Elgen Long half mit, Juden aus dem Jemen zu retten – dazu gehörte auch die Famiie von Schahar Asani (r.)

Elgen Long half mit, Juden aus dem Jemen zu retten – dazu gehörte auch die Famiie von Schahar Asani (r.)

Amerikanischer Flugkapitän geehrt

Die Fluggesellschaft „Alaska Airlines“ war maßgeblich an der heimlichen Einwanderung jemenitischer Juden nach Israel beteiligt. In New York haben jüdische Organisationen sie und einen 91-Jährigen ehemaligen Flugkapitän dafür geehrt.

NEW YORK (inn) – Nach der Staatsgründung wurden in einer Geheimaktion 47.000 Juden aus dem Jemen nach Israel gebracht. Einen wichtigen Beitrag leistete die Fluggesellschaft „Alaska Airlines“. Dafür ist sie nun in New York geehrt worden, wie die israelische Tageszeitung „Yediot Aharonot“ am Montag berichtet. 

Bei der Veranstaltung am vergangenen Dienstag war auch das letzte noch lebende Besatzungsmitglied zugegen: Flugkapitän im Ruhestand Elgen M. Long. „Als wir am Flughafen in Tel Aviv landeten, trat ein junger Offizier zu uns und sagte mir und meinen Mitarbeitern, dass wir das Richtige getan hatten“, erinnerte sich der 91-Jährige. „Wir sind alle stolz auf die historische Rolle, die wir bei der Verwirklichung der Prophetie von der Rückkehr von Juden nach Zion gespielt haben.“ Die Operation „Auf Adlers Flügeln“, auch bekannt als „Fliegender Teppich“, brachte in den Jahren 1948 bis 1950 etwa 50.000 Juden aus dem Jemen und anderen Ländern nach Israel. Ein Anlass war der zunehmende Antisemitismus.

Zu den Organisatoren der Veranstaltung gehörte die pro-israelische Organisation „Stand With Us“. Deren New Yorker Direktor Schahar Asani wies darauf hin, dass seine eigene Familie während der Geheimoperation aus dem Jemen nach Israel eingewandert sei. „Es ist eine Ehre für uns, hier mit einem Helden wie Kapitän Long zu stehen, der die Leben vieler jemenitischer Juden gerettet hat", sagte er. Der Flugkapitän und dessen Freunde hätten zum Gedeihen der jemenitischen Gemeinde und des Staates Israel beigetragen.

Gefährliche Notlandung in Kairo

Der Geschäftsführer der „Alaska Airlines“, James Wooten, war seinerzeit der Bitte der israelischen Regierung um Unterstützung nachgekommen, obwohl der Aufsichtsrat dies ablehnte. Einmal musste ein Pilot in Kairo notlanden, um Treibstoff nachzufüllen. Ihm war klar, dass die ägyptischen Behörden nicht erfahren durften, dass er jüdische Flüchtlinge an Bord hat. Also behauptete er, sein Flugzeug sei voller Passagiere mit Windpocken und bat dringend um Krankenwagen. Stattdessen wurde ihm ein Tanklaster geschickt, also konnte er so schnell wie möglich weiterfliegen.

Die Fluggesellschaft erhielt in New York den „Savior of Israel Award" (Retter-Israels-Preis) der Organisation Stand With Us. Kapitän Long wiederum wurde von der Amerikanischen Sephardischen Vereinigung mit dem „Maimonides-Freundschafts-Award" geehrt. Dieser ist nach dem bedeutenden mittelalterlichen jüdischen Religionsphilosophen Rabbi Mosche Ben Maimon benannt, der auch unter der Abkürzung „Rambam“ bekannt ist.

Technologieminister Ofir Akunis vertrat die israelische Regierung bei der Preisverleihung. Er bedankte sich für den Heldenmut und die Teilnahme an der Operation. Gleichzeitig betonte er das Recht des jüdischen Volkes auf sein Land und die unzerbrechliche Verbindung zwischen den beiden. Diese habe sich auch in der Heimkehr der jemenitischen Juden nach dem langen Exil gezeigt.

Von: eh

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