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 Sicherheit | 09.06.08

Nach sechs Jahren: Hamas bekennt sich zu Anschlägen

GAZA (inn) - Die Hamas hat die Verantwortung für mehrere Terroranschläge übernommen, die vor sechs Jahren gegen Israelis verübt wurden. Gleichzeitig teilte sie am Samstag mit, dass ihre Kämpfer im Westjordanland jederzeit zu weiteren Attentaten bereit seien.

Laut der Zeitung "Jediot Aharonot" bekannte sich die Hamas zu einem Selbstmordanschlag auf einen Spielclub in Rischon LeZion vom 8. Mai 2002. Dieser hatte 15 Todesopfer gefordert, zahlreiche Menschen wurden zudem verwundet. Nach Angaben der Hamas war der Attentäter ein jordanischer Staatsbürger namens Muhammad Nabil Muammar.

 

Auch für den Anschlag in der Allenby-Straße in Tel Aviv vom 19. September 2002 übernahm die Hamas nun die Verantwortung. Dabei waren fünf Menschen getötet worden. Der Attentäter stamme aus einer Ortschaft nahe der israelischen Siedlung Ariel in Samaria.

 

Bekenntnis zu Anschlag auf größtes Treibstofflager Israels

 

Des Weiteren gab die Hamas bekannt, sie habe das versuchte Attentat auf das größte Treibstofflager Israels, Pi Glilot bei Tel Aviv, geplant. Terroristen hatten am 23. Mai 2002 eine Bombe an einem Tanklastwagen angebracht, der auf das Gelände fahren wollte. Sie explodierte, das Fahrzeug brannte völlig nieder. Das Löschsystem setzte automatisch ein, so dass die Flammen nicht auf die großen Kraftstofflager übergreifen konnten. Dort wurden zu dem Zeitpunkt mehr als 3.000 Tonnen Treibstoff gelagert. Niemand wurde verletzt.

 

Im Juni desselben Jahres explodierte zudem bei Lod ein Sprengsatz, der an einer Bahnlinie deponiert war. Vier Israelis erlitten Verletzungen, als sie in einem Nahverkehrszug unterwegs waren. Auch hierzu bekannte sich die Hamas ebenso wie zu mehreren Schussangriffen auf Israelis im Westjordanland.

 

Verzögerung der Veröffentlichung "aus Sicherheitsgründen"

 

Nach eigenen Angaben hatte die Hamas "aus Sicherheitsgründen" so lange mit der Veröffentlichung gewartet. Weiter hieß es in der Mitteilung der Terrorgruppe: "Unsere Untergruppen im Westjordanland befinden sich in einem einwandfreien Zustand. Sie sind bereit, den Feind an dem Ort und zu dem Zeitpunkt zu treffen, zu dem es ihnen richtig erscheint - als Reaktion auf die Verbrechen des Feindes."


Von: E. Hausen



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