Israelnetz - Neueste Nachrichten https://www.israelnetz.com Nachrichten aus Israel und dem Nahen Osten de https://www.pro-medienmagazin.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif Israelnetz - Neueste Nachrichten https://www.israelnetz.com 18 16 Nachrichten aus Israel und dem Nahen Osten TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Wed, 18 Jul 2018 10:55:25 +0200 <![CDATA[Palästinenser spenden für Synagogenbau in Siedlung]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2018/07/18/palaestinenser-spenden-fuer-synagogenbau-in-siedlung/ ELKANA (inn) – Eine „Botschaft von Licht und Hoffnung“ nennt die israelische Tageszeitung „Yediot Aharonot“ das Engagement einiger Palästinenser: Sie spenden Geld für eine Synagoge in einer Siedlung, die an ein Terror-Opfer erinnern soll. Den palästinensischen Gebern aus dem Gazastreifen war der ermordete Israeli persönlich bekannt – und sie wissen nur Gutes über ihn zu erzählen.

Bei dem Opfer handelt es sich um Reuven „Motti“ Schmerling aus der Siedlung Elkana, südwestlich von Nablus. Er wurde vergangenes Jahr direkt vor dem Laubhüttenfest Sukkot von Palästinensern getötet, als er in der arabisch-israelischen Ortschaft Kafr Kassem nordöstlich von Tel Aviv eine Lagerhalle aufsuchte, die in seinem Besitz war. Am Abend hatte er mit Frau und Kindern seinen 70. Geburtstag feiern wollen – stattdessen gab es eine Beerdigung.

In ihrer Trauer kam den Hinterbliebenen der Gedanke, eine Erinnerung an den Ermordeten zu stiften, die zu seinem Wesen passt. Dabei fiel ihnen auf, dass die Synagoge der jüngeren Gemeinde von Elkana nicht mehr angemessen sei und der Erneuerung bedürfe. Deshalb riefen sie zu Spenden auf, um „eine echte Synagoge zu bauen – ein Gebäude, das es der nächsten Generation ermöglicht, freudig zu beten, ebenso wie Motti zu tun pflegte“. So formuliert es die Familie in ihrer Spendenkampagne.

Weiter heißt es dort: „Wir glauben, dass dies der Weg ist, um das Böse, den Schmerz und die Leere zu besiegen, die sich in uns aufgetan haben. Nicht mit Hass und Verzweiflung. Nicht, indem wir aufgeben, sondern indem wir uns für Leben, Glauben, Kontinuität und Aktion entscheiden.“

Palästinensische Spenden für Familie nicht überraschend

Dazu passt eine Spende von ungewöhnlicher Seite: Ein Geschäftsmann aus dem Gazastreifen stellte mehrere Hundert Schekel zur Verfügung. Als Begründung teilte der Palästinenser, der anonym bleiben möchte, mit: „Reuven hatte ein gutes Herz, ohne Schmutz. Er liebte alle. Ich lernte ihn in den 90er Jahren kennen. In jener Zeit brachte ich Waren aus China her, und wir arbeiteten zusammen. Er war ein guter Mann. Was man ihm angetan hat, ist einfach abscheulich. Wenn es noch mehr Menschen wie Reuven gäbe, wäre schon vor langer Zeit der Friede gekommen.“

Weitere Palästinenser aus dem Gazastreifen, die ihn gekannt und geschätzt hatten, leisteten einen Beitrag zu dem Projekt. Auch Araber aus Kafr Kassem schlossen sich der Aktion an. Der Sohn des Ermordeten, Schai Schmerling, indes sagte der Zeitung: „Vater hatte immer arabische Freunde. Sie liebten und achteten ihn. Es hat uns nicht überrascht. Auch während der Trauerwoche kamen zu uns Palästinenser aus Gaza und Araber aus Kafr Kassem, um uns zu trösten.“

Am Donnerstag soll das zuständige Gericht ein Urteil gegen die beiden Mörder fällen. Jussef Kamil und Mahmud Abu Alrub haben die Tat gestanden.

Von: eh

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Wed, 18 Jul 2018 10:29:00 +0200
<![CDATA[„Al-Dschasira“: 22 statt neun Tote]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2018/07/18/al-dschasira-22-statt-neun-tote/ Bei einem Luftschlag in Syrien am Montag sind laut dem katarischen Nachrichtensender „Al-Dschasira“ 22 Menschen umgekommen, darunter neun Iraner. Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte hatte zuvor von neun Toten gesprochen. „Al-Dschasira“ beruft sich auf nicht näher genannte syrische Rebellengruppen. Syrische Medien hatten Israel für den Luftschlag bei Aleppo verantwortlich gemacht.

Von: df

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Wed, 18 Jul 2018 10:24:00 +0200
<![CDATA[Neunjährige Haftstrafe für Hamas-Aktivist]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2018/07/17/neunjaehrige-haftstrafe-fuer-hamas-aktivist/ Der Hamas-Aktivist Muhammad Murtaja ist am Sonntag in Be'er Scheva zu einer neunjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Der Bewohner des Gazastreifens, der bei der türkischen Menschenrechtsorganisation TIKA arbeitete, hat laut des Gerichts dabei geholfen, Hunderttausende Euro an die Hamas zu transferieren. Mitglied und Unterstützer einer Terror-Organisation zu sein und Eigentum für terroristische Zwecke missbraucht zu haben, lautete das Urteil gegen den Mann, der im vergangenen Jahr verhaftet wurde. Bei dem Geld habe es sich auch um Spendenmittel gehandelt, die für Essensrationen von benachteiligten Familien vorgesehen waren.

Von: mm

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Tue, 17 Jul 2018 15:15:00 +0200
<![CDATA[Iran und Palästinenser demonstrieren Einmütigkeit]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2018/07/17/iran-und-palaestinenser-demonstrieren-einmuetigkeit/ GAZA / TEHERAN (inn) – Der Iran ist stolz auf den palästinensischen „Widerstand“. Das betonte der iranische General Gholamhossein Gheybparvar von den Revolutionsgarden am Montag in Teheran. Anlass war die Verleihung des symbolischen Preises „Wet Gunpowder“ („Feuchtes Schießpulver“). Damit werden Personen „ausgezeichnet“, die sich gegen das iranische Regime stellen.

Der diesjährige „Preisträger“ ist wie schon im Jahr zuvor US-Präsident Donald Trump. Nominiert waren nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur „Mehr“ auch die amerikanische UN-Botschafterin Nikki Haley sowie der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu. Die Veranstalter sammelten während der Proteste am Al-Quds-Tag die Stimmen, um so den „Sieger“ zu bestimmen.

Bei der Veranstaltung trat auch ein Doppelgänger von Trump auf. Sie wurde für Vertreter der islamistischen Hamas und anderer Terrorgruppen in den Gazastreifen übertragen. Ursprünglich sollte anstelle Gheybparvars der Kommandeur der iranischen Al-Quds-Brigaden, General Kassem Sulaimani, sprechen. Warum ein Tausch der Redner stattfand, ist laut der israelischen Tageszeitung „Jerusalem Post“ unklar.

Weitere „Proteste“ erwartet

Bei der Veranstaltung im Gazastreifen betonten weitere Sprecher, dass sich palästinensische „Widerstands“-Gruppen gemeinsam mit dem Iran als „Achse des Widerstands“ gegen Israel und die USA verstünden. Ein Vertreter der Terrorgruppe Islamischer Dschihad, Chaled al-Batsch, betonte, Palästinenser im Gazastreifen hätten keine Angst vor dem Tod. Sie würden die „Proteste“ an der Grenze zu Israel fortsetzen. Al-Batsch fügte an, er erwarte ähnliche Proteste auch im Westjordanland.

Ein Vertreter der „Palästinensischen Front für die Befreiung Palästinas“ (PFLP), Dschamil Maschar, dankte dem Iran für die „grenzenlose Unterstützung“. Er forderte eine „vereinte islamisch-arabische Front“ zur Unterstütztung der Palästinenser. Ismail Radwan von der Hamas rief die verschiedenen Terrorgruppen in der Region dazu auf, ihre Aktionen miteinander abzustimmen.

Von: df

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Tue, 17 Jul 2018 14:53:00 +0200
<![CDATA[Angeklagte Türkin Ozkan frei]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2018/07/17/angeklagte-tuerkin-ozkan-frei/ Der israelische Inlandsgeheimdienst Schabak hat am Montag bestätigt, dass Israel die Türkin Ebru Ozkan freigelassen und ausgeflogen hat. Sie war vom Militärgericht in Samaria angeklagt worden, am 8. Juni Geldmittel für die Hamas geschmuggelt zu haben. Türkische Medien berichteten Sonntagnacht, dass die am 11. Juni am Ben-Gurion-Flughafen festgenommene Frau nach Hause fliegen durfte. Laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“ war der Prozess gegen Ozkan noch nicht abgeschlossen. Es gebe aber Quellen, die auf ein Eingreifen vom Büro des Premierministers hindeuten.

Von: mm

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Tue, 17 Jul 2018 14:18:00 +0200
<![CDATA[Mogherini wirft Erdan Desinformation vor]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/07/17/mogherini-wirft-erdan-desinformation-vor/ BRÜSSEL (inn) – Federica Mogherini, die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, hat in einem Brief scharfe Kritik am israelischen Minister für öffentliche Sicherheit Gilad Erdan geübt. Das berichtete die Tageszeitung „Ha’aretz“ am Montag. Hintergrund ist ein Bericht aus Erdans Ministerium vom Mai. Demnach finanziert die EU Nichtregierungsorganisationen, die Terrorgruppen oder der anti-israelischen Boykottbewegung BDS nahe stünden. Mogherini nannte die Anschuldigungen „haltlos und inakzeptabel“. Der Bericht sei fehlerhaft und schere Terrorismus gegen Israel und „Boykotte der Besatzung Palästinas“ bewusst über einen Kamm, um Desinformation zu verbreiten.

Die EU unterstütze keines von beiden, unterscheide aber klar zwischen israelischem Staatsgebiet und israelisch besetzten Territorien. Letztere zu boykottieren sei eine legitime Meinungsäußerung. Die EU lehne zwar jeden Versuch ab, Israel zu isolieren; eine Nähe zu BDS bedeute aber noch nicht automatisch, dass eine Organisation in kriminelle Aktivitäten verwickelt sei und deswegen für EU-Gelder nicht infrage komme.

Mogherini lädt Erdan ein

Außerdem bestimme die EU selbst, wofür die Gelder eingesetzt würden. Von den 13 in dem Bericht genannten Organisationen würden sechs keine Gelder für Aktivitäten in Palästina erhalten – und keine von ihnen erhalte Mittel für BDS-Aktivitäten, schrieb Mogherini. Die EU habe sehr strenge Kontroll- und Aufsichtsverfahren, um zu überprüfen, wofür ihre Gelder eingesetzt würden.

Mogherini schloss ihren Brief mit einer Einladung an Erdan: „Sie und Ihr Stab sind jederzeit in Brüssel willkommen, um Beweise zu präsentieren, die Sie für Ihre Anschuldigungen möglicherweise haben.“ Bis dahin wünsche man sich „offene und transparente Kooperation" anstatt eines Dialogs „durch haltloses Material, das ohne vorherige Absprache veröffentlicht wird“.

Von: rmj

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Tue, 17 Jul 2018 13:53:00 +0200
<![CDATA[Deutsch-Hebräischer Übersetzerpreis für Anne Birkenhauer]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2018/07/17/deutsch-hebraeischer-uebersetzerpreis-fuer-anne-birkenhauer/ JERUSALEM (inn) – Am Montag ist der Deutsch-Hebräische Übersetzerpreis in Jerusalem verliehen worden. Kulturstaatsministerin Monika Grütters und die israelische Kulturministerin Miri Regev zeichneten Anne Birkenhauer für ihre Übersetzung des David-Grossman-Romans „Kommt ein Pferd in die Bar“ aus. Posthum erhielt auch die Israelin Nili Mirsky für ihre Übersetzungen diverser Werke Thomas Manns die Auszeichnung.

Im Museum der biblischen Länder betonte Grütters laut Mittteilung der Bundesregierung die Bedeutung literarischer Übersetzungen für den interkulturellen Austausch: „Die einer fremden Sprache innewohnenden Denk- und Sichtweisen, Mythen und Traumata, ja, die Identität und Mentalität einer anderen Sprachgemeinschaft finden dank literarischer Übersetzungen Eingang in unsere Welt.“ Der Preis gehe an Menschen, die auch dabei helfen, die Mauern aus Schuld und Schmerz zu überwinden.

„Bringt Feinheiten und Doppeldeutigkeiten zum Klingen“

Über den Roman „Kommt ein Pferd in die Bar“ von David Grossman sagte Grütters, dass er die Mentalität einer vom Trauma der Scho'ah geprägten Gesellschaft im dauernden Kriegszustand verkörpere. „Wie könnte man diese Mentalität als nicht Zugehöriger verstehen, wenn Anne Birkenhauer nicht alle sprachlichen Register zöge, um die Feinheiten, Anspielungen und Doppeldeutigkeiten seiner Sprache und die Ausblicke und Abgründe, die sich hinter hebräischen Idiomen auftun, in der Übersetzung zum Klingen bringen“, fragte die Kulturstaatsministerin.

„Kongeniale Übersetzungen Thomas Manns“

Zur im Januar verstorbenen Israelin Nili Mirsky und ihren hebräischen Übersetzungen der Werke Thomas Manns erklärte sie: „Mirskys kongeniale Übersetzungen erlauben es, das literarische Erbe Deutschlands in Israel als Bereicherung auch für die israelische Kultur wahrzunehmen, was wahrlich nicht selbstverständlich ist.“

Die Kulturstaatsministerin und das israelische Kulturministerium haben den Deutsch-Hebräischen Übersetzerpreis im Jahr 2015 ins Leben gerufen. Anlass war der 50. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Israel. Der Preis wird im zweijährigen Rhythmus vergeben. Deutschland und Israel wechseln sich beim Verleihungsort ab. Die Preisträger erhalten jeweils 10.000 Euro.

