Während der Olympischen Spiele 1972 richteten palästinensische Terroristen Israelis grausam zu
Während der Olympischen Spiele 1972 richteten palästinensische Terroristen Israelis grausam zu

Neue grausame Details zum Massaker von München 1972

NEW YORK (inn) – Die Opfer des Terrorschlags gegen israelische Olympia-Teilnehmer in München 1972 sind misshandelt und kastriert worden. Das zeigen Detailberichte, über die zwei Witwen nun erstmals sprechen.

Es war einer der schrecklichsten Momente der Sportgeschichte: Während der Olympischen Sommerspiele 1972 in München töteten acht Mitglieder der palästinensischen Terror-Organisation „Schwarzer September“ elf Mitglieder der israelischen Delegation im Zuge einer Geiselnahme. Auch ein deutscher Polizist und fünf der Terroristen kamen ums Leben.

Zwei Witwen der Opfer, Ilana Romano und Ankie Spitzer, haben mit der amerikanischen Zeitung „New York Times“ nun erstmals öffentlich über die ihnen bereits im Jahr 1992 bekannt gewordenen Details des Terrorschlags gesprochen. Demnach haben die Terroristen ihre Geiseln misshandelt und mindestens einen Mann, den Gewichtheber Josef Romano, kastriert.

Die Terroristen hatten Romano zuvor niedergeschossen, als er versuchte, sich ihnen entgegenzustellen. Sie ließen ihn vor den Augen der anderen Geiseln sterben und kastrierten ihn. Ob die Kastration vor oder nach seinem Tod stattfand, ist unklar. Die anderen Geiseln wurden geschlagen und erlitten dabei Knochenbrüche.

Verschleierung von Details

Deutsche Behörden hatten laut „New York Times“ zunächst geleugnet, dass es Berichte mitsamt Fotos über diese Details gibt. Zwanzig Jahre nach dem Massaker gaben sie diese aufgrund des Druckes von Anwälten der Angehörigen schließlich frei. Diese haben dann die Berichte auch eingesehen, behielten die Einzelheiten aber weitgehend für sich. Sie klagten auch gegen die deutsche und bayerische Regierung sowie gegen die Stadt München wegen eines „mangelhaften Sicherheitskonzeptes“ und „schwerwiegender Fehler“ während des missglückten Versuchs der Geiselrettung. Ein Prozess fand aber wegen Verjährung nicht statt.

Die beiden Witwen haben über das Ausmaß der Grausamkeiten bereits für die Dokumentation „Munich 1972 & Beyond“ Auskunft erteilt. Der israelische Film soll Anfang 2016 erscheinen. Er thematisiert die Verschleierung von Details rund um die Entführung und die Mühe der Angehörigen, mehr über die Umstände zu erfahren. (df)

Von: df

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