Zu den Erleichterungen für Palästinenser gehören vereinfachte Einreiseverfahren an Kontrollpunkten. Im Bild: Checkpoint Kalandija
Zu den Erleichterungen für Palästinenser gehören vereinfachte Einreiseverfahren an Kontrollpunkten. Im Bild: Checkpoint Kalandija

Erleichterungen für Palästinenser

JERUSALEM (inn) – Israelische Sicherheitskräfte haben massive Erleichterungen für Palästinenser im Westjordanland angeordnet. Sie hoffen, damit die derzeit relativ sichere Lage in dem Gebiet zu erhalten.

Die israelische und die palästinensische Zivilverwaltung sowie die Behörde COGAT, welche die Aktivitäten der israelischen Regierung in den Palästinensergebieten koordiniert, haben zahlreiche Maßnahmen beschlossen, um das Leben der Palästinenser zu erleichtern. So erhalten Besitzer von Steinbrüchen erstmals seit Jahren die Erlaubnis zu Sprengungen, was eine enorme Zeitersparnis beim Abbau bedeutet. Die Sprengungen werden ausschließlich von israelischen Unternehmen durchgeführt.

Großen palästinensischen Landwirtschaftsunternehmen wurde die Nutzung von Mehrzweckdüngern genehmigt. Die Folge sei eine erhöhte Produktion und die Einstellung von mehr Arbeitern, berichtet die Tageszeitung „Yediot Aharonot“. Die Dünger können auch zur Herstellung von Sprengsätzen benutzt werden und waren daher bislang verboten.

Zehntausende Palästinenser haben zudem die Erlaubnis erhalten, anlässlich des bevorstehenden Fastenmonats Ramadan zum Gebet nach Jerusalem zu reisen. Die Infrastruktur an den Grenzübergängen wurde dafür verbessert.

Ferner hat Israel mehrere bislang gesperrte Zugangsstraßen geöffnet, um Reisewege zu verkürzen. Des Weiteren wurden neun Baupläne zur Erweiterung palästinensischer Dörfer um Hebron bewilligt.

Vor einigen Wochen hatte Israel bereits palästinensischen Ärzten erlaubt, mit ihren Privatfahrzeugen zum Arbeiten nach Israel zu fahren. Die Maßnahme soll auf weitere Berufsgruppen ausgeweitet werden. Palästinenser über 55 Jahren dürfen mittlerweile ohne besondere Genehmigung nach Israel einreisen – betroffen sind mehr als 400.000 Menschen. Eine solche Maßnahme hat es seit den 1980er Jahren nicht gegeben. Das Mindestalter für verheiratete Palästinenser, um nach Israel einzureisen und dort nach Arbeit zu suchen, wurde von 24 auf 22 Jahre gesenkt. (dn)

Von: dn

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