Kooperationsprojekte zum Bauhaus-Jubiläum

Grütters besuchte auf ihrer mehrtägigen Rundreise in Israel auch die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem und die Küstenmetropole Tel Aviv. Die Kulturstaatsministerin machte einen Rundgang durch die „Weiße Stadt“, deren Bild durch die mehr als 4.000 Gebäude geprägt ist, die überwiegend im Bauhaus-Stil gebaut wurden und seit langem zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Sie informierte sich über deutsch-israelische Kooperationsprojekte und die Planungen zum Bauhaus-Jubiläum 2019. Die Feier des 100. Jahrestag der legendären Kunstschule, deren Hauptwirkungsstätten Weimar, Dessau und Berlin waren, nimmt dann auch die internationalen Auswirkungen in den Blick.

Von: mm

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Tue, 17 Jul 2018 12:21:00 +0200
<![CDATA[Vorerst kein Treibstoff für Gaza]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/07/17/vorerst-kein-treibstoff-fuer-gaza/ Israel setzt die Treibstoffzufuhr für den Gazastreifen von Dienstag bis Sonntag aus. Lebensmittel und Medikamente können mit Sondererlaubnis durch den Übergang Kerem Schalom geliefert werden. Die Fischereizone wird von sechs auf drei Kilometer reduziert. Anlass für die Maßnahmen sind die fortgesetzten Angriffe mit Branddrachen und -ballons auf Südisrael. Die radikal-islamische Hamas verurteilte die Entscheidung von Verteidigungsminister Avigdor Lieberman und warnte vor „gefährlichen Folgen“. Indes teilten die Betreiber des Rafah-Überganges zwischen dem Gazastreifen und Ägypten mit, er bleibe bis auf Weiteres von beiden Seiten geschlossen. Gründe nannten sie nicht.

Von: eh

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Tue, 17 Jul 2018 12:20:00 +0200
<![CDATA[„Breaking the Silence“-Gesetz verabschiedet]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/07/17/breaking-the-silence-gesetz-verabschiedet/ Armeekritische Organisationen dürfen nicht mehr an Schulen auftreten. Ein entsprechendes Gesetz hat die Knesset am Dienstagmorgen verabschiedet. Es richtet sich vor allem gegen „Breaking the Silence“ („Das Schweigen brechen“). Dort berichten Soldaten über angebliche Kriegsverbrechen der Armee. Kritiker werfen der Organisation vor, die Aussagen seien mitunter falsch, übertrieben oder nicht belegbar. Im Jahr 2015 hat der damalige Verteidigungsminister Mosche Ja'alon angeordnet, dass Aktivisten von „Breaking the Silence“ nicht mehr auf Armeebasen sprechen dürfen.

Von: df

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Tue, 17 Jul 2018 10:54:00 +0200
<![CDATA[9.000 Jahre alte Stadt im Jerusalem-Tal entdeckt]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2018/07/17/9000-jahre-alte-stadt-im-jerusalem-tal-entdeckt/ JERUSALEM (inn) – In Motza, am Fuße der Jerusalemer Hügel, sind Archäologen auf die Überreste einer ehemals weitläufigen und wohlhabenden Stadt aus der Jungsteinzeit gestoßen. Das Gelände mit Dutzenden von Steinhäusern und Skelettresten wurde während der Vorbereitungsarbeiten für eine neue Straße entdeckt, berichtet die israelische Zeitung „Ha'aretz“. Prächtigere Gebäude könnten Tempel gewesen sein.

In ihrer Blütezeit könnten bis zu 1.000 Menschen in der Stadt gewohnt haben. Sie zieht sich 500 Meter in die Länge. Ein Rätsel bleibe bislang, warum der Ort nach 400 Jahren verlassen wurde – und erst 5.000 Jahre später in der Zeit der römischen Herrschaft erneut zur Blüte gelangte.

Weitere große Siedlungen in Jordanien und Israel

Die Stadt wurde am Zusammenfluss zweier Bäche errichtet. Die Bewohnern stellten ihre Steinziegel mit Feuersteinwerkzeugen her, und rammten offensichtlich Holzpfähle in Risse von natürlichem Gestein, um dieses zu brechen. Die Steinziegel wurden mit Schlamm zementiert. Bei jeder Winterregenzeit mussten die Wände neu gewartet werden.

Der Ort Motza ist nicht die einzige große Siedlung aus dieser Zeit, erklärt Hamudi Chalaili von der Altertumsbehörde im Gespräch mit „Ha‘aretz“. Es gebe weitere Siedlungen, hauptsächlich in Jordanien, aber die seien nicht gründlich ausgegraben. Auch in Israel seien weitere vorhanden, etwa im ehemals sumpfigen Hula-Tal.

„Jungsteinzeitliche Siedlungen blühten damals“, sagt Chalaili. Die Menschen errichteten zu jener Zeit bereits öffentliche Plätze mit einer monumentalen Bauweise. Die Verarbeitung sei sehr sorgfältig gewesen.

Von: mab

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Tue, 17 Jul 2018 10:38:00 +0200
<![CDATA[Trump sieht „gutes Ergebnis“ für Israel]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/07/17/trump-sieht-gutes-ergebnis-fuer-israel/ „Wir haben ein gutes Ergebnis für Israel erreicht.“ Das hat US-Präsident Donald Trump am Montag nach dem Gipfel in Helsinki mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gesagt. Details wollte er nicht verraten. „Putin glaubt an Israel und ist ein Fan von Bibi Netanjahu“, sagte Trump. Die USA und Russland werden demnach zusammenarbeiten, um die Sicherheit Israels zu gewährleisten. Der israelische Premier Benjamin Netanjahu kommentierte die Äußerungen: „Die Freundschaft zwischen Israel und den USA war niemals stärker.“

Von: mm

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Tue, 17 Jul 2018 10:20:00 +0200
<![CDATA[Eskalationen zwischen Israel und Hamas: „Größter Tageslicht-Angriff“ seit 2014]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2018/07/16/eskalationen-zwischen-israel-und-hamas-groesster-tageslicht-angriff-seit-2014/ JERUSALEM / GAZA (inn) – Am Wochenende ist es zu starken Eskalationen zwischen Israel und der radikal-islamischen Hamas im Gazastreifen gekommen. Palästinensische Terroristen feuerten rund 200 Raketen und Flugkörper auf israelische Gemeinden in der Nähe des Gazastreifens ab. Das meldet die Onlinezeitung „Times of Israel“.

Die Offensive begann Freitagnacht: Palästinenser im Gazastreifen schossen über 30 Raketen und Granaten auf Südisrael ab. Als Reaktion darauf bombardierte die Luftwaffe am Samstag mehr als 40 militärische Ziele in dem Küstengebiet. Im Mittelpunkt stand ein Trainingsgelände der Hamas im Norden, dort wurde auch ein Tunnelsystem freigelegt. Es handele sich um „den größten Tageslicht-Angriff“ seit dem Gaza-Krieg im Sommer 2014, sagte der israelische Armeesprecher Jonathan Conricus.

„Feind zwingen, die Eskalation zu stoppen“

Hamas-Sprecher Fausi Barhum sagte laut der Deutschen Presse-Agentur, man wolle mit dem Beschuss eine „klare Botschaft senden“ und „den Feind dazu zwingen, die Eskalation zu stoppen“.

Am Samstagabend gaben die Hamas und der Islamische Dschihad schließlich bekannt, dass sie einem Waffenstillstand mit Israel zugestimmt hätten. Dies passierte im Anschluss an Gespräche mit Ägypten sowie internationalen Organisationen. Vorerst gab es dazu keine offizielle Erklärung von Israel.

In der Nacht zum Sonntag feuerten militante Palästinenser laut der Armee jedoch vier Geschosse auf israelisches Gebiet ab. Das Raketenabwehr-System Eisenkuppel habe eins abgefangen und eine Abschussrampe wurde zerstört. Seit den frühen Morgenstunden blieb es laut der Armee dann aber ruhig.

Hamas-Anführer Hanije: „Widerstand“ geht weiter

Nach palästinensischen Angaben starben durch den israelischen Beschuss im Gazastreifen zwei Jugendliche, 14 weitere Menschen wurden verletzt. Am Samstag traf eine Rakete ein Haus in Sderot, drei Israelis wurden verwundet. Zudem wurde eine leerstehende Synagoge beschädigt. Dies berichtet die Onlinezeitung „Times of Israel“.

Der Hamas-Anführer Ismail Hanije sprach einige Stunden nach dem von der Hamas verkündeten Waffenstillstand bei der Beerdigung der getöteten Palästinenser. Er betonte, den „Widerstand“ fortzusetzen, bis die „Belagerung“ von Gaza beendet sei. „Wir werden nicht aufgeben, in das ganze Land Palästina zurückzukehren.“

Vater und Sohn bei Bau von Sprengsatz getötet

In Gaza-Stadt sind am Sonntag ein 35-jähriger militanter Palästinenser und sein 13-jähriger Sohn getötet worden. Dies passierte laut Polizeiangaben beim Bau eines Sprengsatzes, der versehentlich detonierte. Der Mann sei Mitglied der Al-Aqsa-Brigaden, des militärischen Arms der Fatah-Bewegung, gewesen. Ein dritter Palästinenser sei bei der Explosion schwer verletzt worden.

Während der wöchentlichen Kabinettssitzung wies Premierminister Benjamin Netanjahu die Armee an, den Terror aus Gaza mit brennenden Drachen und Ballons zu beenden. Seit vielen Wochen lassen Palästinenser im Gazastreifen Branddrachen steigen, die in Israel Felder und Natur in Brand setzen. Israel habe dadurch mindestens 2.830 Hektar Ackerland und Wald verloren.

Netanjahu dementiert Waffenstillstand

„Ich habe gehört, dass Israel einem Waffenstillstand zugestimmt hat, der die Fortsetzung des Terrorismus durch Branddrachen und -ballons ermöglichen würde“, sagte er laut der Zeitung „Yediot Aharonot“. Diese Angaben seien aber falsch. „Wir sind nicht bereit, irgendwelche Angriffe gegen uns zu akzeptieren und werden angemessen reagieren.“

Die Politik sei klar: „Wer auch immer uns verletzt, wir werden ihn mit großer Kraft treffen.“ Im Laufe des Schabbat haben die Verteidigungsstreitkräfte die Hamas hart getroffen. „Die Armee hat der Hamas den härtesten Schlag seit der Operation ,Starker Fels‘ versetzt.“ Netanjahu hoffe, die Hamas habe die Botschaft verstanden. „Wenn nicht, werden sie es später verstehen.“

Netanjahu nutzte harte Worte zur Beschreibung der Angelegenheit. Jedoch äußerte er sich zumindest öffentlich nicht konkret, wie die Armee den Befehl zum Kampf gegen die Branddrachen ausführen soll.

Von: mab

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Mon, 16 Jul 2018 14:50:00 +0200
<![CDATA[„Palästina durchlebt schwere Zeit“]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/07/16/palaestina-durchlebt-schwere-zeit/ MOSKAU (inn) – Der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Mahmud Abbas, hat im Gespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin am Samstag die israelische Siedlungspolitik kritisiert. Er sprach auch über das aktuell schlechte diplomatische Verhältnis mit den Amerikanern.

Im Kreml bedankte sich Abbas bei Putin laut des Büros des russischen Präsidenten für dessen Ratschläge, die durch die verschiedenen Kontakte Russlands mit den politischen Führern in der Region zustande kommen. „Heute durchleben unsere Region und Palästina eine schwere Zeit. Und tatsächlich kann ich sagen, dass eine weitere Krise in Palästina aufkommt“, sagte Abbas.

Beduinendorf thematisiert

„Es gibt Versuche und Pläne Israels, die neue Siedlungen nahe des Dorfes Chan al-Ahmar betreffen, das nicht weit von Jerusalem entfernt liegt. Das besorgt uns sehr“, führte er aus. Das betreffe Tausende Menschen in diesem Gebiet. Es gibt israelische Pläne, das Beduinendorf Khan al-Ahmar im Westjordanland abzureißen. Israelische Gerichte entschieden, dass es illegal gebaut wurde. Das Militär hält es für ein Sicherheitsrisiko. Die Bewohner sollen ins zwölf Kilometer entfernte Abu Dis umgesiedelt werden.

Über die Beziehungen zu den USA sagte Abbas, dass sie eine „schwierige Zeit“ durchmachen. „Sie müssen sich bewusst machen, dass wir alle Kontakte zu den Amerikanern gestoppt haben“, sagte er zu Putin. Das habe mit dem amerikanischen „Deal des Jahrhunderts“ zu tun, dessen erster Schritt in Abbas' Augen die Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem war. Hinzu komme, dass es die Absicht der USA sei, den palästinensischen Flüchtlingsstatus vom Verhandlungstisch zu bekommen.

Maradona: „Ich bin ein Palästinenser“

Putin zeigte Verständnis für die komplizierte Situation in der Region. Er freute sich aber darüber, dass Abbas trotzdem nach Moskau gekommen sei und die Fußballweltmeisterschaft besuchen könne. Abbas nutzte in der russischen Hauptstadt auch die Gelegenheit, sich mit dem sudanesischen Präsidenten Omar Hassan al-Baschir zu treffen.

Zudem tauschte er sich mit dem ehemaligen argentinischen Fußballer Diego Maradona aus. Der schrieb in dem sozialen Netzwerk Instagram zu seinem Bild mit Abbas: „Ich bin Palästinenser. Dieser Mann will Frieden in Palästina. Präsident Abbas hat ein Land und ein Recht.“ Der PA-Präsident erlebte am Sonntag im Stadion das WM-Finale mit, das Frankreich mit 4:2 gegen Kroatien gewann.

