Israelnetz - Neueste Nachrichten https://www.israelnetz.com Nachrichten aus Israel und dem Nahen Osten de https://www.pro-medienmagazin.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif Israelnetz - Neueste Nachrichten https://www.israelnetz.com 18 16 Nachrichten aus Israel und dem Nahen Osten TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Mon, 19 Aug 2019 20:48:23 +0200 <![CDATA[Fußballerinnen bauen Brücken]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/sport/2019/08/19/fussballerinnen-bauen-bruecken/ SCHEFAJIM (inn) – Israelische und palästinensische Mädchen haben am Sonntag gemeinsam an einem Fußballtraining teilgenommen. Daran war auch die Frauenabteilung des Londoner Fußballvereins Chelsea FC beteiligt. Zudem waren der Israelische Fußballverband (ISA) sowie das Peres-Zentrum für Frieden und Innovation mit von der Partie.

Wie die Tageszeitung „Jerusalem Post“ berichtet, war die Trainingseinheit Teil der Vorbereitung für ein Spiel am Dienstagabend. Chelsea-Managerin Emma Hayes sowie die beiden Spielerinnen Anita Asante und Deanna Cooper waren bei den Übungen im Kibbutz Schefajim bei Netanja zugegen. Die Mädche leben in der israelischen Stadt Beit Schemesch und in der palästinensischen Autonomiestadt Jericho im Westjordanland.

Die Aktion gehört zum Programm „Partnerschulen für Sport und Frieden“. Dabei betont das Peres-Zentrum, dass der Fußball und überhaupt der Sport als Brückenbauer dienen könne. Trainingssprachen waren Hebräisch, Arabisch und Englisch.

Von: eh

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Mon, 19 Aug 2019 14:44:00 +0200
<![CDATA[Gelände um Marias Rastplatz abgebrannt]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2019/08/19/gelaende-um-marias-rastplatz-abgebrannt/ JERUSALEM / BETHLEHEM (inn) – Genau auf halber Strecke zwischen Jerusalem und Bethlehem, beim griechisch-orthodoxen Mar-Elias-Kloster, gibt es eine kaum bekannte heilige Stätte. Auf Griechisch heißt sie „Kathisma“. Inmitten der Überreste einer oktogonalen Kirche aus dem 3. Jahrhundert ist dort ein Felsen, auf dem die hochschwangere Maria auf dem Weg nach Bethlehem „geruht“ haben soll. Wie in Jerusalem üblich, ist dabei der Felsen zurückgewichen, sodass der Abdruck der sitzenden Maria für alle Ewigkeit erhalten geblieben ist. Genauso haben laut christlicher Überlieferung Jesus und laut muslimischer Tradition Mohammed bei ihrer jeweiligen Himmelfahrt ihre „Spuren“ hinterlassen.

Für die Kathisma gibt es eine schriftliche Quelle im Protoevangelium des Jakobus aus dem 2. Jahrhundert nach Christus: „Und als sie den halben Weg gegangen waren, sagte Maria zu Josef: Lass mich von der Eselin absteigen, denn das Kind drückt mich und will herauskommen. Da half er ihr von der Eselin herunter." Aufgrund dieser Episode wird das Gelände Kathisma (griechisch „Niedersitzen“) genannt.

Im 3. Jahrhundert haben die Griechen rund um den heiligen Felsen eine oktogonale Kirche gebaut. Die geschah in ähnlicher Weise wie um das Grab Jesu in der heutigen Grabeskirche und um den Gründungsfelsen auf dem Tempelberg, wo bis heute der Felsendom mit der berühmten goldenen Kuppel die achteckige Form beibehalten hat.

Die Kirche um den Abdruck der ruhenden Maria ist längst zerstört, aber der Grundriss ist vollständig erhalten. Vor einigen Jahren genehmigten die Griechen dort Ausgrabungen. Die Archäologen legten bunte Mosaiken frei und beim Eingang sogar eine große griechische Inschrift mit dem Namen des Stifters. Zum Schutz der Mosaiken wurden sie mit Sand zugeschüttet. Doch Besucher können den Sand beiseiteschieben und die bunten kleinen Steinchen entdecken.

Unbekannte Stätte

Nach Abschluss der wissenschaftlichen Untersuchungen empfahlen die Israelis den Griechen, die alten Ruinen mit einem Holzbau zu überdecken, nicht nur um die Überreste der alten Kirche zu schützen, sondern auch, um die heilige Stätte wieder als Kirche Pilgern zugänglich zu machen. Doch die Griechen lehnten ab, sodass die Ruine am Wegrand der Hauptstraße von Jerusalem nach Bethlehem zwar mit Sand bedeckt ist, aber ansonsten verkommt. Nur wenige wissen von der Existenz dieser kuriosen Stätte.

Normalerweise steht dort auch kein Pilger-Besuch an, wenn sie zwischen Jerusalem und Bethlehem an der Stelle vorbeifahren. Denn viele Tourguides wissen nichts von dieser durchaus pikanten Sehenswürdigkeit. Dabei könnte man gewiss Touristen und weniger fromme Pilger dorthin locken.

Für die griechischen Erbauer der Kirche im 3. Jahrhundert gab es sogar ein „geschäftliches“ Interesse. Die Pilger auf dem Weg nach Bethlehem sollten mit Prozessionen und Messen solange aufgehalten werden, dass sie erst gegen Abend in der Geburtsstadt Jesu ankamen. So sollten sie gezwungen werden, in Bethlehem ein Hotelzimmer zu buchen, dort zu essen und dann auch noch Andenken einzukaufen. Das erzählte die Archäologin Rina Avner, als sie im Auftrag der Altertumsbehörde die Mosaiken sorgfältig freigelegt hatte.

Bis heute übernachten die meisten Pilger in Jerusalem, machen mit dem Bus einen kurzen Abstecher in das nur zehn Kilometer entfernte Bethlehem, steigen mal eben schnell zur Geburtsgrotte herab und fahren sofort wieder nach Jerusalem zurück. Oft bleibt nicht einmal ausreichend Zeit für den Einkauf von Andenken bleibt da ausreichend Zeit in Bethlehem. Aus Rücksicht auf die dortigen Händler könnte man diese geschickte Geschäftsidee der Griechen aus dem 3. Jahrhundert heute eigentlich erneuern.

Brand am katholischen Feiertag entdeckt

Ausgerechnet am Tag der katholischen Feiern zu „Mariä Himmelfahrt“ besuchten wir – zwei deutsche Touristen und dieser Korrespondent – die archäologische Stätte. Zu unserem großen Schrecken sahen wir, dass kurz zuvor das üppig gewachsene Unkraut rund um die Kirchenreste völlig abgebrannt war.

Im vergangenen Winter hatte es besonders stark geregnet, sodass das Unkraut wuchern konnte. Wegen der Hitzewellen in den vergangenen Tagen war alles vertrocknet und zu brandgefährlichem Zunder geworden. Da einige Stöckchen sogar noch rauchten, wirkte es, als sei der Brand nicht einmal ordentlich gelöscht worden. Die zahlreichen Olivenbäume auf dem nun aus schwarzer Asche bestehenden Gelände scheinen unter dem Feuer kaum gelitten zu haben.

Von: Ulrich W. Sahm

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Mon, 19 Aug 2019 14:37:00 +0200
<![CDATA[Trotz Erlaubnis reist Demokratin Tlaib nicht ins Westjordanland]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/08/19/trotz-erlaubnis-reist-demokratin-tlaib-nicht-ins-westjordanland/ JERUSALEM / RAMALLAH / WASHINGTON (inn) – Nach tagelangen öffentlichen Diskussionen um Einreisegenehmigungen erhielten die demokratischen US-Kongress-Abgeordneten Raschida Tlaib und Ilhan Omar Ende vergangener Woche von Israel erst eine Absage. Die beiden amerikanischen Politikerinnen unterstützen die Boykott-Bewegung BDS. Einen Tag später erhielt Tlaib dann doch die Erlaubnis, nach Israel reisen zu dürfen. Sie hatte angekündigt und sich dafür stark gemacht, ihre Großmutter im Westjordanland zu besuchen. Doch dann änderte Tlaib ihre Meinung, machte einen Rückzieher und sagte die Reise am Freitag ganz ab.

Sie habe entschieden, dass ein Besuch bei ihrer Großmutter „unter diesen repressiven Bedingungen allem widerspricht, an das ich glaube“. Sie kämpfe gegen Rassismus, Unterdrückung und Ungerechtigkeit, schrieb sie auf Twitter.

Dass sie zum Schweigen gebracht werde und sich wie eine Kriminelle behandeln lassen müsse, sei nicht das, was ihre betagte Großmutter für sie wolle. „Es würde einen Teil von mir zerstören.“ Zuvor hatte Tlaib in einem Schreiben an den israelischen Innenminister Arie Deri selbst erklärt, die Reise sei vielleicht die letzte Möglichkeit, ihre Vorfahrin zu besuchen. Sie notierte zudem: „Ich werde jegliche Beschränkungen respektieren und während meines Besuchs nicht für Boykotte Israels werben.“ Der Besuch sollte sich auf „humanitäre Angelegenheiten“ beschränken. Die Abgeordnete mit palästinensischen Wurzeln hatte beantragt, die 90-Jährige in Beit Ur al-Fauqa, 15 Kilometer nordwestlich von Jerusalem, zu besuchen.

„Hass auf Israel besiegt Liebe zur Großmutter“

Israels Regierung sieht in der Aktion ein politisches Manöver. Nach der Absage schrieb Innenminister Deri auf Twitter, er sei auf den Besuchswunsch aus humanitären Gründen und als eine Geste des guten Willens eingegangen. „Aber es war nur eine Provokation mit dem Ziel, den Staat Israel schlecht dastehen zu lassen. Ihr Hass auf Israel hat ihre Liebe zu ihrer Großmutter überwältigt.“

Ihren Freitagabend verbrachte die US-Politikerin in einem Detroiter Park mit einer Reihe von Juden. Die Gruppe „Jüdische Stimme für den Frieden“, die sich gegen eine „Besatzung“ ausspricht, feierte mit ihr einen Gottesdienst, berichtet die israelische Tageszeitung „Ha'aretz“. Die Gruppe hatten die Zeremonie und ein Abendessen organisiert, um sich mit Tlaib zu solidarisieren.

Reiseziel „Palästina“

Der ursprüngliche Plan von Tlaib und ihrer Kongress-Kollegin Omar war, für eine politische Reise nach Israel und in die palästinensischen Gebiete zu kommen. Dieser erteilte Israel jedoch eine Absage. Die Gründe für das politische Einreiseverbot legte Regierungschef Benjamin Netanjahu am Donnerstag dar: Die Reisestationen der Abgeordneten zeigten, dass es der einzige Zweck der Reise sei, Israel zu schaden. So seien keine Treffen mit Vertretern der Regierung oder der Opposition in der Knesset geplant. Zudem komme die Organisation Miftah für die Reisekosten auf. Deren Mitglieder hätten in der Vergangenheit Terrorismus gegen Israel unterstützt. Netanjahu merkte weiter an, dass als Reiseziel offiziell gar nicht „Israel“ angegeben wurde, sondern als „Palästina“. Der Premier betonte zudem, dass Israel erst vor wenigen Tagen eine Delegation amerikanischer Kongressabgeordneter empfangen habe. Diese hätten ihre parteiübergreifende Unterstützung für Israel demonstriert.

Immer wieder betont Tlaib ihre palästinensische Herkunft öffentlich. Sie äußerte sich in ihrer Dankesrede nach ihrer Wahl in den Kongress kritisch zum jüdischen Staat: Ihre Familie im Westjordanland habe sich so viele Jahre „entmenschlicht“ gefühlt. Umso stolzer, betonte Tlaib, sei sie nun auf ihren Sieg. Diesen feierte sie nicht mit einer amerikanischen, sondern mit einer palästinensischen Fahne.

Von: mab

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Mon, 19 Aug 2019 13:31:00 +0200
<![CDATA[Jordanien bestellt israelischen Botschafter ein]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/08/19/jordanien-bestellt-israelischen-botschafter-ein/ Das jordanische Außenministerium hat am Sonntag Israels Botschafter Amir Weissbrod einbestellt. Generalsekretär Said Losi habe klargestellt, dass die Al-Aqsa-Moschee ausschließlich Muslimen für Gottesdienst und Gebet vorbehalten sei. Jordanien bekräftige seine ablehnende Haltung gegenüber israelischen Forderungen, den Status quo zu ändern, teilte das Ministerium mit. Um „israelische Verletzungen“ heiliger Stätten ging es auch bei einem Treffen von Außenminister Ajman Safadi mit Botschaftern aus mehreren EU-Staaten. Er betonte die Notwendigkeit internationaler Maßnahmen gegen die Verstöße.

Von: eh

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Mon, 19 Aug 2019 11:35:00 +0200
<![CDATA[Ist der Golan-Knoten lösbar?]]> https://www.israelnetz.com/kommentar-analyse/2019/08/19/ist-der-golan-knoten-loesbar/ In biblischen Zeiten waren die Golanhöhen Teil des Landes Israel. Die antike Stadt Gamla hoch in den Bergen und das dicht bewohnte Land direkt am See mit Kursi und Susita gehören in diese Zeit. Die Propheten sprechen von einem fruchtbaren Landstrich und beschreiben die „Eichen des Baschan“. Zugleich gab es ausgedehnte Weiden für Büffel und Rinder. In der Zeit des Heils für Israel gibt Gott dem guten Hirten den Auftrag: „Weide dein Volk mit deinem Stabe, die Herde deines Erbteils, die da einsam wohnt im Walde, mitten im fruchtbaren Lande; lass sie in Baschan und Gilead weiden wie vor alters!“ (Micha 7,14).

Wasser und Land

Ausgegraben wurde das antike Katzrin mit der Synagoge, ein unverwechselbares Zeichen jüdischen Lebens in der Vergangenheit. Eine Fortsetzung der Geschichte findet sich heute in der modernen Stadt Katzrin, die erst 1977 gegründet wurde. Zehn Jahre zuvor, im Zuge des Sechs-Tage-Krieges, hatte die israelische Armee den Golan erobert. Bis dahin war die Region syrisches Staatsgebiet. Anzumerken ist eine Randnotiz der Geschichte: Als nach dem Ersten Weltkrieg der Orient zwischen Briten und Franzosen aufgeteilt wurde, gehörte der Golan anfangs zum britischen Mandatsgebiet Palästina. Die Briten hatten sofort erkannt, was für diese Gegend entscheidend ist: Wasser. Drei Jordanzuflüsse speisen den See Genezareth. 1923 wurde die Region jedoch an das französisch beherrschte Syrien abgetreten. In der Folge wurden zionistische Siedlungsprojekte im Golangebiet aufgegeben. Nach der Staatsgründung Israels 1948 nutzte Syrien die Hochebene als Aufmarschgebiet für seine Panzer. Noch mehr: Von den Bergen wurden die tiefer gelegenen jüdischen Dörfer und Felder beschossen. Es gab am Anfang der sechziger Jahre den Versuch, Quellflüsse für den Jordan abzuleiten, um Israel auszutrocknen.

Sicherheit und Friede

All das endete im Juni 1967 mit dem Sieg der israelischen Armee über die Syrer. Bis dahin nur militärische syrische Sicherheitszone, begann Israel den Golan wirtschaftlich, vor allem landwirtschaftlich zu nutzen. Der Weinanbau kehrt auf den Golan zurück und die Rinderzucht. Die drusische Minderheit hat sich vor allem dem Obstanbau gewidmet. Auf solide angelegten Terrassen gedeihen Äpfel, Birnen und Kirschen. Gerade im Frühling ist das ein Blütentraum von Farben und Düften. Und mitten im Frühling verkündet US-Präsident Donald Trump, dass er die 1981 erklärte israelische Herrschaft über das Gebiet anerkennen werde. Wieder ein Paukenschlag aus Washington. Vergleichbar dem Ja zur Hauptstadt Israels 2017 und der Verlegung der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem.

