Viele der Teilnehmer aus der ganzen Welt führten Flaggen mit sich
Viele der Teilnehmer aus der ganzen Welt führten Flaggen mit sich
Die Gäste kamen aus mehr als 80 Ländern, darunter aus Deutschland
Die Gäste kamen aus mehr als 80 Ländern, darunter aus Deutschland
Die Mitarbeiter der israelischen Fluglinie El Al führen Volkstänze auf
Die Mitarbeiter der israelischen Fluglinie El Al führen Volkstänze auf
Tausende Christen aus aller Welt liefen durch die Straßen Jerusalems, um ihre Solidarität zu zeigen
Tausende Christen aus aller Welt liefen durch die Straßen Jerusalems, um ihre Solidarität zu zeigen
Viele Israelis zeigen ihren Respekt für den Dienst der Soldaten durch lautes Klatschen
Viele Israelis zeigen ihren Respekt für den Dienst der Soldaten durch lautes Klatschen
Selbst Kinder liefen mit und schwenkten Flaggen
Selbst Kinder liefen mit und schwenkten Flaggen

Jerusalem-Marsch: Christen stehen zu Israel

Seit 60 Jahren gibt es zum Laubhüttenfest einen Marsch durch die Jerusalemer Innenstadt. Tausende Christen demonstrieren darin ihre Solidarität mit Israel und zehntausende Israelis schauen zu. Am Donnerstagnachmittag war es wieder soweit.

Die Parade feiert in diesem Jahr ihren 60. Geburtstag. Ihren Beginn bilden staatliche Einrichtungen wie Armee, Feuerwehr und Polizei. Aber auch Mitarbeiter der israelischen Fluglinie El Al, verschiedener Banken und Vereine laufen mit. Sie singen Volkslieder, schwenken fröhlich Transparente und lassen sich von den Zaungästen bejubeln. An der Spitze marschiert der Jerusalemer Bürgermeister Nir Barkat.

Die Christen aus aller Welt verteilen an die Umstehenden Flaggen ihrer Herkunftsländer, Süßigkeiten und rufen den Israelis Solidaritätsbekundungen zu. Sie berufen sich auf die Bibel. In Sacharja 14,16 heißt es: „Und alle, die übriggeblieben sind von allen Heiden, die gegen Jerusalem zogen, werden jährlich heraufkommen, um anzubeten den König, den Herrn Zebaoth und um das Laubhüttenfest zu halten.“

Nurit lebt in Jerusalem und ist mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern aus einem benachbarten Stadtteil gekommen. „Wir kommen bereits das vierte Jahr in Folge.“ Sie zeigt auf ihre blonde Tochter „Seit ihrer Geburt war sie in jedem Jahr dabei.“ Ihr Mann Ascher hält seinen einjährigen Sohn stolz über die Absperrung. Dieser wird von Hunderten Teilnehmern des Marsches fotografiert. Nurit ist skeptisch: „Eigentlich ist mir nicht ganz wohl bei dem Gedanken, dass er nun auf vielen Facebookseiten zu sehen sein wird.“ Doch Ascher beruhigt sie: „Nun hab dich nicht so. Das sind Menschen, die es gut mit uns meinen. Ich freue mich das ganze Jahr auf den Marsch.“

Die französische Delegation kommt vorbei und ruft im Sprechchor: „Is-ra-el! We-love-you!“ Da stimmt auch Nurit ihrem Mann zu: „Es ist einfach berührend, diese vielen Solidaritätsbekundigungen zu hören.“

Ägyptischer Christ: „Ich liebe das jüdische Volk“

Zum Laubhüttenfest waren Tausende Christen aus aller Welt nach Jerusalem gekommen. Viele von ihnen nahmen an der jährlichen Konferenz der „Internationalen Christlichen Botschaft in Jerusalem“ (ICEJ) teil. Diese organisiert die Teilnahme der vielen Christen an dem Jerusalem-Marsch. Im Vorfeld der Konferenz hatte es in diesem Jahr eine Warnung der Oberrabbiner gegeben, die Christen würden missionieren. Die Vorwürfe wies die Botschaft zurück. Doch die vielen Zuschauer des Marsches scheint die Warnung der Rabbiner ohnehin nicht geschreckt zu haben. Oder sie hatten sie gar nicht erst gehört.

Auch Aarif, ein Kopte aus Ägypten, weiß nichts von diesen Vorwürfen. Er ist ebenfalls zum Laubhüttenfest gekommen und zum ersten Mal in Israel. Seine Augen strahlen, als er sagt: „Es ist ein Segen, hier zu sein. Es war ein lebenslanger Traum, einmal hierher zu kommen. Ich liebe das jüdische Volk.“

Unter vielen Initiativen, die in der ganzen Innenstadt während der vergangenen Tage stattfanden, war auch die Band der Gemeinde „Friends of Jesus“ aus Hessen. Sie hatte ihre Instrumente mitgebracht und spielte an verschiedenen Abenden Lobpreislieder in der Fußgängerzone der Ben-Jehuda-Straße. Die Musiker wollen kein Geld für ihre Musik, stattdessen haben sie ein Transparent aufgestellt und legen Flyer aus, auf denen steht: „Wir kommen aus Deutschland, um euch Lieder von Freiheit, Frieden und Freude zu bringen – damit wollen wir ein Statement gegen Antisemitismus, aber für Israel und das jüdische Volk setzen.“ (mh)

Von: mh

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