ungarn auf die Welt. Unter der Naziherrschaft musste er Zwangsarbeit in Debrecen leisten. Ein Deportationszug, in dem er sich befand, wurde auf dem Weg nach Wien von Allierten bombardiert. Im Sommer 1948 kam er nach Israel und ließ sich in einem Kibbutz nieder. Der Witwer hat vier Töchter, 15 Enkel und elf Urenkel.

Max Privler wurde 1931 in einem Gebiet von Polen geboren, das heute zur Ukraine gehört. Bei einer Massenerschießung im Wald stieß ihn sein Vater in die Todesgrube und wurde über ihm erschossen. Er selbst wurde an der Schulter getroffen und schloss sich den Partisanen an, später kämpfte er für die Rote Armee. 1990 wanderte er von der Ukraine nach Israel ein. Der Witwer hat zwei Kinder, fünf Enkel und sechs Urenkel.

Elka Abramovitz kam 1932 im damals rumänischen Bessarabien auf die Welt, das heute zur Ukraine gehört. Die Nazis zwangen sie und ihre Familie zu einem Fußmarsch nach Transnistrien, wo sie unter unmenschlichen Bedingungen festgehalten wurden. Nach dem Krieg wurde sie von den Briten auf Zypern interniert, erst im März 1948 gelangte sie nach Palästina. Sie kümmert sich unter anderem um die Angehörigen gefallener israelischer Soldaten. Die Witwe hat drei Kinder, zehn Enkel und sechs Urenkel.

Am Donnerstag hat sich Regierungschef Benjamin Netanjahu mit den sieben Überlebenden getroffen. „Die Geschichten sind bewegend“, zitiert ihn das Nachrichtenportal „Arutz Scheva“. „Geschichten voller Schrecken und voller Ruhm. Jede Geschichte ist erstaunlich, und zusammen sind sie die Geschichte unserer Nation, die aus der Todesgrube emporgestiegen ist – es ist die Geschichte unserer Auferstehung.“

Gesetzesvorschlag: Mehr Zuwendungen für Überlebende

Indes haben israelische Abgeordnete am Mittwoch eine bessere Versorgung für Überlebende gefordert, die erst nach 1953 einwanderten. Nach ihrem Gesetzesvorschlag sollen diese Juden unter anderem eine jährliche Zuwendung von umgerechnet rund 914 Euro erhalten. Eine Umsetzung würde den Staat 165.000 Euro pro Jahr kosten, schreibt die Tageszeitung „Yediot Aharonot“.

Betroffen sind ungefähr 78.000 Opfer der Scho'ah, die aufgrund ihrer späten Einwanderung nicht das Recht für die „Versehrten Opfern der Naziverfolgung“ erhalten haben. Dem Bericht zufolge wollen die israelischen Politiker wegen der Finanzierung auch Gespräche mit der deutschen Bundesregierung aufnehmen.

Der Jom HaScho'ah beginnt am Sonntagabend. Auf dem Platz des Warschauer Ghettos in der Jerusalemer Gedenkstätte Yad Vashem entzünden die Überlebenden die sechs Fackeln. Am Montagmorgen ertönen landesweit zwei Minuten lang Sirenen. Sie gemahnen die Bevölkerung, innezuhalten und der Opfer der nationalsozialistischen Judenvernichtung zu gedenken. Bei einer offiziellen Veranstaltung in Galiläa wird der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck erwartet. In der polnischen Stadt Oswiecim, wo sich das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau befand, beteiligen sich unterdessen zahlreiche Jugendliche aus aller Welt am „Marsch der Lebenden“.

Von: eh

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Fri, 21 Apr 2017 14:23:00 +0200
<![CDATA[Kritik an Pressetour der Hisbollah]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/04/21/kritik-an-pressetour-der-hisbollah/ BEIRUT (inn) – Der libanesische Politiker Samir Dschadscha hat die Pressetour der islamistischen Hisbollah im Süden des Landes als „strategischen Fehler“ bezeichnet. Auf diese Weise entstehe der Eindruck, „dass es hier keine libanesische Armee gibt“, sagte der Vorsitzende der Partei „Libanesische Kräfte“ am Donnerstag.

„Wir müssen beweisen, dass es einen Staat Libanon gibt, und dass nur die libanesische Armee für die Grenze verantwortlich ist – in Erwartung feindlicher Operationen, an die Israel denken mag“, sagte Dschadscha laut der israelischen Tageszeitung „Jerusalem Post“.

In dem Gebiet zwischen dem Litani-Fluss und der Blauen Linie soll die Armee zusammen mit den Blauhelm-Soldaten des UNIFIL-Mandats sicherstellen, dass dort keine Miliz zur Geltung kommt. Tatsächlich herrscht dort jedoch die von Iran unterstützte Hisbollah.

Hisbollah: Israel in der Defensive

Ein Vertreter der Hisbollah hatte libanesischen Journalisten am Donnerstag die Grenzregion zu Israel gezeigt. Dabei behauptete er, Israel „geht zum ersten Mal in der Geschichte des Feindes von einer offensiven zu einer defensiven Haltung über“. Das berichtet die Onlinezeitung „Times of Israel“ unter Berufung auf ein Video des libanesischen Staatsrundfunks.

Tatsächlich hat sich die israelische Armee darum bemüht, die Landschaft entlang der libanesischen Grenze umzubauen. Dazu gehören etwa Schutzwälle, die aufgeschüttet werden. Die Maßnahme soll dazu dienen, Infiltrationen aus dem Libanon zu verhindern.

Die Tour der Hisbollah fand offenbar nur wenige Meter von der israelischen Grenze entfernt statt – und nahe des Küstenortes Nakura, wo die UNIFIL ihr Hauptquartier hat. Der Hisbollah-Vertreter sprach über die Aufstellung der israelischen Armee in dem Gebiet und die geografischen Gegebenheiten. Israelische Ortschaften wie Hanita, Avivim oder Schlomi nannte er „Kolonien auf palästinensischen Ruinen“. Laut der „Times of Israel“ war es der Zweck der Tour, Israel als konfliktscheu darzustellen.

Unterwegs bekamen die Journalisten auch Soldaten mit Waffen zu Gesicht, unter anderem mit Panzerfäusten. Über die eigene Kampfbereitschaft sagte der Hisbollah-Vertreter nichts. Beobachtern zufolge ist die Hisbollah gerade durch den Syrien-Konflikt abgelenkt. Dies bedeute jedoch auch, dass die Miliz Kampferfahrung sammle, die sich später gegen Israel richten könnte.

Von: df

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Fri, 21 Apr 2017 14:00:00 +0200
<![CDATA[Haley kritisiert UN-Sicherheitsrat]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/04/21/haley-kritisiert-un-sicherheitsrat/ Die amerikanische UN-Botschafterin Nikki Haley hat dem Weltsicherheitsrat Voreingenommenheit gegenüber Israel vorgeworfen. Das Gremium setze das Land regelmäßig auf die Agenda, ignoriere dabei jedoch drängende Bedrohungen. „Wenn wir ernsthaft über den Konflikt im Nahen Osten sprechen, müssen wir mit dem Hauptschuldigen anfangen: der Iran und seine Partnermiliz, die Hisbollah“, sagte Haley am Donnerstag in New York. Die Diplomatin leitet in diesem Monat die Sitzungen des Sicherheitsrates. In einem Konzeptpapier schlug sie vor, den Fokus des Gremiums auf ein breiteres Themenfeld zu richten.