Und nun sagt Trump Ja zur Wirklichkeit auf den Golanhöhen. Er macht Schluss mit den Worthülsen vergangener Zeiten. Es ist schlicht die Anerkennung der Tatsachen. Wohl in dem Sinne: Der Blick nach vorn und Schritte nach vorn führen in die Zukunft und vielleicht zu einer Lösung. Für den Golan könnte eine Verständigung einfach sein – mit einem Vertragswerk, das festhält: Der Golan ist völkerrechtlich gesehen syrisches Staatsgebiet. Und andererseits übergibt Syrien genau diese Region zur ewigen Pacht an den Staat Israel.

Syrien kann problemlos auf diesen Teil des Landes verzichten. Es gab dort keine syrischen Ansiedlungen, nur Bunker und Militärlager. Das wäre der Schlag durch den gordischen Knoten. Ein mutiger Schritt. Europa sollte sich dafür einsetzen. Und neben Trump ist schließlich der russische Präsident Wladimir Putin gefordert. Mit seinem guten Kontakt zu Israel und seinem Einfluss in Syrien könnte gerade er einen Ausgleich vermitteln. Gerade jetzt, 40 Jahre nach dem Friedensvertrag mit Ägypten und 25 Jahre nach dem Friedensschluss mit Jordanien, könnte nun auch eine Lösung mit Syrien gefunden werden.

Diesen Artikel finden Sie auch in der Ausgabe 3/2019 des Israelnetz Magazins. Sie können die Zeitschrift kostenlos und unverbindlich bestellen unter der Telefonnummer 06441/915152, via E-Mail an info@israelnetz.com oder online. Gerne können Sie auch mehrere Exemplare zum Weitergeben oder Auslegen anfordern.

Von: Egmond Prill

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Mon, 19 Aug 2019 11:32:00 +0200
<![CDATA[Palästinensische Autonomiebehörde verbietet LGBTQ-Aktivitäten]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2019/08/19/palaestinensische-autonomiebehoerde-verbietet-lgbtq-aktivitaeten/ Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) hat Anhängern einer Gruppe für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle und Queere (LGBTQ) verboten, Aktivitäten im Westjordanland auszuüben. Die Absage erhielt die Organisation „Al-Qaws für sexuelle und Gender-Vielfalt in der palästinensischen Gesellschaft“, nachdem sie ein für Ende des Monats geplantes Treffen bekanntgaben, schreibt die Tageszeitung „Jerusalem Post“. Ein Sprecher der Polizei der PA erklärte, die Aktivitäten seien „schädlich für die höheren Werte und Ideale der palästinensischen Gesellschaft“.

Von: mab

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Mon, 19 Aug 2019 10:23:00 +0200
<![CDATA[Netanjahu warnt Hamas]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2019/08/18/netanjahu-warnt-hamas/ Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu warnt die Hamas am Sonntag, dass Israel notfalls auch eine militärische Kampagne gegen die radikal-islamische Gruppierung im Gazastreifen während des Wahlkampfes führen werde. Die Äußerungen kamen, nachdem aus Gaza in zwei aufeinander folgenden Nächten Raketen auf Israel abgefeuert wurden. In der Nacht auf Sonntag wurden zwei der drei Raketen vom Verteidigungssystem Iron Dome abgefangen. Zwei Israelis wurden im Süden des Landes leicht verletzt. Das israelische Militär tötete drei bewaffnete Palästinenser beim versuchten Grenzübertritt.

Von: mm

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Sun, 18 Aug 2019 18:57:00 +0200
<![CDATA[Zwei Fußgänger bei Autoangriff schwer verletzt]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2019/08/16/zwei-fussgaenger-bei-autoangriff-schwer-verletzt/ Zwei Fußgänger sind bei einem Autoangriff am Freitagnachmittag im Westjordanland südlich von Jerusalem verletzt worden. Sicherheitskräfte schossen auf den Fahrer und töteten ihn. Rettungskräfte versorgten die Verletzten zunächst vor Ort und brachten sie mit schweren und mittelschweren Verletzungen ins Krankenhaus. Es handelt sich um ein 17-jähriges Mädchen und einen 19-jährigen Jungen. Der Angriff ereignete sich nahe der Siedlung Elasar. Diese liegt in der Nähe von Migdal Os, wo erst am vergangenen Donnerstag ein Talmudschüler ermordet aufgefunden wurde.

Von: df

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Fri, 16 Aug 2019 13:58:00 +0200
<![CDATA[Diskussion um Einreiseverbot für zwei amerikanische Abgeordnete]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/08/16/diskussion-um-einreiseverbot-fuer-zwei-amerikanische-abgeordnete/ JERUSALEM (inn) – Das Einreiseverbot für die beiden amerikanischen Kongressabgeordneten Raschida Tlaib und Ilhan Omar hat eine Debatte um politische Toleranz entfacht. Israel wirft den beiden Politikerinnen vor, den Staat zu verunglimpfen und die anti-israelische Boykottbewegung BDS zu unterstützen. Die Demokratinnen sehen sich hingegen diskriminiert.

Das Für und Wider eines Einreiseverbots war bereits in den Tagen zuvor ein Thema in den politischen Diskussionen. Am Donnerstag fiel dann die Entscheidung für das Verbot. Am Freitag wurde es jedoch für Tlaib aufgehoben. Die Abgeordnete mit palästinensischen Wurzeln hatte beantragt, ihre Großmutter in Beit Ur al-Fauqa, 15 Kilometer nordwestlich von Jerusalem, zu besuchen. Tlaib habe versprochen, nicht für den Israel-Boykott zu werben, hieß es beim Innenministerium. Der Besuch werde sich auf „humanitäre Angelegenheiten“ beschränken.

Netanjahu: Reise zum Schaden Israels

Die Gründe für das politische Einreiseverbot legte Regierungschef Benjamin Netanjahu am Donnerstag dar: Die Reisestationen der Abgeordneten zeigten, dass es der einzige Zweck der Reise sei, Israel zu schaden. So seien keine Treffen mit Vertretern der Regierung oder der Opposition in der Knesset geplant. Zudem komme die Organisation Miftah für die Reisekosten auf. Deren Mitglieder hätten in der Vergangenheit Terrorismus gegen Israel unterstützt. Netanjahu merkte weiter an, dass als Reiseziel offiziell gar nicht als „Israel“ angegeben wurde, sondern als „Palästina“.

Netanjahu betonte weiter, dass Israel erst vor wenigen Tagen eine Delegation amerikanischer Kongressabgeordneter empfangen habe. Diese hätten ihre parteiübergreifende Unterstützung für Israel demonstriert. „Als freie und lebhafte Demokratie ist Israel offen für Kritiker und Kritik mit einer Ausnahme: Israelisches Recht verbietet jenen die Einreise, die zu Israels Boykott aufrufen.“

Demokraten: Unter der Würde Israels

Parteikollegen von Oman und Tlaib sind den Abgeordneten in der Debatte beigesprungen. Die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, sagte, die Entscheidung sei „unter der Würde des Staates Israel“. Die Kandidaten für den demokratischen Präsidentenwahlkampf äußerten sich ähnlich. Elizabeth Warren meinte, Israel zeige so nicht, dass es eine tolerante Demokratie sei. Bernie Sanders sprach von einer „Respektlosigkeit“ gegenüber gewählten Vertretern des Volkes.

Die Organisation „Amerikanisch-israelischer Ausschuss für öffentliche Angelegenheiten“ (AIPAC) zeigte Zurückhaltung bezüglich der Entscheidung. Sie verurteilte die Boykott-Aktivitäten der betreffenden Abgeordneten, fügte aber hinzu: „Wir glauben zugleich, dass es jedem Kongressmitglied erlaubt sein sollte, unseren demokratischen Verbündeten Israel zu bereisen und zu erleben.“

Der israelische Anwalt und Twitter-Aktivist Arsen Otrovsky befürwortete die Absage mit dem Verweis auf den Reiseplan. „Es gibt nicht einmal den Anschein der Ausgewogenheit und die Absicht, dazuzulernen. Das ist nicht viel mehr als ein palästinensischer Propagandatrip.“

Medienkritik mit Erfolg

Auch in Deutschland hat die Debatte Spuren hinterlassen. Der Grünen-Politiker Volker Beck nahm die Berichterstattung der Tageszeitungen „Süddeutsche Zeitung“ und „Tagesspiegel“ in den Blick. Diese hatten in den Überschriften erwähnt, dass die beiden Abgeordnete Muslima seien. Beck schrieb: „Warum erwecken Sie den Eindruck, es hätte etwas mit der Religion der Abgeordneten zu tun? Ich finde die Entscheidung von Netanjahu nicht klug, aber sie hat nichts mit ihrem muslimischen Glauben zu tun.“ Die „Süddeutsche“ änderte daraufhin ihre Überschrift.

Der Vorsitzende der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag, Alexander Gauland, kritisierte einen Tweet des ARD-Journalisten Reinald Becker. Dieser hatte geschrieben, Israel sei ein „Büttel der USA“. Gauland stufte dies als „völlig unangebracht“ ein. „Es ist nicht Aufgabe des Chefredakteurs eines öffentlich-rechtlichen Senders, die souveräne Entscheidung der israelischen Regierung auf diese Art und Weise herabzuwürdigen.“

Das israelische Innenministerium hat im Juli 2017 die Einreisebestimmungen für BDS-Aktivisten im Auftrag der Knesset angepasst. Demnach ist Personen, die sich bewusst und öffentlich für einen Boykott des Staates Israel einsetzten, kein Visum oder eine sonstige Einreiseerlaubnis zu gewähren.

Von: df

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Fri, 16 Aug 2019 13:20:00 +0200
<![CDATA[Serie über legendären Mossad-Agenten auf Netflix]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2019/08/16/serie-ueber-legendaeren-mossad-agenten-auf-netflix/ LOS GATOS (inn) – Die Streaming-Plattform Netflix veröffentlicht die sechsteilige Miniserie über den israelischen Mossad-Agenten Eli Cohen am 6. September. Cohen war ein Topspion, der in den 1960er-Jahren bis in die Führungszirkel von Damaskus vordrang und wichtige Informationen lieferte, die vor allem im Sechs-Tage-Krieg 1967 relevant wurden. Netflix hat zu „The Spy“ (Der Agent), in der Schauspieler Sacha Baron Cohen den Spion darstellt, am Mittwoch erste Bilder veröffentlicht.

Geschrieben hat die Miniserie der Israeli Gideon Raff, der weltweit bekannt wurde als Autor der israelischen Serie „Hatufim – In der Hand des Feindes“. Raff arbeitet aktuell vermehrt mit Netflix zusammen. Dieses Jahr erschien auf der Streaming-Plattform bereits am 31. Juli „The Red Sea Diving Resort“ (Das Tauchhotel am Roten Meer). In dem Spielfilm geht es um die Evakuierung äthiopischer Juden durch den Mossad in den 1980er-Jahren.

Cohen half auch bei Nazijagd

Der Topspion Cohen, der auch dabei half, den Nazi Alois Brunner, einen der wichtigsten Mitarbeiter Adolf Eichmanns, aufzuspüren, wurde in Syrien enttarnt, angeklagt und am 18. Mai 1965 zum Tode verurteilt und gehängt. Vier Jahre hatte er unter dem Namen Kamel Amin Thaabet Informationen für den Mossad gesammelt. Bis heute hat Syrien Cohens Überreste nicht an Israel ausgeliefert.

Cohen sollte ursprünglich gar keine Informationen sammeln, sondern als Schläfer fungieren, um Israel vor einem Überraschungsangriff Syriens zu warnen. Er identifizierte sich aber so stark mit seiner Tarnbiografie, dass er mit einer Funkanlage in seiner Wohnung begann, tagtäglich Nachrichten an seine Führungsoffiziere weiterzugeben.

Der britische Schauspieler Sacha Baron Cohen, der den israelischen Agenten in der Netflix-Produktion spielt, wurde bekannt als anarchischer Komiker, der mit seinen Figuren Ali G., Borat oder Brüno den Menschen in Sketchen und Filmen wahre Momente abverlangte, die eigentlich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt waren. Zur Besetzung von „The Spy“ zählen auch diverse israelische Schauspieler wie Hadar Ratzon Rotem („Hatufim“, „Homeland“), Yael Eitan („Hatufim“) oder Uri Gavriel („Ein Tag wie kein anderer“).

Von: mm

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Fri, 16 Aug 2019 13:17:00 +0200
<![CDATA[Messerangriff auf Polizisten in Jerusalem]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2019/08/16/messerangriff-auf-polizisten-in-jerusalem/ Zwei Jugendliche haben einen Polizisten am Donnerstag in Jerusalem mit dem Messer angegriffen und dabei verletzt. Sicherheitskräfte vor Ort am Kettentor zum Tempelberg schossen auf sie, während die Täter wiederholt auf ihr Opfer einstachen. Einer der Angreifer erlag seinen Schusswunden, ein weiterer wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht.

Von: df

Zwei Jugendliche haben einen Polizisten am Donnerstag in Jerusalem mit dem Messer angegriffen und dabei verletzt. Sicherheitskräfte vor Ort am Kettentor zum Tempelberg schossen auf sie, während die Täter wiederholt auf ihr Opfer einstachen. Einer der Angreifer erlag seinen Schusswunden, ein weiterer wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht.

Von: df

Zwei Jugendliche haben einen Polizisten am Donnerstag in Jerusalem mit dem Messer angegriffen und dabei verletzt. Sicherheitskräfte vor Ort am Kettentor zum Tempelberg schossen auf sie, während die Täter wiederholt auf ihr Opfer einstachen. Einer der Angreifer erlag seinen Schusswunden, ein weiterer wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht.

Von: df

Zwei Jugendliche haben einen Polizisten am Donnerstag in Jerusalem mit dem Messer angegriffen und dabei verletzt. Sicherheitskräfte vor Ort am Kettentor zum Tempelberg schossen auf sie, während die Täter wiederholt auf ihr Opfer einstachen. Einer der Angreifer erlag seinen Schusswunden, ein weiterer wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht.

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Zwei Jugendliche haben einen Polizisten am Donnerstag in Jerusalem mit dem Messer angegriffen und dabei verletzt. Sicherheitskräfte vor Ort am Kettentor zum Tempelberg schossen auf sie, während die Täter wiederholt auf ihr Opfer einstachen. Einer der Angreifer erlag seinen Schusswunden, ein weiterer wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht.

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Zwei Jugendliche haben einen Polizisten am Donnerstag in Jerusalem mit dem Messer angegriffen und dabei verletzt. Sicherheitskräfte vor Ort am Kettentor zum Tempelberg schossen auf sie, während die Täter wiederholt auf ihr Opfer einstachen. Einer der Angreifer erlag seinen Schusswunden, ein weiterer wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht.

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Zwei Jugendliche haben einen Polizisten am Donnerstag in Jerusalem mit dem Messer angegriffen und dabei verletzt. Sicherheitskräfte vor Ort am Kettentor zum Tempelberg schossen auf sie, während die Täter wiederholt auf ihr Opfer einstachen. Einer der Angreifer erlag seinen Schusswunden, ein weiterer wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht.

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Zwei Jugendliche haben einen Polizisten am Donnerstag in Jerusalem mit dem Messer angegriffen und dabei verletzt. Sicherheitskräfte vor Ort am Kettentor zum Tempelberg schossen auf sie, während die Täter wiederholt auf ihr Opfer einstachen. Einer der Angreifer erlag seinen Schusswunden, ein weiterer wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht.