Von: mm

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Mon, 16 Jul 2018 12:08:00 +0200
<![CDATA[Neun Tote bei Luftschlag in Syrien]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2018/07/16/neun-tote-bei-luftschlag-in-syrien/ Neun Soldaten des syrischen Regimes sind Sonntagnacht bei einem Luftschlag gegen die Al-Nairab-Luftwaffenbasis nahe Aleppo getötet worden. Das gab die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Montag bekannt. Die syrische staatliche Medienagentur SANA schreibt den Angriff Israel zu. Der „zionistische Feind“ habe jedoch nur materiellen Schaden anrichten können. Nach Informationen der Beobachtungsstelle sei die Basis ein Stützpunkt der iranischen Revolutionsgarde. Unter den Toten seien sechs Syrer, die Nationalität der anderen drei sei nicht bekannt. Die steigende Präsenz des Iran in Syrien hatte in Israel zuletzt Besorgnis erregt.

Von: rmj

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Mon, 16 Jul 2018 11:53:00 +0200
<![CDATA[Human Rights Watch: Libanesischer Schauspieler in Haft gefoltert]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2018/07/16/human-rights-watch-libanesischer-schauspieler-in-haft-gefoltert/ Der libanesische Schauspieler Siad Itani soll während seiner Haft gefoltert worden sein. Das hat die Menschenrechtsgruppe „Human Rights Watch“ (HRW) am Montag laut der Onlinezeitung „Times of Israel“ bekannt gegeben. Itani wurde vorgeworfen, im November 2017 für Israel spioniert zu haben, er wurde daraufhin verhaftet. Der Vorwurf resultierte offenbar aus einem Komplott. Aus Gesprächen mit Itani habe HRW erfahren, dass der Mann sechs Tage lang wiederholt geschlagen, ins Gesicht getreten oder an seinen Handgelenken aufgehängt wurde. Zudem drohten ihm mehrere Männer in Zivilkleidung in einem „inoffiziellen Haftzentrum“, ihn zu vergewaltigen und der Familie Gewalt anzutun. Itani war nach monatelanger Haft Mitte März freigelassen worden.

Von: mab

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Mon, 16 Jul 2018 11:51:00 +0200
<![CDATA[Wie die UNO den jüdischen Staat delegitimiert]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2018/07/16/wie-die-uno-den-juedischen-staat-delegitimiert/ Eine Rezension von Marc Neugröschel]]> Ende Juni verkündigten die Vereinigten Staaten von Amerika ihren Austritt aus dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen und sorgten damit für jede Menge Wirbel. Vertreter der US-Regierung begründeten ihren Schritt auch damit, dass Israel in dem UN-Gremium zum Sündenbock gemacht wird, um auf diese Art und Weise von den gravierenden Menschrechtsverletzungen anderer Länder abzulenken.

In ihrem neuen Buch „Vereinte Nationen gegen Israel. Wie die UNO den jüdischen Staat delegitimiert“ zeigen Alex Feuerherdt und Florian Markl, dass ein anti-israelisches Ressentiment nicht nur das Geschehen im Menschenrechtsrat bestimmt, sondern die gesamte Organisation der Vereinten Nationen durchsetzt, samt ihrer unterschiedlichen Gremien, Abteilungen und Unterorganisationen. Schonungslos arbeiten die beiden Autoren heraus, wie die UNO im Laufe der Jahre zunehmend in das Fahrwasser antiwestlicher Strömungen geraten ist und sich dabei immer weiter von ihren Gründungsidealen entfernt hat. Aus einer Organisation für Frieden und Menschenrechte sei eine Vereinigung geworden, welche diese Begriffe missbrauche, um antisemitische Agitation zu legitimieren. Das habe unter anderem etwas mit dem wachsenden Einfluss islamistischer Regime und autokratischer Drittweltländer auf die Weltorganisation zu tun. Doch auch Europa sei für diese Entwicklung mitverantwortlich.

Mehr als die Hälte aller UN-Resolutionen gegen Israel

Das anti-israelische Ressentiment schlägt sich unter anderem darin nieder, dass der jüdische Staat innerhalb der Vereinten Nationen häufiger verurteilt wird als alle anderen Mitgliedsländer zusammengenommen. Seit seiner Gründung im Jahr 2006 bis zum Sommer 2015 verabschiedete der UN-Menschenrechtsrat 117 Resolutionen, die Länder für die Verletzung von Menschrechten verurteilen. 62, also weit mehr als die Hälfte dieser Beschlüsse richteten sich gegen Israel. Alle anderen Länder der Welt zusammengenommen wurden 55 Mal verurteilt. Der Menschenrechtsrat vertritt also die Auffassung, so resümieren Feuerherdt und Markl, dass der jüdische Staat mehr und gravierendere Menschenrechtsverletzungen begehe, als alle anderen Länder der Welt zusammengenommen – darunter sämtliche Autokratien, Despotien und Diktaturen.

Die Autoren zitieren aus Protokollen des Menschenrechtsrates. Dadurch vermitteln sie ein lebendiges Bild der Absurdität, die bei den Vereinten Nationen an der Tagesordnung sei, wenn Vertreter von Staaten wie Iran, Syrien oder Katar sich in ihren Reden darin überböten, Israel zu dämonisieren, während sie sich gegenseitig Persilscheine ausstellten, mit denen Menschenrechtsverletzungen in den eigenen Ländern gedeckt würden. An einer Fülle von weiteren Fällen zeigt das Buch, wie auch andere Gremien der Vereinten Nationen Resolutionen verabschieden, welche letztendlich die Delegitimierung des jüdischen Staates verfolgen.

Behandelt werden zum Beispiel die vieldebattierten Beschlüsse der UN-Weltkulturorganisation UNESCO, welche die Verbindung zwischen Judentum und der Geschichte Jerusalems verleugnen, um so einen islamischen Exklusivanspruch auf die israelische Hauptstadt zu postulieren. Oft zeichneten sich die anti-israelischen Resolutionen dadurch aus, dass sie Aktionen der israelischen Sicherheitskräfte, die der Terrorismusabwehr dienen, zu expansionistischen Aggressionen und Verbrechen an den Palästinensern verzerren, während palästinensische Bombenanschläge und Raketenangriffe, vor welchen Israel seine Bevölkerung mit diesen Aktionen zu schützen versucht, unerwähnt bleiben.

Besondere Aufmerksamkeit schenken Feuerherdt und Markl der berüchtigten Resolution, mit der die UNO-Generalversammlung 1975 Zionismus zu einer Form von Rassismus erklärte (und die im Dezember 1991 zurückgenommen wurde). Denn eigentliches Ziel dieses Beschlusses sei es gewesen, die Existenzberechtigung Israels in Frage zu stellen. Entstanden sei er im Kontext von wiederholten und anhaltenden Bemühungen, Israel aus den Vereinten Nationen herauszuschmeißen.

Nachdem das nicht gelungen war, sollte Israel mit einer Reihe von Resolutionen, zu der auch jene gehört, die Zionismus mit Rassismus gleichsetzt, delegitimiert werden. Die Vereinten Nationen erkennen alle möglichen politischen und sozio-ökonomischen Konstitutionen von demokratisch bis totalitär und von kapitalistisch bis kommunistisch an. Nur rassistische Regime gelten in der Weltorganisation als inakzeptabel. „Den Zionismus als Rassismus zu verurteilen“, erklären Feuerherdt und Markl, „bedeutete somit, Israel als illegitimen Paria-Staat zu brandmarken, der außerhalb der Weltgemeinschaft der akzeptierten Staaten stehe“. Es ist unter anderem diese Beobachtung, welche die Autoren zu der Schlussfolgerung gelangen lässt, dass die islamischen Staaten die Strukturen der Vereinten Nationen instrumentalisieren, um ein Ziel zu verfolgen, welches sie mit militärischen Mitteln nicht zu erreichen vermochten: den Niedergang des jüdischen Staates.

Israel als Sündenbock für die Benachteiligung der Dritten Welt

Dass es ihnen tatsächlich gelingt, die Vereinten Nationen in diesem Sinne für sich zu vereinnahmen, hat unter anderem etwas damit zu tun, dass sich die Mitgliederstruktur der Weltorganisation seit ihrer Gründung 1945 grundlegend geändert hat. Aus 50 Gründerstaaten sind mittlerweile 193 Mitglieder geworden. Bei einem großen Teil der hinzugekommenen Mitgliedsländer handelt es sich um islamistische Autokratien und oft diktatorisch geführte afrikanische Ex-Kolonien, die in den Vereinten Nationen ein Instrument sehen, um gegen westliche Dominanz zu opponieren.

Die islamischen Staaten nutzen dieses antiwestliche Sentiment aus, indem sie es für ihren Kampf gegen Israel instrumentalisieren. Im Einklang mit traditionellen antisemitischen Narrativen, welche die Juden für die Schattenseiten der westlichen Moderne und des Kapitalismus verantwortlich machen, wird Israel nun zum Sündenbock für die Benachteiligung der Dritten Welt erklärt. So kommt es, dass ausgerechnet Israel in den Vereinten Nationen zum Sinnbild für Kolonialismus, Imperialismus und Rassismus verzerrt wird. Außerdem nutzten die öl-produzierenden islamischen Staaten die wirtschaftliche Abhängigkeit von afrikanischen Entwicklungsländern immer wieder aus, um deren Zustimmung zu anti-israelischen Resolutionen zu erpressen.

Westliche Länder halten sich zurück

Die Instrumentalisierung der Vereinten Nationen für den antisemitischen Feldzug gegen den jüdischen Staat wird aber auch dadurch möglich, dass die westlichen Länder, die Vereinigten Staaten ausgenommen, ihr kaum etwas entgegensetzten. 2015, zum Beispiel, verabschiedete der UN-Fachausschuss für Frauenrechte eine Resolution, in der genau ein Land für die Verletzung von Frauenrechten angeprangert wurde. Dieses Land war, wie Feuerherdt und Markl betonen: „Nicht etwa Pakistan, wo 90 Prozent der Frauen häusliche Gewalt vonseiten ihres Partners widerfährt. Auch nicht Afghanistan, wo 70 bis 80 Prozent der Mädchen und Frauen zwangsverheiratet werden. Nicht der Sudan, wo 88 Prozent der erwachsenen Frauen eine Genitalverstümmelung über sich ergehen lassen mussten. Nicht Saudi-Arabien, wo Frauen physisch bestraft werden, wenn sie nicht die vorgeschriebene Kleidung tragen, und wo sie nicht ohne einen männlichen Verwandten verreisen dürfen. Nicht der Iran, wo Frauen wegen eines Seitensprungs zu Tode gesteinigt werden können …“ – sondern Israel.

Trotzdem wurde diese Resolution mit nur zwei Gegenstimmen, denen der USA und Israels, angenommen. Deutschland und alle anderen Mitglieder der Europäischen Union enthielten sich der Stimme. „In unseren Breitengraden“, so schlussfolgern Feuerherdt und Markl „findet man es also zumindest nicht völlig abwegig, in Israel die Nummer eins unter den Frauenrechtsverletzern auf dem Globus zu sehen.“

Darüber hinaus nennt das Buch noch viele andere Bespiele dafür, wie westliche Amtsträger der Vereinten Nationen mit antisemitisch-islamistischen Strömungen kollaborierten. Mit Duldung – und manchmal sogar der aktiven Mithilfe – Europas würden Kongresse, Tagungen und Veranstaltungen, bei denen es eigentlich um ganz andere Themen wie zum Beispiel Frauenrechte oder Rassismus gehen soll, von der islamisch-afrikanischen Mehrheit der UNO-Mitgliedsländer instrumentalisiert, um den jüdischen Staat zu dämonisieren.

Dahinter stecke nicht einfach nur eine offene Dynamik, die sich aus den Mehrheitsverhältnissen in der UNO ergibt, sondern mittlerweile auch eine institutionalisierte Struktur, die von vorneherein darauf angelegt ist, Israel an den Pranger zu stellen. So sieht die Geschäftsordnung des Menschenrechtsausschusses vor, dass Debatten über etwaige Menschenrechtsverletzungen Israels zwingender Bestandteil einer jeder seiner Sitzungen sein muss, während die Menschenrechtslage in allen anderen Ländern immer nur dann debattiert wird, wenn die Mitglieder des Rates dies gerade als passend erachten.

Darüber hinaus zeichnen Feuerherdt und Markl nach, wie im komplexen Geflecht der verschiedenen UNO-Einrichtungen ein Mechanismus entstanden ist, der fast automatisch dazu führt, dass immer neue anti-Israelische Resolutionen verabschiedet werden. Ein anderes Beispiel, an dem diese Institutionalisierung des anti-israelischen Ressentiments deutlich wird, ist die Etablierung der UNRWA, einem Flüchtlingshilfswerk, das ausschließlich für palästinensische Flüchtlinge zuständig ist, während alle anderen Flüchtlinge aus allen anderen Ländern der Welt in die Zuständigkeit des UN Hochkomissariats für Flüchtlinge (UNHCR) fallen.

Anhand von konkreten Daten wird gezeigt, wie die UNRWA personell mit der palästinensischen Terror-Organisation Hamas, welche offen die Zerstörung des jüdischen Staates propagiert, verflochten ist. Die Gehaltslisten der UNRWA seien voll mit Hamas-Leuten, darunter auch Lehrer, die in von dem UN-Flüchtlingshilfswerk betriebenen und finanzierten Schulen palästinensischen Kindern Hass gegen Israel predigen. Doch damit nicht genug. Ab und an werden diese Schulen oder andere UNRWA-Einrichtungen von der Hamas als Waffendepots benutzt, in welchen Raketen und anderes Geschütz aufbewahrt werden, bevor Terroristen sie auf israelische Zivilisten abfeuern.