Von: df

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Fri, 21 Apr 2017 11:10:00 +0200
<![CDATA[Greenblatt spricht mit israelischen und palästinensischen Geschäftsleuten]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/wirtschaft/2017/04/21/greenblatt-spricht-mit-israelischen-und-palaestinensischen-geschaeftsleuten/ Der Sondergesandte der USA für Internationale Verhandlungen, Jason Greenblatt, hat am Donnerstag eine Videokonferenz abgehalten. Daran nahmen israelische und palästinensische Unternehmer teil. Auch Regierungsvertreter aus Israel und der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) waren zugegen. Die Teilnehmer sprachen über Maßnahmen, um die palästinensische Wirtschaft im Westjordanland zu entwickeln. Im Zentrum standen Initiativen im privaten Sektor. Eine Verbesserung der Lebensbedingungen für Palästinenser soll eine Atmosphäre schaffen, die den Frieden fördert. Weitere Konferenzen dieser Art sind geplant.

Von: eh

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Fri, 21 Apr 2017 10:55:00 +0200
<![CDATA[Araber und Juden glücklich in Israel – aber nicht zusammen]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/04/21/araber-und-juden-gluecklich-in-israel-aber-nicht-zusammen/ JERUSALEM (inn) – Israelische Juden und Araber sind glücklich, in Israel zu leben, wollen aber nicht zusammenwohnen. Weltliche und ultraorthodoxe Juden bevorzugen separate Wohnviertel. Aschkenasische und sephardische Juden, also Juden aus Europa und dem Orient, leben problemlos in gemeinsamen Ortschaften, gleichgültig ob sie „rechts“ oder „links“ sind. Das ergab der zweite Pluralismus-Index des „Jewish People Policy Institute“ (JPPI) durch eine Umfrage.

Der Index stellt fest, dass sich mehr als 90 Prozent der jüdischen Israelis und fast 80 Prozent der arabischen Israelis „wohl“ oder „sehr wohl“ fühlen. Doch beide Volksgruppen äußerten die Meinung, dass es „nicht weise“ sei, gemeinschaftlich im gleichen Ort zu leben. Arabische Israelis wollen, dass ihre Kinder zusammen mit Juden studieren. Doch israelische Juden wollen eher nicht, dass ihre Kinder mit Arabern studieren.

Säkular lebende Menschen stören sich an religiösen Nachbarn

Die weltlichen und ultraorthodoxen Juden glauben nicht, dass sie in gemeinsamen Vierteln leben sollten. Aber etwa die Hälfte der Orthodoxen behauptet, dass es ihnen nichts ausmache, mit weltlichen Juden im gleichen Viertel zu leben. „Vollständig säkulare“ Juden stören sich jedoch an religiösen Nachbarn. Die Umfrage ergab, dass 90 Prozent der Christen unter den arabischen Bürgern Israels ein Zusammenleben mit Moslems oder Juden in gemeinsamen Vierteln ablehnen, während sich die Moslems da toleranter äußerten.

Hierzu muss Lesern in Europa erklärt werden, dass alle genannten Gruppen nicht nur unterschiedliche Weltanschauungen vertreten, sondern einen jeweils sehr individuellen Lebensstil führen. In Vierteln mit einer mehrheitlich fromm-jüdischen Bevölkerung werden oft am Schabbat (von Freitagnachmittag bis Samstagnacht) die Durchgangsstraßen gesperrt, um jeglichen Autoverkehr zu unterbinden. Ebenso ist in frommen Wohngegenden am Schabbat lautes Radio oder Fernsehen verpönt. Das allein bedeutet eine erhebliche Einschränkung der Gewohnheiten weltlich ausgerichteter Israelis, die sich um die Religionsgesetze nicht kümmern und am Schabbat gerne Ausflüge machen.

Konfliktherd Gebräuche

Das Zusammenleben von Arabern und Juden kann auch zu Problemen führen, nicht nur wegen einer unterschwelligen gegenseitigen Feindseligkeit. So beachtet jede religiöse Gruppe einen anderen wöchentlichen Ruhetag: Moslems am Freitag, Juden am Samstag und Christen am Sonntag. Zu Konflikten können unterschiedliche Gebräuche führen, unter anderem der muslimische Gebetsruf des Muezzin ab morgens um 3 Uhr. Mit erheblicher Lautstärke wirft das die Menschen, auch die Nichts-Moslems, aus ihren Betten. Die überwiegende Mehrheit der israelischen Juden glaubt, dass Juden aus unterschiedlichen ethnischen Hintergründen oder mit gegensätzlichen politischen Ansichten in gemischten Nachbarschaften leben sollten.

Die Umfrage ergab, dass die Soldaten erheblich zum Erfolg Israels beitragen. Das sehen so auch Araber und Ultraorthodoxe, die selbst keinen Militärdienst absolvieren. Umgekehrt werden muslimische Araber und Ultraorthodoxe als jene Gruppen gesehen, die am wenigsten zum Erfolg der israelischen Gesellschaft beitragen. Die hohe Wertschätzung von Soldaten durch israelisch-muslimische Araber wurde als eine „Überraschung“ aufgenommen. Weniger verwunderlich war, dass diese arabischen Israelis die „Siedler“ als jene Gruppe sahen, die der Gesellschaft am wenigsten beiträgt. Abschließend wurde nach der Rede- und Meinungsfreiheit gefragt. Eine Mehrheit der Araber und fast die Hälfte der jüdischen Israelis sind sich einig, dass es in Israel zu viel Redefreiheit gebe.

„Viele Araber definieren sich als israelisch“

JPPI-Präsident Avinoam Bar-Josef stellte fest, dass der Pluralismus-Index am Vorabend des 69. israelischen Unabhängigkeitstags erneut zeige, dass der jüdische Staat mit großem Erfolg Diaspora-Juden aus mehr als 90 Ländern in eine blühende Gesellschaft integriert habe. „Die Tatsache, dass viele Araber im jüdischen Staat ihre primäre Identität als israelisch definieren, sich wohl fühlen und das Gefühl haben, in Israel zu Hause zu sein, ist sehr ermutigend. Aber es gibt noch viel zu tun, um volle Gleichheit zu gewährleisten.“ Insgesamt wurden etwa 1.300 Israelis befragt. Der Unabhängigkeitstag ist in diesem Jahr am 1. Mai.

Von: Ulrich W. Sahm

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Fri, 21 Apr 2017 08:11:00 +0200
<![CDATA[Politiker kritisiert Unterstützung der Hamas]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/politiker-kritisiert-unterstuetzung-der-hamas/ Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) unterstützt Gespräche zwischen der Hamas und westlichen Vertretern. Das hat die Schweizer Boulevardzeitung „SonntagsBlick“ herausgefunden. Die Namen der Partnerorganisationen werden nicht öffentlich gemacht. Laut EDA würde sonst die Arbeit dieser Institutionen gefährdet. Der Nationalrat Alfred Heer forderte, dass Außenminister Didier Burkhalter „die Unterstützung der Hamas durch das EDA“ endlich abstelle. Mit der Kooperation helfe die Schweiz, eine Organisation im Westen salonfähig zu machen, welche die Vernichtung Israels zum Ziel habe.

