Max Brod im Jahr 1914

Max Brod im Jahr 1914

Jerusalemer Bibliothek zeigt Nachlass von Max Brod

Er zählte zu den bekannntesten Vertretern der Prager deutschsprachigen Literatur. Jetzt ist sein Nachlass in der Jerusalemer Nationalbibliothek zu sehen.

JERUSALEM (inn) – Im 50. Todesjahr des deutschsprachigen Autors Max Brod (1884–1968) zeigt die Jerusalemer Nationalbibliothek bisher unveröffentlichte Handschriften aus seinem Nachlass. Unter den Ausstellungsstücken sind auch Postkarten seines besten Freundes, des jüdischen Schriftstellers Franz Kafka (1883–1924). „Es ist der letzte große deutschsprachige Nachlass in Israel“, sagte der deutsche Archivar Stefan Litt der „Deutschen Presse-Agentur“ (dpa) zur Bedeutung des Kulturschatzes. Die Ausstellung soll am 12. November eröffnet werden.

Nach jahrelangem erbitterten Rechtsstreit hatte Israels Höchstes Gericht vor zwei Jahren entschieden, Brods Nachlass solle an die Jerusalemer Bibliothek gehen. Ein Teil dieses Materials, darunter auch Tagebücher und Korrespondenzen Brods, soll nun nach sorgfältiger Sichtung erstmals der Öffentlichkeit gezeigt werden.

Brod war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts einer der bekanntesten Vertreter der Prager deutschsprachigen Literatur. Sein Freund Kafka hatte ihn vor seinem Tod 1924 gebeten, seine Werke zu verbrennen. Brod brachte sie jedoch zur Veröffentlichung und Kafka erlangte posthum Weltruhm.

Von: Sara Lemel, dpa

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