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Zwei Jugendliche haben einen Polizisten am Donnerstag in Jerusalem mit dem Messer angegriffen und dabei verletzt. Sicherheitskräfte vor Ort am Kettentor zum Tempelberg schossen auf sie, während die Täter wiederholt auf ihr Opfer einstachen. Einer der Angreifer erlag seinen Schusswunden, ein weiterer wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht.

Von: df

Zwei Jugendliche haben einen Polizisten am Donnerstag in Jerusalem mit dem Messer angegriffen und dabei verletzt. Sicherheitskräfte vor Ort am Kettentor zum Tempelberg schossen auf sie, während die Täter wiederholt auf ihr Opfer einstachen. Einer der Angreifer erlag seinen Schusswunden, ein weiterer wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht.

Von: df

Zwei Jugendliche haben einen Polizisten am Donnerstag in Jerusalem mit dem Messer angegriffen und dabei verletzt. Sicherheitskräfte vor Ort am Kettentor zum Tempelberg schossen auf sie, während die Täter wiederholt auf ihr Opfer einstachen. Einer der Angreifer erlag seinen Schusswunden, ein weiterer wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht.

Von: df

Zwei Jugendliche haben einen Polizisten am Donnerstag in Jerusalem mit dem Messer angegriffen und dabei verletzt. Sicherheitskräfte vor Ort am Kettentor zum Tempelberg schossen auf sie, während die Täter wiederholt auf ihr Opfer einstachen. Einer der Angreifer erlag seinen Schusswunden, ein weiterer wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht.

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Zwei Jugendliche haben einen Polizisten am Donnerstag in Jerusalem mit dem Messer angegriffen und dabei verletzt. Sicherheitskräfte vor Ort am Kettentor zum Tempelberg schossen auf sie, während die Täter wiederholt auf ihr Opfer einstachen. Einer der Angreifer erlag seinen Schusswunden, ein weiterer wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht.

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Zwei Jugendliche haben einen Polizisten am Donnerstag in Jerusalem mit dem Messer angegriffen und dabei verletzt. Sicherheitskräfte vor Ort am Kettentor zum Tempelberg schossen auf sie, während die Täter wiederholt auf ihr Opfer einstachen. Einer der Angreifer erlag seinen Schusswunden, ein weiterer wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht.

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Zwei Jugendliche haben einen Polizisten am Donnerstag in Jerusalem mit dem Messer angegriffen und dabei verletzt. Sicherheitskräfte vor Ort am Kettentor zum Tempelberg schossen auf sie, während die Täter wiederholt auf ihr Opfer einstachen. Einer der Angreifer erlag seinen Schusswunden, ein weiterer wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht.

Von: df

Zwei Jugendliche haben einen Polizisten am Donnerstag in Jerusalem mit dem Messer angegriffen und dabei verletzt. Sicherheitskräfte vor Ort am Kettentor zum Tempelberg schossen auf sie, während die Täter wiederholt auf ihr Opfer einstachen. Einer der Angreifer erlag seinen Schusswunden, ein weiterer wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht.

Von: df

Zwei Jugendliche haben einen Polizisten am Donnerstag in Jerusalem mit dem Messer angegriffen und dabei verletzt. Sicherheitskräfte vor Ort am Kettentor zum Tempelberg schossen auf sie, während die Täter wiederholt auf ihr Opfer einstachen. Einer der Angreifer erlag seinen Schusswunden, ein weiterer wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht.

Von: df

Zwei Jugendliche haben einen Polizisten am Donnerstag in Jerusalem mit dem Messer angegriffen und dabei verletzt. Sicherheitskräfte vor Ort am Kettentor zum Tempelberg schossen auf sie, während die Täter wiederholt auf ihr Opfer einstachen. Einer der Angreifer erlag seinen Schusswunden, ein weiterer wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht.

Von: df

Zwei Jugendliche haben einen Polizisten am Donnerstag in Jerusalem mit dem Messer angegriffen und dabei verletzt. Sicherheitskräfte vor Ort am Kettentor zum Tempelberg schossen auf sie, während die Täter wiederholt auf ihr Opfer einstachen. Einer der Angreifer erlag seinen Schusswunden, ein weiterer wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht.

Von: df

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Fri, 16 Aug 2019 11:07:00 +0200
<![CDATA[„Wall Street Journal“: Israel und Emirate halten Geheimgespräche ab]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/08/16/wall-street-journal-israel-und-emirate-halten-geheimgespraeche-ab/ Das „Wall Street Journal“ berichtet am Donnerstag, dass Israel und die Vereinigten Arabischen Emirate zwei Geheimgespräche abgehalten haben. Thema soll die bestmögliche Konfrontation des Iran gewesen sein. Dabei hätten die Beteiligten vor allem über das Atomprogramm und die expansionistischen Bestrebungen des Iran in Syrien und dem Irak gesprochen. Vermittler der Gespräche sind demnach die USA, vor allem in der Person Brian Hook aus dem amerikanischen Außenministerium. Das erste Treffen sei im Frühling gewesen, das zweite erst neulich.

Von: mm

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Fri, 16 Aug 2019 11:05:00 +0200
<![CDATA[Neue Traubensorte nach Nechama Rivlin benannt]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/wissenschaft/2019/08/16/neue-traubensorte-nach-nechama-rivlin-benannt/ Wissenschaftler des israelischen Landwirtschafts-Forschungszentrums haben eine neue Traubensorte zu Ehren der verstorbenen Ehefrau des Staatspräsidenten, Nechama Rivlin, mit ihrem Nachnamen benannt. „Sie schmecken wie Trost“, sagte Staatspräsident Reuven Rivlin am Donnerstag bei einem Besuch des Forschungszentrums in Beit Dagan. Das hebräische Wort „Nechama“ bedeutet übersetzt „Trost“. Das Zentrum will mit der Namensgebung Nechamas „Liebe für die Natur und deren Bewahrung“ unterstreichen. Sie studierte Zoologie und arbeitete an der Hebräischen Universität als Biowissenschaftlerin.

Von: mm

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Fri, 16 Aug 2019 10:41:00 +0200
<![CDATA[Die meisten israelischen Regierungschefs änderten europäische Namen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/08/16/die-meisten-israelischen-regierungschefs-aenderten-europaeische-namen/ Im September wählen die israelischen Bürger zum zweiten Mal in diesem Jahr ein neues Parlament. Bislang hatte der jüdische Staat zwölf Regierungschefs, einige auch mit mehreren Amtszeiten. Wer sich ihre Nachnamen genauer betrachtet, stellt fest: Fast alle bisherigen Premierminister haben sich neue hebräische Familiennamen gegeben. Darauf weist der israelische Sprachforscher Ruvik Rosental in einem Blogeintrag hin.

Der erste Regierungschef des Staates Israel stammte aus Polen und hieß ursprünglich David Grün. Am 14. Mai 1948 verlas er die israelische Unabhängigkeitsurkunde. Bereits nach seiner Einwanderung 1906 hatte er den Namen Ben-Gurion (Löwenjunges)angenommen. David Ben-Gurion hatte das Amt bis 1953 inne, und dann noch einmal von 1955 bis 1963.

Zwischen diesen beiden Amtsperioden war Mosche Scharett an der Macht. Sein früherer Name lautete Schertok, er war ukrainischer Herkunft. Mit seiner Familie kam er 1908 nach Palästina, das damals zum Osmanischen Reich gehörte. Nach der Staatsgründung nannte er sich Scharett, das bedeutet „Dienst“.

Levi Shkolnik übernahm das Amt 1963 von Ben-Gurion und behielt es fünf Jahre, allerdings nicht unter seinem Geburtsnamen. Er war im Regierungsbezirk Kiew geboren und 1914 mit 20 Jahren nach Palästina gekommen. Infolge der Staatsgründung wurde er Chefausrüster bei der Armee und gab sich den hebräischen Namen „Traube“ – fortan hieß er Levi Eschkol. Auch eine Region in der Wüste Negev trägt den Namen Eschkol.

Die bislang einzige israelische Premierministerin trat Eschkols Nachfolge an. Als Golda Mabovitsch in Kiew geboren, heiratete sie 1917 im US-Bundesstaat Wisconsin Morris Meyerson. Den neuen Namen verkürzte sie 1951 und wurde als Golda Meir bekannt – „Meir“ bedeutet „leuchtend“. Fünf Jahre lang leitete sie die Geschicke der Regierung. 1974 trat sie infolge des Jom-Kippur-Krieges zurück.

Mit einem hebräischen Namen geboren ist hingegen Jitzchak Rabin, und zwar 1922 in Jerusalem. Zweimal führte er die Regierung an: von 1974 bis 1977 und von 1992 bis zu seiner Ermordung am 4. November 1995. Eine besondere Bedeutung hat der hebräische Name nicht.

Menachem Begin wiederum stammte aus der weißrussischen Stadt Brest. In den Wirren des Zweiten Weltkrieges kam er 1943 ins britische Mandatsgebiet Palästina. Zuvor hatte er bereits von Europa aus die illegale Einwanderung von Juden unterstützt. Seinen Geburtsnamen behielt der Politiker, der von 1977 bis 1983 Premierminister war, bei. Das aramäische Wort „be-gin“ heißt „wegen“ und wird bis heute in Israel verwendet. In seine Amtszeit fiel der Friedensvertrag mit Ägypten, der 1979 unterzeichnet wurde.

Begins Nachfolger für ein Jahr wurde Jitzchak Schamir. Er wurde 1915 in Polen geboren, sein Familienname war Jazernizki. 1935 wanderte er nach Palästina unter britischem Mandat ein. Nach zwei Jahren Unterbrechung wurde Schamir wegen eines Rotationsprinzips in der Einheitsregierung ein zweites Mal Regierungschef: von 1986 bis 1992. Der hebräische Name „Schamir“ bedeutet „Dorn“ oder „Dornstrauch“.

In den beiden Jahren dazwischen nahm ein Mann den Posten ein, der 1923 unter dem Namen Szymon Perski in Polen zur Welt kam. Als er elf Jahre alt war, immigrierte seine Familie ins Mandatsgebiet Palästina. Seinen Namen wandelte er später in das hebräische Wort für „Bartgeier“ um und nannte sich Schimon Peres. Auch er war zweimal Premierminister: von 1984 bis 1986 und nach Rabins Ermordung von 1995 bis 1996. Im kollektiven Gedächtnis dürfte sich jedoch vor allem seine siebenjährige Amtszeit als Staatspräsident einprägen – von 2007 bis 2014.

Benjamin Netanjahu wiederum hat gerade Ben-Gurion als der israelische Politiker überflügelt, der insgesamt am längsten im Amt war. Zum ersten Mal wurde er 1996 zum Premierminister gewählt, vorerst behielt er den Posten für drei Jahre. Doch 2009 konnte er ihn wieder übernehmen, und seitdem hat er alle Wahlen für sich entschieden. Mit dem hebräischen Namen ist er in Tel Aviv geboren. Sein Großvater Nathan Mileikowski hingegen hatte den Namen Netanjahu nach seiner Einwanderung aus Polen 1920 angenommen. Zuvor hatte er ihn als Pseudonym verwendet und unter diesem Namen Polemiken veröffentlicht. Der Ausdruck „Natan Ja“ bedeutet „Der Herr hat gegeben“.

Der Politiker, der 1999 für zwei Jahre das Amt von Netanjahu übernahm, ist neuerdings wieder politisch aktiv. 1942 als Ehud Brug im Kibbutz Mischmar HaScharon geboren, änderte er während des Militärdienstes seinen Namen in „Barak“ – das heißt „Blitz“. Bei den Wahlen am 17. September kandidiert Ehud Barak mit seiner neugegründeten Unabhängigkeitspartei „HaAtzma'ut“.

Auf Barak folgte 2001 ein Mann, der 1928 bei seiner Geburt in Kfar Malal in der heute israelischen Scharon-Ebene den Namen Ariel Scheinermann erhielt. Später nannte sich die Familie, deren jiddischer Nachname „schöner Mann“ bedeutet, nach ihrer Wohnregion. Ariel Scharon blieb Premier, bis er im Januar 2006 nach einem Schlaganfall ins Koma fiel. Er starb acht Jahre später, ohne das Bewusstsein wieder zu erlangen.

Nach Scharons Ausscheiden ging das Amt auf Ehud Olmert über. Er kam 1945 im britischen Mandatsgebiet Palästina auf die Welt, in der Stadt Binjamina. Weder seine aus der Sowjetunion eingewanderten Eltern noch er selbst hebraisierten den Nachnamen. Olmert blieb drei Jahre im Amt. Wegen Korruption musste er als erster ehemaliger Premierminister ins Gefängnis. Nach ihm übernahm erneut Netanjahu das Zepter.

Von den bislang zwölf israelischen Regierungschefs hatten also nur zwei bereits bei ihrer Geburt einen hebräischen Namen: Rabin und Netanjahu. Zwei weitere, Begin und Olmert, behielten ihre europäischen Nachnamen bei. Alle anderen hebraisierten sie früher oder später.

Von: Elisabeth Hausen

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Fri, 16 Aug 2019 08:58:00 +0200
<![CDATA[Holocaust in Nordafrika erstmals Prüfungsstoff]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2019/08/16/holocaust-in-nordafrika-erstmals-pruefungsstoff/ Zum ersten Mal wird der Holocaust in Nordafrika Prüfungsstoff im israelischen Abitur. Unter anderem soll es um die Judenpolitik der Nazis in Tunesien und Libyen gehen. Ein weiteres Thema ist die Haltung der örtlichen Bevölkerung gegenüber Juden. Vor vier Jahren hatte das Bildungsministerium die Scho’ah völlig aus dem Prüfungsstoff herausgenommen. Dies stieß auf Kritik bei Akademikern und Geschichtslehrern. Deshalb nimmt das Ministerium das Thema im neuen Schuljahr, das am 1. September beginnt, wieder in den Pflichtstoff fürs Abitur auf.

Von: eh

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Fri, 16 Aug 2019 08:57:00 +0200
<![CDATA[Kritik an Abbas wegen Treffen mit israelischen Politikern]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/08/15/kritik-an-abbas-wegen-treffen-mit-israelischen-politikern/ Ein Treffen des Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Mahmud Abbas, mit israelischen Politikern ist bei vielen Palästinensern nicht gut angekommen. Auf einer Facebook-Seite mit dem Titel „Abbas repräsentiert mich nicht“ verliehen zahlreiche Nutzer ihrem Ärger über die Zusammenkunft des Präsidenten mit der Rabin-Enkelin Noa Rothman Ausdruck. Das Treffen sei eine „Form der Normalisierung“ und drücke eine „Missachtung für die Opfer unseres Volkes“ aus, hieß es auch von der radikal-islamischen Hamas, die mit Abbas auf Kriegsfuß steht.

Von: ser

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Thu, 15 Aug 2019 14:56:00 +0200
<![CDATA[Haredi-Konzert beschäftigt Politik und Gerichte]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2019/08/15/haredi-konzert-beschaeftigt-politik-und-gerichte/ AFULA (inn) – Für politischen und juristischen Streit hat in Israel ein Konzert mit dem ultra-orthodoxen Sänger Moti Steinmetz als Hauptkünstler in der nordisraelischen Stadt Afula gesorgt. Weil Vertreter der haredischen Gemeinschaft darauf bestanden, dass Frauen und Männer auf den Zuschauerrängen getrennt voneinander sitzen, gerieten sie mit säkularen Politikern und Aktivisten aneinander. Nach mehreren juristischen Runden fand das Konzert am Mittwochabend wie geplant statt.

Am Sonntag hatte zunächst ein lokales Gericht in Nazareth den Organisatoren der Veranstaltung verboten, eine Geschlechtertrennung etwa mit Schildern zu erzwingen. Eine freiwillige Separierung der Geschlechter sei gleichwohl möglich, hieß es weiter. Die Stadt bedauerte die Entscheidung und hob hervor, dass es von über 300 Konzerten nur bei diesem einen Geschlechtertrennung geben solle.

