Am jährlichen Jom HaSikaron kommen Menschen im ganzen Land zusammen, um der Opfer durch Feindeshandlungen gegen Israel zu gedenken (Archivbild)

Am jährlichen Jom HaSikaron kommen Menschen im ganzen Land zusammen, um der Opfer durch Feindeshandlungen gegen Israel zu gedenken (Archivbild)

Israel gedenkt seiner 23.645 Gefallenen und Terror-Opfer

Zum Jom HaSikaron herrscht in Israel Trauer über die Opfer von Feindeshandlungen. Seit dem letzten Gedenktag vor einem Jahr sind 101 Opfer hinzugekommen.

JERUSALEM (inn) – In Israel beginnt am Dienstagabend der Jom HaSikaron, der Gedenktag für Gefallene und Terror-Opfer. Deren Zahl beläuft sich inzwischen auf 23.645. Seit dem vergangenen Gedenktag sind 101 Namen dazugekommen. Dazu zählen auch zwölf Zivilisten und 30 frühere Soldaten, die an den Spätfolgen ihrer Verletzungen gestorben sind.

Gezählt wird ab dem Jahr 1860. Damals fingen die Jerusalemer Juden an, zu expandieren und außerhalb der Altstadtmauern Wohngebiete zu errichten.

Gedenken als Zeremonie

Der Gedenktag folgt einem vorgegebenen Ablauf: Um 20 Uhr Ortszeit ertönt eine Minute lang eine Sirene. Am Mittwoch ertönt um elf Uhr eine weitere Sirene zwei Minuten lang. Begleitet wird der Tag von Zeremonien und Gedenkveranstaltungen auf Militärfriedhöfen in ganz Israel. Am Mittwochabend folgt der nahtlose Übergang in den fröhlichen Unabhängigkeitstag, den Jom HaAtzma'ut, an dem Israel seinen 70. Geburtstag feiert.

Die Hauptgedenkveranstaltung des Jom HaSikaron beginnt am Mittwoch nach den Sirenen auf dem Jerusalemer Herzlberg. Dort sind dann Staatspräsident Reuven Rivlin, Regierungschef Benjamin Netanjahu, der Präsident der Knesset Juli Edelstein, die Präsidentin des Obersten Gerichts Esther Hajut, Armeechef Gadi Eisenkot sowie Polizeichef Roni Alscheich zugegen. Zusätzlich sind 800 Menschen eingeladen, darunter Trauernde und Vertreter von Behörden, die sich mit dem Gedenken an die Opfer befassen.

Beobachter rechnen damit, dass am Gedenktag etwa 1,5 Millionen Menschen die verschiedenen Militärfriedhöfe besuchen werden. Dazu stellt der Staat auch Transportmöglichkeiten wie Busse zur Verfügung. Den Tag nutzen viele Menschen auch dazu, die Gräber zu pflegen.

Von: df

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