Der Polizeichef möchte mithilfe von Akademikern die Arbeit im arabischen Sektor verstärken
Der Polizeichef möchte mithilfe von Akademikern die Arbeit im arabischen Sektor verstärken

Hohe Kriminalität im arabischen Sektor

JERUSALEM (inn) – Die Kriminalitätsrate im arabischen Sektor Israels ist relativ hoch. Der Polizeichef Roni Alscheich möchte das Vertrauen der Bevölkerung in die Polizei stärken.

Der nationale Polizeichef Roni Alscheich hat am Dienstag in der Knesset die Kriminalstatistik Israels von 2015 vorgelegt. Aus dieser geht hervor, dass die Straftaten im arabischen Sektor des Landes überdurchschnittlich hoch waren.

Obwohl Araber nur 21 Prozent der israelischen Bevölkerung ausmachen, ereigneten sich 59 Prozent der Morde und 55 Prozent der Mordversuche im arabischen Sektor. Auch Brandstiftungen (58 Prozent), Diebstähle (47 Prozent) und Eigentumsdelikte (32 Prozent) kamen überdurchschnittlich häufig vor. „Die Situation ist inakzeptabel. Diejenigen, die darunter leiden, sind in erster Linie arabische Zivilisten und danach andere Bereiche der Gesellschaft. Im arabischen Sektor ist ein sehr starkes Verlangen danach, die Polizeiarbeit dort zu verstärken. Jahrzehntelang haben wir das nicht getan“, sagte Alscheich während einer Veranstaltung für die Polizei in der Knesset. Hierzu wäre es hilfreich, arabische Akademiker zu rekrutieren.

Ebenso zeigte er die Ziele auf, die er allgemein in der Polizeiarbeit anstrebt. Die Zahl der Polizisten im arabischen Sektor zu erhöhen, könnte helfen, das Verständnis für die Bedürfnisse der Gemeinschaft zu verbessern, erläuterte er laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“. Jede Dienststelle soll eine Einschätzung der Problembereiche und der Prioritäten abgeben, wie die Ziele erreicht werden können. Erst danach würden die Leistungsziele festgelegt, die die Polizeiarbeit verbessern sollen.

Eine Knessetabgeordnete, Revital Swid (Zionistische Union), sagte, für sie sei der Grund der Probleme der „Verlust des öffentlichen Vertrauens in die Polizei“. Alscheich erwiderte, das Vertrauen zu stärken sei sein „größtes Ziel“. (cor)

Von: cor

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