Von: eh

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Thu, 20 Apr 2017 14:37:00 +0200
<![CDATA[Schabak verhindert Sprengstoff-Schmuggel]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/04/20/schabak-verhindert-sprengstoff-schmuggel/ GAZA (inn) – Zwei Schwestern aus dem Gazastreifen haben Medizinverpackungen genutzt, um Sprengstoff nach Israel zu schmuggeln. Der Inlandsgeheimdienst Schabak gab am Mittwoch bekannt, den Schmuggel verhindert zu haben. Die beiden Frauen hätten dabei die Reiseerlaubnis für Kranke ausgenutzt. Eine von ihnen leidet an Krebs und sollte in Israel behandelt werden.

Der Sprengstoff „wurde von der Hamas verschickt und war dazu gedacht, in naher Zukunft einen Anschlag in Israel zu verüben“, teilte der Schabak weiter mit. Er sollte dazu gebraucht werden, Sprengsätze herzustellen. Die Frauen wurden zur Befragung festgenommen.

Netanjahu: Skepsis weiter angebracht

Für das Verteidigungsministerium ist der Vorfall ein weiterer Beleg dafür, „dass Terrorgruppen im Gazastreifen weiterhin humanitäre Kanäle ausnutzen, um Terror in das israelische Kernland zu exportieren“. Das sagte der Leiter der Behörde für Grenzübergänge, Kamil Abu Rokan. „Die Sicherheitskontrollen am Übergang funktionierten genau so, wie wir es erwarten – und mit bemerkenswerter Professionalität.“

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu kam schon am Mittwochmorgen ebenfalls auf den Fall zu sprechen. Er nannte laut der „Times of Israel“ noch keine Details, da die Mitteilung des Schabak zu diesem Zeitpunkt noch ausstand. Er sagte jedoch, Fälle wie dieser seien der Grund, warum es so unwahrscheinlich sei, dass Palästinenser aus dem Gazastreifen eine Arbeitserlaubnis für Israel erhalten, wie mancher Politiker es fordere. Die Arbeitslosenrate im Gazastreifen liegt nach Angaben der Weltbank vom 1. April bei 42 Prozent, die Jugendarbeitslosigkeit bei 58 Prozent.

Israel kontrolliert aus Furcht vor Terror den Waren- und Personenverkehr in und aus dem Gazastreifen. Nichtsdestotrotz erhielten im Jahr 2016 nach Angaben der Armee mehr als 30.000 Palästinenser aus dem Gazstreifen medizinische Hilfe in Israel. Laut der „Behörde für die Koordination der Regierungsaktivitäten in den (Palästinenser-)Gebieten“ (COGAT) haben am Dienstag 1.010 Personen den Eres-Übergang genutzt; zweimal überquerten Krankenwagen den Übergang. Ebenfalls am Dienstag gelangten 29.300 Tonnen an Gütern in 843 Lastkraftwagen über den Kerem-Schalom-Warenübergang in den Gazastreifen.

Von: df

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Thu, 20 Apr 2017 14:32:00 +0200
<![CDATA[Oberstes Gericht erlaubt Ladenöffnung am Schabbat]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/04/20/oberstes-gericht-erlaubt-ladenoeffnung-am-schabbat/ TEL AVIV / JERUSALEM (inn) – Einkaufsläden in Tel Aviv dürfen am Schabbat öffnen. Das hat das Oberste Gericht laut dem staatlichen Rundfunk am Mittwoch beschlossen. Das Gericht kommt damit der Forderung der Tel Aviver Stadtverwaltung nach. Vertreter der religiösen Koalitionsparteien kritisierten die Entscheidung scharf.

Die Vorsitzenden der religiösen Regierungsparteien „Schass“, „Vereinigtes Torah-Judentum“ und „Jüdisches Haus“ drängen angesichts der Entscheidung auf ein Koalitionstreffen mit Premier Benjamin Netanjahu. Sie betrachten das Urteil als „Versuch, Gesetzesbrecher zu legalisieren, die seit Jahren Geschäfte am Schabbat machen“. Der Vorsitzende der „Schass“-Partei, Arieh Deri, hat den Generalbundesanwalt Avichai Mandelblit aufgefordert, seine Autorität einzusetzen, um das Urteil nochmals mit Hilfe eines erweiterten Ausschusses prüfen zu lassen.

Signalwirkung für das Land befürchtet

Der Abgeordnete der Partei „Vereinigtes Torah-Judentum“, Mosche Gafni, hat die Befürchtung, dass sich die Entscheidung über die Stadtgrenzen hinaus auswirken könnte: „Die Entscheidung des Obersten Gerichts macht aus dem Schabbat nicht nur einen gewöhnlichen Wochentag in Tel Aviv, sondern im ganzen Land.“ Gafni sieht darin eine so grundlegende gesellschaftliche Veränderung, dass sie den Abmachungen im Koalitionsvertrag widerspreche. Nach jüdischem Religionsgesetz ist am Schabbat jegliche Arbeit verboten.

Die Entscheidung des Obersten Gerichts betrifft in Tel Aviv rund 160 Einkaufsläden. Der Bürgermeister der Stadt, Ron Huldai, begrüßte das Urteil: „Meine Stadt ist immer liberal gewesen und wird es auch bleiben.“ Einer Umfrage der israelischen Organisation „Chiddusch“ (Erneuerung) zufolge sind 78 Prozent der jüdischen Israelis für eine Öffnung der Tel Aviver Geschäftsläden am Schabbat.

Von: mm

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Thu, 20 Apr 2017 14:11:00 +0200
<![CDATA[„Mobileye“-Gründer darf eine Fackel anzünden]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/04/20/mobileye-gruender-darf-eine-fackel-anzuenden/ JERUSALEM (inn) – Im Zentrum der Feierlichkeiten zum israelischen Unabhängigkeitstag (Jom HaAtzma'ut) steht das Entzünden von zwölf Fackeln auf dem Jerusalemer Herzlberg. Diese erinnern an die biblischen zwölf Stämme Israels. Der Knessetausschuss für Zeremonien und Symbole hat am Mittwoch die Namen derjenigen bekanntgegeben, die sich in diesem Jahr an der Aktion beteiligen dürfen. Das Thema der Zeremonie lautet: „50 Jahre Befreiung Jerusalems“.

Einer der Fackelanzünder ist der ehemalige Fußballprofi Uri Malmilian. Laut der Nachrichtenseite „Mako“ gilt der 60-Jährige als besonderes Symbol des israelischen und vor allem des Jerusalemer Sports. Er ist in einem von Armut geprägten Viertel der Stadt aufgewachsen, das vor der Wiedervereinigung an die jordanische Zone grenzte. Durch seinen beruflichen Erfolg sei er für viele zum Vorbild geworden.

Der 67-jährige Professor Ahmad Eid leitet die chirurgische Abteilung der Hadassah-Klinik auf dem Scopusberg. Der Araber stammt aus Galiläa und hat an der Hebräischen Universität Jerusalem studiert. Zu seinen Aufgaben gehört auch die medizinische Versorgung von Terror-Opfern. Eid entzündet eine Fackel zu Ehren der unermüdlichen Jerusalemer Ärzte.

Der Gastronom Eli Misrachi repräsentiert eines der Zentren Jerusalems: den Mahane-Jehuda-Markt. Der 65-jährige Geschäftsmann war Vorsitzender des Rates der dortigen Händler. Er habe sich darum bemüht, bei aller notwendigen Modernisierung den historischen Charakter des Marktes zu erhalten, gab der Ausschuss bekannt.