Keine anti-israelischen Einzelfälle, sondern ein Grundmuster

Viele dieser Fakten sind nicht neu. Einrichtungen wie „UN-Watch“, auf deren Erkenntnisse auch Feuerherdt und Markl immer wieder zurückgreifen, machen seit Langem auf die antisemitischen Missstände in der Weltorganisation aufmerksam. Die Leistung von Feuerherdts und Markls Buch besteht indes darin, die Fülle dieser Fakten zusammenzutragen, und in einem übergreifenden Rahmen zu kontextualisieren. So machen die Autoren deutlich, dass es sich bei den anti-israelischen Ausfällen von UN-Organen nicht um Einzelfälle, sondern viel mehr um Ausdruck eines antisemitischen Grundmusters handelt, welches die Vereinten Nationen durchsetzt.

Die Autoren bieten verschiedene Erklärungsansätze für dieses Muster an, dessen Manifestierung sie im Rahmen von einem historischen Abriss nachzeichnen. Dieser hat sowohl die Geschichte des Staates Israel als auch die der Vereinten Nationen im Fokus. In diesem Zusammenhang werden auch interessante völkerrechtliche Fragen behandelt. Das Buch ist also auch für all diejenigen eine lohnende Lektüre, die sich für die politische Geschichte des Staates Israel und des Nahostkonfliktes interessieren.

Alex Feuerherdt, Florian Markl: „Vereinte Nationen gegen Israel. Wie die UNO den jüdischen Staat delegitimiert“, Hentrich & Hentrich, 336 Seiten, 24.90 Euro, ISBN: 978-3-95565-249-4

Von: Marc Neugröschel

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Mon, 16 Jul 2018 11:10:00 +0200
<![CDATA[Armee widerspricht Hamas]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2018/07/16/armee-widerspricht-hamas/ Die Hamas hat nach Ansicht der israelischen Armee ein Video mit falschen Informationen verbreitet. Die Islamisten behaupteten darin, Israel habe am Samstag ein Gebäude nahe eines Spielplatzes angegriffen und so absichtlich auch Kinder angegriffen; das Gebäude habe leergestanden und keinem Zweck gedient. Die Armee erwiderte nun in einem eigenen Video, dass die Hamas das Gebäude im März für groß angelegte Kampfübungen benutzt habe. „Wenn die Terroristen der Hamas Übungen nahe eines Spielplatzes abhalten, ist das ein Beweis dafür, dass Kinder ihnen egal sind“, lautet das Fazit.

Von: df

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Mon, 16 Jul 2018 11:00:00 +0200
<![CDATA[„Israel und Gaza müssen alles tun, um einen Krieg zu verhindern“]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/07/16/israel-und-gaza-muessen-alles-tun-um-einen-krieg-zu-verhindern/ Der UN-Gesandte für den Nahen Osten, Nickolai Mladenov, hat Israel und die Palästinenser aufgefordert, alles zu tun, um einen Krieg zu verhindert. Er reiste am Sonntag nach Gaza, nachdem es zwischen Israelis und Palästinensern die größten Feuergefechte seit der Operation „Starker Fels“ im Jahr 2014 gegegeben hatte. Als Gründe für die aktuelle Verschärfung führte der UN-Gesandte drei Faktoren auf: die humanitäre Situation in Gaza, bei der die Wirtschaft kollabiert sei und es Strom- und Wasserprobleme gebe; die politische Situation, bei der die Aussöhnung zwischen Fatah und Hamas ausgesetzt sei; und die Verschlechterung der Sicherheitssituation zwischen Gaza und Israel.

Von: mm

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Mon, 16 Jul 2018 10:20:00 +0200
<![CDATA[Luftwaffe reagiert auf massiven palästinensischen Beschuss]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2018/07/14/luftwaffe-reagiert-auf-massiven-palaestinensischen-beschuss/ Palästinenser im Gazastreifen haben Freitagnacht über 30 Raketen und Granaten auf Südisrael abgeschossen. Als Reaktion bombardierte die Luftwaffe am Samstag mehr als 40 militärische Ziele in dem Küstengebiet. Im Mittelpunkt stand ein Trainingsgelände der Hamas im Norden, dort wurde auch ein Tunnelsystem freigelegt. Nach palästinensischen Angaben starben zwei Jugendliche, 14 weitere Menschen wurden verletzt. Am Samstag verübten Palästinenser rund 100 weitere Angriffe auf israelische Ziele. Eine Rakete traf ein Haus in Sderot, drei Israelis wurden verwundet. Zudem wurde eine leerstehende Synagoge beschädigt. Dies berichtet die Onlinezeitung „Times of Israel“.

Von: eh

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Sat, 14 Jul 2018 19:19:00 +0200
<![CDATA[Synagoge soll auf Lautsprechermusik vor Schabbat verzichten]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2018/07/13/synagoge-soll-auf-lautsprechermusik-vor-schabbat-verzichten/ TEL AIVV (inn) – Im Süden der Küstenmetropole Tel Aviv ist ein Streit um die Sirene entbrannt, die den Beginn des wöchentlichen Ruhetages ankündigt. Dabei sind im Stadtviertel Schapira fünf Minuten lang Schabbatlieder über Lautsprecher zu hören. Die Stadtverwaltung hält dies für unzulässige Lärmbelästigung – und hat die Vorsteher der „Jeschuat Israel“-Synagoge verwarnt.

Am Donnerstag übergaben Vertreter der Aufsichtsbehörde ein entsprechendes Schreiben an die Verantwortlichen der Gemeinde. Dieses enthält eine Warnung vor strafrechtlichen Prozessen. Die Musik wird als eine Handlung angeprangert, „die Störung, Belästigung oder Unbehagen in der Straße verursachen kann“. Gottesdienstbesucher und Anwohner befürchten, dass die Aktion Teil der Kampagne für die Kommunalwahlen in etwa zweieinhalb Monaten ist.

Rabbi Michael Arbow sagte der Tageszeitung „Yediot Aharonot“, beim Abspielen der Musik am Freitagabend sei nichts Ungesetzliches. „Bei allem, von dem ein Geruch nach Judentum ausgeht, gibt es Leute, die es stört. Wir fühlen uns wirklich verfolgt“, ergänzte er. Solange es kein offizielles Verbot gebe, würden sie weiter Musik über Lautsprecher hören lassen. „Alle hier sind zufrieden und froh, dass es hier eine Atmosphäre von Schabbat und Judentum gibt.“

Vorwurf: Kritiker wollen jüdische Elemente entfernen

Im Stadtrat sitzt auch der Politiker der ultra-orthodoxen Schass-Partei, Natan Elnatan. Er warf Bürgermeister Ron Huldai (Avoda) vor, „den Launen der extremsten Linken nachgegeben“ zu haben. Damit verletze er die Öffentlichkeit derjenigen, die sich an die Tradition halten. Er wolle dadurch diejenigen gewinnen, die sich das Ziel gesteckt hätten, „jede jüdische Zutat aus der ersten hebräischen Stadt zu reißen“. Gegen den Muezzin, der Leute um 4 Uhr morgens wecke, werde kein Zwang ausgeübt.

Ein Bewohner sagte der Zeitung: „Es handelt sich um nur fünf Minuten Musik, aber es gibt Leute, die es stört, dass es hier eine Synagoge gibt, dass es Psalmengesänge gibt und dass Kinder an Schabbatot Psalmen sprechen.“

Die Stadtverwaltung reagierte auf die Kritik: „Die Stadt Tel Aviv-Jaffa handelt im Rahmen ihrer gesetzlichen Befugnisse, um jegliche Lärmbelästigung zu verhindern, die eine Störung für Leute darstellt, ob es von einer Kirche, einer Synagoge oder einer Moschee herrührt. Gleichzeitig hat der Bürgermeister den Vorsitzenden des religiösen Rates gebeten, sich an die Repräsentanten der Synagoge zu wenden.“ Damit sollten Lösungen gefunden werden, die von allen Bewohnern gestützt würden. Tel Aviv wolle den Geist der Toleranz und Freiheit, der die Stadt kennzeichne, wahren. Bereits im Jahr 2011 hatte eine Synagoge im Tel Aviver Stadtzentrum nach Beschwerden auf das Abspielen der Musik verzichtet.

Von: eh

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Fri, 13 Jul 2018 12:13:00 +0200
<![CDATA[Syrer bitten Israel um Grenzöffnung]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2018/07/13/syrer-bitten-israel-um-grenzoeffnung/ JERUSALEM / DAMASKUS (inn) – Vom Bürgerkrieg betroffene Syrer haben Israel am Dienstag gebeten, die Grenzen für sie zu öffnen. Sie hielten Schilder hoch mit dem Verweis auf Humanität. Russland habe „grünes Licht“ gegeben, sie zu ermorden. „Israel soll die barbarischen Angriffe auf uns stoppen.“

Die Betroffenen sind auf der Flucht vor dem Bürgerkrieg. Der syrische Machthaber Baschar al-Assad hatte in den vergangenen Tagen eine Offensive im Süden gestartet. Damit will er die Rebellen aus der Stadt Dara'a vertreiben. Erschwerend kommt für sie hinzu, dass Jordanien die Grenzen geschlossen hat.

Eine Mitarbeiterin der christlichen Hilfsorganisation „Frontier Alliance International“, Nic Walsh, beschrieb der Tageszeitung „Jerusalem Post“ die Lage der Flüchtlinge. Diese hätten Schwierigkeiten, zu essen und zu schlafen. Sie rechneten damit, dass der Bürgerkrieg vor seinem Abschluss steht und Al-Assad die Kontrolle zurückerlangt. Der Leiter von FAI, Dalton Thomas, ergänzte, die Lage habe sich in den vergangenen Wochen verschlimmert, da die Versorgungswege aus Jordanien abgeschnitten wurden. „Die Leute sagen, in Jordanien steckt eine Tonne an Hilfsgütern fest. Sie wollen, dass sie über Israel nach Syrien kommt. Israel ist für sie die Lebensader.“

Die israelische Armee hat bereits in Nacht-und-Nebel-Aktionen Hilfsgüter nach Syrien gebracht. Zuletzt brachte sie auf diese Weise auch Spenden der Einwohner des Golan über die Grenze.

Von: df

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Fri, 13 Jul 2018 11:56:00 +0200
<![CDATA[Polizei verwechselt Täter und Opfer bei antisemitischem Angriff]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2018/07/13/polizei-verwechselt-taeter-und-opfer-bei-antisemitischem-angriff/ Ein israelischer Professor ist am Mittwoch im Bonner Hofgarten antisemitisch angegriffen worden. Der 50-Jährige, der in den USA lehrt, war zu einem Gastvortrag in Bonn. Ein 20-Jähriger Deutscher mit palästinensischen Wurzeln beschimpfte und schubste den Mann und schlug ihm mehrmals die Kippa vom Kopf. Er soll „Kein Jude in Deutschland!“ gerufen haben. Als die Polizei eintraf, hielt sie den sich wehrenden Israeli für den Angreifer, überwältigte ihn und schlug ihm ins Gesicht. Das Bonner Polizeipräsidium entschuldigte sich für den Vorfall. Der 20-jährige Angreifer wurde festgenommen und vorübergehend in eine psychiatrische Klinik gebracht.

Von: rmj

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Fri, 13 Jul 2018 10:44:00 +0200
<![CDATA[Regierung im Stresstest-Modus]]> https://www.israelnetz.com/kommentar-analyse/2018/07/13/regierung-im-stresstest-modus/ Eine Analyse von Sandro Serafin]]> Es läuft innenpolitisch derzeit einfach nicht rund für Benjamin Netanjahu: Da sind die mannigfaltigen Korruptionsvorwürfe, die seit geraumer Zeit wie ein Schatten über dem Amtshandeln des israelischen Premiers und seiner Frau Sara liegen. Da ist der Streit um die Wehrpflicht für Ultra-Orthodoxe, der die Regierung abermals zu zerlegen droht. Da ist die Uneinigkeit über die Einrichtung eines gemischten Gebetsbereichs an der Klagemauer.

Und jetzt auch noch das: Am Dienstag meldete sich Staatspräsident Reuven Rivlin zu Wort und attestierte der Regierung, Maßnahmen zu ergreifen, die „dem jüdischen Volk, Juden in der ganzen Welt und dem Staat Israel Schaden zufügen könnten“. In vielerlei Hinsicht bemerkenswerte Äußerungen. Rivlin ist Mitglied der von Netanjahu geführten Likud-Partei und hat sich als Staatspräsident – ähnlich dem deutschen Bundespräsidenten – eigentlich nicht in tagesaktuelle Entscheidungen einzumischen.

Aber worum geht es überhaupt? Kurz vor der Sommerpause der Knesset will Netanjahu noch ein Gesetz durchs Parlament bringen, das er wiederholt als „sehr wichtig“ für ihn und seine Partei bezeichnet hat: das sogenannte Nationalstaatsgesetz. Das seit 2014 in der Schwebe hängende und seitdem heftig diskutierte Gesetz sieht vor, Israels jüdischen Charakter in der Quasi-Verfassung des Staates, den sogenannten „Grundgesetzen“, dauerhaft festzuhalten – Israel als „nationale Heimstätte des jüdischen Volkes“.

Netanjahu von mehreren Seiten unter Druck

Die Novelle will unter anderem Hebräisch als einzige Amtssprache festlegen, indem Arabisch zu einer Sprache mit „besonderem Status“ herabgestuft wird. Zudem soll Jerusalem als Hauptstadt Israels festgeschrieben und der jüdische Kalender sowie jüdische Feiertage offiziell festgehalten werden.

Aber die Kritik entzündet sich in erster Linie an einem anderen Punkt: Laut dem Nationalstaatsgesetz sollen Kommunen künftig das Recht haben, Menschen unter Verweis auf ihren Glauben oder ihre Nationalität nicht als Bürger aufzunehmen und so homogene, „separate Siedlungen“ zu schaffen. Rivlin nannte das nun „Diskriminierung“. Die Formulierungen gingen zu weit, seien nicht ausbalanciert und legten die Axt an „empfindliche Prinzipien der Verfassung“, schrieb der Präsident in einem Brief an Knessetmitglieder und den Premier. Ersten Medienberichten zufolge denkt der Likud bereits darüber nach, die entsprechende Passage zu streichen.

