Mitarbeiter der Hilfsorganisation „IsraAID“ bringen Flüchtlinge, deren Boot gekentert ist, sicher an Land.
Mitarbeiter der Hilfsorganisation „IsraAID“ bringen Flüchtlinge, deren Boot gekentert ist, sicher an Land.

IsraAID hilft bei Flüchtlingskrise

MYTILINI (inn) – Mitarbeiter der israelischen Nichtregierungsorganisation „IsraAID“ haben am Sonntag Dutzende Flüchtlinge vor der griechischen Küste gerettet. Israel lehnt aktuell eine Aufnahme von Flüchtlingen im eigenen Land zwar ab, es hilft aber Staaten, die durch den Zustrom überfordert sind.

Wie die Onlinezeitung „Times of Israel“ berichtet, kenterte das Boot vor der Insel Lesbos, nachdem der Motor plötzlich explodiert war. „Einige der Frauen und Kinder und die Babies konnten nicht schwimmen, unsere Mitarbeiter sind sofort ins Wasser gesprungen, um zu verhindern, dass sie ertrinken“, zitiert die Zeitung den IsraAID-Gründer Schachar Sahavi. Alle Flüchtlinge seien gerettet und am Strand direkt von Mitarbeitern der Organisation versorgt worden.

Die Mitarbeiter der Hilfsorganisation seien derzeit allerdings überfordert, so Sahavi. „Aber wir dürfen nicht aufhören, weil noch weitere (Flüchtlinge) auf dem Weg sind.“ Der Israeli fügte hinzu: „Das Herz ist schwer aufgrund der vielen Krisen in der Welt, aber dies ist eine einzigartige und tragische Situation, die sich in Europa ausbreitet – eine, die besonders herzerweichend ist.“

Angesichts der Flüchtlingskrise ist IsraAID mit Ländern im Gespräch, in denen die Flüchtlinge zuerst eintreffen, unter anderem mit Italien und Griechenland. Die Organisation will die Staaten dabei unterstützen, Nothilfe zu leisten, beispielsweise durch Lebensmittel, Kleidung, Medizin und Hygiene-Pakete. Außerdem soll IsraAID das psychosoziale Training für die Mitarbeiter leiten, welche sich in den europäischen Ländern in den Zentren der Flüchtlingsströme befinden.

Seit 2013 sind Mitarbeiter von IsraAID zudem in Jordanien vor Ort, um dort den syrischen Flüchtlingen in den Lagern zu helfen. (dn)

Von: dn

Sie können sich über Disqus, Facebook, Twitter oder Google+ anmelden um zu kommentieren. Bitte geben Sie einen Namen ein, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine E-Mail-Adresse. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen, die unsachliche Formulierungen oder externe Links enthalten. Bitte achten Sie auch darauf, dass wir Beiträge mit mehr als 1.600 Zeichen nicht veröffentlichen. Mit Abgabe des Kommentars erkennen Sie die Nutzungs- bedingungen an.

Datenschutz
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Moderation
Die Moderation der Kommentare liegt allein beim Christlichen Medienverbund KEP e.V. Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in den Nutzungsbedingungen.

comments powered by Disqus

Anzeige

Anzeige