Fackelanzünder aus dem Irak und aus Indien

Der Schriftsteller Eli Amir ist im Irak aufgewachsen. Nach der Staatsgründung im Jahr 1948 kam der heute 80-jährige Schriftsteller und Orientalist nach Israel. Seine Kindheitserlebnisse beschreibt er in dem Buch „Der Taubenzüchter von Bagdad“. Der Liebesroman „Jasmin“ wiederum beginnt mit dem Sechs-Tage-Krieg im Juni 1967 und beschreibt dessen Folgen aus israelischer und palästinensischer Sicht – der Schwerpunkt der Handlung spielt sich im nunmehr nicht mehr durch eine Mauer geteilten Jerusalem ab. Dabei wird deutlich, dass Amir sowohl den jüdischen als auch den arabischen Standpunkt zu verstehen vermag.

Auch der Gründer des Autozulieferers „Mobileye“, Amnon Schaschua, darf am Unabhängigkeitstag eine Fackel entzünden. Der Dozent für Informatik vertritt dabei die Hebräische Universität. Seine Firma helfe durch Fahrerassistenzsysteme, Verkehrsunfälle zu verhindern. Zudem habe sie Arbeitsplätze geschaffen, hieß es in der Begründung. Der 57-Jährige habe mitgeholfen, Jerusalem zu einem technologischen Zentrum zu machen. Im März teilte der US-Konzern Intel mit, er werde „Mobileye“ erwerben.

Eine Angehörige der sogenannten „Bnei Menasche“ ist ebenfalls vertreten – so nennen sich die indischen Juden. Dina Samte ist als Kind aus Indien nach Israel eingewandert. Da sie sehbehindert ist, besuchte die heute 19-Jährige ab 2007 das 1902 gegründete „Beit Hinuch Iwerim“ (Bildungsinstitut für Blinde). Es war ihre erste Schule überhaupt. Sie lernte dort Hebräisch. Heute arbeitet sie ehrenamtlich für das Institut.

Engagement für Frauen und für krebskranke Kinder

Die 71 Jahre alte Rabbinerin Chana Henkin hat ein Lehrhaus für Frauen gegründet. Außerdem sorgte sie dafür, dass Äthiopierinnen an akademischen Kursen teilnehmen können. In den 1970er Jahren kam sie aus den USA nach Israel. Ihr Sohn Eitam Henkin wurde im Oktober 2015 mit dessen Ehefrau Na’ama von palästinensischen Terroristen ermordet, als sie mit vier ihrer sechs Kinder im Auto im Westjordanland unterwegs waren.

Der KünstlerJehoram Gaon gehört einer der alteingesessensten Familien der Stadt an. Jerusalem stehtim Zentrum seines Werkes als Sänger und Schauspieler. Er hat einen Film und ein Album veröffentlicht unter dem Titel: „Ani Jeruschalmi“ (Ich bin Jerusalemer). Besonders fördert er die Ladino-Kultur, die in Spanien entstanden ist. Etwa zehn Jahre engagierte sich der 78-Jährige im Jerusalemer Stadtrat.

Auch ein Israeli, der im Sechs-Tage-Krieg vor 50 Jahren um Jerusalem kämpfte, gehört zu den Fackelanzündern: Jaakov Hetz. Er nahm an der berühmten Schlacht um den Munitionshügel teil. Als sein Kommandeur getroffen wurde, übernahm er die Leitung der Einheit. Im Jom-Kippur-Krieg kämpfte er auf der Sinaihalbinsel. Der 71-Jährige entzündet ein Licht zu Ehren des Heldenmutes der Armeeversehrten, im Gedenken an die Gefallenen sowie im Name von Witwen und Waisen.

Die Organisation „Sichron Menachem“ (Gedenken an Menachem) erinnert an den Sohn der 67-jährigen Miri Ehrental, der an Krebs starb. Die Mutter hat sie mit ihrem Ehemann in Jerusalem gegründet. Sie unterstützt krebskranke Kinder und ihre Angehörigen in den täglichen Herausforderungen. Nach Auffassung des Knessetausschusses symbolisiert die Organisation den Beitrag der Ultra-Orthodoxen für das Lebensgefüge in der Stadt.

Diaspora lässt grüßen

Auch zwei Vertreter der jüdischen Diaspora kommen zum Zuge. Michael Steinhardt fördert Projekte in Israel und für Juden in den USA. Er hat die Organisation „Taglit“ gegründet, die auch unter dem englischen Namen „Birthright“ (Geburtsrecht) bekannt ist. Sie hat bislang 600.000 junge Juden aus aller Welt für kurze Reisen nach Israel gebracht. Dort wurde ihnen auch die jüdische Verbindung zu Jerusalem deutlich gemacht. Zudem hat der 76-jährige Wohltäter hebräische Schulen in Amerika eingerichtet.

Rabbi Marvin Hier wiederum ist Dekan und Mitbegründer des Simon-Wiesenthal-Zentrums, das die Erinnerung an den Holocaust wachhalten und Naziverbrecher vor Gericht bringen will. Für zwei Dokumentationen über den Holocaust erhielt er 1982 und 1998 je einen Oscar. Er war lange Rabbiner im kanadischen Vancouver. In Los Angeles gründete er das Toleranzmuseum, nach dessen Vorbild derzeit eine ähnliche Einrichtung in Jerusalem entsteht. Bei der Vereidigung des neuen US-Präsidenten Donald Trump im Januar zitierte der 78 Jahre alte Rabbiner den Bibelvers: „Vergesse ich dein, Jerusalem, so werde meine Rechte vergessen“ (Psalm 137,5).

Fallschirmjäger mit Familientradition und Majorin aus Äthiopien

Zwei Armeevertreter entzünden Fackeln für das israelische Militär. Der 22-jährige Oberleutnant Din Argil hat sich wie bereits sein Großvater und ein Onkel den Fallschirmjägern angeschlossen. Der Großvater kämpfte während des Sechs-Tage-Krieges im Süden Jerusalems.

Die Majorin Jaros Schigot erhielt von ihrer Familie den Beinamen Jeruschalajim (Jerusalem). Die 30-Jährige kam in Äthiopien zur Welt und wanderte mit vier Jahren nach Israel ein. Aufgewachsen ist sie in der Küstenstadt Aschkelon. Sie will Brücken zwischen den unterschiedlichen Volksgruppen in Israel bauen.

Am diesjährigen Jom HaAtzma'ut feiert der jüdische Staat sein 69-jähriges Bestehen. Der Nationalfeiertag beginnt am Abend des 30. Mai.

Von: eh

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Thu, 20 Apr 2017 12:23:00 +0200
<![CDATA[Nazi-Bildschirmschoner in Schule entdeckt]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/04/20/nazi-bildschirmschoner-in-schule-entdeckt/ Die Polizei von Petah Tikva geht Beschwerden über Bildschirmschoner mit nationalsozialistischen Inhalten in einer Schule nach. In diesem Zusammenhang nahmen die Beamten mehrere Schüler am Mittwoch in Gewahrsam. Die Bildschirmschoner zeigten Bilder von Adolf Hitler und von Konzentrationslagern. Der Bürgermeister der Stadt, Itzik Braverman, verurteilte den Vorfall. Dies bedeute insbesondere kurz vor dem Holocaust-Gedenktag am kommenden Montag einen Schock. Die städtische Polizei ermittelt schon seit Wochen in Fällen von aufgesprühten Hakenkreuz-Symbolen, berichtet die Onlinezeitung „Times of Israel“.

