Der Eingang zur Siedlung Jakir: Adele Biton ist zu Hause willkommen.
Der Eingang zur Siedlung Jakir: Adele Biton ist zu Hause willkommen.

„Wir leben mit Wundern“

ARIEL (inn) – Vor anderthalb Jahren wurde sie durch einen palästinensischen Steineangriff schwer verwundet – nun verlässt die viereinhalbjährige Adele Biton das Krankenhaus. Allerdings benötigt das israelische Mädchen noch eine intensive medizinische Betreuung.

Die Ärzte im Loewenstein-Krankenhaus in Ra‘anana stufen Adeles Zustand als „teilweise bei Bewusstsein“ ein. Ursprünglich sollte sie bereits vor einigen Monaten entlassen werden, doch dagegen protestierte die Familie Biton. Schließlich legte ein Gericht fest, dass die kleine Patientin bis zum 1. September in der Klinik bleiben kann. In der Zwischenzeit wollten die Eltern das Haus für ihre Ankunft vorbereiten, schreibt die Tageszeitung „Ma‘ariv“.

Im März 2013 war die Mutter Adwa Biton mit ihren drei Töchtern im Westjordanland unterwegs, als Palästinenser Steine auf ihr Fahrzeug warfen. Sie befanden sich auf dem Weg von Ariel zu ihrer nahegelegenen Siedlung Jakir. Infolge des Angriffes fuhr die Mutter gegen einen Lastwagen. Adele wurde bei dem Unfall schwer am Kopf verwundet, die Mutter und die Schwestern erlitten leichte bis mittelschwere Verletzungen (Israelnetz berichtete). Einige Tage danach wurden die mutmaßlichen Täter festgenommen. Ein Militärgericht erhob Anklage wegen versuchter vorsätzlicher Tötung.

In dieser Woche gab es einen ähnlichen Angriff in Samaria, nahe der israelischen Ortschaft Jitzhar. Die elf Monate alte Hadas Kaisler wurde durch Steine leicht verletzt. Dieser Vorfall hat Adwa Biton den Anschlag in Erinnerung gebracht, der ihr Leben veränderte. „Wir leben mit Wundern“, sagt die Jüdin. „Wir danken dem Heiligen, gepriesen sei Er, dafür, aber in Israel fasst man Steinewerfen als Unsinn auf.“ Die Justiz müsse hart gegen die Täter vorgehen, „auch wenn sozusagen nichts passiert ist“.

Familie erwartet viertes Kind

Die Mutter befürchtet, dass die Palästinenser, die ihr Auto angegriffen haben, mit einer leichten Strafe davonkommen könnten. Denn die Verhandlungen werden immer wieder verschoben. „Es gibt hier einen versuchten Mord. Jetzt, wo wir das Krankenhaus verlassen, werde ich es aus der Nähe verfolgen. Ich hoffe, dass die Terroristen die Höchststrafe für dieses Verbrechen erhalten. Das ist keine Rache, es ist mein Wille, ähnliche Fälle bei anderen zu verhindern.“ Adele sei zu einer Art Symbol geworden.

Indes ist Adwa Biton im neunten Monat schwanger. „Das passt ausgezeichnet zu unserer Geschichte“, betont sie. „Wir haben das Leben gewählt. Unser Blickpunkt war von Anfang an, dass das Leben weitergehen muss. Der Heilige, gepriesen sei Er, ist übernatürlich, und Er wird uns führen. Es ist nicht einfach, jetzt ein Kind zur Welt zu bringen, aber ich bin gering – wenn es das ist, was Gott will, wird Er uns helfen, wie Er uns mit Adele geholfen hat.“

Private Pfleger sollen sich zu Hause um das Mädchen kümmern. Die Mutter erwartet, dass sie ihrer kleinen Tochter Liebe und Wärme geben werden. Derzeit reagiert Adele auf bestimmte Reize und kann bestimmte Bewegungen ausführen, wie das Nachrichtenportal „Arutz Scheva“ berichtet.

Von: eh

Sie können sich über Disqus, Facebook, Twitter oder Google+ anmelden um zu kommentieren. Bitte geben Sie einen Namen ein, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine E-Mail-Adresse. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen, die unsachliche Formulierungen oder externe Links enthalten. Bitte achten Sie auch darauf, dass wir Beiträge mit mehr als 1.600 Zeichen nicht veröffentlichen. Mit Abgabe des Kommentars erkennen Sie die Nutzungs- bedingungen an.

Datenschutz
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Moderation
Die Moderation der Kommentare liegt allein bei der Christlichen Medieninitiative pro e.V. Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in den Nutzungsbedingungen.

comments powered by Disqus