Das Gericht war von der Organisation „Israelisches Frauennetzwerk“ angerufen worden. Im Nachrichtensender „i24News“ erklärte Rachel Stomel, die für eine andere Frauenorganisation aktiv ist, man müsse klar unterscheiden zwischen selbstgewählter Segregation und staatlicherseits auferlegter Geschlechtertrennung. Hier handle es sich um eine „staatliche Veranstaltung“, verwies sie darauf, dass das in einem öffentlichen Park stattfindende Konzert von der Stadt mitfinanziert wurde. Deshalb sei die Geschlechtertrennung unzulässig.

Lapid: „Wir sind hier nicht im Iran“

Im politischen Israel schlugen die Wellen wegen der Gerichtsentscheidung am Sonntag hoch: Verkehrsminister Bezalel Smotritsch vom rechten Wahlbündnis „Jemina“ wetterte gegen das „dumme“ Justizsystem und eine „fundamentalistisch-progressive Dummheit“. Zugleich bezeichnete er Premierminister Benjamin Netanjahu als „schwach“, weil dieser nur zusehe und nichts tue. Kurzzeitig stand deshalb die Entlassung des Ministers im Raum. Netanjahu bestellte Smotritsch ein. Dieser musste sich entschuldigen. Zustimmung erhielt der Urteilsspruch indes von Jair Lapid, der gemeinsam mit Benny Gantz die Liste Blau-Weiß in die anstehenden Knessetwahlen führt. „Wir sind hier nicht im Iran“, erklärte der liberale Politiker.

Am Mittwoch dann entschied dasselbe Gericht in Nazareth allerdings über einen Berufungsantrag der ultra-orthodoxen Schass-Partei von Innenminister Arje Deri. Der nun urteilende Richter hob die vorige Entscheidung wieder auf. Als Kompromiss schlug er vor, neben den getrennten Bereichen für Männer und Frauen einen dritten, gemischten Sektor einzurichten. Laut dem konservativen Nachrichtenportal „Arutz Scheva“ kamen am Mittwochabend einige tausend Haredim auf dem Veranstaltungsgelände zusammen. Eine Trennwand teilte das Publikum in Männer und Frauen.

Deri: „Das hier ist ein jüdischer Staat“

Vorbei war der Streit damit jedoch noch nicht: Während das Konzert bereits einige Zeit lief, kamen die Richter des Obersten Gerichts in Jerusalem zu dem Schluss, dass das Gericht in Nazareth seine Kompetenzen überschritten habe. Es sei nicht dazu befugt gewesen, die ursprüngliche Entscheidung über das Verbot der Geschlechtertrennung wieder aufzuheben. Auch dieser Urteilsspruch sorgte in Afula für Empörung. Die obersten Richter hätten „einmal mehr bewiesen, dass Gleichberechtigung aus ihrer Sicht aufhört, wenn es um Haredim geht“, erklärte ein Schass-Anwalt. Ein anderer Anwalt sprach von „säkularem Extremismus“.

Die Veranstaltung ließ sich durch den Urteilsspruch der obersten Richter jedoch nicht mehr aufhalten. „Der gesunde Menschenverstand hat gesiegt“, freute sich Innenminister Deri, der auf der Konzertbühne zu den Besuchern sprach. „Verloren haben jene, die versuchten, uns unsere Lebensart zu verbieten.“ An Lapid gerichtet sagte Deri: „Es ist richtig: Das ist nicht der Iran. Das ist ein jüdischer Staat.“ Erfreut stimmte der Politiker mit Sänger Steinmetz zum Duett an. Für kurze Aufregung am Rande des Konzerts sorgte der Bürgermeister von Tiberias, Ron Kobi, der sich unter die Menschen gemischt hatte. Kobi ist für seinen Kampf gegen ultra-orthodoxe Einflüsse bekannt. Sicherheitskräfte geleiteten ihn unter wütenden Rufen der Konzertbesucher aus der Menge.

Unterdessen zeichnet sich bereits der nächste Streit ab: Laut der Onlinezeitung „Times of Israel“ hat sich das „Israelische Frauennetzwerk“ mit einem Brief an die Bürgermeisterin von Haifa gewandt. Die Politikerin solle ein Konzert Ende August verhindern, zu dem nur Männer als Besucher zugelassen sind, so die Forderung. Auftreten soll bei der Veranstaltung unter anderem Moti Steinmetz, derselbe Sänger wie in Afula.

Von: ser

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Thu, 15 Aug 2019 14:54:00 +0200
<![CDATA[Filmdreh wegen jüdischer Bezüge gestoppt]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2019/08/15/filmdreh-wegen-juedischer-bezuege-gestoppt/ AMMAN (inn) – Die jordanische Regierung hat eine Filmproduktion gestoppt, weil das Werk eine jüdische Präsenz in dem Nachbarland Israels andeutet. In „Dschaber“ geht es um einen Jungen, der in der Felsenstadt Petra einen Stein mit einer hebräischen Inschrift entdeckt. Das Fundstück will er verkaufen. Kriminelle Gruppen bekommen davon Wind und wollen ihm den Stein abjagen.

Zunächst hatten Schauspieler Kritik am Drehbuch geäußert. Ali Alajan, der einen jordanischen Polizisten spielen sollte, sagte etwa: „Jeder Hinweis auf eine jüdische Geschichte in Jordanien könnte zu politischen Äußerungen führen.“ Daraufhin wies die jordanische Regierung Regisseur Muhjidin Qandur an, den Filmdreh auszusetzen, bis ein Ausschuss das Drehbuch geprüft hat. Wie lange das dauern wird, ist unbekannt.

Qandur selbst sieht keine politischen Aussagen in dem Filmprojekt. Die Bedenken nannte er „naiv und sogar kindisch“. Es gebe viele Völker, die einst in Jordanien gewohnt hätten. „Die kommen auch nicht zurück und erheben Ansprüche auf Teile des Landes.“

Jordanien und Israel haben 1994 Frieden geschlossen. Doch in der Realität lehnen viele Jordanier Israel weiterhin ab. Im Parlament wird Israel mitunter als „Feind“ bezeichnet. Erst Anfang 2018 haben Israel und Jordanien einen Streit wegen eines tödlichen Vorfalls in der israelischen Botschaft in Amman beigelegt. Vorgänge auf dem Tempelberg sorgen regelmäßig für Spannungen. Erst am Dienstag kritisierte Jordanien einen Vorschlag des israelischen Sicherheitsministers Gilad Erdan, den Status quo auf dem Areal zu ändern und Juden dort beten zu lassen.

Von: df

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Thu, 15 Aug 2019 14:28:00 +0200
<![CDATA[Bundeswehr und israelisches Militär pflegen Erfahrungsaustausch]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2019/08/15/bundeswehr-und-israelisches-militaer-pflegen-erfahrungsaustausch/ BERLIN / JERUSALEM (inn) – Die Bundeswehr und das israelische Militär tauschen sich regelmäßig über ihre Erfahrungen aus. Das zeigte sich erst kürzlich wieder bei der diesjährigen Fortbildung deutscher Soldaten in Israel. Ausbilder des Bundeswehr-Ausbildungszentrums Infanterie aus dem fränkischen Hammelburg ließen sich bei israelischen Soldaten in Krav Maga, einem militärischen Nahkampf, ausbilden.

Dieser israelisch-deutsche Austausch besteht seit nunmehr zwei Jahren und ist Teil des sogenannten bilateralen Jahresprogramms. Bei der Ausbildungsstätte handelte es sich laut des ehemaligen israelischen Presseoffiziers und heutigen Buchautors Arye Shalicar um die LOTAR, eine Anti-Terror-Schule, die gewöhnlich israelische Spezialeinheiten in der Terrorismusbekämpfung fortbildet.

„Seit 1997 findet ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch statt“, sagte ein Sprecher des Heeres auf Anfrage von Israelnetz zur Zusammenarbeit zwischen deutschem und israelischem Militär. Seit 2006 gebe es das bilaterale Jahresprogramm, zu dem regelmäßig Fach- und Expertengespräche mit beidseitiger Beteiligung gehören. Der Themenschwerpunkt liege auf der Ausbildung aller Truppengattungen.

„Die Ausbildung deutscher Kräfte in Israel und die Ausbildungsunterstützung für Israel basiert auf einer 2008 gezeichneten Ausbildungsvereinbarung“, erklärte der Sprecher. Als Beispiele verwies er auf die Krav-Maga-Ausbildung 2019 sowie den Erfahrungsaustausch zur Ausbildung im sogenannten Ort- und Häuserkampf. Weiter nannte er einen deutschen Infanteriezug, der im Jahr 2015 in einem israelischen Ausbildungszentrum übte.

Von: mm

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Thu, 15 Aug 2019 13:59:00 +0200
<![CDATA[PLO-Botschafter setzt Zionismus mit Rassismus gleich]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/08/15/plo-botschafter-setzt-zionismus-mit-rassismus-gleich/ Der PLO-Botschafter bei den UN in Genf, Ibrahim Chraischi, hat daran erinnert, „dass 1975 die Generalversammlung die Resolution 3370 annahm, die andeutete, dass Zionismus eine Form des Rassismus ist. Das ist die Wurzel unseres Problems“. Er sprach am Mittwoch in einer Anhörung vor dem UN-Komitee für die Beseitigung von rassistischer Diskriminierung. Dass die Resolution im Jahr 1991 zurückgenommen wurde, erwähnte er nicht. Die Sonderberichterstatterin Chinsung Chung rief die Autonomiebehörde auf, ihr politisches System zu reformieren, Wahlen abzuhalten und sich mit der Hamas zu versöhnen.

Von: eh

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Thu, 15 Aug 2019 11:45:00 +0200
<![CDATA[Zahl der Auswanderer auf Rekordtief]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2019/08/15/zahl-der-auswanderer-auf-rekordtief/ Die Zahl der Auswanderer ist so gering wie seit knapp drei Jahrzehnten nicht. Laut Statistikamt verließen im Jahr 2017 etwa 14.300 Einwohner das Land für länger als ein Jahr. Zugleich kehrten 8.400 Israelis in das Land zurück. Insgesamt wanderten 28.000 Personen ein – Neuankömmlinge eingeschlossen. Die Zahl der Auswanderer hatte in den 1980er Jahren stetig zugenommen und lag 1990 bei knapp 25.000. Während der Anfangsjahre der „Zweiten Intifada“ wurde dieser Wert übertroffen. Seit dem Jahr 2009 bleibt die Auswanderung auf etwa gleichem Niveau, seit 2016 ist ein leichter Rückgang zu verzeichnen.

Von: df

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Thu, 15 Aug 2019 11:37:00 +0200
<![CDATA[Tag der Liebe steht vor der Tür]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2019/08/15/tag-der-liebe-steht-vor-der-tuer/ Am Freitag ist der kleine jüdische Feiertag TU BeAv, der jedes Jahr am 15. Tag des Monats Av stattfindet. In Israel wird an diesem Tag der Liebe, der mit dem Valentinstag vergleichbar ist, trotzdem gearbeitet. Der deutsch-französische Kultursender Arte strahlt über den TU BeAv am 28. August um 22.25 Uhr die Sendung „Love Rituals“ (Liebesrituale) mit der Moderatorin Charlotte Roche aus. Dort besucht sie in Israel den Schrein von Amuka, wo jährlich Hunderte Juden hinpilgern, um ihren Seelenpartner zu finden. Im Jiddischen ist das der „Baschert“, auf den bereits der Talmud hinweist.

Von: mm

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Thu, 15 Aug 2019 11:01:00 +0200
<![CDATA[Nachrichten vom 15. August 2019]]> https://www.israelnetz.com/israelnetz-tv/nachrichten-vom-15-august-2019/ Thu, 15 Aug 2019 10:25:00 +0200 <![CDATA[Im neuen Israelnetz Magazin: Israels Kampf gegen die Dürre]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2019/08/14/im-neuen-israelnetz-magazin-israels-kampf-gegen-die-duerre/ Wassermangel ist gerade im Nahen Osten ein Problem. Wie Israel versucht, trotz geringer Niederschläge genügend Trinkwasser zu erlangen, erfahren Sie in der neuen Ausgabe 4/2019 unserer Zeitschrift „Israelnetz Magazin“. Lesen Sie außerdem, wie die Ahmadija-Gemeinschaft, eine Abspaltung des schiitischen Islam, in Israel lebt. Sie können die Zeitschrift kostenlos und unverbindlich bestellen unter 06441/5667752, via E-Mail an info@israelnetz.com oder online. Gerne senden wir Ihnen auch mehrere Exemplare zum Weitergeben zu.

Von: inn

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Wed, 14 Aug 2019 15:10:00 +0200
<![CDATA[Palästinenser müssen sich wegen anti-israelischer Hassrede verantworten]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/palaestinenser-muessen-sich-wegen-anti-israelischer-hassrede-verantworten/ GENF (inn) – Wegen Hassrede und Antisemitismus in offiziellen Verlautbarungen und Lehrbüchern muss sich die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) vor einem Komitee der Vereinten Nationen verantworten. Denn erstmals hat das Komitee für die Beseitigung von rassistischer Diskriminierung die PA-Regierung einer Überprüfung unterzogen, wie die Tageszeitung „Jerusalem Post“ berichtet. Das Gremium gehört zum UN-Menschenrechtsrat und ist in Genf angesiedelt.

Die Sonderberichterstatterin für die Überprüfung der PA, Chinsung Chung, teilte am Dienstag vor dem Ausschuss mit: „Mehrere Berichte von Organisationen haben antisemitische und anti-israelische Vorurteile und Hetze zum Hass aufgezeigt, vor allem in den Medien und in Reden von Staatsbeamten. Kann die Staatspartei diesbezüglich eine Erklärung liefern?“ Die Südkoreanerin bezog sich damit auf die Autonomiebehörde.

Ein weiteres Mitglied des Komitees, Silva Albuquerque, sagte, mehrere Organisationen hätten ihm vorher Informationen zukommen lassen. Dazu gehörten Beispiele von Rassismus und Antisemitismus in der PA, vor allem in Schulbüchern.

Palästinensische Delegation: „Keine Diskriminierung“

Während der Sitzung war eine PA-Delegation zugegen. Sie sollte Beispiele dafür nennen, wie sie das Problem angegangen sei. Außenministeriumsvertreter Ammar Hidschasi bezeichnete die Beschuldigungen wegen Hassrede als „bedauerlich“. Er führt die Gesandtschaft an. Weiter sagte er: „Wir diskriminieren keinen unserer Bürger wegen ethnischer Herkunft und Religion oder Geschlecht. Wir sind ein Staat, der versucht, seinen Weg zu finden und noch seine Gesetze formuliert.“

Der Delegationsleiter warf Komiteemitgliedern vor, falsche Anklagen von Organisationen anzunehmen, die „gegründet und finanziert wurden, um Palästinensern ihre Rechte, ihr Narrativ zu verweigern und Unwahrheiten über sie zu verbreiten“. Die Organisationen hätten das Ziel, die Integrität der UN anzugreifen. Es sei bereits ein Problem für sie, zu akzeptieren, dass „Palästina ein Staat ist“. Dass es diesen „Propaganda-Organisationen“ ein Podium biete, politisiere die Arbeit des Komitees.

Zu den Organisationen, die Material an den Untersuchungsausschuss übergeben haben, gehört „UN Watch“. Der Leiter Hillel Neuer bedauerte gegenüber der „Jerusalem Post“, dass die Palästinenser danach strebten, sich der Verantwortung zu entziehen.

