Israelische Schüler lernen in den Klassen eins bis sechs derzeit mit bis zu 40 anderen Kindern zusammen. Diese Zustände will das Bildungsministerium mit Beginn des neuen Schuljahres ändern.
Israelische Schüler lernen in den Klassen eins bis sechs derzeit mit bis zu 40 anderen Kindern zusammen. Diese Zustände will das Bildungsministerium mit Beginn des neuen Schuljahres ändern.

Ende bei Kampf um kleinere Schulklassen in Sicht

JERUSALEM (inn) – Israels Bildungsminister Naftali Bennett will die Größe von Schulklassen reduzieren. Damit reagiert er auf massive Elternproteste. Bislang werden bis zu 40 Kinder in eine Grundschulklasse aufgenommen, bevor eine weitere Klasse eröffnet wird.

Bennett gab am Donnerstag einen Plan zur Verkleinerung der Grundschulklassen bekannt. Dieser greift erstmals bei den Erstklässlern, die im September dieses Jahres in die Schule kommen. Bereits bestehende Klassen sind davon nicht betroffen. Nach fünf Jahren soll demnach kein Kind in Israels Grundschulen in Klassen mit mehr als 34 Schülern lernen.

Die Realisierung des Vorhabens kostet den Staat laut der Tageszeitung „Ha‘aretz“ rund 130 Millionen Dollar. Dem Bericht zufolge sei die kurzfristige Umsetzung eine Herausforderung. Im ganzen Land fehlten dafür etwa 300 Klassenräume. Daher werde zunächst improvisiert. Unter anderem sollen Labore vorübergehend in Klassenzimmer umgewandelt werden. Wenn sich die einzelnen Schulen bemühten, sei eine sofortige Umsetzung zu Beginn des Schuljahres jedoch möglich, hieß es aus dem Bildungsministerium.

Der Plan erfüllt die Forderungen der Eltern nicht ganz. Diese hatten sich bei ihren Protesten auf eine Entscheidung des Kabinetts aus dem Jahre 2008 berufen. Laut dieser sollten Schulklassen landesweit eine Stärke von maximal 32 Kindern haben. Die Maßnahme wurde jedoch nie umgesetzt. In den vergangenen Jahren hatten Eltern und auch Lehrer deswegen immer wieder protestiert und gestreikt. Vor sechs Wochen hatte die Elternversammlung Generalstaatsanwalt Jehuda Weinstein aufgefordert Ermittlungen gegen alle Bildungsminister einzuleiten, die seit 2008 im Amt waren. Nachdem Weinstein dies abgelehnt hatte, hat die Elternversammlung am Mittwoch Klage beim Obersten Gerichtshof eingereicht. (dn)

Von: dn

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