Die Twitter-affine Sängerin Rihanna "wollte Post gar nicht veröffentlichen".
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Bardem (l.) und Cruz (vorn) beim Dreh von "Vicky Cristina Barcelona" des Regisseurs Woody Allen (r.)
Bardem (l.) und Cruz (vorn) beim Dreh von "Vicky Cristina Barcelona" des Regisseurs Woody Allen (r.)

Rihanna, Madonna, Cruz: Stars positionieren sich zu Gaza-Krieg

MADRID / NEW YORK (inn) – Mehr als einhundert spanische Künstler, darunter die Hollywood-Stars Penélope Cruz und Javier Bardem, haben Israel in einem offenen Brief Völkermord vorgeworfen. Auch Sängerinnen wie Rihanna oder Madonna positionieren sich zum Gaza-Konflikt – und rudern danach teils zurück.

Cruz, Bardem oder auch Starregisseur Pedro Almodóvar fordern in der diese Woche veröffentlichten „Mitteilung der Kultur gegen den Völkermord an Palästinensern“ einen sofortigen Waffenstillstand. Zudem treten sie ein für den „Rückzug auf die Grenzen von 1967 und eine sofortige Aufhebung der Gaza-Blockade“. Die Europäische Union sowie die spanische Regierung sollten „die Bombardements gegen die palästinensische Zivilbevölkerung im Gazastreifen von der Luft sowie von Land und See aus verurteilen“. Um einen „gerechten und dauerhaften Frieden zu erreichen“, sollten Israelis und Palästinenser verhandeln.

Nun rudert die Oscar-Preisträgerin Cruz ein wenig zurück. Ihr Management veröffentlichte Ende der Woche eine „Klarstellung“ der Schauspielerin: „Ich möchte bei dieser wichtigen Frage nicht missverstanden werden. [...] Ich bin keine Expertin für die Situation und mir ihrer Komplexität bewusst.“ Für Israel und Gaza wünsche sie sich „einfach Eintracht und Frieden“. Und weiter: „Ich hoffe, dass sich alle Seiten auf eine Waffenruhe einigen können und es keine unschuldigen Opfer mehr gibt, auf keiner Seite der Grenze.“

Madonna: „Ich unterstütze die Hamas nicht!“

Pop-Queen Madonna veröffentlichte auf ihrem Instagram-Profil Mitte Juli ein Foto des getöteten arabischen Jugendlichen Muhammad Abu Chdeir, der jüdischen Extremisten zum Opfer fiel. Dafür gab es Kritik von israelischen Fans, die fragten, warum die Sängerin kein Bild der drei zuvor getöteten israelischen Teenagern poste. Ihre Antwort folgte prompt in einem weiteren Bild von Ejal Jifrach, Naftali Frankel und Gil-Ad Scha‘ar. Dazu schrieb sie: „Konflikte können nie durch Gewalt gelöst werden! Waffenstillstand auf beiden Seiten. Jedes menschliche Leben ist kostbar!“

Vor einer Woche veröffentlichte Madonna auf Instagram ein Blumenbild und schrieb dazu: „Diese Blumen sind so unschuldig wie die Kinder von Gaza! Wer hat das Recht, sie zu zerstören? Keiner!!! Waffenruhe!“ Zudem verteidigte sie sich: „Ich unterstütze die Hamas nicht! Ich unterstütze Menschenwürde und Respekt! Ich unterstütze Frieden!“

Rihanna: Befreit Palästina

Die Twitter-affine Sängerin Rihanna sorgte mit einem politischen Statement für Aufsehen. Mitte Juli veröffentlichte sie mit dem Hashtag „Free Palestine“ einen Post in ihrem Konto. Nach acht Minuten war der Tweet allerdings wieder verschwunden, da dieser gar nicht für die Verbreitung gedacht gewesen sei. Das Klatsch-Portal „TMZ“ zitiert einen Vertrauten der Sängerin: „Sie hat ihn gelöscht, weil er nie dafür bestimmt war, getwittert zu werden.“ Rihanna habe „nicht einmal bemerkt, dass es ein Tweet war, bis Fans sie darauf hinwiesen“. Danach twitterte sie: „Lasst uns für Frieden und ein rasches Ende des israelisch-palästinensischen Konflikts beten! Gibt es Hoffnung?“ Dazu veröffentlichte sie ein Foto zweier Jungen Arm in Arm, ein Israeli und ein Palästinenser.

Die Sängerin und Schauspielerin Selena Gomez schrieb bei Instagram „Betet für Gaza“ und fügte nachträglich ein „Natürlich, um klar zu sein, ich stelle mich auf keine Seite“ hinzu. Dafür gab es Kritik von der amerikanischen Fernsehpersönlichkeit Joan Rivers. Sie wolle schauen, ob die junge Gomez überhaupt wisse, wie man „Palästina“ richtig schreibe. Weiter sagte Rivers gegenüber „TMZ“: „Wenn New Jersey Raketen auf New York feuerte, würden wir sie auslöschen.“

Von: ms

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