Wirtschaft | 20.07.2012

Bringt Aufschwung für die israelische und die italienische Wirtschaft: das Flugzeug M-346

Bringt Aufschwung für die israelische und die italienische Wirtschaft: das Flugzeug M-346
Foto: MilborneOne, Wikipedia | CC-BY-SA 3.0

Milliarden-Geschäft zwischen Israel und Italien

ROM / JERUSALEM (inn) ─ Israel hat für 850 Millionen Dollar 30 neue Düsenjets bei der italienischen Firma „Finmeccanica“ gekauft. Die Flugzeuge dienen insbesondere der Ausbildung von Piloten.

Bereits im Februar 2012 hatte das israelische Verteidigungsministerium den Kauf dieser Flugzeuge angekündigt, berichtet die Tageszeitung „Jerusalem Post“. Im Gegenzug hatte sich Italien verpflichtet, für eine Milliarde Dollar Militärplattformen von israelischen Rüstungsunternehmen zu erstehen, einschließlich der Satelliten sowie der Warn- und Kontrollsysteme der Firma „Airborne“. Die Lieferung des ersten Flugzeuges ist voraussichtlich im Juni 2015 zu erwarten. Dieses Flugzeug wird die amerikanischen „A-4 Skyhawks“, in Israel als „Ajit“ bekannt, ersetzen.

Die Lieferfirma „Finmeccanica“ ist ein italienisches Rüstungs-, Luft- und Raumfahrtunternehmen. Es besteht aus einem Konglomerat verschiedener Betriebe, die an der Produktion des angeforderten Jet-Typs, namens M-346, beteiligt sind.

Der Vertrag war das Ergebnis einer „fruchtbaren“ Zusammenarbeit der israelischen und der italienischen Regierung, berichtet das israelische Magazin „Globes“. Diese beinhaltet die Kooperation auf wirtschaftlicher und institutioneller Ebene. Der Vorstandsvorsitzende von „Finmeccanica“, Giuseppe Orsi teilte mit: „Diese Vereinbarung stellt nicht nur einen bedeutsamen Erfolg für ‚Finmeccanica‘ und die kooperierenden Gesellschaften ‚Alenia Aermacchi‘, ‚Telespazio‘ und ‚SELEX Elsag‘ dar, sondern für die gesamte Volkswirtschaft.“ Wie das israelische Wirtschaftsmagazin „The Marker“ berichtet, ließ Israels Verteidigungsminister Ehud Barak nach der Unterzeichnung verlauten: „Dies ist ein wichtiger Tag für die Luftwaffe und für die israelischen Sicherheitsindustrien.“ Ebenso sagte der Generaldirektor des Verteidigungsministeriums, Udi Schani, gegenüber „The Marker“, dass dieser Vertrag den Arbeitsplatz tausender Israelis sichern werde.

Kommentar verfassen

* Bitte geben Sie einen Namen, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine E-Mail-Adresse ein. Die E-Mail-Adresse wird nicht auf unseren Webseiten veröffentlicht. Um Missbrauch zu vermeiden, werden wir Ihren Kommentar erst nach Prüfung auf unserer Seite freischalten.
Die maximale Länge Ihres Kommentars beträgt 1.500 Zeichen.

Mit Abgabe des Kommentars erkennen
Sie die Nutzungsbedingungen an.

Anzeigen