Wissenschaft | 20.04.2012

Unterstützende Chefs können Krankheitstage reduzieren

HAIFA (inn) - Vorgesetzte können die Fehlzeiten von Mitarbeitern reduzieren, indem sie diese emotional unterstützen und die Arbeitsbelastung senken. Dies belegt eine neue Studie der Universität Haifa.

Diese Studie wurde von Michal Biron durchgeführt. Sie ist akademische Leiterin eines Programmes, das sich auf den strategischen Einsatz menschlicher Ressourcen konzentriert, berichtete das Internetportal "Nocamels".

Dazu fand in China in einem regierungseigenen Herstellungsbetrieb in der Provinz Jiangsu eine Untersuchung statt, an der 241 Vollzeit-Angestellte teilnahmen. Inhalt war die Frage, wie sich Beziehungen zwischen Arbeitskollegen, von Angestellten zu Supervisoren und vom Einzelnen zur Gesamtorganisation auswirken.

Das Resultat war, dass ein Supervisor, der einen Mitarbeiter mit stressbedingten psychosomatischen Symptomen unterstützt, eine deutliche Veränderung bewirken kann. So kann er dem Chef empfehlen, die Arbeitsbelastung für diesen Mitarbeiter zu senken oder ein Stress-Management-Training durchzuführen.

Auch wenn ein Mitarbeiter lediglich von einem Kollegen unterstützt wird, hat dies eine Wirkung: Die Folge ist ein besserer Erholungsprozess nach der Arbeit. Somit geht das Auftreten von psychosomatischen Symptomen zurück.

Grundsätzlich kann aber ein Supervisor durch unterstützende Interventionen psychosomatische Symptome direkt vermindern - und somit auch die krankheitsbedingte Abwesenheit.

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