Wissenschaft | 20.09.2012

Jetzt kann jeder an der Hebräischen Universität studieren, ohne auf dem Campus zu sein. Im Bild zu sehen der Mount Scopus Campus

Jetzt kann jeder an der Hebräischen Universität studieren, ohne auf dem Campus zu sein. Im Bild zu sehen der Mount Scopus Campus
Foto: Milan.sk, Wikipedia | CC-BY-SA 2.0

Hebräische Universität gibt kostenlose Online-Vorlesungen

STANFORD / JERUSALEM (inn) – Die Hebräische Universität in Jerusalem bietet kostenlose Vorlesungen im Internet an. Sie ist die erste israelische Hochschule, die an einem Programm teilnimmt, welches rund 200 Online-Kurse zur Verfügung stellt. Drei Vorlesungen von Dozenten der Hebräischen Universität sollen bald im Netz verfügbar sein.

„Coursera“ heißt die amerikanische Firma, die die Kurse online anbietet. Auf ihrer Internetseite sind Vorlesungen unterschiedlicher Fachgebiete zu finden, wie beispielsweise aus den Bereichen Medizin, Soziologie, Computerwissenschaften, Literatur oder Geschichte. Mit den Video-Vorlesungen allein könnte jedoch kein Universitätsabschluss erreicht werden. Die Kurse gehen je nach Themenfeld zwischen vier und zwölf Wochen. Bislang haben fast 1,4 Millionen Menschen an den Online-Vorträgen teilgenommen.

Aktuell bietet die Hebräische Universität drei Kurse auf der „Coursera“-Plattform an: „Synapsen, Neuronen und Gehirn“ von Idan Segev, „Einführung in die Gewebezüchtung“ von Ja‘akov Nahmias und „Moderne europäische Mystik und psychologische Gedanken“ mit Jonathan Garb. Der Start der Kurse soll in Kürze bekannt gegeben werden. Die israelische Universität ist eine von derzeit 33 Bildungseinrichtungen, die mit „Coursera“ zusammenarbeiten.

Zwei Professoren der kalifornischen Privat-Universität Stanford, Daphne Koller und Andrew Ng gründeten „Coursera“ im Herbst 2011. Sie möchten „jedem Zugriff zu einer Weltklasse-Bildung bieten, die bis jetzt nur für wenige erreichbar war“, beschreiben die Begründer ihre Intention auf der Internetseite.

Die Hebräische Universität wurde erst kürzlich unter die besten 100 Universitäten der Welt gewählt. Sie landete auf Platz 53 auf einer Rangliste, die die Jiaotong-Universität im chinesischen Schanghai veröffentlich hat (Israelnetz berichtete).

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