Von: df

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Thu, 20 Apr 2017 11:40:00 +0200
<![CDATA[Madrid ehrt Terroristen der Hamas]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/04/20/madrid-ehrt-terroristen-der-hamas/ Der stellvertretende Bürgermeister von Madrid, Mauricio Valiente, hat eine Veranstaltung mit ausgerichtet, die Terroristen der Hamas und andere in Israel inhaftierte Angehörige palästinensischer Gruppen ehrte. Die Veranstaltung, die am Montag auf dem Marktplatz im Südosten der spanischen Hauptstadt stattfand, trug den Titel „Internationaler Tag der palästinensischen Häftlinge“. Die jüdische Gemeinde Madrids verurteilte die Zusammenkunft: „Mit großer Sorge sehen wir die Verwendung öffentlicher Gelder für die Unterstützung von Häftlingen, von denen viele wegen blutiger Terroranschläge verurteilt wurden.“

Von: mm

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Thu, 20 Apr 2017 10:57:00 +0200
<![CDATA[Nachrichten vom 20. April 2017]]> https://www.israelnetz.com/israelnetz-tv/2017/04/20/nachrichten-vom-20-april-2017/ Thu, 20 Apr 2017 10:11:00 +0200 <![CDATA[Militärgericht verhängt sechsjährige Haftstrafe gegen Palästinenser]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/04/19/militaergericht-verhaengt-sechsjaehrige-haftstrafe-gegen-palaestinenser/ Das Militärgericht in Samaria hat am Dienstag einen ehemaligen palästinensischen Polizisten zu sechs Jahren Haft verurteilt. Nuaf Auda wurde beschuldigt, im April 2011 bei Nablus den Israeli Ben Joseph Livnat erschossen zu haben. Dieser besuchte mit einer Gruppe Juden ohne Absprache das Josefsgrab. Die Israelis reagierten nicht auf Warnschüsse. Palästinensische Polizisten eröffneten daraufhin das Feuer. Das Gericht konnte nach eigener Aussage nicht feststellen, welcher Polizist Livnats Tod verursacht hat. Auda indes hat gestanden, den Israeli getroffen zu haben. Das Opfer war ein Neffe der früheren Kulturministerin Limor Livnat.

Von: eh

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Wed, 19 Apr 2017 14:22:00 +0200
<![CDATA[Frühere Schönheitskönigin spendiert Torah-Rolle]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/04/19/fruehere-schoenheitskoenigin-spendiert-torah-rolle/ JERUSALEM (inn) – Die frühere israelische Schönheitskönigin Mor Maman hat ihrem Synagogenverband „Ka'ajil ta'arog“ (Wie der Hirsch lechzt) eine Torah-Rolle spendiert. Sie brachte das Stück am letzten Tag der Pessach-Zeit in die Synagoge. Bei einem Festmahl zu diesem Anlass dankte der Leiter des Verbandes, Rabbi Ejal Amrami, Maman für ihre Hilfe.

Die 22-Jährige hat bereits seit einigen Monaten den Torah-Unterricht des Rabbis besucht. Aus dieser Bekanntschaft heraus ergab sich die Spende. Auf dem Bilderportal Instagramm stellte Maman ein Foto mit der reich verzierten Rolle online. Dazu schrieb sie: „Danke, HaSchem, der mir das Vorrecht gewährte, in jungem Alter in die Torah eingeführt zu werden.“ Mit dem hebräischen Ausdruck „HaSchem“ (Der Name) umschreiben fromme Juden den Gottesnamen, den sie nicht aussprechen wollen.

Rabbi Amrami sagte: „Unser Vater im Himmel ist sehr stolz auf dich. Eine Torah-Rolle zu spendieren ist ein sehr wichtiges Gebot, das nicht jedem zukommt. In den vergangenen Monaten warst du geehrt, den Namen des HERRN zu heiligen, indem du unserem Vater im Himmel näher gekommen bist und die Beziehung gestärkt hast.“

Ruhm als Leere empfunden

Maman wurde im Jahr 2014 israelische Schönheitskönigin. Diesen Triumph empfand sie jedoch als „15 Minuten Ruhm“, wie sie in einem Interview sagte. Sie habe keinen Sinn mehr darin gesehen, sich vier Stunden lang mit Make-Up zu befassen, um dann ein Foto zu schießen. „Eines Tages saß ich vor einer Synagoge und konnte nicht aufhören zu weinen. Ich sagte mir: ‚Ich habe genug von dieser falschen Welt.’"

Zum Internationalen Frauentag Anfang März schrieb Maman auf Instagram, dass sie sich seit sechs Monaten auf einer „Rückkehr“ zu Gott befinde. Sie beschrieb außerdem, wie Gott ihr Leben präge und „mit einer Freude füllt, die niemals endet“. Sie halte sich an die Gebote und besuche den Torah-Unterricht.

Der Welt der Schönheit hat sie jedoch nicht den Rücken gekehrt. Heute gehört ihr ein Kosmetik-Unternehmen in Jerusalem, sie modelt weiterhin, wie ihre Instagram-Bilder zeigen. Doch auch in diesem Bereich helfe Gott, wie sie schrieb. „Er öffnet für mich Türen, sowohl im Geschäft als auch im persönlichen Leben.“

Von: df

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Wed, 19 Apr 2017 14:14:00 +0200
<![CDATA[Finanzminister wagt Alleingang]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/04/19/finanzminister-wagt-alleingang/ JERUSALEM (inn) – Finanzminister Mosche Kahlon hat am Dienstag familienfreundliche Maßnahmen für Israel angekündigt. Er will unter anderem die Unterstützung für Nachmittagsbetreuung von Kindern ausbauen, steuerliche Vergünstigungen für arbeitende Eltern und die Aufhebung der Mehrwertsteuer auf Babykleidung durchsetzen. Das soll laut der Tageszeitung „Yediot Aharonot“ die Lebenshaltungskosten der Israelis reduzieren. Der Schritt des Finanzministers war allerdings nicht mit Premierminister Benjamin Netanjahu abgestimmt.

Auf der Pressekonferenz kündigte Kahlon auch an, die Steuer auf importierte Mobiltelefone und Schuhe abzuschaffen. Der Plan soll in der Umsetzung jedes Jahr umgerechnet 200 Millionen Euro kosten. Das Haushaltsdefizit soll laut dem Finanzminister aber dadurch nicht belastet werden. Das Ministerium erwarte durch die Maßnahmen nämlich Mehreinnahmen durch die Einkommenssteuer.

Kahlon sah keinen Grund, Netanjahu zu informieren

Das Verhältnis zwischen Premierminister Netanjahu und Finanzminister Kahlon ist angekratzt. Bei der Auseinandersetzung über die geplante Reform beim staatlichen Rundfunk drohte Netanjahu bereits mit Neuwahlen. Nach dem Premier auf der Pressekonferenz gefragt, sagte Kahlon: „Ich sehe keinen Grund, warum ich ihn hätte informieren sollen. Hier ist nichts Besonderes geschehen.“ Er und der Premier würden gemeinsam kontinuierlich an einer Verbesserung der Arbeitsmarktsituation arbeiten.

