Nach der Kritik will „The Daily Beast“ den Gebrauch des Ausdrucks „völkermordend“ überdenken – auch in Bezug auf die israelische Armee

Nach der Kritik will „The Daily Beast“ den Gebrauch des Ausdrucks „völkermordend“ überdenken – auch in Bezug auf die israelische Armee

Beitrag über „völkermordende israelische Armee“ geändert

Ein Artikel der US-Webseite „The Daily Beast“ verunglimpft die israelische Armee als „völkermordend“. Nach jüdischer Kritik wird der Beitrag geändert.

NEW YORK (inn) – Die amerikanische Internetseite „The Daily Beast“ hat am Montag nach Kritik einen Beitrag über die jüdische Schauspielerin Mayim Bialik („The Big Bang Theory“) korrigiert. Diese soll Gastgeberin für die Fernsehshow „Jeopardy!“ werden.

In dem Artikel vom Donnerstag hieß es, Bialik habe 2014 „ihre Spende für kugelsichere Westen für die völkermordenden Israelischen Verteidigungsstreitkräfte kundgetan“. Deshalb kritisierte Autor Tirhakah Love ihre Wahl zur Moderatorin der Quizsendung.

Jüdische Organisatoren prangerten daraufhin die Verwendung des Wortes „völkermordend“ im Zusammenhang mit dem israelischen Militär an. Unter anderen meldete sich das „American Jewish Committee“ zu Wort.

Redaktionelle Standards entwickeln

Am Montag wurde der Ausdruck aus dem Artikel entfernt. „Die Geschichte wurde aktualisiert, um das Wort ‚völkermordend‘ mit Bezug auf die israelische Armee zu ersetzen“, schrieb „The Daily Beast“ auf Anfrage der Nachrichtenseite JTA. Die Webseite „entwickelt einen redaktionellen Standard für die zukünftige Verwendung des Wortes“.

Die Verfasserin wiederum schrieb am Freitag auf Twitter, offenbar als Reaktion auf die jüdische Kritik: „Die Zionisten sollten echt aufhören, mir zu mailen, weil ich mich nicht darum schere.“ Zionismus sei „ein Ausdruck weißer Überlegenheit“. Auf eine Frage der JTA nach diesen Tweets ging „The Daily Beast“ nicht ein.

Das Medienunternehmen wurde 2008 gegründet. Es verbreitet Nachrichten und Meinungen. Dabei erstellt es eigene Artikel, verlinkt aber auch auf andere Webseiten.

Von: eh