Der Präsident des „NGO Monitor“, Gerald Steinberg, nannte die mehr als zweistündige Anhörung einen „großen Präzedenzfall“. „Palästinenser werden gezwungen, sich mit ihrem eigenen Antisemitismus auseinanderzusetzen, auch in ihren Lehrbüchern. Und, anders als die üblichen Abläufe im Menschenrechtsrat, haben Mitglieder dieses Expertenkomitees die Präsentationen von ‚NGO Monitor‘, ‚UN Watch‘ und ‚Impact-SE‘ angehört und die Palästinenser herausgefordert.“

„Gibt es eine jüdische Minderheit in Palästina?“

Die Rechtsberaterin von „UN Watch“, Dina Rovner, hatte den Ausschuss im Vorfeld darauf hingewiesen, dass in den palästinensischen Gebieten die Minderheitsbevölkerung sehr klein sei. Christen würden verfolgt. Eine jüdische Gemeinschaft gebe es unter PA-Kontrolle nicht.

Darauf nahm das Komiteemitglied Bakari Sidiki Diaby bei dem Treffen mit der palästinensischen Delegation Bezug: „Gibt es eine jüdische Minderheit in Palästina, und wie ist die jüdische Gemeinschaft in den Medien repräsentiert? Wie sind die anderen Minderheiten repräsentiert?“ Am Mittwoch soll sich die PA-Delegation erneut den Vorwürfen stellen.

Sonderberichterstatterin Chung wiederum merkte an, die Delegation habe einen Teil ihres Berichtes auf israelische Aktionen gegen Palästinenser konzentriert. Auch Aspekte der israelischen Besatzung und des Siedlungsbaus habe sie angesprochen. Diese Thematik sei jedoch bekannt und werde andernorts diskutiert. „Die israelischen Siedlungen sind nicht nur illegal nach internationalem Recht, sondern präsentieren auch ein Hindernis dafür, dass die gesamte Bevölkerung Menschenrechte genießen kann.“ Doch dieses Komitee habe die Aufgabe, sich auf „Menschenrechtsprobleme unter den Palästinensern selbst“ zu konzentrieren, stellte sie klar. Die Regierung sei dafür verantwortlich, sie zu verbessern.

Von: eh

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Wed, 14 Aug 2019 15:02:00 +0200
<![CDATA[Abbas empfängt nur Demokraten]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/08/14/abbas-empfaengt-nur-demokraten/ RAMALLAH (inn) – US-Demokraten haben sich nach einem Treffen mit dem Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Mahmud Abbas, verstört gezeigt. Abbas habe einen aggressiven Eindruck gemacht, berichtet die Kongressabgeordnete Susan Wild der Nachrichtenseite „Jewish News Syndicate“. Am Dienstag vergangener Woche war eine 41-köpfige Delegation der Demokraten mit ihm in Ramallah zusammengetroffen. Mittlerweile ist die Gruppe in die USA heimgekehrt.

Abbas habe keine konkrete Antwort auf die Frage nach dem Existenzrecht Israels als jüdischer Staat gegeben, sagte Wild. Sie „verließ das Treffen mit Abbas mit keinem sehr optimistischen Gefühl bezüglich einer Offenheit“.

Treffen mit Demokraten abgeblasen

An diesem Dienstag sollte Abbas eine 31-köpfige republikanische Delegation empfangen. In letzter Minute sagte er das Treffen ab. Der Abgeordnete Anthony Gonzelez vermutet, dass die republikanische US-Regierung Israel für Abbas' Geschmack zu stark unterstützt. Die PA boykottiert die Regierung von Präsident Donald Trump, seitdem diese Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannte und die amerikanische Botschaft dorthin verlegte.

Anstelle von Abbas empfingen Premierminister Mohammed Schtaje und PLO-Generalsekretär Saeb Erekat die Republikaner. Schtaje bezeichnete es als „nicht nachvollziehbar“, dass nach 28 Jahren Friedenprozess bis heute kein Frieden erreicht sei. Schuldig sei die Gegenseite: „Der Friedensprozess braucht ernsthafte Absichten und Israel hat diese Absichten nicht.“ Die USA bezeichnete er als einseitig pro-israelisch und sagte: „Die optimale Lösung wäre für uns die Zwei-Staaten-Lösung innerhalb der Grenzen von 1967.“

Die Besuche der Delegationen organisierte die Amerikanisch-Israelische Bildungsstiftung. Sie arbeitet mit der pro-israelischen Lobbyorganisation AIPAC zusammen.

Rabin-Enkelin sehr angetan von Abbas

Während Abbas das Treffen mit den Republikanern überging, empfing er am selben Tag zwei Vertreter der linksgerichteten israelischen Neupartei Demokratische Union. Nach dem Treffen twitterte die Enkelin des ehemaligen Premiers Jitzchak Rabin, Noa Rothmann, sie sei „wütend und enttäuscht“ angesichts Benjamin Netanjahus Untätigkeit im Friedensprozess. Der israelische Premier sei kein Partner für die Schaffung von Hoffnung für künftige Generationen. Abbas hingegen sei „ein Führer, der besorgt ist über die Radikalisierung des israelischen Volks und des palästinensischen Volks“. Er verstehe, dass „beide Seiten kein anderes Zuhause haben“.

Ihr Parteifreund Issawi Fredsch twitterte nach dem Gespräch: „Das Recht der Palästinenser auf einen Staat neben Israel ist auch im israelischen Interesse.“

Beamte des israelischen Premierminister-Büros hatten gegenüber der Onlinezeitung „Times of Israel“ berichtet, Netanjahu erhoffe sich von Trump eine offizielle Anerkennung der israelischen Souveränität über Siedlungen im Westjordanland. Er verspreche sich dadurch Vorteile im Wahlkampf. Das Büro des Premierministers hat die Berichte dementiert.

Von: tk

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Wed, 14 Aug 2019 14:16:00 +0200
<![CDATA[Rabins Mörder tritt in Hungerstreik]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2019/08/14/rabins-moerder-tritt-in-hungerstreik/ Jigal Amir, der 1995 den damaligen Premierminister Jitzchak Rabin ermordete, ist aus Protest gegen seine Haftbedingungen in den Hungerstreik getreten. Das sagte seine Frau Larissa Trimbobler am Mittwoch. Der 49-Jährige wendet sich gegen ein zweimonatiges Telefonverbot. Er hatte Gespräche über die Gründung einer Partei geführt, die seine Freilassung fordern würde. Außerdem protestiert er gegen jahrelange Isolationshaft. Amir wurde seinerzeit zu lebenslanger Haft verurteilt. In Israel ist eine Strafaussetzung nach 30 Jahren möglich, für Mörder von Premierministern ist dies aber ausgeschlossen.

Von: df

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Wed, 14 Aug 2019 13:49:00 +0200
<![CDATA[Jordanien kritisiert Erdans Tempelberg-Vorstoß]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/08/14/jordanien-kritisiert-erdans-tempelberg-vorstoss/ AMMAN / JERUSALEM (inn) – Das jordanische Außenministerium kritisiert den israelischen Sicherheitsminister Gilad Erdan am Dienstag aufgrund seiner Aussage zum Status quo des Tempelbergs. Erdan hat gesagt, es sei Zeit, dass Juden auf dem Tempelberg beten dürften und die aktuelle Regelung überarbeitet werde.

Jordanien schickte einen formalen Protestbrief an die israelische Regierung, um seinem Widerstand gegen Erdans Aussagen Ausdruck zu verleihen. Es warnte vor den Konsequenzen, die jegliche Versuche hätten, den aktuellen rechtlichen Status zu verändern. Die jordanische Regierung forderte Israel auf, den Status quo zu belassen.

Nach dem Sechs-Tage-Krieg 1967 wurde nach der israelischen Eroberung der Jerusalemer Altstadt und Ostjerusalems der Tempelberg in der Obhut der jordanischen Waqf-Behörde belassen. Nicht-Muslimen ist es derzeit nicht gestattet, dort zu beten. Die Waqf entfernte auf dem Tempelberg alle Hinweise auf eine jüdische Präsenz. Der Ort gilt im Judentum als die heiligste Stätte und im Islam als die drittheiligste Stätte. Im Friedensabkommen zwischen Israel und Jordanien 1994 bestätigte der jüdische Staat Jordaniens Aufsicht über den Tempelberg.

Unruhen auf dem Tempelberg am Sonntag

Am Sonntag wurden bei Unruhen auf dem Tempelberg mehr als 60 Menschen verletzt. Muslime hatten versucht zu verhindern, dass Juden den Tempelberg zum Trauertag Tischa BeAv betreten. Für Muslime war es der Beginn des Opferfestes Eid al-Adha. Daher war der Zutritt für Juden in den Morgenstunden auf Anweisung der israelischen Regierung nicht erlaubt.

Sie harrten vor dem Mughrabi-Zugang aus. Unter Polizeischutz konnten dann nach offizieller Zählung 1.729 Juden das Areal betreten. Muslime bewarfen sie mit Stühlen und anderen Objekten, die Polizei antwortete mit Tränengas und Gummigeschossen. Jordaniens Außenminister Ajman Safadi machte Israel für die gewaltsamen Ausschreitungen verantwortlich und klagte den jüdischen Staat für die Verletzung der Heiligkeit der Al-Aqsa-Moschee an.

Erdan, dessen Ministerium für die Polizei und die Sicherheit auf dem Tempelberg zuständig ist, sagte in einem Radio-Interview am Dienstag: „Ich denke, es gibt eine Ungerechtigkeit im Status quo, der seit 1967 existiert. Wir müssen daran arbeiten, das zu ändern, damit Juden mit der Hilfe Gottes auf dem Tempelberg beten können.“ Dieses Ziel wolle er allerdings durch diplomatische Abkommen und nicht durch Militärgewalt erreichen.

Von: mm

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Wed, 14 Aug 2019 12:19:00 +0200
<![CDATA[Israelisches Lacrosse-Team versorgt Gegner mit Schuhen]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/sport/2019/08/14/israelisches-lacrosse-team-versorgt-gegner-mit-schuhen/ Die israelischen Lacrosse-Nachwuchsspielerinnen haben ihren kenianischen Mitbewerber bei der U-19-Weltmeisterschaft im kanadischen Peterborough mit angemessenem Schuhwerk versorgt. Bei einem Vorrundenspiel stellten sie fest, dass die Kenianerinnen keine Schuhe mit Stollen hatten. Am Folgetag überraschten sie das Team mit brandneuen Schuhen; auf Twitter teilten die Kenianerinnen ein Video von der Aktion. Im Spiel um Platz 17 duellierten sich die beiden Teams am Samstag noch einmal: Die Israelis gewannen 11:10, das Vorrundenspiel hatten sie mit 13:4 gewonnen.

Von: df

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Wed, 14 Aug 2019 10:55:00 +0200
<![CDATA[Iran erfolterte falsches Mossad-Geständnis]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/08/14/iran-erfolterte-falsches-mossad-gestaendnis/ In einer BBC-Sendung hat der Iraner Mazjar Ebrahimi erzählt, wie er vom Mullah-Regime zu der Aussage gefoltert wurde, er sei ein israelischer Agent gewesen. Ebrahimi, der heute in Deutschland lebt, musste demnach im Staatsfernsehen 2012 auch gestehen, dass er iranische Atomforscher umgebracht habe. Den Geständnistext dazu hätten er und zwölf andere Angeklagte vom iranischen Geheimdienst erhalten. Bei der mehrmonatigen Folter sei Ebrahimi unter anderem durch Schläge mit einem Elektrokabel auf die Fußsohlen traktiert worden. Der Iraner kam 2015 aus dem Gefängnis frei.

Von: mm

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Wed, 14 Aug 2019 10:55:00 +0200
<![CDATA[Winzerin protestiert gegen kanadisches Gesetz]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2019/08/14/winzerin-protestiert-gegen-kanadisches-gesetz/ Eine israelische Winzerin weigert sich, ihren Wein als Siedlungsprodukt zu markieren. Damit protestiert sie gegen ein neues kanadisches Gesetz. Ihre niederländische Großmutter sei gezwungen worden, sich selbst mit einem gelben Stern als „jüdisch“ zu kennzeichnen, sagte Vered Ben Sa’adon. Jüdische Produkte zu kennzeichnen, sei genau dasselbe. Sie bewirtschaftet mit ihrem Mann Eres das Weingut Tura in Rechelim in Samaria. Vor etwa zwei Wochen hatte die Regierung in Ottawa verfügt, dass Wein aus Siedlungen nicht als „Made in Israel“ markiert werden darf.

Von: eh

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Wed, 14 Aug 2019 10:16:00 +0200
<![CDATA[Rechtsbündnis unterstützt Netanjahu bei Knessetwahlen]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/08/13/rechtsbuendnis-unterstuetzt-netanjahu-bei-knessetwahlen/ Die gemeinsame Liste der Vereinigten Rechten Parteien und der Neuen Rechten hat am Montagabend ihre Kampagne für die Knessetwahlen am 17. September eröffnet. Sie tritt unter dem Namen „Jemina“ (Nach rechts) an. Parteichefin Ajelet Schaked sprach sich am Dienstagmorgen in einem Radiointerview für eine Zusammenarbeit mit dem Likud aus, der die Koalition anführt: „Wir sind eine rechtsgerichtete Partei, was Werte und Ideologie angeht, und wir werden einen rechtsgerichteten Kandidaten als Premierminister empfehlen. Benjamin Netanjahu führt derzeit die größte rechtsgerichtete Partei an.“

Von: eh

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Tue, 13 Aug 2019 14:02:00 +0200
<![CDATA[Israelische Marine trainiert Vorgehen nach einem Erdbeben]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/israelische-marine-trainiert-vorgehen-nach-einem-erdbeben/ HAIFA (inn) – Gelungene Premiere: Erstmals hat die israelische Marine eine multinationale Übung angeführt, bei der es ausschließlich um Hilfseinsätze nach einem Erdbeben ging. Daran beteiligten sich neun andere Länder und das Verteidigungsbündnis NATO. Auch deutsche Beobachter waren in der vergangenen Woche vor Ort.

Für die Übung wurde ein Erdbeben der Stärke 7,5 in der Ebene von Beit Schean im Norden Israels simuliert. Die Organisatoren gingen von 7.000 Toten, Tausenden Verletzten und mehr als 150.000 Obdachlosen aus. Schäden wären dann unter anderem am Stromnetz, der Wasserversorgung, der Kommunikationstechnik, Straßen und Krankenhäusern entstanden. Doch auch einen Tsunami zogen die Teilnehmer in Erwägung.

Schiffe können mehr transportieren als Flugzeuge

Die USA, Frankreich und Griechenland übernahmen die Rolle derjenigen, die in einem Katastrophenfall Hilfsgüter nach Israel bringen würden. Dies würde vor allem übers Meer geschehen, war die grundlegende Annahme. Denn Schiffe können viel mehr transportieren als das größte Lastflugzeug. Die drei Länder hatten auch Militärschiffe entsandt.

Major Amichai Rachamim brachte im Gespräch mit der Onlinezeitung „Times of Israel“ ein Beispiel für die internationale Zusammenarbeit – in dem Fall ging es um die Rettung eines Menschen aus dem Mittelmeer: „Die Person, die das Opfer aus dem Wasser rettete, war in einem israelischen Schlauchboot. Ein israelischer Arzt auf einem israelischen Schiff leistete Erste Hilfe. Dann kam ein griechisches Schlauchboot und brachte sie zu einem amerikanischen Schiff. Am Ende transportierte ein französischer Hubschrauber sie zu einem israelischen Krankenhaus.“

Weitere Nationen nahmen als Beobachter an der einwöchigen Übung „Mighty Waves 2019“ (Mächtige Wellen 2019) teil: Chile, Deutschland, Großbritannien, Italien, Kanada und Zypern. Hinzu kamen Vertreter der NATO.

„Wir haben viele Freunde“

Im Falle eines starken Erdbebens würde Israel den Notstand ausrufen. Die Marine und andere Organisationen würden die Schäden an den Häfen begutachten und entscheiden, was die beste Form ist, um humanitäre Hilfe in Empfang zu nehmen. Außerdem würden die Israelis ausländische Regierungen um Hilfe bitten: „Wir haben viele Freunde, die an unserer Seite stehen werden, wenn wir das brauchen“, ist Rachamim überzeugt.