Der Likud-Politiker und Vorsitzende der Koalition, David Bitan, drohte, das neu vorgestellte Programm des Finanzministers zu verzögern, bis Zuschüsse bei Arbeitsunfähigkeit angehoben werden: „Eine signifikante Anhebung der Zuschüsse bei Arbeitsunfähigkeit ist im Moment das Wichtigste.“ Wenn das nicht geschehe, werde es auch keine Erlaubnis für Budget-Verschiebungen geben.

Im Jahr 2011 demonstrierten Hunderttausende Israelis auf den Straßen gegen zu hohe Lebenshaltungskosten. Seitdem steht die israelische Regierung unter Druck, die Preise für Konsumgüter, Kinderbetreuung oder Mieten zu senken.

Von: mm

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Wed, 19 Apr 2017 12:20:00 +0200
<![CDATA[Israelische Ärztinnen für Friedensmissionen gesucht]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/04/19/israelische-aerztinnen-fuer-friedensmissionen-gesucht/ NEW YORK (inn) – Die Vereinten Nationen suchen Ärzte für ihre Friedensmissionen. Geeignete Kandidaten für leitende Positionen hofft die Organisation in Israel zu finden. Im kommenden Monat soll eine Gesandtschaft zu einem Seminar ins Land reisen, berichtet die Tageszeitung „Jerusalem Post“. Dabei liegt ein besonderer Schwerpunkt auf Medizinerinnen. Derzeit machen Frauen zehn Prozent der Schlüsselfiguren im medizinischen Bereich der Friedensmissionen aus.

Die geplante Reise organisiert der israelische UN-Botschafter Danny Danon. Die medizinische Direktorin der UN, Jillann Farmer, soll die Gesandtschaft anführen. In dem Seminar werden die Kandidaten erfahren, welche Posten es gibt und wie die Aufnahmeverfahren ablaufen. Voraussetzungen für eine Bewerbung sind ein medizinischer Doktortitel, mindestens fünf Jahre Berufserfahrung sowie Englisch- oder Französischkenntnisse. Zu den bevorzugten Spezialgebieten gehören Notfallmedizin, Traumabehandlung, Kindermedizin und Psychiatrie.

Danon schrieb in einer Mitteilung: „Das menschliche Kapital in Israel ist das Geheimnis unseres Erfolges als Nation. Wir sind stolz auf die Frauen, die in diesem Beruf führende Positionen einnehmen.“ Die UN schätzten die Beiträge, die israelische Ärzte in der Welt leisteten. „Wir freuen uns, dass die Vereinten Nationen nach Israelis suchen, um diese wichtigen Positionen auszufüllen.“ Im November hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Feldkrankenhaus der israelischen Armee als das fortschrittlichste seiner Art ausgezeichnet.

Von: eh

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Wed, 19 Apr 2017 11:45:00 +0200
<![CDATA[Kritik an antisemitischer Rhetorik]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/04/19/kritik-an-antisemitischer-rhetorik/ TEHERAN (inn) – Zum sechsten Mal tritt Asam Taleghani als Kandidatin für die iranischen Präsidentschaftswahlen an. Jüngst kritisierte sie die antisemitische Rhetorik einiger Politiker im Iran: „Wir sollten unterscheiden zwischen Kritik an der zionistischen Regierung und Beleidigung der Juden“. Das berichtete die Deutsche Presse-Agentur (dpa) am Mittwoch.

Einige Äußerungen im Land könnten einen antisemitischen Eindruck erwecken. Dies sei Taleghanis Meinung nach sehr bedauerlich und führe zu einem Image-Schaden für das Land. Auch die Leugnung des Holocaust, die im Iran immer wieder von politischen Führern erfolgt, sei Teil historischer Unkenntnis. „Ich habe selbst das Konzentrationslager Auschwitz besucht und habe dort begriffen, was für ein Verbrechen und was für eine humanitäre Tragödie damals passiert ist", sagte die vierfache Mutter in Teheran.

Präsidentschaft von Frauen mit Islam unvereinbar

Wie viele Frauen im Iran hält auch Taleghani ihre Kandidatur für mit dem Islam vereinbar: „Frauen bilden 50 Prozent der iranischen Bevölkerung und daher hat das Land zumindest eine Präsidentschaftskandidatin verdient“. Der Wächterrat im Iran lehnt Frauen jedoch grundsätzlich für dieses Amt ab, weil er Frauen für die Präsidentschaft für nicht konform mit den Prinzipien des Islam hält.

Die 1944 geborene Tochter eines Ajatollahs, eines islamischen Rechtsgelehrten, ist im Iran keine Unbekannte. Taleghani ist Direktorin der Gesellschaft der Frauen der Islamischen Revolution im Iran. Aufgrund ihrer Überzeugungen war sie während der Pahlavi-Dynastie inhaftiert und war nach der Iranischen Revolution 1979 Mitglied des iranischen Parlaments.

Später gründete sie die Gesellschaft muslimischer Frauen und setzt sich für Frauenrechte ein. Unter anderem gab sie ein islamisches Magazin zum Thema Frauen und Frauenrechte heraus, das im Jahr 2000 wegen angeblicher Beleidigung des Islam verboten wurde.

Die zwölften Präsidentschaftswahlen sind für den 19. Mai geplant. Auch Mahmud Ahmadinedschad, der bereits von 2005 bis 2013 Präsident der Islamischen Republik Iran war, hat sich erneut als Kandidat beworben.

Von: mh

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Wed, 19 Apr 2017 11:27:00 +0200
<![CDATA[„Tod für Israel“ auf Raketen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2017/04/19/tod-fuer-israel-auf-raketen/ Bei einer jährlich abgehaltenen Militärparade waren am Dienstag in Teheran Raketen mit dem Spruch „Tod für Israel“ zu sehen. Auf den Geschossen waren laut der Onlinezeitung „Times of Israel“ auch Bilder einer Faust angebracht, die den Davidstern schlägt. Die Schau zum „Nationalen Armeetag“ zeigte zum ersten Mal die neuen Sajjad-3-Luftabwehrraketen aus eigener Herstellung. Zudem präsentierte das Militär kürzlich erworbene russische S-300-Raketen. Zugegen waren neben hochrangigen Militärs auch der iranische Präsident Hassan Rohani.

Von: df

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Wed, 19 Apr 2017 10:55:00 +0200
<![CDATA[Israeli leitete Lufthansa-Notlandung ein]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/04/19/israeli-leitete-lufthansa-notlandung-ein/ England hat am Dienstag den Israeli Zahi Lebhardt aus seiner elftägigen Haft entlassen. Der 31-Jährige hatte eine Lufthansa-Maschine, die auf dem Weg von Frankfurt am Main nach Toronto war, zu einer Notlandung gezwungen. Lebhardt war während des Fluges über die Erwartung, seine Freundin wiederzusehen, so nervös geworden, dass er eine Flasche Whiskey trank, an Bord randalierte und sich schreiend auf der Toilette einschloss. Der Pilot musste deswegen eine Notlandung in Manchester einleiten. Die Lufthansa will den Israeli dafür auf umgerechnet 20.000 Euro verklagen.