Unterdessen regte sich auch bei einem von Netanjahus Koalitionspartnern, der Siedlerpartei HaBeit HaJehudi, Widerstand gegen den Gesetzesentwurf. Der Partei von Naftali Bennett geht der Vorschlag in Teilen nicht weit genug, wie israelische Medien berichteten. Sie möchte, dass das Gesetz den jüdischen Charakter Israels seinem demokratischen Charakter vorzieht, für den Fall, dass beide einmal – etwa durch die demografische Entwicklung – in ein Konkurrenzverhältnis geraten. Ein Passus, der zuvor auf Druck der säkularen Koalitionspartei Israel Beiteinu aus dem Entwurf gestrichen wurde.

Netanjahu kennt das Gefühl, von zwei Seiten unter Druck zu stehen, nur allzu gut. Denn auch der Streit um die Wehrpflicht für Ultra-Orthodoxe hängt weiterhin wie ein Damokles-Schwert über der Regierung.

Streitpunkt Wehrpflicht für Haredim

Im vergangenen September hatte der Oberste Gerichtshof ein Gesetz, das ultra-orthodoxe Juden vom Wehrdienst befreit, für ungültig erklärt. Es widerspreche dem Prinzip der Gleichbehandlung, begründeten die Richter, die vielen konservativen Israelis als zu liberal gelten, damals ihre Entscheidung.

Sie gewährten der Regierung ein Jahr Zeit, um eine neue Regelung zu finden. Ein eigens eingesetztes Komitee erarbeitete seitdem einen Vorschlag, den die Regierung nun durchs Parlament bringen will. Er sieht vor, dass noch in diesem Jahr 3.348 Ultra-Orthodoxe in der Armee beschäftigt sind. Ab 2019 soll diese Zahl jährlich um fünf bis acht Prozent steigen. Wenn die Zahlen bis 2020 nicht zu mindestens 95 Prozent erfüllt sind, soll der Staat ultra-orthodoxen Toraschulen Fördergelder entziehen.

Während der säkularen Verteidigungsminister Avigdor Lieberman den Plan als „haltbar und realistisch“ ansieht, proben die Ultra-Orthodoxen, in der Regierung durch die Parteien Schass und Vereinigtes Torajudentum vertreten, den Aufstand. Beide Parteien drohen mit einem Regierungsbruch, sollte das Gesetz in seiner jetzigen Form durch die Knesset gehen. Vermutlich bemüht sich Netanjahu derzeit um eine Fristenverlängerung beim Obersten Gericht, um eine gesichtswahrende Lösung für alle erarbeiten zu können. Die nächsten regulären Wahlen stehen erst im November 2019 an.

Schwache Opposition

Für die Opposition könnten die Streitereien eigentlich ein gefundenes Fressen sein. Doch von geeintem Auftreten kann keine Rede sein. Die liberale Partei Jesch Atid von Netanjahu-Rivale Jair Lapid stimmte in der Knesset in erster Lesung für den Wehrpflicht-Gesetzesentwurf und besorgte der Regierung damit die Mehrheit, die sie aufgrund des Ausscherens der Ultra-Orthodoxen eigentlich gar nicht hatte. Von der linken Zionistischen Union und der Linksaußen-Partei Meretz brachte ihr das den Vorwurf ein, „quasi Teil der Regierung geworden zu sein“. Via Twitter tauschten die Oppositionspolitiker untereinander heftige Wortgefechte aus.

Eine Gefahr für die Regierung ist die Opposition wohl auch deshalb derzeit nicht. Laut Umfragen könnten Neuwahlen Netanjahu aktuell in keinster Weise gefährlich werden. Die Sicherheitspolitik des Regierungschefs und sein guter Draht zu US-Präsident Donald Trump kommen in der Bevölkerung offenbar an. Wenn, ja wenn da nicht die Korruptionsermittlungen wären. Am Dienstag wurde der Regierungschef bereits zum zehnten Mal von polizeilichen Ermittlern in die Mangel genommen. Eine Anklage durch den Generalstaatsanwalt auch nur in einem der drei Fälle, in denen Netanjahu direkt involviert ist, würde er politisch wohl nicht überleben.

Von: Sandro Serafin

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Fri, 13 Jul 2018 10:37:00 +0200
<![CDATA[Oscargewinner Ron Howard amerikanisiert israelische TV-Serie]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2018/07/13/oscargewinner-ron-howard-amerikanisiert-israelische-tv-serie/ Der Hollywoodregisseur und Oscargewinner Ron Howard („The Da Vinci Code – Sakrileg“, „A Beautiful Mind“) adaptiert die israelische Serie „Ta'agad“ für den englischsprachigen Markt. Die Sendung, deren Name ein Akronym des israelischen Militärs für eine Medizineinheit ist, zeigt den Alltag der Soldaten in einem Bataillon Fallschirmjäger. Beim US-Sender CBS wird die Serie „68 Whiskey“ heißen und mit amerikanischen Soldaten nach Afghanistan verlegt. Hinter „Ta'agad“ steckt die israelische Produktionsfirma „Yes TV“, die bereits die internationale Hit-Serie „Fauda“ (Chaos) finanziert hat.

Von: mm

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Fri, 13 Jul 2018 10:20:00 +0200
<![CDATA[Katarische Gelder für Flüge von israelischen Offizieren]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/07/13/katarische-gelder-fuer-fluege-von-israelischen-offizieren/ JERUSALEM / WASHINGTON (inn) – Sie will das Image der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte in der englischsprachigen Welt verbessern: die rechtsgerichtete Organisation „Our Soldiers Speak“ (Unsere Soldaten sprechen). Dafür reisen Armeevertreter in diese Länder und halten Vorträge an Universitäten. Doch wie sich herausstellt, wurden die Flüge teilweise durch offizielle katarische Gelder finanziert.

Die Organisation wurde vor ein paar Jahren von Benjamin Anthony gegründet – einem Neueinwanderer aus Großbritannien, der nach seinem Wehrdienst dem israelischen Militär etwas Gutes tun wollte. Von der mysteriösen Finanzierung berichtete zuerst die Wochenzeitung „Jewish Week“. Dann griff der israelische Fernsehsender „Kanal 10“ das Thema auf und recherchierte weiter. Die Journalisten stießen auf Dokumente, in denen ein amerikanisch-jüdischer Geschäftsmann namens Joey Allaham seine Geldtransfers gegenüber dem Justizministerium offenlegen musste. Er besaß früher eine koschere Restaurantkette in New York. Im vergangenen Jahr sei er jedoch als Lobbyist der katarischen Regierung in den USA tätig gewesen, berichtet „Kanal 10“.

In diesem Zusammenhang habe er am 30. Oktober 2017 eine Spende in Höhe von 100.000 Dollar an „Our Soldiers Speak“ überwiesen – etwa 15 Prozent des Budgets der Organisation. Zuvor habe er von der katarischen Regierung 1,5 Milliarden Dollar erhalten, um seine Aktivitäten in den Vereinigten Staaten zu finanzieren. Die Spende stamme also aus diesem Fundus, heißt es weiter.

Katar finanziert auch Hamas

Den Recherchen zufolge sind seitdem zwei ranghohe israelische Offiziere auf Rechnung der Organisation in die USA geflogen, um Vorträge in Los Angeles und in New York zu halten. Auch andere Militärangehörige und politische Vertreter waren im Auftrag von „Our Soldiers Speak“ unterwegs. Die Armee habe die Herkunft des Geldes nur oberflächlich untersucht, sie sei erst durch den Sender auf die katarische Quelle gestoßen. Der Vorfall werde untersucht. „Aber über die Frage hinaus, warum die sich die israelische Armee mit einer Organisation identifiziert, die Gelder von genau dem Staat erhält, der die Hamas finanziert, kommt eine grundsätzlichere Frage auf – warum überhaupt Offiziere der israelischen Armee auf Kosten ausländischer Organisationen für Vorträge ins Ausland fliegen“, merkt „Kanal 10“ an.

Anthony wiederum sagte der „Jewish Week“, er habe nicht gewusst, dass die Spende von der katarischen Regierung kam. Doch nun werde er auch keine Anstalten machen, das Geld zurückzugeben, sondern werde es für die Aufklärung verwenden.

Ein Armeesprecher teilte mit: „Die israelische Armee handelt für die Stärkung der Legitimierung ihrer Aktivität auf internationaler Bühne und befindet sich in diesem Rahmen auch in Zusammenarbeit mit verschiedenen Organisationen. Die Zusammenarbeit mit diesen Organisationen konzentriert sich auf staatliche Aufklärung und auf die Vorstellung der israelischen Armee in der internationalen Gemeinschaft.“

Von: eh

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Fri, 13 Jul 2018 09:23:00 +0200
<![CDATA[Literatursommer ist Israel gewidmet]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/literatursommer-ist-israel-gewidmet/ Israel ist in diesem Jahr Gastland beim Literatursommer in Schleswig-Holstein. In der Zeit von Mitte Juli bis Ende August sind zahlreiche Autorenlesungen und Rezitationen geplant. Sie sollen ein breites Bild der kulturellen Vielfalt Israels vermitteln. Unter anderem werden die Autoren Assaf Gavron und Zeruya Shalev erwartet. Zur Eröffnung des Literatursommers am 25. Juli in Lübeck wird der Schriftsteller Meir Schalev Auszüge aus seinem Buch „Mein Wildgarten“ lesen. Anmeldeschluss für diese Veranstaltung ist der 16. Juli.

Von: dn

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Fri, 13 Jul 2018 09:15:00 +0200
<![CDATA[Die biblischen Türme des Professors]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/wissenschaft/2018/07/12/die-biblischen-tuerme-des-professors/ Rami Arav ist Professor für Religion und Philosophie an der Universität von Nebraska bei Omaha. Er ist auch Leiter des Konsortiums des Bethsaida-Ausgrabungsprojekts, das aus Wissenschaftlern von 20 internationalen Institutionen besteht. Seit 1987 gräbt er die Ortschaft Bethsaida aus, ein Ruinenfeld am nördlichen Ufer des Sees Genezareth.

In Bethsaida haben Arav und der bekannte katholische Priester Bargil Pixner schon vor Jahren neben dem Haus, wo angeblich Petrus wohnte und seine Fischernetze flickte, eine kleine Trinkflasche aus Ton gefunden, ähnlich wie heutige Babyflaschen aus Plastik. Für Arav stand fest, dass Jesus als Baby daraus seine Milch getrunken haben muss. Wo Jesus 5.000 Männer mit fünf Broten und zwei Fischen satt machte, übers Wasser ging und Kranke heilte, scheint alles möglich. Wunder jeder Art sind in dieser Gegend bis heute ein ausuferndes Geschäft.

Sprachliche Vermutungen

In der soeben beendeten Grabungssaison von 2018 hat Arav eine Stadtmauer mitsamt zweier Türme und eines Tore ausgegraben. Bis zu einer Höhe von drei Metern ist das Stadttor bestens erhalten, so gut wie kein anderes Stadttor aus der Zeit vor 3.000 Jahren. Wie Arav Journalisten erklärte, sei Bethsaida damals eine aramäische Stadt gewesen, die ein einziges Mal im biblischen Buch Josua (19,35) als „Tzer“ erwähnt worden sei. Spätere Übersetzer, etwa in der griechischen Septuaginta, hätten mangels der Angabe von Vokalen im Hebräischen daraus „Tzor“ gemacht, was der libanesischen Küstenstadt Tyros entspräche. Weil im Hebräischen die Buchstaben R (Resch) und D (Dalet) zum Verwechseln ähnlich aussehen, spekuliert Arad, dass aus dem biblischen Tzer vielleicht ein Tzed herausgelesen worden sei, was dann der Ursprung des Namens „Beth Tzaida“ gewesen sein könnte, dem hebräischen Namen von Bethsaida.

Im ganzen Land Israel habe man keine Stadt mit zwei Türmen in den Mauern gefunden, sagt der Arav. Diese Angabe dürfte nicht ganz stimmen, denn bei Beth Schemesch zwischen Jerusalem und Tel Aviv haben Archäologen eine Stadt aus der Zeit König Davids gefunden, die möglicherweise mit dem biblischen „Schaaraim“ (Zwei Tore) identisch ist. Dank verkohlter Olivenkerne in einem der Tore konnten Wissenschaftler die Stadt exakt auf die mutmaßliche Periode des Königs David datieren, dessen physische und historische Existenz trotz der biblischen Erzählungen manche Forscher anzweifeln. Bislang sei David nicht durch archäologische Funde zweifelsfrei nachgewiesen worden. Das gilt freilich auch für andere biblische Figuren wie Abraham oder Salomo.

Eigene Ausschmückung

Biblische Orte und Namen feuern die Fantasie nicht nur der Gläubigen, sondern auch der Wissenschaftler an. Arav bezieht sich denn auch nicht auf die Erkenntnisse der grabenden Konkurrenz, sondern sucht seinen „Beweis“ in der Bibel, dass es Städte mit zwei Türmen in der Epoche des David oder seines Sohnes Salomo gegeben habe. Und er findet ihn im Hohelied des Salomo (8,10): „Ich bin eine Mauer, meine Brüste wie Türme.“ In dem Hohelied geht es um eine „kleine Schwester“, die noch keine Brüste hatte und sich Sorgen um einen künftigen Bräutigam machte.

Und während unter manchen Forschern die wirkliche Existenz der biblischen Könige umstritten ist, geht Arad gleich noch ein paar Schritte weiter. Er vermutet, dass König David durch sein frisch entdecktes Tor gelaufen sei. Durch die politisch motivierte Heirat von Maachah, der Tochter des Königs Talmai von Geschur (1. Chronik 3,3), verbündete sich König David mit Bethsaida.

