Während des Ramadan reisten viele Palästinenser nach Israel, besonders nach Jerusalem.
Während des Ramadan reisten viele Palästinenser nach Israel, besonders nach Jerusalem.

Ramadan: Palästinenser strömten nach Israel

JERUSALEM (inn) – Mehr als eine Million Palästinenser sind während des muslimischen Fastenmonats Ramadan nach Israel eingereist. Das gab das israelische Außenministerium am Mittwoch bekannt. An Freitagen, in der Nacht der Koran-Offenbarung und am Fest des Fastenbrechens war die Besucherzahl mit über 600.000 besonders hoch.

Während des Ramadan hatten die israelische Militärverwaltung COGAT und die Zivilverwaltungen in Judäa und Samaria eine Reihe Erleichterungen für Palästinenser bei der Einreise nach Israel veranlasst (Israelnetz berichtete). Ziel sei es gewesen, Wartezeiten an den Grenzübergängen zu verkürzen und den Zugang zu heiligen Stätten zu erleichtern, heißt es in einer Mitteilung des Außenministeriums.

Erstmals durften über 60-jährige Palästinenser ohne offizielle Erlaubnis während des Fastenmonats einreisen. Für Männer über 40 Jahre und Frauen jeden Alters galt dies an Freitagen. An Wochentagen durften je 20.000 muslimische Glaubensanhänger einreisen, und zwar Männer und Frauen über 35 Jahre. Die Grenzübergänge waren außerdem länger geöffnet und für Familienbesuche in Israel wurden zahlreiche Genehmigungen erteilt. Innere Grenzen wurden außerdem vollständig geöffnet, um den Verkehrsfluss zu erleichtern.

Zusätzlich zu den 600.000 Palästinensern an Freitag und den zwei Feiertagen erhielten 180.000 die Erlaubnis, Verwandte ersten und zweiten Grades in Israel zu besuchen. Zusätzlich zu denen, die ohne Einreiseerlaubnis ins Land kommen konnten, erhielten etwa 183.500 Araber Bewilligungen für Verwandtenbesuche. Circa 29.660 Genehmigungen wurden an diejenigen erteilt, die für die Teilnahme an Gebeten nach Israel reisen wollten.

An den Freitagen überquerten jedesmal hunderttausende Palästinenser die Grenzen nach Israel. Die meisten Staus habe es an Jerusalemer und Bethlehemer Übergängen gegeben, heißt es in dem Bericht. „Es gab an der Grenze einen großen Rückstau, aber dank der Kooperation zwischen uns und den palästinensischen Sicherheitskräften und Einwohnern konnten wir die Herausforderung bewältigen“, erklärte Timor Marai, Kommandeur derDelegation der Jerusalemer Bezirks- und Verbindungsverwaltung (DCL) in Abu Dis. „Die Präsenz von DCL-Beamten und Soldaten an den Grenzen war maßgeblich. Wir sind in der Lage, eine professionelle und nicht-militärische Lösung für jegliche Frage oder jegliches Problem anzubieten, mit dem wir es zu tun haben“, fügte er hinzu.

Ramadan ist „eine jährliche Show“

Oberstleutnant Ofer Meital, Kommandeur der Jerusalemer DCL, sagte: „Ramadan ist eine ‚jährliche Show‘ in unserem Gebiet und wir lernen von Jahr zu Jahr, wie wir am besten damit umgehen können. Das System funktionierte ausgezeichnet. Das zeigt sich auch an der Zufriedenheit, welche die Palästinenser angesichts der Erleichterungen für den Ramadan äußerten. In dem Monat gab es einen deutlichen Rückgang in der Zahl der Sicherheitsvorfälle, Störungen und Konfrontationen.“

„Wir haben die Pflicht als ein demokratischer Staat, die Möglichkeiten zur Freiheit und Anbetung zu vereinfachen. Durch COGAT versichert der Staat Israel, dass die muslimische Gemeinschaft frei ist, die Anweisungen und die Gebete dieses festlichen Monats zu befolgen. Das ist unsere Aufgabe und wir müssen uns dem Jahr für Jahr von Grund auf hingeben“, fügte Meital hinzu.

Von: sz

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