Von: mm

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Wed, 19 Apr 2017 10:51:00 +0200
<![CDATA[Fehlende Anmerkung zu Terrorführer Barghuti ergänzt]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/04/18/fehlende-anmerkung-zu-terrorfuehrer-barghuti-ergaenzt/ Nach israelischer Kritik hat die amerikanische Tageszeitung „New York Times“ einen Hinweis zu dem inhaftierten Fatah-Führer Marwan Barghuti ergänzt. Unter einem Meinungsartikel vom Sonntag zum Massenhungerstreik war der Autor als „palästinensischer Anführer und Parlamentarier“ vorgestellt worden. In einer „Anmerkung des Herausgebers“ heißt es nun zu den Haftgründen: „Es gab fünf Mordanklagen und die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung.“ Israels Premier Benjamin Netanjahu hatte zuvor geäußert, ebensogut könne man den syrischen Machthaber Baschar al-Assad lediglich als Kinderarzt vorstellen.

Von: eh

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Tue, 18 Apr 2017 16:34:00 +0200
<![CDATA[28 Festnahmen bei ultra-orthodoxer Zeitung]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/04/18/28-festnahmen-bei-ultra-orthodoxer-zeitung/ RISCHON LEZION (inn) – Die israelische Polizei hat am Dienstagmorgen 28 Mitarbeiter der ultra-orthodoxen Zeitung „Hapeles“ festgenommen. Sie stehen im Verdacht der Erpressung und Belästigung von Firmen. Hinter dem Blatt steht eine antizionistische Gruppierung, die immer wieder Demonstrationen gegen den Wehrdienst für strenggläubige Juden organisiert.

Wie die Onlinezeitung „Times of Israel“ berichtet, führte die Polizei landesweit Razzien gegen die Zeitung „Hapeles“ („Die Waage“) durch. Festnahmen gab es unter anderem in den Städten Jerusalem, Bnei Brak, Modi’in Illit und Aschdod. Etwa 250 Sicherheitskräfte waren bei der Operation im Einsatz. Sie durchsuchten Redaktionsräume und beschlagnahmten Beweismaterial. Nun soll der Fall vor dem Magistratsgericht Rischon LeZion verhandelt werden.

Zuvor hatte die Polizei sechs Monate lang gegen „Hapeles“ ermittelt. Anlass waren zahlreiche Beschwerden von großen Unternehmen. Demnach habe die Zeitung versucht, sie dazu zu erpressen, Anzeigen zu schalten. Hinzu kommt der Vorwurf der Belästigung: mit permanenten Anrufen, Mails und Faxen an die Vorstandsvorsitzenden der betroffenen Firmen. Dafür hat „Hapeles“ nach Erkenntnissen der Ermittler ein Callcenter eingerichtet. Dieses habe gezielt die Unternehmen und auch Angehörige der Firmenchefs belästigt. Betroffen sind Unternehmen wie Coca-Cola oder die Großmolkereien Tnuva und Strauss, aber auch das israelische Innenministerium.

„Moderne Form der Ritualmordlegende“

Die Zeitung ist Sprachrohr der Jerusalemer Gruppe der nicht-chassidischen ultra-orthodoxen Gemeinschaft. Deren Anführer ist der Rabbiner Schmuel Auerbach. Einer seiner Schüler, Rabbi David Sicherman, bezeichnete die Verhaftungswelle gegenüber dem israelischen Militärsender als Versuch, die Proteste gegen den Militärdienst zum Schweigen zu bringen. Vor drei Jahren habe es eine ähnliche Aktion gegeben, auch mit dem Verdacht auf Belästigung. Aber „nichts ist passiert, weil nichts da war“. Es handele sich um eine moderne Form der antisemitischen Ritualmordanklage und verstoße gegen alle Regeln der Demokratie. „Das passiert nicht einmal in der Dritten Welt, dass die Polizei gegen Journalisten arbeitet“, fügte Sicherman hinzu.

Ein Sprecher der Zeitung äußerte im Gespräch mit der ultra-orthodoxen Webseite „Kikar Hashabat“: „Dies ist ein diktatorischer Versuch, uns zum Schweigen zu bringen, der an dunkle Regime erinnert. Es wird uns nicht aufhalten, sondern uns zu einem hartnäckigen und beispiellosen Kampf führen.“

Von: eh

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Tue, 18 Apr 2017 15:37:00 +0200
<![CDATA[Palästinensische Häftlinge eröffnen Hungerstreik]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/04/18/palaestinensische-haeftlinge-eroeffnen-hungerstreik/ RAMALLAH / JERUSALEM (inn) – Mehr als 1.000 palästinensische Häftlinge in israelischen Gefängnissen haben am Montag einen Hungerstreik eröffnet. Sie fordern bessere Haftbedingungen und folgen damit einem Aufruf des inhaftierten Fatah-Anführers Marwan Barghuti. Dieser gilt als Anführer der „Al-Aksa-Intifada“ und sitzt wegen fünffachen Mordes im Gefängnis. Der Beginn des Protests fiel auf den palästinensischen „Tag der Gefangenen“.

Israels Minister für öffentliche Sicherheit, Gilad Erdan, merkte am Sonntag an, dass es in dem Streik nicht um die Bedingungen der Haft gehe, sondern viel mehr um interne palästinensische Politik. Das meldet die Onlinezeitung „Times of Israel“. Diese Aussage bestätigte Kommunikationsminister Zachi Hanegbi im israelischen Rundfunk. Barghuti habe eine „politische Show“ initiiert, um sich im Kampf um die Nachfolge des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas besser aufzustellen. Israel dürfe keinen Forderungen der Häftlinge nachkommen. „Das ist eine Bande von unverschämten Kerlen, von grausamen Mördern“, sagte Hanegbi.

Forderung nach mehr Familienbesuchen

Die Protestierenden fordern unter anderem einen Zugang zu einem Telefon und weitere Fernsehkanäle. Zudem sollen den Familien mehr Möglichkeiten eingeräumt werden, ihre inhaftierten Verwandten zu sehen. Auch wünschen sich die Gefangenen einen Zugang zu akademischen Programmen.

Derzeit sind 6.300 politische Gefangene in israelischen Gefängnissen, gibt die palästinensische Gefangenenorganisation Addameer an. 500 der Gefangenen seien in Verwaltungshaft. Die ranghohe Vertreterin der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), Hanan Aschrawi, kritisiert neben anderen Punkten die Verwaltungshaft. Betroffene werden für jeweils sechs Monate inhaftiert, die aus „Sicherheitsgründen“ ohne Anklage verlängert werden können. PLO-Generalsekretär Saeb Erekat rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, Israel wegen seiner „systematischen Verstöße gegen die Menschenrechte von Palästinensern, besonders die von Gefangenen“ anzuprangern und vor Gericht zu bringen.

Abbas bei Solidaritätsdemonstration

Am „Tag der Gefangenen“ demonstrierten Tausende Palästinenser in Solidarität mit den hungerstreikenden Häftlingen. Abbas sprach während einer Demonstration seine Unterstützung für die Inhaftierten aus. Israel bleibe „hartnäckig“, weil er sich weigere, „die gerechten humanitären Forderungen der Gefangenen zu akzeptieren“, zitiert die „Times of Israel“ Abbas. Laut der Tageszeitung „Yediot Aharonot“ habe der palästinensische Präsident den Streikinitiator Barghuti in seinen Äußerungen nicht erwähnt.