Maachas Sohn war Absalom, der seinen Halbbruder Amnon ermordete und in die Heimat seiner Mutter, nach Geschur, floh. Die Bündnisse wurden reformiert, als Absaloms Tochter Maacha Salomos Sohn Rehabeam, König von Juda, heiratete. Arav erzählte amüsiert seine Version von der königlichen Balz: König David betrat das Tor, um Talmai, den König von Geschur, zu treffen und um die Hand seiner Tochter zu bitten. Maacha betrachtete ihn wie einen Berghirten, aber um in die biblische Geschichte einzugehen, akzeptierte sie David schließlich. „Also graben wir das Tor aus, durch das David hereinkam“, sagte Arav.

Gesicherter Name

Für einen der hier erwähnten biblischen Namen gibt es übrigens einen archäologischen Beweis in der Form einer zeitgenössischen Inschrift. Rehabeam, der Sohn Salomos, ist tatsächlich ein in Stein gehauener Name aus biblischer Zeit, während von Salomo oder David bislang jeder „Beweis“ fehlt. Der Jerusalemer Archäologe Gabriel Barkai sieht in der wissenschaftlichen Bestätigung des Königs Rehabeam gleichzeitig eine Bestätigung für den weitaus berühmteren König Salomo. Barkai sagte einmal auf Anfrage: „Jeder Mensch hat schließlich einen Vater.“

Bei den jüngsten Erdbeben in der Gegend des Sees Genezareth sei auch ein großer Stein von dem ausgegrabenen Tor auf den Boden gestürzt, berichtet die Zeitung „Times of Israel“. Auf einem der Fotos ist tatsächlich ein Gesicht auf dem Stein zu sehen. Bisher hat noch kein Wissenschaftler behauptet, dass es sich dabei vielleicht um ein zeitgenössisches Portrait des Königs David handle. Gleichwohl vermutet die Journalistin Amanda Borschel-Dan, dass alle hier genannten Theorien in sich zusammenfallen könnten, wie die Steine bei den Erdbeben in dieser biblischen Gegend.

Von: Ulrich W. Sahm

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Thu, 12 Jul 2018 15:42:00 +0200
<![CDATA[Israel will Boote beschlagnahmen und Terror-Opfern übergeben]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/07/12/israel-will-boote-beschlagnahmen-und-terror-opfern-uebergeben/ JERUSALEM (inn) – Israel darf zwei norwegische Boote der sogenannten „Gaza-Flottille“ beschlagnahmen, sobald diese israelische Gewässer erreichen. Das hat das Jerusalemer Bezirksgericht am Mittwoch geurteilt. Die Boote „Kårstein“ und „Freedom“ seien etwa 75.000 Euro wert. Sie dürfen zur Entschädigung an israelische Terror-Opfer übergeben werden. Das berichtet die Tageszeitung „Yediot Aharonot“.

Die aus Booten verschiedener Länder bestehende Flottille will die Seeblockade des Gazastreifens durchbrechen. Diese wurde von Israel errichtet, um unter anderem Waffenschmuggel in das Küstengebiet zu verhindern. Die norwegischen Organisatoren hatten angekündigt, sie würden ihre Boote zivilen Organisationen oder Fischern im Gazastreifen spenden, wenn sie das Gebiet erreichen sollten. Das Schiff „Kårstein“ haben sie umbenannt in „Al-Awsa“ (arabisch „Die Rückkehr“).

Die Schiffe „Al-Awda“ und „Freedom“ stoppten auf ihrem Weg in den Gazastreifen unter anderem in der spanischen Hafenstadt Cadiz

Klage auf Bitte von Terror-Opfern

Das israelische Rechtszentrum Schurat HaDin hat vor Gericht jedoch die Beschlagnahmung der Schiffe gefordert. Es verwies unter anderem darauf, dass die im Gazastreifen regierende Hamas die Boote nutzen könnte, um ihre Flotte zu stärken. Schurat HaDin reichte die Klage im Namen der beiden israelischen Familien Weinstein und Gavisch ein. Beide haben Angehörige durch Terror der Hamas verloren.

Aus der Familie Gavisch wurden im Jahr 2002 während der Feier des Passah-Festes das Ehepaar David und Rachel mit ihrem Sohn Abraham und Großvater Jitzhak Kanner getötet. Ein Palästinenser war in das Haus der Israelis in der Siedlung Elon Moreh eingedrungen und hatte die Juden erschossen.

Der 14-jährige Adam Weinstein kam 2001 bei einem Anschlag in der Jerusalemer Ben-Jehuda-Straße ums Leben. Damals hatten sich zwei Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Als die Sanitäter eintrafen, zündeten Terroristen eine Autobombe. Zu beiden Terrorangriffen hatte sich die Hamas bekannt.

Die Hinterbliebenen verklagten die Hamas auf Entschädigungszahlungen. 2006 urteilte ein Gericht, dass die Terrorgruppe der Familie Gavisch eine Summe von umgerechnet rund 21 Millionen Euro zahlen muss. Bislang haben die Israelis jedoch kein Geld erhalten. Dies habe sie zu der Entscheidung geführt, die Beschlagnahmung der Boote zu beantragen, wie „Yediot Aharonot“ berichtet. Das Gerichtsurteil im Fall Weinstein steht noch aus.

„Provokation hat einen Preis“

Schurat HaDin-Direktorin Nitzana Darschan-Leitner sagte zum aktuellen Urteil: „Die Organisatoren der Flottille kommen jedes Jahr hierher, um die Seeblockade des Gazastreifen zu brechen und Israels Souveränität zu verletzen.“ Jedes Mal halte die israelische Marine die Boote auf, bringe sie in den Hafen von Aschdod und schicke sie wieder zurück nach Norwegen. „Dieses Jahr werden die Boote an Terror-Opfer übergeben und die Organisatoren werden lernen, dass die Provokationen, die Unterstützung einer Terrorgruppe und die systematische Verletzung internationalen Rechts einen Preis haben“, fügte die Anwältin hinzu.

Von: dn

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Thu, 12 Jul 2018 14:18:00 +0200
<![CDATA[Russland kann nicht vollständigen iranischen Abzug versprechen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/07/12/russland-kann-nicht-vollstaendigen-iranischen-abzug-versprechen/ MOSKAU (inn) – Russland beginnt damit, iranische Streitkräfte von der syrischen Grenze zu Israel zu entfernen. Das sagt laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“ ein Diplomat, der den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu am Mittwoch nach Moskau für den Staatsbesuch bei Wladimir Putin begleitet hat. Es sei noch kein kompletter Abzug, aber nicht unbedeutend.

Russland arbeite bereits daran, iranische Streitkräfte aus syrischen Gebieten in der Nähe der Golanhöhen fern zu halten. Ein 80 Kilometer großer Radius sei Israel versprochen worden. Es sei aber zu keiner Einigung gekommen, weil Israel den kompletten Abzug des iranischen Militärs aus Syrien fordert, sagte der namentlich nicht genannte Diplomat.

Netanjahu erklärte nach dem Treffen mit Putin im Kreml, ihre Gespräche hätten sich darauf fokussiert, Israel die Handlungsfreiheit über den syrischen Luftraum zu lassen, um iranische Militärziele und Militärziele der Hisbollah treffen zu können. Es sei auch um die Gesamtsituation in Syrien und zukünftige Abmachungen gegangen.

Rigoroser Schutz des israelischen Luftraumes

Vor dem gemeinsamen Gespräch hatte Netanjahu betont, dass Israel rigoros seinen Luftraum gegen jede Form von feindlichem Übergriff schützen werde. „Vor wenigen Stunden hat ein syrischer Flugkörper den israelischen Luftraum verletzt. Wir haben ihn heruntergeschossen. Und wir werden aggressiv gegen jede Verletzung der israelischen Souveränität handeln“, sagte Netanjahu im Bezug auf die Drohne, die über dem Fluss Kinneret abgeschossen wurde.

Netanjahu bedankte sich für die Möglichkeit, die Kooperation zwischen Israel und Russland zu betonen und dabei jeder Form von Eskalation entgegenzuwirken – wie im Falle der syrischen Drohne. Putin traf den israelischen Premier bereits zum dritten Mal in diesem Jahr. Gegenüber Journalisten betonte Netanjahu den in seinen Augen „exzellenten direkten Kontakt“ mit Putin: „Das ist sehr wichtig für die nationale Sicherheit Israels.“

Auf Einladung des Präsidenten verbrachten Netanjahu und seine Ehefrau Sara den Abend im Moskauer Luschniki-Stadion. Dort erlebten sie das Halbfinalspiel der Fußballweltmeisterschaft, bei dem Kroatien die Engländer mit 2:1 besiegte.

Iranischer Berater des Ajatollah Chamenei in Moskau

Russland ist um gute diplomatische Beziehungen zu allen Seiten bemüht. Das zeigte sich unter anderem daran, dass einer der Berater des höchsten iranischen Führers Ajatollah Ali Chamenei, Ali Akbar Velajati, während Netanjahus Besuch in Moskau weilte. Der betonte auch gleich die strategischen Beziehungen zu Russland. Vor zwei Wochen kam eine Hamas-Delegation nach Moskau. Gegen Ende der Woche trifft auch der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, den russischen Präsidenten.

Von: mm

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Thu, 12 Jul 2018 14:13:00 +0200
<![CDATA[Israelische Diplomatie bei Twitter erfolgreich]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2018/07/12/israelische-diplomatie-bei-twitter-erfolgreich/ Das Twitter-Konto des Staates Israel hat eine große Leserschaft. Das stellte die amerikanische Public-Relations-Firma Burson-Marsteller in einer Studie fest. In Fragen der „Twiplomacy“ rangiert der jüdische Staat auf Platz 4. Gemessen wurden die Reaktionen und Direktverbindungen des Twitter-Zugangs. Mit der Fülle an Interaktionen kommt es noch vor dem Konto des EU-Außendienstes, des britischen Außenministeriums und des russischen Außenministeriums. Der Politiker mit dem größten Einfluss auf Twitter ist US-Präsident Donald Trump. Er hat 52 Millionen Follower und seine Tweets werden im Schnitt 20.000-mal re-tweeted.

Von: df

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Thu, 12 Jul 2018 13:48:00 +0200
<![CDATA[Israel kritisiert irische Gesetzesabstimmung]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/07/12/israel-kritisiert-irische-gesetzesabstimmung/ Das israelische Außenministerium kritisiert eine erste Abstimmung im irischen Senat. Dort hat am Mittwoch ein Gesetz, das Handel mit Ostjerusalem und den Golanhöhen unter Strafe stellt, mit 25 zu 20 Stimmen die erste Hürde genommen. „Der Senat hat seine Unterstützung für eine populistische, gefährliche und extrem anti-israelische Boykottinitiative gegeben“, sagte der israelische Außenminister Benjamin Netanjahu. Das Gesetz werde den Dialog zwischen Israelis und Palästinensern behindern. Die palästinensische Menschenrechtsgruppe Al-Haq, die in Ramallah beheimatet ist, lobte den Senat. Er habe Respekt vor dem internationalen Recht gezeigt.

Von: mm

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Thu, 12 Jul 2018 10:57:00 +0200
<![CDATA[Ridley Scott verfilmt Buch von Israeli Yuval Harari]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2018/07/12/ridley-scott-verfilmt-buch-von-israeli-yuval-harari/ Der renommierte Filmproduzent Ridley Scott will Yuval Noah Hararis Bestseller „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ verfilmen. Das berichtete der „Hollywood Reporter“ am Mittwoch. Regie führen wird der Oscar-prämierte Dokumentarfilmer Asif Kapadia. In dem 2011 erschienenen Buch zeichnet der israelische Geschichtsprofessor Harari, der an der Hebräischen Universität in Jerusalem lehrt, die Entwicklung der Menschheit zur dominanten Spezies auf dem Planeten nach. Es verkaufte sich weltweit über acht Millionen Mal. Unter den Lesern war damals auch US-Präsident Barack Obama.

Von: rmj

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Thu, 12 Jul 2018 10:56:00 +0200
<![CDATA[Nachrichten vom 12. Juli 2018]]> https://www.israelnetz.com/israelnetz-tv/2018/07/12/nachrichten-vom-12-juli-2018/ Thu, 12 Jul 2018 10:46:00 +0200 <![CDATA[Luftwaffe greift Stellungen in Syrien an]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2018/07/12/luftwaffe-greift-stellungen-in-syrien-an/ Eine Drohne aus Syrien ist am Mittwoch etwa zehn Kilometer weit in israelischen Luftraum eingedrungen. Die Armee fing das unbemannte Flugobjekt mit einer Patriotrakete ab. Nach dem Vorfall nahm die israelische Luftwaffe drei Militärposten in der syrischen Provinz Kuneitra unter Beschuss, wie ein Militärsprecher mitteilte. Berichte über Verletzte gibt es nicht.

Von: dn

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Thu, 12 Jul 2018 10:37:00 +0200
<![CDATA[Netanjahu: Polygamie in Israel unzulässig]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2018/07/11/netanjahu-polygamie-in-israel-unzulaessig/ JERUSALEM (inn) – In Israel wird keine Polygamie geduldet. Das betonte der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu am Montag in Jerusalem. Die Vielehe schade der Stellung der Frau in der Gesellschaft, nutze sie aus und unterwandere die demographische Balance, da Frauen auch „importiert“ würden. „Das ist für mich nicht hinnehmbar.“

Netanjahu reagierte mit diesen Äußerungen auf einen Bericht des Justizministeriums. Dieser mahnte der Tageszeitung „Jerusalem Post“ zufolge härteres Vorgehen gegen die Vielehe an. Der Bericht empfahl zugleich, unter bestimmten Bedingungen Vielehen zuzulassen. Dies wäre etwa der Fall, wenn die „erste“ Frau unfruchtbar oder sehr krank ist. Scharia-Gerichten in Israel müsse es erlaubt sein, diese Ehen anzuerkennen. Der Knesset-Ausschuss für die Stellung der Frau kritisierte hingegen diese Empfehlung.

