Eine 12. Schulklasse in Israel (Archivbild)

Eine 12. Schulklasse in Israel (Archivbild)

Das neue Schuljahr hat begonnen

Für Schüler und Lehrer geht die vielleicht schönste Zeit des Jahres zu Ende: Die Sommerferien. Kultusminister Bennett erhofft sich einen reibungslosen Start ins Schuljahr.

Für mehr als 2,2 Millionen Kinder und Teenager in Israel heißt es am Freitag: Zurück auf die Schulbank, denn die Sommerferien sind zu Ende. Auch 180.000 Lehrer sind davon betroffen, berichtet die Online-Zeitung „Times of Israel“. Mehr Zahlen gefällig? Für rund 163.000 Kinder beginnt die erste Klasse, sie werden eingeschult. 123.000 Jugendliche haben das finale Jahr der weiterführenden Schule erreicht. Bei den Erstklässlern halten sich Jungen mit 51 Prozent und Mädchen mit 49 Prozent etwa die Waage, obwohl es in Israel etwas mehr Frauen als Männer gibt.

Das neue Schuljahr steht landesweit unter dem Themenschwerpunkt des 70. Jahrestages der Staatsgründung Israels, teilte das Kultusministerium mit. Sowohl Premierminister Benjamin Netanjahu, als auch Staatspräsident Reuven Rivlin besuchten Schulen, um das neue Schuljahr zu eröffnen. Rivlin rief beim Besuch einer Schule im Westjordanland in der Siedlung Ma'aleh Adumim zu Respekt auf: „Auch dann, wenn wir uns nicht alle so sehr lieben, müssen wir uns doch gegenseitig respektieren, und die andere Seite, mit der wir nicht übereinstimmen, verstehen“, sagte er.

Keine größeren Probleme beim Schulstart

Das akademische Jahr, das in Israel oft mit Reibereien zwischen Eltern- und Lehrerverbänden beginnt, sei reibungslos gestartet, berichtet die „Times of Israel“. Es seien keine größeren Protestaktionen geplant. Lediglich in Tel Aviv hätten dutzende Eltern gegen die Einstellung eines Lehrers demonstriert, dem Pädophilie vorgeworfen wird.

Kultusminister Naftali Bennett zieht bereits ein positives Fazit: „Es gibt keine Streiks, alles ist ruhig, alle stehen miteinander in gutem Dialog“, sagte er vor Journalisten, die ihn dabei fotografierten, wie er mit seiner Frau die gemeinsamen Kinder zum Unterricht brachte.

Der Politiker hatte am Mittwoch ein umgerechnet rund 18 Millionen Euro umfassendes Programm zur Förderung der Englischkenntnisse israelischer Schüler vorgestellt. Dafür sollen 1.000 Lehrer eingestellt und neue Unterrichtseinheiten geschaffen werden.

Bennett führte zudem eine Änderung ein, die nicht allen Kindern gefallen dürfte. Wie die Zeitung „Yediot Aharonot“ berichtet, sollen an Chanukkaund zum Passah-Fest die Ferien gekürzt werden. Der Grund: Eltern hatten sich immer wieder darüber beklagt, wegen der Ferien nicht zur Arbeit zu können, da sie auf ihre Kinder aufpassen müssten – oder aber Geld für eine Kinderbetreuung ausgeben. Die kürzeren Ferien sollen nun für Erst-, Zweit- und Drittklässler gelten. Im nächsten Schuljahr sollen davon dann auch die Ferien zu Sukkot betroffen sein.

Von: mb

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