Brigadegeneral Gil Aginski ist Kommandant des Stützpunktes in Haifa. Er sagte der Tageszeitung „Yediot Aharonot“: „Das ist die größte internationale Übung, die die israelische Marine bisher angeführt hat.“ Der Israeli ergänzte: „Wenn man in so einer Koalition agiert, ist das Ganze größer als die Summe seiner Teile. Es könnte auch bei Szenarios wie größeren Bränden oder sinkenden Schiffen eingesetzt werden.“

Zur Übung gehörte ferner eine Koordination mit dem Rambam-Krankenhaus in Haifa und anderen Einrichtungen. Major Rachamim meint, dass auch die anderen Länder von dem neuen Wissen profitieren würden. Denn Katastrophen seien nicht vorhersagbar. Mit dem Training ist er zufrieden: „Das erhöhte Bewusstsein ist die wahre Errungenschaft dieser Übung. Ich hoffe, es wird nicht gebraucht, aber wenn doch, sind wir bereit.“

Erdbeben bereits in biblischer Zeit überliefert

Als Vorbereitung hatten sich die Israelis mit den Erdbeben von Haiti 2010 und von Japan 2011 befasst. Israel liegt am syrisch-afrikanischen Graben. An der Grenze zu Jordanien befindet sich ein Riss in der Erdkruste. Deshalb besteht in der Region eine erhöhte Gefahr. Das bislang letzte große Erdbeben ereignete sich 1927, es hatte die Stärke 6,2. Die damalige Katastrophe forderte 500 Todesopfer und 700 Verletzte. Seismologen gehen davon aus, dass sich in der Region etwa alle 100 Jahre ein starkes Erdbeben ereignet.

In der Bibel dient eine solche Katastrophe einmal als Zeitangabe. Das Wirken des Propheten Amos wird mit den Worten eingeführt: „Dies ist's, was Amos, der unter den Schafzüchtern von Tekoa war, gesehen hat über Israel zur Zeit Usijas, des Königs von Juda, und Jerobeams, des Sohnes des Joasch, des Königs von Israel, zwei Jahre vor dem Erdbeben“ (Amos 1,1).

Von: eh

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Tue, 13 Aug 2019 14:01:00 +0200
<![CDATA[Knessetabgeordnete: Zwei-Staaten-Lösung gefährlicher als BDS]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/08/13/knessetabgeordnete-zwei-staaten-loesung-gefaehrlicher-als-bds/ WASHINGTON (inn) – Eine Gruppe von 21 rechtsgerichteten und konservativen Knessetmitgliedern hat in einem Brief an vier amerikanische Kongressabgeordnete vor den Gefahren eines etwaigen palästinensischen Staates gewarnt. Im vergangenen Monat hatte der Kongress mit großer Mehrheit eine Resolution verabschiedet, die Israel-Boykott (BDS) ablehnt, jedoch gleichzeitig eine Zwei-Staaten-Lösung fordert.

Zu den Unterzeichnern der Petition gehören die stellvertretende Außenministerin Zippi Hotovely (Likud) und der stellvertretende Verteidigungsminister Eli Ben Dahan (Vereinigte Rechte). Initiator ist der Chef des Regionalrats von Samaria, Jossi Dagan. In dem Schreiben danken die Abgeordneten ihren amerikanischen Amtskollegen für deren Unterstützung für Israel. Weiter heißt es allerdings: „Wir möchten klarstellen, dass die Errichtung eines palästinensischen Staates weit gefährlicher für Israel wäre als BDS.“

Außerdem konterkariere die Unterstützung für die Zwei-Staaten-Lösung die Position des US-Präsidenten Donald Trump. Genauso sei die israelische Regierung und ein Großteil der israelischen Öffentlichkeit dagegen: „Das liegt daran, dass diese Forderung sowohl ungerecht ist, als auch die Sicherheit des Staates Israel ernsthaft gefährdet.“ Als Politiker verstünden sie natürlich, dass die Entstehung einer solchen Resolution von Kompromissen begleitet wird werde, um Mehrheiten zu erreichen. Allerdings sei diese konkrete Forderung so gefährlich, dass sie „respektvoll bitten, dies in Erwägung zu ziehen“. Noch ein weiterer arabischer Staat im Herzen des „winzigen Israel“ könne kein Teil einer Lösung des Konflikts sein.

AIPAC führe US-Abgeordnete in die Irre

Jossi Dagan beklagte in einer Pressemitteilung, dass die pro-israelische amerikanische Lobbyorganisation AIPAC US-Politiker gezielt in die Irre führe, indem sie die Zwei-Staaten-Lösung als israelisches Interesse verkaufe, obwohl dies nicht die Position der israelischen Regierung wiedergebe: „Das ist ein Skandal.“

Ein weiterer Unterstützer des Briefes und Sprecher der jüdischen Gemeinschaft in Hebron, Jischai Fleischer, sagte gegenüber der Onlinezeitung „Times of Israel“: „Es ist an der Zeit, die gescheiterten Ansätze der Vergangenheit zu überdenken und von der Bevollmächtigung der korrupten und dschihadistischen Palästinensischen Autonomiebehörde abzurücken.“ Die amerikanischen Abgeordneten sollten wissen, dass es bessere Optionen gebe, durch die Israel in Judäa souverän bleibe und gleichzeitig „Koexistenz und Sicherheit“ hergestellt würden.

Von: tk

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Tue, 13 Aug 2019 13:51:00 +0200
<![CDATA[Deutsches Interesse an Israels Wirtschaft wächst]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/wirtschaft/2019/08/13/deutsches-interesse-an-israels-wirtschaft-waechst/ JERUSALEM / BERLIN (inn) – Das Wirtschaftsmagazin „Globes“ berichtet von einem steigenden Austausch zwischen deutschen und israelischen Firmen. Sowohl das Volumen als auch die Anzahl der Investitionen, die deutsche Unternehmen in Israel einbringen, seien seit 2016 angestiegen. Bei 30 Prozent aller europäischen Geschäftsabschlüssen mit Israel ist demnach Deutschland im ersten Halbjahr 2019 beteiligt.

Nach einer von „Globes“ in Auftrag gegebenen Analyse der Firma „Start-up Nation Central“ zeigt sich auch das deutsche Interesse an der israelischen Wirtschaft im weltweiten Vergleich. Was die Beteiligung an Deals im jüdischen Staat angeht, landete Deutschland im vergangenen Jahr auf Platz vier mit 5 Prozent. Auf Platz drei war Großbritannien mit 7 Prozent, auf Platz fünf China mit 4 Prozent.

DAX-Konzerne stark vertreten

Eine signifikante Steigerung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Israel startete 2015. Zwar stehe Deutschland dahingehend immer noch im Schatten der Amerikaner, sagt der Leiter der Deutsch-Israelischen Handelskammer, Grischa Alroi-Arloser. Aber 60 Prozent der DAX-Konzerne hätten inzwischen Vertretungen in Israel, um neue Techniken aufzutun. Wobei die deutschen Firmen sowohl eigene Innovationszentren in Israel eröffnen als auch israelische Firmen aufkaufen und diese zu Entwicklungszentren ausbauen.

Dazu passt das Zitat der hessischen Digitalministerin Kristina Sinemus, die im Juni Israel mit einer Delegation aus 30 Politikern, Wissenschaftlern und Wirtschaftsvertretern besuchte: „Man muss nicht in die USA gehen, um Menschen und Unternehmen zu finden, mit denen man zusammenarbeiten kann. Für mich ist Israel Europas Silicon Valley. Deswegen habe ich diese Reise initiiert.“

Von: mm

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Tue, 13 Aug 2019 11:40:00 +0200
<![CDATA[Iranische Pilger rufen in Mekka zu Israels Vernichtung auf]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/08/13/iranische-pilger-rufen-in-mekka-zu-israels-vernichtung-auf/ Iranische Pilger haben in Mekka mit Sprechgesängen Israel und Amerika den Tod gewünscht. Ein Ausschnitt aus dem iranischen Fernsehen zeigt, wie die Menge auf dem Berg Arafat ruft: „Amerika ist Allahs Feind! Israel ist Allahs Feind!“ Der Reporter lobt dies vor der Kamera mit den Worten: „Das ist der Ruf der Islamischen Nation gegen das kindermordende zionistische Regime.“ Ein interviewter Junge sagt: „Wir sind auf Anordnung unseres Führers gekommen. Die Pilgerfahrt ist sowohl religiös als auch politisch.“ Die Übersetzungen in Englische stammen vom Medienbeobachtungsinstitut MEMRI.

Von: tk

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Tue, 13 Aug 2019 10:48:00 +0200
<![CDATA[Verkehrsminister Smotritsch entschuldigt sich bei Netanjahu]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/08/13/verkehrsminister-smotritsch-entschuldigt-sich-bei-netanjahu/ Verkehrsminister Bezalel Smotritsch hat den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu Montagabend um Verzeihung gebeten. Zuvor hatte er ihm noch „null Führungsqualitäten“ nach einem Gerichtsurteil am Sonntag vorgeworfen, wonach die Geschlechtertrennung bei einem Konzert in Afula verboten wurde. Daraufhin bestellte Netanjahu Smotritsch am Nachmittag in sein Büro ein. Medien berichten, der Premier habe dem Verkehrsminister mit Rauswurf gedroht, wenn er sich für seine Kritik nicht entschuldige. Smotritsch, der aus der Union Rechter Parteien kommt, ist seit Juni im Amt.

Von: mm

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Tue, 13 Aug 2019 10:24:00 +0200
<![CDATA[Mehr als 1.000 palästinensische Terroristen studieren in Haft]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2019/08/12/mehr-als-1000-palaestinensische-terroristen-studieren-in-haft/ RAMALLAH / JERUSALEM (inn) – Im Jahr 2011 entschied die israelische Regierung, Terroristen in Haft ihr Recht auf ein Universitätsstudium oder höhere Bildung zu verweigern. Dennoch studierten laut der Organisation „Palestinian Media Watch“ (PMW) derzeit mehr als 1.000 palästinensische Sicherheitsgefangene in israelischer Haft.

Der PLO-Kommissar für Gefangenenangelegenheiten, Qadri Abu Bakr, erklärte in einer Sendung, die vergangenen Monat im Fernsehen der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) ausgestrahlt wurde: „Zum aktuellen Zeitpunkt beträgt die Gesamtzahl der Gefangenen ungefähr 5.700 Personen.“ Weiter sagte er: „Davon sind 1.026 Gefangene derzeit an palästinensischen Universitäten eingeschrieben“ – der Großteil von 906 Studenten an der „Offenen Al-Quds-Universität“ in Jerusalem. Rund 120 palästinensische Häftlinge belegten laut dem Bericht an anderen Universitäten Bachelor- und Masterstudiengänge.

Behörde dementiert Bericht

Vor acht Jahren entschied sich die israelische Regierung, höhere Bildung für terroristische Strafgefangene zu kappen. Der Druck auf die Hamas sollte erhöht werden, damit sie den israelischen Gefangenen Galid Schalit freilässt. Doch auch nach seiner Freilassung im Tausch gegen 1.027 palästinensische Häftlinge blieb die Anordnung bestehen.

Der Israelische Gefängnisdienst (IPS) widerspricht nun dem Bericht und sagt, kein Terrorist studiere in israelischer Haft, um einen Universitätsabschluss zu erlangen. „Es gibt kein akademisches Studium für Sicherheitsgefangene in israelischen Gefängnissen“, erklärte IPS laut der israelischen Tageszeitung „Jerusalem Post“. Der Bericht basiere auf „interessengesteuerten ausländischen Quellen und hat nichts mit der Realität zu tun. Dies sind gefälschte Titel und Berichte“.

Es ist nicht der erste Bericht von PMW, der sich mit dem Studium palästinensischer Häftlinge auseinandersetzt. 2018 sprach die Organisation von mehr als 1.000 Inhaftierten, die studieren. Ein Jahr zuvor besagte ein Bericht, dass 484 terroristische Gefangene an der „Offenen Al-Quds-Universität“ im Bachelor studieren – in Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium der PA.

Von: mab

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Mon, 12 Aug 2019 14:38:00 +0200
<![CDATA[Jennifer Lopez gibt trotz Boykottaufrufen Konzert in Ägypten]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2019/08/12/jennifer-lopez-gibt-trotz-boykottaufrufen-konzert-in-aegypten/ ALEXANDRIA (inn) – Die Israel-Boykott-Bewegung BDS hat versucht, ein Konzert von Jennifer Lopez in Ägypten zu verhindern. Grund dafür ist ein Auftritt der amerikanischen Sängerin am 1. August in Tel Aviv. Die Aktivisten störten sich daran, dass Lopez damit im „besetzten Palästina“ auftrat und auf Social-Media-Posts ihre Begeisterung für Israel bekundete.

Die Sängerin schwärmte unter anderem von der „Energie“ beim Auftritt in Tel Aviv und ließ sich in der Küstenstadt auch am Strand ablichten. In Jerusalem besuchte sie die Grabeskirche, um sich „mit dem Glauben und der Familie neu zu verbinden“.

Trotz des Boykottaufrufs gab Lopez das Konzert am Freitag wie geplant in der Küstenstadt El-Alamein, etwa 100 Kilometer westlich von Alexandria gelegen. Unter den 2.000 Fans fanden sich auch einige ägyptische Minister, darunter Sozialministerin Ghada Wali.

„Normalisierung der Beziehungen“ als Vorwurf

Der ägyptische Zweig der BDS-Bewegung hatte in einem offenen Brief auch den Veranstalter des Konzertes, das Schweizer Städtebau-Unternehmen Oracom, angeschrieben. Darin warfen die Aktivisten dem Unternehmen vor, eine „Normalisierung“ der Beziehungen mit Israel anzustreben.

Vor dem Konzert sorgte ein Beitrag des Radiosenders „Deutschlandfunk Kultur“ für Irritation. Die Kairoer Korrespondentin Cornelia Wegerhoff behauptete in einem am Freitagnachmittag ausgestrahlten Interview, Israel und Ägypten würden „gleichermaßen“ die Menschenrechte verletzen. Die „Bild“-Zeitung machte auf die Aussage aufmerksam. Der Sender löschte daraufhin die Audio-Datei des Beitrages mit dem Hinweis, diese Aussage sei „nicht beabsichtigt“ gewesen.

Von: df

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Mon, 12 Aug 2019 12:29:00 +0200
<![CDATA[Israels Sonde verstreute Bärtierchen auf dem Mond]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/wissenschaft/2019/08/12/israels-sonde-verstreute-baertierchen-auf-dem-mond/ JERUSALEM (inn) – Nach der Bruchlandung einer israelischen Raumsonde sind womöglich tausende sogenannte Bärtierchen oder Wasserbären auf dem Mond verteilt worden. Die Kleinstwesen, die eigentlich Tardigraden heißen, waren als „Passagiere“ in der Raumsonde unterwegs, als diese im April verunglückte. Die Lebewesen gelten laut einer amerikanischen Organisation als echte Überlebenskünstler, die kaum tot zu bekommen sind, berichtet die „Tagesschau“.

Die Organisation war für die Fahrt der Tierchen an Bord der Raumsonde „BeReschit“ verantwortlich. Nicht mal einen Millimeter sind die Organismen groß, sie können sowohl großer Hitze von bis zu 150 Grad Celsius als auch unglaublicher Kälte widerstehen, schreibt die britische Rundfunkanstalt BBC auf ihrer Internetseite.

Nötige Lebensbedingungen auf Mond nicht vorhanden

Der Chef der „Arch Mission Foundation“, Nova Spivack, schätze die Überlebenschancen der Wasserbären als enorm hoch ein. Er könne beinahe garantieren, dass die Wasserbären den Absturz unbeschadet überstanden haben. Sie befänden sich ein einem dehydrierten, getrockneten Zustand, der sie in einen Ruhestand versetzen sollte.