Dem Bericht zufolge gibt es in Israel 6.200 Vielehen, vor allem bei Beduinen. Der Anteil der beduinischen Familien, in denen eine solche Partnerschaft zu finden ist, liegt bei 18,5 Prozent. Etwa 14 Prozent der Beduininnen über 15 Jahren sind dabei als „Alleinstehend mit Kind“ registriert, obwohl sie faktisch in einer Vielehe leben. Seit Anfang 2017 hat die israelische Staatsanwaltschaft zwölf Männer angeklagt, die eine Vielehe abgeschlossen haben.

Mit dem Beduinen Taleb Abu Arar (Vereinigte Liste) lebt ein Knesset-Abgeordneter in einer Doppelehe. Der 51-Jährige hat mit zwei Frauen zehn Kinder. 2013 wurde er erstmals in das Parlament gewählt.

Von: df

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Wed, 11 Jul 2018 14:57:00 +0200
<![CDATA[Arabische Emirate begutachten israelische Kampfflugzeuge]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/07/11/arabische-emirate-begutachten-israelische-kampfflugzeuge/ Eine Militärdelegation der Vereinigten Arabischen Emirate hat Israel besucht. Die israelische Luftwaffe hatte sie eingeladen, um ihr die in den USA hergestellten neuen F-35-Kampfjets zu demonstrieren. Auch eine amerikanische Delegation war anwesend. Nach Informationen des israelischen Nachrichtensenders „i24News“ planen die Vereinigten Arabischen Emirate eine eigene Staffel von F-35-Flugzeugen. Der Golfstaat hat die Berichte der israelischen Medien über den Besuch nicht bestätigen wollen. Er unterhält offiziell keine diplomatischen Beziehungen mit Israel.

Von: mm

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Wed, 11 Jul 2018 14:47:00 +0200
<![CDATA[Israelische Mondlandung für Februar geplant]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/wissenschaft/2018/07/11/israelische-mondlandung-fuer-februar-geplant/ TEL AVIV (inn) – Mit einem Raumfahrzeug auf dem Mond landen: Diesen Traum will sich die israelische Firma „SpaceIL“ erfüllen. Zusammen mit der Israelischen Luftfahrtindustrie hat die Firma am Dienstag ihre Pläne erläutert, die zukünftige israelische Wissenschaftler in ihrer Vorstellungskraft beflügeln sollen.

Das unbemannte Raumfahrzeug wird laut der Tageszeitung „Yediot Aharonot“ im November in die Vereinigten Staaten von Amerika gebracht und dort Mitte Dezember ins Weltall gestartet. Der berechnete Landetermin auf dem Mond soll der 13. Februar 2019 sein. Wenn die Mission erfolgreich ist, wäre Israel damit nach den USA, der ehemaligen Sowjetunion und China die vierte Nation weltweit, der das gelänge.

Flaggenhissung geplant

Das Fahrzeug, das vier Karbon-Fiberglas-Beine besitzt, hat die Form eines runden Tisches. Ins All gebracht wird es mit Hilfe einer SpaceX'S-Falkon-9-Rakete vom Startgelände Cape Canaveral in Florida. Das Fahrzeug sammelt, sobald es gelandet ist, Daten und Fotos vom Mond für das israelische Weizmann-Institut.

„Wir werden die israelische Flagge auf den Mond setzen“, sagt der Chef von SpaceIL, Ido Anteby. „Es ist ein kleines, intelligentes Raumfahrzeug mit zwei Metern Durchmesser. Es ist eineinhalb Meter hoch und 600 Kilogramm schwer.“ Die Flugzeit bis zum Mond wird länger dauern als bei anderen Projekten, weil das Raumfahrzeug bei einer Höhe von 60.000 Kilometern von der Rakete abgekoppelt wird, um Treibstoff zu sparen. Es soll in einem elliptischen Orbit um die Erde kreisen, bis es den Mond erreicht.

Milliardär zahlt Großteil der 81 Millionen Euro

Wenn es auf dem Mond gelandet ist, soll das Fahrzeug komplett autonom arbeiten. Als erster Arbeitsschritt ist das Hissen der israelischen Flagge geplant. Die Firma „SpaceIL“, die inzwischen in Tel Aviv beheimatet ist, wurde 2011 von den drei Technikern Jariv Basch, Kfir Damari und Jonatan Weintraub gegründet. Diese nahmen an dem weltweiten Wettbewerb Lunar Xprize der amerikanischen Firma Google teil.

Da aber keine der Firmen die Zeitgrenzen des Wettbewerbs einhalten konnte, wurden die umgerechnet 17 Millionen Euro Preisgeld nicht ausgeschüttet. Das israelische Team konnte sich aber glücklich schätzen, dass der südafrikanisch-israelische Milliardär Morris Kahn das Projekt finanziell weiter unterstützte. Ein Großteil der 81 Millionen Euro bezahlte er und wurde auch Präsident von „SpaceIL“. Er wünscht sich, dass das Projekt zukünftige israelische Wissenschaftler bei ihrer Arbeit inspirieren wird.

Von: mm

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Wed, 11 Jul 2018 14:24:00 +0200
<![CDATA[Jerusalemer Großmufti verbietet Landverkauf]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/07/11/jerusalemer-grossmufti-verbietet-landverkauf/ Der Großmufti von Jerusalem, Muhammad Hussein, hat Muslimen den Verkauf von Land „in Jerusalem oder im Land Palästina an Feinde“ verboten. Eine entsprechende Fatwa, ein muslimisches Dekret, wurde am Dienstag veröffentlicht. Nach einem Bericht der „Jerusalem Post“ reagiert der Mufti damit auf ein Gesetzesvorhaben im israelischen Parlament. Demzufolge soll es Juden erlaubt sein, Land in der gänzlich von Israel verwalteten Zone C des Westjordanlandes zu kaufen. Damit soll ein jordanisches Gesetz aus dem Jahr 1953 aufgehoben werden. Dieses verbietet es Ausländern und Nicht-Arabern, Grundstücke im Westjordanland zu kaufen.

Von: df

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Wed, 11 Jul 2018 13:54:00 +0200
<![CDATA[USA erlassen Israel keine Strafzölle]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/wirtschaft/2018/07/11/usa-erlassen-israel-keine-strafzoelle/ Israel wird nicht von den US-amerikanischen Strafzöllen ausgenommen. Entsprechende Verhandlungen seien fehlgeschlagen, gab die Vereinigung der Fabrikanten Israels (MAI) am Montag bekannt. US-Präsident Donald Trump hatte im März Zölle von 25 Prozent auf Stahl- und 10 Prozent auf Aluminiumimporte eingeführt. Verschiedenen US-Verbündeten wurden Erlasse gewährt. Die Entscheidung trifft die israelische Metallindustrie hart – die USA sind ihr größter Exportmarkt. Der Vorsitzende der Außenhandelsabteilung der MAI, Dan Catarivas, sprach von einem „Todesstoß“.

Von: rmj

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Wed, 11 Jul 2018 13:15:00 +0200
<![CDATA[Zu wenige Schutzbunker im Land]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2018/07/11/zu-wenige-schutzbunker-im-land/ JERUSALEM (inn) – Etwa zwei Millionen Israelis haben keinen Zugang zu ausreichend sicheren Luftschutzbunkern. Das geht aus einem am Montag veröffentlichten Bericht des Staatlichen Rechnungsprüfers hervor, wie die Tageszeitung „Yediot Aharonot“ meldet.

Demnach ist die Situation im nichtjüdischen Sektor besonders schwierig: Dort stehe etwa 550.000 Menschen (46 Prozent) kein ausreichender Schutz bei Angriffen zur Verfügung. Betroffen seien vor allem Beduinen, die in nicht anerkannten Ortschaften leben. Auch in den Golanhöhen mangele es an Bunkern. Entweder gebe es zu wenige oder die vorhandenen seien nicht ausreichend gesichert, so fehlten zum Beispiel Einrichtungen für die Sauerstoffversorgung.

Nur in 11 von 71 untersuchten nichtjüdischen Ortschaften gab es öffentliche Bunker. Rund 127.000 Schüler, 38 Prozent aller Schüler in nichtjüdischen Wohngegenden, haben in ihren Schulen keine ausreichenden Schutzräume. In jüdischen Wohngegenden seien 257.000 Schüler (11 Prozent) betroffen. Das Bildungsministerium habe es versäumt, regelmäßige Inspektionen der Schutzmaßnahmen vor Ort durchzuführen, heißt es in dem Bericht.

Ein altbekanntes Problem

Rechnungsprüfer Josef Schapira forderte daher eine dringende Behandlung des Problems auf nationaler Ebene. Die Infrastrukturlücken müssten geschlossen und vorhandene Schutzräume regelkonform instand gesetzt werden. Bereits vor etwa zehn Jahren sei in einem Bericht des Rechnungsprüfers auf das Problem hingewiesen worden. Allerdings habe sich an der Lage kaum etwas verbessert.

Die israelische Armee begrüßte den Bericht. In einer Stellungnahme heißt es: „Das Heimatschutzkommando und das Verteidigungsministerium sind mit den Statistiken im Bericht vertraut und begrüßen die Ergebnisse des Reports. Das Heimatschutzkommando erachtet es als sehr bedeutsam, Bunker für Bewohner aller Gegenden, jüdisch und nichtjüdisch, zugängig zu machen. Es befasst sich intensiv mit dieser Angelegenheit.“

Von: dn

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Wed, 11 Jul 2018 12:29:00 +0200
<![CDATA[Marine hält palästinensisches Fischerboot auf]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2018/07/11/marine-haelt-palaestinensisches-fischerboot-auf/ Die israelische Marine hat am Dienstag ein Fischerboot aufgehalten, das die Seeblockade gegen den Gazastreifen durchbrechen wollte. An Bord befanden sich acht Palästinenser. Sie wurden festgenommen. Vier Palästinenser waren bei Zusammenstößen an der Grenze des Gazastreifens verletzt worden. Militärsanitäter behandelten sie, teilte die Armee mit. Die anderen vier Palästinenser sind nach eigener Aussage Studenten. Nach einer Durchsuchung wurde das Boot in den Hafen von Aschdod gebracht. Bereits am 29. Mai hatte die Marine ein Boot mit 17 Insassen daran gehindert, die Blockade zu durchbrechen.

Von: eh

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Wed, 11 Jul 2018 12:28:00 +0200
<![CDATA[Deutschland gibt weitere 75 Millionen Euro für Holocaust-Überlebende]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2018/07/11/deutschland-gibt-weitere-75-millionen-euro-fuer-holocaust-ueberlebende/ Deutschland stellt zusätzliche 75 Millionen Euro für die Sozialhilfe von Holocaust-Überlebenden zur Verfügung. Das teilte die Jewish Claims Conference (JCC) am Dienstag mit. Damit erhöht sich der Fonds für das kommende Jahr insgesamt auf 480 Millionen Euro. Der Verhandler der Konferenz, Greg Schneider, sagte: „Diese alternden Helden verdienen die Anerkennung, welche die erhöhten Zahlungen für dringend benötigte Hilfen bereitstellt.“ Gleichzeitig hat sich Deutschland laut der JCC bereit erklärt, die Pensionen von 55.000 Holocaust-Überlebenden in Zentral- und Osteuropa anzuheben und den Zugang auf überlebende Kinder der Scho'ah auszuweiten.

Von: mm

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Wed, 11 Jul 2018 11:51:00 +0200
<![CDATA[„Foxtrot“ schaut Israelis in die Seele]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2018/07/11/foxtrot-schaut-israelis-in-die-seele/ Eine Filmkritik von Michael Müller]]> Es klopft an der Tür. Da stehen Leute in Uniformen. Die reden ganz bedacht. Aber ihre Worte schlagen bei Michael Feldmann (Lior Ashkenazi) ein wie Bomben. Denn sie teilen dem Vater in seiner Tel Aviver Wohnung mit, dass sein Sohn Jonathan (Yonatan Shiray) beim Militärdienst verstorben sei. Der Offizier vom Militärrabbinat hat praktische Tipps parat, zum Beispiel jede Stunde ein Glas Wasser zu trinken. Eltern unter Schock würden das leicht vergessen. Das Militär habe für die Eltern bereits alles durchorganisiert, der Vater brauche sich um nichts zu kümmern. Während seine Ehefrau Dafna (Sarah Adler) ohnmächtig wird, zeigt die Filmkamera nur noch das Gesicht des Vaters. Er hört die auf ihn einredenden Stimmen, die Hilfe anbieten. Und doch ist er mit dem Schmerz nicht nur im Bild völlig allein gelassen.

Der israelische Film „Foxtrot“ von Samuel Maoz schlägt seit seiner Weltpremiere auf dem Festival in Venedig hohe Wellen. Im vergangenen September gewann das Werk dort den Großen Preis der Jury und war umgehend Ziel von Attacken der israelischen Kulturministerin Miri Regev. „Der Film versucht, die größte Feierlichkeit des 20. Jahrhunderts, nämlich den Staat Israel, zu zerstören“, sagte sie, ohne den Film gesehen zu haben. Seine Botschaft spiele auf dem Rücken der Soldaten den Hassern des Staates in die Hände. „Foxtrot“ gewann dann acht israelische Ophir-Filmpreise und repräsentierte das Land im Oscar-Rennen.

Der Film gliedert sich in drei Teile: Im ersten Teil werden die Eltern über den Tod ihres Sohnes informiert. Im Mittelteil sieht der Zuschauer den Sohn Jonathan seinen Militärdienst in einer surreal anmutenden Wüstenlandschaft ableisten. Die Soldaten schauen an ihrem Checkpoint einem Kamel zu, wie es die Schranke passiert. Tagsüber tanzt Jonathan mit seinem Gewehr in der Hand, als wäre es seine Braut. Abends beobachten die Kameraden die vor Hitze tropfenden Elektronikgeräte und das leichte Absacken ihres Schlafcontainers in den nassen Wüstensand. Der abschließende Teil des Films macht einen Zeitsprung und zeigt wieder die Eltern, wie sie das Schicksal des Sohnes verarbeitet haben.

