Gegen Antisemitismus: Das israelische Außenministerium führt Liste über anti-israelische Äußerungen in europäischen Parlamenten. (Symbolbild)
Gegen Antisemitismus: Das israelische Außenministerium führt Liste über anti-israelische Äußerungen in europäischen Parlamenten. (Symbolbild)

Außenministerium startet Aufklärungskampagne gegen Antisemitismus

JERUSALEM (inn) – Israels Außenminister Avigdor Lieberman hat ein Dokument vorgestellt, das auf „Lügen und Verzerrungen“ in der Debatte um die Anerkennung Palästinas als Staat hinweisen soll.

Lieberman stellte während einer Konferenz am Samstag Israels Botschaftern in Europa ein Dokument vor. Darin gehe es um „Lügen und Verzerrungen“, die Mitglieder des Europäischen Parlaments in den Debatten um die Anerkennung eines palästinensischen Staates äußerten, berichtet die Tageszeitung „Yediot Aharonot“. Er wolle zeigen, dass diese Diskussionen Antisemitismus beinhalteten.

„Rassistischer zionistischer Staat“

Der parteilose irische Politiker Mick Wallace etwa habe während der Debatte zur Palästina-Anerkennung im irischen Parlament gesagt: „Die Menschen könnten das vielleicht vergessen, aber 1948 vertrieben, massakrierten, zerstörten und vergewaltigten die Juden in Palästina. [...] Der Krieg in Gaza war ein Massaker, mit der Hamas, die Spielzeug-Raketen abfeuerte.“ Diese Debatte habe besonders harte Äußerungen gegen Israel beinhaltet. Andere Parlamentsmitglieder forderten Sanktionen gegen Israel und verurteilten den „rassistischen zionistischen Staat“.

Weiteres Kapitel der „Protokolle der Weisen von Zion“

Der Leiter der Außenministeriumsabteilung für Europa, Sammy Revel, hat eine Liste solcher Aussagen erstellt. Darauf sollte weltweit aufmerksam gemacht werden, meint Lieberman. Weiter sagte der Außenminister: „Die Anzahl der Lügen und Verdrehungen in den Debatten um die Anerkennung eines palästinensischen Staates in den irischen und spanischen Parlamenten, und den Erfindungen getätigt von angesehenen Parlamentsmitgliedern ist ein weiteres Kapitel der ‚Protokolle der Weisen von Zion‘ (ein auf Fälschungen beruhendes antisemitisches Pamphlet, Anm. d. Red.).“

Das israelische Außenministerium wies alle Botschaften in Europa an, ein Auge auf anti-israelische Äußerungen zu haben. Der Leiter der Außenministeriumsabteilung für Europa, Revel, sagte: „Die Bemerkungen spiegeln fortlaufende Bemühungen einiger Politiker und pro-palästinensischer Meinungsmacher, um Israels Image zu zerstören und es im falschen Licht zu präsentieren.“

Von: ms

Sie können sich über Disqus, facebook, Twitter oder Google+ anmelden um zu kommentieren. Bitte geben Sie einen Namen, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine E-Mail-Adresse ein. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Um Missbrauch zu vermeiden, werden wir Ihren Kommentar erst nach Prüfung auf unserer Seite freischalten. Wir behalten uns vor, nur sachliche und argumentativ wertvolle Kommentare online zu stellen. Bitte achten Sie auch darauf, dass wir Beiträge mit mehr als 1600 Zeichen nicht veröffentlichen. Mit Abgabe des Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.

Datenschutz
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Moderation
Die Moderation der Kommentare liegt allein beim Christlichen Medienverbund KEP e.V. Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in den Nutzungsbedingungen.

comments powered by Disqus