Von: mab

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Tue, 18 Apr 2017 14:56:00 +0200
<![CDATA[Politiker feiern Maimuna-Fest]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/04/18/politiker-feiern-maimuna-fest/ Israelische Politiker haben am Montagabend in verschiedenen Städten am Maimuna-Fest teilgenommen. Unmittelbar im Anschluss an Pessach feiern es die nordafrikanischen Juden mit symbolischen Speisen. Staatspräsident Reuven Rivlin sagte bei einer Feier in Aschkelon, das Fest erinnere daran, „dass wir Brüder sind“. Regierungschef Benjamin Netanjahu äußerte in Hadera, obwohl es als marokkanische Tradition begonnen habe, sei Maimuna „zu einem Fest für alle ethnischen Gruppen“ geworden. „Es symbolisiert eine Liebe für Israel.“ Das Fest ist gekennzeichnet durch Überfluss und große Gastfreundschaft.

Von: eh

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Tue, 18 Apr 2017 14:13:00 +0200
<![CDATA[Universität, Staatspräsident und Fußballverein würdigen ermordete Studentin]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/universitaet-staatspraesident-und-fussballverein-wuerdigen-ermordete-studentin/ JERUSALEM (inn) – Nach dem tödlichen Angriff auf eine britische Studentin in Jerusalem hat das zuständige Magistratsgericht die Untersuchungshaft des Täters am Samstag verlängert. Die 21-jährige Hannah Bladon war am Freitag in der Straßenbahn von einem Palästinenser erstochen worden. Dieser hatte nach eigener Aussage gehofft, nach der Tat von Soldaten erschossen zu werden. Der Inlandsgeheimdienst Schabak teilte mit: „Dies ist ein weiterer von vielen Vorfällen, bei denen ein Palästinenser, der an psychischen oder persönlichen Problemen leidet, sich entschieden hat, als Ausweg aus seinen Problemen einen Angriff zu verüben.“

Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um den 57-jährigen Dschamil Tamimi aus dem Ostjerusalemer Viertel Ras al-Amud. Er war kurz vor dem Mord aus einer psychiatrischen Klinik in Nordisrael entlassen worden. Seine Familie teilte ihm daraufhin mit, dass sie keinen Kontakt wünsche – auch, weil er 2011 seine Tochter sexuell belästigt haben soll. Daraufhin habe er nichts mehr zu verlieren gehabt, sagte der Palästinenser laut der Tageszeitung „Yediot Aharonot“ im Verhör aus. Bereits früher hatte er versucht, sich das Leben zu nehmen, indem er in der Klinik eine Rasierklinge verschluckte. Er gestand, den Angriff geplant und das Tatmesser in der Altstadt erworben zu haben.

Tamimi stieg an der Haltestelle Damaskustor in die Straßenbahn. Neben ihm stand Hannah Baldon, die ihren Sitzplatz einer Frau mit Baby angeboten hatte. Der Palästinenser zog das Messer und stach auf den Oberkörper der jungen Britin ein. In der Bahn war ein Polizist außer Dienst mit seiner Familie unterwegs. Er löste die Notbremse aus, überwältigte den Angreifer und nahm ihm das Messer weg. Ein Zivilist half dem Polizisten. Durch den plötzlichen Stillstand des Zuges wurden eine schwangere Frau und ein Mann leicht verletzt.

Wegen des Pessachfestes hatten die israelischen Sicherheitskräfte die Palästinensergebiete abgeriegelt und die Alarmbereitschaft in der Hauptstadt erhöht. Deshalb waren Polizisten in der Nähe, die nach dem Halt in die Straßenbahn kamen und den Täter festnahmen. Baldon wurde ins Hadassah-Krankenhaus gebracht und erlag nach kurzer Zeit ihren Verletzungen.

Als Austauschstudentin in Israel

Die Britin studierte seit 2015 Religionswissenschaft, Theologie und Archäologie in Birmingham. Im Januar hatte sie sich einem Austauschprogramm an der Hebräischen Universität angeschlossen, das sie im September beenden wollte. Nach Angaben ihrer Familie befand sie sich auf dem Rückweg von einer archäologischen Ausgrabung, als sie ermordet wurde.

Die britische Tageszeitung „Guardian“ zitiert aus einer Mitteilung der Angehörigen, die über das Außenministerium in London veröffentlicht wurde: „Hannah war eine begabte Musikerin, gehörte zu den Mitarbeitern ihrer örtlichen Kirche und war Mitglied ihrer örtlichen Archäologengruppe. Sie sei eine begeisterte Rugbyspielerin und ein eifriger Fan des Fußballvereins Derby County gewesen. Weiter schrieb die Familie: „Ihr Tod hinterlässt so viele unerfüllte Versprechen. Unsere Familie ist erschüttert von diesem sinnlosen und tragischen Angriff.“ Derby County hielt am Montagabend vor seinem Zweitligaspiel gegen Huddersfield Town eine Schweigeminute im Gedenken an seine treue Unterstützerin ab.

Die Hebräische Universität kondolierte den Trauernden gemäß der Onlinezeitung „Times of Israel“. Sie verurteile Terrorakte gegen unschuldige Menschen, „und vor allem gegen eine Studentin, die nach Jerusalem kam, um zu studieren und ihren akademischen Horizont zu erweitern“. Staatspräsident Reuven Rivlin ließ verlauten, er sei „voller Traurigkeit“ über die Gewalt gegen Bladon. Israels „Gedanken und Gebete sind bei der Familie des Opfers“, ergänzte er.

Von: eh

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Tue, 18 Apr 2017 12:57:00 +0200
<![CDATA[Erekat fordert „Untersuchung israelischer Kriegsverbrechen“]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2017/04/18/erekat-fordert-untersuchung-israelischer-kriegsverbrechen/ Die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) hat die internationale Gemeinschaft dazu aufgerufen, Israel wegen seiner „systematischen Verstöße gegen die Menschenrechte von Palästinensern, besonders die von Gefangenen“ anzuprangern. „Wir fordern auch den Internationalen Strafgerichtshof auf, die Voruntersuchungen zu beschleunigen und eine sofortige Untersuchung israelischer Kriegsverbrechen zu eröffnen“, zitiert die palästinensische Nachrichtenagentur WAFA den PLO-Generalsekretär Saeb Erekat. Wenn Israel Frieden erreichen wolle, müsse es die Gefangenen freilassen.

Von: mab

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Tue, 18 Apr 2017 11:50:00 +0200
<![CDATA[Gaza gibt Ramallah Schuld für Energiekrise]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/04/18/gaza-gibt-ramallah-schuld-fuer-energiekrise/ Nachdem ein Kraftwerk im Gazastreifen heruntergefahren ist, sei weniger als ein Drittel des Energiebedarfs in dem Gebiet gedeckt. Das meldet die palästinensische Nachrichtenagentur „Ma'an“ und verweist auf Angaben der Elektrizitätsgesellschaft in Gaza. Im Januar ging bereits eine von Katar und der Türkei geförderte Kraftstofflieferung zu Ende. Die im Gazastreifen regierende Hamas rief die Palästinensische Autonomiebehörde auf, auf eine Steuer für Kraftstoff zu verzichten, meldet die Tageszeitung „Jerusalem Post“. Die Steuer führe dazu, dass Gaza aufgrund des fehlenden Treibstoffs das Kraftwerk herunterfahren musste. Zudem werfe die Hamas Ramallah vor, Projekte für die Lösung der Energieprobleme in Gaza zu verzögern.

Von: mab

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Tue, 18 Apr 2017 10:59:00 +0200