Die Tierchen sind demnach zwar „am Leben“, aber können wohl nicht mehr erwachen, da die Bedingungen auf dem Mond dafür völlig ungeeignet sind. Zum Erwachen bräuchten sie vor allem Wasser, aber auch Sauerstoff und Nahrung. Ohne diese können die Tiere nicht mehr aktiv werden oder sich fortpflanzen. Die Bärtierchen befanden sich als Teil einer planetaren DNA-Bibliothek an Bord der Sonde.

Die „Arch Mission Foundation“ hat einen Datenspeicher der Erde angelegt, komplett mit dem Wissen der Menschheit und der Biologie des Planeten. Diese wurden in verschiedene Sonnensysteme gesandt, falls es auf unserem Planeten zur Katastrophe kommt. Teil des Ganzen waren die Wasserbären, die nun wohl bis ans Ende aller Tage auf dem Mond festsitzen.

Von: Ulrich W. Sahm

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Mon, 12 Aug 2019 11:40:00 +0200
<![CDATA[„Lebendige Stadt unter Denkmalschutz“]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/wissenschaft/lebendige-stadt-unter-denkmalschutz/ Israelnetz: Herr Gross, was fasziniert Sie am Bauhaus-Erbe in Tel Aviv?

Micha Gross: Wir haben hier eine Stadt, die in diesem Stil gebaut ist. Weltweit sind sonst einzelne Gebäude oder höchstens Quartiere erhalten, aber nicht ein ganzes Stadtgewebe.

Tel Avivs „Weiße Stadt“ ist eine von neun UNESCO-Weltkulturerbe-Stätten in Israel. Was bringt eine solche Auszeichnung?

Es ist eine Prestige-Frage. Touristen bedeutet es etwas, wenn ein Ort von der UNESCO anerkannt wurde. Es gibt jedoch keine konkreten Unterstützungen finanzieller Art – zumindest hier nicht. Aber die Häuser sind auf diese Weise nicht nur national, sondern international geschützt. Das hilft der Denkmalpflege hier gegenüber Interessen von Investoren, welche nicht unbedingt am Denkmalschutz interessiert sind.

Etwa die Hälfte der rund 4.000 Häuser im Internationalen Stil steht unter Denkmalschutz. Doch viele Gebäude wirken heruntergekommen. Was wird für deren Erhalt getan?

Die Stadt hat eine umstrittene Politik, die allerdings von der UNESCO soweit abgesegnet wurde: Tel Aviv erlaubt es, auf die denkmalgeschützten Häuser bis zu drei Etagen zu bauen – unter der Bedingung, dass die gesamten Häuser durch den Verkauf der zusätzlichen Etagen renoviert werden. So wird das heute gemacht. Das funktioniert sehr gut. Aber das ist auch umstritten. Es gibt Leute, die finden es unerhört, dass man durch eine Veränderung am denkmalgeschützten Objekt den Denkmalschutz finanziert.

Inwieweit sehen Sie dieses Erbe durch das intensive Bauen gefährdet?

Es ist einerseits die einzige Möglichkeit, dass man das Bauhaus-Erbe erhält, weil sonst gar nichts gemacht werden würde. Auf der anderen Seite besteht die Gefahr der Übernutzung des Stadtgebietes. Es leben einfach zu viele Menschen auf zu kleinem Raum, es sind viele Autos, ist viel Abwasser, viel Elektrizität. Die Verdichtung überstrapaziert die ganze Infrastruktur.

Was passiert mit den Häusern, die nicht unter Denkmalschutz stehen?

Die werden eigentlich besser gepflegt als die anderen, weil es einfacher ist, sie zu renovieren. Man braucht keine Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege, welche auch hier gefürchtet wird.

Es gibt weitere Gebäude im Bauhaus- und Internationalen Stil in Haifa, Jerusalem und in Kibbutzim. Bedauern Sie, dass der Fokus der Öffentlichkeit meist nur auf Tel Aviv liegt?

Wir vom Bauhaus Center haben ein Buch herausgegeben über Bauhaus in Jerusalem und eins über den modernen Stil in Haifa. Wir versuchen, den Scheinwerfer auch auf die anderen Städte zu richten. Es sind spannende Orte mit spannender Architektur. In Haifa ist das Problem, dass diese Häuser in einem ganz schlechten Zustand sind. Leider wird im Moment auch nicht viel gemacht. Und Jerusalem hat noch viel spektakulärere Orte aufzuweisen, sodass das Bauhaus ein wenig in den Schatten gerät.

Inwieweit beeinflusst die Existenz der Bauten und das Bauhaus-Jubiläum die deutsch-israelische Beziehung?

Ich glaube schon, dass dies genutzt wird, um diese Beziehungen zu festigen oder zu beleben. Die Feierlichkeiten zum 100. Bauhaus-Jubiläum in Deutschland schwappen nach Tel Aviv über. Wir haben zum Beispiel eine Ausstellung gemacht und ein Buch über zwei Architekten veröffentlicht, die im Rheinland gebaut haben und dann nach Palästina eingewandert sind. Die Ausstellung war im Bauhaus Center zu sehen, nun ist sie in Köln. Die Zusammenarbeit kann man wirklich begrüßen, auch die Unterstützung und das Interesse aus Deutschland. Aber man darf das auch nicht im falschen Licht sehen, als sei das ein Exportschlager deutscher Architektur gewesen. Sondern das war immerhin das Resultat des Nazi-Regimes, das nicht beabsichtigt hat, hier indirekt ein Weltkulturerbe aufzubauen. Das darf man nicht vergessen.

Welches Gebäude muss ein Besucher in Tel Aviv sehen, bevor er wieder abreist?

Den Dizengoff-Platz.

Dieser wurde zwei Jahre lang restauriert und vor wenigen Monaten wiedereröffnet. Warum sollte man ihn besuchen?

Weil er wirklich sehr schön die Architektur von damals zeigt, aber auch, wie sie lebt. Sie ist nicht in einem Museum, sondern in einer pulsierenden Stadt. Es ist wirklich eine Freude. Hunderte von Leuten spazieren auf diesem Rondell, sitzen auf den Bänken, die Kinder spielen herum. Das ist eine gelungene Revitalisierung eines öffentlichen Platzes. Es ist ein sehr schönes Beispiel mit den konkaven Fassaden rund um den Platz, die absolut modern wirken und doch schon 80 Jahre alt sind. Es ist auch aus ästhetischen Gründen empfehlenswert. Generell ist die Tel Aviver Altstadt, der Bereich der „Weißen Stadt“, eine interessante Kombination einer lebendigen Stadt, die unter Denkmalschutz steht.

Vielen Dank für das Gespräch.

Die Fragen stellte Martina Blatt

Diesen Artikel finden Sie auch in der Ausgabe 3/2019 des Israelnetz Magazins, wo der Bauhaus-Stil in Israel Titelthema war. Sie können die Zeitschrift kostenlos und unverbindlich bestellen unter der Telefonnummer 06441/915152, via E-Mail an info@israelnetz.com oder online. Gerne können Sie auch mehrere Exemplare zum Weitergeben oder Auslegen anfordern.

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Mon, 12 Aug 2019 11:22:00 +0200
<![CDATA[Israel rutscht im Militär-Ranking ab]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2019/08/12/israel-rutscht-im-militaer-ranking-ab/ Israel ist laut dem diesjährigen globalen Feuerkraft-Index die 17.-stärkste Nation der Welt. Das ist eine Verschlechterung um einen Rang im Vergleich zum Vorjahr. Der feindlich gesinnte Iran rutscht ebenfalls um einen Platz nach unten, liegt aber vor Israel auf dem 14. Platz. Die Zeitung „Jerusalem Post“ findet das angesichts harscher Sanktionen gegen das Land „überraschend“. Angeführt wird die Liste von den USA, Russland und China. Der Index bewertet die Feuerkraft der Länder anhand von 55 Kriterien. Sie erfassen Waffensysteme, aber auch etwa finanzielle Stabilität.

Von: tk

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Mon, 12 Aug 2019 11:13:00 +0200
<![CDATA[Ehemalige Miss Irak: „Ilhan Omar repräsentiert mich nicht als Muslima“]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/08/12/ehemalige-miss-irak-ilhan-omar-repraesentiert-mich-nicht-als-muslima/ Die ehemalige Miss Irak, Sarah Idan, hat in der Sendung „The Sara Carter Show“ erklärt: „Ilhan Omar repräsentiert mich nicht als Muslima – sie repräsentiert Millionen von Muslimen im Nahen Osten nicht.“ Die aus Somalia stammende Demokratin erwiderte auf Twitter, Idan wohne nicht in Minnesota. Deswegen sei sie auch nicht ihre Repräsentantin. Omar vertritt den Bundesstaat im US-Kongress. Zudem sagte Idan, dass Omars Ideen „antisemitisch“ und „anti-amerikanisch“ seien und sie versuche, Scharia-Gesetze in den USA durchzusetzen. Idan lebt seit rund zehn Jahren in den USA.

Von: mab

Lesen Sie unser Interview mit Sarah Idan hier.

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Mon, 12 Aug 2019 11:07:00 +0200
<![CDATA[Zahlreiche Verletzte bei Unruhen auf dem Tempelberg]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2019/08/12/zahlreiche-verletzte-bei-unruhen-auf-dem-tempelberg/ Bei Unruhen auf dem Tempelberg sind am Sonntag mehr als 60 Menschen verletzt worden. Muslime hatten versucht zu verhindern, dass Juden den Tempelberg zum Trauertag Tischa BeAv betreten. Für Muslime war es der Beginn des Opferfestes Eid al-Adha; daher war der Zutritt für Juden in den Morgenstunden auf Anweisung der israelischen Regierung nicht erlaubt. Sie harrten vor dem Mughrabi-Zugang aus. Unter Polizeischutz konnten dann nach offizieller Zählung 1.729 Juden das Areal betreten. Muslime bewarfen sie mit Stühlen und anderen Objekten, die Polizei antwortete mit Tränengas und Gummigeschossen.

Von: df

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Mon, 12 Aug 2019 10:37:00 +0200
<![CDATA[Armee erschießt vier bewaffnete Palästinenser bei versuchtem Grenzübertritt]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2019/08/10/armee-erschiesst-vier-bewaffnete-palaestinenser-bei-versuchtem-grenzuebertritt/ Vier bewaffnete Palästinenser haben am frühen Samstagmorgen versucht, vom Gazastreifen nach Israel einzudringen. Sie trugen Kalaschnikows, Handgranaten und Granatwerfer bei sich. Als sie Soldaten angriffen, erwiderten diese das Feuer und töteten sie. Die Armee beschoss zudem Ziele der Terror-Organisation Hamas im Gazastreifen.

Von: df

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Sat, 10 Aug 2019 09:34:00 +0200
<![CDATA[„Bild“: Deutscher Diplomat zieht sich wegen anti-israelischer Äußerungen zurück]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/08/09/bild-deutscher-diplomat-zieht-sich-wegen-anti-israelischer-aeusserungen-zurueck/ BERLIN (inn) – Der deutsche Diplomat Bernd Erbel wird die Iran-Zahlungsgesellschaft Instex nicht wie geplant leiten. Das teilte das Auswärtige Amt am Donnerstag mit. Der 63-Jährige stehe aus „persönlichen Gründen“ nicht für das Amt zur Verfügung. Laut der Tageszeitung „Bild“ sind jedoch anti-israelische Äußerungen ausschlaggebend für den Rückzug gewesen.

Erbel hatte dem Bericht zufolge dem umstrittenen Moderator Ken Jebsen ein zweieinhalbstündiges Interview gegeben, das am 16. Juli veröffentlicht wurde. Darin behauptete er unter anderem, Israel sei ein „Fremdkörper“ in der Region. Der Staat sei zudem aus psychologischen Gründen unfähig zur Empathie. Umgekehrt stellte er das Iran-Regime als friedfertig dar. Erbel war von 2009 bis 2013 deutscher Botschafter in Teheran.

Neuanfang mit Instex

Moderator Jebsen hatte sich in der Vergangenheit ähnlich negativ zu Israel geäußert. Im Jahr 2012 behauptete er in seiner Sendung „Ken FM“, Israel begehe einen Massenmord an den Palästinensern. Zudem hätten „radikale Zionisten“ die Medien unterwandert. Ein Jahr zuvor war er beim Sender „Radio Berlin Brandenburg“ entlassen worden, weil er in einem Brief an einen Leser vom „Holocaust als PR“ gesprochen hatte.

Instex wurde Anfang des Jahres von Deutschland, Frankreich und Großbritannien gegründet. Die Zweckgesellschaft sollte ursprünglich dazu dienen, US-Sanktionen gegen den Iran zu umgehen: US-Strafen für Banken, die den Zahlungsverkehr bei Geschäften mit dem Iran abwickeln, sollten so vermieden werden. Bislang blieb das Instrument wirkungslos. Unter Erbel sollte ein neues System anlaufen, bei dem Instex auch Forderungen bei den Iran-Geschäften aufkauft.

Von: df

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Fri, 09 Aug 2019 13:35:00 +0200
<![CDATA[Die Pracht der „Weißen Stadt“]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/wissenschaft/die-pracht-der-weissen-stadt/ Es ist eine Art Schatzsuche auf städtischem Terrain: Wie kleine architektonische Edelsteine findet der Stadtbesucher sie – die zahlreichen Gebäude im Bauhaus-Stil im Herzen Tel Avivs. Rund 4.000 sind es an der Zahl. Auch die UNESCO hat diesen Schatz für sich entdeckt und kürte die „Weiße Stadt“, das Zentrum Tel Avivs, 2003 zum Weltkulturerbe. Zum 100-jährigen Jubiläum des legendären Bauhauses, das Walter Gropius im Jahr 1919 als Kunstschule in Weimar gründete, lohnt sich der Blick auf die Mittelmeermetropole.

Tel Aviv, erst 1909 gegründet, nahm in den 1930er-Jahren den Bauhaus-Stil an und entwickelte sich so zur „Weißen Stadt“: weiße Fassaden, flache Dächer, Gebäude auf Stützen, markante Fenster und Balkone als zentrale optische Bestandteile. Die Architektur sollte sich von den Bautraditionen der meist osteuropäischen Herkunftsländer der Einwanderer und von dem im Nahen Osten gepflegten Stil abheben. Tel Aviv ist zwar ähnlich stark geprägt durch die Einflüsse des schweizerisch-französischen Architekten Le Corbusier oder des Deutschen Erich Mendelsohn, dessen Stil expressionistische Elemente enthält. Aber das Bauhaus hat in der Küstenmetropole am Mittelmeer tiefe kulturelle Spuren hinterlassen.

„Bauhaus“ ist umgangsprachlicher Begriff

Wobei der wissenschaftlich angemessenere Begriff für die Architektur der „Weißen Stadt“ „Internationaler Stil“ ist. Ihn führten 1932 der Architekturtheoretiker Henry-Russell Hitchcock und der Architekt Philip C. Johnson ein. Er beschreibt ein funktionelles Design, das die europäische Architektur der 1920er-Jahre prägte. Umgangssprachlich ist „Bauhaus“ aber zum Synonym für den „Internationalen Stil“ in Tel Aviv geworden. Für die Programmdirektorin des „White City Center“ in Tel Aviv, Scharon Golan Jaron, bietet die Stadt nicht einzelne architektonische Bauhaus-Meisterwerke. Die herausragende kulturelle Bedeutung der Stadt erklärt sie über die „Verschmelzung der Gebäude mit ihrem urbanen Umfeld“.

