Premier Netanjahu gedachte mit Politikern, Militärs und Angehörigen der Gefallenen des Sommers 2014.
Premier Netanjahu gedachte mit Politikern, Militärs und Angehörigen der Gefallenen des Sommers 2014.

Politiker gedenken an Gefallene des Gaza-Konfliktes

JERUSALEM (inn) – Die Gefallenen des jüngsten Gaza-Konfliktes haben den Staat Israel heldenhaft verteidigt. Das hat Regierungschef Benjamin Netanjahu am Montag bei einer Gedenkfeier ein Jahr nach der Operation „Starker Fels“ gesagt. Staatspräsident Reuven Rivlin betonte Israels Interesse am Frieden.

Führende Politiker und Militärvertreter sowie Angehörige haben am Mittwochabend der Israelis gedacht, die im Gaza-Konflikt des Sommers 2014 ums Leben kamen. Bei der Zeremonie auf dem Jerusalemer Herzlberg sagte Premierminister Benjamin Netanjahu: „Die Hamas hat einen Schlag eingesteckt, wie sie ihn seit ihrer Gründung nicht kannte. Wir verfolgen aus der Nähe, was im Süden passiert und sind bereit, mit der dafür erforderlichen Kraft zu handeln. Ich sage jedem Feind Israels – der Hamas, der Hisbollah, dem Iran und auch dem IS: Wer versucht, uns zu schaden, dessen Blut kommt über sein Haupt.“ Der Regierungschef zitierte aus der Bibel: „Der Bogen Jonatans hat nie gefehlt, und das Schwert Sauls ist nie leer zurückgekommen“ (2. Samuel 1,22).

Netanjahu legte die Unterschiede zwischen Israel und seinen Feinden dar: „Wir heiligen das Leben – unsere Feinde heiligen den Tod“, wird er in einer Mitteilung seines Büros zitiert. Da er selbst 1976 bei der Flugzeugentführung in Entebbe einen Bruder verloren hat, könne er den Schmerz der Hinterbliebenen nachvollziehen. Doch das Leben sei ein starker Fluss, „der uns nach vorne schwemmt“. Die Trauernden würden andere Tage sehen, Tage der Hoffnung. „Immer wird der furchtbare Schorf bleiben, immer werden wir uns an unsere Lieben erinnern, die gefallen sind. Und innen im Herzen bleibt der Trost, dass unsere Lieben einen Heldentod gestorben sind, um dem Volk Rettung zu bringen.“

Rivlin: „Wir sind kein Volk des Krieges“

Staatspräsident Reuven Rivlin sagte laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“: „Ich stehe hier an diesem Abend tränenvoll, mit schwerem Herzen auf diesem traurigen und stillen Berg – Jerusalems Berg von Verlust und Sehnsucht. Ein Jahr ist seit jenem schweren Sommer vergangen; dem Sommer, in dem wir 67 Soldaten verloren – die brillantesten und besten unserer Kämpfer – ebenso wie Zivilisten und liebe Menschen.“

Der Verlust sei zum Schutz der Nation notwendig, fuhr Rivlin fort. „Der Staat Israel wird eine Situation nicht akzeptieren, in der unsere Städte wiederholten und fortdauernden Angriffen unterworfen sind. Wenn es kein Feuer auf Sderot, Nahal Os oder Aschkelon gibt, dann wird es kein Feuer auf den Gazastreifen geben.“ Nur die Ausrottung des Terrors werde dem Töten Unschuldiger auf beiden Seiten ein Ende bereiten.

Zu den jüngsten vereinzelten Raketenangriffen aus dem Gazastreifen sagte Rivlin: „Wir sind kein Volk des Krieges, aber wenn wir gezwungen werden, zu den Waffen zu greifen, um unsere Grenzen und unsere Existenz zu schützen, dann werden wir nicht zögern, das zu tun.“

Unterstützung für 3.800 Familien von Soldaten

Die Nichtregierungsorganisation „Eine Familie“ kümmert sich seit der „Zweiten Intifada“ um trauernde Angehörige, die ein Trauma zu überwinden haben. Wie die Koordinatorin Batia Weinberg bei der Zeremonie mitteilte, unterstützt sie derzeit 2.000 Hinterbliebenenfamilien. Hinzu kämen 1.800 Familien von verwundeten Soldaten. (eh)

Von: eh

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