Die Leiche wurde in Alberto Nismans Wohnung im Stadtviertel Puerto Madero entdeckt.
Die Leiche wurde in Alberto Nismans Wohnung im Stadtviertel Puerto Madero entdeckt.

Argentinien: Staatsanwaltschaft vermutet Anstiftung zum Selbstmord

BUENOS AIRES (inn) – Nach ersten Ermittlungen zum Tod von Alberto Nisman geht die argentinische Staatsanwaltschaft von einem Suizid aus. Nichts deute derzeit auf die Anwesenheit einer weiteren Person in der Wohnung des Juristen hin, der den Anschlag auf ein jüdisches Gemeindezentrum untersuchte.

„Der Dekan der Gerichtsmedizin hat dem Vertreter der Anklage mitgeteilt, dass es bei Nismans Tod keine Einmischung von dritten Personen gegeben hat“, erklärte die Staatsanwaltschaft in Argentinien. Die vorläufigen Ergebnisse der Autopsie seien überzeugend. Die Leiche habe den Eingang zum Bad versperrt. Die Tür sei abgeschlossen gewesen, der Schlüssel habe gesteckt. Nisman war an einem Kopfschuss gestorben und Sonntagnacht in seiner Wohnung in Buenos Aires aufgefundenworden.

Staatsanwältin Viviana Fein sagte der argentinischen Zeitung „Perfil“, die Ermittler konzentrierten sich auf Drohungen, die Nisman vor seinem Tod nach eigenen Angaben erhielt. „Man untersucht eine mögliche Anstiftung zum Suizid.“ Gegenüber dem Sender „Todo Noticias“ wies sie darauf hin, dass „die Schusswaffe einem Mitarbeiter von Nisman gehörte“. Die Ergebnisse der labortechnischen Untersuchungen stehen noch aus.

Nisman wollte am Montagnachmittag vor Abgeordneten seine Vorwürfe gegen führende argentinische Politiker untermauern. Diese hatten nach seiner Auffassung eine iranische Beteiligung an dem Attentat auf das jüdische AMIA-Zentrum im Jahr 1994 verschleiern wollen. Zu diesen Politikern zählt auch Staatspräsidentin Cristina Fernández de Kirchner.

Von: eh

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