Der spezifische Bauhaus-Stil in Tel Aviv, der sich an die klimatischen und kulturellen Bedingungen vor Ort anpasste, zeigte sich vor allem im Verhältnis der Gebäude zur Straße. Balkone förderten soziale Interaktion. Sie dienten als Kommunikationsplattformen zwischen Nachbarn und wurden als Erweiterungen des Wohnzimmers angesehen. Über sogenannte Thermometer-Fenster, die einen kühlenden Kamineffekt auf die Räumlichkeiten haben, kam natürliches Licht ins Treppenhaus. Flachdächer wurden genutzt, um im Freien zu schlafen, Gärten anzulegen oder zu feiern.

Als grüne und luftige Gartenstadt geplant

Am Anfang der „Weißen Stadt“ steht der Schotte Patrick Geddes. Die Briten beauftragten ihn 1925, für Palästina unter britischem Mandat neue stadtplanerische Ideen zu entwickeln. Ursprünglich wollte er Tel Aviv in eine grüne und luftige Gartenstadt verwandeln. Aber die Stadt wuchs unerwartet schnell von 1932 bis 1938. Vor allem nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Deutschland flohen in den Folgejahren 200.000 europäische Juden nach Palästina. Die Tel Aviver Bevölkerung verdreifachte sich bis 1938 auf 150.000 Einwohner. In kürzester Zeit entstanden dicht gedrängt Wohn- und Verwaltungsgebäude.

Den Nationalsozialisten war die Internationalität des Bauhauses bei Lehrkräften und Studenten suspekt. Sie sahen einen „Kultur­bolschewismus“ und schlossen die Kunstschule 1933. Viele Bauhaus-Vertreter waren gezwungen, Europa zu verlassen. Junge Architekten aus Palästina wie Arje Scharon, Schmuel Mestechkin, Schlomo Bernstein und Chanan Frenkel waren im Bauhaus in Weimar und Dessau in der Lehre. Nach ihrer Rückkehr wurden sie bedeutende Architekten im späteren Staat Israel. Mit einheitlicher und einfacher Architektursprache wollten sie pragmatisch Probleme der zionistischen Bewegung lösen. Laut Jaron schaffte es die Gruppe, die Ästhetik des Jischuv, also der Gemeinschaft zionistischer Juden im Nahen Osten, zu verändern: „Die Bauten wurden zum architektonischen Ausdruck des Wunsches, eine neue nationale Identität zu schaffen.“ Die Hochphase der Bauhaus-Bewegung ging in Tel Aviv von 1931 bis 1937.

Kibbutzim von Bauhaus geprägt

Häuser mit Stahlbetonrahmen sparten im Gegensatz zum bis dahin vorherrschenden Stil mit tragenden Wänden und vielen Verzierungen Zeit und Geld. Den handwerklich einfach zu bearbeitenden Kalkstein gab es vor Ort. Bis heute werden auf israelischen Baustellen damals eingeführte deutsche Begriffe wie „Waschputz“, „Sockel“ oder „Unterkante“ benutzt.

In den 1930er Jahren kamen zahlreiche verbaute Produkte und Maschinen in Tel Aviv aus Deutschland. Das „Ha‘avara“-Abkommen zwischen den Nationalsozialisten und der zionistischen Bewegung aus dem Jahr 1933 besagte, dass vermögende Juden ihren finanziellen Besitz nur in Form von deutschen Exporten in die neue Heimat „Eretz Israel“ mitbringen durften.

Israels wichtigster Bauhaus-Architekt

Arje Scharon wurde zu Israels wichtigstem Bauhaus-Architekten. 1920 wanderte der damals 20-Jährige aus dem galizischen Jaroslau nach Palästina aus. Ab 1926 studierte er Architektur in Dessau. Er ist der einzige der ursprünglichen Bauhaus-Schüler, der mit einem Gebäudekomplex in der „Weißen Stadt“ vertreten ist. Geprägt durch sein Leben im Kibbutz Gan Schmuel verband er die Ideale des Sozialismus mit architektonischen Formen. 1949 beauftragte ihn der Premierminister des neu gegründeten Staates Israel, David Ben-Gurion, einen Plan für das ganze Land zu entwerfen. Scharon legte dabei das strategische Gesamtkonzept für neue Städte, Industrie- und Agrarflächen, Infrastruktur und Nationalparks unter dem Namen „Physical Planning in Israel“ (Physische Planung in Israel) fest.

Auch die Kibbutzim wurden stärker von Bauhaus-Gedanken geprägt. Schüler wie Scharon, Mestechkin oder Weintraub brachten in die ländlichen Kollektiv-Siedlungen Ideen ein. Sie hatten Einfluss auf Wohnen und Arbeiten. Die israelischen Speisesäle ähnelten den Räumen der Studenten und Lehrenden vom Dessauer Bauhaus-Gebäude, wo Versammlungen stattfanden und gemeinsam gefeiert wurde. Der Werkstattflügel des Bauhauses war Vorbild für die kollektiven Produktionszonen der Kibbutzim. Heute befindet sich ein Großteil der „Weißen Stadt“ in Privatbesitz. Jährlich zieht es Tausende Architekturinteressierte nach Tel Aviv, um den besonderen Baustil im Licht der Mittelmeermetropole zu begutachten.

Diesen Artikel finden Sie auch in der Ausgabe 3/2019 des Israelnetz Magazins, wo der Bauhaus-Stil in Israel Titelthema war. Sie können die Zeitschrift kostenlos und unverbindlich bestellen unter der Telefonnummer 06441/915152, via E-Mail an info@israelnetz.com oder online. Gerne können Sie auch mehrere Exemplare zum Weitergeben oder Auslegen anfordern.

Von: Michael Müller und Martina Blatt

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Fri, 09 Aug 2019 12:10:00 +0200
<![CDATA[Fünf Jahre Haft für Hisbollah-Unterstützer]]> https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2019/08/09/fuenf-jahre-haft-fuer-hisbollah-unterstuetzer/ Der libanesische Geschäftsmann Kassim Tadschidin muss wegen Geldwäsche für die Hisbollah fünf Jahre in Haft. Außerdem muss der 63-Jährige eine Strafe von 50 Millionen US-Dollar zahlen. Das legte ein Gericht in Washington fest. Tadschidin hatte zuvor auf schuldig plädiert, wie das US-Justizministerium am Donnerstag mitteilte. Bereits im Jahr 2009 stufte ihn das Finanzministerium als „globalen Terroristen“ ein, weil er die Hisbollah mit Dutzenden Millionen US-Dollar unterstützte. Mit der Geldwäsche versuchte er, die US-Sanktionen gegen die Terrorgruppe zu umgehen.

Von: df

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Fri, 09 Aug 2019 11:12:00 +0200
<![CDATA[Trauer um zerstörte Tempel]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2019/08/09/trauer-um-zerstoerte-tempel/ Der 9. Tag des jüdischen Monats Av ist ein Trauertag. Gemäß der Überlieferung haben sich an diesem Datum in verschiedenen Jahren mehrere traurige Ereignisse zugetragen. Und so fasten Juden an diesem „Tischa BeAv“. Der 9. Av fällt in diesem Jahr auf einen Schabbat. Deshalb verschiebt sich das Fasten um einen Tag, es beginnt am Abend des 10. August.

Im Mittelpunkt des Gedenkens steht die Zerstörung des Ersten Tempels im Jahr 586 vor der Zeitrechnung wie auch die Zerstörung des Zweiten Tempels im Jahr 70 nach Christus. Und im Jahr 135 schlugen die Römer endgültig den jüdischen Aufstand nieder und töteten ebenfalls am 9. Av den Anführer Simon Bar Kochba, in den Juden große Hoffnungen gesetzt hatten – er galt vielen sogar als Messias.

Danach wurde Jerusalem zur römischen Militärkolonie Aelia Capitolina. Juden durften die Stadt nicht betreten. Das gesamte Gebiet wurde Palästina genannt, dadurch wollten die Römer jede Erinnerung an das jüdische Leben in der Region auslöschen. Ein Jahr später wurde Jerusalem erneut zerstört, auch das geschah am 9. Av. In den 1920er Jahren war selbst die islamische Aufsichtsbehörde Waqf noch davon überzeugt, dass in der Altstadt die beiden Tempel gestanden hatten. Heute leugnen internationale Organe wie die Kulturorganisation UNESCO eine jüdische Verbindung zum Tempelplatz.

Ereignisse aus neuer und biblischer Zeit

Auch in Mittelalter und Neuzeit sind furchtbare Ereignisse zu bedenken: Im Jahr 1290 wurde die Ausweisung der Juden aus England verfügt, 1492 begann die Vertreibung der Juden aus Spanien. Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges am 1. August 1914 fiel ebenfalls auf den Tischa BeAv. 1942 begannen die Massendeportationen von Juden aus dem Warschauer Ghetto.

Aus biblischer Zeit kommt ein weiteres Ereignis hinzu: Bevor das Volk Israel ins Gelobte Land einziehen konnte, sandte Mose zwölf Kundschafter dorthin. Diese kehrten mit vielen Früchten zurück. Zehn von ihnen erzählten aber auch von Riesen, die im Lande Kanaan lebten. Daraufhin verloren die meisten Israeliten ihr Gottvertrauen. Als Strafe durfte ihre Generation mit Ausnahme der rechtschaffenen Kundschafter Josua und Kaleb nicht das verheißene Land betreten.

Die Episode wird in 4. Mose 13 berichtet. Dort findet sich zwar keine Datumsangabe. Aber nach jüdischer Überlieferung ereignete sich der folgenschwere Sinneswandel des Volkes am 9. Av. Auch deshalb begehen Juden an diesem Datum einen Trauertag, an dem sie fasten und nicht die Tora studieren. Denn in Psalm 19,9 steht geschrieben: „Die Befehle des HERRN sind richtig und erfreuen das Herz.“ In der Liturgie wird aus dem Buch der Klagelieder gelesen.

Beobachtung: Interesse bei Christen steigt

Indes beobachtet die Nachrichtenseite „Breaking Israel News“, dass immer mehr Christen dem Tischa BeAv eine Bedeutung zumessen. Sie zitiert den Rabbi Tuly Weisz, der darauf hinweist, dass die „Feinde des jüdischen Volkes“ diesen und andere Fasttage herbeigeführt hätten. Er stellte die Frage, wann aus dem Fasttag ein Festtag werden könne, und antwortete selbst: „Es wird nur geschehen, wenn nicht nur die Juden am 9. Av Buße tun, sondern wenn auch Nicht-Juden Buße tun.“

Der Rabbi ergänzte: „Jeder, der die Bibel ernst nimmt, muss die jüdischen Feste ernst nehmen. Wenn die nicht-jüdische Welt zu begreifen beginnt, dass diese biblischen Feste Teil der biblischen Geschichte sind, und beginnt, die biblischen Fasttage ernst zu nehmen und an ihnen zu fasten und Buße zu tun, wird Gott herbeiführen, dass die Fasttage zu Festtagen werden.“

Wie die Tageszeitung „Jerusalem Post“ berichtet, haben sich etwa 100 Christen aus verschiedenen Ländern nach Israel aufgemacht. Sie wollen dort den Fasttag begehen. Dabei wollen sie sich bewusst machen, welche Rolle Christen bei der Verfolgung von Juden gespielt haben, und um Vergebung bitten. Ein Aspekt sei die sogenannte Ersatztheologie – jahrhundertelang lehrten die Kirchen, die Christenheit habe Israel als ausgewähltes Volk ersetzt.

Dürfen Juden am Fasttag wählen?

Ein offizieller Feiertag ist Tischa BeAv in Israel nicht. Und auch in der Diaspora wird er nicht so streng begangen wie etwa der Versöhnungstag Jom Kippur. Dennoch haben sich Juden in Argentinien an den aschkenasischen Oberrabbiner von Israel, David Lau, gewandt. In dem südamerikanischen Land sind nämlich am 11. August die Vorwahlen für die Präsidentschaftswahl im Oktober. Die jüdischen Bürger wollten wissen, ob sie sich trotz des Fasttages an der Abstimmung beteiligen dürfen.

Rabbi Lau antwortete, in Argentinien erschienen die Sterne um diese Jahreszeit so früh, dass Juden nach dem Ende des Fastens wählen könnten. „Aber wenn es nicht möglich ist, am Abend zu wählen, ist es sogar erlaubt – wegen der Bedeutung der Angelegenheit –, während des Tages zu wählen.“

Von: Elisabeth Hausen

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Fri, 09 Aug 2019 10:54:00 +0200
<![CDATA[Arabischer Junge dankt Wachmännern der Knesset]]> https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2019/08/09/arabischer-junge-dankt-wachmaennern-der-knesset/ JERUSALEM (inn) – Eine besondere Überraschung hat eine arabische Familie aus Ostjerusalem fünf Angestellten der Knesset bereitet: Sie besuchte das israelische Parlamentsgebäude, um ihnen zu danken. Denn die Mitglieder des Wachpersonals hatten vor etwa drei Jahren ihrem kleinen Sohn das Leben gerettet.

Die Familie lebt im Stadtteil Beit Hanina. Der Vater, Samar Kawasme, erzählte der Tageszeitung „Yediot Aharonot“ von dem Erlebnis: „Dschud, mein Erstgeborener, saugte an der Brust und bekam plötzlich keine Luft mehr. Wir fuhren zum Krankenhaus.“ Doch im Begin-Boulevard seien sie in einen Stau geraten. „Ich streckte den Kopf hinaus und schrie: ‚Das Kind erstickt‘.“

Den Hilferuf hörten fünf Wachmänner der Knesset: Wladi Sawilow, Sergej Rissin, Gili Cohen, Omar Twito und Tomer Waknin. Sie hielten neben dem Auto der arabischen Familie am Straßenrand und begannen mit Wiederbelebungsversuchen. Nach der Ersten Hilfe verschafften sie den Arabern mittels der Sirene an ihrem Fahrzeug freie Bahn. Dadurch erreichte der kleine Patient rechtzeitig die Terem-Klinik. „Der Arzt im Terem-Zentrum sagte, wenn wir fünf Minuten später gekommen wären, hätte das Kind nicht überlebt“, erinnerten sich die Retter.

„Das wärmt das Herz“

Heute ist Dschud nach Angaben seines Vaters ein ganz normales Kind: Er läuft herum, spielt und lacht. „Ich habe dem Jungen von dem Vorfall erzählt und ihm vorgeschlagen, dass wir den Leuten, die ihn gerettet haben, Blumen bringen“, erklärte der Vater ihren Besuch in der Knesset. Diesen stimmten sie mit dem zuständigen Offizier ab. Die Wachmänner wussten nichts davon.

„Man rief uns in eine Sitzung“, sagten die Retter, „und plötzlich sehen wir das Kind. Wir waren sehr überrascht. Immer wieder erinnern wir uns an dieses Ereignis, aber wir dachten nicht, dass wir den Jungen wiedersehen würden. Der Vater hat sich wirklich Mühe gegeben, um uns zu finden. Das wärmt das Herz.“ Der Araber sagte bei dem Treffen: „Es gibt keine Worte, um auszudrücken, wie sehr ich zu Dank verpflichtet bin.“

Geburt im Auto

Wie die Zeitung am Mittwoch berichtete, ist es nicht das erste „Abenteuer“ der arabischen Familie in der Begin-Straße. Vor der Geburt ihrer zweiten Tochter habe seine Frau starke Wehen bekommen, erzählte der Vater. Auch diesmal seien sie auf dem Weg zum Krankenhaus in einen Stau geraten. „Plötzlich fing die Geburt an. Weil ich Metzger bin, fürchte ich mich nicht vor Blut. Ich hielt an der Seite an, leistete meiner Frau Geburtshilfe, holte das Mädchen heraus, legte es auf den Bauch meiner Frau und setzte die Fahrt fort.“ Im Krankenhaus sei dann noch die Nabelschnur durchtrennt worden.

Von: eh

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Fri, 09 Aug 2019 10:23:00 +0200