Allgegenwärtiges Thema Trauerbewältigung

Es ist kein Zufall, dass gerade ein Film wie „Foxtrot“ in Israel so viel Aufmerksamkeit erhält. Trauerbewältigung ist ein allgegenwärtiges Thema, das die Bürger bewegt. Schon das Meisterwerk „Ein Tag wie kein anderer“ aus dem vergangenen Jahr sezierte den Umgang eines Elternpaares mit dem Verlust seines erwachsenen Sohnes. Israel ist ein kleines Land, das aufgrund der ihm feindlich gesinnten Nachbarn selbst für sein Fortbestehen sorgen muss. Die mehrjährige Wehrpflicht der jungen Israelis garantiert die Existenz. „Foxtrot“ erzählt von dem hohen Preis, den das Land den Eltern in Form von Sorgen und Verlusten abverlangt. „Ich kann es nicht ertragen, wie alles seinen Geruch verliert“, rechtfertigt sich Dafna gegenüber Michael, als sie die Sachen des Sohnes aus dessen Zimmer wegschmeißt.

Ganz oberflächlich betrachtet zeigt der Film in seinem Mittelteil eine Kontrolle am Checkpoint im Nirgendwo, die fürchterlich schief geht. Bei dieser Schilderung setzen die Kritiker mit ihrer moralischen Verurteilung von „Foxtrot“ an. Aber allein schon auf der narrativen Ebene ist die gezeigte Katastrophe, in der ein israelischer Soldat mehrere Palästinenser in einem Wagen erschießt, ein Unfall. Unabsichtlich rollt den Palästinensern eine Lions-Bierbüchse aus der Autotür, die einer der Soldaten in der Nacht fälschlicherweise für eine Granate hält. Als Reflex lösen sich die Schüsse.

„Zufall ist Gottes Weg, anonym zu bleiben“

Häufig wird im Zusammenhang mit „Foxtrot“ ein Albert-Einstein-Zitat bemüht, das der Regisseur Maoz („Lebanon“) selbst als Ausgangspunkt für sein Drehbuch genommen hat: „Der Zufall ist Gottes Weg, anonym zu bleiben.“ Vater Michael machte selbst eine traumatische Erfahrung bei seinem Militärdienst: Er schickte einen Kameraden in einem Manöver vor, der an seiner Stelle an einer Mine starb. „Gott begleicht eine Rechnung mit uns – mit dir“, sagt seine Frau Dafna zu Michael.

„Foxtrot“ ist so sehr ein Film über die Trauerarbeit, wie er ein Film über die verschiedenen jüdischen Generationen ist. Michaels Mutter, die den Holocaust überlebt hatte, vermachte ihm eine wertvolle Torah-Rolle, die seit zehn Generationen im Familienbesitz ist. Michael ist der erste, der diese Tradition durchbricht, indem er seinem Sohn Jonathan anstelle dessen ein Heft mit Pin-up-Girls vermacht. Diese Rückblende ist wie ein Comic-Strip mit schwarzweißen Standbildern erzählt. Michael glaubt, sich seinen Wurzeln entziehen zu können. Das erinnert an die Worte des bislang einzigen israelischen Literaturnobelpreisträger Samuel Agnon über die drei Generationen von Juden in der modernen Welt: Der Repräsentant der ersten Generation schrieb über die Torah, sein Sohn über die Liebe zur Torah und dessen Sohn über die Liebe.

Es hat eine biografische Verschiebung in den israelischen Familien gegeben, die „Foxtrot“ nachzeichnet. Das Elternpaar Feldmann bezeichnet sich als atheistisch. Und doch ist auffällig häufig von Gott die Rede. Es gibt sogar einen Dialog, in dem es um die geplante Abtreibung Jonathans geht. „Ich konnte dich ihn nicht abtreiben lassen. Deine Schwangerschaft war wie ein Zeichen von Gott“, sagt Michael bezugnehmend auf seinen Militärdienst. Da kommt auch der Titel des Films ins Spiel: Foxtrot sei ein Tanz, erklärt Michael, bei dem man immer wieder am gleichen Ausgangspunkt landet. Michael und Dafna tanzen ihn im Gedenken an ihren Sohn. Und der tanzt ihn für sich am einsamen Checkpoint im Nirgendwo. Um diese Reflexion der Generationen geht es Regisseur Maoz – und nicht um platte Schuldzuweisungen.

„Foxtrot“, Regie: Samuel Maoz, 113 Minuten, freigegeben ab 12 Jahren, mit dem Großen Preis der Jury auf dem Filmfestival in Venedig ausgezeichnet, ab 12. Juni in den deutschen Kinos.

Von: Michael Müller

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Wed, 11 Jul 2018 10:12:00 +0200
<![CDATA[Weiterbildung für ehemals Ultra-Orthodoxe]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2018/07/10/weiterbildung-fuer-ehemals-ultra-orthodoxe/ JERUSALEM (inn) – Sie fallen bislang durch die Maschen: Wehrdienstleistende, die aus einem ultra-orthodoxen Hintergrund stammen, aber säkular geworden sind. Nun will die israelische Armee auch ihnen zu einer umfassenden Schulbildung verhelfen, berichtet die Tageszeitung „Yediot Aharonot“.

In den letzten vier Monaten ihres Militärdienstes steht diesen Soldaten demnächst Studienzeit für den Bildungsabschluss zur Verfügung. Denn im ultra-orthodoxen Schulsystem haben sie einige grundlegende Dinge nicht gelernt. Für Haredim, die ihrer Tradtion treu bleiben, gibt es bereits entsprechende Kurse während des Wehrdienstes. Sie dienen auch meist in Einheiten, wo alle einer strengen Glaubensrichtung angehören. Doch etwa 1.300 Soldaten sind nicht über die ultra-orthodoxen Systeme zum Militär gekommen. Für sie ist das neue Angebot gedacht.

Dem Bericht zufolge bemüht sich die Armee seit Jahren darum, Absolventen des ultra-orthodoxen Bildungssystems zu helfen, ihre Lücken zu füllen. In den neuen Kursen können die mittlerweile säkularen Juden ihr Abitur abschließen, einen Beruf erlernen oder sich dem Ingenieurswesen zuwenden.

Von: eh

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Tue, 10 Jul 2018 14:53:00 +0200
<![CDATA[McDonald’s verzeichnet Rekordumsatz in Israel]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/wirtschaft/mcdonalds-verzeichnet-rekordumsatz-in-israel/ Die amerikanische Fastfoodkette McDonald’s hat 2017 in Israel einen Rekordumsatz von umgerechnet rund 200 Millionen Euro erzielt. 2018 wird ein Umsatz von rund 235 Millionen Euro erwartet. Das gab die Holding-Gesellschaft Alyonal Ltd. am Sonntag bekannt. Ihr gehört der israelische Zweig der Fastfoodkette. McDonald’s gibt es seit 1993 in Israel, mittlerweile hat die Kette 186 Filialen landesweit. Allein 2018 wurden bereits sechs neue eröffnet. In Israel spezialisiert sich McDonald’s auch auf gesundes Essen und serviert unter anderem Snacks aus Babykarotten.

Von: rmj

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Tue, 10 Jul 2018 14:06:00 +0200
<![CDATA[Iranischer Geistlicher droht Israel mit Zerstörung]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2018/07/10/iranischer-geistlicher-droht-israel-mit-zerstoerung/ „Die Feinde des Iran wissen ganz genau, dass, wenn sie uns Schaden zufügen, wir Tel Aviv und Haifa dem Erdboden gleichmachen werden.“ Das hat das Mitglied des iranischen Expertenrats, Ajatollah Ahmad Chatami, am Dienstag laut den lokalen Medien gesagt. Der Rat ist ein Gremium von Geistlichen für religiös-politische Angelegenheiten. Chatami bezeichnete dabei das iranische Raketenprogramm als „Trumpfkarte“. Der Hardliner vertritt mit der Aussage nicht die iranische Regierung. Aber er steht für eine starke Bewegung im Land, die den Rücktritt des Präsidenten Hassan Rohani wegen dessen Entspannungspolitik gegenüber dem Westen fordert.

Von: mm

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Tue, 10 Jul 2018 14:01:00 +0200
<![CDATA[Erneut Erdbeben in Nordisrael]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2018/07/10/erneut-erdbeben-in-nordisrael/ Die Menschen in Nordisrael haben Montagabend um Viertel nach sechs Uhr erneut ein Erdbeben gespürt. Es hatte die Stärke 3,2 auf der Richterskala; das Zentrum lag am nördlichen Rand des Sees Genezareth. Verletzte oder Schäden gab es nicht. Experten haben in den vergangenen Tagen etwa 40 dieser kleineren Erdbeben gezählt. Sie sehen die Erschütterungen nicht als Vorboten eines großen Bebens, das erwartet wird, mahnen aber, sich darauf vorzubereiten. Einem Fernsehbericht zufolge sind nach einem Mängelbericht vor drei Jahren nur 53 von 1.600 Schulgebäuden erdbebensicherer gemacht worden.

Von: df

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Tue, 10 Jul 2018 12:45:00 +0200
<![CDATA[Josef Arotschas: Neben der Windmühle]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2018/07/10/josef-arotschas-neben-der-windmuehle/ Kennen Sie das Viertel Jemin Mosche? Welches neben Mischkenot Scha‘ananim, der ersten jüdischen Siedlung außerhalb der Jerusalemer Altstadt, liegt? Dort, direkt neben der Montefiore-Windmühle, bin ich 1936 als siebtes von acht Kindern geboren. Bis 1948 haben wir dort gewohnt. Die ersten sechs Jahre bin ich dort zur Schule gegangen.

In der Schule habe ich auch Hebräisch gelernt. Meine Muttersprache ist Spanisch. Unsere Vorfahren sind die Anusim – Juden, die vor 600 Jahren in Spanien dazu gezwungen wurden, zum Christentum überzutreten. Mein Vater hatte unser Haus selbst gebaut.

Am 15. Mai sollten die Engländer zurück in ihre Heimat gehen. Mit den Jordaniern hatten wir Probleme; sie waren auf dem gegenüberliegenden Zionsberg und zielten auf uns. Deshalb drangen Palmach-Kämpfer im Auftrag des Staates Israel in unser Haus ein. Wir hatten das größte Haus in unserem Viertel: sechs Zimmer, ein Badezimmer und das einzige Telefon in unserem Viertel,­ also alles, was sie brauchen konnten, um unser Stadtviertel zu verteidigen.

Natürlich hörten und sahen wir, dass die Jordanier auf uns zielten, doch sonst bekamen wir nicht viel mit, es war damals nicht so wie heute. Wir haben uns zu Hause eingeschlossen. Als die Palmach-Leute kamen, ging meine Mutter mit uns zu einer Tante. Ich erinnere mich nicht, wann es war, aber nach einiger Zeit wollten wir in unser Haus nach Jemin Mosche zurückkehren. Doch der Staat hatte uns alle Möbel weggenommen und auch das Haus.

Ein verlorener Prozess

Wir haben dagegen geklagt, auch die Palmach-Offiziere haben zu unseren Gunsten ausgesagt, aber den Prozess haben wir verloren. Es gab Nachbarn, die sind damals geblieben und die sind durch die schöne Lage ihrer Häuser später sehr reich geworden. Dieses Glück hatten wir nicht. Bis heute weiß ich nicht, wer dafür verantwortlich ist, dass wir unser Haus damals nicht wiederbekommen haben. Das tut weh. Ich habe mir vor 40 Jahren ein Haus im Jerusalemer Stadtteil Beit HaKerem kaufen können. Zu Arabern habe ich ein gutes Verhältnis. Mein Hausarzt ist Araber. Wenn es mir schlecht ging, hat er mich schon manches Mal gerettet.

Diesen Artikel finden Sie auch in der Ausgabe 3/2018 des Israelnetz Magazins. Sie können die Zeitschrift kostenlos und unverbindlich bestellen unter der Telefonnummer 06441/915152, via E-Mail an info@israelnetz.com oder online.

Aufgezeichnet von mh

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Tue, 10 Jul 2018 12:24:00 +0200
<![CDATA[Israel schließt Warenübergang zum Gazastreifen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2018/07/10/israel-schliesst-warenuebergang-zum-gazastreifen/ Israel hat aufgrund der anhaltenden Angriffe mit Branddrachen aus dem Gazastreifen am Montag den Warenübergang Kerem Schalom geschlossen. Über diesen sollen nur noch humanitäre Lieferungen in das Küstengebiet gelangen. Zudem wurde die Fischfangzone von 17 Kilometern auf 11 Kilometer zurückgesetzt. Die Terrorgruppen Hamas und Islamischer Dschihad verurteilten die Maßnahmen. Die im Gazastreifen regierende Hamas warf Israel „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ vor.

Von: dn

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Tue, 10 Jul 2018 11:16:00 +0200
<![CDATA[Bereitschaft für iranischen Generationenwechsel groß]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2018/07/10/bereitschaft-fuer-iranischen-generationenwechsel-gross/ Auf Twitter hat der Berater des iranischen Präsidenten Hassan Rohani, Hesamodin Aschena, eine Umfrage unter der iranischen Bevölkerung durchgeführt. Er wollte wissen, welche Generation das Land demnächst politisch führen soll. 61 Prozent der Befragten wollen einen Generationenwechsel. Sie sind dafür, dass Vertreter der jüngeren Generation, auch ohne ausreichende politische Erfahrung, fortan die Geschicke des Landes leiten. Nur 3 Prozent sprachen sich für die etablierten politischen Kräfte aus. Die nicht repräsentative Umfrage spiegelt eine Unzufriedenheit des Volkes wider, die sich auch um die Jahreswende in regimekritischen Unruhen Bahn brach.

Von: mm

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Tue, 10 Jul 2018 10:32:00 +0200