Wirtschaft | 27.10.2016

Zahlreiche Hochhäuser werden das Bild des neuen Jerusalemer Geschäftsviertels prägen

Zahlreiche Hochhäuser werden das Bild des neuen Jerusalemer Geschäftsviertels prägen
Foto: Stadt Jerusalem

Jerusalem soll Spitzenreiter im Wirtschaftswachstum werden

Der Bau eines neuen hochmodernen Geschäftsbezirkes soll die Wirtschaft in Israels Hauptstadt Jerusalem ankurbeln. Er soll ausländische Investoren und vor allem junge Menschen anziehen. Am Mittwoch wurde der Grundstein für das Mega-Bauprojekt gelegt.

JERUSALEM (inn) – In Jerusalem ist am Mittwoch der Grundstein für ein neues Geschäftsviertel gelegt werden. Bürgermeister Nir Barkat sprach vom „größten und bedeutendsten Projekt für die Zukunft Jerusalems“. An der Zeremonie nahmen neben Barkat auch Verkehrsminister Israel Katz und der Minister für Jerusalem-Angelegenheiten, Se‘ev Elkin, teil.

Die Pläne für den Bau waren in einem ersten Schritt bereits im August 2012 vom Innenministerium genehmigt worden. Sie sehen unter anderem den Neubau von 24 Gebäuden vor. Darunter sind 14 Hochhäuser mit jeweils 24 Stockwerken sowie neun Wolkenkratzer mit 36 Etagen. Die Kongress- und Konzerthalle „International Convention Center“ (ICC) soll renoviert und ausgebaut werden. In den Jahren 1979 und 1999 fand hier der „Eurovision Song Contest“ statt. Auch der Bau von Hotels sowie von Kultur- und Freizeiteinrichtungen ist vorgesehen. Nach Angaben der Jerusalemer Stadtverwaltung sollen in dem Geschäftsviertel rund 40.000 neue Arbeitsplätze entstehen.

Der Geschäftsbezirk soll zudem der größte integrierte Verkehrsknotenpunkt des Landes werden. Er befindet sich nicht nur in der Nähe des Zentralen Busbahnhofes und der Straßenbahn. Auch zum Schnellzug nach Tel Aviv wird dort Anschluss bestehen. Das Viertel umfasst eine Fläche von 2,11 Quadratkilometern.

Kampf gegen die Abwanderung

Bürgermeister Barkat erklärte: „Nach seiner Fertigstellung wird das Geschäftsviertel das Wirtschaftswachstum stärken und die Abwanderung beenden. Es wird attraktiv für junge Menschen und zukünftige Generationen.“ Die Stadt kämpft seit Jahren mit der Abwanderung vor allem junger Familien. Sie verlassen Jerusalem aufgrund hoher Mietpreise sowie des Mangels an Wohnungen und Arbeitsplätzen. Nach dem Bau werde Jerusalem anders sein als zuvor: „Eine Stadt mit ihrer glorreichen Geschichte, die neben ihren radikalen Veränderungen vom Zerfall zum Wachstum, von der Abwanderung zur attraktiven Stadt für junge Menschen und von schwindenden Stadtressourcen zu einem Spitzenreiter im Wirtschaftswachstum wird, der auf eigenen Füßen steht – für zukünftige Generationen.“

Wenige Stunden zuvor hatte die UNESCO erneut eine Resolution verabschiedet, in der sie die Verbindung der Juden zu den heiligen Stätten in Jerusalem nicht erwähnt. Jerusalem-Minister Elkin sagte dazu: „Es gibt keine bessere Zeit, um über die Zukunft Jerusalems zu sprechen, als an diesem Tag, an dem die UNESCO unsere Verbindung zu Jerusalem leugnet.“ (dn)

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