Am Montag traf eine Hamas-Rakete einen israelischen Bus an der Gaza-Grenze

Am Montag traf eine Hamas-Rakete einen israelischen Bus an der Gaza-Grenze

Wie reagiert die arabische Welt in den Sozialen Medien?

Die israelische Operation in Gaza und der Raketenbeschuss durch die Hamas bewegen die arabischsprachige Welt. Im Internet sind die Reaktionen gegenüber Israel sogar feindlicher als bei vorangegangenen Auseinandersetzungen. Es gibt aber auch Solidarität mit dem jüdischen Staat.

JERUSALEM (inn) – Eine Analyse von sozialen Netzwerken in der arabischen Welt zeigt, dass die Reaktionen auf die aktuelle militärische Eskalation zwischen Israel und der Hamas feindlicher gegenüber dem jüdischen Staat ausgefallen ist als in früheren Auseinandersetzungen. Die Studie, die der Onlinezeitung „Times of Israel“ seit Dienstag vorliegt, stammt vom israelischen Außenministerium.

„Eine Mehrzahl der Online-Benutzer rechtfertigen den massiven Raketenangriff auf Israel wegen der Tatsache, dass Israel zuerst eine Operation im Gazastreifen durchführte“, heißt es im Bericht. Damit nimmt das Außenministerium Bezug auf die missglückte Mission des israelischen Militärs, bei der ein israelischer Offizier und sieben Palästinenser getötet wurden.

Rechtfertigung von Bus-Angriff

Diverse arabische Internetnutzer haben demnach auch den Raketenbeschuss auf einen israelischen Bus an der Grenze zum Gazastreifen gerechtfertigt. In der Argumentation wurde wiederholt genannt, dass es am Montag kein Angriff auf Zivilisten, sondern ein Angriff auf ein militärisches Ziel gewesen sei, weil auch viele Soldaten im Bus gesessen hätten.

Insgesamt hat das israelische Militär seit Sonntag 14 Palästinenser getötet. Neben der missglückten Operation passierte das bei Luftschlägen, die eine Reaktion auf den Raketenbeschuss aus Gaza waren. Eine Hamas-Rakete tötete dabei einen Palästinenser in Aschkelon. Beim Raketenbeschuss wurden mehr als hundert Israelis verwundet. Laut des Berichts hätten sich aber arabischsprachige Internetnutzer mehr Verletzte auf israelischer Seite gewünscht.

„Gleichzeitig gibt es keine große Sympathie für die Hamas, insbesondere in Ländern, in denen sie als Terror-Organisation angesehen wird“, schreibt das Außenministerium. Über die Reaktionen arabischer Journalisten heißt es: Viele haben über die Vorkommnisse in und um Gaza berichtet. Besonders in Ägypten habe es „sehr feindliche Berichte“ über Israel gegeben. Arabische Journalisten kritisierten demnach auch ihre eigenen Regierungen, weil sie zu wenig Interesse für die Ereignisse gezeigt hätten.

Auch Solidarität für Israel

Die Analyse zeigt aber auch, dass es Äußerungen von Unterstützung für Israel und die Verurteilung der Hamas, die als der Gehilfe des Irans agiere, gab. Nur gebe es „nicht viele“ solcher Kommentare. Die verschiedenen arabischsprachigen Accounts des Außenministeriums erlebten einen regen Zulauf in den Tagen der Eskalation. Viele Kommentare gegenüber Israel seien negativ gewesen. Jedoch habe es auch viele persönliche, nicht öffentliche Nachrichten über die sozialen Netzwerke gegeben, in denen Unterstützung für den jüdischen Staat ausgedrückt worden sei.

Von: mm

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